An die Ostermarschierer: Kündigt Euren Frieden mit Deutschland!

Der Ostermarsch am 12. April 1982 in München mit ca. 10.000 Teilnehmern an der Münchner Freiheit. Bild: Mummelgrummel/CC BY-SA-4.0
Der Ostermarsch am 12. April 1982 in München mit ca. 10.000 Teilnehmern an der Münchner Freiheit. Bild: Mummelgrummel/CC BY-SA-4.0

Zu den Osterfeiertagen werden wieder in vielen Städten jeweils einige hundert bis wenige tausend Menschen auf die Straße gehen: Sie demonstrieren im Rahmen der traditionellen „Ostermärsche“ für Frieden und gegen Aufrüstung. Wer Kriege warum vorbereitet und führt, prangern sie allerdings nicht an. Ein offener Brief an die Demonstranten mit einigen bescheidenen Hinweisen:

Liebe Ostermarschierer,

nun geht ihr wieder auf die Straßen in Deutschland und wendet Euch gegen Krieg und Aufrüstung. Das ist angesichts Ansagen der herrschenden Politik, Deutschland müsse kriegsfähig werden, und der sie dabei unterstützenden führenden Medien erst einmal zu begrüßen. Dass die Bundesregierung es nicht nur beim Wunsch belässt, wisst Ihr auch: Sie rüstet so auf wie nie, mit Milliarden Euro-Ausgaben für die Bundeswehr und der Stationierung von neuen US-amerikanischen Mittelstreckenraketen.

Warum macht Deutschland das? Einer Eurer Aufrufe, zum Ostermarsch Rhein-Ruhr, typisch für viele weitere, erklärt das so:

„Begründet wird diese enorme Aufrüstung mit einem angeblich bevorstehenden Angriff durch Russland. Doch schon heute ist die NATO Russland militärisch deutlich überlegen, wie eine Studie renommierter Friedensforscher im Auftrag von Greenpeace 2024 eindeutig nachwies. Darüber hinaus sind keine Angriffspläne Russlands bekannt.“ 

Ihr bezweifelt die Behauptung der Bundesregierung, Deutschland und Europa würden in nächster Zeit von Russland angegriffen werden. Zu Recht, hierfür gibt es keinen Beleg, und es ergibt aus russischer Sicht auch keinen Sinn. Dieser Erzählung sitzt Ihr nicht auf, sie ist Propaganda.

Liebe Ostermarschierer,

Fest steht aber: Die deutschen Politiker kalkulieren offen mit Krieg, wollen der Bevölkerung auf allen ihren Kanälen Kriegswilligkeit einbläuen.

Nur: Welchen Zweck verfolgen sie? Was treibt die politische Elite dazu, warum kalkuliert sie einen Krieg?  Das ist die entscheidende Frage, wenn man sich der Kriegshetze und -vorbereitung entgegenstellen will. Was kommt da von euch? Um die Antwort darauf drückt Ihr Euch herum.

Dabei tun die Politiker offen kund, welches leichenträchtige Programm sie mit ihren Staatsbürgern vorhaben: Dieser Staat will mit der EU die Atom- und Großmacht Russland auf dem Ukraine-Schlachtfeld besiegen, will in Europa zur stärksten konventionellen Militärmacht aufsteigen. Und im Hinblick auf die allerletzte Waffe, die Atombombe, macht man sich auch bereits Gedanken. Kein Geheimnis, und Ihr beklagt das auch als eine „Politik der militärischen Stärke und Konfrontation“, „anstatt im Dialog Rüstungskontrolle und die Gewährleistung gegenseitiger Sicherheitsgarantien zu erarbeiten“. Ihr meint das offenbar als zwei gegensätzliche Strategien – die eine führe zum Krieg, die andere zum Frieden. Euer wohlmeinender Ratschlag an die Herrschaften in Berlin und anderswo: Weniger rüsten, mehr reden!

Dabei sind „rüsten“ und „reden“ im Alltag der Konkurrenz der Staaten keine Gegensätze. Man redet miteinander über die für einen selbst möglichst besten Handelsbedingungen und Geschäftsgelegenheiten der Wirtschaft im fremden Land, über Bündnisse gegen andere unliebsame Nationen, über die Benutzung von billigen Arbeitskräften und die Ausfuhr wichtiger Rohstoffe. Und die Weltmächte reden miteinander über Rüstung. Jedenfalls haben sie es getan, bis die USA die Verträge zur Begrenzung der Waffenarsenale kündigten und nun wieder Mittelstreckenraketen in Deutschland aufstellen wollen.

Die Rüstungskontrollgespräche von einst hatten nicht Frieden zum Zweck. Sondern sie dienten dem aktuellen Vergleich der Potenzen der Gegenseite. Dabei kann dann auch herauskommen, dass eine Waffengattung für beide Seiten in ihrer Konfrontation verzichtbar ist und man sie sich deshalb spart. Beispielsweise zogen in Europa die USA und die Sowjetunion 1987 ihre Mittelstreckenraketen ab – unter ungebrochener Aufrechterhaltung ihres Potenzials, sich wechselseitig vernichten zu können.

Liebe Ostermarschierer,

der „Dialog Rüstungskontrolle“ setzt natürlich voraus, dass Staaten über eine ausgewachsene Rüstung verfügen. Sonst gäbe es ja nichts zu bereden. Aber warum benötigt jeder Staat, der in der Welt etwas darstellen will, diese Gewalt? Wegen der „Sicherheit“, und dafür braucht es „gegenseitige Sicherheitsgarantien“, ist von Euch zu vernehmen.

Was ist mit dieser „Sicherheit“ gemeint? Die eurer Familie, die eures Jobs, die eurer Wohnung oder eures Hauses? Nein, hier geht es um Höheres: die Sicherheit von Staaten, ihrer Grenzen und ihrer exklusiven Gewalt über Wirtschaft und Volk. Diese Sicherheit ist offenbar permanent bedroht – von allen anderen Staaten, die ihrerseits um ihre Sicherheit besorgt sind. Wenn aber alle sich nur um ihre Sicherheit kümmern und ihrerseits niemanden angreifen wollen – wie kann es dann ständig zu Kriegen kommen? Das kann schon rein logisch nicht stimmen.

Ihr habt davon gewiss schon oft gehört: Staaten wie Deutschland müssen sich nach Aussagen ihrer führenden Figuren stets „verteidigen“, sie haben „Interessen“. Die gelten weltweit, entsprechend sind sie überall von anderen Staaten gefährdet, die diese „Interessen“ nicht akzeptieren. So „verteidigt“ Israel sein Interesse an einem vergrößerten Staat ohne Palästinenser, indem es diese Palästinenser in Gaza, im Westjordanland und im Libanon bekämpft und vertreibt. Die USA haben kein Interesse daran, dass der Iran eine Atombombe bauen und einsetzen kann. Die Vereinigten Staaten „verteidigen“ ihr Interesse an einem botmäßigen iranischen Staat, der sich von den falschen Freunden in China und Russland gefälligst verabschieden soll. Und Deutschland „verteidigt“ gemeinsam mit den Staaten der Europäischen Union sein Interesse, Russland im Ukraine-Krieg zu besiegen und damit den Konkurrenten um die Vorherrschaft in Europa.

Auf den so oft bemühten Begriff der „Sicherheit“ bezogen: Staaten konkurrieren ständig um Reichtum und sie flankierende Macht. „Sicher“ kann sich deshalb niemand fühlen. Alle schaffen sich so viele Waffen wie möglich an, um damit Widerstände gegen ihre Interessen zu unterbinden.

Die Armeen sind allerdings nur das letzte Mittel, wenn ökonomischer Druck und diplomatische Erpressungen nicht fruchten. „Friedliche“ Abkommen zur Benutzung von Arbeitskräften, der Ausbeutung von Rohstoffen, dem ungestörten Export gewinnträchtiger Waren ins Ausland und der gegenseitigen Versicherung, Freunde statt Feinde zu sein, sind die Regel. Bis zum Beweis des Gegenteils – also dass die Freunde ins feindliche Lager gewechselt sind, sie gegen die Vereinbarungen verstoßen oder gar beides. Dann wird es zwischen diesen Staaten, vorsichtig gesagt, ungemütlich.

Liebe Ostermarschierer,

trotz allem setzt Ihr weiter auf eine „neue europäische Friedensordnung gegenseitiger Sicherheit, friedliche Koexistenz mit Russland und auch mit China“. Die Staaten sollen bitte schön lieb zueinander sein und das mit der Aufrüstung und der Kriegsvorbereitung lassen. Verzeiht die etwas sarkastische Formulierung. Aber zu einer solchen Forderung kann man nur kommen, wenn man die Gründe für die Gegensätze der Staaten auf dieser Welt ignoriert. Weiß man um sie, siehe oben, sind diese Herrschaften auch die falschen Adressaten. Denn sie verfolgen ja ganz gezielt ihre aus ihrer Sicht berechtigten Interessen, die sie gegen Widerstände verteidigen.

Ein Appell an die Regierenden, das aufzugeben, muss deshalb ungehört bleiben. Deutlich vernehmbarer und vor allem konsequent wäre, ihnen die Gefolgschaft aufzukündigen. Mithin diesem deutschen Staat mitzuteilen: Wir machen bei Eurer Kriegsvorbereitung nicht mit! Weder gehen wir weiter brav arbeiten für Euren Reichtum, der Eure Aufrüstung finanziert. Noch stehen wir bereit, für Eure Ziele zu töten und zu sterben. Denn Eure Interessen sind nicht unsere Interessen! Mit Eurer „Sicherheit“ haben wir nichts zu tun. Verteidigt sie doch alleine!

Björn Hendrig

Björn Hendrig ist von Hause aus Journalist, längere Zeit auch tätig in der akademischen Lehre für Journalismus und Public Relations. Langjähriger Autor bei Telepolis und bei Overton. Björn Hendrig ist ein Pseudonym.
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118 Kommentare

  1. Lieber „Björn Hendrig“, nimm doch einfach an einem Ostermarsch teil – und rede dort mit den anderen Teilnehmern. Dort sind Deine „bescheidenen Hinweise“ sicher willkommen.
    Mir wäre ein Revolutionsmarsch ja auch sympathischer; am Ostermarsch nehmen aber die Leute teil, die sich auf den kleinsten gemeinsamen Nenner – Kein Krieg! – einigen können. Und das sind dann – angesichts der realen Kriegsvorbereitungen – auch noch nicht genug Leute. In solcher Situation den „Ostermarschierern“ mangelndes Realitätsverständnis zu assistieren, heißt eigentlich: „Was sollen denn Eure blöden Ostermärsche, das greift doch eh alles viel zu kurz.“
    Das ist genau die Unterstützung, die jetzt gebraucht wird.

