
Wir werden Sie am kommenden Wahlsonntag durch den Abend führen. Wenn Sie keine Lust auf ARD und ZDF haben, sind Sie bei uns gut aufgehoben.
Am Sonntag wird gewählt. Liturgie des Wahlabends: Mal wechselt von ARD zu ZDF und von ZDF zu ARD, lauscht vorgestanzten Statements und weiß nicht mehr. Kritische Stimmen sind dabei nicht erwünscht. Machen Sie es doch am Sonntag anders: Folgen Sie uns. Denn wir werden Sie ab ca. 17:45 Uhr auf dem Laufenden halten. Mit einem Ticker. Einschätzungen und Statements, Aufgeschnapptes und Kommentiertes: Das finden Sie bei uns. Und nebenher: Sie können wie gewohnt kommentieren und mitreden – und damit zum Teil der kritischen Wahlabend-Begleitung werden.
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Großartig!!. Dirk Pohlmann und die Leute von Nuoviso sowie der Thomas Röper haben zum Wahlabend und dem Vereidigungsabend von Trump auch einen Live Stream gemacht. Großartig und alle mal informativer und auch lustiger als die Sumpfschnecken von den öffentlich rechtlichen Bedürfnisanstalten. Bin bei einem kühlen Bier gerne am Wochenende dabei.
„Die Kleine Sumpfschnecke ist in Mitteleuropa der (Haupt-)Zwischenwirt des Großen Leberegels (Fasciola hepatica), der die Fasziolose bei Wiederkäuern und auch beim Menschen auslösen kann.“
(Quelle: Wikipedia)
Jetzt kann sich jeder aussuchen wer der „Große Leberegel“ sein könnte.
Aber 1,98m hat er bestimmt.
Unpopuläre Gegenfrage: Braucht’s das wirklich?
Die Idee mag ja nett und das Ganze gut gemeint sein, aber Overton ist doch eigentlich als Debattenmagazin gedacht, oder? Und wenn man zu so einem Thema einen Ticker aufmacht, warum dann nicht auch zur nächsten „Superabstimmung“ im Bundestag, zum nächsten Amoklauf, zur nächsten Flut- und sonstigen Katastrophe, zur nächsten Rabattschlacht in den HO-Märkten? Solch eine Tickerisierug wohnt aber die Gefahr inne auf den Weg von Neuberpolis zu geraten, wo einen heute jede Menge Apothekenumschau, Ernährungsberatung und Lifestylezeug erwarten (neben Belanglosigkeiten, übersetzten RS-Beiträgen und linkender Ideologie) – und wenig Analysen. Die hatten zu „München“ auch gleich mittags einen Artikel drin, der völlig belanglos war.
Für mich braucht ein Debattenmagazin freilich keine Wahl- und sonstigen Ticker, da sein Fokus schlicht auf Tiefgang, auf fundierten Analysen wie Auseinandersetzungen liegen sollte. Auf Aufklärung wie es ja untenstehend heißt. Da könnte man ein Ereignis aber auch erst mal sacken lassen und zwei, drei Tage – oder gar Wochen! – später drüber schreiben und debattieren statt wild mitzuspekulieren. Zumal ja genug Analysen in den Tagen nach der Wahl kommen werden, über die man sich dann hier austauschen kann. Ticker lenken meines Erachtens von solcher Tiefe ab. Sie reduzieren Komplexes, fördern Eitel- und Oberflächlichkeiten, Vereinfachung sowie Stürme im Wasserglas. Verneblung statt Aufklärung, Polarisierung statt Perspektivenerweiterung. Da werden dann Banalitäten und Geschichten erörtert und sich verkämpft bis man zehn Minuten später feststellt, dass alles eine Ente war. Oder Einschätzungen gegeben, die spätestens am nächsten Morgen für die Katz sind. Aber Overton ist doch kein Rennpferd, das mit den anderen um die Wette hetzen und ständig nach Neuem, nach Mehr, nach Clicks Clicks Clicks streben muss!
Ich wäre für Qualität statt Quantität, für Abwarten statt sinnlos Mitquasseln, für Tiefgang statt Wahlbeobachtung. Ist aber nur meine Meinung. In einer Gesellschaft des Spektakels brauchen die Leute wohl einfach Brot und Spiele. 🤷♂️
Ansonsten wie immer mein Hinweis: Wählengehen fügt Ihnen und Ihren Mitmenschen erheblichen Schaden zu! Und für alles weitere vielleicht George Carlin hier anhören, der hatte schon vor 30 Jahren seine Meinung zu Wahlen. 😉
„Nichtwählengehen fügt den größten Schaden zu!“
Träumer wird es nie kapieren, denn entscheiden tun ganz Andere, als die gewählten…lächel
Wozu dann noch so ein aufgeregter Ticker?
Genosse!
Hoffe, dass Sie wohlauf und alle Umzüge etc. in Ordnung verlaufen sind!
Sie müssen wählen gehen am Sonntag! Jawohl! Und nehmen Sie bitte alle mit, die Sie finden können – @ Two Moon zum Beispiel.
Und am wichtigsten: Jeder von Ihnen muss beide Stimmen der FDP geben! Ich wiederhole: Beide Stimmen FDP!
FDP zu wählen ist dieses Mal direkte Aktion! 🤣
Warum? Das erkläre ich (vielleicht) wenn Mohr & Co. ihre Vorwahprognose raushauen. Auf jeden Fall üben Sie sich bis dato schon mal im Kreuzlemachen. Durch die Tür hinaus, zur linken Reihe, jeder nur zwei Kreuzle.
Beinahe hätten sie mich eben umgestimmt… ;-)))
Apropos FDP, ich hatte am Wahlsonntag 2017 mal einen Datenschützer vom örtlichen Tennisklub in meinem Oldie sitzen. Der war ganz pikiert, als ich ihm offerierte, dass ich ein überzeugter Nichtwähler sei, hatte aber selbst nicht den geringsten Schimmer, für wen er sein Kreuz machen sollte.
Das Gestammel erspar ich euch mal, das war einfach zu peinlich.
Er meinte später auf Nachfrage dann das er die FDP gewählt hätte, weil er den kleinen Parteien den Vorzug geben wollte…oh, wie edel es doch von ihm war… 😉
👍😂🤣🍿
Was ist denn Ihr Oldie für ein Typ / Baujahr wenn man fragen darf (sry, wenn Sie das schon öfters geteilt und ich es bloß übersehen haben sollte) ?
Damals war er noch kein Oldie.
Ist aber nichts besonderes.
Ich hab einen alten 93er Golf GTI, den ich eben auch im Alltagsbetrieb fahre, weil er eben immer noch günstig zu reparieren ist und auch alle Ersatzteile weiterhin zu haben sind.
Ich komme (ohne Sprit), auf etwas 50 Ocken im Monat an Unterhaltungskosten.
Ich dachte, sie hätten kein Interesse an Automobilen… 😉
P.S. ich lese gerade über die „Causa Fuellmich“ und recherchiere in alle Richtungen…das ist vielleicht ein Ding… das zieht ja Kreise…
Ich fahre keins und würde mir auch keines anschaffen, wenn ich das Geld für hätte. Aber uninteressiert bin ich an ziemlich wenig. 😉
Außerdem hatte ich auch den Reparaturaspekt im Kopf – da sind wir nämlich wieder mal bei Illich, der gezeigt hat, dass in den 30ern noch jeder Schuljunge ein Auto reparieren konnte, während mit den heutigen PCs auf Rädern, das so nicht mehr möglich ist. Zumal praktisch für jedes Ersatzteil ein einzelner „Experte“ benötigt wird.
Tja. That’s not a bug, that’s a feature! Die Kubaner fahren derweil immer noch ihre Mühlen aus den 50ern, genauso wie die Iraner Flugzeuge aus den 70ern weiter zum Fliegen bekommen. Den Elektromüll von heute dagegen – nun den kann man am besten direkt nach dem Einfahren in „unserem“ geliebten Agbogbloshie abliefern…
Ja, ab spätestens 2005 ist alles nur noch High-Tech. Wegwerfware..
Auch mein Schätzchen benötigt einen bestimmten Tester, um manche Dinge am Laufen zu halten, wie bspw. Wegfahrsperren zu entsperren, oder Einspritz und Zündeinstellungen korrekt einzustellen.
Kinder machen jedenfalls viel mehr Arbeit und sind wesentlich kostenintesiver….;-)
Vor allem sind sie – im Gegensatz zu anderen Statussymbolen – nun einmal lebende, fühlende Wesen. Sie sind kein SUV, den man so einfach abschalten und wegparken kann, wenn er gerade nervt. (Gut, es geschieht natürlich täglich millionenfach – nennt sich Ruhigstellen mittels Glotze und Smartphone. Und umparken kann man sie auch, indem man sie – mittels SUV – zu Oma und Opi verfrachtet zwecks Zwischenlagerung und Abklingen.)
Aber ich bleibe dabei: Kinder in diese Welt, in dieses System, zu entlassen, ist doch menschenverachtend.
Zumindest wenn man ein kritischer Geist ist. Denn entweder werden einem die Kinder gebrochen – da von der Geburtssekunde an von den Institutionen namens Staat, Markt, Tempel, Medien… beschallt und eingenordet – und wenden sich dann gegen einen, hassen einen. Will man das?
Oder sie werden eben mit dir zusammen ausgegrenzt und kaputt gemacht. Doch kann man es verantworten, seinem Kind, seinem eigenen Geschöpf, solche Qualen auszusetzen? Kann man seinen Schmerz, seine Tränen, seine Wut angesichts seines Daseins einfach achselzuckend hinnehmen?
In einer anderen Welt, in einer lebensbejahenden Gesellschaft, wären Kinder auf jeden Fall nicht „kostenintensiv“ und würden auch nicht unter solchen Gesichtspunkten bewertet. Was sie hier auch nur werden, weil man sie eben im Hamsterrad mitlaufen lassen muss. Richtige Klamotten, richtige Noten, richtige Auslandsaufenthalte… Und sie würden auch keine „Arbeit“ machen. Nein, sie würden wirklich Freude spenden und würden als wertvoll und bereichernd angesehen. Das sind sie hierzulande immer nur unter Vorbehalt, immer nur temporär, immer nur unter den und den Bedingungen. Richtiges Geschlecht, richtige Herkunft, richtiges Verhalten, richtiges Schaffen…
Und auch viele der Leute, die immer behaupten sie liebten ihre Kinder, tun das nur nach außen. Habe wenig Leute kennen gelernt, die ihre Kinder wirklich vorbehaltlos liebten. Ist vielleicht einfach eine Milieufrage. Hier im Forum werden Sie unter den Saturierten natürlich viele finden, für die ihre Kinder immer wertvoll waren. Zumindest werden sie es behaupten. 😉 Hinter den Kulissen jammert man dann, was sie alles fräßem, was sie brauchten, was man für sie machen müsse, warum sie so und so geworden seien und nicht dergestalt wie man es wollte…
Sie als Jünger von Altlandrebell, da kann ich nur sagen, es haben sich zwei gesucht und gefunden.
Auch wenn Sie nicht wählen wollen, so müssen Sie nicht versuchen es allen anderen Leuten aufzudrängen!
Die Alternative zum Audrucks des Nichtwählens wäre nämlich den Wahlzettel ungültig zu machen..
Was glauben Sie was Sie als Steigbügelhalter von Merz dadurch gewinnen?
Sie werden nicht als Held gefeiert, Sie werden nichtmal erwähnt!
Ergo, bedeutungslos!
Ausserdem geht mir Ihr Antisemitismus und Judenhass tierisch auf den Senkel.
@ Träumer
Wer an einer Wahl teilnimmt, legitimiert damit die herrschenden Verhältnisse sowie deren Macht- und Verhaltensstrukturen. Es mag nur ein symbolischer Akt sein, nicht wählen zu gehen, aber es ist trotzdem ein klassisches Mittel des gewaltfreien Widerstands und Protests. Genauso wie Boykott, Zwangsdienstverweigerung, ePA-Ablehnung und andere Formen des Ungehorsams.
Wahlen sind für mich keine Möglichkeit zur Veränderung, sondern bloß ein Akt der Aufwertung, ein Akt des Gesslerhutgrüßens. Man wertet ein System auf, dem man sich aber aus so vielen Gründen verweigern muss. Zumal, wenn das „falsche“ gewählt wird, die „Wahl“ beziehungsweise das Referendum ja gerne mal a) bis zum passenden Ergebnis wiederholt (EU-Referendum in Irland 2008 / 2009; Bulgarien) b) annulliert (Rumänien) oder c) schlichtweg ignoriert (Griechenland Juli 2015) wird. Und wenn „gewählt“ worden ist, gilt ja das Motto aus dem Steuersong hier 🎵:
Den Song wird man demnächst definitiv in die Wiedervorlage geben können – Stichwort Billionen-Aufrüstung. Und ja – Steuern sind und bleiben Raub.
Ich bevorzuge derweil andere Wege und Mittel der Entscheidungsfindung. Solche bei denen alle Menschen gleichberechtigt sind und niemand über den anderen herrscht. Wo keine staatlichen und sonstigen Kontrolleure Acht geben und schauen, dass alles „in Ordnung“ bleibt. Und da gibt es viele Ideen und Erfahrungen – räte-, basis- und konsensualdemokratische (eigentlich ein Widerspruch in sich das Wort) Praktiken will ich mal für diejenigen als Einstieg nennen, die Demokratie nur als das hier etablierte kennen und ergo mit „Repräsentativdemokratie“ gleichsetzen.
Ansonsten: Ich zwinge Sie und andere ja nicht der Wahlurne fern zu bleiben. Gehen Sie hin und werfen Sie Ihren Stimmzettel ein. 🙂 Von mir aus auch einen für mich, einen für jeden Mitforisten oder so viele bis die Urne überquillt. 🤣 Ist mir wumpe. Für mich hat Wählen bloß etwas von einem Fetisch oder von Ablasshandel. Ist 🧙♂️☕. Oder eben eine Beerdigung.
Sehe ich sehr ähnlich. Da es keine andere Form des Protests gibt, außer eine von vielen Klüngelparteien zu wählen, bleibt nur die Nichtwahl. Und wenn man, so wie ich, sich sowieso von keiner Partei mehr vertreten fühlt, wäre alles andere schlicht Unsinn.
Wenn man statt Parteien Sachthemen und Problemfelder wählen könnte, die dann verbindlich von der Politik angegangen werden müssten, würde ich wieder wählen.
Aber nach Jahrzehnten des hilflosen Zuschauens, wie Parteien auf ihre Wahlversprechen und den Bürger scheißen, hab ich keine Lust mehr, das System zu unterstützen. Da muss sich was ändern!
Das Muss steht auch für mich außer Frage. Das „wird“ ist aber das Problem. Und da sehe ich nirgends – ob hierzulande oder anderswo – die Alternative. Da sehe ich nur Rückschritt und Verfall. Denn wer käme mit, um was zu ändern? Und selbst wenn welche mitkämen – wie lange dauerte es bis sie zusammen mit einem niederkartätscht würden?
Es ist eben keine Demokratie (die, wie öfters geschrieben, auch zu hinterfragen wäre), sondern ein Bonapartismus; ein zutiefst autoritäres Regime, das obendrein jederzeit seine Kastellane und Kettenhunde auf Abweichler loslassen kann. Und loslässt. Das sich da hübsch über die Jahrzehnte, gar Jahrhunderte, eingemauert hat und einfach felsenfest dasteht. Bombenfest. Zumal schlicht zu viele es mittragen und / oder noch immer von ihm profitieren. Selbst wenn es nur ein paar Brosamen sind – für etliche genügt das. Andere sind apathisch, zucken die Achseln oder schließen sich den anderen in der Heerde beziehungsweise im Hamsterrad an.
Alternativen gäbe es – und gab es – freilich zuhauf. Aber sie sind eben verboten. Wo nicht, da werden sie verboten gemacht. Und dann kommt keiner mehr mit. Denn dann müsste man ja etwas Verbotenes tun – sich gegen Vadder Staat und Mutti stellen. Doch gegen Vati und Mutti steht man bekanntlich nicht auf, das hat man brav gelernt. 🤷♂️
Ich kann den Beitrag vom 4.01 nicht lesen, wegen der Zeilenverschiebung..
Da habe ich doch glatt auf den ersten Blick „Zeitverschwendung“ gelesen. Was ja auch deutlich besser gepasst hätte.
Danke, für ihren Kommentar!
Die Redaktion… 😉
@Altlandrebell
Wer an einer Wahl teilnimmt, legitimiert damit die herrschenden Verhältnisse sowie deren Macht- und Verhaltensstrukturen. Es mag nur ein symbolischer Akt sein, nicht wählen zu gehen, aber es ist trotzdem ein klassisches Mittel des gewaltfreien Widerstands und Protests.
Es macht einen Unterschied, ob du nicht an der Bundestagswahl teilnimmst oder deinen Stimmzettel ungültig machst:
Wenn du nicht zur Wahl gehst, wird deine Stimme überhaupt nicht gezählt. Du verzichtest damit komplett auf die Möglichkeit, Einfluss auf das Wahlergebnis zu nehmen. Die Wahlbeteiligung sinkt, was oft als Zeichen von politischem Desinteresse oder Unzufriedenheit interpretiert wird.
Wenn du deinen Stimmzettel ungültig machst (z. B. durch ein großes Kreuz über den Stimmzettel), wird deine Stimme als „ungültig“ gezählt. Ungültige Stimmen werden in der Wahlstatistik erfasst und können als bewusster Ausdruck von Unzufriedenheit mit den zur Wahl stehenden Optionen interpretiert werden. Sie haben zwar keinen direkten Einfluss auf das Wahlergebnis, aber sie werden öffentlich dokumentiert.
Ihre Argumentation ist sehr emotional, aber besser ist die rationaler Analyse. Mit Ronald M. Schernikau:
Emotion negiert den Inhalt.
Erstens: Mit Verlaub – kennen wir uns oder warum duzen Sie mich? Ich bevorzuge hier immer das Sie, kenne hier nämlich keinen persönlich.
Dann:
Habe ich etwas anderes behauptet? Natürlich besteht diese Option, aber es ging allgemein nur um die Frage der Wahlteilnahme oder Nichtwahl.
Das ist aber tragisch. Ich würde ja gerne mal Einfluss auf die Politik und das Los der Menschen nehmen, nicht bloß auf irgendwelche Wahlergebnisse, die nach Gusto interpretiert, modelliert und für wessen Zwecke auch immer ge- und missbraucht werden. Das tatsächliche Einflussnehmen ist unter den herrschenden Verhältnissen aber nicht möglich.
