»Es gibt ein starkes Gefühl, dass die Globalisierung zu weit gegangen ist«

Putin und Trump in Alaska
Benjamin D Applebaum, Public domain, via Wikimedia Commons

Während die Welt auf den Konflikt zwischen Israel, den USA und dem Iran blickt, gerät der Ukrainekrieg zunehmend aus dem Fokus.

Der amerikanische Historiker Marc Trachtenberg erklärt im Gespräch mit Roberto De Lapuente, warum die globale Machtpolitik gerade eine grundlegende Verschiebung erlebt. Er sieht in Trumps Außenpolitik einen Bruch mit dem liberalen Internationalismus – und eine mögliche Grundlage für eine Einigung mit Russland.

 

De Lapuente: Kein Mensch spricht mehr vom Ukrainekrieg. Wir schauen jetzt gebannt auf den Angriff Israels und der Vereinigten Staaten auf den Iran – und auf die Folgen dieses Angriffs. Glauben Sie, dass diese neue globale Lage, den Konflikt um die Ukraine auf irgendeine Weise verändern wird? Und wenn ja, wie?

Trachtenberg: Die Vereinigten Staaten vermitteln deutlicher denn je zuvor die Botschaft, dass Großmächte jederzeit Gewalt anwenden dürfen, wenn sie dies für ihre Interessen als notwendig erachten. Das bedeutet, dass auch die US-Regierung das Recht Russlands akzeptiert, in der Ukraine Gewalt anzuwenden, wenn es dies für angebracht hält. Man kann die »russische Aggression« nicht als Verbrechen bezeichnen, wenn man selbst dasselbe »kriminelle« Verhalten an den Tag legt.  All dies könnte wiederum dazu beitragen, den Weg für eine Beilegung des Ukrainekrieges zu ebnen, die für Russland akzeptabel wäre. Um ehrlich zu sein, bin ich überrascht, dass dies noch nicht geschehen ist – dass Russland einer solchen Beilegung, wie sie Trump im Sinn hat, noch nicht zugestimmt hat, obwohl dies ganz offensichtlich in seinem Interesse liegt.

De Lapuente: Können Sie sich erklären, warum das bislang noch nicht geschehen ist?

Trachtenberg: Nein, ich bin völlig perplex.  Ich war mir sicher, dass der Krieg inzwischen vorbei sein würde, angesichts der Politik, für die sich Trump entschieden hatte. Aber ich habe mich offensichtlich geirrt. Wenn man solche Vorhersagen macht, muss man davon ausgehen, dass die Menschen sich entsprechend ihren Interessen verhalten (so wie man sie versteht). In der realen Welt ist das jedoch nicht immer der Fall. Oft spielen andere Faktoren eine Rolle, aber wir wissen nicht genau, welche das sind, bis wir die Möglichkeit haben, die derzeit geheimen Dokumente zu untersuchen – und diese Möglichkeit werden wir wahrscheinlich noch lange Zeit nicht haben.

»Die Pattsituation könnte sehr schnell enden«

De Lapuente: Es geht für die Russen wenig vor, noch weniger zurück – dass die Russen bald vor Warschau oder Berlin stehen, scheint schon deshalb – wenn nicht ausschließlich – abwegig. Würden Sie mitgehen, wenn ich behauptete, dass die Situation um die Ukraine als Patt betrachtet werden muss?

Trachtenberg: Nun, bisher herrscht sicherlich eine Pattsituation. Aber solche Dinge können sich schnell ändern. Denken Sie an 1918. Wenn Russland Trumps Bedingungen akzeptiert, die Ukraine jedoch nicht, und die USA alle Hilfen für die Ukraine einstellen, würde die Pattsituation sehr schnell enden.

De Lapuente: Wir müssen auch über die neue Außenpolitik Ihres Heimatlandes sprechen. Sehen Sie in dem, was in den letzten Monaten geschah, eine Strategie? Sind es die Ressourcen oder wollen die USA mit harter Linie eine neue Unipolarität erzwingen?

Trachtenberg: Ja, ich sehe hier eine bestimmte Strategie am Werk. Es geht nicht um Ressourcen oder um die Vorherrschaft in der Welt. Es handelt sich im Grunde genommen um eine nationalistische Strategie. Der Schlüssel liegt in Trumps Ablehnung der liberalen internationalistischen Philosophie, die seit 1991 die Außenpolitik der USA dominierte. Diese Philosophie war die Grundlage für die Erweiterung der NATO und damit verbundene politische Maßnahmen und spielte somit eine Schlüsselrolle in dem Prozess, der zum Krieg in der Ukraine führte. Das Ziel war es, etwas zu schaffen, was selbst seine Befürworter als »liberales Hegemonialsystem« bezeichnen. Trump (und die meisten republikanischen Wähler heutzutage) lehnen all das ab und wollen eine Politik, die auf den nationalen Interessen Amerikas basiert, so wie sie diese verstehen. Und diese Politik beinhaltet nicht, die russische Herausforderung für die amerikanische Macht zu beseitigen, sondern eine Einigung mit Russland zu erzielen – eine Einigung, die auf der Idee basiert, dass auch Russland nationale Interessen hat, die respektiert werden müssen.

De Lapuente: Verstehe ich Sie richtig, wenn ich zusammenfassen würde, dass Trumps Außenpolitik im Grunde genommen einfach nur US-Innenpolitik ist?

Trachtenberg: Nun, ich würde sagen, Sie haben halbwegs Recht. Außenpolitik und Innenpolitik sind in vielerlei Hinsicht eindeutig miteinander verflochten, insbesondere bei Themen wie Zollpolitik, Einwanderungspolitik und Politik in Bezug auf illegale Drogen. Die Politik gegenüber Europa wird auch stark von der starken Abneigung der Trump-Regierung gegenüber der Innenpolitik der dortigen Mainstream-Parteien, insbesondere in Westeuropa, beeinflusst.  Aber das außenpolitische Denken hat auch eine starke unabhängige Wurzel – insbesondere die starke Abneigung der Trump-Anhänger gegen die liberale internationalistische Politik ihrer Vorgänger in beiden Parteien. Trump macht insbesondere seine Vorgänger für den Ukrainekrieg verantwortlich – er erwähnte sogar namentlich die ehemalige stellvertretende Außenministerin Victoria Nuland. Diese Haltung ist nicht einfach nur eine Folge der Innenpolitik Trumps.

»Im amerikanischen sicherheitspolitischen Establishment waren so viele gegen die NATO-Erweiterung«

De Lapuente: Was war 1991 der Grund, dass ein »liberales Hegemonialsystem« entstand? Hatte nicht bereits die Administration Carter eine liberale Außenpolitik betrieben – was ihm übrigens auf die Füße fiel, er wurde krachend abgewählt.

Trachtenberg: Dies ist eine sehr wichtige Frage. Sie erfordert eine recht ausführliche Antwort, und selbst dann werde ich nur an der Oberfläche kratzen. Einige prominente amerikanische Wissenschaftler der Internationalen Beziehungen haben jedoch argumentiert, dass die Antwort eigentlich recht einfach sei. Ihrer Ansicht nach war die Politik, die die Vereinigten Staaten seit 1991 verfolgten, genau das, was man erwarten musste. Während des Kalten Krieges, so das Argument, verfügten beide Supermächte über starke Ideologien, doch diese ideologischen Impulse wurden durch machtpolitische Realitäten in Schach gehalten. Keine Seite konnte in entscheidenden Bereichen wirklich auf grundlegende Veränderungen drängen, aus Angst, einen Dritten Weltkrieg zu provozieren. Doch »mit dem Schwinden der sowjetischen Macht«, schrieb etwa Kenneth Waltz, seien die Vereinigten Staaten »nicht länger durch ein anderes Land in Schach gehalten« gewesen und hätten nun ihren ideologisch geprägten Impulsen freien Lauf lassen können. Waltz verwies auf eine Bemerkung des bekannten Kolumnisten Charles Krauthammer. Dieser, so schrieb er, freue sich auf ein überwältigend mächtiges Amerika – und hier zitierte er aus einem berühmten Artikel Krauthammers aus dem Jahr 1990 –, das »ohne Scham die Regeln der Weltordnung festlegt und bereit ist, sie auch durchzusetzen«. Und dies war keineswegs das einzige Beispiel, das man anführen könnte. Der berühmte (oder berüchtigte) Entwurf der Defense Policy Guidance, der 1992 verfasst (und an die Presse durchgestochen) wurde, forderte ebenfalls eine von den USA dominierte Welt. Das grundlegende Ziel der Vereinigten Staaten sollte laut diesem Dokument darin bestehen, »das Wiederaufkommen eines neuen Rivalen zu verhindern«. Tatsächlich, so meinten seine Autoren, sollte Amerika versuchen, »potenzielle Konkurrenten sogar davon abzuschrecken, überhaupt nach einer größeren regionalen oder globalen Rolle zu streben«. »Schon davon abzuschrecken, eine größere regionale Rolle anzustreben«! Und es gibt viele weitere Dokumente, die in dieselbe allgemeine Richtung weisen.

De Lapuente: Fall abgeschlossen?

