»Es ist erstaunlich, dass Pazifisten von heute auf morgen zu Bellizisten mutieren«

Krieg in der Ukraine
Tatyana Tkachuk, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons

Die deutsche Politik sollte auf eine Verhandlungslösung mit Russland setzen – muss dabei aber die eigene Verteidigungsfähigkeit priorisieren.

Die eigene militärische Sicherheit herzustellen tut Not, will man mit Russland am Verhandlungstisch erfolgreich sein, erklärt Erich Vad in seinem neuen Buch – aber er macht klar: Ohne gleichzeitige Diplomatie ist militärische Aufrüstung gefährlich. Der Brigadegeneral a.D, der von 2006 bis 2013 militärischer Berater Angela Merkels war, über Krieg und Frieden in Europa.

Roberto De Lapuente hat mit ihm gesprochen.

 

De Lapuente: In Ihrem neuen Buch werben Sie für einen Verhandlungsfrieden, heben aber immer wieder vor, dass die Sicherheitspolitik Europas auch wichtig ist. Anders als viele Friedensbewegte, die eigentlich glauben, man müsse nur verhandeln und dann sei alles wieder so wie vorher. Glauben Sie nicht daran, dass Russland nach einem Frieden stillhält?

Vad: Ein stabiler Frieden hat immer mit Interessenausgleich zu tun. Frieden ist immer gekoppelt an militärische Stärke. Wenn man die nicht hat, gilt in den internationalen Beziehungen immer noch eine archaische Gesetzesmäßigkeit: Der, der sich nicht erfolgreich wehren kann, wird nicht ernst genommen, flapsig gesagt: wird untergebuttert. Das sind zwei Seiten einer Medaille: Nämlich, dass man einerseits politisch und damit diplomatisch auf Interessenausgleich und Verständigung aus sein, andererseits militärische Stärke zeigen muss. Nur dieses Zusammenspiel bringt später Frieden. Dagegen richtet sich auch meine Kritik an der Ukraine-Debatte: Die ausschließliche Fokussierung auf Waffenlieferungen, kann einen Krieg nicht beenden. Es sind nämlich nicht Waffen, die einen Krieg beenden. Es sind kämpfende Menschen, kämpfende Nationen. Waffensysteme können selten kriegsentscheidende Wirkung haben, etwa die Atombomben-Abwürfe in Nagasaki und Hiroshima. Aber dieses Reden von neuen Waffensystemen für die Ukraine, das ändert nichts an der militärischen Gesamtlage.

»Wenn es nur noch darum geht, auf welcher Seite man steht, ist man mental schon im Kriegszustand«

De Lapuente: Solche Vorhaben müssen also durch politisch-diplomatische Maßnahmen ergänzt werden?

Vad: Ja, das ist richtig. Die NATO hat seit ihrem Bestehen in ihrer 75-jährigen Geschichte immer auf diese beiden Konzepte gesetzt. Das ist die sogenannte Harmel-Doktrin, die sogar und gerade in den Hochzeiten des Kalten Krieges: also immer praktiziert wurde. Sie lautete: Wir setzen auf militärische Stärke und Abschreckung – (aber) mit Dialog und Interessenausgleich.

De Lapuente: Wann hat man diese Doktrin aufgegeben? Und warum?

Vad: Ich gehe davon aus, dass sich die NATO-Osterweiterung im Zuge der Zeit ein Stück weit verselbstständigt haben. Einerseits war es der Wunsch der ehemaligen Satellitenstaaten der Sowjetunion, aus der Vorherrschaft Russlands herauszukommen. Das war so bei den baltischen Staaten, bei Polen, bei Ungarn und Tschechien. Andererseits war das damit immanent verbundene Voranschreiten der westlichen Interessensphäre für Russland ein Problem. Das eskalierte vor allen Dingen mit Blick auf die Ukraine und auf Georgien. Es handelt sich um einen langen Konflikt. Wir hatten schon 2008 beim NATO-Gipfel in Bukarest entsprechende Gespräche: Soll man die Ukraine in die NATO aufnehmen oder nicht? Damals haben sich Deutschland und Frankreich dagegen ausgesprochen. Ich war mit der Bundeskanzlerin bei den Gesprächen dabei. Sie sagte zu der Zeit, das sei eine rote Linie und führe letztlich zu einem nicht mehr lösbaren Konflikt mit Russland. Danach hat man versucht, die Ukraine für die Mitgliedschaft »reif« zu machen. Ich glaube, wir sind da – auch aus der westlichen Sicht – zu weit gegangen. Diese Vorgeschichte muss man einbeziehen. Im Rückblick haben wir Fehler gemacht.

De Lapuente: In Ihrem aktuellen Buch »Abschreckend oder erschreckend. Europa ohne Sicherheit« haben Sie recht bildhaft gemacht, was Krieg bedeutet. Er nimmt eine Dynamik an, die nicht mehr kontrollierbar ist und dann zieht der Krieg ganze Gesellschaften mit in den Abgrund. Glauben Sie, dass alle Beteiligten im Ukrainekrieg glauben, sie könnten den Krieg kontrollieren und händeln?

Vad: Um es mit Clausewitz zu sagen, der in meinem Buch eine wesentliche Rolle spielt: Jeder Krieg trägt in sich quasi systemimmanent ein hohes Eskalationsrisiko. Krieg ist ja nur durch Feindschaft möglich, also durch den Willen von Menschen, sich gegenseitig für irgendwelche Ziele umzubringen, zu töten, zu vernichten. Ob das religiöse, nationalistische, ideologische Gründe sind, das ist dabei erst einmal egal. Krieg funktioniert nicht ohne Hass und Feindschaft. Es ist dabei eine wichtige Aufgabe der Politik, kriegerische Konflikte so zu steuern, dass sie nicht ins Absolute abrutschen, wie Clausewitz sagt. Doch eine solche »Totalität« des Krieges ist immer als Gefahr gegeben. Wir sehen das jetzt in der Debatte um die Ukraine deutlich. Wir erleben im Augenblick, dass man nicht mehr miteinander reden will. Sigmund Freud hat zum Beispiel in der euphorischen Stimmung vor dem Ersten Weltkrieg geschrieben: »Selbst Wissenschaftler dürfen nicht mehr leidenschaftslos und unparteiisch sein. Sie müssen Partei ergreifen.« Wenn es so weit ist, dass eine Debatte während eines Krieges darauf reduziert wird, auf welcher Seite man steht, ist man mental schon im Kriegszustand und raus aus dem Modus, diesen Krieg beenden zu wollen.

»Die Verbindung von Diplomatie mit militärischer Stärkung macht verhandlungsfähig«

De Lapuente: Das merkt man ja auch den vielen Aussagen, wonach wir erst zufrieden sein sollten, wenn Russland niedergerungen wurde …

Vad: Für mich als Militärexperte ist es töricht, wenn man immer noch sagt, der Westen resp. die Ukraine müsste Russland besiegen. Wie soll das gehen? Russland ist die stärkste Nuklearmacht der Welt. Und angesichts des Kräftedispositives in der Ukraine ist es schier unmöglich, Russland dort zu besiegen. Aber das geht in manche Köpfe nicht hinein. Sie sind bereit, bis zum Äußersten zu gehen, sodass man sie kaum noch stoppen kann. Es ist doch nicht Aufgabe von Diplomatie und Außenpolitik, bestehende Konflikte zwischen Nationen anzuheizen durch eine überzogene eigene Moralvorstellung!

