»Heute ist die taz einem merkwürdigem Woke-Kult verfallen«

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taz-Gründer und Journalistenlegende, Hanfpapst und Verschwörungstheoretiker: Kaum jemand ist so vielseitig, wie Journalist Mathias Bröckers. Dieser Tage wird er 70 Jahre alt.

Roberto De Lapuente sprach mit ihm über sein Leben und seine Karriere. Und über sein neues Buch – Hat die Natur ein Gedächtnis? Können Tomaten träumen? Ist die Erde intelligent? Und wie konspirativ ging es beim Beginn des Lebens auf der Erde zu? Das sind nur einige der Fragen, denen die Berichte aus dem Überall nachgehen. Mit diesem Best of Bröckers von Gaia über Eleusis bis Goethe, über das Wunder des Bewusstseins und den Weltraum der Seele, Rupert Sheldrakes morphische Felder und Terrence McKennas sprechende Pilze, über Schach, Paranoia, Bobby Fischer, Bob Dylan, LSD und, und, und, schickt der Autor unseren Geist auf eine faszinierende Reise. Bitte einsteigen und abfahren.

Mathias Bröckers ist Autor und freier Journalist. Seine Werke „Verschwörungen, Verschwörungstheorien und die Geheimnisse des 11.9.“ (2002) sowie das mit Paul Schreyer verfasste „Wir sind die Guten – Ansichten eines Putinverstehers“ (2014) wurden internationale Bestseller. Zuletzt erschien „Mythos 9/11 – Die Bilanz eines Jahrhundertverbrechens“ (2021) im Westend Verlag. Er lebt in Berlin und Zürich und bloggt auf broeckers.com.

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13 Kommentare

  1. Alle Menschen sind auf fast allen Wissensgebieten Laien. Wer das berücksichtigt, wenn er sich öffentlich äußert, blamiert sich seltener.

    1. Sehr gut.
      Eklatant peinlich wird das immer sichtbar, wenn sich prominente Wissenschaftler, Schauspieler, sonstige Geistesathleten glauben sich zu Dingen äußern zu müssen von denen sie keine Ahnung haben.
      Ich weiß das ich nichts weiß, diese antike Weisheit ist voll out.

  2. „taz-Gründer“ oh

    taz ist vom Anfang mittlerweile genausoweit entfernt wie die Grünen. Da scheints eine gewisse Kongruenz zu geben.
    edit: oh sagt er selbst

  3. Zwei Anekdoten zur taz: Als sich das nach-68er Politsektenwesen in den 80er Jahren auflöste, unterwanderten die Kader des maoistischen KBW (Kommunistischer Bund Westdeutschlands) die Grünen. Büttikofer, Fücks, Schmierer (Chef der Sekte, später „Europapolitischer Berater“ des Außenministers Fischer und eigentlicher Kopf der oliv-grünen Wende) sind nur die bekanntesten Namen. Der Häuptling der ebenfalls maoistischen KPD(ahlem), Christian Semmler, wurde taz-Kolumnist. Und outete sich in dieser Funktion als bekennender Schröder-Bewunderer!
    Zweite Anekdote: Ich hatte vor etwa 20 Jahren ein Gespräch mit dem damaligen taz-Geschäftführer „Kalle“ über den Schröder-Agendaputsch und die taz-Berichterstattung dazu. Speziell ging es um einen Artikel von oder ein Interview mit dem Geschäftsführer der Werbeagentur Scholz & Friends, in dem dieser die Alternativlosigkeit der Politik Schröders für die SPD ausließ und masiv gegen dessen Gegner schoss. Mein Problem damit: Scholz & Friends war das ausführende Organ der „Innitiative neue soziale Marktwirtschaft“, die alles, aber nicht die eigentlichen SPD-Ziele verfolgte. Das war und ist ein neoliberaler Stoßtrupp. Als Reaktion auf deren Entstehung gründete Albrecht Müller die Nachdenkseiten! Und der Geschaftsführer von Scholz & Friends war gleichzeitig „Internetbeauftragter“ der CDU. Auf meine Frage, ob es nicht eine journalistische Selbstverständlichkeit sei, auf diese Zusammenhänge in dem Artikel hinzuweisen, meinte „Kalle“ nur, das sei nicht notwendig. Damit war mein taz-Abo beendet.

