Kann ARD und ZDF weg, Herr Teske?

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Der öffentlich-rechtliche Rundfunk steht massiv in der Kritik: steigende Rundfunkbeiträge, sinkendes Vertrauen und immer mehr Debatten über Reformen. Doch wie schlecht ist der Zustand von ARD, ZDF & Co. wirklich?

In diesem Interview spricht Journalist Roberto De Lapuente mit dem Medienkritiker Alexander Teske über die aktuelle Lage des ÖRR, strukturelle Probleme und die Frage, ob das System noch reformierbar ist.

Alexander Teske ist seit über 30 Jahren Journalist. Zuletzt arbeitete er sechs Jahre als Redakteur bei der Tagesschau in Hamburg, davor 15 Jahre beim MDR in Leipzig. Er berichtete für Formate wie Tagesthemen, Brennpunkt und Brisant und war sowohl vor als auch hinter der Kamera im Einsatz. Auch im Privatfernsehen (Sat.1, ProSieben, RTL) sammelte er Erfahrung. Seine journalistischen Anfänge liegen im Print, u. a. bei Stern, Focus, Bild und taz. Heute arbeitet er als freier Autor in Hamburg.

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Die Redaktion unseres Magazins: Florian Rötzer und Roberto De Lapuente.
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2 Kommentare

  1. Früher hatte man die Kirche um die Worte und damit auch die Gedanken der Menschen schwach und unwirksam zu halten. „Du sollst nicht fluchen!“ ist nur eine verbrämte Form davon, dass man vor allem nicht gegen die Obrigkeiten mit Worten (auf die Taten folgen könnten) emotional und damit emotionalisierend aufbegehrte. Die Ent-Emotionalisierung war schon immer eine starke Waffe der Herrschenden. „Wir müssen miteinander respektvoll umgehen!“ ist angesichts der Tatsache der asymmetrischen Kommunikation nichts als eine Methode, moralisch verbrämt uns die letzte Verteidigungs-„Waffe“ wegzunehmen, die der Bürger gegenüber Staats- und Geld- und Übermacht überhaupt noch hat.

    Tagessau und Heuteurinal sind die natürlichen Statthalter dieser Bürgerzähmungs- und Einhegungs-Agenda. Das gerede von „Hass“ und Hetze“ und das man beschränken müsse – während aus diesen Abflüssen das Allergrößte an Hass und Hetze trieft. Aber Plattformen wie hier praktizieren das mit. Und entlarven sich damit als „gelenkte Opposition“.

    Man stelle sich mal vor, ein Wirt würde seinen Stammtischgästen verordnen, dass jeder zu einem jeweiligen Thema nur drei Aussagen machen dürfe. Das sei nicht vergleichbar? Ich denke wohl doch. Der Wirt verdient an seinen Gästen undderen Anwesenheit direkt Geld, die Plattform indirekt, wenigstens wenn sie von Spenden lebt und damit von „Traffic“, „Content“, „Klicks“, Bekanntheit, Mundpropaganda, …, provitiert. Wenn Werbung geschaltet wird umso viel mehr.

    Und man sieht schon jetzt, welche Funktion diese Neuaufstellung haben soll: Dummschwätzer bekommen viel mehr Gewicht und Wirkung im Kommentarbereich. Oder man denke an so Figuren wie der qanaqualmer oder dem ArturGroßZeh, …

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