
War 2025 wirklich ein Jahr des Wahnsinns – oder lediglich die konsequente Fortsetzung einer Entwicklung, die längst begonnen hat?
In ihrem Buch »52 Wochen Wahnsinn« versammeln Michael Sailer und Franz Esser ihre satirischen Jahresrückblicke, die zunächst bei Radio München erschienen. Im Gespräch mit Roberto De Lapuente sprechen die beiden Autoren über den schmalen Grat zwischen Satire und Journalismus.
De Lapuente: Was bei Radio München Woche für Woche als satirischer Jahresrückblick auf Politik, Medien und Zeitgeschehen begann, liegt nun zwischen zwei Buchdeckeln vor: Welche Attribute außer »wahnsinnig« würdet Ihr dem verschiedenen Jahr denn verleihen wollen?
Sailer: Es war ein Jahr, das brav in der Parade seiner derzeitigen Artgenossen mitmarschiert ist. Damit ist es auch eines, das die Tendenz zur Parodie der Historie weiterführt: Man suche mal in Geschichtsbüchern das Jahr 1925 und Stichwörter wie »Syrien«, »Epidemie«, »Diktatur«, »Extremwetter« … ach ja, und »Mein Kampf«. Vielleicht hätten wir unser Buch »Unser Kampf« nennen sollen, aber beim derzeitigen Stand der deutschen Intelligenz hätte uns dieser Witz sicherlich zwei Bademäntel gekostet.
De Lapuente: Der Titel »52 Wochen Wahnsinn« suggeriert, dass das Jahr 2025 ein besonders verrücktes Jahr gewesen sein muss. War es denn verrückter als 2024, 2023, 2001 oder von mir aus auch 1987?
Esser: Tatsächlich war das Jahr 1987 für mich ein besonders verrücktes Jahr, da ich die Schule, die nun nachweislich nichts für mich war, drei Monate vor dem Abitur hinschmiss und ich ab da begann, in der Kleinkunstszene als Musiker und Kabarettist zu tingeln. Wann genau und mit welchem Ereignis in der Welt alles in Rutschen geriet, ob das die Sprengung der Türme des World Trade Centers war, das Ausrufen einer gefakten Pandemie oder die gezielte Zerstörung der Wirtschaft wegen eines bereits widerrufenen Klima-Notstandes – sicher ist: Es geht in eine Richtung und die Bordkapelle spielt mittlerweile sehr flott und laut.
Satiriker oder Journalist: »Man kann beides nicht mehr trennen«

De Lapuente: Wir leben natürlich auch in schnelllebigen Zeiten, unzählige Medien in verschiedensten Formaten buhlen um Aufmerksamkeit. Was ich sagen will: Ist denn die Definition des Wahnsinns, in dem wir leben, nicht auch ein Stück weit geprägt vom medialen Dauerbeschuss von allen Seiten?
Esser: Mein mittlerweile 98-jähriger Onkel, der abgesehen von ein paar Zipperlein verhältnismäßig fröhlich vor sich hinlebt, bekommt von den Dingen, die wir in unserem Buch beschreiben, nichts mit. Er hat das Glück, dass ihm die Pensionskasse eine polnische Pflegekraft bezahlt, die seinen Haushalt schmeißt, seine Mahlzeiten kocht, ihn mit dem Auto spazieren fährt und abends mit ihm Aufzeichnungen klassischer Konzerte auf dem Großbildfernseher anschaut. An Nachrichten, gleich aus welcher Ecke, ist der Mann seit Jahren nicht mehr interessiert, die Tageszeitung hat er ebenfalls vor geraumer Zeit abbestellt. Ich beneide den Mann, nicht nur seiner robusten Gesundheit wegen.
De Lapuente: Versteht Ihr Euch nun eher als Satiriker, als Journalisten oder als Chronisten?
Sailer: Ich war vermutlich zuerst Satiriker, dann Journalist, habe aber ungefähr vor 30 Jahren (mit dem Start meiner Kolumne »Belästigungen«) festgestellt, dass man beides nicht mehr trennen kann, ohne selber verrückt zu werden.