    1. Hendrig hat doch erklärt, dass die Durchsetzung deutscher Interessen ohne beständige Kriegsplanung nicht zu haben ist. Das SICHERHEIT der dafür gebrauchte ideologische Titel ist, den sich alle im Bundestag vetretenen Parteien auf ihre Fahnen schreiben müssen und es auch tun. Und einen Appell (Ostermarsch) an diese Parteien hälst du für ein taugliches Mittel?
      „1960 wurden in der Bundesrepublik Deutschland die ersten Ostermärsche aus dem pazifistischen Aktionskreis für Gewaltlosigkeit heraus angeregt, ..“ (https://de.wikipedia.org/wiki/Ostermarsch)

      1. „einige hundert bis wenige tausend Menschen auf die Straße gehen“ – Wenn das nur so wenige sind die überhaupt was an der Kriegsvorbereitung auszusetzen haben, fragt sich schon an wen sich so ein Artikel richtet. An das Fähnlein der 7 Aufrechten?

  2. Seit dem 🚩 16. März 2020 🚩braucht man nicht mehr Marschieren das Thema hat sich komplett erledigt. Ihr habt im Home-Office auf Zustimmen geklickt und ihr werdet nicht’s mehr besitzen und glücklich sein.

    1. Das ist der zentrale Punkt von allen. Mir braucht keiner mehr mit was kommen und zum Thema Krieg… bei den letzten 20 Wahlen haben Prokriegsparteien immer über 90% bekommen… wer das nicht versteht…

  3. „Darüber hinaus sind keine Angriffspläne Russlands bekannt.“

    „Ihr bezweifelt die Behauptung der Bundesregierung, Deutschland und Europa würden in nächster Zeit von Russland angegriffen werden. Zu Recht, hierfür gibt es keinen Beleg,…“

    Einmal mehr – völlig unabhängig von meiner Meinung zu einer Angriffs-Wahrscheinlichkeit:
    Welche Art von „Belegen“ meint man denn? Die oben verneinten Angriffspläne? Würden die beizeiten im Amtsblatt veröffentlicht? Oder erwartet man eine Erklärung Putins auf X oder ein Video auf TikTok?
    Diese Formulierungen finden sich ständig und überall in den Alter_Naiven Medien. Was soll das?

    1. Das soll heißen, dass es keine Erkenntnisse aller US-Geheimdienste gibt, die Russen würden den Westen angreifen. Schenkt man, aus verständlichen Gründen, den US-Geheimdiensten keinen Glauben, versucht man es mit dem gesunden Menschenverstand.
      Die Russen sind nicht auf der Suche nach Lebensraum im Westen, im Gegenteil, sie haben eher zu wenige Einwohner für das gigantische Territorium. Sie müssen auch keine Rohstoffe irgendwo erobern, weil sie selbst genug davon haben. Und abschließend wäre es auch noch ein unkalkulierbares Himmelfahrtskommando, wenn man annimmt, dass der Angreifer bei Mann und Material mindestens 3-fach überlegen sein müsste. So blöd ist Putin nicht.
      Sollte dich das nicht überzeugen, solltest du dringend Rat suchen.

    2. Die Russen müßten ja mit dem Klammerbeutel gepudert sein, wenn sie sich dieses Europa ans Bein binden wollten.

      Eigene Rohstoffe? Fehlanzeige, müßte aus RU billigst geliefert werden.
      Hochtechnologie? Noch mehr Fehlanzeige
      Autoindustrie? War einmal, jetzt nicht mehr….
      Bildung, Fachkräfte usw? Vergiß es, die Abiturienten können einen Text nicht mal lesen, geschweige analysieren. Bei Mathe siehts nicht besser aus.
      Geld? Befindet sich alles in der Ukraine.
      Dafür hat Europa aber eine desolate Infrastruktur zu bieten, was Schulen, Straßen, Bahnverkehr, Brücken und sonst noch alles betrifft.

      In diese EU soll Putin einmarschieren wollen? Echt jetzt?
      Obwohl der Otto-normal-europäer wahrscheinlich heimlich genau für diesen Rettungsanker betet…..

    3. Wenn sogar sämtliche US-Geheimdienste keinerlei Anzeichen und Informationen haben, dass Russland einen Angriff auf West/Mitteleuropa planen könnte, dann darf man ruhig von diesen Belegen ausgehen, dass sie korrekt sind.
      Auch US-Geheimdienste können irren und auch US-Geheimdienste sagen nicht immer die Wahrheit, das stimmt.

      Aber: jetzt kommt Logik ins Spiel – Russland bzw. Putin hätte nicht den allerwinzigsten logisch begründbaren Anlass, einen Angriff auf die EU oder NATO zu starten. Nicht den geringsten, wie andere bereits geantwortet haben.

      Und eins ist auch belegt und nachgewiesen: Putin handelt immer rational und wohlüberlegt. Auch wenn einige Schwachköpfe in den Medien oder in der Politik irre daherschwafeln und Putin irgendetwas irrationales, heimtückisches, dummes oder was weiß ich unterstellen wollen, so sprechen diese lediglich von ihrem eigenen geistigen Zustand, aber sicher nicht vom Strategen Putin.
      Der „Westen“ spiel Monopoly, Russland spielt Schach.

      1. Aber warum erzählt man den Leuten fünfmal am Tag, dass „Putin uns angreifen wird“?

        Warum hausierte Bill Gates jahrelang mit der Behauptung, dass eine Pandemie kommt?

        Weil man Menschen „programmieren“ kann. Und irgendein Kriegsgrund ist schnell arrangiert. MH-17? Irgendwas mit Nowitschok? Sender Gleiwitz?

    4. Liebes Zebra, denken Sie wirklich, Russland will sich das marode, rohstoffarme und dekadente Westeuropa ans Bein binden und Millionen von Menschen unterjochen? …..Da haben Sie aber eine blühende Phantasie, und übrigens, kein Ostdeutscher glaubt diesen Schwachsinn…

      1. Nein Bernd, denkt sie nicht, was du ihr da andeuten möchtest, denn sie schickte ihrer Frage ja voraus:

        Einmal mehr – völlig unabhängig von meiner Meinung zu einer Angriffs-Wahrscheinlichkeit:

        Ich deute das so, dass sie nicht denkt, dass Russland Europa angreifen möchte, schlicht aber wissen wollte welche „Belege“ es denn geben soll, von denen immer so oft gesprochen wird.

  4. Guter Text, fast alles wichtig und richtig.

    Bloß bei den beiden ersten Sätzen hätte ich Bedenken:

    „nun geht ihr wieder auf die Straßen in Deutschland (…) Das ist angesichts Ansagen der herrschenden Politik (…) erst einmal zu begrüßen.“

    Wieso solche Demonstrationen „auf den Straßen“ „zu begrüßen“ sein sollen, leuchtet mir gar nicht ein. Das würde mir selbst dann nicht einleuchten, wenn die Demonstranten Hendrigs richtige Überlegungen in ihre Parolen einbeziehen würden.

    Denn was ist eine Demonstration? Da zeigen Leute, dass sie entweder eine andere Meinung als die Regierung haben oder dieselbe Meinung wie die Regierung.
    Letzteres heißt dann Regierungsparade, die mit und ohne formelle Einbestellung der Jubelperser durch die Regierung initiiert werden kann. Bekannte Regierungsparaden der jüngeren Vergangenheit fanden/finden etwa anlässlich des „Kampfs gegen Rääächtzs“ statt und der aktuellen Ulmen-Erfandes-Inszenierung.

    Alle Demonstrationen sind staatlicherseits nur unter der Voraussetzung statthaft, dass sie friedlich und folgenlos für das Handeln der Herrschenden bleiben.

    Mehr noch: Die Herrschenden haben deshalb sogar großes Interesse daran, dass BRD-Insassen ihren Dampf auf solchen Demonstrationen ablassen. Das ist den Herrschenden so wichtig, dass sie sich das sogar in ihr Grundgesetz geschrieben haben (Art. 8): Alle Deutschen haben das Recht, sich friedlich und ohne Waffen usw usf.

    Wenn sich nun also wieder Ostermarschierer treffen, um gegen Aufrüstung und für Frieden zu demonstrieren, dann steht bereits vorab fest, dass die Regierung keine einzige Patrone weniger produzieren lässt, als sie nach ihrer vom Ostermarsch völlig unabhängigen Berechnung für nötig hält und keinen Tag länger auf ihre geplanten Kriege verzichtet, als sie es aufgrund ihrer vom Ostermarsch völlig unbeleckten Planung vorsieht.

    Da das so ist und die Regierung dem Ostermarsch dennoch zu seinem grundgesetzlich garantierten Recht auf folgenloses Dampfablassen verhilft, kann es sich beim Ostermarsch eben auch nur um eine Regierungsparade handeln, selbst wenn die Parolen hier GEGEN das Regierungshandeln gerichtet sind.

    Und genau so wird die Regierung bzw. das staatliche Gewaltmonopol den Ostermarsch auch verstehen. Ganz nach dem Motto:

    „Wir zwingen euch zum Abschlachten und Abgeschlachtetwerden in unseren Krieg. Ihr dürft sogar folgenlos dagegen demonstrieren. Na wenn das kein weiterer Grund ist, unser schönes Grundgesetz demnächst auch an der Ostfront zu verteidigen!“

    Deshalb ist eine Teilnahme am Ostermarsch keinesfalls „zu begrüßen“, wie Hendrig meint. Weil der Ostermarsch (ganz automatisch) auch nur denjenigen zur Ehre gereicht, gegen deren Handeln er gerichtet ist.

    1. Du hast recht. Auch der Autor würde vermutlich zustimmen.
      Aber es ist womöglich doch ein Missverständnis: Was zu begrüßen ist, ist die grundsätzliche Ablehnung der Kriegspläne, die zu erkennen ist, wenn jemand auf die Straße geht – und nicht, dass er auf die Straße geht.
      Und womöglich ist es auch als ausgestreckte Hand in Richtung derjenigen gemeint, die beim Artikel sonst reflexhaft loskläffen würden a la „der böse Autor ist ja bloß ein Spalter, der alle verunglimpft, die mit kleinen Schritten heldenhaft vorangehen, indem sie auf der Titanic einen Eimer mit Wasser füllen und ihn über Bord kippen! Weil der Autor sich zu fein ist, einen Eimer Wasser über Bord zu kippen! Lieber schreibt er despektierliche Artikel!!!123“ (siehe beispielhaft erster Kommentar unterm Artikel).

      1. „Auch der Autor würde vermutlich zustimmen.“

        Ja, schon möglich, dass Hendrig zustimmen würde. Bleibt die Frage, warum er es dennoch so schreibt.

        Dass jemand „loskläfft“, kann/konnte Hendrig ohnehin nicht verhindern. Hier wird sogar von 2 Seiten losgekläfft. Einmal vom Uwe WH (erster Kommentar) – obwohl Hendrig doch die „ausgestreckte Hand“ dargeboten hat, wirft ihm Uwe WH vor, ein „böser Spalter“ zu sein. Und andererseits wird von mir „losgekläfft“, weil Hendrig den Ostermarsch begrüßt.