Ja, genau darum geht es. Man drückt einerseits seine Unzufriedenheit aus und verweigert sich andererseits dem System, hier am Beispiel des Sakraments der Wahl.
Es ist doch so: Der verfassungspatriotische Mehrheitsdeutschling heult und jammert, wenn wie in Sachsen-Anhalt 2006 unter 50 % zur „Wahl“ gehen. „Die Demokratie, die Demokratie! Meine heilige Demokratie! Kann nicht verstehen, warum an ihr keiner teilnimmt.“ Ihm wird klamm, wenn es in Rumänien gar nur 30 % sind – Rumänien ist ja Teil der Deutsch-EU und vom pösen Staatssozialismus mit seinen Scheinwahlen befreit und jetzt von blühenden Landschaften geprägt. Ja, es goebbeln die amtsbestellten Trolle, wie man unten sieht, hier so richtig rum, wenn ihnen ein paar Nichtwähler begegnen. Da ergießen sie sich in Sozialdarwinismus, Klassismus und Nationalchauvinismus – selbst wenn es ein Spartenforum wie dieses ist, wo in einer Overton-Umfrage Ende Januar 90 % (!) der Teilnehmer angeben zur Wahl gehen zu wollen. (Also satte 10, 15 Prozentpunkte mehr als bundesweit am Sonntag.) Aber diese Leute jubeln, wenn im Iran oder in Russland nur 30 % zur Wahl gehen, weil dies ja ausdrücke, wie wenig das dortige System legitimiert sei. Wie wenig es noch im Sattel säße. Beim Iran oder in Russland interessieren auch nicht die ungültigen Stimmen, sondern nur die Wahlteilnehmer. Nun – ich wende hier einfach die Standards auf die geheiligte BRD an. Und grüße bloß nicht mehr die diversen Gesslerhüte.
Ne, meine Argumentation ist einfach von pösen libertären Anti-Etatisten geprägt. Und die haben durchaus auch jede Menge rationale Analysen zu dem Thema geschrieben. Wie und warum man die Gesslerhüte des Systems nicht grüßen sollte. Hier ein Beispiel, da finden sich jede Menge Biografien und Quellen drin. Danke by the way für den Hinweis auf Schernikau.
Das würde ich so nicht unterschreiben. Das ist mir zu dogmatisch, zu vereinfachend.
Ob Wut, Enttäuschung oder Schmerz – solche Gefühle sind ja oft gerade der Antrieb, das Schmiermittel für Veränderung. Es kommt natürlich drauf an, aber sie sind durchaus auch einfach mal der Anlass zu hinterfragen, nachzudenken, aufzustehen und zu handeln. Sie können Katalysator wie Akzelerator werden. Ich setze hier auch mitunter mal auf provokantere Kommentare und Artikel, um ein wenig Diskussion in die Bude zu bringen.
Wenn wir das Emotionsthema jetzt aber aus der von Ihnen präsentierten Richtung betrachten, endet es leider oft in einer sehr kalten, semi-rationalistischen Scheidung von Gefühl, Gedanke und Handeln. Ich weiß nicht ob Sie das intendieren, denke nicht oder? Damit setzten Sie ja den Wert von Gefühlen für den politischen Diskurs herab, negierten sie fast schon deren Bedeutung und begünstigten letztlich bloß Entfremdung. Wer solche Gefühle nämlich oft unter- und wegdrücken muss, wer sie als etwas „Negatives“ oder „Störendes“ ansehen muss, der stirbt ab und wird identitär.
Dagegen würde ich vorschalgen, dass wir uns für eine authentische und selbstbestimmte Gesellschaft einsetzen, in der Gefühle zugelassen werden.
„Gewaltfreier Widerstand/Protest“?
Na da werden sie sich aber fürchten und die Strategien ändern, wenn sich noch mehr Stimmen freiwillig überflüssig machen.
Wohingegen der Vergleich mit der ePA-Verweigerung mehr als nur hinkt.
Bei dieser MUSS man sich aktiv GEGEN etwas entscheiden; eine Widerstand wie oben angeführt bedeutete, gar nichts zu tun=Zustimmung=Gegenteil von Protest!
Ich würde ungültigwählen für den frieden vorschlagen…
gut für so eine aktion ist es jetzt zu spät um nennenswerte aufmerksamkeit zu erregen.
Ja, in Frankreich gibt es öfters mal vote blanc. Doch es ändert nichts daran, dass auch das Ungültigwählen eine Wahlteilnahme und damit Zustimmung zur repräsentativen Demokratie als solcher signalisiert.
Die Wahl eines „kleineren Übels“, einer Spaßpartei oder das Durchstreichen des Stimmzettels ist kein Schritt zur Veränderung, sondern einfach eine Beteiligung am etablierten System. Man bestätigt den Eindruck von „Demokratie“ und „sauberen Verfahren“, während man gleichzeitig (unbewusst) zum Werkzeug der Mächtigen herabsinkt, das hilft das Herrschaftssystem zu stabilisieren. Man akzeptiert die Spielregeln und mischt – auf seine Weise – auf dem Platz mit. Ich mag das Spiel nicht und bleibe ihm fern. Zumal es für Leute, die Demokraten suchen, demokratische Alternativsysteme gibt.
Und wenn man was aktiv tun will, kann man ja anfangen massenhaft Wahlzettel zu verbrennen – oder sonstige friedliche Protestakte am Wahllokal zu praktizieren. Wenn es sich um ein unliebsames Regime oder eines in der pösen dritten Welt handelt, sind Westkameras immer vorne mit dabei um solch „kreativen Protest“ einzufangen. Wenn das hier massenhaft geschähe, gäbe es für mindestens eine Woche aufgeregten Hühnerhaufen und wildes Echauffieren in den Leidmedien von taz bis FAZ.
@ALR
Schreibe das hier drunter, weil unter obigem Post kein Platz mehr war.
Und beziehe mich auf das „Kinder-in-die-Welt-setzen“. Dem kann ich nun so gar nicht folgen.
Natürlich haben Sie recht damit, daß viele Menschen ihre Kinder eben nicht so vorbehaltlos lieben, wie sie immer behaupten. Wobei ich der Meinung bin, daß wohl das „richtige“ Verhalten den größten Vorbehalt darstellt. Und natürlich stellt die jetzige Zeit und derzeitige Gesellschaft (allerdings stellt sich dann zwangsläufig die Frage : war es denn jemals soviel anders, zumindest in den sogenannten ‚zivilisierten‘ Gesellschaften ?) eine in jeder Hinsicht unglaubliche Herausforderung dar. Aber daraus im Umkehrschluß es für unverantwortlich zu halten, Kinder zu bekommen, kann ich nicht nachvollziehen.
Ohne Ihnen zu nahe treten oder despektierlich klingen zu wollen, aber da dürften ja wahrscheinlich ein paar eigene Erfahrungen mit einfließen. Sie hatten ja schon mal ein paar Dinge aus Ihrer Biographie angedeutet. Das ist normal, das dürfte bei jedem so sein und ist mir auch nicht fremd. Denn das Willkommen-sein in dieser Welt ist bei mir auch so eine Sache…
Aber ist die Formulierung „in einer anderen Welt, in einer lebensbejahenden Gesellschaft“ nicht auch eine Form von Flucht ? Wir leben nun mal in dieser Welt. Und gerade unter diesen extrem schwierigen Umständen ist es trotzdem möglich, einem Menschen (und nicht nur Kindern) Liebe angedeihen zu lassen. Daß dies so selten geschieht, steht auf einem anderen Blatt. Es aber von vorneherein gar nicht erst versuchen zu wollen, ist auch nicht viel besser.
Ja, es stimmt, in dieser Gesellschaft werden tagtäglich Menschen gebrochen. Man hat als Eltern allerdings lange Zeit einen sehr großen Einfluss auf seine Kinder. Und wenn man seinem Kind wirkliche Liebe (und vielleicht auch noch ein paar Dinge – wie Fertigkeiten und Umgang mit den Schwierigkeiten des Lebens) zukommen lässt (egal unter welchen Umständen), werden Sie diesen Menschen i.d.R. nicht so schnell brechen können.
Wie soll sich denn in der Welt etwas ändern, wenn man den ganzen Psycho-, Sozio-, Büro-, Techno- und sonstigen -kraten nichts entgegensetzt ? V.a. etwas oder jemand, für das/den es sich zu leben lohnt ? Und das sind Kinder ja nun ganz bestimmt.
@ Brian:
Ich bin natürlich Ihrer Meinung. Bisher habe ich zu seinen Kinder-Theorien, die er ja immer mal wieder anbringt, auch noch kein Wort verloren. Einfach weil ich sie zu absurd fand.
Ich spreche ihn hier jetzt aber erst mal direkt an, denn über jemand Anwesenden in der dritten Person zu sprechen ist doch ziemlich unhöflich.
Danach aber erzähle ich Ihnen noch die SoLaWi-Geschichte, die ich Ihnen versprochen hatte.
@ Altlandrebell:
Eigentlich habe ich Ihre Aussagen zu Kindern nie wirklich ernst genommen. Dachte, entweder es ist eine wohlkalkulierte Provokation um bestimmte Themen zu betonen oder aber Sie haben sich da unglücklich in etwas verrannt. Und außer ein paar Misanthropen, zu denen ich Sie sicher nicht rechnen würde, würde Ihnen da auch praktisch niemand zustimmen.
Ich könnte jetzt natürlich 100 schlagende Aspekte und Argumente anführen, warum es auch in der heutigen Welt wichtig und sinnvoll und schön ist Kinder zu bekommen, gerade auch für Leute, wie Sie, die selber einiges durchmachen mussten. Aber eigentlich kann man die Diskussion auch gleich auf eine einzige Frage reduzieren:
Wieviele Menschen in ihrem Umfeld kennen Sie, und von wie vielen Menschen insgesamt glauben Sie, dass die lieber nicht gelebt hätten?
Denn es ist doch so wie der sterbende Häuptling (eigentlich nur Anführer einer Gruppe) in einem meiner Lieblingsfilme „The black robe“ (Die schwarze Robe) sagt, als er den Kampf gegen zahlreiche Widrigkeiten verloren hatte: „Das Leben ist furchtbar und grausam. Doch es ist auch das Licht der Sonne!“
Ich bin jedenfalls heilfroh, dass ich Vater werden konnte.
@ Brian:
Also die SoLaWi-Geschichte geht zurück auf das Ende des ersten Corona-Winters.
Die SoLaWi bestand gerade ein halbes Jahr.
Da erzählte mir ein befreundetes Pärchen, die sich einen Anteil gekauft hatten, dass die SoLaWi zwei bezahlte Stellen zu vergeben hätte, von denen aber nur eine besetzt wäre. Und da ich mich ja so gut in dem Metier auskennen würde, könnte ich mich da ja mal bewerben.
Ich war natürlich brennend interessiert, denn die halbe Stelle, die sie da zu vergeben hatten, könnte ich perfekt mit meinem anderen, kleinen Job damals kombinieren.
Und mir selber mit einem Anteil einzukaufen, meine Freunde hatten für Ihren Anteil im ersten Jahr mehr als 1000 Euro bezahlt, konnte ich mir damals nicht leisten.
Dieses SoLaWi-Projekt war auch ziemlich ambitioniert. Es gab keinen Bauern, der alles leitet und koordiniert, der Geräte, Gebäude usw. stellt, wie bei anderen SoLaWis. Sondern sie hatten sich nur ein etwa 1,5 Hektar großes Feld von einem Bauern gepachtet. Eine schöner, leicht abfallender Südhang, mit fruchtbarem aber schwerem Mergelboden, der bei Trockenheit steinhart wurde, einem bei nassem Wetter aber kiloweise an den Schuhen klebte. Und sie hatten am Anfang nichts, keine Geräte, Maschinen, Schuppen, Gewächshäuser, sonstige Hilfsmittel. Deswegen musste am Anfang viel investiert werden. Ok, dachte ich, dann sind die mehr als 1000€ pro Mensch bei mehr als 70 Leuten auch erst mal gerechtfertigt.
Die Mitglieder waren auch ein ziemlich bunter Haufen. Nicht nur die übliche grün-alternative, idealistische, Nahrungs-Wellness-Stadtbevölkerung. Auch einige Leute, die auf Querdenker-Demos gingen oder sehr prepper-affine Menschen.
Ich traf mich also mit der anderen Häfte der festen, bezahlten Stelle, die sie zu vergeben hatten, einer recht versierten und erfahrenen Gemüsegärtnerin, und musste sie erst einmal überzeugen, dass ich als selbst angelernter Amateur überhaupt dazu tauge. Das war mir zwar einigermaßen gelungen, aber am Ende kam dann heraus, dass sie doch eher einen Mann suchten, der sich mit Landmaschinen auskennt und diese auch zu bedienen gelernt hatte – und damit konnte ich leider nicht dienen.
Aber ich könne ja trotzdem noch mal öfter kommen und in ein paar Monaten, wenn sie noch immer keinen gefunden hätten, könnte ich dann vielleicht doch die Stelle haben oder sie würden eine 3. halbe Stelle aufmachen. Ich solle mich aber schon mal darauf einrichten, dass es vor allem auch viel Koordinations- und Kommunikationsarbeit wäre und nicht nur Gärtnern. Ich der Folge wurde genau das dann für die SoLaWi auch noch ein größeres Problem.
Ich bin dann auch noch öfter da gewesen, auch mit meinem Freunden, aber so richtig lief es im ersten Jahr nicht, auch wegen krasser Trockenheit und irgendwann musste ich den Plan auch aufgeben, weil sie einen mit Maschinenkenntnissen gefunden hatten und es keine weitere Stelle geben würde. Außerdem hatte ich kaum noch Zeit, weil sich mein anderer Job deutlich vergrößert hatte. So kam ich nur noch ab und zu gucken, wenn das Feld auf meinem Weg lag.
Über meine Freunde bekam ich aber mit wie sich die ganze Sache weiter entwickelt hatte. Es gibt die SoLaWi noch immer, aber ich bin dann doch sehr froh, dass ich nicht da gelandet bin. Die mussten viel investieren um Wasser, Kompost, Schuppen. Geräte und 1000 anderen Dinge zu bekommen. Die Kosten für einen Anteil, die jedes Jahr gemeinsam von allen festgelegt wurden, wurden aber jedes Jahr höher statt niedriger.
Über die Jahre haben sie es zwar hinbekommen den Boden immer besser zu bearbeiten, viele Gemüsesorten kenntnisreich anzupflanzen und bis zur Ernte zu bringen, da waren wirklich fähige Leute. Aber die SoLaWi als Ganzes funktionierte nicht richtig.
Da war das schon angesprochene Problem mit der schwierigen, weil umfangreichen Kommunikation. Man musste ja immer alle unter einen Hut kriegen. Auch mehr Streit, in dessen Folge, die festangestellte Gärtnerin die SoLaWi auch verließ.
Eine kleine Gruppe war sehr aktiv und brachte auch einiges Neue an den Start, aber die große Masse war nur selten aktiv oder gar nicht, reine Geldgeber, die sich das leisten konnten, auch weil sie es für eine schönen Idee hielten.
In der Folge fehlten dann genügend Leute, die mitarbeiteten. Vielen war auch die Arbeit zu schwer auf diesem Boden, so dass sie nicht viel machen konnten.
Auch die Ernte funtioniert nicht richtig, vieles bleib auf den Feldern, weil es gerade nicht beliebt war. Und so weiter. Das Ganze lief nicht rund. Und dann gab es in der Folge auch immer mehr Austritte. Dennoch, der harte Kern macht irgendwie weiter und das Feld sieht auch gar nicht so schlecht aus jetzt, nach einigen Jahren.
Aber mir war das Ganze dann nicht mehr sympathisch. Die Psychodynamik zwischen den Leuten. Aber vor allem das Ineffiziente. Weit mehr als 1000 Euro im Jahr zu bezahlen, dafür aber nicht halbwegs den Gegenwert in Gemüse dafür zu bekommen, das macht weder Sinn noch Freude, das konterkariert schlicht die Idee einer SoLaWi. Und der mangelnde Einsatz vieler Mitglieder machte das Ganze natürlich auch nicht zu einer schönen, solidarischen Sache.
Schade.
Etwas lang ist es geworden Brian, aber vielleicht haben Sie so einen guten Eindruck bekommen.
@Two Moon
Vielen herzlichen Dank für diesen ausgesprochen interessanten und informativen Bericht !
Erinnert mich so ein bißchen an meine Zeit als Fahrradkurier vor vielen Jahren. Da haben wir uns zu ein paar Leuten (die im Laufe der Zeit immer mehr wurden) irgendwann zusammengetan und einen eigenen Dienst eröffnet und hatten mit ähnlichen Problemen zu kämpfen.
Ein nicht unwesentlicher Faktor bei der ganzen Sache war z.B. auch die fehlende Wertschätzung. Danach war ich zumindest um ein paar Erfahrungen reicher…
Mit Verlaub @ Two Moon, da rücken Sie heuer von Ihren sonst recht differenzierten Sichtweisen aber mal deutlich ab wie ich finde. Offen gestanden wirkt Ihre Haltung eher belehrend und vermittelt das Gefühl, dass bei diesem Thema andere Standpunkte keine Berechtigung hätten. Das kommt eher respektlos rüber, zumal es Bedenken und Sorgen des Gegenübers einfach abtut. Vielleicht meinten Sie es anders – bei mir kam es so an. Sry!
Oh, man muss wirklich weder pöser Misanthrop noch Cioran-Ultra und schon gar nicht CO2-Abdruck fixierter Klimaklatscher sein, um sich gegen das Kinderkriegen auszusprechen.
Sie postulieren jetzt einfach universalgültig für jedermann, dass Kinder nicht zu bekommen eine spinnerte Randmeinung einiger Verrückter wäre. Da entgegne ich jetzt einfach mal: Ist es nicht. Es ist nur ein Postulat. Ihr Postulat. Mit einem Sager wie…
… implizieren Sie bloß, dass die Entscheidung, keine Kinder zu haben, an sich eine Fehleinschätzung wäre. Damit negieren Sie offen Aspekte wie persönliche Umstände oder unterschiedliche Auffassungen von Verantwortung und werten die Haltung Ihres Gegenübers bloß en passant ab. Und zeigen sich – vor allem im Folgenden (siehe auch unten) – so unempfindlich wie unverfroren gegenüber den Erfahrungen von armen, behinderten oder anderweitig von negativen Lebensverhältnissen betroffenen Menschen. Was mich dann doch recht verwundert hat, gerade angesichts Ihrer hier geteilten Biografie.
