Florian Warweg hat die NachDenkSeiten verlassen, um für ein neues Projekt zu arbeiten: Die OAZ – die Ostdeutsche Allgemeine Zeitung. Sie soll ein ostdeutsches Leitmedium werden.
Roberto De Lapuente sprach mit Florian Warweg.
Florian Warweg ist ein deutscher Journalist mit Fokus auf internationale Politik und Medienkritik. Er studierte Politikwissenschaft und Geografie, mit Stationen u.a. in Paris und Santiago de Chile. Warweg arbeitete unter anderem für RT DE und ist seit 2022 Parlamentskorrespondent der NachDenkSeiten. Er ist bekannt für kritische Fragen in der Bundespressekonferenz und Beiträge zur deutschen Außenpolitik.
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Oh, ja, brauchen wir jetzt auch ganz bestimmt…..
„Naomi“ übernehmen sie… 😉
„Naomi“ übernehmen sie…“
Och nö, dat mut nich sien
Mal wieder nicht in die Röhre geschaut…
Im Jahre 2026 fällt dem Herr Warweg ein, eine OAZ aufzubauen.
Wow, wine weitere Spaltung von den Räuber aus dem Westen.
Nur wie will Herr Warweg eine gesamtdeutsche Haltung, in eine Ost West Konfrontation real bewerkstelligen, um einen möglichen Konsens zu erreichen?
Das hat ein geschmäkle nach Teilung 2.0.
Hier fühle ich, das Herr Warweg etwas betreibt, das die Politik gerne möchte, eine Welt mit zwei Blöcken, Nord gen Süd.
Meiner Meinung nach, ist dieser Weg schon damals gegen die Menschheit gerichtet gewesen, da die Menschheit überall auf dieser Erde, gewiss einen Weltfrieden bevorzugt, als sich wieder in einer sinnlosen Blockpolitik zu ergeben.
Der westliche Faschismus muss endlich zu Fall gebracht werden und dies benötigt innerhalb dieser Gesellschaft, endlich ein Ende zu setzen, durch alle.
@PRO1
„Der westliche Faschismus muss endlich zu Fall gebracht werden und dies benötigt innerhalb dieser Gesellschaft, endlich ein Ende zu setzen, durch alle.“
+++++
Und der „östliche“ wird dann besser sein?😉
Willst du damit suggerieren, das die ‚Ossies‘ auch Faschisten sind?
Zur Geschichte, die damalige ‚Wiedervereinigung‘ wurde durch das westliche Personal abgefertigt!
Dies bedeute damals, daß östliche deutsche Unternehmen, einfach übernommen wurden. Das wiederum bedeutet, daß die Axt damals einen Kahlschlag praktizierte. Das kam nicht aus dem Osten sondern wurde über die westliche Seite, so durchgezogen.
1. ist diese Idee mit der „OAZ“ nicht Warweg eingefallen, das war eine Idee von Holger Friedrich, dem Herausgeber der „Berliner Zeitung“
und 2. ist es eine Tatsache, daß in der gesamtdeutschen Medienlandschaft ostdeutsche Sichten, ostdeutsche Themen nicht vorkommen!
Ausschließlich westdeutsche Ansichten und westdeutsches Personal prägt diese Medien! Auch im Osten, was schlicht daran liegt, daß all diese Medien auch Wessis gehören. !
Ostdeutschland kommt überhaupt nur vor, wenn mal wieder was Negatives über „diese dummen undankbaren Ossis“ gebracht werden „muß“. Diese Erfahrung machen alle ostdeutschen Journalisten, vor allem wenn sie in „hehre Wessikreise“ wie etwa die Tagesschau oder Tagesthemen eindringen. Sie sind und bleiben Fremdkörper, die schlechter als Ausländer behandelt werden.
Hört dir mal an (oder lies), was Alexander Teske und Annekatrin Mücke zu dem Thema zu sagen haben! Beides Ossis, die es ins Team der Tagesschau (Teske) bzw. Tagesthemen (Mücke) geschafft hatten, und irgendwann einfach resignierten, je irgendeinen „ostdeutschen Einfluß“ dort ausüben zu können. Auch und gerade bei ostdeutschen Themen waren es nie sie, die die Inhalte schreiben durften!
Ich empfehle sehr den Podcast der beiden, den sie zusammen mit Peter Welchering (Wessi!) und seit diesem Jahr auch Ole Skambraks aufgezogen haben. :
https://youtu.be/yPb2X_Sdw6Q
„Sachlich richtig“ heißt der Kanal, und da ist praktisch jede der wöchentlichen Sendungen eine Empfehlung wert, zu denen sie meist einen Gast einladen und gemeinsam befragen. 3 (jetzt 4) ÖR-Journalisten, die jetzt andere Wege gehen.
