
Anmerkungen zur Mehrschichtigkeit und perspektivischen Vielfalt des Gaza-Krieges. Was der israelisch-palästinensische Konflikt im Kern birgt, begründet seinen Kontext.
Verfolgt man den innerisraelischen Diskurs zum Krieg und nimmt den palästinensischen, nicht zuletzt aber auch den “von außen” (europäischen bzw. amerikanischen) kommenden hinzu, macht man als jemand, der die Mehrschichtigkeit und Perspektivenvielfalt der “Situation” zu vermitteln versucht, die Erfahrung, dass die Vermittlung an ebendieser Multidimensionalität scheitern muss.
Das hat zunächst nichts mit gesinnungsmäßiger Positionierung zu tun, sondern vor allem, mit dem Anspruch, über Solidaritäts- und Identifikationsparolen und entsprechenden normativen Forderungen hinaus “die Dinge” tiefer gehend zu verstehen. Von selbst versteht sich, dass dies für gesellschaftliche Abläufe und strukturelle Zusammenhänge schlechthin gilt. Aber diese Erkenntnis ist nicht hilfreich, wenn man dennoch bemüht ist, das aktuelle Erfahrene in den Kontext zu stellen, ohne den partikularen Sichtweisen allzu großes Unrecht widerfahren zu lassen.
Es gibt die Möglichkeit, dezidierte Unterscheidungen zwischen Wesentlichem und Unwesentlichem zu treffen, ohne sich allzu viel Gedanken über das Kriterium fürs Wesentliche zu machen. Ich möchte hier, geprägt von zahllosen Debatten, Vorträgen und Interviews, die ich in den letzten zwei Jahren, besonders seit dem 7. Oktober, gegeben habe bzw. an ihnen beteiligt war, stattdessen versuchen, die lose Auflistung einer Reihe von Einerseits-andererseits-Postulaten versuchen, mit dem Ziel, zumindest die Schwierigkeit einer Gesamtschau des “Ganzen” zu indizieren.
Einerseits muss das Grundproblem des israelisch-palästinensischen Konflikts historisch anvisiert, mithin in einem signifikanten Rahmen markiert werden. Folgende Daten bieten sich in dieser Hinsicht als Ausgangspunkt an: 1897 (der erste Zionistische Kongress in Basel), 1945 (Ende des Zweiten Weltkriegs und Herausbildung des Blocksystems in der Nachkriegszeit), 1948 (Gründung des Staates Israel und Nakba der Palästinenser), 1967 (Sieg Israels im sogenannten Sechstagekrieg und Errichtung des seither perpetuierten Okkupationsregimes), 1987 (Ausbruch der ersten Intifada als bedeutender Wendepunkt im palästinensischen Widerstand), 2023 (der 7. Oktober und seine Folgen). Andererseits macht es angesichts des aktuellen Krieges und der akuten Leiderfahrung der Menschen in beiden Kollektiven nicht sehr viel Sinn, den weit zurückreichenden geschichtlichen Kontext aufarbeiten zu wollen. Es scheint, als müsse 1967 zum Ausgangspunkt genommen werden, denn der israelisch-palästinensische Konflikt ist vor allem ein Territorialkonflikt, der mit der 1967 einsetzenden Besatzung weitreichende Folgen für die Geopolitik der Region und über sie hinaus generiert hat.

Einerseits wird der 7. Oktober in Israel als das gravierendste Gewaltereignis, das Juden seit dem Holocaust widerfahren ist, gewertet. Das Hauptgewicht wird dabei auf das pogromartige Massaker, das an jüdischen Zivilisten in den israelischen Orten am Gazastreifen verübt worden ist, gelegt. Die allermeisten Israelis sehen in ihm auch die Rechtfertigung für die von Vergeltungs- und Rachebedürfnissen getragenen Vernichtungskrieg, den Israel in seiner Folge begonnen hat. Von auch nur geringster Empathie für die Not der Gaza-Bewohner kann nicht die Rede sein. Andererseits wird der 7. Oktober von der Hamas (und nicht nur von ihr in der arabischen Welt) als ein längst fälliger Widerstandsakt gedeutet und als solcher präsentiert, wobei die an den Zivilisten begangene Verbrechen entweder überhaupt infrage gestellt oder durch die eklatante Unverhältnismäßigkeit der israelischen Reaktion deutlich relativiert werden. Jüdisch-israelisches Leid wird überhaupt nicht wahrgenommen, mithin als Minimum dessen, was man den Trägern des Okkupationsregimes zumuten darf, verbucht.
In nämlichem Zusammenhang wird einerseits auf israelischer Seite der Krieg mit all seinen Gewaltexzessen als eine Maßnahme der “Selbstverteidigung” infolge des 7. Oktober dargestellt, als aufgezwungener Gewaltakt also, bei dem Israel moralisch handelt und also auch keine Kriegsverbrechen begeht. Der palästinensische Diskurs (weltweit) andererseits redet von einem Genozid, also von einer nicht nur quantitativen, sondern auch intentionalen Bestrebung Israels, palästinensisches Leben (zumindest im Gazastreifen) auszulöschen.
Für (israelische) Juden, die für einen Genozid die Shoah zum Maßstab heranziehen, gilt diese Zuschreibung einerseits als eine unzumutbare Anschuldigung. Palästinensern (und ihren Anhängern in der Welt) gilt andererseits gerade diese Abweisung als ein weiterer Beleg für israelische Unmenschlichkeit und den manipulativen Umgang des zionistischen Staates mit Moral und “Geschichtslehren”.
Einerseits wird die Hamas von Israel als Terrororganisation, die ihre Gewalt vornehmlich gegen israelische Zivilisten richtet, definiert. Andererseits sehen die Palästinenser und die arabischen Staaten die Hamas als eine legal gewählte Regierungsmacht, die man als solche zu respektieren habe, ungeachtet der Frage, ob man ihrer Ideologie das Wort reden möchte oder nicht. Zu klären bleibt dabei der Begriff des Terrors. Denn obgleich die Hamas in der Tat Terror gegen Zivilisten betreibt, kann nicht übersehen werden, dass auch Israel einen staatlich gesteuerten Terror gegen die palästinensische Zivilisten sowohl im Gazastreifen als auch im Westjordanland praktiziert. Israel genießt dabei den Vorteil, eine Armee zu besitzen; mit einer Armee betreibt man keinen Terror (den man gemeinhin nicht- bzw. paramilitärischen Verbänden zuschreibt), sehr wohl kann man mit ihr Kriegsverbrechen begehen.