De Lapuente: Zum Moralgebot der Stunde gehören auch Waffenlieferungen …

Vad: Dem Westen hilft nur militärische Stärke, um glaubhaft verhandlungsfähig zu sein – und deswegen ist die Aufrüstung des Westens eine Konsequenz daraus. Finnland und Schweden sind ja Mitglieder der NATO geworden. Eigentlich hat sich Putin durch diesen Angriff keinen Gefallen getan, denn er hat ja dazu beigetragen, dass sich das westliche Bündnis richtig formiert und dass zum ersten Mal alle ihren Verteilungsetat auf zwei Prozent hochfahren wollen und viele ihn schon hochgefahren haben. Für die Amerikaner ist dieser Krieg auch ein Big Game und vorteilhaft, weil er die eigene Machtposition im Westen stärkt. Auch China profitiert vom Krieg, weil er Russland zu einem Juniorpartner degradiert und wir das nolens volens fördern durch unsere Ukrainepolitik. Russland hat sich sicherlich ein stückweit strategisch verkalkuliert. Die Gefahr ist durchaus gegeben: Sollte Russland Erfolg haben, könnte es auf den Gedanken kommen, auch andere russische Probleme unter dem Einsatz des Militärs lösen zu wollen. Beispielsweise in Georgien oder Moldawien. Eine Verbindung von Diplomatie mit militärischer Stärkung könnte das vereiteln.

De Lapuente: Ich war Zivildienstleistender – Militärs waren für mich immer Menschen, die vom Krieg profitieren. Nun sind es ausgerechnet diese Menschen, die aus dem militärischen Betrieb stammen, die verstärkt für den Frieden werben. Ich denke dabei an Sie – oder auch an Herrn Kujat. Ich gebe zu, das hat mich überrascht. Wie kommt es dazu?

Vad: Das liegt vielleicht daran, dass Militärs natürlich wissen, was Krieg bedeutet und welche Konsequenzen Krieg hat. Wenn sie unvoreingenommen sind und einen Kriegsverlauf betrachten, kommen sie zu anderen Schlussfolgerungen als Menschen, die mit dem Themen von Gewalt und Krieg nie etwas zu tun hatten oder haben wollten. Für mich ist das tatsächlich erstaunlich, dass Pazifisten von heute auf morgen zu Bellizisten mutieren. Ich kann mir das nur so vorstellen: Diese Menschen haben schon im Sandkasten auf kindliche Gewalt, also natürliche Aggression verzichten müssen und sind plötzlich mit Krieg in einer Massivität konfrontiert, dass sie damit nicht umgehen können. Deswegen kippen sie nun in das andere Extrem – denn »das Gute müsse doch siegen«.

De Lapuente: »Nie wieder Krieg!« war eine Lehre aus der langen Nachkriegszeit. Hat das lange gesellschaftliche Gedenken an den Zweiten Weltkrieg und seine Folgen letztlich nicht gefruchtet?

Vad: Es hat ja anfangs funktioniert. Ich bin Jahrgang 1957. Wir Menschen aus der Nachkriegsgeneration sind alle mehr oder weniger pazifistisch erzogen worden. Dieses »Nie wieder Krieg!«, hat uns immer begleitet. Die Deutschen können nach den beiden Weltkriegen nicht positiv von Krieg reden. Bei den Amerikanern ist das anders. Die haben viele Kriege geführt seit 1945 – und sie führen immer noch welche. Eigentlich waren und sind die USA – und sie sind es immer noch in dieser Hinsicht – die kriegsaktivste Macht der Welt. Die unterschiedliche historische Erfahrung prägt das Bewusstsein. Wenn man Krieg hat ausbaden müssen bis in die letzte Konsequenz, wird man skeptisch. Nach bald 80 Jahren scheint bei vielen Deutschen diese kollektive Erfahrung nicht mehr präsent zu sein. Man sieht daran, dass Krieg offenbar ein Teil der res humana ist – so traurig das ist.

»Im Moment wären wir faktisch schutzlos«

De Lapuente: Muss die Bundeswehr kriegstüchtig sein, um den Verteidigungsminister zu zitieren. Oder gar, auch Zitat Pistorius: In der Lage sein, einen Krieg zu führen? Ich war so naiv anzunehmen, dass die Bundeswehr eine Verteidigungsarmee sei – die muss doch nur abwehrbereit sein?

Vad: Darüber kann man streiten. Wenn man Milliarden für eine Armee ausgibt, die einen schützen, verteidigen soll, dann muss diese Armee natürlich kriegstüchtig sein. Ich will jetzt keine semantischen Überlegungen machen. Aber eine kriegstüchtige Armee nützt letztlich nichts, wenn die Gesellschaft das nicht mitträgt und selber nicht will. Wir haben bei jungen Menschen kaum die Bereitschaft, zu den Streitkräften zu gehen. Deswegen diskutiert man über die Einführung der Wehrpflicht. Ohne eine Gesellschaft, die das will, die Soldaten wertschätzt, geht das Ganze nicht.

De Lapuente: Verstehe ich das richtig: Wir brauchen mehr eine uniforme denn eine zivile Gesellschaft?

Vad: Nein, ich will damit nicht einer neuen, fälschlich verstandenen »großartigen Wehrbereitschaft« das Wort reden. Wahr ist aber: Wir haben das Thema in den letzten Jahren und Jahrzehnten massiv vernachlässigt. Es ist auch unser verfassungsgemäßer Auftrag: Die Landes- und Bündnisverteidigung ist im Grundgesetz verankert. Das muss ernstgenommen werden. Es ist deshalb ein Unding, dass unsere Streitkräfte nicht einsatzbereit sind. Wir werden Jahre brauchen, um da rauszukommen. Im Moment sind wir faktisch militärisch schutzlos.

De Lapuente: Zum Abschluss: Was glauben Sie, wie sich der Krieg in der Ukraine entwickelt und wie er endet?

Vad: Ich weiß es natürlich auch nicht. Es ist aber so, dass die Russen mehr oder weniger in absehbarer Zeit strategisch das erreicht haben, was sie schon immer wollten: Den NATO-Beitritt verhindern, den Zugang zur Schwarzmeer-Region sichern und über diese Landverbindung aus dem Donbas heraus ihre ethnischen Minderheiten schützen. Das könnte Russland gesprächsbereit machen. Putin hat ja immer wieder Angebote gemacht. Ich weiß nicht, ob man die in Gänze ernstnehmen kann oder nicht. Aber man sollte solche Angebote prüfen. Es könnte auch sein, dass Donald Trump, sollte er US-Präsident werden, das Thema aus US-Sicht beendet, weil der den Fokus auf China und auf den mittleren Osten legen wird. Es könnte gut sein, dass Russland und die USA sich einfach das geopolitische Interessensfeld aufteilen. Am Ende haben wir dann ein verwüstetes Land und Hunderttausende von Toten. Die Frage darf heute schon gestellt werden: Ist es das wert? Genau hier beginnt Politik und es endet das Militärische.

 

Dr. Erich Vad ist Unternehmensberater, Sicherheits- und Militärexperte, Publizist und Buchautor. Der Brigadegeneral a. D. war von 2006 bis 2013 Gruppenleiter im Bundeskanzleramt, Sekretär des Bundessicherheitsrats und militärpolitischer Berater der damaligen Bundeskanzlerin Angela Merkel.

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44 Kommentare

  1. Wenn man mit dem Frieden nicht zurecht kommt, kommt man Erstrecht nicht mit dem Krieg klar.

    Für Deutschland bleibt nur die Bedingungslose Kapitulation lieber früher als zu spät nach der Nuklearen Zerstörung.