…witzigerweise seit Jahresbeginn unter dem Dach der „OAZ“
😉
Im ND und in der jw kommen ostdeutsche Themen nicht vor? In der Ostsee-Zeitung nicht und auch in der Lausitzer Rundschau nicht?
Ich bin zwar Wessi, aber Sie haben absolut recht! Nur bräuchte der Westen genauso eine Zeitung, die nicht nur Regierungspropaganda verbreitet. Ich glaube nicht, das die Unterschiede der Probleme in Ost und West so groß sind.
@Andreas: Wenn Ihnen die Meldungen vom Feuerwehrfest, Kaninchenzuchtvereinen, Gemeinderatssitzungen und Unfällen auf den ostdeutschen Straßen etc. als ostdeutsche Themen reichen, verstehe ich Ihren Einwand.
Natürlich können Ossis auch Zeitung. Sogar als Chefredakteure. Nur ist das nicht gewollt. Ich erinnere nur an die Hetzkampagne gegen die „Berliner Zeitung“….Oder an die „Funke- Mediengruppe“, die mit Sergej Lochthoven den einzigen Ossi-Chefredakteur ( „Thüringer Allgemeine“)feuerte und dann begann Journalisten mit Ost- biographie gegen stramme Neoliberale Propagandisten auszutauschen. Selbst in den Lokalredaktionen sitzen „Wessis“, die den Insassen der Binnenkolonie erklären, wie sie zu denken haben…
Über 30 Jahre zu spät.
Es ist nie zu spät!
Nicht nur das! Diese Wessis erklären den Ossis auch bis heute die DDR!
Das passierte auch West-Brandenburg Mitte der 90er Jahre bei der Märkischen Allgemeinen Zeitung (MAZ). Der Westeigentümer setzte einen gewissen Alexander Gauland aus der CDU Hessen als Herausgeber in Potsdam ein. Der brachte auch politisch ähnlich wie er tickende Journalisten mit, auch in den Lokalredaktionen.
Seit wann sind „Leitmedien“ und die (milde formuliert) unrühmliche Rolle, die sie spielen, denn etwas, worauf man neidisch sein müsste? Als Warweg auch noch?
Für mich riecht das auch nach Korruption.
Florian Warweg ist ein Journalist. Das ist ein Beruf. Und kein leichter. Er hat in den letzten Jahren ständig bewiesen, dass er „nach bestem Wissen und Gewissen“ berichtet und dabei auch persönliche Nachteile, Anfeindungen und
polemische Beleidigungen, u.a. seitens der famosen Bundespressekonferenz in Kauf genommen. Wenn er nun eine solche Arbeit anpackt, für die er bestens qualifiziert ist, halte ich es für unangemessen ihm vorab zu verdächtigen ( Warweg auch noch?) Ich wünsche ihm Kraft, Glück und die notwendige Unterstützung für dieses Vorhaben.
den Wünschen schliesse ich mich an ….
Unangemessen sind deine zickigen moralischen Belehrungen und Unterstellungen, die im Übrigen die Frage nicht beantworten.
(Setzt sich diese kindische „Herr Leeehrer, IIIICH bin sooo guuut, nicht so wie der böse Fredi dort, der will Sie hauen!!1“-Art hier jetzt eigentlich endgültig durch?)
Egal ob man für oder gegen Wessis, Ossis, Moslems, Juden, Christen, Israel, Iran, Ukraine, Russland, USA, EU, Links, Rechts, Reps, Dems, oder was auch immer ist- solange man nicht versteht, welcher Rolle man in diesem „Entscheidungsspiel“ zugewiesen ist, wird man weiterhin das Opfer des zugrundeliegenden, uralten Prinzips der institutionalisierten Opfer-Ökonomie der sogenannten Gegenwart bleiben.
Heil Moloch-Bael 🙋
Ich werde das neue Projekt OAZ aufmerksam verfolgen. Die federführende Berliner Zeitung macht ja überwiegend guten Journalismus.
Jedoch möchte ich darauf hinweisen, daß der Totengräber von Telepolis, Harald Neuber, hier ebenfalls eine zentrale Rolle spielt! Er wurde schon vor Monaten im „Projekt Halle“, aus dem die OAZ hervorgeht, als Zuständiger für die Berichterstattung aus der Welt genannt:
https://www.berliner-zeitung.de/kultur-vergnuegen/projekt-halle-die-osterweiterung-des-berliner-verlages-li.2357556
Echt jetzt, mit „Harald Neuber“ haben sie ja den Bock zum Gärtner gemacht.
