
Die politische Linke hat ihre wirtschaftspolitische Orientierung verloren – davon ist der Volkswirt Heiner Flassbeck überzeugt.
Im Gespräch mit Roberto De Lapuente erklärt er, warum ohne makroökonomisches Denken weder soziale Gerechtigkeit noch Vollbeschäftigung erreichbar seien, weshalb er die deutsche Lohn- und Exportpolitik scharf kritisiert und warum er die heutige Linke für zunehmend irrelevant hält. Ein Gespräch über ökonomische Ahnungslosigkeit, politische Fehlentwicklungen und die Frage, was linke Wirtschaftspolitik heute eigentlich noch ausmacht.
De Lapuente: Sie erklären schon seit langer Zeit, dass die Linke keine Makroökonomie mehr betreibe. Kann es überhaupt eine Linke geben, wenn sie sich dem makroökonomischen Denken verweigert?
Flassbeck: Natürlich kann es das geben, aber es ist eine – wie soll man sagen? – sich selbst amputierende Linke, die das tut bzw. unterlässt. Denn ohne Makroökonomie kann man die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung nicht verstehen. Und wenn man die wirtschaftliche Entwicklung nicht versteht, kann man sie auch nicht für die eigenen Zwecke nutzen. Nur wenn ich etwas verstehe, kann ich es sinnvoll verbessern und Vorschläge machen, die wirklich konstruktiv und weiterführend sind.
De Lapuente: Die Konservativen haben aber auch keine makroökonomischen Kenntnisse …
Flassbeck: Das stimmt. Das ist die Tragik in diesem Land, dass keiner eine Makroökonomie hat – auch weil die deutschen Ökonomen die Makroökonomie aufgegeben haben. Nur deswegen diskutieren wir jetzt schon wieder seit zwei Jahren über Reformen, die überhaupt nichts mit der Lösung unserer Probleme zu tun haben. Wir haben ein reines Nachfrageproblem, um das mal kurz zu fassen. Aber keiner scheint das zu verstehen, alle reden lieber über die Angebotsverwerfungen, die es in Deutschland gibt. Das ist so, als wenn man zum Arzt geht und sagt, mir tut das linke Bein weh und er antwortet, dass er jetzt zuerst mal in das rechte Ohr gucken möchte, um zu sehen, ob da alles in Ordnung ist.
»Wer jetzt von Wettbewerbsfähigkeit schwatzt, beweist dass er keinen Schimmer von Makroökonomie hat«
De Lapuente: Für ein Land ohne Makroökonomie stand man in den letzten Jahren wirtschaftlich aber dann doch nicht so völlig blank da …
Flassbeck: Ehrlich gesagt gehen wir gerade unter, weil wir keine Makroökonomie haben. Erfolgreich sind wir in der Vergangenheit nur gewesen, weil wir uns sozusagen von der Makroökonomie weggeduckt und die anderen Länder das hingenommen haben – und zwar mit unseren Exporterfolgen und mit unseren Leistungsbilanzüberschüssen. Wenn ich die Löhne drücke, wie es in Deutschland Anfang der 2000er-Jahre getan hat, noch dazu in einer Währungsunion, und dann meine Exportüberschüsse explodieren, dann nennt man das Mikroökonomie. Das ist keine Makroökonomie, sondern das ist ein unternehmerischer Ansatz: Die Verbesserung von Wettbewerbsfähigkeit. Das geht nur gut, wenn der Rest der Welt das so hinnimmt – und die anderen Länder sich einfach niedermachen lassen. Dass das auf Dauer funktioniert, ist eine absurde Annahme. Für einen vernünftige Ökonomen ist die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit kein Konzept, mit dem man irgendwas erreichen könnte, außer vielleicht seinen Nachbarn innerhalb der Währungsunion zu betrügen. Und das hat Deutschland getan. Es hat 15 Jahre lang Glück gehabt, dass die Nachbarn geschwiegen haben. Die haben den bösen deutschen Nachbarn ertragen. Auch die USA verhielten sich relativ ruhig – bis Trump kam und klarmachte, dass diese deutsche Dominanz so nicht weitergehen könne. Trump lag damit vollkommen richtig.
De Lapuente: Wann hat denn die politische Linke ihr ökonomisches Fundament verloren?
Flassbeck: Es war Anfang der 2000er-Jahre. Damals hat Gerhard Schröder ohne nötiges Vorwissen – man darf Schröder nicht unterstellen, er hätte irgendeine ökonomische Kenntnis, das wäre also wirklich der Ehre zu viel – auf die Unternehmer gehört. Er saß in allerlei Unternehmerkränzchen. Als Oskar Lafontaine und ich weg waren, hat er einfach Unternehmerkonzepte umgesetzt. Eines dieser Unternehmerkonzept ist beispielsweise – ich sagte es schon – die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit. Derartiges in einer Währungsunion zu forcieren, ist makroökonomisch das Absurdeste, was man sich überhaupt ausdenken kann. Aber das hat die damalige Bundesregierung überhaupt nicht interessiert – es hat überhaupt niemanden interessiert. Wie auch? Es hatte ja keiner Ahnung von der Materie. Bis heute herrscht da Ahnungslosigkeit vor. Mittlerweile gibt es wieder viele Irre, Linke wie Rechte, die erklären, wir müssten jetzt nochmal die damalige Agenda wiederholen. Das aber würde bedeuten, dass wir die Franzosen jetzt richtig kaputtmachen. Die USA würden es uns in so einem Fall vermutlich richtig auf den Kopf geben. Aber völlig egal, es wird weiter völlig ahnungslos von der Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit geschwatzt. Wer über dieses Thema spricht, beweist im Augenblick ganz deutlich, dass er von Makroökonomie nun wahrlich keinen Schimmer hat.
De Lapuente: Sie kritisieren seit Jahren die miserable deutsche Lohnpolitik und die Fixierung des Exportüberschusses. Hat diese falsch gesetzte Fokus die klassische Wählerbasis der Linken geschwächt?
Flassbeck: Natürlich! Das hat die Linken kaputtgemacht. Die SPD hat sich dadurch zerlegt. Bundeskanzler Schröder hat seine Sozialdemokraten geopfert, um der deutschen Industrie Marktanteile in dieser Welt zu verschaffen. Das war der einfache Trade-off, sagen die Ökonomen: Man muss was opfern, um etwas zu erreichen – und er hat die SPD geopfert. Offenbar war ihm das völlig egal. Schröder war kein traditioneller SPD-Mann im eigentlichen Sinne. Genau wie sein Kumpan, an den sich heute kaum noch jemand erinnert, Wolfgang Clement: das war immer ein Rechter, der zufälligerweise ein SPD-Parteibuch in der Tasche mit sich führte. Er ist später aus der SPD aus- und in die FDP eingetreten. Auch die Gewerkschaften haben total versagt. Sie haben sich seinerzeit nicht getraut, gegen diese Wirtschaftspolitik massiv vorzugehen, weil man der Bundesregierung unter SPD-Führung nicht schaden wollte. Und so ließ man die Lohndrücker gewähren. Zurückhaltend haben sie damals natürlich schon protestiert, aber sie hätten regelrecht auf die Barrikaden gehen müssen. Auf diese Weise ging es mit der Sozialdemokratie bergab. Jedes Kind konnte in den Jahren damals verstehen, dass sie Unternehmerpolitik machte. Mein kläglicher Versuch, zusammen mit Lafontaine, ein bisschen Makroökonomik und Vernunft hineinzubringen, wurde ja dann sehr schnell beendet.
»Die wichtigste Verteilungsmaß ist eine adäquate Lohnentwicklung«
De Lapuente: Die politischen Kräfte, die sich heute als links verorten, haben in den letzten Jahren eine starke Fixierung auf Fragen der Transferleistungsverteilung an den Tag gelegt und gleichzeitig keine nennenswerte Arbeitsmarktpolitik gemacht – damit haben sie viele Arbeitnehmer an Konkurrenzparteien verloren. Muss eine realpolitische Linke nicht mehr auf jene blicken, die den Wohlstand erwirtschaften?
Flassbeck: Was Sie da ansprechen, zeigt, wie konzeptlos die Linke ist. Es gibt in der gesamten Linken, nicht nur in der Linkspartei, sondern auch in der SPD und bei Teilen der Grünen, niemanden, der wirklich ökonomisch mitreden könnte. Und deswegen interpretieren diese Leute linke Politik ausschließlich als Transferpolitik. Wenn ich sage, ich will die Erbschaftsteuer erhöhen, bin ich ein guter Linker. Wenn ich außerdem sage, ich will die Vermögensteuer wieder einführen, bin ich ein guter Linker. Wenn ich jedoch sage, wir müssen Nachfragepolitik machen, dann wissen diese Leute nicht, was das bedeuten soll. Sie fragen sich: Ist das dann noch links? Dabei ist das völlig egal. Links? Rechts? Vernünftig muss es sein! Aber die Linke kümmert sich nicht um Vernunft, sie hat ihre Denkmuster – und nur die entscheiden, was man aufs Tapet bringt. Die totale Ahnungslosigkeit in puncto Volkswirtschaftslehre führt dann dazu, dass sie krude Verteilungsdebatten führen. Aber die sind im Regelfall viel zu kurz gegriffen. Verteilung ist wichtig – aber das ist nicht alles.
De Lapuente: Sie argumentieren, dass Vollbeschäftigung politisch machbar wäre. Warum spielt dieses Ziel heute selbst für linke Parteien kaum noch eine zentrale Rolle?
Flassbeck: Im Grunde verstehe ich das auch nicht. Die ganze Linke hat sich zum Beispiel auf diese absolut lächerliche Formel eingelassen, sie lautet: Wir haben einen eklatanten Fachkräftemangel. Den hat es jedoch in Deutschland niemals gegeben. Oder zumindest schon 50 Jahre nicht mehr. Davor gab es vielleicht mal einen. Wenn man sich auf diesen Unsinn einlässt, ist man wirtschaftspolitisch verloren. Dahinter steckt reine Unternehmerideologie. Mit dem vermeintlichen Fachkräftemangel ist es einfach, den Arbeitsmarkt als Opfer fauler Arbeitnehmer bzw. Arbeitsloser zu betrachten. Und die Linken haben diese Mär unreflektiert übernommen. Dabei ist es recht einfach: Wenn Unternehmer Fachkräftemangel haben, müssen sie Fachkräfte ausbilden. Und wenn wir keine Fachkräfte haben, dann müssen wir mit dem wirtschaften, was wir haben. Wir haben fünf Millionen Menschen in Deutschland, die immer noch nicht am Arbeitsmarkt integriert sind. Sie beziehen Sozialhilfe oder Arbeitslosengeld. Es wäre die Aufgabe der Linken, diese Menschen in Arbeit zu bringen – und nicht weiterhin in Transferleistungen zu halten. Aber das fällt denen überhaupt nicht ein! Sie reden höchstens mal über Arbeitszeitverkürzung und irgendwelche Flexibilitätsgeschichten – und dass länger gearbeitet werden muss, sagen auch einige aus dem eher »linken Lager«. Aber an das eigentliche Thema – was wir machen müssen, um wirklich Vollbeschäftigung zu schaffen – macht sich in diesem Land keiner.
De Lapuente: Hat die Globalisierung die Handlungsmöglichkeiten linker Politik tatsächlich eingeschränkt, wie man das oft liest und selbst von »Linken« vernommen hat – oder haben linke Parteien ihre wirtschaftspolitischen Spielräume freiwillig aufgegeben?
Flassbeck: Beschränkungen durch Globalisierung gelten für Linke wie Rechte gleichermaßen. Klar ist: Wenn ich offene Märkte habe, muss ich ein Stück weit wettbewerbsfähig sein. Das bedeutet aber nicht, meine Wettbewerbsfähigkeit dauernd zu verbessern, sondern ich muss sie auf ein Niveau halten, auf dem die anderen mich nicht überrennen können. Das könnte man auch verbinden mit weiterhin sehr vernünftigen Lohnsteigerungen. Das ist übrigens die wichtigste Verteilungsmaß: eine adäquate Lohnentwicklung – und nicht etwa die Sekundärverteilung über Transferleistungen. Wir haben aber über Jahrzehnte Lohndumping betrieben, weil wir wettbewerbsfähig sein wollten. Die Löhne müssten bei uns offensiv um drei oder dreieinhalb Prozent im Jahr steigen. Bei zwei Prozent Inflation wäre das dann eineinhalb bis zwei Prozent Reallohnanstieg pro Jahr. Wenn wir das die letzten 20 Jahre getan hätten, würden die Diskussionen heute völlig anders aussehen. Auch die Rentendiskussion wäre anders gelagert. Aber das ist für die Linke, ich wiederhole mich, überhaupt kein Thema.