        „Aber es ist letztlich eine Formulierungsfrage: Was zu begrüßen ist, ist die grundsätzliche Ablehnung der Kriegspläne, die zu erkennen ist, wenn jemand auf die Straße geht – und nicht, dass er auf die Straße geht.“

        Naja, ich weiß nicht, ob es hier wirklich letztlich eine Formulierungsfrage ist. Zumindest Hendrig selbst begrüßt ja lt. Artikel explizit, dass die Leute auf die Straße gehen (und nicht nur, dass sie die Kriegspläne ablehnen). Das scheint mir wie beschreiben ein Fehler zu sein.

        Mit Blick auf Ihren Einwand nochmal anders herum gefragt: Wenn man die Kriegspläne grundsätzlich ablehnt:

        – generell: wieso sollte man denn dafür noch zusätzlich ausgerechnet „auf die Straße gehen“?

        – speziell: wieso sollte man denn dann noch zusätzlich „auf die Straße gehen“ vor dem Hintergrund, dass unabhängig vom Anlass jedes „Auf-die-Straße-gehen“ allgemein ein an die Regierung und ihre freiheitlich-demokratische Grundordnung gerichtetes Lob darstellt (hier Art. 8 GG) (auch wenn man gegen die Regierung demonstriert) und im besonderen hier eine Anerkennung der Regierung als Gewaltmonopol darstellt, dem sich auch Ostermarschierer damit rituell unterwerfen, was beinhaltet, dass sich die Ostermarschierer zumindest implizit damit einverstanden erklären, dass die Regierung auch sie, die gegen die Kriegspläne demonstrierenden Ostermarschierer, an der Ostfront verheizt, wenn sie, die Regierung, das für zweckmäßig hält?

        Damit scheinen die Ostermarschierer doch ihr Anliegen, gegen die Kriegspläne zu sein, letztlich genau so wenig ernst zu nehmen wie die Regierung, gegen die die Ostermarschierer demonstriert (auch wenn den Ostermarschieren selbst das möglicherweise nicht klar ist).
        Weil die Regierung jede Erlaubnis, „auf die Straße zu gehen“, an die Voraussetzung geknüpft hat, dass man jedes demonstrierte Anliegen ganz der Entscheidungsgewalt der Regierung überlässt. Das Anliegen darf also nur dann „demonstriert“ werden, wenn sich seine Fürsprecher bereits vorab von der praktischen Inangriffnahme/Umsetzung dieses Anliegens verabschiedet haben.

        Im „Auf-die-Straße-gegen“ gegen die Kriegspläne der Regierung steckt also schon automatisch die an die Regierung gerichtete implizite Botschaft: „Wir sind eure Verfügungsmasse.“
        Das ist also ein innerer Widerspruch: gegen Kriegspläne sein und dann dafür eine Osterdemo veranstalten.

        1. Insbesondere Ihrem letzten Absatz würde ich so nicht folgen wollen: ich denke, dass sicher viele der Demonstranten auch bereit wären, im Fall eines Angriffskrieges an einem Generalstreik teilzunehmen.
          Gerade deshalb framen die Staaten ihre Aktionen im „Sender-Gleiwitz-Stil“, als seien sie der Angegriffene. Und ärgerlicherweise gehen ihnen dann genug auf den Leim, die übrigen gelten als „Vaterlandsverräter“…

          Lösungsansätze dafür sähe ich nur in Elementen Direkter Demokratie oder in imperativen Mandaten, durch die Abgeordnete auch wieder abgewählt werden können.

          Ach ja, und in einer unabhängigen öff.-rechtl. Presse.

          1. „Gerade deshalb framen die Staaten ihre Aktionen im „Sender-Gleiwitz-Stil“, als seien sie der Angegriffene.“

            Ganz genau. Dass sich alle reihum bloß „verteidigen“ (aber niemand angreift, schon gar nicht „unprovoziert“), schreibt auch Hendrig oben.

            „Und ärgerlicherweise gehen ihnen dann genug auf den Leim, die übrigen gelten als „Vaterlandsverräter“…“

            Richtig. Die Propaganda sorgt schon dafür. Aber diese Propaganda ist viel umfassender und findet nicht nur ab dem Zeitpunkt des Angriffskrieges statt, sondern ständig, seit fast 77 Jahren, mitten im schönsten demokratischen Frieden. Da wird schon lange Gift in die Hirne der Untertanen geträufelt. Die Wirkung dieses Giftes leistet entsprechende Vorarbeit, schafft erst die Voraussetzung, damit „genug“ BRD-Insassen sofort Gewehr bei Fuß stehen, wenn das Vaterland einmal zum größten Ehrendienst bläst.

            Und diese Propaganda sorgt dafür, dass den Herrschenden seit je „genug auf den Leim“ gehen, weil sie so einverstanden mit dem System sind. Und unter diesen „genug“ sind genug, auch genug 2026er Ostermarschierer, die sich gegen das staatliche Moralprädikat „Vaterlandsverräter“ strengstens verwahren würden, statt es als Ehrentitel zu begreifen.

            Auf die flächendeckende Wirksamkeit seiner Propaganda verlässt sich der staatliche Gewaltapparat dabei aber gar nicht ausschließlich. Sondern er erlässt zeitgleich und daneben auch Gesetze, drakonische Strafen und Maßnahmen, mit denen er etwaig Widerspenstige mindestens aus dem Verkehr zieht (da kommt auch die Schutzhaft wieder, sicherlich aber unter anderem Namen), idealerweise mittels Abschreckung „freiwillig“ in den befohlenen Fleischwolf treibt wie seinerzeit Lauterbach mit der „freiwilligen“ Zwangsimpfung.

            Übrigens gibt der Ukro-Terror gegen die eigene Bevölkerung inkl. Bussifizierung einen Vorgeschmack darauf, wie auch im besten Deutschland aller Zeiten vorgegangen wird, sobald die Regierung Krieg und Leichen ansagt.
            Im besten Deutschland aller Zeit braucht die Regierung dafür nicht mal staatspolizeiliche Rollkommandos abzustellen. Noch ehe die Regierung dazu aufrufen würde, würden diese „Drecksarbeit“ hierzulande ehrenamtliche Bürgerwehren erledigen, die jeden „Vaterlandsverräter“ aufspüren und mit dem Kärcher ausräuchern.

            „ich denke, dass sicher viele der Demonstranten auch bereit wären, im Fall eines Angriffskrieges an einem Generalstreik teilzunehmen.“

            Mag sein. Dagegen spricht allerdings, dass diese Demonstranten ihre Teilnahme am Generalstreik auf den „Fall eines Angriffskrieges“ verschieben und jetzt das Gegenteil praktizieren, nämlich gem. Art. 8 GG am Ostermarsch teilnehmen.

            1. diese bürgerwehr-drecksarbeiter malochen schon ordentlich seit jahren…..
              was mich die letzten jahre allerdings irritiert immer wieder, is diese angst dieser leute vor einem/r, als stünd frau mind. verzehntfacht vor ihnen im „unter vier augen“-gespräch……und ja, je heftiger diese angst bei denen, desto gefährlicher fürs isolierte einzelne volksverräterchen, wenn sie ihre partys feiern, sich als volksvertreter 😉 🙁 ……
              und je mehr du dich bemühst, ihnen die angst zu nehmen, indem du ihnen deine tatsächliche ohnmacht vorlegst, ihre übermacht anerkennst, desto panischer (irrer) reagiern sie ….

        2. @Ernst
          Wiederum ja. Und ich halte deine (Ihre, wenn Sie wollen) Ausführungen für stichhaltiger als meine Einwände.
          Allerdings muss ich mich beherrschen, nicht doch etwas Begriffsstutzigkeit vorzuschützen, einfach, damit Sie noch mehr schreiben. (Wenn Sie die üblichen Kommentare lesen, wissen Sie, wieso ich das gerne hätte.)

            1. Man will doch schon so aufgeräumte Gestalten wie Sie und den Autor nicht verstehen. Da habe ich Schreihals gerade noch gefehlt.
              (Von Ihnen lese ich nicht deswegen gerne, weil ich mir einbilden würde, dass Sie auch nur den allergeringsten Effekt erzielen, sondern weil es so schön ist, wenn Einsamkeit und Schmerz mal kurz ein bisschen nachlassen.)

            1. Schleimer lügen, du Blitzkneißer.
              Aber ja, es geht natürlich gar nicht, irgendwas Freundliches zu schreiben, es ist sicher auch strafbar, völlig zu recht!!112
              Ich werde fortan nur noch Gemeinheiten schreiben. Blödes Sackgesicht.

    1. @H.L: Jetzt, spätistens mit den Sanktionen gegen Dogru und ja auch seine Familie,
      sollte eigentlich auch der Letzte begriffen haben, dass Deutschland ein faschistisches
      Land geworden ist. Wie auch im 3. Reich haben sich Nichtsnutze nach oben gespült
      die mit Gewalt regieren.

  5. Trump führt Kriege, um zu gewinnen. Laut ntv Text soll er bereit sein, für einen Frieden mit dem Iran die Blockade der Straße von Hormus in Kauf zu nehmen. Da die USA zu den Öl und Gas exportierenden Ländern gehören, wäre sogar das ein Gewinn für sie. Die Frage, wozu die BRD aufrüstet, wird gar nicht beantwortet, da die Regierenden sehr wohl wissen, dass die BRD sich einen direkten Krieg mit Russland nicht leisten und Russland nicht besiegen kann. Es geht darum, den Stellvertreterkrieg in der Ukraine fortzusetzen, bis man den Notstand erklären und die BRD in eine Diktatur verwandeln kann. Im Verteidigungsfall, der schon durch russische Vergeltungsschläge einträte, z. B. einen Raketenangriff auf einen Rüstungskonzern, können nach Art. 115h GG keine Wahlen stattfinden. Dann ist die Diktatur der Blockparteien perfekt. Die Befehls- und Kommandogewalt über die Bundeswehr geht vom Bundesminister der Verteidigung auf den Bundeskanzler über. Kommt es deshalb infolge von Protesten zum inneren Notstand, wird mit Sicherheit die AfD verboten. Letztlich geht es darum, auf diktatorische Weise einen Staatsbankrott zu Lasten der Bevölkerung durchzuführen.
    Die Friedensbewegung müsste also gegen die faschistischen Pläne der Bundesregierung demonstrieren, etwa „gegen Notstand und Faschismus“.

