»Es geht darum, den Widerstand auf die Straße zu bringen«

Druckerpresse
Quelle: Dieses Bild wurde mittels ChatGPT entwickelt.

Sechs Jahre Widerstand, Repression und Durchhalten: Demokratischer Widerstand legt eine Pause ein – nicht aus Erschöpfung allein, sondern um neu anzusetzen. Im Gespräch spricht Hendrik Sodenkamp über staatlichen Druck, bedrohte Pressefreiheit, verbotene Medien und warum eine gedruckte Zeitung heute wichtiger ist denn je.

Flo Osrainik sprach mit Hendrik Sodenkamp.

 

Flo Osrainik: Hendrik, in Berlin gibt es zwei Journalisten, die seit sechs Jahren eine mittlerweile gar nicht mehr so neue und gedruckte Wochenzeitung mit den Namen Demokratischer Widerstand, kurz DW, machen, damit an die Kioske gegangen sind oder am Eckladen und in der Tanke offensiv gezeigt haben, dass es sehr wohl eine außerparlamentarische Opposition gegen den Corona- und Kriegswahn gibt. Einer dieser beiden Journalisten heißt Hendrik Sodenkamp, der andere Anselm Lenz. Und auch ich habe immer wieder mal etwas für den DW geschrieben. Nun habt ihr mit dem DW eine Pause eingelegt. Warum?

Hendrik Sodenkamp: Sechs Jahre lang jede Woche eine neue Ausgabe und das unter ziemlich harten Bedingungen haben bei uns ordentlich Federn gelassen. Wir hatten 12 Kontokündigungen mit unserer Zeitung, vor der Wohnung meines Kollegen Anselm Lenz fuhr jahrelang mehrmals täglich eine Polizeistreife vorbei – »nur zu seinem Schutz«, wie die Beamten sagten – und wir wurden inhaftiert. Wir haben diese Zeitung, die im Jahr 2020 aus einem Flugblatt entstand, welches wir rund um die Maßnahmen-kritischen Spaziergänge am Berliner Rosa-Luxemburg-Platz verteilten, nun top-solide knappe sechs Jahre durchgezogen, ohne Urlaub, ohne Pause und ohne Ruhe. Damit wir weitermachen können, mussten wir diese Pause ausrufen, um die Zeitung auf eine neue Stufe heben zu können.

»Auch über unserer Zeitung hängt dieses Verbot weiterhin, insofern sind wir in Gefahr«

Flo Osrainik: Nicht nur das, ihr hattet ja auch mit Gerichtsverfahren gegen Jens Spahn zu kämpfen und habt viel riskiert, um ein Zeichen gegen Nancy Faesers illegales Vorgehen, konkret ging es um das Magazin Compact, vorzugehen und euch mit Straßenprotesten gegen Corona- und diverse Kriegsmaßnahmen engagiert. Ist der Fortbestand der Zeitung Demokratischer Widerstand nun in Gefahr oder wie ist der aktuelle Stand?

Hendrik Sodenkamp: Erstmal zur Compact-Nummer: Unsere damalige Innenministerin Nancy Faeser (SPD) hielt es für wahnwitzig progressiv, Maschinengewehrtruppen in die Redaktionsräume eines unliebsamen Pressemediums zu schicken. Man kann von Compact halten, was man will – ich persönlich halte Jürgen Elsässer für einen der wichtigsten politischen Journalisten der vergangenen Jahrzehnte in Deutschland –: Was die deutsche Bundesregierung da abgezogen hat, war ein direkter Angriff auf die Presse- und Meinungsfreiheit und jedweden Versuch, das was sich uns hier in der Welt präsentiert, in Worte zu fassen. Darum sprangen wir bei und veröffentlichten sämtliche Inhalte der damals verbotenen Compact-August-Ausgabe. In diesem Fall ging es auch darum, die Haltlosigkeit der vermeintlichen Rechtsgrundlage für das Verbot vorzuführen: Kein Text der Ausgabe stand auf dem Index – das heißt, kein Text ist durch die einigermaßen bewährten Runden der bundesdeutschen Zensur gegangen. Keiner der Autoren hatte offiziell ein Schreib- bzw. Berufsverbot. Aber dennoch sollte »es« illegal sein. Hier sollte ein neues Mittel des Obrigkeitsstaates eingeführt werden, um unliebsame Stimmen verschwinden zu lassen. Als Anselm Lenz und ich die Veröffentlichung der Texte unter dem Magazinnamen »Die Näncy« bekannt gaben, wurden wir umgehend von Polizisten umzingelt, unsere Personalien wurden aufgenommen und die Tagesschau meldete kurz danach, dass der Verfassungsschutz und die Generalbundesanwaltschaft gegen uns ermitteln würden, um zu prüfen, ob auch unser Verlag und unsere Zeitung verboten werden müssen. Dass die Bundesregierung und ihre Behörden in ihrer Machtausübung nicht sonderlich viel von den Grundrechten halten, war Anselm Lenz und mir seit Corona inniglich bekannt. Es war uns aber wichtig, dass es bei der Solidarität für andere Journalisten nicht bei symbolischen Unmutsbekundungen bleibt.