So was kann ich einfach nicht verstehen, das man mit solchen Opportunisten dieses Kalibers arbeitet…???
Also alles nur Verarsche…nichts weiter…seufz…
Ist zu befürchten…
Vielleicht war das der Deal der Berliner Zeitung mit dem Faschoschutz, hier einen geübten Maulwurf (der auch noch Wessi ist) einzuschleusen. Sonst hätte man das Projekt vielleicht verhindert. Die Berliner ist ja auch ständig unter Beschuß, weil sie Journalismus macht….
Wenn das so eine verlogene Nummer sein muss, um das überhaupt durchziehen zu können, würde ich es lassen.
Ich könnte mich ja nicht mehr im Spiegel anschauen.
Was ich dort vom Neuber lese, lässt darauf eigentlich nicht schließen. Andererseits läuft ja nichts ohne die Zuständigen Organe bzw. nicht lange.
Ein Aspekt fällt mir noch auf: sowohl Neuber wie auch Warweg hatte auf ihrem Werde eine Zeit lang Schwerpunkt Lateinamerika.
Ich wünsche ihm auf jeden Fall viel Glück. Ob das funktionieren kann, weiß ich nicht. Das üble Hetzblatt DIE ZEIT konnte seine Auflage auch stabilisieren und zuletzt erhöhen. Aber die finden ihre Leser bei den woken Banderazifans. Aber da wird das neue Projekt nicht nach Lesern suchen und davon gibt es im Osten , jedenfalls vermute ich das, auch nicht so viele.
Im Osten gibt es auch nicht mehr so viele Menschen, die tatsächlich in der DDR sozialisiert wurden. Wie weit uns hier die DDR-Erfahrung prägte, wäre eine Aufgabe für ernsthafte soziologische Forschung und nicht für politisch motivierte Kaffeesatzleserei und auch nicht für spekulativen Unsinn journalistischer Underperformer in den offiziell lizenzierten Wahrheitsmedien.
Ich schreibe es nicht zum ersten Mal, dass ich der Bonzenherrschaft in der DDR keine Träne nachweine. Aber ich gehörte zu Minderheit derer, die die DDR nicht einfach wegwerfen wollten, die meinten, wir hätten den Mut aufbringen sollen, selbst was aus dem verkorksten Laden zu machen.
Keine Frage, es war die demokratische Entscheidung einer überwältigenden Mehrheit, das nicht so zu machen. Die Partein, die in der ersten und einzigen freien Wahl siegten, hatten sich zum Anschluss klar positioniert. Dann ist man auf Knien in Richtung BRD gekrochen und nein, wir wurden nicht dazu gezwungen. Und genau so, wie „wir“ da angekrochen sind, hat man uns in den folgenden Jahrzehnten behandelt. Das Einzige, was daran verwunderlich ist, ist, dass man sich darüber wundert.
Woher wissen Sie, daß Sie zu einer Minderheit unter den ehem. DDR-Bürgern gehören, wenn Sie damals der Ansicht waren, die DDR hätte nicht weggeschmissen gehört? Ich, auch ehem. DDR-Bürger, hatte nie den Wunsch, mein Heimatland wegzuwerfen. Die BRD kannte ich aus eigenem Erleben und war daher der Ansicht, es wäre nicht gut, mit denen zusammenzugehen. Und in meinem Umfeld war jeder voller Vorbehalte. Ich kann mich aber nicht erinnern jemals gefragt worden zu sein, ob ich die DDR wegwerfen will. Und ich bilde mir ein gelesen zu haben, daß es bewußt keine Abstimmung zur Abschaffung der DDR gab, da das Ergebnis zumindestens unsicher war. Leider habe ich mir die Quelle nicht aufgehoben.
