
Verstrickt in der Kriegspropaganda.
„Wer die Wahrheit nicht weiß, der ist bloß ein Dummkopf. Aber wer sie weiß und sie eine Lüge nennt, der ist ein Verbrecher.“ – Bertolt Brecht, 1939
1. „Wes Brot ich ess, des Lied ich sing“
Nach dem Kriegsausbruch in der Ukraine verließen aus Protest gegen „Putins Krieg“ zahlreiche Moskauer und Moskauerinnen der neuen Generation Russland. Drei von ihnen – Alexander Gabuev (geb. 1985), Alexandra Prokopenko und Tatiana Stanovaya (geb. 1978) – fanden ihre neue Heimat in Berlin.
Für sie wurde gar eine „Denkfabrik“ in Berlin1 gegründet, damit sie erfolgreich ihren „ehrenvollen“ Kampf gegen den „verhassten Putin“ im Sinne der westlichen und proukrainischen Kriegspropaganda führen können. Nach der Schließung des Moskauer Carnegie-Zentrums am 24. Februar 2022 wurde es in Berlin ein Jahr später, am 25. April 2023, unter dem Namen „Carnegie Russia Eurasia Zentrum“ neugegründet und dieser neugegründeten „Denkfabrik“ steht ein ehem. Mitarbeiter des Moskauer Carnegie-Zentrums, der eben erwähnte Journalist, Alexander Gabuev, vor.
Zahlreiche weitere ehem. Mitarbeiter des Moskauer Carnegie-Zentrums und Putin-Gegner (darunter Alexander Baunov, Andrei Kolesnikov und Vita Spivak) verließen ebenfalls 2022 Russland und fanden ihre neue Heimat in Europa oder den USA.
Mittlerweile tun sie nichts lieber, als gegen das eigene Land zu opponieren und dagegen getreu dem Motto: „Wes Brot ich ess, des Lied ich sing“ zu agitieren. Heutzutage ist das ein einträchtiges Geschäft! Das wäre halb so schlimm, wären sich die ausgewanderten Putin-Gegner – die sog. „Westler“ -, die sich, wie selbstverständlich, als „Liberale“ begreifen, wenigstens darüber im Klaren, wie sehr sie von der westlichen Kriegspropaganda wie zu Sowjetzeiten instrumentalisiert und vereinnahmt werden.
Ja, die Sowjetzeiten! Man wird geradezu nostalgisch und denkt an die eigene Jugend der 1970er- und 1980er-Jahren, in denen man selber ein „junger Wilde“ war. Allein: Man wollte Aufklärung, keine Propaganda. Ganz anderes verhalten sich die russischen Putin-Gegner im Ausland.
Statt Aufklärung verstärken sie meistens die antirussischen Ressentiments und fördern unreflektiert jene Vorurteile und Klischees, die in den westlichen Gesellschaften seit Jahrhunderten tief verwurzelt sind. Sie erweisen dem eigenen Land, dem sie den Rücken gekehrt haben, einen Bärendienst im Glauben einen Beitrag dazu zu leisten, Russland zu „zivilisieren“ und zu „liberalisieren“.
Diese ausgewanderten „Weltverbesserer“, die sich als „Liberalen“ ausgeben, kennen offenbar nicht die jahrhundertealte Einstellung der Europäer zu Russen, worauf schon Dostojewski aufmerksam machte: „In Europa sind wir bloß Landstreiche.“2
„Der russische Liberale“ – entrüstet sich Dostojewski – „ist so weit gegangen, dass er selbst Russland verleugnet, d. h. die eigene Mutter hasst und schlägt. Jedes glücklose und missglückte Ereignis in Russland erregt bei ihm Gelächter und löst geradezu Begeisterung aus. Er hasst die Sitten des (eigenen) Volkes, die russische Geschichte, kurzum: alles. Wenn es für ihn eine Rechtfertigung gibt, dann besteht sie nur darin, dass er nicht versteht, was er tut, und hält seinen Hass auf Russland für echten Liberalismus.“3
Am 31. Juli 2026 hat das erwähnte Dreiergespann Gabuev/Prokopenko/Stanovaya einen gemeinsamen Artikel für Foreign Affairs mit dem Titel „Why a Weaker Russia Keeps Fighting“ (Warum ein geschwächtes Russland weiterkämpft) veröffentlicht.
Was sie schreiben, unterscheidet sich in ihrer lauwarmen Analyse, verzerrten Realitätswahrnehmung und verfehlten Schlussfolgerungen kaum von dem, was sie gemeinsam bereits im vergangenen Jahr in der gleichen Zeitschrift veröffentlicht haben.
Unter dem anspruchsvollen Titel „Putin’s Theories of Victory“ veröffentlichten Gabuev, Prokopenko und Stanovaya am 26. März 2025 in Foreign Affairs eine Schrift, die weder eine außenpolitische Analyse noch Militärexpertise über die aktuellen Entwicklungen an der Front oder eine Studie über die Aussichten der staatfindenden Friedensverhandlungen anzubieten hatte.
Die Schrift erwies sich vielmehr als eine Politagitation gegen eine Trump-Putin-Konnexion, was keine Überraschung war. Denn außer ihrer gemeinsamen Gegnerschaft zu Putin eint die drei Autoren nichts. Sie könnten unterschiedlicher auch nicht sein: ein Journalist, eine Ökonomin und eine Politikwissenschaftlerin.
Das heterogene Dreiergespann schickte sich an, einen gemeinsamen Text zu Papier zu bringen, der an Stelle einer geo- und sicherheitspolitischen Analyse lauter Psychologismen über die Trump-Putin-Beziehung produziert hat4.
Nicht viel anders verhält es sich auch in der erwähnten jüngsten Veröffentlichung. Viele Mutmaßungen, Unterstellungen, Klischees, An- und Beschuldigungen werden auch im Artikel über ein vermeintlich „geschwächtes Russland“ aufgestellt und man merkt den Autoren an, wie sehr sie sich abstrakt und realitätsentrückt an einem Thema abarbeiten, das sie mangels geo- und sicherheitspolitischer Kenntnisse nicht beherrschen.
