Rüstet Deutschland gegen Russland? Oder auch, um es den Franzosen zu zeigen? Der deutsche Mainstream bläst zur Kriegsertüchtigung. Aber was steckt eigentlich dahinter? Wie steht es um die deutschen Beziehungen zu den USA wirklich?
Roberto De Lapuente sprach mit Jens van Scherpenberg über die Sucht Deutschlands, Großmacht sein zu wollen. Und warum es eher gegen Frankreich als gegen Russland geht, wenn man von einem hochgerüsteten Deutschland spricht.
Jens van Scherpenberg studierte Neuere Geschichte und Zeitgeschichte sowie VWL in München, Heidelberg und Wien. Er promovierte beim Wirtschaftshistoriker Knut Borchardt zur öffentlichen Finanzwirtschaft in Westdeutschland unmittelbar nach Kriegsende 1945. Ab 1977 war er Mitarbeiter der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) und leitete von 1997 bis 2006 die dortige Forschungsgruppe Amerika. Er lehrte Internationale Politische Ökonomie an der LMU München.




Es geht darum, mit den letzten, möglichen
Steuererpressungen aus einem sterbenden
Mittelstand einen Pseudoaufschwung zu generieren, der zusätzlich transatlantischen Geldfluss generiert. Einen failed State Germany
könnte man zudem leichter einen Stellvertreter
Krieg mit Russland führen lassen, wenn das
nicht reicht. In jedem Fall soll Kapital abgezogen
werden. Mit oder ohne Krieg.
Sehr gut, der kommt nicht auf den Scheiterhaufen.
Schön, dass es mal endlich jemand merkt.
(Edit: „Sucht“ ist natürlich animistisch daneben; jeder Staat lotet aus, was er sich machtmäßig leisten kann, und versucht sein Machtpotenzial zu vergrößern.)
Wie bitte? Frankreich hat drei Kriege gegen Deutschland geführt in denen es von Deutschland angegriffen wurde? Zeitschiene ab 4:40 Min
welche Kriege waren das? 1870, 1914 und 1939.
Also 1870 erklärte Frankreich Preußen infolge des spanischen Erbfolgestreits den Krieg. Das ist unstrittig und kann auch in jedem guten Geschichtsbuch erkundet werden. In diesem sogenannten Einigungskrieg kämpfte schließlich der norddeutsche Bund mit den Südstaaten (Königreiche) Bayern, Baden (Großherzogtum) Württemberg und Sachsen gemeinsam gegen Frankreich was zum Sieg über Frankreich und zur Einigung führte, und 1871 mit der Ausrufung des deutschen Kaiserreichs kulminierte.
1914 erklärte Deutschland Frankreich den Krieg.
1939 erklärte Frankreich Deutschland den Krieg.
Aber das Gespenst unaufhörlicher deutscher Angriffslust existiert auch noch heute. Ein Dogma das einen gefangen hält.
„(…)nachdem also das Gespenst unaufhörlicher deutscher angriffslust geschaffen war, sind die Alliierten staatsmänner, wenn sie auch schließlich aus ihrer Leidenschaft für die Sirenengesänge des totalen Sieges erwacht zu sein scheinen, immer noch unfähig, eine Aggressionstheorie zu schaffen, die den neuen Verhältnissen entspricht, wonach eine Erklärung nicht für deutsche, sondern für russische Kriege erforderlich ist, und nicht nur für russische, sondern für alle Kriege.
Ihre Aufgabe wäre leichter gewesen, wenn sie 1945, anstatt die Ordnung der Welt mit einem Federstrich herstellen zu wollen, ihre Zitate überprüft hätten.
sie hätten dann festgestellt, das Macht- Gruppierung in ständigen Fluss sind und dass die Deutschen, im Gegensatz zur geläufigen Meinung, nicht immer die Angreifer gewesen sind.
Sie hätten festgestellt, dass die kriegerischen Deutschen während der vergangenen 75 Jahre wohl fünf Kriege geführt haben, das aber gleichfalls die friedliebenden Franzosen und Engländer während derselben Zeit 21 und 19 Kriege begonnen haben, wenn man sie einzeln aufzählt, zusammengenommen aber 40.
Und sie würden festgestellt haben, dass, während die Deutschen in weniger als einem Jahrhundert dreimal in Frankreich eingefallen sind, die Franzosen unter Napoleon 12 mal in 21 Jahren in Deutschland eindrangen, und das ist weniger als ein Viertel eines Jahrhunderts.
In der Tat, ohne diese wirkliche Manie der Invasionen hätte Deutschland, dessen Vereinigung sie im Jahr 1815 hervorrufen, vielleicht nie die Macht besessen in Frankreich einzufallen.“
Zitat aus Leopold Kohr, Weniger Staat gegen die Übergriffe der Obrigkeit,Titel der Originalausgabe freedom from government (1962) Salzburg 2004
@Einar: 1939 hat Frankreich Deutsch land den Krieg erklärt. Ist die Kriegs erklärung der entscheidende Punkt ?
nein natürlich nicht, aber wie aus meinem Text ersichtlich den ich aus Leopold Kohrs Buch zitiert habe gab es vor diesen Kriegen (1870, 1914, 1939) eine nicht unerhebliche Anzahl von Überfällen und Kriegen von Frankreich und Großbritannien.
worauf möchte ich hinaus?
