
Wie steht es wirklich um den Westen – und warum könnte unsere Zeit als historische Zäsur in die Geschichtsbücher eingehen?
Im Exklusivinterview mit Markus Johannes Karsten blickt Prof. Rainer Mausfeld auf eine Weltordnung im Umbruch, auf die zunehmende Entzivilisierung politischer Macht und auf die tiefen Mechanismen moderner Manipulation. Warum spricht er von einer „letzten Krise des Westens“ – und weshalb hält er die gängigen politischen Kategorien für entleert?
Erster Teil des Interviews. Den zweiten Teil finden Sie hier.

Karsten: Warum dieses Buch?
Mausfeld: Die im Buch behandelten Themen sind sehr aktuell. Denn gegenwärtig befinden wir uns in einer epochalen geopolitischen und auch völkerrechtlichen Umbruchsphase. Für den einzelnen wird es also immer schwieriger, auch nur im Ansatz zu verstehen, was politisch wirklich vor sich geht – zumal alle großen Medien intensiv daran arbeiten, genau ein solches Verständnis zu verhindern. Bleibt die Frage, was mich persönlich bewogen hat, dazu etwas zu schreiben.
Das Buch war nicht geplant. Eigentlich sitze ich gegenwärtig an den Vorarbeiten des Buches „Zivilisationsbrüche“, das als zweiter Band des Buches „Hybris und Nemesis“ gedacht ist. In „Hybris und Nemesis“ hatte ich die Entstehung der zivilisatorischen Leitidee einer egalitären Demokratie behandelt – um ihre systematische Entkernung und Zerstörung in der Gegenwart besser zu verstehen. Es ging also um die gegenwärtige Entzivilisierung von staatlicher Macht und den heutigen Übergang zu einer gänzlich neuartigen Form von Totalitarismus. Im Buch „Zivilisationsbrüche“ will ich – ebenfalls aus größerer zivilisationsgeschichtlicher Perspektive – die Entzivilisierung von Macht zwischen den Völkern behandeln, also die gegenwärtige Zerstörung der Leitidee eines egalitären Völkerrechts.
Nun werden die gegenwärtigen Entwicklungen, die mit der sogenannten „Zeitenwende“ einhergehen, mittlerweile auch für unsere persönliche Lebenswelt immer bedrohlicher. Dadurch wächst das Bedürfnis, ihre tieferen Ursachen zu verstehen, also etwas gedankliche Ordnung in die extrem dynamischen Entwicklungen der Gegenwart zu bekommen. Das war auch für mich der ganz persönliche Anlass, mich intensiver mit historischen Kontinuitäten zu beschäftigen. Letztlich resultierte das Buch also aus einer Art psychohygienischer Funktion, nämlich Gefühle der Verunsicherung und der Bedrohung durch politische Dynamiken durch ein intellektuelles Verstehen ihrer Ursachen zu lindern und vielleicht zu bewältigen. Ich habe also die Arbeiten am Buch „Zivilisationsbrüche“ unterbrochen und das Büchlein „Hegemonie oder Untergang“ dazwischengeschoben.
Karsten: Wieso gehen Sie von der Möglichkeit einer „letzten Krise des Westens“ aus?
Mausfeld: Diese Frage meines Untertitels ist natürlich eine Art rhetorischer Frage, auf die es keine wirkliche Antwort geben kann. Die Frage ist als eine Art Wetzstein gedacht und soll zum Nachdenken anregen und neue Denkhorizonte eröffnen. Denn eine letzte Krise des Westens kann es nur geben, wenn entweder das Paradies auf Erden angebrochen ist. Oder aber wenn das Subjekt der Frage, also der Westen – was immer man damit meint – verschwunden ist. Das könnte natürlich passieren, wenn der Westen – in dem Sinne, wie er sich selbst versteht – zerfällt, wie es etwa Emanuel Todd prognostiziert, in seinem Buch „Der Westen im Niedergang“.
Solange es aber irgendeine Form der Gemeinschaft, der Kultur oder einer Denkhaltung gibt, die sich irgendwie als „westlich“ bestimmt, wird sie – wie jede andere Gemeinschaft – mit Krisen verbunden sein.
Der Westen wird also in seinen politisch-ideologischen, religiösen und kulturellen Basiselementen nicht einfach verschwinden – so, wie auch Kernelemente der griechischen und römischen Antike nicht einfach verschwunden sind. Aber er wird durch gegenwärtige Entwicklungen in seinem Selbstverständnis schwer erschüttert. In diesem Sinne ist der Westen ganz offensichtlich in einer schweren Krise.
»Die Indoktrination reicht mittlerweile so tief, dass wir sie kaum noch bemerken können«
Karsten: Um welche Krise genau handelt es sich? Stehen wir, steht der Westen tatsächlich an einem zivilisatorischen Wendepunkt – oder erleben wir vielleicht doch nur eine Wiederholung historischer Machtzyklen?
Mausfeld: Beides ist möglich. Natürlich fehlt uns noch der nötige historische Abstand, um das alles angemessen beurteilen zu können. Wir können aber – wenn man die Lehren der Geschichte heranzieht – mit ziemlicher Gewissheit sagen, dass sich ein derartiger zivilisatorischer Wendepunkt globaler Machtorganisation über viele Generationen hinziehen wird – dass es in diesem Sinne also keine letzte Krise geben wird. Im schlimmsten Fall wird durch einen Atomkrieg die menschliche Zivilisation, wie wir sie kennen, ausgelöscht, das wäre gleichsam eine Extremvariante einer letzten Krise.
Es geht also nicht darum, eine Antwort auf diese Frage nach der letzten Krise zu geben, sondern die Frage als Anlass zu nehmen, um über die Ursachen und über die möglichen Folgen der gegenwärtigen geopolitischen Erschütterungen nachzudenken.
Karsten: In Ihren Büchern „Schweigen der Lämmer“ und „Angst und Macht“ zeigen Sie, wie subtil, wie leise und, ja, geradezu unauffällig der Mensch manipuliert wird – was ja das Wesen der Manipulation beschreibt. Alles ist bis ins Letzte ausgeforscht, wenn ich Sie richtig in Erinnerung habe. Was spräche dafür, dass die Zeit dieser „leisen“ Beeinflussung vorbei ist?
Mausfeld: Sie ist keinesfalls vorbei – ich glaube vielmehr, genau das Gegenteil ist der Fall. Die Manipulations- und Kontrollmethoden werden immer totalitärer! Die Indoktrination reicht mittlerweile so tief, dass wir sie kaum noch bemerken können. Wir leben in ihr wie ein Fisch im Wasser. Unser gesamtes Bewusstsein, all unser Fühlen, Denken und Begehren, ist durch sie geprägt. Sogar unser Verständnis von uns selbst, unser gesamtes Selbstbild ist durch sie geprägt. Selbst wenn wir überzeugt sind, wir selbst würden einen kritischen Außenstandpunkt einnehmen und hätten uns weitgehend von Indoktrination befreit, verbleiben wir – zumeist jedenfalls – gerade mit einer solchen Überzeugung tief innerhalb des herrschenden ideologischen Gewölbes gefangen. Denn moderne Indoktrinationsmethoden zielen gerade darauf, uns dieses Selbstbild einer gedanklichen Souveränität zu vermitteln. Einer der größten Erfolge moderner Indoktrinationsmethoden ist ja gerade, dass die meisten fest überzeugt sind, durch keinerlei Ideologie in ihren Urteilen beeinflusst zu sein, sondern einen freien und unabhängigen Außenstandpunkt einzunehmen. Auf diese Weise können die Machtunterworfenen diese Machtverhältnisse kaum noch infrage stellen oder gefährden. Sie sind geradezu zu unbewussten Komplizen der Mächtigen geworden.
Karsten: Wird es nun, mit der letzten Krise wieder deutlich rabiater zugehen? Was genau ist Ihre Prognose?
Mausfeld: Ja, soviel kann man wohl – und leider – mit Sicherheit prognostizieren – so schwierig, wenn nicht gar unmöglich ansonsten Prognosen im konkreten Detail auch sein mögen. Jede Entzivilisierung von Macht, wie sie der Funktionslogik des Kapitalismus ganz wesenhaft innewohnt, führt stets in die Barbarei – innengesellschaftlich wie im Verhältnis zwischen den Völkern.
Kurz: Die Reichen werden also noch reicher, Armut wird ein Massenphänomen, der Sozialstaat wird weiter abgebaut – mit allen damit verbundenen verheerenden Folgen. Die Meinungsfreiheit wird weiter eingeschränkt, elementare und historisch mühsam erkämpfte Bürgerrechte werden – wie schon seit Jahrzehnten – weiter abgebaut: Der Staat zeigt offen sein autoritäres Gesicht.
Das alles bedarf natürlich gar keiner besonderen Prognosen – das ist spätestens mit der neoliberalen Umverteilungsrevolution von oben, also seit den 90er-Jahren und – in verschärften Maße – seit den Corona-Maßnahmen längst Realität. All dieser Entwicklungen der vergangenen Jahrzehnte wurden ohne große Massenproteste hingenommen. Die meisten haben sich längst konsumistisch damit versöhnt.
»Die auf politische Korrektheit zielenden modernen Strömungen sind nichts anderes, als Strömungen einer Gegenaufklärung«
Karsten: Welche Möglichkeiten bestünden denn, diesen dramatischen Entwicklungen entgegenzuwirken? Hat Aufklärung im engeren Sinne möglicherweise ausgedient? Ist Aufklärung zu einer Herrschaftsideologie verkommen?
Mausfeld: Da sprechen Sie ein sehr komplexes Themenfeld an, dessen Bedeutung man gar nicht hoch genug einschätzen kann. Da heute der gesamte Bereich des Politischen von gewaltigen begrifflichen Verwirrungen durchtränkt ist, ist es umso wichtiger, einige Fäden zu entwirren. Das ist natürlich mittels kurzer Ausführungen nicht zu leisten. Ich will aber versuchen, ein paar elementare Punkte anzusprechen.
Ihre letzte Frage lässt sich vergleichsweise leicht beantworten: Nein, die Aufklärung ist keineswegs – anderslautenden Thesen zum Trotz – zu einer Herrschaftsideologie verkommen. Verkommen sind jedoch die traditionellen politischen Organisationsformen – seien es Parteien, Gewerkschaften oder NGOs –, die sich als „links“ bezeichnen, in Wirklichkeit aber gerade zur Stabilität der Machtverhältnisse beitragen.
Die Bezeichnung „links“ wurde in den vergangenen Jahrzehnten in betrügerischer Absicht durch opportunistische Kräfte so entleert und in ihr Gegenteil verkehrt, dass sie wohl für ernsthafte emanzipatorische Belange mehr oder weniger unbrauchbar geworden ist. Das ist schlicht eine Tatsache. Damit hat auch die Bezeichnung „links-rechts“ ihre programmatische und identitätsstiftende Bedeutung weitgehend verloren, die sie in der Zeit der Arbeiterbewegungen hatte – also bis noch in die 70er-Jahre.
Das mag man bedauern oder nicht. In der Sache hat es aber wenig Relevanz, da diese Bezeichnung ohnehin historisch völlig zufällig war. Wir sind aber dadurch verpflichtet, in der Sache umso klarer auszusprechen, worum es uns jeweils geht.
Historisch steht ja die Bezeichnung „links“ für die emanzipatorischen Bemühungen um eine solidarische, menschengerechte Gesellschaft, die auf der Anerkennung aller Menschen als Freie und Gleiche beruht, ungeachtet ihrer faktischen Differenzen. Konkret steht „links“ also für eine gerechte und solidarische Gesellschaft, die mit einem Schutz der Armen und Schwachen einhergeht. Es steht also für die Befürwortung der zivilisatorischen Leitidee einer egalitären Demokratie und damit insbesondere für einen Sozialstaat und einen demokratischen Rechtsstaat.
„Rechts“ steht dagegen für die Aufrechterhaltung überkommener Herrschaftsverhältnisse, für den Schutz von Privilegien, für Ausbeutung und Unterdrückung von Minderheiten. „Rechts“ steht für eine Verteidigung eines „Rechts des Stärkeren“ – und damit eines Sozialdarwinismus – und richtet sich insbesondere gegen den Sozialstaat.
In der Sache geht es also – und daran hat sich nichts geändert – um einen sehr grundlegenden und unüberbrückbaren Gegensatz: Sind wir für oder sind wir gegen ein Recht des Stärkeren. Sind wir für eine gerechte und solidarische Gesellschaft, die mit einem Schutz der Armen und Schwachen einhergeht – oder sind wir für eine Gesellschaft, die die Armen der Gewalt des Stärkeren aussetzt? Sind wir also für Ausbeutung – ob kapitalistisch oder anderer Art – oder sind wir dagegen? Sind wir für oder sind wir gegen Sozialdarwinismus und seine moderne Form, den Neoliberalismus?
Dieser letztlich unüberbrückbare Gegensatz zeigt auch, dass eine politische Programmatik, die sich als „weder rechts noch links“ bezeichnet, inhaltlich völlig unsinnig ist. Dieser Ausdruck dient selbst manipulativen Zwecken. Das lässt sich auch daran erkennen, dass er zuerst im Kontext der neoliberalen Revolution von oben entstand. Um diese gigantische Umverteilung von unten nach oben und von der öffentlichen Hand in die private Hand für die Öffentlichkeit zu verdecken, bezeichneten neoliberale Politiker das neoliberale Projekt als „weder links noch rechts, sondern rational“ – wobei in der Denkwelt des Neoliberalismus die einzige Form der Rationalität im ungehinderten Wirken des fiktiven „freien Marktes“ besteht – also in der radikalen Demokratieverhinderung.
Der Neoliberalismus, der ja historisch Verbindungen zum Faschismus hatte – ich habe das im Lämmer-Buch in Erinnerung gerufen –, sah seinen Hauptgegner in dem, was er „die sozialistische Bedrohung“ nannte und richtete sich gegen alles, was er als „links“ ansah, also gegen Gewerkschaften, Sozialstaat und gegen einen Schutz der Schwachen. Auch der Neoliberalismus ist, wie auch der Faschismus, ein sozialdarwinistisches Projekt.
