Bernhard Krötz: Die Mathematik ist in Deutschland in der Krise

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Bernhard Krötz ist Mathematikprofessor – und Kämpfer gegen den Niedergang des deutschen Bildungssystems. In seinen Vorlesungen wie auf YouTube nimmt er kein Blatt vor den Mund.

Er warnt vor „didaktischer Verblödung“, ideologisch aufgeweichten Lehrplänen und einer Studentenschaft die zwar ein Abitur besitzt, aber oft weder lernfähig noch lernwillig ist.

Was läuft falsch in Schulen und Unis? Wie wurde aus Bildung Ideologie? Und warum traut sich kaum jemand, das laut zu sagen?

Bernhard Krötz ist Mathematiker und Hochschullehrer an der Universität Paderborn.

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Die Redaktion unseres Magazins: Florian Rötzer und Roberto De Lapuente.
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11 Kommentare

  1. Na, könnt ihr eueren Benzinverbrauch noch im Kopf ausrechnen?
    Ich glaube, den hab ich schon vor Jahren mit einem fast identischen Video gesehen.

  2. Offenbar geht es OV schlecht, das Ding wurde nach 10 Wochen recycled – und abgeschnitten.
    Hier das Original.
    https://www.youtube.com/watch?v=o28WEpwNx4A
    Transkript:
    Das eine ist, wie wir uns ausdrücken. Ja, das ist die deutsche Sprache und die
    1:37
    Mathematik ist dafür zuständig, dass wir korrekt, logisch, analytisch denken und
    1:43
    äh das ist eigentlich das, was im Mathematikunterricht äh geschult wird.
    1:49
    Und äh somit ist es schon also eine tragende Säule. Die Mathematik ist die Basis, ja, für die alle
    1:56
    Naturwissenschaften.

    Der Herr Professor ist mit diesen grundlegend falschen Aussagen Teil des Problems, nicht einer Lösung, sage ich dazu – aber die Ausführung überlasse ich … hm … „Noname“?

    1. „…..Mathematik ist dafür zuständig, dass wir korrekt, logisch, analytisch denken….“

      Es gibt sehr wenig, was ich vorbehaltlos unterschreiben würde und ich habe nicht den Hauch einer Vorstellung davon, weshalb du das für falsch hälst.

  3. Fällt jemandem spontan etwas ein, das in Deutschland nicht in der Krise ist?

    Was natürlich schwer vom Standpunkt abhängt, so als Milliardär oder jemand, der von seinen Kapitaleinkünften leben kann, ist natürlich alles in bester Ordnung. Trifft auf 99,9 Prozent allerdings nicht zu.

    1. Unsere Bildungssystem sind dafür da, den unkritischen Status zu halten – und der auszubeutenden Masse gerade jene funktionalen Kompetenzen zu vermitteln (Methode und Inhalte waren gestern), die sie für ihre Bullshit-Jobs in Dienstleistungsgesellschaften brauchen.

  4. Man muss Herrn Krötz allein dafür loben, dass er aus der Professorenschaft dadurch heraussticht, dass er offen sagt, was viele seiner Kollegen aus Angst um ihre Posten nur hinter vorgehaltener Hand sagen und das ist das Problem. Aber er hat auch den Vorteilm, dass er in seinem Fachgebiet der Algebra keine Drittmittel einwerben oder Werbevorträge für irgendwelchen Unsinn halten muss. Was ich besonderes gut finde, sind seine steten Hinweise, dass es nicht an der Analysis oder lin Alg, sondern an den Grundkompetenzen hakt und dann die Vorwürfe korrekt an die KMK und Didaktikabteilungen der Hochschulen adressiert.

  5. Zu erkennen, dass in der Bildung gehörig was falsch läuft, dazu braucht man keine „wissenschaftlichen“ Analysen, das merkt man tagtäglich im Leben und sieht das in den Medien. Nicht Logik, Vernunft, Respekt voreinander und vor der Natur werden gefördert, sondern Unordnung, Unehrlichkeit, Empathie für einen auserwählten Kreis von Benachteiligten oder sich also solche Betrachtenden, Hass auf Andersdenkende, Rassismus gegen Palästinenser und Russen (vorerst), Distanz zu Chineen und Kriegslust. Da wird schon mal Rassenwahn als Selbstverteidigung deklariert, Pädophilie als Kavaliersdelikt abgetan und eher untypische sexuelle Beziehungen zur Nachahmung empfohlen, während die Normalitäten der vergangenen Zeiten kaum noch in Film und Fernsehen vorkommen, Homosexuell sein ist angesagt, oder Geschlechtsumwandlung, mit Pauken und Trompeten. Kultur wird ideologisiert und generell auf das Niveau eines ESC gesenkt, der seinerseits schon für Viele als Kulturschock angesehen wird. Sport wird politisiert, Wissenschaft eingeschränkt auf staatliche Vorgaben, RmNA-Impfen und Riesen-Windparks sind gesund und richtig, basta. So in dieser Art ist seinerzeit der Sozialismus untergegangen.

  6. Anbei ein Hinweis:

    Nach der für Deutschland desaströsen 1. Pisa-Studie von 2001 erzählte mir ein Mitarbeiter der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft: «Wir sind mit einer Delegation nach Helsinki gefahren, um herauszufinden, was ihr Bildungswesen so erfolgreich macht. Das darf man ja heute gar nicht laut sagen», und er schaute sich tatsächlich um und sprach leise weiter, «aber die Kollegen haben uns erstaunt gefragt, weshalb wir so eine weite Reise unternommen haben, sie hätten das Skelett ihrer Einheitsschule mit ganzheitlicher Betreuung und praxisbezogenem Unterricht nach vielen Studienreisen in die DDR auch von dort übernommen». Überrascht hat mich nicht der Fakt, ich hatte zumindest schon gehört, dass Entwicklungsländer wegen der guten Didaktik komplette DDR-Mathematik- und Physik-Lehrbücher übernommen hatten. Überrascht hat mich die nicht nur verinnerlichte, sondern auch ausgesprochene Spielregel, wonach nichts, was nach Anerkennung von Lebensleistungen in der DDR klingen konnte, erwähnt werden durfte.
    (Daniela Dahn, Der Schnee von gestern ist die Sintflut von heute / Die Einheit – eine Abrechnung, S. 71)

    Aber was solls. Abseits von BWL … gibt es da noch was, also jetzt im Jahre 36 nach dem Endsieg der kapitalen Grundordnung? Bankkonto und Social-Media-Profil das braucht es in einer Welt der Schaumschläger und Scharlatane.

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