
Unsere meistgelesenen Artikel im April.
Auch im April standen Krieg, Eskalation und geopolitische Machtverschiebungen im Zentrum des Leserinteresses. Ob israelische Atombombe, deutsch-ukrainische Rüstungskooperation, Iran-Krieg oder neue Debatten über Wehrfähigkeit: Die meistgelesenen Texte zeigen, wie stark die Sorge vor einer weiteren Ausweitung der Konflikte gewachsen ist.
Die israelische Atombombe
Gaby Weber erinnert an die deutsche Vorgeschichte eines offiziell bis heute tabuisierten Atomwaffenprogramms — und fragt nach der Verantwortung der Bundesrepublik.
Die Bundesregierung führt Deutschland in den Krieg gegen Russland
Für Sevim Dagdelen markiert die neue strategische Partnerschaft mit der Ukraine eine gefährliche Stufe deutscher Kriegsbeteiligung.
Deutschland-Ukraine: Warum diese Partnerschaft?
Jürgen Hübschen nimmt die Vereinbarung zwischen Berlin und Kiew auseinander und fragt, welchem politischen und militärischen Zweck sie eigentlich dient.
Russland warnt: Europäische Hersteller von weitreichenden Drohnen sind potenzielle Ziele
Die europäische Rüstungskooperation mit der Ukraine lässt den Krieg näher an die EU heranrücken, erklärt Florian Rötzer.
Der Antirebell
Am Beispiel Joschka Fischers zeichnet Michael Silnizki den Weg vom einstigen Rebellen zum transatlantischen Kriegserklärer nach.
Der Krieg rückt näher als gedacht – Deutschland könnte erneut zum Schlachtfeld werden
Uwe Müller warnt davor, dass Deutschland im Konflikt mit Russland nicht nur Unterstützer, sondern selbst Kriegsschauplatz werden könnte.
Geht Donald Trump der Arsch auf Grundeis?
Bei Uwe Froschauer wird Donald Trumps martialisches Auftreten zum Zeichen politischer Unsicherheit und strategischer Überforderung.
Selenskij: „Die Zukunft ist bereits an der Front – und die Ukraine gestaltet sie“
Florian Rötzer blickt auf Drohnen, Bodenroboter und die technisierte Zukunft des Krieges, die in der Ukraine bereits erprobt wird.
Deutschland wegen Iran-Kriegsunterstützung zunehmend isoliert
Wie sich mehrere europäische Länder von der Unterstützung des Iran-Krieges distanzieren, zeigt Ralf Streck — das führt dazu, dass Deutschland zunehmend allein dasteht.
Ab ins Greiswehrersatzamt!
Roberto J. De Lapuente macht aus der Debatte über ältere Reservisten eine bitterböse Glosse über Kriegstüchtigkeit, Alter und Menschenverwertung.
Unsere Statistik kennt die meistgelesenen Artikel. Aber sie weiß nichts über Sie.
Was hat Sie im April bewegt? Welche Themen, Debatten oder Ereignisse waren für Sie wirklich wichtig, übersehenswert oder schlicht nicht zu ertragen?
Schreiben Sie es in die Kommentare – wir sind gespannt auf Ihre Sicht!





Gewalt (und hierzu zählt selbstveständlich auch Krieg), ist immer die mit Abstand schlechteste Lösung von Allem, Allem voran die kasernierte, organisierte Gewalt, die zur Vernichtung einer anderen Bevölkerung, Ethnie oder so weiter herangezüchtet wird, um sich deren Ressourcen anzueignen, da es letztlich um nichts anderes geht, gleichgültig wer gerade die geilsten und teuersten Waffenkomplexe ins Gefecht schickt.
Auch wer auf das Übelste provoziert wird, sollte vorher alle anderen Optionen in Betracht ziehen, bevor aus einem Gefühl der eigenen Zurücksetzung und/oder im Machtrausch andere Individuen der Vernichtung überantwortetet werden.
Die Menschheit ist nicht dafür gemacht, sich selbst auszulöschen, obwohl sie dazu in der Lage ist. (Welt)kriege sind nicht die Ultima Ratio, sondern das, was geschieht, wenn sich alle verfügbaren Despoten verbünden, um ihre Bevölkerungen so weit zu dezimieren, bis schließlich nur noch sie selbst als höhere Wesen übrig bleiben.
