Mit seinem Wörterbuch der Kriegstüchtigkeit untersucht Leo Ensel, wie sich politische und mediale Sprache verändert hat – und welche Wirkung sie auf das gesellschaftliche Denken entfaltet.
Welche Begriffe prägen die aktuelle Debatte über Aufrüstung, Sicherheit und Krieg? Und wie beeinflusst Sprache unsere Bereitschaft, militärische Lösungen als selbstverständlich hinzunehmen?
Im Gespräch geht es um die Macht der Sprache, politische Narrative und die Frage, wie Begriffe unser Weltbild formen. Leo Ensel zeigt anhand zahlreicher Beispiele, wie sich öffentliche Kommunikation verändert hat und weshalb ein kritischer Blick auf die verwendeten Worte heute wichtiger denn je ist.
Leo Ensel ist Konfliktforscher, Publizist und interkultureller Trainer. Seit vielen Jahren beschäftigt er sich mit Friedenspolitik, internationalen Beziehungen sowie der Wirkung politischer Sprache und öffentlicher Narrative.




Das beste Mittel dagegen ist der konsequent und situationsgerecht angewendete Gendersprech. Darf ruhig etwas überzogen daherkommen. Eine Regenbogenarmbinde ist dabei überflüssig.
Wir reden uns nicht in den Krieg wir bereiten ihn vor. Der Plan ist längst erstellt und es wird nur noch der richtige Moment abgewartet um endlich loszuschlagen.
Man muss sich doch nur die Sprüche auf dem NATO-Gipfel anhören.
Aber was heisst wir? Ich nicht, aber die eurpäischen Feldherren treiben uns da rein.
Ist für uns noch ein Entkommen möglich? Ich glaube nicht!
Völker wollen keinen Krieg. Krieg wird immer von den Herrschen gewollt.
Feldherr:innen bitte. Soviel gendergerechter Umgang mit Sprache sollte schon sein. Wenn der ganze Zug beim Antreten auf Genderfehler der Uffze lauert, wird’s richtig spaßig.
Als wenn uns so einen Mist helfen würde klingt irgendwie so wie bei dem bescheuertem „Snicklink“ 🙁
Warum will die Regierung dann die Meinungsfreiheit einschränken?
Warum gibt es dann Cancel-Culture?
Warum wurde der Berliner Journalist Hüseyin Dogru dann für vogelfrei erklärt und das in diesem „demokratischen Rechtsstaat“ ohne rechtskräftiges Urteil? Wenn man fragt, welche Straftat er begangen hat, dann bekommt man in diesem „demokratischen“ Deutschland keine Antwort und die Mainstream-Propaganda-Medien von ARD, BILD, FAZ, RTL, SZ, WELT bis ZDF schweigen diesen Skandal tot.
Warum prügeln dann bei Markus, dem großen Landser vom ZDF, immer drei oder vier Gäst+/-INNen (m/w/d) zumammen mit dem Moderator auf einen Gast ein und stellen den in die rechte oder linke Ecke? Der rechte/linke Mann bzw. die rechte/linke Frau ist böse. Liebe Zuschauerinnen, Zuschauer und Zuschauenden des ZDF, mit denen dürft ihr nicht spielen und die dürft ihr auch nicht wählen, denn wir vom ZDF sind die Guten und nur wir wissen, was gut für die reichen Bürger, für die superreichen Bürger, die Radikalen der Mitte und für die armen Bürger und Obdachlosen in Deutschland gut ist.
Apropos „Snicklink“: Man kann das künstlerisch gut oder weniger gut finden, technisch ist es nicht schlecht gemacht, aber was bitte daran ist „bescheuert“? Manchmal sind es Kleinigkeiten, die das Fass zum Überlaufen und die einfachen Leute auf die Palme bringen. Im Vietnamkrieg war es dieses Foto mit dem von US-Napalm verbrannten nackten Mädchen. Dieses Foto hat den Vietnamkrieg nicht sofort beendet, aber es hat damals Millionen Menschen, auch in den USA, zum Nachdenken über den Vietnamkrieg gebracht und das, was die USA fernab und ganz weit wg von der Heimat so machen und mit Demokratie, Frieden und Freiheit hatte das damals nichts zu tun und das hat es auch heute nicht.
