Wie blickt Gabriele Gysi heute auf die sogenannte Wiedervereinigung? War es ein Aufbruch oder eher ein „Anschluss“ der DDR?
Journalist Roberto De Lapuente spricht mit Schauspielerin, Regisseurin und Autorin Gabriele Gysi über persönliche Erinnerungen, politische Deutungen – und ein durchaus lebhaftes Gespräch.
Gabriele Gysi ist Schauspielerin, Regisseurin und Autorin. Sie arbeitete u. a. an der Volksbühne Berlin und an verschiedenen Theatern im In- und Ausland. Seit vielen Jahren ist sie freischaffend tätig und lebt in Berlin.
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Entschuldigung ihr zwei unterhaltenden Personen, ich habe wieder nicht in die Röhre geschaut.
Wenn etwas gespalten wurde, war das gespaltete Deutschland durch andere Kräfte, immer noch ein Deutschland.
Diese Kräfte die Deutschland gespalten hatten, hatten nicht eine Idee über die deutsche Gesellschaft, obwohl, diese zerschritten ist über Ideologie, aber menschlich ein Volk war.
Obwohl dieses Vereinigtes Deutschland nie über eine wiedervereinigtes Deutschland ein Referendum verübte, über ihre Verfassung, bleibt im Himmel stehen.
Auf gut oder wenig deutschen Akzent, wo oder wann wird Referendum über die deutsche ‚Nationalität‘ gehalten?
Welche deutsche Partei initiiert solch ein Referendum?
Wie können Ost oder westdeutsche über etwas befinden, das ideologisch zerstört wurde?
1. Hinterher ist man immer schlauer. Niemand kann die Vergangenheit ändern. Man sollte sie weder verteufeln noch verklären. Man sollte aber daraus lernen.
2. Die „Kehre“ hat mich tatsächlich überrascht und damit meine ich nicht die Tatsache, dass 1989 die innerdeutsche Mauer fiel und sich der Warschauer Pakt auflöste. Ich meine damit, dass ich damals ein paar Stunden lang geglaubt habe, dass wir jetzt von Marxisten (Chemnitz hieß sogar mal Karl-Marx-Stadt) überrannt werden, was aber nicht der Fall war. Es kamen viele „Trabbis“, aber keine Marxisten. Die Brüderinnen und Brüder in Ostdeutschland hatten vom Marxismus ungefähr so viel Ahnung, von Wissen und Verstehen wollen wir gar nicht reden, wie die westdeutschen Bürgerinnen und Bürger vom Kapitalismus.
3. Es gibt den Spruch: Die Revolution frisst ihre Kinder. Das kann man auch bei dieser „friedlichen“ Revolution sehen. Diejenigen, die immer Montags auf die Straße gingen als es noch gefährlich war, weil man nicht wusste, was dabei herauskommen würde, wurden zwar nicht „gefressen“, aber ein bis zwei Jahre später verschwanden die meisten von ihnen in der Bedeutungslosigkeit.
Hervorgekrochen und auf den fahrenden Zug aufgesprungen sind dann die schwarzen Engel, die Gaukler der Freiheit und andere Opportunisten und Duckmäuser des ehemaligen DDR-Regimes. Ein Kabarettist vermutete einmal, dass der schwarze Engel beim Fall der Mauer in der Sauna gewesen wäre. Jedenfalls wurde der schwarze Engel jahrelang wiedergewählt, nicht nur von vielen Westdeutschen, sondern auch von vielen Brüderinnen und Brüdern der ehemaligen DDR.
4. Feststellen kann oder muss man auch, dass die „Wende“ inzwischen geradezu ins Gegenteil umschlägt und von einem gleichgeschalteten sozialistischen System zu einem gleichgeschalteten kapitalistischen System führt. Es gibt zweifelsohne Punkte, bei denen die Kritik dieser „alternativen“ blauen Partei an den etablierten Parteien berechtigt ist. Was Ökonomie und das Soziale angehen, ist diese „alternative“ Partei keine Alternative und so schwarzbraun wie die etablierten neoliberalen Parteien. Die Vorsitzende dieser „alternativen“ Partei kuschelt in einem Interview sogar mit einem milliardenschweren US-Oligarchen und Sozialdarwinisten, der den eigenen Hals nicht voll kriegt, Adolf Hitler unwidersprochen als „Kommunisten“ bezeichnet und kein Problem damit hat, wenn Flüchtlinge im Mittelmeer ersaufen.
„Brüderinnen und Brüder“
auf solchen Schmarrn wärn wir Ossis von alleine nicht gekommen, Marxisten hin oder her 8)
Nicht falsch, war erstaunt 1991 als ich von einem US- Diplomaten eingeladen wurde, was der über Marxismus wusste. Das was ich an der DDR- Hochschule gelernt hatte war weit weniger.
Das stimmt. Das ist mir bei Ossifrauen immer aufgefallen, wie selbstbewusst die waren. Da war einfach Gleichstellung selbstverständlich. Was heute noch zu spüren ist. Die Unseren hingegen sind zickig und herablassend gegen Männer. Das war in der DDR offenbar besser.
Wissr ihr was? Wenn mir diese BRD zu sehr auf den Senkel geht, bewerbe ich mich auf der DDR-Mondbasis. Die sind so herrlich normal und sagen „Freundschaft“
https://www.youtube.com/watch?v=r4XfVBI3mjo
Das mit dem „zickig sein“ entwickelt sich, wenn man „Wessi-Männer“ kennen lernt. Diese erwarten das scheinbar und haben Spaß daran. (Weil selber zickig?)
Bin nicht der Meinung, dass sich es sich gelohnt hat, dieses Video von vier oder fünf Minuten Länge anzusehen und anzuhören.
Was soll der Erkenntnisgewinn sein? Dass die Männer in der DDR noch normaler waren als im Westen und die Frauen zugleich selbstbewusster? Nun, das wusste man auch schon vorher.
Oder ist das jetzt nur ein Trailer für das eigentliche Interview, in dem es dann vielleicht sogar wirklich um die in der Überschrift gestellte Frage geht?!?
Seien wir ehrlich: Die DDR war das beste Deutschland das Deutsche jemals in ihrer Geschichte hatten. Der erste und einzige Friedensstaat – und nicht nur das: https://t.me/marxengelsleninstalin/17785
Die DDR war genau so ein Miststaat wie der jetzige es auch ist. Es gibt absolut keinen Grund die DDR irgednwie zu glorifizieren. Und was die Frieffertigkeit angeht, die DDR- Führung wäre gern zum Prager Frühling und zum Umsturz in Polen einmarschiert, die Truppen legerten beide Male schon in der Muskauer Heide, es war nur der NVA Generalität die Intervenierte, und der Angst der sowjetischen Führung vor äußerst unschönen Bildern zu verdanken, daß das nicht passierte.
Nein, Ulbricht hat es damals abgelehnt mit Hinweis auf den 2. WK. Du solltest deiner BILD nicht jeden Unsinn ungeprüft glauben. Die westl. Farbenrevolutionen von 1953, 1956, 1968 scheiterten so oder so, das Volk sah jeweils die Gewalttätigkeiten, die Morde und Folter die diese vom Westen bezahlten „Revolutionäre“ anrichteten.
Man sollte schon realistisch bleiben, die DDR war der beste deutsche Staat den es jemals gab.
https://sascha313.wordpress.com/2019/05/05/kay-strathus-ein-staat-in-dem-40-jahre-lang-mangel-herrschte/
Es gab in der DDR
keine Ausbeutung
keine Arbeitslosigkeit
keinen Mietwucher
keine Obdachlosigkeit
keine Kinderarmut
keine Altersarmut
keine Geschäfte mit der Angst
keine Abzocker und Kredithaie
keine Schuldenfallen und Schuldeneintreiber
keine Diskriminierung der Frau
keine Amokläufe in Schulen
keine Naziparteien
keine Revanchistenverbände
keine Wehrmachtstraditionsvereine
keine „Pressefreiheit“, denn es gab
keinen Sensations-, Gossen- und Hysterie-Journalismus
keine Klatsch-und-Tratsch-Presse
keine Kriegspropaganda
keine Waffenlobbyisten
keine Kriegsbeteiligung
keine Rassenhetze
keine Monopolkapitalisten.
@Simon
Schockierend, was Sie hier schreiben.
Die DDR war ein Miststaat, war eine menschenverachtende Diktatur, die es vollkommen normal fand, in ihren Bildungseinrichtungen Schüler im Sinne des „autoritären Charakters“ (Fromm) bzw. des „autoritären Charakters“ zu vergewaltigen und zu zu formen. Gebrochene Menschen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Autorit%C3%A4rer_Charakter
Schon die Jugendwerkhöfe vergessen, die Strafbataillone, die Stasi, Bautzen I als „Speziallager Nr. 4“, das Zuchthaus Brandenburg?!
Schon vergessen, wie manchen Eltern ihre Kinder weggenommen wurden, wie der SED-Staat versucht hat, Jasager und Denunzianten heranzuziehen, wie er eine Militarisierung der Jugend und des Denkens betrieben hat (Stichwort: Wehrkundeunterricht ?
Schon die an der Mauer erschossenen „Republikflüchtlinge“ vergessen?!
Schon die DDR-Lügenpresse vergessen, die Realitätsfälschung in der „Aktuellen Kamera“ oder die bizarr eingeschränkte Forschungsfreiheit in den Geistreswissenschaften?
Ach ja, dreckig war die DDR auch. Bei Leuna war kaum je der blaue Himmel zu sehen, manche Flüsse waren tot und als ich 1988 einmal bei Lüchow-Dannenberg (in Niedersachsen) am Ufer der Elbe stand, da stank der Fluss nach Chemie.
—
Ja, @ Simon, das alles fehlt in Ihrer Apotheose (Verherrlichung).
Blödsinn, meinen Vater haben sie als reservisten 1968 in einer nacht und nebelaktiobn aus dem Haus geholt, danach saßen sie wochenlang voll aufmunitioniert und unter Funkstille in der Muskauer Heide…
Welche Instanz hat das Recht oder wurde von wem wann legitimiert, abschließend zu definieren, was „alles richtig“ ist, heißt oder bedeutet?
Die Fragestellung erinnert mich an den unsäglichen Idiotie-Begriff „Haltung“.
An die Redaktion
Ich finde es sehr betrüblich, dass die „Korrektur-Funktion“ abgeschafft wurde … u. a. m.
Haben wir 1989 alles richtig gemacht, Frau Gysi?
Der Beitrag ist ein erneuter kurzer Schnipsel aus einen längeren, über 47 Minuten dauernden Interview. Der erste Beitrag bei OVERTON daraus war am 02.02.26 mit dem Titel “Feindbild Ost: Wie alte Anti-DDR-Narrative weiterwirken“.
In diesem neuen Beitrag stellt Frau Gysi die eigentlich entscheidende Frage nach dem Geheimnis des “Mauerfalls von 1989“.
Hier meine Antwort dazu, in Anlehnung meines Beitrages von 02.02.26, nur in angepasster Form.
Sie stellen in dem neuen Beitrag die Frage :
“Es sieht wie eine Inszenierung aus und wer sollte das so genau inszenieren?“
,Ich möchte Ihnen mit diesem Beitrag eine mögliche Antwort auf Ihre Fragestellung geben.
Dabei beziehe ich mich auf die Ausführungen von:
– Michael Wolski in seinen vier Büchern, die alle unter dem Titel “1989 Mauerfall Berlin “ laufen.
– Auf die Ausführungen von Reinhard Otto Kranz
in seinen Büchern “OPERATION LJUTSCH
Schlüssel zur Deutschen Einheit“ Band 1 und 2
– Auf den Beitrag “Russlands Oligarchen und die City of London“ 15.Januar 2026 Medien Portal Peds Ansichten
– Sowie eigenen Recherchen
Frau Gysi fragt nach dem Geheimnis der “Maueröffnung“.
Das ist kein Geheimnis.
Diese wurde in Moskau lange geplant, organisiert und in einer Geheimdienstoperation ausgeführt. Der Name der Operation lautete Lichtstrahl “ луч (Ljutsch)“. Der KGB-Offizier Anatolij Nowikow leitete die Geheimoperation “Lichtstrahl“ in der DDR.
Er war der letzte Leiter der Berliner Auslandsdienststelle des KGB. Eines der Ziele der Operation“Ljutsch“ war es, neben der „Maueröffnung“, unter reformwilligen DDR-Bürgern aus allen Bereichen der Gesellschaft Einflussagenten zu rekrutieren, die bereit waren in der Operation “Ljutsch“ bewusst oder unbewusst mitzuarbeiten.
Der legendäre Schabowski-Zettel, der die Grenzöffnung ermöglichte und das Ende der DDR besiegelte, wurde auf Veranlassung von Nowikow erstellt.
Anatolij Nowikow starb 2004 in Moskau.
Parallel dazu gab es in allen sogenannten “Ostblockstaaten“ gleiche Geheimdienstoperationen.
In Ungarn lief die Operation “Schlaglicht “, mit dem Ziel der Grenzöffnung zu Österreich anlässlich des “Paneuropäische Picknick“ an der ungarisch-österreichischen Grenze zwischen Sopron und Sankt Margarethen im Burgenland am 19. August 1989.
die Operation “Herbstlicht“ in der Tschechoslowakei. Diese bestand aus zwei Teilen. Die spektakuläre Botschaftsbesetzung der BRD im Oktober 1989, um so eine Ausreisegenehmigung in die Bundesrepublik zu erwirken.
Der zweite Teil war am 17. November 1989 in Form des friedlichen Studentenmarsches in Prag. Es war der Beginn der “Samtenen Revolution“, die zum Sturz der Regierung in der Tschechoslowakei führte .
Operation “Karpatenlicht“ in Rumänien. Diese Operation lief nicht ganz so friedlich ab. Vom 16. bis 27. Dezember 1989 kam es in Bukarest, Timisoara und anderen Städten zu gewalttätigen Unruhen und blutigen Kämpfen. Diese führten zum Sturz der Regierung und zur öffentlichen Hinrichtung von Ceausescu und seiner Frau Elena. Kenner der Hintergründe sagen, das sei auf massives Wirken und Steuerung durch ausländischen Geheimdienste entstanden, die die berechtigte Wut der Bevölkerung auf das repressive Ceausescuregime ausnutzten.
Das Ergebnis des “Mauerfalls“ war die Wiedervereinigung, auf der Grundlage des Zwei plus vier Vertrages.
Nach dieser Wiedervereinigung hatten die Eliten der Bundesrepublik in Politik, Wirtschaft und Finanzwesen nach der sogenannten “Friedlichen Revolution“ ein erhebliches Problem; wie verhindere ich, das der Geist der “Friedlichen Revolution“ von 1989, als die Bürger der DDR in “Bürgerforen“ und “Runden Tischen“ basisdemokratisch die politische Macht übernahmen, in der Bundesrepublik dauerhaft verhindert wird, weil das auch die Herrschaft der herrschenden Klasse, der Eliten in Politik und Wirtschaft, gefährden kann.
Nach einer weitverbreiteten Auffassung der westdeutschen Eliten waren die Neubürger in den “Neuen Bundesländern“ irgendwie anders
und vorbelastet, so wie das einmal Springer-Chef Döpfner zum Ausdruck brachte:
„Die Ossis sind entweder Kommunisten oder Faschisten. Dazwischen tun sie es nicht“, oder Marco Wanderwitz, CDU, der ehemalige Ostbeauftragte formulierte das so:
“Teile der ostdeutschen Bevölkerung seien “Diktatursozialisiert“ und auch nach 30 Jahren nicht in der Demokratie angekommen“.
Da musste natürlich aus westdeutscher Sicht ernsthaft etwas dagegen getan werden!
In zahlreichen Gesprächen und Diskussionen mit Experten und Beratern in den Hinterzimmern der wahren Macht, wurden strategische Maßnahmen dazu aufgestellt. Als grundsätzliche Strategie wurde festgelegt: man muss die Gesellschaft nicht nur spalten, sondern atomisieren, um einen inneren Zusammenhalt der Menschen weitestgehend zu verhindern d. h. die Spaltung in den einzelnen Bereichen und Schichten der Bevölkerung und zwischen Ost und West. Nur das sichert die dauerhafte Vormundschaft und Vorherrschaft der Westdeutschen über die Ostdeutschen. Das das gelungen ist, erleben wir bis heute jeden Tag als fester Bestandteil dieses Spaltungskonzeptes!
Das zweite Problem war, wie bringt man die Kommunisten und Diktatursozialisierten in der bundesdeutschen Gesellschaft problemlos unter, vorallen die Nachfolgeorganisationen der ehemaligen Staatspartei SED und deren ehemaligem Mitglieder. Das Konzept dafür, man erzeugt ein nicht genau definierbares aber wirkungsvolles Schuldgefühl.
Die Nachfolgeorganisation der ehemaligen Staatspartei SED wurden durch “sozialdemokratisieren“ in ihrer Wirksamkeit und Reichweite eingeschränkt und neutralisiert. Da tauchten, wie aus dem Nichts aus den “alten Bundesländer“ Personen auf, alle mit irgend einer Legende versehen worden waren und übernahmen sofort Führungsfunktionen. Wie das Erfolgte, ein Beispiel wie aus dem Lehrbuch, ist die Sozialdemokratisierung der PDS, später LINKE, in Thüringen.
Das Fazit daraus ist, der “Mauerfall“ war kein Zufall, sondern eine gut vorbereitete und organisierte Geheimdienstoperation, die lange vor 1989 begann. .Weiter gilt als gesichert, das spätestens seit 1986 alle wichtigen westlichen Geheimdienste und somit auch die Regierungen von dem geplanten Mauerfall informiert waren. Es gibt auch
ernstzunehmende Hinweise, das es sogar eine Zusammenarbeit mit den sowjetischen KGB gab.
“Tear down this wall!”
„Reißen Sie diese Mauer nieder!“ ist die Aufforderung des US-Präsident Ronald Reagan in West-Berlin am 12. Juni 1987, die er an den Regierungschef der Sowjetunion, Michail Gorbatschow, richtete. Diese Aufforderung, die Berliner Mauer zu öffnen, gilt heute als Beweis dafür, das der beabsichtigte “Mauerfall“ in westlichen Regierungen früh bekannt war!
Die Sowjetunion zerfiel nicht durch eine Kombination aus tiefgreifenden wirtschaftlichen Problemen (Rückstand gegenüber dem Westen, hohe Militärausgaben, Abhängigkeit vom Öl), sondern durch aktive Beeinflussung von leitenden Mitarbeitern der verschiedenen sowjetischen Geheimdienste und geldgierigen leitenden Angestellten aus der sowjetischen Politik und Wirtschaft, die in dem Zusammenbruch von Staat und Wirtschaft die einmalige Chance sahen, sich am Reichtum des Landes maßlos zu bereichern. Frei nach dem Motto:
Wir plündern das Land aus, füllen uns die Taschen und vermehren den gestohlenen Reichtum im westlichen Ausland. Vor allem in Großbritannien. Dabei war Gorbatschows Glasnost und Perestroika die willkommene Transportkarre!
Hört heute noch jemand etwas davon?
Gorbatschow hat seine Schuldigkeit getan und ist vergessen!
Werte Frau Gysi, was mich eigentlich sehr verwundert, Sie als die ältere Schwester von Gregor Gysi, haben Sie nie über das “Wunder des Mauerfalls“ mit Ihrem Bruder darüber gesprochen? Ihr Bruder zählte doch zu den führenden Reformisten Gorbatschows in Ostdeutschland und innerhalb der SED. Seine spektakuläre Rede auf der Massenkundgebung auf dem Ost-Berliner Alexanderplatz ist mir noch in guter Erinnerung. Eine noch interessantere Frage für mich wäre, war Gregor Gysi in die Operation “Ljutsch“ eingebunden
ZWEITER VERSUCH, NACHDEM DAS ZENSURREGIME WIEDER ERBARMUNGSLOS ZUGESCHLAGEN HAT!
Haben wir 1989 alles richtig gemacht, Frau Gysi?
Der Beitrag ist ein erneuter kurzer Schnipsel aus einen längeren, über 47 Minuten dauernden Interview. Der erste Beitrag bei OVERTON daraus war am 02.02.26 mit dem Titel “Feindbild Ost: Wie alte Anti-DDR-Narrative weiterwirken“.
In diesem neuen Beitrag stellt Frau Gysi die eigentlich entscheiden Frage nach dem Geheimnis des “Mauerfalls von 1989“.
Hier meine Antwort dazu, in Anlehnung meines Beitrages von 02.02.26, nur in angepasster Form.
Sie stellen in dem neuen Beitrag die Frage :
“Es sieht wie eine Inszenierung aus und wer sollte das so genau inszenieren?“
,Ich möchte Ihnen mit diesem Beitrag eine mögliche Antwort auf Ihre Fragestellung geben.
Dabei beziehe ich mich auf die Ausführungen von:
– Michael Wolski in seinen vier Büchern, die alle unter dem Titel “1989 Mauerfall Berlin “ laufen.
– Auf die Ausführungen von Reinhard Otto Kranz
in seinen Büchern “OPERATION LJUTSCH
Schlüssel zur Deutschen Einheit“ Band 1 und 2
– Auf den Beitrag “Russlands Oligarchen und die City of London“ 15.Januar 2026 Medien Portal Peds Ansichten
– Sowie eigenen Recherchen
Frau Gysi fragt nach dem Geheimnis der “Maueröffnung“. Das ist kein Geheimnis.
Diese wurde in Moskau lange geplant, organisiert und in einer Geheimdienstoperation ausgeführt. Der Name der Operation lautete Lichtstrahl “ луч (Ljutsch)“. Der KGB-Offizier Anatolij Nowikow leitete die Geheimoperation “Lichtstrahl“ in der DDR.
Er war der letzte Leiter der Berliner Auslandsdienststelle des KGB. Eines der Ziele der Operation“Ljutsch“ war es, neben der „Maueröffnung“, unter reformwilligen DDR-Bürgern aus allen Bereichen der Gesellschaft Einflussagenten zu rekrutieren, die bereit waren in der Operation “Ljutsch“ bewusst oder unbewusst mitzuarbeiten.
Der legendäre Schabowski-Zettel, der die Grenzöffnung ermöglichte und das Ende der DDR besiegelte, wurde auf Veranlassung von Nowikow erstellt.
Anatolij Nowikow starb 2004 in Moskau.
Parallel dazu gab es in allen sogenannten “Ostblockstaaten“ gleiche Geheimdienstoperationen.
In Ungarn lief die Operation “Schlaglicht “, mit dem Ziel der Grenzöffnung zu Österreich anlässlich des “Paneuropäische Picknick“ an der ungarisch-österreichischen Grenze zwischen Sopron und Sankt Margarethen im Burgenland am 19. August 1989.
die Operation “Herbstlicht“ in der Tschechoslowakei. Diese bestand aus zwei Teilen. Die spektakuläre Botschaftsbesetzung der BRD im Oktober 1989, um so eine Ausreisegenehmigung in die Bundesrepublik zu erwirken.
Der zweite Teil war am 17. November 1989 in Form des friedlichen Studentenmarsches in Prag. Es war der Beginn der “Samtenen Revolution“, die zum Sturz der Regierung in der Tschechoslowakei führte .
Operation “Karpatenlicht“ in Rumänien. Diese Operation lief nicht ganz so friedlich ab. Vom 16. bis 27. Dezember 1989 kam es in Bukarest, Timisoara und anderen Städten zu gewalttätigen Unruhen und blutigen Kämpfen. Diese führten zum Sturz der Regierung und zur öffentlichen Hinrichtung von Ceausescu und seiner Frau Elena. Kenner der Hintergründe sagen, das sei auf massives Wirken und Steuerung durch ausländischen Geheimdienste entstanden, die die berechtigte Wut der Bevölkerung auf das repressive Ceausescuregime ausnutzten.
