Die Ursprünge der amerikanischen Propaganda

US-Flagge im Sonnenschein
Quelle: Dieses Bild wurde mittels ChatGPT entwickelt.

Was als Vision eines „Jahrhunderts des einfachen Menschen“ begann, endet in einer ernüchternden Diagnose moderner Demokratien: Statt Selbstbestimmung prägen Manipulation, Propaganda und symbolische Macht die öffentliche Meinung.

Alex Carey zeigt in seinem grundlegenden Buch „Demokratie ohne Risiko“, wie Unternehmen, PR-Agenturen und politische Eliten die öffentliche Meinung systematisch manipulieren, um ihre Interessen durchzusetzen. Ein Auszug.

Um seiner Überzeugung Ausdruck zu verleihen, dass die amerikanische Gesellschaft (und die Weltgesellschaft) unter den Einfluss der Bedürfnisse und Hoffnungen der großen Masse gewöhnlicher Menschen geraten würde, prägte Henry Wallace 1942 den Ausdruck »Das Jahrhundert des einfachen Menschen«. Er sah eine Gesellschaft voraus, in der Bildung, Wissenschaft, Technologie, unternehmerische Macht und natürliche Ressourcen in einem nie dagewesenen Ausmaß kontrolliert und in den Dienst umfassender humanistischer Ziele gestellt würden – und nicht in den Dienst individueller Macht und Klassenprivilegien.

In den USA, die oft als Inbegriff einer modernen Demokratie gepriesen werden, ist das Ergebnis ganz anders ausgefallen als von Wallace erwartet. Der »Durchschnittsbürger« ging nicht als Sieger hervor. Denn nie zuvor war er so verwirrt, verunsichert und desorientiert; seine grundlegenden Vorstellungen von sich selbst, von seinen Bedürfnissen und sogar vom Wesen des Menschen wurden im Interesse der Effizienz und des Profits der Unternehmen geschickt manipuliert und konstruiert.

Eine zentrale […] ist, dass das Ausbleiben einer eindeutigen Entwicklung hin zur »Volksrevolution« und zum »Jahrhundert des einfachen Mannes«, wie es Wallace vorhergesagt hatte, in erheblichem Maße auf die Macht der Propaganda zurückzuführen ist. Seit sechzig Jahren werden in den USA Propagandatechniken entwickelt und eingesetzt, mit denen erreicht wird, dass der einfache Mann zwar der Zwangsherrschaft des politischen Despotismus zu entkommen vermag, aber dennoch in kontrollierbarer Weise im Dienste anderer Interessen als seiner eigenen steht. Inlandspropaganda ist Propaganda, die nicht nach außen gerichtet ist, um die Ziele eines äußeren Feindes in Kriegszeiten zu kontrollieren oder abzulenken, sondern die nach innen gerichtet ist, um die Ziele der einheimischen Wählerschaft in einem demokratischen Land im Interesse privilegierter Teile der jeweiligen Gesellschaft zu kontrollieren und umzulenken.

Was unter Propaganda zu verstehen sei, darüber sind sich Fachleute aus Wissenschaft und Politik einig:

»Propaganda ist die Lenkung kollektiver Einstellungen und Stimmungen durch die Manipulation wichtiger Symbole … Kollektive Einstellungen können auf vielfältige Weise verändert werden … durch Einschüchterung … durch wirtschaftlichen Zwang … durch Einübung. Dabei erfolgt ihre Anordnung und Neuordnung hauptsächlich unter dem Einfluss signifikanter Symbole; und die Technik der Verwendung signifikanter Symbole zu diesem Zweck ist Propaganda.«

Der erfolgreiche Einsatz von Propaganda als Mittel der sozialen Kontrolle erfordert somit eine Reihe von Voraussetzungen: den Willen, sie einzusetzen; die Kompetenz, Propaganda zu produzieren; die Mittel, sie zu verbreiten; und schließlich die Verwendung »signifikanter Symbole«: Symbole denen tatsächliche Macht über emotionale Reaktionen zukommt – idealerweise Symbole des Heiligen und Satanischen.

Seit Langem schon verfügen die USA über alle diese Voraussetzungen in größerem Maße als jedes andere westliche Land. Ich werde jede dieser Voraussetzungen der Reihe nach erörtern.

