Heiner Flassbeck: »Man darf keine depperten Leute in Verantwortung bringen«

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Wo sind denn die Macher in Ämtern und Ministerien, die Sachverstand haben und die auch Verantwortung übernehmen können?

Roberto De Lapuente hat mit Ökonom Heiner Flassbeck gesprochen.

Ein Ausschnitt aus dem Video vom 30. Oktober 2024. Hier zu finden!

Heiner Flassbeck studierte Volkswirtschaft in Saarbrücken und wurde 1987 an der FU Berlin promoviert. Er arbeitete im Stab des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und danach im Bundesministerium für Wirtschaft. Im Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung in Berlin war er von 1988 bis 1998 Leiter der Abteilung Konjunktur. Im Jahr 1998 wurde Heiner Flassbeck zum beamteten Staatssekretär im Bundesministerium der Finanzen ernannt. Von August 2003 bis Dezember 2012 war er bei UNCTAD in Genf Direktor der Abteilung für Globalisierung und Entwicklungsstrategien. Mit Friederike Spiecker zusammen hat er in den Jahren 2020 und 2022 einen „Atlas der Weltwirtschaft“ herausgebracht, der bei Westend erschienen ist.

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71 Kommentare

  1. Der erdrückende Teil der Wähler hat aber ebenfalls keine Ahnung, sonst würden sie solchen Leuten nicht ihre Stimme geben! Nicht einmal die Tatsache, dass fast 50% der Bevölkerung nur einen zweistelligen Intelligenzquotienten aufweist, kann umfassend erklären, was da passiert.

    1. Zain Raza:
      Ein Psychologe namens Jordan Peterson behauptet daß Leute in der linken Szen nur teilnehmen, also im Kollektivismus, nur teilnehmen weil sie nicht an sich arbeiten wollen, an ihrem Charakter, an ihren psychologischen Schwächen. Und deswegen werden sie Teil eines Kollektivs, eines Vereins oder einer Organisation um diese Schwäche irgendwo projizieren zu können.Und deshalb gefährden sie ihre eigene Entwicklung.Was ist ihre Meinung dazu, behindert Kollektivismus die eigene Entwicklung des Menschen?

      Rainer Mausfeld:
      Also erst einmal finde ich einen solchen Satz schlicht Unfug. Um das deutsche Wort zu nehmen und nicht das amerikanische. Das ist eine Psychologisierung, man muß immer fragen, was hat er damit intendiert? Denn die Aussage ist in sich Quatsch.
      Was hat er damit intendiert? Er hat damit intendiert eine Psychologisierung und damit eine Pathologisierung von bestimmten Haltungen. Das ist eine sehr gefährliche Haltung, das heißt ich muß mich mit der Haltung garnicht auseinandersetzen. Ich sage alle die, die irgendwelche rechtspopulistischen Meinungen vertreten, die sind ja von ihrer Mami nie genug geliebt worden und holen sich jetzt die Liebe dadurch rein, daß sie andere verprügeln. Das sind Sätze die sind einmal durch die Generalisierung die sie machen, solche Sätze sind unseriös in der Sache und die sind vollständig unsinnig, weil sie nichts erhellen. Sie führen nicht auf irgendetwas was sinnvoll ist.
      Man kann natürlich, wie Adorno es versucht hat, beim autoritären Charakter, man kann immer versuchen zwischen Persönlichkeitsstrukturen und bestimmten sozialen Strukturen Beziehungen herzustellen.Da gibt es eine interessante Literatur. Geht ja schon auf Wilhelm Reich zurück, großer Psychoanalytiker, der in den dreißiger Jahren gesagt hat, jede Gesellschaft produziert in der Mehrzahl ihrer Mitglieder, die Art von psychischen Störungen, die sie für ihren Erhalt braucht. Insofern produziert jedes System sozusagen charakteristische psychische Verformungen, die es braucht. Der Kapitalismus produziert eben den eigennützigen Menschen, weil er genau diese Form von Mensch braucht.
      So, Peterson unterstellt jetzt also schon mal ein ganz bestimmtes Menschenbild. Was absurd ist, im Grunde pathologisch oder pervers muß man sagen, im Grunde gegen die Natur, weil es nicht der Beschaffenheit des Menschen entspricht, daß jemand der gemeinschafts- und solidaritätsbezogen ist, also sagt Kollektivität ist … der Mensch ist ein soziales Lebewesen… Kollektivität, Solidarität gehören wesentlich zur Natur des Menschen und eine Gesellschaft die diese natürlichen Aspekte des Menschen unterdrückt ist krank. Also ich kann jetzt nicht die verantwortlich machen, sozusagen, die jetzt durch dieses kranke System geprägt werden. Sondern ich muß sagen wir haben es hier mit einer Gesellschaft zu tun, die seit Jahrhunderten von Jahren, eigentlich Gemeinschaft, Solidarität und Kollektivität gering schätzt und dann kommen wir zu interessanten Fragen, warum das eigentlich so ist?

      Aus:
      Rainer Mausfeld über Jordan Peterson, Grundeinkommen, Militarismus & individuelle Lösungen (Teil 2)
      acTVism Munich
      https://www.youtube.com/watch?v=znYQEdi2g78

      Dieses noch, Erwin Wagenhofer weist im letzten Film seiner Trilogie, die mit ‚We feed the world‘ beginnt, mit ‚Let’s make money‘ fortgesetzt wird und mit ‚Alphabet-Angst oder Liebe?‘ endet, darauf hin, das über neunzig Prozent der Menschen hochbegabt geboren werden. Nach Absolvierung der schulischen Laufbahnen hat sich dieses Verhältnis in’s Gegenteil verkehrt.

      1. Einziger, aber wesentlicher Fehler in Deiner Erklärung (und das macht die ganze Schmâhschrift gegen links zunichte): sie sind nicht links,, 95 % des Wahlvolks, aucb wenn Teile davon so oberflächlich sind zu glauben wenn sie eine bunte Fahne schwenken, für die Rechze Homosexueller (also zB Herr Spahn und Frau Weidel, beide nicht links) einzutreten sowie fleißig den Begriff „Antisemitismus“ und „Nazi“ für missliebige Positionen zu gebrauchen, würde sie zu Linken machen.

        Versuch’s nochmal.

        Oder willst Du mir ernsthaft weismachen, dass für den Krieg, die Nato etc, echte Nazis in der Ukraine unterstützen sein links ist? Zur Einordnung hilft der Umgang der nachweisbar vom Nationalsozialismus geprägten sog. deutschen „Justiz“ mit dem Thema Recht. Allg ist es im Staatsapparat (und der war noch nie links in Deutschland, der war immer schon gaaaaanz weit rechts) gerade en vogue Friedensaktivisten und Kritiker von Völkermord und Gewalt zu verfolgen, während man die Täter entweder komplett unbehelligt lässt oder sie im Zweifel auch mal freispricht (Oberst Klein). In Deutschland ist es aktuell (?) eine Straftat gegen Völkermord und Gewalt zu sein, was sie entweder so tarnen, dass Kritik daran angeblich „antisemitisch“ sei* oder sich „Verteidigung“ nennt, der in der Ukraine 1,8 Mio Menschen zum Opfer gefallen sind Selbst beim naivsten Unterschreiben westlicher Lügen und Narrative („russischer Angriffskrieg“) funktioniert die Erzählung von der westlichen Gutmütigkeit nicht, hätte man doch recht kurz nach dem Einmarsch wieder Frieden haben können, wollte man aber nicht, weil – jetzt kommt’s – man den Russen hasst, was ganz sicher eine „linke“ Position ist, war Rassismus ja schon immer (NICHT)!. Hier ist nicht derjenige das Problem, der irgendwo einmarschiert ist (und damit nur auf einen bereits existierenden Beschuss reagiert hat), sondern diejenigen, die den Frieden bekämpfen und verbieten, das Opfern der ukrainischen Bevölkerung „Verteidigung“ nennen. Und da sind wir wieder bei der Schuldfrage der deutschen Bevölkerung: hat sie wirklich nicht wissen können, was in der Ukraine passiert? Also der Regierung die Erzählung von der Verteidigung einerseits und vom bösen Russen andererseits abzunehmen ist – wenn man sich die ganze Geschichte anschaut (wenn Trump mit Putin konstruktive Gespräche führen kann, kann er irgendwie doch nicht so ultraböse sein, ganz im Gegensatz zu jenen, die – dank Herrenrassedenken, also Überheblichkeit, Arroganz, offener Rassismus – jehliche Gespräche ablehnen, weil „dem Russen ist schließlich nicht zu trauen“ sagen uns die NS-ideologischen Einflüsterer und Hassprediger im Westen jeden Tag)- insich unlogisch. Wenn man noch hinzurechnet, dass nun praktisch der gesamte Bundestag, inkl AfD (!), für massive Aufrüstung (ob nun implizit oder direkt für Krieg, ist irrelevant) steht, dann sieht es düster aus, wollte man sicb im Nachhinein wieder einmal herausreden.