Einerseits führt Israel den Krieg gegen die Hamas mit dem völkerrechtlichen Anspruch, sich gegen die Hamas-Aggression, wie sie am 7. Oktober zutage trat, verteidigen zu dürfen. Da der Angriff auf israelischem Territorium stattfand, ist dieser Anspruch rechtlich legitimiert und nicht infrage gestellt worden. Andererseits weiß man in Israel aber längst schon, dass die ausgedehnte Fortsetzung des Krieges mittlerweile weniger mit dem Ziel zu tun hat, den “totalen Sieg” zu erringen (den man offenbar nicht zu erringen vermag), sondern mit Netanjahus Interesse, den Krieg am Leben zu erhalten, um einer staatlichen Untersuchungskommission zu entgehen, die seine Verantwortung/Schuld am 7. Oktober erarbeiten würde, und um den gegen ihn wegen Korruption, Betrug und Veruntreuung geführten Prozess, der ihn ins Gefängnis bringen könnte, möglichst lang hinauszuschieben. Zu diesem Zweck ist er auch bemüht, die israelische Justiz, mithin die Gewaltenteilung aufzulösen bzw. seiner politischen Macht zu unterwerfen.
In diesen Zusammenhang gehört auch der Umgang der israelischen Regierung mit den entführten Geiseln in Hamas-Gefangenschaft. Einerseits gilt ihre Befreiung als erklärtes Kriegsziel der Regierung, ist auch ein essentieller Bestandteil des zionistischen Ethos, jedem Juden in der Not – – und in allerster Linie einem israelischen Juden – zu Hilfe zu kommen, mitunter auch unter Vollführung gewagter israelischer Militäraktionen. Andererseits hat sich herausgestellt, dass Netanjahu und seiner nationalreligiösen Koalitionspartner Bezalel Smotrich und Itamar Ben-Gvir andere Prioritäten und entsprechen Ziele verfolgen: Netanjahu hat mehr als einmal einen möglichen Deal mit der Hamas zur Geiselbefreiung unterwandert, um den Krieg fortsetzen zu können, und seine Partner aus dem Siedlerlager streben überhaupt die Eroberung von ganz Gaza und seine jüdische Neubesiedlung an. Die verbliebenen Geiseln können geopfert werden, wenn es sein muss. Das wird nicht offen ausgesprochen, aber real praktiziert.
Dieser letzte Punkt spaltet die israelische Gesellschaft in einer eigentümlichen Weise. Einerseits beklagt man fortwährend und in allen Medien das horrende Schicksal der gefangenen Geiseln, die in der Tat Schlimmstes durchmachen. Andererseits bildet sich in den Demonstrationen keine kritische Masse, die die Regierung anzutreiben vermöchte, den Deal mit der Hamas einzugehen, die Entführten zu befreien und (damit einhergehend) den Krieg zu beenden. Die Abhängigkeit der Angehörigen der Geiseln von Netanjahus Willkür ist grausam, zumal er auch nicht davor zurückschreckt, gegen sie zu hetzen, wenn ihm ihre Kritik an seinem Vorgehen zu viel wird.
Ein anderer Aspekt der Spaltung innerhalb der israelischen Gesellschaft manifestiert sich in der generellen Positionierung zu Netanjahu als regierendem Premier. Einerseits etablierte sich spätestens seit dem Versuch des Staatstreichs von 2023 eine große Front von Netanjahu-Gegnern aus verschiedenen Lagern und Gruppierungen. Noch vor dem 7. Oktober entstand eine massive Protestpraxis gegen ihn, die in bestimmten Momenten große Teile der israelischen Bevölkerung erfasste. Andererseits – und das kann nicht deutlich genug hervorgehoben werden – zu keinem Zeitpunkt dieser Protestwelle bildete sich eine quantitativ ernstzunehmende Demonstration gegen die israelische Okkupation im Westjordanland. Das ist insofern auffällig, als es Netanjahus Politik seit Jahren war, die Okkupationsfrage (das sogenannte “palästinensische Problem”) sowohl von der Weltbühne als auch vom innerisraelischen Diskurs verschwinden zu lassen. Eine ernstgemeinte Protestbewegung gegen Netanjahu müsste ebendies in Anschlag bringen, Aber genau hier liegen offenbar die israelischen Tabugrenzen.
Die Tabugrenzen sind bei der Gaza-Bevölkerung unter der Hamas-Herrschaft ebenfalls deutlich gezogen. Einerseits lässt sich objektiv nicht bezweifeln, dass die Hamas mit der Aktion am 7. Oktober die von ihr beherrschte Bevölkerung in ein schreckliches Unglück gestürzt hat. Jetzt schon zählt man über 50.000 Tote, unter ihnen unzählige Kinder, Frauen und alte Menschen, und eine exzessive Zerstörung und Verwüstung von Infrastruktur und Lebensgrundlagen. Vollführt hat dies die israelische Armee, aber Anlass dazu gab die Hamas. Andererseits ist zur Zeit kaum abzusehen, dass sich die Gaza-Bevölkerung gegen die Hamas erheben wird. Als vor zwei Wochen Demonstrationen ausbrachen, machte die Hamas kurzen Prozess damit, die Protestwelle wurde gewaltsam im Keime erstickt. In den israelischen Medien, die den gesamten Krieg über kaum Bilder von den Destruktionsorgien der IDF übermittelt haben, wurden die Protestaktionen gezeigt. Aber im Grunde wünschen sich nicht nur Knesset-Mitglieder, sondern auch viele in der israelischen Bevölkerung die ethnische Säuberung des Gazastreifens. Die Bewohner mögen einfach auswandern.
Einerseits wird (nicht nur in Israel) moniert, die Hamas sei eine religiös-fundamentalistische Bewegung. Ihre islamistische Ideologie berge auch dschihadistischen Terror in sich. Andererseits ist der politische Zionismus der letzte, der daraus Kapital schlagen darf. Der religiöse Fundamentalismus der Siedlerbewegung, vor allem im Westjordanland, steht den “dschihadistischen” Tendenzen der Araber in nichts nach. Unter der Schirmherrschaft der IDF-Okkupation erweist er sich als nicht minder mörderisch.