Ohne Militärexperten zu sein und ohne jedwedes Quellenmaterial heranzuziehen, maßen sie sich zudem an, über eine militärische Lage in der Ukraine zu urteilen, kommen aber nicht umhin, unkritisch und unreflektiert nur das zu wiederholen, was die seit Wochen in den westlichen Massenmedien tobende Kriegspropaganda vermittelt.
„Russlands Position hat sich heute verschlechtert“, diagnostizieren sie und fahren fort: „Die Ukraine ist heute militärisch besser aufgestellt als im Vorjahr. Russland verliert demgegenüber mehr Soldaten, als es rekrutieren kann, und gerät auf dem Schlachtfeld ins Stocken. Seine Wirtschaft steht vor zunehmenden Problemen. … Insgesamt liegt die Zahl der monatlich getöteten oder schwer verwundeten russischen Soldaten bei etwa 30.000. Gleichzeitig ist die Zahl der monatlich einberufenen Soldaten auf 27.000 gesunken – bedingt durch die sinkenden Anwerbungsprämien in einigen russischen Regionen und ein wachsendes Bewusstsein für die hohen Opferzahlen. Moskaus Fähigkeit, die ukrainische Frontlinie entscheidend zu durchbrechen, wird zunehmend infrage gestellt.
Der Kreml steht auch vor anderen Problemen. Die Ukraine hat eine äußerst erfolgreiche Kampagne mit Luftangriffen mittlerer Reichweite durchgeführt, die die russische Logistik und die Nachschubwege unterbrochen und den Vormarsch des russischen Militärs weiter verlangsamt hat. Kiew hat seine Luftangriffe auf größere Entfernungen verstärkt und dabei militärische Produktionsanlagen und zivile Infrastruktur tief im russischen Hinterland angegriffen, darunter Ölhäfen und Raffinerien. Dank dieser Angriffe ist etwa ein Drittel der russischen Ölraffineriekapazität außer Betrieb, was zu Benzinengpässen, Kraftstoffrationierung und langen Schlangen an den Tankstellen führte, die von Juni bis Ende Juli anhielten und sich voraussichtlich wiederholen werden, sobald die Ukraine ihre Angriffe wieder aufnimmt. Im Juli begann die Ukraine, Lagerhallen des größten russischen Online-Händlers Wildberries zu sprengen, wodurch der Krieg in den Fokus der Öffentlichkeit rückte und Tausende von russischen Klein- und Mittelbetrieben, die über das Unternehmen verkaufen, beeinträchtigt wurden. Kiew hat zudem seine Bemühungen verstärkt, die Krim zu isolieren, indem es Treibstoffversorgungswege und Kraftwerke auf der besetzten Halbinsel angreift. Und ukrainische Drohnen greifen russische Öltanker und Frachtschiffe im Schwarzen Meer und im Asowschen Meer an, um die maritimen Öl- und Getreideexporte des Landes zu stoppen.“
Die angegebenen Opferzahlen sind nichts weiter als Spekulation und was die ukrainischen Drohnenangriffe angeht, werden diese überzeichnet dargestellt. Die lang zitierte Passage ist nichts weiter als eine kritiklose Wiedergabe der üblichen westlichen Kriegspropaganda, womit wir bereits seit Wochen bombardiert werden. Selbst das wäre halb so schlimm, hätte man nicht das verdammte Gefühl, dass unsere aus Russland eingewanderten Neubürger die ukrainischen Angriffe gegen ihre eigene Heimat regelrecht genießen und darüber schadensfroh sind.
Berauscht vom Hass auf „Putins Russland“, bemerken sie nicht, wie sehr sie doch von ihren westlichen „Gönnern“ und Finanziers propagandistisch instrumentalisiert und missbraucht werden.
Selbst wenn sich eines Tages herausstellen sollte, dass ein „besseres“ Russland (was auch immer das sein mag) ohne Putin entstehen könnte, so wird das sicherlich nicht das Verdienst jener russischen Pamphletisten und Denunzianten sein, die im Ausland sitzen und über das eigene Land gegen „angemessene“ Entlohnung herziehen.
Diese unfeine Art ist kein Novum in der russischen Geschichte – höchstens nur für diejenigen, die wie Gabuev den „Kalten Krieg“ allein vom Hörensagen kennen und/oder die eigene russische Geistesgeschichte ignorieren.
Der Hass gegen die eigene Heimat verwandelt sich oft in Selbsthass – freilich in einer unreflektierten und zerstörerischen Selbstverleugnung der eigenen kulturellen Identität. Der Versuch, die eigene Identität durch eine fremde zu substituieren, wird scheitern, weil ihr eine gekünstelte Art der Selbstwahrnehmung zugrunde liegt. Eine geliehene Identität führt früher oder später zur gescheiterten Existenz.
Da denkt man erneut an Dostojewski und seine empörte Äußerung über die russischen „Liberalen“: „Наш русский либерал прежде всего лакей и только и смотрит, как бы кому-нибудь сапоги вычистить.“ (Unser russischer Liberaler ist vor allem ein Lakai und immer und nur darauf hinaus, irgendjemandem die Stiefel zu putzen).
Die russischen Emigranten, die in den sog. „Denkfabriken“ untergebracht werden, leben in einer privilegierten, der Realität entrückten Scheinwelt der Propaganda und wissen nicht einmal, wie sehr sie davon beeinflusst werden und wie wenig sie davon verstehen.
2. Militärische Lage in der Ukraine
Die eben zitierte lange Passage macht auch deutlich, dass die Autoren über die militärische Lage in der Ukraine keine adäquaten Kenntnisse besitzen und dass die angegebenen Opferzahlen genauso aus der Luft gegriffen sind, wie die Gesamtbeurteilung der Kräfteverhältnisse an der Front. Sie ignorieren selbst die Kriegsanalyse der ukrainischen Militärexperten.