Esser: In einem englischsprachigen Wörterbuch las ich diese Definition: journalist – noun (originally) The keeper of a personal journal, who writes in it regularly. Das könnte ich glatt so stehen lassen. Als zertifizierter Atheist, der ich bin, liefere ich noch eine weitere Beschreibung, aus dem guten Buch nämlich. Da heißt es in der Apostelgeschichte 4.20: »Wir können es ja nicht lassen, dass wir nicht reden sollen, was wir gesehen und gehöret haben.« Was neun Jahre auf einer Klosterschule doch alles anrichten in einem Menschen …
De Lapuente: Ihr geht nicht zimperlich mit denen um, die 2025 zu einem Wahnsinnsjahr machten. Treibt euch der Gedanke der Aufklärung um – oder ganz banal der bloße Zorn?
Sailer: Ich fürchte, dass lässt sich nicht trennen. Der Ursprung der Aufklärung ist fast immer Zorn – auf die Dummheit. Die wiederum ist ein Grundzug des Homo sapiens – ich nehme mich da nicht aus – wie auch aller anderen Lebewesen. Sämtliche anderen Kreaturen scheinen jedoch bestrebt zu sein, sie zu verringern, während der Mensch eifrig und mit großem Erfolg das Gegenteil betreibt. Es geht also nicht ohne Zorn (der im Gegensatz zur Wut nicht banal, aber oft bloß – also nackt – ist). Und, lustigerweise, Gleichgültigkeit: Werden wir was erreichen?
»Zurzeit marschieren so gut wie alle sogenannten Satiriker im Gleichschritt zum Regimetrompetenklang«
De Lapuente: Wen würdet ihr als den Wahnsinnstyp 2025 krönen wollen?
Esser: Die Versuchung ist groß, hier ein Ranking der Pappkameraden, Marionetten und sonstigen Haubentaucher (ein wunderbares altes bayrisches Schimpfwort) zu erstellen. Vom großen Wolfgang Neuss stammt der schöne Spruch »Ich mache keine Witze über Kohl, ich lache gleich über ihn.« Der Wahnsinnstyp – nicht nur im Jahre 2025 – ist der, der den ganzen Wahnsinn mitkriegt und ihn klaglos erträgt. Das Problem sind demnach nicht die Leute, die auf den Bildschirmen zu sehen sind, es sind die Leute vor den Bildschirmen.
Sailer: Muss es einer sein? Ich schwanke zwischen Lauterbach und Kiesewetter. Ach nein, mir fallen gleich noch fünfzehn weitere ein … Sind die vielleicht ein Kollektivwesen? Im Sinne von Perry Rhodan: Eine »Super-Anti-Intelligenz« – nicht »ES« (wie dort und bei Freud), sondern »IT« wie in „Igitt“?
De Lapuente: Gab es Lichtblicke im letzten Jahr? Und sind sie es, mitten im Folgejahr 2026, immer noch?
Esser: Aus glücklichen Kindertagen, in denen wöchentlich die große Fernsehshow über den Schirm flimmerte, mal mit Kulenkampff, mal mit Thoelke, mal mit Rosenthal, ist die Erinnerung an den oft gezeigten chinesischen Tellertrick geblieben; der fernöstliche Artist versuchte, so viele Teller wie möglich auf biegsamen Bambus-Stangen zu balancieren. Wenn er sich zu viel zumutete, gab es auf dem Bühne Scherben und ein Mitleids-Appläuschen des Hallenpublikums. So ist es mit den großen Plänen der großen Männer (und ja, auch der großen Frauen). Sie wollen alles auf einmal: Totale Pandemien, totale digitale Überwachung, totalen Krieg, vor allem gegen die eigene Bevölkerung, vulgo das Nutzvieh. Das klingt alles sehr bedrohlich und erschreckend. Sieht man sich das Personal an, mit denen sie ihre sinistren Pläne durchzuführen gedenken, tritt stillvergnügte Heiterkeit an die Stelle, an der vormals die blanke Verzweiflung herrschte.