Trachtenberg: Nicht ganz, denn es ist sehr klar, dass diese Art des Denkens keineswegs allgemein akzeptiert war – nicht einmal innerhalb der Regierung von George H. W. Bush. Der Nationale Sicherheitsberater des Präsidenten, General Brent Scowcroft (ein Mann, der Präsident Bush persönlich sehr nahestand), hielt die Defense Policy Guidance für »verrückt« (so jedenfalls der Mann, der hauptsächlich für ihre Ausarbeitung verantwortlich war). Andere wichtige Regierungsvertreter teilten offenbar Scowcrofts Ansicht. Und auch im Land insgesamt waren viele bedeutende Persönlichkeiten nicht glücklich mit der Vorstellung, die Vereinigten Staaten sollten versuchen, alle potenziellen Rivalen – etwa Russland – daran zu hindern, die amerikanische Macht in irgendeiner Weise herauszufordern. Viele wollten vielmehr, dass die Regierung eine deutlich russlandfreundlichere Politik verfolgt. Gerade weil sie zu diesen Fragen eine wesentlich moderatere Haltung einnahmen, waren so viele Menschen im amerikanischen sicherheitspolitischen Establishment gegen die NATO-Erweiterung. George Kennan war die bekannteste Persönlichkeit in dieser Gruppe, doch die NATO-Expansion stieß innerhalb des außenpolitischen Establishments auf breite Ablehnung; sogar konservative Persönlichkeiten wie Paul Nitze und Richard Pipes waren dagegen.

»Warum setzte sich dann letztlich die primazistische Sichtweise durch?«

De Lapuente: Meines Wissens lehnten diese Leute nicht nur die NATO-Erweiterung ab …

Trachtenberg: Richtig, sie missbilligten die gesamte Vorstellung, dass Amerika und seine Verbündeten versuchen sollten, Russland daran zu hindern, wieder als blühende Großmacht aufzutreten. Die ehemalige britische Premierministerin Margaret Thatcher etwa war 1991 der Ansicht, dass eine große Anstrengung unternommen werden müsse, um Russland beim Übergang zu einem wohlhabenden, freundlichen und demokratischen Staat zu unterstützen. Diese Ansicht wurde vom damaligen US-Botschafter in Moskau, Jack Matlock, geteilt. Sogar der ehemalige Präsident Nixon meldete sich 1992 zu Wort und sprach sich für ein solches Vorgehen aus. Viele Menschen teilten damals diese grundlegende Denkweise. Die zentrale Frage lautet also: Warum setzte sich dann letztlich die primazistische Sichtweise durch? Das ist tatsächlich eine komplexe Frage, bei der mehrere Faktoren eine Rolle spielten, und ich kann hier nicht auf alle eingehen. Ein wichtiger Punkt – und einer, der mich persönlich besonders interessiert – hat jedoch mit der Art der Argumente zu tun, die die Gegner dieser primazistischen Politik vorbrachten. Auf einer intuitiven Ebene empfanden sie es als falsch (wie wir Amerikaner sagen), »auf einen Mann einzutreten, der schon am Boden liegt«. Sie zitierten häufig Churchills Motto: »Im Sieg Großmut.« Doch diese Denkweise wirkte ein wenig altmodisch, ein wenig antiquiert – wie ein atavistisches Überbleibsel aus dem Zeitalter der Ritterlichkeit. In der modernen Welt, so meinte man, könne man sich solche Gefühle nicht leisten; man müsse rücksichtslos realistisch sein. Und sowohl Bush als auch Scowcroft sahen sich selbst als abgeklärte Realisten. Sie waren die Raffinierten. Sie wussten, wie wichtig Macht im internationalen politischen Leben war, und sie wollten, dass Amerika so viel davon wie möglich besaß.

De Lapuente: America first also?

Trachtenberg: Das Problem bestand jedoch darin, dass ihre Ansichten nicht so ausgefeilt waren, wie sie glaubten. Die größten Diplomaten der Vergangenheit verstanden, dass es nicht der richtige Weg war, ausschließlich die eigenen nationalen Interessen – eng definiert – zu verfolgen. Ebenso wichtig war es, die Interessen des gesamten Systems zu berücksichtigen. Die grundlegende Idee, wie sie sich im 18. Jahrhundert herausgebildet hatte, war, dass das europäische Staatensystem als eine »Art Gesellschaft« oder eine »Art Republik« verstanden werden sollte. Seine Mitglieder waren durch ein gemeinsames Interesse an der »Aufrechterhaltung der Ordnung und der Bewahrung der Freiheit« (im Sinne von Freiheit von fremder Vorherrschaft) miteinander verbunden. Daraus folgte, dass man eine relativ moderate Außenpolitik verfolgen musste – eine Politik, die darauf abzielte, zu verhindern, dass ein einzelner Hegemon das System dominierte, und die die grundlegenden politischen Interessen aller anderen Mächte respektierte. Diese Sichtweise spielte eine wichtige Rolle bei der Gestaltung des internationalen Systems nach den Napoleonischen Kriegen; Niklas Vogt, der Autor des fünfbändigen Werkes Über die europäische Republik, war tatsächlich einer der Lehrer Metternichs gewesen.

»Arbeitende Menschen treten wirtschaftlich seit Jahren auf der Stelle«

De Lapuente: Wie funktionierte das in der Praxis?

Trachtenberg: Lassen Sie mich nur ein Beispiel nennen. In den Jahren 1870/71 lehnten viele britische Politiker Bismarcks Entscheidung ab, Elsass-Lothringen zu annektieren. Hätten sie ausschließlich an die eng verstandenen Interessen Großbritanniens gedacht, hätten sie diesen Schritt eigentlich begrüßen müssen. Er musste zwangsläufig die Beziehungen zwischen Deutschland und Frankreich vergiften und damit verhindern, dass sich die kontinentaleuropäischen Mächte jemals gemeinsam gegen Großbritannien zusammenschlossen. Deutschland und Frankreich würden stattdessen jeweils Großbritannien um Unterstützung in ihrem Streit bitten; zugleich würden sie versuchen, zu verhindern, dass Großbritannien sich auf die Seite ihres Rivalen stellt. All das hätte dazu tendiert, Großbritanniens Position im europäischen System zu stärken. Doch die britischen Führungsfiguren waren keineswegs erfreut über das, was Bismarck getan hatte. Sie verstanden, dass dies ein Schlag gegen die Stabilität des gesamten Systems war – ein Schlag gegen die »große internationale Republik«, wie Lord Salisbury es damals nannte, deren Erhalt nach seiner Auffassung eindeutig im Interesse Großbritanniens lag. Das war also die wirklich ausgefeilte Art, an dieses Problem heranzugehen. Doch für derartige Ideen gab es damals in der amerikanischen politischen Kultur keinen Platz. Selbst in der akademischen Welt waren solche Vorstellungen kaum zu finden. Die Diplomatiegeschichte wurde an den Rand der historischen Zunft gedrängt; sie galt als moralisch und politisch verdächtig. (Ich hörte einmal tatsächlich einen Sozialhistoriker einen führenden amerikanischen Militärhistoriker fragen: »Ist es nicht so, dass Militärhistoriker Kriege eigentlich mögen?«) Und Politikwissenschaftler verbrachten in der Graduiertenausbildung viel Zeit damit, Statistik und Spieltheorie zu lernen; selbst Experten für Internationale Beziehungen hatten keine Zeit, auch nur eine einzige Fremdsprache zu erlernen oder ein tiefes Verständnis der relevanten historischen Zusammenhänge zu entwickeln. Den Preis dafür zahlen wir heute.

De Lapuente: Bei unserem letzten Gespräch habe ich Ihnen dargelegt, dass man in Deutschland massiv für einen Einsatz in der Ukraine warb. Das ist etwas abgeflaut, aber dass man immer noch mit vielen Milliarden aus dem deutschen Haushalt unterstützt: Das ist geblieben. Können Sie sich erklären, wie eine politische Kaste wie die in Deutschland, über so viele Jahre nicht einsehen kann, wie selbstschädigend dieses Verhalten im Grunde ist. Denn nun kommt zur wegfallenden günstigen Energie aus Russland auch noch eine Verteuerung des Erdöls durch den Irankrieg hinzu …

Trachtenberg: Die Unterstützung für die Ukraine hat ihre Wurzeln in derselben liberalen internationalistischen Politik, auf die ich vorhin Bezug genommen habe. Diese Politik findet in Deutschland besonders starken Rückhalt, da alles, was nach Nationalismus riecht – der einzigen echten Alternative zum liberalen Internationalismus –, durch die Ereignisse von 1933 bis 1945 zutiefst diskreditiert wurde. Dennoch haben die Europäer eine gewisse Tradition, in machtpolitischen Kategorien zu denken. Diese Tradition hat in Europa sicherlich tiefere Wurzeln als in den Vereinigten Staaten. Daher war ich etwas überrascht, als ich sah, dass sich die Europäer, insbesondere die Deutschen, so stark für diese liberal-internationalistische Politik entschieden. Ich glaube nicht, dass die Energiepreise dabei eine wichtige Rolle gespielt haben.

De Lapuente: Der berühmte Ausspruch von Bill Clinton, dass es die Ökonomie sei, Dummkopf: Trifft der heute nicht mehr zu? Oder anders gefragt: Ist Außenpolitik heute in ein postfaktisches Zeitalter eingetreten? Denn Fakten – das waren bislang ja wirtschaftliche Interessen.

