»Eine Universität soll keine Schule sein«

Universität Zürich
Micha L. Rieser, Attribution, via Wikimedia Commons

Der Bologna-Prozess sollte Europas Hochschulen zusammenführen. Ein Vierteljahrhundert später zieht der Theologe und frühere Hochschulrektor Wolfgang Klausnitzer eine ernüchternde Bilanz: Die Universität habe ihr eigentliches Wesen aus den Augen verloren.

Prof. Wolfgang Klausnitzer betont, dass er kein Erziehungswissenschaftler oder Hochschulpolitiker sei. Doch als Theologe, Vertrauensdozent, Dekan und Hochschulrektor hat er die Folgen des Bologna-Prozesses jedoch über viele Jahre praktisch erlebt. Im Gespräch erklärt er, warum die Reform aus seiner Sicht gescheitert ist – und was die Universität dabei verloren hat.

 

De Lapuente: Herr Professor Klausnitzer, Sie sind der Ansicht, der Bologna-Prozess sei »dramatisch gescheitert«. Woran machen Sie dieses Scheitern in erster Linie fest?

Klausnitzer: Als Ziele des Bologna-Prozesses wurden uns am Anfang ein unproblematischer Wechsel des Studienortes und die unkomplizierte gegenseitige Anrechnung der Studienleistungen der europäischen Universitäten genannt. Im Hintergrund stand vielleicht die ursprünglich schon im Mittelalter existierende Wirklichkeit eines gemeinsamen europäischen Hochschulraumes. Thomas von Aquin (1224/25 – 1274) zum Beispiel studierte in Neapel und Köln und dozierte in Paris und Neapel. Keines dieser Ziele ist erreicht worden.

De Lapuente: Die ursprüngliche Idee halten Sie durchaus für vernünftig: Studenten sollten leichter zwischen europäischen Hochschulen wechseln können. Heute sagen Sie, ein Hochschulwechsel sei teilweise sogar schwieriger geworden. Wie erklären Sie sich, dass die Reform das Gegenteil von dem geschaffen hat, das sie eigentlich erleichtern wollte?

Klausnitzer: Es ist offensichtlich nicht gelungen, die Universitäten und Hochschulen Europas zu einem gemeinsamen Vorgehen etwa in der Ausgestaltung und Organisation der sogenannten Studienmodule zu motivieren. Weil vielfach die Vergleichbarkeit kaum besteht, ist die Anrechnung schwieriger geworden.

»Schmalspurlernen ist fast zur Regel geworden«

De Lapuente: Sie kritisieren besonders die Modulprüfungen. Studenten würden teilweise ganze Fachbereiche nur noch „schmalspurig“ lernen. Hat der Bologna-Prozess aus Ihrer Sicht das intellektuelle Niveau gesenkt?

Klausnitzer: Auch früher schon wurden beispielsweise in den Geisteswissenschaften und konkret in der Theologie zuweilen von den Professoren ganze Traktate eher so nebenbei angeboten. Durch die Modulprüfungen, in denen ein Professor (oder ggfs. nur zwei Kollegen) fachfremd Stoffgebiete abprüfen für die er eigentlich keine Expertise besitzt, ist ein »Schmalspurlernen« (man lernt gründlich nur das Fachgebiet des Prüfers) fast zur Regel geworden.

De Lapuente: Besonders grundsätzlich wird Ihre Kritik, wenn Sie sagen, man habe das »Wesen einer Universität aus dem Blick verloren«. Vermutlich wissen viele heute gar nicht sicher, was dieses Wesen ausmacht. Wie würden Sie es erklären?

Klausnitzer: Als katholischer Theologe bin ich natürlich beeinflusst von dem Buch des englischen Theologen John Henry Newman »The Idea of a University« (3. Auflage 1873). Für ihn vermittelt die Universität vorrangig nicht eine Berufsausbildung, sondern eröffnet dem Studenten durch die Vielzahl wissenschaftlicher Angebote und das Gespräch und Zusammenleben von Professoren und Studenten im gemeinsamen »Kosmos der Wissenschaften« eine Allgemeinbildung und eine Weite des Denkens (»habit of mind«), etwa durch den Besuch von Vorlesungen anderer Disziplinen über das eigene Fach hinaus. Diese ganzheitliche Erziehung in den Künsten und Wissenschaften war auch das universitäre Bildungsideal von Wilhelm von Humboldt.