Bekannterweise hob das Bundesverwaltungsgericht das Urteil gegen Compact auf, der abenteuerliche Rechtsweg, ein oppositionelles Medium zu einem Verein zu erklären und dann zu verbieten, blieb allerdings bestehen. Das hängt ab nun über jedem Medienbetrieb, der wirkungsvoll gegen die Regierungspolitik anschreibt. Das ist über den Jubel über die Aufhebung des Compact-Verbots leider untergegangen. Und ja: Auch über unserer Zeitung hängt dieses Verbot weiterhin, insofern sind wir in Gefahr. So führt der deutsche Inlandsgeheimdienst in Berlin, der sogenannte Verfassungsschutz, auch unsere Zeitung, den Demokratischen Widerstand, in seinen Berichten. Auch hier als Verein, den man dann eben mir nichts dir nichts, an allen Institutionen der Pressefreiheit vorbei, verbieten kann. Und das hat echte Konsequenzen. Zuletzt wurde die ehemalige Krankenschwester Sabrina Kollmorgen, die sich öffentlich gegen die Corona-Maßnahmen geäußert hatte, die die Isolation von Patienten kritisierte hatte und den Impfdruck angeprangerte hatte – und deshalb aus dem Gesundheitssystem entfernt wurde – auch in ihrer neuen Arbeitsstelle gefeuert. Diese neue Stelle war im Deutschen Bundestag als wissenschaftliche Mitarbeiterin eines AfD-Abgeordneten. Sie schickte mir die Begründung von Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) zu: Als Grund wurde angegeben, dass sie unserer Zeitung ein Interview gegeben hatte. Darum bekam sie keinen Zutritt mehr in ihr Büro, weil sie politisch »unzuverlässig« sei. Julia Klöckner will nun auch verhindern, dass sie aus dem Home-Office arbeitet. Mit einer Änderung der Hausordnung will sie sämtlichen »unzuverlässigen« Mitarbeitern verbieten, bei Bundestagsabgeordneten angestellt zu sein.

Als ich diese Begründung las, bin ich erstmal aus allen Wolken gefallen. Das war mir vollkommen neu, dass Menschen entlassen werden, weil sie mit mir sprachen. Erstaunlicherweise kam von der Jungen Welt, die absurderweise ebenfalls im Verfassungsschutz-Bericht auftaucht, kein einziges Wort zu diesem Vorgang. Wollen die nicht mehr mit Linkspartei-Leuten sprechen? In dem von Klöckner herbeigezogenen Verfassungsschutz-Bericht und im Berufsverbot wird explizit genannt, dass wir bei Nancy Faesers Compact-Verbot zur Stelle waren. Die Innenministerin schickt also hundert Männer mit Sturmhauben und Maschinengewehren los, lässt eine Magazinredaktion stürmen, bricht damit die Verfassung und wir, die wir das verurteilten und mit allem, was wir haben, beisprangen, werden genau deshalb – für unseren Einsatz für die Pressefreiheit in Deutschland – vom sogenannten Verfassungsschutz überwacht und Leute wie Sabrina Kollmorgen werden gefeuert.

Das will ich ehrlich sagen: Ich bin Journalist. Ich bin Zeitungsmacher und Verleger. Vor den Corona-Maßnahmen habe ich Theater gemacht, und das nicht erfolglos. Ich war die rechte Hand des einflussreichsten Theaterdramaturgen der letzten dreißig Jahre in Deutschland, Carl Hegemann. Ich habe mit Herbert Fritsch, Navid Kermani und auch ein wenig mit Jette Steckel gearbeitet. Gemeinsam mit Anselm Lenz wurde ich für das Kapitalismustribunal, das wir am Karlsplatz in Wien machten, für den österreichischen Theater-Nationalpreis, den Nestroy-Preis, nominiert. Wir haben Bücher gemacht und den Niedergang der Neoliberalen Epoche beschrieben. Wir haben in der Edition Nautilus in Hamburg und im Wiener Passagen-Verlag veröffentlicht. Das Ende der Castorf-Intendanz in Berlin habe ich mit einer performativen Besetzung garniert – was dann Vorbild für Milo Raus Wiener Festwochen-Intendanz wurde. Ich sehe es überhaupt nicht ein, aus dem Grund, dass ich hier seit sechs Jahren konsequent für die Republik einspringe – also dafür, dass alle Stimmen gehört werden können – zu einer Art Dunkelmann gemacht werde, mit dem man nicht sprechen darf. Dass ich eine Zeitung mache, die nicht genannt und zitiert werden darf, weil … ja, weil dann die Staatsmacht kommt.

Wir machen eine gedruckte Zeitung. Eine neue Wochenzeitung. Jeder liest sie heimlich, aber niemand nennt sie. Keiner erwähnt sie. Aus Angst, dass dann der Staat kommt. Wenn man aufgrund von staatlichem Druck niemals in anderen Medien auftaucht, niemals zitiert wird, dann wird es schwierig, Druck- und Versandkosten zu stemmen. Dann wird es schwierig, sich nicht – wie alle anderen – ins Internet zu verflüchtigen. Sie, Herr Osrainik, sind jetzt eine Ausnahme. Dafür bin ich ihnen auch dankbar. Pardon, dass ich jetzt hier einmal ausgeholt habe. Aber mir platzt da jetzt auch langsam mal der Kragen.

»Wir wollten eine gedruckte Zeitung machen, weil das Internet nicht der Ort der Aushandlung ist«

Flo Osrainik: Dass wir in einem neuen Totalitarismus angekommen sind und Werte wie Freiheit, ob der Bewegung, Meinung oder Presse sowie der Solidarität mit Andersdenkenden und Begriffe wie Antifaschismus oder die Grundrechte in ihr Gegenteil verdreht werden, wie Corona und das Beispiel des sogenannten Verfassungsschutzes, der eher ein gefälliger Regimeschutz ist, zeigt, sollte mittlerweile jedem kritischen Geist von links bis rechts klar sein. Es ist ja ein oben gegen unten. Nun befinden wir uns aber auch in einem ungleichen Informationskrieg zu dem nicht nur die Zensur, Einschüchterung, wirtschaftliche Zerstörung oder Diffamierung, sondern die Spaltung und Unterwanderung der anderen, hier herrschaftskritischen Seite zählt. Und natürlich gehört es zur Meinungsfreiheit nicht nur eine abweichende Meinung haben zu können sowie mit allen Seiten zu reden, um als Medium unbequeme Wahrheiten oder verschiedene Ansichten und Meinungen – auch kritisch – abzubilden. Das ist die eigentliche Aufgabe. Und der DW hat dabei ja gerne mal ungeniert übertrieben, zugespitzt oder provoziert, etwa mit diversen Unterstützern oder der Unterstützung wie der antifaschistischen Aktion pro AFD. Nun kann man von Systemparteien ja auch halten, was man will, wir sind im Kampf um Köpfe und unsere Grundrechte, aber was würde sich beim DW ändern, wenn die Zeitung auf eine »neue Stufe« gehoben wird, was wäre nötig?