Man denkt allein an den ukrainischen Botschafter im Vereinigten Königreich und ehem. Oberbefehlshaber der ukrainischen Streitkräfte, Walerij Salužnyj, dem nicht nachgesagt werden kann, dass er russische Kriegspropaganda betreibt.
Am 8. Juli 2026 veröffentlichte er einen Kommentar für den Telegraph, in dem er klipp und klar sagte: „Es ist falsch zu sagen, Russland habe verloren.“ Eine solche Einschätzung sei eine „gefährliche Fehlinterpretation“ des Krieges5. Und am 3. August 2026 berichtete die ukrainische Online-Zeitung „Europäische Prawda“, dass Salužnyj im Rahmen einer Diskussion über die euro-atlantische Integration bei einem Treffen von Botschaftern in Kiew folgendes sagte:
„Es ist unmöglich, einer Organisation beizutreten, die sich an den Doktrinen des Zweiten Weltkriegs orientiert und den Entwicklungsstand der ukrainischen Streitkräfte aufweist. … Die Nato wird voraussichtlich in ihrer jetzigen Form bleiben und, wie die Ukraine, die nächsten zwölf Jahre damit verbringen, den notwendigen Übergang zu den Standards zu schaffen, um auch nur die Hälfte des Niveaus der Russischen Föderation zu erreichen.“6
Mehr noch: Gabuev, Prokopenko und Stanovaya kennen offenbar nicht einmal die ukrainische Kriegsberichtserstattung, die ebenfalls nicht verdächtigt ist, russische Kriegspropaganda zu verbreiten.
Neulich erklärte ein prominenter, auch in Deutschland bekannter ukrainischer Journalist, Kriegsberichterstatter und Chefredakteur des Nachrichtenportals Censor.net, Juri Butusow (geb. 1976), in einem von der Zeitung „Strana“ am 28. Juli 2026 veröffentlichten Video, dass es entgegen anderweitigen Behauptungen keinen Wendepunkt zugunsten der ukrainischen Streitkräfte gegeben habe. Die russischen Truppen rückten weiter vor und seien im Vorteil.
„Der Feind setzt seine Offensive in vielen Gebieten fort“, erklärte Butusow und fügte hinzu, dass die ukrainischen Streitkräfte an Boden verlieren. Er betonte, Russland verfüge nach wie vor über eine enorme Überlegenheit an Feuerkraft und Waffensystemen. Darüber hinaus bestätigte er, dass die russischen Truppen in einer Reihe von Bereichen sowohl quantitativ als auch qualitativ im Einsatz unbemannter Systeme überlegen seien und damit überlegene Führungs- und Kontrollsysteme sowie Ausrüstung demonstrierten.
In einem Interview, das ebenfalls am 28. Juli in seinem eigenen Nachrichtenportal Censor.net veröffentlicht wurde, sagte Butusow:
„Der Feind deckt die Flanken, steht vor den Toren von Druschkiwka und hat Pokrowsk-Myrnograd praktisch vollständig eingenommen. Und er rückt weiter vor und steht nur wenige Kilometer von Slowjansk entfernt. Die Lage ist nicht nur schwierig, sondern in vielen Bereichen kritisch. Angesichts dieser kritischen Situation, insbesondere in Pokrowsk-Myrnograd, dürfen wir nicht länger an unseren Stellungen festhalten, sondern müssen die Verteidigung von Dobropillya organisieren. Drapati muss nun eine Entscheidung treffen. … Es fehlt uns an einem systematischen Ansatz. Was ist hier wichtiger: Emotionen oder Kalkül?“
Mit Blick auf die Effektivität der ukrainischen Mittelstreckenangriffe merkte er an, dass dieser Erfolg nicht von Dauer sein könne, da Russland sich bereits an neue Taktiken anpasse. „Das ist keineswegs ein Allheilmittel im Krieg … Nach einer Weile wird der Feind seine Gegenangriffe verstärken und auch seine eigenen Angriffe mittlerer Reichweite entwickeln und intensivieren. Und der Vorteil wird innerhalb weniger Monate zunichtegemacht sein.“
Das ist freilich bereits längst geschehen. Nach den Mittelstreckenangriffen der ukrainischen Streitkräfte mit Unterstützung der Nato-Allianz ging Russland zu massiven Vergeltungsangriffen über und überzieht die Ukraine mittlerweile seit Wochen mit massiven Gegenangriffen. Insbesondere die militärische Infrastruktur in Kiew wird systematisch zerstört.
Seit dem 22. Juli 2026 ist zudem das Schwarze Meer für ukrainische Schiffe de facto blockiert. Und die Lage spitzt sich zu, da Russland anscheinend eine Wirtschaftsblockade der Ukraine beschlossen hat. Laut der tschechischen Zeitung „Parlamentn listy“ ist die Ukraine ohne Hafeninfrastruktur in Odessa für westliche Investoren nutzlos. Selbst wenn Odessa wieder eine Hafenstadt würde, wäre sie nicht mehr ukrainisch.
Kurzum: Der von den EU-Europäern so sehr bejubelte ukrainische Drohnenkrieg kommt mit ganzer Wucht der Gewalt in die Ukraine zurück und verursacht gewaltige Schäden an militärischer und ökonomischer Infrastruktur.
Schlimmer noch: Wie das russische Verteidigungsministerium am 1. August 2026 meldete, eroberten die russischen Streitkräfte im Monat Juli über 728 Quadratkilometer Territorium im nördlichen Militärbezirk (NVO) – das beste Ergebnis seit Oktober 2024.
Und nach Meinung eines angesehenen pensionierten US-Oberst und ehem. Pentagon-Beraters, Douglas MacGregor (geb.1947), sei die Ukraine am Ende. MacGregor sagte am 3. August, dass Kiew selbst in einer kritischen Phase nicht in der Lage sei, seine Ressourcen effektiv zu nutzen, und fügte hinzu, dass die Ukraine ohne anhaltende Unterstützung von außen nicht überleben werde. Bereits im Juni 2026 bezeichnete McGregor den Ukraine-Konflikt als „hoffnungslos“ für Kiew.