De Lapuente: Ein Studium soll heute möglichst schnell und zuverlässig für den Arbeitsmarkt qualifizieren. Ist diese Ökonomisierung ein Grund für die Wesensentkernung der Hochschulen?

Klausnitzer: Die Bachelor-Studiengänge (nach ca. sechs Semestern) sollen, heißt es, für einen Beruf qualifizieren. Ich halte das für sehr schwierig und sehr sportlich.

»Kritisches Nachfragen im Sinne früherer Studentengenerationen kommt seltener vor«

De Lapuente: Früher konnten Professoren Spezialvorlesungen anbieten und Studenten Veranstaltungen anderer Fakultäten besuchen. Dafür fehle heute häufig schlicht die Zeit. Was geht einer Gesellschaft verloren, wenn Universität immer stärker auf Effizienz und Verwertbarkeit ausgerichtet wird?

Klausnitzer: Eine Universität soll keine Schule sein. Zur Universität und ihrer akademischen Freiheit passen wenig die Kontrolle von Anwesenheiten und eng getaktete Lehrveranstaltungen ausschließlich für bestimmte Studiengänge. Es fehlen auch persönliche Begegnungen, wenn zunehmend Online-Veranstaltungen, unter Umständen sogar berufsbegleitend angeboten werden.

De Lapuente: Hat der Prozess die Studenten ein Stück weit weniger selbstständig gemacht, sie quasi zum Abarbeiten vorgegebener Leistungen verpflichtet, wo sie vorher freier studieren konnten?

Klausnitzer: Ob der Bologna-Prozess dafür verantwortlich ist, kann ich nicht beurteilen. Kritisches Nachfragen im Sinne früherer Studentengenerationen scheint mir eher seltener vorzukommen.

De Lapuente: Bologna läuft inzwischen seit mehr als einem Vierteljahrhundert. Sie sagen, Ihnen sei in Ihrem gesamten Universitätsleben kein Professor begegnet, der die Reform für eine Erfolgsgeschichte halte. Warum gibt es denn so wenig Widerstand gegen diese Form der Hochschulbildung?

Klausnitzer: Vielleicht ist es schlicht Gewöhnung.

De Lapuente: Sie glauben dennoch nicht, dass man einfach zum alten System zurückkehren kann. Warum?

Klausnitzer: Inzwischen sind viel zu viel Zeit, Organisationsmühen und Geld in den Bologna-Prozess investiert worden. Vielleicht ist der Traum von der »alten« (und auch mittelalterlichen) Universität tatsächlich obsolet. Aber die Gedanken sind ja frei.

 

Wolfgang Klausnitzer ist katholischer Priester und Theologe. Er lehrte unter anderem an den Universitäten Bamberg und Würzburg und ist seit 1987 an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Benedikt XVI. Heiligenkreuz tätig. Dort leitete er das Institut für Dogmatik und Fundamentaltheologie, war Forschungsdekan und ist seit 2023 Rektor der Hochschule. Klausnitzer wurde 1986 an der Universität Innsbruck habilitiert.

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Die Redaktion unseres Magazins: Florian Rötzer und Roberto De Lapuente.
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12 Kommentare

  1. Und wieder ist schon der erste Satz falsch. Aber er beleuchtet das eigentliche Dilemma des westlichen Bildungsbürgertums. Dieses hat nämlich nicht mitbekommen, dass sich der Wind gedreht hat und die Herrschenden kein Interesse mehr an einem gebildeten Volk haben. Sie haben sogar panische Angst davor. Also schafft man ein politisches Projekt, wie schon so viele andere, welches scheinbar ein positives Ziel verfolgt, aber in der Realität genau das Gegenteil bewirkt. Die Liste dieser Projekt ist lang. Es beginnt mit den ständigen Bildungsreformen seit 1990, gefolgt vom Bologna Prozess und geht über die Energiewende 2001 weiter. Auch S21 und die Elbphilharmonie gehören hier rein.

  2. Man kann den Bologna-Prozess doch nur verstehen, wenn man die Finanzierung der Hochschulen anschaut und daraus folgend die Präkarisierung der Angestellten und Studenten.

    Der Bachelor war dann noch die Idee, dass man ja auch bei der Menge des Stoffes kürzen könnte – wieder mit dem Gedanken die Finanzierung zu kürzen.

    Im Zuge dessen hat man dann die Privatisierung von Forschung (die berühmten Drittmittel).

    Die Mitarbeiter der Hochschulen können sich oft Familie gar nicht leisten. Verträge werden nur befristet ausgestellt, Lohn ist sowieso scheiße. Und das sind dann Doktoren, die so leben müssen – kein Witz.