Der Ausdruck „weder rechts noch links“ ist selbst ein Manipulationsinstrument, er gehört ins Falschwörterbuch des Neoliberalismus. Psychologisch lässt sich ein solche Selbstbezeichnung als ein Versuch verstehen, ein Selbstbild des ‚kritischen‘ aufrechtzuerhalten, obwohl man eigentlich mit den herrschenden Machtverhältnissen identifiziert ist.
Karsten: Ist aber nicht das Projekt der Aufklärung mit seinem technologischen Fortschrittsglauben in eine totalitäre Herrschaftsform umgeschlagen – in eine Art „linker“ und woker Meinungsdiktatur, wie sie sich in den letzten Jahren vielfältig gezeigt hat?
Mausfeld: Das ist eine politisch sehr wichtige und tiefgehende Frage. Die mit ihr verbundenen Missverständnisse haben nämlich zu gewaltigen Verirrungen des politischen Diskurses geführt – Verirrungen, die übrigens bis heute sehr zur Stabilisierung herrschender Machtverhältnisse beitragen.
Ich nehme an, Ihre Frage spielt auch auf das sehr einflussreiche Buch von Adorno und Horkheimer an, das 1944 erschienen ist und den Titel trägt: „Die Dialektik der Aufklärung“. – Übrigens und nur am Rand: ein Buch voller glänzender Formulierungen und gelehrter Anspielungen. Eine These folgt auf die nächste, ohne dass sich aber die Autoren groß um Beweise und Belege bemühten. Ich finde das Buch kaum verständlich – schon im Stil läuft es allen Klarheits- und Verständlichkeitsansprüchen der Aufklärung entgegen.
Worum geht es? Die zentrale These von Adorno und Horkheimer ist, dass die Aufklärung, die ursprünglich traditionelle Mythen überwinden sollte, in ihren extremen Formen zu einer rein instrumentellen Vernunft geworden sei, also zu einer technokratischen Zweckvernunft, die alles quantifizieren, unterwerfen und für einen Nutzenfortschritt verwerten will. Dadurch sei die Aufklärung, die eigentlich zur Befreiung führen sollte, in neue Formen der Barbarei umgeschlagen – wie Faschismus und industriell organisierter Massenmord bezeugten.
Warum ist diese These falsch? Nun, mit ihrer Reduktion der Aufklärung auf die „instrumentelle Vernunft“, wählten Adorno und Horkheimer einen historisch eher untypischen Nebenstrang der Aufklärung heraus und erklärten ihn zum eigentlichen Kern der Aufklärung. Auf diese Weise konnten sie leicht die Aufklärung als Ganze diskreditieren. Dieser historische Seitenstrang wurde durch solche Denker verkörpert, die sich zwar einer Machtbegrenzung verpflichtet fühlten, die sich aber gut in den herrschenden Machtverhältnissen eingerichtet hatten und die das Projekt der Aufklärung mit den monarchistischen, feudalistischen und kapitalistischen Verhältnissen zu versöhnen suchten. Sie waren also elitenorientiert und zu Kompromissen mit den herrschenden Machtverhältnissen bereit. Prominente Namen sind Locke, Voltaire oder Hume.
Mit dieser Reduktion verfehlen Adorno und Horkheimer aber gänzlich den eigentlichen Kern der Aufklärung, Der Kern der Aufklärung besteht in einer radikalen Kritik überkommener Mythen und Vorurteile – und vor allem in einer radikalen Machtkritik. Die Radikalität der Aufklärung – prominente Vertreter waren Spinoza, Jean Meslier und Diderot – zeigt sich insbesondere darin, dass sie auch ihre eigenen Prämissen und damit die Rolle der Vernunft selbst einer an die Wurzeln gehenden Kritik unterzieht. Sie richtet sich also gleichermaßen gegen eine Mythologisierung der Vernunft und betont die natürlichen Grenzen unserer Vernunft. Damit weist sie – und das ist ganz wichtig – zugleich auf das eigene Selbstkorrekturpotenzial der Vernunft hin.
Dieser eigentliche Kern der Aufklärung verstand sich als ein wahrhaft revolutionäres Projekt radikaler Machtkritik und der Selbstermächtigung und Selbstemanzipation. Hier liegen die historischen Wurzeln der modernen Leitidee einer egalitären Demokratie.
Die radikale Aufklärung – was eigentlich doppeltgemoppelt ist – ist also keineswegs zu einer Herrschaftsideologie verkommen – sie bleibt weiterhin die radikalste Form einer Machtkritik. Allerdings haben opportunistisch und systemaffine Intellektuelle seit jeher versucht, ihren Namen für Zwecke einer Systemstabilisierung zu nutzen. Und das gilt auch für all die pseudo-linken und auf „politische Korrektheit“ zielenden modernen Strömungen, die nichts anderes sind als Strömungen einer Gegenaufklärung, die sich rhetorisch als Aufklärung tarnen.
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Es wird noch viel schlimmer kommen als wir es uns bis jetzt vorstellen!
Der Weg in den autoritären Kriegsstaat ist geebnet und ein zurück wird es in Europa nicht mehr geben.
Europa setzt alles auf den Ukraine-Krieg
https://www.youtube.com/watch?v=QaSmZrqi7hU
Europa oder EU? Selbst in der EU werden nicht alle Staaten mitmachen.
Die Bürger in den westlichen Ländern werden keinen Widerstand leisten, das wissen wir seit Corona.
Einige ost- und südeuropäische Länder waren da etwas besser drauf. Und Schweden, als sie noch nicht in der NATO waren.
Ich frage mich allerdings, wie sich die Herrschaften den Krieg vorstellen. Wollen die wirklich um 2030 herum mit Infanterie in Russland einmarschieren? Unglaubwürdig! Vielleicht ist die aufgerüstete Armee aber nützlich, um eventuelle Armutsproteste niederzumachen, wie damals im Bauernkrieg.
bis 2030 sind in einigen EU Staaten Wahlen, die EU Wahl ist 2029.
Die groessten Kriegstreiber Macron (bis 2027) und vdLeyen (bis 2029) koennen NICHT wiedergewaehlt werden, Starmer muss abgewaehlt werden, Merz ebenfalls!
Die Moeglichkeit, dass ab 2030 neues Personal am Ruder ist besteht, allerdings besteht auch die Gefahr, dass
kein „frisches, ausgeschlafenes und mit Verstand“ gesegnetes Personal am Start ist, sondern die Hardliner aus den Hinterzimmern!
Als wenn Wahlen die Agenda der herrschenden Klasse ändern würden…tstststststs…?????
Karl Valentin: Hoffentlich wird es nicht so schlimm, wie es schon ist!
Das Problem ist doch die „Tarnung“!
Die Sinnentleerung von Begriffen und Institutionen, die man festgelegt glaubte und denen eine spezifische Funktionalität zugeordnet wurde.
Das wurde in vielen Bereichen sogar in das Gegenteil verkehrt!
„Volkvertretung“, Gewerkschaften, Begriffe wie „links“ und „rechts“ sind zu einem schwammigen Wischiwaschi verkommen, die keine echte Orientierung mehr bieten.
Dadurch hat man den Menschen ihre Verortung genommen!
Ersatzweise werden Scheindebatten geführt, die irrelevant sind, die Menschen beschäftigen, ohne echte Relevanz sind und der Herrschaftssicherung dienen, z.B. Wokekismus!
Ein mediales Dauerfeuer tut ein übriges um dies zu unterstützen, wie man an der Hetze gegen sozial Schwache z.B. sehen kann!
Einst feststehende Begriffe werden genutzt, um die Gesellschaft zu spalten, z.B. die „Gerechtigkeitsdebatte“ bezüglich der Renten!
Orwell erlangt langsam aber sicher Prophetenrang, die sogenannten „Intellektuellen“ halten still oder dienen sich den Herrschenden an.
Meinem Bruder, der einen Lehrstuhl für Soziologie hat und mit dem ich über Kreuz bin, habe ich vorgeworfen, das er, wenn er schweigt und Veröffentlichungen generiert, die das herrschende Narrativ stützen, zum Mittäter geworden ist!
Das hat ihn sehr erbost, aber er fürchtet sich auch davor, seine Existenz und die Sicherung seiner Familie zu riskieren.
Erbost war er vor allem deshalb, weil er sich selbst belügt um vor sich selber seine Handlungsweise rechtfertigen zu können!
Es wird nicht besser werden!
Die Existenzängste sind ein großes Problem, ja.
Es gibt auch keine Lösung dafür, weil es unmöglich ist, die Mehrheit aufzuklären.
Die Mehrheit will gar nicht aufgeklärt werden, blockt mit den immer gleichen, politisch korrekten Phrasen ab. Sie hat sich mit den antidemokratischen Verhältnissen, zit. Mausfeld, „konsumistisch versöhnt“. Wenn wenigstens ein Denkprozess in Gang käme, bestünde noch Hoffnung. Man muss ja nicht gleich der große Revoluzzer werden. Aber selbst das sehe ich in der Breite nicht, vor allem nicht bei den Intellektuellen und ihren Institutionen.
Guter Beitrag. 👍
Ich dachte schon Anfang, Mitte der 80er, das die ganze Grünenmischpoke sich mehr und mehr selbst in die Tasche lügt, sich von wahrem linkem Gedankengut immer weiter entfernt und sich den neu initiierten neoliberalen Verhältnissen anpasst.
Im Übrigen, um bei dem Artikel von Mausfeld zu bleiben, sehe ich weniger, das sich opportunistische Kräfte des Diskurses um die Deutung des linken Spektrums am Werk waren, sondern ganz gezielt oppositionelle transatlantische Wirkmächte die Deutungshoheit der linken Szene zuerst durch Schwächung durch Füllung mit falschen neoliberalen Inhalten und dann dank der verbrämten und damals schon etwas desillusionierten, aber auch satten, respektive angepassten linken Bewegung falsch abbiegen ließen.
Der intendierte, initiierte neoliberale Paradigmenwechsel der Gesellschaft gerierte dann erst diesen verbrämten spießigen Opportunismus, der sich bis heute durch gezielte Indoktrination, nämlich durch die Kommerzialisierung des Individuums in unser Leben manifestiert hat.
@motonomer
Als die Grünen in den Bundestag eingezogen sind, strickend und mit Schafswollpullover, war ich noch ein Kind.
Ich hab mich aus irgendwelchen Gründen schon ab dem Alter von ca 9 Jahren für Politik interessiert und habe den Politzirkus mit Interesse zumindest wahrgenommen. Ich erinnere mich daß ich damals schon dachte ich nehme denen ihr Rumgetue als entspannte, linke, alternative Sockenstricker nicht ab.
Ja, das war definitiv ein Masterplan, der Figuren wie Fischerle mit Posten in der Albright Stiftung absicherte oder Baerbock mit … eigentlich unfassbar.
Für die Existenzängste bringe ich schon ein gewisses Verständnis auf. Es ist keineswegs so einfach sich aufzulehnen, da man quasi von Geburt an erpresst wird. Schon jungen Müttern wird noch während der Schwangerschaft eingeträufelt: wenn Du dieses und jenes nicht machst, dann…….
Und so geht es immer weiter und weiter.
Vermutlich wird eine gewisse Anzahl von Menschen weiterhin mit Geld zuge…….., so kann keine kritische Masse entstehen.
Auch ich war gerade in der Stadt für „Weihnachtseinkäufe.“ Ein gräßliches Erlebnis (aber auch eine interessante Sozialstudie), aber auch ich schaffe es nicht gänzlich, einfach zu sagen „ihr könnt mich mal.“
Tja, es ist eben ein ganz grundsätzliche Frage, ob man da mitmacht.
Ich habe bspw. noch nie Weihnachtseinkäufe gemacht.
Nie einen Schlips getragen, nie eine Bewerbung geschrieben, keine Scheckkarten, kein Smartphone, keine E-Karren, kein E 10, keine Impfung, keine Masken, keine Tests und so vieles mehr, kein Weihnachten . kein Ostern, keine Ehe,
und das Allerwichtigste keine Blagen, weil man dann immer abhängig ist, das alles wurde mir ™1974 manifest, als ich entschieden hatte, wie mein Lebensstil aussehen sollte.
Es ist wie früher, bei den linken Professoren in den späten 60ern bis in die Mitte Ende der 70er .
Es reicht nicht linke Lebensideale zu predigen…man muss sie eben auch leben. ™1974.
Und daran tun sich die Leute schwer.
Der eliminatirische Antisemitismus, den du Abschaum wie eine Monstranz begeistert vor dir herträgst, hat heute wieder Todesopfer gefordert. Ich hoffe, dich kriegen sie richtig ran. Zelle zu, Schlüssel weg.
Wer bist Du denn von schräg aus der rechten Ecke?
Ham se och schon versucht, ist denen aber nich jud bekommen… mon pote… 😉
Ja wird schon noch. Du pfeifst ja jetzt schon aus dem letzten einsamen Loch.
Say what you mean
Mean what you say.
Genau, am besten gleich ganz eliminitarisieren, den Kerl!
Häh, was´n das jetzt im Doppelpack???
Call me Mary-Jane, Suppenkasper.
Ein Superbeitrag! Genau solche fundamentalen Erkenntnisse i.V.m. Beleidigungen bereichert jede Diskussion. Nutze deine Zeit doch bitte für etwas Sinnvolles. Hier vergeudest du sie.
Was genau wolltest du jetzt noch gleich? Deine Sympathien für einen bekennenden Antisemiten zum Ausdruck bringen? Well done, leg dich wieder unter deinen Stein.
Ihr steht genau für das, was dieses Land nicht mehr lebenswert macht.
Pöbeln, beleidigen, unterstellen, kommunikationsunfähig,, fanatisch, ideologisch, aggressiv. Wenn ihr die Zukunft sein wollt, dann geht D noch schneller unter. Ihr solltet euch mal erklären lassen, was Anstand und Respekt bedeuten oder in den Kreisen und Chats bleiben kann n denen ihr ansonsten zuhause seid.