Die real existierende Politik der USA sind so demokratisch, friedlich und freiheitlich wie die CDU und die CSU „christlich“ oder wofür steht das „C“? Die Antwort lautet: Das „C“ steht für „C“apitalism, denn in den USA schreibt man Kapitalismus mit „C“. What does „capitalism“ mean? Capitalism is an economic system based on the private ownership of the means of production and its use for the purpose of obtaining profit. (Der Kapitalismus ist ein Wirtschaftssystem, das auf dem privaten Eigentum an den Produktionsmitteln und deren Nutzung zum Zwecke der Gewinnerzielung beruht.) Das hat nichts mit Jesus Christus, der christlichen Lehre und dem christlichen Glauben zu.
„Friedensfrech“, das muss ich mir merken.👍 Das eignet sich hervorragend, um es all den Kriegstüchtigen so richtig um die Ohren zu hauen, äh um entgegenzuhalten.😉
@ AeaP
Friedenfrech ist wirklich nicht schlecht👍👍👍👍👍
Wenn mich die Kriegstreiber-Clique Lumpenpazifist nennt sehe ich das aber auch nicht als Beschimpfung sondern als Armutszeugnis der Kriegstreiber, ähnlich wie bei Lumpenproletraiat
„Wir“ wollen keinen Krieg. Krieg wird von den Superreichen und deren Diensboten, oft auch „Regierung“ genannt, gewollt, vorbereitet und ausgelöst! Und damit der Pöbel nicht rebelliert, wird ihm massiv mit Propaganda zugesetzt.
Jeder Krieg muss mental und psychologisch vorbereitet werden. Auch der Zweite Weltkrieg und der Marsch nach Wolgograd (ehemals Stalingrad) wurden mental und psychologisch vorbereitet werden.
Richtig ist: Viele Untertanen wollen keinen Krieg, sie wollen auch nicht in den Krieg ziehen und sie wollen auch nicht, dass ihre Kinder in den Krieg ziehen. Deshalb ist die Sprache vor dem Krieg und nicht nur während des Krieges extrem wichtig, um die Kriegsunwilligen, die Bedenkenträger, die Zauderer, die Zögerer und die Kriegsverweigerer in den Krieg zu treiben. Deshalb heißt es auch KRIEGSTREIBER.
Mit Sprache kann man Menschen aufklären, man kann die Realität mit Sprache aber auch schönreden und man kann die Menschen mit Sprache manipulieren mittels Werbung, PR (Public Relations, Öffentlichkeitsarbeit) und Propaganda. Die größten Propagandisten sind diejenigen, die behaupten, Propaganda würde es nur bei den Russen, den Chinesen und in Nordvietnam geben.
Schmier die Schmiere von Schmierlappenfritz in das Haar, dann hält der Helm auch in Stalingrad ohne Kinnriemen bombenfest.
Gegen eine vielstimmige und pluralistische Öffentlichkeit setzen autoritäre Regierungen auf eine offizielle und einheitliche Sprache. Einfache Reden und eine emotionale Ansprache treten an die Stelle sachlicher und fundierter Argumentation. „Du bist Deutschland“ war 2005/2006 eine neoliberale Kampagne, um neoliberale Reformen zu Lasten der Arbeitnehmer und die Agenda 2010 durchzusetzen.
Die Bedeutung bestimmter Begriffe wird eingeschränkt oder um 180 Grad gedreht: Aus dem einst positiv konotierten Begriff „QUERDENKER“ wird ein negativer. Fragen Sie Frau Sarah Frühauf, die ehemalige ARD-Journalistin und seit 2025 Referatsleitung im Bundesinnenministerium, wie das geht. Die Frau weiß, wie das funktiononiert, die Frau kennt sich damit aus.
Man spricht von „SONDERVERMÖGEN“, wenn es um milliardenschwere Schulden für Aufrüstung und die Anschaffung von Kampfpanzern, Kampfstiefeln, Kampfschiffen, Kampfgas, Kampfjacken, Kampfhunden, Kampfjets, Kampfanzügen, Kampfflugzeugen, Kampfhubschraubern, Kampfdrohnen und Kampferöl geht.
Man redet von „SUPERREICHEN“, um die Tatsache zu beschönigen, dass es hier um Menschen geht, die über ein Vermögen verfügen, das ein Rettungssanitäter in 10.000 Jahren nicht erarbeiten könnte, wenn er so lange leben und jeden Tag 15 Stunden und 350 Tage lang im Jahr arbeiten würde. Was ist daran „super“, wenn diese „Superreichen“ immer noch reicher werden, aber „christliche“ und „sozialdemokratische“ und „liberale“ und „konservative“ und „bürgerliche“ Politiker zu dem Rettungssanitäter sagen, er soll noch länger, schneller und härter arbeiten und weniger „krankfeiern“.
