Joana Cotar berichtet: Wie geht es im Bundestag zu?

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Was passiert hinter den Kulissen des Bundestages? Wenn Kameras und Mikrofone ausgeschaltet sind? Wie werden Entscheidungen getroffen und wie leicht macht es der Bundestag seinen Abgeordneten, sich selbst zu bevorteilen? Und warum gelingt es auch neuen Parteien nicht, das System aus Lobbyismus und Korruption zu umgehen?

Ab kommender Woche im Handel! Ein wichtiger Debattenbeitrag zu der Frage: Wie wollen wir regiert werden?

Roberto De Lapuente sprach mit der ehemaligen Bundestagsabgeordneten Joana Cotar über die Kosten des Parteiensystems und die Besserstellung von Bundestagsabgeordneten. Dass MdBs im Regelfall in einer Blase leben, in der sie von der Bürgersorgen nichts mitbekommen, hat systemische Gründe.

Joana Cotar war von 2017 bis 2025 Mitglied des Deutschen Bundestages, die letzten Jahre davon partei- und fraktionslos. Im Parlament setzte sie als digitalpolitische Sprecherin und Obfrau im Ausschuss Digitale Agenda klare Akzente für Bürgerrechte, digitale Freiheit und gegen staatliche Überwachung. Sie gründete die Initiative „Bitcoin im Bundestag“, um die politische Debatte über digitale Währungen und Dezentralisierung voranzutreiben. Vor ihrem Mandat war sie viele Jahre beruflich in leitenden und koordinierenden Funktionen tätig. Nach ihrem Studium der Politologie und Germanistik arbeitete sie zunächst in der Finanzbranche – im Handel, im Eventmanagement internationaler Finanzhäuser und später im IT-Projektmanagement der Deutschen Börse Group. Parallel zu ihrer beruflichen Entwicklung engagierte sie sich politisch und trat 2013 der Alternative für Deutschland bei, die sie im Jahr 2022 wieder verließ.

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Die Redaktion unseres Magazins: Florian Rötzer und Roberto De Lapuente.
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171 Kommentare

    1. Ich denke , dass Palästina keine Chance mehr hat. Die bundesregierung bewertet und bewertet und bewertet die Verbrechen der Israelis. Trotzdem eine gute Initiative.

    2. Das ist so was die Fr. Albanese [1] reposted:
      https://x.com/RamAbdu/status/2020110821754294584
      Zwei Militärs schlagen und treten, also misshandeln, einen Palästinenser in Nabi Salih [2].
      Der hatte sich gewehrt dass Bäume ausgerissen werden (evtl. Olivenbäume).

      [1] Sonderberichterstatterin zur Menschenrechtssituation in den seit 1967 besetzten palästinensischen Gebieten
      [2] Samstag 07.02.2026

  1. Auch wenn ich die grundsätzlichen politischen Aussagen der Frau nicht teile, so ein menschlich kommt sie sehr sympathisch rüber. Warum ist sie eigentlich nicht in der SPD?

        1. Kommt nur darauf an was für eine Richtung ihr nicht gefällt bei der neoliberalen AfD – siehe mein Hinweis auf das marktradikale „Miliei-Institut“ ( https://www.milei-institut.de) dem sie, ihren eigenen Angaben nach, mit auf die Beine geholfen hat 😉

          Nichts für ungut, die Frau mag menschlich durchaus gut rüber kommen, aber Herr Lapuente hätte sich auf das Gespräch wohl besser vorbereiten sollen – als skeptischer Mensch habe ich gestern als erstes bei Wikipedia die Vita von Frau Cotar gelesen, und mich auf ihre Internetpräsenz gewagt, wo ich eben diese Info mit dem „Milei-Institut“ fand – eigenen Angaben nach sind die Institutsmitglieder alle dem Hayekschen Marktradikalismus verpflichtet – das gibt mir zu denken – wie oben erwähnt da hätte Roberto J. de Lapuente mal besser recherchieren sollen.

          Die Frau mag sympatisch rüberkommen, und ich fand sie auch überzeugend als sie aus dem Nähkästchen des Bundestages plauderte, aber das obige wurde nicht thematisiert…..na ja egal, ich werde mich, trotz anderer Meinung was Marktradikalismus bzw. Neoliberalismus angeht, dass Buch „Inside Bundestag“ trotzdem mal bestellen.

          Nix für ungut nur meine Meinung – und ein klein bißchen Skepsis kann nicht schaden 😉

          Ja, warum ist Frau Cotar eigentlich nicht in der SPD des Herrn Klingbeil?

          Da passt diese Frau Joana Cotar sicher auch hinein – siehe oben „Milei-Institut“ – die SPD ist ja auch eine Neoliberale Partei neben der CDU/CSU/AfD/GRÜNEN-Neoliberalen Einheitspartei im Bundestag in Berlin.

          Gruß
          Bernie

    1. @name

      Ich habe es geglotzt, aber meine Skepsis nicht aufgegeben, soll es auch geben.

      Man lese nur den Wikipedia-Eintrag von Frau Cotar, oder noch besser, und viel aufschlußreicher die Internetpräsenz von Frau Cotar – bei aller Kritik sie steht wenigstens für das was sie vertritt. Einzig Herr Lapuente hätte sich ein bißchen besser vorbereiten können – nicht nur das Buch lesen sondern mal, als Journalist, nachrecherchieren was Frau Cotar sonst noch so vertritt, wenn sogar ich – als journalistischer Laie – das kann, und – das rechne ich Frau Cotar hoch an – sie nichts hinterm Berg hält was sie vertritt, nein das sogar auf ihrer eigenen Internetpräsenz sogar verlinkt…..https://www.milei-institut.de.

      Gruß
      Bernie

      1. Meinst du wirklich dass er das nicht getan hat? Glaube ich eher nicht.
        Im Vergleich zum Buch ist der Wikipedia-Artikel in seiner Länge überschaubar.

  2. Roberto J. de Lapuente hat mal einen sympathischen Gast eingeladen, und ich habe mir ihr Buch gleich bestellt, aber es stimmt nicht, dass Frau Cotar, wie Herr De Lapuente meint, die erste ist die aus dem Bundestag aus dem Nähkästchen plaudert.

    Roberto unterschlägt einen Vorgänger dessen urplötzlicher Tod, mit 54 Jahren, hier bei Overton erst vor kurzem zu Recht betrauert wurde nämlich Marco Bülow (Ex-SPD-Bundestagsabgeordneter – 20 Jahre in Bundestag in Berlin vor seinem Parteiaustritt; PARTEI-Mitglied des Herrn Sonneborn)

    Bülow hat ja schon Jahre vor Frau Cotar schon ein „Inside aus dem Bundestag“ veröffentlicht, und es ist echt schade, dass er so urplötzlich gestorben ist, seinen Angehörigen wünsche ich viel Kraft in dieser schweren Zeit.

    Was Frau Cotar angeht, mal sehen ob Sie eine würdige Nachfolgerin von Herrn Bülow ist 😉

    Sie mag menschlich sympathisch sein, aber wer sich auf ihre Website verirrt kommt doch ein wenig ins stutzen:

    https://joanacotar.de

    Hab mich ein bißchen umgeschaut und mich hat dies dann doch etwas zum nachdenken gebracht – sie verlinkt von ihrer eigenen Internetpräsenz zu einer anderen Internetpräsenz bei deren Gründung sie, ihren eigenen Angaben nach, auch beteiligt war:

    https://www.milei-institut.de

    https://www.milei-institut.de/institut

    Wir wissen ja alle wer dieser Herr Präsident Chavier Milei in Argentinien ist, und wie er gerade sein Land nach Vorbild seines neoliberalen „Helden“ Hayek, und des Neoliberalismus, „reformiert“ 🙁

    Nur mal so als Kritik, aber ihr Buch werde ich dennoch lesen, da Sie ja keine Werbung für das „Milei Institut“ macht, nicht einmal im Gespräch mit Roberto J. de Lapuente, was mir sympathisch rüber kommt, aber als kein Freund der neoliberalen „Reformen“ des „Kettensägen“-Milieu in Argentinien bin ich doch etwas skeptischer geworden was Frau Cotar angeht 😉

    Nix Heidi Reichinnek eher Frau Margret Thatcher…..auch wenn Sie eine sympathischere Ausstrahlung als die „Eiserne Lady“ aus GB hat 😉

    Gruß
    Bernie

    1. Danke. Eine Kluge Stellungnahme mit sachlichen Bezug.
      Gefällt mir
      Nur, ob „wir alle wissen“ wer Milei ist und wie er zu bewerten ist – ich bin da zurückhaltender was das „alle“ betrifft.

      1. @1211

        Gerne geschehen und mit „wir alle…“ haben Sie natürlich Recht ☺️

        Hätte wohl besser „wir alle im Overton Forum bzw Overton Magazin“ schreiben sollen, denn insofern ich mich richtig erinnere, und mitgelesen habe, war „Argentinien“ und „Javier Milei“ bzw. „Kettensägen…“ hier schon des öfteren Artikel-Thema…. 😉

        Danke für Ihre Korrektur 😉

        Gruß
        Bernie

  3. Der Weltkorruptionsindex 2025 von Transparency International ist da:

    Deutschland: Zusammen mit Island auf Platz 10 von 182
    USA: Zusammen mit den Bahamas auf Platz 29 von 182
    Russland: Zusammen mit dem Tschad, Honduras und Simbabwe auf Platz 157 von 182

    1. Der Weltidiotenindex2025 von Cognition International ist da:

      GBU-57: Zusammen mit Ottono auf Platz 8.251.768.217 von 8.251.768.217

    2. Hallo Bombe…
      es stand in Wikipedia…..
      Russlands höchster Korruptionsrang war
      154 im Jahr 2010….( Putin was there) 😁
      der GERINGSTE war 47 im Jahr 1996 🤣🤣
      die Jelzin Jahre waren für den Westen die schönsten Jahre, und das will er wieder haben.
      Stecken Sie sich Ihren Index hinter die Ohren!

    1. @Ute Plass

      Gerne geschehen, und es ist wirklich schade, dass Marco Bülow krankheitsbedingt so früh sterben mußte – mit nur 54 Jahren 🙁

      Gruß
      Bernie

        1. Ja, diese Frage ist bisher nicht beantwortet.

          Auch ob dieses „plötzlich und unerwartet“ eine Zunahme zu verzeichnen hat im Vergleich zu den Zeiten
          als es noch keine ‚genbasierte Impfung‘ gab?

    1. @Wolfgang Wirth

      Ich fand das Gespräch auch gut, aber habe leider Kritik an Herrn Robert J. De Lapuente.

      Herr Lapuente hätte, als Journalist, der er sein will, sich besser auf das Gespräch mit Frau Cotar vorbereiten können 😉

      Auch wenn ich Frau Cotar sympathisch finde, weil sie zu ihren Werten steht, wäre es wohl ein noch interessanteres Gespräch geworden, wenn er sich mal bei der Internetpräsenz von Frau Cotar umgeschaut hätte statt nur ihr Buch zu lesen.

      Auch weil Frau Cotar, was sie mir sympatischer als andere PolitikerInnen macht, auch zu ihren (neoliberalen) Werten steht, die ich, als Andersdenkender, nicht teilen kann 😉

      Frau Joana Cotar: 1

      Roberto De Lapuente: 0 Punkte.

      Nicht falsch verstehen, ich mag was Roberto sonst als Interviewer macht, aber hier hat er sich eindeutig zu wenig vorbereitet – Roberto hätte es besser machen können 😉

      Gruß
      Bernie

      1. Ich schrieb schon an anderer Stelle: ich bin zutiefst davon überzeugt, dass Roberto von der Brücke sowohl die Wikipedia-Seite die auch ihre Internetseite kennen, sehr gut sogar.
        Übrigens so ähnlich wie in dem Interview mit der Gysi. Da tat er so, als ob er nicht wüsste, dass sie vor dem Mauerbau in den Westen gegangen ist.

      2. Da muss ich zustimmen!
        Er ist leichtsinnigerweise strikt beim Thema „Bundestag“ und Abgeordnete geblieben.
        Herr Lapuente ist sauschlecht darin, wie ein Lanz oder eine Miosga die Interviewte am Nasenring durch die Manege zu ziehen.
        Er versucht nicht einmal, mit Dreck zu werfen. Das wäre doch so einfach gewesen.
        Ebenfalls versucht er viel zu selten, den Redefluss durch gezieltes Dazwischenplappern zu unterbrechen, und zumindest zu versuchen, die Interviewte aus dem Konzept zu bringen.

        So wird er es nie schaffen, den Olymp der Moderatoren des ÖRR inm Talkshowformat „Alle gegen einen“ zu erreichen.
        Da hilft wirklich nur erheblich bessere Vorbereitung! Und noch seeehr viel Training.

        1. @tp83

          Ja, man kann die Sache auch sarkastisch wie Sie sehen, aber ich meine das eher reell, ganz ohne Roberto J. de Lapuente mit dem ÖRR vergleichen zu wollen, denn ich bleibe dabei, auch ohne Frau Cotar mit Dreck bewerfen zu wollen, wie Sie irrtümlich eventuell denken.

          Etwas mehr Info über Frau Cotar wäre von Roberto J. de Lapuente schon interessant gewesen.

          Zumal ich als Laie mir die Infos selber erarbeiten mußte *augenroll*

          Wo kommen wir denn dahin wenn ein Laie wie ich die Arbeit eines Quereinstieg-Journalisten namens Roberto J. De Lapuente machen muss…. *grins*

          Sarkastische Grüße
          Bernie

  4. „Die geplante Reise mehrerer AfD-Abgeordneter in russisch okkupierte Gebiete während des russischen Überfalls auf die Ukraine 2022 bezeichnete Cotar als „nicht hinnehmbar“. Sie erklärte, sie erwarte ein hartes Durchgreifen vom Bundesvorstand.“

    Wikipedia

      1. Naja, ich hätte prinzipiell kein Problem mir auch mal so ein Interview reinzuziehen. Schon allein aus Gründen der Gegneranalyse. Ich lese ja mitunter auch Beiträge und Interviews auf tagesschau.de oder überfliege sie zumindest, damit ich weiß, was der Staat(sfunk) mich so alles denken lassen will.

        Also, wenn ich Zeit und Lust hätte, würde ich auch so was mal im Hintergrund laufen lassen, gerade beim Kochen oder Bügeln, kann das durchaus ganz nett sein und die Arbeitszeit verkürzen. Da habe ich auch schon Inside Politics von der Irish Times laufen gehabt, man will ja auch vom Leid und den drakonischen Zuständen in anderen Winkeln Europas (und der Welt) etwas erfahren und nicht immer nur denken, einzig man selbst lebte in Mordor.

        Das viel größere Probleme ist für mich: Ich finde so ein Interview hat man auf den gängigen Seiten zu erwarten. Und nicht dort, wo man „die allgemeinen Narrative“ hinterfragen und „dezidiert kein ideologisches Sprachrohr“ sein möchte. 🤷‍♂️

        1. Das viel größere Probleme ist für mich: Ich finde so ein Interview hat man auf den gängigen Seiten zu erwarten. Und nicht dort, wo man „die allgemeinen Narrative“ hinterfragen und „dezidiert kein ideologisches Sprachrohr“ sein möchte. 🤷‍♂️

          Ich bitte Sie!
          Selbstverständlich ist Overton oft ein „ideologisches Sprachrohr“ – gerade dann, wenn Sie es nicht nicht zu bemerken scheinen – nämlich gerade dann, wenn wieder ein komplett links- oder grün-verpeilter Autor hier seinen Sermon ausbreitet.

