Eine Ohrfeige für den bequemen Zeitgeist

Corona-Virus
HFCM Communicatie, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Über ein Buch, das ganz bestimmt kein Ruhekissen ist.

Gerade hat mir ein Verleger gesagt, es gäbe nun wirklich genügend Covid-Bücher! Ach so, die Leute wollen nichts mehr über dieses unglaubliche Verbrechen gegen die Menschheit wissen und so ist es logisch, dass niemandem an Aufarbeitung gelegen ist? Es gibt Leute, die das anders sehen und die dazu beitragen, dass nichts unter den Teppich gekehrt wird. Zu denen gehört Uwe Froschauer.

Es gibt Bücher, die möchte man nach drei Seiten zuklappen. Nicht weil sie schlecht sind, sondern weil sie die unangenehme Nebenwirkung haben, das eigene Weltbild in Frage zu stellen. Froschauers “Corona – Das letzte Kapitel ist noch nicht geschrieben gehört genau in diese Kategorie.

Wer bereit ist, liebgewonnene Gewissheiten einmal auf den Seziertisch zu legen, findet 280 Seiten voll mit abscheulichen Anomalien. Froschauer führt seinen Kampf nicht mit dem Florett, sondern mit dem Säbel. Politiker, Enquete-Kommission, Experten, Medien, Pharmakonzerne, internationale Organisationen, Philanthropen und Faktenchecker – niemand entgeht seinem gezielten Hieb. Sein Buch ist gnadenlos, er hat es mit der Überzeugung geschrieben, dass die Seuche der vergangenen Jahre nicht Corona, sondern Denkfaulheit war. Allerdings widmet er dankenswerterweise auch dem Widerstand gegen den Irrsinn der Corona-Krise mehrere Kapitel.

Die Ironie der Geschichte ist höchst amüsant: Jahrelang wurde behauptet, Wissenschaft lebe vom Zweifel. Dann kam eine Zeit, in der der Zweifel selbst als ansteckende Krankheit behandelt wurden. Auch dieser Gedanke rechtfertigt die Existenz dieses Buches.

Es liest sich wie ein Kriminalroman, aber die Täter agieren nicht im Dunkeln, sie tummeln sich im Rampenlicht auf Pressekonferenzen, Talkshows, in Nachrichtensendungen und bei Preisverteilungen zu ihren Ehren.

Froschauer erinnert daran, dass Demokratie vom Streit der Argumente lebt – nicht von der Gleichförmigkeit der Meinungen. Besonders gelungen sind die zahlreichen Zitate, histori-schen Vergleiche und psychologischen Betrachtungen über Angst, Gruppendruck und Konformität. Ob man allen Schlüssen folgt oder nicht – langweilig wird es keine Minute und auch der Humor kommt nicht zu kurz.

Dieses Buch will niemandem gefallen. Es will provozieren, stören, Zweifel säen, wo Gewissheiten alles zudecken. Darin liegt seine Stärke. Es zwingt den Leser für sich selbst Stellung zu beziehen. Es will, dass wir uns endlich in Richtung ehrlicher Aufarbeitung der Corona-Verbrechen bewegen. Der Augiasstall muss ausgemistet werden, damit die Menschheit wieder nach ihren eigenen Bedürfnissen leben kann und nicht nach denen der Herren Gates, Schwab und anderen kriminellen Oligarchen, die uns eine schöne neue Welt bescheren wollen. Und genau deshalb ist dieses Buch nötig und erfüllt seinen Zweck.

Während viele Autoren versuchen, ihre Leser behutsam mitzunehmen, packt Froschauer sie am Kragen, zieht sie vor die Kulisse der Corona-Jahre und fragt sie laut:

Kommt Ihnen das wirklich alles normal vor?                                                                        

Man könnte dem Autor vorwerfen, dass er manchmal mit dem Vorschlaghammer argumentiert, wo ein Uhrmacher-Hämmerli genügt hätte. Doch vermutlich würde Froschauer darauf antworten, dass man eine schlafende Gesellschaft nicht mit Flötentönen weckt.

Wer den Mut besitzt, sich auch mit unbequemen Gedanken auseinanderzusetzen, wird dieses Buch nicht ohne inneres Frösteln zuklappen.

Fazit: Dieses Buch ist kein Ruhekissen. Es ist ein Kieselstein im Schuh der öffentlichen Debatte. Man kann ihn ignorieren. Man kann sich über ihn ärgern. Man kann ihn heraus-nehmen. Aber weiterlaufen wie zuvor wird schwierig. Das scheint mir die höchste Auszeichnung, die man einem politischen Buch machen kann.