In den letzten Wochen finden im Westjordanland wöchentliche Pogromattacken – eine Kooperation von Armee und Siedlern – gegen palästinensische Bewohner statt. Ein Religionskrieg also? Nein, Hamas möchte keine Juden zum Islam bekehren, und das Judentum ist im Wesen eh antimissionarisch. Bei aller Aufladung des Konflikts mit religiöser Ideologie (“gottverheißenes Land” etc.) war er von Anbeginn im Kern ein Territorialkonflikt und ist es auch geblieben. Einerseits gibt diese Einsicht Grund zur Hoffnung: Ein Territorium kann ja geteilt werden, kann getrennt oder gar gemeinsam besiedelt und bewohnt werden. Andererseits mag sich gerade das Territorium als unheilvoller Besitzfetisch erweisen. Der moderne Imperialismus mit seinen expansiven Tendenzen und Herrschaftsbegierden bezeugt dies aufs tragischste.
Und es ist in der Tat die Konstellation von expansiver Ideologie und religiösem Fanatismus in Verbindung mit einer historisch begründeten Asymmetrie in den Machtverhältnissen, die dem Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern seine Struktur und eine Raison d’être verleiht. Es liegt an beiden Seiten, diesen Konflikt zu lösen. Aber solange Israel militärisch die Oberhand hat und die Okkupation aufrechterhält, kann sich die Sackgasse, in die der Nahostkonflikt geraten ist, nur verfestigen. Es liegt demnach einerseits an Israel, die Lösung des Konflikts zu initiieren, denn es ist nun einmal Israel, das das beherrscht, worum es in ihm geht: Territorium. Aber eine solche Lösung muss andererseits auch gewollt sein. Israel will die fällige Lösung aber auf keinen Fall zulassen. Fraglich, ob es seit 1967 den Frieden unter den Bedingungen dieser Lösung je gewollt hat. Es hat alles in seiner Macht Stehende getan, um die territoriale Lösung zu verunmöglichen. Und unter der Schirmherrschaft des neuen US-Präsidenten ist auch der Rest an Hoffnung auf eine Israel “von außen” aufgezwungene Lösung offenbar verflogen. Der “Deal”, den er skizziert hat, ergeht sich in infantil-arroganten Plänen einer Melange aus ethnischer Säuberung und Riviera-Phantasien.
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Ich mag das Format, es hebt schön all die Widersprüche hervor und ist eigentlich universell anwendbar.
Aber eine kleine Anmerkungen kann ich mir nicht verkneifen. Das ist im Kern kein Territorialkonflikt, sondern ein Kolonialkonflikt: Landraub, Reservatbildung, Strafexpeditionen (mit Kampfjets statt Kavallerie und Warschauer Ghetto statt trail of tears) und extralegale Gerichtsbarkeit für die „Ureinwohner“. Solange die „Wertegemeinschaft“ uneingeschränkt hinter den Ziofaschisten steht und die deswegen diesen Territorialkonflikt als Kolonialkonflikt führen können wird dies langfristig mit der ethnischen Säuberung und Vertreibung der Palästinenser enden, weil dies nunmal der Kern der rassistisch motivierten Kolonialkonflikte ist.
Die Dialektik von „einerseits“ versus „andererseits“ geht – zumal in historisch postkolonialen Zeiten – nur in der Synthese auf: Einstaatenlösung, auch weil alle Kolonien letztlich an ihren äußeren Ansprüchen versus inneren Widersprüchen scheitern müssen! Dialektik ohne Synthese ist pure Theoretisiererei auf dem Niveau intellektueller Einfältigkeit, und verdächtig den Interessen eines Netanyahu oder Trump Vorschub leisten zu wollen.
Es kann – auch und gerade durch die UN – keine Kolonie staatliche Legitimation erfahren! Letztlich wird die UN (auch in vager Analogie zu China-Taiwan) nicht umhin können Palästina anstelle der Kolonie Israel als Staat und Mitglied zu legitimieren und anzuerkennen!
Für die „Einstaatenlösung genauer einen palästinensisch-isralischen Bundessaat setzt sich der deutsch-israelische Philosoph Omri Boehm ein. Deshalb war eigenlich zur Gedenkfeier anläßlich des 80.Jahrestages der Selbstbefreiung am 11.April 2025 nach Weimar-Buchenwald eingeladen wurden. Die Gedenkstättenleitung meint jedoch die Häftlinge vor „Politisierung“ schützen zu müssen und lud den Philosophen dann jedoch wieder aus.
https://www.sueddeutsche.de/politik/omri-boehm-rede-kz-buchenwald-absage-li.3230197
Grund war jedoch Druck der israelischen Regierung
Vertreter der israelischen Regierung sorgten für die Ausladung des jüdischen Philosophen Omri Boehm als Redner bei der Buchenwald-Gedenkfeier
»Einem Enkel einer Holocaust-Überlebenden das Wort zu versagen, das ist wirklich das Schlimmste, was ich in 25 Jahren Gedenkstättenarbeit erlebt habe.« Das sagte der Leiter der Gedenkstätte Buchenwald, Jens-Christian Wagner, am Donnerstag beim Sender »radio3«. Versagt hatte er es zuvor dennoch dem deutsch-israelischen Philosophen Omri Boehm, um teilnehmende Shoahüberlebende vor einem Streit zu schützen.
Denn so ein Kritiker ist Boehm: Der in Tel Aviv geborene Nachfahre von Shoah-Überlebenden ist philosophisch ein radikaler Verfechter des Universalismus, also einer Auffassung, nach der Rechte und Pflichten für alle Menschen gelten und zwar immer und überall. So auch zum Beispiel die Menschenrechte. Daher thematisiert er neben der Shoah eben auch historische Ereignisse wie die Nakba. Auch das nehmen ihm die Israelis auf »X« übel. Nakba bezeichnet die Ermordung tausender und Vertreibung hunderttausender Palästinenser*innen im Zuge der Staatsgründung Israels. Die historisch dokumentierte Nakba gilt bei vielen in Israel und auch in Deutschland jedoch als Mythos.
Einen ethnischen Nationalismus lehnt Boehm ab und spricht sich für einen binationalen, nicht explizit jüdischen Staat als Alternative zur sogenannten Zweistaatenlösung aus. Das steht aber der israelischen Politik seit dem Nationalstaatsgesetz von 2018, in dem der jüdische Charakter Israels festgeschrieben wurde, und der Annexionspolitik Netanjahus diametral entgegen. Und so nimmt israelische Interessenspolitik Einfluss auf das Gedenken der Überlebenden und Hinterbliebenen in Buchenwald.
https://www.nd-aktuell.de/artikel/1190345.buchenwald-gedenken-omri-boehm-israelische-regierung-uebte-druck-auf-gedenkstaette-aus.html
Währenddessen andernorts:
Bielefeld. Eine Gruppe von Schülerinnen und Schülern hat laut einem Medienbericht auf dem zentralen Platz der KZ-Gedenkstätte Bergen-Belsen »Deutschland den Deutschen, Ausländer raus« gegrölt
https://www.jungewelt.de/artikel/497659.gymnasiasten-gr%C3%B6len-in-kz-gedenkst%C3%A4tte-ausl%C3%A4nder-raus.html
Einerseits und andererseits und außerdem! Israel will Palästina ethnisch säubern und setzt dazu – wie einst die Briten – terroristische Methoden ein.