Trachtenberg: Wirtschaftliche Fragen sind nach wie vor sehr wichtig. Sie spielten sicherlich eine große Rolle bei der Präsidentschaftswahl 2024. Rein innenpolitische Themen – insbesondere die Inflation – sind von großer Bedeutung, doch das grundlegende Problem hat meiner Ansicht nach mit Amerikas Rolle in der Weltwirtschaft zu tun. Es gibt ein starkes Gefühl – und das nicht nur unter Trumps Anhängern –, dass (um den Titel eines berühmten Buches zu paraphrasieren) »die Globalisierung zu weit gegangen ist«. Amerikanische Fabrikarbeiter konnten eindeutig nicht mit niedrig bezahlten Fabrikarbeitern in anderen Ländern, besonders in China, konkurrieren, und der verarbeitende Sektor ist dramatisch geschrumpft. Infolgedessen treten arbeitende Menschen – etwa zwei Drittel der Bevölkerung – wirtschaftlich seit Jahren auf der Stelle. Die Gewinne aus der Globalisierung sind hauptsächlich den obersten 10 oder 20 Prozent der Bevölkerung zugutegekommen, und sie waren enorm.

»Um zu sehen, was vor sich geht, muss man nur die Augen öffnen«

De Lapuente: Das hat das Land, wie auch andere Länder des Westens gespalten …

Trachtenberg: Ja, das Ergebnis ist eine außergewöhnliche Polarisierung des Landes: auf der einen Seite eine sehr wohlhabende Oberschicht, auf der anderen eine riesige Basis von Menschen, von denen viele von Gehaltsscheck zu Gehaltsscheck leben. Und all das hat dramatische soziale und letztlich politische Auswirkungen gehabt. Das Phänomen Trump muss zu einem großen Teil in diesem Zusammenhang verstanden werden. Ich lebte bis vor etwa zwei Jahren auf der Westside von Los Angeles, und man konnte kaum übersehen, wie extrem die Unterschiede im Wohlstand geworden waren. Man sah es überall um sich herum. Kurz bevor ich nach Philadelphia zog, musste ich wegen Geschworenenpflicht ins Stadtzentrum von Los Angeles, und ich war erstaunt über all die Geschichten gewöhnlicher arbeitender Menschen darüber, wie schwierig es für sie war, der Arbeit fernzubleiben, um als Geschworene zu dienen. Die Tatsachen lassen sich nicht verbergen. Um zu sehen, was vor sich geht, muss man nur die Augen öffnen.

De Lapuente: Während wir sprechen, haben deutsche Politiker die Unterstützung für die Ukraine bestätigt. Welche irrationalen Kräfte sind da am Werk, Marc?

Trachtenberg: Ich wünschte, ich könnte diese Frage beantworten, aber ich habe dazu wirklich keine besonderen Einsichten. Als Außenstehender ist mir – wie ich schon sagte – jedoch aufgefallen, wie stark die deutsche Elite der liberal-internationalistischen Philosophie verbunden ist; diese Bindung bildet die Grundlage ihres Denkens über den Ukrainekrieg. Die ganze Episode im Februar 2025, als Heusgen auf der Münchner Sicherheitskonferenz in Tränen ausbrach, war für mich sehr aufschlussreich. Es scheint für viele Menschen in Deutschland sehr schwierig zu sein, überhaupt über Alternativen zu der außenpolitischen Philosophie nachzudenken, der sie sich inzwischen verpflichtet fühlen – was auch einer der Gründe ist, warum sie Trump so sehr ablehnen. Ich verstehe allerdings nicht ganz, warum sie diese Fragen auf diese Weise angegangen sind.

De Lapuente: Was hätten Sie denn eigentlich erwartet?

Trachtenberg: Ich hätte erwartet, dass viel mehr Menschen in Deutschland diese Themen so betrachten würden, wie Adenauer es tat – oder wie der bekannte Politikwissenschaftler und Experte für internationale Beziehungen Hans-Peter Schwarz –, also aus einer machtpolitisch orientierten Perspektive. Ich hätte gedacht, dass ihre gesamte Erfahrung mit Trump ein starkes Wecksignal gewesen wäre. Doch ich glaube nicht, dass all das bisher wirklich angekommen ist. Es wird sehr interessant sein zu sehen, wie sich all dies in den kommenden Jahren entwickeln wird.

Marc Trachtenberg, geb. 1946 in New York, ist Politikwissenschaftler und Historiker. Einer seiner Interessensschwerpunkte ist der Kalte Krieg zu dessen Forschung er eine Website betreibt.

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Die Redaktion unseres Magazins: Florian Rötzer und Roberto De Lapuente.
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67 Kommentare

  1. Fehler Nr.1: Die Annahme, Politik würde für das Land oder die Leute gemacht. Hallo: Epstein! Diese Leute werden weiterhin erpreßt. Schon vergessen? Vor diesem Hintergrund ein Konzept zu finden, das Epstein ausblendet ist zum scheitern verurteilt, die Situation zu erfassen und Schritte vorherzusagen.

  2. Nun, die Unterstützung der Ukraine in ihrer Form seit 2014 betrachte ich nicht als Unterstützung der „liberal-internationalistischen Philosophie“, sondern als das Gegenteil, nämlich der Förderung national-faschistischer Strukturen. Gleiches gilt für die Unterstützung Israels. Aber ich gebe zu, dass ich kein studierter Historiker bin, sondern nur ein Unterschichtler, der seit Jahrzehnten das Weltgeschehen beobachtet. Man kann sich, wie es ja auch geschieht, das Kindermorden philosophisch so zurechtbiegen, dass dabei etwas weiß Glitzerndes herauskommt und alle blendet.

    1. Manchmal braucht es den naiven, unvernebelten Blick eines Kindes, um simple Fakten zu erkennen, wie z.B. dass der Kaiser nackt ist. Es ist also nicht immer von Nachteil, „kein studierter Historiker“ zu sein. Der Optimalfall ist natürlich all das Wissen zu studieren und sich trotzdem den unvernebelten Blick zu erhalten, aber das schaffen nur die wenigsten. Leute wie z.B. Jeffrey Sachs zähle in zu dieser Kategorie.

      1. Also, was man ohne Historiker zu sein, sehen kann, ist, dass beide Fälle, Ukraine und Israel, ein starkes amerikanisches Interesse sind. Israel bei Trump sogar noch mehr als bspw. bei Obama.

        Ich denke, dass wesentliche machtorientierte Familien und Politiker in Deutschland seit dem WK2 auf die USA setzten, weil das nach dem geplatzten Traum mit Hitler die Welt zu besitzen, die naheliegendste Option war, also im Windschatten der USA noch wenigstens die Illusion von überragender Macht zu besitzen, und natürlich herrschte nach dem Krieg die Angst, von der Sowjetunion für die 27 Millionen Tote in Verantwortung genommen zu werden. Darum auch schon kurze Zeit nach dem Krieg der Slogan, dass die USA der Befreier war.

        Leute wie Scholz (Cum Ex-Patron) oder noch mehr Merz (Blackrocker) sind für mich Paradeexemplare von relativ unbegabten Menschen, die aber mit dem bedingungslosen Willen, sich auf die Seite des Stärkeren zu stellen, tolle Karrieren hingelegt haben.

        Auch die öffentliche Unterwerfung der fast gesamten Top-Politiker Europas unter Trump bei der Zoll-Sache unterstreicht, dass bei all der Abneigung, die sie in den Jahren zuvor gegenüber Trump gezeigt haben, ein Mächtiger, dem sie schon auch die kalte Schulter zeigen könnten, nur etwas klappern muss, und sie auf dem Boden liegen.

        Dass sie Trump in der Russland-Sache nicht folgen, liegt daran, dass sie sich wie schon bei seiner ersten Regierungszeit abgesprochen haben, dass die vier Jahre vorbei gehen und dann wieder ein Internationalist, die treuen Vasallen belohnen wird.

        Wenn Russland wieder zu Bedeutung aufsteigt und die EU versagt, die sehr gute Startbedingungen hatte, erzählt das der ganzen Welt eine wahre Geschichte über Kompetenz und Versagen. Darum der tiefe Hass auf Putin.

  3. Endlich mal wieder ein interessanter Interviewpartner!
    Kapitalismuskritisch war das nun nicht, aber öffnete doch einen Spalt auf innere Sichtweisen in diesem Land.
    Ich hätte gerne eine Frage zu den evangelikalen Einflüssen und entsprechender Ideologisierung der US-
    „Eliten“ gehabt, das hätte mich interessiert.
    Bei der Sichtweise über Europa kann ich nicht mit gehen, die imperialistische und kolonialistische Geschichte Europas scheint mir völlig ausgeblendet, der Mann in einer geopolitisch-machtpolitischen Denkweise gefangen.
    Mein Einstellung zur USA als der Feind, unser aller Feind, der Feind der Menschheit und der Pest des Planeten, die mit ihrem Militärisch-Industriellen Komplex und ihrem Kapitalismus das menschliche Leben auf dem gesamten Planeten bedrohen, hat sich kein Deut geändert!
    Interessant fand ich es trotzdem!

    1. @Wallenstein
      „Ich hätte gerne eine Frage zu den evangelikalen Einflüssen und entsprechender Ideologisierung der US-
      „Eliten“ gehabt, das hätte mich interessiert.“

      Trump wurde vermutlich persönlich von Jesus gesalbt 🙂
      —————————————————————————————
      Hyper-imperialism – A working group on contradictions within the Global North bloc
      https://zetkin.forum/hyper-imperialism/

  4. Man sollte auch verstehen, dass Russland an einer solchen rein machtpolitisch definierten Vorgehensweise kein Interesse hat. Nicht umsonst haben sie die SMO sehr sorgfältig entlang der Charta der UN gestaltet und begründet. Selbstverständlich könnte eine Einigung mit Russland erzielt werden, wenn man ihre Belange berücksichtigt, das hätte aber aus Sicht Russlands eine andere Grundlage als eine rein machtpolitische.