    1. Interessant das Bild zum Artikel, es ist von 2017 und die Ukraine hat die ganze Zeit ihre eigenen Gebiete beschossen statt eine friedliche Lösung für die Sezession zu finden

  2. Machen wir wieder Werbung für das Buch des CDU-Mitgliedes und Bundeswehrgeneral a.D.? Warum hat der Westendverlag das überhaupt verlegt?

    Gleich im ersten Abschnitt wieder 2 Lügen vom NATO-General a.D. :

    1. Nein, die Atombombenabwürfe waren nicht kriegsentscheidend. Die Japaner wollten schon vorher aufgeben. Kriegsentscheidend war wie schnell sie gegen die Sowjets auf dem asiatischen Festland verloren haben.

    The Actual Reason Why America Dropped 2 Atomic Bombs on Japan – Part 2 with Prof. Kuznick

    https://www.youtube.com/watch?v=vZVIuvxIZ84

    2. Nein, man muss der Bundeswehr und vor allem den Waffenherstellern, das Meiste davon wird in die USA gehen, nicht hunderte Milliarden Euro in den Rachen werfen, sich damit um x % höher vom Bundeshalt zu verschulden. Wer hält dann die Bonds (Bundesanleihen)? Na? Die Abrüstungsverträge mit Russland haben funktioniert – bis die Russen merkten, dass sie von den deep state in USA verarscht werden. Siehe 2008 wikileaks niet means niet.

    Der Kohl war einer der Hauptverantwortlichen für die Abrüstung der Bundeswehr. Abrüstung geht mit Entspannungspolitik einher. Der General a.D. lügt rum, wenn er erzählt, dass man sich möglichst brutal aufrüsten soll, um damit Frieden zu sichern. Man sichert damit den Krieg. Orwell lässt grüßen.

    Wenn schon im ersten Abschnitt 2 dicke Lügen stehen, kann das Buch nur grottenschlecht sein. Da hilft auch keine Werbung mehr!

    Ach und natürlich will der alte Mann Wehrpflicht – damit seine Ex-Kollegen so weitermachen können wie bisher – und trifft ja ihn nicht mehr.

    Dem Typen sollte man die Rente streichen! Sein ganzes Leben lang auf Staatskosten Geld verprasst und dann noch meinen, er könnte hier seine Propaganda verbreiten – als CDUler, die Typen, die für alles, was in Deutschland schiefläuft AM MEISTEN VERANTWORTLICH sind!

    Wen interviewen wir als Nächstes Roberto? Weil muss man ja alle anhören, Meinungsfreiheit und so. Das ist so wie wenn du dich am Allyoucaneat-Buffet so vollfrisst bis du kotzen musst.

    1. Ich erwarte nicht, dass ein General einer Armee, deren Ziel es aus meiner Sicht immer war, mich und die meinen zu töten, das für richtig hält, wovon ich überzeugt bin,
      Aber um es ganz deutlich zu sagen. Ich bin an der Seite jedes Einzelnen, der dafür eintritt, diesen Scheißkrieg durch Diplomatie zu beenden. Alles andere ist für mich bedeutungslos.
      Dann gehört, das das Buch erscheint und gelesen wird. Gut, das es hier erscheint und das ein Verlag für seine Bücher wirbt, ist die normalste Sache der Welt. denke ich.

      1. Das hat was von Autoritätsargument, wenn sogar ein General “auf unserer Seite” ist, angeblich für einen Verhandlungsfrieden mit Russland – und nebenbei für NATO und Aufrüstung der Bundeswehr agitiert. Aber keine Sorge der will nur spielen!

        Ich weiß, dass das schwer ist für einen Ex-Militär dem Krieg zu entsagen, und von all der Propaganda abzulassen, die man jahrelang verinnerlicht hatte, aber wenn dann so:

        https://soundcloud.com/eyesleft/girights

        Der Typ ist ungefähr so hilfreich wie Heiner Geißler bei Stuttgart21 als “Vermittler”.

        Uralter Trick der CDU, dass sie einen netten Opi schickt, der die Leute dann belabert bis sie völlig pillepalle in der Birne sind. Nennt man auch good cop – bad cop.

        1. Geißler hat die Leute von der Straße geholt und ihren Protest wieder managebar gemacht.

          Wenn das wegen der Nato-Osterweiterung vor dem 24. Feb. 2022 passiert wäre, wäre ich zufrieden.

          Ein Resultat der Geißler-Aktion – wo nie auf Augenhöhe verhandelt wurde, sondern eher gebabysittet wurde – ist, dass Stuttgart 21 seine schlimmsten Zeiten noch vor sich.

    2. Die Japaner waren wirklich am Ende.
      Es gab eine Zersetzung der noch vorhandenen Zivilgesellschaft und die noch vorhandene Industrieproduktion war zusammengebrochen.
      Die Leute die noch arbeiten konnten sind einfach nicht mehr auf Arbeit erschienen.
      Gleichzeitig gab es eine Hungersnot.
      Es gab keinen militärischen Grund die zwei Kernwaffen einzusetzen.
      Die Japaner waren so oder so am Ende.
      Der Grund das dies geschah war, das man die Dinger einfach mal an echten Städten testen wollte und Deutschland ja nun leider schon besiegt war.
      Auch wollte man dem Rest der Welt zeigen, wer jetzt das Sagen hatte.

    3. Haben Sie gut zerlegt, ja ich war auch enttäuscht.
      Auch gleich in seiner ersten Antwort .Aber er kann schön formulieren. Dieses salbadern über Stärke und Diplomatie hätte ich in meiner Naivität einfach so beschrieben, dass praktische Faustrecht herrscht in den Beziehungen, weil die größten Schläger es so können und wollen.

  3. Ich bin generell völlig fassungslos wie das scheinbar friedliche Europa an das ich mich noch aus dem Jahr 2020 noch gut erinnern kann, innerhalb von ein paar Wochen von Kriegslüsternen Presstitutes und ein paar korrupten und moralinfreien Kriegshetzern bei Lanz in eine 60% befürwortenden Kriegsmob verwandelt werden könnte.

    Ganz ehrlich Leute, auch wenn dieser Konflikt morgen friedlich gelöst werden kann und alles wieder Friede Freude Eierkuchen sein sollte, ich bin mit dem Europäischen System komplett fertig und denke jeden Tag daran wie ich von hier schleunigst weg komme. “Das Transatlantik Kartell” hat völlig unabhängig vom Ausgang dieses Konflikts all seinen Schafen seine hässliche Fratze gezeigt. Offensichtlich sind wir Europäer nichts weiter als Kanonenfutter um an der Ostfront zu sterben. Ohne mich liebe USA.

    1. Die böse Überraschung für mich ist aber nicht “das System”, wie schlimm das ist, das haben doch Leute wie Chomsky eingehend studiert, sondern dass sich die sogenannte “Friedensbewegung”, egal ob “Alte” oder “Neue” eingeredet haben, dass doch die Mehrheit der Deutschen oder Europäer keinen Krieg will und in Umfragen die NATO total schlecht aussehe. Stellt sich raus, war der NATO einfach lange Zeit egal.

      Ich habe das schon vor dem Februar 2022 skeptisch gesehen. Stellt sich raus, wenn die NATO mehrere tausende professionelle PR-Huren ansetzt, dann geht das sehr schnell mit dem Meinungsumschwung. Hätte man auch schon ahnen können, wenn man sich die wachsende Zahl der Wechselwähler anschaut oder überhaupt, was Ottonormalbürger so von sich gibt über Politik, wie viel davon er einfach nachplappert, was er in den Konzernmedien vorgekaut bekam.