Die BRD tat alles um einen Verfassungsentwurf, der in der DDR ja diskutiert wurde, zu verhindern. Mit viel Geld und Propagandaaufwand brachte man die DDR-Bürger dazu die alten Blockparteien, die alle wessifiziert wurden, zu wählen. Schon damals dämmerte mit, die liberale Demokratie ist eine Propagandaschau, eine riesige Werbeveranstaltung, auf die wir unerfahrenen Ossis hereingefallen sind. Unser Fehler war nicht zu merken daß das was uns die SED über den Westen erzählte in den Grundzügen richtig war. Ein weiterer struktureller Nachteil von uns Ossis ist, wir sind zahlenmäßig gegenüber den Wessis in der Minderheit. Diese haben einfach mehr Mäuler mit denen sie dummes Zeug erzählen können, denn das Bildungssystem war in der DDR besser
So, wie ein polnischer Journalist, dessen Namen ich leider vergaß , Antikommunist, im polnischen „Kriegsrecht“ in die USA emigriert und dort durchaus erfolgreich, es formulierte: „Die USA sind genau so, wie die kommunistische Propaganda sie beschrieben hat“
Ganz einfach, weil die Partein, die die große Mehrheit der Mandate in der Volkskammer bekamen, keinen Zweifel daran ließen, welchen Weg sie gehen werden. Man kann den beiden damals erfolgreichsten Partein, der CDU und der SPD, viele Vorwürfe machen, nicht aber, dass sie ihren Wählern nicht gesagt hätten, dass sie den schnellen Anschluss anstreben. Und genau deshalb wurden sie gewählt.
Als dann 1990 die Westkohle kam, war sowieso jeder Traum von Emanzipation, wo er noch geträumt wurde, ausgeträumt.
Es gab massive Wahleinmischung in die Volkskammerwahlen durch Kohl. Die DDR- Bürger waren so naiv, waren es nicht gewohnt, und sind auf diese Propaganda hereingefallen.
Man stelle sich vor Trump und die US würden sich in derselben Weise in deutsche Wahlen einmischen. Da würde man doch hier toben. Schon jetzt wird doch deshalb die USA kritisiert.
Ich bin kein Trump-Fan, aber die Doppelmoral des Westen wird auch hier deutlich sichtbar.
Meine Eltern wollten die Wiedervereinigung, auch weil sie bis dahin Angst vor einem reaktionären kommunistischen Putsch hatten (dem dann alle Demonstranten und Unzufriedenen zum Opfer gefallen wären).
Ich war eher für „etwas eigenes machen“, das war aber wahrscheinlich unrealistisch. Der Wohlstand im Westen war viel höher, mit offenen Grenzen wäre es schwierig geworden, was aufzubauen, weil die Leute unter der Hand einfach wegbröseln und das Weite suchen. Kam mit Wiedervereinigung ja auch, aber da flossen zum Ausgleich wenigstens Gelder zum Aufbau.
Eine historische Herausforderung, die sicher nicht in jedem Detail gelungen ist, aber die auch noch sehr viel schlimmer hätte schiefgehen können.
Das ist doch lächerlich. Natürlich wurde bei der Wahl im März 1990 über den Anschluss an die BRD entschieden. Die Allianz für Deutschland favorisierte den „Anschluss sofort“ und bekam dafür 48% der Stimmen. Die ostdeutsche SPD, die zwischenzeitlich ein paar Wochen lang in den Umfragen geführt hatte, landete auf dem zweiten Platz und wurde dafür abgestraft, dass westdeutsche SPD-Politiker (insbesondere Lafontaine) vernünftigerweise vor einem schnellen Anschluss gewarnt hatten, weil der das Ende der ostdeutschen Industrie bedeuten würde.
Aber selbst die SED/PDS orientierte sich seit Februar 1990 auf eine schrittweise Vereinigung und damit das Ende jeglichen Sozialismus:
„Als Ziel definierte sie eine sozial und ökologisch orientierte Marktwirtschaft. Einer raschen Vereinigung mit der Bundesrepublik erteilte die Partei eine klare Absage. Angeregt wurde allerdings die Bildung konföderativer Strukturen unter strikter Wahrung der Eigenstaatlichkeit der DDR sowie ein späterer schrittweiser Übergang zu einem neutralen und entmilitarisierten deutschen Staatenbund …“
https://www.mdr.de/geschichte/ddr/deutsche-einheit/wiedervereinigung/pds-wahlprogramm-volkskammerwahl-102.html
Tatsächlich aber existierte die DDR im März 1990 in erheblichem Maße nur noch auf dem Papier.
1. Sie hatte am 9. November die Souveränität über ihre Grenzen verloren
2. somit war es nicht verwunderlich, dass westdeutsche Politiker bereits einen Monat später auf dem Boden der DDR, den sie laut Grundgesetz als den ihren betrachteten, Wahlkampf für ihre Ziele machten, nämlich die DDR abzuschaffen (Kohl trat am 19. Dezember 1989 erstmals in Dresden auf)
3. außerdem besaß die noch-DDR seit Mitte Dezember 1990 eigentlich keinen Geheimdienst mehr. Sämtliche Bezirksverwaltungen waren zu diesem Zeitpunkt friedlich besetzt worden. Merkwürdigerweise waren die Konterrevolutionäre 1989 in keinem anderen soz. Land auf eine solche Idee verfallen, nicht in Polen, der CSSR oder Ungarn – und dennoch verwunderte es in der DDR keinen so recht.