    Das Märchen, dass das gut für die Studenten sei (die viel schneller rausgeprüft werden), ist dann doch nur die PR auf einer gigantischen Sparmaßnahme. So macht Politik das eben, siehe Renten, Gesundheitssystem usw.

    Es ist ja seltsam mit der Frage zu beginnen, ob das stimmt, was Staatsvertreter so sagen, wenn man empirisch belegen kann, dass das nie stimmt. Es sollte einen eher überraschen, wenn Berufslügner ihr Handwerk verpfuschen. Dafür haben die auch schon eine Bezeichnung, „Vermittlungsproblem“

    1. „Für ihn vermittelt die Universität vorrangig nicht eine Berufsausbildung, sondern eröffnet dem Studenten durch die Vielzahl wissenschaftlicher Angebote und das Gespräch und Zusammenleben von Professoren und Studenten im gemeinsamen »Kosmos der Wissenschaften« eine Allgemeinbildung und eine Weite des Denkens (»habit of mind«), etwa durch den Besuch von Vorlesungen anderer Disziplinen über das eigene Fach hinaus.“ – die Weite des Denkens ist das Problem, davor fürchtet sich die immer offensichtlicher antidemokratisch agierende sog „Elite“ wie der Teufel vor dem Weihwasser.

    2. „Und das sind dann Doktoren, die so leben müssen – kein Witz.“ – Doch, durchaus sehr witzig. Mir kommen die Tränen – vor Lachen. Wo steht, daß in Deutschland jemals ein „Doktor“ unter selbstausbeuterischen Bedingungen zum Verbleib an einer Hochschule gezwungen worden wäre? Ausnahmslos keinem „Doktor“ ist es verwehrt, in der Welt der Wirtschaft, bei staatlichen Behörden oder sonstigen Institutionen mit seinem Doktortitel vorstellig zu werden und sich um besser bezahlte Jobs zu bemühen – die ein Leben ermöglichen, das Oliver S. offenbar für Doktoren-standesgemäß hält.

      1. Es mag ja sein, dass du Ausbeutung überhaupt nicht schlimm findest, aber passt schon. Man bekommt in der Forschung eben wenig Jobs on der Privatwirtschaft.

        Der Punkt ist aber: wenn die Dozenten an der Uni übrig bleiben, die nicht anders können, dann ist die Frage, ob es um die beste Bildung ginge wohl beantwortet. Bolgona ist einfach ein Sparprogramm.

        Danke,dass du das so schön bestätigt hast.

  3. Die Fragen sind in der Tat viel zu ‚brav‘: warum sollte man daran glauben, dass die Reformen Mobilität der Studierenden erleichtern und die Anerkennung der Abschlüsse verbessern sollten? A-l-l-e-s in der EU verdankt sich dem Einfluss von Banken, Konzernen und Netzwerken im transatlantischen Orbit, also ging es ausschließlich um die Sicherung deren Interessen an weniger gebildeten und rein formal trainierten Absolventen.

  4. In meinem Alter regt man sich über so etwas wie Bologna nicht mehr auf, man ist nur noch dankbar, dass dieser Schwachsinn einem dereinst – gerade noch – erspart geblieben ist. Was allerdings weh tut ist, dass selbst jenes bald biologisch sowieso erledigte Thema – die 68er – ad acta gelegt werden kann. Ob Corona, Flecktarn, Staatsräsong – will gar nicht mehr sagen – zu allem nur noch „Ich will es gar nicht wissen!“. Oh, es hat sich viel geändert seit damals. Man hat zu reagieren gelernt seit jenen Mai-Tagen! Die Jugend von heute? Keine Ahnung – aber was ist denn seit Woodstock zu verzeichenen? Demos, Ostermärsche? Nur mal auf Youtube „kucken“, die größten Stadien rund um die Welr proppe voll, wenn möglich 80-, 100Tausend. Von Silbereisen bis .Taylor Swift …… egal!