Das Ergebnis des “Mauerfalls“ war die Wiedervereinigung, auf der Grundlage des Zwei plus vier Vertrages.
Nach dieser Wiedervereinigung hatten die Eliten der Bundesrepublik in Politik, Wirtschaft und Finanzwesen nach der sogenannten “Friedlichen Revolution“ ein erhebliches Problem; wie verhindere ich, das der Geist der “Friedlichen Revolution“ von 1989, als die Bürger der DDR in “Bürgerforen“ und “Runden Tischen“ basisdemokratisch die politische Macht übernahmen, in der Bundesrepublik dauerhaft verhindert wird, weil das auch die Herrschaft der herrschenden Klasse, der Eliten in Politik und Wirtschaft, gefährden kann.
Nach einer weitverbreiteten Auffassung der westdeutschen Eliten waren die Neubürger in den “Neuen Bundesländern“ irgendwie anders
und vorbelastet, so wie das einmal Springer-Chef Döpfner zum Ausdruck brachte:
„Die Ossis sind entweder Kommunisten oder Faschisten. Dazwischen tun sie es nicht“, oder Marco Wanderwitz, CDU, der ehemalige Ostbeauftragte formulierte das so:
“Teile der ostdeutschen Bevölkerung seien “Diktatursozialisiert“ und auch nach 30 Jahren nicht in der Demokratie angekommen“.
Da musste natürlich aus westdeutscher Sicht ernsthaft etwas dagegen getan werden!
In zahlreichen Gesprächen und Diskussionen mit Experten und Beratern in den Hinterzimmern der wahren Macht, wurden strategische Maßnahmen dazu aufgestellt. Als grundsätzliche Strategie wurde festgelegt: man muss die Gesellschaft nicht nur spalten, sondern atomisieren, um einen inneren Zusammenhalt der Menschen weitestgehend zu verhindern d. h. die Spaltung in den einzelnen Bereichen und Schichten der Bevölkerung und zwischen Ost und West. Nur das sichert die dauerhafte Vormundschaft und Vorherrschaft der Westdeutschen über die Ostdeutschen. Das das gelungen ist, erleben wir bis heute jeden Tag als fester Bestandteil dieses Spaltungskonzeptes!
Das zweite Problem war, wie bringt man die Kommunisten und Diktatursozialisierten in der bundesdeutschen Gesellschaft problemlos unter, vorallen die Nachfolgeorganisationen der ehemaligen Staatspartei SED und deren ehemaligem Mitglieder. Das Konzept dafür, man erzeugt ein nicht genau definierbares aber wirkungsvolles Schuldgefühl.
Die Nachfolgeorganisation der ehemaligen Staatspartei SED wurden durch “sozialdemokratisieren“ in ihrer Wirksamkeit und Reichweite eingeschränkt und neutralisiert. Da tauchten, wie aus dem Nichts aus den “alten Bundesländer“ Personen auf, alle mit irgend einer Legende versehen worden waren und übernahmen sofort Führungsfunktionen. Wie das Erfolgte, ein Beispiel wie aus dem Lehrbuch, ist die Sozialdemokratisierung der PDS, später LINKE, in Thüringen.
Das Fazit daraus ist, der “Mauerfall“ war kein Zufall, sondern eine gut vorbereitete und organisierte Geheimdienstoperation, die lange vor 1989 begann. .Weiter gilt als gesichert, das spätestens seit 1986 alle wichtigen westlichen Geheimdienste und somit auch die Regierungen von dem geplanten Mauerfall informiert waren. Es gibt auch
ernstzunehmende Hinweise, das es sogar eine Zusammenarbeit mit den sowjetischen KGB gab.
“Tear down this wall!”