(Eigentlich hätte in dem Moment wenigstens ein Journalist in irgendeiner Publikation die naheliegende Frage stellen müssen, ob da wohl ausländische Agenten am Werk waren. Gab’s aber nicht.)
Der Stasi weinte auch niemand nach, sie war die größte Gefahr für ein gewaltsames „Zurückkippen“.
Es waren keine Konterrevolutionäre, das ist Marxistengequatsche, es waren Revolutionäre, die die seit 40 Jahren bestehende autokratische und unfähige Staatsführung und ein dysfunktionales System mehr oder weniger friedlich auf der Straße aushebelten.
Klar wird es da auch Agenten gegeben haben, etwas anderes anzunehmen, wäre naiv. Aber die Stimmung war auch ohne diese schon ziemlich explosiv. Ich erinnere mich noch sehr genau an die Zeit. Ausgelöst wurde die Wende einerseits von Gorbatschow und seinem Lockerlassen der Zügel und von der Grenzöffnung Ungarns (was zu einer Massenflucht führte und zur Sperrung eines der beliebtesten DDR-Urlaubsländer geführt hätte).
Wir können froh sein, dass die Sache friedlich lief, die Internierungslager waren m.W. schon vorbereitet und neuerdings scheint der Westen mehr auf gewaltsame Umstürze zu stehen (Syrien, Libyen, Afg., Irak, Iran usw.)
Ich war damals zwangsweise bei der Truppe. „dass die Sache friedlich lief“ war keineswegs verwunderlich sondern folgerichtig. Die Offiziere haben wie espenlaub gezittert und das Fußfolg war in freudiger Erwartung: auf die Öffnung der Waffenkammern. Hätte es einen Befehl zum bewaffneten Eingreifen der Truppe gegeben, hätten enweder, und ich finde naheliegend, die lokale Führungsebene diesen einfach nicht befolgt oder das Fußfolg wäre mit Waffengewalt gegen die Führung vorgegangen und es hätte bürgerkriegsartige Zuständegegeben.
Sind Sie nicht in der Lage, einem einfachen Gedankenaustausch anderer Forenten zu folgen, ohne umgehend in Hasskrämpfe auszubrechen? Es ging darum, ob und inwieweit über den Anschluss der DDR abgestimmt wurde.
In diesem Zusammenhang habe ich eingeworfen, dass zum Zeitpunkt der Volkskammerwahl 1990 die DDR in nicht unerheblichem Maße nur noch auf dem Papier existierte und habe dies u.a. damit begründet, dass eigentlich kein Geheimdienst mehr existierte, der die staatliche Souveränität vor allem gegenüber der BRD, zu deren Verfassungszielen die Auflösung der DDR gehörte, hätte sichern können.
IST IHNEN DAS ZU KOMPLIZIERT?
ÜBERFORDERT SIE DIESER GEDANKENGANG?
Nur ein Beispiel:
Ich war Ende Januar 1990 bei einer der Montagsdemos im benachbarten Leipzig und konnte mit eigenen Augen sehen, wie aus Kleintransportern säckeweise Propaganda-Material von NPD und DVU ausgeladen und an die „Revolutionäre“ verteilt wurde. Jenes in der DDR noch immer verbotene Zeug hätte natürlich normalerweise die Stasi kassieren müssen oder ein Grenzschutz, wenn’s den noch gegeben hätte.
Verstanden?
Und Zeitzeugeneinschätzungen von Ihnen – als damals Minderjährigem – interessierem mich nun wirklich nicht die Bohne.
Wenn du nicht deinen hysterischen Ton mäßigst fahre ich dir über’s Maul.
Also: Ende der 1940-er/Anfang der 1950-er Jahre wurden in der SBZ bzw dann DDR zweifellos die Eigentumsverhältnisse umgewälzt. Volksentscheid in Sachsen 1946? Nie gehört? Bodenreform? „Junkerland in Bauerhand“?
revolutio = Umwälzen
Diese Umwälzung wurde ab 1990 rückgängig gemacht. -> contra + revolutio
„Jenes in der DDR noch immer verbotene Zeug hätte natürlich normalerweise die Stasi kassieren müssen oder ein Grenzschutz, wenn’s den noch gegeben hätte.“
Ja…eigendlich haben sie völlig Recht.