„Der Bösewicht der Geschichte ist weder der Deutsche, noch der Amerikaner, noch der Russe, noch der Engländer. Der Bösewicht ist der zu mächtig gewordene: der Großdeutsche, der Großbrite, der Großrusse, der Großnarr. Zitat von Leopold Kohr, das Ende der Großen
Heute müsste man noch dazu sagen der Großamerikaner, der Großeuropäer!
Deutschland 2024 ff will Großmacht werden. Schon wieder ? Nein. Es ist
die regierende Herrschaft, diesmal mit
ein paar Damen dekoriert, die Großmacht sein will.
Warum werden bei Overton eigentlich ausschließlich scheintote Opis interviewt? Gibt es keine Gesprächspartner unter 80?
normalerweise lernt man im ganzen leben dazu und wird immer weiser, es gibt aber auch ausnahmen. möchtest du deine schwimmflügel zeigen oder was?
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Ab Mitte 60 bauen sich i.d.R. die geistigen Fähigkeiten rapide ab und der Altersstarrsinn setzt ein und der Kranke redet immer mehr Grütze. Endstadium so wie hier https://x.com/i/status/1991892640615539160
Aber das ist nicht der Punkt: Für mich dominiert das ästhetische Problem.
ja fascho boy wir haben es schon gemerkt. du kannst alles nicht ausstehen, was nicht deiner besessenheit von idealen entspricht. du sonderst nur hass ab weil du wahrscheinlich selbst irgendwas hast was nicht passt und du dich darum als „verlierer“ empfindest. auch du kannst in behandlung.
Ich kann nur ganz neutral auf die anekdotische Evidenz zu diesem Thema verweisen: 80 Prozent aller deutschen Opis sind abscheuliche, altersstarre Besserwisser, mit dem Drang versehen, ihre drucklosen Fürze hemmungslos in die Welt zu entlüften.
Ich bin auch für die Euthanasie so spätestens wenn man die 70 erreicht hat.
Meine Fresse. das ist echt peinlich den Schmonzes den Du hier absonderst.
…….. ab inne Sandkiste, mein Freund !!!!! Und hinterher die Förmchen inne richtige Kiste, ja,? Sonst gipps anne Ohrn!!
Um dummes Zeug zu faseln, muss man keine 80 sein. Es gibt auch 30 jährige, die realiter wie 800 jährige faseln. Das Alter spielt also keine Rolle.
………. Krieg ….???? Find ich Klasse !!!!!!!! Also, ich bin dabei, unbedingt! Ich hab in meiner Karaje noch Zeug gefunden, das ich beisteuern kann: ne olle Gasmaske, Schaufeln und Schpaten….alles da und stell ich auch kostenlos zur Verfügung, jou. Und freu mich druff, wenn Boris Pissoirius himself mir den Großen Vadderländischen Orden mit Schleifschen natürlich an meine
Feldbluse tackern wird…..ooooch wat wird dat uffregend. Und später im Schützengraben erst, Essen aus Blechdosen überm Feuer aus Munikisten ,…. sind zwar aus Plastich, aber Scheissegal…… Ich werd auch meine neuen !a Ohrhörer mitnehmen, dann nervt das MG Dauerfeuer nich so …. unn ümmer druff auffe pöse Russ.jou, der kann was erlehm, endlich wird mal uffgeräumt mit dene Gesocks…… Also,ich bin darbei….
Sieht so aus, als würden wir eher über die Sucht des Herrn De Lapuente reden als Revoluzzer wahrgenommen zu werden. Dazu ist jeder hinkende Vergleich recht.
Bevor jetzt wieder alle auf den Armen weißen Mann eindreschen, möchte ich Herrn van Scherpenberg mein allergrößten Dank aussprechen. nämlich für seinen vehementen Kampf gegen die Großmachtslogik und für den gemeinen Bürger. Es ist nämlich nicht unser Interesse welches die da oben mal wieder Vorhaben.
zeitschiene 25:30 min. macht dies noch mal sehr deutlich, und ich denke das ist sein take.
also hören wir noch mal rein.
Der gute Herr van Scherpenberg scheint sich da wirklich etwas in fixe Ideen hineinzusteigern.
Ein möglicher Grund könnte sein, dass er geradezu besessen ist von der Vorstellung, dass die deutschen Eliten heute noch nationalstaatlich denken würden (was sie eben nicht tun) und dass sich historische Muster wiederholen könnten.
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Ich bin nun gewiss keiner, der die heutige deutsche Politik schätzt, aber mit der Behauptung einer deutschen „Sucht nach Großmacht“ liegt er daneben. Die deutschen Eliten können doch gar nicht mehr in diesem – von van Scherpenberg unterstellten – nationalen Rahmen denken. Sie haben es verlernt. Wenn die deutsche Außenpolitik nach 1945 eine geradezu dogmatische Überzeugung hat, dann ist es die, eben keine deutschen Alleingänge mehr zu machen, vollständig in der EU aufzugehen und sich stets im Rahmen der Vorstellungen der westlichen Verbündeten zu bewegen.