        *wenn lupenreine Nationalsozialisten diesen Begriff für sich okkupieren, ist jede Erkenntnis aus den Nürnberger Prozessen verloren (aber das wusste damals auch schon Fritz Bauer; man darf nicht jene gegen Ungerechtigkeit und NS-Ideologie urteilen lassen, deren Fundament genau darauf baut); die Formel „nie wieder“ bezieht sich auf das Verbrechen ansich, es macht keine Ausnahme bei den Volksgruppen; da der IQ in der deutschen „Justiz“ aber bei 0 liegt bzw man es nicht verstehen WILL

        1. Du projizierst aber eine ganze Menge und größtenteils entgeht mir ein Bezug zu dem von mir dargelegten Auszug. Ich schätze ich habe häufig genug dargelegt, daß es derzeit keine relevanten Gruppierungen gibt, die sich mit Fug und Recht ein Schildchen links anheften können. Mit lupenreine Nationalsozialisten(sic) meinst du wohl die historischen deutschen Faschisten. Siehst du? So wie sich manche heute mit dem Schildchen links tarnen, so machten das die deutschen Faschisten.
          Aber vlt. schaust du dir das Video an, bevor du dich im Halbschlaf auskotzt, denn mir ging es bei Präsentation des Auszugs darum, einen Hinweis auf Mechaniken zur psychischen Deformation darzulegen, die einfach nur mit anscheinend mangelnder Intelligenz wegerklärt werden soll.

          1. man könnte, anstatt die „politisch richtige sicht“ als links zu bezeichnen mal umgekehrt sich anschauen was sich alles links nennt und was die gemeinsam haben, was also links ist. das wäre sowas wie objektive wissenschaft anstatt subjektive moralhuberei. ich weiss, das ist zu viel verlangt, weil das bedeutet arbeit anstatt selbstgenuss.

            1. Ein sehr objektiver wissenschaftlicher Kommentar. Mit Selbstgenuss meinst du dann dich, denn sonst hättest du ja eine Erläuterung zur Korrektur, beigefügt, wie z.B.:

              Links und rechts sind ja nicht lediglich – in ihrem Bezug auf die Sitzordnung in der verfassunggebenden französischen Nationalversammlung von 1789 – historische Einteilungen entlang einer eindimensionalen Eigenschaft. Als solche wären sie in der Tat nicht nur historisch überholt, sondern auch hoffnungslos unterkomplex. Links steht vielmehr für die normativen moralischen und politischen Leitvorstellungen, die über den Menschen und über die Möglichkeiten seiner gesellschaftlichen Organisation in einem langen und mühsamen historischen Prozeß gewonnen wurden und die in der Aufklärung besonders prägnant formuliert wurden. Den Kern dieser Leitvorstellungen bildet ein universeller Humanismus, also die Anerkennung einer prinzipiellen Gleichwertigkeit aller Menschen.

              Bereits aus dieser Leitvorstellung ergeben sich schwerwiegende und weitreichende Folgerungen. Beispielsweise schließt ein universeller Humanismus Positionen aus, die auf der Überzeugung einer prinzipiellen Vorrangstellung der eigenen biologischen, sozialen, kulturellen, religiösen oder nationalen Gruppe beruhen; er schließt also Rassismus, Chauvinismus, Nationalismus oder Exzeptionalismus aus. Zudem beinhaltet er, dass alle Machtstrukturen ihre Existenzberechtigung nachzuweisen und sich der Öffentlichkeit gegenüber zu rechtfertigen haben, sonst sind sie illegitim und somit zu beseitigen.

              Aus dem universellen Humanismus ergibt sich also das spezifische Leitideal einer radikal-demokratischen Form einer Gesellschaft, in der ein jeder einen angemessenen Anteil an allen Entscheidungen hat, die die eigene ökonomische und gesellschaftliche Situation betreffen; er schließt also Gesellschaftsformen aus, die auf einer Elitenherrschaft oder auf einem Führerprinzip beruhen. Diese in der Aufklärung erstmals klar formulierten Leitideale sind seitdem kontinuierlich weiterentwickelt und verfeinert worden und stellen den Identitätskern des linken Projektes dar.

              Da diese Leitideale gewaltige politische Konsequenzen haben, wurden sie seit je auf das schärfste bekämpft; historisch war das der Kern der sogenannten Gegenaufklärung, der es wesentlich um die Wahrung des jeweiligen Status quo ging. Die Behauptung, eine Links-Rechts-Unterscheidung hätte sich historisch überlebt, würde also letztlich beinhalten, dass sich die Leitideen einer prinzipiellen Gleichwertigkeit aller Menschen und einer ernsthaften demokratischen Gesellschaftsorganisation überholt hätten – eine These, die natürlich gerne von denen vertreten wird, deren Macht gerade auf rassistischen, chauvinistischen, nationalistischen oder exzeptionalistischen Ideologien basiert.

              Aus:
              Die Links-Rechts-Demagogie. Ein Interview mit Rainer Mausfeld.
              05. August 2016

              Die NachDenkSeiten beschäftigen sich von Beginn an mit dem Thema Manipulation und mit der Frage, wie man sich davor schützen kann. Ein großer Experte dafür ist auch Professor Mausfeld. Ihn hatten wir im vergangenen Sommer mit den NachDenkSeiten-Leserinnen und Lesern bekannt gemacht. Jens Wernicke hat ihn jetzt aus aktuellem Anlass ein zweites Mal für die NachDenkSeiten interviewt.

              https://www.nachdenkseiten.de/?p=34504

              Zeigst auch oft Einsatz, oder?

                1. @zero fox

                  Wenn Sie den lieben Babeuf fragen, ob er gerne Zucker in den Kaffe möchte, dann antwortet er mit 5000 Worte von Rainer Mausfeld.

                  Wenn Sie nachfragen, ob er nun Zucker möchte oder nicht, ist er brüskiert, dass Sie ihn nicht verstanden haben und schenkt Ihnen nochmals 500 Wörter von Rainer Mausfeld.

                  Wenn Sie ihn danach ungläubig anschauen, haut er noch ein Kapitel vom Kapital nach.

                  Er meints irgendwie nicht bös, aber direkte Kommunikation ist nicht so seins.

                  1. kapital und mausfeld passen zusammen wie ein betriebshandbuch einer hyperschallrakete und bunte bauklötze für geistig zurückgebliebene kinder, aber wahrscheinlich hat er gemeint ich soll ihm erklären was links ist, q.e.d.

                  2. Exakt zero fox, das würde einer Aufklärung dienen und der werte kapitalistische Einflussagent Bruno Gamser verwechselt vorsätzlich die rudimentäre digitale Kommunikation mit direkter Kommunikation. Und Quellverweise mit inhaltlich nachvollziehbaren Darlegungen mag er auch nicht leiden, wenn sie so garnicht seiner gesponserten Agenda entsprechen.

                    Anm.: Ich habe meinen Eintrag über die Antwortfunktion vom Eintrag Bruno Gamser formuliert um ein weiteres Einrücken zu vermeiden. Ein weiteres Manko der digitalen Kommunikation gerade in diesem Forum. Erschwert die Lesbarkeit, dies neben der unmöglichen Verschachtelung.

                    1. ja null problemo, es gibt den klassengegensatz im privateigentum und den linken oder rechten bezug darauf. wenn du wie bruno sagt den marx gelesen hast, bräuchte ich nichts weiter zu sagen, aber ich habe da meine zweifel, darum: die linke vertritt die ressource arbeitskraft (ökonomisch lohn, der zum leben reicht, politisch staat, der leute grundsätzlich am leben hält), die rechte deren be- und ausnutzung (ökonomisch = scheissegal wofür der lohn reicht, das ist für die ein unsachlicher gesichtspunkt, politisch staat, der das privateigentum schützt, „sicherheit“ heisst das).

                      der ganze humanistische moralquark (die internationale erkämpft das menschenrecht und die menschen sind gleichwertig usw.,) von mausfeld und dir, ist zwar eine richtige feststellung über das ideologische gebahren von TEILEN der linken, aber keine sachliche bestimmung von links.