    1. Warum führt man einen Krieg, den man nicht gewinnen kann. Außer Dummheit fällt mir nur die Einführung des Notstands nach §115a gg ein. Dann stellt sich die Frage, wozu man den Notstand einführt. Aber hier ist man der Meinung, dass die EU den Krieg aus Dummheit weiter führen will und glaubt, dass die Ukraine nicht aufgibt. Das ist eine gefährliche Ansicht. Wenn eine russische Rakete in der BRD einschlägt, ist der Notstand da. Das ist die ideale Gelegenheit für einen Reset auf Kosten des Volkes, wie es sich die Politiker vorstellen. Denn die BRD hat weit über 3 Millionen Millionen = 3 Billionen Euro Schulden, die ihre Zuverlässigkeit und Bonität auf den Finanzmärkten in Gefahr bringen.

  6. „Ein Appell an die Regierenden, das aufzugeben, muss deshalb ungehört bleiben. Deutlich vernehmbarer und vor allem konsequent wäre, ihnen die Gefolgschaft aufzukündigen. Mithin diesem deutschen Staat mitzuteilen: Wir machen bei Eurer Kriegsvorbereitung nicht mit! Weder gehen wir weiter brav arbeiten für Euren Reichtum, der Eure Aufrüstung finanziert. Noch stehen wir bereit, für Eure Ziele zu töten und zu sterben. Denn Eure Interessen sind nicht unsere Interessen! Mit Eurer „Sicherheit“ haben wir nichts zu tun. Verteidigt sie doch alleine!“

    Völlige Zustimmung! Ostermärsche, oder generell Demos, bei denen Schilder hochgehalten werden und Kundgebungen stattfinden sind ja schön und gut, um anhand der Teilnehmerzahl den Machthabern ein bisschen zu zeigen, was ihre Wähler so denken, aber sie sind auch nicht wirklich etwas, das Wirkung zeigt. Dass die Meinung der Bürger – der Wähler – den Machthabern völlig am Allerwertesten vorbei geht, hat ja nicht nur das dümmliche B-Bock schon offen kundgetan. Nein, sie zeigen es uns tagtäglich durch ihr Handeln oder auch Nicht-Handeln – siehe Energiekosten durch den Irankrieg, vorher durch Handeln, indem sie Russlandsanktionen verhängten.

    Es gab einmal die Doku-Serie von „Sea Shepherd“, bei der Paul Watson die Aussage machte, dass er sich gezwungen sah, aktiv zu handeln und etwas zu tun, das etwas bewirkt, als er mit dem Schiff auf Jagd nach Walfängern ging. Er konnte es nicht mehr ertragen, gegen das Abschlachten von Walen mit „devotem Schilder-Hochhalten zu begegnen“, denn das interessierte genau gesagt „keinen Arsch“, weil es nichts bewirken kann.
    So ist das auch mit unseren selbsternannten „Eliten“, die für Krieg trommeln und hetzen – man etwas gegen sie tun, das etwas BEWIRKT und da gehört, auch von den Propaganda-Mainstream-Medien meist ignoriertes Schilderhochhalten nun mal nicht dazu.

  7. Ein völlig überflüssiger Artikel. Als ob wir nicht längst alle wüßten, dass die permanenten verzweifelten Appelle einer sehr kleinen Minderheit die Machthaber völlig unbeeindruckt lassen. Auch wenn die Teilnehmer der Friedens- und Ostermärsche um einen Faktor von 100 wachsen würde: kein Effekt. Man muss nur an die riesigen Demonstration in UK und anderswo erinnern, bevor Blairs Soldaten mit denen von Bush gegen Irak zogen.

    Nur: was könnte einen wirklichen Effekt haben? Man komme nicht mit Revolution! Wer bitte schön sollte denn eine solche veranstalten können? Traurig feststellen zu müssen: nichts geht mehr.

    1. Ganz so pessimistisch wäre ich nicht – die Montagsdemonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen haben zum Beispiel die Politik zur Jahreswende 2021/22 überrascht und letztendlich den Corona-Terror beendet. Außer dummen Sprüchen wie „Der Spaziergang hat seine Unschuld verloren.“ kam da nicht mehr viel. Außerdem war die Polizei bald erschöpft, da die Politik unverhältnismäßig viel Polizei zur Einschüchterung hat aufspazieren lassen. Bei manchen Spaziergängen war mehr Polizei als Spaziergänger vor Ort.

  8. Weder gehen wir weiter brav arbeiten für Euren Reichtum, der Eure Aufrüstung finanziert.

    Natürlich werden sie das tun – die Alternative wäre nicht weniger als eine komplette Revolution. Nicht dass ich dafür nicht zu haben wäre, aber wenn ich mich so umsehe, sieht’s nicht gerade danach aus…

    1. Umso dringender muss sich rumsprechen, dass unter Widerstand von solch grundsätzlicher Art nichts zu machen ist. Dass es nicht um die Entscheidung zwischen Montagsmarsch vs. Schweigen geht, sondern um die zwischen totaler Verweigerung vs. totalem Krieg.

      1. Wieviel Mitmacher hast du schon gefunden bei deiner „totalen Verweigerung“?
        Diese Mentalität erinnert mich an die K-Sekten aus meiner Studienzeit.

        1. Wieso „meine“ totale Verweigerung?
          Wenn du anderer Ansicht bist und glaubst, es ginge auch mit Bahnsteigkarte und Bittebitte – nur zu.

            1. Solange nicht die nötige Masse vorhanden ist, geht es nur mit Bahnsteigkarte.

              Das ist das Äquivalent zu „ich hab den Schlüssel wo ganz anders verloren, aber da ist es zu dunkel, ich muss hier unter der Straßenlaterne nach ihm suchen“.
              Dass die „nötige Masse“ nicht zusammenkommt, liegt durchaus auch an solchen geistigen Tiefflugleistungen, mit denen die Piloten auch noch knackestolz hausieren gehen und andere kindisch nennen.

              1. Dass die „nötige Masse“ nicht zusammenkommt kann auch daran liegen, dass die große Masse in den herrschenden Verhältnissen ihre Bedürfnisse noch befriedigen kann.

        2. Den geringen Anklang, den entsprechende Vorstöße bisher gefunden haben, gegen die Notwendigkeit und Richtigkeit solcher Einsichten in Anschlag zu bringen: das ist auch eine Methode, eine besonders fiese übrigens, sein Einverständnis mi dem Kriegskurs des Wertewestens vorzutragen. Und dann erst noch die Verlängerung im zweiten Satz, da zeichnet sich doch ein Deal ab: Die Bundesregierung rüstet zum Krieg und zum Ausgleich darf garno sich nostalgisch seiner Animosität gegen K-Sekten in Studienzeiten erinnern. Eindeutig eine win-win-Situation für ältere Herren!

            1. sachlich äußerst schwach.

              Von wegen, das war auf den Punkt. Du willst es nur nicht wahrhaben und rufst „du bist dohv“. (Oder du bist wirklich zu dumm, um zu kapieren, was er schreibt; das weiß ich natürlich nicht.)

      2. Und diese Verweigerung sollte damit beginnen, dass die „Fragebögen zur Musterung“ ökologisch korrekt in der Papiertonne landen. Maximalem Sexusmus sollte, sobald die Situation dann eskaliert, mit maximalem Widerstand begegnet werden.

  9. Die 0.2 % Träumer und Idealisten stören keinen, die Abnutzung der Strasse ist gering. Pazifistische Parteien bleiben in Deutschland unter 2%.

    Eine Revolution ist ganz und gar abwegig. Dafür beantragt der Deutsche erst die Revolutionserlaubnis beim Amt für Zivilschutz und wartet geduldig zehn Jahre auf Antwort !

    Das Denken ist dem Deutschen und gar abhanden gekommen, ein Gewissen ist im Regelgall nicht vorhanden.

    Da bleibt nur das Schicksal des Tyrannosaurus Rex: Aussterben.

    1. Nachdem es in Deutschland keine „Bahnsteigkarten“ (lese Lenin zu Voraussetzung von Revolutionen in Deutschland) mehr gibt ist die Zukunft von einschneidenden, basisdemokratischen Veränderungen gänzlich vorbei – die heimliche Bahnsteigkarte aktuell, spricht Anmeldung und Genehmigung von Demonstrationen, sollte eigentlich in die Forderung der Wirtschaft eingegliedert werden nach „weniger Bürokratie“ – als Generalforderung der Ostermarschdemonstraten, hinzu könnte man noch die Legalisierung von politischen Streiks“ nehmen.

  10. Wie @H.L. richtig sagt, sind die russischen Angriffspläne auf Europa eine Behauptung der Regierung(en) und MSM . Es ist nicht notwendig, diese Behauptung mit Geheimdiensterkenntnissen zu kontern, sondern Beweise für diese Behauptungen einzufordern. Das passte durchaus auf ein Transparent der Ostermarschierer.

    Weiterhin hilft es nichts, gut gemeinte Hinweise an Ostermarschierer zu richten oder solche Aufforderungen hier bei OM zu publizieren: Diese einfache und harmlose Forderung nach Beweisen, Belgen oder wenigstens Plausibilität muss ihren Weg in die breite Öffentlichkeit finden.

    Mal so als Tipp für einen niederschwelligen Claim:
    Während die Russen in ihrem unverkauften Öl ersaufen,
    saugen bei uns die Zapfsäulen die Brieftaschen leer!

    Womit sollen die neuen Panzer fahren?

    1. „Tretpanzer“ ! CO2 frei und umweltfreundlich! Paßt ins heutige progressive Deutschland wie die Faust auf´s Auge !

      PS: Hoffentlich liest jemand von den Grünen Kriegstreibern hier mit….

      1. Hoffentlich liest jemand von den Grünen Kriegstreibern hier mit….

        …oder Herbert Grönemeyer und macht einen Remake-Song:
        „Tretpanzer im Kopf” mit der Melodie von „Flugzeuge im Bauch“.

  11. Was hat der Autor gegen die Friedensbewegung? Ich hab es nicht verstanden. Oder meint er ernsthaft anstelle für Frieden und Abrüstung zu demonstrieren, wäre es doch besser nicht arbeiten zu gehen? Denn das hilft nur den Regierenden ihren Krieg zu finanzieren. Das ist doch eine Weisheit aus dem Kindergarten. Ich frage mich, versucht sich der Autor hier in Sabotage an der Friedensbewegung oder ist er tatsächlich so naiv.

    1. … Sabotage an der Friedensbewegung …

      Das sind auch nur Hassfressen, die sich in ihrem moralischen Narzissmus und ihrer Staatsgläubigkeit suhlen und teilweise durchaus gewaltaffin sind. Haben sie während der Coronarepressionen nachhaltig unter Beweis gestellt.

    2. Stimmt, du hast es nicht verstanden. Oder sagen wir ehrlicherweise: fleißig missverstanden. Klappt doch gut bei dir mit der Totalverweigerung 😉

  12. Seit 2014 wird in der Friedensbewegung gegen Russland gehetzt. Das war für mich der Anlass, aus der DFG-VK auszutreten.

    Der Taz-Autor und von der DFG-VK als Referent beworbene Andreas Zumach hielt Vorträge über die Geschichte der Ukraine OHNE das kurz vorher geschehene Massaker in Odessa zu erwähnen oder hetzte in einer Demo am Bodensee gegen Putin und damit gegen Russland.