      Viele Friedensaktivisten haben total unterschätzt wie mächtig die Propaganda der Kriegstreiber ist und wie schwach sie selbst sind. Deshalb sind so viele “Pazifisten” so schnell zu Bellizisten geworden.

      1. Eine andere Möglichkeit wäre natürlich schlicht und einfach diese Umfrageergebnisse zu fälschen. Glaubt irgendjemand ein so hochkriminelles System wie die USA/NATO die unliebsame Staatsoberhäupter mal eben beseitigt oder per Regierungsputsch entfernt oder Journalisten vor den Augen der ganzen Welt ein Jahrzehnt lang foltert würde davor zurückschrecken eine FORSA Umfrage zu fälschen?

        Ich glaube irgend so ein NSA Praktikant macht sowas in der Mittagspause, und Gewissenbisse haben die auch schon lange keine mehr.

        Wir denken hier Ohh Mein Gott! 60%wollen Krieg! dabei werden wir hier (und gerade hier bei Umfragen) wie mittlerweile überall nur noch beschissen und die meisten Menschen sind wirklich vernünftiger und friedfertiger geworden. Sollte es jedenfalls stimmen das 60% der Menschen so leicht Gehirngewaschen werden können bleibe ich bei meinem Argument das ich dann schleunigst und so weit wie möglich hier von Europa weg möchte, denn dann sind wir hier langfristig wirklich verloren.

        1. Das müsste man eingehender studieren oder selbst Umfragen machen. Der Einwand ist schon berechtigt, dass Umfragen auch gefälscht werden.

          Der nächste Punkt wäre aber, ob das außerhalb von Europa anders ist? Würde ich auch bezweifeln. Es gibt sicher friedlichere Völker als die Deutschen, meistens recht arm dann – und die haben andere Probleme. In Deutschland ist leider auch schlimm, dass die Bevölkerung so alt ist. Ich würde mich bei einer Migration immer darauf konzentrieren, was irgendwo gut ist, warum ich da unbedingt hin will und das gut vorbereiten. Wir kenne z.B. die Migranten wegen Corona nach Paraguay, die dann bemerkt haben, dass es da auch nicht so paradiesisch ist.

          Momentan sehe ich den Weltkrieg eher noch nicht.

        2. also ich glaube nicht, dass 60Prozent in D Krieg wollen. In Polen, dem Baltikum und Rumänien, Ungarn mah das anders sein, aber wenn ich mir unsere Landsleute im Osten angucke, sehe ich ganz deutlich, dass die keinen Krieg wollen

    2. Eigentlich begann der neue Bellizismus viel früher. Bereits 2001 oder 2002 war die alte Lust auf Krieg wieder da. Wann sagte Scharping, dass Deutschlad auch am Hindukusch verteidigt wird?

  4. “Vad: Ja, das ist richtig. Die NATO hat seit ihrem Bestehen in ihrer 75-jährigen Geschichte immer auf diese beiden Konzepte gesetzt. Das ist die sogenannte Harmel-Doktrin, die sogar und gerade in den Hochzeiten des Kalten Krieges: also immer praktiziert wurde. Sie lautete: Wir setzen auf militärische Stärke und Abschreckung – (aber) mit Dialog und Interessenausgleich.”

    Militärische Stärke und Diplomatie..? So so *hüstel*

    Ich zitiere mal Frau Dagdelen, die ist kein Ex-Militär wie Herr Vad und lässt deshalb das Lametta weg :

    “Die NATO selbst hat 1999 einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen die Bundesrepublik Jugoslawien geführt. Zu den NATO-Kriegsverbrechen gehörten etwa die Bombardierung eines Fernsehsenders in Belgrad und die angeblich versehentliche Bombardierung der chinesischen Botschaft, bei der drei chinesische Journalisten getötet wurden.

    2011 wiederrum überfiel die NATO Libyen. Unter Missbrauch einer Resolution des UN-Sicherheitsrates wurde ein Krieg zum Regime Change geführt, in dessen Folge Islamisten die Macht in einem Landesteil übernahmen. Das Land selbst wurde in furchtbares Elend gestürzt, bis hin zu einer Rückkehr der Sklaverei.

    In Afghanistan wiederum beteiligte sich die NATO seit 2003 an einem Krieg fernab des Bündnisgebiets, nur um nach 20 Jahren die Macht an die Taliban zu übergeben, zu deren Beseitigung man eigentlich losgezogen war. Dieser zwanzigjährige Krieg in Afghanistan war geprägt von zahlreichen Kriegsverbrechen, die allesamt ungesühnt blieben.

    Die NATO hat das Motto der Musketiere übernommen. Alle für einen und einer für alle. Deshalb gilt insbesondere, dass auch die Taten der einzelnen NATO-Mitglieder der Organisation selbst zugerechnet werden müssen. Die Brown-Universität spricht allein von 4,5 Millionen Toten in Folge der US-Kriege im Nahen Osten in den vergangenen 20 Jahren. Kriege, wie im Irak, die auf einer Lüge beruhten und schlicht üble Völkerrechtsbrüche waren.

    Das Selbstbild der NATO als einer Gemeinschaft der Verteidigung und des Völkerrechts stimmt eben einfach nicht mit der Realität überein. Wir müssen sogar sagen, dass das Gegenteil stimmt. Die NATO ist eine Gemeinschaft des Rechtsbruchs und der Völkerrechtsbrecher, die einzeln oder als Organisation Angriffskriege führt, wenn es ihr denn politisch opportun erscheint.”

    Bezüglich der Aufrüstung gegen den irren Iwan, der sonst Moldawien und Georgien überfällt, fällt mir Tommy Jaud ein, Herr Vad: “Einen Scheiß müssen wir”

  5. @»Es ist erstaunlich, dass Pazifisten von heute auf morgen zu Bellizisten mutieren«
    Das waren keine Pazifisten sondern nur Drückeberger die sich schöne Tage machen wollten und heute auch nur andere als Kanonenfutter im Krieg verheizen wollen und sich wieder drücken

    1. Drückeberger vor Krieg oder Wehrdienst, gar Zwangsrekrutierung, zu sein, ist ja nicht schlimm. Das war ich auch. Das Recht diesen Sklavendienst zu verweigern, sich weigern zu dürfen als Kanonenfutter zu enden, sollte jeder Mensch haben.

      Bigott wird es, wenn so Typen Wehrdienst wieder einführen wollen, um Russland militärisch zu besiegen oder “einzudämmen”, also meinen mit Aufrüstung, Säbelrasseln und Einkreisung von Russland würde die Welt friedlicher.

      Die, genauso wie Militärs wie Vlad, haben doch überhaupt keine Glaubwürdigkeit. Deren einzige Lösung ist es in des Feuer noch mehr Öl zu gießen.

      1. Aber dann sollte man auch Pazifst bleiben, wenn man denn einer sein will und nicht agieren wie Panzer-Toni und Konsorten

        “Das Recht diesen Sklavendienst zu verweigern, sich weigern zu dürfen als Kanonenfutter zu enden, sollte jeder Mensch haben.”

        Da stimme ich Ihnen voll zu!