Hendrik Sodenkamp: Dass wir uns in einem andauernden Kriegszustand befänden, ist ja die Ansage unserer Regierungen. 2020 startete erst der Krieg gegen einen Virus, ab 2022 dann der Krieg gegen Putin und Russland. Jeder, der etwas gegen diese Kriegsausrufung sagt oder schreibt, sollte ja ein Agent des Feindes sein, die Wehrkraft zersetzen und Menschenleben auf dem Gewissen haben. Diese Rolle als Kombattant nehme ich schlicht nicht an. Ich bin Journalist, ich bin Zivilist und genieße auch dementsprechende Rechte. So einfach ist das. Und dementsprechend handeln wir auch seit sechs Jahren.

Ich unterhielt mich vor kurzem mit einem Autor der Berliner Zeitung, die während Corona zwar nicht voll auf die Straßenbewegung draufgehauen hat wie andere Medien, aber damals eben auch nicht kritisch über den verhängten Ausnahmezustand berichtete und jetzt, wo der Druck weg ist, einen auf Aufarbeitung macht. Der sagte zu mir: »Demokratischer Widerstand, ihr bietet zu viel Angriffsfläche. Ich mache das ja geschickter. Ich bin nicht angreifbar.« Ja, wo sind wir denn da bereits gelandet? Ich mache eine Zeitung, drucke kritische Stimmen ab und verursache Störmomente am Supermarkt-Regal. Ich sitze doch nicht im Schützengraben und jede falsche Bewegung, jede zur falschen Zeit angezündete Zigarette bedeutet einen Kopfschuss – den ich dann wohl auch selbst verschuldet haben soll. – Sich als Journalist mit einer solchen Rolle abzufinden, oder sie gar zu bejubeln – »Machen, was wirklich zählt, als Info-Warrior« –, ist falsch. Und auch zu sagen: Wir leben halt in einem totalitären Regime, damit muss man sich halt abfinden, und auch dementsprechend handeln. Nein, es gilt weiterhin: Stell Dir vor es ist Krieg, und keiner geht hin.

Und das bedeutet meines Erachtens auch, die uns derzeit angebotenen Frontlinien nicht anzunehmen. Wir schrieben das bereits 2016, also vor zehn Jahren, im Vorwort zu unserem Buch zum Kapitalismustribunal: »Ganze Kohorten der jüngeren Generation schließen sich zunehmend den angebotenen Frontlinien von Innerlichkeit, effektlosem Mitgefühl, Charity, Identitätsfragen in allen Details bis hin zu offenem Terror an. Neue Ressourcenkriege und alte Feindbilder standen an zerteilten Horizonten. Der Zivilisation und den Menschen war schlichtweg die Zukunft abhandengekommen.« – Das heißt: Ob ich mich heute als Trans, als Rechter, als Wiedergänger der Kronberger Matrosen, als Urchrist oder als wahrer Liberaler fühle und definiere, ist eine reine private Lifestyle-Entscheidung und politisch absolut irrelevant. Die Maschine läuft einfach weiter – und derzeit eben auf vollem Weltkriegskurs. – Das ist auch der Verdienst unserer Zeitung und dann auch der neuen Friedens- und Demokratiebewegung, eben keine identitäre Bewegung wie diese Regierungskiddies zu sein, sich nicht über Wer-bin-ich-Fragen zu definieren, sondern einfach ein klares Nein dazu zu formulieren. – Unter Corona saß ich in einer kleinen freikirchlichen Gemeinde. Der Raum wurde uns vom dortigen Pastor zur Verfügung gestellt. Neben mir saß ein Veranstalter von Berliner Fetischpartys, eine angehende Kosmetikerin, ein gestandener Gebrauchtwagenhändler und ein marxistischer Pädagogikprofessor, alle organisierten gemeinsam eine Versammlung gegen die Corona-Maßnahmen. Da ging es nicht darum, wie man sich selber definiert, sondern darum, den Widerstand auf die Straße zu bringen. Und genau das ist richtig, und da machen wir auch mit unserer Zeitung weiter.