    Wer solche Friedensbewegungen/Friedensbewegte hat braucht keine weiteren Kriegstreiber und Volksverhetzer mehr!

  13. Auch dieses Jahr finden der Ostermarsch Rhein-Ruhr und der in Düsseldorf wieder getrennt statt, wegen inhaltlicher Differenzen im vergangenen Jahr?!

    Also der hier angesprochene Minimalkonsens scheint auch unter den Marschierern nicht gegeben. In so eine „Protestbewegung“ braucht man keine Hoffnung setzten.

  14. Einen Krieg mit Russland wird es nur geben, wenn die europäischen Nato-Staaten Russland direkt angreifen.

    Wenn aber jetzt schon „ukrainische“ Drohnen aus dem Nato-Luftraum des Baltikums heraus Russland angreifen, dann stehen wir kurz davor.
    Nicht Russland will Krieg mit der EU, sondern die europäischen Nato-Staaten wollen den Krieg mit Russland: Das gilt es zu verstehen.

    Wir müssen unsere Regierung davon abhalten, den „Krieg der Ukraine“ gegen Russland immer weiter zu finanzieren und dafür Waffen zu liefern.
    Dieser Krieg wird in Wiesbaden, Ramstein und anderen Nato Einrichtungen gedacht, geplant, seine Ausführung tatkräftig unterstützt und weitgehend von Deutschland finanziert.
    Insofern ist unsere Regierung schon der richtige Adressat.
    Demonstrationen sind schonmal ein Anfang.
    Es spricht „unserer Demokratie“ Hohn, wenn selbst in Fragen von Krieg und Frieden der Souverän, das ist in einer echten Demokratie die Bevölkerung, nichts zu sagen hat.

    Was die eigene „Sicherheit“ angeht, so wäre für den Schutz der Zivilbevölkerung eine funtkionierende Luftabwehr in den Städten und Ballungsgebieten das wichtigste.
    S400 oder S500 wären da funktionell die erste Wahl.
    Wenn überhaupt, dann wird aber wohl von den Völkerrechtsfeinden und Angriffskriegern Trump und Netanjahu teurer disfunktionaler Schrott gekauft.

    1. Weitestgehende Zustimmung, bis auf einen kleinen Punkt: zu einem Krieg könnte Russland bereits gezwungen werden durch eine Blockade von Kaliningrad, nicht erst durch direkten Beschuss.
      Eine solche Aktion würde von den MSM lediglich im Kleingedruckten erwähnt, von „Otto Normalleser“ weitgehend übersehen.

      1. Ich denke auch, dass die Eskalationspolitik des Westblocks darauf abzielt, Russland zu einem Präventivkrieg an seiner Westgrenze zu nötigen.

  15. Geht Apfelbäumchen pflanzen, alles Andere hat gar keinen Sinn mehr.

    Vor Jahren schrieb jemand im Telepolis-Forum:

    Der Zug ist abgefahren. Die Bösen haben die Blöden im Griff, und die Blöden sind zu viele und zu träge.

    In diesem Sinne: gute Reise und ein schönes Leben noch. Pflanzt Apfelbäumchen!

  16. Deutschland wird in wenigen Monaten total am Ende sein, die Bevölkerung wird ausgeplündert dahinsiechen.
    Kein Gas – Kein Benzin – Kein Diesel – Kein Öl – Kein Strom – Keine Medikamente – Kein Dünger – Keine Lebensmittel
    Warum sollte der Russe hier her kommen? Um eine vom Russenhass geplagte Bevölkerung vor dem Verhungern zu retten? Bestimmt nicht!

    Jammert nicht, ihr wolltet es so, also nehmt euer Schicksal an!
    Das letzte Hemd hat keine Taschen!

    Vielleicht gibt es ja noch einen kleinen Lichtblick, denn ohne Öl muss der Russlandfeldzug wahrscheinlich ins Wasser fallen

  17. Zeitenwende heißt v. A., die vollständige Aufgabe auch des Scheins von Demokratie als politisches Mandat – und den Übergang in autokratische Zustände.
    Exemplarisch steht dafür Friedrich Blackrock Merz und seine Kumpanen – samt jener Wähler, die das so haben wollen……

  18. Fakt ist: Russland ist mit militärischen Mitteln in das ukrainische Hoheitsgebiet eingedrungen.
    Das nennt sich Krieg. Angriffskrieg.

    Egal, ob völkerrechtlich legal oder illegal, nötig oder unnötig, zu früh oder zu spät, berechtigt oder unberechtigt.

    Das Argument „Meinst du, die Russen wollen Krieg?“ ist seitdem obsolet: überholt, Passé, Schnee von gestern, kann weg.

    Das Argument nicht nur des Artikelschreibers lautet korrekt: Die Russen haben die Ukraine angegriffen, werden aber kein anderes Land angreifen.

    Dass das kein Argument ist, sollte einleuchten.

    Jetzt lautet die Frage: Kann man mit falschen Argumenten die richtige Sache unterstützen?

    Nein?

    Warum tut man es dann trotzdem?

    1. Die Russen haben die Ukraine angegriffen, werden aber kein anderes Land angreifen.
      Dass das kein Argument ist, sollte einleuchten.

      Das stimmt, die Russen stehen morgens auf im Februar, normalerweise gehen sie Schnee schieben oder Störeier ernten, aber an diesem Tag hatten sie entschieden: „Lass uns ein Nachbarland überfallen.“ Dann haben sie mit einer Windrose Roulette oder Flaschendrehen gespielt und 2022 hat nunmal die Ukraine gewonnen. So kann es alle Jahre gehen mit den verrückten Russen (bspw. 1979, 1994, 2020), das sollte einleuchten.

      Warum tut man es dann trotzdem?

      Wenn mit »falschen Argumenten« etwas angezettelt wird, kann auch mit »falschen Argumenten« das Gegenteil behauptet werden. Ich sehe da keinen qualitativen Unterschied. Und Sinn oder Perspektive sehe ich auf allen Seiten nicht.

      Seien Sie an dieser Stelle an folgenden Kommentar unter einem Artikel vom 14.3.2026 erinnert.

    2. Deutschland durfte sich wiedervereinigen mit der Maßgabe, daß die NATO sich keinen Inch nach Osten ausdehnt. Das stand damals in JEDER ostdeutschen Tageszeitung (ich weiß nicht, ob gerade letzteres im Westen bekannt ist – dort hat man ja offensichtlich Schwierigkeiten, die entsprechenden Stellen in den Protokollen zu finden).

      Eine der letzten Sätze des ursprünglichen Pazifisten Gorbatschow vor seinem Tod war: Amerikanische Raketen an Russlands Gartenzaun geht gar nicht. Er hat deshalb Putins Kurs – wenn auch zähneknirschend – unterstützt. Immerhin war er es, der Russland diese Malaise eingebrockt hat. Wenn man sieht, wieviele Kriege die USA und in ihrem Schlepptau die NATO seit 1945 geführt hat, mit insgesamt mindestens 20 Mio Toten, sind die Selbstaussagen westlicher Politiker über den defensiven Charakter der NATO so viel wert, wie die Aussage des Wolfes, er sei die Mutter der 7 Geislein oder Rotkäppchens Großmutter.

      Deutschland fühlt sich für jeden Deutschen weltweit verantwortlich – einschließlich Wolgadeutsche, Siebenbürgenschwaben, Sudetendeutsche etc. USA, Briten, Franzosen, Spanier, Italiener, usw. ticken ähnlich. Russland dagegen soll in aller Ruhe zuschauen, wie Russen, die durch die überstürzte Auflösung der Sowjetunion (gegen den Willen des überwiegenden Teils der sowjetischen Bevölkerung aber aus Machtgier lokaler, vom Westen gepimpter Landesfürsten) plötzlich Bürger (zweiter Klasse) anderer Länder wurden, von den dortigen nationalistischen Mehrheitsgesellschaften unterdrückt und in der Ukraine (die in ungefähr einem Drittel immer russisch war und nur durch KPdSU-Sekretäre administrativ an die Ukraine geriet) sogar mit Bürgerkrieg belegt wurden. Offensichtlich möchte die ukrainische Regierung die gesamte Ukraine, aber ohne die russische Bevölkerung – keine Ahnung, mit wem sie die Gebiete dann besiedeln wollen 😀

      In der gesamten EU gibt es übrigens keine nennenswerte russische Diaspora, für die zu kämpfen für Russland Sinn machen würde – nur russophobe, wohlstandsverwahrloste, überschuldete Länder mit maroder Infrastruktur, Bildungsnotstand, sterbenden Industrien und kaum Rohstoffen. Was soll Putin (falls er kein Masochist ist) also von der EU wollen? 😀

      Reicht das an Argumenten dafür, daß das Interesse Russlands an der Ukraine ein anderes ist als an der EU? 😉

      1. „In der gesamten EU gibt es übrigens keine nennenswerte russische Diaspora, für die zu kämpfen für Russland Sinn machen würde.“

        Doch, auf dem gesamten Territorium der Sowjetunion = konkret im ganzen Baltikum.

    3. Zitat: „Fakt ist: Russland ist mit militärischen Mitteln in das ukrainische Hoheitsgebiet eingedrungen. Das nennt sich Krieg. Angriffskrieg.“

      Wenn man schreibt, was im Februar 2022 passiert ist, macht man sich der Volksverhetzung strafbar.

      Deswegen kann ich nur empfehlen, mal die russische Sicht der Dinge zu betrachten. Oder die Rede von Putin in deutscher Übersetzung anzuschauen.

    4. Über die Motivation der Russen braucht man mich nicht aufklären. Die ist mir bekannt.
      Es gilt, mein Argument zu entkräften.

      Ich habe sowieso den Eindruck, dass dieser Artikel eher von Demos gegen den Krieg abhalten soll, als er dazu ermuntert. Ich habe jedoch keinerlei Lust, das im Einzelnen aufzudröseln.

    5. Fakt ist: Der Westblock hat Russland dazu genötigt, militärtechnische Maßnahmen auf dem Territorium der ehemaligen Ukraine durchzuführen.

      Und Fakt ist: Der Westblock bemüht sich seitdem, Russland dazu zu nötigen, militärtechnische Maßnahmen auf dem Territorium europäischer EU- und/oder Natostaaten durchzuführen.

      Fakt ist weiterhin, dass die russische Führung es wie in der ehemaligen Ukraine versucht, diese meiner Ansicht nach unvermeidlichen militärtechnischen Maßnahmen auf dem Territorium europäischer EU- und/oder Natostaaten so lange wie nur möglich aufzuschieben.