Wenn dieses Wort eigendlich nicht wäre…
…es gibt da noch eine andere These, die zur Operation Ljutsch führt.
Leseprobe daraus (öffnen sie Teil IV „finale Operation“):
https://www.ljutsch.de/band-2.html
„3. außerdem besaß die noch-DDR seit Mitte Dezember 1990 eigentlich keinen Geheimdienst mehr. Sämtliche Bezirksverwaltungen waren zu diesem Zeitpunkt friedlich besetzt worden.“
Sie meinen das in dem Sinne dass die Bezirksverwaltungen immer noch mit Stasikadern besetzt waren?
Also parallel zu den Bürgerkomitees, denen ein Arm auf den Rücken gebunden war.
Beide – Stasikader und Bürgerkomitees – wollen auflösen, aber jeder aus einer anderen Motivation heraus. Etwas später kommen die ausländischen Dienste dazu (wir könnten sie Aufkäufer nennen…Rosenholz mal als Beispiel).
https://telegraph.cc/archiv/telegraph-6-1990-16/reminiszenzen-an-die-dresdner-stasiaufloesung/
(ähnlich habe ich das in der Berliner Normannenstr. erlebt…)
PS: brisante Ware ist für den Verkäufer nicht ohne erhebliches Risiko, ebenso brisante Informationen für einen Journalisten.
Ich lese schon seit Jahren keine Zeitungen mehr. Weder in Papierform noch
digital. Einzig unsere Werbezeitung blättere ich noch durch, aber meist nur
auf der Suche nach Verkaufsanzeigen. Ich weiß nicht ob Herr Warweg mir
bei den Nachdenk Seiten fehlen wird.
Alle Redakteure im Osten des Landes Wessis ? In der Presse, in der Justiz, all
überall. Was Wunder ! Es war doch eine
feindliche Übernahme. Da kann es ja gar nicht anders sein !
Was will der Zoni auch bei Springer, Bertelsmann und Konsorten, hat er doch in der Regel in der DDR eine Schulbildung genossen, von der der Westdeutsche nur träumen kann, sprich, er ist viel zu gut ausgebildet, um für das westdeutsche Kapital nur den Propagandakasper zu mimen.
Bei der Jungen Welt ist ab und an der Chefposten neu zu besetzen, immer dann, wenn sich der Verlag auf dem Arbeitsgericht mit dem Vorgänger kloppt. Linke Zeitungen suchen immer gute Leute, auch wenn der Chefsessel dort eher einem Schleudersitz gleicht.
Keine Chance. Auch die Junge Welt hat alles echt Linke inzwischen aussortiert.
Und, hast Du auch ein paar Beweise, Beispiele oder Zitate für Deine wilde Behauptung? Wenigstens eines. Du bist sicher Junge-Welt-Abonnent oder bist regelmäßig auf deren Webseite?
Wollen wir jetzt anfangen, uns über „alles echt Linke“ zu streiten?
Ärmel hoch!
Die geografische Fixierung ist völlig irreführend.
Es geht nicht um Ost oder West, es geht um antikommunistisch oder eben nicht. Alle Westsozialisierten sind latend antikommunistisch indoktriniert. Das ist das entscheidende Problem. Ich kenne nur einen einzigen aus dem Westen, der sich davon befreien konnte – Thomas Röper vom Antispiegel
@ Heiko:
Es gibt auch noch Gerd Ewen Ungar. Der sollte nicht vergessen werden. Auch Alina Lipp, oder Patrik Baab, Lüders… es gibt schon einige.
Ob nun jemand von den „Nachdenk-Seiten“ – einer mehr oder weniger sozialdemokratischen Plattform – den Bürgern der „Ostzone“, der widerrechtlich, sowjetisch besetzten Zone, journalistisch auf die Sprünge hilft? Diese „Ossis“ scheinen sehr renitent, man kann auch sagen, unbelehrbar.
Jedem Montag lief im DDR – also im Ostzonenfernsehen – dieser Sudel-Ede – dieser Schnitzler, dieser von, also verarmte Adel. Der hat im „schwarzen Kanal“ wöchentlich alles auf den Punkt gebracht. Und… hat es genutzt? Natürlich nicht. Diese „Ossis“ sind noch blöder als die „Wessis“. Was will eine Demokratie mit solchen Menschen anfangen? Nichts. Erst lassen sich diese Typen für ne Banane und Kaffee – und natürlich für das Begrüßungsgeld – von den Vorzügen einer großartigen Demokratie überzeugen, um dann nach einigen Jahren rumzumotzen… oh, das haben wir aber so nicht gewollt. Ja, was wollt ihr denn? Erst schiebt ihr Merkel in den Westen, dann schieben wir Ramelow als Konter in den Osten – steht also eins zu eins – und nun kommt als Krönung Warweg zu euch. Also seit zufrieden, ihr führt 2:1. Maulhalten und sich freuen. Keine Mauer mehr, keine Stasi, keinen Job mehr, hohe Mieten. Alles erreicht.