Von 1933 bis 1945 sprachen deutsche Politiker, Polizei und Verwaltung von „SCHUTZHAFT“, wenn sie Widerstandskämpfer und Menschen, die gegen den Krieg waren oder ihre Stimme gegen den größten deutschen Terroristen aller Zeiten erhoben, in Arbeitslagern gesammelt und dort reihenweise ermordet haben. Man sprach von „LEBENSUNWERTEM LEBEN“, wenn Kranke und Behinderte ermordet wurden, um dem Staat Kosten zu ersparen und das Geld für Kampfpanzer, Kampfstiefel, Kampfschiffe, Kampfgas, Kampfjacken, Kampfhunde, Kampfjets, Kampfanzüge, Kampfflugzeuge und Kampferöl auszugeben. Kampfhubschrauber und Kampfdrohnen gab es im Zweiten Weltkrieg noch nicht.
Ich habe gerade ein wunderbaren Satz gefunden und gelesen:
»Man hat ja noch niemals versucht, den Krieg ernsthaft zu bekämpfen. Man hat ja noch niemals alle Schulen und alle Kirchen, alle Kinos und alle Zeitungen für die Propaganda des Krieges gesperrt.« (zitiert nach seniora.org)
Der Satz stammt von Kurt Tucholsky aus dem Jahr 1931, also zwei Jahre vor der „Machtergreifung“ des rechtsextremen Adolf Hitler, der seinen rechten Arm immer zum Gruße erhob und seine linke Hand in der Hosentasche versteckte. Er grüßte mit dem rechten Arm aber nicht Jesus Christus, sondern alle anderen braunen Teufel und alle anderen Teufelsanbeter.
2026 müsste man den Satz selbstverständlich erweitern: »Man hat ja noch niemals versucht, den Krieg ernsthaft zu bekämpfen. Man hat ja noch niemals alle Schulen, alle Kirchen, alle Kinos, alle Zeitungen, alle Webseiten der Regierung, alle Fernseh-/Radiosender, die Sendung vpn Markus Lanz und alle Kriegstreiber in den „Sozialen“ Medien für die Propaganda des Krieges gesperrt.«
Die Augen rechts und mit Riesenschritten vorwärts in die Vergangenheit nach Stalingrad, damit aus der Niederlage von Stalingrad 1943 doch noch ein großer „Endsieg“ wird.
Danke für diesen Beitrag!
Auch für mich war 1990 nicht das Jahr des Beitritts,
sondern das Ende der Angst vor dem Atomkrieg.
Dass diese Befürchtungen jetzt wieder hervorgeholt werden müssen, ist schon unglaublich.
Um besser zu verstehen, was grade läuft, hatte ich vor kurzem diesen Podcast,
jemand aus der Medienlandschaft erläutert Gegenwartsphänomene, läßt aber sehr viel aus.
https://www.nzz.ch/podcast/was-ist-ein-bueckbuerger-ulf-poschardt-ld.10011527
Also: wenn jemals wieder gefragt wird, wie wir dahin kommen konnten, wo wir jetzt sind…
Danke für diesen Beitrag!
Auch für mich war 1990 nicht das Jahr des Beitritts,
sondern das Ende der Angst vor dem Atomkrieg.
Dass diese Befürchtungen jetzt wieder hervorgeholt werden müssen, ist schon unglaublich.
Um besser zu verstehen, was grade läuft, hatte ich vor kurzem diesen Podcast,
jemand aus der Medienlandschaft erläutert Gegenwartsphänomene, läßt aber sehr viel aus.
https://www.nzz.ch/podcast/was-ist-ein-bueckbuerger-ulf-poschardt-ld.10011527
Also: wenn jemals wieder gefragt wird, wie wir dahin kommen konnten, wo wir jetzt sind…
Einfach jede Kriegsbegeisterte beliebigen Geschlechtes fragen warum sie/er noch nicht an der Front ist, wann sie/er gedenkt hin zu fahren.
Kein anderes Thema zulassen. Jeden Versuch in der Diskussion das Thema zu wechseln abblocken, immer wieder insistieren.