Der Terror der Zionisten übertrifft den Terror der Hamas mindestens um das zehnfache!
Deshalb ist Israel der Hauptschuldige. Das sieht auch die Weltgemeinschaft so und hat Haftbefehle gegen zionistische Führer erlassen.
Mit seinen Gelabere versucht nun Moshe Zuckermann von dieser Tatsache, der Hauptschuld Israels, abzulenken.
Die zivilisierte Menschheit kann dies nur verurteilen und tut es auch.
Damit ist alles gesagt, einerseits und andererseits….basta!
Es gibt kein Einerseits und Andererseits.
Es gibt ein Menschenrecht. Wer das bricht, verwirkt das eigene Existensrecht.
Für die amerikanischen Siedler, die im guten Glauben, dieses Land stünde ihnen naturgemäß zu, war es zweifellos schrecklich, wenn sie von Indigenen/Indianern bekämpft und des öfteren schlicht ermordet wurden und ebenso für die französischen Siedler in Algeriens Unabhängigkeitskrieg.
Ich habe auch sehr lange gebraucht, bis ich das Leid meiner Großmutter, die von Russen vergewaltigt wurde, als individuelles Leid erkennen konnte. Lange sah ich es schlicht als „gerechte“ Folge des deutschen Krieges und auch der Beteiligung meines überzeugten Nazi-Großvaters.
In einem derartig asymmetrischen „Konflikt“ immer wieder das Einerseits und Andererseits zu beschwören, ist letztlich nur eine Verteidigungsstrategie der ursprünglichen Verursacher, die mit ihrem Handeln oder eben brutalstem Terror den Gegenterror letztlich hervor rufen. Zumal Israel, wie gerade wieder Michael Lüders beschreibt, nullkommanull Interesse an einer verhandlungsbereiten Hamas hat und um einer möglichen Vereinbarung zuvor zu kommen, reihenweise die Verhandlungsführer der Gegenseite ermordet. https://www.youtube.com/watch?v=yEf4Zvfuwe4
Einerseits-andererseits kann ich etwas betrachten, wenn der „Konflikt“, der Krieg zu einem Ende gekommen ist, der beiden Seiten die Existenz gewährleistet. Solange eine Seite, die letztlich unrechtmäßige und in diesem Fall hundertfach überlegene und skupelloseste die angestammte Bevölkerung als niedrige Wesen und als Volk eigentlich als nicht-existent erklärt, stehe ich auf der Seite der Schwachen und in die absolute Hölle Versetzten.
Mitfühlen kann ich im Falle Israels nur mit einzelnen Personen, der Staat hat in meinen Augen jeden Anspruch auf Solidarität, Sympathie und Anteilnahme verloren.
Und nein, es ist kein Rachefeldzug, es ist die lang anvisierte „Säuberung“, durchaus auch, wenn Vertreibung nicht geht, Vernichtung, um ein Großisrael zu errichten. Dazu brauchte es einen Anlass und der war offenbar sehr willkommen, wenn nicht sogar geplant im Sinne von Geschehen-Lassen. Dafür sprechen ebenso die Kriege, die Israel gegen die Nachbarstaaten führt und offenbar treiben sie diesen Wahnsinnigen im Weißen Haus auch noch zu einem verheerenden Krieg gegen den Iran.
Ich kann ansatzweise Zuckermanns Qualen verstehen, aber ich kann ihm nicht Recht geben.
Und was die Gegenwehr der Palästinenser angeht, da kann ich nur auf das Brecht-Gedicht verweisen:
Ich wäre gerne auch weise
In den alten Büchern steht, was weise ist:
Sich aus dem Streit der Welt halten und die kurze Zeit
Ohne Furcht verbringen
Auch ohne Gewalt auskommen
Böses mit Gutem vergelten
Seine Wünsche nicht erfüllen, sondern vergessen
Gilt für weise.
Alles das kann ich nicht:
Wirklich, ich lebe in finsteren Zeiten! (..)
Dabei wissen wir ja:
Auch der Haß gegen die Niedrigkeit
Verzerrt die Züge.
Auch der Zorn über das Unrecht
Macht die Stimme heiser. Ach, wir
Die wir den Boden bereiten wollten für Freundlichkeit
Konnten selber nicht freundlich sein.
Und trotzdem bitte ich auch auf spiritueller Ebene für die Mörder.
Die britischen Luftangriffe im WK 2 auf Deutschland bezeichnen mittlerweile die Briten selbst als „Morale Bombing“. Ziel war die Terrorisierung der deutschen Zivilbevölkerung. Neuere Forschung haben jetzt festgestellt, es war britische imperiale Aufstandsbekämpfung um „die Deutschen“ zu „pazifizieren“. Fakt ist, das war ein Kriegsverbrechen!
Ähnlich verhält es sich mit den militärischen Terror und den Luftangriffen auf die palästinensische Zivilbevölkerung. Dabei werden bewußt, per KI, Frauen und Kinder getötet, Krankenhäuser zerstört, die Energieversorgung gekappt, die Zivilbevölkerung den Hungertod preisgegeben.
Das sind ganz eindeutig israelische Kriegsverbrechen, die nicht mit den Verbrechen der Hamas gerechtfertigt werden können. Wer dies – wie Moshe Zuckermann – tut, schließt sich selbst aus der zivilisierten Menschheit aus.
Da gibt es kein einerseits, andererseits und außerdem!
Moshe Zuckermann muß Selbstkritik üben oder schweigen!
Mitfühlen für Mörder ist schwierig.
Ja. Aber kein Mensch ist nur und ausschließlich Mörder, sondern immer mehr als das.
👍
Das macht es ja so schwierig
Immer wieder der gleiche linkszionistische Sermon.
Nur ein kurzer Hinweis. Ihre Großmutter wurde von Sowjet-Soldaten vergewaltigt.