Von alledem möchten unsere nach Berlin ausgewanderten russischen Putin-Gegner nichts wissen. Lieber verbleiben sie in ihrer selbstgeschaffenen Propagandawelt und möchten nur daran glauben, woran sie glauben möchten, um ihre eigene verzehrte Realitätswahrnehmung bloß nicht in Frage zu stellen.
Denn „welche Wahrheiten“ – fragte einst der französische Freidenker Saint-Evremond (1613-1703) – „können so zuträglich sein, wie jene guten Irrtümer, die einen von dem Gefühl des Bösen, das wir haben, befreien, und uns das Gefühl des Guten zurückgeben, das wir nicht mehr haben?“7
Und wenn diese „Irrtümer“ noch dazu führen, dass man davon leben kann, was will man mehr?
Anmerkungen
- Näheres dazu Silnizki, M., Russische „Denkfabrik“ in Berlin. Carnegie Russia Eurasia Zentrum. 28. April 2025, www.ontopraxiologie.de.
- Dostojewski, F. M., Politische Schriften. München 1923, 201 f.
3. „Русский либерал дошёл до того, что отрицает самую Россию, то есть ненавидит и бьёт свою мать. Каждый несчастный и неудачный русский факт возбуждает в нём смех и чуть не восторг. Он ненавидит народные обычаи, русскую историю, всё. Если есть для него оправдание, так разве в том, что он не понимает, что делает, и свою ненависть к России принимает за самый плодотворный либерализм.“ - Näheres dazu Silnizki (wie Anm. 1).
- Näheres dazu Silnizki, M., Walerij Salužnyj. „Es ist falsch zu sagen, Russland habe verloren“, 11. Juli 2026, www.ontopraxiologie.de.
- Siehe Европейська Правда, Залужний: не вірте казкам, Україна ніколи не стане членом НАТО, 3. cерпня 2026: „Скоріш за все, НАТО залишиться в тому ж самому вигляді, який є, і буде років 12, як Україна, переходити на стандарти, які необхідно досягти, щоб хоча б дорівнюватися рівні половину хоча би рівня Російської Федерації.“
- Saint-Evremond, Lettres, ed. R. Ternois, I. Paris 1967, 297. Zitiert nach August Buck, Die Kunst der Verstellung im Zeitalter des Barocks, in: des., Studien zu Humanismus und Renaissance. Wiesbaden 1991, 508.
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Solche Reden hat damals auch General Wastemoremen geschwungen und hat dann trotzdem gegen Soldaten in Sandalen aus alten Autoreifen verloren.
Ich schau immer denn hier Frontberichte auf Deutsch“ https://www.youtube.com/@Frontberichteaufdeutsch
Und ich lese jeden Tag eine Geschichte aus den Märchen von Tausend und einer Nacht. Das ist auch sehr erbaulich
Ich bin Pragmatiker und lese seit dem 12.4.2020 nur noch authentische Nachrichten.
Ihr Demagogie können sie sich sparen,
Das mache ich auch, seitdem Nikita Gerassimow in seinem Telegram Kanal nicht mehr die Kriegsberichterstattung von beiden Seiten – unter anderem auch anhand von Karten – weitgehend neutral und sehr übersichtlich zusammenfasst. Sein letzter Eintrag stammte vom 28. Dezember 2025.
Diese ausgewanderten „Weltverbesserer“, die sich als „Liberalen“ ausgeben, kennen offenbar nicht die jahrhundertealte Einstellung der Europäer zu Russen, worauf schon Dostojewski aufmerksam machte: „In Europa sind wir bloß Landstreiche.“
Tja, und wahrscheinlich war es auch schon zu Dostojewski-Zeiten so, dass der/die, die etwas gegen den Zaren sagen (man nennt das im asozialen Westen „Meinungsfreiheit“) von der jeweiligen Geheimpolizei „unschädlich“ gemacht wird.
Es ist also kein Wunder, dass diese Opposition das Land verlässt, das Land verlassen muss, um zu überleben.
Das Zarenreich war völlig gemütlich. Warum konnten die nach Sibirien Verbannten, wie Stalin, wohl mehrfach von dort nach Westeuropa fliehen. Sie konnten sich in Sibirien frei bewegen. Das ging später unter den Bolschewiken nicht mehr.
Bis zu 6 Jahren Haft für FAZ Journalist Martens
MOSKAU, 15. August /TASS/. Russland hat eine strafrechtliche Untersuchung gegen Michael Martens eingeleitet, einen Korrespondenten der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) wegen seiner öffentlichen Äußerungen über die Tötung von Russen, sagte eine informierte Quelle gegenüber TASS.
https://tass.com/society/2173621
Welche Tötung von Russen? Meinen die etwa das Töten im Krieg? In einem Krieg den Russland 2022 vom begonnen hat? In einem Krieg in dem Russland heute ein 3 Monate altes Kind umgebracht hat?
In Russland muss es auf jeden Fall noch genug Kanonenfutter geben, dass man rekrutieren kann, wenn diese Beamtenär… so viel Zeit haben um sich um solch eine PR zu kümmern. Die werden sicher mit Freuden für das Vaterland und den Zaren den Opfergang der russischen Armee weitertragen.
Auch sie können sich ihre Demagogie sparen, sie sind nur noch peinlich, genau so wie der Mainstream.
Wenigstens stellt Russland Strafanzeigen gegen diesen Martens. Hier wird, wie üblich einfach weggeschaut und so getan als wäre nichts gewesen.
Ist schon lustig wie bestimmte Troll-Nicks bei Artikeln bestimmter Autoren gleich da sind. Man möchte fast meinen. die zehren aus dem gleichen Topf der Russland-‚Liberalen’…
Das ist straff organisiert:
https://de.wikipedia.org/wiki/NAFO_(Internetph%C3%A4nomen)
Also keine Überraschung, daß die immer so konzentriert auftreten, wenn sie meinen „russische Propaganda widerlegen“ zu müssen.