Der Wille

Entgegen der landläufigen Meinung spielt Propaganda in technologisch fortgeschrittenen demokratischen Gesellschaften, in denen die Aufrechterhaltung der bestehenden Machtverhältnisse und Privilegien durch die öffentliche Meinung bedroht ist, eine wichtige Rolle – und zwar eine eher verdeckte und raffinierte Rolle. Im Unterschied dazu sind Machtverhältnisse und Privilegien in autoritären Regimen intransparent und anfällig für eine abweichende öffentliche Meinung. Zu diesem Schluss gelangt Robert Brady auf der Grundlage einer umfassenden Studie zur Öffentlichkeitsarbeit (Public Relations) von Unternehmen und Konzernen. Wobei Öffentlichkeitsarbeit ein Begriff ist, den er für die Propaganda im Inland verwendet. Brady kam zu dem Schluss, dass die Bedeutung der Öffentlichkeitsarbeit in den Vereinigten Staaten, Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Italien und Japan in dem halben Jahrhundert bis 1940 »im Großen und Ganzen abnahm, wenn man sich von Ländern mit langjährigen und tief verwurzelten liberalen, demokratischen und parlamentarischen Institutionen wegbewegt«. Laut Brady hatten Italien und Japan die geringste Erfahrung mit demokratischen Institutionen und produzierten daher auch die am wenigsten effektive Propaganda. In Deutschland, wo es eine größere, wenngleich immer noch begrenzte Erfahrung mit demokratischen Institutionen gab, »war die nationalsozialistische Propaganda auf jeden Fall besser organisiert … energischer und vielseitiger als die Propaganda in Italien oder Japan«. Am anderen Ende der Skala, d. h. in den Ländern mit der weitreichendsten Erfahrung mit liberalen, demokratischen Institutionen, sei »die Public-Relations-Propaganda … in den Vereinigten Staaten … bunter und vielfältiger als irgendwo sonst, selbst in England«.

Zu einem ähnlich unerwarteten Ergebnis gelangt auch Professor Raymond Bauer in seiner Studie über die Sozialwissenschaften in der Sowjetunion:

»Ein Gebiet der Sozialwissenschaften, von dem man normalerweise annimmt, dass es für totalitäre Regime überaus nützlich ist, ist die Erforschung sozialer und politischer Einstellungen … Paradoxerweise jedoch wurden die Psychologie und andere Sozialwissenschaften in der Sowjetunion am wenigsten für solche Zwecke eingesetzt, von denen die Amerikaner gemeinhin annehmen, dass sie in einem totalitären Staat eingesetzt werden würden: für politische Propaganda und die Steuerung des menschlichen Verhaltens.«

Es ist aufschlussreich, diese Ergebnisse mit der Situation in Amerika zu vergleichen, die Harold Lasswell 1927 in seinem Buch Propaganda Techniques in World War l beschrieb. Im Rückblick auf die alliierte Propaganda während des Ersten Weltkriegs meinte Lasswell fälschlicherweise, dass »das Verständnis für das Verhalten der maßgeblichen Öffentlichkeit in Verachtung umschlug«. Daraus folgerte er, dass elitär gewordene »mutlose Demokraten« nicht mehr an eine rationale öffentliche Meinung glaubten und deshalb selbst bestimmen sollten, wie die öffentliche Meinung zu bilden sei: »Wie man die Öffentlichkeit im Namen des Gemeinwohls täuscht und verführt. Bewahrt die Mehrheitsentscheidung, aber diktiert der Mehrheit!«. Lasswells Rechtfertigung der »demokratischen Propaganda« deutet ferner auf eine gewisse Selbstgefälligkeit hin, die den demokratischen Werten gänzlich zuwiderläuft, aber mit den Interessen der Privatwirtschaft im Einklang steht. Eine solche Sichtweise stärkt tendenziell die legitime Rolle der Propaganda in einer Demokratie. So kann Lasswell unkritisch feststellen, dass Propaganda in den letzten Jahren zu einem Beruf geworden ist. »Die moderne Welt ist damit beschäftigt, ein Korps aus Männern und Frauen aufzubauen, die nichts Anderes tun, als die Mittel und Wege zu studieren, wie man Meinungen ändern oder Überzeugungen durchsetzen kann. Die Propaganda … bringt ihre Praktiker, ihre Lehrer und ihre Theorien hervor. Es ist zu erwarten, dass die Regierungen in zunehmendem Maße auf den Rat und die Hilfe professioneller Propagandisten angewiesen sein werden.«

Eine solche Kontrolle durch Propaganda ist – so Lasswells Fazit – eine Antwort auf »die Unübersichtlichkeit, die Rationalität und die Eigenwilligkeit der modernen Welt. Es ist die neue Dynamik [einer] Gesellschaft … [in der] man mit Illusionen mehr erreichen kann als durch Zwang«.