De Lapuente: Satire ist mittlerweile eine Kunstform, die sich in Agonie befindet. Habt Ihr noch Hoffnung für das Metier?
Sailer: Aber ja. Zurzeit marschieren so gut wie alle (vor 2020) sogenannten »Satiriker« im Gleichschritt zum Regimetrompetenklang. Aber der letzte Versuch, den menschlichen Witz dauerhaft durch konformistische Arschleckerei zu ersetzen, ging nach zwölf Jahren grandios und peinlich in den Graben. Wir müssen also noch sechs Jahre kriegstüchtiges Getröte ertragen und den dazugehörigen Krieg überleben. Dann wird man sich erinnern, wozu Satire gut ist. Zu spät, wie immer. Übrigens befindet sich die vordem sogenannte »Satire« gar nicht in Agonie. Sie hat sich zur Propaganda gemausert und tobt wie ein Veitstänzer gegen alle, die sich nicht unterhaken wollen. Dabei mag die Angst vor der Zensur einer Rolle spielen. Aber da zitiere ich mal den Herrn Horváth: »Die Zensur ist ein Produkt der Angst. Die Angst hat viele Kinder. Ich erwähne nur die Lüge, die Hemmung, die Tücke und zum Teil auch die Unwissenheit …« – So dreht sich das im Kreis.
»Dass jemand kommt, um es zu richten, sollte man sich als Gedanken von der Backe schmieren«
De Lapuente: Was macht Euch mehr Sorgen: korrupte Eliten oder die Bereitschaft ganz normaler Leute, jede neue Gewissheit zu übernehmen?
Esser: Die englische Sprache ist erstaunlich präzise, wenn sie den deutschen Begriff »Mitläufer« als »Enabler« bezeichnet, also jemand, der Unrecht erst ermöglicht. Ohne das Heer von Informanten und Denunzianten, die auf anonymen Plattformen ihre Mitmenschen bei den Behörden anschwärzen, wären Unrechtsregime jeglicher Art machtlos und hätten keine Chance zu existieren. Aber irgendwie scheinen sie zu sein wie das »Bärentier« genannte Kleinstlebewesen (lat. Tardigrada), das nur im Wasser existieren kann. Versiegt der Tümpel, in dem es seine Existenz fristet, stirbt es nicht etwa, es verfällt in eine Art Stasis, die Jahrzehnte andauern kann, ohne dass es Schaden nimmt. Sobald es erneut in eine Umgebung mit feuchtem, braunem Schlamm gerät, nimmt es wieder munter seine Tätigkeit auf, als wäre nichts gewesen.
Sailer: Da fällt mir schon wieder der Herr Horváth ein: »Wir leben in einer Zeit, in der ein großer Teil der Welt von Verbrechern und Narren beherrscht wird.« Was sollten die Untertanen denn tun, als selber Verbrecher und Narren zu werden, um sich einigermaßen bequem durchzuschwengeln?
De Lapuente: Euer Buch lebt vom Zweifel an offiziellen Gewissheiten. Welche Eurer eigenen Gewissheiten sollte man als Leser mit demselben Misstrauen betrachten?
Sailer: Selbstverständlich alle.
Esser: Vielleicht die Hoffnung, es wird schon jemand kommen und alles richten. Der liebe Gott, die AfD oder Franz Esser und Michael Sailer – nicht zwingend in dieser Reihenfolge. Diesen Gedanken sollte man sich beizeiten von der Backe schmieren, und sich stattdessen das Watschengesicht, welches einen im Badezimmerspiegel beim Zähneputzen immer so eindringlich ansieht, genau einprägen, denn es gehört der Person, die einzig und allein ein Interesse daran hat, dass sich in absehbarer Zeit etwas ändert.
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Nicht einmal die Impfgeschädigten haben genug Zorn um eine Aufklärung in Fahrt zu bringen.
Wo soll es den also herkommen?
@Adel verpflichtet
„Nicht einmal die Impfgeschädigten haben genug Zorn um eine Aufklärung in Fahrt zu bringen.
Wo soll es den also herkommen?“
Deutschland ist im Fußball-WM-Fieber, da kann nichts kommen.