Das Internet ist für uns alle Neuland.
Das Internet ist für uns alle Neuland.
Das Internet ist für uns alle Neuland.
..und keine Überraschung, dass der Wiki-
pedia Artikel wie immer nur von russischer
Propaganda spricht aber nicht von NATO
Propaganda, wobei man davon ausgehen
kann, dass das Budget der NATO für
Propaganda einigen Gesamtbudgets
zur Ehre gereichen würde…
Die 30.000 pr-Fritzen im Pentagon bieten ja nichts anderes als Häkel-
kurse an. War da was mit kogniti-
ver Kriegsführung ?
So ein Artikel sagt schon einiges aus ueber Wikipedia. NAFO bekaempft nur ‚russische Desinformation‘ und Propaganda gibt es nur beim Iwan.
LOL.
Seit etlichen Wochen gibt es eine orchestrierte „Psy- Op“ des Westens auf Allen Kanälen. Sei es der „Militärexperte“Reissner vom Österreichischen Bundesheer, der „Militärökonom“ Keupp oder die einschlägig berüchtigten Fachkräfte für Propaganda in Politik und Medien…Sie Alle verbreiten, teils wörtlich übereinstimmend den gleichen Sermon: Russland ist besiegt, die NATO/ Ukraine hat bald Moskau erobert und der Volksaufstand, der Putin hinwegfegt, hat bereits begonnen….
Die NATO- Abteilung für „strategische Kommunikation“ hat sicherlich auch die „liberalen“ Denkfabriken entsprechend gebrieft. Und die von Herrn Silnitzky erwähnten Figuren haben sich für ihre 30 Silberlinge gerne zur Verfügung gestellt. Nur haben sie nicht bedacht, das sie, wenn nicht mehr benötigt, wie ein benutztes Tempo- Taschentuch entsorgt werden. Denn man liebt den Verrat, aber nicht den Verräter… Sie haben das Leben eines kläffenden Köters gewählt. Und sie werden wie ein Strassenköter enden…
Wie viel russische Staatsanleihen hast du in den letzten Wochen gekauft?
Nach dem glorreichen Endsieg Russlands wirst du dann nie wieder arbeiten müssen wenn du dich damit ordentlich eingedeckt hast.
Ich habe meine Staatsanleihen in Dollar, japanischen Yen, südkoreanischen Won und Euronen vor einigen Wochen abgestoßen. Rechtzeitig, um noch Gewinne mitzunehmen. Der US- Finanzminister hat Kredite aufgenommen, um japanische Yen zu kaufen. Alles mit dem Ziel, zu verhindern das institutionelle Anleger in Japan ihre Dollar- Anleihen verkaufen müssen, um den Fall des Yen zu bremsen oder zumindest zu verlangsamen. Kosten für den US- Steuerzahler bisher 1200 Mrd. US-$. Die kommende Staatsschuldenkrise konnte er damit nicht verhindern. Nur verlangsamen.
Das eingenommene Geld habe ich anderweitig angelegt.Bei Immobilien wollte ich nicht mit ukrainischen Mafiosi und Ministern sowie europäischen Bürokraten konkurrieren. Aber Getreide- Futures sind lukrativ….Der Goldpreis ist aktuell auch nicht schlecht für Anleger…
Ein Lebensmittel-Spekulant bist du also, damit macht man sich bei den ganzen Altlinken hier richtig beliebt.
Hab ich das behauptet? Wer eins und eins zusammenzählen kann, der weiß, das die Börsenpreise für Lebensmittel (Weizen, Mais, Ölfrüchte…) steigen werden. Mit dem ganzen Rattenschwanz an Folgen….
Übrigens, Öl und Gas bringen enorme Gewinne.
„Und die von Herrn Silnitzky erwähnten Figuren haben sich für ihre 30 Silberlinge gerne zur Verfügung gestellt.“
Die Leute kommen vom Moskauer Standort des Carnegie Endowment for International Peace- Instituts (CEIP), das Putin nach fast 30 Jahren in 2022 geschlossen hatte. Solange man sich in Moskau selber noch westlich-liberal gab, um vom geraubten russischen Geld auf Privatjachten im Mittelmeer zu cruisen, wollte man solche Institute und diese Leute auch in Moskau haben.
Sie sprechen wohl von der russischen Oligarchie, deren Lakai Putin nach uebereinstimmenden Berichten von westlichen Russland-Experten war, bis dann genau diese Oligarchie auf einmal vor Putin kuschen musste.
Und was ist eigentlich die Aufgabe solcher Institute?
„Und was ist eigentlich die Aufgabe solcher Institute?“
Um die russische Gesellschaft vorzubereiten auf die Übernahme durch westliches Kapitals. Dabei ist es wohl so wie der Autor schreibt: Die Mitglieder dieser Institute werden von „westlichen Gönnern und Finanziers propagandistisch instrumentalisiert und missbraucht“.
In diesem Kanal kann man Hintergrundberichte zur heutigen Ukraine finden. Auch über die neuen russischen Drohnen Geran-4 mit autonomer Zielsuche und Banderol mit Jet- Antrieb… https://eventsinukraine.substack.com/p/i-killed-a-thousand-of-my-men-in
Werden da auch die Abschußquoten der Bussifizierungskommandos gelistet? Oder der Koksverbrauch der Führungsetage in Kiew? Wenn der „Große Führer“ da überhaupt noch weilt…
Und schnell noch mal eine Beleidigung gegen Thomas Mann, Marlene Dietrich und weitere rausgehauen:
“
Der Hass gegen die eigene Heimat verwandelt sich oft in Selbsthass – freilich in einer unreflektierten und zerstörerischen Selbstverleugnung der eigenen kulturellen Identität. Der Versuch, die eigene Identität durch eine fremde zu substituieren, wird scheitern, weil ihr eine gekünstelte Art der Selbstwahrnehmung zugrunde liegt. Eine geliehene Identität führt früher oder später zur gescheiterten Existenz.