                      übrigens ist mir bei dem sitzordnungszeug gerade aufgefallen was das für eine unheimlich blöde feststellung ist. die girondisten und montagnarden werden schon ein paar gründe dafür gehabt haben, warum sie sich sauber getrennt auf verschiedene seiten gesetzt haben, die nicht eine natürlich präferenz einer raumhälfte entspricht, die ganze besprechung von „kommt von der sitzordnung“ ist eigentlich nur eine verschiebung der frage in die vergangenheit und erklärt überhaupt nichts, man muss schon dazu sagen was die girondiesten und montagnarden überhaupt politisch verschiedenes wollten, dass da überhaupt eine information dabei rausspring, die sich nicht darin zusammenfasst, dass man schon zu zeiten napoleons nicht vertikal bestuhlt hat.

                    2. Ja ich zweifel auch an so Manchem. Ich habe in einem anderem Forum, wenn die Forderung aufkommt Marx zu lesen oder die Frage, hast du Marx gelesen, geschrieben, was muß man denn von Marx gelesen haben? Was ist damit gemeint, das Kapital, die Feuerbachthesen, das kommunistische Manifest, den jungen Marx, den alten Marx, die unterscheiden sich nämlich, zwei Bücher, drei Bücher, die über vierzig Bände umfassende Bibliothek? Kohei Saito, weist in seinem Buch, ‚Systemsturz-Der Sieg der Natur über den Kapitalismus‘ auf einen späten, um Naturwissenschaften ergänzten Marx hin, der aus gesammelten unveröffentlichten Notizen besteht. Und behandelt man das dann als Dogma? Und das wäre jetzt nur eine einleitende Entgegnung. Ich schätze wir reden aneinander vorbei, was sich digital nicht beheben läßt, schon angesichts eines Schlauchs der sich endlos fortsetzen würde, der „humanistische Moralquark“ gehört nämlich dazu. Was sonst wäre denn wohl die Motivation sich für andere einzusetzen?

                    3. @zero fox – solange eine ‚Linke‘ nicht für die Aufhebung der Klassengesellschaft eintritt sondern nur für etwas bessere Haltungsformen – ist sie eben nicht links, sondern selber rechts. Denn sie perpetuiert damit die Klassengesellschaft.

                    4. schon wieder einer, der den linjken sagt was links ist, also wie sie sich zu verhalten haben als linke, renard. babeuf hast du einen inhaltlichen einwand oder möchtest du nach bester altlandrebell manier darüber heulen, dass man doch nicht einfach so von DEM marx sprechen kann, obwohl ich mich auf genau ein einziges element seiner lehre bezogen habe wo er seine meinung dazu gar nie geändert hat? ich kann das argument auch völlig ohne marx machen und nur von arbeitnehmern, arbeitgebern, lohnkosten sprechen, wenn dir das weiterhilft.

                    5. Na, zero ist wohl Programm, du siehst der Ton bestimmt die Musik. Moralquark, Geheul, das ist inhaltlich äußerst sachbezogen. Zumindest ist es eine Selbstauskunft wenn man meint eine ernsthafte Debatte mit Schmähbegriffen führen zu können. Bei Trollen, deren Absicht das ohnehin nicht ist, ist mir das egal, aber wenn es untereinander schon nicht funktioniert ist das etwas bedauernswert. Bei so viel objektiver Wissenschaftlichlichkeit (s.o.) verzichte ich auf deine Hilfe.

          2. Mir geht es allgemein schon auf den Sender,wenn Leute zu einer Hassschrift gegen links ausholen, ohne auch nur ansatzweise zu wissen was überhaupt linke Positionen sind. Heutzutage sieht sich vermutlich sogar die völkermordende Nato als links.

            Ich hab vor gar nicht so langer Zeit mal so eine Speziallinke gesprochen. Die meinte mir erzählen zu müssen wie böse rechts doch die AfD ist, nur um mir dann beim Russen zu erklären, dass da Rassismus und Hass vollkommen in Ordnung, ja angebracht ist. Nicht zu hassen hat sie sogar als völlig abwegig abgetan. Und nein. Ich bin ganz sicher kein Fan der AfD. Darum geht es mir auch nicht, sondern um das mit dem Finger auf andere zu zeigen und nicht merken, dass sich das eigene Herrenrassedenken maximal im Feindbild unterscheidet….die einen Nazis hassen Russen, die anderen ua Flüchtlinge, Migranten etc Und beide stehen sie auf Gewalt, um das „Problem“ zu „lösen“.

            Aktuell die durch und durch braune Bundesregierung: lasst uns bloß nicht, niemals im Leben über echte Probleme in diesem Land sprechen, wir brauchen mehr Feindbilder, mehr Hass, mehr Gewalt, mehr Aufrüstung.

            https://www.nachdenkseiten.de/?p=129395

            1. Mir geht es allgemein schon auf den Sender,wenn Leute zu einer Hassschrift gegen links ausholen, ohne auch nur ansatzweise zu wissen was überhaupt linke Positionen sind.

              Absolute Zustimmung. Das kann man schlicht oft genug betonen. Ich selbst versuchte es vor einem Jahr hier auf Overton bereits in einem Beitrag anzureißen.

              die einen Nazis hassen Russen, die anderen ua Flüchtlinge, Migranten etc Und beide stehen sie auf Gewalt, um das „Problem“ zu „lösen“.

              Hübsch und ebenfalls treffend gesagt. Die Betrachtung der Gewaltneigung ist in dieser rechts-autoritären Gesellschaft der Schlüssel zum Verständnis von vielem. Dieses Land ist so bellizistisch wie es normopathisch ist (Maaz).

              Meines Erachtens sollte man zudem nicht vergessen, dass die Identitätspolitiken zum Absterben des Authentischen geführt haben. Im Supermarkt der Ängste und ängstlichen Identitäten sind für jede Konsumentengruppe inzwischen die passenden Ideologien und Furchtsam-Macher dabei – und das ist so gewollt. Für Nationalchauvinisten gibt’s die Angst vor „Überfremdung“ und die Hassgruppe sind Ausländer und Muslime. Für Wokisten (früher nannte man es Kaviarlinke) die Angst vor „alten weißen Männern“ und die Hassgruppe Männer. Für Transatlantiker ist die Angst der Verfall des Empires und die Hassgruppe ist der Russe, der Kinäs und das pöse Mullah-Regime. Für Islamisten sind es Ungläubige… Es gibt natürlich auch Mischoformen – für transatlantische Wokisten beispielsweise sind die Hassgruppe(n) Männer, Russen und russische Männer. Nur vor einem hat keiner von denen Angst und würde sich auch nie erheben – gegen das System und seinen Staat. Selbst der „Islamische Staat“ wollte bloß einen Staat durch einen anderen ersetzen und mit Kapitalismus hatten sie auch kein Problem. Sie wollen das System und seine Fleischtöpfe bloß für sich urbar machen. Dagegen aufstehen ist nicht – „Vadder Staat“ ist sakrosankt. Denn man hat gelernt, dass man gegen seinen Vati nicht Stimme oder gar Hand erheben darf.

    2. Die Mitte der Intelligenzverteilung ist als 100 definiert. Dadurch ist immer die Hälfte unterhalb davon und die andere Hälfte oberhalb davon. Auch bei einem Treffen aller Schachgroßmeister ist der IQ der Anwesenden so verteilt, wenn man nur dortden IQ misst

      1. Man kann es nur wiederholen: Intelligenz ohne Verstand, Weisheit * und Gefühl (im weiteren Sinne ein Gefühl für die Welt) ist sinnlos.
        Für den außenstehenden Beobachter ist ihr Wirken von Dummheit nicht zu unterscheiden.
        *womit jede ideologische und religiöse Verblendung von selbst ausgeschlossen ist.

      1. AfD: Arschkarte für Doofe?

        Nur, weil jemand „bloß“ einen Hauptschulabschluss hat, bedeutet dies nicht, dass er doof wäre. Ich zu Zeiten meines Abiturs neben einer, die wusste so manches nicht. Der Ärmelkanal war für sie etwas anatomisches. Und sie hatte keinen blassen Schimmer wofür die Abkürzung „KZ“ steht. Hielt sie für eine Band – tja, knapp vorbei ist auch daneben. Ihre Haarfarbe war übrigens blond – sind nun alle Blondinen dumm wie 50 Meter Feldweg bei Kassel?