Insgeheim werden während der WM die sozialen Grausamkeiten vorbereitet und umgesetzt.
Das böse Erwachen kommt vielleicht nach der Fußball-WM aber dann ist es zu spät
Prof. Homburg:
Alles gelogen
https://m.youtube.com/watch?v=_aWGFKQNUTo&pp=ygUZVW5nZXNjcmlwdGV0IHByb2YgaG9tYnVyZw%3D%3D
Wer zog die Fäden?
https://m.youtube.com/watch?v=WsTflXIUWYo&pp=ygUZVW5nZXNjcmlwdGV0IHByb2YgaG9tYnVyZw%3D%3D
Warum macht mich Heiterkeit manchmal traurig? Dürfte am Gegenstand liegen.
Schönes Interview, hätte länger sein können. Wünsche den Autoren viel Erfolg mit Ihrem Buch und Danke an die Red.
Der Zorn, das ist ein Wort welches ich schon lange nicht mehr gehört/gelesen habe.
Erinnert mich immer an Oberst Sanftleben (Georg Schramm):
https://m.youtube.com/watch?v=6DeCeV_DyZs
Schon lustig wie die Satiriker oft die besseren Philosophen sind.
„Der Ursprung der Aufklärung ist fast immer Zorn“
Das ist ein Satz, der mich triggert, weil er gleichermaßen stimmt und nicht stimmt.
Allerdings nur deshalb, weil ich bei „Aufklärung“ nicht an Lügen und Täuschungen, nicht an Verbrechen oder „Verbrechen“ denke, geschweige an Untersuchungsausschüsse, sondern das geschichtliche Phänomen, das „Aufklärung“ genannt wird, und insofern hat die Moderation diese Abweichung vom Thema des Artikels tolerieren, soll dieser Kommentar passieren. Entsprechend kurz und schmutzig halte ich das, bei Bedarf könnte ich das elaborieren.
Der Fehler der Sentenz ist unmittelbar kenntlich: Zorn ist ein Modus, also nie und nimmer „Ursache“ für anderes, als wiederum andere Modi, elementar „Bezähmung“, „Besänftigung“ oder „Befriedung“. Es wäre also das Augenmerk auf gegenständliche Ursachen dafür zu legen, daß Zornigkeit ein verbreiteter gesellschaftlicher Modus wird, der Eigendynamik entwickelt.
Nun, das hat Karl Marx getan. Ich rede von den berüchtigten Sentenzen aus den frühen Schriften, in denen davon die Rede ist, daß „die Produktivkräfte“ einer gesellschaftlichen Formation „in Widerspruch“ zu den „Produktionsverhältnissen“ gerieten und zu anderer, neuer „Produktionsweise“ „drängten“.
Von Zeitgenossen und Epigonen sind diese Sätze umgehend metaphysisch gedeutet bzw. „materialistisch“ ontologisiert worden, namentlich von Partner Friedrich Engels. Es wäre daneben, zu behaupten, dieser Deutungsmodus hätte Marx zu dieser Zeit fern gelegen. Immer wieder hat er sich hochachtungsvoll auf Giambattista Vico als einer Quelle der Inspiration berufen, dem eine Art „Epochen-“ und damit „Natur“gesetz gesellschaftlicher Entwicklung vorgeschwebt hat.
Wer aber aufmerksam „Zur Judenfrage“ liest, oder Marxens Kommentare zu den Umtrieben der französischen Frühsozialisten, namentlich Fourier, der kann ein anderes Bild bekommen.
Und Vico war nach Eigenbeschreibung ein notorisch zorniger und reizbarer Geselle.
Marx hat auch die Schriften von Giordano Bruno verschlungen, in denen helle Wut stilistische Form aufklärerischen Gedankenguts wurde. Vermutlich war zu seiner Zeit auch das Galileo zugeschriebene Zitat in Umlauf, das für die Bezähmung aufklärerischer Wut paradigmatisch geworden ist:
„Ich fühle mich nicht zu dem Glauben verpflichtet, dass derselbe Gott, der uns mit Sinnen, Vernunft und Verstand ausgestattet hat, von uns verlangt, dieselben nicht zu benutzen.“
In dieselbe Kategorie fällt „Jaques le fataliste“ von Denis Diderot.