Helmut Sterz

Dr. med. vet. Helmut Sterz, Jahrgang 1946, promovierte nach seinem veterinärmedizinischen Studium 1971 in Virologie und wurde dafür von der Justus-Liebig-Universität Gießen ausgezeichnet. Als Toxikologe in der Pharmaindustrie veröffentlichte er zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten und war in leitenden Positionen bei Boehringer Mannheim, Servier, F. Hoffmann-La Roche und Pfizer tätig. Seine Schwerpunkte lagen in der Reproduktions- und präklinischen Toxikologie sowie in der Entwicklung und Verbesserung von Verfahren zur Abschätzung von Arzneimittelnebenwirkungen. Seit 1981 ist er Fachtierarzt für Pharmakologie und Toxikologie. 2007 ging er in den Ruhestand.
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16 Kommentare

  1. …damit die Menschheit wieder nach ihren eigenen Bedürfnissen leben kann

    »wieder«? Der war gut.

    Der Mensch soll weiterhin (nicht »wieder«) nach jenen eigenen Bedürfnissen leben, die ihm gestattet und zugewiesen wurden, wie eh und jeh. Dazu gehört der Glaube, seine individuelle Meinung und sein Sein hätten eine Bedeutung jenseits seines Marktwertes, bestimmt durch die Marktinhaber.

    Inzwischen darf über Corona eigentlich alles gesagt werden, bisweilen wird man schräg angesehen. Es entwickelt sich zu einem machtaffinen Ventil und bleibt konsequenzlos.

    1. Dieses „wieder“ fiel mir auch auf, so das ich sofort nachschaute wer diese (anregende und sonst nicht zu beanstandende) Besprechung verfasst hat. Ein hochgelobter und erfolgreicher Wissenschaftler und Mitglied unserer Funktionselite innerhalb eines großen Pharmaunternehmens. Er hatte übrigens auch hier schon ein hörenswertes Interview gegeben. Für den war vermutlich die (seine) Welt vor Corona noch so in Ordnung und vorbildlich, die keiner (grundsätzlichen) Kritik bedurfte.

      .

    2. Da fällt mit immer wieder der Satz von Proudhon ein: „Wer Menschheit sagt, der lügt!“
      (Zumindest wird ihm das zugeschrieben)

      Und: „Wir“ uns endlich… Bla.

  2. Der Autor schreibt: „Froschauer erinnert daran, dass Demokratie vom Streit der Argumente lebt“.
    Im vorherrschenden System wird gestritten, geplaudert, geschimpft, gezankt…
    was letztlich nur der Stabilisierung „unserer (Fassaden) Demokratie“ dient.
    „Streit der Argumente“ bleibt wirkungslos ohne Entscheidungsmacht/Entscheidungsrechte aller BürgerInnen.
    Overton und andere Redaktionsstuben blenden das aus.
    Immerhin hat der Jung&Naiv-Kanal den Versuch gestartet sich mit der Idee der Losdemokratie zu beschäftigen.

  3. Gruppendruck ,Konformität- nie zuvor habe ich mich so massiv unter Druck gesetzt gefühlt wie bei dem Ausbruch von Corona!
    Angst stand nicht im Vordergrund aber Unsicherheit aufgrund der vielen unterschiedlichen Meinungen von Experten und Politikern und ihren Vorgaben die man zumindest im Beruf gerne hinterfragt hätte ab nicht durfte! Man hatte einfach zu funktionieren und sich an Standards zu halten. Überforderung war eine der Folgen,Überstunden ohne Ende. Dazu die tägliche mediale Berichterstattung- jede Entwicklung / Meinung / Spekulation wurde zur Schlagzeile!
    Kollegen erkrankten und wurden wieder gesund -nur ein Fall wurde bekannt mit stationärer Aufnahme.
    Keine Chance der Impfung zu entkommen,GSD ging die gut und tgl . vor Dienstbeginn erfolgte ein Test wobei einige symtomlose jedoch positive Kollegen wieder gehen durften um in ausgewiesenen Testzentren nochmals getestet zu werden um dann genervt zum Dienst zurück zu kehren.
    Dann erwischte es mich über Nacht und trotz hohem Fieber und weiterer Symtomatik musste ich ein Testzentrum ansteuern um eine Bescheinigung über einen positiven Befund beizubringen. Mein AG hatte irgendwelche finanziellen Gründe!
    Isolation hab ich nicht empfunden aber gesperrte Spielplätze ,Kitaeinschränkungen und Distanzunterricht sorgten für Stress bei meinen Kindern / Enkeln und immer wieder kamen Diskussionen auf im Vergleich zu Schweden!Wie will man Herdenimmunität fördern bei dem betriebenen Aufwand?
    Viel zu viel ist nicht gut gelaufen und war sogar falsch wie wir heute wissen!
    Ich finde dass eine Reihe sogenannter Experten ganz einfach versagt haben- bloß keinen Fehler machen,irren!
    Die Politik hätte dann vielleicht mutigere Entscheidungen getroffen in Richtung aller Beschränkungen!
    2x hat es mich erwischt trotz Impfung- danach ging es bergab und früher als geplant in Rente!
    Hört man noch was von den Experten? Herr Streeck seines Zeichens Virologe wurde Drogenbeauftragter- warum eigentlich? Gibt es keine besseren Experten?
    Drosten vom Charite wurde beim Camping verbal angegriffen- Anzeige erfolgte!
    Lothar H.Wieler,Tierarzt und RKI Präsident- prägende Person in der Pandemie- 2023 zurück getreten. Viele im Kollegenkreis haben gerade ihn kritisiert !