        Im Masterstudiengang Politische Wissenschaft wiederum begegnete ich Leuten, die den Unterschied von Erst- und Zweitstimme nicht kannten. Und nicht wussten was der Schweizer Bundesrat ist. Wie gesagt – Masterstudiengang Politik. In grauer Vorzeit hätte ich erwartet, dass solche Leute im Erstsemester rausgeworfen würden – aber gut, ist eben Deutschland. Dafür konnten sie alle Details der neusten Mode- und Lifestyle-Trends aufzählen. Von Beruf war man ohnehin Sohn bzw. Tochter. Die akademischen Titel nahm man aber selbstverständlich mit – getreu des Mottos des Vaters von Guido Westerwelle: „Junge, mach den Doktor. Dann kannste noch so großen Unsinn reden – jeder wird dir glauben.“ Quelle: hier , S. 250 (Fußnote 5). Und das gilt nicht nur für Sozialwissenschaften – auch die hehren Ärzte, BWLer und Ingenieure haben oftmals einen erschreckenden Mangel an Breitenwissen. Dafür gibt es dann das Gütesiegel „Fachidiot“. Und manche wie meine Cousine taugen womöglich nicht einmal in ihrem Fach etwas. Ist von Haus Gynäkologin, bemerkte aber nicht, dass sie mit Zwillingen schwanger war. Tja – ist Frau Dr. Dr. jetzt einfach zu blöde, zu blond oder gibt es vielleicht noch intervenierende und andere Variablen? (Vice versa bei den AfDlern?)

        Natürlich kann man wie Milosz Matuschek („Generation Chillstand“) darauf verweisen, dass die Leute hier in Dummheit gehalten werden. Die Qualität der Bildung und die Art und Weise ihrer Vermittlung bzw. die allgemeine Präsentation / Weitergabe von Informationen durch Schule und Medien haben einen mächtigen Einfluss. Und es ist durchaus ein bewusstes Ziel der Herrschenden Leute unwissend zu halten oder zu manipulieren – die Leute sollen brave, wählen gehende, konsumierende, Steuern zahlende Bürger bleiben wie Bernard Harcourt schrieb. Also Leute, die mit ihrem Kopf und ihrem Körper an Kriegs-, Pflege- wie sonstigen Fronten blechen und bürgen.

        Dann gibt es noch Geschichten wie gesellschaftliche Normopathie, kongitive Verzerrung, Frust, sozialen Druck und die Anpassung an Normen der Umgebung. Ich hatte eine andere Mitschülerin (dunkelblond), die – für die Verhältnisse unsere Stufe und des Einzugsgebiets der Schule – sehr kritisch war. Gegen Atomkraft, gegen Agenda 2010, gegen Afghanistaneinsatz. Und bei den Wahlen 2009 f. stramm CDU wählte, weil das „in unserer Familie immer so gemacht wird“. Tja.

        Und ein ganzes Set an weiteren Variablen. Zum Beispiel der, dass die Leute das bewusst wählen. Die Mehrheit der AfD-Wähler wählte diese Partei laut Infratest Dimap hier aus Überzeugung. Die wollen das. Die einen, weil sie wissen, dass sie nicht von ihrer Politik negativ betroffen sein werden. Die anderen weil sie denken, dass sie es nicht sein werden. Und andere, weil sie hoffen, dass dritte an ihrer Stelle leiden werden und die Arschkarte bekommen. Oder zumindest mehr als sie selbst. Ausländer, Muslime, pöse Hartzer. Oder wie man Nachbar zu sagen pflegt: „Deutschnational und radikal – Hauptsache halt asozial!“

        So, jetzt ist lang und für die Erörterung weiterer Variablen kein Platz mehr. Es ging auch nur darum das Axiom „sind doof“ etwas zu hinterfragen.

        1. Das geht kürzer. Es ist einfach dumm, massiv gegen die eigenen Interessen zu wählen. Und eine solche Unintelligenz erwarte ich eher bei Menschen mit einfacher Schulbildung.

          Ich sagte es bereits mehrfach: Parteien wie die CxU, FDP und AfD dürften zusammen(!) niemals mehr als 5 bis 10% der Stimmen erhalten. Dass sie jetzt über 50% bekommen haben, zeigt, dass die Mehrheit der Wähler politisch völlig unzurechnungsfähig ist.

          1. Es ist einfach dumm, massiv gegen die eigenen Interessen zu wählen.

            Nochmals: Wer sagt denn, dass die Betreffenden massiv gegen ihre eigenen Interessen wählten? Wer setzt hier, was deren Interessen sind? Wenn die Leute aus inhaltlicher Überzeugung AfD wählen, ist es ja offenkundig ihr Interesse. Es gab zu den Landtagswahlen in Sachsen 2019 die legendäre ZDF-Umfrage – 70 Prozent der Befragten fanden, die AfD-Wähler wählten nicht aus inhaltlicher Überzeugung jene Partei, sondern aus Frust. 70 Prozent der AfD-Wähler dagegen sagten, dass sie nicht aus Frust, sondern wegen des Programms diese Partei wählten. Die wollen das.

            Und eine solche Unintelligenz erwarte ich eher bei Menschen mit einfacher Schulbildung.

            Nur sagen schlechte Noten oder niedrige Schulbildung eben nichts über die Intelligenz des Betreffenden aus oder ob dieser geistig (nicht) hochstehend ist. Das versuchte ich Ihnen mit den verschiedenen Beispielen zu verdeutlichen. Ich komme selbst aus einer Familie voll Menschen mit einfacher Schulbildung – ich würde niemanden von denen als „dumm“ oder „unintelligent“ beschreiben. Und betrachte mich umgekehrt auch nicht als Intellektuellen, nur weil ich eine Universität besucht habe.

            Das Argument fördert in meinen Augen eher Vorurteile. Ist das Pendant zum Akademiker-Hass so mancher „Geringqualifizierter“, Handwerker oder „wenig Gebildeter“.

            Dass sie jetzt über 50% bekommen haben

            Das ist hier aber nichts Neues.

            Mein Problem ist im Übrigen nicht was die Leute wählen, sondern dass sie wählen. Das Wählengehen an sich finde ich aus verschiedenen verschiedentlich dargelegten Gründen problematisch. Aber dass die Leute überhaupt wählen gehen, hat natürlich Gründe. Mangelnde Intelligenz zählt freilich nicht dazu. Andernfalls ließe sich das Problem ja perspektivisch verändern.

            1. Ja, das ist das Grundproblem… wenn keine wirkliche Alternative angeboten wird, ist Wählen sogar geradezu unsinnig.
              Leider hatte sich ja auch das BSW mit seiner Thüringen Geschichte, also für Pöstchen und gegen Gundsätze, als auf dem Weg zur normalen Partei erwiesen… und prompt die Quittung bekommen. Auch dass sie jetzt weiter machen wollen zeigt nuir, dass sie dieselben Berufs Politiker wie alle anderen auch sind.
              Wenn sie wenigstens ein bisschen Grösse hätten, würden sie sagen.
              „Nein, über Wahlen geht gar nichts… ich hab ab sofort besseres mit meinem Leben anzufangen.“

              (Ich hätte sie natürlich auch ohne Thüringen nicht gewählt. Die Wirkung die einige, sehr wenige BSW Abgeordnete im Parlament gehabt hätten, wäre völlig gleich NULL gelesen. Also besser die Finger gar nicht erst dreckig machen.)

              1. Ich sehe es so: Wenn man jetzt eine Partei aufmachte, die tatsächlich an die Probleme ranginge, somit antisystemisch wäre – dann hätte man im Nu das System, seinen Staat, seine Leidmedien, seinen „Verfassungsschutz“ und seinen Schlagstockclan (Polizei) am Hals. Und würde am Ende von Karlsruhe verboten, verschwände in der Bedeutungslosigkeit oder landete wie Barschel in der Badewanne. Wenn man dagegen eine Partei aufmacht, die „antisystemisch“ (im Sinne von Scheinopposition) ist, mag das vielleicht eine Zeit lang gut gehen, aber „nach einigen Jahren im Parlament geht so ein Mann die gleichen ausgetretenen Wege wie die anderen“ (Souchy). Beim BSW waren nicht mal Jahre von Nöten, die waren gar nicht im Parlament und schon „ausgetreten“. Es ist eben von Anfang an eine bürgerliche Reformbewegung gewesen – für etwas Entlastung hier, etwas weniger Migration da, etwas höhere Steuern dort. An die Wurzeln (radices) wagten die sich nie ran – sonst wären sie ja sofort radikal und ergo ein Fall für „Verfassungsschutz“ und Co. gewesen. Bleibt also nur Druidentee verkaufen und ein paar kleinere Gruppen bespaßen in einem zugegeben nicht gerade von Parteienmangel geprägten politischen Spielfeld. Das BSW ist schlicht und ergreifend eine typisch sozialdemokratische Partei, mit typisch sozialdemokratischen Bekenntnissen – zu Militär („Bundeswehr solide ausstatten“), Leistungsgerechtigkeit, Nation („Stolz auf unser Land sein“) und Westbindung („Wir wollen gar nicht aus EU und NATO austreten“). Die doktern an Symptomen herum – das mag einigen reichen, andere hätten dagegen echte Lösungen und bleiben dem Schmu daher fern.