Abschließend noch ein Beispiel für demokratische Propagandapraktiken in den Vereinigten Staaten der 1920er-Jahre. In den Jahren 1928–1929 untersuchte die Federal Trade Commission die millionenschweren Propagandaaktivitäten privater Versorgungsunternehmen. B. J. Mullaney, Direktor des »Informationsausschusses« der Versorgungsunternehmen in Illinois, gab eine Erklärung ab, die Robert Dahl als »klassische Formulierung der Bedeutung indirekter Techniken« der politischen Einflussnahme bezeichnet hat. Mullaney bemerkte:

»Wenn ein zerstörerisches Gesetz in der Legislative anhängig ist, dann muss man damit so umgehen werden, dass man zu Ergebnissen kommt. Das stelle ich gar nicht in Abrede. Aber sich Jahr für Jahr auf die üblichen politischen Verfahren zu verlassen, um gefährliche Gesetze zu stoppen, ist kurzsichtig. Ist es auf lange Sicht nicht besser und sicherer, bei den Menschen, die die Stimmen haben, eine Basis zu schaffen, damit solche Gesetzesvorschläge auf Ablehnung stoßen, als sich darauf zu verlassen, dass derartige Vorschläge gestoppt werden, wenn sie die Legislative oder die Kommission erreichen?«

Man kann Professor Harwood Childs zustimmen, wenn er behauptet, dass »die Amerikaner unter allen Nationen dasjenige Volk sind, das am stärksten der Propaganda ausgesetzt ist« (Meier 1950:162).

Die Fertigkeiten

Kommerzielle Werbung und Öffentlichkeitsarbeit sind in einer Demokratie übliche Formen der Propagandaarbeit. In den Vereinigten Staaten jedoch wurden diese Methoden über einen sehr langen Zeitraum hinweg mit unvergleichlich mehr Geschick und Forschung verfeinert als in jedem anderen Land. In den 1940er-Jahren stellte Drew Dudley – der damalige Leiter der Media Programming Division des Office of War Mobilization and Reconversion – nicht nur mit Genugtuung fest, dass die Werbung »typisch amerikanisch« sei, sondern fügte in einem Anflug von (vielleicht weniger gut begründetem) Stolz hinzu, dass »Hitler … die Technik der Werbung in den Vorkriegs- und Kriegsjahren nutzte und sich in Mein Kampf öfters als glühender Bewunderer auf die amerikanische Werbung bezog und später die Kraft der Wiederholung der Werbung bis zum Äußersten ausnutzte«.

Die Mittel

Die Vormachtstellung der Vereinigten Staaten in Bezug auf die Kommunikationsmittel zur Verbreitung von Propaganda – das Ausmaß und die Reichweite der Massenmedien: von Fernsehen, Radio und Kino bis hin zu Comics, auf nationaler und internationaler Ebene – ist seit Langem unbestritten. Was der Propaganda jedoch zuallererst ihre außerordentliche Macht und ihre besondere Rolle in der amerikanischen Kultur verleiht, ist die vierte Voraussetzung: die Schaffung und Aufrechterhaltung emotional »signifikanter Symbole«.

Die Symbole

Die Propaganda in den Vereinigten Staaten kann sich Vorteile, zunutze machen, die sich aus den Besonderheiten der amerikanischen Gesellschaft ergeben. Denn sie führt ihre Mitglieder dazu, ein dualistisches, manichäisches Weltbild anzunehmen oder zu akzeptieren. Dieses Weltbild wird von den mächtigen Symbolen des Satanischen und des Heiligen (Finsternis und Licht) beherrscht. Eine Gesellschaft oder eine Kultur, die dazu neigt, die Welt in manichäischen Begriffen aufzufassen, ist anfälliger für die Kontrolle durch Propaganda. Umgekehrt neigt eine Gesellschaft, in der Propaganda ausgiebig als Mittel der sozialen Kontrolle eingesetzt wird, dazu, ein manichäisches Weltbild aufrechtzuerhalten, ein Weltbild, das von Symbolen und Visionen des Heiligen und des Satanischen bestimmt wird.

Darüber hinaus ist die amerikanische Gesellschaft pragmatisch orientiert. Was bedeutet, dass man dem Handeln den Vorzug vor dem Nachdenken gibt. Wo die Wahrheit einer Überzeugung in den Folgen des Handelns gemäß dieser Überzeugung festgemacht wird und nicht durch eine vorherige Prüfung der Gründe für die Überzeugung, besteht die Tendenz, erst zu handeln und das Handeln erst im Nachhinein zu hinterfragen (wenn überhaupt: Denn sobald gemäß einer Überzeugung gehandelt wird, wird der Handelnde in die Verantwortung für die Folgen einbezogen und ist dann geneigt, die Folgen so zu interpretieren, dass sie seine Überzeugung und damit sein Handeln rechtfertigen). Wenn zutrifft, dass die amerikanische Kultur im Vergleich zu den meisten anderen Kulturen das Handeln über das Nachdenken stellt, dann kann man davon ausgehen, dass diese Konstellation eine manichäische Weltanschauung begünstigt. Denn die Anerkennung der Mehrdeutigkeit der Welt – d. h. einer nicht manichäischen Welt –, deren Akteure oder Ereignisse ein komplexes Gemisch aus Gut und Böse umfassen oder ausdrücken können, erfordert ein kontinuierliches Nachdenken, ein ständiges Hinterfragen der Voraussetzungen. Nachdenken hemmt das Handeln, während eine manichäische Weltanschauung das Handeln erleichtert. Aus diesem Grund sind Handeln und eine manichäische Weltanschauung dem kulturellen Gepräge der Vereinigten Staaten wahrscheinlich eher zuträglich und entsprechen ihm.