      Die „richtige Sache“ wäre demnach, dass die US-amerikanische Führung ihren europäischen Proxies einen neuen Befehl erteilt, nämlich den Krieg gegen Russland abzublasen. Denn solange die US-Amerikaner ihre Proxies darauf verpflichten, gegen Russland hochzurüsten und Krieg zu führen, wird das Verhängnis seinen Lauf nehmen, da die Machtstruktur im Westblock nun einmal so ist wie sie ist und Russland nicht ewig sich nur alles anschauen und abwarten können wird.

      So würde ich argumentieren.

    6. Es ist nur, da wirst Du mir sicher zustimmen, dass diese ehrliche Argumentation nirgendwo hinführt, außer dass sie die völlige Hilf- und Machtlosigkeit von uns Europäern offenlegt und es klar sein sollte, dass keine wie auch immer geartete US-amerikanische Administration auch nur im Traum daran denken wird, den Krieg gegen Russland zu beenden – es sei denn sie selbst und nicht ihre Proxies steht vor einer militärischen Niederlage.

      Die „andere richtige Sache“ wäre ein Komplettaustausch der EU- und Natoeuropäischen Machteliten in Kapital, Politik, Medien usw. und der Abbruch der militärischen, diplomatischen und wirtschaftlichen Beziehungen zu US-Amerika mit einer Erfolgswahrscheinlichkeit von null Prozent.

      Deshalb, so glaube ich, wird stattdessen argumentiert, Russland würde keine EU- und/oder Natoeuropäischen Staaten angreifen und die Eskalationspolitik gegen Russland wäre im Grunde unnötig und eine Verschwendung von Ressourcen.

      Und nein, hier liegst Du falsch: „Die Russen“ wollen keinen Krieg. Aber sie sind bereit dazu ihn zu führen, wenn sie dazu genötigt werden.

      Das Einzige, worauf wir hoffen können ist, dass es Russland und seinen Verbündeten schneller gelingen wird, EU- und Nato-Europa in den im Grunde selbst gewählten wirtschaftlichen Kollaps zu treiben, als festzustellen, dass militärtechnische Maßnahmen auf dem Territorium europäischer EU- und/oder Nato-Staaten nun nicht länger aufgeschoben werden können.

      1. Vrbamrda

        Und nein, hier liegst Du falsch: „Die Russen“ wollen keinen Krieg. Aber sie sind bereit dazu ihn zu führen, wenn sie dazu genötigt werden.

        Fakt ist aber auch, dass die Russen den Separatisten nicht auf ihren eigenen (separatistischen) Territorien zu Hilfe geeilt sind, sondern in ukrainisches Hoheitsgebiet militärisch eingedrungen sind, um die Ukraine zu bewegen, die (meines Erachtens legitimen) Rechte der Separatisten zur Geltung zu bringen bzw. durchzusetzen. Russland wurde von der Ukraine nicht direkt angegriffen wie jetzt der Iran von USA und Israel.
        In Diskussionen verteidige ich die militärischen Maßnahmen der Russen als vom Völkerrecht gedeckt, legitim, notwendig und gerechtfertigt. Nichtsdestotrotz sind militärische Maßnahmen Teil der geopolitischen Agenda bzw. Bestandteil der Sicherheitspolitik bei Gefährdung der russischen Nation. Sollte eine solche der russischen Sicherheit gefährliche Situation eintreten, wie beispielsweise die Stationierung von Atomraketen in den baltischen Ländern, werden die Russen vermutlich militärisch reagieren und dort einmarschieren. Ich kann das nachvollziehen, da ich Russlands Sicherheitsinteressen respektiere. Und ich bin mir sicher, dass man analog zur Ukraine die Russen so lange provoziert, dass es zu einem solchen Szenario im Baltikum kommen wird. Und spätestens dann muss man die Realität anerkennen, dass Russland (wenn auch berechtigt) Krieg führt, wenn das Problem mit diplomatischen Mitteln nicht zu lösen ist. Und dann ist das Argument „Meinst du, die Russen wollen Krieg“ völlig absurd, ja geradezu grotesk. Und darauf wollte ich jetzt schon mal hinweisen.

        1. @ Dan

          👍
          Yep, damit ziehe ich meine Polemik von oben (31.03.2026 15:53 Uhr) zurück, die aus einem Missverständnis von „Reaktion/Motivation“ meinerseits resultierte.

  19. Was wäre denn, wenn an Ostern niemand marschiert? Dann könnten die Herrschenden umfassende Zustimmung zu ihrer Ausfrüstung feststellen. Was sie dann sofort täten. Die Ostermarschierer sind das einzige weithin sichtbare Zeichen dafür, dass eben nicht alle einverstanden sind. Muss man die jetzt unbedingt belehren? Weil einem die Stoßrichtung nicht passt?

    Die auf dem Titelbild waren übrigens erfolgreich. Es endete mit einer Verschrottung von 2800 Mittelstreckenraketen und das ist für mich der wahrscheinliche Grund, warum ich hier noch herumlaufe. Danke, nachträglich. Dass ihr nicht so wart wie die Heutigen.

    Da macht sich ein Rechtsnihilismus breit. Alle gekauft, alle korrupt, Du kannst nichts machen. Der Rechtsnihilist ist der beste Freund der Herrschenden Dann können sie weitermachen.
    Der ungesagte Nebensatz ist immer: es ändert sich erst etwas, wenn wir einen Führer haben. Sorry, ich will keinen Führer.

    1. Den Führer hast Du schon. Besser gesagt – diesmal – die Führerin. Warum glauben eigentlich alle, daß die deutschen Regierungen die Gefahr wären? Nee, die pfeifen aus dem letzten Loch und machen Kotau vor der echten Führerin. . Und die ist zwar deutsch, sitzt aber nicht hier.

  20. Ein Appell an die Regierenden, das aufzugeben, muss deshalb ungehört bleiben. Deutlich vernehmbarer und vor allem konsequent wäre, ihnen die Gefolgschaft aufzukündigen. Mithin diesem deutschen Staat mitzuteilen: Wir machen bei Eurer Kriegsvorbereitung nicht mit! Weder gehen wir weiter brav arbeiten für Euren Reichtum, der Eure Aufrüstung finanziert. Noch stehen wir bereit, für Eure Ziele zu töten und zu sterben. Denn Eure Interessen sind nicht unsere Interessen! Mit Eurer „Sicherheit“ haben wir nichts zu tun. Verteidigt sie doch alleine!

    „Nur“ nicht mitmachen aber bedeutet bereits zu dulden, insofern wird es diesem deutschen Staat einschließlich der (diese Kriegsvorbereitung duldenden deutschen) Gesellschaft nicht stören. Zumindest so lange den Regierenden keine massenhafte Aufkündigung der Gefolgschaft ins Haus weht und einem Teil der Gesellschaft politischem Ausdruck verleiht, der wohl noch auf die demokratische Sabotage dieser Politik hofft und wartet.

  21. Der Autor tut so, als hinge jetzt alles von den richtigen Forderungen der Ostermarschierer ab. Scheinbar weiß er nicht, dass es sich hier um eine kleine Minderheit Friedensbewegter handelt.

    Ich wäre schon froh, wenn sich die Zahl der Protestierer verdoppelte und dabei die Zahl der grauen Häupter in der Minderheit wäre. Der nächste Weltkrieg findet nämlich nicht auf Netflix oder tiktok statt, sondern in der Realität und betrifft die Alten am allerwenigsten.

    1. Ich hatte weiter oben schon an die Montagsdemonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen erinnert. Die gingen auch mit Verzögerung los, als die bis dahin träge Masse, die die „Maßnahmen“ erst noch unterstützt hatte, allmählich merkte, daß da etwas gewaltig schief läuft. Kann natürlich im Kriegsfall zu spät sein …

    2. „Scheinbar weiß er nicht, dass es sich hier um eine kleine Minderheit Friedensbewegter handelt.“ – Klar, weiß er das. „einige hundert bis wenige tausend Menschen auf die Straße gehen“ Für wenige Tausend in ganz Deutschland ein Artikel, den von den weniger Tausend vielleicht 5 Lesen. Ganz echt – genau das ist der Hebel für die Revolution?

  22. Nichts peinlicher, als Anderen großmäulig Naivität und mangelnden Radikalismus vorzuwerfen – und sich selbst in der Anonymität zu verstecken!

  23. Vor Gericht gehören alle Mitglieder des Deutschen Bundestages ( des gegenwärtigen wie des vorausgegangenen ) wie auch die entsprechenden Bundesregierungsmitglieder.

    Und ja, ich bin dezidiert der Auffassung, dass sie Deutschland zerstören. Verlangen das BlackRock oder Parteigänger des WEF in Davos?

    Und ja, ich bin der Auffassung, dass alle viel zu hoch bezahlt werden, zu gegebener Zeit wegen demokratiezerstörender Handlungen, Kriegstreiberei, Volks- und Völkerverhetzung sowie wegen der systemischen Verbreitung von Lügen, Hass und Hetze bzw. Verharmlosung des Nationalsozialismus zur Verantwortung gezogen werden müssen. Und zwar vor einem ordentlichen, demokratisch erkennenden Gericht: Ein Menschenrechts-Tribunal in Den Haag wäre m. E. durchaus angemessen.

    Ferner bin ich der Auffassung, dass Deutschland angesichts seiner Geschichte alles unternehmen muss, um friedenstüchtig zu werden bzw. eine Friedensbewegung zu etablieren. Beginnen wir weiterhin unverzüglich mit Plädoyers für den Stopp deutscher Waffenexporte ( direkt und indirekt ), Rüstungsfinanzierungen im Ausland usw. – https://aufschrei-waffenhandel.de/ . Das Völkerrecht allein muss deutsche Staatsraison sein.

    Ferner bin ich der Auffassung: Kein deutscher Staatsbürger sollte sich für diesen Staat oder die sog. ‚Westliche Un-Wertegemeinschaft‘, den die ÖRR propagandistisch unterstützen ( u. a. durch Propaganda-Formate wie https://www.ardmediathek.de/sendung/die-100-was-deutschland-bewegt/Y3JpZDovL25kci5kZS80OTU0 ) und für den diese stehen, auch durch tätiges Nichttun / Verschweigen ( NATO-Osterweiterung als eine Kriegsursache ), Verdrehen von ( vermeintlichen ) Tatsachen, in welchem Pazifistinnen und Pazifisten u. a. Gruppen systematisch straffrei diffamiert werden, zu welchem Dienst auch immer zur Verfügung stellen – womöglich noch sein Leben riskieren, welches deutsche Politik leichtfertigst aufs Spiel setzt seit dem Jahre 2001 bzw. dem 24.02.2022.

    Angesichts der Schuld Deutschlands für Krieg und Leid und Genozid im 20. Jahrhundert, sollte es die Neutralität nach Schweizer Modell anstreben. ASAP!

    „Die schnellstmögliche Herbeiführung eines größtmöglichen Allgemein- / Weltwohles muss das oberste Ziel allen Denkens und Handelns in ziviler Bürgergesellschaft, Politik, Staat, Wirtschaft und Wissenschaft sein.“ ( RW ) – Davon sind wir jedoch sehr weit entfernt!