    1. „Entlang der Charta“ durchaus, aber nicht völlig konform. Das wäre aber wahrscheinlich auch unmöglich gewesen, da das Völkerrecht keine Mittel gegen kumulative Bedrohungen wie die Jahrzehnte lange Salamitaktik der NATO-Erweiterung vorsieht. Es gibt dort nur Bestimmungen für konkrete Einzelereignisse, wie z.B. einen direkt bevorstehenden Angriff. Das wäre dann aber deutlich zu spät und würde ziemlich sicher die Welt in Flammen aufgehen lassen, wenn man erst dann reagieren würde.

      Es ist allerdings auch ein Dilemma: Machte man solche langjährigen Entwicklungen einer Bedrohungssituation zu einer völkerrechtlichen Norm, die es erlaubte, dagegen vorzugehen, wäre das Missbrauchspotential viel zu hoch. Die USA könnten damit z.B. ihr Vorgehen gegen aufstrebende Nationen rechtfertigen und das Völkerrecht würde insgesamt weiter geschwächt (mal abgesehen davon, dass es auch jetzt bereits schon in den letzten Zügen ist).

      1. Die NATO-Erweiterung hat aber in der Begründung Russlands keine Rolle gespielt, sehr wohl aber die konkrete Bedrohung der ethnischen Russen im Donbass, die ja auch von der OSZE dokumentiert und dort immer noch nachzulesen ist.

        1. Das wundert mich nicht. Wie ich ja ausgeführt habe, lässt sich mit der NATO-Erweiterung nur schlecht eine Begründung „entlang des Völkerrechts“ konstruieren. Mit dem (wenn auch umstrittenen) Konzept der Schutzverantwortung und kollektiver Selbstverteidigung schon eher. Ich habe allerdings nur wenig Zweifel, dass für Russland die NATO-Erweiterung und die empfundene Notwendigkeit, eine Linie in en Sand zu ziehen hier die primäre Motivation war.

  5. „Um ehrlich zu sein, bin ich überrascht, dass dies noch nicht geschehen ist – dass Russland einer solchen Beilegung, wie sie Trump im Sinn hat, noch nicht zugestimmt hat, obwohl dies ganz offensichtlich in seinem Interesse liegt.“

    Fehler Nr 1: Die Zeitrechnung beginnt für diesen Herrm offenbar auch erst ab 2022. Wer den Krieg tatsächlich begonnen hat und wer sich hier in gewisser Weise nur verteidigt scheint keine Rolle zu spielen. Der Krieg gegen den Iran ist nicht mit dem Krieg um die Ukraine vergleichbar, weil beide Kriege vom Westen begonnen wurden.
    Nun zu der zitierten Aussage: Da bin ich wiederum perplex, dass die Zusammenhänge nichz verstanden werden. Russland hat immer wieder klargemacht, dass sie einen dauerhaften Frieden wollen und keinen, wie er vor 2022 ausgehandelt, von Kiew permanent torpediert und laut Macron und Merkel nur dazu genutzt wurden, um die Ukraine für einen Krieg gegen Russland aufzurüsten.

    Das finde ich immer wieder faszinierend am Westen wie einfach Fakten ignoriert werden, man auf Teufel komm raus seine Bubble nicht verlassen will.

    Die Informationen sind da. Sie stecken in keinen geheimen Dokumenten fest.

    1. Um es nochmal klarzumachen… ich unterstütze die Gewalt um die Ukraine nicht, von KEINER Seite, aber man muss schon die Kirche im Dorf lassen und bei der Wahrheit bleiben, wer hier tatsächlich der Ukraine den Frieden verweigert.

    2. „Das finde ich immer wieder faszinierend am Westen wie einfach Fakten ignoriert werden, man auf Teufel komm raus seine Bubble nicht verlassen will.“

      Wie wahr, genau das. Die von dir dargestellten Fakten wurden ja sicher schon 1000-de mal dargelegt. Man kann nur noch „Kopf -> Tischplatte“. Deshalb habe ich genau an der von dir zitierten Stelle mit lesen aufgehört.

      1. Ja. Solche Positionen lassen mich auch insgesamt an der Expertise zweifeln… Dennoch ist es ja schade. Vielleicht hat er ja trotzdem ein paar interessante Dinge zu sagen. Ich könnte jetzt was sagen, will aber nicht zu hart in meiner Kritik sein…

        Sagen wir so: dass er nicht versteht, warum die Europäer diesen Weg gewählt haben, finde ich merkwürdig. Zum Einen muss man festhalten: ich kann auch einen Zuhälter nicht verstehen, der Frauen Gewalt androht, um sie besser ausbeuten zu können. Kurz: es verstehen zu wollen, kann mitunter in einer Sackgasse münden, weil man einfach anerkennen muss, dass es kriminelle Menschen und Absichten gibt.

        Zum Anderen gibt es sehr wohl einen „taktischen“ Grund… zweierlei… zum Einen verhält man sich in den europäischen Regierungen (sicher nicht allen, aber vor allem in Deutschland und der EU) wie eine von den USA eingesetzte Marionetten-Diktatur, sprich der Blick für das eigene Volk, die genuin europäischen Interessen fehlt komplett. Im Gegenteil. Sie werden offen bekämpft VON UNSEREN EIGENEN REGIERUNGEN, GERADE _WEIL_ SIE DEN USA DIENEN. Zum Anderen verfolgen die Europäer durchaus auch eigene Machtinteressen. Zumindest seit Russland einigen afrikanischen Staaten dabei hilft sich von der westlichen Kolonialherrschaft zu befreien. Dazu muss man die Geschichte und den Wert für die Franzosen des Franc CFA kennen. Diese Währung wird von den betreffenden afrikanischen Staaten inzwischen abgelehnt und ersetzt. Lange Zeit war das – neben dem Diebstahl an Gold, Uran etc – aber eine wichtige Einnahmequelle Frankreichs. Ich hab mal – leider ist diese Zahl sehr schwer aufzufinden und zu verifizieren, die Richtung dürfte aber stimmen – von deutlich über 400 Mrd. Euro gehört, die Frankreich damit JÄHRLICH aus ihren „ehemaligen“ Kolonialgebieten gezogen hat. Die Währung funktionierte in etwa so, dass sich die betreffenden Länder bei Frankreich (frz. Notenbank) verschulden mussten, wenn sie ihre Währung z.B. aufgrund von Wirtschaftswachstum ausweiten wollten. Übersetzt nicht nur reguläre Schulden haben den Staatshaushalt belastet, sondern JEDE Einheit der vll. lokalen Währung, die in Umlauf war, waren Schulden bei Frankreich. Also ich müsste hier sicher noch einiges an Recherchearbeit leisten und mir die Sache genau anschauen, um etwas mit Gewissheit sagen zu können… Deswegen bitte nicht darauf festnageln. Aber wenn eine andere Zahl stimmt, dass nämlich auf deutschen Konten und in Tresoren ein Barvermögen von 10 Billionen Euro schlummern sollen (keine Ahnung ob die Zahl stimmt; die Bundesregierung unternimmt jedenfalls einiges, um an die Sparguthaben der Deutschen zu kommen und sie US-amerikanischen Banken zur Verfügung zu stellen), dann ist das weit schlimmer als Schulden „nur“ in der Größenordnung des BIP eines Landes. Egal. Jedenfalls kann gesagt werden, dass Frankreich enorme Reichtümer aus seinen „ehemaligen“ Kolonialgebieten gezogen hat. Frankreich hat sogar mal erklärt „ihr könnt gerne Eure Währung wechseln / ändern, aber dann schicken wir das Militär“. Soviel zur einstigen angeblichen Entlassung ins postkoloniale Zeitalter der betr. Länder. Das ist die Art von Freiheit, wie man sie im Westen versteht.

        Nun… jetzt jedenfalls hilft Russland verschiedenen Ländern in Afrika die Franzosen draußen zu halten (Traore soll soviele Putschversuche überlebt haben, wie kaum jemand Anderes auf der Welt in so einer Position), womit diese EInnahmequelle für Frankreich versiegt ist. Es geht also sehr wohl im Ukrainekrieg um gehörige wirtschaftliche Interessen. Und es geht um Ideologie, die Einstellung der Europäer, die sich als „Garten“ und die Welt außerhalb ihrer Sphäre als „Dschungel“ sehen, also Herrenrassedenken, Rassismus.

        Den USA geht es – wie schon bei ihrer Unterstützung von Hitler und im später folgenden kalten Krieg – darum Russland vom Öl- und Gasmarkt auszuschließen, um selbst die Kontrolle darüber zu behalten und damit zudem auch den Petrodollar zu betreiben. Den Europäern geht es darum ihre kolonialen Interessen durchzusetzen. Hinzu kommt natürlich auch, dass man sich einem gestiegenen Wettbewerb durch China und Co gegenüber sieht.

    3. Vor allem verstehen die Amis den alten deutschen Spruch „wer einmal lügt, dem glaubt man nicht, auch wenn er dann die Wahrheit spricht“ nicht!

      Sie haben jede Möglichkeit, die Verhandlungspartner zu hintergehen, gnadenlos ausgenutzt und erwarten jetzt allen Ernstes, dass die nochmal an den Verhandlungstisch kommen? Das ist vollkommen irrational, auch beim Iran. Die Amerikaner sind Lügner, fiese hinterhältige Lügner, die nur an der eigenen Macht interessiert sind. Jeder der sie bekämpfen kann, tut das deshalb auch und die Gegner unterstützen sich gegenseitig, selbst wenn sie sich untereinander nicht besonders mögen, den übergriffigen Hegemon loswerden, wollen sie alle.