Darüber hinaus zeitigt die spezifische Ausprägung des evangelikalen religiösen Glaubens, dem die amerikanische Kultur seit jeher verhaftet ist, Denkgewohnheiten, die bereits von Haus aus auf eine manichäische Weltanschauung ausgerichtet sind. Einen Hinweis auf die manichäische Besonderheit der amerikanischen Kultur liefert eine internationale Gallup-Umfrage zum religiösen Glauben, die 1968 in Amerika und zehn europäischen Ländern durchgeführt wurde. Die Umfrage kam zu folgenden Ergebnissen: In Amerika gaben mehr Menschen an, an Gott (98 Prozent) und an den Himmel (85 Prozent) zu glauben, als in jedem anderen untersuchten Land (vgl. Großbritannien, 77 Prozent und 54 Prozent; Frankreich, 73 Prozent und 39 Prozent). Ebenso gaben 60 Prozent der Amerikaner an, an den Teufel, und 65 Prozent, an die Hölle zu glauben (Großbritannien: 21 Prozent, 23 Prozent; Frankreich: 17 Prozent, 22 Prozent). Auch hier liegen die Amerikaner vor allen anderen, mit der einzigen Ausnahme, dass sie in Bezug auf den Teufel 7 Prozentpunkte hinter Griechenland liegen. Dies sind sicherlich überraschende Ergebnisse für ein Land, das über eine fortschrittlichere technologische Entwicklung und einen umfassenderen Bildungsprozess verfügt als jedes andere.

Bei alledem ist diejenige manichäische Dichotomie, die als Mittel der sozialen Kontrolle sowohl innen- als auch außenpolitisch am wirksamsten war, nicht Gott/Himmel gegen Teufel/Hölle, sondern das säkulare Äquivalent dazu. Einerseits findet sich also eine übersteigerte Idealisierung des »amerikanischen Geistes«, der »Rolle Amerikas«, der »Bedeutung Amerikas« sowie des »American Way of Life«. – Jener transzendenten Werte also, mit denen die Vereinigten Staaten der Welt als das »manifestierte Schicksal« der Welt in Sachen Frömmigkeit und Tugend präsentiert werden. Auf der anderen Seite die überzogene negative Idealisierung des Bösen, säkularisiert im Kommunismus/Sozialismus als etwas sui generis, an allen Orten und zu allen Zeiten Böses, Schlechtes, Unterdrückerisches, Betrügerisches und Zerstörerisches gegenüber allen zivilisierten und humanen Werten.

Schon eine oberflächliche Bekanntschaft mit der amerikanischen politischen Propaganda lässt vermuten, dass die psychologische Kraft fast aller dieser Propaganda aus einer kalkulierten Steigerung des amerikanischen Nationalgefühls resultiert. Begriffe wie »American Way of Life«, »The Meaning of America«, »The Spirit of America« werden zu Symbolen, die mit der irrationalen Kraft des Heiligen ausgestattet sind. Und aufgrund einer ebenso raffinierten Verschärfung der amerikanischen Ängste vor der »fremden Ideologie« des Kommunismus und all seiner angeblich unamerikanischen Eigenschaften werden Kommunismus/Sozialismus usw. zu Symbolen des Satanischen. Solange diese symbolischen Identifikationen in der Bevölkerung aufrechterhalten werden können, ist es ein Leichtes, die Forderung und Unterstützung der Bevölkerung für eine grundlegende Reform der Institutionen und Bedingungen der amerikanischen Gesellschaft auszubremsen. Indem die Propagandisten Wohlfahrtseinrichtungen und andere (ausgewählte) staatliche Eingriffe mit Sozialismus/Kommunismus in Verbindung bringen und umgekehrt das System des freien Unternehmertums mit Loyalität, Patriotismus, Freiheit, dem amerikanischen Traum und dem American Way of Life, tun sie nichts anderes, als geeignete satanische und heilige Symbole zu manipulieren.

Die Manipulation patriotischer und nationalistischer Gefühle hat dem amerikanischen Antikommunismus insbesondere seine bemerkenswerte psychologische Kraft als Mittel der sozialen Kontrolle verliehen. Unter den westlichen Ländern, die auf eine längere Erfahrung mit demokratischen Regierungsformen zurückblicken können, ist die »patriotische« Hysterie in Friedenszeiten, wie sie die McCarthy-Ära kennzeichnete, ein Phänomen, das weitgehend nur in den Vereinigten Staaten zu beobachten ist. Die Furcht vor dem Kommunismus als satanischem Phänomen ist weitgehend auf einen übersteigerten Nationalismus zurückzuführen. Im öffentlichen Bewusstsein entspringt sie weitgehend der Darstellung des Kommunismus als Bedrohung des hochgeschätzten, säkular-sakral idealisierten »American Way of Life«: Der Kommunismus erscheint kurz gesagt als Bedrohung der »nationalen Sicherheit«. – Ein Begriff, der so weit gefasst ist wie im Mittelalter die Verteidigung des Glaubens gegen Bedrohungen und Verführungen durch ketzerische Ideen und Organisationen.