De Lapuente: Im Moment überschlagen sich etliche Journalisten vor Entzückung, weil die Koalition in Berlin die Rente reformieren will. Damit sei der Regierung der ganz große Wurf gelungen. Darf man da Zweifel hegen, Herr Flassbeck?
Flassbeck: Man muss! Denn das ist wieder die gleiche Richtung wie damals bei Riester. Ich will das nur mal an einem Beispiel erklären: Es gab einige Vorschläge, aber der zentrale Vorschlag war stets die Kapitaldeckung – also, dass eine obligatorische kapitalgedeckte Säule eingeführt werden soll. Man sagt nun, die Bürger sollen, sei es als Arbeitgeber, sei es als Arbeitnehmer, zwei Prozent mehr sparen. Bei der Riesterrente hat man damals gesagt, man sollte bis zu vier Prozent zur Seite schaffen. Und man hat für die vier Prozent unendlich viele Milliarden Euro als Förderung ausgegeben. Man kann nun überprüfen, was dabei rausgekommen ist. Ich sage es Ihnen: Gar nichts! Denn die Sparquote lag vorher zwischen zehn und elf Prozent – und dort lag sie auch weiterhin nach Einführung der Riesterrente. Wenn ich jetzt den Leuten sage, dass sie zwei Prozent zusätzlich im Kapitalmarkt sparen müssen, dann werden die meisten Leute folgendes tun: sie werden von ihren anderen Sparbeträgen zwei Prozent runternehmen. Und dann steht man wieder da, wo man vorher schon war. Die Sparquote wird, da darf man ganz sicher sein, in zwei oder in fünf Jahren immer noch um die elf Prozent betragen.
»Wenn man nichts von Wirtschaft weiß, dann sollte man besser die Klappe halten«
De Lapuente: Kann man sagen, dass diese Rentenpläne makroökonomisch betrachtet ein ziemlicher Schuss in den Ofen sind?
Flassbeck: Das kann man so sagen. Aber darüber redet niemand. Diese komische Kommission, einschließlich meines Freundes Peter Bofinger, der dort auch zugegen war, schreibt auf: wir wollen, dass jetzt zusätzlich zur Rente gespart wird. Dieses Zusätzlich gibt es aber nicht. Bei Riester gab es das Zusätzlich auch nicht – und jetzt gibt es das schon gar nicht, weil die Sparquote der Leute insofern beweglich ist, dass sie ihre Ersparnisse selbst steuern können. Noch schlimmer wäre es übrigens, wenn jetzt die Sparquote – sagen wir mal um zwei Prozent – steigen würde. Nehmen wir das nur mal an, auch wenn ich das nicht glaube. Aber das würde bedeuten, dass dann für 55 Milliarden zusätzlicher Ersparnisse ein Schuldner gefunden werden muss – anders gesagt: Der Staat muss dann jedes Jahr 55 Milliarden mehr Schulden machen. Macht der Staat diese Schulden aber nicht, dann bedeutet der Anstieg der Sparquote, dass wir Rezessionen bekommen. Und das hat unseren Nachfragemangel dramatisch verschärft. Völlig irre, wie man so blind sein kann, wie es diese Kommission ist …
De Lapuente: Wenn Sie einer jungen Generation von Politikern einen einzigen wirtschaftspolitisch geprägten Satz mit auf den Weg geben könnten – welcher wäre das?
Flassbeck: Sie müssen sich damit beschäftigen. Man muss was wissen. Wenn man über Politik reden, wenn man über soziale Fragen debattieren will, muss man etwas von Wirtschaft verstehen. Wenn man nichts von Wirtschaft weiß, dann sollte man besser in diesen Fragen die Klappe halten. So einfach ist das.
De Lapuente: Gibt es jemanden in Berlin, einen Bundestagsabgeordneten vielleicht, ganz egal welcher Partei, von dem Sie glauben, dass er zumindest im Ansatz ein bisschen Ahnung von Ökonomie hat?
Flassbeck: Ich kenne keinen.
De Lapuente: Diese Antwort kam schnell. Als Sie Staatssekretär waren bei Oskar Lafontaine, war das da noch anders im Bundestag? Gab es da noch vereinzelt Politiker, die auch Kenner der Ökonomie waren?
Flassbeck: Das war auch damals schon sehr schwach besetzt. Aus dem Schröder-Lager gab es gar keinen. Und auch im Lafontaine-Lager war ökonomisches Verständnis nur schwach ausgeprägt.
De Lapuente: Sind Sie ein Vertreter der Vorstellung, dass eine Regierung mit Experten besetzt sein sollte?
Flassbeck: Ich habe lang genug Regierungspolitik gemacht und Regierungspolitik aus der Nähe beobachtet. Nein, eine Regierung muss nicht von Experten besetzt sein – wenn sie aber aus Leuten besteht, die in der Tat gar keinen Schimmer haben, dann ist das eine Katastrophe. Das gilt auch für Europa. So ein hochkomplexes Gebilde wie die Währungsunion, kann nicht von Leuten wie Ursula von der Leyen oder Christine Lagarde verwaltet werden, die sich ihr Leben lang nicht mit dieser Sache beschäftigt haben.
De Lapuente: Eine letzte Frage: ist die politische Linke aus Ihrer Sicht tot?
Flassbeck: Sie ist irrelevant – tot noch nicht. Und sie wird immer irrelevanter. Wenn die Umfragen stimmen, dann verliert sie bei den nächsten Wahlen weiterhin Zuspruch. Dann ist all das, was man mal links nannte, endgültig tot, und die SPD steht kurz vor dem Fall in die außerparlamentarische Unkenntlichkeit.
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Welche „Linke“ ist gemeint? Wir können uns wohl darauf einigen, dass keine relevante Partei derzeit klassischen Sozialismus anstrebt.
Anders herum vertritt selbst die CDU keine Marktwirtschaft mehr, sondern sowas wie ökosozialistisch geprägte Wirtschaft unter staatlicher Lenkung, die sich von SPD und Grünen höchstens in der Gruppe der Begünstigten unterscheidet.
Auf der Ebene „Nationalismus gegen Globalismus“ wäre alles außer der AfD links, aber auch da darf man als Maßstab keine reine Lehre ansetzen, weil die AfD keinen Genozid plant und alle anderen Parteien keine vollkommen offenen Grenzen.
Die real existierende Linke ist gerade an der Macht, aber die ist halt nur noch das, was von Sozialisten übrig bleibt, wenn die Ideologie mal wieder scheitert und der Staat in Totalitarismus und Mangelwirtschaft abgleitet.
@Heribert Wannsieder
Nur die AFD, Milei, Peter Thiel, Elon Musk und Curtis Yarvin (der propagierte die Unterschichten zu Biodiesel zu verarbeiten) führen Herrn Wannsieder vermutlich in die wahre Demokratie.
„Die real existierende Linke ist gerade an der Macht, aber die ist halt nur noch das, was von Sozialisten übrig bleibt, wenn die Ideologie mal wieder scheitert und der Staat in Totalitarismus und Mangelwirtschaft abgleitet.“
Satire bitte kennzeichnen.
Unsere aktuelle Regierung ist stramm rechts bis rechtsextrem, wie man leicht am kapitalist. Kurs erkennt, an der Beschneidung/Einstampfen des Sozialstaates, desweiteren an der Unterstützung bei Völkermord, völkerrechtswidrigen Angrifsskriegen und und und. Also klassisch rechte bis faschistoide Politik.
Im Bundestag sitzt derzeit genau eine linke Partei und selbst die ist gespalten in Realos und tatsächliche Linke. Der Anteil linker Bundestagsabgeordneter erreicht nicht mal eine Handvoll, also nicht mal 5%. Und du behauptest hier tatsächlich, vollkommen abseits jeglicher Vernunft und Logik, daß diese Linken unser Land regieren.
Für Linksextreme ist wohl alles rechtsextrem.
Wir haben eine Staatsquote über 50%, die Sozialsysteme brechen unter der Last zusammen, Produktivität sinkt weil Leistung sich nicht mehr lohnt, Produktion wird durch den Staat vorgegeben, Märkte werden kontrolliert, … Ich könnte noch sehr lange fortfahren, aber was wir haben, ist recht eindeutig die Endphase eines sozialistischen Experiments.
Man hat es diesmal mit einer Art „Sozialismus im Kapitalismus“ versucht, also Privateigentum beibehalten, aber effektiv überall, wo man bestimmte Ergebnisse haben will, durch Steuern und Subventionen eingreifen. Das übergeordnete Ziel, dem sich alle individuellen Entscheidungen nach Maßgabe der Avantgarde unterzuordnen hat, ist diesmal der „Klimaschutz“.
Natürlich ist das weit entfernt von der Utopie des „echten“ Sozialismus‘, aber das liegt halt daran, dass Sozialismus nicht funktioniert. Am Ende kommt immer ein totalitärer Staat dabei raus, der pleite ist.
Nur eigenartig, dass ausschließlich die Vermögenden und Besserverdiener von diesem angeblichen „Sozialismus“ profitieren.
Sozialismus hilft immer nur den Reichen. Scheinbar wird der Glaube über die Ökonomie gestellt. So werden Verantwortlichkeiten verschleiert und Vermögenswerte verschoben. Die Moskauer Bankiers haben erhebliche Summen in die Bolschewiken investiert.
„Sozialismus hilft immer nur den Reichen.“
Ich bin in einem Land, das den Anspruch hatte, den Sozialismus aufzubauen, geboren und aufgewachsen. Reich wurde ich in diesem Land nicht, aber auch nicht in die Armut gestoßen.
Die Möglichkeiten, die dieser Sozialismus mir bot, habe ich in Anspruch genommen, z. B. die kostenlose Bildung bis einschließlich Studium und medizinische Betreuung.
Ich wurde zwar, weil ich mich mit meiner Meinung nie zurückhielt, argwöhnisch beäugt, von den eigenen Genossen sogar mit Strafe belegt, von den (Un-)Sicherheitsorganen während eines achtstündigen Verhörs der Konterrevolution beschuldigt, auch ein Agent des BND zu sein.
Deshalb kann ich Ihrer Behauptung nicht zustimmen.
Daher meine Frage: welchen Sozialismus meinen Sie, der nur den Reichen helfen soll? Der real existierende Sozialismus kann unmöglich gemeint sein.
In deinem Kopf vielleicht. Der einzige Unternehmer, der in dieser Hinsicht von Historikern immer wieder genannt wird, ist der russische Textilunternehmer Sawwa Morosow, der mit Gorki befreundet war und zeitweise die russischen Sozialdemokraten (= Menschewiki und Bolschewiki) finanziell unterstützte. Der starb allerdings bereits im Jahre 1905 im französischen Cannes an einer Kugel (vermutlich Selbstmord).
Morosow war ein Gegner des zaristischen Absolutismus und wollte zu Beginn der russ. Revolution 1905 mit einer Erklärung für die streikenden Arbeiter an die Öffentlichkeit gehen (wurde ihm von seiner Mutter verboten; Text ist überliefert).
Werter Herr Wannsieder,
belügen Sie sich da nicht selbst und vor allem andere, wenn Sie von „ökosozialistisch geprägter Wirtschaft unter staatlicher Lenkung“ sprechen.
Welcher Kanzler und welche Bundesminister seit Gründung der Bundesrepublik Deutschland war „ökosozialistisch“ (und die ehemalige DDR lassen wir mal hinter der ehemaligen Mauer):
Angela Merkel, Andreas Scheuer, Gerhard Schröder, Gerhard Stoltenberg, Guido Westerwelle, Hans-Dietrich Genscher, Helmut Brandt, Helmut Schmidt, Hermann Höcherl, Jens Spahn, Julia Klöckner, Jürgen Möllemann, Karl-Theodor zu Guttenberg, Katherina Reiche, Konrad Adenauer, Kurt Kiesinger, Manfred Kanther, Otto Graf Lambsdorff, Peter Altmaier, Peter Ramsauer, Rainer Brüderle, Ronald Pofalla, Theodor Waigel, Ursula von der Leyen, Walter Scheel, Wolfgang Schäuble oder meinen Sie etwa Olaf den großen Schweiger, der die SPD ganz klein gemacht hat?