Ob es tatsächlich Russen waren, läßt sich heute natürlich nicht mehr prüfen. Von
Berichten aus meiner Verwandschaft waren die Russen eher zuvorkommend, trotz
der Greul, die die Deutschen ihren Familien angetan hatten. Aufgefallen waren damals
die Ukrainer und Georgier.
Stimmt, üblicherweise mache ich auch diese Differenzierung, in diesem Fall habe ich den Sprachgebrauch meiner Mutter übernommen, die mir das erzählte. Und ja, auch mein Onkel, der Sohn dieser Großmutter berichtete, dass er als kleiner Junge Brot und Essen von „den Russen“ bekommen habe und gleichzeitig gebraucht er den Begriff Russenweiber in Bezug auf die Soldatinnen.
Das ist halt der überlieferte Sprachgebrauch, der eben weiter den pathologischen Russenhass vor allem hierzulande befeuert.
Ergänzung, nichtsdestotrotz dürfte es auch beides gegeben haben, die Russen, die freundlich zu Kindern waren und Frauen vergewaltigten, wie übrigens die lange tabuisierte Tatsache, dass auch die alliierten Soldaten Frauen im besiegten Deutschland vergewaltigt haben.
Zum Glück waren es keine US-Soldaten…
Die waren sogar „fleissiger“
Genau! Siehe das Lager in den Rhein- Wiesen. Dort haben die US-Soldaten fleißig
die deutschen Kriegsgefangenen verhungern und erfrieren lassen.
Das ist themenfremd, sie sprechen da die Behandlung von Kriegsgefangenen an.
Aber wenn man schon dabei ist,
In russischen Kriegsgefangenenlagern grassierte auch der Hunger, nur ohne Kalk.
Ja, aber weil alle nichts zu essen hatten, auch die russischen/sowjetischen Menschen. Während Deutschland sowjetische Kriegsgefangene bewusst in Erdlöchern und am Hunger verrecken ließ. So wie Israel gerade die Menschen in Gaza.
Jepp,
Die eigene Bevölkerung hatte auch nix. oder wenig mehr
Die britischen Luftangriffe im WK 2 auf Deutschland bezeichnen mittlerweile die Briten selbst als „Morale Bombing“. Ziel war die Terrorisierung der deutschen Zivilbevölkerung. Neuere Forschung haben jetzt festgestellt, es war britische imperiale Aufstandsbekämpfung um „die Deutschen“ zu „pazifizieren“. Fakt ist, das war ein Kriegsverbrechen!
Ähnlich verhält es sich mit den militärischen Terror und den Luftangriffen auf die palästinensische Zivilbevölkerung. Dabei werden bewußt, per KI, Frauen und Kinder getötet, Krankenhäuser zerstört, die Energieversorgung gekappt, die Zivilbevölkerung den Hungertod preisgegeben.
Das sind ganz eindeutig israelische Kriegsverbrechen, die nicht mit den Verbrechen der Hamas gerechtfertigt werden können. Wer dies – wie Moshe Zuckermann – tut, schließt sich selbst aus der zivilisierten Menschheit aus.
Da gibt es kein einerseits, andererseits und außerdem!
Moshe Zuckermann muß Selbstkritik üben oder schweigen!
Also jetzt mal halblang mit der Ausschließeritis. Die ist immer der Anfang, egal von welcher Seite ausgehend.
Beherzigen Sie mal bitte Ihren Nick.
👍
Kriegsverbrechen zu rechtfertigen hat nichts mit Meinungsfreiheit zu tun!
Was Israel macht, das sind Kriegsverbrechen! Diese sind nicht mit den Verbrechen der Hamas zu rechtfertigen. Diese hatten – nebenbei bemerkt – nicht die Ausmaße der zionistischen Verbrechen.
Das zu sagen ist Meinungsfreiheit!
Korrigiere:“Das zu sagen war einmal Meinungsfreiheit!“
Zuckermann übt doch fleissig.
Er ist die vernünfstigte Stimme seit Uri Avnery.
Man sollte seine Texte auch lesen.
Der Krug geht solange zum Brunnen bis er bricht!
Ich habe die Schnauze voll von zionistischen Rechtfertigungen jedweder Art.
„++++++++++“
ach ja? Mit sonstigen Rechtfertigungen für Massenmeuchelmord aber nicht?
Wissen Sie überhaupt was Zionismus ist?
Ich bezweifle das.
Da reichen übrigens fürs Erste die letzten paar Zerquetschten aus seinen letzen drei, vier Monaten von Uri. Zu Anfang Mai 2018 (nicht wie neulich zu Anfang Oktober) hatten es die Hamas-Schergen (wenn’s denn welche waren) doch mal wieder tatsächlich versucht, mit einer „Hinter-dem-Zaun-Begehung“ auf sich und ihre Existenz aufmerksam zu machen. Die Friedenstruppe vom Zaunspender wenigstens hatte seinerzeit noch Morgenluft gewittert und gleich prophylaktisch-selbstverteidigend gegengehalten – nicht immer nur auf Bauchnabel abwärts, im Gegenteil auch auf Bauchnabel aufwärts. Tja, so einfach war das nicht zwischen dem Maschendrahtzaun zu zielen. Uri fand das für den Rest seines Lebens nicht besonders gut. Der ihn final niederstreckende Schlaganfall Ende August mag für einen fast 95-Jährigen ja nicht unbedingt überraschend gekommen sein, Zufall also, wie immer: plötzlich und unerwartet. Na ja, einmal ist bekanntlich kein Mal. Und zu verzeichnendes identisches Ableben zwei Monate später weit weg in Dublin kann ja auch nur Zufall gewesen sein. Auch wenn es doch tatsächlich einen weiteren Gegner von Eretz Israel getroffen haben mag – einem gewissen Robert Fisk.
Ihr Beitrag ist schwierig zu lesen.