          Aber es ist, wie es halt so ist: die eigene Blase wird nie als Blase wahrgenommen … und da würde ich hier niemanden ausnehmen – weder Autoren noch (ausdrücklich) Komentierer.

          1. Ich bitte Sie!

            Ich bitte Sie auch – um eine Verbesserung Ihrer Lesefertigkeiten, obgleich man das von Rechten wohl einfach nicht erwarten kann.

            Verfolgen Sie mal meine Beiträge hier genauer, dann werden Sie verstehen, dass ich nicht davon ausging, dass Overton überneutral oder sonst was sei. Ich erinnerte hier nur an den Anspruch, den die Seitenmacher sich geben, und erinnerte daran, dass der gerade nicht eingelöst wird.

            hier seinen Sermon ausbreitet.

            Ja, warum breiten Sie denn dann dauernd hier Ihren Sermon aus? Ich habe Ihnen schon letztes Jahr nahegelegt, dass Sie sich eine andere Spielwiese suchen sollten, wenn es hier so schlimm zugeht. Oder ist das so ein Masochismus-Komplex bei Ihnen, der Sie zwingt auf Overton beständig Ihre Zelte aufzuschlagen?

            Das Einzige, was mich noch mehr anödet als deutsches Mimimi und rechte Hatz gegen angeblich alles kontrollierende Linke und sonstige Weltverschwörer, ist ein Mangel an Konsequenz. 🤷‍♂️

    1. Geht weiter:

      „In einem Interview des ZDF sprach sie sich gegen einen antisemitischen Kurs der AfD aus“

      Mit anderen Worten, bedingungslose Unterstützung eines kolonialrassistischen Regimes.

      „Am 21. November 2022 trat Cotar aus der AfD und der AfD-Bundestagsfraktion aus. Sie begründete diesen Schritt damit, dass die AfD, an deren Aufbau sie im Landesverband Hessen maßgeblich beteiligt gewesen sei, „zu viele rote Linien überschritten“ habe. Dazu gehöre zum Beispiel ihre „Anbiederung an die diktatorischen und menschenverachtenden Regime in Russland, China und jetzt auch den Iran““

      „Cotar zog als zweite von insgesamt sechs gewählten Kandidaten der Landesliste in den Bundestag ein. Dort war sie ordentliches Mitglied und Obfrau im Ausschuss Digitale Agenda“

      Wikipedia

      1. „In einem Interview des ZDF sprach sie sich gegen einen antisemitischen Kurs der AfD aus“

        Mit anderen Worten, bedingungslose Unterstützung eines kolonialrassistischen Regimes.

        Sich gegen Israel zu positionieren, ist nicht antisemitisch, sondern anti-zionistisch.
        Es gibt übrigens nicht wenige Juden, welche ebenfalls anti-zionistisch sind.

  5. Nun kam das Inhaltliche ja eher zu kurz. Frau Cotar war gegen ein Verbot der Glühbirne. Eigentlich ein Hinweis darauf, was das für ein Idyll war damals, dass man sich über so etwas aufregen konnte. Der Mensch überlebt ohne Glühbirne und das nicht schlecht. Würde ich behaupten.
    Nun sollte jeder Minister „vom Fach“ sein. Da muss man auch überlegen, was das heißt. Wirtschaftsministerin Reiche ist aus der Gasbranche und ist eine völlig hemmungslose Lobbyistin für diese. Vom Fach heißt dann, dass der Gesundheitsminister ein Pharmalobbyist ist und der Finanzminister ist von Blackrock. Nö, genau das will ich nicht. Als Akademiker muss man sich schnell in neue Wissensgebiete einarbeiten können und das ist hier eben gefragt. Ausnahme vielleicht Verteidigung. Der deutsche Kommis ist ja ein Konstrukt, das der Normalmensch überhaupt nicht für möglich hält. Man muss dabei gewesen sein, sonst versteht man den Laden nicht.
    Interessant, was hier gesagt wird. Da kommen Beschlüsse zustande, die eigentlich von den Abgeordneten aller Parteien abgelehnt werden. Haben wir einen Tiefen Staat, der die eigentlichen Entscheidungen trifft? So klingt das.

    1. Ernsthaft:
      Ich hatte mir seinerzeit 10 klare 40 Watt Glühbirnen auf Vorrat besorgt.
      Für meine Lavalampe.
      Ist noch immer die erste drinnen.
      Und das Öl in der Lampe ist trübe geworden, weil sie einen Sommer für zwei Monate auf einer Fensterbank stand (UV-Strahlung).

      🫣

    2. Wodurch ist deine Annahme belegt, dass jemand „vom Fach“ ist, weil er im Bereich seines Ministeriums zuvor als Lobbyist tätig war? Hat man jemals davon gehört, dass man als Lobbyist mehr Qualifikation braucht, als vollkommene Gewissenlosigkeit, das Fehlen jeglichen Anstandes und die Fähigkeit, in jedem Menschen das aus seiner Sicht beste, nämlich seine Korumpiertbarkeit zu erkennen?

      Aber im ernst. Dass ein Minister ein Ministerium politisch führen soll, ist klar. Dass dazu aber die Generation neuer Politiker, die in ihrem Leben niemals eine messbare Qualifikation erwarben, besonders geeignet sein soll, mag glauben wer will. Ich will nicht.

      Stimmt es eigentlich, das der Kanzler das Referendariat ohne Abschluss beendet hat, also das zweite Staatsexamen, dass für Juristen entscheidend ist, nicht bestand?
      Frage für einen Freund.

    3. Mit der „Energiesparlampe“ (wie viel Energie wurde damit eingespart? Was die Lampe jetzt nicht mehr heizt, heizt die Heizung mehr) wurde ein Industriesubventionierungsprojekt angeschoben, vergleichbar mit der Merkels „Abwrackprämie“ für Autos.

      Dass sowas Phänomene einer kapitalistischen Wirtschaft sind, die Absatzprobleme wegen Marktsättigung hat kapiert ein ArturchenmitgroßemZeh halt nicht. Übrigens auch die Migrationsförderung (als Neukonsumenten) ist so ein Projekt.

      Die „Energiesparlampe“ ist eine Hochtechnologie an einer Stelle, an der es völliger Unsinn ist. Energieaufwändige Reinraumtechnik, ein Vielzahl von kritischen Rohstoffen, die Entsorgungsproblematik die erst in nächster Zeit so richtig aufwächst. Und eines ist sicher: in 5 Jahren wird die Lebensdauer einer LED-Leuchte geringer sein wie die einer mittelmäßigen Glühbirne – die ja auch schon auf kurze Haltbarkeit optimiert wurde.

      Man mache sich mal klar, dass in Ampeln mit hohen Umgebungs-Temperaturwechseln (Tag/Nacht, Sommer/Winter) und hohen Schaltzyklenzahlen Glühbirnen jahrlange gehalten haben und vergleiche diese Tatsache mit Erfahrungen aus dem eigenen Haushalt.

      Geplante Obsoleszens. Diese „Optimierung“ steht jetzt bei den „Energiesparlampen“ an.

  6. Jeder weiß doch, das keiner von denen im Bundestag auch nur im geringsten im Sinne des Volkes handeln und denken tut.
    Die gehören alle eingesperrt und der Staat gehört abgeschafft.

    1. Die gehören alle eingesperrt und der Staat gehört abgeschafft.

      Abschaffen – gut, das forderten ja schon Tolstoi und Co. Aber einsperren?! Wollen Sie die durchfüttern?! Oder einfach verrotten lassen? Meine Vorstellung von Sühne besteht darin, dass Täter Einsicht in ihre Taten gewinnen und sich dann an die Wiedergutmachung für ihre Opfer machen sollen. Wenn ein sogenannter Ministerpräsident Schulze Arbeitslose zur Zwangsarbeit heranziehen will, dann sollten vielleicht erst mal die größten Staatsempfänger – Polizisten, Lehrer, NGOs, Politiker… – gemeinnützige Tätigkeiten übernehmen und anpacken. Und eben für das von ihnen begangene Unrecht Wiedergutmachung leisten. Sehe nicht, wo die einstweilen was wirklich „gesellschaftsförderndes“ hervorbringen. Doch einfach wegsperren nutzt niemandem etwas, so wie der Knast als solcher noch nie was Gescheites vorgebracht hat.

      Der eigentliche Gag an dem Interview ist aber das Standbild mit dem weinerlichen Sager:

      „Der Steuerzahler wird nur noch als Geldesel gesehen!“

      Ja, wenn er sich als Esel freiwillig missbrauchen lässt?! Die Mehrheit zahlt doch gern, die stellt Steuern gar nicht in Frage. Die lässt sich freiwillig berauben, die glaubt nur fordern zu können, für was sie da beraubt wird. Mehr Steuern für etwas höhere Renten und sonstige Goodies für die Mittelschicht – nicht für pöse Ausländer, Hartzer und sonstige Schmutzaffen. Nur so läuft das eben nicht. Und jeder Esel würde das durchschauen, das sind nämlich schlaue und soziale Tiere (etwas was man vom bürgenden Bürger nicht unbedingt sagen kann).

      Davon abgesehen kommt das Geld aus Frankfurt und wird – wie bei Monopoly oder den „Grundrechte“ genannten Privilegien – bloß auf Zeit gewährt. Da kann man sich moralisch drüber echauffieren, aber so sind eben die Spielregeln. Die wurden extern festgelegt, nach denen muss man springen – oder eben sich verweigern. Wer also kein Monopoly spielen will, sollte das Brett vom Tisch räumen und was besseres aus dem Schrank holen gehen. Simple as that.

      1. Eigentlich, plädiere ich ja für Arbeitsla…ähh…..Arbeitseinsätze, wollte das aber hier nicht weiter ausführen, weil sowas im allgemeinen noch weniger bei den Forenten ankommt.

        1. Arbeitslager und Tätigkeiten in Sühnemaßnahmen sind zwei ganz unterschiedliche Stiefel, Genosse!

          Mit Arbeitslagern kommt man nicht weiter, das ist ganz regressives verkorkstes Zeug. Das ist nur wieder diese Lust am Strafen, die ich unter dem anderen Artikel kritisiert habe. Man will Rache nehmen und sein Mütchen kühlen. Genau das ist der falsche Weg! Ich kann jemanden ja nicht zur Einsicht bewegen und verändern, wenn ich ihn bloß knechten und mich über ihn erhöhen möchte. Moralischer 🧙‍♂️☕ ist es obendrein auch noch.

          Davon abgesehen muss Arbeit überwunden werden – warum also auch noch Lager gründen, in denen sie kultiviert und vergötzt wird?! Heutige „Arbeit“ ist hierarchisches, entfremdendes, erzwungenes Schaffen, Tätigsein – das kann nicht nur weg, das muss weg, wenn man zum wahren Menschsein gelangen möche. Wer also in der Zukunft Oliven erntet, Toiletten schrubbt oder Getreide mahlt, tut das nicht länger als austauschbare Arbeitskraft im Hamsterrad eines ach so „modernen“ Gemeinwesens, das nur ein gemeines Wesen ist. Und auch nicht als Insasse irgendeines KZ 4.0. Sondern als individueller Teil eines Kollektivs, das direkten Bezug zum Ergebnis hat!

          Genosse, die Putze verschwindet – aber nicht als Mensch, sondern als Lohnsklavin für andere! Und sie kehrt wieder als Gleiche unter Gleichen, als eine, die mit den anderen zusammen entscheidet, was, wo, wann, wie, wie viel und wofür eigentlich „produziert“ wird.

          1. @Altlandrebell

            Wobei noch zu erwähnen ist, dass Arbeitszwang ja auch kontrolliert, organisiert und zuletzt auch finanziert gehört. 😉

            Zufällig las ich gerade heute bei den „Hinweisen der Nachdenkseiten“ davon, dass Polit-Personen, die so etwas kürzlich forderten gerade mächtig am zurückrudern sind.

            Deren Argument gegen Arbeitszwang ist zu teuer, denn auch Arbeitszwangskontrolleure – in dunkelsten Zeiten von .de Kapos genannt arbeiten nur gegen viel Bares 💰💰💰

            Ja, ich weis es gibt immer welche, die so was gerne machen – auch heute noch, aber wie gesagt für umsonst beaufsichtigen die niemanden – nur 💰💰💰 ist wahres auch für Kameraden🐽🐽

            Ist leider so in einer Demokratie die wir, trotz allen Unkenrufen, immer noch in 2026 haben 😁

            Nur beim GRÖFAZ arbeiteten die Kapos für null 💰💰💰 – 2026 nur gegen Cash 💰💰💰🤪

            Sarkastische Grüße
            Bernie

              1. @motonomer

                „[…]Zwangsarbeit in amerikanischen Gefängnissen: Kontinuitäten aus der Vergangenheit[…]“

                Link:

                https://menschenhandelheute.net/2024/06/06/zwangsarbeit-in-amerikanischen-gefangnissen-kontinuitaten-aus-der-vergangenheit

                Sie wollen das uralte, bestens oganisierte und finanzierte US-Sklavereisystem (= das dort in der US-Gefängnisindustrie bis heute weiterexistiert seit der angeblichen „Abschaffung der Sklaverei“ 1865) doch nicht im Ernst mit der BRD vergleichen? *augenroll* *grins*

                Ansonsten bleibe ich beim „blubb“….und erwarte keine ernsthafte Antwort von Ihnen *doppelgrins*

                Sarkastischer Gruß
                Bernie

            1. @ Bernie

              Mal nur zu dem hier:

              Nur beim GRÖFAZ arbeiteten die Kapos für null

              Nun, wie man(n)’s nimmt…:

              Sommer: (…) Auf der Suche nach Lösungen für die Produktivitätssteigerung hat sich Himmler an einem Akkordsystem in den sowjetischen Gulags orientiert.

              sueddeutsche.de: Inwiefern?

              Sommer: Himmler verwies immer wieder auf die sowjetischen Arbeitslager; hier seien die Russen durch ein funktionierendes Akkordsystem zu Höchstleistungen gebracht worden, behauptete er. Dasselbe wollte man nun in den deutschen Lagern umsetzen. Während allerdings in den Gulags die erhöhte Arbeitsleistung mit einer größeren Nahrungsration entlohnt wurde, verfolgte Himmler einen anderen Ansatz.

              sueddeutsche.de: Ein Bordell-Besuch als Belohnung?

              Sommer: Himmler sah die sexuelle Ausbeutung der Frau als ein gegebenes Recht des Mannes. Die Einrichtung von Bordellen war für ihn also ein idealer Anreiz für die Steigerung der Produktivität bei den Häftlingen. „Für notwendig halte ich allerdings, dass in der freiesten Form den fleißig arbeitenden Gefangenen Weiber in Bordellen zugeführt werden“, meinte er hierzu.

              (Achtung Link geht zur SZ).

              1. @Altlandrebell

                Gut für nicht-finanzielle Dinge, aber eine Entlohnung in Geldes wert fand ja kaum statt von 1933 – 1945 bei Kapos und Co.?

                Oder irre ich da?