Erzähl mal. Wo treibst du dich denn sonst so rum, dass dich die ewig gleichen antisemitischen Ergüsse dieses Großmauls nicht interessieren? Da herrscht ja mmer ganz lautes Schweigen bei dir. Also, waffel mich nicht von der Seite an, mit dir und deinesgleicben hatte, habe und werde ich nichts zu debattieren haben. Und falls du einfach nur wal wieder ein bisschen Sonntagsjammern wolltest, bin ich der falsche Ansprechpartner. Da findest du hier aber genug Interessierte, keine Sorge. Wer suchet, werde fündig.
Und warum debattierst Du dann?
Und dann noch auf so einem überragenden, sprachlich ausgefeiltem Niveau?
Absolut vorbildlich, ich gratuliere, bewundernswert!
Danke
dann bleibe gefälligst in deinem AssiFA-Sumpf, wenn du statt Erkenntnis nur deine hirnlose PR absondern willst, die nimmt dir hier niemand ab und deine pipi-kacka-möchtergern-Prollerei beeindruckt auch nicht.
Wer bestimmt was „antisemitisch“ ist, wer bestimmt wer „Terrorist“ ist? Wer bestimmt was?
Wer unterbindet jeden Diskurs, wer hat die Deutungshoheit?
Wessen Unterbewusstsein springt wegen dem ersten im nicht genehmen Wort auf totale Aggression und blockt jede weiter Erläuterung ab? Wer fällt sofort in eine „Gossensprache“?
Wer versucht ausländisches Staatsvermögen zu konfiszieren, obwohl es auch jüdisches Vermögen ist. Die Ostjuden haben die meisten Ermordeten zu beklagen, nicht die Westeuropäischen und erst recht nicht die Amerikanischen. Es ist frappierend, dass ausgerechnet Menschen des jüdischen Stammes der am meisten gelitten hat, durch diesen Raub mit bestraft werden.
Wenn ich etwas gegen Landraub im Westjordanland und gegen den Rassismus gepaart mit einem Chauvinismus erste Güte eines Großteils der Israelis habe, bin ich noch lange nicht ein Antisemit.
Eine Beschimpfung von einem Goi halte ich im übrigen aus. 😉
Ich frage mich des Öfteren, wie lange es die jüdische Gesellschaft (und die bezahlen Funktionäre der Berufsjuden) dulden, dass die Menschen mit jüdischer Religion wegen der fanatischen und kriminellen Regierung Israels weltweit verachtet werden. 😒
Das stimmt leider, ist ein Problem!
Das haben mir einige Menschen jüdischen Glaubens auch so rüber gebracht, letztens erst in meinem Schachverein, er fühlte sich durch Israel auch diskreditiert; ich sagte ihm auch, das ich finde, das man Israel und deren Politik nicht mit Juden als solche gleichsetzen darf. Genauso wenig möchte ich als Deutscher über die Politik meiner Regierung definiert werden
Das macht mich nur noch gewisser meiner Absichten.
@ motonomer
„….. und das Allerwichtigste keine Blagen, …. “
Wenn Ihre Eltern so gedacht hätten – es wäre der Welt einiges erspart geblieben.
Meine Mutter wollte mich unbedingt, meinem Vater war´s egal…
Vielen Männern sind Kinder völlig egal, es geht meist nur um monaitaire Befindlichkeiten, oder um Namenserhaltung oder ähnliches.
Wenn meine Eltern so gedacht hätten, wäre der Welt einiges erspart geblieben!
Sagte zuletzt jemand aus meiner ÖRR-gläubigen Verwandtschaft, was ich von diesen Leuten aber als Kompliment auffassen!
Die zeigen mir als negativer Spiegel, das ich richtig liege!
👍 Ja, so oder so ähnlich… 😉
Nun könnte man noch erwähnen, dass es, neben der Definition von links und rechts, auch noch eine sogenannte Mitte gab und gibt. Da würden sich viele Menschen, einschließlich meiner Person, einordnen. Ich bin für Wettbewerb in allen Bereichen des menschlichen Lebens, aber auch für Sicherung der Lebensgrundlagen von nicht so leistungsfähigen Personen. Eine vernünftige Politik könnte darin bestehen, immer wieder neu auf einen Ausgleich hinzuarbeiten, der sowohl die Leistungsträger als auch Benachteiligte möglichst gut befriedigt.
Was wir derzeit haben, ist gar nichts von dem allen, sondern pure Idiotie, die ausnahmslos allen schadet, ja sogar dem Herrschaftsklientel. Dieses kann sich nur mit bewusstseinsverändernden Dingen und Scheuklappen aus der Realität ausklinken, auch das ist kein menschenwürdiges Leben. Wer die Kinder-Leichenberge in Gaza als Selbstverteidigung betrachtet, kann nicht ganz sauber sein. Und wer die über Jahrzehnte aufgebaute Wirtschaftskraft und den Zusammenhalt in Europa aktiv vernichtet, um einer faschistischen Bande ihre Machtstrukturen zu erhalten, kann nicht mehr als humanes Wesen betrachtet werden. Der Nebeneffekt, eine komplette Spaltung der Gesellschaften, wird dabei noch billigend in Kauf genommrn.
Derzeit wird Geschichte geschrieben wie zwischen 1914 und 1945 nicht mehr und es wird nicht gut enden.
Der Nazi-Offizier aus der Göbbelschen Propagandaabteilung FJStrauß hat sich in seinen Wahlkämpfen ja auch als Mitte bezeichnet. Faschisten und Trottel bezeichnen sich gerne als Mitte..
@ Wunderlich
„Derzeit wird Geschichte geschrieben wie zwischen 1914 und 1945 nicht mehr und es wird nicht gut enden.“
Genau so ist es – eine Zeitschleife.
Ich fühle mich von Mausfeld ein wenig beleidigt.
Wenn ich nicht ganz so links bin wie er, bin ich rechts und habe nichts anderes im Sinn, als das kapitalistische Herrschaftssystem zu stabilisieren. Eigentlich sollte dieses Schwarzweißdenken unter seinem Niveau sein.
Ich habe das Buch gelesen!
Es hat mich beeindruckt und erschreckt zugleich.
Beeindruckend, weil Mausfeld glasklar wie kein anderer die Methoden der modernen Massenmanipulation analysiert und die ideologische Glocke der westlichen Zivilisation auf ihre kolonialen Grundlagen zurückführt.
Erschreckt hat mich, das Mausfeld keinen Ausweg aus dieser ideologischen Manipulation, aus der ideologischen Glocke sieht. Aber vielleicht hat die Existenz dieses Buches schon eine Antwort gegeben. Allein das einer wie Mausfeld in der Lage ist, die ideologische Manipulation zu erkennen und dieses Buch zu schreiben, gibt Hoffnung. Was Mausfeld kann, können vielleicht andere auch?
Durch Mausfeld angeregt bin ich auf das Buch von Daniel Marwecki, „Die Welt nach den Westen“ gestoßen.
https://www.aufbau-verlage.de/ch-links-verlag/die-welt-nach-dem-westen/978-3-96289-239-5
Marwecki erwartet….“Umkehr: Hin zu einen würdevollen Abstiegsmanagement nach außen und einen neuen Gesellschaftsvertrag nach innen. Es gilt einerseits, sich kooperativ und demütig in die sich neu ausformende Welt einzupassen. Andererseits ist eine Abstiegsgesellschaft dazu gezwungen, die Zugänge zum vorhandenen Wohlstand egalitärer zu gestalten, sofern sie eine Demokratie bleiben will…“ Zitat Seite 254 obiges Buch.
Wäre das nicht ein christlicher Demut folgender Weihnachtswunsch, zu den man Christen allerdings noch bekehren muß?
Was Ihr konkret im Kleinen tun könnt ist dafür zu sorgen das die Bücker von Mausfeld und Marwecki in den Bestand Eurer Stadtteilbibiothek aufgenommen werden, damit mehr Leute diese Bücher lesen können
Mit „Demut“ kommen wir nicht, weiter.
Diesen Weg beschreiten wir doch schon seit ein paar Dekaden ganz demütig vor der herrschenden Klasse.
Das Predigen von Bedürfnislosigkeit ist das Gegenteil vom Kampf um ein gutes Leben und spielt dem Kapital in die Hände. Das predigt nämlich auch die Bedürfnislosigkeit – der anderen – der Arbeiterklasse.
Leider stellen sich die „Amts-Christen“ und ihre Lämmer, wie immer, als „rechts-stabilisierend“ heraus.
Dass die öffentlichen Bibliotheken ihrem breiten Bildungsauftrag nicht mehr nachkommen und sich damit möglicherweise ihr eigenes Grab schaufeln, zeigen die Vorkommnisse in Münster und anderswo.
Demut vor was?
Die westliche Zivilisation muß mit einer gewissen Demut akzeptieren das ihre Zeit abgelaufen ist!
Die westliche Welt muß mit einer gewissen Demut akzeptieren das wir in einer Abstiegsgesellschaft leben!
Die westliche Zivilisation muß mit einer gewissen Demut akzeptieren, das andere Kulturen mindestens gleichwertig, wenn nichtig nicht der westlichen Zivilisation sogar in vielen überlegen sind.
Die westliche Mittelschicht muß mit einer gewissen Demut akzeptieren, das ihr Wohlstand nur durch die brutale Ausbeutung der kolonial unterdrückten Völker möglich war.
Die westliche Welt muß mit einer gewissen Demut akzeptieren das ihre Weltordnung auf brutale Gewalt gebaut ist.
Die westliche Welt muß mit einer gewissen Demut akzeptieren das ihr Entwicklungsmodell nicht zur Nachahnmung zu empfehlen ist.
Fazit: die westliche Zivilisation muß mit einer gewissen Demut akzeptieren, das der Westen gestern war.
Diese Einsicht erfordert RESPEKT vor den Leben und der Zivilisation der Anderen, der anderen Völker und Nationen.
Die westliche Welt muß mit einer gewissen Demut erkennen, das ihre Welt, ihre Zivilisation NICHT anderen überlegen ist.
Mit Demut muß die westliche Arroganz besiegt werden, sonst belebt nur die Gewalt als Maßnahme der Umerziehung!
Demut ist ein vollkommen unbrauchbarer Begriff, lassen Sie ihn fallen. Er bedeutet Knechtsgesinnung, Unterwerfung des Sklaven, auch mental, unter seine Herrschaft. Da wäre Zurückhaltung, Bescheidenheit, noch besser. Meinetwegen gehört der Begriff in einen christlich-religiösen Kontext – dann sollte er dort aber auch bleiben und nicht über-mütig werden.
Mir scheinen „Realismus“ und „Aufrichtigkeit“ die geeigneten Begriffe zu sein.
Wie wollen Sie aus westlich sozialisierten Menschen „bessere, freie Menschen machen“?
Eine uralte „menschliche“ Methode ist die Gewalt, „Umerziehung„ durch die Methoden der herrschenden Klasse, die auf Gewalt beruhen? Umerziehung durch Kulturrevolution, wie es ebenfalls gewaltsam Mao Zedong versuchte? Pazifizierung durch Moral Bombing wie es die Briten in Deutschland und die Amerikaner durch die Atombombe in Japan versuchten? Sie sehen doch die Resultate.
Also bleibt nur der möglichst gewaltfreie Weg der Läuterung, Besserung „Umerziehung“. Und da sollte man doch die Christen – ich selbst bin religionslos – beim Wort nehmen und an ihre christliche Demut, die sie doch andauernd predigen, erinnern.
Mehr wollte ich nicht sagen…
Es wäre auch schon viel gewonnen wenn die Menschen im Westen begreifen würden das sie in einer Abstiegsgesellschaft leben. Ich weiß, Abstieg macht depressiv
@Naomi
Aber ist es das nicht gerade? Die Knechtsgesinnung ablehen, erkennen, dass man nur einmal lebt und entweder in diesem Leben oder eben nie das maximal erreichbare Glück erleben kann?
Fängt ja schon bei der Ausbildung an: wie viele Leute haben in der DDR als Arbeiterkinder studiert! Die DDR hat den Beweis erbracht, dass Bildung kein Vorrecht der Kinder von akademisch vorgebildeten ist. Dann könnten sich doch Eltern heute daran erinnern, oder nicht? Anstatt demütig auf einen KITA Platz zu warten.
Die durften aber nur studieren, wenn die Eltern in der Partei waren und sich systemkonform verhalten haben. Außerdem wurde ihnen oft der Studiengang vorgeschrieben. Würde ich jetzt nicht als Vorbild sehen und entspricht nicht meinem Verständnis einer freien Gesellschaft.
Das ist Quatsch wie ich aus eigenen erleben berichten kann. Ich war nie in der Partei und konnte studieren aufgrund meiner „arisch-proletarischen“ Klassenherkunft.
Die Mitgliedschaft in der Regierungspartei hat natürlich das Leben erleichtert, wie es auch heutzutage in Westen üblich ist
So ein Blödsinn, hereingefallen auf Westpropaganda? Unsere Eltern waren z.B. nicht in der Partei, streng katholisch und wir drei Brüder haben alle studiert. Die Studienrichtung konnten wir uns aussuchen, meine Brüder wurden Mikrobiologen und ich habe Maschinenbau studiert.
Einen Wunschstudienplatz bekam man immer wenn man drei Jahre in einem VEB gearbeitet oder als Fauler drei Jahre in der NVA (NVA= Nicht Viel Arbeit)diente. Meine Brüder haben ABI mit Berufsausbildung gemacht, wurde als 3-jährige Tätigkeit in einem VEB anerkannt. Ich Fauler war drei Jahre in NVA. Mit der Verpflichtung auf drei Jahre konnte ich mir auch einen ruhigen Dienst aussuchen.
Ich kenne drei Leute, die nicht studieren durften, deshalb mein Einwand und es ist richtig aus Sicht des Westens, aber aus vielen Gesprächen und Bekanntschaften nach der Wende bzw. vorher in der CSSR oder Ungarn.
da würde ich gerne wissen, weshalb nicht und ob sie dann später doch noch studierten (nach absolvierter Berufsausbildung). Butter bei die Fische, Sonnenallee!
