
Unsere meistgelesenen Artikel im Juli.
Auch im Juli dominierten Krieg, Geopolitik und die Frage nach der Rolle Deutschlands das Interesse unserer Leser. Die Entwicklungen in der Ukraine, Warnungen vor einer weiteren Eskalation zwischen Russland und der NATO sowie Debatten über die politische Linke bestimmten das Bild. Gleichzeitig fanden kulturpolitische und gesellschaftliche Themen große Resonanz – von der Kunstfreiheit über die Aufarbeitung öffentlicher Rituale bis hin zur Auseinandersetzung mit Islamismus.
Die Linke wird immer irrelevanter
Im Gespräch mit dem Ökonomen Heiner Flassbeck geht Roberto De Lapuente der Frage nach, warum die politische Linke immer mehr an Bedeutung verliert. Diskutiert werden strategische Fehler, der Verlust sozialer Verankerung und die Frage, ob linke Politik heute noch überzeugende Antworten auf die drängenden Probleme der Zeit bietet.
Walerij Saluschnyjs Kriegsanalyse
Michael Silnizki stellt die Analyse des ehemaligen ukrainischen Oberbefehlshabers Walerij Saluschnyj vor. Im Mittelpunkt stehen die Lehren aus dem Drohnenkrieg, die Schwierigkeiten beider Seiten und die Perspektiven für den weiteren Verlauf des Konflikts.
Durch Fehleinschätzungen und Eskalation wächst die Gefahr eines Krieges mit Russland
Der ehemalige Generalinspekteur der Bundeswehr Harald Kujat warnt vor einer gefährlichen Eskalationsspirale. Er beschreibt, wie Fehlwahrnehmungen, Aufrüstung und politische Rhetorik Europa immer näher an eine direkte Konfrontation mit Russland führen könnten.
Aktuelle Entwicklungen im Ukrainekrieg
In seiner regelmäßigen Analyse ordnet Michael Silnizki die jüngsten militärischen und politischen Entwicklungen ein. Frontverläufe, strategische Entscheidungen und diplomatische Signale werden dabei in einen größeren Zusammenhang gestellt.
Reise ins Herz der deutschen Finsternis
Roberto De Lapuente beschreibt eine Gesellschaft, die sich zunehmend in moralischen Gewissheiten einrichtet und dabei den Blick für Widersprüche verliert. Entstanden ist eine essayistische Bestandsaufnahme über Konformismus, Ausgrenzung und den Zustand des öffentlichen Diskurses.
Ukraine: Amerikas anhaltender Stellvertreterkrieg gegen Russland
Die US-Ökonomen Jeffrey Sachs und Sybil Fares betrachten den Ukrainekrieg als Ausdruck einer langfristigen geopolitischen Strategie der Vereinigten Staaten. Sie argumentieren, dass der Konflikt weit über die Ukraine hinausreiche und Teil einer globalen Machtkonkurrenz sei.
Aus dem Baukasten der Pietätlosigkeit
Roberto De Lapuente analysiert die ritualisierten Reaktionen nach schweren Gewalttaten und setzt sich kritisch mit den immer gleichen politischen und medialen Betroffenheitsbekundungen auseinander.
Atomschlag gegen Deutschland
Der Publizist Christian Hamann beleuchtet die Debatte um nukleare Abschreckung und fragt, welche Folgen ein Atomschlag gegen Deutschland hätte und warum dieses Szenario inzwischen wieder offen diskutiert wird.
Der Kunst-Fall Rudolph Bauer
Am Beispiel des Künstlers Rudolph Bauer zeichnet Paulo H. Bruder nach, wie politische Positionierungen zum Ausschluss aus dem Kulturbetrieb führen können. Der Beitrag stellt grundsätzliche Fragen nach Kunstfreiheit, Cancel Culture und dem Umgang mit unbequemen Stimmen.
Islamisten und Lügner
Eva C. Schweitzer setzt sich nach dem Anschlag auf den Berliner CSD mit der medialen und politischen Einordnung islamistischer Gewalt auseinander. Er kritisiert Verharmlosungen, doppelte Standards und den Umgang mit unbequemen Tatsachen.
Unsere Statistik kennt die meistgelesenen Artikel. Sie verrät jedoch nicht, welcher Beitrag Sie am meisten beschäftigt oder überrascht hat. Welcher Text hat Sie im Juli besonders zum Nachdenken gebracht? Schreiben Sie es uns in die Kommentare.
Ähnliche Beiträge:
- »Es geht nicht darum, wer die Guten und wer die Bösen sind«
- Hauke Ritz: »Der europäische Niedergang ist mit dem Ausschluss Russlands aus Europa verknüpft«
- »Die große Mehrheit der Studierenden duckt sich auch eher weg«
- Die Linke, die Reichsacht und die Kallas
- Kriegstüchtig? Nein, danke!





Immer mehr verfestigt sich der Anschein, dass nicht Russland, sondern Polen am meisten Angst vor einer deutschen Wiederbewaffnung haben sollte.
Jeder Staat, der – wie Deutschland – seine Wirtschaft auf Pump zur Kriegswirtschaft umgestellt hat, muss irgendwann auf Raubwirtschaft umstellen, denn sonst droht der Bankrott. Doch was könnte das Ziel dieser Raubwirtschaft sein? Immer wieder wird die These angedeutet, das wäre Russland, und vielleicht planen das ein paar Spinner auch genauso. Dennoch ist das angesichts der nuklearen Tatsachen realitätsfremd. Andere Ziele sind damit plausibler.
Ein sehr naheliegendes ist natürlich die eigene Bevölkerung und das ist angesichts massiver Einschnitte auch keine Theorie mehr, sondern Realität. Bleibt aber die Frage, ob da wirklich noch genug zu holen ist. Geht man von einer Wiederholung der Geschichte aus, lägen die Ziele jedenfalls im benachbarten Europa. Frankreich und Großbritannien dürften dabei ebenfalls ausscheiden. Bleiben also Polen, Tschechien, das Baltikum, vielleicht auch Skandinavien. Diese Regionen sollten sich vielleicht tatsächlich bald warm anziehen.
Wie das ablaufen könnte? Wer weiß? Vielleicht mit einem provozierten Krieg um Kaliningrad, bei dem deutsche Schutztruppen in Polen stationiert werden müssen? Und dann nebenbei die bis dahin „russisch infiltrierte“ polnische Regierung stürzen und die „gefährdeten essentiellen Lieferketten“ schützen müssen? Wer weiß.