Ist Frau Guérot Teil des Kulturkampfes, Herr Gebauer?

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen.
Erfahre mehr in der Datenschutzerklärung von YouTube.

Die Kündigung der Politikwissenschaftlerin Ulrike Guérot hat weit über die Wissenschaft hinaus für Diskussionen gesorgt. Das unterstellte wissenschaftliche Fehlverhalten zeigt sich mehr und mehr als Farce – und es streift deutlich die Felder der Meinungsfreiheit, Wissenschaftsfreiheit und des Zustandes des Rechtsstaats.

Darüber sprechen Carlos A. Gebauer und Ulrike Guérot mit Roberto De Lapuente.

Im Gespräch werden die juristischen Entscheidungen ebenso beleuchtet wie die politische und gesellschaftliche Debatte, die der Fall ausgelöst hat. Dabei geht es um die Grenzen wissenschaftlicher Freiheit, den Umgang mit kontroversen Stimmen und die Frage, wie belastbar der Rechtsstaat in aufgeheizten öffentlichen Auseinandersetzungen ist.

Ulrike Guérot ist Politikwissenschaftlerin und Publizistin. Sie beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Europa, Demokratie und der Entwicklung der Europäischen Union und steht mit ihren politischen Positionen regelmäßig im Mittelpunkt öffentlicher Debatten.
Carlos A. Gebauer ist Rechtsanwalt, Autor und Publizist. Er befasst sich schwerpunktmäßig mit Grundrechten, Rechtsstaatlichkeit und verfassungsrechtlichen Fragen.

Redaktion

Redaktion
Die Redaktion unseres Magazins: Florian Rötzer und Roberto De Lapuente.
Mehr Beiträge von Redaktion →

Ähnliche Beiträge:

9 Kommentare

  1. Die Wissenschaft ist ein Medium für sich selbst. Ob diese politisch oder natürliche Wissenschaft ist, ist immer eine Frage der Betrachtung.
    Wenn ein Wissenschaftler heute eine politische Ansicht vertritt, ob Recht/Demokratie und die weltliche „Ordnung“ in einem Diskonsens sich verhält, schreibe ich: Weil das so gewollt ist, um die Schafe zu führen.
    Diese heutige Welt, von damals bis heute, steht auf der Grundlage vom Handel.
    Der Handel von Gütern besteht, seit der Existenz als der Handel statt gefunden hatte. Dieser Handel von Menschen verbracht, hatte zur Folge, daß Emotionen über dessen Verteilung hervorgebracht hatten.
    Was aber der Mensch niemals ersichtet hat, ist das alles im Leben nur ein Tausch von Gütern ist, um zu leben.
    Auf altdeutsch zu schreiben, der Mensch benötigt nur daß, um seine Familie in die nächste zu übertragen. Diese „Familie“ der Menschheit ist in einem System, vom angeblichen Wettbewerb gefangen, da dieser Wettbewerb nicht existiert, sondern heute von „1000“ globalen Profitmaschienen beherrscht ist.
    Was die Menschheit benötigt ist, Wissenschaftler, die auf die Entwicklung der Menschheit achtet. Ohne diese ständig zu beeinflussen.

    PS dieser Kommentar ist entstanden ohne den Röhrenblickk gesehen zu haben.
    Missverständnisse können durch entstehen…..

  2. Ganz klar, der Rauswurf war vom Tiefen Staat angeordnet. Aber warum? Wegen den Äußerungen zu Corona? Nein, die tat sie schon früher. Aber dann zur Ukraine. Da gab es dann keine Gnade mehr.

    1. „Ganz klar, der Rauswurf war vom Tiefen Staat angeordnet.“

      Befassen sollten Sie sich lieber mit dem Zustand des heutigen Universätsbetriebs in Deutschland, wo -wie im Falle Guérot- eine Berufung in den höchsten Stand auf Grundlage von Präsenz und Reichweite in den sog. „Sozialen Medien“ und der bei Amazon verkauften Menge an nichtwissenschaftlchen Büchern stattfand.

  3. Sowohl in der Privatwirtschaft auch auch in den Öffentlichen Dienst gibt es keinen Rechtsanspruch auf die Einstellung, weil generell die Vertragsfreihiet gilt. In der alternativen Guérot-Wiederholungsschleife wird das alternative Gegenteil behauptet.

    1. Stimmt, den Lohnarbeit ist sowieso gar nicht mehr erwünscht.
      Sie wollen auch nichts anders, als den hiesigen Betrieb hier rechtfertigen…nichts weiter

    2. Ein Rechtsanspruch auf Arbeit wäre vergleichbar mit einem Recht auf Sonnenschein, so hieß es auf einem FDP-Parteitag. In der Diktatur DDR war dies anders, da erhielt man drei Arbeitsangebote entsprechend seiner Ausbildung und musste eins davon annehmen. Übrigens bei den 1 Euro Jobs, die von Nordkorea übernommen wurden, dort als 1 Won Job bekannt gibt es keine Vertragsfreiheit, annehmen oder Unterstützung weg. Wenn es gegen die da unten geht ist sogar Nordkorea Vorbild.

  4. Der an Milei, Hayek, Mises geschulte Kettensägenkapitalist Gebauer, die ex-scheidenpilzgeplagte Euro-Imperialistin Guérot und Großmutter Roberta mit den großen Schlandherzen in Tomatenform auf den Augen.

    Da wächst zusammen, was zusammengehört und nun endlich auch zusammenkommt.