  6. Für mich wird kein Interessensausgleich durch das Militär gegeben.
    Der spezielle Fall NATO vs Russland formals UDSSR liegt in Deutschland und nur deshalb wurde das Militär benötigt. Hinzu kommt das die NATO über einen möglichen Umweg bis in den Tiefen Osten expandiert, um China Einhalt zu gebieten.
    Dadurch ist das Militär ein Konfrontationsobjekt, um den angeblichen Interessensausgleich über die “Diplomatie” zu erreichen. Ich und wahrscheinlich auch andere, sehe das als ein Diktat durch den Westen. Damit bescheinigt der Westen, das seine angebliche Demokratie als Lüge fungiert. Weil China als die wesentliche Gefahr für Amerika darstellt, könnte man sich annehmen, das die Europäer lieber ‘ihren Krieg’in der Ukraine weiterführen. Denn sollte der Weg nach China eröffnet werden, dann ist militärisch wie wirtschaftlich der totale Bankrott zu erwarten.
    Schafft das Militär ab und wählt mal Leute aus der breiten Masse, ohne Parteien, ohne Philantropen und ohne andere NGOs und kapitalistische Einflüssterer.
    Wir hätten gar keinen Krieg, aber mit der althergebrachten ideologischen Lügen sind die Menschen ständig im Krieg!

    1. Wenn man bei der Bundeswehr anfragte gegen wen sie sich den aufrüsten wollen, wurde immer rumgedruckst. Die Antwort war immer glasklar. Aus der Nazi-Ostfront wurde die Bundeswehr-Ostflanke. Die einzige “Bedrohung” ist Russland und wenn man die Planungen anschaut – alles offensiv gegen Russland, z.B. in Litauen. Militärbasen im Ausland.

      Der militärische Imperialismus kehrt wieder nach Deutschland zurück während es gleichzeitig immer noch ein besetztes Land ist.

  7. “Im Moment sind wir faktisch militärisch schutzlos.”
    Erstmal glaube ich das so nicht. Dieses weinerliche Gejammer hört man ja heutzutage verdächtig oft.
    Aber gehen wir einfach mal davon aus, dass Deutschland aktuell wirklich militärisch schutzlos wäre.
    Ich sage: Gut so!
    Umso weniger “verteidigungbereit” (angriffsfähig!) die Bundeswehr ist, desto geringer ist das Risiko, dass unsere irren Politiker und (Ex-)Generäle uns in einen vernichtenden Krieg im Osten treiben. Umso weniger Geld dieses Land in Rüstung und Militär steckt, desto sicherer wird unsere Zukunft sein.
    Einfach mit Russland einen gerechten Ausgleich finden und fertig, Problem gelöst. Welche Gefahr sollte Deutschland dann noch drohen? Dänemark annektiert Flensburg? Die Schweiz bombardiert Konstanz?
    Dieses Land ist von befreundeten Nationen umzingelt.

    1. unserer Kriegsminister hat es richtig formuliert “Deutschland Kriegstauglich machen”…
      es geht nicht um Verteidigung, sondern wie es Baerbock formuliert hat “Russland zerschlagen” …
      und Deutschland macht mit “weil es die USA so wollen”…
      ich frage mich was sollen wir hier verteidigen, wir haben keine Bodenschätze, die Wirtschaft ist deindustrialisiert, die Bevölkerung ist überaltert… was soll man mit so einem Land machen? ich plädiere das Militär ganz auflösen aus der NATO (obsolet) sich verabschieden und von dem Tourismus gemütlich wie Costa Rica leben… und das Geld in die Bildung stecken
      und wir müssen aufrechte nicht erpressbare Politiker in die Regierungsverantwortung wählen
      https://www.youtube.com/watch?v=bDmSg1MZ_co

    2. Das ist wirklich bullshit dieses Gewinsel von angeblicher militärischer Schutzlosigkeit. Alles so Plattitüden wie das angebliche Kriegsende durch die A-Bomben-Abwürfe die ständig ohne Beweis rausgehauen werden.
      Fakt ist, es ist völlig irrelevant ab D. schutzlos ist, da es niemand angreifen wollen würde, hätte es sich nicht zum Büttel der USA gemacht. D. wäre auch ohne Aufrüstung mit einem Schlag sicherer würde es die NATO-Mafia verlassen.

  8. Nochwas:

    Der Vlad hätte doch als General (Offizier) in einem Krieg tausende und abertausende junge und dann auch ältere deutsche Männer verheizt, so wie die Wehrmachtsgeneräle damals und wie wir es von Generälen auf beiden Seiten des Krieges in der Ukraine sehen.

    Das darf man nie vergessen, wenn man hier die Vorschläge vom ehemaligen CDU-Kanzlerberater liest. Vielleicht hätte er noch die Gewehr- und Panzerrohre segnen lassen von einem Militärgeistlichen als Christlich-Konservativer vor dem Abschlachten.

  9. Die NATO Erweiterung gen Osten soll das Ergebnis einer wie auch immer gearteten „stückweisen Verselbstständigung“ gewesen sein!? Das stimmt nie und nimmer! Die USA und auch UK haben die Osterweiterung der NATO öffentlich und geheim ganz bewußt und minutiös geplant und darauf gesetzt qua Provokation rote Linien Russlands zu überschreiten!
    Dazu passt voll und ganz das Schema nach welchem sich die NATO jetzt – mit deutscher Beteiligung – Richtung Pazifik erweitert, ideologisch politisch gewollt und ganz gezielt, ohne auch nur einen Hauch von „Verselbständigung“!
    Es ist nurmehr widerlich wie sich der Vasall Deutschland hier von den USA vereinnahmen läßt!

  10. Nord Stream wurde im Gewässer der Ostsee gesprengt!
    Wo war die NATO? Wo war die Bundeswehr mit ihren Diensten?
    Das Militär aus einem Staat oder im Verbund eines Blocks, ist nicht einmal im Stande seine Interessen zu verteidigen, wie wollen diese Sesselfurzer einen realen Gegner ankämpfen?
    Wahrscheinlich geht das nur mit politischen Luftpumpen und medialen Halbwahrheiten.

  11. Ungeachtet der Kritik, die hier vorgetragen wird, komme ich nicht umhin festzustellen, dass Vlad in einem Interview mehr vernünftige Aussagen macht, als Frau Strack oder Herr Kiesewetter im gesamten Leben.
    Interessant ist ja, dass er mit seiner Ansage, dass man militärisch hochgerüstet sein muss, um als Verhandlungspartner ernst genommen zu werden, im Prinzip die sowjetische Militärdoktrin beschreibt. Vielleicht ist das auch älter, Clausewitz oder so, aber da kenne ich mich nicht aus. Und wenn wir den ganzen ideologischen Kram mal beiseite lassen, ist das empirisch mehr als ausreichend belegt. Als die SU noch in der Lage war, die Wahnsinnsrüstung zu stemmen, wurde mit ihr verhandelt, es wurde das Vertragssystem entwickelt und es gab in Europa keine Kriege. Seit die SU in die Knie ging, verhandelt man nicht mehr mit ihr. Man antwortet, wie Putin mehr als einmal beklagte, nicht mal auf deren Vorschläge, man spricht nicht mit ihnen. Die Zahl gezielter Provokationen ist nur noch schwer zu überschauen. Erinnert man sich noch daran, wie in Georgien russische Soldaten, die auf der Grundlage von Abkommen, die auch Georgien unterschrieben hat, dort stationiert waren, “vorgeführt” wurden? Überfall auf Jugoslawien, Donbass, Deutschland als Zufluchtsort islamischer Faschisten aus Tschetchenien……
    Was solls – wir kennen das alles und es bestätigt Vlad in vollem Umfang. Ich hoffe nur, wenngleich meine Hoffnung nicht mehr sehr groß ist, dass hier in D begriffen wird, dass es auch schief gehen kann.
    Nochmal zur Erinnerung: Deutsche Armeen verlieren traditionell JEDEN Krieg, der nicht gegen wehrlose afrikanische Hereros oder chinesische Boxer geführt wird.