@sunstreet
Sie dürfen ihre einseitige Information aus wenigen Aussagen einiger DDR-Bürger nicht verallgemeinern, sonst kommen Sie zu falschen Schlußfolgerungen. Da ich die DDR aus eigener Erfahrung kenne, können Sie gegen meine Lebenserfahrung nicht mit westlicher Besserwisserei anargumentieren…das ist schon alles
@ Routard: Ihr Hinweis ist überholt. Die Akademikerquote ist
explodiert. Ergebnis:
Titel, aber saublöd
Gewissermaßen richtig, aber nur gewissermaßen, denn trotzdem sollten Sie sich Mal die Statistik ansehen, aus welchen Kreisen die so kommen jund wer am Ende wie viel Bafög zurückzahlen muss.
@Naomi
Moralisierte der Solipsist.
Die Krise des Westens ist eine menschengemachte Krise. Dem Menschen Demut vor einer menschengemachten Krise zu verordnen, ergibt keinen Sinn.
Kurz gesagt: Man kann nicht demütig vor sich selber knien.
Was Sie meinen ist Bescheidenheit durch Kapitulation.
Das Buch von Daniel Marwecki als Ergänzungslektüre zur Mausfeldtschen zu empfehlen, ist blanker Irrsinn:
Die von Marwecki geforderte Demut ist herrschaftsstabilisierend.
Lesen sie das von ihnen angeführte Zitat noch mal ganz langsam und genau.
Man soll sich demütig dem Schicksal beugen; so predigten es die Pfaffen von der Kanzel. Schicksal steht euphemistisch für eine von Gott gegebene Gesellschaftsordnung, Marwicki nennt das eine sich „neu ausformende Welt“, als ob die irgendwie schicksalshaft auf uns herabgestürzt und nicht eine Elitengesteuerte Katastrophe ist.
Insbesondere der letzte Satz aus dem Zitat ist mir der ‚liebste‘
Auf deutsch: Marwicki fordert, sich freiwillig und „demütig“ einer Ökodiktatur zu unterwerfen.
Je du über ein Zitat herfällst solltest du vielleicht das Buch mal lesen. Das hast du sicher nicht
Wo haben Sie eigentlich ihre Analysefähigkeiten erworben? Auf der Baumschule?
Lesen Sie doch wenigstens noch mal in Ruhe meinen Kommentar und antworten argumentativ.
Du bist lustisch… 🚌
Demut ist was für die Kirche und ewig Schuldige.
Wir brauchen echte Widerständler und Kämpfer gegen die herrschende Klasse und keine Betreuung am Stauende.
motonomer
„Du bist lustisch… 🚌. „
Du fährst Bus? Muss man sich Sorgen machen?
Hier: 🏍️
Moin.
Ja, ich wußte nicht, was ich daraufhin einstellen sollte.
Den hatte ich gerade auf´m Rechner, einen GTI Emoji gibt es ja leider nicht. 😉
Der Ausweg? Das ist der Sozialismus. Aber es ist ein LANGER Weg und der beginnt mit Wählen gehen und andere Menschen aufklären. So lange bis wir mehr sind.
Dazu zählt auch sich selbst aufklären, also viel lesen:
unsere-zeit.de
jungewelt.de (mit Einschränkungen)
nachdenkseiten.de
rtde.org (aber auch einiges an kapitalistischem Unsinn)
amerika21.de
parstoday.ir/de
anti-spiegel.de (mit Einschränkungen da manchmal kapitalistische Unsinn)
german-foreign-policy.com
Mehr Quellen sind immer wieder verlinkt auf telegram Seiten, zB.
https://t.me/freielinkezukunft
https://t.me/marxengelsleninstalin
„Wahlen“ haben noch nie etwas verbessert merkt euch das endlich mal.
@ Naomi
„Hin zu einen würdevollen Abstiegsmanagement … “
Das klingt nach Ulrike Herrmann auf ihrem Weg zu den Troglodyten, die sie jedoch nie erreichen möchte.
Danke an Herrn Mausfeld, dass er nochmal betont, wofür „Rechts“ in der Praxis tatsächlich steht, nämlich zusammengefasst für Barbarei und Sozialdarwinismus!
Ich kann ihm da nur beipflichten!
Denn die Menschenverachtung liegt in der DNA des Konservativismus. Deswegen sind nicht von ungefähr die schlimmsten Ideologien, die dieser Planet bisher gesehen hat, der Faschismus, der Wirtschaftsliberalismus, der Neoliberalismus sowie der Libertarismus, die sämtlich in Barbarei und Sozialdarwinismus enden, aus dem Konservativismus hervorgegangen.
Das Problem mit den „linken“ Ideologien und Konzepten, ich nenne hier mal den wieder aktuell werdenden Marxismus, Sozialismus und Kommunismus, ist aber, dass sie den Menschen zu einem bestimmten, vermeintlichen „Ideal“ umerziehen wollen, was in der Praxis natürlich genauso wenig funktioniert. Das Problem eben, das entsteht, wenn man ausschließlich nur mit der „expliziten Reflexion“ arbeitet und die „implizite Reflexion“, also das tatsächliche innere und selbstbestimmte Denken des Menschen, ignoriert.
Ich nenne hier mal als Beispiel die „Gemeinwohlökonomie“, die Paraphrase der „Solidarischen Ökonomie“, die mit dem expliziten Zwang zum Kooperativen den Egoismus „eliminieren“ (Zitat Christian Felber) will, was natürlich nicht funktioniert, wie die Praxis bereits bewiesen hat.
Solche Veränderungen und Weiterentwicklungen gehen nur über die eigene individuelle innere Arbeit, die man freiwillig, aus einem inneren Bewusstsein heraus resultierend, vollziehen muss. Solche Weiterentwicklungen kann man nicht über das „Explizite“ erzwingen, denn das führt grundsätzlich, aus dem „Impliziten“ resultierend, zu ideologischen Gegenbewegungen, wie die Realität beweist.
Deswegen möchte ich nochmal auf die Wertstufendemokratie, als etwas wirklich Neues, denn wir brauchen wirklich Neues, verweisen, weil sie die „implizite Reflexion“ als „gelebte Reflexion“ in die Praxis umsetzt.
Zu „die Menschenverachtung liegt in der DNA des Konservativismus“ möchte ich folgendes anmerken:
Das halte ich für ein Missverständnis, das vermutlich aus einer etwas zu eindimensionalen „rechts-links“-Interpretation der Dinge hervorgeht. Ich verstehe, worauf du hinaus willst, aber ich würde stattdessen eher sagen, dass die Menschenverachtung in der DNA des Autoritarismus liegt. Es gibt da eine Ausprägung des Konservativismus die mit diesem einhergeht, und die ich in meiner Jugend vielleicht als „Spießertum“ bezeichnet hätte.
Vielleicht liegt es daran, dass ich im Rheinland aufgewachsen bin, aber ich kenne auch eine sehr liberale und tolerante Form des Konservativismus. Dessen Repräsentanten legen Wert auf ein geregeltes Leben, bevorzugen eine traditionelle Familienform und gehen jeden Sonntag in die Kirche. Gleichzeitig suchen sie aber nicht, anderen ihre Weltsicht aufzuzwingen, sind interessiert und tolerant gegenüber anderen Lebensweisen und sagen im Prinzip „für mich ist das nix, aber jeder Jeck ist anders“.
Natürlich sind nicht alle so, und es gibt auch viele Negativbeispiele, so wie die, dich dich wahrscheinlich nicht ohne Berechtigung zu dieser Aussage veranlassen.
Ich habe es schon öfter erwähnt, aber ich sehe Positionen im politischen Spektrum als mehrdimensionale Größe, z.B. mit folgenden Gegensatz-Paaren, die jeweils eine Dimension repräsentieren:
liberal-autoritär
konservativ-progressiv
rational-ideologisch
Das was du vermutlich als „konservativ“ betrachtest, ist meiner Ansicht nach vermutlich eher autoritär-konservativ-ideologisch, und da pflichte ich bei, dass diese Ausrichtung problematisch ist und uns in der Vergangenheit auch die düstersten Kapitel unserer Geschichte beschert hat. Die „anderen Konservativen“, die ich oben erwähnt habe, sind vielmehr liberal-konservativ und auf der „rational-ideologisch“-Achse eher in der Mitte angesiedelt.
Ich selbst verorte mich übrigens liberal-rational und auf der „konservativ-progressiv“-Achse in der Mitte. Ich kann Vor- und Nachteile von beiden Richtungen auf dieser Achse erkennen und befürworte da eher ein gesundes Mittelmaß. Bei den anderen beiden Achsen ist meine Einstellung eindeutiger: Es steht mir nicht zu, anderen vorzuschreiben, wie sie ihr leben führen sollen und ich finde dass Ideologie nichts weiter tut, als die Sinne zu vernebeln und den Bezug zur Realität zu verlieren.
Du bist nichts anderes als konservativ-links.
Das bedeutet, dass du jede Aussage so lange relativierst, bis keine Bedeutung mehr übrig bleibt.
@Hattori Hansen
Ja, ich stimme Ihnen zu, deswegen möchte ich meine Ausführungen ein wenig ausdifferenzieren:
In beiden Ausrichtungen, die wir grob in „links“ und „rechts, konservativ“ einteilen, sind im Inhaltlichen universell Richtiges, aber auch grundlegend Falsches enthalten.
Das universell Richtige im „Rechten, Konservativen“ ist u.a. das Verständnis von „Familie“ als notwendige Keimzelle für eine gesunde und positive Entwicklung sowie die Beschäftigung mit den Themengebieten Kultur, kulturelle Identität und Kulturraum, Nation (heute Nationalstaat). Das grundlegend Falsche ist die erwähnte Menschenverachtung, die, wenn sich das „Rechte und Konservative“ politisch und im Systemischen mehrheitlich durchsetzt, bis dato immer in Sozialdarwinismus und letztlich Barbarei ausdrückt.
Das universell Richtige im „Linken“ ist u.a. das Verständnis für die Egalität und Gleichbehandlung eines jeden Menschen, wozu auch der solidarische, soziale Ausgleich gehört, sowie dass alle Menschen zusammengehören, man also von einer Menschheitsfamilie sprechen muss. Das grundlegend Falsche ist z.B. die erwähnte Praxis, die Menschen unbedingt zu einem bestimmten „Ideal“ umerziehen zu wollen/zu müssen, was grundsätzlich immer in einer Diktatur endet.
Die Aufgabe ist also, das universell Richtige aus beiden Ausrichtungen herauszuarbeiten und zum Wohl des Ganzen zusammenzuführen, weil beides zusammengehört.
Das ist aber in den bestehenden Systemen und Demokratien aufgrund ihrer eindimensionalen institutionellen und strukturellen Gestaltung nicht möglich, wie die Realität beweist.
Deswegen verweise ich erneut auf die Wertstufendemokratie, weil sie die notwendigen institutionellen und strukturellen Rahmenbedingungen herstellt, um u.a. auch diese notwendige Arbeit gewährleisten zu können.
Konservativ ist die Umverteilung von unten nach oben.
Links bedeutet gerecht zu teilen.
Was sie über Familie, Nation oder Umerziehung erzählen gehört gerade zu der Begriffsverwirrung die Mausfeld hier thematisiert.
@Trux
„Was sie über Familie, Nation oder Umerziehung erzählen gehört gerade zu der Begriffsverwirrung die Mausfeld hier thematisiert.“
Nein, hier stimme ich Ihnen nicht zu!
1. hat Mausfeld diese Themen mit der „Begriffsverwirrung“ nicht gemeint.
2. sind diese Themen aus ontologischer sowie aus universeller oder spiritueller Betrachtung existenzielle Themen, die aus der universellen Sozialität des Menschen sowie aus den tatsächlichen universellen Beschaffenheiten und Funktionsweisen der Dinge und Zusammenhänge resultieren.
@Georg
Weshalb glauben sie, dass Konservative ein besseres Verständnis von Familie hätten. Haben Linke keine Familie?
@Trux
Ja, Sie haben recht! Deswegen versuche ich, mich ein wenig differenzierter auszudrücken:
1. Die Familie ist ein reinkarnatorischer Kontext. D.h., dass die Familie, in die man sich reinkarniert, und der inhaltliche Kontext, der mit dieser Familie einhergeht, immer karmisch begründet ist. D.h., dass die Themen, die in dieser Familie aktiv sind und bearbeitet werden, für die eigene aktuelle individuelle Weiterentwicklung unbedingt notwendig sind. – (Dieses hier ist jetzt wegen des hiesigen Formats nur sehr allgemein ausgeführt.)
2. In der Familie werden die meisten karmischen Verbindungen eingegangen, im Positiven, aber auch im Negativen.
Und dieses ist wiederum für die Erkenntnisgewinnung, dass alle Menschen zusammengehören, miteinander verbunden sind und aufeinander einwirken, unbedingt notwendig.
Und diese Erkenntnis, dieses Wissen und Verständnis ist wiederum die Grundvoraussetzung dafür, die Menschheit wirklich befrieden zu können.
Im Konservativismus wurden diese universellen Funktionsweisen verstanden, allerdings überwiegend nur auf der intuitiven Ebene.
Während „linke“ Konzepte diese universellen Funktionsweisen häufig aufweichen bis negieren.
Allerdings kann man jetzt natürlich nicht sagen, dass grundsätzlich alle „Linken“ diesen Konzepten auch folgen würden und über dieses Verständnis nicht verfügen, da haben Sie natürlich recht.
Aber, in „linken“ Konzepten wird das Thema „Familie“ häufig in der notwendigen Behandlung bewusst vernachlässigt, während es in „konservativen“ Konzepten eine existenzielle, zentrale Rolle einnimmt.
@Trux
Noch ein Nachtrag:
Ergänzend muss man natürlich noch hinzufügen, dass in beiden Ausrichtungen das Thema „Familie“, was die universellen Funktionsweisen angeht, dennoch noch sehr widersprüchlich verstanden und behandelt wird.
Was sie Karma nennen, das nenne ich Besitz.
Es sind die Adeligen und Reichen, die Besitz und Herrschaft vererben. Wer auf seinem Herrschaftssitz eine Ahnengalerie vorweisen kann, der nutzt eben auch den Familienbegriff im Sinne seiner Herrschaft.
Der Proletarier hat aber nicht weniger Familie als der Adelige, er hat nur weniger Macht und Geld zu vererben.