    1. Ich habe die taz einst unregelmäßig in einem linken Buchladen einer kleinen bayerischen Universitätsstadt gekauft. Der Zeitpunkt meines endgültigen Abschieds war gekommen, als sich die angebliche Redakteurin für Soziales in einem Artikel für Hartz-Sanktionen ausgesprochen hat.

      Später zeigte sich dann sogar, dass die taz (wie die sog. „Grünen“!) sich nicht einmal vor Rechtsextremen ekelt:

      https://www.nachdenkseiten.de/?p=83797

      1. Da haben Sie ja tief ins Scheißhaus der taz gegriffen.
        Die taz war und ist voller präpubertärer Russland- und Russenfeinde (Nichtversteher, know-nothings mit Opa bei der Wehrmacht…).
        Unter dem Sog der Kriegspropaganda driften sie nun völlig ab: Es lebe die Ukraine und Bandera!

    2. Ich habe die taz etwa 1995 abbestellt während der rollenden Jugoslawienagression seit 1990. Grund waren die rassistischen antiserbischen Hassartikel des Austrofaschisten Erich Rathfelder, der tagein, tagaus zum Krieg hetzte, umso schriller, wenn mal wieder ein Waffenstillstand „drohte“.

      Auch sonst gab es viel Schrott in der Kinder-FAZ, aber das war zu viel.

  4. Kann man jemand die Quintessenz des Videos zusammenfassen? Ich habe das Transkript überflogen, dauerte ca. 5 min, konnte nichts finden, was nicht bekannt war. Na gut, ich bin ehrlich: die Sache mit dem runden Geburtstag wusste ich nicht.

    1. Die Quintessenz dürfte wohl sein, dass das Gerücht es gäbe tatsächlich immer noch Leute die die taz lesen, wahr ist.

      Ich war ebenfalls überrascht….

  5. Opa erzählt Dönekens aus seinem Leben, und die Pointen sind beim Erzählen verloren gegangen. La Puente war noch zu tiefenentspannt, um straff und kritisch zu fragen.

    Kritisch ist die Frage nach Anspruch und Wirklichkeit:
    — Die Ansprüche sind gut dokumentiert: Christian Ströbele und andere bei den Gründungsschritten bis zur taz-Genossenschaft.
    — Was ist draus geworden? Das kritisch zu untersuchen, ist noch offen. Darüber hat auch Christian Ströbele zu seinen Lebzeiten meistens geschwiegen.

    Der Spruch bleibt bis heute: „Die größte Schülerzeitung Deutschlands“ – anfangs liebevoll gemeint (kreative Sumpfblüten der Alternativszene), aber nach 20 Jahren Bestehen nicht mehr!

    Ihre etablierte Funktion als Ausbildungsbetrieb für den Mainstream (Leid- und Logalmedien) erbringt der taz 1.) einen unversiegbaren Nachschub an Billiglöhnern, 2.) die entsprechende politische Ausrichtung der Nachwuchsschreiber und der taz-Genossenschaft in der politischen Mitte. Da konnte sich auch ein Christian Ströbele nicht dagegen stellen.

    Christian Semlers Rolle sehe ich eher positiv: Er hat die Rechtswende der taz noch bis zu seinem Tod aufgehalten, durch seine ständigen Ansprachen in der Redaktionskonferenz.

  6. Der sog. Kult, hatte Präsident Putin während der heissen Phase der Corona Politik auf den Punkt gebracht :
    Diejenigen die sich „richtig“ verhalten, werden eine sichere Zukunft haben.
    (Frei nach meiner persönlichen Auffassung)
    Das bedeutet, nach meiner Auffassung, daß die Mitläufer aussen vorfallen und die Gegner dessen nach oben kommen könnten.
    Die heutige Politik besteht darin, reale von unreale Illusionen zu unterscheiden, wer das sehen kann, wird gewinnen.

  7. Gratulation zum runden Geburtstag noch nachträglich!

    Die Details zur TAZ waren spannend. Ich muss mal alte TAZ lesen … überhaupt alte Zeitungen zu lesen, ist spannender als Neue oft, weil man z.B. sieht, was daraus geworden ist oder leider, was sich nicht geändert hat. Ich war da noch zu jung. Bröckers hat auch zur besten Zeit in Berlin gelebt als Westberliner, vieles subventioniert, gut abgeschirmt, oft im Mittelpunkt.

    Der „Nebenwiderspruch“ … :)))

    Er ist auch ein sehr guter Erzähler.

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