    Dass das System unter tatsächlich fadenscheinigsten Vorwänden gegen sie vorgeht und Guérot als Feindin definiert, ist sachlich völlig unbegründet. Und ein Riesenirrtum. Beide Seiten ziehen gegen uns Lohnabhängige an einem Strang und unserm Strick.

    Wenn die im Haupthaar rot gefärbte, alternativmedial geadelte Sauberfrau könnte, wie sie dem Klassenfeind weiterhin zuarbeiten wollte: da würde uns herkömmlichen Insassen das Lachen aber schneller vergehen als Lauterbach „nebenwirkungsfrei“ sagen kann.

  5. Wenn es um Kunst und Satire geht, dann hört/liest man häufig das bekannte Zitat des Schriftstellers, Publizisten, Pazifisten und Satirikers Kurt Tucholsky, der die Defizite der Demokratie der Weimarer Republik (1918 bis 1933) ebenso scharf kritisierte wie den aufkommenenden nationalen Rechtsruck in Deutschland:

    „Was darf die Satire? [Antwort:] Alles.“

    Meinereiner Meinung nach verkürzt die Frage allerdings die Antwort. Zielführender wäre die Frage:

    Was **MUSS** Satire❓ Und die Antwort lautet:
    Satire muss aufklären, gesellschaftliche und politische Missstände sichtbar machen, Defizite offenlegen und die Mächtigen kritisieren. Satire muss sich auch über Behinderte lustig machen, um Ausgrenzung/Ungerechtigkeit usw. anzuprangern, aber nicht auf Kosten der Behinderten. Satire muss sich für Demokratie einsetzen, für die Interessen der ökonomisch und sozial Schwachen, sie muss der Regierung widersprechen, wo Macht missbraucht oder Verantwortung verweigert wird ❗

    Kunst und Satire sind eine wichtige Funktion als kritischen Stimmen einer demokratischen Gesellschaft. Das gilt nicht weniger für „die“ Wissenschaft. Im Artikel 5 Abs. 3 Satz 1 Grundgessetz von 1949 heißt es: „Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei.“

    Wenn man das mit der Demokratie und dem Grundgesetz von 1949 in Deutschland 2026 erstnimmt, dann geht es nicht nur um die „Freiheit“ der Wissenschaft. Wenn man in einem „demokratischen“ Staat über die Freiheit der Wissenschaft debattieren muss, dann steht man kurz vor der Diktatur und wenn die Diktatur da ist, dann ist es zu spät für die Freiheit zu debattieren.

    Nach 1933 wurden in Deutschland vom NS-Regime nicht nur Kunst und Kultur, Parteien, Presse/Medien, Gewerkschaften und andere Arbeitnehmerorganisationen, die Wirtschaft, die Justiz, die Bildung, die Kirchen sondern auch die Wissenschaft und die Universitäten/Hochschulen im Sinne der NS-Ideologie auf Linie gebracht ➡️➡️➡️ und GLEICH=GESCHALTET. Wissenschaftler, die nicht mit der rechten und autoritären NS-Ideologie einverstanden waren, wurden aussortiert und kaltgestellt. Einige Wissenschaftler haben Deutschland verlassen. Nicht wenige „Wissenschaftler“ haben ihre „Wissenschaft“ aber in den Dienst des herrschenden braunen Regimes aka „Vogelschiss in über 1000 Jahren erfolgreicher deutscher Geschichte“ (Alexander Gauland, AfD) gestellt, um Karriere zu machen, obwohl sie wussten, dass es nicht wissenschaftlich war.

    Wissenschaft besteht aus Versuch und Irrtum. Erkenntnisse entstehen durch die Entwicklung von Thesen versus Hypothesen und deren Überprüfung an der Realität. Durch die Auseinandersetzung von These und Antithese können neue Einsichten entstehen, die zu einer Synthese führen. Durch Kritik, Gegenargumente und den Austausch unterschiedlicher Positionen entstehen neue Erkenntnisse, die allen Menschen dienen und nicht nur der ökonomischen, sozialen und gesellschaftlichen „Elite“.

    Ein historisches Beispiel liefert der Mediziner Ignaz Semmelweis (1818 bis †1865): Seine steile
    These war damals: Händewaschen verhindert Infektionen
    Konflikt: Seine „wissenschaftlichen“ Kollegen lehnten die Idee aber ab.
    Folge: Er wurde diffamiert und diskreditiert und verlor seine akademische Stellung. Ketzer! Querdenker! Weg mit ihm!
    1865: Semmelweis stirbt in einer Irrenanstalt bei Wien
    Jahre später: Robert Koch liefert experimentelle Beweise
    Nach 1880: Die sogenannte Keimtheorie wird wissenschaftlicher Standard

    Wenn man versucht, kritische Wissenschaftler mundtot zu machen, dann weiß man, dass man nicht mehr weit weg ist von der Diktatur. Gute Nacht und R.I.P. demokratische Bundesrepublik Deutschland 🕯️ ⚰️

    Noch ❓ Hauser? – ❌ Kienzle.

Schreibe einen Kommentar

Bitte beachten Sie unsere Kommentarregeln : Bleiben Sie sachlich, respektvoll und beim Thema. Wir behalten uns vor, insbesondere Kommentare zu entfernen, die Beleidigungen, Spam oder persönliche Angriffe enthalten.

Pro Beitrag sind maximal 5 Kommentare (inklusive Antworten auf andere Kommentare) zulässig.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Bitte schreiben Sie mindestens 100 und höchstens 10000 Zeichen.

0 / 10000 Zeichen