  12. Für mich sieht es derzeit so aus, als haben die Linken sich am rechten Tellerchen bedient und die Rechten am Linken.
    Und weil ich eine klassische Linkswählerin bin muss ich heute rechts wählen um ein linkes Programm zu erhalten.😅

    1. @Traude Walcher
      So gehts mir auch 🙂 Allerdings nur um diese Mischpoke an den Schalthebeln und die kriegsgeilen Gutmenschen in den MSM loszuwerden. Das ist aber ein gefährlicher Akt. Sahra wäre die bessere Wahl. Leider werden die Angriffe der MSM auf diese Gruppierung immer stärker und verlogener, sodass mit einer durchschlagender Opposition nicht zu rechnen ist.

  13. Kluge Aussgen von Vad außer bei der Verteidigungsfähigkeit. Die haben wir sehr wohl weil wir unter dem Nato-Schutzschirm stehen und auch deshalb konnte die Bundeswehr vernachlässigt werden.
    “Es ist erstaunlich, dass Pazifisten von heute auf morgen zu Bellizisten mutieren”
    Man sollte Pazifisten nicht alle gleichsetzen da gibt es sehr verschiedene Ansätze. Wie in anderen politischen Richtungen gibt es auch hier die Herdentiere, die gleichzeitig über Nacht bereit sind ins Gegenteil zu kippen wenn es angesagt scheint. Werte spielen da keine Rolle sondern eher die Denkstruktur, Hofreiter als Paradebeispiel- der hat noch bei Merkels ganz normalem Zapfenstreich wirres Zeug gefaselt von einer “militaristischen Tradition”. Heute ist er einer der aggressivsten Kriegsrhetoriker.
    Daß solche Typen für Pazifismus stehen konnten hat aber auch mit der Verblödung desselben in den letzten Jahrzehnten zu tun. Heute sind zuviele dabei die es sich sehr einfach machen und immer nur laut “Frieden” schreien und glauben damit automatisch im Recht zu sein.
    Ein schönes Ziel, sicher, aber die Dinge sind schon etwas komplexer.
    Die Simplifizierung des Pazifismus hat schon immer die Falken gestärkt, auch heute wieder.

  14. Keine Ahnung, warum hier Kriegstreiber, wie dieser “Vad” vorgestellt wird.
    Es geht wohl wieder um den kapitalistischen Verwertungsprozess, dem auch hier alles unterworfen ist….nichts weiter….wobei, das eigentliche Problem in derartigen Interviews natürlich nie genannt wird.

  15. Am Ende haben wir dann ein verwüstetes Land und Hunderttausende von Toten. Die Frage darf heute schon gestellt werden: Ist es das wert?

    Die ehemalige US-Außenministerin Madleine Albright hat auf eine ganz ähnliche Frage mit “Ja” geantwortet. Der mit ihr befreundete ehemalige deutsche Außenminister Josef Fischer hätte diese Frage genauso beantwortet. Und die Antwort der derzeitigen deutschen Außenministerin ist ja wohl klar.

    Genau hier beginnt Politik und es endet das Militärische.

    Es ist genau andersherum: hier endet die Politik und beginnt das Militärische. Die Frage darf “nicht heute schon gestellt werden”, sie hätte von vornherein schon gestellt werden müssen.
    Krieg ist nicht die “Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln” nach Clausewitz, sondern ihr Ende. Außer für die USA und damit die NATO und damit auch für Deutschland, denn für die USA und ihre Verbündeten, äh, Vasallen gilt der Clausewitz-Satz in Umkehrung: Politik ist die Fortsetzung des Krieges mit anderen Mitteln.

  16. Es gibt Verleumder überall!

    I.
    Di 19.04.2022 16:29, an Alexander Fraf Lambsdorff
    “Betr.: DIE ZEIT, Nr. 16, 13.04.2022, Seite 10

    „Darf man noch auf Ostermärsche gehen?“
    Ihre Bemerkungen „NEIN, …“

    Sehr geehrter Graf Lambsdorff,

    mein Name ist Roland Weinert, *1960. Seit 1980 nehme ich fast jedes Jahr an Ostermärschen teil. Auch im Jahre 1983 war ich als Student in Bonn dabei. Auch bin ich Wehrdienstverweigerer und Pazifist. Und zwar ganz im Sinne von Friedensnobelpreisträger ( 1936 ) Carl von Ossietzky. Mein Ur-Großonkel ist Erich Weinert, Pazifist und Kommunist. Viele meiner Vorfahren sind von den Nationalsozialisten ermordet worden und boten Menschen jüdischen Glaubens von 1933 bis 1945 Unterschlupf und Hilfe.

    Während meiner Studien befasste ich mich u. a. intensiv mit dem Schriftsteller Lion Feuchtwanger, dem Faschismus in Deutschland, der Weimarer Republik, den Ursachen von Weltkrieg I und Weltkrieg II, der Bedeutung der Menschen jüdischen Glaubens für die Kultur im deutschsprachigen Raum, dem literarischen Exil ab 1932 usw. usw. usw. – Soviel zur Einordnung meiner Person, falls Sie derlei intellektuell nachvollziehen wollen und überhaupt können. Ja, das Können … Das ist gegenwärtig das größte Problem der sog. ‚politischen Klasse‘.

    Nun denn: Zu Ihren o. g. Bemerkungen in DIE ZEIT insgesamt werde ich noch an ganz anderer Stelle eingehen werden. Bemerkenswert ist bereits die Headline: „Darf man …gehen?“
    Dass hinter dieser Frage offenkundig die These steht, Ostermaschierer und Pazifisten seien für Leid und Not in der Welt – explizit für die Folgen dieses schrecklichen Angriffskrieges der Russischen Föderation gegen die Ukraine nämlich – in gewisser Weise – gelinde jetzt von mir formuliert – eine Gefahr, mit-verantwortlich gar … Das behaupten Sie perfide. Und das ist schon an Niedertracht kaum zu überbieten. Dafür sollten Sie sich abgrundtief schämen.

    Sie behaupten über mich persönlich als Teilnehmer von Ostermärschen und bekennenden Pazifisten in der o. g. Ausgabe von DIE ZEIT, was Sie behaupten. Nämlich u. a.:

    „Sie traumatisieren die zu uns Geflüchteten ein zweites Mal, denn sie schützen die Mörder und Vergewaltiger von Butscha, Irpin und Mariupol.”
    „Lambsdorff stellt in seinem ZEIT-Beitrag die Ostermärsche sogar als Gefahr für die Sicherheit Deutschlands und Europas dar.“

    Beweise: siehe Anhänge.

    Ich fordere Sie hiermit auf,

    1)sich für Ihre Behauptung gegen mich u. a.
    „Sie traumatisieren die zu uns Geflüchteten ein zweites Mal, denn sie schützen die Mörder und Vergewaltiger von Butscha, Irpin und Mariupol.”

    öffentlich bei mir zu entschuldigen. Und zwar und insbesondere auch auf den Portalen von DIE ZEIT.

    2)öffentlich in geeigneter Weise darauf hinzuweisen, dass Sie den Unterzeichner von jenen ehrabschneidenden Unterstellungen ausnehmen, welche Sie in Ihrem Beitrag in der o. g. Ausgabe der Wochenzeitung DIE ZEIT insgesamt behaupten. Ferner fordere ich Sie auf, das Procedere mit dem Unterzeichner abzustimmen.