Eine eche Demokratie?
Die weitaus meisten haben einen Job, dazu ein Auto mit Katalysator, Reisefreiheit, Internet und PC und eine Produktvielfalt, wie nie zuvor. Die AfD wird übrigens gewählt, weil die meisten Ostdeutschen erkennen, dass an den hohen Mieten die massive Zuwanderung schuld ist (die ihr Linken bekanntlich super knorke findet), ebenso wie an vielen Leistungskürzungen, aber das ist der Punkt, den Linke mit Dyskalkulie wohl niemals verstehen werden…
Welche Hinweise gibt es, dass Thomas Röper dem Kommunismus nahesteht? Meines Wissens ist er prorussisch, aber Russland ist auch längst kapitalistisch.
Gerade die Westler sind latent sozialistisch und träumen immer noch von der großen kollektivistischen Utopie, die die meisten Ostler durchleben mussten und jetzt weitgehend immun dagegen sind (einige Unbelehrbare gibt es natürlich trotzdem)…
Ostdeutscher Journalismus?
Was soll das denn, bitteschön, sein?
Wer nach der Pfeife der herrschenden Eliten korrekt tänzelt und krümmet wird sogar Bundeskanzlerin!
Und der bisher erfolglose Versuch, Herrn Warweg aus der BPK fernzuhalten, werden neue Versuche folgen. Man behelligt nicht ungestraft die Eliten mit ihren eigenen Lügen. Schon gar nicht in totalitären Zeiten. Und Totalitarismus kennt auch keine Abstufungen („Level“), Herr Warweg.
–
Ein Bayer in Preußen.
Ein Löwe im Reich des schwarzen Adlers.
Jetzt wird mir einiges klarer. Bayerisch-katholisch sozialisierter süd-westdeutscher Journalist Roberto De Lapuente wagt den Löwensprung.
„Ich bin wieder in Berlin“!
–
Und zum Glück für Warweg muss natürlich von Seiten Lapuentes gleich zweimal (doppelt hält besser) darauf hingewiesen werden, dass er jetzt (!) bei einem „seriöseren“ Nachrichtenportal arbeiten kann. Manchmal ist ein Interview viel interessanter als der Interviewte es vermuten lässt.
Mir kommt das hier oben ein wenig wie eine Neiddebatte vor, von den üblichen Miesmachern, die DDR betreffend, einmal abgesehen.
„Hat mich mal wieder keiner gefragt“ – „oh, oh“.
Andere haben öffentlich die Hosen runtergelassen, @Koba z.B, – wollte sich wohl als Kobold betätigen. Sein Tenor: „Was beschwert ihr euch, ihr DDR-Geborenen, recht geschieht’s euch“. Au weh, das ging daneben.
Aber auch @motonomer: nicht einfach lostippen, mein Freund, erst nachdenken: Da war doch was? Was hasst sie am meisten, die Lügen-/Lückenpresse, mhh? Richtig: Wenn jemand die Lücken füllt, darum wurde er doch sanktioniert, der Röper.
Und dann noch @Dan, mäkelt an Ausdrücken („seriös“) herum, wo es für den mutigen Herrn Warweg doch einfach nur darum geht, endlich einmal ein auskömmliches, regelmässiges Gehalt zu verdienen. Mann Dan, ist das denn so schwer zu verstehen?
Sobald diese ODZ verfügbar ist, werde ich sie abonnieren, das steht fest.
@Routard
Laut Duden ist Seriosität gleich „Ernsthaftigkeit, Vertrauenswürdigkeit“.
Wie man da auf „regelmässiges Gehalt“ kommt, ist mir schleierhaft. Interview reingehört? Wie ich schrieb, hatte dies Lapuente zweimal erwähnt. In Anbetracht der Tatsache, dass Warweg von den NDS und rt /deutsch kam, eine für mich eindeutige Abkanzlung.
Das Gehalt dürfte bei der OAZ üppiger ausfallen, aber das gönne ich ihm auf jeden Fall. Darum ging’s mir auch nicht.