»Gewalt« ist nicht die »schlechteste Lösung«, sie ist das Ende: Von allem von dem, was einen Menschen als Mensch auszeichnet, also unwürdig.
»Die Menschheit ist nicht dafür gemacht, sich selbst auszulöschen«, ist eine Ansicht, die sich aus der Beobachtung der Menschen nicht unbedingt schließen lässt, doch ich denke, für das Gros trifft das durchaus zu. Leider gibt es einige Vertreter dieser Spezies, die bei jeder Gelegenheit das dämliche Bedürfnis haben, „Erster!“ zu rufen.
Ups, Korrektur: »Vor allem von dem…«
Und mit „Erster“ meinte ich natürlich nicht Sie, Grubenhund, weil sie hier den ersten Post verfassten…
„»Gewalt« ist nicht die »schlechteste Lösung«, sie ist das Ende: Von allem von dem, was einen Menschen als Mensch auszeichnet, also unwürdig.“
Na ja, es zeichnet wohl eher von Anfang an die gesamte Menschheitsgeschichte aus, dass sich fürchterliche Gewalt wie ein roter Faden durch selbige zieht. Mir fiel sofort u. a. ein: „Opening Scene of 2001 A Space Odyssey“.
Leider scheint sie im Gegenteil genau dazu „gemacht“ zu sein. Wobei natürlich nicht gemacht, sondern evolutionär entstanden, eine evolutionäre Sackgasse durch eine vermutlich im Tierreich einzigartige Verhaltensbiologie.
Ganz grob gesagt eine Kombination aus dysfunktionalem Balz- bzw. Partnerwahlverhalten und dem Verhalten einer Pionierart, die ihren Lebensraum bis zur Erschöpfung ausbeutet und dann weiter zieht. Dies führt dazu, dass erst mal so weit wie möglich alle anderen Spezies ausgelöscht werden, oder als Nutztiere in einer Art KZ-System ausgebeutet werden. Was aber ein Euphemismus ist, da KZ gegenüber Massentierhaltung eher ein Kurbetrieb war.
Wer das alles widerlegen will ist herzlich eingeladen Argumente zu bringen. Und jetzt nicht mit irgendwelchen positiven Aspekten kommen. Die wurden in der Geschichte praktisch ausschließlich von Außenseitern bewirkt, die ein vom Mittel abweichendes, nicht arttypisches Verhalten zeigten. Oft genug mussten sie mit der Anfeindung und Verachtung der Zeitgenossen kämpfen.
@ zicke:
2001: Interessante Assoziation. Wenn Mensch da bleibt, wo er begann, ist es keine Odyssee oder sonstige Reise, sondern nur fortdauernder Stillstand. Wenn Mensch an seinen Wurzeln festhält, wartet er auf den Rasenmäher. Btw. gab es bei Bowman keine Rückkehr nach Ithaka, wie bei Odysseus.
@ Grottenolm:
»Kombination aus dysfunktionalem Balz- bzw. Partnerwahlverhalten und dem Verhalten einer Pionierart, die ihren Lebensraum bis zur Erschöpfung ausbeutet und dann weiter zieht.« Vor allem das zweite beschriebene Verhalten, das auch von Heuschrecken bekannt ist (wenn nach Regenfällen genügend Nahrung vorhanden ist), ist nicht das Verhalten aller Vertreter unserer Spezies und auch nicht zu allen Zeiten. Demnach auch kein Automatismus. Man kann der Heuschrecke schwer vorwerfen, dass sie eine Heuschrecke ist, aber man kann dem Menschen vorwerfen, kein Mensch zu sein. Soll heißen, Mensch ist selbstreflexiv und lernfähig und bewusst anpassungsfähig, und das nicht erst im nächsten evolutionären Schritt durch selektierte Nachkommen, sondern schon auf individueller Ebene. Ok, diese Fähigkeiten sind ungleich verteilt, Stichwort »Außenseiter«, aber der ist wiederum ein Beweis, dass sie existieren.