Die Assotitierung des Konservatismus mit einem „positiven Familienbegriff“ ist insofern schizophren, da das Positive daran nur für diejenigen Geltung erlangt, die ohnehin besitzend sind, während die Ärmeren ihre Familien hungern lassen dürfen.
Der Mensch trägt das “ Ideal“ in sich, man muss ihn da nicht hinzuziehen!
Der größte Fehler der Sozialisten und Kommunisten in den 20er und 30er Jahren war es Wilhelm Reich und seine Forschungsergebnisse zu verbannen und zu zerstören.
Die Arbeitsdemokratie ist auch heute noch der Schlüssel zur Verwirklichung einer neuen menschlichen Wirtschaftsförderung.
Dafür müssen wir unsere “ Verpanzerungen“ ablegen.
lies sein Buch “ die Massenpsychologie des Faschismus“
Frohe Weihnachten
@EGOIST
Nein, der Mensch trägt nicht grundsätzlich und per se das „Ideal“ schon in sich, das ist das „idealisierte Menschenbild“, das „wir“ um 2010 im Zusammenhang mit der damaligen Systemkrise bereits inhaltlich und empirisch fundiert abgeräumt haben, sondern er muss sich tatsächlich zum „Ideal“ erst entwickeln!
Und manche sind diesbezüglich schon weiter als andere.
Und nochmal, diese Weiterentwicklung kann nicht durch explizite, d.h. normative Vorgaben erreicht werden, sondern nur durch die eigene individuelle innere Arbeit, die aus individuellen Niederlagen, Erkenntnissen und einem daraus resultierenden Bewusstsein resultiert.
@Georg
Die „gesunde Mischung „ wäre der chinesische Weg
Dieser setzt auf Marktwirtschaft und Konkurrenz und toleriert wie in wenigen asiatischen Ländern abweichende Meinungen, wenn diese nicht staatsgefährdend sind.
Auf der anderen Seite kontrolliert ein strenger Staat die Auswüchse des Kapitalismus, ermahnt Kapitalisten wie Jack Ma dem „Volke zu dienen“.
Dazu stellt die uralte konfuzianische Ideologie das Gemeinwohl über den übertriebenen Individualismus des Einzelnen.
Die Westler müßten allerdings bereit sein ihr Überlegenheitsdenken aufzugeben, wozu eine gewisse christlich/konfuzianische Demut ganz hilfreich wäre
@Naomi
Ich möchte Ihnen zu Ihrem Kommentar nur zwei Dinge zum darüber Reflektieren als Antwort geben:
1. China hat sehr stark auf Digitalisierung und KI gesetzt, was es aktuell in diesen Bereichen zur Nummer 1 in der Welt gemacht hat.
Daraus resultieren aber jetzt große sog. „Effizienzentwicklungen“ (Stichwort u.a.: Dark Plants, die dunklen Fabriken), d.h. eine daraus entstehende und steigende Arbeitslosigkeit. Berufliche Alternativen ließen sich, wie von Vielen im Westen vorausgesagt, bis heute nicht finden.
Und zumindest noch gibt es in China keinen Sozialstaat.
2. Der Mensch verfügt aufgrund seiner Seelen- und Bewusstseinsvermögen über die Fähigkeit zum freien Willen und zum selbstbestimmten Denken. Und auch in China zeigt sich, dass bei einer wirtschaftlichen Sicherheit und Stabilität im Individuum die Selbstbestimmung und das selbstbestimmte Denken aktiviert wird, das sich auch ausdrücken will. Diese Universalität zeigt sich u.a. in Demokratiebewegungen, die in China immer größer werden, von denen aber im Westen weder in den Mainstream-Medien noch in den Alternativen Medien berichtet wird.
Woran das wohl liegt?
Selbst chinesische Podcaster, die China voll unterstützen und gut heißen, wie u.a. Sofia Pomm, wünschen sich, dass es in China endlich mehr Mitbestimmung geben sollte.
China ist mehr Sozialstaat als Sie denken. Sie sind nur sehr schlecht informiert und leiden unter den Gefühl ihrer westlich/europäischen Überlegenheit.
Wenn die Chinesen wirklich so unfrei wären wie Sie es in ihrer westlich/eurozentristischen Sichtweise sehen wollen, dann hätten sie ihre technischen Wunder niemals vorbringen können.
Sie sollten die ruhigen Tage zur Selbstreflektion und nutzen erkennen, das die europäische Welt untergeht. Überlegen Sie wie Sie mit einer gewissen Demut diesen Niedergang sozialverträglich gestalten können.
Also die Nazis und auch die Schwarzhemden in Italien haben sich als progressiv und modern und fortschrittlich, als Bewegung, als geradezu revolutionär gesehen (ohne von Revolution zu sprechen weil die Kommunisten das für sich gepachtet haben). Nix konservativ. Die Nazis wollten eine neue utopische Gesellschaft bauen geleitet von geradezu romantischen Träumereien von Bauernhöfen bewohnt von blonden blauäugigen arischen Übermenschen im Raum im Osten. Da ist nichts konservativ.
Was dem sog. Westen einst zur Definition von autoritärer Staat und Diktatur gereichte fällt jetzt auf ihn selbst zurück!
Danke, Herr Mausfeld, für ihre tiefen und doch klar verständlich formulierten Gedanken. Die ruhigen Weihnachtstage werde ich nutzen, um mir endlich „Hegemonie und Untergang“ zu Gemüte zu führen.
Lesen Sie danach Daniel Marwecki „Die Welt nach den Westen“
https://www.aufbau-verlage.de/ch-links-verlag/die-welt-nach-dem-westen/978-3-96289-239-5
Marwecki ist noch irgendwie ein Linker geblieben. Er ist Professor für internationale Beziehungen und lehrt in Hongkong. Er kennt, wie alle Chinareisende, das Gefühl zwischen alter Welt (Europa) und neuer Welt (Asien mit seinen Zentrum China) zu pendeln. Blickt man von Osten auf diesen Westen schwankt man zwischen Lachanfällen und Depression. Die Menschen im Westen haben – auch weil sie eingesperrt sind, durch Inflation kein Geld für Reisen haben – nicht erkannt das die Welt, die Mehrheit der Menschheit über diesen verkommenen Westen, insbesondere Deutschland, nur noch lacht. Mir fällt zur Bekämpfung der westlichen weltfremden Arroganz nur noch der Appell an die Demut, die doch westlich-christlichen „Werten“ entspricht, ein
Schönen Sonntag und lassen Sie doch ihrer. Stadtteilbücherei die beiden Bücher anschaffen als klitzekleinen praktischen Beitrag für eine bessere Welt
@Naomi: Wenn ich Ihre Beiträge hier so lese, sind Sie ja in vielen Kulturen zuhause und bewandert! Das meine ich jetzt nicht ironisch!
Waren Sie schon einmal in China?
Die Aufklärung ist insofern gescheitert, als das sie aufgehalten wurde, gewisse Tabuthemen anzugehen, nämlich alles was dem immer noch auf persönlichen Beziehungen basierenden Staat nicht passt. Das ist quasi das mittelalterliche Konzept, auf dem damals der „Feudalismus“ gegründet war und mit dem immer „von unten nach oben“ umverteilt wird.
– was ist Demokratie, warum sind Wahlen, Parteien und Berufspolitiker prinzipiell undemokratisch
– warum sich Oligarchien immer selbst erledigen, Sparta und Rom als geschichtliche prägendste Beispiele
– der gewalttätige religiöse Fundamentalismus als irrationale ideologische Untermauerung, speziell der jüdische im Westen
Das Bild erinnert mich gerade an das neue Berliner Polizeigesetz, für das AUCH DIE AfD gestimmt hatte.
Nur so nebenbei.
Ich hoffe Sie haben auch den Text gelesen und nicht nur das Bild angeschaut. Der passt zu unserem kleinen Disput übrigens wie die Faust aufs Auge. Ich haben Ihnen auch eine kleine Replik geschrieben. Obigen Text las
ich aber erst danach, sonst hätte ich mich darauf bezogen.
Wo bleibt denn nun mein Buch?
Am 11.11. beim Westend-Verlag bestellt. Nix gekommen, nochmals nachgehört, keine Reaktion….
Drecksladen, kann in die Tonne…?
Thalia besser? Oder Amazon noch besser?
Verarschen kann ich mich selbst….
Dann warte bis das Buch gebraucht billiger auf Amazon verkauft wird oder fordere diene Stadtteilbücherei auf das Buch anzuschaffen. Hättest vielleicht bei einer kleinen, um ihr Überleben kämpfenden linken Buchhandlung bestellen sollen. Ich bestelle auch nie mehr direkt bei diesen Verlag aus genannten Gründen
Danke für die Rückmeldung. Scheint wohl kein Einzelfall zu sein.
Unser kleiner Buchladen ist eher so’n grüner Laden, mit Regenbogen- und UA-Flagge. Schreckt mich eher ab…
Obwohl, just for fun mal nachfragen…?🤔
Nochmals danke!
Also von den Buchkomplizen habe ich es problemlos bekommen. Einfach nochmal bestellen und einen kleinen notleidenden Verlag unterstützen.
Einspruch. Nicht Horkheimer/Adorno haben diese Reduktion zu verantworten, sondern der ‚Lauf der Geschichte‘ selbst. Man kann das sehr gut an den Namen festmachen, die Mausfeld selber nennt – Locke, Voltaire oder Hume waren eben wesentlich einflussreicher und ‚wirkmächtiger‘ als Spinoza, Jean Meslier – kennt denn überhaupt jemand? – und Diderot. Ein Buch, das diese These ebenfalls noch einmal sehr stark stützt ist das – leider nie in’s Deutsche übersetzte – ‚Voltaire’s Bastards‘ von John Ralston Saul. Darin wird eben an sehr vielen historischen Beispielen dargelegt, wie die ‚instrumentelle Vernunft‘ im Laufe der Zeit die Oberhand gewann und den ‚eigentlichen‘ Kern der Aufklärung verdrängte.
Könnte es sein, dass nicht nur der Militarismus eine Folge autoritärer Gedankenwelt ist, sondern auch die Grundlage derselben?
In der Ukraine zeigt sich beides. Irgendwie ist die Ukraine gerade die laborhaften Zukunft des Westens.
Tolle Ausführungen zur Aufklärung, man erlaube mir, dies dazu hervorzuheben: Mit der Aufklärung wurden Autoritäten und Traditionen abgestreift. Sie hätten durch die Vernunft ersetzt werden sollen. Eine ganz wesentliche Eigenschaft derselben ist es, dass sie sich selbst kritisch (im Sinne Kants) betrachtet, also, wie Rainer Mausfeld ausführt, sie ein ihr eigenes Selbstkorrekturpotenzial besitzt. Statt dessen haben wir heute eine negative Aufklärung, die statt der Vernunft nur das eigene Ego anerkennt. Man erkennt nur an, was einem selbst in den Kram passt, das gilt für unsere führenden Politker genau so wie für den Klimawandelleugner. Man will aufrüsten, also ist das auch richtig so. Man will in den Urlaub fliegen, also kann es keinen vom Menschen verursachten Klimawandel geben. So verneint am jede Verantwortung für sein Tun.
Anders als Mittelalter und Renaissance auf deren Basis, vor allem der Logik, Humanismus und Aufklärung möglich wurden, ist das heutige Denken zu oft völlig irrational und damit für Manipulation und Indoktrination zugänglich. Genau das sehe ich als den Faktor, der so pessimistisch in die Zukunft blicken lässt.
Eine Bande von Dieben, die EU ist fertig: https://www.berliner-zeitung.de/wirtschaft-verantwortung/top-voelkerrechtler-rechnet-mit-eu-ab-russland-enteignung-absolut-illegal-li.10009953
Guter Artikel. Wir haben einen Verrückten als Kanzler. A.Mercouris sagte gestern, die europäischen Entscheidungsträger kämen ihm wie Spieler vor, die ständig verlieren, irgendwann Pleite seien, dann Kredite bei der Bank aufnehmen und sich in der letzten Phase Geld aus kriminellen Aktivitäten beschafften, in der Hoffnung zu gewinnen und den Jackpot zu knacken.
Die Idee, es könne sich dabei um eine Scheinoperation handeln, halte ich allerdings für abwegig. Gerade die interessierten Dritten – hier die weltweit agierenden Investoren – würden mit dem Coup nutzlos abgeschreckt, ihr Geld in Europa anzulegen.
Den Kanzler als Verrückten oder als Spieler zu bezeichnen ist eine unzulässige Verharmlosung. Das alles geschieht in voller Absicht den Ruin herbeizuführen.
http://www.gelsenzentrum.de/karl_schwesig.htm
Als Titelbild dieses Artikels hätte auch eine Zeichnung des Gelsenkirchener Malers Karl Schwesig stehen können. Er hat die Grauen der faschistischen Folterknechte von Hitler in seinen gemalten Bildern festgehalten. Faschisten kennen keine Gnade mit ihren Gegnern. Am 2. Mai 1933 starben etliche Kommunisten und Gewerkschafter im Duisburger Polizeipräsidium. Man hat sie gut sichtbar vor den Augen der eingeschüchterten Bevölkerung in Ketten durch die Strassen dorthin getrieben, einige sind auch aus den offenen Fenstern aus Angst vor den Folterern in den sicheren Tod gesprungen.
Faschismus ist die brutalste Keule des Kapitalismus. Faschismus oder Militädiktatur sind die Mittel, wenn der Betrug mit Hilfe des bürgerlichen Parlamentarismus nicht mehr greift. Der Faschismus gehört zum Kapitalismus wie der Regen zur Wolke.
Wenn ich mir überlege, dass so einer wie Christian Freuding den Bundeskanzler spielen will, könnte ich einen Lachkrampf kriegen
Die Redaktion soll das Bild austauschen !
Danke für den Hinweiis !!!!!
Ich bin Gelsenkirchener, in der 4. Generation!
Danke für das Erwähnen von Karl Schwesig, der leider dem Vergessen beginnt anheim zu fallen.
Das wird alles noch kommen…KI gestützt natürlich mit der Software von Peter Thiel.