Wenn man ganz weit rechts bei den Sozialdarwinisten steht, dann wird die BRD seit 1949 von „Ökosozialisten“ regiert.
Nur zur Erinnerung: Gerhard Schröder, das ist der Typ von der „SPD“, der stolz darauf war, mit Hartz IV in Deutschland den größten Niedriglohnsektor Europas geschaffen zu haben. Ist das „ökosozialistisch“ oder haben Sie das schon wieder vergessen? Warum sind viele Deutsche so vergesslich? 1945 hatten auch viele vergessen, dass sie 1933 den bislang größten deutschen Terroristen aller Zeiten gewählt hatten.
Und Helmut Kohl, das ist der „Ökosozialist“ von der CDU, in dessen Amtszeit der Mehrwertsteuersatz von 13 auf 16 Prozent erhöht wurde, damit auch die faulen Normalverdiener, die faulen Geringverdiener, die faulen Obdachlosen und alle anderen Faulenzer etwas davon haben, aber die Vermögensteuer für Multimillionäre und Multimilliardäre aka „Leistungsträger“ wurde abgeschafft. Oder zahlen Obdachlose keine Mehrwertsteuer?
Aus Ihrer Sicht ist auch wahrscheinlich auch Ludwig Erhard von der CDU für Sie ein „Ökosozialist“? Ludwig Erhard, von 1949 bis 1963 Bundesminister für Wirtschaft der Bundesrepublik Deutschland, schrieb in den 1950er Jahren: „So wollte ich jeden Zweifel beseitigt wissen, daß ich die Verwirklichung einer Wirtschaftsverfassung anstrebe, die immer weitere und breitere Schichten unseres Volkes zu Wohlstand zu führen vermag. Am Ausgangspunkt stand der Wunsch, über eine breitgeschichtete Massenkaufkraft die alte konservative soziale Struktur endgültig zu überwinden. Diese überkommene Hierarchie war auf der einen Seite durch eine dünne Oberschicht, welche sich jeden Konsum leisten konnte, wie andererseits durch eine quantitativ sehr breite Unterschicht mit unzureichender Kaufkraft gekennzeichnet.“
Die schlimmsten Ideologen sind diejenigen, die anderen Ideologie vorwerfen.
gez.
Dr. Joe Göppels
Historiker, Mathematiker, Volkswirt, Steuerberater, Germanist, Satiriker, Sprachwissenschaftler, Ideologie- und Propagandaforscher
Ich beschreibe Eigenschaften des Systems, Sie ergehen sich in Kategorisierung von Personen. Das hat nichts miteinander zu tun, sofern man kein Anhänger eines Führerkults ist.
Was für ein Irrsinn. Wo strebt die CxU irgendeine öko oder sozialistische Politik an?
Solch ein wirree Geschafel ist nun wirklich jenseit von Realität oder irgendeiner Faktizität.
Welche Gartenzwetg-Niveau in wirtschaftspolitischen Diskussionen hier nur herrscht.
Wo Herr Flassbeck Recht hat, da hat er Recht.
Was hat man denn in den Merkel-Jahren vom Titel Exportweltmeister gehabt? Mehr Lohn jedenfalls nicht. Deshalb jetzt auch keine Rente und die Nachbarländer in der Währungsunion hat man obendrein noch ruiniert.
Und die ganze Lohndrückerei, nur für den kurzfristigen Profit von Wenigen.
@Trux
Was ist eigentlich aus diesen Plänen von Merz und Klingbeil geworden?
„Germany pushes for ‚two-speed‘ Europe with new bloc of six leading economies
Summary“
„Germany proposes ‚two-speed EU‘ to enhance decision-makingKlingbeil invites France, Poland, Spain, Italy, NetherlandsPlan includes capital markets union, defence, raw materials“
https://www.reuters.com/world/china/german-french-ministers-aim-boost-eu-competitiveness-with-new-format-2026-01-27/
> Was hat man denn in den Merkel-Jahren vom Titel Exportweltmeister gehabt?
Sprudelnde Gewinne der exportierenden Unternehmen, durch die zusätzlichen Marktanteile, die Flassbeck im Artikel anspricht. Die Unternehmen und die für die arbeitenden Medien waren begeistert.
Deswegen stellt sich auch bis heute kein SPDler gegen diesen Kurs. Schlechte Presse bedeutet, schlechte Karriere. Sollen es doch andere versuchen, die sich zum Bärentöten geboren fühlen.
Flassbeck zeigt regelmäßig das die meisten deutsche Ökonomen völlig ideologisiert und idiotisiert sind.
Das Flassbeck bei den meisten seiner Einwürfe völlig recht hat
— das versteht sofort jeder der die Grundlagen der Geldtheorie verständen hat
(Geldtherorie ist eigentlich viel zu „hochtrabend“ formuliert — besser wäre „logik des Geldsystems“)
Hier ein Video dazu das auf sehr einfachen Erklärungen 90% des Gesamten Geldsystemes fü alle Erklärt die Null Vorwissen mitneheme — eine Erklärung für alle auch ohne jede höhere Bildung.
(Tatsächlich ist das Geldsystem so einfach — es könnte leicht Realschulstoff sein).
https://www.youtube.com/watch?v=yCfq4QtH7kQ
(Bitte ansehen — es sind nur einfache Grundlagen — aber ohne diese kann man keiner VWL Diskussion folgen)
Aber auch Flassbeck ist nicht frei von Irrtümern.
Das ist auch schon fast zwingend so — denn Ökonomen der VWL beschäftigen sich mit der Gesamtrechnung …
… aber nicht mit der technischen und physikalischen Realität welche dieser zugrund-liegt.
Eine ergänzende Anmerkungen:
Der Fachkräfte-Mangel ist real und er ist EXTREM !!! zumindest im Bereich Elektrotechnik und Software.
Ökonomen wie Flassbeck sehen ihn vielleicht nicht weil sie die Effekte nicht zuordnen.
Die technische Realität ist:
Das der Entwicklungsaufwand völlig EXPLODIERT und das immer weiter und immer schneller
Ein Vergleich:
Elektro-Motor / BLDC 1970 — Null Software
Elektro-Motor / BLDC 1990 — 8-bit Microcontroler mit 30 Seiten Datenblatt.
Elektro-Motor / BLDC oder Servo heute:
— 32 bit Microcontroller mit 4000-Seiten Datenblatt und x-10-tausend Seite Application-Notes
— Mehr Rechenleistung als ein 1990er PC
— x -10 tausend Lines of Code
— Es sind praktisch unbegrenzt Algrorithmen implementierbar, jede noch so abgefahrene Regelung, Beobachter Kallmanfilter.
— ein €5,- Mikrocontoller heute hat mehr Rechenleistung als der Freuerleitrechner der Patriot-Rakenabwehr 1990
— ein einfacher Elektromotor der das ausnutzt hat mehr Mathematik als Algorithemn in Software implemnetiert als der
der Freuerleitrechner der Patriot-Rakenabwehr 1990
— Busprotokolle sind heute so komplex das jeder Motor-Sensor sondwas – Hersteller diese zukauft, zukaufen muss.
Und ein Motor sind ein „einfaches“ Produkt.
Nachrichten-Technik ist heuto so komplex das es in Deutschland nichteinmal genug Fachleute gäbe für nur ein einziges großes Unternehmen in diesem Bereich zu halten.
Um Zahlen zu nennen:
Bei Huawei arbeiten 100-tausend Ingeneure, Software-Entwicklung etc. in der Forschung und Entwicklung.
— In Deutschland gibt es ca. 150-tausend Elektrotechnik-Ingeneure und nur ein kleiner Teil davon hatte wärend des Studiums auf Nachrichtentechnik vertieft.
Dieser EXTRME HARDCORE-HAMMER – GIGA-Fachkräfte-Magel in Deutschland eigentlich in der ganzen EU ist der Grund für den Verlusst ganzer Technologie-Felder.
– Nachrichtentechnik gibt es nocht Nokia-Networks — aber es führen die Firmen aus China wie Huawei.
– Autonomes Fahren — sind wir völlig abgeschlagen es gibt 3 Firmen in den USA und Yandex in Russland und sicher einige Chinesen die ich nicht auf dem „Schirm“ habe.
– Ki derzeit oft LLMs — kommt aus den USA und China
Und jeder Verlust dieser Fähigkeiten schlägt durch auf Produkte welche diese enthalten und das werden immer und immer mehr.
Der Fachkäftemangel ist so extrem das er Deutschland zum „Technologie-Museum“ verfallen läst.
Mit Dieselmotor-Austellung, leider sehr verfallener Museumsbahn usw.
Fachkräfte- Mangel? Wir bilden 50% eines Geburtsjahrganges an Hochschulen aus. Wir sind Weltmeister in der Produktion von Genderwissenschaftlern und sonstigen Geschwätz“Wissenschaften“ . MINT – Fächer haben immer weniger Interessenten. Junge Menschen werden an die Hochschulen gedrängt, obwohl sie bei weitem nicht studierfähig sind. Das Abitur wird heute jedem/ jeder hinterhergeworfen, der seinen Namen freihändig und im ersten Anlauf schreiben kann. Wir haben keinen Fachkräftemangel. Wir haben einen Mangel an Intelligenz!
Btr. Zitat:
„MINT – Fächer haben immer weniger Interessenten. Junge Menschen werden an die Hochschulen gedrängt, obwohl sie bei weitem nicht studierfähig sind.“
Das ist das Problem oder zumindest ein Teil davon,
Studium absolviet bedeutet nicht Fachkraft.
Die deutsche Industrie brauch eigentlich mehrere 100-tausend Software-Entwickler, Ingeneure und Physiker mehr als sie heute hat.
Aber nicht 100-tausende „Diplom-Kapelmeister“, Bachelos of Gender-Studies, Soziologen usw.
Das sind alles keine Fachkräfte sondern „studierte Taxifahrer“ und „Hilfskelner“.
Was sich sehe ist das die Änderungen welche die Wirtschaft im 21-Jahrunder mit sich bringt wenige verstanden oder ignoriert wird.
Die Automatisierung „explodiert“ so wie der Entwicklungsaufwand auch.
„Moderne“ Podukte bestehen gemessen am nötigen Investment immer mehr aus Entwickung, Entwicklungsaufwand und Entwickklungskosten.
— aber immer weniger aus Produktionsaufwand und Kosten.
Die „wertvollsten“ Firmen heute die aus „Kundensicht“ Hardware herstellen haben gar keine Produktion.
Nvidia z.B. — das ist „nur“ Design nur „Kown-How sprich 10-tausende hochqualifizierte Experten.
Herr Flassbeck schreibt sehr richtig: Wenn die Unternehmen Fachkräfte brauchen, dann sollen sie welche ausbilden. Das machen aber immer weniger Firmen.
Und zum Elektromotor-Beispiel: für 99% der Einsatzfälle würde ein trivialer Motor ohne oder mit minimaler Steuerung ausreichen. Nennt sich KISS-Prinzip. Keep it simple and stupid. Dann kann man die hochqualifizierten spezialisierten Leute nämlich da einsetzen, wo es wirklich notwendig ist.
Ich weiss nicht, ob in Deutschland tatsächlich Fachkräftemangel herrscht.
Mir jedenfalls scheint eher, dass es in Deutschland einen erheblichen Teil an Fachkräften mit der falschen Ausbldung hat – ich denke da an Messerkünstler, Geldsammler (von Sozial-Leistungen), Beamte, Akademiker und dergleichen Nutzlosen mehr. Alle diese genannten Fachkräfte tragen bestenfalls nichts bei zur Wirtschaft Deutschlands, im Regelfall schaden sie sogar.
Ein weiteres Problem dürfte sein, dass man als Fachkraft zwar ein gutes Salär, viel Verantwortung, aber auch extrem hohe Steuerlasten hat, sodass am Ende nur ein kleines Salär mit immer noch grosser Verantwortung übrigbleibt. Das ist demotivierend und dürfte ein Grund für eine gewisse Abwanderung von Fachkräften sein.
Aber gewiss ist es auch so, dass das marode und ideologisierte Ausbildungs-System Deutschlands nicht besonders geeignet ist, zukünftige Fachkräfte bereitzustellen, und es dann doch bereitstellt, versickert grossteils in nutzlosen akadademischen Wegen, nebst dem Fakt, dass die viel zu hohe Akademisierung dem Land ebenfalls nichts nutzt.