    1. @Nana ➕ Dem kann man noch eine Kleinigkeit hinzufügen: Die „Journalistin“ und „Richterin“ der ARD, „Corona-Expertin“ und „Fachfrau für Covid-Spritzen“ Sarah Frühauf 2021:

      „Na, herzlichen Dank an alle Ungeimpften.“
      (= ironisches Framing und Spaltung der Gesellschaft: Geimpte vs. Ungeimpfte)

      „Dank euch droht der nächste Winter im Lockdown.“
      (= Simplifizierung und Schuldzuweisung an eine bestimmte Gruppe = Sündenbock)

      „Alle Impfverweigerer müssen sich den Vorwurf gefallen lassen, an der derzeitigen Situation mitschuldig zu sein.“
      (= Labeling, moralisches Framing und Verurteilung via journalistischem Richterspruch)

      „Ein Winter wie dieser darf sich nicht wiederholen.“
      (= Bedrohung der Bürger, die einer Impfung kritisch gegenüberstehen)

      ist seit 2025 zur Referatsleiterin im Bundesinnenministerium von Alexander Dobrindt (CSU) befördert worden. Das nennt man in der real existierenden deutschen „Demokratie“ 2025/2026 dann politische, juristische und mediale „Aufarbeitung“. Die Opportunisten, Aktionäre, Lobbyisten der Pharma-Industrie und die deutschen „Untertanen“ wie der Schriftsteller Heinrich den typischen Deutschen schon vor mehr als 100 Jahren treffend charakterisierte, wollen keine Aufarbeitung.

    2. @Nana ➕ Dem kann man noch eine Kleinigkeit hinzufügen: Die „Journalistin“ und „Richterin“ der ARD, „Corona-Expertin“ und „Fachfrau für Covid-Spritzen“ Sarah Frühauf 2021:

      „Na, herzlichen Dank an alle Ungeimpften.“
      (= ironisches Framing und Spaltung der Gesellschaft: Geimpte vs. Ungeimpfte)

      „Dank euch droht der nächste Winter im Lockdown.“
      (= Simplifizierung und Schuldzuweisung an eine bestimmte Gruppe = Sündenbock)

      „Alle Impfverweigerer müssen sich den Vorwurf gefallen lassen, an der derzeitigen Situation mitschuldig zu sein.“
      (= Labeling, moralisches Framing und Verurteilung via journalistischem Richterspruch)

      „Ein Winter wie dieser darf sich nicht wiederholen.“
      (= Bedrohung der Bürger, die einer Impfung kritisch gegenüberstehen)

      ist seit 2025 zur Referatsleiterin im Bundesinnenministerium von Alexander Dobrindt (CSU) befördert worden. Das nennt man in der real existierenden deutschen „Demokratie“ 2025/2026 dann politische, juristische und mediale „Aufarbeitung“. Die Opportunisten, Aktionäre, Lobbyisten der Pharma-Industrie und die deutschen „Untertanen“ wie der Schriftsteller Heinrich den typischen Deutschen schon vor mehr als 100 Jahren treffend charakterisierte, wollen keine Aufarbeitung.

    3. in schweden gabs „ganz normal“ masken, wer sich dieserart schützen wollte, konnte….und natürlich kann man so auch ein masketragen im m-hoch-drei empfehlen….
      naja und hier gabs eben NULL, also muß man stofflappentragen verordnen und deren 😆 wirksamkeit in studien 😆 nachweisen 😆

  4. Die Ungeimpften zu Sündenböcken zu machen, zeugte auf, wie einfach eine verängstigte Gesellschaft dieser primitiven Mechanik auxmch heute noch folgt.

    Es gilt aber ebenso, dass die Mehrheit der Gesellschaft auch ohne dieses die Maßnahmen befürwortet haben. Viele wollten sogar striktere Maßnahmen. Insofern ist es durchaus vernessen, sich als Kronzeuge gegen diese auf die Demokratie zu berufen.

