Nur wenige Sekunden bleibt einem Orthopäden im hiesigen Gesundheitsbetrieb, um eine Diagnose zu stellen. Was fehlt, ist eine Medizin, die die Ganzheit im Blick hat.
Darüber und über andere Themen hat Roberto De Lapuente mit dem renommierten Physiotherapeuten und Masseur Albert Jakob gesprochen.
Albert Jakob ist seit 1981 als Physiotherapeut und Masseur tätig. 1991 gründete er seine eigene Praxis als selbständiger Therapeut im Bundesleistungszentrum Füssen. Seit 1994 arbeitet er auch als Osteopath. 1998 folgte die Gründung seiner zweiten Praxis in Füssen für Rehabilitation mit Wirbelsäulenanalysezentrum. Er war Leiter der Physiotherapeuten im Deutschen Eishockeybund sowie Teamleiter bei mehreren Olympiaden und Weltmeisterschaften im Eishockey, Basketball und Turmspringen. Mehr als 15 Jahre lang betreute Jakob die A-Nationalmannschaft der Männer im Eishockey. Im Jahr 2007eröffnete er seine „Praxis am Blütenring“ in München. Albert Jakob ist ein gefragter Dozent für Manuelle Therapie und Sportphysiotherapie in Kliniken und Physiotherapiezentren. Im Juni 2025 hat er eine zweijährige zertifizierte Ausbildung zum systemischen Coach abgeschlossen.
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Das ist im Kapitalismus aber nicht möglich.
Aaaah – ein Aprilscherz; herzhaft gelacht. Danke.
Also die Aussagen (Video nur wenige Sekunden erst- und letztmalig schauen können) lautet:
•Orthopäden betreuen 80-100 Patienten täglich
•ca. 50s Zeitfenster für Diagnose.
Soso.
Woher ein Physiotherapeut und Masseur dieses Praxiswissen hat, sei dahin gestellt. Mir persönlich begegnete noch nie (auch nicht im privaten Umfeld) ein Orthopäde mit diesem Patientenaufkommen.
Aber gut: wenn tatsächlich nur 50s Zeit für Diagnostik blieben, dürfte wohl kaum von Diagnose gesprochen werden.
Aber egal, bei latenten Kleinigkeiten, so schräg sie auch sein mögen, sollte man großzügig sein.
Dann rechnen wir aber spaßeshalber kurz durch:
aktuell praktizieren 2.914 Orthopäden bundesweit.
Bei einer angenommenen (NUR) 4-Tage-Woche ergäbe dies ein jährliches Patientenaufkommen von insgesamt ca. 50,5 Mio.* Kontakten = mehr als jeder zweite Einwohner/Jahr!?
Respekt.
*2024 rund 74,5 Mio Versicherte (GKV), 8,7 Mio Versicherte (PKV)
Beim Orthopäden vorstellig wurden tatsächlich nur rund 30 Mio GKV-Mitglieder.
Dennoch betrug das erwirtschaftete Honorarvolumen insgesamt 3,546 Mrd. – davon ❗~1,86 Mrd. GKV-Patienten (74,5 Mio.)❗ sowie ❗~1,69 Mrd. PKV-Patienten (8,7 Mio.)❗.
Für einen Aprilscherz dürfte man sich durchaus mehr Mühe geben. Und wenn’s keiner war, was zu befürchten ist, passt es halt perfekt ins sonstige Konzept.