  6. „Um ehrlich zu sein, bin ich überrascht, dass dies noch nicht geschehen ist – dass Russland einer solchen Beilegung, wie sie Trump im Sinn hat, noch nicht zugestimmt hat, obwohl dies ganz offensichtlich in seinem Interesse liegt.“
    (So so… der Experte ist also überrascht … lol –> Trachtenberg: Nein, ich bin völlig perplex. OMG)

    Trump ist Nr1.-Beteiligter im Ukraine Krieg
    UK macht was es will mit MI6 und Stormshadow
    Ukraine ist quasi NATO-Territorium seit 2008, ohne dass Russland das NATO-Hinterland angreifen kann.

    USA und UK können Kriege führen wie sie wollen und müssen diese nicht einmal gewinnen um davon zu profitieren.
    Das wird sich nie ändern.

    Oder hat einer eine Idee? Aber bitte nicht mit Adenauer kommen, wie der „Experte“ am Ende erwähnt)

    1. USA und UK können Kriege führen wie sie wollen und müssen diese nicht einmal gewinnen um davon zu profitieren.
      Das wird sich nie ändern.

      Die einzige Konstante ist die Veränderung 🙂

      Die ganze Welt schaut auf den Iran-Konflikt und sieht (einmal mehr), dass die Amerikaner nicht nur nicht unbesiegbar sind, sondern unüberlegte überhebliche Idioten mit teilweise veralteten und überteuerten Waffen und seltsamen Vorstellungen, blind für den Balken im eigenen Auge.

      Und die Amis verstehen die Mentalität in anderen Ländern nicht und deren Geheimdienste (auf die sie seltsamerweise viel halten, obwohl das mafiöse Verbrecherbanden sind, siehe z.B. MKUltra, Drogenhandel oder Epstein) offensichtlich nicht viel taugen, bzw. die falschen Fragen stellen (sonst wäre der Umschwung in Afgh. nicht so überraschend gewesen, die Krim längst zurückerobert und der Iran läge am Boden).

  7. Sehr gutes Interview, Danke!

    Dennoch haben die Europäer eine gewisse Tradition, in machtpolitischen Kategorien zu denken. Diese Tradition hat in Europa sicherlich tiefere Wurzeln als in den Vereinigten Staaten. Daher war ich etwas überrascht, als ich sah, dass sich die Europäer, insbesondere die Deutschen, so stark für diese liberal-internationalistische Politik entschieden. Ich glaube nicht, dass die Energiepreise dabei eine wichtige Rolle gespielt haben.

    Dass ein Koryphäe wie Herr Trachtenberg sowas äußert, zeigt mir (einmal mehr) wie wenig man die Mentalität in anderen Ländern verstehen kann, die Einprägungen historischer Ereignisse können schwere neurotische Störungen auslösen. Die Amerikaner glauben wahrscheinlich auch, dass die „Reeducation“ erfolgreich und nötig war und können nicht erkennen, dass sie erstens nicht zu einer ehrlichen Aufarbeitung geführt hat und zweitens bei den idealistischen Deutschen zu einer ausgeprägten Angst-/Zwangsstörung und zu einem starken Selbsthass, was längst vollkommen ins Irrationale abgedriftet ist. Die massive Unterwanderung unserer Medien und Entscheidungsorgane mit Transatlantikkunglern und überzeugten Internationalisten, tut ein Übriges und führt zur massiven Bekämpfung einer friedlichen und moderaten Korrektur der Globalisierung.

    Auch vernachlässigt er, dass Deutschland schon immer in jedes geostrategische Fettnäpfchen getreten ist, es gibt nicht „die Europäer“! Frankreich und GB waren perfide, gierige Geostrategen und sind es wahrscheinlich auch noch, die Deutschen sind dafür zu geradlinig und leichtgläubig, selbst der übergriffige Hitler war so, er eroberte direkt und mit Waffengewalt, verstand nicht, wie z.B. die Briten die Einheimischen gegeneinander ausspielten (teile und herrsche), das war ihm viel zu subtil und indirekt.

    Aber ich begrüße es ausdrücklich, dass dieser Schwachsinn von „Staaten haben nur Interessen“ endlich mal in Frage gestellt wird. Das war schon immer unterkomplexer Blödsinn. Sowohl die Völker, wie auch die Entscheidungseliten bestehen aus Menschen, mit Stolz, mit eigener Geschichte, mit eigenem Weltbild, mit Feinden und Freunden, Sicherheitsbedürfnissen, Traumas etc. pp. Im Prinzip kann man Staaten ein bisschen wie eigenständige Entitäten sehen und müsste eigentlich nur das anwenden, was man im persönlichen Umfeld auch praktiziert, um friedlich zu leben: nicht betrügen, nicht übervorteilen, helfen wenn nötig und möglich, deutlich kommunizieren, wenn Grenzen überschritten werden, sich nicht in Dinge einmischen, die einen nichts angehen…

    1. Staaten, haben nur Interesse daran den Besitz der Besitzenden zu vermehren.
      Dafür wurden sie geschaffen.
      Wer das nicht versteht ist hier falsch.

  8. Man hat inzwischen den Eindruck, an der Front wird nur noch halbtags gekämpft. Da geht gar nichts mehr. Getöse ist nur Propaganda.
    Kriegsentscheidend wird sein, wer das Hinterland besser zerstört. Und da sind die Ukrainer gerade im Vorteil.
    Auch im vierten Kriegsjahr hat es Putin nicht geschafft die Infrastruktur wie Transportwesen oder Energieversorgung der Ukraine zu zerstören.
    Die Infrastruktur um die es geht ist sowjetischen Ursprungs, mehr als solide und dezentral gebaut.
    Russisches Militär, welches kriegsentscheidende Schläge gefordert hat, wurde entfernt oder ermordet (Surowikin, Prigoschin).
    Das Bild oben gefällt mir gut. Sie sehen aus wie Pat & Patachon, sind aber zwei gefährliche Psychopathen.
    Diese finden sich, erkennen sich und kommen gut miteinander aus.

  9. Die Globalisierung war der Versuch der Umsetzung des vermeintlichen „Endes der Geschichte“! Die USA wollten die absolutistische Weltherrschaft getragen von den Vasallen des sog. Westens, insbesondere (natürlich!) Westeuropas! Musste selbstverständlich scheitern allein schon weil Geschichte auch lokal und regional gemacht wird! Dafür dreht sich jetzt die Geopolitik ausschließlich um Multipolarität!

  10. „De Lapuente: Es geht für die Russen wenig vor, noch weniger zurück – dass die Russen bald vor Warschau oder Berlin stehen, scheint schon deshalb – wenn nicht ausschließlich – abwegig.[.]“

    Also stünde er doch längst, wie prophezeit, vor der Tür, wenn er denn könnte wie er wollte!?

    1. Kann man nicht grundsätzlich ausschließen, ich halte Putin für zu klug, aber es gibt auch in Russland genug Idioten und der europäische Westen legt es ja regelrecht darauf an, sich zum Feind aufzubauen. Wenn das lange genug läuft, wird ihm das sicher auch gelingen.

    2. Natürlich!
      Der „Russe“, oder auch der „Iwan“ stand schon in meiner Kindheit direkt vor der Haustür und die war in den 60ern!
      Also seit 55 bewussten Jahren mache ich die Haustür auf und wer steht da?
      Der Russe!😉

        1. Bei mir stand da, zumindest in meiner Kindheit, „der Russe“ 🙂

          Ich fand die übertriebene Angst vor Russland immer albern, mental sind die Russen den Deutschen m.E. ähnlicher, als die Angelsachsen (warum auch immer, vielleicht liegt es an der komplexeren Sprache).

          Man darf sich aber nicht darüber täuschen, dass man sich selbst zum Feind von jemand anderen machen kann, wenn man ihn wie einen Feind behandelt. Und genau das tut der Westen und Deutschland ja schon die letzten Jahre, ohne Not und vollkommen einseitig.

          Es ist ja sogar so, dass die Kriegsgefahr für uns massiv gestiegen ist, durch die Sanktionen und die bedingungslose Fraternisierung mit der Ukraine. Warum sollte Russland ein Land überfallen, mit dem es fruchtbaren Handel treibt und das kaum eigene Rohstoffe hat, für die sich das evtl lohnen würde? (ohne denen was unterstellen zu wollen, dürfte es immer Teil einer entsprechenden Kosten-Nutzen-Abwägung sein)

          Es macht keinen Sinn! Wenn das Land aber nicht mehr mit einem handelt, ständig hetzt und erklärte Gegner unterstützt, dann sieht die Situation gleich grundsätzlich anders aus. Wenn die deutschen Falken es schaffen sollten, ein massives Aufrüstungsprogramm durchzusetzen, würde das nochmal alles verschärfen, dann verhielten wir uns nicht nur als Feinde, sondern würden auch zu einer realen Gefahr. Genau in diese Falle ist die Ukraine geschlittert und aktuell natürlich Israel mit dem Iran… und eine Gefahr wird bekämpft, wenn man kann (in der Hinsicht waren auch die jahrelangen Drohungen des Irans kontraproduktiv, wenn auch irgendwie verständlich).