                Das gab/gibt es ja bis jetzt nur in den USA, und dort ist „die sklavenähnliche Zwangsarbeit für Gefängnisinsassen“ schon seit 1865, als Ausnahme bei der eigentlichen „Abschaffung der Sklaverei durch Lincoln“, bestens geregelt, organisiert und finanziert im Unterschied zu .de …..

                Gruß
                Bernie

                1. eine Entlohnung in Geldes wert fand ja kaum statt

                  Nun, soweit ich informiert bin, gab es Geschichten wie Lagergeld oder Prämienscheine, wird u.a. bei Frankl erwähnt. Aber eine reguläre Lohnzahlung existierte natürlich ausdrücklich nicht. Kapos erhielten demgemäß vor allem materielle Privilegien, darunter die erwähnten sexuellen „Belohnungen“.

                  Wenn ich mich irre, möge man mich korrigieren.

                  Gruß

          2. Sorry, aber ich möchte dass das ganze Gesocks entweder im Arbeitslager oder tot sehen.
            Anders, werde ich es nicht mehr machen nach über 50 Jahren und dem was seit dem 12.4.2020 alles passiert ist.
            Ich wäre einer der Freiwilligen, der ganz stringent darauf achten würde, das die herrschende Klasse und am Besten auch deren Funktionselite, auch ja das bekommt, was sie verdient.

            „Es gibt nur eine Sache, die größer ist als die Liebe zur Freiheit: Der Haß auf die Personen, die sie dir wegnimmt.“
            Che Guevara
            Die wollen UNS töten!

            1. Dann musst du aber selber, und zwar unmittelbar, auch für deren physische Ermordung sorgen.
              Der Himmler zum Beispiel, kippte schon beim zusehen nach Sekunden um.
              Für ein paar Sekunden Mensch sozusagen.
              Bist du auch so ein Sekundenmensch.
              Oder war das jetzt zu moralisch?

              1. Denkst du wirklich, ich hätte ein Problem Fauci, Gates, Lauterbach, Spahn und Wieler, dem WHO-Jesus und all den anderen Verbrechern die gerechte Strafe zuzuführen?
                Ich lebe auch was ich bekunde.
                Ich bin mir auch ganz sicher, das ich mittlerweile jede Menge Mitstreiter hätte, nur outen die sich hier nicht, so wie ich es tue.
                Äh…was ist ein Sekundenmensch?

                1. Falls deine abschließende Frage tatsächlich ehrliches Unverständnis zugrunde liegen sollte, dann nehme ich es dir ab, deine faschistischen Kopf ab Phantasien (Gerechte Strafe), auch persönlich als Henker vollstrecken zu wollen.

                    1. vergiss nicht die 20 millionen gehirntoten, die die cia mit dem nato-virus produziert und unter ihre gehirnkontrolle gestellt hat, was sie dann den chinesen in die schuhe schieben wollten, die sogar vor corona schon freiwillig maske trugen, die sozialistischen spinner. alles strategisch langfristig geplant, die wussten damals schon das wird nix mit dem ukraine krieg, hatten die auch mit putin so ausgemacht, und jetzt sind immer noch 18 millionen gehirntote übrig um aus taiwan richtung china zu entern. derweilen sich das nato-virus von den toten deutschen körpern in die umgebende erde ausbreitet, von dort über das trinkwasser in die leitungssysteme kommt und sich so in sämtliche deutschen gehirne verbreiten kann, denn auch bier enthält wasser. diese körper fangen jetzt an in der schule nicht richtig aufzupassen, sind oft krank am arbeitsplatz um dem standort zu schaden und schmusen lieber mit KI, ja lassen sogar noch mehr ausländer rein, die ebenfalls vom leitungswasser trinken, damit sofort irre werden und anfangen kinder zu machen um deutschland endgültig in den abgrund der geschichte zu schicken. zum glück behält der führer den überblick auf seinem moto, wir wären sonst verloren.

                    2. Werden die Opfer wieder lebendig, wenn du die verantwortlichen Täter alle umlegst?
                      Wenn die Täter eh schon dingfest, also unschädlich gemacht sind, warum und wozu willst du sie dann umbringen?
                      Aus der Welt schaffen müsstest du ihre Strukturen und Herrschaftsinstitute, dabei würden schon genug Menschen Schaden nehmen, aber wozu danach die entmachteten Herrschaften dann auch noch umlegen?
                      Aus blinder Rache?
                      Und was ist mit den Millionen zählenden Herrschaftspersonal, den Mittätern und willigen Mitmachern, also z.B. das Gros aller Ärzte, Lehrer, Soz-Päds, Bullen, Altenghettobetreiber…junge Welt und Gegenstandpunkt-Redakteure, sämtliche verantwortliche Mitarbeiter aller Mainstream Medien…Willst du die auch alle töten?
                      Schlage vor, deinen Nick in „Pol Pot der Zweite“ zu ändern.

                    3. Wenn die Täter eh schon dingfest, also unschädlich gemacht sind, warum und wozu willst du sie dann umbringen?

                      Dazu auch:

                      Man kann Exekutionskommandos nur beseitigen, indem man sich weigert, in ihnen zu dienen, […] Nicht, indem man ein Exekutionskommando bildet, um alle anderen Exekutionskommandos zu töten.

                      — Alex Comfort

                      dabei würden schon genug Menschen Schaden nehmen

                      Warum? Ginge doch durchaus anders:

                      Streikende Masen trachten ihren sozialen [!] Gegnern nicht nach dem Leben. Sie wollen diese weder verwunden noch verstümmeln, auch wollen sie nicht – allenfalls als Ausnahme – das Eigentum dieser Gegner beschädigen oder vernichten. Der Angriff richtet sich nicht physisch gegen die Mitglieder der besitzenden Klasse, sondern ausschließlich gegen ihre gesellschaftlichen Einrichtungen, gegen ihre gesellschaftlichen Institutionen. (…) Je mehr es dem Proletariat gelingt, die staatliche und ökonomische Organisation des Kapitals zu lähmen, desto mehr wird es dessen frühere ökonomische und politische Funktionen übernehmen.

                      — Henriëtte Roland Holst

                      Wie wollen sich die Herrschenden wehren, wenn ihnen niemand die Tässchen reicht? Wenn niemand im Strommeiler mehr sitzt? Wenn ihre Büttel zwar Gewehre haben – aber niemand Nachschub liefert, jemand die Munitionskammer leerräumte und Abführmittel in die Gulaschkanone mischte?

                      Das Problem ist, dieses Proletariat erst mal zu finden. Das Problem ist, dass zu viele Leute freiwillig als die von Ihnen umrissenen Wasserträger den Herrschenden dienen:

                      „Mit Aristokraten verkehren und sie grüßen zu dürfen, wärmte in ihnen eine süße Befriedigung an, als ob sie nur noch einen Schritt weit von der Stufe entfernt seien, auf der die Herrschenden stehen durften. In ihrer wirtschaftlichen Lage waren sie den Muchachos zehnmal näher als auch nur einem der Patrones. Das aber wollten sie nicht eingestehen. Selbst wenn sie weniger verdienten als ein Muchacho, fühlten sie sich dennoch reichlich belohnt, wenn der Herr ihnen mit einem gnädigen Lächeln zuwinkte und sie sogar gelegentlich zu einem kleinen Gläschen einlud, das sie stehend tranken. Sie waren immer bereit, mit den Patrones auf die faulen und verlausten Burschen zu wettern, und hatten erst recht keine Hemmungen, mit den Herren auf die Muchachos loszukeilen, sobald sie dazu aufgerufen wurden.“

                      — B. Traven, Die Rebellion der Gehenkten, S. 238

                      Und hinzu kommt, dass es für die brutal schmerzhaft wäre erst mal mit ihrer eigenen Frage als Gestalt und ihrer Knechschaftssituation ernsthaft konfrontiert zu werden. Worte sind da womöglich schmerzhafter, unter Umständen gar tödlicher, als Kugeln.

                      Aus blinder Rache?

                      Ja, das ist meistens der Hintergrund:

                      Andere zu Unterlegenen zu machen war – gemäß der Studiere von Roskam und Bluvol – das, was den konformistischen Studenten ein Gefühl von „Autonomie“ gab. Genau wie ihre Eltern erleben sich Kinder erst dann als wertvoll, wenn sie andere – etwa wiederum ihre Kinder – zu Unterlegenen machen. .

                      Oder eben irgendwelche sonstigen Gegner und Feinde.

                    4. @Phineas

                      Werden die Opfer wieder lebendig, wenn du die verantwortlichen Täter alle umlegst?

                      Darum geht es doch gar nicht !
                      Aber das mit den Opfern, welche nicht mehr lebendig werden, ist das Standard-Argument der „Resozialisierer“ für das verhehrende laissez-faire, welches unsere Gesellschaft längst in ein Armaggeddon verwandelt hat: „Nun sind sie halt tot – Schulterzuck – also lasst uns vorwärts schauen !“

                      Und jetzt bitte den Resozialisier-Reflex unterdrücken: es geht bei der Diskussion ja offensichtlich um Kapitalverbrechen, nicht um Parksünden oder Betrug – denn bei Parksünden oder betrug sind die Opfer ja nicht tot!
                      Es geht um Kapitalverbrechen!

                      Und für die Linksverpeilten hier, für welche „Kapital“ ein Trigger ist:

                      Kapitalverbrechen (auch Kapitaldelikte) sind besonders schwere Straftaten gegen das Leben oder die körperliche Unversehrtheit, wie Mord, Totschlag, Raub mit Todesfolge oder schwere Körperverletzung, die historisch mit dem Tod bestraft wurden und heute oft lebenslange Haftstrafen nach sich ziehen und vor dem Schwurgericht verhandelt werden, wobei eine Pflichtverteidigung gesetzlich vorgeschrieben ist.

                      Geht also nicht um den Kapitalismus….

                      Wenn die Täter eh schon dingfest, also unschädlich gemacht sind, warum und wozu willst du sie dann umbringen?

                      Da geht es doch um Nachhaltigkeit !

                      Oder etwas weniger flapsig:
                      Unsere Gesellschaft muss endlich wieder beginnen, ein Verbrechen anhand der Tat und anhand des Resultates zu beurteilen – muss endlich aufhören, für das Strafmass eines Verbrechens die Absichten oder die Zurechnungsfähigkeit des Täters mit einzubeziehen !

                      Zählen tut am Ende nicht, was gedacht, gesagt, geplant, sondern was getan wurde und was das Resultat ist !

                      Eines der surrealistischten Beispiele:
                      Jemand trinkt zuviel Alkohol. Viel zuviel Alkohol.
                      Fährt dann Auto.
                      Überfährt und tötet dann einen Menschen.
                      Wird dann mangels Zurechnungsfähigkeit (infolge Alkohol) nur mit reduziertem Strafmass belegt.
                      Dieses Beispiel ist mehrmals so passiert in der Schweiz!

                      Man greift sich an den Kopf – als ob man dem Täter den Alkohol unter Zwang eingeflösst hatte, er also nichts dafür konnte!

                      Die seit 40 Jahren grassierende Links-Justiz hat dafür gesorgt, dass selbst „lebenslänglich“ nicht mehr „lebenslänglich“ ist – dass also viele Schwerverbrecher dank Bewährung (oder im Haft-Urlaub – auch so ein linksversifftes Phänomen) wieder auf die Menschen losgelassen werden – und nicht selten mit verheerenden Folgen!

                      Nein, man muss Straftaten – und allen voran Kapitalverbrechen – endlich wieder allein nach der Tat und allein nach der Auswirkung beurteilen und bestrafen !

                      Ob man dann am Ende bis zur Todesstrafe geht, ist Ansichtssache.
                      Ich selbst stehe ein zur Bestrafung anhand des alten Testamentes: Auge um Auge, Zahn um Zahn!
                      In diesem Sinne bin ich auch für die Abschaffung des Jugendstrafrechtes, zumindest bei Kapitalverbrechen, welche Jugendliche, ja sogar Kinder mittlerweile auch begehen.

                2. Ich will jetzt überhaupt nicht behaupten, dass ich eine Lösung hätte und eigentlich glaube ich auch immer weniger daran, dass es eine gibt. Aber klar, dass ich nicht an irgendwas glaube, hat nichts zu sagen, ist kein Beweis für irgendwas.
                  Ich will nur in Erinnerung rufen, wie es war, als die Bolschewiken die Gelegenheit bekamen, zu strafen. Die konnten vollkommen zu recht auf eine Vergangenheit verweisen, die die bürgerliche Geschichtsschreibung einfach nicht kennen will. Barbarische Unterdrückung, wo das Leben und die Würde der meisten Menschen nicht einen Pfifferling wert war. Der Hass, der sich entlud, war nur allzu verständlich. Wie übrigens auch hundert Jahre zuvor in Frankreich.
                  In Russland, in der Sowjetunion gab es dann den Bürgerkrieg Und da kennt man scheinbar nur die Grausamkeiten der Roten. Das ist Propaganda.
                  Aber die großen Säuberungen waren nach dem Sieg. Die Lager, die Schauprozesse, die Vernichtung der Führung der Roten Armee, die Permanente Umsiedelung ganzer Völker, die Rechtlosstellung sozialer Gruppen.
                  Nein, das alles ist kein Alleinstellungsmerkmal der „Roten“. Das wäre Guido-Knoop-Geschichte für die Doofen. Aber „Wir“ haben nichts Besseres hinbekommen. Vielleicht hatten wir nie eine Chance. Aber du solltest wirklich nicht glauben, dass, wenn du deine Strafphantasien realisieren könntest, die Welt danach eine bessere wäre.
                  So Iäuft das einfach nicht.

                  1. Sicher, das geht natürlich auch nur, wenn sämtliche kapitalistischen Strukturen mit beseitigt werden.
                    Ich erhebe auch nicht den Anspruch einer besseren Welt zu kreieren.
                    Nur, wie es jetzt läuft, werden die uns alle dezimieren, weil sie uns schlicht und einfach nicht mehr brauchen.

              2. Der Himmler zum Beispiel, kippte schon beim zusehen nach Sekunden um.

                Erinnert an die SS-Leute, die Wette glaube ich in Karl Jäger: Mörder der litauischen Juden beschrieb und die bei Massenerschießungen ziemlich schnell mental wie physisch „fertig“ waren, zitterten, kotzen, völlig kollabierten und abgezogen oder mit anderen Aufgaben betraut werden mussten. Oder an Christopher Brownings Ganz normale Männer, jene Durchschnitts(polizei)männer mittleren Alters, die zu anständigen deutschen Massenmördern wurden. Da waren durchaus Typen drunter, die angeekelt von ihrem Tun waren, sich aber nicht entziehen konnten, denn Befehl ist ja nun mal Befehl. Der Wahnsinn der Normalität (Gruen) eben, ich verwies unter dem anderen Artikel darauf. Die übliche Mischung aus abgestumpftes, verrohtes, entseeltes Individuum trifft auf Konformitätsdruck, Gehorsam, Karrierewunsch. Findet sich nolens volens auch bei Frauen, interessiert aber oft nicht sonderlich, weil Frauen sind für viele Engel. Und sei es Todesengel. 🤷‍♂️

                Die meisten Menschen – egal welcherlei Geschlechts – haben allerdings sehr wohl einen inneren Blockmechanismus gegen das Töten ihrer Mitmenschen, insbesondere gegen das direkte, aktive Meucheln aus nächster Nähe. Die Ausnahme sind erklärte Sadisten. Freilich kann dieser Blockmechanismus mit der richtigen Mischung aus Ideologie, Entmenschlichung, Züchtigung, Gewöhnung etc. ausgehebelt und die Brutalität entfesselt werden.