Ich möchte hier eine etwas längere Textstelle herausgreifen, und darstellen, was micgh daran verwundert hat:
„Worum geht es? Die zentrale These von Adorno und Horkheimer ist, dass die Aufklärung, die ursprünglich traditionelle Mythen überwinden sollte, in ihren extremen Formen zu einer rein instrumentellen Vernunft geworden sei, also zu einer technokratischen Zweckvernunft, die alles quantifizieren, unterwerfen und für einen Nutzenfortschritt verwerten will. Dadurch sei die Aufklärung, die eigentlich zur Befreiung führen sollte, in neue Formen der Barbarei umgeschlagen – wie Faschismus und industriell organisierter Massenmord bezeugten.
Warum ist diese These falsch? Nun, mit ihrer Reduktion der Aufklärung auf die „instrumentelle Vernunft“, wählten Adorno und Horkheimer einen historisch eher untypischen Nebenstrang der Aufklärung heraus und erklärten ihn zum eigentlichen Kern der Aufklärung.“
Wieso meint M., dass der letzte Satz im Gegensatz zu dem stehe, was er zuvor als Quintessenz von A/H dargestellt hat? Dort wird doch auch ausgesprochen, dass das, was M. als „instrumentelle Vernunft“ bezeichnet, nicht das ganze Wesen der Aufklärung sei, sondern etwas, was als „extreme Formen“ deren Kern verlassen hätte.
Aber gut, jedenfalls wendet sich M. gegen diese „instrumentelle Vernunft“, die in M’s Wiedergabe von A/H so charakterisiert ist: „…, die alles quantifizieren, unterwerfen und für einen Nutzenfortschritt verwerten will.“ Was hat er dagegen, etwas „für einen Nutzenfortschritt zu verwerten“? Es kommt doch wohl darauf an, für wen es ein Nutzen ist. Zudem weist die Betonung von „quantifizieren“ darauf hin, dass damit vor allem naturwissenschaftlicher Fortschritt diskreditiert werden soll. Naturwissenschaft und Technik sind nicht per se schlecht, nur bestimmte Formen ihrer Anwendung im Kapitalismus sind es. Der Fehler von A/H ist also, durch eine – in ihrer falschen Abstraktheit kaum zu übertreffende – Technik-Kritik einen eleganten Übergang von der marxistischen Kapitalismuskritik – auf deren Grundlage sich zu bewegen A/H weiter für sich in Anspruch nehmen – zu einer de-facto „Entsorgung“ des Marxismus hinzulegen. Und M. pflichtet dem bei!
Gerade die von Ihnen zitierte Stelle von Mausfeld hat mir gut gefallen, weil endlich mal einer den Mythos der Aufklärung in Frage stellt. Diese „Aufklärung“ war doch die Ideologie der bürgerlichen Klasse um den entstehenden Kapitalismus ideologisch zu rechtfertigen. In Vergleich zur Feudalgesellschaft war die Aufklärung ein Fortschritt aber mehr auch nicht.
Sich heutzutage mit den Schriftgelehrten, Autoren, Stubenhockern der Aufklärung zu beschäftigen ist nett, bringt aber nicht viel.
Viel wichtiger wäre es einen Weg für die neue Unterschicht zu entwickeln, wie die Verdammten dieser Erde, weltweit wie hierzulande, ein besseres Leben führen können. Das aber ist den Reichen „Demokraten“ und ihren Schriftgelehrten scheißegal, Hauptsache sie können hochgeistige ideologische Diskussionen ohne praktischen Nutzen führen
@ Naomi : siehe Franz Fannon
Genau den hatte ich im Blick als ich an die Aufklärung dachte, die doch eine der ideologischen Grundlagen des Eurozentrismus ist. Die Westler halten sich doch für bessere Menschen weil sie die Aufklärung hatten und da sag ich fuck!
Ich kenne ja nur einen Frantz Fanon – nun ja, der Arme kann sich nicht mehr wehren – gegen die Feinde der Aufklärung. Wenigstens ein Zitat hätte wohlgetan, wenn’s nicht doch Franz Poltron war, den Sie „im Blick“ hatten (also ein Demütiger…).
Die Aufklärung hat die koloniale Ausbeutung und die barbarische Gewalt der europäisch/westlichen Welt ideologisch gerechtfertigt. Folglich verachten Antiimperialisten die Aufklärung, die es so nur in Europa gab. Die Aufklärung gibt den westlichen Menschen ein Gefühl der Überlegenheit. Um mit diesen Überlegenheitsgefühl zu brechen muß man auch die bürgerliche Aufklärung einer radikalen Kritik unterwerfen, wie es Marx leider nur ansatzweise versuchte
Unsinn. Sie drücken sich außerdem um ein Fanon Zitat. Wo hat denn
„die Aufklärung“ den Kolonialismus gerechtfertigt, bitte? Lesen Sie Candide, wenn Sie’s nicht besser wissen. Wenn Antiimperialisten die Aufklärung verachten, sind es keine, sondern Antifaleute – Sie sollten aufpassen mit welchen Demutsbolzen Sie sich in eins setzen.
Soll ich ein Mao-Zitat bringen? Was nutzen Zitate? Die gesellschaftliche Praxis ist das entscheidende Kriterium jeder Theorie!
Worte sind nur Schall und Rauch und an euren Taten werdet ihr sie erkennen.
Frantz Fanon jedenfalls stand auf der richtigen Seite der Geschichte. Das sollte genügen
Mao? Der Mao der zum eigenen Machterhalt die VR China um Jahrzehnte zurückgeworfen hat? Kulturrevolution? Schlackeproduktion in jedem Kuhdorf China an die industrielle Weltspitze bringt? Hungersnot? Spatzenjagd? Der Mao?
Aber man muss nur ganz fest die Gedanken Maos glauben, dann wird das schon werden! Ich fand sein kleines Büchlein nicht so überzeugend, aber paar ganz interessante Übungen für den Denkmuskel.
Was ich ihm zu Gute halte ist, das er den Bürgerkrieg in China beendet hat. Der war richtig übel, und daß Maos China nicht als Besserwisser auf andere Länder der sogenannten dritten Welt zugegangen ist und Hilfe angeboten hat.
Aber das eigene Land mit ideologischer Verblendung ins Verderben zu stürzen ist nur um die eigene Macht zu erhalten kann mannicjt entschuldigen.
Der Ausweg? Das ist der Sozialismus. Aber es ist ein LANGER Weg und der beginnt mit Wählen gehen und andere Menschen aufklären. So lange bis wir mehr sind.
Dazu zählt auch sich selbst aufklären, also viel lesen:
unsere-zeit.de
jungewelt.de (mit Einschränkungen)
nachdenkseiten.de
rtde.org (aber auch einiges an kapitalistischem Unsinn)
amerika21.de
parstoday.ir/de
anti-spiegel.de (mit Einschränkungen da manchmal kapitalistische Unsinn)
german-foreign-policy.com
Mehr Quellen sind immer wieder verlinkt auf telegram Seiten, zB.
https://t.me/freielinkezukunft
https://t.me/marxengelsleninstalin
Mausfeld, den ich sehr schätze, äußert sich in dem Interview auch zur Aufklärung und setzt Locke, Voltaire, Hume gegen Spinoza, Mesliers und Diderot. Erstere hätten sich mit dem Feudalismus arrangiert, letztere nicht. Das ist eine unzutreffende und, um es vorsichtig zu sagen ziemlich oberflächliche Behauptung, die ich von Herrn Mausfeld nicht erwartet hätte und die mich wirklich enttäuscht.
Ganz abgesehen davon, dass Diderot ohne die Hilfe von Katharina II von Russland („die Große“) wohl kaum überlebt hätte, waren die Kämpfe gegen die Kirche, die Inquisition, die Voltaire führte von ganz anderer Art als dies in den beiden Sätzen „die das Projekt der Aufklärung mit den monarchistischen, feudalistischen und kapitalistischen Verhältnissen zu versöhnen suchten. Sie waren also elitenorientiert und zu Kompromissen mit den herrschenden Machtverhältnissen bereit“ unterstellt wird. Die Genannten und insbesondere Voltaire haben das Projekt Aufklärung überhaupt erst ins Leben gerufen und nicht Versöhnung mit den herrschenden Verhältnissen war das Ziel, sondern Bündispartner zu finden, Netzwerke aufbauen, Gesprächskreise zu organisieren (was auch heute wieder dringend nötig wäre). Das zeigt einem die minimalste Beschäftigung mit der Geschichte der Zeit vor der französischen Revolution.
Weiß Mausfeld nicht, dass sich Voltaire ganz alleine mit erheblichen finanziellen Mitteln, unter Ausnutzung aller Beziehungen, die er in ganz Europa hatte, gegen die katholische Kirche und deren Schergen in der Affäre Jean Calas einsetzte (Diderot, d’Holbach, Hélvetius hielten sich vornehm zurück)? Kennt er nicht den Prozess gegen den Chevalier de la Barre (ich könnte noch viele andere Punkte anführen, was aber in einem Forum wie diesem wirklich zu weit gehen würde). Und Locke, Hume? Ja ist er noch zu retten – kennt er nicht ihre bahnbrechenden Schriften, die den Gottesglauben zerstörten und durchbrachen? Wer nicht die herrschende Ideologie zerstört, braucht mit dem Kämpfen gar nicht erst beginnen: das ist doch das eigentlich Mausfeld Thema. Ich bin nicht nur enttäuscht, sondern entrüstet.
Wenigstens wehrt er die Horkheimer-Adorno Chose ab, wenn auch schwach, denn es ist doch ganz einfach: Wenn durch die Aufklärung die Fesseln der Vernunft gesprengt wurden, wurden deshalb die gesellschaftlichen Verhältnisse nicht sogleich mitgesprengt. Die Naturwissenschaft nach Newton brachte eine Entwicklung in Gang, die für die Befreiung der Menschheit von Arbeitszwängen eine ungemeine chancenreiche Grundlage schuf. Dass sich diese Erkenntnisse auch zur Unterdrückung nutzen ließen, kann man doch nicht der Wissenschaft vorwerfen. Und klar, dass die dann herrschende bürgerliche Klasse an den Vorteilen niemanden, schon gar nicht ihre Arbeiter teilhaben lassen wollte. Wobei wir bei Marx und Engels wären.
Mausfelds schwache Erwiderung bringt ja sofort Finsterlinge ans Schwummerlicht (hier im Kommentarbereich), die, weil sie von gesellschaftlichen und machtpolitischen, ökonomischen Entwicklungen (ohne die drei geht es nun einmal nicht) wenig Ahnung haben, sich zu schwermütig-gefühligen Äußerungen verleiten lassen – oder weil sie ohnehin Feinde der Aufklärung – und somit Feinde des Ziels einer humanen Gesellschaft sind.
„Quelle: Dieses Bild wurde mittels ChatGPT entwickelt.“
Das Bild heißt „Abendsonne in Louisiana“ (1888) und stammt von Vincent van Gogh.
Hm, nein.
Es handelt sich wohl eher um eine KI-Verwurstung des Gemäldes „Sternennacht“.
https://de.wikipedia.org/wiki/Sternennacht
;)))
Da fehlt die T.A.D.I.S. auf dem Sternennacht Gemälde! 😉
Sie meinen wohl die TARDIS, das fliegende Telefonzellenzeitmaschinendingsbums von Doctor Who.
Allerdings frage ich mich, was dieser ausgesprochen pazifistische Philantrop mit staatlicher Polizeigewalt zu tun haben soll?
Mausfeld bietet keinen Ausweg, außer die Aufklärung über unsere Manipuliertheit, welche bei ihm so weit reicht, dass es auch bei ihm, wie bei Adorno, „kein richtiges Leben im falschen geben kann“ – wenngleich Mausfeld sich von der „Dialektik der Aufklärung“, als technisch-reduktionistische Weltsicht, distanziert und den Ausweg in einer sich selbst reflektierenden Vernunft sieht.
Das aber ist für eine zweite Aufklärung zu wenig:
Denn wichtiger als diese Frage nach dem „richtigen“ Leben ist die Frage nach den Grundlagen des Lebens überhaupt und ihrer Erhaltung. Und diese Grundlagen, vor allem und zu allererst die natürlichen Grundlagen, das sind die fruchtbaren Böden und artenreichen Wälder genauso wie schlichtweg Land und Bodenschätze, sind sowohl in ihrer physischen Existenz gefährdet und deshalb zugleich Haupt-Objekt der Begierde der Reichen und damit, wie seit tausenden von Jahren, der casus belli für Expansionskriege.
Mausfeld ignoriert diese natürlichen Grundlagen des Lebens und die damit verbundene Abhängigkeit der Gesellschaften und jedes einzelnen Menschen von der Ökologie und dem Besitz von Land ebenso wie Karl Marx und die Frankfurter Schule, indem er das Heil der Menschen und den entsprechenden Fortschritt allein in einer „solidarischen, menschengerechten Gesellschaft“, in der „Anerkennung aller Menschen als Freie und Gleiche“ und „im Schutz der Armen und Schwachen“ sieht, also in der Bewahrung und Verwirklichung hochwertiger moralischer Tugenden und Menschenrechte.
Indem aber die Verwirklichung dieser Werte materielle Ressourcen kostet, die auf der Erde völlig ungleich verteilt sind und durch tausendjährigen Raubbau, vor allem in der westlichen Hemisphäre, ziemlich ruiniert sind und daher nicht beliebig verfügbar sind, hängt diese Art von Fortschritt immer mehr in der Luft, d.h. er wird abhängig von permanenter kriegerischer Ressourcenbeschaffung.
(Dabei ist Europa immer mehr Konkurrent der USA, wie man im Ukraine-Krieg erkennen kann).
Einen wichtigen Ausweg thematisiert Mausfeld mit der Zurückdrängung der Ideologie des Sozialdarwinismus als scheinbare naturwissenschaftliche Tatsache. Das ist der Sozialdarwinismus ebensowenig wie die moderne evolutionäre Entwicklungstheorie: Entwicklung in die Richtung der Natur wie wir sie einst kannten basiert nicht auf der Durchsetzung der Stärkeren im Überlebenskampf, sondern durch die Symbiose vielfältiger Arten in kohärenten Lebensgemeinschaften, die wir um uns herum als Ökosysteme kennen. Wie die Geschichte der Menschen zeigt, führt genau die weltweite Durchsetzung der vermeintlich Stärkeren, der menschlichen Art, zur Vernichtung nicht nur der Natur, sondern – bei ausbleibender Einsicht in die wahren Abhängigkeitsverhältnisse – auch seiner selbst.