    1. Demokratie setzt die umfassende, neutrale Information des Souveräns voraus. Die ist praktisch nie gegeben, und wurde bei Corona zusätzlich bewusst verhindert.

      1. In einer „gelosten Demokratie“ wäre das gegeben, dass z.B. im Umgang mit dem Corona-Komplex, unterschiedliche Fachstimmen Gehör finden würden. Auch wären geloste Bürgerkonvente durch die Machtzirkulaltion kaum anfällig für Korruption.
        Das vorherrschende System ist fehl konstruiert,und es ist höchste Zeit, dass wir BürgerInnen uns selbst regieren.
        https://losdemokratie.info/
        In einem 9minütigen Video läßt der Vorsitzende der Losdemokratiepartei auf dem Nutt Los-Kanal ordentlich Dampf ab: „Links VS. Rechts: Warum Euch NUR Losdemokraten die Wahrheit über das Aristokratenscheißspiel sagen!“

  5. > Ach so, die Leute wollen nichts mehr über dieses unglaubliche Verbrechen gegen die Menschheit wissen

    Doch durchaus. Anscheind müssen wir aber auf andere Regierende warten.

    Was mir beim Lesen der Kommentare auffällt das einige oder vielleicht viele den Umfang immer noch nicht verstanden haben. Es geht nicht darum das hier einige Fehler gemacht haben. Die Infos die wir heute haben, waren den Leuten bekannt. Wir reden hier also von bewußt. Da ist eine ganz andere Kategorie.

    Ein weiterer Punkt, nicht nur das einige direkt betroffen wurden, die Schädigung hält, sagen diverse Untersuchungen weltweit, weiter an. Das bedeutet durchschnittlich veringerte Lebenserwartung durch die Impfung. Das damals vorgebrachte Argument das Zeug ist nach 2 Wochen wieder aus dem Körper, war … nicht zutreffend.

    1. richtig alle ungeimpften genesenen sind natürlich nach 10 tagen eben genesen, nich wahr?! nur die geimpften werden spikes und co nich mehr los….klaro….
      um mich rum leben lauter glückspilze, studienteilnehmer eben, karnickel….eins wär in drei wochen tot (multiorganversagen), wenn nicht studienobjekt in „covid als sepsis“ und da offiziell weder impf- noch virusspikes verantwortlich, sinds eben maßnahmen gegen „mein blut vergiftet meine organe“….

      ich mach kein karnickel und zahl kk nur, um dann palliativ die nötigen schmerzmittel zu bekommen….
      n oberwitz wär natürlich, wenn einer dies dann auch noch verweigert wird, aber wundern täts nich….

    2. Wir reden hier also von bewußt. Da ist eine ganz andere Kategorie.

      Mir ist Ihr Ansatz nicht wirklich klar. Es ist weder neu, dass die Herrschaft (Staat, Königreich, Fürstentum, you name it), die Untertanen, auch liebevoll „Das Volk“ genannt, anlügt und als Verfügungsmasse (VM) für ihre Interessen verwendet, auch wenn das bedeutet, dass bspw. im Modus eines Krieges diese biologische VM schrumpft (Tod) oder dauerhaft beschädigt wird. Weiter ist es nicht überraschend, dass der Einsatz und die Steuerung der VM mit entsprechenden Abnutzungserscheinungen trainiert und geprobt wird, wie es bei Corona durchexerziert wurde.

      Die zweite Hälfte des 20. Jh. war dahingehend vergleichsweise ereignisarm für Westeuropa (die dauerhafte „Bedrohung jenseits des eiserne Vorhangs“ hatte stabilisierend gewirkt), aber der misstrauische Beobachter hat durchaus erkennen können, dass sich allerspätestens seit 2001 „aufregende Zeiten“ am Horizont ankündigen.

      Wenn Sie meinen, Corona war ein besonders schlimmer Ausrutscher von Machtmissbrauch, befürchte ich Ihnen andeuten zu müssen, dass der nicht nur nicht geahndet werden wird, sondern dass das wohl nur ein leises Präludium war. Und was allein die medizinischen Spätfolgen von Corona angeht, wird da vermutlich noch einiges mehr erscheinen, im gesellschaftlich rechtlichen Bereich mit Sicherheit.

  6. Dann wollen wir mal hoffen dass sie zumindest von den allgemeinen Erfahrungen und den Folgen vieler Bürger was gelernt haben .Demnächst sensibler und weniger panisch reagieren! Wer weiß was als nächstes folgt!

  7. „Dann wollen wir mal hoffen dass sie weniger panisch reagieren“

    @nana
    Wer sind denn „Sie“? Etwa Politik, Staat und Behörden? Die haben auf gar nix „reagiert“, sondern ausschließlich agiert. Und zwar planmäßig.

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