Aber ich hab mir Zeit genommen. Nonplusultra ist er nicht, aber 👍
Bin untröstlich, wenn mein kurzer Kommentar Schwierigkeiten bereitet haben sollte. Habe mich ja nur – gewissermaßen – durch den @Ikaros-Kommentar „Er ist die vernünftigste Stimme seit Uri Avnery – Man sollte seine Texte auch lesen“ aufgerufen gefühlt. Kann natürlich auch anders! Bevor ich allerdings drei ausgewählte späte Texte von Uri A. Hier anbieten werde ein vorauseilender Text zum Thema von den Avnery-Texten. Wie oft haben wir seit dem 7. Oktober 2023 die Geschehnisse von diesem Datum hören dürfen, hören müssen – bis zuletzt jetzt heute unter Moshe Zimmermann ‚Einerseits-Argumentation‘. Zum ‚Andererseits‘ gibts ja – zumindest gefühlt – ja nüscht, deswegen hier ein Beitrag aus Wikipedia – dem englischen, wie von Google angeboten. Übersetzt von der Safari-Browser-Ki, die auch zur Übersetzung der drei folgenden Uri-Ergüsse verwendet wurden. Irgendwelche Verlautbarungen oder gar Mutmaßungen meinerseits wird es von mir hier nicht mehr geben, nur noch solche aus nachweislich …
Gehe zwar davon aus, dass auch diese penibelst aufgelisteten Informationen wohl kaum wohlgelitten sein werden, aber ein Versuch ist es mir wert!
https://en.wikipedia.org/wiki/2018–2019_Gaza_border_protests
2018–2019 Proteste an der Gaza-Grenze
Gaza-Israel-Konflikt
Die Proteste an der Gaza-Grenze 2018-2019, auch bekannt als der Große Marsch der Rückkehr (arabisch: مسیرة العودة الكبرى, romanisiert: Masīra al-ʿawda al-kubrā), waren eine Reihe von Demonstrationen, die jeden Freitag im Gazastreifen in der Nähe der Grenze zwischen Gaza und Israel vom 30. März 2018 bis zum 27. Dezember 2019 stattfanden.[13][14][15]in dem israelische Streitkräfte insgesamt 223 Palästinenser töteten.[4][13]Die Demonstranten forderten, dass die palästinensischen Flüchtlinge in Länder zurückkehren dürfen, aus denen sie vertrieben wurden, im heuten Israel. Sie protestierten gegen Israels Land-, Luft- und Seeblockade des Gazastreifens und die Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels durch die Vereinigten Staaten.[16][17][18]
Die ersten Demonstrationen wurden von unabhängigen Aktivisten organisiert, aber die Initiative wurde bald von der Hamas gebilligt,[19]die Herrscher des Gazastreifens sowie andere große Fraktionen in Gaza. Die Aktivisten, die den Großen Marsch der Rückkehr geplant hatten, wollten, dass er nur vom 30. März 2018 (Tag des Landes) bis zum 15. Mai (Tag der Nakba) dauern sollte, aber die Demonstrationen dauerten fast 18 Monate, bis die Hamas am 27. Dezember 2019 ankündigte, dass sie verschoben würden.[1]Dreißigtausend Palästinenser nahmen an der ersten Demonstration am 30. März teil.[20]Größere Proteste fanden an den folgenden Freitagen, dem 6. April, dem 13. April, dem 20. April, dem 27. April, dem 4. Mai und dem 11. Mai statt – an denen jeweils mindestens 10.000 Demonstranten teilnahmen – während eine geringere Anzahl während der Woche an Aktivitäten teilnahm.[21][22]
Die meisten Demonstranten demonstrierten friedlich weit weg vom Grenzzaun. Peter Cammack, ein Fellow des Middle East Program an der Carnegie Endowment for International Peace, argumentierte, dass der Marsch einen neuen Trend in der palästinensischen Gesellschaft und der Hamas anzeigte, mit einer Verlagerung von Gewalt hin zu gewaltfreien Formen des Protests.[23]Dennoch versuchten kleinere Gruppen, den Zaun zu durchbrechen, Reifen zu rollen und Steine und Molotow-Cocktails zu werfen.[24][25][26]Israelischer Beamte sagten, die Demonstrationen seien von der Hamas als Deckmart für Angriffe auf Israel benutzt.[27]
Zwischen dem 30. März und dem 31. Dezember 2018 wurden mindestens 189 Palästinenser getötet.[28]: 6[29][30]Eine unabhängige Kommission der Vereinten Nationen sagte, dass mindestens 29 der 189 Getöteten Militante waren.[5]Israelische Soldaten feuerten Tränengas und scharfe Munition ab.[31]Laut Robert Mardini, Leiter des Nahen Ostens des Internationalen Komitees des Roten Kreuzes (IKRK), wurden am 19. Juni 2018 mehr als 13.000 Palästinenser verletzt. Die Mehrheit wurde schwer verwundet, etwa 1.400 wurden von drei bis fünf Kugeln getroffen.[32]Keine Israelis wurden vom 30. März bis zum 12. Mai physisch verletzt, bis am 14. Mai ein israelischer Soldat als leicht verwundet gemeldet wurde,[9]Der Tag, an dem die Proteste ihren Höhepunkt erreichten. Am selben Tag wurden 59 oder 60 Palästinenser an zwölf Zusammenstoßpunkten entlang des Grenzzauns erschossen.[33]Die Hamas beanspruchte 50 von ihnen als ihre Militanten,[34][35]und der Islamische Dschihad beanspruchten 3 der 62 Getöteten als Mitglieder seines militärischen Flügels.[36]Etwa 35.000 Palästinenser protestierten an diesem Tag, wobei sich Tausende dem Zaun näherten.[37][38]
Israels Anwendung tödlicher Gewalt wurde am 13. Juni 2018 in einer Resolution der Generalversammlung der Vereinten Nationen verurteilt.[39]Verurteilungen kamen auch von Menschenrechtsorganisationen, einschließlich Human Rights Watch,[40] B’Tselem,[41]und Amnesty International,[42]und von Beamten der Vereinten Nationen.[43][44] Kuwait schlug zwei Erklärungen des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen vor, die beide von den Vereinigten Staaten blockiert wurden und Untersuchungen zu Israels Ermordung palästinensischer Demonstranten forderten.[45]Die israelische Regierung lobte die israelischen Truppen für den Schutz des Grenzzauns.[43]Die Medienberichterstattung über die Demonstrationen und das, was als „PR-Kampf“ bezeichnet wurde, war Gegenstand von Analysen und Kontroversen.[46][47]Ende Februar 2019 stellte eine unabhängige Kommission des Menschenrechtsrates der Vereinten Nationen fest, dass von den 489 analysierten Fällen von palästinensischen Todesfällen oder Verletzungen möglicherweise nur zwei als Reaktion auf die Gefahr durch die israelischen Sicherheitskräfte gerechtfertigt waren. Die Kommission hielt den Rest der Fälle für illegal und schloss mit einer Empfehlung, die Israel aufforderte, zu untersuchen, ob Kriegsverbrechen oder Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen worden waren, und wenn ja, die Verantwortlichen vor Gericht zu stellen.[48]
Text 1 von Uri Avnery 11.6.2018 (entnommen einer Archiv-Auswahl von insgesamt derzeit 580 Dokumenten)
Wurden Sie Wegen Gaza Einer Gehirnwäsche Unterzogen?