Die Zeitung ist ja aus einem Flugblatt entstanden. Bei den Top-hygienischen Spaziergängen rund um den Berliner Rosa-Luxemburg-Platz Anfang 2020 war an öffentliches Reden nicht zu denken, Anselm Lenz und ich erhielten Betretungsverbote für Berliner Stadtviertel, die Berliner Polizei richtete sogenannte Bearbeitungsstraßen ein, und sperrte dort stundenlang Menschen ein, die sich auf die Straßen trauten, um das Grundgesetz hochzuhalten. Darum verteilten wir ganze Zeitungsstapel aus dem Fenster von Taxen, mit denen wir diese roten Zonen durchfahren durften, an die Tausenden Menschen, die sich dort jedes Wochenende rund um den abgesperrten Rosa-Luxemburg-Platz versammelten. Ein Kollege baute ein ganzes Verteilernetzwerk in Deutschland auf. Innerhalb von kürzester Zeit hatten wir mit dieser Zeitung mit mehreren Ausgaben größere Auflagen als die Bild-am-Sonntag. – 2020 kam es dann zu den riesigen Demonstrationen in Berlin, dann Winter 2021/22, als über die Impfpflicht diskutiert wurde, zu den Montagsspaziergängen. Überall waren wir mit unserer Zeitung dabei. Ich wüsste nicht, welche Zeitung so eine Historie hat, wie die unsere. Das ist ein echtes Wunder und ich bin recht erstaunt darüber, dass darüber niemand mal berichten will. – Diese Demonstrationen für eine Corona-Aufklärung und für den Frieden gibt es bis heute. Seit über sechs Jahren. Das ist eine gigantische Leistung, die selbst so jemand wie der RBB-Propagandist Olaf Sundermeyer anerkennen musste. – Für uns bedeutete das auch, dass wir jede Woche eine neue Zeitung machen. Das sind umgerechnet, jede Woche ein Buch von 80 Seiten und ein ziemlich harter Rhythmus. Wir wollten aber eine gedruckte Zeitung machen, weil 2020 sehr klargemacht wurde, dass das Internet nicht der Ort der Aushandlung ist, sondern eine Öffentlichkeit, die in der Hand von ein paar Konzernen ist, die Shadow-Banning betreibt, die überall Warnhinweise anbringt, wo es brenzlich für sie ist, und wo Seiten auch einfach abgeschaltet werden. Die Landesmedienanstalt Berlin-Brandenburg wurde zu einer Art Zensurbehörde für das Internet aufgebaut, Youtube-Kanäle mit über 500.000 Abonnenten wurden einfach abgeschaltet. – Da war es für uns nicht sonderlich schlüssig, den nächsten Online-Blog zu machen. Das fällt uns jetzt aber auf die Füße. Derzeit bauen wir unsere Online-Kanäle auf, auch Video und Online-Artikel. Nach langen Widerständen haben wir es an die Kioske in ganz Deutschland geschafft, nachdem die sogenannten Nationalvertriebe sich jahrelang quer gestellt haben. Das alles wollen wir auf- und ausbauen. Da es erstmal nicht nach den nächsten riesigen Demonstrationswellen mit gigantischem Verteileransturm aussieht, sammeln wir derzeit 1.000 neue Abos ein, um diese Zeitung weitermachen zu können.

Flo Osrainik: Wir sollten also um jede Kraft und Stimme, die sich wie auch immer, aber vor allem medial gegen diesen totalitären Irrsinn und Zentralismus, für den Erhalt der Vernunft und unserer Grundrechte, zu denen die Freiheit wesentlich gehört sowie für ein friedliches und respektvolles Miteinander der Menschen und Völker einsetzt, solidarischer zeigen, weil es dabei an Unterstützung mangelt? Und zum Schluss, wie viele Abos fehlen euch noch?

Hendrik Sodenkamp: Mir geht es darum, dass Qualitäten wahrgenommen werden, und auch, dass die Geschichte der vergangenen Jahre vollständig erzählt wird – und das geht ohne diese gigantische Protestbewegung und ohne unsere Zeitung gar nicht. – Das ist die Frage: Ist es von Vorteil, dass es neben den vielen Digitalsparten im Internet auch eine neue gedruckte Wochenzeitung gibt, die in ganz Deutschland konsequent an Aufarbeitung, Frieden und einer demokratischen Neuverständigung festhält? Wenn man hier zum Schluss kommt: Ja; dann willkommen bei uns! Derzeit haben wir gut die Hälfte der angestrebten Abos erreicht. Es ergibt also Sinn, aktiv zu werden. Ganz einfach: demokratischerwiderstand.de.

Flo Osrainik: Ich danke für das Gespräch.

Flo Osrainik

Flo Osrainik, Jahrgang 1976, ist kritischer Journalist. Der ehemalige Formel-Ford-Fahrer studierte Wirtschaft und Journalismus und berichtet regelmäßig für verschiedene progressive, alternative und unabhängige Medien zu den Schwerpunkten Globales und Soziales. Er ist Mitglied im Vorstand von acTVism Munich und legt sich immer dann mit der Mehrheitsgesellschaft an, wenn es um die Befürwortung von Kriegen, die Duldung von Armut oder das Ignorieren von Ungerechtigkeiten geht. Zuletzt erschienen von ihm der Spiegel-Besteller »Das Corona-Dossier: Unter falscher Flagge gegen Freiheit, Menschenrechte und Demokratie« sowie »Chronik einer Abrechnung«.
Mehr Beiträge von Flo Osrainik →

Ähnliche Beiträge:

50 Kommentare

  1. Der 8. März 2026 wird der wichtigste Tag aller Zeiten sein. In BW wird die AfD die Grünen überholen. Apollo, Freie Welt, Sezession und Overton gewinnen massiv an Einfluss.
    Die berufliche 40-Stunden-Woche muss durch die 21-Stunden-Woche ersetzt werden. Es muss ein Kapitalzinsverbot geben. Und es muss eine minimalistische Lebensweise etabliert werden.
    Bitte klicke auf „Lebensreformer“.

  2. „die ehemalige Krankenschwester Sabrina Kollmorgen… “ => „als wissenschaftliche Mitarbeiterin eines AfD-Abgeordneten“
    Beides in einem Abschnitt ohne Ironie zu sagen, dazu gehört schon unverschämt dämlicher Mut. 🤡🤡🤡

    | AfD – Verrat ist wählbar |
    p.s.
    Wissenschaftliche Mitarbeiter (Wimi) bei Bundestagsabgeordneten benötigen in der Regel ein abgeschlossenes Hochschulstudium (meist Master), idealerweise in Politik-, Rechts- oder Wirtschaftswissenschaften.