Und der Import der Fachkräfte scheitert ja ebenfalls – zwar kommen viele Fachkräfte, aber die Falschen – siehe die eingangs erwähnten hochqualifizierten Messerkünstler, die man aber mangels genügend Kenntnis der menschlichen Anatomie trotz bester Messerführung nicht als Chirurgen, sondern halt, wie zu sehen, nur als Terminatoren verwenden kann.
@ Enrico um 11 Uhr 08 : Es gibt in der Tat KEINEN Fachkräftemangel, sondern abertausende Kräfte, die in Instituten, Organisationen, Vereinen, ngO, usw. „arbeiten“ aber NICHTS produzieren als unnütze papers für die Schubladen. … Umschulen in Pflegeberufe, Lehrer, LKW-Fahrer und Erntehelfer usw !
„Nachrichten-Technik ist heuto so komplex das es in Deutschland nichteinmal genug Fachleute gäbe für nur ein einziges großes Unternehmen in diesem Bereich zu halten.“
Wer so was national denkt zeigt nur seine Inkompetenz über technische und wirtschaftliche Zusammenhänge.
Fachkräftemangel extrem? Quatsch.
IT- Absolventen gehen massenhaft in die Arbeitslosigkeit – keine Stellenangebote. KI wird’s ja richten.
Wenn die Industrie „Fachkräftemangel“ schreit, dann meint sie damit: wir haben jetzt Bedarf für eine Stelle, die genau eine ganz spezielle firmenspezifische Aufgabe ausführen soll. Leider finden wir niemanden, der bei dieser Aufgabe mindestens 10 Jahre Berufserfahrung mitbringt. Wir selbst werden solche Leute für unsere Firma NICHT ausbilden, weil das Kosten verursacht und es für uns ökonomisch vorteilhafter ist, wenn der Kandidat diese Ausbildung in einer anderen Firma erhalten hat und wir ihn dort abwerben können. (Da die anderen Firmen das wissen, bilden sie natürlich auch nicht mehr aus).
Habe mal vor einigen Jahren ein Angebot für eine Fachkraftstelle erhalten und nachrecherchiert. In der Datenbank der AfA waren 10 solche freien Stellen mit ähnlicher Qualifikation ausgeschrieben (also brennender Fachkräftemangel…), weitere Recherche ergab, daß alle diese 10 Angebote auf einen einzigen Arbeitsplatz bezogen waren – und selbst der stellte sich als Fake heraus, weil es um eine firmeninterne Umsetzung ging.
Danke, Herr Flassbeck.
Ja, es stimmt. Die SPD von heute ist ihr rechter Flügel von gestern. Der hatte nie eine (eigene) Politik, man hatte immer nur eine vage Idee von „Pragmatismus“ und „Vernünftigkeit“, die sich am Mainstream der Wirtschaftspresse orientiert haben, aber ohne Kenntnis oder auch nur Interesse an Zusammenhängen. Und das tut sie heute auch noch. Und das wird sie weiter tun, so lange, wie sie existiert. Also nicht mehr so lange.
Die CDU behauptet wirtschaftspolitische Kompetenz und versteht darunter, die Interessen der Lobbyverbände in Gesetzestexte zu giessen, mit den ein oder anderen Abweichungen, weil es noch ein paar Schmerzgrenzen bei der ein oder anderen Wählergruppe geht.
Die AfD steht schon in den Startlöchern, mit ihr wird der Sozialkahlschlag dann staatlich autoriät abgesichert. Damit nun ja kein Mensch mehr auf die Idee kommt, das System insgesamt ändern zu wollen.
Politik ohne Sinn und Verstand eben. Die Resultate kann man sehen. Ich kann nicht genug essen, wie ich kotzen möchte.
@NoComment
Wir stecken wirklich in dem Dilemma zwischen Pest und Cholera.
Die rechtsextreme AFD a’la Milei, Peter Thiel, Elon Musk, Vance und Curtis Yarvin (der mal äusserte die Unterschichten zu Biodiesel verarbeiten zu wollen) oder mit SPD, CDU/CSU, GRÜNE, „LINKE“ und FDP in den Krieg zu ziehen.
Was bleibt für Leute die beides nicht wollen?
Ich sehe da nur noch schwarz!
Da muss ich zustimmen. Links ist heute woke, klassischerweise war Links sozial.
> Die ganze Linke hat sich zum Beispiel auf diese absolut lächerliche Formel eingelassen, sie lautet: Wir haben einen eklatanten Fachkräftemangel.
Das war das Vehikel um den Flüchtlingszustrom zu begründen. Dazu hat man sich dann einfach am Firmen Sprech bedient. Wenn es einen Fachkräftemangel gibt dann weil die Bildung in D unter aller Sau ist. Da wäre der richtige Punkt gewesen zu reagieren. Nur auch da haben wir die Flüchtlingsproblematik, ein Tabuthema für die Linke.
Schon seit Jahrzehnten sinkt das Niveau in deutschen Schulen (oder besser wird abgesenkt), weil man die lieben Kleinen nicht überfordern darf. Jetzt ist das Problem dazugekommen, daß sehr viele der Schüler gar kein deutsch beherrschen. Da geht dann natürlich gar nichts mehr. Auch deutsche Kinder sind mit längeren Texten und Gedankengängen überfordert. Tja bleibt also nur doch Idiocracy (wie im gleichnamigen Film) angeleitet von sogenannter künstlicher Intelligenz. Früher war auch die Zukunft schöner. 🙁
Warum haben wir eigentlich den ganzen Bildungssektor Linken überlassen? Politisch ausgewogen ist dieser Bereich wirklich nicht. Und auch noch ziemlich dämliche linke Bildungspolitiker, weil in der DDR oder UdSSR war abgesehen von den Fächern die den Marxismus-Leninismus berührten die Bildung wirklich gut.
@Patient0: „Links ist heute woke, klassischerweise war Links sozial.“
Wie sich die Zeiten ändern. Ursprünglich war links Klassenkampf, daraus wurde dann „sozial“ mit der Bedeutung von „wohltätig“, und heute hat sich dazu woke gesellt. Was wohl als nächstes folgt?
Meiner Meinung nach ist es vergebliche Mühe, diese Spur noch weiter zu verfolgen, man landet im Labyrinth der Phrasen.
> Ursprünglich war links Klassenkampf,
Das stimmt, allerdings mit dem Ziel die sozialen Verhältnisse zu verbessern. Sagt bereits Marx.
> Meiner Meinung nach ist es vergebliche Mühe, diese Spur noch weiter zu verfolgen, man landet im Labyrinth der Phrasen.
Ich finde schon das es Sinn macht herauszufinden was mit Links passiert ist und warum.
Geht ja darum wenn man wählt.
Was ist der Unterschied zwischen BSW links und Linke links, zB.
Makroökonomie – hä?
Gerade jetzt, wo der Blackrock-Kanzler mit seinen diversen Fähnleins sich über alle Fronten hinweg mit seinen drei Dutzend Weltverbesserungs-Reformen durchsetzen konnte. Von totaler Kapitulation der Pöstchenjäger-Sozen bis hin zu ‚alles doch nur Kinkerlitzchen‘ ist alles dabei. ist aber sicher, so wie früher vor Heiligabend die Kinder ihren Wunschzettel vors eisblumenbedeckte Fenster legen konnten, mit der Hoffnung, dass … scheint sich heuer so manche ‚Klientel‘ daran erinnert zu haben. Und was durften sie jetzt nicht alles – zumindest ankündigungsweise – für sich in die Scheuer einfahren. Lachhaft, von der First-day-Krankmeldung – wohl bekomm’s bei der nächsten Plandemie, die Schlangen vor den Arztpraxen – da waren die Demos ‚Omas gegen rechts‘ Dreck(sarbeiten) gegen. Oder ganz zuletzt gut versteckt, das Weihnachtspräsent an die Wohnungskonzerne – von Von**** bis …. – die Nachtmar der Enteignung für immer entsorgt!. Die Reichensteuer – aber die haben die Sozen doch hochgebeamt auf fast 50%? Na ja, aber nur weil sie am anderen Ende der Reichen-Fahnenstange den Steuersatz für Minijobber ums Anderthalbfache hochgesetzt haben. Aber klar, Letztere haben ja nichts zu befürchten, Vermögensteuer – nada, Erbschaftssteuer brauchen sie auch nicht zu befürchten, da muß ja noch darüber sinniert werden. Und so weiter und so fort … Unsere Zukkkunft also in sicheren Händen!
Überhaupt, was soll das Gemähre jetzt mit der und über die Makroökonomie hier auf Overton? Wo doch gerade ein gewisser Roberte De Lapuente sich auf fremden Gelände – Manova – über Marx und sein ‚Kapital‘ glaubte nur noch lustig machen zu können? Wenigstens braucht er sich so des Kalauers „Marx ist die Theorie und Murcks die Praxis!“ nicht mehr zu bedienen. Bin gespannt, was noch alles so kommen wird an Bücklingen und Kratzfüssen an die täglich aufquellende Schar von Werbekunden. Den ein oder anderen Beitrag in der ‚Dauer-Werbesendung‘ wird es doch hoffentlich noch geben können?
Danke für den Hinweis zu Manova. Dass sich dort De Lapuente „über Marx und sein ‚Kapital‘ glaubte nur noch lustig machen zu können“ konnte ich da jedoch nicht entdecken. Vielmehr eine Kritik an den „Linken“, denen Marx vollkommen unverständlich ist, die sich aber trotzdem auf ihn berufen. Hier unmissverständlich aus dem Artikel:
Die KPCh hat des ollen Marx sein Kapital gelesen und offenbar besser verstanden, als heutige Linke im goldenen Westen. Die den Ton hier auf der Linken Seite angeben scheinen mir auch nicht allzuviel nachzudenken und eher gefühlig zu reagieren statt zu analysieren. Deswegen auch immer Gerede von Gerechtigkeit ohne das wirklich zu definieren was Gerechtigkeit sein soll, oder daß jeder mit abweichender Meinung gleich Nazi und wiedergeborener Hitler ist. Andere Meinungen wollen sie sich auch gar nicht anhören und „canceln“. Alles außerhalb des eigenen Rudels ist Feind.
Das spielt natürlich den Kapitalisten in die Hände weil sich solche unvernünftig gefühlig handelnde Mädchen natürlich leicht manipulieren lassen.
Keine Partei kann die Miserie beenden, der Kapitalismus endet immer in einer schlimmen Barbarei oder in einen grausamen Krieg. Schuld ist das Profitgesetz. Selbst der vor kurzem hochgerechnete Billionär ist noch nicht zufrieden und will mehr. Auf einer endlichen ERDE ist nunmal kein unendliches Wachstum möglich. Die Menschheit kommt doch heute schon an die Grenzen der Ressourcen. Wir schmeißen wertvolle Rohstoffe weg oder verbrennen sie, weil der Müll nicht anständig recycled wird.
Jutta Ditfurth sagte man in einer Fernsehrunde, wo diese noch nicht reine Propagandasendungen der Herrschenden waren und noch einige Abweichler geduldet waren, dass eine Partei nur dann regieren darf, wenn sie auf dem Boden des kapitalistischen Systems steht und zu hundert Prozent die NATO befürwortet. Krisen und Kriege gehören zum Kapitalismus wie der Hundekot zu den Hunden.
Wenn 2 rechte Reaktionäre,
– die beide als Kapitalstandortprediger ihr Brot verdienen (der eine ordentlich bestallt mit Brief und Siegel, der andere als stichwortgebende Unedelfeder)
– von denen einer dem bräsigen Wirtsvolk regelmäßig irreführend als linker Volkswirt vorstellig gemacht wird,
– den nationalen Kapitalismus gesundbeten wollen und
– für dieses hehre Ziel die Linke, die sie meinen, in eklatanter Weise als wachstumsfeindlich abstempeln.
Bei so viel einträchtig-politikberatendem Standortnationalismus gerät die „soziale Gerechtigkeit“ , die sich nichts Schöneres als mehrwertgetriebene „Vollbeschäftigung“ vorstellen kann, glatt ins Schwärmen.
Und neben der Linken, die die 2 rechten Reaktionäre meinen, freuen sich darüber auch die ganz große Koalition und Rainer Dulger vom Arbeitgeberverband ein Loch in den Bauch.
„– von denen einer dem bräsigen Wirtsvolk regelmäßig irreführend als linker Volkswirt vorstellig gemacht wird, …“
Was ist an Heiner Flassbecks Ausführungen rechts, erkläre mal. Das ist eines der Grundprobleme der (echten) Linken, die wollen immer Alles oder Nichts. Und so bekommen sie – Nichts.