Gepostet von Uri Avnery am 11. Juni 2018 um 12:00 Uhr
Es ist beängstigend. Prinzipienlose Psychologen, die einem bösartigen Regime dienen, verwenden ausgeklügelte Techniken, um den Geist eines Menschen aus der Ferne zu kontrollieren.
Der Begriff „Gehirnwäsche“ wurde 1950 geboren. Es ist ein chinesisches Wort („xinao“, wörtlich Gehirn waschen). Ursprünglich diente es dazu, eine Technik zu beschreiben, die – so wurde behauptet – von chinesischen Masterminds verwendet wurde, um die Köpfe amerikanischer Gefangener im Koreakrieg zu manipulieren. Sie veränderten ihre unbewussten mentalen Prozesse und verwandelten sie in Agenten finsterer Kräfte.
Viele Bücher und Filme sollen zeigen, wie das funktioniert. Zum Beispiel zeigt der klassische Film „The Manchurian Candidate“, wie die Kommunisten einen amerikanischen Kriegsgefangenen im Koreakrieg, einen Offizier, nehmen, seinen Geist manipulieren und ihm den Befehl geben, den US-Präsidentschaftskandidaten zu töten. Der amerikanische Offizier weiß nicht, dass er unbewusst in einen kommunistischen Agenten verwandelt wurde. Er erinnert sich nicht an den Befehl, der ihm unter Hypnose gegeben wurde, und weiß nicht, dass er entsprechend handelt.
Diese Handlung ist lächerlich, wie die meisten pseudowissenschaftlichen Beschreibungen. In der Praxis ist es viel einfacher, die Köpfe von Menschen, Einzelpersonen und Kollektiven zu manipulieren.
Zum Beispiel die Nazi-„Propaganda“. Es wurde von Adolf Hitler selbst erfunden. In seinem Buch „Mein Kampf“ beschreibt er, wie er als Soldat an der Westfront im Ersten Weltkrieg die äußerst erfolgreiche britische Propaganda miterlebte. Die Briten ließen Flugblätter über die deutschen Schützengräben fallen und zerschmetterten das Vertrauen der Soldaten in ihre Führung.
Als Hitler in Deutschland an die Macht kam, beauftragte er einen seiner treuen Handlanger, Joseph Goebbels, mit der Schaffung eines Propagandaministeriums. Goebbels verwandelte Propaganda in eine Kunstform. Unter anderem verwandelte er alle deutschen Medien – Zeitungen und Radio – in Regierungsbehörden. Auf Deutsch hieß das „Gleichschaltung“ – Verbindung aller Komponenten mit einer elektrischen Leitung. Dank dessen kämpfte Nazi-Deutschland lange nachdem klar war, dass es den Zweiten Weltkrieg verloren hatte.
Eines der Mittel war die Trennung der deutschen Öffentlichkeit von jeder anderen Informationsquelle. Die offizielle Propaganda wurde von jedem Medium aus geblasen. Das Hören einer ausländischen Sendung war ein schweres Verbrechen, das schwer bestraft wurde.
So geschah es, dass die Deutschen immer noch an ihren endgültigen Sieg glaubten – die Endsieg – auch nachdem die Sowjets im Osten und die Angelsachsen im Westen bereits die Grenzen nach Deutschland überschritten hatten.
Braucht es ein diktatorisches Regime – Nazi oder Kommunist -, um die Medien in eine Gehirnwäschemaschine zu verwandeln? Der gesunde Menschenverstand sagt, dass dies in einer Demokratie unmöglich ist. Der gesunde Menschenverstand ist falsch.
Es wird daran erinnert werden, dass Hitler mit demokratischen Mitteln an die Macht errann. Selbst jetzt gewinnen fanatische Nationalisten demokratische Wahlen in vielen Ländern. Alle ihre Führer sind damit beschäftigt, die Gerichte zu zerstören, die Parlamente mit nützlichen Idioten zu stopfen und – vor allem – die Medien in Gehirnwäsche-Instrumente zu verwandeln. Auch in unserem Land.
Wie wird das gemacht? Es ist wirklich ganz einfach: man muss alle anderen Stimmen unterdrücken. Man muss sicherstellen, dass der Bürger nur eine Stimme hört. Eine, die ein paar Nachrichten immer wieder wiederholt, endlos. Auf diese Weise wird die Lüge zur Wahrheit.
In einer solchen Situation ist der normale Bürger davon überzeugt, dass die offizielle Linie wirklich seine eigene persönliche Meinung ist. Dies ist ein unbewusster Prozess. Wenn man einem Bürger sagt, dass er einer Gehirnwäsche unterzogen wird, wird er zutiefst beleidigt.
Dies ist in Israel in den letzten Jahren passiert. Der Bürger ist sich nicht bewusst, dass es passiert. Er oder sie absorbiert verschiedene Zeitungen, Fernsehprogramme und Radiosendungen und sieht, dass all diese Medien frei miteinander streiten und sogar miteinander streiten. Der Bürger ist sich der Tatsache nicht bewusst, dass bei dem einen kritischen Thema unseres Lebens – Krieg und Frieden – alle Medien mit einer einzigen Linie der Gehirnwäsche „verbunden“ sind.
In den letzten Wochen haben wir ein perfektes Beispiel für diesen Mechanismus gesehen. Die Ereignisse an der Grenze zum Gazastreifen haben einen Mechanismus der Gehirnwäsche aktiviert, um den diktatorische Regime in der Welt nur beneiden können.
Lassen Sie uns uns selbst untersuchen: Was haben wir im Radio gehört? Was haben wir im Fernsehen gesehen? Was haben wir in den Zeitungen gelesen?
Innerhalb weniger Wochen wurden mehr als hundert Menschen erschossen, und viele Tausend wurden durch lebendes Feuer verwundet. Warum?
„Wir waren gezwungen, auf sie zu feuern, weil sie den Grenzzaun stürmten“. Und tatsächlich, haben die Gazaner selbst nicht ihren Willen verkündet, „nach Hause zurückzukehren“ – das heißt, auf israelisches Territorium zurückzukehren?