    1. @ GBU-57

      Wissenschaftliche Mitarbeiter … abgeschlossenes Hochschulstudium (meist Master), idealerweise in Politik-, Rechts- oder Wirtschaftswissenschaften.

      Wieso? Politik-, Rechts- oder Wirtschaftswissenschaftler brachten doch das Land in diese Misere. Worin besteht das Ideal?

    2. Krankenschwester … „als wissenschaftliche Mitarbeiterin …“ Beides in einem Abschnitt ohne Ironie zu sagen, dazu gehört schon unverschämt dämlicher Mut.
      Wissenschaftliche Mitarbeiter (Wimi) bei Bundestagsabgeordneten benötigen in der Regel ein abgeschlossenes Hochschulstudium (meist Master)

      Ich denke, da besteht Handlungsbedarf seitens des Gesetzgebers: nur ein Doktortitel kann sicherstellen, daß ein Wimi auch wirklich wissenschaftlich arbeitet und muß deshalb Einstellungsvoraussetzung für diese Tätigkeit sein! …
      Krankenschwester, wenn ich das schon hör‘ – wahrscheinlich ist die nicht mal geimpft!

  3. Könnte man die Inhalte von digitalen Zeitungen nicht über eine Blockchain Technology verbreiten und absichern?
    sollte das nicht zensursicher und verlustresistent sein?

  4. Es wird keinen systemverändernden Widerstand auf der Straße geben. Selbst wenn ein paar Millionen Leute auf die Straße gehen, bleiben noch mehrmals so viele zuhause. Ändern wird sich erst etwas, wenn die Ökonomie nicht mehr funktioniert, wie es seinerzeit im Ostblock war. Dann, und nur dann, könnte die derzeitige „Demokratie“ in eine neue Form der Demokratie umgewandelt werden. Der Westen ist noch nicht am Ende und verteidigt seine bevölkerungsferne Agenda bis aufs Messer, mit allen möglichen Tricks und Repressalien. Allein gestern und heute gab es hierfür wieder Beweise, die Epstein-Akten und die bedingungslose Unterstützung des Plagiators Voigt in Thüringen durch angeblich linke Kräfte. Demokratie ist eine Illusion und die lobbygesteuerte Mehrparteien-„demokratie“ verliert zunehmend gegen die Autokratien, und zwar deshalb, weil erstere durch und durch korrupt ist. Lobbys bekämpfen sich gegenseitig, sind sich jedoch einig im Machterhalt des korrupten Systems. Gerne dürfen dafür massenweise unschuldige Menschen sterben.

    1. Die Politikwissenschaftlerinnen Erica Cheneweth und Maria J. Stephan haben erforscht, dass gewaltfreier Widerstand gegen ein Regime meistens dann erfolgreich ist, wenn sich mindestens 3,5 Prozent der Bevölkerung aktiv beteiligen…

      Gerade gestern bei Suitbert Cechura gelesen.

    2. Die Ökonomie im Ostblock war nicht der Auslöser der Unruhen. Die Auslöser kamen wie immer medial und finanziell aus dem Westen. Deshalb wird das im Westen auch nichts mit dem Widerstand. Es fehlen die Medien und das Geld.

    3. > Ändern wird sich erst etwas, wenn die Ökonomie nicht mehr funktioniert, wie es seinerzeit im Ostblock war.

      Das ist typischer West-Talk. Ich bin auch von da. In den USA funktioniert die Ökonomie seit den 70ern für immer weniger Menschen, aber die Führung und die Medien haben die Leute fest im Griff. Selbst wenn es ihnen noch so dreckig geht, sind die meisten Amerikaner völlig überzeugt, dass es genügt, sich als Amerikaner zu fühlen und somit Teil des amerikanischen Exzeptionalismus zu sein.

      Die Mächtigen der USA geben Unsummen für Think-Tanks aus, die immer neue Floskel für zurückgelassene Amerikaner erfinden, die immer neue Feinde in der Welt finden, um die Menschen nicht auf die Idee kommen zu lassen, dass die schlimmsten Feinde im eigenen Land sitze, die immer neue Heldengeschichten in Filmen und Serien entwickeln, die den Amerikanern und dem Westlichen Block vorleben, wieso es großartig ist, sich als Teil dieser hervorgehobenen Nation und Wertegemeinschaft zu fühlen.

      Die Sowjets waren einfach vielfach schlechtere Kommunikatoren. Naja und es war und ist heute noch um einiges schwerer, die Naturschätze Sibiriens zu heben als die von Texas.
      Letztlich ging es viele Jahre lang doch gut, so lange die Sowjets ihre Propagandaschwäche mit entsprechendem gesellschaftlichen Druck kompensierten.

      Als Gorbatschow diesen Schraubstockdruck lockerte, löste sich der Machtblock auf.

      Bis heute muss man vor Mitleid weinen, wenn Lawrow oder Medwedjew immer wieder mal versuchen, medial mit selbstausgedachten Narrativen zu punkten. Was strategische Kommunikation angeht – heißt, lügen mit Lücken und Spins – macht den Amis keiner was vor. Zudem haben die sich eine weltweite, abhängige Medienlandschaft geschaffen, die stets für ein jeden Widerspruch-übertönendes Echo sorgt. Zwar wurde in einigen unterentwickelten Ländern wie der Ukraine und vielerorts in Afrika und Asien durch die Zerstörung von USAID große Löcher in dieses Netz gerissen, aber überall, wo dieses Netz zusammen mit der Industrie schon nach dem 2. Weltkrieg aufgebaut wurde, das gilt für Japan bis Deutschland, und die Abhängigkeit heute mehr ideeller als finanzieller Natur ist, wartet dieses Mediennetz nur sehnlichst auf die Zeit nach Trump mit neue inspirierende Slogans gegen neu Feinde, für neue Kriege und immer noch mehr Siege, die dann meist doch ausbleiben.