  24. Blicke ich nicht „richtig“ zurück? Die deutsche Nation, für europäische Verhältnisse „leicht verspätet“ gegründet 1871 mit Unterstützung der Brandenburger, Preußen, Hohenzollern… je nach Größe der historischen Distanz möchte wieder einmal nach Osten und/oder gegen Osten ins Feld ziehen. Hauptsächlich weil es da noch so viele unbewohnte Flächen gibt, die – ob mit oder ohne Klimawandel – den Menschen eher nicht zuträglich sind. Deshalb sind sie auch so lange relativ leer geblieben.
    Wenn ich mich recht erinnere hat schon Ernst Thälmann mit einer gewissen ideologischen Korrektheit versucht mit Hilfe der deutschen Arbeiterklasse den 2. „Weltkrieg“ zu verhindern. Das Ergebnis ist bekannt: Tote in Konzentrationslagern mit einem roten Winkel – bevor jüdisch-religiöse oder sozialistisch geprägte Menschen dort vernichtet wurden.
    Es hört einfach nicht auf, mit Marx´und Engels´ Zungen die Welt heilen zu wollen, statt mit massiver Gegenwehr gegen den Krieg und seine Profiteure. Genauso gut könnte man sich aufs Beten verlegen, was aber auch nichts nützt, weil die Miltärpfarrer dafür falsch ausgebildet sind. „Getretener Quark wird breit, nicht stark.“

  25. Die Ostermarschiererei gibt es jetzt wie lange genau? Und ist die Welt friedlicher geworden?

    Es ist nichts verkehrt daran, gegen Krieg zu sein und das auch zu äußern. Man sollte allerdings auch gute Gründe dafür haben. „Russland ist keine Bedrohung“ ist kein guter Grund, denn man teilt die staatliche Sicht prinzipiell, will aber in diesem Fall keine Bedrohung erkennen.

    Und das ist doppelt und dreifach falsch. Erstens, weil man sich auf den saublöden Standpunkt stellt, dass wenn schon Kriege, dann doch bitte auch nur die, die wirklich nötig sind.
    Zweitens nimmt man nicht zur Kenntnis worin der hiesige Staat sich bedroht sieht.
    Für sein Sicherheitsbedürfnis ist er bereit beträchtliche Schäden in Kauf zu nehmen. Z.Z. beschränkt sich das nur auf den Standort und natürlich das Volk, dass – wie übrigens immer- dafür geradestehen muss, wenn Staaten ihre Konkurrenz ausfechten. Vor allem wenn der Übergang zum militärischen Kräftemessen ansteht.

    Davon wollen leider die wenigsten Demonstranten etwas wissen.

    1. „Russland ist keine Bedrohung“ ist kein guter Grund, denn man teilt die staatliche Sicht prinzipiell, will aber in diesem Fall keine Bedrohung erkennen.

      Das ist unfair. Dass man die staatliche Sicht prinzipiell teilt, kannst du dieser Aussage nicht entnehmen. Das jubelst du den Ostermarschierern unter.

      Es handelt sich doch hier um die Richtigstellung der offizielle Propagandalüge. Russland würde demnächst ein Land der EU oder die ganze EU überfallen und überrennen, wenn Deutschland und die EU nicht kriegstüchtig wird. Diese Richtigstellung der Propaganda ist dringend geboten!

      Dein Zweitens gefällt mir schon besser. Staaten sind Gewaltsubjekte, die sich als solche immer gegenseitig bedrohen. Leider teilst du aber auch nicht mit worin der Staat sich bedroht sieht. Du sagst nur er hätte ein Sicherheitsbedürfnis für das das Volk und das Kapital herangezogen wird. Über den imperialistischen Willen, der sich im Kampf der EU und Deutschland gegen Russland betätigt wird nichts verlautet. Der beseht darin, dass Russland als Macht, der Erweiterung der EU als macht entgegensteht und abgeräumt werden muss. Diese imperialistische Absicht „Etablierung der EU als Weltmacht“ ist es die von Russland bedroht wird.

      1. „Staaten sind Gewaltsubjekte“, na und? Menschen sind auch Gewaltsubjekte? Muss man Menschen deshalb so grundsätzlich bekämpfen wie die „Gegenstandpunktler“ den Staat bekämpfen wollen. Man sollte gewalttätige Menschen bekämpfen so wie auch gewalttätige Staaten, aber doch nicht grundsätzlich alle Menschen und alle Staaten.

        Es ist die bürgerliche, liberale Ideologie, die in EU und Deutschland herrscht, die geschützt und verteidigt werden soll. Es ist diese Ideologie, die dem Kapital die größtmögliche Freiheit gewährt. Diese liberale Ideologie äußert sich als bürgerlicher Imperialismus, der gegen Beschränkungen westlichen Kapitals vorgeht (gerechtfertigt wird das mit Verteidigung von Menschenrechten, Demokratie usw.).

        Staaten sind nicht grundsätzlich imperialistisch, sondern erst die in ihnen herrschende Ideologie macht Staaten gewalttätig und imperialistisch.

        1. Man kann der Institution Staat in idealistischer Manier alle möglichen erfreulichen Zwecke zuschreiben, so haben wir es im Sozialkundeunterricht ja auch gelernt, so fordert es garno. Dann muss man sich aber schon ein wenig blind und blöd stellen gegen den elementaren Befund, dass ein Staat eine Rechts- und Eigentumsordnung setzt und diese mit sehr viel Gewalt nach innen und außen durchsetzt. Solange das Gewaltverhältnis nicht-kriegerisch daherkommt, fällt es den Bürgern nicht mehr auf, sie sind es ja gewohnt, als Garantie von z.B. Mietvertrag und Zwangsräumung im Wohnungswesen. Aber wie soll das parasitäre Wohlleben einer Immobilien-Besitzerklasse gegen die ausgebeutelten Mieter geschützt werden, wenn nicht mit Gewalt?! Und auch an der gewaltträchtigen Konkurrenz von Staaten untereinander findet der Bürger nichts irritierend, nur wenn es für ihn ans Sterben dafür geht, dann hätte er gerne ein wenig Frieden gehabt von seinem doch so fürsorglichen Staat…

          1. Wenn du so sehr gegen den Staat herumnörgelst, dann solltest du einmal sagen was du an seiner Stelle setzen willst. Oder lehnst du jedwede gesellschaftliche Organisation, die ja der Staat ist, ab? Was typisch ist für liberal-individualistisch sozialisierte Westler, die merken, dass die liberalen Ideale mit der Realität nicht übereinstimmen. Die wettern in infantiler Manier gegen den Staat, da der ihre (liberalen) Freiheitsideale beschränkt.

            1. „Oder lehnst du jedwede gesellschaftliche Organisation, die ja der Staat ist, ab?“ Da haben wir den springenden Punkt: Ich lasse Ihre Gleichsetzung nicht gelten und hätte gerne etwas ganz anderes, eine arbeitsteilige Organisation der Gesellschaft, die in einer rationalen Arbeitsweise den materiellen Bedarf der Produzenten deckt, und dabei wären libertäre Individualisten sicher nicht gefragt. Die Staaten, die ich kenne auf dieser Welt, fühlen sich aber der Vermehrung von Geld und Kapital in den Händen von wenigen exklusiven Eigentümern verpflichtet, und verteten diese kämpferisch nach außen. Und selbst die ehemaligen Staaten, die eine ‚arbeiterfreudliche‘ Staatsgewalt im Programm hatten und dazu sogar zeitweise das freie Unternehmertum ein wenig ausbremsten (ohne Polemik: Ihre Sozialisation seinerzeit?), noch nicht einmal die waren sehr symphatisch in ihrer alternativen Weise, Staat und ‚Markt‘ zu machen. Aber das führt jetzt zu weit, die Ostblock-Revisionisten haben es ja selbst ‚eingesehen‘, dass Kapitalismus einfach erfogreicher ist in einer Welt konkurrierenden Staaten.

        2. Nein. Menschen sind nicht per se Gewaltsubjekte. Menschen k ö n n e n Gewalt gegen andere ausüben, wenn sie einen gegensätzlichen Willen dem eigenen unterordnen wollen. Das hat aber enge Grenzen, weil die Gewalt ihre Grenze an der Gegengewalt anderer Menschen hat. Man sieht das schon daran, dass die schlimmsten Serienmörder es auf 100-300 Tote bringen. Staaten killen Millionen und im Extremfall Milliarden. Staaten sind nichts anderes als organisierte Gewalt. Das ist ihr Begriff – der Begriff von Herrschaft über ein Volk von Untertanen, die sie ohne mit der Wimper zu zucken für die Durchsetzung des Staates opfern.

          Eine Ideologie gewährt keine Freiheit, das macht der Staat. Eine Ideologie r e c h t f e r t i g t Freiheiten.
          Die neoliberale Ideologie rechtfertigt die Freiheit des Kapitals, das stimmt. Den bürgerlichen Staat gab es aber schon vorher und dieser würde auch ohne neoliberale Ideologie Imperialismus d.h. Staatenkonkurrenz betreiben. Imperialismus ist nicht nur wenn die mächtigsten Staaten und Staatenbündnisse gegeneinander antreten, sondern prinzipiell die Durchsetzung der eigenen Gewalt gegen eine andere. Imperialismus ist also das T a g e s g e s c h ä f t von Staaten. Kapitalistische Staaten sind sehr wohl grundsätzlich imperialistisch.

          1. Volle Zustimmung – aber nur zum letzten Satz, den ich als Zusammenfassung des vorher gesagten auffasse, was somit gegenstandslos wird.

            1. Na wenn der letzte Satz eine Zusammenfassung des vorher gesagten ist und du dem letzten Satz zustimmst, dann stimmst du auch dem vorher gesagten zu. Wahrscheinlich stimmst du zu, weil ich von kapitalistischen Staaten gesprochen habe, um die es in der heutigen Welt auch geht.

              Aber auch Feudalstaaten sind Gewaltsubjekte, die die ausschließliche Verfügung über in Territorium gewaltsam herstellen und verteidigen. Also beschränken die Staatsgewalten sich gegenseitig. Es ist ein Gegensatz in der Welt, den die Staaten als Gewalten gewaltsam austragen. Ich denke deshalb eigentlich, dass alle Staaten imperialistisch sind, sobald sie mit ihrer Gewalt ausschließlich ein Territorium beanspruchen. Ich will jetzt aber nicht bei allen den Beweis antreten. Vorerst reicht es, dass Feudalstaaten und bürgerliche Staaten imperialistisch sind.

              1. Jetzt zelebriert er den Verlust seines Verstandes obendrein. Zum hellen Entzücken von Leuten, die etwas weniger simpel gestrickt daher kommen, als Garno, was übrigens keine Abwertung Garnos sein soll – aber das begreift hier eh kein Schwein.