Doch selbst wenn Ihr Postulat nun ein Axiom wäre – wie wäre es mit Respekt für die verschrobene Minderheit? Ist der in der „Demokratie“ nicht immer so wichtig? Ach, ich vergaß – außer natürlich, jemand lässt sich nicht impfen, geht nicht wählen oder grüßt einen anderen Gesslerhut nicht bzw. nimmt ein anderes Sakrament der Herrschenden nicht an. Oder möchte eben keine Kinder.
Dass diese Herangehensweise ziemlich übergriffig und missionarisch wäre, ist Ihnen aber schon bewusst? Wer definiert eigentlich und weiß auch ganz genau, dass Ihre angekündigte Kanonade von „100 schlagenden Aspekten und Argumenten“ tatsächlich dergestalt „schlagend“ wäre wie von Ihnen behauptet? Nicht dass Sie gleich losballern wie die Briten an der Somme und dann statt einen Walk in the Park zu erleben, bloß mit Fußball und Dudelsack in die Garben von Altlandrebell hineinrennen? Und was hätten Sie eigentlich davon, andere mit Ihrer Kanonade zu (er)schlagen? Befriedigung, dass die Mehrheit der Kinderindieweltsetzer es der spinnerten, sozialschädlichen Minderheit der Kinderlosen mal wieder so richtig gezeigt hat? Getreu des Mottos: „Wir sind mehr!“? Mhm. Wundert mich hier die Herangehensweise.
Es fänden sich sicher auch locker 100 schlagende Aspekte und Argumente, warum es „wichtig und sinnvoll“ ist keine Kinder zu bekommen, gerade wenn der betreffende Mensch schon einiges durchmachen musste. Angefangen damit, dass nicht jeder wie Sie über eine stabile und recht glückliche Langzeitbeziehung verfügt beziehungsweise eine solche adäquat aufrechtzuerhalten vermag – was aber gerade für die betreffenden Kinder extrem wichtig wäre. Sollen wir jetzt also martialische Barragen darüber austauschen und ich Ihnen noch 99 weitere Raketen 🚀 🚀 🚀 rüber schießen – oder wir statt monologisch Werbung für die ein oder andere Seite zu betreiben, lieber festhalten, dass Kinder zu bekommen eine ziemlich persönliche Entscheidung ist, die jedem selbst überlassen bleiben sollte?
Jeder Mensch sollte schlicht das Recht haben, über sein eigenes Leben, seinen eigenen Körper und seine Lebensentscheidungen selbst zu bestimmen, ohne von gesellschaftlichen Erwartungen, Zwängen und irgendwelchen „Normen“ und „Barragen“ beeinflusst zu werden. Es gibt für niemanden die Bringschuld, Kinder (nicht) in die Welt zu setzen.
Vielleicht mehr als Sie in dem Ihren, kp.
Ich habe, um ein Beispiel zu nennen, nicht umsonst in meinem letzten Artikel einen Bekannten erwähnt, der sich während des zweiten Lockdowns das Hirn rausgeschossen hat. Der war nach seinem Afghanistan-Einsatz zu dem Punkt gekommen, dass er lieber nicht gelebt hätte. Gerade nach dem, was er dort gesehen, gerochen, gefühlt und getan hat. Und dann hier vorfand. War ein ziemliches hin und her in unseren Debatten. Irgendwie hat seine Lebensgefährtin, um eines der Nullingerworte des Mainstreams zu verwenden, ihn damals aber noch „stabilisiert“ bekommen. Dann kamen die Pandemiemaßnahmen. Ende bekannt.
Solche Erlebnisse kann man natürlich nicht verallgemeinern – aber das können Sie für die Ihren eben auch nicht. Ihre Position übersieht für mich schlicht, dass das Leben von jedem hier anders ist. Einzigartig ist. Sie dagegen implizieren, dass alle Menschen grundsätzlich das Leben als positiv empfinden würden. Das ist extrem universalistisch gedacht. Vielleicht ist es auch eher Ausdruck einer Haltung, dass alle ihr Leben als positiv empfinden sollten?
Auf jeden Fall ist es mir zu pauschal. Sie versuchen das Thema auf eine ex cathedra von Ihnen verkündete Frage zu verengen und verkennen die Heterogenität in den Lebenswirklichkeiten Ihrer Mitmenschen. Wundert mich wirklich Ihre Perspektive. Obendrein übersehen Sie in Ihrer Argumentation vor allem die negativen Aspekte. Es gibt nämlich jede Menge Leute, die in extremen Verhältnissen, unter physischen wie psychischen Belastungen leben und deren „Lebensqualität“ mehr als nur eingeschränkt ist. Von denen kommt so mancher zum Fazit, dass er / sie / es „lieber nicht gelebt hätte“. Und kommt daher auch durchaus zum Fazit, dass er vor dem Hintergrund seiner Lebenssituation keine Kinder haben will oder dies schlicht nicht verantworten kann. Wie groß diese Gruppe ist, wird Ihnen niemand seriös beziffern können, zumal darüber ungern (ehrlich) gesprochen wird. Es ist so wie mit den Eltern, die bereuen dass sie Eltern wurden („regretting parenthood“). Da gibt es auch keine seriösen Zahlen zu. Bei YouGov kursierten wiederholt Zahlen von um die 20 Prozent der Befragten. Angesichts der Tabuisierung des Themas – Elternschaft wird ein hoher intrinsischer Wert zugeschrieben und ihre Verweigerung verteufelt – würde ich das mal als sehr konservatives, unteres Limit nehmen.
Es ist eben auch hier wieder eine Frage des Milieus, der eigenen Prägungen und Einstellungen und des Felds, in dem man sich bewegt.
Ich nehme Ihnen weder Ihre Kinder weg noch hindere ich Sie oder andere hier daran weitere in die Welt zu setzen. Ich habe oben lediglich meine persönliche Sichtweise zu dem Thema dargelegt.
Mit Verlaub – ich denke, dass Ihre persönliche Erfahrung als Vater hier durchschlägt. Sie empfinden Ihre Kinder als bereichernd, haben ihnen trotz Einschränkungen viel schenken und mit auf den Weg geben können und projizieren Ihre Werte und Erfahrungen nun auf andere. Sie erachten vor dem Hintergrund Ihrer Erfahrungen den Wunsch, Kinder zu haben, als etwas irgendwie allgemein erstrebenswertes – und übersehen die jeweiligen Umstände und Erfahrungen Ihres Gegenübers. Zumindest hoffe ich, dass Sie sie nur übersahen. Und nicht einfach unabhängig von diesen argumentierten. Damit wäre das Kinderkriegen nämlich nicht mehr eine individuelle Entscheidung, sondern eine Art moralische Frage. Und da gehe ich überhaupt nicht mit. Vielmehr möchte ich Sie für den Fall bitten sich der Subjektivität Ihrer Position bewusst zu werden.
Zumal Ihr Standpunkt mich mit Verlaub etwas an die übergriffigen Leute auf Feiern erinnert, die ankommen und einem Alkohol aufschwatzen wollen. „Warum trinkst du denn nicht? Nicht doch ein kleines Schlückchen? Ach sei doch kein Spielverderber! Willst du denn nicht doch einen Cocktail probieren…?“ Nein, möchte ich nicht. Trinken Sie so viel Cocktail wie Sie wollen, aber respektieren Sie, dass andere keinen möchten. Aus welchen Gründen auch immer. Und dies mitunter sogar sich zu kommunizieren erlauben.
@ Altlandrebell:
Zunächst einmal tut es mir leid wenn mein Text an Sie respektlos oder belehrend rüber gekommen ist.
Zu solchen Haltungen Ihnen gegenüber habe ich eigentlich gar keinen Grund. Ich hoffe soweit kennen wir uns schon.
Undifferenziert war ich hier bei dem Thema aber in der Tat, denn so wie Sie es postuliert hatten, konnte ich wirklich kein FÜR sondern nur ein WIDER dazu entdecken. Das beruhte aber vielleicht nur auf einem Missverständnis. Und dieses Missverständnis produzierte bei Ihnen wiederrum ein weiteres Missverständnis, wie Sie gleich sehen werden.
Denn ich bin davon ausgegangen, dass folgendes Zitat von Ihnen genauso „universalistisch“ gemeint war, wie Sie meinen Text aufgefasst hatten:
So wie Sie das hier formuliert hatten (ähnlich auch an anderen Stellen, wo sie über das Kinderthema geschrieben haben), lässt es eigentlich keine andere Deutung als eine universalistische zu.
Und das wiederum fand ich vollkommen maßlos und überzogen, auch schlicht sinnlos. Was soll daraus Positives entstehen? Deswegen meine undifferenzierte Haltung dazu.
Denn Kinder in diese Welt zu entlassen kann nicht in jedem Fall menschenverachtend sein! Das würde sich selbst widersprechen.
Nun reagieren Sie aber auf meinen Text auch so, als wäre dieser universalistisch gemeint. Aber wieso? Aufgrund welcher Formulierung sind Sie dazu gekommen? Nichts läge mir ferner! Ich verteidige doch nur die, die Kinder haben möchten und das Kinder kriegen allgemein als lebensbejahendes Geschehen.
Damit möchte ich aber nicht Diejenigen schlechter setzen, die, aus welchen Gründen auch immer, keine Kinder haben möchten!
Das hätte ich vielleicht extra erwähnen sollen, dann wäre es nicht zu diesem Missverständnis gekommen – aber ich dachte schlicht das wäre doch selbstverständlich.
Ich denke sogar, dass es gut ist, wenn in der heutigen Zeit weniger Menschen Kinder bekommen als früher.
Niemandem ist damit gedient, wenn die Welt noch mehr bevölkert wird, egal wie lange das evt. noch möglich wäre. Aber weniger ist eben in jedem Fall besser.
Ich kann mir auch dutzende Situationen vorstellen in denen ich sehr gut nachvollziehen kann, wenn man keine Kinder haben möchte. Ich käme nie auf die Idee Menschen dafür irgendwie schlecht oder herablassend anzusehen.
Nur es generell als erstrebenswert zu postulieren keine Kinder zu haben, da mache ich nicht mit und dafür habe ich auch kein Verständnis.
Ich denke auch, dass die, die bewusst kinderlos sind, in vielen Fällen davon (sehr) profitieren können mit Kindern Umgang zu haben, seien es Kinder von Verwandten, Freunden, Nachbarn oder was auch immer. Denn das Leben schreitet immer voran in die Zukunft und die Zukunft sind die Kinder. Abgedroschen, ich weiß, dennoch zu wahr um es nicht noch mal zu erwähnen.
Mein eigenes Kind groß zu ziehen war übrigens alles anders als einfach, da gab es sehr schwere Zeiten. aber das ist eine sehr lange Geschichte – die dann am Ende doch gut ausgegangen ist, was mir teilweise immer noch wie ein Wunder vorkommt. Aber manches wird eben dann doch gut, wenn man kämpft und sich bemüht und nicht aufgibt.
Also, ich denke einen wirklichen Konflikt haben wie beide hier gar nicht, vorausgesetzt, dass wir es beide nicht universalistisch gemeint haben. Viel Text umsonst, aber vielleicht ein wenig mehr gegenseitiges Verständnis gewonnen 🙂
Gute Nacht!
No hard feelings there! 😊
Der von Ihnen zitierte Passus ist aber nicht universell, weil er von einer individuellen Haltung und subjektiven Bewertung der Welt ausgeht. Nämlich meiner. Da steht:
Aber ich bleibe dabei
Ich bleibe dabei. Nicht Sie. Nicht @ Brian. Nicht Oma Hilde. Ich.
Das spiegelt die Wertung einer Einzelperson (nämlich mir) wider und ist daher nicht als Dogma zu verstehen, sondern als die Position eines Diskursteilnehmers. Würde man es verallgemeinern, stünde da:
Oder etwas wie:
Vielleicht geschah es beim schnellen Tippen, dass das bei einem früheren Diskurs es so da stand. Vielleicht daher die Verwirrung. In dem Falle bitte ich um Entschuldigung.
Mein Verdikt trifft auf jeden Fall nur für die zu, die diese kritische Haltung einnehmen und teilen. Und sich eben als kritischer Geist in bestimmtem Sinne versteht. Es gibt unterschiedliche Geister, unterschiedliche kritische wie unterschiedliche unkritische. Ich schreibe das vielem, aber nicht bei jedem Kommentar dazu.
Naja, es ist verhält sich so aus meiner Perspektive unter einem bestimmten verantwortungsethischen Blickwinkel und den von mir wiederholt aufgelisteten Punkten.
Ich habe hier schon öfters dargelegt, dass und wie ich hier meine Positionen einbringen und andere die ihren daneben stellen können. Doch nochmals: Ich folge den libertären Prinzipien von Freiheit und Toleranz, zumindest versuche ich mich darum zu bemühen, strebe diese an. Denen zufolge gilt:
Der Sozialismus wird frei sein oder er wird nicht sein.
Das gilt auch auf Meinungsebene. Es gilt sich der Dogmen und alleinigen Machtausübung zu enthalten und allen die Möglichkeit zu geben, sich zu entfalten und am Diskurs zu beteiligen. Klingt auch abgedroschen, ist aber für mich so. Ich erlaube mir hier meine Positionen einzustellen, auch wenn sie abseitig klingen oder Sie denen natürlich (nicht) zustimmen können. Umgekehrt können Sie dann Ihre daneben stellen. Einen anderen Sinn sehe ich in dem Forum auch kaum.
Schrieb ich doch oben. Wegen Passagen wie diesen:
Ob das mit dem praktisch zum Beispiel so zutrifft, weiß ich nicht.
Weiß ich auch nicht. Die Erde könnte schon heute 12 Milliarden Leute ernähren. Mein Problem sind nicht mal per se die Leute, mein Problem ist das System.
Generell lässt sich herzhaft wenig postulieren. 😉
Ich verstehe Ihren Punkt, aber es kommt sehr auf die Kinder und die jeweiligen Verwandten, Freunde, Nachbarn etc. an. Sehr…
Davon abgesehen ist meine Entscheidung gar nicht so bewusst. Es ist wie @ Brian geschrieben, Folge einer Neujustierung, im Grunde aus Zwang. Unter anderen Bedingungen, in einem anderen System könnte ich mir sehr gut vorstellen Kinder zu haben. Aber doch nicht in so einer lebensfeindlichen Gesellschaft!
Ne, glaube ich auch nicht. Deswegen war ich ja auch verwundert wie ich vorhin schrieb.
👍💐 🍕 🤝 🥂
Was ist denn mit Ihnen heute los ?
Werfen anderen Kommentatoren Pauschalisierungen vor und verallgemeinern selbst bis zum geht-nicht-mehr.
„ich denke, dass Ihre persönliche Erfahrung (…) hier durchschlägt.“
„und projizieren Ihre Werte und Erfahrungen nun auf andere. “
Und ? Ist das bei Ihnen anders ?
Es ist eine Sache, für sich selbst eine Entscheidung zu treffen.
Und eine völlig andere, dies als allgemeines Postulat zu formulieren. Sie sagen es selbst :
“ Vielmehr möchte ich Sie für den Fall bitten sich der Subjektivität Ihrer Position bewusst zu werden.“ Und eine solche Formulierung ist nicht übergriffig ?
@ Brian
Das müssen Sie ja auch gar nicht! Das ist nur meine persönliche Position gewesen, die ist nicht allgemeinverbindlich.
Nun, wie schon öfters geschrieben, sind die westlichen Gesellschaften in meinen Augen bereits sehr lange normopathisch, autoritär und lebensverneinend. Daran ist wirklich nichts Neues. Mit den Wenden vor viereinhalb Jahrzehnten hat aber ein zusätzlich lebensfeindlicher, noch autoritärer, noch destruktiverer Zug – die Neoliberalyse – in die westlichen – und viele andere – Gesellschaften Einzug gehalten. Kam es zur globalen Vereindeutigung, während gesellschaftliche Gegenexperimente und vieles andere verschwanden. Das ist schlicht sowohl unter qualitativen wie quantitativen Gesichtspunkten nicht zu vernachlässigen.
In Bezug auf die Kinderfrage habe ich mir einfach irgendwann drei simple Fragen zu stellen begonnen:
1) Kinder wofür?
2) Kinder mit wem?
3) Kinder wohin?
1) Ich sehe Kinder nicht als „Musthave“ oder Statussymbol (was sie freilich zu oft sind wie ich finde). Ich (miss)brauche sie auch nicht für meine „Selbstentfaltung“ oder meinen „Livestyle“. Ein Kind sollte niemals als Accessoire betrachtet werden, sondern als einzigartiges Wesen, das Respekt und Wertschätzung verdient. @ DasNarf hat dazu einige schöne Gedanken und weniger schöne persönliche Erfahrungen unten geteilt. Ich könnte das aus eigener Perspektive ergänzen, mache ich vielleicht mal.
2) Ich sehe eine Frau nicht als „Lebensabschnittsgefährtin“ oder „Projektpartnerin“ für das aktuelle „Musthave-Projekt Kind“ – ich bin für so tiefgründige wie stabile und einander ergänzende und stützende Lebensbeziehungen. Die sind outdated, Backtracker, 60er. Heute sind vielmehr „achtsames Fremdgehen“ und Scheidung inklusive Rosenkrieg um das gemeinsam produzierte „Objekt Kind“ Trumpf. Oder das worüber Arne Hoffmann auf Genderama regelmäßig zu berichten weiß.
Offengestanden ekle ich mich sogar regelrecht vor den meisten Frauen (und Männern – für das Thema hier aber nebensächlich) meiner Generation, zumindest ihren politischen und sonstigen Ansichten. Ich habe keine Lust auf die Luisa Neubauers, Wiebke Winters, Marlene Svazeks, die 666-Rule-Fetischistinnen und sonstigen normopathisch generalgestörten Individuen, die einen missionieren, kontrollieren und missbrauchen. Ich habe keinen Bock auf Frauen, die ihre Partner nur nach modisch korrektem Aussehen, Brieftaschengröße und richtiger Gesinnung auswählen. (Wäre ich Frau, ginge es mir mit den Kerlen, insbesondere diesen so feigen wie hochmanipulativen Pickup-Heinzen, keinen Deut anders). Ich habe davon einfach zu viele kennengelernt, sehe zu viele tagtäglich in Bus, Amt und Supermarkt. Illouz – so wenig ich von ihren sonstigen politischen Positonen und Sagern, insbesondere zu Russland halte – wusste schon, warum „Liebe“ hier und heute allzu oft sehr rasch endet. Oder gar nicht erst entsteht. Mit wem soll man hier also ein Kind haben? Mit Woken? Mit Nationalradikalen? Mit „normalen“ Heerdegängern? Mit Maskenlisas? 9-Live-Anjas? Ne, danke, gehe ich lieber offline.
3) Und ich kann es persönlich einfach nicht verantworten einen Menschen in eine Welt zu entlassen, die von diesen Leuten und den Neubauers, Winters, Svazeks, Baerbocks, Scholzens, Trumps, Macrons und alldenjenigen, die ihnen en masse nachlaufen, dominiert und ausgestaltet wird. Ich bin weder Guerillero-Führer noch würde ich meine Nachkommen in einer solchen Rolle sehen.
Ja, natürlich. Die allermeisten meiner Positionen sind von persönlichen Erfahrungen und Beobachtungen gespeist. 😄 Deswegen sind die Positionen eines jeden in letzter Konsequenz ja auch immer subjektiv. Ich stelle meine Position ein, Sie können Ihre daneben stellen.
Gerade der letzte Satz in Ihrem Zitat klingt aber recht fatalistisch und ein wenig nach @ Wolfgang Wirth oder Prosecco, finden Sie nicht?
Mein Wunsch in einer lebensbejahenden Welt zu leben ist doch keine Flucht vor der Realität, sondern ein Ausdruck der Hoffnung und tatsächlich mal ein persönlicher Appell zum Handeln. Ich stehe dafür ein, eine Welt zu schaffen, die für alle frei und gerecht ist. Ja, klingt naiv, ist aber für mich ein Ziel.
Diese Gesellschaft hier ist weder zukunftsfähig, noch gerecht und schon gar nicht frei und wir müssen sie jetzt ändern statt das an andere Länder oder unsere Kinder outzusourcen (siehe unten). Nur weil die Woken und FFFler das Motto für ihre Belange gekapert haben, ist es nicht falsch. Wenn die Veränderung gelingt, kann man dann auch guten Gewissens (wieder) Menschen in diese neue Welt entlassen.
Es geht also nicht um Flucht, sondern um tägliche Arbeit. Und ich habe vor ein paar Wochen schon einmal darauf hingewiesen, dass man dem bestehenden System im Grunde Gegenstrukturen entgegenstellen müsste, Inseln oder Sanktuarien, die dann als Ausgangsbasen für eine Umgestaltung des Gesamtsystems dienen könnten.
Oh, ich war früher sehr für Kinder. Als in der Oberstufe war, wollte ich noch vier Kinder haben. Damals fielen die Woken und sonstigen Pseudo-Feministinnen und andere Rechte mit Zentnern Moralin über mich her:
„Wie, vier Kinder?! *kreisch* Denk mal an die arme Frau, was die leiden muss beim Gebären! Diese Schmerzen! Typisch Mann, das kannst du ja null nachvollziehen! Und denk mal an den CO2-Fußabdruck! Denk mal an dies und jenes!“
Dass ich zwar österreichische Vorfahren habe, aber keine Frau als Gebärmaschine in den Keller sperrte, damit sie vier Kinder für mich wirft, sondern Nachkommen eine gemeinsame, einvernehmliche Entscheidung eins Paares wären – geschenkt. Genauso wie die Möglichkeit nicht unter einer FFP2-Maske in einem isolierten, weißgekachelten Krankenhauszimmer mit Gewalt unter der Geburt Nachwuchs zur Welt zu bringen – Geburt kann auch anders sein und schon gar nicht muss sie als Dienstleistungserzeuger im „Krankenhaus“ erfolgen. Genauso wie… der ganze Rest. Bei diesen Leuten kommt man aber eh nicht zum Antworten. Und wenn, dann interessieren sie nicht. Wie bei den meisten Deutschlingen bei anderen Themen ebenso. Die haben ihre Meinung, ihre Meinung ist Gebot und Gebot ist Recht. Wer sich nicht dran hält, ist Rechtsbrecher und muss verfolgt werden.
Auch mit meiner Langzeitlebensgefährtin war ich damals (in meinen 20ern) noch einig, dass wir, obwohl beide mit Hartz-IV-Kindheit und schlechten Perspektiven, Kinder irgendwann mal haben wollten. Mein einer Prof, ein sehr kluger und anständiger Mann wenn ich an die NATO-Profs, die es auch gab, denke, hatte vier Kinder mit seiner Frau, mit der er seit Anfang der 70er verheiratet war / ist. Der Mann war mir in vielerlei Hinsicht sehr sympathisch, auch wenn er politisch völlig anders tickte als ich und ich kein Freund von Ehen bin.
Also – ein von „vorneherein verweigern“, kann man mir in der Kinderfrage ganz sicher nicht attestieren. Vielmehr bin ich aber – wie so oft – durch meine Lebenserfahrungen und Beobachtungen irgendwann dahin gekommen, dass ich frühere Positionen revidierte und für mich neu justieren musste. Früher war ich ja auch mal rechts-autoritär, pro-NATO, pro-Todesstrafe, pro-Wählen – so wie es in meiner Familie vorgelebt worden ist. Aber da insbesondere jene Langzeitbeziehung – unter anderem aufgrund des Armutshintergrunds – schließlich zerbrach und ich an der Universität und in freier Wildbahn eben vieler meiner Altersgenossen und ihre Haltungen und Verhaltensweisen beobachtete, habe ich mir irgendwann vor einigen Jahren jene drei Fragen gestellt und bin hiernach von der Kinderentscheidung abgerückt. Auch weil ich eben nicht möchte, dass meine Kinder in der Klasse neben den Kindern dieser Leute, dieser Ideologen, im Klassenzimmer unter der Maske und beschallt vom Great Commandment (Camouflage, 1988) sitzen müssen. Believe the scholars, read the readings… 🎶🎧🎵
Aber um mal direkt zu Ihrem Ausgangspunkt zu kommen. Der postuliert ja fast, dass der Verzicht auf Kinder eine Art moralische Schwäche sei oder gar ein Fehlen von Verantwortungsbewusstsein darstellte. Ich weiß nicht ob das Ihre Intention war, auf jeden Fall kam es bei mir so an. Diese Sichtweise übersieht für mich die mannigfaltigen Albdrücke in der heutigen Welt, über die ich hier oft genug schon geschrieben habe. Und Sie übersehen in meinen Augen, dass der Verzicht auf Kinder genauso gut als verantwortungsbewusste Tat gelesen werden kann. Besonders wenn man bedenkt wie sich die systemischen Verhältnisse und Krisen auf zukünftige Menschen auswirken. Mal ganz klar gesprochen: Verantwortung bedeutet nicht nur, Kindern Leben zu schenken und sie in diese Welt zu entlassen. Es bedeutet verdammt noch mal auch, dass man diese Wesen unter Bedingungen aufwachsen lässt, die ihre Entfaltung und ihr Wohl fördern. Wo das nicht gegeben ist, wo man das nicht mal in Grundzügen kann, wo damit zu rechnen ist, dass ein Kind in schwierig(st)en persönlichen Verhältnissen, in Armut, Zerrüttung oder mit – gerade in meinem Fall – gesundheitlich stark beeinträchtigten Eltern(teilen) aufwachsen müsste und / oder unter gesellschaftlichen Verhältnissen, die von den erwähnten Faktoren Normopathie, Bellizismus, Gewalt und Zwang geprägt sind, wird der Verzicht auf Kinder sehr wohl zu einer Form von verantwortungsvollem Handeln.
Und diese Entscheidung ist alles andere als feige, egoistisch oder im Kurzschluss getroffen – sie ist vielmehr wohlüberlegt. Es die Reaktion auf zutiefst negative persönliche Umstände und eine Welt, die immer zerrütteter, immer autoritärer, immer brutaler, immer ekelhafter und immer ungewisser wird. Und wo es oftmals nicht möglich ist, Kindern eine sichere und ihnen gerecht werdende Heimat und Zukunft zu bieten. Das mag bitter scheinen und klingen – aber so sind die Verhältnisse für jemanden wie mich eben nun mal.
Das sehe ich überhaupt nicht so. Das kommt sehr auf die jeweiligen Ausgangsbedingungen und Umstände an. Kinder können einem auch weggenommen werden. Das geht schnell. Sie als Vater oder Mutter können eingesperrt werden, weil es der Regierung so passt – kurz nach der Geburt oder im Kleinkindalter Ihres Nachwuchses. Und dann? Ihre Traumehe kann in die Brüche gehen und die Mutter sich mit den Kindern nach weiß Gott wo verabschieden oder Ihnen den Kontakt auf vier Stunden alle x Wochen beschränken. Und dann?
Wie viel ein Kind von Vater und Mutter hat, ist allgemein höchst individuell. Als Vater muss man für sein Kind da sein können. Das ist auch in Ehen ohne Rosenkrieg, in denen die Kinder nicht weggenommen werden, schwierig. Beispielsweise wenn Sie als Vater schwerbehindert sind, regelmäßig in Behandlungen müssen. Wenn Sie malochen müssen von früh bis spät und fix und fertig nach Hause kommen und für nix mehr Kraft und Zeit haben, nicht mal mehr für den Gutenachtkuss bei Ihrer Tochter. Oder in Hartz und Depression festhängen. Früher galt: Samstags gehört Vati mir. Ja, das war eben früher. Gibt tausend Gründe, warum es heute anders laufen kann und anders läuft.
Ich denke die Maßnahmen 2020 ff. haben doch den in meinem Eingangsbeitrag genannten Punkt hinreichend verdeutlicht – entweder deine Kinder werden beschallt, gebrochen und dir entfremdet. Dann sind sie zwar irgendwie und irgendwo noch deine Kinder, aber zwischen euch eine Marianengraben-tiefe Kluft. Oder sie folgen einem nach und müssen dann als Systemoppositionelle mit all den Einschränkungen und Repressionen fertig werden, die dich schon täglich fertigmachen. Mit der fast schon an mathematische Gewissheit grenzenden Aussicht, dass es in Zukunft für sie noch schlimmer wird. Nochmals: Will man das? Ich kann das wie gesagt nicht verantworten. Ich möchte Kinder in eine Gesellschaft entlassen, in der sie Kinder sein können. Und eine Perspektive haben Mensch zu werden und ihr Leben zu leben. Nicht aös Sklave, Herr, Konsumgut, Täter, Krieger, Guerillero oder was auch immer. Sondern als freier Mensch unter Gleichen.
Mit Verlaub, die Passage klingt für mich danach, als wenn das „Kämpfen“ gegen die herrschenden Verhältnisse nur durch Kinderkriegen und Heranzüchten einer neuen Generation von Guerilleros, von kleinen Widerstandskämpfern, möglich sei. Das ist für mich völlig inakzeptabel – und weltflüchtend. Kinder zu bekommen, ohne das systemische Problem vorher anzugehen, ist doch nichts als die Flucht in eine moralische Hoffnung auf den richtigen Nachwuchs, der die Feuer zum Lodern bringen und das morsche Alte hinwegfegen wird. Auf Nachwuchs, der dann die Verantwortung übernimmt und den Laden aufräumt. So etwas ist völlig verantwortungslos, damit bürdete man ja Ungeborenen die Last jenes Tuns auf, das man selbst hier und heute angehen müsste. Das ist ein moralischer Ruf nach einer idealisierten Einzellösung, wo doch die direkte Aktion und die kontinuierliche Arbeit von uns im Heute notwendig wäre. Wir müssen die Kaste angehen, wir müssen Alternativen aufbauen! Hier. Jetzt. Nicht in Zukunft. Nicht die Zukunft. Nicht zukünftige Menschen. Für die müssen wir vielmehr heute handeln. Ich möchte dazu beitragen, dass Menschen in kommenden Jahrzehnten wieder Perspektiven haben. Perspektiven, die heute immer verwehrt oder gar nicht mehr vorhanden sind! Doch solange ich diese Perspektiven für mich nicht sehe, werde ich es nicht verantworten Kinder in diese Welt zu entlassen.
Nun – Sie mögen es anders sehen. Und das ist Ihnen völlig unbenommen. No hard feelings there. 🙂
@ALR
Ich denke, Sie wissen, daß ich Ihre Kommentare/Artikel ansonsten sehr zu schätzen weiß und daß ich Sie für einen sehr intelligenten und eloquenten Menschen halte. Aber Ihre jetzige Antwort auf meinen Kommentar und den von Two Moon offenbart noch etwas anderes. Ich weiß, daß Sie dem entschieden widersprechen und auch eloquent begründen werden, aber Ihre obige Antwort zeigt m.E. auch sehr deutlich, daß Sie auf jeden Fall Recht behalten wollen. Statt auch zumindest teilweise die Äußerungen von Two Moon und mir in irgendeiner Weise nachvollziehen zu können, erklären Sie lang und breit, wo und warum wir falsch liegen. Gerade einem Menschen mit Ihrer Intelligenz dürfte klar sein, daß wirklich niemandem an einer solchen Art der Belehrung gelegen ist. Wollen Sie jetzt auf diesen Kommentar dann auch wieder wortreich erklären, daß Sie mir natürlich meine Sichtweise zugestehen, ich aber aus mannigfaltigen Gründen vieles nicht richtig verstehe ?
Nochmal : ich schätze Ihre Beiträge grundsätzlich sehr. Wenn Sie allerdings Kommentare von anderen Foristen nur dazu nutzen, um diesen darzustellen, wo diese Ihrer Meinung nach falsch liegen, wird das irgendwann dazu führen, daß man Sie nicht mehr besonders ernst nimmt. Kein Mensch mag Beleerungen. Ich habe Respekt vor Ihren persönlichen Erfahrungen und den daraus geschlossenen Konsequenzen. Erheben Sie das nur nicht zur Allgemeingültigkeit und kommen Sie auch bitte nicht auf die Idee, mir die Welt erklären zu wollen. Denn damit werden Sie genau das Gegenteil von dem erreichen , was Sie vielleicht wünschen. Und wenn Sie mir als Antwort jetzt auch nur wieder demonstrieren wollen, was ich erstens, zwotens und drittens alles falsch sehe, können wir uns jegliche weitere Kommunikation sparen. Sein Gegenüber ernst zu nehmen heißt, über gewisse Dinge auch einmal nachzudenken. Ihn und seine Sichtweise auseinanderzunehmen, zeugt nur davon, Recht behalten zu wollen. Und, ganz ehrlich : das langweilt mich unsäglich und ist einem authentischem Austausch mehr als abträglich.
Nachsatz :
Und übrigens : Sie reden von Übergriffigkeit und Missionieren ?
Da dürfen Sie sich m.E. gerne mal an die eigene Nase fassen.
Etwas in schöne und kluge Worte fassen zu können heißt nicht, daß man unbdingt richtig liegt.
Zum einen : tun Sie mir einen Gefallen und verschonen mich mit Phrasen a la „no hard feelings there“, denn diese sind für mich – ebenso wie „Alles gut !“ – eben wirklich nur euphemisierende Phrasen. Man muss solche Formulierungen zur vorauseilenden Harmonisierung nicht benutzen. Eine Auseinandersetzung darf auch einfach mal in klaren Worten stattfinden.
Und ich finde es schon interessant, daß Sie zwar immer wieder darauf hinweisen, daß man Ihnen doch bitte nichts unterstellen möge, was Sie nicht gesagt oder geschrieben haben, es in mehreren Kommentaren aber selbst in epischer Breite absolvieren.
Und Sie stellen auch immer wieder dar, was in dieser Welt so alles passieren könnte oder auch passiert ist. Mit vielem liegen Sie auch unbestritten richtig. Aber eben nicht in allem. Das könnte ja vielleicht auch zu einer gewissen Demut verleiten. Oder Zurückhaltung.
Was mich, ehrlich gesagt, an manchen Ihrer Kommentare stört, ist der Umstand, daß Sie gerne lang und breit Ihre Sichtweise darlegen und – wie schon gesagt- andere darüber belehren, wo sie falsch liegen, aber nur sehr selten auch mal in irgendeiner Weise zugestehen können, daß Sie selbst vielleicht auch einmal daneben gelegen haben. Und ich rede eben nicht von den schon erwähnten Pseudo-Formulierungen wie „No hard…“.
Jetzt sei doch kein Spielverderber. Ich schätze ja deine tiefenanalytischen Kommentare. Aber um die Leute bei der Stange zu halten ist das Rezept von Roberto Blanco doch vielversprechend: „Ein bisschen Spaß muss sein…!!
Hallo Kollege,
da bin ich nun doch mal anderer Meinung als du.
Was soll bei dieser Wahl schon passieren, dass so kurzzeitig berichtet werden muss, dass man dafür einen Ticker braucht? Nichts!
Ich werde den Wahlabend soweit ignorieren wie mein Umfeld es zulässt.
Ob nun am Ende CDU/SPD, CDU/GRÜNE, CDU/SPD/FDP koalieren wird keinen besonderen Unterschied machen.
Na und wer von den 3 Kleinen rein kommt, der hat vielleicht gerade nur das bessere Tik-Tok-Marketing oder die MSM haben ihn gerade hoch und die Anderen runtergeschrieben. Ist ja alles nicht wesentlich.
@Altlandrebell hat schon recht. Mehr Qualität als Quantität tut Not, auch hier bei Overton.
Es besser nutzbares Forum wäre viel wichtiger und würde auch viel mehr „Leute bei der Stange halten“, als irgendwelche Ticker und oberflächliche Bespaßung der gelangweilten Community.
Ebenso bei den Artikeln: 5 oder 6 Artikel pro Tag braucht es nicht, wenn es aber wenigstens 1-2 gute am Tag wären. Zu viele Artikel scheinen auch schon so angelegt, dass sie den Ressentiments des hiesigen Publikums schmeicheln sollen, anstatt solche Ressentiments auf die Probe zu stellen.
@ Two Moon
👍👏 🤝
Was das besser nutzbare Forum betrifft, bin ich auch ganz bei Ihnen.
Ansonsten:
Verschiebung der Erdachse, Aussterben der Dinosaurier, sieben Stunden Düsternis und biblische Plagen?
Und am Ende heißt es hier dann: Es ist wieder Kohl!
PS: Mein nächster Artikel voller Gebote soll wohl am Samstag kommen. Und zu anderen habe ich auch Ideen, aber gerade ist alles sehr voll (so wohl hier als auch bei mir).
@ Two Moons
Ja, von mir aus könnte man ja – wie @ Tommy vorschlug – so einen YouTube- oder wo auch immer – Livestream machen. RdL, Florian Rötzer, Wolf Wetzel… wer auch immer. Man könnte es natürlich auch als Analyse ein paar Wochen nach der Wahl / dem sonstigen Ticker-würdigen Ereignis machen, wenn weniger Nebel und dafür mehr Klarheit herrscht.
Ich mag Liveticker einfach nicht; mir genügen schon diese täglichen Ukraine- / Gaza-/ sonstwas Ticker von Standard und Co. Mag sag, dass hier das Niveau höher wäre. Aber was spräche dagegen einfach ein, zwei Tage nach der Wahl die ersten Gedanken rauszuhauen? Zumal ohnehin genug Analysen kommen werden, wie mir RdL schon verriet.
„Unpopuläre Gegenfrage: Braucht’s das wirklich?“
Telegram war das „alerternativste“ und offenste und ehrlichste Medium was ich je gesehen habe. Wenn Sie verstehen wollen was geopolitisch wirklich in der Welt von Afrika, BRICS+, Asien den Hegemon und Europa wirklich los ist dann muss ich „DD Geopolitics“ wirklich jedem ans Herz legen. Aber Achtung, wenn Mann nur Tagesschau und Lanz konsumiert könnte Mann einen kleinen Kulturschock erleiden. (Zumindest bis man den Besitzer von Telegram Durow verhaftet und ihm 2000 Nutzerdaten von angeblich „kriminellen“ unter Androhung von 10-20 jähriger Haft, abgepresst wurden. Und weis der Geier wen die als kriminell beurteilen wenn man sich selber seine Gesetze schön selber schreiben kann. Deswegen versucht man ja auch tiefer Staat mäßig diese Plattform zu zerstören oder so an ihre Nutzerdaten rann zu kommen, keine Ahnung warum diese Politiker immer noch an ihrem Hexensabbat fest hängen? Haben die die Ansage der USA bei der msc nicht gehört? Hallo, es ist ein neuer Cherif in Town! Hört endlich auf diejenigen zu verfolgen die Euren offensichtlichen Schwach,- und Irrsinn der BTW gerade Europa zerstört, aufdecken bzw. durch ihre im Grundgesetz/Verfassung zugesichertes Recht gebrauch zu machen, zu sagen was man verdammt noch mal denkt.
Tschuldigung wenn ich vom Thema abschweife, was ich sagen wollte Telegram ist tausend mal geiler als jede Nachrichtensendung. Meistens habe ich Nachrichten ein-bis zwei Tage Nachrichten früher, als in der Presse oder sonst wo berichtet wird, es ist völlig unzensiert (Ja erst ab 21 Jahren meinetwegen und nur mit äussert starken Nerven) und es läuft im Liveticker genauso schnell wie im liveticker der NSA dem Pentagon oder sonst irgendeinem Geheimdienst verbund. Mann kann die Wahrheit nicht zensieren.
Deswegen ja sollte Overton unbedingt auf Telegram Fuß fassen. Ist meine Meinung.
Jo, von mir aus, kp.
Ich habe keine Accounts bei „sozialen Medien“. Bei Telegram schaue ich ab und zu rein, aber gerade „DDGeopolitics“ ist ja immer wieder für längere Zeit öffentlich nicht zugänglich. Wenn ich dann was zu Ukraine, Syrien oder so suche, dann wähle ich Accounts wie „Kalibrated“ oder „Suriyakmaps“.
BTT: Ich fürchte, der Chefred hat da nicht die Kapazitäten für. Da müsste man die Redaktion ausdehnen, um auch solche Felder effektiv bespielen zu können.
Ich verstehe diese neue Idee von overton nicht – und spenden würde ich dafür erst recht nicht. Ich will ja nicht vorschnell urteilen, aber ich sehe da im Moment nur den gleichen miserablen Wein bloß in anderen Schläuchen.
So ein Gelaber kann man auch von einer mittelmäßigen KI im voraus generieren mit den letzten 5 Wahlsendungen als Input. Je nach aktuellem Wahlergebnis wird das jeweilige Gesülze dann online vollautomatisch dazugemischt. Das Ergebnis wäre dann eine Art Turing-Test, bloß dass damit nicht die Intelligenz der Maschine bewiesen wird, sondern die Dummheit des Menschen.
@ Stefan Nold
So hart würde ich es jetzt nicht formulieren, aber ich sehe einfach die Gefahr, dass es zu jener oben beschriebenen Tickerisierung käme. Bei Telepolis fing das glaube ich nach München 2016 an – gut, Herr Rötzer wohnt eben vor Ort, aber ich fand es trotzdem nicht sonderlich gelungen. Später wurde das ausgeweitet und heute haut Neuberpolis bis zu 20 Artikel pro Tag raus, von denen 15 für die Tonne, 4 so lala und bestenfalls einer brauchbar ist. Diese Inflation hat natürlich mehrere Hintergründe, einen davon hat Neuber heute in seinem „Interview“ (Schlüsselpassagen habe ich unter dem Fortsetzungsroman geteilt) ja dargelegt:
Der früher noch lesenswerte Götz Eisenberg hat mal in seinem Buch damit mich kein Mensch mehr vergisst! geschrieben, dass ihn Journalisten am Tag der Tat von Winnenden / Wendlingen anriefen und um „Stellungnahmen“ und „Einordnungen“ baten – konnte und wollte er nicht, zumal er selbst keine Infos und Hintergründe zur Hand hatte. Und so ist es bei vielen Tickern und Liveberichten – da wird viel Schall, viel Rauch und viel Blabla produziert. Das könnte man sich m.E. alles schenken. Aber es geriert eben wohl schlicht Clicks und Einnahmen.
Vielleicht sollte man das (noch)mal(s) in einer Umfrage betrachten – will das Forum mehr Ticker, mehr kurze Artikel, mehr Analysen, mehr xyz…?
Ein Georg Carlin Abend als Alternativ Programm wäre eine Alternative.. Kann aber auch schlecht für die eigenen Nerven sein, wenn man sich Intelligentes anhört, während gleichzeitig auf allen anderen Kanälen die Realität wieder mal in die Hände der Menschenfeinde fällt.
Ich bin auch bei der US Wahl früh ins Bett gegangen, wo ich wohne ging das, und ich werde es auch diesen Sonntag so machen, obwohl es in DE, im Gegensatz zur US Wahl, wo ja schon vorherb alles klar war, doch einige interessante Details geben wird. Wie weit über 20% wird die AfD kommen? Wie weit unter 5% werden spd, Grüne, fdp Linke und BSW fallen?
Wirklich Genaues wird man dazu erst am Morgen finden, und das ohne das ganz Brimborium der ÖRR. Welche Entscheidung Merz am Ende dann tatsächlich fällen wird, wird sowieso erst ein paar Wochen später bekannt.
Vielleicht hat er sogar den Mut zu einer Minderheiten Regierung? Und sammelt sich die nötigen Stimmen für seine Politik von allen anderen, inkl Afd.
Aber soweit, dass ich einer deutsche Rergierung für ihren Mut Beifall spenden muss, wird wohl kaum kommen…
Der ist nie schlecht für die Nerven, der ist vielmehr nervenstärkend. Sollte als Heilmittel zugelassen werden, wenn er schon als Bildungsmittel inzwischen den Jüngeren völlig unbekannt ist. Hier eine Stunde zum Einstieg für alle Interessierten.
SPD und Grüne werden wohl weit über die Hürde fallen, selbst die Linkende wird von YouGov inzwischen bei 9 % [sic!] verortet (danke Leidmedien, danke Campact!), die FDP steht bei 4,5. Nur für Sahras Druidenteepartybewegung wird es wohl nichts werden – woran das wohl liegen mag? *Thüringen!*, hust, hust. ‘Tschuldigung, ich habe mich verschluckt.
Übrigens: R2G 2021: 45,3 %; R2G + BSW heute: 39,7 % (Umfragen-Durchschnitt bei election.de). Bevor jemand: „Oh, fast sechs Prozentpunkte Verlust, was für ein Einbruch!“ ruft, hier eure: 🚿❄️🥶 Bei der Wahl 2017 standen sie nämlich bei 38,6 %. Und heute darf man nicht vergessen, dass in den 39,7 % noch nicht diejenigen enthalten sind, die inzwischen bei Volt und anderen Ultra-Grünen gelandet sind…
Also, was ist daran interessant, was ist daran weltbewegend? Davon abgesehen, dass leider immer noch die Leute wählen gehen und somit das System stabilisieren – ob sie jetzt die Blockparteien oder die lizensierte Opposition ankreuzen, ist dabei ja herzlich wumpe.
Merz fällt gar nichts, der fällt allerhöchstens um. Oder scheitert als Formateur, weil SPD und Grüne ihn nicht wollen und wird dann durch Wüst, Günther oder wen auch immer ersetzt, der die Afghanistan-Koalition (der Name wird Programm) auf den Weg bringt.
Und ja, es braucht SPD und Grüne, allein für die „Reformen“, zusammen hat man im Bundesrat 42 Stimmen. Muss man nur noch Bayern bequatschen und zag hat man verfassungsändernde Mehrheiten. Geil, geil, supergeil. Außer für die Betroffenen.
Und was genau wäre daran mutig? Das hat Kraft in NRW zwei Jahre lang gemacht, Ramelow in Thüringen eine ganze Legislatur. Das war höchstens zum Fremdschämen.
Mutig wäre es gewesen, wenn die, die aus der Linkenden ausgetreten sind, nicht einfach mit Sahra Druidentee gekocht, sondern – wenn man schon im Parlamentarismus verbleibt – ihr Tun in Richtung Gelbwesten / Amsterdamer Provos verlagert und so was in die Richtung auf die Beine gestellt hätten. Aber zu so was wird es wohl nicht mehr kommen.
George Carlin, der Georg Schramm der USA. Muss am Vornamen liegen… man sollte nur noch Georgs als Kabarettisten zulassen.
Erschien mir eher als Pendant zu Volker Pispers.
Und ich heiße nicht mal Georg oder Volker und kann den Laden auch nur noch mit Zynismus und Kabarett ertragen. 😉
Na gut – ich bin vielleicht auch eher der Typ pöser Horror(klassen)schelm. 🤣
Nee, der Pispers war zu charmant. Erst in seinem Abschlussprogramm hatte man den Eindruck, dass der Mann ziemlich angefressen war.
Carlin und Schramm, beide nahmen kein Blatt vor den Mund und hauten ordentlich auf den Putz und man spürte ihre Wut, die Intensität, die Leidenschaft. Wenngleich der Schramm wesentlich niveauvoller war.
Mein Kommentar bezog sich auf die leider nicht zu vermeidende Realität, denn selbstverständlich wäre den Regierungen die im Wahl-Angebot stehen, KEINE für normale Menschen akzeptabel.
Das scheint zum Normalen in Demokratien zu werden, auch in den US Wahlen musste man sich schon krampfhaft darüber freuen, dass wenisgtens das kleinere Über gewoinnen hat.
Obwohl ich zugeben muss, alles was er oder JD zur Ukraine sagen, mir mehr Freude macht als ich es ín den Letzten Jahren von der Politik gewöhnt war. Vor allem Selenskys permanente Selbst-Einladungen zu Verhandlungen, die dann vom Tisch gewischt werden, sind ein extrem ungewöhnlicher Genuss, d mit guten Kabarett mithalten kann.
Ist es nun tragisch, oder doch nur grotesk, dass die Mehrheiten in Europa weiter an ihrem Konfrontationskurs festhalten, bzw festhalten können ? Ohne die MSM wäre solche Politik nicht möglich…
Mit „Trump und Ukraine“ können sich mittlerweile sogar die NDS anfreunden:
https://www.nachdenkseiten.de/?p=129049
… und man merkt wie älter wird, wenn man sogar mit Springer s Döpfner auch mal einer Meinung ist:
„Politico’s owner praises JD Vance for ‘inspiring message’
Mathias Döpfner says many Europeans had ‘intentionally misunderstood’ the US vice-president’s speech that caused widespread horror“
https://www.ft.com/content/cb1cc264-84b9-40da-a484-ff897cd386e4
Wie ist es möglich, dass alles was man im offiziellen Deutschland als „links“ verkauft so schwachsinnig ist?
Das ist die Norm in Repräsentativdemokratien, daran ist nichts neu. Deswegen haben gewisse Freigeister schon vor Äonen darauf gedrängt dieses System zu überwinden und den Wahlschmu durch andere Formen der Entscheidungsfindung und Kooperationsgestaltung zu ersetzen.
In den 60ern und 70ern war es nicht besser, nur weil es für einige hier Versammelte nicht so offensichtlich war, sie nicht betroffen waren, oder genug Goodies für alle abfielen.
Weder noch, es ist einfach nur stringent. Es gibt ja „Europa“ genauso wenig wie es „Washington“ oder „die“ Deutschen bzw. „die“ Briten gibt. Es gibt dafür jede Menge Macht-, Kapital- und sonstige Interessengruppen, gebündelt in rivalisierenden temporären Allianzen (Fraktionen). Mit Trump / Vance haben nun Vertreter einer gewissen Fraktion das Ruder übernommen, die in Opposition zu jenen Gruppen steht, die in anderen Teilen des Wertewestens dominieren. Insbesondere in Deutschland. Und gerade jene in Deutschland dominierenden Vertreter fahren ihre Politik weiter, weil die Ukraine ein altes Hätschelkind ihres Ladens ist wie ich hier bereits erwähnte.
Die MSM haben damit nichts am Hut, die sind nur Lautsprecher für die einzelnen Fraktionen, aber nicht der Verursacher des Ganzen.
Und was genau war daran inspirierend? Der Typ hat nur sein Lager bespielt, mehr war da nicht. Trump & Vance räumen auf nicht auf, die verteilen bloß Goodies um, schustern ihren Leuten Fleischtöpfe zu. Die bekämpfen nicht den „Tiefen Staat“, weil es keinen ominösen „Tiefen Staat“ gibt, der Rivalität zum guten „Hohen Staat“ stünde. Jeder Staat ist tief und somit eben von rivalisierenden Lagen durchzogen. Wie jeder Geheimdienst, jede Firma, ja jede Schulklasse (auf ihre Weise). Staaten müssen überwunden werden, dann wäre man schon mal weiter.
Weil die eben nicht „links“ sind, sondern linkend. Feiner Unterschied. Zum Links-Verkaufen habe ich hier ein paar Punkte geschrieben.
Ja, weniger wäre mehr zugunsten der Qualität.
Das wöllte ich auch schon des öfteren mal ansprechen.
Das war der Ausgangsbeitrag:
Tinnitus ist ein Sauhund. Das wünscht man keinem. Ihnen Kraft und Solidarität! ✊🏻✊🏾💪
Mir gefällt das gar nicht:
– in den sozialen Medien versuchen sie einem Parteipropaganda extrem penetrant anzudrehen, egal in welcher Bubble/Blase man sich befindet
– draußen hängen überall extrem dumme Wahlplakate (und Kameras, falls man den schönen Plakaten was antut)
– ich habe mir heute einige Wahlprogramme noch einmal angeschaut: Vom Stil her sind CDU und SPD die Schlimmsten, aber die Andern sind auch schamlos
– dann wird das Hauptevent noch gefeiert mit einer Liveshow
Einziger Lichtblick sind Plakate von der Partei und der MLPD – die nehmen das nicht so Ernst und dass der Schwachsinn bald vorbei ist. Auf das Event verzichte ich gerne. Den Wahlzettel habe ich schon lange zerrissen und weggeworfen wie seit 20 Jahren.
Im TV für Rentner und die Unterschicht gäbe es noch Duelle der Oberschreihälse und was weiß ich noch für Schamlosigkeiten. Aber zum Glück habe ich kein TV. Die Belästigung ist langsam schon nicht mehr erträglich. Nächste Wahl werde ich die Wahlkampfzeit in Deutschland in einem anderen Land verbringen, um diese Verhöhnung der dummen Schäfchen nicht mehr mitbekommen zu müssen.
ps: Die Info-Stände mit den inkompetenten Parteimitarbeitern habe ich noch vergessen, die eigentlich bei der politischen Meinungsbildung helfen sollen, aber dann nicht über Politik reden wollen und wegrennen, oder nur das dumme Zeug nachplappern, was sie in der Propaganda eingeflößt bekommen haben.
geht mir auch so: es ist eine vergewaltigende Belästigung….
jeden Tag : laber laber, vollsülz…
bedeutend schlimmer als staatl.organisierter Karneval!!
also als Deutsche 8 Wochen Ferien auf ner einsamen Insel, 😜🥳
Naja, so ist das halt in der Demokratie, deswegen ennt man Wähler ja eigentlich auch nur mehr Urnenpöbel.
Es ist immer wieder erstaunmlich wie weit sich Menschen doch herabwürdigen.
“ … für Qualität statt Quantität, für Abwarten statt sinnlos Mitquasseln, für Tiefgang statt Wahlbeobachtung“
Seh ich auch so. Gruß, Net
Ich werde am Wahlabend was anderes machen, als mich mit der Wahl zu beschäftigen. Das Gelaber, die Hochrechnungen und den ganzen Eventscheiß muss ich mir nicht antun.
Ergebnis angucken, mich auf die nächsten 4 Jahre „freuen“, fertig.
„Ergebnis angucken, mich auf die nächsten 4 Jahre „freuen“, fertig.“
Wieso? Einen Trump haben wir doch nicht zur Auswahl. Die nächsten Jahre werden alles, aber in Deutschland und auch in Europa nicht lustig befürchte ich.
Die Anführungszeichen um das Wort „freuen“ herum und deren Bedeutung haben Sie bemerkt?
Ohh vielen Dank, die habe ich wirklich übersehen (Sitze viel zu weit vom Monitor weg)
Das gibt da so Dinger, Brillen heißen die. Glaube ich………….
Ne ne alles gut, danke für den Ratschlag.
Sitze wirklich nur viel zu weit weg.
„Lassen Sie uns den Wahlabend miteinander verbringen!“
Aus gegebenem Anlass und Besorgnis würde ich allen Deutschen empfehlen, den Wahltag/Abend in den Wahllokalen zu verbringen – und die Auszählungen zu beobachten.
Denn Wahlbetrug liegt in der Luft, man kann es schon fast riechen – die etablierten Parteien kämpfen jetzt ums überleben, politisch, aber auch finanziell !
Also Deutsche: geht beobachten, verhindert oder wenigstens erschwert den Wahlbetrug !
Wer sich nicht als Wahlhelfer betätigen kann, ist sicher auch kein guter Beobachter.
Ist ja nicht so, dass sich bei dieser Wahl die Leute um die Wahlhelferjobs gerissen hätten.
Also liebe Nörgler lasst euch gleich Morgen schon für die nächste Wahl als Wahlhelfer eintragen.
Der Panicclown hat ja nicht ganz Unrecht, was das Mauscheln angeht und die Entscheidung
andere fällen. Aber im Wahllokal wird dieses Mauscheln nicht statt finden. Das wird beim Bündeln
der einzelnen Ergebnisse geschehen. Ein bischen Tasten tippen und schon haben die Grünen wieder
18% . Ich wähle aber trotzdem! Scheiß die Wand an!!!
Wir sind nicht in der DDR! (Wobei auch dort, wahlbetrug hin wahlbetrug her die breite Masse dafür gestimmt hat). Das System hat subtilere Methoden.
Ach ja zum Thema was „a̶l̶t̶e̶r̶n̶a̶t̶i̶v̶e̶“ echte-Medien mittlerweile so können. Unglaublich wie die Wahrheit langsam ans Licht kommt.
Wie man Hunter Bidens Laptopstory und die kriminellen Aktivitäten der Bidens mal einfach komplett (durch die Hilfe von NSA/CIA und weiß der Geier wie viele Medienhuren und korrupten Geheimdienste da noch verwickelt waren) aus dem Trump Interview heraus geschnitten hat. Leute das müsst ihr euch anhören. TRUMP hat zu 100% Recht.
https://youtu.be/s7JqkcgLJlg?t=12
Oder hier noch ein Beispiel eines Ukrainischen Soldaten der den USA erklärt wohin die Amerikaner sich Ihre 350 Milliarden Dollar Rechnung die Ihnen von Trump präsentiert wurde (Erze gegen Waffenschulden) hinstecken können.
https://t.me/DDGeopolitics/139321
Am Sonntag hat einer meiner Enkel Geburtstag. Da interessieren mich die Wahlen nicht. Da ich am Montag 300km fahren muss, und mein Lenkrad nicht zerbeißen will, werde ich mich erst am 24. Abends informieren. Eine Flasche Whisky ist schon vorbereitet…
Ich finde das ist eine gute Einstellung. Man kann deinen Enkel nur zu so einem Großvater gratulieren.
Die Wahlen sind nicht nur dummes Gelaber sondern auch sehr langweilig, denn das Ergebnis steht schon fest. Ob Merz nun mit SPD oder/und Grünen regiert ist ziemlich egal. Wenn sie sich zu dritt einigen müssen, dauert es nur etwas länger. Die Katastrophe wird ihren Lauf nehmen, wie üblich unterstützt von den Mainstreammedien.
Nanana! Also ich finde, die diversen Koalitionsmöglichkeiten sind durchaus interessant und kurzweilig. Jedenfalls, wenn sie seriös aufgearbeitet werden, wie man das zum Beispiel von der »Titanic« gewöhnt ist:
Koalitionsmöglichkeiten durchgespielt.
Sanktionen die zu Rezession im eigenen Land führen, Inflation und alltäglichen Terror satt Wohlstand und Frieden. Obdachlosigkeit und Altersarmut aber die Oma’s marschieren gegen das Recht auf freie Wahlentscheidung. Ein Sozialstaat der für Ideologien und Klimaschwindel geschrottet wird.
Wie fertig muß man sein um das als Unterhaltung und Spektakel zu goutieren oder warum die Hölle mit Brandschutzmauern umgeben ist?
Bei den Omas gegen rechts frage ich mich ja eigentlich immer, wo überhaupt die Opas sind. Sind das die bösen die die AFD wählen?
Alte weiße Männer sind sowieso immer Schuld oder stehen unter dem zeitnahen Verdacht mit Konservativenwerten zu liebäugeln.
Wie schrieb die Partei auf ihren wahlplakaten so schön: „der nächste Bundeskanzler ist ein Arschloch“. Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen. Ich bin in diesem Jahr sowieso von der Wahl ausgeschlossen, da die briefwahlunterlagen erst der kurzfristig versandt worden. Wenn jemand bedarf nach solchen ticker-formaten hat dann nur zu, mich interessiert es nicht.
Die Kommentarspalte der Nichtwähler, die sich gegenseitig auf die Schultern klopfen, wie geil sie als Nichtwähler doch sind. Was sind die Nichtwähler doch für grosse Revolutionäre. Gewaltloser Widerstand wird das genannt, Protest gegen das System. Das ist aber ein schönes Nichts, dass die Nichtwähler beinahe getan haben.
Geht nicht wählen, sowieso alles das selbe, gesteuerte Marionetten, hat eh keinen Sinn, Demokratie gibt es nicht. Lasst die anderen machen und entscheiden und motzt und heult über die Gewählten rum, welche die anderen gewählt haben.
Was für ein toller Protest. Gratulation. Nichts tun und Rumheulen. Zum Glück ist Februar, dann wird das Geld vom Staat ein paar Tage früher überwiesen.
So und nicht anders, danke!
Was können Sie denn als bessere Alternative zum Nichtwählen vorschlagen?
Soll ich zur Wahl gehen und gänzlich unaufrichtig irgendeine Partei auf dem Zettel wählen, von der ich mich nicht vertreten fühle?
Wofür? Was würde sich dann ändern?
Oben wurde schon eine Möglichkeit genannt: Ungültig wählen, damit der Protest wenigstens in der Statistik erfasst wird.
Halte ich persönlich aber auch noch für suboptimal, denn wenn man so liest: „X ungültige Stimmen“, dann denke ich spontan immer, da waren X Leute zu doof, um den Zettel richtig auszufüllen. Man erfährt ja nicht, wie viele der „ungültigen“ dadurch Protest ausgedrückt haben.
Daher wähle ich lieber die PARTEI. Damit wird meine Stimme gezählt, so dass mathematisch der Stimmenanteil der anderen Parteien sinkt. Gleichzeitig drücke ich durch die Wahl einer „Spaßpartei“ aus, wie wahnsinnig ernst ich das Ritual nehme. Ein paar Kröten kriegen sie bei der PARTEI auch noch, wenn die von ein paar Leuten gewählt wird und wenn die wirklich mal im Bundestag landen würden, dann könnten sie dort ähnlich aufklärerisch wirken wie die beiden Abgeordneten in der EU.
Wer gar nicht wählt, unterstützt mathematisch die etablierten Parteien, denn er erhöht deren Prozentanteil.
Hört doch auf immer den gleichen Quatsch zu erzählen. Der Anteil der Nichtwählerstimme wird aufgeteilt prozentual, bzw. die Stimme einfach nicht gezählt. Eine Nichtwahl verändert GAR NICHTS AM STIMMANTEIL EINER PARTEI. Daran sind einzig und alleine IHRE WÄHLER schuld. Dahinter steckt das Group Think, wenn sie UNS nicht wählen, dann sind sie gegen uns und eigentlich für unsere bösen Gegner. Falsch.
Das mit dem „Rumheulen“ ist genauso absurd und bei jeder Wahl das gleiche, weitere falsche Argument. Wie auch Carlin sagte, ist es genau anders herum. Wenn du eine Partei wählst und meinst, das wäre so wichtig, dann hast du auch einen gewissen Anteil der Schuld, wenn sie nicht das machen, was sie dir versprochen haben. Und es ist ja eigentlich nicht so schwer, darauf zu kommen, dass sie im Wahlkampf alle lügen – weil sie das überhaupt nichts kostet. Darauf, auf das kleinere Übel, lässt du dich bewusst ein – und sogar ein Genozid in Gaza ist für dich wahrscheinlich kein Hinderungsgrund einer Partei eine Stimme zu geben.
Ich könnte jetzt noch einmal wiederholen, wie viel deine Stimme eigentlich wert ist (dein Anteil ist wie man in der Mathematik sagt, infinitesimal klein) oder dass man bei diesem System keine einzige valide qualitative Entscheidung treffen kann. Das geht einfach nicht. Man muss irgendwie raten und sich einreden, dass das so richtig wäre, weil … man ein so toller Patriot ist. Magisches Denken.
Da geht das Rumheulen schon wieder los.
Eine Stimme alleine bringt sowieso nichts (Mathematik, bro), also muss ich nicht wählen. Die Nichtwähler-Logik Nummer 1. Du bist wie so viele Nichtwähler nicht fähig Kompromisse einzugehen. Es gibt keine Garry-Partei, die exakt das selbe möchte wie Garry. Demokratie ist auf Kompromissen aufgebaut, sonst leben wir in einer Diktatur.
Uhh, das BSW hat Regierungsverantwortung übernommen, ich wollte aber, dass Sie in der Opposition bleibt. Darum wähle ich das BSW nicht, sind doch sowieso genau gleich wie alle anderen. Heulheul. Die Linke haben für Massnahmen während Corona gestimmt, diese doofe Altpartei wähle ich sicher nicht. Heulheul.
Wenn es dann die Linke und das BSW genau aus so egomanen Gründen nicht in den Bundestag schaffen, wird auch wieder geheult und auf die anderen gezeigt. Diese 10 Prozent können in diversen politischen Fragen eine Rolle spielen, Mehrheiten verändern (Mathematik, bro) und es würden auch andere Stimmen in den Bundestag bringen.
Es ist Dein gutes demokratischen Recht nicht zu wählen, völlig in Ordnung. Wenn dann wieder die selben Parteien wie jetzt im Bundestag sind, dann kannst Du bequem wieder auf die Wähler zeigen, welche gewählt haben und Dich in der Opferrolle sonnen. Du hast bewusst nicht gewählt, hast Dich für Nichts entschieden, also heul nicht rum.
„Es gibt keine Garry-Partei, die exakt das selbe möchte wie Garry.“
Auf den Punkt.
Das ist das, was diese Demokratie-unfähigen nicht begreifen – und besonders auf dieser Plattform tummeln sich viele davon, brüsten sich sogar noch mit ihren dümmlichen Argumenten.
Aber danach über das Resultat herziehen und behaupten, dass Wahlen nichts ändern. Na klar, wie denn auch ?
Dummheit hoch 3.
Zeigt, dass das Ausbildungssystem komplett versagt hat.
Das könnten Beides Texte des alten Panzerhaubitze-Troll sein, von den dummen Metaphern her, wo sich der Schreiberling einbildet er wäre ein Lehrer mit Rohrstock, und wegen dem fehlenden Textverständnis.
Patriotismus ist die Tugend der Boshaften. Sieht man hier sehr schön.
Menschenwürde?
Nein heißt Nein,
aber das Konzept des Freien Willens ist euch leider so fremd wie die Realität und die Wirklichkeit in der Bundesrepublik Deutschland.
Nicht -Wähler sind geil. Sie sind schlicht und einfach weniger dumm
Nach der wahl sieht es eigentlich jeder…. und zwar IMMER!
Also, ich finde die Idee erstmal gut. Wobei ich natürlich davon ausgehe nicht das MSM Blabla zu hören, sondern ein paar originelle Ideen bzw. Beobachtungen hier zu finden. Besonders von den Forenten, wir sind ja nicht doof, gelle!?!???
Was mich angeht, werde ich am SONachmittag je nach Wetterlage entweder eine Flasche Rotwein in Glühwein verwandeln, oder ein paar gepflegte Weizenbierchen konsumieren, um die Katastrophe erträglicher zu machen. (Eine Vollnarkose am SO hat mein Hausarzt verweigert!) Falls ich also hier etwas meine gute Erziehung vergessen sollte, so bitte ich jetzt schon um Nachsicht und erteile der Redaktion die umfassende Erlaubnis meine Postings zu löschen…:)
Und was die Beobachtung der Wahl angeht, so hat Achgut einen recht interessanten Artikel veröffentlicht:
https://www.achgut.com/artikel/eine_obskure_nacht_wurde_sachsens_landtagswahl_falsch_ausgezaehlt
@Altlandrebell: „Und auch viele der Leute, die immer behaupten sie liebten ihre Kinder, tun das nur nach außen. Habe wenig Leute kennen gelernt, die ihre Kinder wirklich vorbehaltlos liebten. Ist vielleicht einfach eine Milieufrage. Hier im Forum werden Sie unter den Saturierten natürlich viele finden, für die ihre Kinder immer wertvoll waren. Zumindest werden sie es behaupten. 😉 Hinter den Kulissen jammert man dann, was sie alles fräßem, was sie brauchten, was man für sie machen müsse, warum sie so und so geworden seien und nicht dergestalt wie man es wollte…“
Punktlandung.
Ich bin eines dieser Kinder. In Wohlstand aufgewachsen und dennoch habe ich in gewisser Armut gelebt. Meine Eltern hat nur die Außenwirkung, die ideelle Selbstverwirklichung und der Konsum interessiert, alles andere war ihnen scheißegal. Die Gesellschaft war ihnen schnurz, die Politik interessierte sie nur insoweit, welche Partei ihrer Klasse voraussichtlich am besten dienen würde. Wohl fühlten sie sich nur unter ihresgleichen. Das „niedere Volk“ war ihnen nicht kultiviert genug, es wurde stets mit einer gewissen Herablassung betrachtet und gemieden, wo es nur ging.
Ich hab heute noch den berühmten Satz meiner Mutter im Ohr, wenn sie mit ihren aufgetakelten Freunden am reich gedeckten Essenstisch saß, und in die Runde flötete: „Es muss nicht wenig sein, wenn es nur gut ist, hihihi“. Die anderen Damen und Herren pflichteten kichernd bei. „Hihihi, wie kultiviert“. Hochmut muss man sich leisten können, da waren sich bei Tisch alle einig. Und wenn man so tun kann, als sei ein bisschen selbstkritische Ironie dabei, in gepflegtes Wortspiel verpackt, dann muss man sich auch nicht dafür schämen, dass man eigentlich ein Arschloch ist.
Aber Hochmut kommt bekanntlich vor dem Fall. Und dieser kam.
Als Kind fand ich das alles schon befremdlich, auch wenn ich es rational noch nicht genau erklären konnte. Es waren nur Bauchgefühle. Irgendwann habe ich es gehasst. Ich schämte mich oft für meine Familie. Die wohlfeile Etikette. Das blasierte Gelaber. Das herablassende Getätschel. Den symbolträchtigen Missbrauch. Das invasive Einmischen in das Leben anderer, das Leben nach festzementierten, bürgerlichen Idealen. Die Reduktion auf das Oberflächliche, auf das Materielle. „Schaut her, unser Sohn hat nur Einsen im Zeugnis!“ Stolz zeigte ich mein Zeugnis vor. „Und wie sauber er sein Zimmer aufgeräumt hat.“ Stolz präsentierte ich mein staubfreies Zimmer. „Und er kann so gut Zeichnen, ganz der Vater.“ Voller Stolz holte ich… naja, ich glaube, das Bild, das ich hier zeichne, ist klar.
Er wird bestimmt irgendwann ein großer, berühmter Künstler werden. Damit WIR stolz auf seinen Stolz sein können. Pustekuchen.
Irgendwann begann ich, dagegen aufzubegehren. Ich war oft unglücklich, fühlte mich einsam. Ich war das Geheuchel leid, das meine Eltern von mir gewohnt waren. Der einzige Weg für mich, ihre Zuneigung zu ergattern war, ihre Interessen zu bedienen, so zu tun, als gehörte ich dazu, als wollte ich so werden wie sie. Erfolgreich, angesehen, wohlhabend. In der Schule wurden die Noten schlechter. Mitschüler und Freunde haben mich gehänselt, weil ich in „Alcatraz“ wohnte und meine Klausuren mit einem teuren Waterman-Füllfederhalter schrieb. Meine Eltern waren so paranoid, dass sie die Fenster ihres Hauses vergitterten und zig Schlösser an den Türen anbrachten. Ihre größte Sorge war der Verlust ihres „hart erarbeiteten Besitzes“, ihres ökonomischen und kulturellen Kapitals. Mein Schlüsselbund sah aus wie der eines Hausmeisters, er wog schwerer in der Tasche, als man es physikalisch beschreiben könnte. Die Angst war ein zuverlässiger Lebensbegleiter. Ich fühlte mich zunehmend, als ob ich in einem Gefängnis wohnen würde. Es gab endlose Streits. Jahrelang. Um jedes Recht und jedes Fitzelchen Aufmerksamkeit musste erbittert gekämpft werden. Ein Leben unter Narzissten besteht aus permanenten, zermürbenden Kämpfen. Ich ging mehrfach in therapeutische Behandlung, ohne großen Erfolg.
Aber irgendwann verstand ich: Ich bin nicht das Problem. Mit mir ist eigentlich alles in Ordnung. Ich habe nur keinen Bock mehr auf diesen Scheiß. Ich bin nur harmoniebedürftig und auf der Suche nach echter Gemeinschaft, nach vorbehaltloser Liebe, nach konstruktiven Beziehungen. Irgendwann mit 18 bin ich von zuhause ausgerissen, habe eine zeitlang auf der Straße gelebt, habe dort viele interessante, horizonterweiternde und überwiegend traurige Lebensschicksale kennen gelernt, bin ins Drogenmilieu gerutscht, dann zu meiner damaligen Freundin in ihre Bruchbude gezogen. Ein Jahr darauf betrog sie mich, kurz vor dem Abitur. Ich habe dennoch mein Abi geschafft. Irgendwie. Wie genau, weiß ich heute nicht mehr. Ich hatte Freunde, die mir halfen, mich seelisch stützten. Und gute Lehrer, die von meinen Problemen wussten und mich nicht fallen lassen wollten. Großeltern, die mich so nahmen, wie ich war, und mich eine ganze zeitlang bei ihnen wohnen ließen. Und ich hatte den Ehrgeiz, es doch noch zu schaffen. Außerdem hatte ich das Bulimie-Lernen bereits vor Jahren verinnerlicht: Die Mechanismen der Schule auszutricksen war nicht besonders schwer im Endeffekt. Was dann folgte, waren weitere endlose Jahre der Sinnsuche, der Diskussionen, der Selbstvorwürfe und Schuldgefühle.