      Trump will all die Siege nur für die USA haben. Das wird von all jenen als toxisch empfunden, die sich nur als Amerikaner fühlen, aber keine sind. Es ist ihnen nur ein schwacher Trost, dass Trumps Siegeserzählungen noch viel schneller schmelzen und verderben, als die der US-geführten Willigen-Bündnisse. Das ist, als würde ein Heroinabhängiger mit Aspirin substituieren.

      Die Sowjets waren Technokraten. Die Chinesen hatten in den 80ern ihre eigene Perestroika, die zum sozialistischen Warenhandel führte und den USA inzwischen den Angstschweiß auf die Stirn treibt.
      Die chinesische Kultur ist für mich zu weit weg, als dass ich sagen könnte, wie gut die Chinesen in religion-ersetzender nationaler Erzählung sind, aber bspw. die uigurischen Exilanten sehen inzwischen ziemlich verlassen und in der Zeit zurückgeblieben aus.

      1. Nun, ich bin ein Ostkind und erst seit 5 Jahren „Wessi“, und sehe das etwas anders. Es war nicht nur die Kommunikation, die den Ostblock zum Einsturz brachte, es fehlte an allem, was man über dem eisernen Vorhang scheinbar bekommmen konnte, von der Banane über Videorecorder bis zur Reisefreiheit. Der Marshallplan ging auf, und das beflügelt natürlich die derzeitigen Westfürsten in ihrem Glauben, die Schlauen zu sein. Die Situation derzeit ist schon etwas anders. Ausgerechnet ein kommunistisch geführtes Land zeigt der Welt, wie man ohne Krieg, Obdachlose und dafür mit Hightec und gesellschaftlichem Zusammenhalt leben kann. Und weil das, zumindest derzeit, dort gut funktioniert und der Westen sich in immer mehr Konflikte verstrickt, wird er den Kampf gegen China verlieren. Da nutzen das ganze Demokratiegefasel und Arbeitszeitverlängerung sowie Rentenkürzungen nichts, Es ist der Wurm drin, und der geht nicht raus. Änderungen werden erst greifbar, wenn das Gold alle ist. Und ohne Einführung einer echten Demokratie wird dies schneller gehen als man bei den verkoksten thinktanks erwartet.

        1. Viele wichtige Punkte, wo ich bei dem ein oder anderen ein klein wenig anderer Ansicht bin.

          > Nun, ich bin ein Ostkind und erst seit 5 Jahren „Wessi“, und sehe das etwas anders. Es war nicht nur die Kommunikation, die den Ostblock zum Einsturz brachte, es fehlte an allem, was man über dem eisernen Vorhang scheinbar bekommmen konnte, von der Banane über Videorecorder bis zur Reisefreiheit.

          Aber erst mit Gorbi wurden die Demos möglich. All das was an Luxus-Konsum fehlte, war nichts, wofür Menschen eine Revolution anfangen würden. Wenn man der westlichen Geschichtsschreibung mittels Fernsehfilm glauben darf, formierte sich der organisierte Protest wegen Umweltthemen.

          > Der Marshallplan ging auf, und das beflügelt natürlich die derzeitigen Westfürsten in ihrem Glauben, die Schlauen zu sein.

          Konkret Deutschland war nicht so sehr direkt ein Nutznießer des Marshallplans. Westdeutschland wurden diesmal aber Reparationszahlungen erlassen. Mit der Währungsreform war aber klar, dass die USA Westdeutschland als beispielhaften Frontstaat haben wollen und der Ostalliierte nicht mehr um seine Meinung gefragt wird,

          > Die Situation derzeit ist schon etwas anders. Ausgerechnet ein kommunistisch geführtes Land zeigt der Welt, wie man ohne Krieg, Obdachlose und dafür mit Hightec und gesellschaftlichem Zusammenhalt leben kann. Und weil das, zumindest derzeit, dort gut funktioniert und der Westen sich in immer mehr Konflikte verstrickt, wird er den Kampf gegen China verlieren.

          Ich denke, es sind weniger die Konflikte nach außen, die im Westen die Entwicklung stottern lassen, sondern es ist die fehlende Solidarität der Regierungen mit denen, die sie gewählt haben. Die Regierungen bestehen heute aus Karrieristen, die von den Karrierenetzwerken der Reichen, dazu gehören nicht zuletzt die Medien, dorthin gehievt wurden, wo sie sind. Wichtig ist nicht mehr, dass sie gute politische Konzepte haben, sondern dass sie sich mit den Vorstellungen des Großen Geldes kompatibel machen. Schröder bekam eine Chance, weil er Hartz IV versprach. Scholz, weil er mit Cum-Ex zeigte, dass der die Milliarden-Betrüger machen lässt. Merz ist eh ein Black-Rock-Mann.