Fast überall richtig, nur nicht beim Euro. Der war eben die französische Bedingung für die Wiedervereinigung und damit unumgänglich. Aber was, wenn wir noch die D-Mark hätten? Das wäre eine absolute Hartwährung, die den Exportwahn behindern würde. Diese riesigen Handelsüberschüsse wurden nicht trotz, sondern durch den Euro erzielt.
Natürlich hat Flassbeck recht, wenn er feststellt, dass die Zeiten des Exportweltmeisters vorbei sind. Wegen Trump, wegen China, weil die Resteuropäer nicht mehr mitspielen. Dass dies durch erhöhten Binnenkonsum aufgefangen werden könnte, ist ebenfalls richtig. Das müsste die Position der Linken sein. Aber sie marschieren bei denen mit, die soeben eine weitere Lohndrückerrunde beschlossen haben. Um nochmals den Export anzuheizen. Wahnsinn.
Natürlich spielt hier auch die Eneriewende eine Rolle. Wir müssen doch Überschüsse erzielen, um unsere Öl-, Gas- und Kohlerechnung zu bezahlen, hieß es immer. Damals richtig, aber man kann diesen Posten auf null fahren. Hat die Linke das erkannt? Im Unterbewußtsein. Kein verlässlicher Partner der Energiewende.
Freilich, Flassbeck argumentiert immer nur innerhalb des bestehenden Systems, worauf ich mich eingelassen habe. Indes, mein Vorstellungshorizont endet dort nicht.
„… Indes, mein Vorstellungshorizont endet dort nicht.“
Nun, meiner auch nicht und auch der einer Sahra Wagenknecht nicht. Aber es wäre wichtig, dass das mal wenigstens soweit in der Bevölkerung ankommt. Irgendwo gelesen, 78% der Deutschen glauben tatsächlich, dass dass der Kahlschlag beim Sozialen notwendig ist, natürlich nicht bei ihnen selbst. Propaganda und Bildungsnotstand lassen grüßen.
Was wären denn die wirtschaftlichen und politischen Folgen, wenn der „Posten“ – so wie Sie es sagen – auf Null gefahren würde und weder Öl noch Gas und Kohle importiert würden? Die Deindustrialisierung würde sich dramatisch beschleunigen, noch mehr Industrieunternehmen würden ihre Produktionsstätten nach China oder die USA verlagern und viele Zulieferer vermutlich dichtmachen. Das Resultat Ihres Vorschlages wären ein ökonomischer Kollaps und eine beispiellose gesellschaftliche Katastrophe. Um es mit John McEnroe zu sagen: „You can´t be serious!“
Flassbeck ist, wie praktisch immer, zuzustimmen.
Aber was wäre eine linke Position, die vieles von dem, was er sich wünscht, vereinen könnte? Wie wäre es mit der folgenden politischen Forderung: Eine Familie (wie immer man diese heute definiert, ist ein anderes Thema) muss mit in Summe einer Vollzeitbeschäftigung (max. 40 h/Woche), egal, wie bzw. ob diese untereinander aufgeteilt wird oder nicht, ein glückliches Leben führen können. Dazu gehört, eine zukunftsfrohe Sicht auf das Leben haben zu können. Es bedeutet, man erzielt auf diese Art ein Einkommen, um wohnen, erziehen, konsumieren, pflegen, sich erholen und sich später zur Ruhe setzen zu können. Diese Forderung versteht jeder. Sehr viele erinnern sich auch noch an diese Realität, die sie als Erwachsener oder Kind so erlebt haben. Mit diesem Bild und dieser Vorstellung kann man die hierfür notwendigen, auch volkswirtschaftlichen, politischen Veränderungen angehen und vor allem kommunizieren. Es ist besser, mittels der selbst geschaffenen Produktivität gerecht und volkswirtschaftlich sinnvoll entlohnt zu werden, als sich Transferleistungen von wechselnden Mehrheiten in Parlamenten zu erbitten bzw. zu erbetteln. Wirtschaftliche Unabhängigkeit dieser Art ermöglicht gleichzeitig, in geringerer Abhängigkeit vom Staat zu leben, vor allem bezüglich Betreuung, Bildung und Ausbildung des eigenen Nachwuchses. Dies wäre kein Schritt zurück, sondern mehrere nach vorne. Viele politische Probleme aus verschiedensten Bereichen würden damit gar nicht erst entstehen bzw. wären bereits gelöst.
Ja, die Menschen sollten auf eigenen Beinen stehen können.
Das würde die Politik aber entmachten. Sowohl linke als auch rechte Politiker verteilen gerne Almosen an ihre jeweiligen Freunde. Wenn diese Almosen gar nicht mehr verteilt werden, braucht man die Verteiler letztlich auch nciht mehr. Das bedeutete letztlich Machtverlust für die Politik. Also geht das eigentlich nur gegen dir Politik. Tja, nur wie?
Was Flassbeck und Wessis nicht verstehen erläutert Albert Rech im Netz, hier Kurzform: Durch den Verzicht auf Profit war es in der DDR auch nicht mehr nötig durch unnötige Innovation oder Investition dem tendenziellen Fall der Profitrate zu bekämpfen. So konnte der Trabant über Jahre unverändert auf den gleichen Produktionsmitteln produziert und an den Konsumenten geliefert werden, während sich die Automobilindustrie im Westen sinnlose Konkurrenzkämpfe geliefert hat.
Momentan gibt es einen Prototyp für einen hochmodernen Elektro- Trabbi, könnte zum gleichen Euro- Preis wie seinerzeit der DDR- Trabbi in Ostmark angeboten werden. Ein modernes preiswertes einfaches Elektroauto wieder für Jahrzehnte gedacht aus Zwickau mit dem Namen Trabant will der Westen aber nicht. Lieber wird das VW- Werk in Zwickau geschlossen. Kapitalismus pur mit Hass was alles an die DDR erinnert. SPD/Grüne/Linke waren und sind eben keine Linken, die buckeln lieber beim Kapital um selber etwas von den Profiten abzubekommen. Jetzt sagen diese Linken sogar, wer nicht Vollzeit arbeitet für das Kapital kann ausgebeutet werden und begeistern sich an die hohe Abgaben auf Minijobs die sie mit einführen wollen.
„Was Flassbeck und Wessis nicht verstehen erläutert Albert Rech im Netz, hier Kurzform: Durch den Verzicht auf Profit war es in der DDR auch nicht mehr nötig durch unnötige Innovation oder Investition dem tendenziellen Fall der Profitrate zu bekämpfen. …“
Dies scheint mir so nicht richtig zu sein. Das Grundübel war imho die Planwirtschaft. Es gab, um beim Auto zu bleiben, durchaus interessante Entwicklungen, die dann aber nicht gebaut wurden, weil „von Oben“ nicht gewünscht. Auch der Erfolg der Carl-Zeiss-Stiftung erzählt das Gegenteil. 1889 von Ernst Abbe gegründet, ist sie seither sehr erfolgreich – ohne Profitstreben. Sie zählt seither zu den herausragenden Unternehmen im optischen Bereich. Welches profitorientierte Unternehmen kann für sich behaupten, seit fast 140 Jahren zu den führenden Unternehmen einer Branche zu zählen?
Der Trabant Nachfolger wurde nicht in dir Produktion gegeben, weil das ZK nicht die dafür nötigen Investitionen tätigen wollte wegen der Mangelwirtschaft. Das als Vermeidung unnötige Innovation schönzureden ist ganz schön lächerlich. Es war ja festgestellt worden das der P601 nicht mehr genügte weshalb der P610 entwickelt worden war. Wenn Oskar so eine Wirtschaft gut findet kann er ja nach Nordkorea gehen. Dort läuft das noch immer so. Und die alten Ostberliner U-Bahnzüge fahren auch immer noch in Pjöngjang.
Das Bruttosozialprodukt der DDR war in den 70ern höher als in Grossbritannien, habe ich zumindest in der Schule gelernt (West).
„Mangelwirtschaft“ hat auch (nicht nur ) mit der recht kleinen Bevölkerung, konvertierbarer Währung und dem Fehlen von Kolonialstrukturen zu tun, nicht nur mit Planwirtschaft die heute „kybernetisch“ und mit der Erfahrung aus einem Jahrhundert auch anders performen würde (zumal jedes Unternehmen Planwirtschaft betreibt und betreiben muss, selbst ein Hinterhoftataoostudio).
Dass die alten SBahnzüge in Berlin auch nach der Wende noch liefen zeigt eigentlich wir gut die Qualität vor hundert Jahren war.
Die Idee, ständig alles durch neuen Müll zu ersetzen hat Dir vermutlich die Konsumpropaganda ins Ohr gesetzt.
Man sollte nicht übersehen, dass die Wirtschaft der DDR zentral geleitet wurde. Zwei solcher zentralen Bestimmer sollen für den BND gearbeitet haben, andere für andere westliche Dienste (BND- Chef Kinkel). Die haben eben anstatt in die Wirtschaft zu investieren z.B. lieber in ihre privaten Pools investiert und sich diese komplett mit Devisen aus dem NSW eingekauft, ging denn die und anderes wurde eben als dringender Verteidigungsbedarf deklariert. Denke das von solchen „Genossen“ auch vieles absichtlich fehlgeleitet wurde. Gier gab es auch bei manch oberen DDR- „Genossen“. Für eine zentral gesteuerten Wirtschaft aber katastrophal, wenn dann z.B. zig Millionen für sinnlose Roboter aus den USA ausgegeben werden anstatt in notwendige Technologien zu investieren. Und bei Robotron hat man durch falschen Ehrgeiz den Westen die Tür für gute Einblicke geöffnet.
Von einer Mangelwirtschaft habe ich persönlich aber nichts in der DDR gespürt. Man musste sich eben nur drehen können, so wie im Westen um Karriere zu machen. Von langlebigen Konsumgütern bin ich Fan, Mein Panasonic-TV funktioniert schon viele Jahre. Mein Telementor von Zeiss Jena schon 55 Jahre und wird heute noch nachgefragt. Warum nicht auch langlebige Autos?
Immer wieder erstaunlich, wie viele eine Meinung zu, Interpretation von und fundiertes Wissen über rinks/lechts haben.
Je nach aktueller Markt/Lage oder persönlicher Interpretation kann die eigentliche Bedeutung entsprechend angepasst und auf links/rechts gedreht werden.
(NDS/23.6.26/Was ist heute links?)
„..Zwar gab es in den letzten Jahren viele unterschiedliche, teils skurrile Antworten auf die Frage, was linke Politik sei, aber in der Praxis, im Alltag ist die Antwort ganz einfach. Linke Politik ist es, den Ärmeren zu helfen und denen Bildungs- und Aufstiegschancen zu sichern, die nicht aus wohlhabenden Verhältnissen kommen. Zudem gehört die Ablehnung von Krieg und Waffengewalt immer zur DNA linker Politik, da sie die Wahrung der Menschenwürde in den Mittelpunkt stellen muss…“
Rechts=konservativ erfüllt seine Aufgabe nach wie vor mit Begeisterung und sich potenzierenden Erfolgen für die eigene Klientel, während links längst falsch abgebogen und spurlos verschwunden ist.
So schwer zu verstehen ist es doch nun wirklich nicht!
„Immer wieder erstaunlich, wie viele eine Meinung zu, Interpretation von und fundiertes Wissen über rinks/lechts haben.“
Ideologen und Religioten sind immer an einer strengen Auslegung ihres Glaubens interessiert.
„Ideologen und Religioten sind immer an einer strengen Auslegung ihres Glaubens interessiert.“
Was insbesondere für die Wirtschaftsliberalen gilt.
Für die heutige Linke stellt sich die Frage besserer oder schlechterer Kapitalismus nicht. Kapitalismus muss weg. Die Frage nach einer Alternative können sie aber auch nicht beantworten. Deshalb propagieren sie das Schlaffenlandsystem, den Reichen einfach nehmen, z. B. dem Billiardär Musk, der ja eine halbe Billarde gut entbehren könnte. Aber letztlich liefe es wieder auf die Steuererhöhung für Besserverdienende hinaus, zu denen dann jeder gehört, der ein Gehalt hat.
Das Gegenteil betreibt die Aktuelle Politik. Sie gibt der Reichen und subventioniert die Globokonzerne um ihre Wahnideen schneller durchzusetzen. Man könne auch warten, bin sich das Preis-Leistungsverhältnis von den fossilen Energien zu Gunsten der „Umweltenergien“ verschiebt, so dass die Menschen von alleine umrüsten und entsprechen investieren. Und mit der CO² Steuer würgt man konventionelle Industrien ab.