Eines Tages las ich „Die feinen Unterschiede“ von Pierre Bourdieu. Ich las immer viel, aber dieses Buch war ein Augenöffner, das letzte fehlende Steinchen in meinem Mosaik der Fragen. Ich verstand endlich, warum diese Familie und diese Gesellschaft so ist, wie sie ist. Ich schenkte das Buch meiner Mutter, aber nach ihrem Tod fand ich heraus, dass sie es nicht gelesen hatte. Ich weiß, dass sie es nicht lesen wollte und nicht lesen konnte. Das Buch ist eine Breitseite gegen den Habitus der zivilisierten Menschen, ein direkter Schuss ins Herz ihrer gesellschaftlichen Identität. Und das ist alles, was sie haben, alles worüber sie sich definieren. Ihnen das weg zu nehmen, käme einem Todesurteil gleich. In den Augen eines Bürgerlichen ist dieses Buch die reinste Häresie, die Anti-Bibel.
Verstanden haben meine Eltern bis heute nichts von alledem. Mein Vater führte eine beschissene Ehe, in der er sich nur einsam fühlte. Er betrog seine Frau, jahrelang, stritt immer nur mit ihr, beide waren ständig unzufrieden und meckerten nur aneinander herum. Sie flohen vor der Realität, indem sie ihre Einsamkeit mit Konsum hyperkompensierten. Ich stand beiden immer bei, habe über Jahrzehnte hinweg den Therapeuten und den Kummerkasten für beide Eltern gespielt. Hab zigmal ihr ganzes Haus aufgeräumt, im Garten ausgeholfen, weil sie von ihrem immensen Wohlstand und ihren Depressionen völlig überfordert waren. Denn zuviel war nicht genug! Habe versucht, zu erklären, wo ich die Ursache all dieser gesellschaftlichen Verwerfungen und ihrer persönlichen Probleme sehe. Und ich musste stets das bittere Gefühl herunter schlucken, trotz aller Bemühungen nicht wohl geraten zu sein, nicht das geworden zu sein, was sie von mir erwarteten. Die falschen Ziele zu verfolgen. Nie zu hören: „Sohn, ich liebe dich, und ich finde es gut, dass du deinen eigenen Weg gehst, wider aller Hürden, die man dir in dieser brutalen, egoistischen Gesellschaft in den Weg stellt!“
Aber wer kein Schaf ist, der kann nur ein Wolf sein. Ein schwarzes Schaf mit blutigen Reißzähnen. Ein Feind und Zerstörer der Gesellschaft. Einer Gesellschaft, die nur in Feindkategorien denken kann, fällt es leicht, ein solches Urteil zu fällen.
Und deswegen BIN ich das schwarze Schaf der Familie. Der schwierige Sohn. Der unliebsame Rebell. Der, der die Zähne fletscht, der die Dinge so sieht, wie sie sind, und nicht so, wie sie sein sollen. Bis heute bin ich das. Mit dieser Rolle habe ich mich längst abgefunden. Und dennoch lächle ich. Und dennoch bin ich der Familie gegenüber loyal. Weil ich Prinzipien habe, für die ich sterben würde. Und weil ich nicht aufhören werde, an das Gute im Menschen zu glauben. Ich weiß, dass der menschliche Wille nicht frei ist, deshalb versuche ich, zu verzeihen, was nicht immer leicht ist. Vor allem mir selbst. Ich bin einer von denen, die über das Kuckucksnest fliegen: „At least, I fucking tried it!“ Um fliegen zu können, muss man frei sein. Und frei wird man nur, wenn man sich selbst befreit von allem, was einen zu Boden zieht, was einen fesseln will: Falsche Ideale. Zuviel Besitz. Unehrlichkeit. Defizit. Wer im Unglück glücklich sein kann, der ist wahrlich frei!
Ich bin kein reicher Beamter geworden wie mein Vater. Ich besitze keine Kunstsammlung und kein geerbtes Haus, und ich fahre nicht fünfmal im Jahr in den Urlaub, so wie er. Aber ich habe etwas, das viele Ehen nicht hatten: Ich habe eine Frau an meiner Seite, die mir seit 20 Jahren jeden Tag sagt, wie sehr sie mich liebt, und ich erwidere es stets. Und das werden wir auch weiterhin tun, bis einer von uns beiden stirbt, und darüber hinaus. Wir teilen das wenige, das wir haben, gerecht miteinander und lieber verzichtet einer von uns auf etwas, anstatt es dem anderen weg zu fressen. Wir machen uns gegenseitig keine Vorschriften, und sind in Vielem in der Lage, wortlos miteinander zu kommunizieren. Beide wissen, was der andere braucht, weil es uns aufrichtig kümmert!
Das ist wahrer Reichtum! Und wenn ich die Zeit zurück drehen könnte, ich würde es nicht anders machen.
Warum ich das alles schreibe? Ganz einfach: Es gibt in dieser Gesellschaft vielfältige Formen der Armut. Vor allem dort, wo man sie allgemein eher nicht erwarten würde.
„Und dennoch bin ich der Familie gegenüber loyal“
Warum?
Das schrieb ich im Prinzip schon. Es sind Menschen, die nunmal in ihrem Habitus gefangen sind, es ist meine Familie, die kann man sich nicht aussuchen. Es gibt auch ein paar gute Seiten an diesen Personen und auch ich habe Fehler gemacht, die ich bereue. Man macht halt weiter, macht das Beste draus.
Oft gewinnt man noch mehr Perspektive, wenn man sich auch noch seine Großeltern anschaut. Unsere Gesellschaften sind praktisch durchtraumatisiert, kein Wunder, wenn man sich in einem widersprüchlichen System mit ständig wechselnden widersprüchlichen Rollen einzurichten hat.
Das ist richtig. Vor allem die Kriegsgeneration hat viel erleiden müssen und ihrerseits viel Leid verursacht. Mein Großvater mütterlicherseits war kriegsversehrt, er hat mit 22 Jahren in Russland sein rechtes Bein verloren und war ein regelrechter Soziopath: Alkoholkrank, tyrannisch, gewalttätig. Persönlich übel genommen hab ich ihm das nie, er war einer der Menschen, mit dessen Schicksal ich niemals tauschen wollen würde.
Nur ein weiterer Grund, weshalb ich Pazifist bin.
Deshalb war die Nachkriegsgeneration auch so geil auf den Wohlstand der 70er Jahre: Davor war das Leben nämlich ziemlich beschissen.
Was diese Generation leider nicht begreift, ist die Tatsache, dass das deutsche Wirtschaftswunder irgendwann vorbei war.
Grüße
Klingt nach einem meiner Großväter, Jahrgang ’14, hat als Panzerkommandant den Verteidigungskrieg gegen Juden, Kommunisten und andere Feinde des Reiches von der Westerplatte bis zum Endsieg mitgemacht. Ist von den Sowjets dabei abgeschossen worden und kam als einziger lebendig – wenn auch mit schweren Verbrennungen im Gesicht – wieder aus dem Stahlkoloss heraus. Das Kriegserlebnis war so einschneidend und lehrreich für ihn, dass er 1955 sofort in die Bundeswehr eingetreten ist. Hat in seiner Freizeit parallel Schäferhunde gezüchtet und den Familienpatriarchen gegeben – ein Bilderbuchdeutscher eben. Nur alkoholkrank war er nicht und zu mir, dem Enkel, konnte er sogar ziemlich nett sein. Ebenso sein Bruder, der hier von mir schonmal erwähnte Großonkel Albert. Ein sehr anständiger Mann – konnte stundenlang darüber lamentieren, was die Tschuschen und Tschechen unserer armen SS so alles angetan haben. Und erst der Bombenholocaust! Natürlich haben beide (wie auch der Rest jenes Familienteils) immer CDU gewählt.
Kommt sehr auf die Klasse und das Milieu an, in dem man sich jeweils befand… Eine ganze Menge Deutsche hat den Krieg ziemlich gut überstanden. Auf jeden Fall einige Etagen über den ehemaligen KZ-Insassen, „displaced peoples“, „Asozialen“ und vielen anderen, von denen die Mehrheitsbevölkerung nachher nichts mehr wissen wollte oder die sie als „schon zurecht in Dachau gewesen“ erachtete…
Ja, aber noch weniger begreifen sie – und das wird Flassbeck hier nie müde zu betonen – warum es vorbei war beziehungsweise vorbei gemacht wurde. Und dass die Wende von 1982 bis heute maßgeblichen Anteil daran hatte, dass ökonomisch wie sozial extrem viel den Bach hinunter ging.
„Natürlich haben beide (wie auch der Rest jenes Familienteils) immer CDU gewählt.“
Mein zweiter Großvater, der zu spät geboren war, um abgeschossen zu werden und daher ein Schweineglück hatte, war bis zu seinem Tod ein glühender Anhänger Hitlers und ein Waffennarr. Er schenkte mir als Kind Spielzeugpanzer und zeigte mir Bücher von Kriegsschiffen. Diesen Quatsch konnte ich ihm nicht austreiben. Politisch war er Adenauer-Fan und CDU-Wähler bis zuletzt.
Der Holzbein-Opa hingegen war eher apolitisch, soweit ich das in Erinnerung habe. Der hatte jedenfalls, was Krieg betrifft, seine Lektion gelernt, seine große Leidenschaft war die Natur, er war von Beruf Förster, das kam auch seinem Drang nach gesellschaftlicher Isolation entgegen.
Was mir generell bei der Kriegsgeneration auffiel, war der ausgeprägte respektvolle Umgang miteinander. Ich mochte viele dieser Menschen gerne.
Danke für deine Antwort.
Stimmt, „Familie kann sich (einer) nicht aussuchen“, wir haben halt nicht die Wahl, wohin es uns verschlägt, wenn wir in die Welt geworfen werden. Wie sollte das auch gehen. Das ist sicher korrekt. Sie lässt sich später allerdings auch abwählen, die Familie, auf Zeit oder auch für immer. Schwierig.
@ DasNarf
Danke für das Teilen dieses Beitrags. Sicher einer der besten Kommentare, die ich hier seit längerem gelesen habe. Was nicht heißt, dass ich alle Punkte von Ihnen teilen würde. @ Phineas hat beispielsweise eine Frage aufgeworfen, die mir auch durch den Kopf ging.
Für die drei Passagen hier…
… bekommen Sie von mir auf jeden Fall schon mal: 👍👏 🤝 🏅 💐
Ich kann ansonsten Ihren Worten heute leider nicht im Geringsten gerecht werden, auf ein paar Stellen will ich aber zumindest kursorisch eingehen:
Jop, kenne ich zu gut. Muss ich auch mal in eine Kolumne packen.
Bei mir war’s andersherum. Meine Klasse / Stufe bestand aus Leuten, die eher dem Schlag Ihrer Eltern entsprachen. Da wurde ich gehänselt, weil ich geflickte Sachen, nicht die Markenturnschuhe oder einen verwaschenen Secondhand-Pulli anhatte. Einen gar, auf dem „Lonsdale“ stand. Ich war damals – Anfang der 2000er – 13 und wusste nicht, für was das steht. Meine Mutter hat ihn gekauft, weil er halbwegs in Schuss und eben günstig war. Ich wurde dann wochenlang als „Nazi“ betitelt – zwar war ich damals meiner Familie entsprechend rechtsautoritär wie noch was, aber „Nazi“ wollte man dann natürlich nicht sein. Mit „Skins“ und „Hools“ hatte man nichts am Hut. Rechts ja, aber bloß kein Nazi. So wie man es heute von AfD-Wählern hört.
Klassenkameraden hatten derweil Markenklamotten von Fred Perry – damals mit dem Ruf einer Skinhead-Marke bewehrt – was ihnen aber nicht schadete, denn sie waren aus dem richtigen (rechten) Milieu mit „anständigen“ Eltern (Arzt, Anwältin, Journalistin, Prof…) und nicht Sohn einer alleinerziehenden Arbeiterin.
Da sind Sie dann natürlich selbst schuld gewesen, werden Ihnen die Woken, die Wohlmeinenden, die Altklugen und die forschen Pharmafirmen sagen. Sie müssen schon richtig an sich arbeiten, nur dann zeigt so eine Therapie auch Wirkung!
Ich erinnere mich nur, wie ich beim Bund zur Musterung war und der Psycho-Ulla dort von meinem Werdegang erzählen musste – fand die alles weder sonderlich gravierend noch interessant. Ein paar Jahre später wurde ich bei einer Reha routinemäßig zur Psycho-Ulla der Klinik geschickt, das machten die wohl bei allen Neupatienten. Dort erzählt ich dann dasselbe und die wollte mich dann gleich zur Spezialklinik wegen meiner Traumata und zur Aufarbeitung von Vernachlässigung und Misshandlung weiterschicken. 😂 🤣
Hatte ich aber kein Interesse, zumal ich eben wegen meines Rheumas zur Behandlung da war und nicht für irgendeine „therapeutische Behandlung“. Es war nur interessant den Unterschied zu sehen – klar, dass der Bund Interesse gehabt hätte, mich da zu behalten. Leute mit solchen Erfahrungen und Traumata sind ja wunderbar formbares Menschenmaterial für eine Truppe, deren Wesensinhalt aus Schlachten, Töten, Rauben und Zerstören besteht.
Auch hier wieder ein Milieu-Punkt – ich musste so oft (gezwungenermaßen) umziehen, hatte nie ein Zuhause, dafür immer das Damokles-Schwert ins Heim oder auf die Straße geschickt zu werden, dass ich das nicht als Option für mich sah. Ich hatte nie Sicherheit geschweige denn Freiheit, dementsprechend suchte und suche ich stets nach einem Raum, der mir das überhaupt erst mal bietet.
Für andere, die in beengten oder beengt-goldenen Verhältnissen aufwachsen, mag natürlich das Ausreißen oder die Straße erst einmal als Fluchtpunkt, als neuer Weg / Ort erscheinen. Ich habe zu nahe an ihr gelebt, sodass ich dies nie in ihr sah.
Kenne ich. Von meinem Vater bekam ich dafür gern ein: „Bu, schaff was. Jedär muss was laiste im Läbbe.“ Tja – ich habe immer was „geschafft“ und „geleistet“. Das ist bloß Garantie für nix und null – sondern vielmehr zu hinterfragen. Ich hatte dann meine Einserzeugnisse, Wettbewerbsauszeichnungen und Landtagsmedaillen – das wurde elterlicherseits hingenommen, als Norm betrachtet. Dreier waren nicht okay. Dabei sind diese ganzen Zeugnisse und Medaillen nichts als bedrucktes Papier und Büchsenblech. Sagt nix aus und zählt auch nix. So bin ich dann – später, viel zu spät – zur Leistungskritik gekommen, während andere hier mein Erwähnen dieser biografischen Elemente immer als Prahlen auslegen. (Würde ich mit dem Zeug prahlen wollen, würde ich mir die Zeugnisse einrahmen und über den Schreibtisch hängen. Gibt Leute in meiner Familie, die so was taten.) Ich war auch lange genug in dem Hamsterrad. Hatte eben auch den Druck, gerade weil ich von unten komme und damals dem naiven Glauben an Bildungsaufstieg etc. nachhing bzw. dieser mit eingeflößt wurde. Weil ich auch keinen Bock auf Hartz IV, Armut und alles hatte und hoffte irgendwo eine Berufung für mich zu finden. Muss ich auch mal ausführlicher zu schreiben.
Ich gehe davon aus, dass Sie in den 60ern oder 70ern geboren sind, nicht wahr? Denn heute ist dieses Finden ungleich schwieriger, da die Nachwendengenerationen (die nach 1982 bzw. 1989) einer so tiefgreifenden Ideologisierung unterworfen wurden, dass Liebe eben sehr schnell abstirbt und nur in „achtsamen Fremdgehen“ und anderen gefunden wird (ich schreibe es oben noch in einer Antwort @ Brian). Was freilich keine Liebe ist, sondern Kälte. Aber die Leute halten es dafür. Auch weil sie es nicht anders kennen. Wenn ich Leute meiner Generation betrachte – nun, es sind so viele entleerte, entseelte, erkaltete und unreife „Individuen“. Menschen sind nicht mehr darunter. So oft bloß ellbogenrausstreckende Egoisten, Giernickel, Kampfhähne, Hamsterradläufer. Und die alle sind niemals frei, auch wenn sie es glauben. Sie mögen viel im Leben „geschafft“ und „geleistet“ und „erbracht“ haben. Aber am Leben sind sie gescheitert. Und am (Mit)Menschsein.
„Da sind Sie dann natürlich selbst schuld gewesen, werden Ihnen die Woken, die Wohlmeinenden, die Altklugen und die forschen Pharmafirmen sagen. Sie müssen schon richtig an sich arbeiten, nur dann zeigt so eine Therapie auch Wirkung!“
Korrekt. Mein Vater gibt mir bis heute die Schuld dafür, dass ich „nicht therapierbar“ bin. Dabei ist er selbst seit 20 Jahren depressiv. Das wäre lustig, wenn es nicht zum Heulen wäre.
„Für andere, die in beengten oder beengt-goldenen Verhältnissen aufwachsen, mag natürlich das Ausreißen oder die Straße erst einmal als Fluchtpunkt, als neuer Weg / Ort erscheinen. Ich habe zu nahe an ihr gelebt, sodass ich dies nie in ihr sah.“
Es gab für mich keine Alternative, so einfach ist das. Wo kann man als Kind oder Jugendlicher schon hin, wo man sich nicht von einer Gewalt (Elternhaus) in die andere (Jugendamt zB) begibt?
„Ich gehe davon aus, dass Sie in den 60ern oder 70ern geboren sind, nicht wahr? “
Weit daneben! Da schätzen Sie mich viel älter ein, als ich bin: Jahrgang ’81. Meine Frau ist ein Jahr jünger als ich. 😉
Ich schätze, ich hatte einfach nur wahnsinniges Glück mit dieser Frau, dass wir uns gemeinsam weiter entwickeln konnten. Wir haben auch sehr schwere Zeiten hinter uns, aber wir sind daran nicht zerbrochen, sondern kamen gestärkt aus jedem Konflikt heraus. Wir versuchen inzwischen, möglichst gewaltfrei zu kommunizieren und Beziehungs- und Sachebene zu trennen. Es war ein langer Weg dorthin. Wir erlauben uns gegenseitig maximale Freiheit, sind nicht nachtragend und reden viel miteinander. Das ist in meinen Augen das beste Mittel, eben eine konstruktive Beziehung und keine destruktive.