Ist die Frage was in der OAZ noch mehr stehen wird als bereits in der Berliner Zeitung, aber schaun wir mal, auf jeden Fall viel Erfolg. Die Berliner Zeitung die derzeit einzig verbliebene große deutsche Zeitung die sich nicht dem Regierungs Narrativ unterordnet.
Ein ziemlicher Coup damals von Holger Friedrich die zu übernehmen und jetzt die OAZ zu gründen. Hut ab vor seinem Mut und Courage. Hätte man vor 30 Jahren (vielleicht noch vor 15) gesagt es gibt nur noch eine große deutsche Zeitung mit eigener Meinung, man hätte denjenigen für verückt gehalten.
Sehe ich ähnlich, immerhin wird vom Herausgeber ja genau dieses Defizit/diese Lücke gesehen, die diese Zeitung gestalten will. —
Die Berliner Zeitung hat kürzlich auch das Thema „Westalgie“ angeschnitten, bei den restlichen Medien herrschte dazu in aller Breite das grosse Schweigen.
Wer die Leitlinie und die Kompetenz vorgibt,
verwendet deutlich weniger Energie in das Infragestellen von sich selbst.
Florian W. hat jahrelang gute Arbeit geliefert,
indem er nicht nur die breiten ausgelatschten
Trampelpfade abgegrast hat, deshalb eckt er
permanent an mit den bekannten Konsequenzen und gerichtlichen Verfahren
gegen die NDS.
Ich wünsche dem Projekt viel Erfolg.
Doch nochmal was. Grad bei Campact gefunden:
https://www.campact.de/blog/2026/01/ostdeutsche-allgemeine-zeitung-holger-friedrich-projekt-halle/
„Ostdeutsche Allgemeine Zumutung
Der Verleger Holger Friedrich hat viel Sympathien für Diktatoren und Autokraten. Jetzt baut er sein Kreml-freundliches Medienimperium mit dem „Projekt Halle“ aus. Trifft er bei den Ostdeutschen einen Nerv?“
nicht das man da nicht nochmal nachlegen könnte
„Dies allein schon mit Blick auf die Berliner Zeitung, die der Multimillionär zum autoritär geführten Oligarchenblatt gemacht hat,“
Holla die Waldfee.
Friedrich bemüht sich bei der Berliner Zeitung tatsächlich um Ausgewogenheit. Er berichtet in erster Linie und vermeidet die Zuspitzung wie man sie auf alternativen Newsseiten findet.
Zum Dank wird er als Diktaturfreund und Oligarch geframed.
„Campact bezeichnet sich selbst als „Kampagnen-Organisation, mit der über 4,25 Millionen Menschen entschlossen für progressive Politik eintreten und unsere Demokratie verteidigen“ WP
Was wären wir nur ohne unsere Non-governmental organization’s.
Vom Bundestag gibts auch was interessantes:
https://www.bundestag.de/presse/hib/kurzmeldungen-1033114
„Weiter heißt es in der Antwort: „Aufgrund der Ausführungen der Fragesteller in der Vorbemerkung kann jedoch bezüglich des Trägers Hate Aid gGmbH mitgeteilt werden, dass der Verein Campact e. V. Mitgesellschafter der HateAid gGmbH ist. Die HateAid gGmbH wird im Rahmen einer Projektförderung für die Umsetzung des Projekts ‚Kompetenznetzwerk Hass im Netz/HateAid gGmbH‘ (Projektlaufzeit: 1. September 2021 bis 31. Dezember 2024) im Bundesprogramm ‚Demokratie leben!‘ gefördert.“
Wie war das „Projekts ‚Kompetenznetzwerk Hass im Netz“.
Mir ist das völlig egal wer wann und wo eine Zeitung gründet und ob Süd oder Nord ..
Einzige Problem das ich heute habe, aus den Milliarden an Informationen die mir heute zu Verfügung stehen, etwas gescheites rausfiltern zu können o))))
Gerade alten Mann beobachtet, -5 °, 2 Beutel, 1 Rucksack, 2 Krücken auf dem Weg vom Supermarkt nach Hause … Das nötigt mir Respekt ab, was für ein Kämpfer …die eigentlichen Helden Unserer Zeit.
In der Redaktion der OAZ wirkt auch Harald Neuber. Das macht mich sehr skeptisch und erzeugt ungelesen schon Ablehnung in mir.
Da gebe ich Dir recht, Neuber ist ein absolutes „No Go“!
Nur, wo sollen denn die tollen Journalisten auf einmal herkommen, die jetzt 6 Jahre lang und teilweise noch länger geschwiegen haben?