      1. „Der „Russe“, oder auch der „Iwan“ stand schon in meiner Kindheit direkt vor der Haustür und die war in den 60ern!“

        Hach ja. ich werde bei dem Ruf „D Russ kumt“ auch immer ganz nostalgisch ……… 🙂

      2. Hörte davon, dass diese das seit Jahrzehnten so handhaben.
        Aber so oft ich bisher auch die Türe öffnete: wenn ungebetene Gäste davor standen, dann schlimmstenfalls die Zeugen oder Bofrost.
        Fällt das unter Diskriminierung?

        Nun ja – wenn wir aber wirklich, wirklich nicht den Gürtel (um den Hals) noch enger schnallen und alles geben, dann kann auch ich 2029, spätestens 2030 von „vor Türen Stehenden“ berichten. 😉

  11. Ich sehe das so: Das Epstein Syndikat stand 1990 völlig unter Schock, da der Gegenspieler die Waffen niedergelegt und die Hand ausgestreckt hat. Der „Feind“ gab einfach auf. Das Konzept ist denen vollständig unbekannt und sie sind regelrecht in Panik geraten. Wie sollte man ohne Feindbild zurechtkommen, wie den Menschen jetzt erklären, daß alles Geld nicht in soziale Projekte oder angemessene Gehälter fließen kann weil schwere Waffen zur „Abschreckung“ der bösen Sowjets her müssen? Denn dafür leben ja arme Menschen gerne im Wohnwagen Park, wenn überhaupt.
    Daraufhin gerierte sich das Epstein Syndikat als Gewinner des kalten Krieges und veranstaltete 7 Runden Nato Osterweiterung, wohlwissend wo das hinführen würde.
    Und bei den Deutschen ist es vermutlich eine gehörige Portion Revanchismus. Der Oppa hat in Stalingrad auf die Mütze gekriegt, es wurde nichts mit dem „Lebensraum im Osten,“ da kam 2022 endlich die Möglichkeit die Ressentiments so richtig rauszulassen. Bärbock sagte ja einmal ihr Oppa habe 1943 an der Oder für die Freiheit Europas gekämpft, Nun ja.
    Und von Märzens Oppa und Vater ist die Ausrichtung bekannt,
    Von wegen „liberaler Internationalismus.“
    Kann man so sehen. Ich tue es nicht.

    1. Der Revanchismus war nie tot. Eigentlich ist es auch nicht erstaunlich, dass er im Grünen Milieu besonders wuchert.

      1. Ja das stimmt. Der köchelte 80 Jahre so vor sich hin (der Revanchismus). Und in der Tat verwundert es nicht, daß dieses Virus besonders unter Grünlingen grassiert. Ich weiß nicht von wem das Zitat stammt: die größten Kritiker der Elche, waren früher selber welche….

  12. „[…]Nun, bisher herrscht sicherlich eine Pattsituation.[…]“

    Mal ganz ketzerisch gefragt.

    Ich frage mich schon seit Jahren ob die russische Armee eigentlich GAR NIE vorrücken wollte, d.h. die wollten, im Auftrag von Putin, wirklich nur den russischsprachigen Menschen helfen, die von der Ukraine seit 2014, in Luhansk sowie dem Donbass z.B., unterdrückt wurden.

    Wäre interessant zu wissen was seit 2014 geschehen wäre, in einer alternativen Geschichtsversion, wenn Putins Armee schon damals in die Ukraine einmarschiert wäre? 😉

    Wie ich drauf komme?

    Dank Interesse an der Lage der Menschen im Donbass verfolgte ich früher schon die aufständischen Ereignisse dort – zugegeben aus der Ferne.

    Manche Einwohner des Donbass sollen noch heute sauer auf Putin sein.

    Nein, nicht weil er in die Ukraine einmarschiert ist, und damit einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gestartet hat, sondern eben weil er nicht schon 2014 eingegriffen hat.

    Rein mal angenommen Putin hätte das getan, viele von den Bandera-ASOW-Ukrainern ermordete Zivilisten des Donbass, und auch „Terroristen“ (= wie Kiew „die Separatisten“ von Anfang an völlig sinnwidrig ausgrenzte) könnten heute noch am Leben sein.

    Tausende vielleicht sogar von den 14.000 Menschen, jeden Alters, die Kiews Truppen im Donbass sowie in Luhansk im Rahmen von „Anti-Terrormaßnahmen“ der Ukraine getötet haben sollen?

    Wie gesagt manche in den nun russischen Gebieten sind immer noch sauer, dass die russische Armee nicht schon 2014 direkt in die Kämpfe eingegriffen hat, daher auch mein Gedanke die Armee Putins will – seit 2022 – nichts anderes als die Ruhe, und einen Frieden, für die nun russischen Gebiete erreichen.

    Es sei übrigens auch erwähnt, dass manche Einwohner/-innen des Donbass, und von Luhansk, und anderen „befreiten Gebieten“ kein Mitleid mit der Rest-Ukraine haben, die nun selbes erlebt was die Menschen in den nun russischen Gebieten seit 2014 durchlitten haben – Luft- und Drohnenangriffe, Minen, Streubomben etc. usf. alles schon seit 2014 in Luhansk und dem Donbass geschehen, aber nie im Wertewesten registriert – geschweige denn darüber entsetzt berichet. Übrigens wie jetzt auch wieder wie wir immer wieder von Angriffen Russlands auf Selenskijs Ukraine erfahren, aber die Nachrichtenflut sich aus den „neuen russischen Gebieten“, und die dortigen Angriffe aus der Richtung von Selenskijs Kiew gegen die dortigen Einwohner/-innen nichts erfahren. Wie auch, bei den angeblich so unabhängigen Medien im Wertewesten, die sich voll auf Selenskijs Propaganda-Medien verlassen.

    Wie sagte einst der letzte Präsident der UDSSR Michail Gorbatschow – zugegeben in einem anderen Zusammenhang?

    „Die deutschen Medien sind die schlimmsten, und bösartigsten, Medien überhaupt“….

    In punkto Ressentiments gegenüber der ehemaligen UDSSR….und sein damaliges Russland…..tja, ist immer noch so, nur dass der russische Präsident heute nicht mehr Gorbatschow sondern Putin heißt…..zeitlos gültig, in Russland, die Erkenntnis des verstorbenen Gorbatschow über „Die deutschen Medien….“ und deren Bösartigkeit gegenüber Russland, dem Nachfolgestaat von Gorbatschows UDSSR.

    Gruß
    Bernie

      1. @Otto0815

        Wiedervereinigung? Bezog sich Gorbatschows Aussage über die deutsche Mainstreammedien (in der Vor-Internet-Zeit) damals darauf?

        Ich teile Ihre Ansicht bzgl. der Wiedervereinigung.

        Nur mal so als Fragen, weil ich „alter weißer Mann“ mich nicht genau erinnern kann, warum Michail Gorbatschow die deutschen Medien als die bösartigsten Medien überhaupt bezeichnet hat – zeitlos gültig wie man ja dieser Tage wieder sieht, die Aussage Gorbatschows über die deutschen damals 😉

        Gruß
        Bernie

    1. Meine Einschätzung: die Zügel wurden nach 2014 stark angezogen und die Waffenentwicklung und Herstellung beschleunigt. Einen Stellvertreterkrieg mit den USA schüttelt man halt nicht aus der leeren Hand. Wenn schon Krieg, dann muss er gut durchdacht und vorbereitet sein (das lernt Trump gerade auf die harte Tour).

      1. @Scheinregen

        Danke für Ihre Einschätzung – ich wollte zum obigen Text noch was ergänzen die ukrainische Seite, auch schon vor Selenskij betreffend

        Kann es sein, dass die, und auch „der Wertewesten“, auf die eigene (Kriegs-)Propaganda bezüglich Putins Russland reingefallen sind?

        Wäre nicht das erste Mal in der Weltgeschichte, dass komplette Nationen auf die eigene Kriegspropaganda, mit unterschiedlichsten Auswirkungen daraus, reingefallen sein dürften 😉

        Man denke nur an Josef Stalin, der bis zuletzt – 1941 – nicht davon überzeugt werden konnte, dass Hitlers Armeen die UDSSR angreifen wurden – mit der fatalen Folge der totalen Überraschung der Roten Armee als dies dennoch genau so geschah….um nur ein Beispiel aus der Menschheitsgeschichte zu nennen….wie gesagt gibt, queerbeet durch alle Geschichtsepochen, Zuhauf solcher Fehleinschätzungen durch eigene (Kriegs-)Propaganda, und alle zu nennen würde wohl ein ganzes Buch füllen….

        Was Trump und den Iran angeht, da hätte er SunTzu beherzigen können – der chinesische Stratege aus der Kaiserzeit hat schon vor Jahrhunderten geschrieben „Kenne deinen Feind, und dich selbst, und du bist unbesiegbar“…..Trump hat keine Ahnung von seinem „Feind“ Iran…..und genau deswegen geschieht gerade was geschieht im Nahen Osten 😉

        Mensch sollte Trump mal eine Ausgabe der „Kunst des Krieges“ von SunTzu schicken, und dafür sorgen, dass er das auch liest, und wirklich versteht, dann kann er – vielleicht – die uralte iranische Kultur verstehen, und letztendlich besiegen lernen…..;-)

        Gruß
        Bernie

        1. Wäre nicht das erste Mal in der Weltgeschichte, dass komplette Nationen auf die eigene Kriegspropaganda, mit unterschiedlichsten Auswirkungen daraus, reingefallen sein dürften

          Hundertprozentig, Perestroika ist in den USA gar nicht so richtig angekommen, zumindest nicht emotional. Teilweise sahen die selbst sich sogar als „Sieger“ (SU zu Tode gerüstet usw.)