Freilich ist es keine neue Erkenntnis, dass der amerikanische Antikommunismus im Nachkriegsjahrzehnt ein mittelalterliches Gepräge annahm. – Gleichwohl mag eine Illustration am Rande nützlich sein, um uns daran zu erinnern, wie die Regression zu einer abergläubischen, magischen Weltsicht unter dem Einfluss eines übersteigerten nationalistischen Glaubens herbeigeführt werden kann. Im 19. Jahrhundert wurden diejenigen, die sich weigerten, die Teufelsbuhlschaft alter Frauen zu akzeptieren, als »Hexenförderer« an den Pranger gestellt. In den Jahrzehnten nach 1946 wurde jeder, der sich dagegen aussprach, dass der Kommunismus teuflisch sei, als »Kommunismus-Versteher« oder als »kommunistischer Mitläufer« an den Pranger gestellt.

Im 16. Jahrhundert galten Hexen als vom Teufel besessen (d. h. einer magischen Fernsteuerung unterworfen). 1955 schrieb eine angesehene amerikanische Zeitschrift, die sich an ein intellektuelles Publikum richtete: »Dass [Ho Chi Minh] unser Feind ist, ist offensichtlich. Er gehört zu jener besonders gefährlichen Kategorie von Menschen, deren Nervensystem umprogrammiert wurde, um es der Fernsteuerung aus Moskau gefügig zu machen«.

In den zurückliegenden sechzig Jahren wurde diese Form der groben Stereotypisierung durch die Niederlage der Kultur eines kritischen Bewusstseins salonfähig gemacht.

Alex Carey

Alex Carey (1922 – 1987) war ein australischer Schriftsteller und Sozialpsychologe und lehrte an der University of South Wales. Seine Forschung zu Unternehmenspropaganda („corporate propaganda“) gilt als Pionierarbeit. Nicht zuletzt deswegen widmeten ihm Noam Chomsky und Edward S. Herman ihr Magnum Opus Manufacturing Consent. Careys Buch Taking the risk out of democracy, das posthum erschien, zählt heute zu den bedeutendsten Titeln in seinem Feld.
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40 Kommentare

    1. So weit würde ich nicht gehen, aber dass es bei allen Bekenntnissen zur ‚Gleichheit’ halt auch immer Tendenzen zu „Einige sind gleicher“ gibt, schon. Einige Einblicke in US-amerikanische Besonderheiten (wie eine weiter verbreitete und auch qualitativ massivere Frömmelei bis hin zum absoluten Wahn der Auserwähltheit) sind sicher interessant. Dahingehend könnte sich das Buch lohnen – weniger bis gar nicht aber wohl für die Erklärung des Niedergangs der, äh, sagemermal ‚liberalen Demokratie‘, so unzureichend sie auch (gewesen) sein mag und so teils verlogen ihre Glücksversprechen auch waren/sind. Irgendwie „klassenlos“ oder für alle gedacht ist sie auch nicht; und neben dem Gelaber von „Leistung lohnt sich für den hart Arbeitenden“ ist auch der Ausschluss aus dem Kreis der Erfolgreichen (oder dessen Androhung) ein recht wirksames Instrument. Vielleicht bin ich jetzt etwas vom Thema abgekommen, für heute mag es genug sein. Oder wie der olle Grünlich bei den Buddenbrooks meinte: „Ich inkommodiere nicht länger.“ (Womit er durchaus log).

      1. die EidGenossenschaft hat zwar den Lenin beherbergt aber nicht erzeugt.
        Anarchisten wie Dürrenmatt wurden überwacht. Kommunistenfreundlichkeit sieht anders aus.

    2. Wenn Propaganda „…als Mittel der sozialen Kontrolle eingesetzt wird, dazu, ein manichäisches Weltbild aufrechtzuerhalten, ein Weltbild, das von Symbolen und Visionen des Heiligen und des Satanischen bestimmt wird.

      Nun ja, Heiliges erschöpft sich wohl völlig beim ‚Nebelwerfen‘, wenn es darum geht, God’s own Land zu lobpreisen und die Augen von unten nach oben zu schließen, insbesondere anlässlich seltener Zeremonien in hohen Häusern und anderswo, falls erforderlich und/oder im TV oder Neuland präsentiert. In Nahaufnahme, versteht sich.

      Der Rest fokussiert sich auf das Satanische!