                Der einzige halbwegs valide Grund, der mir nach meiner persönlichen Erfahrung als Mitglied in verschiedenen Parteien bzw. Parteivorfeldorganisationen, als Wahlhelfer, in der Wahlforschung („Gib Partei XY da mal drei Prozent mehr“ – Äh, warum? Das geben die Daten gar nicht her… – „Mach halt mal!“) sowie in einem politikwissenschaftlichen Studiengang einfällt, um eine Partei aufzumachen, zu unterstützen oder sonst wie für Bundes- und Landtage zu kandidieren, ist, um ein zwei Leute in das jeweilige Parlament zu setzen, die die Schandtaten der restlichen Gestalten beobachten. So quasi zurückzubeobachten – der „Verfassungsschutz“ beobachtet die pösen Antisystemischen im Auftrag der Herrschenden und jedes Smartphone und jeder Computer ohnehin seinen Besitzer. Also beobachtet man das Treiben der Abgeordneten der Herrschenden aus der Nähe statt es in Zeitung und Netz zu verfolgen, stellt Kleine Anfragen und versucht zu dokumentieren und aufzuklären. Das kann man auch als Gruppe oder Einzelabgeordnete(r). Blöd nur, dass die Regierung gerne Kleine Anfragen schwärzt, einen aus Ausschüssen fernhält und von sonstigen Machtquellen sowieso. Und man also immer vom Schuss fernbleibt und auch nicht mehr über die Leichen im Keller rausfindet, als wenn die Zeitung zwischen den Zeilen liest. Also bringt auch das nix. 🤷‍♂️

                1. Ich bin da ganz bei ihnen: „Das BSW ist schlicht und ergreifend eine typisch sozialdemokratische Partei, mit typisch sozialdemokratischen Bekenntnissen…“ ja, die sind das, was die SPD mal war. Ich bin sozusagen durch Willy Brandt politisch sozialisiert worden und nachdem ich miterlebt habe, wie man ihn abgesägt hat, wie nennt man das? Radikalisiert? worden.
                  Nach dem Studium musste ich mich der traurigen Tatsache beugen, dass Demokratie nun mal die am wenigsten schlechte Gesellschaftsform ist, denn sie zwingt mich wenigstens nicht dort Mitglied zu werden. Souchy war einer von denen, von denen auch ich gelernt habe. Für mich gilt ihr Satz natürlich: „…dann hätte man im Nu das System, seinen Staat, seine Leidmedien, seinen „Verfassungsschutz“ und seinen Schlagstockclan (Polizei) am Hals. Und würde am Ende von Karlsruhe verboten, verschwände in der Bedeutungslosigkeit oder landete wie Barschel in der Badewanne.“ Wir hatten das ja in den 70ern… also hielt ich es mit Nietzsche:

                  Nietzsche was fond of Ovid’s idea that:
                  Bene vixit qui bene latuit —
                  Der hat gut gelebt, der sich gut versteckt hat.

                  Ich hab das bis ins hohe Alter geschafft…

                  Aber eine politische Partei, eine, die also versucht etwas zu ändern, müsste anders vorgehen und das war Sahras Fehler. Ob sie überfordert war, oder ob es, wie sie sagen unmöglich ist, da hab ich keine Meinung. Ich war zumindest positiv überrascht, dass es Leute wie sie und auch Oscar gibt, die es gewagt haben, dieser perversen Idiotenbande von einer Regierung zu widersprechen, und das ganze Thema damit zumindest auch in die MSM hineinzutragen.
                  Und als Konsequenz auch ihrer Arbeit gab es sogar bei der Wahl ein Viertel aller Stimmen für die Gegner solcher Politik. Ich finde das erfreulich, denn am Corona Anfang, gab es nahezu nichts, zu dem man einen Bezugspunkt hatte…

                  Um auf ihren Eingangs zitierten Satz zurückzukommen, mir wäre ein von einer Brandt-SPD regiertes Deustchland sehr viel lieber, als das jetzige, das wegen des völligen Fehlens eines Trump, auf vorläufig unabsehbare Zeit die immer gleichen Prototypen von Politikern an die Macht bringen wird.
                  Sarah hat versucht eine Bresche in diesen Monolithen zu schlagen und ist gescheitert.Trump war in den USA damit erfolgreich, und nur das zählt…

                  1. dass Demokratie nun mal die am wenigsten schlechte Gesellschaftsform ist

                    Da möchte ich nur kurz anmerken, dass das (insbesondere mit dem Zwang) in meinen Augen sehr auf den Demokratie-Typ ankommt und allgemein darauf, was man unter „Demokratie“ versteht. Die Demokratiekonzepte der katalanischen Anarchosyndikalisten sind nun einmal ganz andere gewesen als die heuer in Deutschland praktizierte „repräsentative Demokratie“. Die obendrein in meinen Augen ein Bonapartismus ist, sich also lediglich zwecks Ablenkung, Ruhigstellung und divide et impera gewisser demokratisch-grundierter Verfahren und Messen bedient, jedoch strukturell einfach ein zutiefst autoritäres System mit von Kartellparteien und „Systemopposition“ geprägtem Parlamentarismus ist, das mit klassischen „Demokratien“ (die man wie gesagt auch wieder hinlänglich erörtern und kritisieren könnte) wie dem in der Verfassung ausgewiesenen Demokratie-Modell eigentlich wenig am Hut hat. Aber der hiesige Bonapartismus hat durchaus Menschen gezwungen, Sakramente anzunehmen, um weiter Mitglied bleiben zu können. Beispielsweise das Sakrament der Impfung.

                    (Sie mögen das anders beurteilen.)

                    Der hat gut gelebt, der sich gut versteckt hat.

                    Das ist – neben der Gewaltfrage und ein paar anderen – wohl so ein Thema, das wir sehr unterschiedlich betrachten. Meine Sicht orientiert sich einfach in dem Punkt an Jean Ziegler:

                    Er stand mit seiner olivgrünen Windjacke und seiner Baskenmütze mit dem goldenen Kommandanten-Stern am Fenster und schaute über das abendliche Genf mit dem See und den Leuchtreklamen der Banken. Er sagte: Siehst du diese Stadt? Das ist das Gehirn des Monsters. Da bist du geboren, da musst du kämpfen. Hat sich kalt abgewendet. Schluss. Ich war am Boden zerstört und hab gedacht, er nimmt mich war als ein nutzlosen Kleinbürger. Aber er hat mir das Leben gerettet und mir eine Richtung gegeben. Ich war ja Dienstverweigerer in der Armee und hatte keine militärische Ausbildung. Ich läge seit Jahrzehnten in irgendeinem Straßengraben in Venezuela oder Guatemala.

                    Niemand muss dazu übrigens Revoluzzer sein oder sich und seine nächsten in Gefahr bringen. Aber auch den Schwachen ist ihr Stachel gegeben und den sollten sie entdecken können und hier vor Ort zu benutzen lernen. (Was nicht heißt, dass ich Ihr Handeln missbilligte oder Sie aufforderte, morgen Früh den nächsten Flieger nach FFM zu nehmen.) Auch in Deutschland gibt es in meinen Augen einfach – noch – Nischen und Kanäle und die gewaltfreie Aktion kennt zudem einen ganzen Werkzeugkasten von symbolischen, über passiv-verweigernden bis hin zu direkten Methoden.

                    Bei mir waren es zudem ganz pragmatische Gründe – ich habe weder die gesundheitlichen Voraussetzungen noch die finanziellen oder persönlichen, um etwa Weltreisen zu machen oder mich irgendwo hin abzusetzen. Mögen Sie oder andere für Ausreden halten, aber es war bei mir einfach nicht drin, weswegen ich dann nach Optionen gesucht habe, die ich hier für mich unter meinen Bedingungen anbringen kann. Womit eben nicht gesagt ist, dass die für alle allgemeingültig seien. Zugleich hatte ich immer eine gewisse „internationale Ader“ – Interesse an diversen Sprachen, Studium der Internationalen Beziehungen et cetera. Wenn es vollends für mich nötig wird, werde ich fliehen; es zumindest irgendwie versuchen, wo auch immer das mich dann hin verschlagen wird.

                    Aber eine politische Partei, eine, die also versucht etwas zu ändern, müsste anders vorgehen und das war Sahras Fehler.

                    In der Tat – es gibt ja zig Beispiele für Bewegungen und Parteien bei denen es zumindest anfangs anders oder gar besser lief (später gab es dann bei den meisten ein scheitern, etwa Podemos, Gelbwesten).

                    Aber man sieht dann eben auch, was geschieht und was die Gegenseite sofort einleitet und unternimmt. Man denke an Corbyn, der bei den Unterhauswahlen 2017 fast 13 Millionen Stimmen einholte, Labour zur größten Partei in Westeuropa machte und so einen Willy-Brandt-Ansatz verkörperte (also beileibe kein Revoluzzer war). Doch das war bereits zu viel. Militärs brachten früh einen Putsch ins Spiel, sollte er regieren. Und dann gab es die Schmierkampagnen. Corbyn sei pro-russisch. Corbyn sei pro-IRA. Corbyn sei Anti-EU. Corbyn sei Anti-NATO. Corbyn sei Terroristenfreund. Corbyn sei Sexist. Corbyn sei Antisemit. Insbesondere letzteres hat man dann ad nauseam wiederholt. Das trug zu seinem Scheitern enorm bei und sein Team hat da auch nie Abwehrstrategien gefunden.

                    mir wäre ein von einer Brandt-SPD regiertes Deustchland sehr viel lieber, als das jetzige

                    Man darf auch nicht vergessen, dass die sozialliberale Koalition von 1969 ein Zufall war, da eigentlich eine Fortsetzung der I. GroKo erwartet (und von manchen auch: geplant) wurde, aufgrund des bevorstehenden Bundestagseinzugs der NPD. Als diese jedoch an der Fünfprozenthürde scheiterte, ergriffen einige Sozialliberale den Kairos und schmiedeten in der Wahlnacht diese Koalition. Danach liefen massive Kampagnen an, Abgeordnete traten aus et cetera. Kulminierend 1972. Als man Brandt dann immer noch nicht wegbekommen hatte, wurde wohl die Kampagne bis zu seiner Zurücktretung 1974 forciert.

                    Trump war in den USA damit erfolgreich, und nur das zählt…

                    Auch hier sind wir wohl unterschiedlicher Meinung. Trump verteilt m.E. bloß Fleischtöpfe um; mit ihm sind einfach andere Macht- und Kapitalfraktionen ans Ruder gekommen. Es mag gewisse Änderungen geben, aber unterm Strich ist einfach nur viel window dressing dabei. Etwas ähnlich verhält es sich ja mit dem CDU-Antrag zu NGOs, den viele – gerade viele Rechte loben – über den Gert-Ewen Ungar auf RT heute aber treffend schrieb:

                    Das heißt, der CDU geht es nicht um das Problem der Finanzierung von Organisationen, die dann die politische Agenda der Regierung umsetzen. Der CDU geht es lediglich darum, dass es die falsche Regierung war, die sich des Instruments bediente.

                    Unter den herrschenden Bedingungen ändert sich nichts, es wird nur eine Blockpartei gegen eine andere ausgetauscht.

                    Also – bei einigen Punkten denken wir wohl ähnlich bis gleich, bei anderen einfach nicht so. Finde ich persönlich jetzt aber nicht tragisch.

            2. Nur weil man ewss so Will, heißt das nicht, dass es den eigenen Interessen dient bzw gut für einen ist: siehe Alkohol- und Zigarettenkonsum. Ansonsten sagt mir Deine Analyse durchaus zu. In gewisser Weise habt ihr beide recht

          1. Ach, hübsch, der stolze, sozialdarwinistische Vollzeitdeutsche, der wegen seiner rassistischen, beleidigenden und gewaltverherrlichenden Sager dauernd gesperrt wird, hat einen neuen Nick.

            Sagen Sie mal – was ist eigentlich aus Swingerkid geworden? Bei dem, dessen Name angeblich nicht genannt werden darf, ist die Aktenlage ja klar:

            We did it, we bashed them, wee Potter’s the one, and Voldy’s gone mouldy, so now let’s have fun!

            Tragisch, keine Frage.

            Noch schlimmer freilich, dass Sie jetzt die Opfer eines Justizmords in Ihrem neuen Benutzernamen verhunzen.

            Für Sie daher einfach ein gepflegtes: ⛔🧌

            1. Mon dieu, du dauerlamentierender, dich ewig in der Opferrolle wähnender, den Überwachungsstaat verdammender Möchtegernrebell: der Finger, mit dem du zeigst, zeigt auf dich zurück. Aber das weißt du ja. Du spuckst auf die Arbeiterklasse, mit jedem deiner Worte. Du bist einfach nur ein fauler, nichtsnutziger, parasitärer Mitläufer. Ständig am lamentieren, ständig am diffamieren. Huh, andere sind hier gesperrt worden. Nein sowas. Woher weißt du denn das? Hast du denn etwa eine Darht zu den „Herrschenden“, zu den „Mächtigen“, zu den hier Überwachenden? Du bist der personifizierte Schwall im All, nutzlos, sinnlos, einfach nur ein Wurmfortsatz. Mach´mal wieder Dreigroschenoper, du Salonrebell.

      2. Der gewünschte Umkehrschluß scheint zu sein, daß Leute die was Anderes gewählt haben automatisch clever sind. Interessant wäre doch so eine Balkendiagramm des sog. ÖR (legt ja entgegen den Fakten einen öffentlichen Auftrag nahe), welche Personengruppe der Ansicht sei, daß Wahlen erkennbar etwas an der politischen Grundausrichtung einer Gesellschaft ändern. Da hätte der Balken mit dem sog. Hochschulabschluß die Wolkendecke durchstoßen, was dann lediglich ein Beleg dafür ist, daß die Gleichrichtanstalten länger durchlaufen wurden und man es sich im Status quo so bequem als möglich gemacht hat.
        Die AfD ist nur eine weitere PsyOp, angelehnt an den historischen Faschismus, zur Tarnung eines modern angepassten diversifizierten Faschismus, der parteiübergreifend praktiziert wird.

  2. So langsam nervt er aber. Alle haben keine Ahnung außer ihm. Ich warte immer noch darauf, dass mal einer erklärt, was denn der Habeck falsch gemacht hat. Das Heizungsgesetz! Nein, das nicht. Da sind ihm zu viele zur Seite gesprungen, die wirklich Ahnung haben. Das Atomaus? Auch nicht. Jetzt wäre doch Gelegenheit zu einer sachlichen Analyse. Die Emotionen sind jetzt ja raus, es handelt sich um eine Nachbetrachtung.
    Will Flassbeck sagen, dass ein Wirtschaftsminister unbedingt Volkswirt sein muss? Bitte nicht. Das wäre dann die Sorte, die Reiner Heise in der Rentendebatte vorgestellt hatte.
    https://overton-magazin.de/top-story/luegen-mit-zahlen-2/

    Der eindimensionale Mensch, wie man früher gesagt hätte. Völlige Unfähigkeit, einen Gedanken außerhalb der neoliberalen Lügenideologie zu formulieren.

    Als Flassbeck studiert hat, war das noch anders, sicher. Aber heute gibt es nur noch diese. Da bin ich arg froh, dass der Wirtschaftsminister nicht aus dieser Blase kam.

    1. naja, erstens ist ‚keine Hirnis in Verantwortung‘ ein Widerspruch zu seinem anderen Artikel ‚CDU-Regierung mit AfD‘.
      Zum anderen: wer meckert denn da? Die AfD-Fraktion der Foristen?
      Aber warum denn nur? Warum?

      FDP, CDU, AfD – das ist eine konservative Sauce.

      1. @Jan Solo:
        Warum?
        Deutschland braucht offensichtlich einen massiven Schock damit es mal hoffentlich etwas klarer wird und gerade danach keine depperten an die Macht mehr lässt!

    2. @notabene:
      Hier sind etwa 60% die ihm folgen können und der Rest besteht zum Großteil aus AfD-Anhängern, die natürlich mit Flassbeck auf Kriegsfuß sind… Schließlich beten diese Alice an, die eine absolut konträre Meinung im Vergleich zu Flassbeck hat.

    3. Es handelt sich um einen Ausschnitt aus einem Video vom 30. Oktober 2024. Die Reaktionen zeigen, wieviele Leser sich das Video damals(TM) angeschaut haben. Aber man kann sich natürlich auch in einem zeitlichen Abstand von 4 Monaten sehr erregen, ohne inhaltlich irgendetwas verstanden zu haben. Aber besser spät als nie ;->

      (Himmel, was ist das hier für ein Niveau! Kein Wunder, dass alle Kommentatoren, die auch nur einen Meter geradeaus denken können, sich mehr und mehr zurückhalten.)