          Selbst in Westdeutschland kam das nur so halb an, während die einen realisierten, dass ein Gegner wegfällt und man nun vermeintlich tun und lassen kann, was man will (der MIK und die Dienste arbeiteten ja einfach weiter, auch die NATO blieb erhalten, die suchten sich halt einfach ein neues Aktionsfeld), verharrten die Dümmeren (vor allem in den Medien) in ihrer alten Feindposition und stärkten damit die „Falken“ sogar noch.

          Man kann das gut am Unterschied Westdeutschland zu Ostdeutschland sehen, die Ostdeutschen sind deutlich russenfreundlicher, OBWOHL sie von den Russen jahrzehntelang besetzt und dominiert wurden, sie teilen durch Perestroika aber ein wichtiges historisches Umbruchereignis, welches sie zwang, die vorherrschende Ordnung und ihre Position grundsätzlich zu überdenken, das blieb im Westen weitgehend aus.

          Ich habe das auch persönlich so erlebt, ich habe nie verstanden, weshalb die Russen abzogen, die Amis aber nicht. Oder warum man Russland nicht in ein Freihandelsbündnis aufnimmt (trotz entsprechenden Angeboten), dafür bei jeder Gelegenheit gegen die hetzte, obwohl die es absolut nicht einfach hatten, viel viel schwerer als Ostdeutschland. Das atmete alles noch die alte Feindschaft der Amerikaner und war vollkommen destruktiv und unnötig.

          Kenne deinen Feind, und dich selbst, und du bist unbesiegbar“…..Trump hat keine Ahnung von seinem „Feind“ Iran…..und genau deswegen geschieht gerade was geschieht im Nahen Osten

          Ja, um „seinen Feind“ zu kennen, muss man seine Mentalität, Denkweise, sein Weltbild usw. verstehen (tut man das, ist es i.d.R. kein Feind mehr und man findet eine friedliche Lösung), das wird aber immer schwieriger je weiter der Gegner kulturell entfernt ist und je geringer der eigene Bildungsstand und das Interesse an anderen Ländern ist (und in den USA ist beides ausgesprochen gering, die wälzen sich in geistiger Inzucht und halten sich für den Nabel der Welt). Sprich: man muss dafür ein bisschen demütig und selbstreflektiert sein, seine eigenen Grenzen erkennen können, beides sind keine typischen amerikanischen Eigenschaften, schon gar nicht die von einem Narzissten wie Trump.

      2. @ Scheinregen: Da liegen Sie wahrscheinlich ganz dicht an der Wahrheit. 2014 berappelte
        sich Russland noch. Die Jelzin -Zeit hatte reichlich Scharten hinterlassen. Russland war immer
        noch von Korruption und Oligarchen unterwandert. Mit dem Aufräumen mußte Putin erst einmal
        abschließen. Außerdem konnte keine ahnen, dass die Ukraine gleich in ein mordendes Monster
        mutierte.

  13. @“Kein Mensch spricht mehr vom Ukrainekrieg.“?
    „Am Mittwoch, dem 11. März 2026, hat sich die Bundestagspräsidentin Julia Klöckner mit dem ukrainischen Präsidenten Wladimir Selenskij in Kiew getroffen, wo er sich für deutsche Gelder bedankte.“

    „Klöckner antwortete ihm, dass sie seine Grüße den deutschen Steuerzahlern überbringen werde.“

    Ich hoffe ihr habe ALLE den Gruß bekommen. Vielleicht kommt er auch erst mit dem nächsten Steuerbescheid 🙁

    1. @ Otto0815: Die neusten Grüße könnten bald eine Mehrwertsteuer erhöhung sein. Dazu
      ist Merz ja ganz scharf auf das Gesparte der Deutschen, wie er letztens schon verkündete.

  14. „Die Vereinigten Staaten vermitteln deutlicher denn je zuvor die Botschaft, dass Großmächte jederzeit Gewalt anwenden dürfen, wenn sie dies für ihre Interessen als notwendig erachten. Das bedeutet, dass auch die US-Regierung das Recht Russlands akzeptiert, in der Ukraine Gewalt anzuwenden, wenn es dies für angebracht hält. Man kann die »russische Aggression« nicht als Verbrechen bezeichnen, wenn man selbst dasselbe »kriminelle« Verhalten an den Tag legt.“

    Natürlich tun dies die USA nicht erst seit Venezuela und Iran, sondern schon seit über 100 Jahren, das darf man dabei nicht vergessen und der erste Krieg in Europa seit dem 2. Weltkrieg, der von der NATO vom Zaum gebrochen wurde, war der Kosovo-Krieg gegen Serbien.
    Die Abspaltung des Kosovo war die 1:1 Vorlage für die Abspaltung der Krim. Russland tat im Prinzip noch nie etwas, das der „Wertewesten“ kurz zuvor nicht selbst getan hätte.

    „All dies könnte wiederum dazu beitragen, den Weg für eine Beilegung des Ukrainekrieges zu ebnen, die für Russland akzeptabel wäre. Um ehrlich zu sein, bin ich überrascht, dass dies noch nicht geschehen ist – dass Russland einer solchen Beilegung, wie sie Trump im Sinn hat, noch nicht zugestimmt hat, obwohl dies ganz offensichtlich in seinem Interesse liegt.“

    Das Interesse Russlands liegt wohl auch in der „Entnazifizierung“ des westlichen Teils der Ukraine, bzw. der Asow-Einheiten. So lange die noch agieren und die „Eliten“ der EU am Nasenring durch die Manege führen, dürfte ein erfolgversprechender Frieden zwischen Kiew und Moskau Illusion sein….

  15. Von der Historie des Ukraine-Konfliktes hat der Herr als Politikwissenschaftler und Historiker erstaunlich wenig Ahnung, da scheint er nur von dem auszugehen was die transatlantischen Medien sagen. Russland wird lediglich als aufstrebende imperialistische Macht gesehen mit der sich die USA einigen sollten, und zwar rein machtpolitisch (am Völkerrecht und an der UNO vorbei).

    1. @garno
      kein Widerspruch zum Statement.
      Es ist leider aus vielen Kommentaren herauszulesen, dass Einzelheiten herausgepickt und kommentiert werden, die der behandelten Sphäre untergeordnet sind.
      Meines Erachtens geht es im Gespräch nicht um Einzelheiten und Auswirkung lokaler Kriege, sondern um das Denken, das Verhalten und der globalen Einstellung der diplomatischen Eliten in USA. Das der „tiefe Staat“ oft andere Einstellungen vertritt, liegt an dessen primären betriebswirtschaftlichen Mentalität der „Gewinnoptimierung“ 😉🤣 und wird im Gespräch nicht beleuchtet. Vielleicht liege ich falsch, fand den Artikel aber sehr interessant und gut.

  16. Babyhandel-Netzwerke, Korruption, Waffenschmuggel: Wann genau nochmal wurde aus der korrupten Ukraine ein Bollwerk „westlicher Werte“, liebe Linksmedien?

    https://ansage.org/babyhandel-netzwerke-korruption-waffenschmuggel-wann-genau-nochmal-wurde-aus-der-korrupten-ukraine-ein-bollwerk-westlicher-werte-liebe-linksmedien/

    In diesem Monat jährt sich der Beginn des Ukraine-Krieges zum vierten Mal.

    Seither gilt die Ukraine, eines der korruptesten Länder nicht nur Europas, als ein Bollwerk von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit.

    Dabei belegt sie seit Jahren Spitzenplätze auf dem Corruption Perceptions Index (CPI), der 180 Länder untersucht.

    Alle vermeintlichen Anti-Korruptionsmaßnahmen haben daran nichts geändert.

    „Wenn man Deutsche nach ihrem Bild von der Ukraine fragt, dominieren die vier Ks: Krim, Krieg, Krise und Korruption“, konstatierte die CDU-nahe Konrad-Adenauer-Stiftung Ende 2019.

    Die Ukraine sei „das transparenteste korrupte Land in Europa“.

    Korruption, Oligarchie und teilweise mafiöse Strukturen seien weiterhin Teil des Alltags der Menschen in der Ukraine, „ob im Gesundheits- oder Bildungsbereich, in der Wirtschaft, im Zollwesen sowie in der Medienlandschaft“, hieß es weiter.

    Fast auf den Tag genau sechs Jahre vor Kriegsbeginn, 2016, stellte der „Spiegel“ fest:

    „Vor zwei Jahren siegte in Kiew die Revolution.

    Erkauft wurde der Umsturz mit hohem Blutzoll. Doch wofür?

    Nicht Freiheit herrscht heute in der Ukraine, sondern die Oligarchie.“ ALLES LESEN !!

  17. Wer allein für sich Rationalität reklamiert, weiß daß er ein Täuschungsmanöver fährt um die Rezipienten zu täuschen. Es kann dabei schon nicht mehr um den Wunsch nach einem Dialog gehen, sondern nur um die Dominanz gegenüber dem Angesprochenen. Jeder reklamiert Rationalität für sich, nur eben unter einer andren Prämisse.

    Und krass, eines von den Gemetzeln ist aus dem Fokus geraten. Gerade hier wirkt diese Klage etwas seltsam. Denn daß hier etwas aus dem Fokus gerät ist bei all den Clickbait-Schnipseln doch Konzept.

    Gleichsam seltsame Forderung, einig sollen die Herren sich sein. Na das sind sie sich doch, wir hier unten, springen auf Geheiß. Die da oben, verheißungsvoll. Oder wird nur ein anderer Führer gefordert? Für so eine Warpspeed-Einheit wie 2020?