          Ein paar markante Beispiele:
          Mit Hartz IV verließ Deutschlands Politik den Weg der Ingenieure und begab sich in Billigkonkurrenz mit Asien. Merkel tat in EUropa alles, damit die deutschen Autohersteller weiter ungehindert Kubikgigantismus betreiben und Diesel einbauen konnte. Als das Abschalt-Device aufflog, hätte das ein Weckruf sein können, aber heute sind wir wieder bei „Technologie-Offenheit“, damit die Kapitalinvestitionen des Großen Geldes so lange wie möglich gemolken werden können. Auf der anderen Seite: Wohnungsnot wird immer dringender. Ebenso Arzttermine. Zum Vergleich die Nachkriegszeit: Durch die Vertriebenen gab es damals Millionen Menschen, ohne Wohnung und die Politik tat wirklich was. Das führte dazu, dass jeder mit einer Arbeitsstelle über 2-3 Jahrzehnte schuldenfrei ein Haus oder eine Wohnung bekommen konnte. Das medizinische Versorgungsnetz wurde ausgebaut, statt eingeschränkt. Die Rente wird seit Jahrzehnten durch versicherunsgfremde Leistungen definanziert. Jetzt erst hat der CSU-Mann die Mütterrente durchgedrückt. Gut- und Sehrgutverdiener werden durch Deckelung aus der Finanzierung rausgenommen. Noch drastischer bei der Krankenversicherung, wo sie sich ganz abmelden können. Stattdessen sollen noch mehr Zahnarztleistungen ganz vom Patienten bezahlt werden. Gerade die Finanzierung von Rente und Gesundheitssystem und Wohnungsmarkt sind zuverlässige Maßstäbe, wie sehr ein eigentlich demokratisches Land in den Händen des Großen Geldes ist. Zum Vergleich Österreich und Niederlande, die auch kapitalistisch sind, aber eben weniger Superreiche haben und Demokratie noch Luft zum Atmen hat.

          Man darf gespannt sein, wie sich das in China entwickelt. Bisher behält die kommunistische Regierung das Heft in der Hand. Als der riesige Wohnungsbauer Evergrande Hilfskredite gebraucht hätte, gab’s keine. Stattdessen hat überhaupt die Ansage der Regierung, Kredite etwas kontrollierter zu vergeben, zur Liquiditätsenge bei Evergrande geführt.

          > Da nutzen das ganze Demokratiegefasel und Arbeitszeitverlängerung sowie Rentenkürzungen nichts, Es ist der Wurm drin, und der geht nicht raus.

          Im Gegenteil. Die Reichen werden immer reicher und bekommen dadurch immer mehr Macht.

          > Änderungen werden erst greifbar, wenn das Gold alle ist. Und ohne Einführung einer echten Demokratie wird dies schneller gehen als man bei den verkoksten thinktanks erwartet.

          Dass die nur verkokst sind, glaube ich nicht. Die sind wie die anderen Erfolgreichen in Politik und Medien finanziert und protegiert durch die Netzwerke des Großen Geldes, haben glänzende Karrieren durch ihre Parteinahme für das Große Geld. Sie sind äußerst begabte Karrieristen. Aber eben nur das und eigentlich maximal ungeeignet für Jobs wie Politiker oder Journalist.

      1. hast du eigentlich Helms überhaupt soweit gelesen, dass du begriffen hast, dass der von Stirner ganz schön viel gehalten hat? war trotzdem ne nuss, aber immerhin ernsthafter als du. wie kann eigentlich jemand eine sockenpuppe sein, wenn er den namen wechselt, willst du das erklären? schreib lieber was zu militärgerät, da hast du wenigstens ne ahnung von. demokratischer widerstand heisst natürlich deutscher widerstand und das sieht man denen von meilen entfernung an, wenn einem bei der nationalhymne nicht jedes mal ein baum in der unterhose wächst.

  5. Rosa Luxemburg würde sich wohl im Grabe umdrehen, wenn sie lesen müsste, dass es eine ideologische Verbindung zwischen ihr und dem „Demokratischen Widerstand“ geben soll. Diese Vermischung von linker Rhetorik mit rechten Themen und Akteuren muss man wohl als Missbrauch ihres Erbes bezeichnen. Zudem widersprechen Populismus und Querfrontdenken bis hin zu verschwörungsideologischer Agitation Luxemburgs Überzeugungen vom demokratischen Sozialismus fundamental.

    1. Vielleicht sollte man Rosa Luxemburg einfach ruhen lassen. Ich glaube auch nicht, daß Rosa Luxemburg einverstanden wäre mit der Politik, die heute von ihren „Verehrern“ betrieben wird, also ich meine da speziell die Ausbeutung der Arbeiter und die Umvolkung. Wie der „Demokratische Widerstand“ Elsässer zu Hilfe gekommen ist, war auf jeden Fall sehr ehrenhaft und nicht ungefährlich in diesem System.

      1. Der Einsatz für Elsässer scheint eher durch Verehrung motiviert zu sein. So liest es sich zumindest im Artikel. Und die Vereinnahmung von Rosa Luxemburg geht von der Zeitung selber aus, obwohl keine inhaltliche Verbindung besteht. Das ist weder ehrenhaft, noch gibt einen Grund das nicht aufzeigen.

  6. Und ich danke ebenfalls für dieses Gespräch.
    Bei der Gelegenheit möchte ich die Redaktion bitten, die offensichtliche Falschmeldung über die Umstände des Todes von Marco Bülow zu korrigieren, also die Angaben seiner Familie diesbezüglich erst einmal zu respektieren, also hinzuschreiben. Und nicht die gleichlautenden Behauptungen der deutschen Regimemedien.

  7. ich muss mich dem Vorredner anschließen: wie mit dem Tod von Marco Bülow umgegangen wird ist unfassbar. Dass überall die Falschmeldung einer langen Krankheit verbreitet wurde, lässt auf eine geplante Aktion schließen. Overton muss dingend die Falschmeldung korrigieren.

          1. Die ‚Familie selbst‘ mag zwar etwas unpräzise formuliert sein, sollte als Quelle aber ausreichend sein.
            Jedenfalls besser, als alle anderen.