Bei der Selektion zur Fortpflanzung, also den Präferenzen muss ich ratlos passen, das entzieht sich zu oft meinem Verständnis, allerdings auch nicht immer. 😉
Mal etwas schmalzig zum Schluss: Das Wunder der Liebe ist kein Beweis für etwas Göttliches, sondern dass etwas gut sein kann, auch wenn wir es nicht verstehen und uns einfach nur wundern.
El G, mein Gudester, das „Wunder der Liebe“ ist kein Wunder, sondern eine Erfindung.
Eine, die wahrscheinlich um die 200 Mio Jahre alt ist, aus der Zeit, als irgend welche reptilienartigen Viecher zu Säugetieren zu mutieren begannen und darauf begonnen haben, SICH dazu auszugestalten.
Noch das Allernötigste zu diesem Faden:
https://overton-magazin.de/top-story/genozid-in-der-bibel/#comment-384786
„Ein guter Gedanke“ – das ist schon witzig. Ebenso wenig wie Rhyti und Phineas hast Du bemerkt, dass der „Gedanke“ das originale Lenin’sche Konzept einer Doppelherrschaft der kommunistischen Partei und der Sowjets (Räte) paraphrasiert.
„Alles kapuut“ – Ja, das ist so. Ich wiederhole mich. Die Kinder sind es nicht – nicht alle.
@El-G:
„Wunder“: Folgt man dem Wortsinn, ist ein Wunder eine bestaunenswerte Sache. In diesem Falle ist alles ein Wunder. Die bewundernswerte Ordnung der Natur, die Rotation von 100 Millionen Erden um 1 Million Sonnen, die Aktivität des Lichts, das Leben der Tiere – alles sind fortwährende Wunder. Folgt man den überlieferten Ansichten, nennen wir Wunder die Verletzung der göttlichen und ewigen Gesetze. Wenn es bei Vollmond eine Sonnenfinsternis gibt, ein Toter zwei Meilen Weges geht, dabei seinen Kopf in seinen Armen trägt, nennen wir das ein Wunder…“
Wenn Sie weiterlesen möchten, hier:
https://www.correspondance-voltaire.de/miracles-wunder/
@El-G,
https://overton-magazin.de/top-story/genozid-in-der-bibel/#comment-385001
Die Rechtfertigung war „dialektisch“ in einer Manier, die sich ein bißchen weniger grob schon Lenin zuschulden kommen lassen hat. So ungefähr nach dem Motto „Gehen wir zwei Schritte zurück, damit wir einen voran kommen, um von den drei Schritten, die wir zurück geworfen wurden, einen zurück zu gewinnen“. Und noch andere Tricks und Schlichen, um den Rücktritt vom revolutionären Programm zu verleugnen. Welche Anteile daran Heuchelei resp. Selbstbetrug hatten, ist ja heute irrelevant, ebenso der Umstand, daß zwei Generationen Gefolgschaften in Ost und West sich mit dem Geschwurbel – hier ist das Wort mal angemessen – hinter die Fichte leiten lassen haben, von dem ich mir deshalb etliches angetan habe. Aber die Details habe ich vergessen.
Ich bin nur einmal in die eklige Lage geraten, eine Kritik einer Affektion mittels Heraustreten aus ihr und mir selbst zu benötigen, weil sie zur idee fixe verselbständigt war – physisch. Oder anders:
P und ich haben einander geliebt, vielmals, monatelang. So offenkundig, daß Leute, die P. als eine lesbisch lebende Gelegenheitshure kannten, angesichts unserer öffentlichen Umgangs miteinander, Wetten abzuschließen begannen, ob wir ein Paar schon seien, werden würden, oder nicht. P. hat darauf mal reagiert:
„Ja, wir sind schon irgendwie ein Paar, aber ein seltsames. Denn, weißt du,“ Daumen wedelnd, „der da ist der Letzte, mit dem ich ins Bett steigen würde.“
Die „idee fixe“ könnte man so beschreiben: Ich hätte dasselbe sagen können und müssen, aber dies Faktum blieb meiner Wahrnehmung weit über ein Jahr lang vorenthalten. Diesen Umstand galt es für mich zu begreifen – was sonst?