Das kommt daher, dass es im Kabinett es keinen einzigen Wirtschaftswissenschaftler gibt, ja keinen einzigen Merz inklusiv. Es wimmelt von Juristen, Politik und Sozialwissenschaftlern, Verwaltungsbeamten, Kommunikationswissenschafter usw. Alle Ministerien außer Jura (natürlich) sind fachfremd besetzt, z. B. Dorothee Bär – Forschung, Technologie und Raumfahrt. Beruf: Politikwissenschaft / Kommunikationswissenschaft. Früher gab es den Begriff „Fachidiot“ Wie soll man diese Leute ohne Fach bezeichnen, Von dieser Regierung ist absolut nichts qualifiziertes zu erwarten. Diese Bande glaubt Wohlstand zu erlangen, indem sie den Krieg gegen Russland gewinnt und Plündern kann.
Ich habe den Eindruck, Flassbeck sympathisiert mit der Nationalökonomie, bei der Wettbewerb noch der Hebung des Wohlstandes diente, und man die Produkte im eigenen Land produzierte, die man da produzieren konnte, und Export betrieb um fossile Energien und seltene Erden, Reis, Bananen und Kokosnüsse usw, zu importieren. Die Produkte unterlagen nicht einem internationalen Wettbewerb sondern einem nationalen, und waren meist besser und haltbarer, als der Billigramsch heutzutage, eben made in gemany. Es hatte auch jeder Arbeit. 1970 gab es 148.846, ich wiederhole, damit keiner glaubt, ich hätte mich verschrieben, 148.846 Arbeitslose. Das kann der Kapitalismus, wenn er gut reguliert wird.
„… Das kann der Kapitalismus, wenn er gut reguliert wird.“
Einen „gut regulierten Kapitalismus“ kann es auf Dauer nicht geben, er wird sich, mit zunehmender wirtschaftlicher Macht der Konzerne immer von den politischen „Fesseln“ befreien.
„Wirtschaftliche Macht kann nicht kontrolliert werden, sie muss verhindert werden.“
Walter Eucken
In China hat der Kapitalismus es bisher nicht geschafft sich „von den politischen „Fesseln“ zu befreien“.
„Wirtschaftliche Macht kann nicht kontrolliert werden, sie muss verhindert werden.“
Walter Eucken
Danke, das ist schon mal eine sehr grundlegene Erkenntnis!
Schade nur das diese nie umgesetzt werden konnte… (Auch von Herrn Flassbeck nicht).
Die scheint der Fehler wohl im System zu liegen.. 🙄
Mfg Makrovir
Mfg Makrovir
„Für die heutige Linke stellt sich die Frage besserer oder schlechterer Kapitalismus nicht. Kapitalismus muss weg.“ – Wen oder was wollen Sie hier verga….. und vera….?
1. wäre das verfassungswidrig.
2. Wo sind diese „Linken“, die das fordern?
3. Wie viele sind das?
4. Wie viele „Linke“ sagen, dass man einem Billionär alles wegnehmen muss? (Auch das wäre verfassungswidrig.)
5. Ist man aus Ihrer Sicht schon links, wenn man die Frage stellt, wie reich Herr Musk noch werden muss(k), damit in den USA keine Odachlosen mehr auf der Straße verrecken und wie reich der reichste Deutsche in Deutschland noch werden muss, damit jeder eine bezahlbare Wohnung findet? JA ODER NEIN?
6. Zitat: „Aber letztlich liefe es wieder auf die Steuererhöhung für Besserverdienende hinaus, zu denen dann jeder gehört, der ein Gehalt hat.“ Jetzt kommen wir dem „Tor“ schon näher, das dieser „Wächter“ bewacht. Dieser Wächter selektiert am Tor nach GEHALT und NICHTGEHALT.
Alle MIT einem Gehalt dürfen rein und alle OHNE Gehalt (Obdachlose, Arbeitslose, Kranke, Kriegsversehrte, Witwen, Witwer, Waisen, Behinderte, Rentner usw.) müssen draußen VOR dem Tor bleiben.
Der Torwächter lässt aber auch alle durch das Tor, die kein Gehalt sondern über LEISTUNGSLOSE EINKÜNFTE aus Vermietung&Verpachtung, Kapital und/oder der Spekulation mit Immobilien/Grundstücken usw. verfügen. Wer also zum Beispiel 2016 ein Grundstück für 15 Millionen Euro gekauft hat und es 2026 für 30 Millionen Euro verkauft, den lässt der Wächter durch das Tor.
Durch das Tor dürfen auch diejenigen, die in einem Jahr mehr DIVIDENDE kassieren als ein Busfahrer oder ein Altenpfleger, wenn er 1.000 Jahre lang arbeiten würde. Aber vielleicht weiß der Wächter nicht, was Dividenden sind. Dividenden sind leistungslose Einkünfte aus KAPITAL, mit „arbeiten“ und „Gehalt“ hat das nicht viel zu tun.
Das heilige Tor der Marktwirtschaft durchschreiten dürfen auch die Erben, die mehr Vermögen ERBEN als ein Dachdecker, wenn er 5.000 Jahre lang Dachdecken würde, keinen Cent von seinem Gehalt ausgeben und sein gesamtes Gehalt sparen würde. In der Theorie neoklassischer Ökonomen ist das prinzipiell möglich, biologisch wird das mit den 5.000 Jahren etwas schwierig.
Für den Wächter macht es auch keinen Unterschied, ob jemand arbeitet und netto ein Monatsgehalt von 2.000 Euro oder 20.000 Euro oder 200.000 Euro oder 2.000.000 Euro oder 20.000.000 oder 200.000.000 Euro/Dollar bekommt. Wie wird man sonst Billionär? Wer Monat für Monat für Monat für Monat usw. 2.000 Euro sparen würde, der hätte (ohne Zinsen und ohne Berücksichtigung von Inflation) nach 50 Jahren lediglich 1,2 Mio. = 1.200.000 Euro zusammengespart. 1,2 Mio. Euro sind von einer Billion Euro weiter entfernt als der Mond von der Erde. Eine Billion Euro sind 1.000.000.000.000 Euro.
Fragen über Fragen, die in diesem „demokratischen und sozialen Bundesstaat“ wie es im Art. 20 Grundgesetz von 1949 heißt, nicht gestellt geschweige denn beantwortet werden.
Habe ich Recht, Hauser? – Sie haben Recht, Kienzle.
Vier von drei Deutschen können nicht rechnen,
der 5. kappiert den Witz nicht,
der 6. ist von CDU/CSU und sagt, auch der Altenpfleger kann Milliardär werden, wenn er die Ärmel hochkrempelt,
der 7. ist AfDler sagt: das ist mir doch egal, wenn Obdach- und Arbeitslose, Behinderte usw. auf der Straße verhungern,
der 8. ist von der SPD und bestellt schon mal einen Platz auf dem Friedhof,
der 9. ist ein Grünling und sagt: der Russe ist schuld daran, der ist zu viel Fleisch und zu wenig Bio-Gemüse,
der 10. ist ein Liberaler und verwechselt Liberalismus mit Neoliberalismus und Libertarismus,
der 11. ist ein Pseudo-Linker und sagt: wir müssen mehr gendern, dann werden alle reich,
der 12. ist ein Sonstiger und sagt: „Ick kann janich so viel fressen, wie ick kotzen möchte!“
Wann ist man links, wann ist man rechts und man gehört man zur bürgerlich-konservativen Mitte?
Tatsache ist: Seit 1949 werden wir in Deutschland von den Parteien und Politikern „der Mitte“ regiert, es sei denn, man bezeichnet den ehemaligen SPD-Bundeskanzler Willy Brandt, der einmal „mehr Demokratie wagen“ wollte und der 1970 vor einem Mahnmal im ehemaligen Warschauer Ghetto auf die Knie gefallen ist, als „links“. Aber das ist sehr lange her.
Tatsache ist auch: 2008 hat ein gewisser Friedrich Merz, (ehemaliger) Manager von Black Rock, Mitglied der „christlich-demokratischen“ Union und Eigentümer zweier Privatflugzeuge, ein kleines Buch geschrieben mit dem Titel: Mehr Kapitalismus wagen: Wege zu einer gerechten Gesellschaft“. 2026 ist dieser Friedrich Merz der amtierende Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland und macht genau das, er macht Deutschland noch kapitalistischer.
Was an der realen Einkommens- und Vermögensverteilung in diesem „demokratischen und sozialen Bundesstaat“ wie es im Grundgesetz von 1949 heißt, ist allerdings „sozial“ bzw. „gerecht“, wenn im letzten Winter 2025/26 allein in Hamburg 20 bis 30 Obdachlose auf der Straße erfroren oder im Kankenhaus gestorben sind – so genau weiß das keiner, weil es fast niemanden in diesem angeblich immer noch „christlichen“ Land interessiert – und es auf der anderen Seite in diesem „sozialen“ Deutschland Aktionäre gibt, die in einem einzigen Jahr 600 Millionen Euro Dividende für ihre schwere, harte und anstrengende Tätigkeit kassieren. Sie müssen nämlich der Abteilung Buchhaltung ihre (neue) Kontonummer mitteilen oder mitteilen, dass sich die Kontonummer nicht geändert hat und die Kontonummer des Vorjahres ist.
Das Vermögen des reichsten Deutschen wird inzwischen auf mehr als 50 Milliarden Euro geschätzt, das sind 50.000 Millionen. Manche Bürger verdienen in ihrem gesamten Leben, wenn sie 40 oder 45 Jahre arbeiten, nicht einmal eine Million Euro. Aber das reicht immer noch nicht, dieser arme „Superreiche“ muss noch reicher werden, damit er sich nicht bei der Tafel anstellen muss, weil das Geld nicht zum Essen und für die Miete reicht.
Und dann kommen die woken Pseudo-Linken und veganen Grünlinge, gendern und schwenken mit regenbogenfarbenen Fahnen, weil Gendern wichtiger ist als die soziale Frage. Zuweilen drängt sich der Verdacht auf, viele Pseudo-Linke glauben tatsächlich, dass Gendern einer alleinerziehenden „Reiniungsfachkraft (m/w/d)“, formerly known as „Putzfrau“, dabei hilft, eine bezahlbare Wohnung zu finden, weil diese Pseudo-Linken das volkwirtschaftliche Denken und Nachdenken verlernt oder nie gelernt haben. GENDERN SCHAFFT KEINE WOHNUNGEN UND SCHON GAR KEINE BEZAHLBAREN WOHNUNGEN!
Zutreffend ist die Aussage, dass es in Deutschland 2026 fast keine Volkswirtschaftler aka Makroökonomen mehr gibt. Ausnahmen wie Herr Flassbeck, Fabio De Masi, Albrecht Müller oder Christian Kreiß bestätigen die Regel. Von denen hört man aber im medialen und politischen Volksverdummngs-Mainstream nur sehr wenig. Da muss man schon gezielt danach suchen.
Die Mainstream-Ökonomen von 2026 sind Bischöfe der „Heiligen Marktwirtschaft“. Sie predigen Verzicht für die Arbeitslosen, die Behinderten, die Kranken, die Rentner, die Gering- und Normalverdiener und Steuerentlastungen für die Reichen und Superreichen. Wenn man die Reichen und milliardenschweren Superreichen bei der Einkommen-, der Erbschafts- und Vermögensteuer entlastet, die Löhne, die Sozialhilfe, die Renten usw. senkt und die Unter-/Mittelschicht bei den indirekten Steuern/Abgaben (Mehrwertsteuer, Stromsteuer, Mineralölsteuer usw.) belastet, dann wächst die Wirtschaft und es fallen auch ein paar Cent für die ganz Armen, die Obdachlosen unter der Brücke, ab. Das ist keine Ökonomie, das ist Voodoo. Das ist keine Wirtschaftswissenschaft und schon gar keine Wissenschaft von der Volkswirtschaft, das ist Religionswissenschaft. Der Gott dieser Religion heißt „Kapitalismus“, gepriesen sei sein Name. Die Eltern des Kapitalismus sind Geld und Gier. Der „Heilige Geist“ ist kein Geist sondern ökonomische Volksverdummung.
Aber wir brauchen volkswirtschaftliche Idioten, sonst merken immer mehr Bürger, dass die „freie Marktwirtschaft“ eine Religion ist. (Das haben viele „Linke“ noch nicht kapiert.)