Der Ausweg kann aber nicht nur ideell sein. Er muss auch darin bestehen, dass die Menschen Einfluss ausüben auf ihren Verbrauch und dass sie sich um die Erhaltung ihrer natürlichen Ressourcen vor ihrer Haustüre kümmern, sie in Besitz nehmen, bevor sie ihnen von den Reichen qua Staat, Parteien und Medien endgültig genommen werden.
Diese Perspektive, sich als Teil von natürlichen Ökosystemen (nicht von neudeutschen technologischen Eco-Systemen) zu begreifen und sich über deren schonende Nutzung und Förderung selbst zu erhalten, gibt es bei Mausfeld nicht.
Die Befreiung der bäuerlichen Bevölkerung aus der Leibeigenschaft durch die Revolutionen des 18. Jahrhunderts, wurde von den Besitzenden zur Rekrutierung einer Masse Besitzloser genutzt, die aufgrund des bei der Befreiung verlustig gegangenen Zugangs zur Natur nun auf Gedeih und Verderb auf Arbeit für andere angewiesen waren.
Das haben wir bis heute, nur mit dem Unterschied, dass die Reichen nun damit beginnen sich durch Automaten von den Arbeitern zu emanzipieren. Und damit sie mit immer weniger Menschen Reichtum und Macht erhalten können, benötigen sie einen unbegrenzten Zugriff auf alle natürlichen Ressourcen der Erde, mit dem sie zugleich verhindern, dass die Menschen darauf doch noch ihre eigene Existenz aufbauen. Die Gleichverteilung von Grund und Boden auf alle Menschen einer Gegend, die bei der ersten Aufklärung angestrebt war, jedoch nicht verwirklicht worden ist (das Kleineigentum wurde auch von Marx lächerlich gemacht) müsste die Basis einer zweiten Aufklärung sein, deren Ziel dann die Rückkehr der Menschen in das gemeinsame Haus, die Ökologie, mit modernem Wissen und Können, wäre.
Erst wenn der Menschen Existenz vor Ort durch die Nutzung und Förderung der vorhandenen Natursysteme gesichert ist, werden sie auf die Ausbeutung anderer Länder und Völker und also auch auf Krieg verzichten können. Das zeigen uns die Naturvölker und jene vielen kleinere Nationen, die unauffällig ihren Menschen dienen, indem sie ihnen ein selbstbestimmtes Leben vor Ort in der eigenen Natur ermöglichen.
Sehr schön. *****
Sie bringen diese ebenso fundamentalen wie weithin ignorierten Aspekte dahin, wohin sie gehören: an den Anfang von allem. Chapeau!
Da leider die Korrekturfunktion nicht aktiv ist nochmal:
So wie er das anfängt, so wie er das alles beenden will, dem Sie so begeistert zustimmen, werden wir bei Soylent Green enden.
So wie er das anfängt, so wie er das beenden will, dem Sie so begeistert zustimmen, werden wir bei Soylent Green enden.
Die Logik verstehe ich nicht.
Ich bin relativ zuversichtlich, dass wir auch in der Zukunft Kekse noch aus Mehl, Butter und Zucker backen könnten… 😉
kekse aus gemahlenen krabben in der gates-fabrik is schon deutlich anders als kekse von demeter-gepflegten böden kleinräumiger landwirtschaft.
seit viele menschen ihre erste kuh auf einer lila schokoladenverpackung erblicken, geht mit der entfernung von „der natur“ auch jede vorstellung verloren, vieleicht doch besser den machbarkeitswahn durch ehrfurcht vor der schöpfung (sprich: wunder natürlicher systeme) zu ersetzen.
wenn jetzt schon mehr plastik in den ozeanen schwimmt als maritime lebewesen und im trockenen das halbtote ackerland nach humusrevolution lechzt:
woher zum teufel nehmen sie ihre zuversicht?
Also ich stimme mit dir im Prinzip völlig zu mit allem was du schreibst. Auch wenn es mal interessant wäre die wahren Wurzeln unserer Selbstzerstörung und der Zerstörung unserer Biosphäre zu hinterfragen
Allerdings finde ich nicht, dass Mausfeld dies leugnet bzw. keinen Ausweg zeigt, ganz im Gegenteil wenn mal alle seine Bücher und Vorträge kennt
Mausfeld ignoriert auch nicht die natürlichen Grundlagen des Lebens und die damit verbundene Abhängigkeit der Gesellschaften meiner Meinung nach
Rainer Mausfeld hat das gegenwärtige Problem der Mobilisierung der Massen in einem seiner Vorträge über die Verwüstungen des globalen Neoliberalismus treffend auf den Punkt gebracht:
„Dies [die politische Apathie und soziale Fragmentierung unserer Gesellschaft] sind keine Folgen zufälliger Entwicklungen, sondern Erfolge einer jahrzehntelangen, systematischen Indoktrination durch die herrschenden Eliten.
Mehr als fünfzig Jahre Elitendemokratie haben uns gezeigt, wohin dieser Weg führt.
Es ist der Weg der Zerstörung.
Der Zerstörung von Gemeinschaft, der Zerstörung der Idee von Gemeinschaft. Der millionenfachen Zerstörung von Leben, der Zerstörung von kultureller und zivilisatorischer Substanz – vor allem der Dritten Welt – und der Zerstörung unserer ökologischen Grundlagen.
Die Nutznießer dieser Zerstörung sehen keinen Grund ihren Weg zu ändern. Die dazu notwendige Veränderungsenergie kann nur von unten kommen – von uns. Das ist unsere Aufgabe und das ist unsere Verantwortung.“
https://www.youtube.com/watch?v=3SBV6WzidLc
Wir sind augenblicklich Zeitzeugen, wie eine vier Milliarden Jahre alte Erdentwicklung in einer globalen Wirtschaftsmaschinerie verheizt und ausgelöscht wird. Diese »Megamaschine« erzeugt einen monströsen Überfluss an Warenschrott und produziert zugleich Unmengen von Müll. Sie häuft aberwitzigen
Reichtum, massenhaftes Elend, sinnlosen Leerlauf (sog. Bullshit Jobs), Überarbeitung und permanente ökologische Zerstörung an
Ich denke – und glaube das meint Mausfeld damit auch – dass es in einer echten Demokratie (oder Sozialismus oder wie immer man es nennen will) gar nicht möglich wäre, dass wir uns derart selbst zerstören (und unsere Biosphäre gleich mit) und unsere Lebensgrundlagen absichtlich vernichten
Mit anderen Worten: Wir sehenden Auges auf den Abgrund rasen und keinerlei Versuche unternehmen den Absturz und die Selbstzerstörung zu verhindern
Das sind ja die Handlungen einer zutiefst wahnsinnigen und degenerierten Spezies. Aber das es so weit kommen konnte, dies sind ja keine zufälligen Entwicklungen (das sieht man auch an vielen Beiträgen hier), sondern sie wurden sorgfältig geplant, erforscht und perfekt umgesetzt/verwirklicht. Wenn man sich den traurigen Zustand der westlichen kapitalistischen Gesellschaften ansieht kann man das gut erkennen
Das ist ja Mausfelds eigentliches Thema, so wie ich es verstanden habe: Wir können als Spezies eben nur überleben, wenn wir uns diesen Zuständen entledigen. Aber, die wahre Realität über unseren Zustand können wir erst erkennen, wenn wir uns aus dieser Parallelrealität (oder Platons Höhle wie Mausfeld es beschreibt) befreien in der uns die Eliten und die Nutznießer der Zerstörung halten. Aber das wir uns befreien können, dafür müssen wir erstmal die Ausgänge aus dieser Matrix finden. Daran scheitern schon die allermeisten
Aber eben nur so (ausserhalb der Matrix) können wir erst Alternativen für eine andere Gesellschaftsordnung entwickeln. Denke dies ist der springenden Punkt den Mausfeld meint
Und hier schließt sich der Kreis wieder meiner Meinung nach und ich denke, dass es Mausfeld auch so meint. Weil er keinesfalls die ökologischen Zerstörungen und die menschengemachte Klimakatastrophe usw. leugnet wie (gefühlt) 3/4 der Forumsteilnehmer hier
Vielen Dank für Ihre tiefe Einlassung auf meine Einschätzung zu Mausfelds Kapitalismuskritik, die es leider nicht vermag, den engeren, von Marx vorgegebenen Rahmen – der in Marx Frühschriften noch viel weiter war – hin zu einer neuen gemeinschaftlichen sowie kooperativen Alternative des Zusammenlebens der Menschen mit der Natur und miteinander zu überschreiten. Marx selbst hatte sich mit dem Kapitalismus arrangiert, indem er zwar die Notwendigkeit der Reproduktion der menschlichen Arbeitskraft – unter der Bedingung ihrer Ausbeutung – akzeptierte und sogar zum Maß aller handelbaren Werte erhob, jedoch gleichfalls akzeptierte, dass die eigentliche Grundlage der Wertschöpfung auf Erden, die hohe, durch ihr eigenständiges Wachstum induzierte Produktivität der Natur, als der Reproduktion würdiger Wert, völlig außen vor und der rigorosen Ausbeutung durch die Besitzenden überlassen blieb. Eine Kapitalismusanalyse, die diesen grundlegenden Fehler des Marxismus (der letztlich auch der Fehler des Liberalismus ist) ignoriert (der sich durch alle linken Theorievarianten, wie auch durch die Autoren der Frankfurter Schule hindurchzieht) und daher auch unfähig ist, zur katastrophalen ökologischen Weltlage, die Sie oben hervorragend beschrieben haben, überhaupt nur Stellung zu beziehen, geschweige denn, aus der Diskrepanz zu Natursystemen den heilenden Ausweg zu entwickeln, macht die Menschen als Subjekte hilflos und bestärkt indirekt die Macht des kapitalistischen Systems. Wer nur die Totalität der Maschinerie, technologische Entwicklungspotentiale und deren Zähmung durch Pochen auf Menschenrechte im Auge hat, orientiert per se auf grosse staatspolitische Problemlösungen und verkennt letzlich die eminente Bedeutung der Leistungen der Natur und des individuellen Naturzugangs für jedes menschliche Subjekt, als physisches Lebewesen und mündige Person. Und er übersieht, dass weltweit zigtausende Initiativen auf dem Land und in den Städten dabei sind, sich diesen neuen Zugang zur Natur als individuellen Lebensquell zurückzuholen und gegen den Zugriff der reichen Eliten in den Schaltzentren totaler politischer Systeme zu verteidigen. Es gibt diese Alternativen im bestehenden System und es käme darauf an, diese Alternativen zumindest das gleiche Gehör zu verschaffen, wie der Manipulationskraft totalitärer Systeme. Marx hatte keines der zahlreichen Alternativprojekte der Frühsozialisten, wie z.B. jener von Owens oder selbst auch der Physiokraten auch nur im Ansatz gewürdigt, sondern statt dessen auf Entwicklung durch Ausbeutung, staatliche Regulierung und Eroberung bzw. Zusammenbruch des Staates gesetzt. Das scheint sich heute zu wiederholen, wenn nur die Totalität der Macht politischer oder technokratischer Systreme ausgerollt wird und dabei die grundlegenden Notwendigkeiten und Möglichkeiten der Entwicklung ökosozialer Lebensgemeinschafen als selbstverständlich demokratische Basis einer neuen Ökonomie – ohne Gier, Profit- und Machtstreben – systematisch verkannt werden. Die Linken generell scheinen genau jene hochgradige Berührungsangst vor alternativen naturnahen Projekten zu haben, wie Marx, weil diese so ziemlich allem widersprechen, was sich die Marxisten als Utopie auf die Fahne geschrieben hatten: Die Erlangung des Paradieses auf Erden durch totale Kontrolle der Naturkräfte – und auch der Menschen?
Danke für ihre ausführliche Antwort
Mit Marx kenne ich mich nicht aus, dazu kann ich nichts sagen. Aber die geistigen Grundlagen unserer zerstörerischen Lebensweise und einer der zentralen Lebenslügen unserer kapitalistischen Ideologie, liegt meiner Meinung nach in unserer Betrachtungsweise der Natur und ihrer Bewohner
Es wäre überhaupt gar kein Problem, dass es in der Macht des Menschen läge, die Bedingungen auf der Erde so zu gestalten, dass die allermeisten Arten erhalten bleiben, das Klima sich in einem gewünschten Rahmen befindet, die Biosphäre intakt ist und vieles mehr
Dieses Denken liegt dem mechanistischen Weltbild von René Decartes zugrunde:
René Descartes begründete ein mechanistisches Weltbild, in dem Natur und Körper als reine Maschinen betrachtet werden, die nach festen physikalischen Gesetzen funktionieren. Er trennte strikt zwischen Geist (res cogitans) und Materie (res extensa), wobei Letztere als bewegliche, berechenbare Substanz ohne eigene „Lebenskraft“ verstanden wurde. Dieses Denken förderte eine technokratische Haltung gegenüber Natur und Menschen und führte zur Reduktion aller Lebewesen auf mechanische Objekte.
Die gigantisch grösste philosophische Fehlleistung in der Geschichte der Philosophie. Und genau derer bedient sich die Megamaschine (der Kapitalismus) seit nunmehr über 500 Jahren. Genau dieses Denken fördert die Entfremdung zwischen Mensch und Natur wie es René Decartes beschreiben hat.
Matthias Desmet sieht in seinem Buch „Die Psychologie des Totalitarismus“ genau hier die Wurzel für totalitäres Denken: Das mechanistische Weltbild… „spalte den Menschen von seiner natürlichen Verbundenheit und entfremde ihn, zugleich schaffe es eine Ideologie der totalen Kontrolle und Beherrschung“. Es erzeugt eine Vorstellung, in der Probleme nur durch technische, rationale Kontrolle lösbar sind. Diese Einstellung begünstige psychologische Mechanismen wie Massenbildung, Angst und Machtmissbrauch, die zur Entstehung totalitärer Gesellschaften führen.