                Die Nazis haben ja letztlich auch schlicht die Tötungstechniken „optimiert“, um bessere Resultate bei maximaler Effizienz zu erzielen. Sie also nicht zuletzt auch für die Täterinnen und Täter erträglicher gemacht. Distanzschaffung, Technisierung, bessere Organisation… die ganzen Management-Tricks und Skills eben. Auschwitz ist doch irgendwo auch nur die Verkörperung von Technisierung und Bürokratisierung – der dunkle Schatten von Moderne und Aufklärung. Ein Ort, an dem ein anständiger Deutscher nicht mehr das Gefühl hatte, massenhaft Menschen zu töten – sondern bloß einen Job zu erfüllen. 🤷‍♂️

                1. „Auschwitz ist doch irgendwo auch nur die Verkörperung von Technisierung und Bürokratisierung – der dunkle Schatten von Moderne und Aufklärung.“
                  Vollidiot! Von dir hätte ich das nicht erwartet. Der Moderne und Aufklärung unterzujubeln, dass Nazis angebliche Methoden der Moderne für das Vernichtungsprogramm ihrer ausgesuchten Feinde missbrauchen, spricht für eine antimoderne antiaufklärerisch Haltung, Die Moderne und Aufklärung sind keine geschichtlichen Subjekte, die einen Schatten haben, der dann bloß auf die Nazis überspringt. Die Nazis waren die Täter – Nicht Moderne und Aufklärung.

                  1. Von dir hätte ich das nicht erwartet.

                    Moralische Beschämungsversuche von einem der obersten Moralkritiker im Forum? Interessant. Und diese „Hätte-ich-nicht-von-dir-erwartet“-Masche kenne ich sonst nur von Rauls und Schleim. So was läuft doch im Allgemeinen bei den Feminist*ix immer unter ganz pöser „passive Aggression“, wenn ich mich nicht irre. Auf jeden Fall ist das weniger Diskurseinladung als lehrmeisterliches Tadeln. Braucht’s das? Da hatten Sie auf jeden Fall schon bessere Haie im Eisschrank, um es von der Warte aus zu sagen.

                    Und allgemein erwarte ich nicht viel und stelle auch niemanden auf goldene Podeste. Das hat den großen Vorteil, dass man dann nicht enttäuscht wird, wenn einer derjenigen, die man zuvor erhob, nicht immer genau das schreibt, was man von ihm geschrieben haben möchte. Das als heutigen Pro-Tipp.

                    Und war es nicht eigentlich Ihr Account, der noch letztes Jahr Geschichten wie „Moderne“ und „Aufklärung“ unter „bürgerliches Gefasel“ packte. Genauso wie „Freiheit“, „Brüderlichkeit“ etc.? Alles Unsinn, alles Tröten, alles nicht zu gebrauchen und potentiell gefährlich? War jetzt Account-Übergabe und einer hat gepennt oder woher die plötzliche 180-Grad-Wende?

                    Dann in medias res:

                    Der Moderne und Aufklärung unterzujubeln

                    Also ich jubele denen gar nichts unter, das sind ja keine Menschen und ich obendrein kein Kirmesbudenbesitzer.

                    Ansonsten denke ich, dass Sie etwas missverstanden haben, vermutlich weil mein Beitrag auch abrasiver war als andere. Deswegen mal als Reichung:

                    Erstens bestreite ich überhaupt nicht, dass die Nazis Täter waren. Und übrigens wurden die Taten nicht bloß von den „die NazisTM“ begangen, sondern von einer ganz großen Zahl von Deutschen. Sauberen „anständigen“ Deutschen wie im Post erwähnt. Solchen in der Partei, Wirtschaft, Verwaltung, Wehrmacht, Polizei, SS, Kirche, Justiz, Medizin, Medien, Wissenschaft, uff de Gass… ich verwies ja auch nicht umsonst auf die Bücher von Wette und Browning. Verkürzend wäre eher immer nur von „den paar Nazis da oben“ zu sprechen, denen gegenüber das arme, tapsige, hülflose teutsche Volk wehrlos ausgeliefert war. War es nicht. Viele seiner Angehörigen waren Mitläufer und noch viel mehr in unterschiedlichem Grad aktive Täter. Die Spaltung „deutsches Volk“ / „Nazi-Regime“ ist so dusselig wie der Kollektivschuldvorwurf an „die“ Deutschen“. (Hinzu kamen natürlich auch noch Kollaborateure und Verbündeten in / aus anderen Ländern.)

                    Die deutsche Vernichtungspolitik gegen Juden, Sinti, Kommunisten, Russen, Schwule, „Asoziale“ und andere Andersdenkende wie angeblich „Andergeartete“ war selbstredend kein „Betriebsunfall der Moderne“. Die fiel selbstverständlich nicht wie Manna vom Himmel. Das war ein intentionaler, ideologie-getriebener Vernichtungswillen, gespeist von weit verbreitetem Antisemitismus, Rassismus, Russenfeindlichkeit, Hass auf Linke, Schwule… und getragen von überzeugten identitären Akteuren und eben jeder Menge Mitläufer. Mein Sager gestern Früh auf Bürokratisierung und Technisierung, war nicht als Verantwortungsverschiebung gedacht.

                    Und so wenig ich Verantwortung ver- oder Moderne und der Aufklärung etwas unterschiebe, so wenig gehe ich davon aus, dass Moderne und Aufklärung handelnde Akteure seien. Mein Punkt war: Die deutsche Vernichtungsmaschinerie hat die Möglichkeiten herangezogen und genutzt, die erst mit einer modernen, bürokratischen, technisch versierten… Gesellschaft in der Form überhaupt verfügbar wurden. Deswegen der Verweis auf Rationalisierung und Co. Natürlich waren die Täter die Menschen, die schossen, bombten und schlachteten. Aber sie haben eben die Strukturen und Instrumente genutzt, die mit dem Industriezeitalter verfügbar wurden.

                    Dann: Als ich von Auschwitz als „dunklem Schatten“ schrieb (Pleonasmus btw – welcher Schatten ist nicht dunkel), war das gerade in einem kritisch-aufklärerischen Sinn gedacht. In Aufklärung und Moderne finden sich ja jede Menge sogenannte Spannungsverhältnisse und nicht bloß reihenweise Positiva. Ich hoffe, dass bestreiten Sie nicht. Mit der gleichen kühlen Rationalität, mit der Sie Befreiung, Solidarität und Fortschritt ermöglichen können, kann von geneigten Kreisen – unter geänderten Konstellationen – das genaue Gegenteil erbracht werden. Herrschaft. Entmenschlichung. Vernichtung. Die gilt es zu reflektieren, auf diese zerstörerischen Potentiale gilt es hinzuweisen, gerade um sie nicht wieder wirksam werden zu lassen. Und das, @ Krim, ist für mich alles andere als anti-aufklärerisch, sondern pro-aufklärerisch. Ein Abstützen der Aufklärung, indem man auf die ihr innewohnenden Negativpotentiale und Gefahren hinweist.

                    Und die Deutschen wie ihre Helfer und Helfershelfer agierten nun mal nicht im luftleeren Raum. Wie oben geschrieben wurde ihr Vernichtungswillen nachweislich gespeist. Die konnten an bestehende Traditonen anknüpfen – Traditionen des Antisemitismus, Rassismus, Sozialdarwinismus, Gehorsamsglauben, technokratischen Forttschrittsglauben, zudem koloniale wie imperiale Gewaltpraktiken (gerade von Deutschen höchstselbst erprobte! Vor Auschwitz gab es da u.a. die von Deutschen verübten / begleiteten Völkermorde in Namibia, Tansania und im Osmanischen Reich!) und eben Rationalismus und „Administratismus“ wie es mal nennen will, des „Verwaltens“ von Menschen und ihre Objektifizierung. Natürlich ist die organisierte Menschenmassenvernichtung keine zwingende Folge der Aufklärung oder ein simpler Automatismus der Moderne. Aber sie ist eben auch nicht völlig losgelöst von Praktiken der modernen Gesellschaft. Und in meinen Augen kann man Auschwitz in diesem Sinne und vor diesen Hintergründen einfach als Kulminationspunkt bestimmter dunkler Tendenzen der Moderne, der „Schatten“ genannten Phänomene, lesen. Wie gesagt – nicht die logische Zwangsfolge, aber genauso wenig ein nichts mit dieser zu tun habender Fremdkörper.

                    Abschließend: Das Ganze habe ich gerade deshalb angebracht, weil ich die Aufklärung gerade nicht in den Orkus kippen will. Man kann Moderne und Aufklärung ganz toll als schönes buntes Bilderbuch, als einzig reibungslose Erfolgsgeschichte erzählen und verkaufen. Man kann ihre Schatten und zerstörerischen Potentiale ganz hübsch unter den Wirsing kehren. Man kann es sich allgemein sehr leicht machen. Nur läuft man damit eben massiv Gefahr, die Bedingungen für eine Wiederholung oder gar Wiederholung und Ausweitung des ganzen NS-Drecks zu ignorieren. Denn die ökonomischen, instrumentellen, weltanschaulichen, psychologischen wie sonstigen Grundlagen von Auschwitz und Co. sind in meinen Augen einfach nicht weg. Das System, das Auschwitz hervorbrachte ist nicht weg. Wir haben es immer noch mit Kapitalismus, Imperialismus, Kolonialismus und dem ganzen anderen Schmu zu tun. Es ging mir nicht darum Moderne und Aufklärung zu verdammen – doch ebenso wenig möchte ich schlicht die Gefahren von Rationalisierung, Bürokratisierung und Technisierung… die in ihnen angelegt sind, vom Tisch weisen.

                    Die persönliche Verantwortung der Täter (und Täterinnen!) bleibt davon unbenommen. Ganz sicher blende ich die nicht weg. Ich will sie vielmehr in den Lichtkegel ziehen. Die Moderne ist keine anonyme Kraft, die tötet. Doch in ihrem Rahmen, auf ihrem Boden, handeln und töten konkrete Menschen. Und ich finde, es gilt immer zu fragen und zu prüfen, wie sie diese Strukturen und Bedingungen nutzen und was sie ihnen für Potentiale für ihr Tun eröffneten. Wie gesagt – gerade um die Wiederholung zu vermeiden.

            2. @ motonomer

              „Es gibt nur eine Sache, die größer ist als die Liebe zur Freiheit: Der Haß auf die Personen, die sie dir wegnimmt.“

              Da brachte der werte Herr mal wieder ein paar Parameter durcheinander. Die einzige Sache, die größer ist als die Freiheit, ist die Liebe. Und Hass ist ein atavistischer Reflex, der weggenommen werden muss, um zum wahren Menschsein zu gelangen. Der Mensch konnte sich überhaupt nur so weit entwickeln durch Kooperation und Verständnis. Konkurrenz und Todestrieb waren nicht seine Motoren, sie waren eher die Steine im Getriebe. Das Problem ist, dass wir heuer a) zu viele Leute haben, die das Gegenteil glauben und b) (was a) erklärt) eben im absoluten Steingarten leben und ganz viel von dem Zeug die Liebe, Kooperation und Güte des Menschen verschüttet hat. That’s a fucking problem, dude!

              Mit Hass kann man ein System zum Einsturz bringen, mit Hass vermag man vielleicht auch Mauern zu sprengen – aber nur Liebe kann neue Brücken bauen. Auf Gewalt gegründete Systeme werden letztlich immer scheitern. Simple as that. 🤷‍♂️

              1. „Mit Hass kann man ein System zum Einsturz bringen, mit Hass vermag man vielleicht auch Mauern zu sprengen – aber nur Liebe kann neue Brücken bauen“
                Eben, und genau das muss passieren.
                Was danach kommt, kann man nicht absehen, aber die herrschende Klasse muss für immer beseitigt werden, damit etwas besseres überhaupt entstehen kann.
                Nicht vergessen, die werden uns umbringen, wenn wir denen nicht zuvor kommen.

                1. aber die herrschende Klasse muss für immer beseitigt werden, damit etwas besseres überhaupt entstehen kann.

                  Und da dreht sich dann eben die Katze wieder im Kreis. Ich schreibe:

                  Mit Gewalt kann man eine Ordnung niederschlagen, beseitigen. Mit Gewalt kann man auch eine neue Ordnung aufrichten, aber mit Gewalt kann man keine freie Gesellschaft schaffen. Wenn man dazu Gewalt benutzt, ist sie ja nicht mehr frei. Gewalt ist Zwang, und Zwang ist der Antipode der Freiheit.

                  — Augustin Souchy

                  und:

                  „Der Besitz und das Eigentum sind hier in dieser Nachbarschaft fester begründet als zuvor. Es hat sich nur der Name des Besitzers geändert. Und ich kann dir sagen; Camarada, morgen oder übermorgen werden sich die neuen Besitzer hier mit ihren Machetes gegenseitig zerfleischen, eben des neuen Besitzes wegen, bis einer oder keiner übrigbleibt, sich des neuen Besitzes zu erfreuen. Wer den Revolver gewinnt, wird wahrscheinlich der neue Patron werden, und wer die Schrotflinte hat, der neue Mayordomo. Und die noch übrigbleiben, werden wieder Peones sein.“

                  „Dann hatte doch die Revolution hier keinen Zweck.“

                  „Hier nicht. Bei diesen Leuten ist die Revolution zu leicht gewesen und zu rasch gegangen. Das tut Revolutionären niemals gut. Sie wechselten die Äcker und die Schweine. Was aber das Wichtigste ist, die Ideen, auf denen das ganze System aufgebaut ist, diese Ideen wurden hier nicht geändert, nicht einmal berührt, ja, nicht einmal begriffen. Das System bleibt dasselbe. Gestern war der Herr hier Don Chucho, heute Eusebio, morgen Florencio. Es sind immer wieder Herren da, und weil Herren da sind, darum sind auch Knechte da. Im Grunde hat sich hier nichts geändert. Sie haben nicht einmal ein Körnchen Dankbarkeit für uns, die wir ihnen geholfen haben. Sie werden dich und mich verhungern lassen, nur um nicht ein Stück Schweinefleisch für sich weniger zu haben.

                  — B. Traven, Die Rebellion der Gehenkten, S. 323

                  Und Sie antworten dann eben, dass Sie es anders sehen. Lassen wir es also einfach so stehen. 🤷‍♂️

                  1. Ich hab es nicht so mit den Gelehrten.
                    Hab viele davon gelesen, aber die Straße gibt einem einen viel tieferen Eindruck des Geschehens.
                    Ich bin voll und ganz Pragmatiker und das heißt die Reichen müssen zusammen mit allen kapitalistischen Strukturen beseitigt werden.
                    Ich halte das für Selbstverteidigung und Notwehr.
                    Einfach „Nein“ sagen reicht eben nicht, denn die brauchen uns nicht mehr, deswegen wollen sie uns ja auch abschaffen und das geht halt nicht gewaltlos vonstatten.

                    Anders wird das nichts.