„
Wo hat der Autor denn Mann, Marlene Dietrich und ‚weitere‘ beleidigt? Wohl nur in ihrer Einbildung.
Und wer die Dietrich ‚beleidigt‘ hat war Hollywood kurz nach dem Krieg, als sie neben Rita Hayworth nur das Nattzi-Flittchen spielen durfte…
Ich weiss zwar nicht, wer da die Dietrich und den Th. Mann beleidigt haben soll (oder haben gar die beiden andere beleidigt? – wie wär’s mit wenigstens sowas wie einer Quellenangabe?) – aber dem mit der „unreflektierten und zerstörerischen Selbstverleugnung der eigenen kulturellen Identität“ scheint mir in diesem Zusammenhange ein sehr, sehr unkompliziertes Selbstbild der „eigenen kulturellen Identität“ zugrunde zu liegen, ich vermute mal: auch ohne eigene Exil-Erfahrung (die ich, gebe ich zu, auch nicht habe). Kann hierzu aber z.B. die Lektüre der Romane und der Autobiographie-Trilogie des Manes Sperber empfehlen: die rund 2000 Seiten geben da eine sehr, sehr differenzierte Sicht auf sehr, sehr komplizierte Lebenlagen und Gewissensfragen her.
Alastair Crooke: Iran und Russland geben Diplomatie auf und gehen in die Offensive
Glenn Diesen im Gespräch mit Alastair Crooke, deutsche Übersetzung
https://www.youtube.com/watch?v=wnlhyJ6rhc8
Spannend und ernüchternd in den letzten
5-10 Minuten: “ ..es wird die Bevölkerung völlig unvorbereitet treffen..“
Kulturelle Ergänzung:
The Doors – The End
https://www.youtube.com/watch?v=VScSEXRwUqQ
“ The west is the best
The west is the best
Get here, and we’ll do the rest „
Es gibt auch noch andere Passagen in dem Lied:
„Mother… I want to fuck you. Father… I want to kill you.“
Berlin – das ist doch dort, wo die CDU bald die Macht an Die Linke/Stalinisten abgeben muss:
https://terminegegenmerkel.wordpress.com/2026/08/16/tgm-prognose-ltw-berlin-26/
Der Untergang des Abendlandes droht.
Ich mag Satire, wenn sie gut ist.
Und immer rufen die fehlenden Zeichen..
Na da muss sich Frau Merkel aber warm anziehen. Was macht eigentlich die Webseite Termine gegen Adenauer?
Ich kann folgende Meinung vom Autor Michael Silnizki
Berauscht vom Hass auf „Putins Russland“, bemerken sie (die aus Russland eingewanderten Neubürger) nicht, wie sehr sie doch von ihren westlichen „Gönnern“ und Finanziers propagandistisch instrumentalisiert und missbraucht werden
nicht teilen.
Ich denke vielmehr, dass es ihnen völlig egal ist, dass sie von ihren westlichen Gönnern und Finanziers propagandistisch instrumentalisiert und missbraucht werden, ihnen geht es ausschließlich darum sich persönlich zu bereichern und Vorteile zu verschaffen, wie es ihnen westliche Propaqanda-Projekte wie »Radio Free Europe« und »Radio Liberty« beigebracht haben.
Dass nur ein verschwindend kleiner Teil die Möglichkeit bekommen wird sich nach einem Wechsel in den Westen zu bereichern, wie von der westlichen Propaganda suggeriert, sei nur am Rande bemerkt.
Wo ist das Gegenargument? Der Autor beschreibt die Funktion dieser Exilrussen im aktuellen Informations- und Propaganda-Krieg, nämlich “wie sehr sie doch von ihren westlichen „Gönnern“ und Finanziers propagandistisch instrumentalisiert und missbraucht werden“. Gut möglich, „dass ihnen das völlig egal ist“. Die individuelle Gefühlslage dieser Exilanten ist hier jedoch vollkommen irrelevant.
Die Grundfrage, scheint mir, ist immer: Mit den Wölfen heulen oder nicht?
Zwischen den Staaten heult immer ein Wolfsrudel gegen das andere, und im Exil sitzt, wer zuhause gegen die eigenen Wölfe die Stimme erhoben hat, zwischen Stühlen und Bänken: Bin ich grundsätzlich gegen das Wolfstum? oder stimme ich bloss ein ins Wolfgeheul meiner „gastgebenden“ Wölfen gegen deren Feind- und meine Herkunfts-Wölfe? Letzteres bringt mich ganz leicht in Gegnerschaft zu den Stimmen, die sich in meinem Gastland gegen ihre eigenen Wölfe stellen und, wenn sie in den Machtbereich meiner eigenen Wölfe ins Exil gingen, dort im exakt gleichen Dilemma sässen wie ich…
Das Ganze läuft auf das alte, bekannte „Teile und herrsche“ hinaus, das immer nur den Wölfen nützt.
Bei arte gibts auch so eine Truppe „Exil-Russen“, die alle Woche mit sehr seltsamen „Reportagen“ aufwarten. Und in London sitzen ja bekanntlich die ärmsten „Opfer Putins“ rund um Michail Chodorkowski, dem der „Zar“ ja bekanntlich sogar sein schönes Geld geklaut hat, und der jetzt, völlig mittellos, eine konzentrierte Medienkampagne gegen Russland fährt. In enger Zusamenarbeit mit britischen Geh-Heim-Diensten, die schon seit Mai 2022 weissagen, daß Moskau nächten Monat keine Munition und Waffentechnik mehr hat.
Was macht eigentlich der „Storyteller“ (Aussage eines britischen Richters über ihn!) Bill Browder gerade so?
Die mit Persil weichgewaschene Darstellung Chodorkovskys in der westlichen Presse ist immer ein Highlight fuer mich.
Da erfaehrt man, wie er die russische Korruption und Unproduktivitaet in seinen Unternehmen bekaempft hat und des Neides an seinem Erfolg wegen ungerechterweise der Steuerhinterziehung angeklagt und verurteilt wurde.
Die Äußerungen eines Michael Martens, einen Korrespondenten der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) sind so widerlich und spiegelt die Russophobie der deutschen Regierung wieder. Wenn Russland sich komplett von Europa trent und Asien wirtschaftlich zu wendet, wird die EU als Fliegenschieß in die Geschichte eingehen. Europa hat nichts mehr um in der Weltwirtschaft mitspielen zu können.
Noch widerlicher als dieser Menschenfeind bei der FAZ ist ja die „Reaktion“ der FAZ auf die Proteste gegen diese Kriegshetze. Man redet sich auf „eine unglückliche Formulierung“ heraus, während der Urheber bei X/Twitter schon scharf nachgewaschen und seine Menschenfeindlichkeit im Allgemeinen und seinen Russenhass im Speziellen vollauf bestätigt hatte.
Das ist also „journalistischer Konsens“ bei der FAZ. Und nicht nur dort, denn es gab ja auch keinerlei Kritik an Martens von seinen „Berufskollegen“ anderer Medien.
Die Hoffnung stirbt mal zu als letztes. Ich habe den Eindruck, dass Russen und Ukrainer von 2 ganz unterschiedlichen Kriegen berichten. Die Russen:
Die Ukrainer:
„Die Hoffnung stirbt mal zu als letztes. Ich habe den Eindruck, dass Russen und Ukrainer von 2 ganz unterschiedlichen Kriegen berichten.“
Unter der Annahme, dass die von den Russen gemeldete Zahl 721 km2 stimmt, dann entspricht sie der aquivalenten Grösse eines 27km x 27km grossen Quadrats entlang einer über 1200 km langen Frontlinie. Bei Verlusten von fast 30 000 Mann im Monat. Die Zahl i721 st auch kein Netto-Betrag, also der Saldo von Gebietsgewinn und -velust. Russland gewinnt an einem bestimten Abschnitt der Frontlinie ein wenig und verliert ein wenig an einem anderen Frontabschnitt. Gerassimow meldet an Putin nur den Brutto-Gewinn, nicht den Saldobetrag aus Gewinn und Verlust, damit Putin glaubt, seine siegreiche Armee befinde sich auf dem Weg nach Kiev und von dort nach Berlin. Die Ukrainer auf der anderen Seite melden in der Presse auch nur ihre Gewinne an einem bestimmten Frontabschnitt -der zweite Absatz bei Ihnen- lassen die eigenen Verluste woanders ausser Acht.
So so also 728 quadratkilometer, in einem Monat! Meldung direkt vom russischen Verteidigungsministerium. Na dann muss es ja stimmen.
Ich verstehe hier weder den Autor noch so manchen Kommentar.
Ich für mich kann nur sagen: Na Gott-sei-Dank gibt es noch Russen, die dem Putin’schen Unrechtsregime, dass einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg vom Zaun gebrochen hat, nicht das Wort reden!
Bei dieser ihrer Meinung ist es nicht verwunderlich, dass sie verschiedene Kommentare und den Autor nicht verstehen.
Die Grundfrage, scheint mir, ist immer: Mit den Wölfen heulen oder nicht?
Zwischen den Staaten heult immer ein Wolfsrudel gegen das andere, und im Exil sitzt, wer zuhause gegen die eigenen Wölfe die Stimme erhoben hat, zwischen Stühlen und Bänken: Bin ich grundsätzlich gegen das Wolfstum? oder stimme ich bloss ein ins Wolfgeheul meiner „gastgebenden“ Wölfen gegen deren Feind- und meine Herkunfts-Wölfe? Letzteres bringt mich ganz leicht in Gegnerschaft zu den Stimmen, die sich in meinem Gastland gegen ihre eigenen Wölfe stellen und, wenn sie in den Machtbereich meiner eigenen Wölfe ins Exil gingen, dort im exakt gleichen Dilemma sässen wie ich…
Das Ganze läuft auf das alte, bekannte „Teile und herrsche“ hinaus, das immer nur den Wölfen nützt.
Zum Brecht-Motto von 1939: „Wer die Wahrheit nicht weiß, der ist bloß ein Dummkopf. Aber wer sie weiß und sie eine Lüge nennt, der ist ein Verbrecher“:
Gegenüber der Wahrheit des Oppositionellen in der Heimat ist die des Exilanten, wenn auch vielleicht weniger lebensgefährlich, so doch komplizierter.
„Bin ich grundsätzlich gegen das Wolfstum?“
Ha, hier hat jemand Ersatz für die „Staatenkonkurrenz“ gefunden. Bringt allerdings auch nicht mehr Erleuchtung, sondern eher das Gegenteil, da sie nicht den Grundkonflikt aufzeigt, nämlich die Kapital-Konkurrenz und die von ihr ausgehenden geopolitischen Auseinandersetzungen.
„Ersatz für die ‚Staatenkonkurrenz'“: Aufgefordert, der Hetze zur gewaltsamen Konkurrenz zu widerstehen, ist aber immer der Einzelne, sei er Einheimischer oder Exilant. Hier ein Bespiel eines einzelnen Exilanten:
Anfang März dieses Jahres erhielt ich den Tip, mir ein Radio-Interview mit einem iranischen Theatermacher anzuhören, von dem die Tipgeberin sehr begeistert war, weil er in so schönem Deutsch und so hörbar um Genauigkeit bemüht Auskunft gegeben habe. Der Mann – so die Einführung der Interviewerin zu seiner Person – lebt seit einigen Jahren in Wien, wo er sich in der dortigen Theaterszene recht gut etabliert hat, und neuerdings hat er sogar Angebote aus Deutschland, dort seine eigenen Stücke zu inszenieren, gewissermassen macht er, unterwegs von Wien nach D’land, in Zürich einen Zwischenhalt. Tatsächlich wägt er seine Worte vorsichtig ab, er ist kein Hans-Dampf-in-allen-Gassen, allerdings meine ich z.B. aus seiner Erzählung, wie er im ach so unterdrückten Iran überhaupt und ausgerechnet zum Theater kam, herauszuhören, dass er etwas ins Schlingern gerät, denn offenbar vermag sein eigener Werdegang im Lande der Mullahs der Erwartung, dass unabhängige Theaterschaffende dort selbstverständlich ebenfalls und grundsätzlich zu leiden haben, kein saftiges Futter zu liefern, und so ist, was er erzählt, zwar denkbar vorsichtig, aber eben eher im Sinne von etwas wortkarg und wage als von möglichst präziser Differenzierung; spätestens aber zum Abschluss des Gesprächs, als er von der „Regierung dieses Landes“ ohne gross zu überlegen und voll und ganz der allg. Erwartung entsprechend sagt, sie hätte das Volk nun so lange unterdrückt und es jetzt „auch noch in diesen Krieg geführt“ (sic! wie gesagt: Anfang März, wenige Tage zuvor hatten Washington und Tel Aviv seine Volksgenossen zuhause zum zweiten Mal in einem halben Jahr gegen jedes Völkerrecht zu bombardieren begonnen), ist mir klar, auf welche Wagschale er zuvor seine Worte so umsichtig gelegt hat: Wollte er hier im Schweizer Radio den Krieg öffentlich den tatsächlichen Angreifern anlasten, so wäre dies seiner Karriere im gesamtdeutschen Sprachraum gewiss nicht förderlich, und so gibt er lieber der Interviewerin unaufgefordert forfait und verortet die Kriegsschuld ganz selbstverständlich in Teheran, was sein Gegenüber denn auch ohne jede Nachfrage oder gar Widerspruch, dafür aber mit einem herzlichen Dankeschön für das interessante Gespräch goutiert – wann ist wohl mit einem ersten Schweizer Inszenierungs-Angebot zu rechnen?
Das Interview zeigt, wie der Iran-stämmige Theatermacher mit seiner „heimatlichen“ Wahrheit, wie immer sie geartet sein mochte (er selbst bleibt da, wie gesagt, wage) auf einem neuen Prüfstand steht: Das Gastland führt diese Wahrheit in Versuchung, bloss noch halbe Wahrheit und also eine schlimmere Lüge zu sein als die einfachen Lügen der Wölfe hüben und drüben. Sein Dilemma: Wer mag schon – hüben wie drüben – kompliziertere Wahrheiten lieber hören als die einfachsten Lügen? Damit darf es sich der Exilant, der nicht zum Verbrecher à la Brecht-Zitat werden will, nicht leicht machen. Der Theatermacher hat es sich, zunächst hörbar vorsichtig, dann aber mit einer eklatanten Opfer-Täter-Schuldumkehrung sehr, sehr leicht gemacht. Das war seine persönliche Entscheidung, nicht die der „Kapital-Konkurrenz und der von ihr ausgehenden geopolitischen Auseinandersetzungen“.
Gewiß meint die „verzehrte Realitätswahrnehmung“ der Putingegner die > verzerrte Realität? Gleichwohl dieses Bild auch sympathisch daherkommt, nämlich daß sie ihre Wirklichkeit selber auffressen…!
Es ist eine große Ironie, dass ein Artikel, der darauf abzielt, Menschen zu diffamieren, die ihr Land verlassen haben und die militärischen Maßnahmen der Regierung ablehnen, mit einem Zitat von Bertolt Brecht beginnt – einem Mann, der sein Land ebenfalls verließ und weder das politische Regime Deutschlands noch dessen Außenpolitik billigte. Ich bin sicher, dass es damals zahlreiche Anschuldigungen gegen ihn gab, die denen ähnelten, die in diesem Artikel gegen russische Emigranten erhoben werden. Die Behauptung, Brecht und andere im Ausland sitzen und über das eigene Land gegen „angemessene“ Entlohnung herziehen, klingt ganz typisch für die deutsche Presse des Jahres 1939.
Stellen wir die Fakten richtig: Tatjana Stanowaja verließ Russland bereits 2010, nicht erst nach 2022. Kürzlich leitete die Moskauer Staatsanwaltschaft ein Strafverfahren gegen sie ein. Ihr wird die Zusammenarbeit mit jenem „Think Tank“ vorgeworfen, über den auch der Autor schreibt. Ihr drohen bis zu vier Jahre Haft. Das „Carnegie Center Berlin“ wurde von der russischen Generalstaatsanwaltschaft und dem Justizministerium als in Russland „unerwünschte Organisation“ eingestuft. A. Gabujew wurde bereits zu vier Jahren und zwei Monaten Haft verurteilt.
Die Wahl F. Dostojewskis (gestorben 1881) als Gewährsmann für ein Urteil über moderne russische „Liberale“ ist durchaus bemerkenswert. Ich hoffe, dass der Autor eines Tages mit demselben Respekt auch Dostojewskis Ansichten über Juden darlegen wird. Das geistige Erbe dieses bedeutenden russischen Schriftstellers sollte gewürdigt und respektiert werden.
Manche Menschen, wie auch der Autor, leben halt immer noch in einer Stammesgesellschaft.
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Es ist eine große Ironie, dass ein Artikel, der darauf abzielt, Menschen zu diffamieren, die ihr Land verlassen haben und die militärischen Maßnahmen der Regierung ablehnen, mit einem Zitat von Bertolt Brecht beginnt – einem Mann, der sein Land ebenfalls verließ und weder das politische Regime Deutschlands noch dessen Außenpolitik billigte
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Zitat: „….und die militärischen Maßnahmen der Regierung ablehnen….“:
das haben sie aber schon betitelt, um Äpfel mit Birnen zu vergleichen.
Wenn sie z.B. über Hitler geschrieben hätten: „einen imperialistischen, rassenideologischen Angriffs- und Vernichtungskrieg für Lebensraum im Osten und die Beseitigung nicht-arischer Lebensformen zu führen“, dann könnten sie die beiden Kriege nicht vergleichen.
Einfach soviel „Weichspüler“ zugeben, bis man alles miteinander vergleichen kann.