Alle diese Voraussetzungen sind in den westlichen kapitalistischen Gesellschaften erfüllt. Deswegen auch die zunehmenden Berichte über kommende europäische und US-Bürgerkriege, wie sie OV ja auch schon thematisiert hat.
In meinen Augen, wäre es kein Problem, dass der Mensch im Einklang mit der Natur lebt. Aber solange die Wurzel des mechanistischen Weltbildes – Hier der Mensch – da die Natur die er beliebig ausplündern kann ohne die wahren Kosten zu tragen (ein muss in der Logik der Megamaschine) – nicht ausgerottet wird, solange wird es auch keine Hoffnung für sein Überleben geben. Und das Ende unserer Zivilisation wird wesentlich schneller kommen wie Viele es für möglich halten.
Guter Beitrag.. 👍
„Entfremdung“ ist für mich der Schlüsselbegriff.
Der Mensch hat sich völlig der Natur entfremdet.
Mausfeld bietet keinen Ausweg, außer die Aufklärung über unsere Manipuliertheit, welche bei ihm so weit reicht, dass es auch bei ihm, wie bei Adorno, „kein richtiges Leben im falschen geben kann“ – wenngleich Mausfeld sich von der „Dialektik der Aufklärung“, als technisch-reduktionistische Weltsicht, distanziert und den Ausweg in einer sich selbst reflektierenden Vernunft sieht.
Das aber ist für eine zweite Aufklärung zu wenig:
Denn wichtiger als diese Frage nach dem „richtigen“ Leben ist die Frage nach den Grundlagen des Lebens überhaupt und ihrer Erhaltung. Und diese Grundlagen, vor allem und zu allererst die natürlichen Grundlagen, das sind die fruchtbaren Böden und artenreichen Wälder genauso wie schlichtweg Land und Bodenschätze, sind sowohl in ihrer physischen Existenz gefährdet und deshalb zugleich Haupt-Objekt der Begierde der Reichen und damit, wie seit tausenden von Jahren, der casus belli für Expansionskriege.
Mausfeld ignoriert diese natürlichen Grundlagen des Lebens und die damit verbundene Abhängigkeit der Gesellschaften und jedes einzelnen Menschen von der Ökologie und dem Besitz von Land ebenso, wie Karl Marx und die Frankfurter Schule, indem er das Heil der Menschen und den entsprechenden Fortschritt allein in einer „solidarischen, menschengerechten Gesellschaft“, in der „Anerkennung aller Menschen als Freie und Gleiche“ und „im Schutz der Armen und Schwachen“ sieht, also in der Bewahrung und Verwirklichung hochwertiger moralischer Tugenden und Menschenrechte.
Indem aber die Verwirklichung dieser Werte materielle Ressourcen kostet, die auf der Erde völlig ungleich verteilt sind und durch tausendjährigen Raubbau, vor allem in der westlichen Hemisphäre, ziemlich ruiniert sind und daher nicht beliebig verfügbar sind, hängt diese Art von Fortschritt immer mehr in der Luft, d.h. er wird abhängig von permanenter kriegerischer Ressourcenbeschaffung.
(Dabei ist Europa immer mehr Konkurrent der USA, wie man im Ukraine-Krieg erkennen kann).
Einen wichtigen Ausweg thematisiert Mausfeld mit der Zurückdrängung der Ideologie des Sozialdarwinismus als scheinbare naturwissenschaftliche Tatsache. Das ist der Sozialdarwinismus ebensowenig wie die moderne evolutionäre Entwicklungstheorie: Entwicklung in die Richtung der Natur wie wir sie einst kannten basiert nicht auf der Durchsetzung der Stärkeren im Überlebenskampf, sondern durch die Symbiose vielfältiger Arten in kohärenten Lebensgemeinschaften, die wir um uns herum als Ökosysteme kennen. Wie die Geschichte der Menschen zeigt, führt genau die weltweite Durchsetzung der vermeintlich Stärkeren, der menschlichen Art, zur Vernichtung nicht nur der Natur, sondern – bei ausbleibender Einsicht in die wahren Abhängigkeitsverhältnisse – auch seiner selbst.
Der Ausweg kann aber nicht nur ideell sein. Er muss auch darin bestehen, dass die Menschen Einfluss ausüben auf ihren Verbrauch und dass sie sich um die Erhaltung ihrer natürlichen Ressourcen vor ihrer Haustüre kümmern, sie in Besitz nehmen, bevor sie ihnen von den Reichen qua Staat, Parteien und Medien endgültig genommen werden.
Diese Perspektive, sich als Teil von natürlichen Ökosystemen (nicht von neudeutschen technologischen Eco-Systemen) zu begreifen und sich über deren schonende Nutzung und Förderung selbst zu erhalten, gibt es bei Mausfeld nicht.
Die Befreiung der bäuerlichen Bevölkerung aus der Leibeigenschaft durch die Revolutionen des 18. Jahrhunderts, wurde von den Besitzenden zur Rekrutierung einer Masse Besitzloser genutzt, die aufgrund des bei der Befreiung verlustig gegangenen Zugangs zur Natur nun auf Gedeih und Verderb auf Arbeit für andere angewiesen waren.
Das haben wir bis heute, nur mit dem Unterschied, dass die Reichen nun damit beginnen sich durch Automaten von den Arbeitern zu emanzipieren. Und damit sie mit immer weniger Menschen Reichtum und Macht erhalten können, benötigen sie einen unbegrenzten Zugriff auf alle natürlichen Ressourcen der Erde, mit dem sie zugleich verhindern, dass die Menschen darauf doch noch ihre eigene Existenz aufbauen. Die Gleichverteilung von Grund und Boden auf alle Menschen einer Gegend, die bei der ersten Aufklärung angestrebt war, jedoch nicht verwirklicht worden ist (das Kleineigentum wurde auch von Marx lächerlich gemacht) müsste die Basis einer zweiten Aufklärung sein, deren Ziel dann die Rückkehr der Menschen in das gemeinsame Haus, die Ökologie, mit modernem Wissen und Können, wäre.
Erst wenn der Menschen Existenz vor Ort durch die Nutzung und Förderung der vorhandenen Natursysteme gesichert ist, werden sie auf die Ausbeutung anderer Länder und Völker und also auch auf Krieg verzichten können. Das zeigen uns die Naturvölker und jene vielen kleinere Nationen, die unauffällig ihren Menschen dienen, indem sie ihnen ein selbstbestimmtes Leben vor Ort in der eigenen Natur ermöglichen.
In der „Dialektik der Aufklärung“, im Untertitel „Philosophische Fragmente“, nehmen zwei Berufsphilosophen den Aufklärungsbegriff dialektisch auseinander. Kein Wunder, dass das nicht jeder versteht. Wer will, kann sich auch an Adornos „Negativer Dialektik“ abarbeiten und bekommt vielleicht einen Zugang zu dialektischem Denken.
Ich halte die Essaysammlung der „Dialektik der Aufklärung“, geschrieben in der Zeit des Zweiten Weltkrieges, herausgegeben im Europa der Nachkriegszeit, für genau die richtige Lektüre in aktuellen Vorkriegszeiten.
Ah, Oh, Adorno…Dieses Adorno Geraune hat enorm viel Schaden angerichtet. Ihr Statement bringt auch nicht ein einziges Argument – außer Wertungen. Ah, Oh, Adorno…
Je klarer man erkennt, was sich gesellschaftlich vollzieht, desto schwerer wird der Umgang damit. Nicht, weil die Entwicklungen überraschend wären, sondern weil sie in einer Offenheit auftreten, die zugleich von erstaunlich vielen Menschen nicht wahrgenommen – oder nicht wahrgenommen werden will. Was früher als demokratische Errungenschaft galt, als kritische Öffentlichkeit, als vierte Gewalt, ist in weiten Teilen zu etwas anderem geworden: zu einem Instrument der Lenkung, der Moralisierung, der emotionalen Disziplinierung.
Besonders verstörend ist dabei weniger die Existenz dieser Mechanismen als ihre Wirksamkeit. Man sieht, wie leicht sich große Teile der Gesellschaft über moralische Narrative steuern lassen. Wie komplexe Wirklichkeit auf einfache Gut-und-Böse-Schemata reduziert wird. Wie Abweichung nicht mehr argumentativ beantwortet, sondern moralisch delegitimiert wird. Wer sich diesem Spiel entzieht, steht schnell außerhalb – nicht durch Zwang, sondern durch soziale Sanktionierung.
Das erzeugt ein Gefühl tiefer Ohnmacht. Nicht, weil man nichts versteht, sondern weil Verstehen kaum noch handlungsfähig macht. Erkenntnis führt nicht automatisch zu Einfluss, sondern oft zu Distanz. Und diese Distanz ist ambivalent: Sie schützt vor Vereinnahmung, isoliert aber zugleich. Man beobachtet, analysiert, ordnet ein – und merkt, dass der eigene Radius begrenzt bleibt.
Der Impuls, dagegen anzukämpfen, ist da. Doch er verpufft meist an emotional gepanzerten Überzeugungen. Moralismus ist resistent gegen Argumente, weil er nicht auf Erkenntnis zielt, sondern auf Zugehörigkeit. Wer das durchschaut, steht vor einer unbequemen Wahl: sich aufzureiben oder sich innerlich abzugrenzen.
Vielleicht liegt der sinnvollste Umgang nicht im permanenten Widerstand, sondern in der Bewahrung der eigenen geistigen Integrität. Klar zu bleiben, ohne zu verbittern. Wach zu bleiben, ohne sich zu verlieren. Nicht alles mitzumachen – und dennoch nicht zu verrohen. Das ist wenig heroisch. Aber vielleicht ist es genau das, was in Zeiten der Gegenaufklärung am schwersten und zugleich notwendigsten ist.
Also die innere Emigration und der schwierige Versuch Mensch zu bleiben?
@n.b.
Der bisher beste und treffendste Kommentar zum Thema.
Dem Artikel/Interview ist in der Analyse wohl nur wenig entgegenzusetzen; er ist mir vom ‚Ausblick‘ her jedoch irgendwie zu fatalistisch (auch wenn ich mir über die vergangenen und zukünftigen Entwicklungen keine Illusionen mache).
„Klar zu bleiben, ohne zu verbittern.“
Das fällt mir in der Tat immer schwerer.
„Nicht alles mitzumachen“
So ziemlich das Wichtigste und für viele dennoch offensichtlich mit das Schwierigste, da sie sich – wie im Text erwähnt – der vielfachen Manipulationen häufig nicht mal im Ansatz bewußt sind.
„Das ist wenig heroisch.“
Muss es auch nicht sein. Der Wunsch nach bzw. die Diskussion um ‚Heldentum‘ ist ja letztlich auch wieder nur eine manipulierte. Hollywood lässt grüßen…
Nach 107 Kommentaren bin ich ein wenig verwundert wie wenig Mitforisten die antikokoniale Aussage des neuen Buches von Mausfeld erkannt und gewürdigt haben oder erkennen wollen. Statt dessen arbeiten sich hier ein paar Stubengelehrte an der Kritik von Mausfeld an der westlichen Aufklärung ab.
Alles Eurozentristen hier oder wie?
Morgen kommt Mausfeld die zweite Klappe und da hoffe ich auf kluge, antikoloniale Kommentare, die natürlich den neurechten Spektrum hier nicht gefallen dürfen oder?
@naomi
Das ist wohl Ihr Credo: Ich glaube, dass etwas so ist, kann es zwar nicht belegen, aber ich weiß, dass es stimmt?
Ich helfe Ihnen gerne bei Fanon. Er kritisierte die Europäer, weil sie die Grundsätze der Aufklärung durch die koloniale Politik verrieten.
D.h. erst kommen die Grundsätze der Aufklärung (etwa: Freie Meinungsäußerung), die Fanon bedingungslos unterstützt, dann die unterlassene Umsetzung, vor allem in den Kolonien, die er massiv kritisiert.
Im Faschismus schlug diese, von Fanon sehr stark betonte Entwicklung auf Europa zurück.
Die elitären Geldsäcke ließen sämtliche Werte fahren, außer den ihres Besitzes und es ist zu befürchten, dass sich das gerade wiederholt. Fazit:
Voltaire u.a. (=die Aufklärer) entwickelten die kritischen Instrumente, Fanon schmiedete, 200 Jahre später, daraus politische Waffen.
Die Leute in Afrika können die Europäer mit Recht verachten, weil sie die Werte der Aufklärung (freie Rede, freie Wissenschaft, freie Religionsausübung, Volkssouveränität) verraten, es ist aber sehr zu hoffen, dass sie nicht auch noch die Aufklärung selbst, so wie Sie, Naomi, das tun, verachten.
Doch, die Europäer verraten auch die Aufklärung: Sehen Sie, was im Wissenschaftsbetrieb passiert. Wie gering der Anteil unabhängiger Forscher mittlerweile ist und wie sehr Wissenschaftler mit einer wirklich faktenbasierten, an Wahrheit orientierten Position unter Druck geraten. Oder Corona: Sehen Sie wer ausgezeichnet wird und wie sehr die katastrophalen Folgen der Anwendung ungeprüfter gentechnisch basierter Impfstoffe vertuscht werden. Oder der Ukrainekrieg: Obwohl international mittlerweile ganz klar ist, dass der Unkrainekrieg, durch Natoosterweiterung und die Zurückweisung des Sicherheitsbedürfnisses Russlands, vom Wosten gezielt provoziert wurde, verbreitet man hierzulande umso stärker die Mär vom „russischen Angriffskrieg“, den Russland auf ganz Europa ausweiten möchte.
Es gibt kaum noch einen Lebensbereich, der nicht von der moralisch auf Kriegsfähigkeit ausgerichteten Gleichschaltung mittels Gegen-Aufklärung, Lüge, Umkehrung der Tatsachen, Klitterung der Geschichte usf. betroffen ist.
Das ist ein deutliches Zeichen für den immer stärker werdenden System-Faschismus in Europa, der viele Führungs-Figuren hat, die uns mit einem Lächeln im Gesicht von vorne bis hinten belügen.
entweder habe ich es nicht verständlich rübergebracht, oder Sie haben mich missverstanden. Ja, nichts anderes: Die Europäer verraten die Aufklärung – auch bereits durch den Kolonialismus, wenn man den nicht dem Christentum anlasten will…