    Die Demos draußen, für oder was auch immer, Gaza spw. slso Massen- bis Völkermord – die paar Hansel kannste zählen. Bologna? Da hieß es doch bestimmt gleich – anno 68 – sowas wird es nie mehr geben. Studenten, die aufzumucken fähig, bereit und in der Lage sind? Da wollen wir doch gleich mal „kucken“, wie wir das abstellen können. Und andere olle ehemals Kriegsschauplätze? Die waren doch alle auch ganz schnelle umgepolt zur Förderung der Gummi-Industrie. Diese Truppe hat’s besonders getroffen. Kann gar nicht alles aufzählen, was allein ‚Lustiges‘ zu konstatieren ist. Man ‚kriecht‘ ja so einiges mit. Toll, ja sischa doch, ‚Pride‘ und ‚CSD‘ höchstselbst mit Grußadressen von Oberbürgermeistern, Ministerpräsidenten und was es sonst noch für Eminenzen gibt, die auf Wählerstimmen angewiesen sind. DFB-Präsidenten oder war es nicht sogar die Bundesinnenministerin, die ONE-Armbinden bei WM’s in Qatar getragen und verteilt hat. Spezialabteilungen in virtuellen wie auch Realabteilungen (Beton/Print) bezüglich GAY, (BD)SM, wohlgelittenste Pornohubs etc.pp. – na klar doch, alles was Umsatz und Profit mit sich bringt, thumbs up!

    Aber bitte, dabei muß es dann auch bleiben. Eng in strikten Grenzen, Kindheitsende mal flugs auf 18 gesetzt, sonst könnte ja die Justiz ja nicht für deren Sicherheit sorgen, dass es auch gleich Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen fördert wie auch deren Karrieren? Lachhaft geradezu, was sonst noch von anderen „Staatsschutzbehörden“ propagiert wird. Und nicht nur hierzulande, nein, in ganz Transatlantika. Noch der kleinste Nippel, der lütteste Schniedelwutz – selbst in virtuellen wie auch realen „Katalogen“ züchtigst abgedeckt oder neuerdings gar ersetzt mit Bananen. Da sind bestimmt die Eigner darauf gekommen, die Kinder müssen vor ‚Unzüchtigem‘ geschützt werden, die könnten ja sonst … Eben war’s noch die Gummiindustrie die gefördert zu werden hatte. die Stahlindustrie nebst Folgeprodukten durfte sich alsbald auch erfreuen über … wo um Gottes Willen wären alle nur geblieben, hätte man die Menschheit – ob jung oder alt – nicht davon überzeugen können, dass jener Haarwuchs – insbesonderd an den Stellen, die normalerweise gar nicht sichtbar waren seit Adam&Eva – tunlichst zu entfernen ist? Dass da jetzt womöglich mindestens eine Milliarde Menschen täglich oder auch nur wöchentlich Hand anlegt, immer schön neu Erworbene, ältere tuen aua, freut die Aktionäre von Gilette&Wilkinson.

    Dass da auch noch die Wasserrechnung in die Höhe schiessen dürfte, dank dieser leider nicht ganz nachhaltigen Verrichtung, nein, das juckt weder SIE noch IHN. Von Wassermangel und Klimawandelfolgen will ich gar nicht reden. Wenn das alles nur alles wäre. Da gäbe es ja noch die Farben- und Tintenindustrie. Wie ich das meinen könnte? Nun, die „wandelnden Tapeten“! Balltretende Buben&Mädels als Influenzer des Grauens, sogar Parteivorsitzende opfern sich. Und die Brillis erobern sich ja auch noch ihre Gefilde. Nichts im Ohrläppchen geht wohl gar nicht. bei Nasenflügeln, Lippen und Zungen, Augenbrauen und Brustwarzen – na ja. Bei anderen Anwendungsbereichen greift ja hoffentlich das Jugendschutzgesetz.

    Wie ich nur auf das kommen kann? Nun, just heute gab es auf dem NTenkanal ja eine Meldung dazu, eine Frau von overseas sei nach ihrer Intimrasur ins Hospital eingewiesen worden. Da das ja auch beim Brilli-Setzen passieren kann sollte doch wohl besser mal eine Peer-Studie erhoben werden darüber, wie diese Gefahren unsere Arbeitgeber zu belasten haben via stets darob steigende Krankenkassenbeiträgen auf Grund der Inanspruchnahme von Arzt- und Krankenhausleistungen.

    Nicht zu vergessen eine andere Baustelle, eine bis hin nach PISA wenn nicht bis zur bejammernswerten ‚Geburtenrate‘. Diesbezüglich mischen m.u.M.n. alle vorgenannten ‚Aspekte‘ mit und nicht nur ‚Bologna‘. Da setzt das Problem schon viel früher an. Schließlich ist die ‚Kriegstüchtigkeit‘ nicht nur ein Qualitäts- sondern Qantitätsproblem. Wie soll da der ‚Endsieg‘ gesichert werden können, die Zahlen der Tarnfleck-Produktion gefördert, die Baby-Nahrung nicht zu vergessen, was ja bis in die Landwirtschaft durchschlägt. Gott, Allah und auch Jawe sei’s gedankt, dass es jetzt KI geben darf. Da können alle Schmetterlingsflügelschläge von Welt endlich mal nachvollzogen werden, warum und wie sie für den Einsturz ganzer Wirtchaftssysteme verantwortlich zu machen sind.