    3. die Demokratie der 70er und 80er Jahre, Stichwort: Brandt, Kreisky, Palme, hat sich sehr um die Demokra tisierung der Gesellschaft und den Sozialstaat verdient gemacht

      1. Mit dem Mythos mehr Demokratie wagen holte Willy Brandt 10/1969 hunderttausende ’68er APO-Rebellen ins Boot. Aus Freidenkern wurden Schafe. Dabei sagte er nur, dass die Bürger durch Unterrichtung der Regierungspolitik an der Reform teilhaben dürfen. Staunt und seht, was euer neuer Führer vollbringt. Dieses Mißverständnis wurde nie aufgeklärt.

          1. da es einen Interessenten zu geben scheint:

            „Wir wollen mehr Demokratie wagen. Wir werden unsere Arbeitsweise öffnen und dem kritischen Bedürfnis nach Information Genüge tun. Wir werden darauf hinwirken, daß nicht nur durch Anhörungen im Bundestag, sondern auch durch ständige Fühlungnahme mit den repräsentativen Gruppen unseres Volkes und durch eine umfassende Unterrichtung über die Regierungspolitik jeder Bürger die Möglichkeit erhält, an der Reform von Staat und Gesellschaft mitzuwirken.“

            http://www.nn-ghostwriting.de/willy-brandt-2/ Archive.org

        1. @ Routard
          Gibt es eigentlich belegbare Statistiken wieviele Menschen Berufsverbote erhielten? Nicht, dass ich diese bezweifeln würde. Verwundert hat mich allerdings wieviele russophobe, Mao/PolPot-phile KBW-Kader in Politik und öffentlichem Dienst ausserordentliche Karrieren machten. Vorneweg diesbezüglich Winfried Kretschmann und Ulla Schmidt.

          1. Es sind ca 10.000 Berufsverbotsfälle dokumentiert vom Postboten bis zum Uniassistenten. Allein die Regelanfrage bei jeder Neueinstellung beftraf Hunderttausende – mit verheerenden Wirkungen. Auch kürzte man gerade die Verträge
            Des universitären Mittelbaus auf Jahresverträge zusammen, was diese Leute gefügig machte.
            KBW: stimmt, auch KBler fanden als Renegaten in die Politik. Kretschmann und Trittin etwa. Es wäre ein interessantes Thema, deren Entwicklung und Funktion nachzuvollziehen.

  1. Gut geschrieben und ist nicht auf Amerika beschränkt bzw. hat sich das inzwischen auf der ganzen Welt verbreitet.

    Die Frage die sich stellt ist wie man sich vor der Manipulation am besten schützen kann.

    Meine Herangehensweisen ist das ich bewegte Bilder (tv,YouTube,Kurzfilme in chats) meide (Bilder wirken stark auf Ebenen die man nicht kontrollieren kann) und nur texte lese (dadurch denkt man eher über etwas nach). Zudem noch ein wenig Hygiene was man liest. Klingt einfach, ist aber in der heutigen Welt nicht mehr so ohne weiteres umzusetzen.

      1. @Veit_Tanzt

        Stimmt. Das alte Werk von E.A. Rauter sollte man vielleicht nochmal lesen auch wenn es zu der Zeit noch keine KI und die heutigen Medienmanipulationsmethoden gab.

        Was hat Venezuela mit Israel zu tun?
        https://ronpaulinstitute.org/what-does-venezuela-have-to-do-with-israel/
        Ukraine is supported by Israel and the US Israel Lobby in part because the roots of many diaspora and Israeli Jews are “Kazarian,” i.e. they derive from that part of Eastern Europe.

        Plus, Ukraine’s acting head of state Volodymyr Zelensky is a Jew whose mother and father reportedly live in Israel in a posh residence paid for by the money stolen by their son from US and European donations to Kiev to fight Russia.

  2. Es geht – insbesondere im sog. Westen und den Kolonien USA und Israel – nicht um Propaganda sondern um faschistoide Politik und Demagogie!

    1. Es ist auch kein Zufall, dass Hitler davon begeistert war. Auch ist es kein Wunder, dass Hitler schon in der 1920 von der US Wirtschaft gesponsert wurde.

  3. … ist doch logisch:

    Wenn sich Medien aus Werbung finanzieren – dann sitzt die Lüge eben eines Tages in der Redaktion!

    Und das ganz besonders, weil der Staat davon profitiert.

    Es geschieht vor unseren Augen – man muß es eben nur sehen wollen…

    Schuld sind Ökonomen, Politiker und Juristen. Alle drei gehören zum Verteilungs-Industriellen Komplex. Auch als Regulierung bekannt – denn beides regelt meinen Tag:

    der Preis und das Gesetz.

    POLITIKER sollten Alternativen verteilen – bekommen haben wir Blockparteien.

    ÖKONOMEN sollten Wohlstand und Mittel verteilen – bekommen haben wir Inflation, Geldmengenausweitung, Mangel, Intransparenz und Obzoleszenz – also nix was man als Schaffung von Eigentum bezeichnen könnte. Sinnfrei und eher das Hamsterrad…

    Juristen sollten Gerechtigkeit verteilen – stattdessen lassen Juristen die Dinge eskalieren, weil sie davon profitieren.