  3. Was hat Habeck falsch gemacht sagen wir mal so ein großer Teil der Bevölkerung kann sich seine Hirngespinste nicht leisten.Und ständig den Gaul von hinten auf Zäunen geht auch nicht Atomenergie abschalten obwohl die Erneuerbaren noch in den Kinderschuhen stecken ist auch nicht richtig.

    1. Das Heizungsgesetz ist nichts anderes als das, was die Skandinavier schon vor zehn Jahren gemacht haben. Worüber sie inzwischen sehr froh sind. Goldrichtig auch der Atomausstieg. Seither siehrt man in Bayern endlich Windräder und große Solaranlagen. Der Söder konnte nicht mehr anders. Sehr gut.

    2. Während die Erneuerbaren heute in Erwachsenenschuhen stecken und sehr günstig, günstiger als alle anderen, mehr als die Hälfte vom Strom erzeugen:
      Ist die Atomkraft in ihren Militär-Nagelstiefeln Größe 120 bereits im Babyalter vergreist. Sowas von Uropa-Technik!

      „Ein Atomkraftwerk ist eine in Beton gegossene Atombombe.“ (IPPNW, Kinderarzt Rosen)
      Nur weil sie Atombombe ist, gibt es diese teure Technik.

  4. Ein solches Maß an überspannter Selbstgefälligkeit ist nicht auszuhalten, Alle dumm, außer mir.
    Diese steilen Dauerattacken gegen den Rest der volkswirtschaftlichen Kollegen und gegen leitende Politiker sind wenig glaubwürdig. Sie widersprechen dem gesunden Menschenverstand wie auch der Normalverteilung an Kenntnissen und Intelligenz. Wie kommt jemand dazu, sich für die Spitze seines Faches zu halten? Der schlaue Mann äußert sich ja ebenso zu allen möglichen politischen Themen. Sicher ist er auch auf allen Feldern von gottbegnadeter Einzigartigkeit.
    Der Professor schadet seinem wissenschaftlichen Ruf.
    Er schreibt gut, das entspannte Reden fällt ihm schon viel schwerer.Der cholerische Druck schäumt gerne in sein Reden hinein. Und dann dieses seltsame Gekicher.
    Inwieweit sollte man ihm nach den zunehmenden Selbtüberhöhungen noch vertrauen?
    Da wird die Neugier auf sein neues Buch auch geschwächt,

    1. Ich bin sicher, er selber leidet auch unter den Zuständen. Aber die Zeiten, in denen jemand Bedeutung hatte, weil er es ja gut meint…. diese sind vorbei. Die Grünen haben dies allen gezeigt…

  5. „Meritokratie“ hieß das Zaubermittel, mit dem Bismarck im jungen Großstaat Deutschland eine funktionierende Verwaltung schuf und die Industrialisierung einleitete. Grundlagen für technische Spitzenleistungen wurden damit gelegt.
    „Meritokratie“ hieß auch das Zaubermittel, mit dem die chinesischen Kaiser schon vor tausend Jahren ein Großreich am Laufen hielten und die erste wirtschaftliche Supermacht des Planeten schufen.

    Heute und hier braucht man das alles nicht mehr? Scheinbar nicht: es würde nämlich den Deppen die Karrierewege versperren.

    Und leider gibt es mehr Deppen als Hochbegabte: bei Mehrheitsentscheidungen setzen sie sich dann durch.

      1. Richtig ist, Bismarck hat wie kein anderer die Industrialisierung Deutschlands gefördert: Mit einem großen mitteleuropäischen Markt (der Einigung Deutschlands) der auf ganz Europa ausstrahlte, mit Schutzzöllen gegenüber England und Förderung der einheimischen Industrie, kurz mit einer nationalen Industriepolitik und der Unterdrückung sozial-revolutionärer Tendenzen (mit Zuckerbrot und Peitsche).

    1. „Und leider gibt es mehr Deppen als Hochbegabte“

      Das halte ich für Unsinn, denn das liberale kapitalistische System züchtet sich seine Deppen heran. Geboren werden die Deppen noch als ganz normal begabte Menschen. Und die sogenannten Hochbegabten sind in der Regel auch nur in einem speziellen Gebiet hochbegabt.

    2. @noname

      Seien sie doch nicht so albern… Das wüde lediglich die Frage vberschieben. Die Macht hätten dann die, diejenigen, die die die Maht haben zu ehtscheiden wer ein Meritokrat ist!. Also so Figuren wie zb diese Beuyx., nur mal als Beispiel…

  6. Noch mal für alle.
    Von unten kommt nichts mehr, weil es de fakto keine vernünftige Bildung mehr gibt und das schon nun mehr seit 3 Dekaden.
    Deswegen haben wir ja auch keine Revolution.
    Und das die wenigen, wirklich Begabten und Gebildeten Leute entweder abgewandert sind, auch schon seit mindestens 2 Dekaden, oder aber keine Lust mehr haben, diesen Saustall zu managen, wird sich auch nichts mehr tun.

    1. Deswegen haben wir ja auch keine Revolution.

      Digga, Revolution is nicht, weil die gesellschaftlichen Bedingungen fehlen und weil Revolution verboten ist. Ist nicht wie in Katalonien oder Russland damals. Der Fluchtpunkt der Deutschen ist der Faschismus. Wenn hier die Wände wackeln, werden die nicht plötzlich Marx und Bakunin entdecken. Haben sie schon vor hundert Jahren nicht als selbsternanntes Kultur- und Bildungsvolk. Es liegt an der gesellschaftlichen Verfasstheit, der Normopathie, der autoritären Kultur – und natürlich an der Macht der herrschenden Kaste.

      Davon abgesehen: Das Problem ist nicht (allein) Google, sondern GAFA. Amazon, Facebook und Apple kommen noch hinzu. Und all die anderen!

      Für Freiheit und Sozialismus macht euch bereit! – Sind alle breit.

      1. Jaja, ich weiß, diese Liste ist sehr sehr lang…scheiss Kopfschmerzen, aber ich kann nicht schlafen… und vergiß Blackrock und die Radfahrer nicht…. 😉

        1. Wünsche Ihnen gute Besserung!

          Fragen Sie doch mal Ihre Mitbewohnerinnen, ob sie Ihnen bei Gelegenheit eine Terrine Hühnerbrühe kredenzen möchten. Sie können sich ja im Gegenzug revanchieren, wenn Sie wieder auf dem Damm sind. 😉

          1. Klar, dass du einem bekennenden Antisemiten die Stiefel leckst, wird hier auch niemanden mehr überraschen. Dass du in deinem Leben noch nicht einmal deinen Rücken gerade gemacht hast, noch nicht einmal für irgendetwas eingestanden bist, ist ja nun hinlänglich bekannt. Lächerliche, armselige Kunstfigur.

            1. Hetzen, verleumden, herumgoebbeln, spiegeln, Infantilismen, Hass auf als minderwertig erachtete Mitmenschen, Todeswünsche… wie klein Sie sich mal wieder machen. Und wie deutsch Sie sind, so zutiefst deutsch.

              Jeden Tag dieselbe Platte 💿, jeden Tag dieselben abgedroschenen Hetzreden und Sie denken Mitforisten würden es nicht bemerken, nur weil Sie sich wechselnder Accounts bedienen? Wie lächerlich! 🤣

              Gehen Sie woanders trollen, hier ist: ⛔🧌

      2. “ Der Fluchtpunkt der Deutschen ist der Faschismus.“
        Ist das so ? Sie betonen ja selbst häufig (und vielfach zu recht) so gerne, daß man sich vor Verallgemeinerungen hüten sollte.
        „Jede geistige und psychische Disposition, welcher Größenordnung auch immer, hat ihren schöpferischen, aber auch ihren destruktiven Aspekt. Beide Aspekte, als Entwicklungsmöglichkeiten, sind häufig nur durch eine dünne Wand getrennt. So kann, um ein Beispiel zu geben, der schöpferische Aspekt des ‚Irrationalismus‘ – etwa weisheitsvolle Relativierung des Inntellekts, lebendige Unmittelbarkeit oder Befähigung zum Kunstschaffen – umkippen in Geistfeindlichkeit, Regression (im Sinne der Jungschen Archetypenlehre), ja Barbarei. Dies sei betont, um naheliegende Mißverständnisse und Fehlurteile zu vermeiden. So wäre es töricht und auch unredlich, anzunehmen, der deutsche Geist sei per se oder wesensmäßig ‚faschistoid‘, wie dies nach 1945 verschiedentlich behauptet wurde“.
        („Nietzsche, Hitler und die Deutschen“, Jochen Kirchhoff).