    Nein, ich will nicht und brauche auch nicht mehr darüber zu hirnen, ich mit meinen Lenzen kurz vor dem Einzug der Demenz. Erstens gibt es ja heutzutage KI und zweitens hat es mich ja auch gar nicht mehr zu tangieren, was aus all dem unser Kanzler der Herzen so an ganzheitlichen und vorallem nachhaltigen Reformen so zu stricken vermag.

  5. Völlig unverständlich, wieso mein Kommentar hier nicht erschienen ist, obwohl er in der Kritik am „Bologna-Prozess“ überhaupt nicht schärfer oder polemischer war als der einiger anderer Leser. Da Overtone hier mutmaßlich eine KI zur Sichtung der Leserkommentare einsetzt, macht aus das mal wieder die Fehleranfälligkeit sog. KI deutlich.

  6. Warum niemand etwas am Status quo ändert? Die Reform wurde ja von den EU-Wissenschaftsministern durchgesetzt. Das sind Beamte, für die Reformen, die ein schlecht funktionierendes bürokratisches Monster hinterlassen, leider eher der Normalfall sind als die Ausnahme.

    Das Personal an den Unis hat sich damit arrangiert. Die meisten sind Opportunisten, die sich an die neuen Verhältnisse anpassen. Mit den „Exzellenzinitiativen“ hat man viele Leistungsträger geködert. Die konnten endlich der Welt ihre Großartigkeit beweisen. Dass die Ergebnisse größtenteils vorher schon fest standen und eben die, die schon am meisten hatten, noch mehr bekamen – wen interessiert’s?

    Die allermeisten Studierenden optimieren ihre CVs. Was das mit der Gesellschaft macht, in der jeder sich selbst der Nächste ist, sieht man immer deutlicher: Es gibt immer mehr Multimillionäre und Milliardäre sowie kreative Modelle der Steuervermeidung auf der einen Seite – und immer mehr Armut und versagende Infrastruktur auf der anderen. Der neoliberale Traum, that there is no such thing as society, geht in Erfüllung.

    Viele Ausgegrenzte gehen entweder allmählich unter oder radikalisieren sich an den Rändern der Gesellschaft beziehungsweise des politischen Spektrums.

    1. Dem Kommentar stimme ich zu.
      Da ich gerade aus einer Karaoke Bar zurück bin und ich mir all die all westlichen Superschlager der letzten ’40‘ Jahre durchgesungen hatte, komme ich zum. Schluss :
      Diese Welt ist eine Simulation.
      Der Grund dazu liegt einfach darin, das jede Generation zu etwas ‚hingerichtet‘ wird.

      Diese populistischen musikalischen Einrichtungen erklärt jeder Generation „the wind of change“.
      Oder „the winner takes it all / money money is for the richmens World/ Theater Theater sang….
      Das politische repräsentierte Repertoire ist sehr fragil, da diese ihre nicht vorhandene Intelligenz präsentieren.
      Das Armutszeugnis durch diese Politiker, wird über dem mehr verblödeten Bürger legitimiert.
      Heil auf das gesunde Menschenverstand, falls dieser überhaupt noch vorhanden ist…

    2. Dem Kommentar stimme ich zu.
      Da ich gerade aus einer Karaoke Bar zurück bin und ich mir all die all westlichen Superschlager der letzten ’40‘ Jahre durchgesungen hatte, komme ich zum. Schluss :
      Diese Welt ist eine Simulation.
      Der Grund dazu liegt einfach darin, das jede Generation zu etwas ‚hingerichtet‘ wird.

      Diese populistischen musikalischen Einrichtungen erklärt jeder Generation „the wind of change“.
      Oder „the winner takes it all / money money is for the richmens World/ Theater Theater sang….
      Das politische repräsentierte Repertoire ist sehr fragil, da diese ihre nicht vorhandene Intelligenz präsentieren.
      Das Armutszeugnis durch diese Politiker, wird über dem mehr verblödeten Bürger legitimiert.
      Heil auf das gesunde Menschenverstand, falls dieser überhaupt noch vorhanden ist…

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