Belesen, wie er war (im Unterschied zu mir), wird Marx wohl auch den Abbé Meslier gekannt haben, und sicherlich Abbé Raynal. Beides überaus zornige Gesellen.
Kurzum: Marx war sich im Klaren, Zorn und helle Wut treten zwar als Antriebe und Bewegungsmodi der historischen Aufklärung in Erscheinung, aber wenn man sie als gesellschaftliche Ursachen ernst nimmt, sind sie nichts als zerstörerisch. Sie sind ein unhintergehbarer Modus zerstörerischer bis vernichtender revolutionärer Umtriebe, hoast mi.
Meinereiner möchte gerne zwischen WUT und ZORN differenzieren und den Kabarettisten Georg Schramm zitieren, der sich allerdings dabei auf Thomas von Aquin und Papst Gregor den Großen beruft:
„Die Vernunft kann sich mit größerer Wucht dem Bösen entgegenstellen, wenn der Zorn ihr dienstbar zur Hand geht.“
Wut ist dagegen eine übersteigerte und häufig aggressive Form emotionaler Empörung, eine emotionale Überreaktion der Empörung. Deshalb sprechen die „Journalisten“ der bürgerlich-konservativ-liberalen Mainstream-Propaganda-Medien auch nie von Zornbürgern, sondern immer von „Wutbürgern“, um diese Bürger und ihre Argumente zu diskreditieren.
Du hast mich nicht verstanden, „Dirty“.
Was Du von welchem Olymp auch immer „übersteigert“, „Überreaktion“ und – hört hört – „aggressiv“ (was soll das sein? ich wüte entweder gegen etwas, oder hab allenfalls üble Laune!) nennst, ist der Sache nach die selbstzerstörerische Seite eines Zerstörungswillens. Und wenn es diese selbstzerstörerische Seite nicht hat, wird jeglicher „Zorn“ zur Attitüde.
Giordano ist mein Zeuge.
Sailer: „Aber ja. Zurzeit marschieren so gut wie alle (vor 2020) sogenannten »Satiriker« im Gleichschritt zum Regimetrompetenklang.“
Ist die Demokratie noch eine Demokratie, wenn Satiriker im ÖRR und den privaten Konzernmedien gendern, aber nicht mehr die Politik der Regierung hinterfragen und kritisieren, sondern andere Satiriker, Kabarettisten, kritische Geister und querdenkende Bürger?
Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel. Lisa Fitz kämpft mit ihrem frechen Mund und ihrer scharfen Zunge immer noch tapfer und aufrecht gegen den medialen Propaganda-Mainstream nachdem sie von einer floralen schroederischen Hofschranze 2021 aus dem ÖRR rausgekegelt wurde, um sie auf das Abstellgleis COVID-19 (SARS-CoV-2) zu stellen und mundtot zu machen.
Lisa Fitz macht noch immer das, was politische Kabarettisten und Satiriker machen sollten: Der Gesellschaft einen Spiegel vorzuhalten, die Politik der Regierung mit den Mitteln der Satire zu kritisieren aber auch „alternative“ blaue Parteien, deren Politiker das braune Dritte Reich (die „Nazis“) inklusive Zweiten Weltkrieg, Holocaust, Euthanasie, Konzentrationslager usw. als „Vogelschiss“ der deutschen Geschichte bezeichnen. In einer Demokratie müssen sich Satiriker und politische Kabarettisten für die Armen und Entrechteten stark machen und nicht den Starken, „Superreichen“ und Mächtigen hinten reinkriechen nachdem sie ihnen die Schuhe geleckt und pfundweise süßen Honig oder Schokocreme um das Maul geschmiert haben.
