Statt ein endloses Dilemmas zu verwalten, sollte sich die Kirche zum Atomwaffensperrvertrag als einem Zeichen möglicher Umkehr bekennen.
mehr lesenBurkhard Paetzold
Von 1978 bis 1989 war ich Mitglied der ‚ad hoc Gruppe Abrüstung‘ im Referat Friedensfragen der Theologischen Studienabteilung beim Bund der Evangelischen Kirchen in der DDR, zusammen mit dem Referenten Joachim Garstecki sowie mit Walter Romberg (†) und Friedrich Huth (†). – Die Ergebnisse unserer Arbeit schlugen sich in verschiedenen Studien u. a. zur Gemeinsamen Sicherheit und zur Diskussion um wechselseitig einseitigen Abrüstungsschritte nieder, die in den Kirchen in der ehemaligen DDR wie in der Ökumenischen Friedensdiskussion breit rezipiert wurden. – Die damals begründete Tradition des friedensethischen Diskurses halte ich auch heute für relevant, sehe allerdings, dass sie in der gegenwärtigen Diskussion nur noch als historische Fußnote vorkommt. – Gerade die Synoden der Evangelischen Kirchen in der DDR forderten früh und deutlich die vollständige Ächtung von Atomwaffen und wandten sich gegen jede Form nuklearer Abschreckung (‚Absage an Geist, Logik und Praxis der Abschreckung‘).


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