                    1. Ich hab es nicht so mit den Gelehrten.

                      Das sind keine „Gelehrten“, das sind Praktiker gewesen. Lesen Sie einfach mal, wer Souchy und Traven waren.

                      Einfach „Nein“ sagen reicht eben nicht

                      Ich sage ja auch nicht einfach bloß „Nein“. Mit diesem Wörtchen beginnt viel, aber darin erschöpft es sich doch noch lange nicht.

                      Ich entziehe mich und versuche soweit es geht ein authentisches Leben ohne deren Dreck zu führen.

                      Ein paar antike Kyniker, Stoiker und Epikureer und deren Tipps heranzuziehen, schadete übrigens auch nicht. Denen sind viele der heutigen Problemstellungen damals schon begegnet.

                      deswegen wollen sie uns ja auch abschaffen und das geht halt nicht gewaltlos vonstatten.

                      Dann muss man eben flinker, klüger und geschickter als die sein.

                      Meine einzige Leistung besteht darin, dass ich teilweise ein Baske bin.: hartnäckig, eigensinnig und beständig. Aber dass ich im Gefängnis war, lag nur daran, dass sie mich fingen, weil ich langsam war.

                      — José Mujica

                      Anders wird das nichts.

                      Das sehe ich eben anders. Zitate dazu sind in der Diskussion hier verstreut.

      2. Altlandrebell

        … dann sollten vielleicht erst mal die größten Staatsempfänger – Polizisten, Lehrer, NGOs, Politiker… – gemeinnützige Tätigkeiten übernehmen und anpacken. Und eben für das von ihnen begangene Unrecht Wiedergutmachung leisten.

        Welches Unrecht sollen Musikschul- und Volkhochschullehrer begangen haben?

        1. Welches Unrecht sollen Musikschul- und Volkhochschullehrer begangen haben?

          Die Rabulistik hatten wir schon einmal.

          Es geht auch nicht um handelsübliche Fahr- oder Klavierlehrer (wobei der Typ, der mich und andere zu misshandeln suchte, in der Tat einige Sühnemaßnahmen abzuleisten hätte), es geht um Menschen, die andere Menschen von außen gewaltsam zu prägen versuchen. Beim Staat angestellte Lehrer, die staatliche Propaganda Heranwachsenden eintrichtern und diese sanktionieren, wenn sie nicht spuren, zählen für mich dazu.

          Ich habe hier gerade den Buber und den Ott rumliegen, darum zitiere ich mal einen Gedanken (aus letzterem):

          Buber ist davon überzeugt, dass es zum Aufbau einer Gesellschaft nicht reicht, lediglich Wissen zu vermitteln (Kenntnisse) oder Fertigkeiten einzuüben. Es braucht vielmehr die Charakterbildung des Menschen. Nicht, was Menschen wissen oder können, wird letztlich den tragfähigen Grund der Gesellschaft bilden, sondern was sie sind. (…) Mit anderen Worten: Kopf und Hand reichen nicht aus, es braucht das Herz – die Mitte des Menschen.

          Menschen mit Charakter sind für Buber Menschen, die sich nicht in der Masse mittreiben lassen, sondern bereit sind, „persönlich Verantwortung für Leben und Welt“ zu übernehmen. Lehrende sollten deshalb in den Lernenden „den Mut wecken, das Leben wieder auf die eigenen Schultern zu nehmen“. Menschen mit Charakter reifen über den Individualismus (jeder schaut nur für sich ) und den Kollektivismus (mitlaufen in der Masse) hinaus zu einem verbindlichen Miteinander freier, aber verantwortlicher Personen.

          Aus: Ott, Bernhard (2020): Wegbegleiter in Krisenzeiten. Impulse von Martin Buber, Neudorf bei Luhe: Neufeld Verlag

          Okay, „Personen“ ist eines meiner Hasswörter, aber die Richtung wird klar. Weder Herdentier noch Ellenbogen-Ichling.

          Doch wo genau befördern heutige Lehrer, insbesondere verbeamte Studienräte, denn „Menschen mit Charakter“? Sie helfen doch nur mit, aus menschlichen Originalen vermarktbare Kopien zusammenzuschleifen!

            1. Die Frage hat sich damit erledigt.

              Ne, hatte sie nicht, deswegen bekamen Sie doch frei Haus mehrere Absätze und ein Zitat von mir geliefert. An einem Feiertag. In der Servicewüste Deutschland. Und das, obwohl wir den Spitzfindigkeiten-Austausch zu genau dem Aspekt bereits zwei oder drei Mal hatten. 😎

        2. @Dan: Und auch bei dieser Pauschalisierung gegenüber Polizisten etwa habe ich mich das gefragt, auch wenn ich ein absoluter Gegner eines autoritären Polizeistaats bin und natürlich auch weiß, dass die Polizei im Zeifelsfall die Macht des Staates gegenüber den Untertanen mit Gewalt durchzusetzen hat.

          Ein normaler Polizeibeamter aber, der sich schlichtweg z.B. um irgendwelche Kneipenschlägereien, häusliche Gewalt, brutale, gewalttätige Arschlöcher etc. kümmern muss oder etwa nach einem Schienensuizid mit den „Hinterlassenschaften“ eines solch fürchterlichen Ereignisses konfrontiert wird, ist für mich alles andere als ein „größter Staatsempfänger“, sondern schlichtweg ein armes Schwein, dessen Gehalt im Vergleich zu denen der unzähligen Bonzen in Politik und Wirtschaft ein Fliegenschiss ist.

          1. @jemp1965

            und natürlich auch weiß, dass die Polizei im Zeifelsfall die Macht des Staates gegenüber den Untertanen mit Gewalt durchzusetzen hat.

            Ja, die setzt die jeden Tag durch.

            Doch – wenn Sie das wissen – warum ziehen Sie dann nicht die Konsequenz? Warum diese Solidarität mit den Tätern – und nicht mit Ihren Opfern? Warum so was hier:

            sondern schlichtweg ein armes Schwein

            Aha.

            Gut zu wissen, wer heute alles so als armes Schwein gelten soll. Das Median-Brutto lag 2024 übrigens bei rund 44 000 Ocken. Gierige Raffkes wie Kellner, Putzen, Logistiker, die nichts leisten und in ihrem Arbeitsalltag obendrein eher selten andere Menschen schröpfen, quälen oder gar umlegen, schafften es sogar auf enorme 30 000.

            Lassen Sie uns mal demgegenüber ein paar der armen 🐄 🐖 im mittleren und gehobenen Dienst anschauen! Das ist wirklich ein Elend, wie die hungern und leiden müssen! Nehmen wir zunächst hier eine verhärmte Berufseinsteigerin, so eine Polizeikommissarin (A9) Erfahrungsstufe 2, 25 Jahre, ledig, keine Inder, Schichtdienstzulage. Die bekommt ein mageres Monatsbrutto von gerade mal 3832,46 € – wie die am Hungertuch nagen muss, nachdem sie den ganzen Tag rackerte, um Falschparker aufzuschreiben oder ungeimpfte Kinder vom Schlitten zu ziehen! Während die gierigen Hartzer und Kleinrentner fett Torte schlemmen und faul auf der Haut liegen. Und was für eine schlimme Zukunft die Frau Kommissarin so vor sich hat – regelmäßige Gehalts- und sonstige Erhöhungen, irgendwann verbeamtet, privatversichert, vielleicht sogar noch stellvertretende Revierleiterin. Gar nicht auszumalen! Am Ende ihrer Karriere muss die sich dann mit ihrem Mann ein Wohnmobil kaufen, um von ihrem festen, abbezahlten Wohnsitz zum Feriendomizil zu kutschieren. Einen fucking Morelo Palace, Einstiegspreis 279 000 Euro! Zustände sind das – das will man wirklich nicht näher wissen!

            Nehmen mir also lieber ihren vor Gram gebeugten älteren Kollegen von Polizeihauptkommissar in A11, Erfahrungsstufe 7, 45 Jahre alt, verheiratet, 2 Bälger, Brutto schreckliche 6302,42 € (und Kindergeld ist noch nicht mal mitberücksichtigt!) – was der alles aushalten und verarbeiten muss! Allein das Geschwätz seiner ebenfalls berufstätigen Alten. Man erinnere sich auch an damals vor 15,5 Jahren, als er vom Stuttgarter Sprühregeneinsatz gegen diese wildgewordenen Kinder und renitenten Renter im Schlossgarten nach Hause kam! Der lacht heute noch in Chatgruppen drüber, wenn man nicht wieder SS-Witzchen austauscht. Während der ganze Polizeinachwuchsfunk hier grölt: „Wir sind in Deutschland, nicht in Ghana, wir hassen alle Afrikaner!“ Naja, Einzelfälle eben.

            Und von den Polizeiräten in A13 und anderen im Höheren Dienst will ich gar nicht erst anfangen, diese armen Seelen! Wenn ich mir anschaue wie mies die bezahlt werden im Vergleich mit diesen Parasiten von Putzen, Puffvögeln und Hartzern! Und zur Polizei geht ja auch keiner freiwillig, die werden alle von Dobrindts Knaben- und Mädellesern am Schultor abgefangen. Zack, Sack über den Kopf und über den Balkan aufs Revier verschleppt, wo man sie in Uniformen zwängt und zwingt einen Eid auf den Sultan abzulegen. Beschneiden muss man sie glücklicherweise nicht mehr, denn das sind sie ja bereits in der Regel (zumindest intellektuell).

            [Vorsicht: Oben könnten Spuren von Zynismus enthalten sein! Und sorry wenn ich hier wieder die dicke Bertha auspackte, aber wenn man mal ausführlicher mit dem Polizeisystem und seinen Trägern in Kontakt kommt, dann vibriert einem das Doppelstandardradar einfach sehr schnell.]

            Ein normaler Polizeibeamter aber, der sich schlichtweg z.B. um irgendwelche Kneipenschlägereien, häusliche Gewalt, brutale, gewalttätige Arschlöcher etc. kümmern muss

            So mal ernsthaft: Warum muss man sich denn darum „kümmern“, im Sinne von verwalten? Na, weil das die Folgen der Zustände und Begebenheiten genau jenes Systems sind, das die armen mittleren, gehobenen wie höheren Prügelbullen zu verteidigen helfen.

            Und braucht es für häusliche Gewalt, Arschlöcher und Falschparker oder besoffene Touris in Kneipen ernsthaft eine Polizei – oder wäre es mal an der Zeit da andere Mittel zu finden oder einzusetzen? Ne, ist es nicht, denn „wir“ leben in der Zeit von Überwachen und Strafen. Und die meisten leben es offenkundig gern.

            oder etwa nach einem Schienensuizid mit den „Hinterlassenschaften“ eines solch fürchterlichen Ereignisses konfrontiert wird

            Ja, warum begehen denn Leute überhaupt (Schienen)suizid? Wahrscheinlich weil’s für die so geil in Schandland Deutschland war.

            Und was soll eigentlich der Tatortreiniger sagen, der keine Privatversicherung und keine x Zulagen und Verbeamtung hat? Und allgemein beschissen bezahlt wird?

            Oder die Leute, die vielleicht den Toten entdecken oder miterleben und gar nichts für bezahlt bekommen?

            Warum wird da immer nur über das Leid der Bullen geschwätzt und geschrieben? Vielleicht weil die zwei fette Lobbyorganisationen an der Hand haben, im Gegensatz zu Hartzern, Kellnerinnen und Putzen, für die man sich allenfalls in der Charity Time (Advent) vor X-Mas krokodilstränenmäßig interessiert?

            Und wollen wir das Spiel jetzt noch weitertreiben oder lassen wir das Moralin und Geheuchel für die Pegizisten einfach sein? Denn wer zur Polizei oder zur Bundeswehr geht, weiß, was er tut. Weiß, was er da zu sehen und zu hören bekommt. Und was er am Ende für Verdienst- und Berufsmöglichkeiten hat. Er ist kein „Opfer der Umstände“ oder bloß „zur falschen Zeit am falschen Ort“. Ich kann dieses Getue nicht mehr hören. Zu meinen Leuten sagt man auch immer bloß: „Mund putzen, weitermachen.“ Und erwartet das auch. Sonst ist man nämlich ratzfatz raus und gleich zwei Mal, wenn man sich nen Fehltritt leistet.

            Also: Entweder wir hinterfragen diesen Sabbel für alle – oder wir lassen es sein. 🤷‍♂️

            dessen Gehalt im Vergleich zu denen der unzähligen Bonzen in Politik und Wirtschaft ein Fliegenschiss ist

            Das andere noch mehr rauben, macht die Sache jetzt wirklich nicht besser. Und noch weniger gut ist, dass die meisten Angehörigen des blauberockten Schlagstockclans brav nach unten treten und voller Verachtung auf Harzer, Krüppel, Andersdenkende und Ausländer herabblicken – und herabwählen. Bundeswehr und Pegizei sind die größten Sammelbecken für Rassisten, Autoritätshörige, Chauvinisten und Armenhasser. Eine ganz ekelhafte rechte Sutsche sammelt sich da. Jeder, der mal mit der Pegizei zu tun hatte, kann sich davon ein Bild machen, was es da für Typen gibt. Und nicht zu wenig! Ich durfte das bereits mehrfach beobachten, das hat mir gereicht.

            Also: Elitenbashing ist fein – aber man muss auch mal über die Büttel, Wasserträger und Mandarine reden, die denen zuarbeiten. Das sind nicht 90 oder 99 Prozent arme Opfer, die im Würgegriff des ominösen „einen Prozent“ sind.

            Dass es in Geheimdiensten, Militär und Polizei daneben auch einige verkappte Idealisten gibt, wie Graeber aufzeigte, die tatsächlich nur helfen wollen – und dann aber ziemlich auf die schiefe Bahn gerieten – ist davon unbenommen. Man geht nämlich zu Polizei und Co. wegen der Sicherheit und den einfachen Zugangsmöglichkeiten – zumindest in Graebers Fallbeispielen. Weil richtige Helferberufe entweder richtig scheiße bezahlt sind oder ein abgeschlossenes Hochschulstudium voraussetzen. Und auch dann richtig scheiße bezahlt bleiben.

            Und wie steigt man eigentlich bei der Pegizei am leichtesten auf? Informiert euch doch mal! Nämlich indem man Leute herankarrt. Einfach mal zum Bahnhof gehen, da findet sich immer einer mit einem abgelaufenen Pass, einem Päckchen Gras in der Tasche – oder ein Neger, der dumm guckt. Zack, mitnehmen und wenn er sich wehrt – umso besser. Dann kann man ihn sicher einbuchten – Widerstand gegen die Staatsgewalt – und der Gewerkschaftler den Gazetten und Talkshowdauerbewohnern wieder was vom pösen Ausländer vorheulen, der unvermittelt wehrlose Beamte hinterrücks angegriffen hätte. Nur sollte man natürlich darauf achten, dass die sonst so geliebte Videoüberwachung nicht mitläuft wie hier geschehen.