Hoffentlich macht Lisa Fitz das noch lange weiter. Immerhin feiert sie, wenn ich mich nicht verrechnet habe, in diesem Jahr ihren 75. (!) Geburtstag. Wow! Sie ist also gerade einmal zwei Jahre jünger als das in den Sonntagsreden der politischen Klasse und den bürgerlich-konservativen Mainstream-Medien immer hoch gelobte Grundgesetz der „besten Demokratie, die wir in Deutschland jemals hatten“. Viele Bürgerinnen und Bürger dieser Demokratie sehen das inzwischen aber vollkommen anders.
+++ Gleich gehts weiter, nur ein kurzer Werbespot: Schmier dir Motoröl von Motoröla ins Haar, dann fährt dein Auto schnella und verbraucht auch noch weniger Benzina. +++
Deshalb müssen die medialen Hofschranzen und medialen jornalistischen Speichellecker der Regierung die Bürger medial ablenken zum Beispiel durch TV-Shows wie „Kuh sucht Bauer“. In den modernen, woken, queeren und regenbogenfarbenen Gendertimes sucht die Kuh heute auch manchmal eine Bäuerin, die sie dann an den Schlachter oder die Schlachterin verkauft. Das nennt man dann 2026 kulturellen und sozialen Fortschritt.
Und nun zum Wetterbericht. Christian von Nebel, wie wird das Wetter nächste Woche? – Im Norden und vor allem im Wertewesten scheint wie immer die Sonne, nur am Mittwoch regnet es kurz. Im Osten haben wir seit 2014 Dauerregen und aus dem Süden flüchten die Menschen, weil es seit Jahren immer heißer und trockener wird.
Danke lieber Christian von Nebel und nun, liebe Community, wünschen wir gute Unterhaltung mit „Kuh sucht Bauer“ sponsert by Schinken&Hackfleisch.
Der Ursprung der der Aufklärung ist NICHT Zorn, sondern der Wunsch nach Aufklärung. Welche Idioten können sich nur einfallen lassen, dass Aufklärung nur als Produkt irgendwelchen Volkszornes Aufmerksamkeit erfährt? Aber immerhin wird mit dieser diffusen Begrifflichkeit munter herumgespielt. Aufklärung steht andererseits für sich selbst und das selbst inmitten abgeklärter Neonazi-Spießbürger, die im Begriff zu sein scheinen, eine Art 4. Reich unter Bert Huckler zu zementieren und jede Form freier Meinungsäußerung mit dem Foltertod zu sankionieren. So weit ist die Republik derzeit noch nicht aber offenbar auch nicht weit davon entfernt. Das Prinzip, sich beizeiten auf die richtige Seite zu schlagen, scheint sich inzwischen als Qualtitätsmerkmal alternativer Plattformen durchzusetzen.
Meinereiner Einwendung:
Erst kommt der Zorn, dann die Aufklärung. Wenn der König und die politische, ökonomische und soziale „Elite“ der Mehrheit der Bevölkerung erzählen, dass die Reichen und Superreichen, die im Luxus baden, noch reicher und reicher und reicher werden müssen und alle anderen doch den Gürtel enger schnallen (aka „sparen“) und Kuchen essen sollen, wenn sie sich kein Brot leisten können oder zu Fuß gehen sollen, wenn das Geld nicht für das Benzin reicht, dann braucht es zuerst emotionale Empörung bzw. Zorn darüber, dass diese Zustände ungerecht und asozial sind.
Erst dann, wenn man zornig ist, kann man rational erörtern, warum diese Zustände so asozial sind, wie sie real sind, dass das nicht gottgewollt sein kann es sei denn, der „liebe“ Gott ist ein Sozialdarwinist, auch keine Hexen und böse Zauberer dafür verantwortlich sind und wie man das ändern kann.
Empathielosen und emotionslosen Schafen ist es nämlich vollkommen egal, wenn man sie schlachtet, ihnen das Fell über die Ohren zieht und sie am Sonntag als gegrillte Lammkoteletts mit Backofenkartoffeln und grünen Bohnen auf dem Tisch des Königs und der Reichen und Superreichen landen. Nur zornige Sklaven wollen frei sein. Emotionslose Sklaven glauben, dass es ihr Schicksal wäre, wenn sie geschlagen und ausgepeitscht werden, weil sie nicht schnell genug arbeiten.