Im Zentrum linker Politik muss die soziale Frage stehen. Wer diese Frage nicht stellt und nur gendert oder rund um die Uhr von Wokismus schwafelt, der ist kein Linker, sondern ein Rechter oder Konservativer der „bürgerlichen Mitte“, die von Willy Brandt (1970) bist 2026 immer weiter nach rechts gewandert ist bis zur „Brandmauer“. Diese Brandmauer zwischen CDU und AfD wird irgendwann fallen und dann wird sich zeigen, dass die AfD ökonomisch und sozial Fleisch vom Fleische der CDU ist.
Und da stellt sich auch die demokratische Frage: Was an diesem dirty operating system ist „demokratisch“, wenn ein Drittel der Bürgerinnen und Bürger nicht mehr wählt, weil sie sagen: Es ist egal, was ich wähle, für mich verbessert sich ökonomisch und sozial nichts. Das Gegenteil ist der Fall, für mich wird es immer schlechter. Die einzige größere Oppositionspartei, die es in diesem „demokratischen und sozialen Bundesstaat“ gibt, wurde 2025 nicht in den Deutschen Bundestag gewählt, weil sie von den bürgerlich-konservativen Journalisten der radikalen Mitte mit Dreck beworfen wurden. Das wird man ja nochmal sagen dürfen in der „besten Demokratie, die wir Deutschland jemals hatten“. Morgen oder übermorgen darf man es vielleicht nicht mehr sagen, denn die Rechten und die Bürgerlich-Konservativen der „Mitte“ wollen nicht, dass über Vermögenskontration und die Schere zwischen Arm und Superreich geedet wird, und die Pseudo-Linke kapieren es nicht oder wollen das nicht kapieren.
Diese Pseudo-Linken finden es ungerecht, wenn eine Frau bei gleicher Qualifikation/Berufserfahrung weniger verdient als ein Mann, aber sie haben kein Problem damit, dass ein Aktionär in einem Jahr fürs Nichtstun mehr Dividende kassiert als eine Putzfrau, wenn sie 10.000 Jahre lang arbeiten würde.
„Zutreffend ist die Aussage, dass es in Deutschland 2026 fast keine Volkswirtschaftler aka Makroökonomen mehr gibt. Ausnahmen wie Herr Flassbeck, Fabio De Masi, Albrecht Müller oder Christian Kreiß …“
Sahra Wagenknecht hast du vergessen. Dabei hat sie ein Wirtschaftssystem entwickelt, das die Nachteile des Kapitalismus und auch des einstmals real existierenden Sozialismus hinter sich lassen sollte. Beschreibt sie in ihren Büchern „Freiheit statt Kapitalismus“ und „Reichtum ohne Gier“. Im Wahlprogramm des BSW sind vorsichtige Ansätze zu finden, die in diese Richtung weißen. Auf A…zon sind gute Rezensionen dazu zu finden und hier eine Buchbesprechung aus einer Zeit, in der ÖRR noch halbwegs brauchbar war.
https://www.sr-mediathek.de/index.php?seite=7&id=924&pnr=&tbl=pf
Im Bundestag gibt es Ökonomen. Alice Weidel ist die prominenteste. Grok: „Zusammengefasst: Ja, sie passt sehr gut ins Profil „prominente Ökonomin im Bundestag“. Sie ist deutlich sichtbarer und einflussreicher als die meisten anderen wirtschaftswissenschaftlich ausgebildeten Abgeordneten.“
Es ist irgendwie anheimelnd und es stimmt nostalgisch, hier noch einmal einen Vertreter der klassischen sozialdemokratischen Linken zu hören, also einen aus der Zeit vor Schröder.
Einen richtigen Sozi und keinen woken Verirrten von heute.
Ja, auch ich war damals ein Anhänger von Lafontaine und seinen Bemühungen, die zeitgeistige Deregulierung zu begrenzen. Ebenso hoffte ich, dass Parteimitglieder wie Ottmar Schreiner mehr würden bewirken könnten.
Konnten sie aber nicht.
—
Nun muss man allerdings im Nachhinein zugeben, dass die neoliberalen Deregulierungen damals beinahe schon mit der Kraft einer Naturgewalt über Deutschland schwappten und dass ein Begrenzen oder gar Verhindern derselben angesichts der realen Machtverhältnisse vermutlich chancenlos und rein theoretisch geblieben wäre.
Unter Berücksichtigung dessen war Schröders Politik des Lohndrückens für Deutschland und auch für deutsche Arbeitnehmer vorteilhaft, denn die Alternative wären ja Entlassungen gewesen – egal, ob wegen Betriebsschließung oder -verlagerung.
Dass seine Politik damit aber gleichzeitig der alten klassischen SPD sozusagen den Todesstoß versetzte, ist auch wahr. Die Wut auf die „Agenda 2010“ als das letzte Aufheulen der waidwunden Partei.
Was wir seither haben, hat nur noch wenig mit der alten SPD zu tun.
Im Grunde gibt es in der BRD drei verschiedene Parteien mit dem Namen SPD:
a) die SPD vor Godesberg (1945 – 59)
d) die klassische reformerische SPD (1959 – 2003)
c) die neoliberal-globalistische SPD von heute (ab 2003)
—
Zurück zu Herrn Flassbeck:
Obwohl ich seine Ausführungen in weiten Teilen bedenkenswert und teils auch okay finde, erscheint es mir doch reichlich kurios und völlig unverständlich, dass er eine absichtliche Senkung der Lohnkosten (in seinen Worten ein „Drücken der Löhne“) sozusagen als unfaire Maßnahme betrachtet.
Exakt das ist doch marktwirtschaftliche Freiheit und Vernunft, dass man versucht, die eigenen Kosten zu minimierten, um Wettbewerbsvorteile zu erringen. Das Wort „Betrügen“ ist in diesem Zusammenhang wirklich völlig unpassend und geradezu aberwitzig.
Flassbeck scheint der Meinung zu sein, dass die einzelnen Mitgliedsländer innerhalb der EU bzw. der Währungsunion gar nicht mehr an sich selbst denken dürfen. Das ist aber natürlich abwegig und insbesondere völlig unrealistisch, da es ja ALLE so machen. Und einen EU-Superstaat haben wir ja zum Glück nicht!!
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Ansonsten noch:
Herr Flassbeck bestreitet, dass es einen Fachkräftemangel gibt.
Hmm?
Dann denkt er wohl, dass diese viele Schildchen mit dem Inhalt „Suche Mitarbeiter“ bloß ein Spaß sind????
Da irrt er!!!
Naja seit Jahrzehnten wird von Arbeitgeberseite geheult es gäbe einen Fachkräftemangel. Aus Arbeitgeber Sicht heißt das es gibt nicht viel zu viele Bewerber für die zu besetzenden Stellen, die man gegeneinander ausspielen und so den Lohn drücken kann. Daran denkt Herr Flassbeck wohl. Ein Stück weit stimmt das auch. Es verlassen ja jedes Jahr tausende deutsche Fachkräfte das Land, weil es woanders sichb esser lebt und mehr Lohn gibt.
Wie andere weiter oben schon ausführten gibt es aber auch tatsächlich einen Mangel. Betriebe suchen handeringend ausbildungsbefähigte Lehrlinge. Heutige Schulabgänger sind aber oft zu doof. Selbst dreißigjährige sind zu doof. Meine Schwiegermutter will gerade Omas Häuschen verkaufen und da kommen Leute an die noch nicht einmal die Finanzierung geklärt hatten. Als professioneller Versicherungsmakler.
Oder im Moment streite ich mich mit meinem Stromversorger herum, weil dir dort zu doof sind korrekt abzurechnen. Und das sind nur zwei Beispiele. Irgendwie verblödet das Land und nichts funktioniert mehr.
Von daher hat Flassbeck recht und auch gleichzeitig nicht. Vielleicht hat er diese Probleme nicht in seinem Alltag?
Mit der festsitzenden Ideologie des Liberalismus musste der Neo-Liberalismus quasi mit Naturgewalt über Deutschland hereinbrechen. Bis auf China hat er ja auch die gesamte Welt erfasst. Inzwischen bestimmt der Finanzkapitalismus das Weltgeschehen, der Industrie-Kapitalismus hat das Nachsehen. Ich denke, die Finanzen sind der Strick, an dem er sich letztlich aufhängt.
Sehr geehrter Herr Wirth,
Flassbeck würde wohl (m.E. zu Recht) antworten, daß Sie hier die betriebs- mit der volkswirtschaftlichen Perspektive vermengen: Unternehmen müssen und sollen ihre Wettbewerbsfähigkeit verbessern, wozu auch (aber nicht nur) der Blick auf die Lohnkostenseite gehört, ein Staat allerdings, der sich mit anderen Staaten in einer Währungsunion zusammengeschlossen hat, sollte – um keinen unfreundlichen Akt gegen die Unionspartner zu begehen und sich auf deren Kosten (und auf Kosten der eigenen Lohnarbeiterklasse) Vorteile zu verschaffen – keine politischen Maßnahmen ergreifen, die zu einer „inneren Abwertung“ führen.
Ein anderer Aspekt ist selbstverständlich, ob eine Währungsunion, in der sehr viele ökonomische weit unterschiedlich entwickelte Staaten sich eine Währung teilen (und es nur einen Zinsatz gibt), eine sinnvolle Sache ist (bei Lichte betrachtet ist es eine Schnapsidee).
Es freut mich außerordentlich, dass Heiner sein Interview nach drei Wochen des Wartens nun endlich veröffentlicht bekommen hat. Vielleicht gibt es dann hier auch wieder etwas mehr Licht.
https://www.relevante-oekonomik.com/2026/07/02/apollo-news-es-werde-licht-aber-nur-genau-da-unten-rechts-wo-wir-es-haben-wollen/
Wenn Flassbeck Makroökonomie sagt, meint er einfach Keynesianismus. Wer kein Keynesianer ist, verstehe eben nichts von Ökonomie, das ist sein Credo. Seine Rezepte laufen auf den versunkenen Fordismus hinaus, extremer Paternalismus und Lohnarbeit, Lohnarbeit, Lohnarbeit. Der „gezähmte“ Kapitalismus eben. Dass die gesellschaftlichen und sozialen Bedingungen für den Fordismus nicht mehr gegeben sind, will er nicht akzeptieren. In Wien kann man seine Ökonomie-Orientierung so zusammenfassen: a orbeit muas sei und a ruhr muas sei,
@ KR:
Er iss halt Sozialdemokrat. Manche sagen Spezialdemokrat. Flassbeck kann auch nicht aus seiner Haut. Mit Marxismus hat er nichts am Hut, er möchte den Kapitalismus lebenswerter machen. Das ist lustig. Also holt er anderen Spezialdemokraten aus der Kiste, diesen Herrn Lafontaine. Auch so einer, der nur oberflächlich etwas ändern möchte – wie seine Angetraute, die sich bei dem BSW rumtreibt -. Flassbeck weiß eines genau: alles was er rausposaunt ist für die arbeitende – um kurz seine Partei zu zitieren, hart arbeitende – Bevölkerung, natürlich von großem Vorteil, im Gegensatz zu diesem neoliberalen Rotz. Aber er möchte auf keinen Fall den Kapitalismus in Frage stellen. Also…… man kann den Artikel als Sozialist vergessen. Blödsinn.
Immer interessant was man unter links und rechts zu verstehen hat, ohne das definiert wird, wie politisch links und rechts eigentlich definiert wird. In diesen links versus rechts Duktus kann man bekanntlich sehr viel hinein interpretieren ohne zu erläutern wer die Adressaten der Ansprache nun sind. Ansonsten hat dieses Interview keinen besonderen erweiterten Erkenntnisgewinn.
Alles was aktuell zu sehen ist und auch zu spüren , ging von der Entwicklung Finanzindustrie aus.
China war das einzige Land, das dieser Grenzen gesetzt hat ,um vor allem Produktion echter Waren besser schützen zu können.
Da Merz als echter Vertreter dieser hier noch Kanzler wurde, war klar was auch hier kommen muss.
Egal was Sie tun, solange Finanzindustrie schalten und walten kann wie Sie will, wird es nur noch bergab gehen mit realen Produktionen. Auch Demokratische Grundwerte werden genau dadurch zunehmend zerstört..
Was also soll ich mich aufregen, solange alle meinen, andere Partei oder auch Spitzenpolitiker könnten an den Folgen daran etwas ändern. o(
Flassbeck glaubt immer noch, das mit Warenproduktion Gewinne gemacht werden können, die die Zinsen der Geldmengenvermehrung übertreffen und so den zu verteilenden Wohlstand mehren.