            Nein – ich habe für das Treiben von Berufspolizisten, -Soldaten und all die anderen staatlich alimentierten Bütteln einfach nichts übrig. Niemand von denen ist gezwungen in seinem Metier tätig zu sein. Kein einziger. Die könnten sich morgen schon ohne Weiteres eine andere Tätigkeit suchen. Das knallt man ja Leuten wie mir auch immer im Kurt-Beck-Modus vor die Füße: „Wasch und rasier dich, dann findeste nen Job!“ Ich bin gewaschen und rasiert und bringe drei akademische Abschlüsse mit. Einen Job hat mir trotzdem niemand geben wollen. Irgendwann reicht’s. 🤷‍♂️

            Nicht für ungut @ jemp1965, aber bei dem Thema sind wir einfach extrem unterschiedlicher Ansicht.

            1. @Altlandrebell: „Nicht für ungut @ jemp1965, aber bei dem Thema sind wir einfach extrem unterschiedlicher Ansicht.“
              In der Tat, wobei ich allerdings gerne auf einige Ihrer genannten Punkte eingehen würde, es aber leider aus zeitlichen Gründen aktuell nicht schaffe.

              1. Machen Sie sich mal keinen Stress!

                Schreiben Sie doch einfach zurück, wenn Sie mehr Kapazitäten haben. Sie können sich ja ein Lesezeichen setzen.

                Ich verstehe ohnehin nicht, warum nach zwei Tagen ein Artikel hier immer als durchgenudelt gilt und fast niemand mehr an Austausch interessiert ist, sondern einfach brav zur nächsten Pflanze weiterhoppelt. 🤷‍♂️

                1. Weil es geradezu inflationär viele Artikel, oft auch genau zur immer gleichen Thematik eingestellt werden, ohne das es wirklich einen Mehrwert gibt.
                  Hinzu kommt auch noch, das man ja leider kaum mitbekommt, ob und wann wieder etwas Neues zu einem älteren Beitrag geschrieben wurde.

                  1. Weil es geradezu inflationär viele Artikel, oft auch genau zur immer gleichen Thematik eingestellt werden, ohne das es wirklich einen Mehrwert gibt.

                    Ja, das nervt in der Tat. Und das sage selbst ich als Mehrwert-Kritiker. 😉

                    Hinzu kommt auch noch, das man ja leider kaum mitbekommt, ob und wann wieder etwas Neues zu einem älteren Beitrag geschrieben wurde.

                    Genosse! Rechts sollten Sie einen Kasten „Letzte Kommentare“ sehen. So ein Ding mit eckigen Klammern. Auf meinem Bildschirm findet sich das zumindest, weiß ja nicht, von wo aus Sie schreiben. Vielleicht vom Handy, vielleicht wird der dort nicht angezeigt. Wie auch immer – da wird Ihnen jeweils der letzte Kommentar zu einem bestimmten Artikel angezeigt, wie viele neue Kommentare es in den letzten 24 Stunden gab und das ganze für alle Artikel, die in den vergangenen 24 Stunden von jemandem kommentiert wurden. Und in den Kommentarspalten selbst haben Sie unter „Sortieren“ den Reiter „Letzte Kommentare (alle)“. Da finden Sie die jüngsten Beiträge der Mitforisten. Wie denken Sie, dass ich mich in dem Kommentardschungel hier mitunter sonst zurecht fände?!

                    1. Ja, jaaa….. bin (noch) nicht voll verblödet, aber man muss dann alle Artikel einzeln durchgehen und suchen und die rechts im Kasten beschränken sich auf ein paar wenige, die nach ein paar Minuten meist schon obsolet sind.☆

                    2. @ Motonomer

                      Äh – nein?

                      Der Kasten führt alle Artikel auf, die in den letzten 24 Stunden kommentiert wurden und nennt die Zahl der in diesem Zeitraum erfolgten Neukommentare.

                    3. Nöö, bei mir am PC nur ein paar wenige, aber die Anzahl der bisher geschrieben Kommentare ist dort schon aufgelistet.

                    4. Also zumindest auf der Startseite sind es immer alle, die innert der letzten 24 h kommentiert wurden. 🤷‍♂️

                    5. Bei mir ist es genauso wie @motonomer schreibt. Egal mit welchen Browser man hier anlandet. Die Liste auf der Startseite ist ausschließlich eine Auswahl. Ob bestimmte Auswahlkriterien dort Anwendung finden, keine Ahnung. Mal erscheint dort der eigene Kommentar (egal ob Neukommentar oder Antwortkommentar) mal nicht.

                      PS
                      Eben mal nachgeschaut, und plopp da war er auch schon da.

                    1. 20 Kommentare oder 20 Beiträge, die in den letzen 24 h kommentiert wurden? Der letzte in der Liste, den ich da sehe, ist aktuell „Viele verlieren schon beim Startschuss“ mit dem Verweis auf einen neuen Kommentar im Zeitraum.

                    2. 20 Kommentare.
                      Und der letzte ist der gleiche wie bei dir.
                      Ich hau mich jetzt aufs Ohr.
                      Gute Nacht

                      PS
                      sehe gerade, meine deine vorhergehenden Kommentare sind schon nicht mehr zu sehen.

                    3. Ja, es wird immer nur der neueste Kommentar angezeigt. Das ist der Punkt.

                      Sowie die Gesamtzahl der Kommentare innert 24 h. Aber es sind rund 20 Artikel, die innert der letzten 24 h kommentiert wurden.

                      Wenn man dann erfahren möchte, wer alles kommentierte, muss man zu den neben „Sortieren“ gelisteten Reitern.

      3. @ Altrandrebell
        “ Die Mehrheit zahlt doch gern, die stellt Steuern gar nicht in Frage. Die lässt sich freiwillig berauben, die glaubt nur fordern zu können, für was sie da beraubt wird. Mehr Steuern für etwas höhere Renten und sonstige Goodies für die Mittelschicht – nicht für pöse Ausländer, Hartzer und sonstige Schmutzaffen.“

        Das deckt sich nicht mit meinen Erfahrungen. Ist zu pauschal und zu negativ gesehen mMn.
        Grüße!

        1. Guten Abend!

          Das deckt sich nicht mit meinen Erfahrungen.

          Man sollte aber m.E. vom Orbit des Overton-Forums oder seines persönlichen Kirchhofs umgekehrt auch nicht auf die Mehrheit im Lande extrapolieren. Ist verführerisch, führt aber früher oder später immer zu einem bösen Erwachen. 🤷‍♂️

          Ist zu pauschal und zu negativ gesehen

          Ich habe ja gar nicht gesagt, dass alle so seien. Ich sprach schon bewusst von der Mehrheit. Und da sehe ich offen gesprochen nicht, wo ich so fern ab vom Schuss liegen soll.

          82,5 Prozent der Wahlberechtigten sind letztes Jahr brav zur Wahlurne getrottet und rund 70 Prozent davon haben die Blockparteien (SPD, Union, Olivgrün, FDP, Linkende, Freie Quäler) gewählt, 25 Prozent die Scheinalternativen von AfD und BSW.

          Über 70 Prozent sind in Umfragen für Zwangsdienste – ob Kriegs-, Zivil- oder täglicher Subbotnikzwang.

          Ebenso über 70 Prozent (eher noch mehr) haben noch die dümmsten Maßnahmen des sog. Pandemieregimes mitgetragen und sich vielfältig daran beteiligt Andersdenkende als „Covidioten“, „Ungeimpfte“ und sonstige gefährliche Salber und „Querficker“ auszugrenzen, zu verhöhnen und mit Hass, Häme und Härte zu übergießen. Bei mir liefen Leute wie im Mob durch die Fußgängerzone, gröhlten „Wir sind geboostert!“ und forderten Passanten auf, auch ihre Impfausweise / Scheinchen hochzuheben – rückblickend wirkt das vielleicht bizarr, harmlos war das nicht.

          An die 60 Prozent waren 2022 für eine „Flugverbotszone über der Ukraine“ und unterstützen Russlandsanktionen wie Waffenlieferungen an Kiew.

          Das Leid der Palästinenser interessiert abseits von ein paar Krokodilstränen keine Sau, dafür erlebte ich genug Momente, wo Leute regelrecht geil wurden, dass die „scheiß Araber“ jetzt von Zahal „gefickt“ würden. Und die Geilheit schien mir nicht auf die Sprache begrenzt.

          Und dass Leute massig das Steuern- und Abgabenzahlen verweigerten, sehe ich auch nicht. Vielleicht wohnen Sie ja in Sachsen und extrapolieren von der dortigen GEZ-Verweigerung, kp. Die ist aber auch nur eine fallbezogene Geschicht und kein Ausdruck eines allgemeinen Verweigerungsstrebens. Und wenn im ÖRR die „richtigen Sendungen“ liefen, würden die ganz schnell wieder brav zahlen. Da bin ich mir sicher.

          Arno Gruen hat in Der Fremde in uns mal eine Stichprobe politischer Einstellungen bei deutschen Kriegsgefangenen referiert (1000 Befragte) und anderswo so eine Art Gauß-Verteilung angeführt. In ersterer waren passive Unpolitische ein fetter Block in der Mitte (40 Prozent) und dann hatte man Rechtsautoritäre / Nazis mit 36 Prozent sowie denen gegenüber noch einen Block aus passiven Anti-Nazis (fünfzehn Prozent) und aktiven Anti-Nazis (neun Prozent). In der Gauß-Grafik gab es ein Drittel Autoritäre, ein Drittel Anti-Autoritäre und ein Sandwich Passive. Ich find es gerade nicht, sonst könnte ich das noch ausführlich erläutern.

          Und auch heute ist es so, dass der Block der nicht Strafen wollenden Antiautoritären – wie die Pandemiemaßnahmen zeigten – bloß irgendwo zwischen 10 und 25 Prozent changiert. Wie bei den Kriegsgefangenen. Da hat sich einfach wenig verändert. Es gibt ein großes Milieu von über einem Drittel identitärer Belliphiler – ob das jetzt Woke oder Nationalradikale oder Islamisten oder Konsumisten sind – eine große Schar Mitläufer, die im Fall des Falls – nochmals der Verweis auf die Pandemiemaßnahmen – ganz schnell zu den Identitären kippt. Und dann eben jene Minorität, die in unterschiedlichem Grad ernsthaft Nein sagt. Dieses Zehntel bis Viertel ist dann interessanterweise auch die Gruppe, die mehrheitlich im Elternhaus nicht „erzogen“ wurde (ob klassisch-autoritär mit Schwarzer Pädogogik oder vermeintlich anti-autoritär mit nicht weniger schädlichem Nudging etc.) – sondern sich entweder daraus befreite oder von ihren Eltern statt „Erziehung“ (ergo: Zwang!) liebevolle Fürsorge und Bildung erhielt. Hans-Joachim Maaz hat das auch schön nachgezeichnet.

          Ansonsten – ja, das Bild mag pessimistisch stimmen und Erich Fromm meinte ja auch mal, wenn man alles richtig anguckte, müsste man glatt von der nächsten Brücke runterspringen. Das ging für ihn nicht, deswegen war er Optimist. Ich bin kein Optimist, ganz im Gegenteil, aber ich sehe auch keinen Sinn darin von Brücken zu springen, deswegen werbe ich ja einfach dafür, aus dem Stadel auszubrechen und für sich was anderes zu machen. Und sich dann im nächsten Schritt mit anderen zu verbinden.

          So – also, hier haben wir wohl einfach unterschiedliche Sichten auf die Lage draußen und das Gebaren der Mehrheit. Ist wohl einfach so.

          Grüße

          1. @ Altlandrebell

            “ … aus dem Stadel auszubrechen und für sich was anderes zu machen. Und sich dann im nächsten Schritt mit anderen zu verbinden.“

            Nach dem Sie sehr ausführlich und recht schlüssig die Vergeblichkeit dargelegt haben?
            Und mit dem verbinden? Sie werden im Siedlungsgebiet keine Gleichgesinnten finden, die ein alternatives Überleben sichern. Die Entropiezunahme ist unumkehrbar.

            1. Nach dem Sie sehr ausführlich und recht schlüssig die Vergeblichkeit dargelegt haben?

              Und jetzt? Soll ich mittrotten? Arm raus, Spritze geben lassen? Mir auch eine elektronische Armfessel (vulgo: Smartphone) zulegen? Eine ePA? Ein KfZ? Kinder, Köter und Karriere? GEZ zahlen? Im Hamsterrad mitrennen? Wählen gehen? Konsumieren, echauffieren, masturbieren? Drogen nehmen?

              Was schlagen Sie vor?

              Sie werden im Siedlungsgebiet keine Gleichgesinnten finden, die ein alternatives Überleben sichern.

              Definieren Sie „Gleichgesinnte“, „alternatives Überleben“ etc. Es gibt Wege aus dieser Gesellschaft auszubrechen. Jeder kann für sich den seinen finden. Sie müssen weder Kyniker, Zen-Mönch noch Fourier-Ultra werden. Obwohl alle drei sicher inspirierendes und anregendes liefern. Womöglich auch für Ihren Weg.

    2. Ich habe immer die Vorstellung einer Insel, auf der die Elite zusammengepfercht und sich selbst überlassen wird. Einmal im Monat wird ein Container mit Dosenfutter abgeworfen, das sollen sie dann ganz sozialdarwinistisch unter sich verteilen.

      Süd-Georgien, besser noch Elephant oder Montagu Island (da müsste nicht geräumt werden) wäre eine bezaubernde Traum-Destination.

      1. Ich habe immer die Vorstellung einer Insel, auf der die Elite zusammengepfercht und sich selbst überlassen wird.

        Das ist aber auch wieder bloß das Ausleben einer Rachefantasie.

        Und was brächte das ganze genau? Warum muss man sich über die erheben und die nun als Retourkutsche schinden und schänden?

        Und warum eigentlich nur die sogenannte wie ominöse „Elite“ – und nicht auch die ganzen Wasserträger, Mitläufer, Schleimer, Hofschranzen, Mandarine, die ihr zuarbeiten und ihr Treiben gerade erst ermöglichen? Weil Süd-Georgien dann ganz schnell richtig voll wäre, wenn man 50 Millionen + x Deutsche dort parkte?

        Mal ein paar Zitate zum Nachdenken:

        Mit Gewalt kann man auch eine neue Ordnung aufrichten, aber mit Gewalt kann man keine freie Gesellschaft schaffen. Wenn man dazu Gewalt benutzt, ist sie ja nicht mehr frei. Gewalt ist Zwang, und Zwang ist der Antipode der Freiheit.

        — Augustin Souchy

        Alle Handlungen eines Staates geschehen durch menschliche Persönlichkeiten, sei es durch die Herrschenden oder die in verschiedenem Range Mitwirkenden. Früher wurde auf den Staat die Verantwortung abgewälzt, als ob er ein heiliges, übermenschliches Wesen sei. Jetzt hat jeder selbst zu verantworten, was er tut. Es gibt Verbrechen des Staates, die immer zugleich Verbrechen bestimmter einzelner Menschen sind.

        — Karl Jaspers

        Ihr seid nicht verantwortlich für das, was geschah. Aber dass es nicht wieder geschieht, dafür schon.

        — Max Mannheimer

        Das Volk selbst ist ja der Faktor, der die Kriege wirklich führt, und daher hat es auch die Macht in der Hand, diesen Dienst zu verweigern. Die Diplomaten können nur Kriege beschließen, die militärischen Machthaber können Marschbefehle erteilen – wenn aber das Volk den Gehorsam versagt so wird nicht gekämpft und die Diplomaten hätten höchstens die Möglichkeit, ihre Kriege untereinander auszukämpfen.