    Der Liberale Staat, schützt die Wirtschaft – und wird von dieser regelmäßig übers Ohr gehauen.

    Wir haben also in der Regulierung einen komplementären Zusammenhang, der sich vom Volk bezahlen läßt – aber nicht Willens ist, Probleme zu erledigen.

    Veruntreuung/Unterschlagung par exellance…

    Kriminell.

    Die westliche Demokratie ist ein parasitäres System, bei dem der Souverän längst entsorgt wurde…

    Die Verantwortlichen lehnen das natürlich ab. Trotzdem halten sie jeden Tag diesen Apparat am laufen!

  4. Hier wurde eine wichtige Persönlichkeit vergessen: Edward Bernays!
    Bernays war Pionier in der Anwendung von Forschungsergebnissen der noch jungen Psychologie und Sozialwissenschaften in der angewandten Öffentlichkeitsarbeit.

    Sehr aussagekräftiges Zitat:
    „Wenn wir den Mechanismus und die Motive des Gruppendenkens verstehen, wird es möglich sein, die Massen, ohne deren Wissen, nach unserem Willen zu kontrollieren und zu steuern.“

    Bezeichnent ist auch sein Einwirken, um einen Putsch in Guatemala herbeizuführen.
    Tatsächlich ist die Wirkungsweise von Propaganda, der unverdächtigen Bezeichnung Öffentlichkeitsarbeit, oder das englische Synonym Public Relations in verfeinerter Weise nach wie vor sehr wirkmächtig und die wenigsten Menschen merken, dass sie gezielt mit Informationen überschüttet werden, die ihre Meinung in vorbestimmter Weise im Sinne der Akteure manipuliert.

    1. Der Artikel fängt bei Henry Wallace 1942 und der Fiktion »Das Jahrhundert des einfachen Menschen« an.
      Edward Bernays vergessen? Wohl nicht.
      Aber Propaganda fängt auch nicht mit Bernays an. Schon im alten Griechenland und in Rom beschäftigte man sich ausgiebig mit Rhetorik.

      1. Der Artikel fängt mit der Überschrift an: „Die Ursprünge der amerikanischen Propaganda“
        Im Übrigen verstehe ich meinen Beitrag als sinnvolle Ergänzung, nicht als Besserwisserei.
        Was die Ursprünge der „amerikanischen“ Propaganda mit Griechen und Römern verbindet
        ist bei dem Titel eher sekundär. Hier klingt das etwas schulmeisterlich. Aber keine Sorge
        zu meinem bescheidenen Wissen gehört z.B. auch die Lektüre von Platons Georgias und auch
        Cicero ist mir nicht unbekannt.
        Insofern Dank für den freundlichen Hinweis, dass Bernays nur einer von vielen ist, der das Thema
        Propaganda zur eigenen Tugend erhoben hat.

  5. “ … Bedrohung des hochgeschätzten, säkular-sakral idealisierten »American Way of Life“
    Da stellen sich mir Fragen, die in dem Text nicht adressiert werden:
    Was wird da unter „American Way of Life“ verstanden? Doch bestimmt nicht die skandalös weit verbreitete Armut. Damit sind wir bei der nächsten Frage:
    Wie wird der AWoL „säkular-sakral idealisiert“? Der Text legt die Antwort nahe: indem er eben in der Propaganda als ein Symbol des Heiligen figuriert. Aber damit das funktioniert, muss doch schon in den Köpfen der AWoL als etwas Ideales und Gutes präsent sein. Sonst käme die Propaganda nicht an, sondern würde nur Kopfschütteln hervorrufen. Es dreht sich also im Kreis.
    Damit bleibt das Problem, um das es eigentlich geht, unbeantwortet, nämlich: Wie ist es möglich, dass die kleinen Leute die Verhältnisse, von denen sie doch immer nur den Schaden haben, gutheißen. (P.S.: zur Verdeutlichung: Man kann darauf nicht antworten: „Die kleinen Leute haben doch gar nicht den Schaden“, denn dann bräuchte es auch keine Propaganda für die Verhältnisse)

  6. Um Propaganda und deren Methoden besser verstehen zu können, sollte man sich dem Ursprung zuwenden.

    Social Engineering

    „Streng genommen geht diese Kategorie auf John Broadus Watson zurück, den Begründer der amerikanischen Schule des Behaviorismus. Die ursprünglich hinter diesem Begriff stehende Intention Watsons bestand in der gesellschaftskritischen Idee, dass er aus jedem Kind machen könne, was er wolle. Die These war vor allem gegen die Ansicht gerichtet, dass die Kinder Schwarzer auf Grund biogenetischer Faktoren weniger intelligent seien als die Abkömmlinge der Weißen. Watson wollte durch das Social Engineering beweisen, dass Intelligenz primär ein sozio-kultureller, kein biologischer Faktor, also vor allem von Lernprozessen abhängig ist.