                1. Du redest von dir in der dritten Person. Du zählst dich zu den Leuten, die weniger „simpel gestrickt daher kommen“ und wenn das keine Abwertung von Garno sein soll ist es eine Aufwertung des großartigen Qana – TomG…- den leider keiner mehr verstehen will. ohh Und wer nur noch sich selbst und seine eigene Großartigkeit zum Thema hat, dem geschieht das auch recht.

                  1. Schon recht.
                    Ich halte Garno für nicht bösartig. Wenn er den Ziegenbock gibt und du den Affen in Kriegsbemalung, der Kaninchen aus dem Hut zaubert, wird er die Hörner schütteln. Recht hat er.

                    1. Ja, ja alles Tiere außer Quana. Warum musst du immer das unsachliche Pöbeln anfangen? Lass doch die blöden Tiere in ihrem Zoo in Ruhe – du schaust doch sowieso auf alle herab. Die Wahrheit ist, dass es dir vollkommen egal ist, ob du pöbelst oder ein Argument sagst. In beiden Fällen geht es nur um eines um die Großartigkeit des Quana. – echt traurig.

                    2. Warum musst du immer das unsachliche Pöbeln anfangen?

                      Als würdest du nicht sowieso dauernd nölen, egal, was die Leute schreiben. Zu lieb! Zu böse! Zu warm, zu kalt, zu viel Salz, aber auch zu wenig! Und alle außer Mutti immer so dohv!

                    3. Das Argument dazu? Ja, wenn du zu senil bist …

                      Krim und ivg arbeiten sich am falschen Objekt ab, dem Staat. Dem alle möglichen Übel unterstellt werden, und zwar in grundsätzlicher Art.

                      Das hat Garno weiter unten geschrieben – und oben machst du es promt wahr, indem du zugunsten der Territorialität eines beliebigen vorgestellten Staatswesens von Staatszwecken abstrahierst. Das repräsentiert – wenn auch auf kreuzverrückte Weise – einen anarchistischen Idealismus der Freiheit, der seine Anhänger entwaffnet, bevor sie auch nur daran gedacht haben, eine sprichwörtliche „Bombe“ zu basteln.

                    4. „indem du zugunsten der Territorialität eines beliebigen vorgestellten Staatswesens von Staatszwecken abstrahierst.“ Wenn du es nicht verstehst frag doch einfach. Das Gegenteil ist der Fall, ich bestimme den allgemeinen Zweck von Staatsgewalt, die sich mit dem Zugriff über ein Territorium, die Exklusive Verfügung über Reichtumsvoraussetzungen sichert. Und das machen sie gegen ihresgleichen, womit der erste grundlegende Staatszweck in der Welt ist. Das ist eine Bestimmung, die so weit mir bekannt ist auf alle staatlichen Gewaltsubjekte zutrifft, nicht nur die bürgerliche.

                    5. Niemand sollte sich mit Krims Scherenschnittphantasie über einen „allgemeiner Staatszweck“ befassen, die er anmaßend „Bestimmung“ nennt – es sei denn, er hockt im Altersheim, da mag das eine „sinnvolle Beschäftigung“ sein.

                    6. Wie üblich – kein Argument. Nur Pöbeleien. Geschichte ist die Geschichte der Konkurrenz von Gewaltsubjekten.

      2. Es handelt sich doch hier um die Richtigstellung der offizielle Propagandalüge. Russland würde demnächst ein Land der EU oder die ganze EU überfallen und überrennen, wenn Deutschland und die EU nicht kriegstüchtig wird. Diese Richtigstellung der Propaganda ist dringend geboten!

        Eine Richtigstellung zu welchem Zweck? An wen gerichtet? Vor allem fehlt da ja ein ganz wesentlicher Teil der Bestimmung der Sache. So, wie die Kritiker die Sache aufgreifen, ist es ja nicht mehr als ein „ihr irrt euch, wenn ihr glaubt, dass Russland die NATO angreifen würde“.
        Wenn man hingegen das Projekt, dass die EU+ verfolgt, näher untersucht, wenn man die Unvereinbarkeit der Ansprüche von EU+ und Russland untersucht, also den wirklichen Gegensatz und Kriegsgrund festhält, dann ist es etwas schief, wenn man nur die rein militärische Seite betrachtet. Denn das, was Russland mit dem Krieg in der Ukraine macht, ist ja ein Angriff auf die Vorherrschaft der EU+ über Europa und den angrenzenden Besitzstand.
        Dass sich Russland über das Gewaltverbot hinweggesetzt hat, hat der friedlichen Eroberung durch die maßgeblichen Mächte in Europa ein Ende gesetzt. Der zivile Imperialismus, der sich Stück für Stück den ehemaligen Besitzstand der SU angeeignet hat, ist vor die Notwendigkeit gestellt, seine Ansprüche mit den dafür nötigen Gewaltmitteln zu unterfüttern.
        Oder um es mit der üblichen Sprachregelung zu formulieren: da wo die Stärke des Rechts nichts mehr gilt, gilt das Recht des Stärkeren. Und deshalb kommt es darauf an, sich diese Stärke anzueignen.

        1. Na wenn die Propagandalüge der Kriegsvorbereitung das Wort redet, dient die Richtigstellung wohl dem Zweck die Kriegsvorbereitung zu stoppen. Friedensbewegung eben. Deshalb ist es auch kein bloßes „ihr irrt euch“ sondern eine Kritik. Es ist schon deshalb als Kritik gemeint, weil sie als Demonstration vorgetragen wird. (was nicht heißen soll, dass die Kritik, bloß weil es Kritik ist auch stimmt)

          „dann ist es etwas schief, wenn man nur die rein militärische Seite betrachtet.“ – Ja, stimmt. Das ist die alte Kritik an der Friedensbewegung, die immer den Frieden lobt, weil er kein Krieg ist. Der Frieden ist aber Kapitalismus. Daran gibt es nichts hochzuhalten. Eine „Anstiftung zum Unfrieden“ wäre die richtige Konsequenz. Auch sonst Zustimmung.

          1. Es ist eine falsche Kritik.
            Der Artikel will darauf aufmerksam machen, dass es Kriegsgründe gibt, die jenseits dessen liegen, dass sich die EU durch Russland militärisch im Sinne eine Überfalls bedroht sieht.

            Und vor alle davor waren, dass man sich als vorgesehenes Material und Opfer des angekündigten Krieges für eben jene Sicherheits- und Friedensordnung stark macht, deren Durchsetzung gegen Russland der Grund für den Krieg ist.

            Da, wo die Politik von „Sicherheit“, „regelbasierter Ordnung“ oder „Frieden“ redet, meint sie die Durchsetzung ihrer Interessen gegen im Weg stehende Staaten wie Russland. Und die Bürger sind das dafür vorgesehene Menschenmaterial.

    2. Mit der Parole „Russland ist keine Bedrohung“ wird eine Ablehnung von Maßnahmen und Verfügungen in die Form einer Gegenmeinung gebracht. Natürlich ist das 1. ein politisches, ergo staatstragendes Verfahren und 2. genauso falsch, wie die entsprechende Staatspropaganda, die Gründe hat irgendwer, ich glaub Dan, oben schon benannt.

      Den „Witz“ verpasst IVG freilich genauso, wie Krim:
      Selbstverständlich kann eine massenhaft zur Geltung gebrachte „Gegenmeinung“ zählende Wirkung haben – wenn sie bewaffnet oder „bewaffnet“ daher kommt, also eine Drohung mit tätigem Ungehorsam repräsentiert.
      „Parolen“ sind nie anderes und mehr, als eine Selbstdarstellung, also zählt an ihnen, was dies „Selbst“ sonst noch so drauf hat, egal, ob jemand auf der Straße die Fäuste schüttelt, oder in der Kneipe brüllt, „DU ARSCH!“

      Hör auf zu posten, Krim, diese Aufforderung folgt einem „solidarischen“ Zweck.

      1. Krim und ivg arbeiten sich am falschen Objekt ab, dem Staat. Dem alle möglichen Übel unterstellt werden, und zwar in grundsätzlicher Art.
        Woran du dich abarbeitest, das ist mir allerdings immer noch ein Rätzel.

      2. Wovon faselst du? Jedenfalls nicht von Ostermarschierern, wenn du einen bewaffneten tätigen Ungehorsam imaginierst. – Welcher „solidarische“ Zweck soll das sein?

      1. ‘Israel-linked’ arms facility set ablaze in EU (VIDEO)
        A warehouse belonging to a Czech defense firm supplying Ukraine has been torched by activists over alleged links to an Israeli military contractor
        Published 20 Mar, 2026 18:04 | Updated 21 Mar, 2026 20:58
        An anti-Zionist group has claimed responsibility for a fire at a warehouse belonging to a defense firm allegedly linked to Israel’s Elbit Systems in the Czech Republic. The company, however, has denied any ties to Israel, insisting its production primarily flows to Ukraine.

        The Earthquake Faction, which describes itself as “an internationalist underground network,” posted a video purportedly showing the arson attack on an industrial facility in the Czech town of Pardubice on Friday, along with images of the burned-out building.

        It said the site was used to “develop weaponry used by the Zionist entity to massacre people daily in Palestine, Lebanon, Iran, and across West Asia.”

        Firefighters extinguished the blaze, no injuries were reported, and police said there was no danger to the public. Footage from the scene suggested the warehouse was destroyed and an adjacent administrative building badly damaged by the fire. Officials said the incident is being treated as a suspected terrorist attack.

        The facility was operated by LPP Holding, a Czech arms manufacturer producing civilian and military equipment. The company has denied having any ties to Israel, insisting it merely considered cooperation with Elbit Systems in 2023, but it never came to fruition. LPP Holding noted that it has been supplying Ukraine with sophisticated drone systems, prompting local media to point fingers at Moscow over the blaze.

        The Czech Republic, an EU and NATO member, is a close ally of Israel. Czech officials have supported US and Israeli military actions against Iran and condemned Iranian missile and drone attacks.

        https://www.youtube.com/shorts/_fMNG1BTtmo

  26. Wir haben leider das Problem, dass ALLE entsprechenden Organisationen unterwandert und rumgedreht sind.

    Da wird dann auf Ostermarschreden vom Klimawandel gelabert …

    Und auf den Veranstaltungen fällt auf einmal die Vokabel „USA“ dutzendmal „Russland“ und „Putin“. Und diesjahr wird wahrscheinlich auf einmal „Israel“ hin dutzendmal „Iran“ und „Mullahs“ gesagt werden.

    Jeder der irgendwas oder irgendwem hinterherläuft wird heute voll verarscht. Man kann jede Organsiation mit Geld und Personal und jede Person mit Zuckerbrot und Peitsche („wir wissen wo deine Kinder sind“) umdrehen. Und das ist allgemeine Praxis heute. Und wo jemand standhaft bleibt, wird der mit Bann belegt, ausgehungert, entbürgert, die Existenz entzogen.

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