        — Olga Misař

        Streikende Masen trachten ihren sozialen [!] Gegnern nicht nach dem Leben. Sie wollen diese weder verwunden noch verstümmeln, auch wollen sie nicht – allenfalls als Ausnahme – das Eigentum dieser Gegner beschädigen oder vernichten. Der Angriff richtet sich nicht physisch gegen die Mitglieder der besitzenden Klasse, sondern ausschließlich gegen ihre gesellschaftlichen Einrichtungen, gegen ihre gesellschaftlichen Institutionen. (…) Je mehr es dem Proletariat gelingt, die staatliche und ökonomische Organisation des Kapitals zu lähmen, desto mehr wird es dessen frühere ökonomische und politische Funktionen übernehmen.

        — Henriëtte Roland Holst

        1. Ausleben einer Rachefantasie

          Aber mein Herr, nicht doch!

          Es geht selbstverständlich um Lernen und Rehabilitation. Die Inselbewohner sollen – wenn ihnen vorher offensichtlich die Empathie gefehlt hat – verstehen, was sie mit ihren Handlungen Millionen angetan haben. Sie sollen begreifen, dass ihre kleinlichen Kränkungen (eines hat eine bessere Jacht, einen größeren Jet, ein prächtigeres Anwesen als andere) kindische Marginalien sind, im Vergleich zu den existenziellen Verheerungen, die ihre eitle Gier nach Luxus und Macht bei anderen anrichtet.

          Lernen durch Schmerz.

          Das ganze natürlich live übertragen, aus allen Räumen, vollkommene Nacktheit, absolute Offenbarung einer Möglichen Katharsis und die folgende Gnade. Es wird Kollateralschäden geben. Nun ja…

          Weiter gehe ich von 10% der Weltbevölkerung aus, also Elite mit Tross oder erweiterter Entourage und Sicherheitsarchitektur, aus nahezu allen Gesellschaften, allen Ländern, Nationen und Kontinenten.
          Gut, dafür werden ein paar mehr Container gebraucht. Und Inseln im Antarktischen Ozean. Aber ist ja nicht für immer.

          Dennoch.

          Ist mir klar,
          dass das meine »Fantasie« ist. Die nicht umzusetzen ist. Die ich nicht umsetzen würde. Dazu brauche ich keine

          Hinweise. Keinen Wald- & Wiesen Katalog von (für mich) abgeschmackter Moral, gesellschaftlichen Blümchen-Sex. Was im Anbetracht des alltäglichen Elends ein Sedativum ist. Mir ist das alles bekannt. Schon seit langem.

          Und wenn Sie jenseits Ihrer Fantasie das »Volk«, die »streikenden Massen« oder auch nur »das bewusste Selbst des Proletariats« oder »die Freiheit« finden, bin ich dabei. Versprochen.

          Allemal besser, als jährlich nach Davos zu eiern, schwer bewaffnet mit Mundgeruch und mieser Laune.

          Btw. ein Filmtipp, von wegen Insel: »Triangle of Sadness«

          1. Aber mein Herr, nicht doch!

            Klang aber so!

            Lernen durch Schmerz.

            Sorry, no sorry, aber das ist einer der dümmsten Sätze, die ich in diesem Forum je gelesen habe.

            Gerade so fängt die Scheiße ja im Kindesalter an. Ob „Nudging“, „kalkulierte Strafen“ oder der gute alte „erzieherischer“ Schmerz mit dem Rohrstock wirken auf Kinder auf Dauer seelisch kollabierend und führen zur Abspaltung des eigenen Selbst und der Unterdrückung der eigenen Wünsche, des eigenen Ichs. Und wer sein eigenes Selbst, sein eigenes Sein, seinen eignen Schmerz nicht fühlen darf, sucht ihn später draußen und fügt anderen Leid zu. Und ihr Traumvorschlag hilft und bessert da leider gar nichts.

            Das ganze natürlich live übertragen, aus allen Räumen, vollkommene Nacktheit, absolute Offenbarung einer Möglichen Katharsis und die folgende Gnade.

            Da können Sie Rachefantasien und Bestrafungstrieb so oft Sie wollen als „Lernen und Rehabilitation“ ausgeben – es sind weiterhin Rachefantasien und Bestrafungstrieb.

            Es wird Kollateralschäden geben. Nun ja…

            🤢

            Könnte glatt von den Machern von „Wo gehobelt wird, fallen auch Späne“ stammen:

            Dass der Reichstagsbrand Ende Februar 1933 das Werk von Kommunisten gewesen sei, glaubten damals viele und waren wie der damalige liberale Reichstagsabgeordnete und spätere Bundespräsident Theodor Heuß bereit, der Hitler-Regierung die Macht des Ausnahmezustands zu übertragen, um des befürchteten Bürgerkriegs Herr zu werden. Harte Gewalt gegen die Linke, selbst außerhalb der Legalität, fand damals weithin Unterstützung im Bürgertum, nach dem Motto: „Wo gehobelt wird, fallen auch Späne.“

            Dann:

            Weiter gehe ich von 10% der Weltbevölkerung aus

            Das will ich wirklich gar nicht so genau wissen.

            Die nicht umzusetzen ist. Die ich nicht umsetzen würde.

            Will man hoffen! Will man wirklich sehr hoffen!

            Und wenn Sie jenseits Ihrer Fantasie das »Volk« (…) finden

            Das „Volk“ will ich schon mal gar nicht finden. Ich fange, wie ich das hier oben und allgemein schon mehrmals schrieb, lieber erst mal vor meiner Haustüre an, bevor ich in die Ferne schweife. Und das ist sehr konkret und keine Fantasie. Ich schaue täglich, was ich in meinem Nahbereich ändern und mit wem ich mich zusammenschließen kann.

            1. Das „Volk“ will ich schon mal gar nicht finden.

              Tja, manchmal finden sich Dinge, die nicht gesucht wurden. Wobei ich denke, dass es „das Volk“ jenseits sehr unterschiedlicher Individualvorstellungen nicht gibt: Es ist ein allseits geliebtes Gespenst oder ein aus Machtperspektive wünschenswerter Zustand, wenn davon ausgegangen wird, dass Volk der altdeutsche Imperativ des Verbs folgen ist. 😉

              Das mit Ihrer wiederholten »Nachbarschaft« ist nicht nur gut und richtig, es ist selbstverständlich oder sollte es sein. Wenn jetzt der Umstand hinzugenommen wird, dass sich die Teilnehmer der Eliten in (selbstgewählter) permanenter Isolation befinden („an der Spitze ist es einsam“, bla), finden sich einige Ursachen für den Zustand der menschlichen Welt. Da wären wir dann beim Ausgangspunkt meiner kruden Fantasie.

              Ein »in die Ferne schweife[n]« gehört für einen Schreiberling des Fiktionalen dazu. So wie die absichtslose Betrachtung der Gegenwart. Das sind Teile des Handwerks.
              In einem meiner ersten Kommentare bei OM schrieb ich, dass für mich das hier alles Text ist: Texte sprechen mit und über Texte. Wenn ich das hier für ein zwingend konstruktives Forum hielte, gäbe ich meinen Namen mit Telefonnummer an.

              „Wo gehobelt wird, fallen auch Späne.“

              „Wo es regnet, wird es nass.“ Beides sind entzückend gruselige Pseudo-Argumente für Gewalt. Das Hobeln kann ich allerdings aktiv unterlassen.
              Deswegen sage ich: »Wer später kommt, war nicht früher da.« Macht auch keinen weiterführenden Sinn, ordnet die anderen Blödsprüche aber gut ein.

              »Lernen durch Schmerz« ist einer meiner Lieblingspeaks im Gebirgsmassiv der Menschenverachtung, das es zu ebenen gilt. Und das ist – wie Sie wissen – genauso anstrengend, wie es sich anhört. Wobei ich das Tool Empörung selten weil ungerne verwende.
              Es lässt eines so hilflos und unsexy dastehen.

              1. Tja, manchmal finden sich Dinge, die nicht gesucht wurden.

                Stimmt auch wieder. 🤔

                Wobei ich denke, dass es „das Volk“ jenseits sehr unterschiedlicher Individualvorstellungen nicht gibt

                Da rennen Sie bei mir offene Türen ein. „Das“ gibt es so wenig wie „die“.

                Ein »in die Ferne schweife[n]« gehört für einen Schreiberling des Fiktionalen dazu.

                Ja, das sollte ich auch mal tun. Ich sollte meinen B.-Traven-Fantasythriller irgendwann niederschrieben. Wenn ich gut drauf bin, werde ich vielleicht sogar ausdrucken.

                In einem meiner ersten Kommentare bei OM schrieb ich, dass für mich das hier alles Text ist: Texte sprechen mit und über Texte.

                Schön gesagt! 👍

                »Lernen durch Schmerz« ist einer meiner Lieblingspeaks im Gebirgsmassiv der Menschenverachtung, das es zu ebenen gilt.

                Das freut mich zu hören!

                Und ich würde es immer von Lernen mit Schmerz unterscheiden. Wenn man mit Hanteln trainiert (was man nicht sollte) oder eine OP hat, dann schmerzt es danach auch. Ist aber etwas anderes. Schmerz ist etwas sehr Sinnvolles und ich verwandte mich hier auch des Öfteren bereits gegen die algophobische Moderne. Als „Erziehungsmittel“ o.Ä. angewandt taugt er freilich nicht und ist sehr kontraproduktiv.

                Gruß

      2. Die haben ja immer die Vorstellung vom ewigen Leben. Weil man das aber im Moment noch nicht kaufen kann, lassen sich etliche von denen einfrieren und erwarten, dass man sie in einer fernen Zukunft wiederbeleben wird.
        Ich stelle mir so eine Inventur im Jahr 2314 vor. „Was haben wir da so zu liegen? Investmentbanker? Immobilienhändler? CEOs? …… Was ist das für eine Müllhalde? Wir brauchen dringend einen Klempner ! Gibt es denn hier keinen Klempner?!“

      1. Die Debatte, inklusive Lektüreempfehlungen gab es hier im Forum auch schon einunddrölfzig Mal. Daher im Folgenden im Stakkato.

        Wie soll die Gesellschaft stattdessen organisiert werden?

        Erstens: Wer nach Alternativen fragt, denkt immer noch staatlich. Da fängt die Krux an.

        Die Befreiung dagegen beginnt, wenn endlich aufgehört wird, ständig Herrschaft durch neue Formen und Gewalten organisieren zu wollen. Menschen brauchen nämlich keinen Oberbau, Hirten oder den Knüppel im Nacken, um sich zu verständigen und ihre Angelegenheiten zu regeln. Wahre Gemeinschaft basiert auf gegenseitiger Achtung – und nicht auf Zwang. Regeln werden gemeinsam ausgehandelt, nicht ex cathedra verordnet oder in Gesetzesform gegossen vor die Rübe gesetzt. Die Befreiung kommt, wenn man Privilegien-, Status- und Konsumzwang hinter sich lässt. Weniger Abhängigkeit, weniger Lügen – weniger 🧙‍♂️☕. Dafür: Mehr Freiheit. Mehr Frieden. Mehr Fortschritt. Schritt für Schritt.

        Ansonsten: Einfach alles ohne Gewalt und ohne Eliten. Keine Herren, keine Knechte, keine Untertanen – nur Nachbarn und Freunde. Und die neue Gesellschaft „baut“ man nicht. Schon gar nicht über Nacht. Man beginnt Sie zu leben – im Hier und Jetzt. Indem man loslässt und das falsche Leben abstreift. Jeder Schritt in die Eigenständigkeit ist bereits ein Teil davon. Für den Rest empfehle ich nochmals Tolstois Sklaverei unserer Zeit (hier) und ähnliche Werke.

        Wenn Sie das nicht überzeugt, Sie nicht mitmachen wollen und / oder Sie glauben auf den Staat einfach nicht verzichten zu können – well, dann verzichten Sie eben nicht. Niemand zwingt Sie mitzumachen oder hält Sie davon ab weiter Steuern zu zahlen und / oder zur Wahlurne zu trotten. 🤷‍♂️

        1. @ Altlandrebell

          „Niemand zwingt Sie mitzumachen oder hält Sie davon ab weiter Steuern zu zahlen … “

          Doch, ebendieser Staat; der wird sie nicht in Ihre Phalanstère entlassen.

          Ihre neue Gesellschaft ist vom humanistischen Standpunkt ja nicht zu kritisieren. Die Frage ist nur, warum sich die Menschen für die Ideen von Henri de Saint-Simon über Charles Fourier, Étienne Cabet bis hin zu Rudolf Bahro nicht erwärmen können?

          1. @ Häretiker

            Doch, ebendieser Staat; der wird sie nicht in Ihre Phalanstère entlassen.

            Sachdienliche Hinweise hierzu aus dem Hause Tolstoi:

            Es ist ganz richtig, daß es einem Menschen unserer Zeit schwer wird, jeder Beteiligung an den Gewalttätigkeiten der Regierungen zu entsagen; aber daraus, daß nicht jeder Mensch sein Leben so einrichten kann, um in keiner Hinsicht ein Teilnehmer an den Gewalttätigkeiten der Regierungen zu bleiben, geht noch nicht hervor, daß es unmöglich wäre, sich immer mehr und mehr von dieser Teilnahme frei zu machen.

            (…)

            Nicht jeder kann dem von der Regierung gezahlten Gehalt entsagen (es gibt auch solche, die das Hungern einer unehrlichen Regierungstätigkeit vorziehen), aber jeder kann ein geringeres Gehalt einem höheren vorziehen, wenn nur der zu leistende Dienst weniger mit Gewalttätigkeit verbunden ist.

            Nicht jeder kann den Regierungsschulen entsagen (aber es gibt auch solche), aber jeder kann eine Privatschule einer Regierungsschule vorziehen.

            Jeder kann immer weniger und weniger die mit Steuern belegten Gegenstände und die Regierungsinstitutionen benutzen.

            Zwischen der bestehenden Ordnung der Dinge, die auf roherer Gewalt basiert, und dem Ideal des Lebens, das auf einer durch die Sitten befestigten vernünftigen Vereinbarung beruht, gibt es eine endlose Reihe von Stufen, über die die Menschheit ohne Aufhören fort schreitet, und die Annäherung an dieses Ideal geschieht nur nach Maßgabe der Befreiung der Menschen von der Teilnahme an den Gewalttätigkeiten, von der Benutzung derselben und von der Gewöhnung an dieselben.

            Ich konzediere Ihnen selbstredend, dass nicht jeder sich dem Steuerzwang entziehen kann. Auch ich muss an der Supermarktkassa Geld für die Aufrüstung der Zeugen Banderas und andere entmenschlichende Praktiken abdrücken. 🤷‍♂️ Aber man kann seinen Zwangsobulus ja zu minimieren suchen, finden Sie nicht?

            Die Frage ist nur, warum sich die Menschen für die Ideen von Henri de Saint-Simon über Charles Fourier, Étienne Cabet bis hin zu Rudolf Bahro nicht erwärmen können?