      1. „Hinweis: In einer früheren Version dieses Artikels hieß es unter Berufung auf die Berichterstattung der Ruhr Nachrichten, Marco Bülow sei nach langer schwerer Krankheit gestorben. Seine Familie teilte dem literaturcafe.de mit, dass dies nicht den Tatsachen entspreche. Er erkrankte am Wochenende vor seinem Tod und starb plötzlich und unerwartet. Wir haben die Formulierung entsprechend korrigiert. (31. Januar 2026)“

        https://www.literaturcafe.de/marco-buelow-ist-tot/

  8. Es wird keinen Widerstand auf der Straße geben!
    Und selbst wenn, wie als Anfang der 80er eine Million Leute in Bonn gegen die Nachrüstung demonstrierten, hat das keine Sau interessiert!
    Die staatliche Verblödungsmaschinerie macht erfolgreich ihre Arbeit!
    Die Versmartphonung der jungen Generation tut ein Übriges!
    Mein Sohn und mein Frau demonstrieren weiter gegen die AfD, halten Baud für einen Verschwörungstheoretiker, mich auch, können sich die Sanktionierungspraxis nicht vorstellen, glauben das einfach nicht und sind für Kapitalismuskritik nicht empfänglich.
    Meine Frau liest die TAZ, der Sohn ist vegan und beide woke.
    Ich bin ein alter weißer Mann, dem man milde lächelnd begegnet, der die heutige Zeit nicht nachvollziehen kann, ein Fossil eben. Sozialismus wird für gescheitert gehalten, die DDR hält da als Beweis für her.
    Zwar gebe ich nicht auf, das liegt mir nicht und rolle den Sysiphosstein immer aufs Neue nach oben, aber, von einem verzweifelten Cousin, dessen Kinder Wehrdienst leisten wollen, mal abgesehen, der genau wie ich in der gesamten Familie für ein Spinner gehalten wird, gibt es selbst in meinem gesamten Umfeld niemand, der irgendwie bemüht scheint, seine Denke einzuschalten!
    In meinem Schachverein nicht, in meiner Kneipe nicht, in der Nachbarschaft nicht!
    Der einzige, den ich kenne, der Kapitalismuskritisch ist, ist mein Arzt, der allerdings MLPD-Funktionär ist und in dessen Wartezimmer die „Rote Fahne“ ausliegt.
    Ich bin wirklich froh, das ich das OM entdeckt habe, wo, von einzelnen Pappnasen mal abgesehen, ich erkennen kann, das ich nicht so alleine da stehe, wie ich annahm.
    Dafür möchte ich mal Danke sagen!

    1. ich möchte Ihnen danken, mir gehts ähnlich und ich bin sehr froh über Ihre herzerfrischend offenherzigen
      Beiträge, die bei alldem Mut machen, widerständig zu bleiben.
      Herzlichen Gruß

    2. Wallenstein
      gestern 09:50 Uhr
      „Mein Sohn und mein Frau demonstrieren weiter gegen die AfD, halten Baud für einen Verschwörungstheoretiker, mich auch, können sich die Sanktionierungspraxis nicht vorstellen, glauben das einfach nicht und sind für Kapitalismuskritik nicht empfänglich.“

      Mit Anti-AFD Demos reproduziert man bestehende Autokratie; während eine AFD im Kontext Kapitalismuskritik genau so ein Irrglaube ist.
      Dieses bestehende Dilemma gilt es aufzuklären…..

  9. Solange sich weiter konstant 2/3 des Wahlviehs durch ihr symbolisches Kreuzchen auf dem Wahlzettel Besserung versprechen, die Veranstaltung legitimieren und reproduzieren, braucht man sich in dieser Fassadendemokratie keinen revolutionären Utopien hinzugeben.
    Mit stets überwältigender Mehrheit wählt dieses gegen ureigenste Interessen; wählt stattdessen seine Schlächter – und neuerdings dafür lieber einmal im Jahr sein neues Geschlecht aus.

    Hier ist Hopfen und Malz verloren…..

    1. Klarstellung: die nicht in den von mir genannten 2/3 enthaltene national-patriotische, marktradikale Alternative, die unsere Gesellschaft als Symptom einzig hervorbringt, ist letztlich eine erneute politische/gesellschaftliche Bankrotterklärung.
      In Deutschland wird – wenn überhaupt – ideologisch rechts revolutioniert.
      Kennen wir……

  10. Washington wirft EU öffentlich ‚Jahrzehnt der Zensur‘ massive Manipulationen bei C/Gender/Wahlen vor, begründen tun sie das:

    „Wenn Regierungen Druck auf Plattformen ausüben, ihre Community-Richtlinien zu ändern, ändern sie damit, was Amerikaner in den Vereinigten Staaten oder anderswo posten dürfen.“ Ein wichtiger Hinweis: Eine mögliche europäische „Zensur“ begrenzt demnach auch die Meinungsfreiheit von US-Bürgern. Wenn dies so ist, leitet sich daraus ein Recht der amerikanischen Regierung ab, gegen Brüssel oder Regierungen in europäischen Staaten vorzugehen.
    ..
    Dann folgt im Justiz-Report eine politische Bombe: „Es stellt sich heraus, dass die Einmischung in Wahlen für die Europäische Kommission zum Standardrepertoire gehört.“ Und weiter: „Im Vorfeld von mindestens acht Wahlen in sechs europäischen Ländern seit 2023 traf sich die Kommission mit Plattformen, um Druck auf sie auszuüben, politische Äußerungen in den Tagen vor der Wahl zu zensieren.“

    Konkret benennt der Report: Frankreich, die Niederlande (2023 und 2025), Irland (2024 und 2025), die Slowakei, Moldau – und Rumänien (2024) – focus.de

    Wahlfälschung, offene Putsche gg politisch nicht konforme Mitglieder, eine Reichsacht basierend auf reiner Willkür der EU-Kommission OHNE rechtliche Widerspruchsmöglichkeit, offene Unterstützung des Hitlerfaschismus, Genozid bzw. Genexperimente an den eigenen Bürgern
    – wie kann dieses offene, für jeden sichtbare Monstrum an Unrecht bloß geschehen, ja wie denn nur ??

    https://www.dragas.biz/eu-fasizam/

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert