
Unsere am meisten gelesene Artikel des Monats August.
Der August hat es in sich gehabt, liebe Leserinnen und Leser: Von der Frage nach der Zukunft der Rente über die Krise der Geschichtswissenschaften bis hin zum geopolitischen Schachbrett von Trump und Putin. Es ging um Worte, die töten, um deutsche Soldaten in der Ukraine, um Milliarden für den Krieg und um die Frage, ob unsere Gesellschaften nicht längst auf einen inneren Aufruhr zusteuern. Kurz: Die meistgelesenen Texte dieses Monats spiegeln, wie tief die Brüche in Politik, Wirtschaft und Kultur reichen – und wie sehr sie die Leserinnen und Leser beschäftigt haben.
Die Rente wäre sicher …
Höhere Beiträge? Na und. Heiner Flassbeck zerlegt das Märchen vom unbezahlbaren Umlagesystem. Entscheidend sei nicht die Demographie, sondern die Bereitschaft, Wohlhabendere stärker zu belasten. Wer die Rente kaputtreden will, betreibt Ideologie – nicht Aufklärung.
Die Krise der deutschen Geschichtswissenschaften
Deutschlands Historiker durch KI zu ersetzen, könnte eine gute Idee sein, findet Roberto De Lapuente. Denn die lautesten dieser Zunft machen lieber Politik als Forschung – und verwechseln Geschichtsschreibung mit moralinsaurem Aktivismus.
Der Aufstieg einer neuen Weltordnung
21 Thesen von Patrik Baab: Der Gipfel Trump–Putin in Alaska markiert eine tektonische Verschiebung. Russland ist zurück, die unipolare Welt vorbei, Asien im Aufstieg – und Europa? Marginalisiert, politisch abhängig, wirtschaftlich geschwächt.
Bundeswehr in der Ukraine: Spiel mit dem Feuer
Ein Tabu bricht auf: Nie wieder deutsche Soldaten gegen Russland – so lautete der Grundkonsens seit 1945. Heute wird in Berlin offen über Einsätze diskutiert. Günther Burbach nennt das Wahnsinn: Von „Friedensmission“ könne keine Rede sein, es wäre ein unkalkulierbarer Krieg.
Gipfel in Alaska – Gesten der Versöhnung, aber kein Deal
Händeschütteln, versöhnliche Gesten, viel Hoffnung – doch kein Durchbruch. Ulrich Heyden zeigt, wie Trump und Putin zwar kein Abkommen vorlegen, aber doch eine historische Wende andeuten: Reden ist wieder möglich, selbst wenn Europas Falken weiter auf Konfrontation setzen.
Rentenversicherung: Märchen werden nicht glaubwürdiger, wenn man sie wiederholt
„Generationenvertrag“? Suitbert Cechura hält das für ein ideologisches Märchen. In Wahrheit handele es sich um staatlich verordneten Zwang und eine Kasse, die immer wieder geplündert wird. Das Versprechen „Die Rente ist sicher“ bleibt – nur das Niveau sinkt stetig.
Worte, die töten
Sabiene Jahn zeichnet nach, wie Sprache im Donbass zur Waffe wurde. Wer Menschen als „Orks“ oder „Vieh“ bezeichnet, entzieht ihnen Würde – und öffnet die Tür zur Gewalt. Von Odessa bis Kiew, von Stadionparolen bis Medienberichten: Worte schaffen Realitäten.
Sozialstaat nicht mehr finanzierbar – aber Milliarden für den Ukraine-Krieg
Während Klingbeil Kiew neun Milliarden jährlich zusagt und Merz den Sozialstaat für unbezahlbar erklärt, wird klar: Für Waffenlieferungen sitzt das Geld locker, für Bürgerleistungen nicht. Florian Rötzer beschreibt eine Schieflage, die kaum zu übersehen ist.
Russischer Durchbruch bei Pokrowsk und das Treffen Trump–Putin
Russische Truppen rücken im Donbass vor, Selenskij steckt in der Zwickmühle: Trump oder die Europäer? Korruption, Kriegsmüdigkeit und wachsender Druck von außen machen sein politisches Überleben unsicher – während Trump als „Friedenspräsident“ glänzen will.
Trumps Inszenierung der Macht und die Unterwerfung der europäischen Bittsteller
Ein Foto vom Weißen Haus: Trump thront im Zentrum, die europäischen Regierungschefs im Halbkreis wie Bittsteller. Selenskij musste sogar seine Kriegs-Montur gegen den Anzug tauschen. Florian Rötzer nennt es ein Schauspiel der Unterwerfung – Europa als Vasall.
Ein Bollwerk gegen Bürgerkriege wäre die Existenz einer kompetenten Elite
Roberto De Lapuente im Gespräch mit David Betz: Der Westen stehe vor Aufständen, weil Wohlstand schwindet, Erwartungen enttäuscht werden und Eliten versagen. Ohne eine einheitliche, kompetente Führung drohe Europa ein Abgleiten in Bürgerkriege wie auf dem Balkan der Neunziger.
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- Nun spekuliert mal schön!
Bismarck´s preußisches Projekt eines Großpreußens auf den Resten des Deutsch-Römischen Reichs haben das Land mindestens seit dem 20. Jahrhundert zum Paria der Welt gemacht.
Daran ändert selbst das Millennium und das 21. Jahrhundert nichts.
Die wirtschaftliche und soziale Schieflage im Innland und der EU, das absehbare Ende des Friedensprojekts EU sowie der kommende Krieg.
Ja; wir können WIRKLICH stolz sein………..
Das Heilige Römische Reich war ja nie ein Staat im modernen Sinne, sondern eine Phantasie.
Die Reichseinigung und die Schaffung einer modernen bürgerlichen Nation war zweifelsfrei eine historische Notwendigkeit. Und da gab es nur die beiden Möglichkeiten : Mit Österreich, dass dann die Hegemonie gehabt hätte oder ohne, was zur preußischen Hegemonie führte. In WK1 sind sie dann gemeinsam gezogen. Ich weiß nicht, ob sich etwas geändert hätte, wäre die andere Möglichkeit verwirklicht worden.
Auf jeden Fall hätte Deutschland das glücklichste Land der Welt werden können, weil es seit der Reichseinigung 1872 niemals angegriffen wurde. Und auch jetzt, wo wir in WK3 ziehen, wird sich das nicht ereignen. Und wir werden wieder nichts aus der Geschichte lernen.
Könnte aber des letzte Mal gewesen sein.
Zu dem was in Gaza vor sich geht:
Am Samstag sind drei Menschen verhungert, in den letzten vierundzwanzig Stunden waren es sieben.
Es verhungern also jeden Tag Menschen weil man ihnen die Hilfslieferungen vorenthält.
Die Juden machen dass, man muss es auch sagen weil man sonst ein falsches Bild von der Situation bekommt.
@Hey Termolo
Poste doch bitte solche Beiträge unter den Artikel „From the River to the sea….“
Dann erzielt Du mehr Reichweite und nützt der Sache Palästinas besser.
Du hast doch die Fakten drauf
Hier fällst du der versammelten Rentnergang sonst nur auf die Nerven!
Vielen Dank! Aber meistgelesen ist relativ und es wäre auch schön erführe der Leser um welche Zahlen es absolut geht.