    Im Rahmen der liberalen Marktwirtschaft sind die experimentellen Methoden des Behaviorismus auch dazu verwendet worden, menschliches Verhalten durch Tests „objektiv“ zu erforschen, um es bestimmten Interessen entsprechend zu verändern, zu manipulieren.“

    Social Engineering (Wiki)

    Behaviorismus (Wiki)

  7. So um 1998 herum hat der Historiker Yuri Slezkine ein Buch veröffentlicht: „ Das jüdische Jahrhundert“.
    Darin beschreibt er drei „jüdische“ Errungenschaften: den Bolschewismus, den Zionismus und die auf psychologischen Erkenntnissen beruhende Massenmanipulation der US- Bevölkerung. Muss ein Antisemit sein, der Jude Slezkine.
    Ansonsten reicht Edward Bernays „Propaganda“. Übrigens soll das Werk auf dem Nachttisch von J.Göbbels gelegen haben. In seinem Besitz war es jedenfalls…
    Unsere allseits geschätzte Kanzlerin war begeistert von der Technologie des „Nudging“… https://de.wikipedia.org/wiki/Nudging

  8. @ Alex Carey
    Danke!
    Mir war zwar bekannt, dass US-Amerikaner die Dinge recht pragmatisch anpacken. Auch, dass die Sicht auf die Dinge dort oft nur in einem: „I love it“ bzw. „I hate it“ resümieren. Aber die Zusammenhänge von Evangelikalismus, dem magischen Denkens mittels Symbolen des Heiligen und des Satanischen, einem fast schon religiös überhöhten Nationalismus und der Zusammenhang mit Propaganda, war mir in dieser Tiefe vorher noch nicht bewusst geworden.

  9. Die US-amerikanische Gesellschaft scheint eine mehr und mehr gewalttätige und paranoide zu werden. Der Durchschnittsamerikaner ist stark übergewichtig, ungebildet, rassistisch, frauenfeindlich und außerdem ein Waffennarr, der bevor er seine untrainierten grauen Zellen in Anspruch nimmt eher seinen Nachbarn präventiv erschießt.
    Dass das Bild des US-Amerikaners in der Welt im allgemeinen etwas sympathischer rüberkommt liegt an der riesigen und effizientesten Propagandamaschine der Welt namens Hollywood. Die dort produzierte Unterhaltung folgt einem ausgeklügelten Psychoalphabet, das den weltweit kleinsten Nenner von Emotion und Überwältigung derart beherrscht, dass es nicht einen Fleck auf der Welt gibt, wo der damit kommunizierte Inhalt nicht verstanden werden kann.
    Dabei gibt es durchaus bewundernswerte Kunstwerke darunter, die aber ihr Publikum oft eher in Europa fanden als im heimischen Markt. Der Europäer, besonders der Deutsche unterscheidet sich auch nicht so sehr vom Durchschnittsamerikaner, wie er sich bisweilen dünkt. Als besonders unterwürfiger Bewunderer des „American Way” sucht sich der West-Deutsche nach der „Niederlage” mit dem „Ami” einen im Gegensatz zum „Iwan” anbetungswürdigeren und vor allem spendableren Sieger und dazu, – wenn’s denn unbedingt sein muss, – die Demokratie als Importware noch obendrauf.
    Ein bisschen ökonomische Perspektive und die Leute spuren.
    Die Jahrzehnte dauernde Berieselung mit Unterhaltung der Marke Hollywood schön synchronsprechermäßig, gleichsam püriert (Sprachunterricht war nicht gewünscht) aufbereitet verfehlt seine Wirkung auf die Dauer nicht. So wirken deutsche Schauspieler noch heute oft wie leicht missglückte Spielzeugausgaben ihrer amerikanischen Vorbilder, ein bisschen schmalbrüstiger, ein bisschen verhaltener und mit ein bisschen zu viel Charakter, heißt: zu wenig Norm = weniger „gut” aussehend.
    Filme, in denen der letzte Ami-Hinterwälder mit bestem Hochdeutsch synchronisiert wird, der russische Professor jedoch mit einem Akzent als könnte er nicht bis drei zählen. Jedem Kind in Westeuropa wird, ob es will oder nicht, in den vergangenen Jahrzehnten die Inferiorität der Russen im Gegensatz zum westlichen Glamourhelden, der im echten Leben genau so glanzvoll zu sein hat eingetrichtert.
    Dass nun die Verantwortlichen der Politik so fremdgesteuert, so offensichtlich manipuliert agieren, mag neben dem Bakschisch auch an der strengen Einübung jenes geschilderten Pappmachée-Wertekanons liegen, der allerdings gerade dahinschmilzt „Like Ice in The Sunshine”.

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