Allem Anschein nach folgte auch Kanzler Scholz zu Beginn des Ukrainekrieges dieser Doktrin, und es spricht m.E. nichts dafür, dass Merz großartig davon abweicht.
In meiner Wahrnehmung handelt es sich im Gegenteil um den starken Wunsch der deutschen Diplomatie und Außenpolitik, sich ja nicht (wieder) zu sehr in Sonderwegen zu verlieren und außenpolitisch unbedingt im guten Einvernehmen mit den großen Nachbarn – also insbesondere USA, Frankreich und Großbritannien – zu agieren. Das betrifft auch das Militärische.
Daran hat sich nichts geändert, und wenn Merz heute von „führender Militärmacht“ spricht, so meint er das nicht wirklich als deutschen Alleingang, auch nicht im Sinne einer Brüskierung oder Ablösung Frankreichs, sondern immer nur als ein Engagement im Rahmen des deutschen Wirtschaftspotenzials. Da Deutschland nun einmal die größte Wirtschaftsmacht Mitteleuropas und der bevölkerungsreichste Staat ist, so soll auch der deutsche Beitrag dem entsprechend groß sein. Und das in Anpassung(!) an die Vorstellungen und Wünsche der erwähnten Nachbarn und Bündnispartner sowie im harmonischen Einvernehmen mit ihnen.
Ja, es mag sein, dass Merz eine etwas größere Mitsprache Deutschlands im westlichen Lager in Anerkennung der tatsächlichen Größe und Wirtschaftskraft Deutschlands anstrebt, aber das als „Sucht nach Großmacht“ zu bezeichnen, wäre verkehrt.
Eine wirklich souveräne und autonome deutsche Militärpolitik würde – davon kann man getrost ausgehen – von London und Paris überhaupt nicht begrüßt werden … !
Und man darf getrost davon ausgehen, dass es in den heutigen deutschen Eliten nahezu keine Leute mehr gibt, die sich der Gefahr eines solchen Alleingangs und einer Entfremdung von Frankreich und Großbritannien nicht bewusst wären. Wenigstens das haben sie gelernt!
Die deutsche Außenpolitik passt sich also – aus Angst in eine Sonderwegsposition zu kommen – lediglich an die aggressiveren(!) britischen und französischen Vorstellungen an und spielt den braven Alliierten.
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Weitere Irrtümer:
1. Deutschland ist heute in der EU zwar das größte und stärkste Land, aber keine Führungsmacht in dem Sinne, wie van Scherpenberg es unterstellt und Deutschland ist nur im Hinblick auf die freiwillige Selbstauflösung in der EU führend.
2. Der französische Führungsanspruch ist keineswegs ein Resultat der französischen Niederlagen gegen Deutschland, sondern reicht sogar bis ins späte Hochmittelalter zurück (Ludwig d. Heilige). Den Vorrang der „Grande Nation“ haben später nicht nur Ludwig XIV und Napoleon, sondern auch noch Napoleon III und die französischen Regierungen nach 1918 betont. Selbst der gute Charles de Gaulle hing noch diesem Gedanken an, und zwar auch vor dem Hintergrund der französischen Vorstellung, von der besonderen Bedeutung und Qualität der eigenen Kultur.
im ersten satz schon jüdisch-bolschewistische verschwörung, entschuldigung, „global agierendes finanzkapital“. nicht schlecht, herr wirth! danach habe ich leider nicht mehr weitergelesen. wollen sie ein bisschen was über stirner lernen? anstatt „fixe idee“ können sie auch einfach „vorurteil“ sagen, das wirkt dann hübsch modern. weil vom inhalt der fixen ideen wollen sie ja nichts wissen, das ginge dann über wikipedia hinaus.
Na endlich! Jemand der die deutsche Rolle beleuchtet, bei dem, was wir in der Ukraine beobachten. Da waren sich ja alle einig, die USA seien der Übeltäter. Spätestens seit Trump nun die Seiten gewechselt hat, ist diese These nicht mehr haltbar.
Da kommt immer das abgehörte Gespräch von Victoria Nuland. Sie musste dem Botschafter alles haarklein erklären, der hatte keine Ahnung. Heißt, es war nicht eine vorbereitete Aktion der USA, diese sprangen erst ein, als der erste Ansatz misslungen war. Der mit den eindeutig von Deutschland gesteuerten Akteuren Timoschenko und Klitschko. Zu 2014 hätte man Herrn von Scherpenberg befragen müssen. 2022 mit der Zeitenwende sieht er richtig.
Natürlifch macht diese Uschi in Brüssel deutsche Politik. Konzentration der Macht, völlig entgegen dem Konzept der EU. Aber genau dazu nutzt sie diese angebliche Bedrohung durch Russland.
Herr von Scherpenberg hat hier ein Alleinstellungsmerkmal. Werde mir das Buch besorgen.