    Pardon, das wird ja ausgeblendet, denn darauf beruht ja die aktuelle Misere. Der latente Faschismus der bürgerlichen Gesellschaft wurde offen.

  18. Ein interessantes Gespräch, bei dem mich eigentlich nur zwei Dinge etwas überrascht haben:

    Erstens die Nichterwähnung der diversen transatlantischen Netzwerke, die insbesondere das deutsche Establishment auf Linie halten.

    Zweitens seine Ansicht, dass die NATO-Osterweiterung und Überdehnung des »liberalen Hegemonialsystems« in den USA hinter den Kulissen in Wahrheit auf größeren Widerspruch gestoßen sei.

    Was bei diesem Gespräch mit dem immerhin schon 80-jährigen Tannenberg aber einmal mehr deutlich wurde, das ist die ausgesprochen geringe Empathiefähigkeit von Amerikanern im Hinblick auf das politische Denken und Handeln in anderen Ländern. Dabei ist er doch eigentlich alt genug, um hier mehr zu wissen.
    @Scheinregen hat das weiter oben auch schon wirklich gut angesprochen.

  19. Auch hier noch mal: Es gibt in der Ukraine kein ‚Patt‘, vielmehr ist das Übergewicht Russlands für jeden zu sehen, der ihre ausgesprochen ‚konservative‘ Vorgehensweise berücksichtigt. Das wird deutlicher werden, wenn erst einmal die tatsächlichen Verlustzahlen veröffentlicht werden.

  20. Trachtenberg beweist hier nur wie wenig die Amis sich selbst und die Welt verstehen. Weshalb sie dann auch alles nieder bomben was nicht bei 3 auf den Knien ist. Friedlich und zu Fuß traut sich der Ami noch nicht einmal in der eigen Stadt 3 Blocks weiter. Ein paranoides Land, das sich nur bei full-spectrum world dominance sicher fühlt. „Liberaler Internationalismus“ was bedeutet das, wenn man es aus dem Orwelschen in Deutsch übersetzt? Und worin, außer einem stilistischen, soll denn der Unterschied bei Trump liegen?
    Amerika bombt, das ist die Konstante und ja, meistens heuern sie Nazis, Zyonisten oder Islamisten an, wenn es dabei um die Drecksarbeit geht.

    1. Und worin, außer einem stilistischen, soll denn der Unterschied bei Trump liegen?

      Viele Trump-Anhänger sahen in ihm eine isolationistische Abrissbirne (z.B. durch den Austritt aus internationalen Organisationen), halt mit texanischer Mentalität und privatwirtschaftlich-pragmatischer Herangehensweise. Die Ambivalenz hinsichtlich „MAGA“ (man kann die Phrase idealistisch ODER geostrategisch deuten, deshalb mochte ich den Spruch nie), bestand von vornherein, wurde m.E. aber erst mit Venezuela richtig offensichtlich (wenn man den Gazakonflikt als internes Problem Israels betrachtet und die zunehmende amerikanische Zurückhaltung in der Ukraine berücksichtigt).

      Es rücken zunehmend mehr Leute aus dem MAGA-Lager ab und sind enttäuscht (Hardliner und Radikale gibts natürlich trotzdem noch genug), auch schon wegen Epstein. Dass Trump integraler Bestandteil des Sumpfes ist, den er angeblich trockenlegen wollte, dürfte sehr ernüchternd gewesen sein (wenn auch nicht sehr überraschend, Alternativen gab es aber ja nicht wirklich, also redete man sich die Sache schön)…

  21. „Nein, ich bin völlig perplex.“

    Wenn man die Zeitgeschichte, die vor den eigenen Augen abläuft, nicht versteht, weil man vermutlich die Fakten nicht registriert, stellt sich die Frage, wie man sie später als Historiker verarbeiten will.

    Man braucht nur zu gucken, warum die Russen in diesen Krieg eingestiegen sind, um zu wissen, dass Trump bisher nichts an den Gründen beseitigt hat. Warum sollte der Krieg jetzt enden – um den Amerikanern einen Gefallen zu tun (so wie die Internationale Energie Agentur, die jetzt die Freigabe der Ölreserven veranlasst, um den amerikanischen und israelischen Angreifern zu helfen)?

  22. Das letzte Jahrhundert (e), waren geprägt von starken Führer, alias Könige, Cäsar und ihre blauen Fürstenreiche und vor allem im Westen die Kleriker. Damals stand und fiel es in Geopolitik über das Kapital.
    Danach kam die industrielle Revolution hat das alte politische System gesprengt und eine Demokratie dem Menschen verkauft…
    Heute hat das demokratische Modell, sich als das entpuppt was es ist, eine gelebte Lüge und jetzt benötigt die Menschheit starke Führer oder langzeit ‚Diktatoren‘, um ihre bürokratischen Monster zu füttern.
    Jeder Staat besitzt eine politische Kaste, Justiz, Polizei und zuletzt das Militär, jede dieser Säulen verfahren in keiner demokratischen Reglement, sondern besitzen je nach ihrer Wichtigkeit eine gewisse Autonomie und kann je nach Bedarf ihre ‚Führer‘ führen. Da hatte ich fast die Geheimdienste vergessen, die ja gerne überall auch ihren Einfluss geltend machen und die vielen anderen Manipulateure sind hier nicht aufgeführt.
    Summasumarum, die politische Klasse entblößt sich seit Geschichte geschrieben wird und bis dato sitzen +8Mrd Menschen da und schauen auf ihre Handgeräte, um auf den neuesten Stand zu sein..
    Die weltweiten kapitalistischen Verflechtungen werden ganz bewusst politisch nicht behandelt.

    1. Die Globalisierung ist nicht am Ende, diese wird vor unseren Augen komplettiert, halt eben unter ’nationaler‘ Führung und ein wenig Umverteilung, so das die neuen Teilhaber a bissel mehr motiviert werden…

  23. Deutsche Regierung völlig verblendet mit ignoranten Personen und Hochstaplern an der Spitze

    http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=29502

    Krieg zeugt mehr Krieg; Gewalt verursacht weitere Gewalt, während Hass die Seele vergiftet.

    Deutschland, wo ignorante Personen und Hochstapler an der Spitze der Macht stehen, folgt immer noch völlig verblendet der massenmörderischen angelsächsischen Außenpolitik aus London und Washington, wo der Krieg der Ukraine gegen Russland angezettelt wurde.

    Von dort eskalierten sie mit ihren Vasallenregierungen den Konflikt und mit Waffenlieferungen verlängern sie ihn.

    Zudem mitverantworten sie den Genozid an den Palästinensern in Gaza und Westjordanland durch finanzielle und militärische Hilfe an den Kriegsverbrecher Israel, den sie ungestraft weiter morden lassen.

    Deutsche Regierung gleichgültig vor den maßlosen Kriegsverbrechen Tel Avivs in Gaza und Westjordanland, unfähig mit leidenden Menschen mitzuempfinden.

    Die Unfähigkeit mit anderen leidenden Menschen mitzuempfinden, also das fehlende Mitleid kennzeichnen die Nazis und ihre Bosheit, wie der amerikanische Psychologe anlässlich der Nürnberger Prozesse feststellte und bestätigte.

    Derselbe unmenschliche Mangel enthüllen die deutsche und USA/EU-Regierungen und ihre Medien, die gleichgültig bleiben vor den maßlosen Kriegsverbrechen Tel Avivs in Gaza und Westjordanland, wie auch die Politiksendungen in ARD und ZDF belegen. ALLES LESEN !!

  24. Merz ist ein Hass zerfressener Lügner durch und durch und die deutschen „Qualitätsmedien“ helfen ihm dabei seine Lügen & Drohungen zu verbreiten !

    Unglaublich wenn man sieht / hört / liest wie „intensiv“ die Deutschen mit Fake-Nachrichten / Informationen gefüttert werden sobald es um Elendskyj u. die Ukraine geht!

    Die wahren Fakten & Hintergründe die zu diesem „VON DEN USA INSZENTIERTEN KRIEG AB 2013“ geführt haben werden genauso wie die Eskalations-Warnungen einiger euroäischer. Politiker, komplett ausgeblendet !!

  25. Wenn der Herr Trachtenberg Russland nicht versteht, warum es wegen der Pattsituation den Krieg nicht beendet und sagt: „Oft spielen andere Faktoren eine Rolle, aber wir wissen nicht genau, welche das sind, …“ um dann im übernächsten Satz selbst festzustellen, daß die Pattsituation nur wegen der US-Hilfen für die Ukraine besteht, dann sollt doch seine Perplexität aufgelöst sein.

    Trumps Ablehnung der „liberalen internationalistischen Philosophie“ ist doch ausschließlich daraufzurück zu führen, dass diese jede Gesellschaft wirtschaftlich ruiniert. Die „Überraschung“ Trachtenbergs über die Entscheidung der Europäer für diese Philosophie überrascht den Leser. War sie doch durch US-amerikanische Hegemonialbestrebungen den Europäern abverlangt. Das scheint Trachtenberg irgendwie entgangen zu sein.

  26. Was die meisten auch nicht sehen:

    im Globalismus sind sich Kapitalisten und Kommunisten einig. Und nicht nur in dem Punkt.

    Diese Welt wird erst eine friedliche sein können, wenn Kapitalisten UND Kommunisten in die Schranken verwiesen wurden und statt Zins oder Ideologie der freie, demokratische Wille der jeweiligen Völker über deren Geschicke herrscht.

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