        1. Es gibt für mich nicht den deutschen Geist, weil es für mich die Deutschen nicht gibt. Das hier bezog sich auf die Mehrheitdeutschen, über die ich mich mit dem Mitforisten verschiedentlich ausgetauscht habe. Das hätte ich ausführlicher darstellen können, gerade eingedenk von Mitlesern, aber man will und soll ja hier nicht immer lang schreiben.

          Zum Hintergrund meines Arguments: Der Fluchtpunkt der deutschen Mehrheitsgesellschaft war historisch wiederholt der Faschismus, was man auch an den Pandemie-Maßnahmen gesehen hat. Die drei im 20. Jahrhundert maßgeblich vom Faschismus geprägten Länder Deutschland, Italien und Österreich bildeten eine zeitlang die Top-3 der Länder mit den schärfsten „Maßnahmen“. In meinen Augen nicht von ungefähr. „Liberale“ Länder wie die Schweiz oder Schweden standen dahingehend zurück. Deswegen schrieb ich oben:

          Es liegt an der gesellschaftlichen Verfasstheit, der Normopathie, der autoritären Kultur – und natürlich an der Macht der herrschenden Kaste.

          Und selbst ein kritikwürdiger Typ wie Adorno hat zurecht darauf hingewiesen, dass nach dem Zweiten Weltkrieg in der BRD eben die festgefügten, autoritären Einstellungsmuster,
          welche den NS-Aufstieg ermöglichten, allenfalls in den Untergrund abgedrängt und die Identifikation mit dem Regime und der Disziplin nie wirklich radikal zerstört worden sind. Zudem sind die sozio-ökonomischen Ursachen des Faschismus alles andere als beseitigt worden (kapitalistisches System, Imperialismus etc.). Mit einem spezifischen Geist hat das in meinen Augen weniger zu tun als mit der Struktur des gesellschaftlichen Systems.

          Deswegen schrieb ich dem Mitforisten sinngemäß, dass wenn hier die Wände zu wackeln beginnen und der Kataklysmos eintreten sollte, es in meinen Augen unwahrscheinlich ist, dass ein besseres System dem bisherigen nachfolgen würde. Erwartbar erscheint mir, dass ein autoritäres System das andere ablöst und dass dieses, wie zuvor in der deutschen Geschichte, eben wieder der Faschismus sein wird.

          1. Das überzeugt mich, ehrlich gesagt, nicht wirklich.
            Einerseits davon zu sprechen, daß es ‚die‘ Deutschen nicht gibt (wo ich Ihnen auch durchaus noch beipflichten würde), und andererseits von ‚Mehrheitsdeutschen‘ zu schreiben, klingt für mich ein wenig nach Ausscheidung von Trockenfrüchten.
            Daß es gerade in Deutschland und Österreich ‚festgefügte, autoritäre Einstellungsmuster‘ gab und gibt, und sich mit diesen nie ernsthaft auseinandergesetzt wurde – darüber brauchen wir wohl nicht zu diskutieren, da stimme ich mit Ihnen überein. Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob man immer das große Wort ‚Faschismus‘ für vielerlei Verhaltensweisen bemühen muss (ähnlich wie beim in den letzten Jahren viel zu inflationär benutzten Begriff ‚Widerstand‘ für das Nicht-Mitmachen beim offiziell vorgegebenen Irrsinn).
            Autoritätsgläubigkeit, Obrigkeitshörigkeit, mangelnde bzw. fehlende Selbstreflexion, nicht nachdenken bzw. kommunizieren wollen – ja; aber Faschismus ? Ich bin mir auch nicht sicher, ob das Verwenden solcher Begrifflichkeiten unbedingt weiterführend ist.
            Aber wenn wir schon dabei sind : es gibt für mich – zumindest näherungsweise – schon so etwas wie den deutschen Geist. Der sich einfach aus seiner Geschichte, seiner Kultur, den Menschen, die dieses Land hervorgebracht hat, uvm. speist (und es dementsprechend auch einen französischen, russischen, indischen, etc. Geist gibt). Und das heißt mitnichten, alle Menschen über einen Kamm scheren und gleichmachen zu wollen.
            Noch ein Zitat ? 😉
            „Denn es gibt nur ein Deutschland, nicht zwei, nicht ein gutes und ein böses, und Hitler, in all seiner Elendigkeit, ist kein Zufall; nie wäre er möglich geworden ohne psychologische Vorbedingungen, die tiefer zu suchen sind, als in Inflation, Arbeitslosigkeit, kapitalistischer Spekulation und politischer Intrige“.
            (Thomas Mann, 1940 (!))

  7. »Man darf keine depperten Leute in Verantwortung bringen«

    Tja, Herr Flassbeck… Leider müsste man dazu die Demokratie abschaffen….
    Sie wissen schon.. Wahlen und Urnenpöbel…

    1. @Michael Eyquem:

      Nein… Die Aussage ist hochdemokratisch!
      Nur muss erst einmal die Bevölkerung erkennen, dass Depperte in Machtpositionen fehl am Platz sind und das hat er in den anderen Artikel bestens erklärt.
      Brandmauer weg und innerhalb weniger Monate sieht man es, dass die es einfach nicht können, gerade weil diese von VWL nicht im Ansatz Grundlagen verstehen und das Land in Rekordzeit so tief in die Scheiße reinreiten. Noch weit schneller und tiefer als die Ampel!

      Und schon jetzt will Merz die Schuldenbremse reformieren und hunderte Milliarden an neuen Schulden aufnehmen um *’trommelwirbel* aufzurüsten…. Was für ein ***********
      Und Habeck, der dem natürlich zustimmt, will das noch in dieser Legislaturperiode durchbringen, weil es könnte ansonsten im neuen Bundestag mit den Linken und ggf. mit der AfD ein Problem geben.
      Wobei: Ich fürchte auch die AfD würde dann nachgeben… Denn ohne neue Schulden, wird eine Aufrüstung kaum zu stemmen sein, wenn man weiter auf Steuersenkung für die Reichen setzt! Steht beides auf der Prioritätenliste der AfD!

      1. “ Nur muss erst einmal die Bevölkerung erkennen, dass Depperte in Machtpositionen fehl am Platz sind und das hat er in den anderen Artikel bestens erklärt.“

        Und wer soll das ändern?

        “ Brandmauer weg…“

        Und wer soll das ändern?

        “ Und schon jetzt will Merz die Schuldenbremse reformieren und hunderte Milliarden an neuen Schulden aufnehmen um *’trommelwirbel* aufzurüsten…. Was für ein ***********“

        Und wer soll das ändern?

        Das Problem, das sie haben ist, dass sie sich nicht für die tatsächlich existierende Realität interessieren.
        Wenn das, was sie fordern möglich wäre, dann hätten wir diese Probleme doch gar nicht.
        DE hat nun mal nur diesen einen Urnenpöbel, und wie der wählt, was der will oder nicht will, das haben sie doch gerade gesehen.

        Was genau verstehen sie denn daran nicht?

        1. Das einzige was Sie richtig sagen: Ich verstehe Sie schlicht nicht! Bei dem Kuddelmuddel auch nicht einfach.
          Noch mal kurz zum mitschreiben, damit Sie mich vielleicht ein kleines bisschen verstehen:
          Bevor man nicht Kenntnis von irgendetwas hat, kann man kaum eine gute Entscheidung treffen…
          Die Forderung von Flassbeck, der ich mich anschließe, ist die AfD ruhig mit an die Macht kommen zu lassen. Dann sieht der frustrierte Teil Bevölkerung schnell, dass die auch nicht in ihrem Interesse handeln, und daher NICHTS anderes sind als die bisherigen Machthaber.
          Mal davon abgesehen: Die AfD hat nur einen einzigen Zweck: Eine Honigfalle für die Frustrierten.

          Sie behaupten was von Urnenpöbel… Ein dummer Pöbel bleibt dieser nur wenn er dumm gehalten wird, wie es jetzt der Fall ist.
          Flassbeck fordert doch die Aufklärung durch Sichtbarmachung!
          Also was labern sie da für einen kompletten Scheiß?!?

          Das hat jetzt nichts damit zu ob das realistisch passieren wird, sondern es wird darüber diskutiert was am besten wäre.
          Die CDU wird sich nun hüten die Brandmauer vor der nä. BTW abzuschaffen, denn diese garantiert eigentlich die Macht. Es sei denn Merz lässt sich überrumpeln. Dieser neigt tatsächlich dazu!

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