“ Wenn ich Leute meiner Generation betrachte – nun, es sind so viele entleerte, entseelte, erkaltete und unreife „Individuen“. Menschen sind nicht mehr darunter. So oft bloß ellbogenrausstreckende Egoisten, Giernickel, Kampfhähne, Hamsterradläufer. Und die alle sind niemals frei, auch wenn sie es glauben. Sie mögen viel im Leben „geschafft“ und „geleistet“ und „erbracht“ haben. Aber am Leben sind sie gescheitert. Und am (Mit)Menschsein.“
Sehe ich auch so. Aber ich würde nicht soweit gehen, mir ein Urteil anzumaßen, wie diese Menschen ihr Leben empfinden. Es ist eben nur MEINE Perspektive von außen. Mancheiner mag glücklich werden in so einem Leben. Ich sehe das reine Streben nach Glück schon als falschen Weg an. Auch Leiden kann Spaß machen, zumindest kann man die Sinnhaftigkeit des Leids erkennen, wenn man dafür den richtigen Blick hat – alles eine Frage der persönlichen Weltsicht.
Wir leben halt in postmodernen Zeiten. Manche sagen, es sind postfaktische Zeiten. Schwierig, da einen generellen Konsenz zu finden.
Zwar verbreite ich ungern meine ‚geheime Stimme‘ und bin diesmal auch mit der Positionierung der LINKEN hinsichtlich Frieden nicht ganz zufrieden, aber dennoch!
Einst nannten wir es „100 Blogs für die LINKE“ (https://100blogsfuerdielinke.wordpress.com/), heute sage ich nur: Flagge zeigen gegen Sozialabbau, Rüstungswahn und ‚Kalten Krieg 2.0‘.
Fast hätte ich mich vertan und BSW gewählt, aber der GINI-Koeffizient spricht klar eine andere Sprache 😀
Ich habe jahrelang die Linke gewählt, aber sie ist einfach eine zu arge Enttäuschung geworden.
In Thüringen hatten sie die Chance etwas zu bewegen und haben sie vertan.
Meine letzte Hoffnung ist Sarah.
Ich gebe zu das ich auch hier bereits enttäuscht bin das man sich zum Steigbügelhalter gemacht hat.
Einen Versuch mache ich aber noch. Wenn das auch nichts wird war das meine letzte Wahl.
Dann gehe ich nur noch Stimmzettel durchstreichen.
Stabil.
Nur warum sollte man dafür ausgerechnet die LINKENDE wählen? Die steht ja genau für solchen Schmu! Was hat man in Bremen für „R2G“ als erstes über Bord geworfen? Ach ja, die Hartz-Kritik. Wer will nochmals Waffen an die Ukraine liefern und den Heißen Krieg anheizen? Ach ja, Ramelow, Rackete und das halbe ZK. Und was die Schandtaten vom Magdeburger Modell über Rot-Rot bis hin zur Nichtaufklärung des NSU-Komplexes betrifft – da setzt man wohl auf das nachlassende Erinnerungsvermögen von Wählern im Silberlockenalter oder wie?
Nein, die LINKENDE ist Druidentee. 🧙♂️☕ Obendrein solcher, der von Leidmedien, Campact und sonstigen dubiosen Vereinen in marktschreierischer Weise angepriesen wird. Man wird sie in den Bundestag hieven, wie man das letzte Mal Wirecard-Ole ins Kanzleramt gehievt hat. Wo sie dann genauso „links“ und „kritisch“ ist wie die nordischen „Linksparteien“, die auch immer brav die Kröten der dortigen „Mitte-Links-Regierungen“ mittragen helfen. Und einfache Leute verkaufen.
Doch statt Druidentee und vermeintlich „kleineren Übeln“ empfehle ich am Sonntag einfach George Carlin zu wählen. 🥳
Die Linke übernimmt die System-Propaganda von „Putins Angriffskrieg“ Ein paar Schlaue Sätze wie etwa das Kriege keine Lösung sind werden eingeflechtet dann geht es weiter mit das alle Ukrainer als Kriegsflüchtlinge auch in die Sozialsystem aufzunehmen sind. Außerdem fordert die Linke eine Unterstützung der russischen Opposition die als „Friedensbewegung“ deklariert wird und für die man politisches Asyl in Deutschland fordert. Man steht an der Seite der Menschen in der Ukraine und forder Sanktionen gegen Putin. Dann kommt der Part mit Abrüstung und das man keinen neuen Kalten Krieg will. In Gaza ist übrigens überhaupt nicht los – zumindest nichts was für die Linke erwähnenswert wäre.
Bodo Ramelow ist Ministerpräsident des Freistaates Thüringen
Kristina Vogt ist Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa der Freien Hansestadt Bremen
Dr. Klaus Lederer ist Senator für Kultur und Europa sowie Bürgermeister in Berlin (und Mitglied der Atlantikbrücke aber das braucht ja bei einem Linken-Dokument nicht erwähnt zu werden)
Simone Oldenburg ist Ministerin für Bildung und Kindertagesförderung sowie Vize-
Ministerpräsidentin in Mecklenburg-Vorpommern
https://dielinke.berlin/themen/frieden/putins-angriffskrieg-sofort-beenden/
Die Unterschiede zu den Grünen und zur SPD sind marginal. Und genau jene die Ex-Grünen Anhänger kapern jetzt die Linke. Man sollte langsam fragen was diese Partei eigentlich will. Gegründet aus der Gruppe Spartakus wurde sie zur Kommunistischen Partei Deutschlands, ein völlig richtiger Schritt auch wenn er für die Novemberrevolution zu spät kam. Nach dem 2. Weltkrieg und der Einsicht das Kommunisten und Sozialdemokraten gemeinsam in den KZs gesessen hatten war die Gründung der Sozialistischen EInheitspartei Deutschlands (aus KPD und SPD) der längst überfällige Schritt, der vom Westen sabotiert wurde. Und nach „Wende“ machte Gysi daraus eine „Partei des Demokratischen Sozialismus“ eine zweite SPD die ja so dringend gebraucht wurde. Aber zumindest als „Ostpartei“ hatte sie eine gewisse Bedeutung bis Lafontaine mit seinen SPD-Deliquenten kam. Danach wurde die Linke wirklich zu einer SPD-Kopie aber die Wähler wählten am Ende das Original. Streß mit Sahra – jetzt will die Partei ohne Image eine neue Grünen-Partei sein …. 2021 scheiterte RRG noch an am Widerstand der Linken gegen die NATO. Das dürfte heutzutage kein Problem darstellen ….
Da hab ich es besser, bei eurer Wahl….
Weit weg wohnend und vor den Einflüssen der kommenden Regierung ziemlich in Sicherheit, kann ich es mir erlauben zum Ergebnis ein Sektfrühstück zu mir zu nehmen. Denn darunter leiden wird ein Volk, dem ich seine Einstellungen zu vielen Themen nicht so schnell vergeben werde.. Corona, Impfen, unkontrollierte Zuwanderung, Unterstützung von massenmörderischen Verbrecher Regierungen in Ukraine und Israel, Zensur, Baerbock, Habeck, Faeser….
Für die ,die sowas intersssiert, heute morgen eine der ganz, ganz wenigen guten Nachrichten, auch für nicht-Fussball-Fans:
Der Kabarettist Christian Ehring hat sich in seiner Sendung Extra-3 bei Joshua Kimich und anderen Impfskeptikern dafür entschuldigt, dass er seinerzeit deren „Recht, sich gegen eine Impfung zu entscheiden“, nicht respektiert hat .https://x.com/Quo_vadis_BRD/status/1892224959428043230?mx=2
In mühsamen Zeit muss man für alles dankbar sein…
Tja, man kann sich aber nicht einfach so ex cathedra selbst entschuldigen. Und gleich dreimal nicht in Bezug auf das Mitlaufen, gar Mitwirken, bei den Verbrechen des Maßnahmenregimes. Man kann immer nur um Entschuldigung bitten. Eine Entschuldigung ist eine Handlung, die vom Gegenüber angenommen werden muss, um Wirkung zu entfalten.
Wenn Ehring tatsächlich etwas gesagt haben sollte wie „Tschuldigung für damals“, handelt es sich einzig und allein um eine Selbstbekundung. Eine Selbstfreisprechung. Damals war er der große Ankläger und heute spricht er sich als Richter frei. Toll.
Eine tatsächliche Entschuldigung träte in dem Falle ein, wenn Ehring seine Tat anerkannte, den Schaden bedauerte und hierfür Kimmich um Verzeihung bäte. Das wäre dann freilich eine Bitte, die der Fußballer akzeptieren müsste. Kimmich – und andere – müsste(n) Ehring verzeihen und dadurch könnte die Beziehung dann zu heilen beginnen.
(Ich habe die Sendung nicht gesehen und kann daher nicht beurteilen ob Ehring sich – wie der Mitforist schrieb – bloß selbst „entschuldigte“ oder eben tatsächlich Kimmich um Entschuldigung bat. Mir ging es nur um diese Wesensscheidung.)
Salut
Fein, auf den Punkt gebracht.
Heute wieder Nachtschicht angesagt Kollega…??? 😉
Meine Galle nervt und ich kann nicht schlafen.
Tja, gestern war ich off und heute sehe ich x Antworten. Kann gar nicht richtig auf alle eingehen… naja versuche es ein wenig. Und im Tagesverlauf soll ein Artikel von mir kommen (meinte der Chefred die Tage – aber kp, ob es so sein wird, eigentlich sollte er letztes WE kommen).
Und bei Ihnen so? 🙂
Salut mon Pote :-))))
Ich habe gerade den Erguss über ihren Reproduktions(un)willen gelesen, dem ich vollumfänglich zustimme, aber den Eintrag auf den er sich bezog. nicht verorten konnte,
Wobei ich mich wundere eine derart explizite Äußerung nicht unbedingt in diesem Themenbaum vorzufinden.
Bei mir ist es im Übrigen ein Tinnitus, der seit über 30 Jahren mal mehr und mal weniger nervt, je nach Tagesform.
P.S. Hab nochmal „edith“ gemacht…grins 😉
Okay, ich editiere auch. 😉
Das hier war der Ausgangsbeitrag:
Tinnitus ist ein Sauhund. Das wünscht man keinem. Ihnen Kraft und Solidarität! ✊🏻✊🏾💪
Danke.
Merci, ich weiß das zu schätzen, wenn es von ihnen kommt, auch wenn wir uns nicht persönlich kennen. ♫ 👍 ☀️
Danke an Sie! 💐
Vielleicht veranstaltet Overton anstelle eines Tickers mal ein Lesertreffen… 😉
Gute Nacht bzw. guten Morgen!
Es wäre schon schön, wenn die Suchmaschine verbessert oder gar erweitert werden würde.
Aber ein Lesertreffen wäre sicherlich auch eine Überlegung wert.
Bonne nuit
👍 🤝😴
Mal wieder auf den Punkt gebracht.
Man kann sich nicht „selbst ent-schuldigen“. Man kann nur um Entschuldigung bitten.
Die Schuld ist nicht etwas, das man sich selbst attestiert, sondern die Schuldzuweisung kommt stets von Dritten.
Sonst könnte sich mal eben jeder Schuldner von Schulden frei sprechen, das ist sogar im Finanzsystem das selbe Prinzip. 😀
Auch unser Rechtssystem funktioniert genau so.
Manchmal ist es schon sehr erstaunlich hier…. Ich hab es extra nochmal durchgelesen, aber in meinem Kommentar steht der Link zu X, wo er das selber eingestellt hat… Hier allerdings kommne Kommentare von Leuten die sich nicht mal die Mühe machen sich die zwei Minuten anzutun, um zumindest zu wissen, WAS man da kritisiert…
@Michel Eyquem
„In mühsamen Zeit muss man für alles dankbar sein…“
Ganz gewiss nicht!
Schon gar nicht für eine vergiftete und hinterhältige „Entschuldigung“ wie da oben.
Ich hoffe wenigstens sie wissen was sie da meinen…
Gewiss doch.
Christian Ehring ist kein Kabarettist. Er ist „Comedian“, wie die ganzen anderen Spaßvögel, bis auf wenige
Ausnahmen. Politisches Kabarett, so wie es z.B. in den 80ern fester Programmbestandteil gewesen ist, wurde
nach u. nach abgesetzt, weil die Regierenden die wachsende Kritik nicht mehr ertragen konnten. Nachdem es
immer weniger anspruchsvolles Kabarett, wie bspw.Dieter Hildebrand, Pelzig, Urban Priol, Georg Schramm, Volker Pispers, und die Münchner-Lach-u. Schießgesellschaft zu sehen gab, hat man Comedy etabliert, das war das
Ende scharfer Regierungskritik im Fernsehen. Stattdessen sind Comedians systemkonform, oder harmlos, meistens
aber willige Helfer beim verbreiten von Propaganda-Narrativen, Kriegshetze, AfD-Hass, Russenhass, Diffamierung von Impfgegnern. Aus meiner Sicht sind es Opportunisten die ihren Job behalten wollen, egal wie, Hauptsache
Karriere. Solche Leute repräsentieren Charaktere auf niederstem Niveau, gleiche Stufe mit Soldaten.
Sie machen ihrem Nick alle Ehre.
Glauben sie wirklich ich brauche sie um mir den Unterschied zwischen Comedy und Kabarett zu erklären? Ich kenne Herrn Ehring nicht, und er interessiert mich auch jetzt nicht. Er hatte sich, mit dem Strom schwimmend, igendwann mal in einer Sendung abfällig über Kimmich ausgelassen. Jetzt hat er dazu gelernt und sich dafür auf Twitter entschuldigt.,,
Aber die übliche Klugscheisser finden das hier nicht gut genug, womit sie sich angesichts ihres Geständnisses, sie hätten sich den Link zu X nicht mal angeschaut, recht lächerlich machen.
Ehring fiel mir auf, weil es das erste Mal war, dass ich von jemandem, noch dazu von den ÖRR, gelesen habe, der zumindest in diese Brandmauer ein Loch gebohrt hat.
Ihr erscheint mir hier langsam alle genauso dämlich wie die Woken, denn auch ihr habt keinerlei Interesse an der tatsächlichen Realität, sondern auch ihr habt einfach nur eine Meinung, nur, genau wie bei den Woken reicht es auch bei euch, dass irgenwas oder wer, EURER Meinung ist, und dass es daher eindeutig korrekt sein muss.
Nun, das ist eben eine ganz grundsätzliche Frage.
Der Altlandrebell hat ja schon mal dargelegt, wie eine echte Entschuldigung vorgebracht werden sollte.
Nun, ist es aber durchaus legitim, eine echte Entschuldigung, wie auch immer vorgetragen, vielleicht nicht anzunehmen und eben nicht zu verzeihen.
Nachdem, was einigen von euch und auch mir widerfahren ist, habe ich zumindest allen Grund den Leuten, die sich öffentlich aus dem Fenster gelehnt haben und Impfungen, Tests und Masken propagierten *“keines Falls“* zu vergeben, ganz im Gegenteil. werde ich zeitlebens alle diese Leute öffentlich und wo ich ihnen auch immer begegne bekämpfen, sie übervorteilen, als Menschen 2. Klasse behandeln und sowieso nicht mehr über meine Schwelle lassen und das gilt auch für alle, die sich der Genmanipulation unterzogen haben, weil sie leider den Intelligenztest nicht bestanden haben.
Vor allem die Opportunisten, die jetzt ganz scheinheilig um die Ecke kommen und meinen, und bekunden: „Ich würde das jetzt nicht mehr so formulieren“, oder auch: „Das habe ich nicht so gemeint, war sicher ein Fehler, das durfte nicht passieren, haben wir doch nicht wissen können, außerdem war ich ja schon immer im Widerstand und dgl…
Keine Frage, ABER meine Kritik richtete sich gegen die intellektuelle Unverschämtheit eine Meinung zu jemandes Entschuldigung zu schreieben OHNE sich deren Formulietrung wenigstens mal angeschaut zu haben….
Wäre alles eigentlich ganz einfach, wenn man zumindest mal VERSUCHT zu verstehen was Leute im Forum mit anderer Meinung tatsächlich geschrieben haben.,…
@Panicman Das geht mir ähnlich. ich sehe keinen Grund mich auch künftig mit solchen auseinander zu setzen. Ich denke ungern an die Zeit ganz zu Anfang zurück, wo ich Schwierigkeiten hatte, die ungeheuerliche Blödheit dieser Massenmenschen, selbst bei so einem nun wirklich bedeutenden Thema zu begreifen…
Nur die seltensten Examplare unter diesen Massenmenschen wären selbst heute in der Lage zu verstehen was sie da angerichtet haben, geschweige denn, sich zu ändern. Ich sehe es auch nicht als meine Aufgabe eine „bessere“ Gesellschaft mitzuformen, während der Staat mit den Steueren der Bürger Medien finanziert die staatlöiche Lügen decken.
Was die betrifft, die du ganz sicher nicht inkorrekt „Opportunisten“ nennst, so kann man diese wohl leider immer noch an einer Hand abzählen, sie schliessen sich ja keiner Massenbewegung an. Es bedarf für diese also schon eines gewissen Mutes, den man durchaus zur Kenntnis nehmen sollte. Die sind es meines Erachtens zumindest Wert sich mit ihnen zu unterhalten
Ehring bedauert ausschließlich die Zunahme eines „Schadens“, der vernünftige, geistig auf dem Damm befindliche Menschen, ein stetiger Begleiter sein müßte: nämlich ein kritisches, und NICHT vertrauliches Verhältnis zur Obrigkeit. Dieser öffentlich rechtlich bestallte Fernsehclown bedauert hier aber einzig den zunehmenden „Vertrauensverlust“ in den Staat, den dieser tödliche und staatlich organsiete Massenterror bei vielen seiner Bürgern ausgelöst haben soll. Denn für ihn, wie er anfangs selber bekundet, waren und sind ja die „Impfungen“ immer noch „der reinste Segen“!
Geteert, gefedert und aus den Fernsehstudios gejagt, gehört nicht nur dieses ausgemachte Vollarschloch!
PS
Heute schon brav wählen gewesen?
Sieht nach einer hohen Wahlbeteiligung aus. Hier (Großstadt NRW) hatten wir um 11:00 Uhr über 35%. 2021 waren es 32%. Ist zwar nur ein erster Anhaltspunkt, und es kann sich im Verlauf des Tages noch ändern, aber erfahrungsgemäß zeigt er meist schon die Richtung an.
Gehe auch von hoher Wahlbeteiligung aus.
Prognose:
CDU deutliche Gewinne
AfD leichte bis deutliche Gewinne
SPD Verluste
Grüne Verluste
BSW wird knapp
Linke wird knapp
FDP raus
Noch ein Schmankerl:
Auf dem Rückweg von der Wahl sah ich ein Plakat der Grünen:
„Leben muß bezahlbar werden“
Könnte man sich besser nicht ausdenken, wollte man eine Satire machen.