    Ihre Stellungnahme erwarte ich bis zum 03.05.2022, bei mir eintreffend per Briefpost ( Einwurfeinschreiben ).

    Ich lasse mich von Menschen wie Ihnen, die ich als redlicher Staatsbürger auch mit-alimentiere, nicht als ‚Schützer von Mördern und Vergewaltigern‘ denunzieren. Merken Sie sich das, Herr Graf! Es ist für mich schlimm genug und unerträglich, die AfD zwangsalimentieren zu müssen mit Geld, dass ich hart erarbeiten muss.

    Roland Weinert [ drs. phil. ]
    Magister Artium ( Universität zu Köln, Köln, D )
    Master of Business Administration ( Universität St. Gallen, St. Gallen, CH )”

    II.
    Di 12.04.2022 13:25, an DIE ZEIT

    “Betr.: Alexander Graf Lambsdorff: Oster-Friedensdemonstranten sind “fünfte Kolonne Wladimir Putins” — Ihre Veröffentlichung

    12.04.2022 – 11:00
    DIE ZEIT
    Alexander Graf Lambsdorff: Oster-Friedensdemonstranten sind “fünfte Kolonne Wladimir Putins”

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    Herr Graf Lambsdorff nimmt bitte diese Behauptung zurück, und Sie löschen diesen Beitrag etc., sonst erstatte ich – als Ostermitmarschierer seit den 80er Jahren – Strafanzeige wegen Volksverhetzung.

    Mit freundlichen Grüßen

    Roland Weinert [ drs. phil. ]
    Magister Artium ( Universität zu Köln, Köln, D )
    Master of Business Administration ( Universität St. Gallen, St. Gallen, CH )”

    *************************************************************

    FAZIT: Nichts passierte; ich erstattete jeweils Strafanzeigen ohne Erolg. So sieht es aus in unserer ‘sauberen’ Republik.

    Di 10.05.2022 20:37, an Staatsanwaltschaft Habmburg

    “ANTRÄGE auf Vorermittlungen / Ermittlungen wegen Volksverhetzung gem. § 130 StGB und Verbreitung entsprechender Äußerungen

    ANTRÄGE auf Vorermittlungen / Ermittlungen wegen Volksverhetzung gem. § 130 StGB bzw. Verbreitung entsprechender Äußerungen sowie Beihilfe zur Verbreitung volksverhetzender Äußerungen

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    ANTRÄGE

    Hiermit beantrage ich, Vorermittlungen / Ermittlungen einzuleiten gegen

    1. Herrn Alexander Graf Lambsdorff, https://de.wikipedia.org/wiki/Alexander_Graf_Lambsdorff , Mitglied des Deutschen Bundestages,

    wegen des Verdachtes auf Volksverhetzung gem. § 130 StGB in einem besonders schweren Fall

    ( Siehe sämtliche Anlagen! und https://www.zeit.de/2022/16/frieden-demonstration-ostermarsch-ukraine-debatte ).

    und gegen

    2.1 Presseportal.de, news aktuell GmbH, Mittelweg 144, 20148 Hamburg
    Telefon: +49 (0)40 4113 32850
    Telefax: +49 (0)40 4113 32855
    Web: http://www.newsaktuell.de, https://www.newsaktuell.de/impressum/

    ( Siehe Anlagen, PDF-Dateien und JPG-Photo! und https://www.zeit.de/2022/16/frieden-demonstration-ostermarsch-ukraine-debatte ).

    wegen der Verbreitung und damit Beihilfe volksverhetzender Äußerungen des Herrn Alexander Graf Lambsdorff in einem besonders schweren Fall.

    sowie hilfsweise gegen

    2.2 DIE ZEIT, Unternehmenskommunikation und Veranstaltungen, (Tel.: 040/3280-237, E-Mail: presse@zeit.de), Original-Content von: DIE ZEIT, übermittelt durch news aktuell )

    wegen der Verbreitung und damit Beihilfe volksverhetzender Äußerungen des Herrn Alexander Graf Lambsdorff in einem besonders schweren Fall

    ( Siehe Anlagen! und https://www.zeit.de/2022/16/frieden-demonstration-ostermarsch-ukraine-debatte ) .

    SACHVERHALT

    Vorbemerkung
    Der innere Friede in der bundesdeutschen Gesellschaft ist ein hohes Gut und wird durch das Grundgesetz in besonderer Weise apostrophiert. Dies findet seinen Niederschlag u. a. im Strafgesetzbuch ( u. a. § 130 ).

    Die diesjährigen Ostermärsche standen bevor und standen in besonderer Weise im Lichte des Krieges in der Ukraine. In der Öffentlichkeit wurden und werden Maßnahmen, welche zu einer Befriedung der Ukraine führen könnten, heftig diskutiert.

    Tatvorwurf
    Nun behauptete Herr Graf Lambsdorff und ließ seit dem 12.04.2022 – 11:00 Uhr, DIE ZEIT , u. a. professionell auf höchstem Niveau auch in der Printausgabe von DIE ZEIT verbreiten:
    “Wenn Ostermarschierer jetzt Abrüstung fordern und in Interviews vorschlagen, die Ukraine ‘gewaltfrei zu unterstützen’, spucken sie den Verteidigern Kiews und Charkiws ins Gesicht”, schreibt der Außenpolitiker in einem Gastbeitrag für die Wochenzeitung DIE ZEIT. “Sie traumatisieren die zu uns Geflüchteten ein zweites Mal, denn sie schützen die Mörder und Vergewaltiger von Butscha, Irpin und Mariupol.” Er fährt fort: “Die Ostermarschierer sind die fünfte Kolonne Wladimir Putins, politisch und militärisch.”
    ( Siehe Anlagen, PDFs und JPG! )

    U. a. diese Äußerungen sind noch immer im WEB ( vgl. insoweit die ersten beiden PDF-Dateien ) zu finden.

    Ich forderte erfolglos DIE ZEIT auf, diese Äußerungen im WEB zu löschen ( vgl. Anlagen, die erste E-Mail ).

    Ich forderte erfolglos Herrn Graf Lambsorff auf, seine Äußerungen zurückzunehmen ( vgl. Anlagen, zweite E-Mail ). Den von mir genannten Termin ließ er fruchtlos verstreichen.

    Nach meiner Einschätzung erfüllen die von Alexander Graf Lambsdorff aufgestellten Behauptungen den Straftatbestand der Volksverhetzung in einem besonders schweren Fall. Denn man muss dabei natürlich wissen, dass es in Deutschland seit der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg ‚gute‘ Tradition ist, Pazifisten zu jagen, zu verunglimpfen, zu verleumden und zu ermorden. Dass sich Herr Alexander Graf Lambsdorff ( MdB ) hinsichtlich seiner Terminologien und Aussagen in dieses unselige Fahrwasser der Vergangenheit bzw. damit der Nationalsozialisten begibt, ist evident. In diesem Kontext erinnere ich ‚nur‘ an den Friedensnobelpreisträger des Jahres 1936, Carl von Ossietzky ( 1889 – 1938 ), sowie den gegen ihn geführten Weltbühne-Prozess des Jahres 1931.