            Da könnten wir jetzt wohl ein Oberseminar zu aufmachen und jede der zwölf Veranstaltungen einem möglichen Grund widmen. Da Sie bei der Diskussion unter dem Schleim-Zweiteiler nicht dabei gewesen zu sein scheinen, packe ich einfach mal einen möglichen Grund in die Wiedervorlage:

            Wenn ein Schimpansenbaby sich verletzt, wird es sofort von seiner Mutter aufgehoben und umsorg. Bei uns zivilisierten Menschen ist es nicht ungewöhnlich, daß Vater und Mutter gerade aus diesem Grund wütend werden. Als ein kleines Mädchen auf einer Eisbahn ausrutschte und sich das Gesicht verletzte, reagierten die Eltern wütend und befahlen ihm, zur Strafe nach Hause zu gehen. Eltern schützen ihre Kinder nicht, weil man nicht hilflos sein darf. Ihre Kinder dürfen nicht Opfer sein, weil sie in ihrer eigenen Kindheit selbst einmal eins waren und sich dafür schämen mußten.

            Eltern geben weiter, was ihnen selbst angetan wurde: Sie bestrafen ihre Kinder für das, was sie lernten, in sich selbst abzulehnen und zu hassen, nämlich Verletzlichkeit und Hilflosigkeit. Beides sind leidvolle Erfahrungen, die zu äußern jedoch bei uns einer Herabsetzung unseres Selbstwerts gleichkommt. Und so intervenieren wir auch nicht, wenn ein Kind kläglich schreit, weint oder verzweifelt ist. Wir schützen unsere Kinder nicht, obschon wir uns für ihre Beschützer halten. Wir sind beides, Opfer und Täter, weil wir den Bezug zum eigenen Schmerz verloren haben. Wir suchen dauernd Opfer, um das Opfer, das wir einst selbst waren, zu bestrafen.

            (…)

            Schmerz und Mitgefühl sind eng miteinander verbunden, ebenso ist unsere Fähigkeit, Schmerz zu erleben, auch bestimmend für unsere Fähigkeit zu Empathie. Gleichzeitig verhindert die Verneinung von Schmerz in der Lebensgeschichte eines jeden einzelnen die vollständige Entwicklung des eigenen Selbst, verursacht durch den Terror einer Welt, die Nicht-Liebe zu Liebe erklärt. Eine unter solchen Umständen sich bildende Identität kann nur die Angst, die sie formte, widerspiegeln und ist so alles andere als lebendig und originell. Unter derart eingeschränkten Bedingungen verkümmern viele mögliche Ausprägung des Menschseins. Auschwitz ist ein Mahnmal dessen, was sich unter solchen Bedingungen des Aufwachsens entwickeln kann, es stellt uns vor die Frage, was Menschsein denn noch ausmacht, wenn die Fähigkeit, Schmerz und Mitgefühl zu empfinden, verlorengegangen ist.
            In der Kindheit werden die Weichen für ein voll entfaltetes beziehungsweise verkümmertes Menschsein gestellt. Hier passieren die verhängnisvollen Fehler, die dann unbewußt von Generation zu Generation weitergegeben werden.

            (…)

            Der Ursprung von Gewalt und Zerstörerischem liegt in unserem Umgang mit unseren Kindern. Durch die sechstausend Jahre alte Geschichte der Kindheit in den sogenannten Hochkulturen zieht sich wie ein roter Faden die Ablehnung der Lebendigkeit und des Eigenlebens der Kinder.

            Wir verstehen ihre Sprache nicht. Und wir machen uns gar nicht erst die Mühe, denn in unserer selbstgefälligen Machtposition erleben wir uns als so gut, so fortschrittlich, so allwissend Unsere Sprache hat keine Worte für unsere Erlebnisse während unserer frühesten Kindheit.

            Quelle: Gruen, Arno (1997): Der Verlust des Mitgefühls, München: dtv

            Ich weiß, das passt wieder vielen nicht, ist zu einfach, zu psychologisch, zu sonst was. Ich finde Gruen hat recht, dass das einer der maßgeblichen blinden Flecke ist. Die Wurzeln werden früh gestellt. Für Konformisten wie Revolutionäre wie Weiterdenker wie andere. 🤷‍♂️

            1. @ Altlandrebell

              „Ich weiß, das passt wieder vielen nicht, ist zu einfach, zu psychologisch, … “

              Auf keinen Fall!
              Gruens Analyse liefert die Lösung, welche die Machthaber aber auch erkannt haben. Können wir in der Bildungspolitik beobachten. Aber das ist ein neues Thema.

              1. Auf keinen Fall!

                Freut mich eine solche Stimme zu hören. Kenne einfach zu viele, die das wegblockten oder bloß dusselig lächelten.

                Ich wollte auch schon länger was zu Gruen schreiben oder eher seine Gedanken anwenden, aber ich glaube, da käme wenig bei rum. Für die meisten ist das eben nur „Psycho-Geschwätz“. Für Sie, @ Phineas, mich und ein paar andere wohl nicht, aber wer liest und schaut schon sonst so etwas?

                Habe hier mal noch eines der letzten Interviews mit Gruen verlinkt, falls wer erst mal was hören statt lesen will. Es gibt auch bei Interesse noch jede Menge mehr von ihm auf YouTube und Co.

            2. „Gleichzeitig verhindert die Verneinung von Schmerz in der Lebensgeschichte eines jeden einzelnen die vollständige Entwicklung des eigenen Selbst, verursacht durch den Terror einer Welt, die Nicht-Liebe zu Liebe erklärt. Eine unter solchen Umständen sich bildende Identität kann nur die Angst, die sie formte, widerspiegeln“

              Genau so ist das!

              „Junge, meine Schmerzen werden viel größer sein als deine“, sagt der Vater/Pfaffe/Erzieher…, während er den Gürtel aus seiner Hose zieht, oder zur Gerte greift.

  7. Diese Ex-Rumänin ist führend in der AfD-nahen Extremisten-Truppe (siehe GG), die offen erklärt, den „Sozialstaat absägen“ zu wollen.
    https://www.instagram.com/teamfreiheit25/p/DSA2_QOCirC/

    Selbstverständlich nur um der Nächstenliebe willen. Nächstenliebe kann sich nämlich erst dann richtig entfalten, wenn ein Großteil der Bevölkerung bettelnd am Straßenrand steht.

    Den Kommentaren nach zu Urteilen („sympathische Frau“) hat Lapuente diesbezüglich nicht einmal nachgefragt. Es geht doch nichts über soliden AfD-nahen Journalismus.

    1. @Besdomny

      Sehe es ähnlich wie sie mit dem kleinen Unterschied „Ex-Rumänin“ – wenn schon dann „Rumänien-Deutsche“ – siehe ihre hier geschilderte Vita bei Wikipedia, und auf der Internetpräsenz von Frau Cotar selbst.

      Mittlerweile dürfte Frau Cotar längst die deutsche Staatsbürgerschaft besitzen, ansonsten wäre sie ja auch nicht im Bundestag als Abgeordnete gewesen, und ich persönlich frage mich was sie gegen Rumänen haben? 😉

      Und überhaupt was soll „AfD-nahen Journalismus“ sein?

      Roberto J. de Lapuente ist keineswegs der Nähe zur AfD verdächtig, wie Sie auch wissen, wenn sie seine sämtlichen Artikel hier auch wirklich unvoreingenommen lesen würden.

      Ich unterstelle ihm lediglich mangelnde journalistische Vorbereitung auf das Interview mit Frau Cotar, aber das ist ein Thema, dass ich hier schon angesprochen habe, und nicht weiter vertiefen möchte…. 😉

      Gruß
      Bernie

  8. Joana Cotar tourt ja schon seit längerem durch die Alternativ-Medien und hält ihr Gesicht in jede Kamera die man ihr hinstellt. Was die Korruption im Bundestag betrifft mag sie durchaus interessante Einblicke zu verschaffen, jedoch sollte man sich nicht von der Fassade täuschen lassen. Sie ist durch und durch neoliberal/sozialdarwinistisch eingestellt und setzt sich für die Abschaffung des Sozialstaates ein. Insofern ist sie ganz auf Linie der Herrschenden.

    1. Nicht zu Ende gelesen.
      Bei denen geht es um das „Absägen des Sozialstaates“ ja, aber nicht um das Absägen des Sozialen.
      Auf deutsch das Geld was in die Bürokratie fließt muss weg und wohl auch die fehlgeleiteten Gelder.

      Du hast dich da von einem Narrativ täuschen lassen. Tatsächlich höhlen die Altparteien das Sozialsystem aus, warnen aber immer vor der bösen AfD die angeblich alles abschafft, wie vor der letzten Wahl. Nennt sich Gaslighting. Nur, der Staat wächst und die Firmen fliehen.

      1. Die Konzepte von „Team Freiheit“ wollen Bürokratie reduzieren, was ja durchaus wünschenswert ist. Das 70% der Ausgaben fürs Bürgergeld in die Verwaltung gehen, ist in der Tat skandalös. Als Lösung bieten sie eine staatl. Bezuschussung je nach Einkommen an („negative Einkommensteuer“), sozusagen eine Ausdehnung des Aufstockermodells. Soll heissen der Staat subventioniert Niedriglöhne und nimmt die Unternehmen aus der Pflicht.

        ABER: Ich habe nicht das Gefühl Cotar, Kemmerich und Co wirklich blicken wodurch Bürokratie entsteht. Für Bürokratie wird einseitig der Staat veranwortlich gemacht. Das Unternehmen und Kapitaleigentümer ganz oft von bürokratischen Umverteilungsmodellen profitieren wird verschwiegen.
        Beispiel Wohngeld. Muss alle 12 Monate beantragt werden, richtet sich nach Einkommen, Haushaltsgrösse, Wohnort etc … ein ziemlich bürokratisches Verfahren. Das Geld wird aber direkt zu den Vermietern durchgereicht und ermgöglicht des Weiteren Dumpinglöhne auch in eigentlich teuren Urbanen Zentren, denn die Unternehmer können sich ja darauf verlassen, dass Vater Staat die Miete ihrer Billiglöhner bezahlt. Würde man Wohngeld abschaffen und stattdessen das Konzept „negative Einkommensteuer“ einführen (das natürlich nichts orts- und wohnraumbezogen sein darf, denn sonst hat man ja wieder die Bürokratie …) würden die ganzen Billiglöhner die den Laden am Laufen halten scharenweise aus den teuren Urbanen Zentren abwandern. Daran haben weder Vermieter und Unternehmen ein Interesse.

        1. Der Staat selbst ist das eigentliche Problem, dann hätten wir auch keine Schlipsträger mehr, aber das will ja keiner….es soll ja alles so bleiben wie es ist oder war,…wie auch immer.. 😉

                1. Genau diese 3 Dinge würde ich zu aller erst abschaffen!
                  Denn, wenn sich niemand mehr bereichern kann, gibt es auch keine Kriminalität mehr.

                  1. Genau diese 3 Dinge würde ich zu aller erst abschaffen!

                    👍👏 🤝

                    Der Wahlzirkus wäre Nr. 4!

                    Diese Dinge braucht man einzig, wenn man eine normopathische am Habenwill orientierte Gesellschaft errichten oder erhalten will. Eine, die nach innen wie nach außen Gewalt lebt – und gerade zu liebt. Maaz sprach nicht umsonst von der Belliphilie der Gesellschaft.

                    Alternativen, auch und gerade für Großgruppen, wären selbstverständlich möglich. Man kann sie organisieren und auch Regeln aufstellen und Prozesse dann eigenverantwortlich verhandeln lassen, ohne auf Gewaltmittel zurückgreifen zu müssen. Doch auch und gerade der Westen tut alles, um dies zu verhindern, die Kritiker zu diffamieren und die Gewalttaten (Steuern = Raub) beziehungsweise die Gewalttäter (Polizei, Militär etc.) als „normal“ darzustellen. Sowie die Gerichte als „neutrale Entscheidungsträger“ und Wahlen als „faire, gleiche, völlig unbeeinflusste Entscheidungsprozesse“ zu vermarkten.

                    80 Prozent aufwärts der Bevölkerung schlürfen diesen 🧙‍♂️☕ freilich begierig und keifen gegen jeden, der es wagt Zweifel anzumelden. Im Gegenzug suhlen sie sich nach jedem ritualisierten Stimmzettelbeerdigen im Selbstmitleid, insbesondere wenn die Goodies, die ihnen versprochen wurden, stattdessen aus der Tasche entwendet werden. 🤷‍♂️ Und nächste Woche dürfen sie bei den modernen Saturnalien ein paar Tage kontrolliert ausrasten, bevor sie dann wieder brav ins Hamsterrad zurückhoppeln. Toll!

                    1. Etwas OT, aber eben wurden mir 3 Beiträge von dir rechts im Kästchen angezeigt, fand aber nachdem ich diesen hier angeklickt und gelesen hatte, danach die anderen nicht mehr…. 😧

                    2. fand aber nachdem ich diesen hier angeklickt und gelesen hatte, danach die anderen nicht mehr…. 😧

                      Hä?

                      Das wird hier auch immer verrückter! Aber ich habe unter drei Artikel kommentiert, vielleicht lag’s daran. 🤷‍♂️

                      Vielleicht klärt sich das auch noch. Ich muss jetzt schlussmachen, habe das Wochenende anderes anstehen und muss noch dem Karnevalsunsinn entkommen.

                      Gruß und gute Zeit, Genosse!

    2. @Der nette Junge von nebenan

      Ich wies ja auch schon darauf hin. Dennoch noch einmal danke für die Hinweis.

      Übrigens ich persönlich bin der Ansicht, dass man durchaus eine Meinung nicht teilen kann, aber dennoch diese anhören sollte – frei nach einem angeblichen Voltaire-Zitat aus der Epoche der europäischen Aufklärung „Ich teile ihre Ansicht nicht, aber ich würde mit meinem Leben verteidigen, dass sie diese frei äußern dürften“….so sehe ich es auch mit Frau Joana Cotar.

      Sie mag zwar eine überzeugte Neoliberale sein, wie Sie völlig richtig geäußert haben, aber zumindest hält sie nicht mit ihrer Meinung hinter den Berg wie manch andere neoliberale Heuchler und Pharisäer, die sich als sozial und demokratisch verkaufen, aber in Wahrheit knallhart neoliberal sind – z.B. die Grünen, die SPD, in Teilen leider auch Die Linke, und andere Parteien die dies so praktizieren…..

      Was Alternativ-Medien angeht, da kann Mensch durchaus YouTube-Videos bzw. -Interviews, nicht nur mit Frau Joana Cotar, ansehen, aber sollte sein Hirn dabei eingeschaltet haben, denn eine gesunde Skepsis ist nie verkehrt.

      Gibt übrigens eine Frau Bosbach (CDU), die ich mal gut fand, bis ich einiges über sie rausfand, nachdem ich das YouTube-Videointerview mit ihr geschaut habe – seither ist gesunde Skepsis immer noch die beste Medizin, egal wer gerade interviewt wird….skeptisches Hirn immer mit eingeschaltet lassen seither meine Devise….

      Gruß
      Bernie

      1. Genau, weil wir solche Leute wie die „Cotar“ seit Dekaden haben haben machen lasen, unbenommen der Parteizugehörigkeit, sind wir überhaupt erst so weit gekommen….

        1. @ Motonomer

          seit Dekaden haben haben machen

          Seit Dekaden?! Wohl erst seit 1974 oder wat? 🙄

          Nene, das Problem treibt uns jetzt schon mindestens zweieinhalb Jahrtausende um, sonst hätten sich Kyniker, Epikureer und andere nicht schon drüber auslassen müssen..

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