„Reißen Sie diese Mauer nieder!“ ist die Aufforderung des US-Präsident Ronald Reagan in West-Berlin am 12. Juni 1987, die er an den Regierungschef der Sowjetunion, Michail Gorbatschow, richtete. Diese Aufforderung, die Berliner Mauer zu öffnen, gilt heute als Beweis dafür, das der beabsichtigte “Mauerfall“ in westlichen Regierungen früh bekannt war!
Die Sowjetunion zerfiel nicht durch eine Kombination aus tiefgreifenden wirtschaftlichen Problemen (Rückstand gegenüber dem Westen, hohe Militärausgaben, Abhängigkeit vom Öl), sondern durch aktive Beeinflussung von leitenden Mitarbeitern der verschiedenen sowjetischen Geheimdienste und geldgierigen leitenden Angestellten aus der sowjetischen Politik und Wirtschaft, die in dem Zusammenbruch von Staat und Wirtschaft die einmalige Chance sahen, sich am Reichtum des Landes maßlos zu bereichern. Frei nach dem Motto:
Wir plündern das Land aus, füllen uns die Taschen und vermehren den gestohlenen Reichtum im westlichen Ausland. Vor allem in Großbritannien. Dabei war Gorbatschows Glasnost und Perestroika die willkommene Transportkarre!
Hört heute noch jemand etwas davon?
Gorbatschow hat seine Schuldigkeit getan und ist vergessen!
Werte Frau Gysi, was mich eigentlich sehr verwundert, Sie als die ältere Schwester von Gregor Gysi, haben Sie nie über das “Wunder des Mauerfalls“ mit Ihrem Bruder darüber gesprochen? Ihr Bruder zählte doch zu den führenden Reformisten Gorbatschows in Ostdeutschland und innerhalb der SED. Seine spektakuläre Rede auf der Massenkundgebung auf dem Ost-Berliner Alexanderplatz ist mir noch in guter Erinnerung. Eine noch interessantere Frage für mich wäre, war Gregor Gysi in die Operation “Ljutsch“ eingebunden.
die angegeben Bücher habe ich auch gelesen. Es spricht vieles dafür dass der 09.11.89 kein Versehen war. Zum einen war Schabowski erfahren, er wußte dass Gesetze immer einer Sperrfrist unterliegen bis sie in Kraft treten. Dann fällt in seiner Biografie auf dass er jahrelang in Moskau war zum Studium und seine Frau auch von dort stammt. Wie viele IMs der SU-Dienste im DDR-Staatsapparat wurden während ihres Aufenthalts in der UdSSR dort rekrutiert ? Peter Michael Diestel berichtete in einem seiner Bücher dass es wohl einige tausend gewesen sein müssten. 2 NVA Generale kamen zu ihm als DDR-Innenminister und erzählten ihm dass sie Staatsbürger der UdSSR seien…Nahezu alle Offiziere der NVA und Grenztruppen etc. hatten ab Major aufwärts an der Moskauer Militärakademie ein Aufbaustudium gemacht. Das war notwendig um überhaupt weiter befördert zu werden.
Dass es um den 09.11.89 innerhalb des Apparates rumorte zeigte auch ein Interview des letzten leiters der DDR-Kampfgruppenschule Horst Grade viele jahre später, er sollte am 10.11.89 die Kampfgruppen mobilisieren die Grenze wieder zu schließen (was er ablehnte).
@ostdeutscher47: Lesen Sie das Buch von Ferdinand Kroh „Wendemanöver“. Hier sind viele Fakten drin dass die maueröffnung kein Zufall war und z. B. bei den Diensten der USA und SU lange vorher als absehbar bekannt war.
Danke für den Literaturhinweis, kenne ich auch.
Für mich stellt sich die Frage, war Gorbatschow der geniale Politiker, der durch die Beseitigung des „Sozialistischen Weltsystems“ insgesamt, die innere Stabilität des nur noch ver-
bleibende kapitalistische System ( siehe Systemtheorie über selbstregulierende Systeme) immer mehr schwindet und es sich dann selbst zerstört. Erste deutliche Anzeichen dafür gibt es ja.