    Aus meiner Sicht stellen die Äußerungen des Herrn Alexander Graf Lambsdorff keine Meinungsäußerung dar, sondern sie zielen darauf ab, die bundesrepublikanische Öffentlichkeit gegen Pazifisten und Friedensdemonstranten usw. aufzuwiegeln bzw. aufzuhetzen. Er verunglimpft Menschen, die Angst vor Krieg haben und Frieden wollen, in verwerflicher Weise. Damit gefährdet Herr Lambsdorff den inneren Frieden der Bundesrepublik Deutschland und somit den Rechtsstaat im Kern seines demokratischen Selbstverständnisses.

    Insoweit bitte ich, Ermittlungen aufzunehmen und meinen Anträgen zu entsprechen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Roland Weinert […]”

  17. So Leid mir das tut, es wird kein zurück geben. Eine Verhandlungslösung kann nur ohne die momentanen Figuren der Regierungs-und Oppositionsparteien evtl. stattfinden. Außerdem müsste die geifernde, kriegsgeile Pressemeute auf einen Pfad der Tugend zurück geführt werden. Wie das ohne Zwang gehen soll, dazu fällt mir auch nichts ein. 😉
    Der Clique in Kiew versucht ja jetzt schon mit allen Mitteln die Nato zu Kriegseintritt zu zwingen. Er wird sich geduldigen müssen, mind. bis nach den Wahlen in USA. Möglicherweise werden seine Wünsche danach erfüllt werden. Möglicherweise werden die minderbemittelten Westeuropäer ohne die USA in den Krieg eintreten. Möglicherweise sogar ohne GB. 🙂 Möglicherweise werden nur die faschistoiden Balten, die von Mannerheim träumenden Finnen, die im 2.Weltkrieg verschonten Schweden, die “klerikalen Nationaldemokraten” aus Polen, ein paar zusammengekaufte Balkanländer und natürlich die Gutmenschen aus Deutschland den Battle ausfechten oder die Suppe auslöffeln. Frankreich und die Türkei werden sich, um keinen Bürgerkrieg zu riskieren, zurückhalten.
    Spanien und Italien ? Dazu ist zu sagen, dass die “Rechten” abwägen, ob es etwas zu gewinnen gibt 🙂
    Ungarn, Österreich werden sich nicht erpressen lassen.

  18. Die wichtigste Lüge von Vad:
    Krieg = „res humanae“, übersetzt etwa: Sache des Menschen: dem menschlichen Wesen gemäß seiner eigenen Natur auferlegt.
    Kriege jedoch führen weder alle Menschen, noch alle Nationen, Volksgruppen usf. immer und zu allen Zeiten, sondern nur jene Gruppen, die aus bestimmten Gründen nicht genug bekommen können und die sich neuen Landbesitz erobern, um für die weitere Zukunft noch besser und sicherer leben zu können.

    Es ist entlarvend, dass nicht nur Vad, sondern auch De Lapuente die entscheidende Frage nicht bedenken, warum die Nato erhalten werden musste, währendem der Waschauer Pakt von der Bildfläche verschwand und warum Kriege heute, trotz dem offensichtlich weltumspannenden Wunsch der Menschen nach einem friedlichen Zusammenleben zur Bewältigung der Klima-, Umwelt- und Verteilungskrise, mit umso größerer Vehemenz auch von den gewählten Politikern befürwortet und angeheizt werden?

    An diesem raschen Umschlagen pazifistischer Gesinnungen in kriegerische sieht man, wie wenig Lippenbekenntnisse wert sind und wie wichtig Einsichten in die materiellen Voraussetzungen und Folgen des eigenen, auf Wachstum getrimmten Wirtschaftssystems sind.
    Genau an diesen Einsicht mangelt es in Deutschland seit dem 2. Weltkrieg, in dem die Ursachen des Krieges dämonisiert, gewissermaßen ent-materialisiert wurden. So konnten mit dem deutschen Wirtschaftswunder, besonders aber mit der Erklärung des Wirtschaftswachstums zur conditio sine qua non gesellschaftlichen Wohlbefindens in den schillernden 70er Jahren, sogar in Übereinstimmung mit den Bedürfnissen der Bevölkerung, die Grundlagen für neue Kriege um Ressourcen gelegt werden, ohne dass die Pazifisten dies überhaupt wahrnahmen.

    Pazifisten sind für die materiellen Ursachen der Kriege (Sicherung von Profit durch Verfügbarkeit von Ressourcen) meist genauso blind wie die darwinistischen Überlebenskämpfer und, hinsichtlich der katastrophalen Folgen ihrer Entscheidungen, genauso blind wie die Konsumenten, die möglichst billig einkaufen wollen, um den vermeintlich höchsten Gewinn aus dem Einkauf für sich zu ziehen.

    Anstatt den Krieg zum Grundwesen des Menschen zu erklären, wäre es, angesichts der Atomkriegsgefahr und Zerstörung der Biosphäre durch das unersättliche Profitmachen und gedankenlose Einkaufen auf Kosten anderer und der Umwelt, endlich an der Zeit, den Krieg als Instrument der grenzenlosen materiellen Gier und Machtgelüste reicher Personengruppen zu deklarieren und die Gesellschaften dazu zu ermuntern und zu befähigen, mit ihren eigenen Ressourcen auszukommen um folglich mit anderen Gesellschaften in friedlicher Kooperation überleben zu können.

  19. also ich glaube nicht, dass 60Prozent in D Krieg wollen. In Polen, dem Baltikum und Rumänien, Ungarn mah das anders sein, aber wenn ich mir unsere Landsleute im Osten angucke, sehe ich ganz deutlich, dass die keinen Krieg wollen

  20. Ausgerechnet Alexander Graf Lambsdorff wurde Botschafter in Russland. Bin mal gespannt, ob da irgendwas Positives bei rauskommt

  21. Der Herr General schummelt ein wenig, wenn er sagt “Ich gehe davon aus, dass sich die NATO-Osterweiterung im Zuge der Zeit ein Stück weit verselbstständigt haben”. Dies war mitnichten der Fall.

    Die USA versuchen seit 1991 mit allen, wirklich allen, politischen ökonomischen und militärischen Mitteln, die einzige Weltmacht zu bleiben. Dieses Ziel verfolgen sie rücksichtslos. Gegen die ausgemachten Gegner Russland und China. Aber auch gegenüber den “europäischen Partnern und Freunden”. Menschenleben spielen dabei keine Rolle. Drängende globale Probleme, für die internationale Kooperation statt Konfrontation zwingend notwendig wäre, auch nicht.

    Das ist des Pudels Kern.

    Willy Wimmer, damals MdB und Vizepräsident der Parlamentarischen Versammlung der OSZE, schrieb im Mai 2000 an den damaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder einen Brief, in dem er die Ergebnisse einer Konferenz in Bratislava zusammenfasste, die gemeinsam vom US-Außenministerium und dem American Enterprise Institute (außenpolitisches Institut der republikanischen Partei) mit den Schwerpunktthemen Balkan und NATO-Erweiterung veranstaltet wurde:

    “Die amerikanische Seite scheint im globalen Kontext und zur Durchsetzung ihrer Ziele bewusst und gewollt die als Ergebnis von 2 Kriegen im letzten Jahrhundert entwickelte internationale Rechtsordnung aushebeln zu wollen. Macht soll Recht vorgehen. Wo internationales Recht im Wege steht, wird es beseitigt. Als eine ähnliche Entwicklung den Völkerbund traf, war der Zweite Weltkrieg nicht mehr fern. Ein Denken, das die eigenen Interessen so absolut sieht, kann nur totalitär genannt werden.”

    Den gesamten Brief hier lesen: https://www.nachdenkseiten.de/?p=22855

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