Das ist ein sehr naiver Glaube. Die im fiktiven Kapital der Anleihemärkte, verbrieften Derivate und intransparenten Sc hattenbank Equity erreichten Summen, die Zinsen oder Verkaufsgewinne erwarten, übersteigen inzwischen das 7 fache Volumen der mit Immobilien, Rohstoffen und Produktionsmitteln besicherten Werte global, und da soll die kapitalistische Warenproduktion zur ( halluzinierten) Bedarfsbefriedigung genug Marge machen um die Zins und Gewinnhoffnung des 7 fachen zu erfüllen?
Welcher vernunftbegabte Mensch soll das glauben? Flassbeck ist gedanklich raus, kann den entscheidenden Gedanken nicht denken, weil er dann zugeben muss, das der Kapuitalismus definitiv vor seiner finalen Implosion steht.
aber das muss er ja auch nicht, sein Vermögen wir wohl noch reichen um zu überleben, wenn andere schon hoffen von dem Licht in ihrem ansonsten leeren Kühlschrank satt zu werden
Klar, das der reaktionäre Verfasser am liebsten die Linke tot sehen möchte,
Das bekundet er ja auch allseits immer wieder und der Flassbeck hatte sowieso immer nur ausschließlich kapitalistisch geprägte Wirtschaftsordnungen im Sinn.
Darüber stritt ich schon in den 80ern im KOZ Bockenheim mit ihm.
Klar, wenn man der deutschen Kaufkraft aufhülfe, würde das die deutsche Wirtschaft ein wenig anschieben. Aber nur ein wenig – was allerdings nicht dagegen spricht -, denn diese ist seit langem stark vom Export abhängig und der wird kaum zunehmen, wenn die Lohnkosten steigen und die Energiekosten weiterhin relativ zur Konkurrenz hoch bleiben. Den Fachkräftemangel – früher schlicht Arbeitskräftemangel – gibt es in gewissen Branchen durchaus. Es ist eine Tatsache, dass mehr Leute in Rente gehen, als nachkommen und das wird noch ein Jahrzehnt so bleiben. Dazu kommt, dass Einwanderung tendenziell abgeklemmt wird und neuerdings das Militär wieder Arbeitskraft abzieht. Dagegen die 5 Millionen in Stellung zu bringen, die sozialstaatlich über Wasser gehalten werden, ist Unsinn. Bei den meisten dieser Leute gibts objektive Gründe, die eine Eingliederung in den Arbeitsmarkt mindestens sehr erschweren, wenn nicht verunmöglichen.
Das von der Merz-Regierung Beschlossene verdankt sich nicht einer makroökonomischen Blindheit, sondern liegt schlicht in der Logik des Kapitals, das mit dem Vehikel Neoliberalismus die Machtverhältnisse zu seinen Gunsten verschoben hat und sie weiter verschiebt. Was durchaus auch, wie schon öfter bemerkt, eine defenisve Komponente hat. Denn ganz offensichtlich ist das kapitalistische System längst wieder in der Krise, was Flassbeck obstinat ausblendet. Es gibt global ein massives Ungleichgewicht zwischen Produktionskapazität und Kaufkraft, was sich als Überproduktionskrise und mehr noch als steigende Arbeitslosigkeit manifestiert. Allein die chinesische Industrie ist heute in der Lage die Hälfte oder vielleicht mehr der Erdbevölkerung mit Konsumgütern zu versorgen. Die deutsche Krise hat einige hausgemachte Gründe, entsteht aber primär aus der global wirksamen Aporie, jedes Jahr weiter rationalisieren und gleichzeitig mehr produzieren zu müssen. Es versteht sich doch von selbst, dass da irgendwann Grenzen erreicht sind. Grenzen, ein Begriff, den der passionierte Kapitalist nur als zu übersteigende kennt.
Die neoliberale Ideologie hat sich in den bürgerlichen Parlamenten komplett durchgesetzt. In anderen Worten – es gibt keine Linke mehr. Eine Partei, die neoliberales Wirtschaften positiv sieht, ist keine linke. Wie jemand im Jahre des Herrn 2026 die SPD oder die Grünen als linke Parteien ansprechen kann, entzieht sich meinem Vorstellungsvermögen. Und auch ‚die Linke‘ ist bloss eine irreführende Eigenbezeichnung, vielleicht mit Ausnahme ganz weniger Mitglieder.
Zu den weiter oben von @Heribert Wannsieder geäußerten Gedanken:
Natürlich hat er recht mit der schlichten Tatsachenfeststellung, dass wir heute in Wirtschaft und Gesellschaft zu erheblichen Teilen Merkmale haben, die sozialistisch sind: enorm hohe Staatsquote, eine staatliche Wirtschaftslenkung mit partieller Aufhebung von Angebot & Nachfrage – also kontrollierte Märkte, staatlich kontrollierte Erziehungsmedien, Einschränkung der Meinungsfreiheit und Propagierung von neuen gesellschaftlichen Zielen & Utopien, die teils vollkommen dem gesunden Menschenverstand widersprechen.
Gleichzeitig haben allerdings auch seine Kritiker recht, wenn sie darauf verweisen, dass nach wie vor das Große Geld bestimmt und führt. Auch kann ja überhaupt keine Rede davon sein, dass klassisch-linke Positionen aus der Arbeiterbewegung heute eine nennenswerte Bedeutung hätten.
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Der scheinbare Widerspruch löst sich auf, wenn man einige neue Entwicklungen begreift:
1. Sozialismus muss keineswegs immer links sein.
Es ist durchaus möglich ein Gesellschaftssystem zu haben, dass nicht altlinke Ideale/Werte/Ziele vertritt, aber gleichzeitig in äußerlicher Hinsicht sozialistisch erscheint – eben im Hinblick auf die eingangs genannten Dinge (z.B. Staatsquote, Wirtschaftslenkung, Erziehungsmedien).
2. Wir haben derzeit ein kapitalistisch-sozialistisches Mischsystem.
Dieses hat sich nach 2000 im Westen herausgebildet, weil die neoliberale Rechte und die 1990 besiegte Linke sich – ohne formelle Absprachen – auf eine Art unheiliger Allianz geeinigt haben, bei der jeder Seite ein Teil vom Kuchen zufällt: der Linken die Bereiche Kultur, Wissenschaft, Bildung sowie der Rechten die Wirtschaft im Großen.
3. Dass diese Neue Linke für Altlinke nicht mehr wirklich links bzw. altlinks ist,
ist nicht verwunderlich. Trotzdem ist die Neue Linke definitiv noch links, doch übt sie ihre „Wühlarbeit“ nicht mehr im Bereich von Wirtschaft/Arbeitsleben/Sozialstaat ausübt, sondern unter Orientierung an Gramsci auf anderen Feldern. Auf das Stellen der Systemfrage im Großen musste die Neue Linke indessen verzichten; das war und ist sozusagen die Grundbedingung des historischen Kompromisses!
4. Dieses Mischsystem hatte / hat für beide Seiten Vorteile:
Der – vermutlich doch nur vorübergehende – Waffenstillstand zwischen der Neuen Linken und der neoliberalen Rechten ermöglichte beiden Seiten eine relativ ungestörte Entfaltung und vermied ein kräfteraubenden Konflikt, der aus Sicht der Linken ohnehin nicht zu gewinnen gewesen wäre. Ein weiterer Vorteil bestand für beide Seiten darin, dass man zusammen den gemeinsamen Gegner bekämpfen und besiegen konnte, nämlich die konservativen Kräfte der Tradition und des Nationalstaats.
5. Ein stilles Ringen
Trotz des Waffenstillstands und der partiellen Zusammenarbeit haben wir es mit einem stillen Ringen zu tun. Unter Trump und Milei haben sich in Amerika explizit eher rechte Positionen durchgesetzt, während es der Neuen Linken in der EU gelungen ist, auch in die politische Sphäre und in höheren Ebenen einzudringen. Dies allerdings nach wie vor unter der Maßgabe, nie wirklich oder gar gewaltsam die Systemfrage zu stellen. Trotzdem ist im Zuge dessen der Anteil sozialistischer Merkmale inmitten einer prinzipiell kapitalistischen Gesellschaft immer größer geworden.
Nun für den „Sozialismus“ der Reichen untereinander gibt es aber schon einen haufen an Wörtern.
Wir nennen das Vetterwirtschaft oder auch Korruption oder aber auch Faschismus in der gesteigerten Form..
Kartelle und Hedge fonds kontrollieren die Märkte heute mehr denn je aber diese sind keine Sozialisten und auch nicht links. Leute wie Herr Trump machen sich ja gradezu einen Scherz daraus die Aktienmärkte nach Gutdünken zu manipulieren und damit Milliarden zu verdienen und mit Ihm die gesamte Blase der gruseligen Neocons. Ist das jetzt auch Sozialismus für Sie im Sinne von staatlich gelenkter Wirtschaft ?
Versuchen Sie also besser gar nicht erst eine Scheinlogik zu legitimieren die aus den PsyOp Labors des Pentagons stammt und die jetzt munter von der AFD weiterposaunt wird. Sowas kann meiner Meinung nach nur in einer geistigen Sackgasse enden. Sicherlich ist nicht jeder Patriot oder Patriotin automatisch ein Nazi aber wenn einen die Liebe zum eigenen Land dazu verleitet sich als „besser“ und „würdiger“ als die Menschen der restlichen Welt zu sehen, dann hat das mit Sozialismus nichts mehr zu tun. Die Nazis waren nun mal keine Sozialisten! Auch wenn sie Sozialismus im Namen trugen.
Genausowenig kann Ich in der AFD eine Alternative sehen auch wenn sie „Altenative“ im Namen trägt..
Und wo bitte besteht denn der Unterschied zwischen den „konservativen Kräfte der Tradition und des Nationalstaats“ und der neoliberalen Politik von heute ? Es waren doch genau die konservativen Parteien die diese Politik immer vorran gebracht haben. Die SPD hat dann immer laut gebrüllt und hinterher genau das umgesetzt was man vorher so lautstark kritisierte. Genau wie die Grünen und die Linke. Das nenn Ich aber verlogen und nicht links oder Sozialismus..
Die Deligitimierung der linken Parteien und der Politik im Sinne der Werktätigen wird von der SPD schon seit über hundert Jahren betrieben. Auch die „Linke“ hat durch Ihre Anbiederung an den Millitär Industriellen Komplex und ihre Abkehr von der traditionellen Friedenspolitik weiter an der Delegitimierung linker Politik mitgewirkt (Konterrevolutionäre nannte man solche Leute eigentlich immer). Die Grünen waren nie wirklich links (manche Leute vllt. ganz am Anfang) aber man sagt es ihnen heute noch nach..
Das macht deren Bullshit aber noch nicht zu „linker“ Politik, das macht nur die Politiker und Politikerinnen der Linken und der sogenannten linken Parteien zu Verrätern und Verräterinnen der Arbeiterklasse. Ganauso wie die Grünen mit Ihrem Klimawahn alles dafür getan haben den Umweltschutz als Ganzes in ein schlechtes Licht zu rücken..
Mfg Makrovir
@Makrovir
Ich habe nicht den Eindruck, dass Sie meinen Beitrag aufmerksam gelesen haben und in Gänze verarbeitet haben.
Im Wesentlichen mokieren Sie sich lediglich darüber, dass ich den bei Linken geheiligten Begriff „Sozialismus“ etwas anders definiere, und zwar nicht so sehr im Hinblick auf die Ziele/Ideale/Werte, sondern auf das äußere Erscheinungsbild.
Über Definitionen kann man aber nicht debattieren.
Die übrigen Aussagen meines Beitrags werden Sie schwerlich widerlegen können.
„Über Definitionen kann man aber nicht debattieren.“
Doch wenn diese Definitionen vom allgemein gebraüchlichen Standards und Definitionen abweichen, dann kann und sollte man diese Deabttieren..
Welchen Sinn bringt es wenn Ich Schwarz zu Weiß umdefiniere und die 5 zur 7..
Außer Verwirrung ?
Ich denke eine Linke die keine Systemfrage mehr stellt ist de facto keine Linke mehr sondern sie wird zum Apologeten für die kapitalistische Ordnung der sie unterliegt..
Ansonsten wünsche Ich noch einen schönen Sonntag.. 🙂
Mfg Makrovir
P.S
Mat 7,16