Aber am 14. Mai, dem „Schwarzen Montag“, wurden 63 unbewaffnete Demonstranten erschossen und über 1500 durch Live-Feuer verwundet. Jeder Israeli weiß, dass dies notwendig war, weil die Demonstranten den Zaun stürmten und kurz davor waren, in Israel einzuschwärmen. Niemand achtete auf die einfache Tatsache, dass es kein einziges Foto gab, das ein solches Ereignis zeigte. Nicht einmal einer. Trotz der Tatsache, dass sich auf beiden Seiten des Zauns Hunderte von Fotografen befanden, darunter auch Fotografen der israelischen Armee, die jedes einzelne Detail filmten. Zehntausende stürmten, und kein einziges Bild?
Man sollte die Verwendung des Wortes „Terror“ beachten. Es ist zu einem Adjektiv geworden, das mit allem verbunden ist. Es gibt nicht nur Tunnel – sie sind alle immer „Terrortunnel“. Es gibt „Terror-Aktivisten“. Es gibt „das Hamas-Terrorregime“ und es gibt „Terrorbasen“. Jetzt gibt es „Terror-Drachen“.
Hinweis: nicht nur „Zündrachen“ oder „Zerstörungsdrachen“, nur „Geschrordrachen“. Jeden Tag das Gleiche in allen Medien. Jemand hat die Terminologieentscheidung getroffen. Natürlich ist jeder, der das Wort „Terror“ an seinen Namen hat, „ein Sohn des Todes“, wie man im biblischen Hebräisch sagt. Ein weiterer stolzer Begriff der Gehirnwäsche.
Die Bewohner des Gazastreifens sind „Terroristen“. (Im Hebräischen wurde ein spezieller Begriff erfunden: „Mekhablim“). Alle von ihnen? Natürlich, Nein [Nein nein] Frage. Vor allem Hamas-Mitglieder. Aber die Hamas ist eine politische Partei, die demokratische Wahlen in ganz Palästina gewonnen hat. Eine zivile Partei, die tatsächlich einen militärischen Flügel hat. Aber in unseren Medien sind alle Parteimitglieder und Unterstützer „Terroristen“, Söhne des Todes. Natürlich.
Die Verwendung dieser Begriffe hunderte Male pro Tag stellt eindeutig eine Gehirnwäsche dar, ohne dass die Bürger es bemerken. Sie gewöhnen sich an die Tatsache, dass alle Gazaner Terroristen sind, Mekhablim. Dies ist ein Prozess der Entmenschlichung, die Schaffung von Untermenschen im Nazi-Lexikon. Ihr Töten ist erlaubt, sogar wünschenswert.
In einer solchen Atmosphäre bleiben selbst abscheuliche Sätze unbemerkt. Zum Beispiel habe ich diese Woche in einer der Fernsehnachrichtensendungen diesen Satz aus dem Mund eines Militärkorrespondenten gehört, der über die bevorstehende Demonstration in Gaza spricht: „Deran will tote Demonstranten, und es scheint, dass sie sie bekommen werden.“ Man muss diesen Satz zweimal lesen, um zu erkennen, was er sagt: dass die israelischen Scharfschützen iranischen Interessen dienen.
Oder ein Satz, der immer wieder wiederholt wird, sogar von angesehenen Kommentatoren: „Iran will den Staat Israel zerstören“. Ich weiß nicht, was 80 Millionen Iraner wollen, und der Autor auch nicht. Aber der Satz selbst ist lächerlich. Israel ist eine Atommacht. Wie vernichtet man eine Atomkraft (mit U-Booten, die in der Stunde der Not Atomgeräte starten können). Sind die Iraner bereit, ihr Land – eine der Wiegen der menschlichen Zivilisation – in einen Friedhof und eine Wüste zu verwandeln?
Oder eine Prognose „Freitag wird eine weitere gewalttätige Demonstration stattfinden“. „Gewaltsam“? „Ein anderer“? Es gibt keinen Streit darüber, dass alle Demonstrationen entlang des Gaza-Zauns völlig gewaltfrei waren. Die Demonstranten feuerten keinen einzigen Schuss ab, als Tausende von ihnen durch Lebendfeuer verwundet und mehr als hundert getötet wurden. Doch die Lüge geht ohne Kommentar weiter.
Nicht einer der Hunderte von TV-Nachrichtensprechern korrigiert solche Aussagen von Korrespondenten. Weil die Regisseure, Moderatoren, Kommentatoren und Korrespondenten selbst gründlich einer Gehirnwäsche unterzogen werden. Der Armeesprecher kennt natürlich die Wahrheit, aber er ist ein zentrales Rädchen in der Gehirnwäschemaschine.
Die Ereignisse erreichten ihren Höhepunkt mit der Ermordung der 21-jährigen Sanitäterin Razan Ashraf al-Najjar, als sie versuchte, das Leben eines verwundeten Demonstranten zu retten. Der Scharfschütze, der ihr in die Brust schoss, sah, dass sie eine Sanitäterin war, die eine verwundete Person behandelte. Es war ein klares Kriegsverbrechen.
Gab es einen öffentlichen Aufschrei? Haben die Medien eine Untersuchung gefordert? Haben die Medien über dieses Ereignis in ihrer Überschrift auf Seite eins berichtet? Hat die Knesset eine Schweigeminute eingelegt? Nichts dergleichen. Ein kleiner Nachrichtenartikel in einigen Zeitungen ( keineswegs alle). Ein ausgezeichneter Artikel der bewundernswerten Amira Hass in Haaretz. Und das war’s.
Ein paar Tage vergingen, und im Ausland gab es Aufschreie. Die argentinische Fußballmannschaft mit dem bewunderten Messi sagte ein Freundschaftsspiel gegen die israelische Mannschaft in Jerusalem ab.
Die Gehirnwäscher erkannten, dass es unmöglich war, nicht zu reagieren. Also veröffentlichte der Armeesprecher eine Erklärung, in der er sagte, dass eine Untersuchung stattgefunden habe. Was hat es entdeckt? Ah, gut. Es war eindeutig festgestellt, dass niemand Razan erschossen hatte. Sie wurde von einem Abprall einer Kugel getroffen, die weit weg von ihr auf den Boden getroffen hatte. Das ist eine so eklatante Lüge, dass selbst der Armeelügner sich schämen sollte, sie zu produzieren. Es wurde von der gehirngewaschenen Öffentlichkeit akzeptiert.
Eines der Markenzeichen der Gehirnwäsche ist ein Phänomen, das jeder bemerken kann: das völlige Fehlen einer zweiten Meinung. Wenn ein Kommentator die offizielle Zeile zu einer Veranstaltung äußert, drückt dann jemand eine alternative Version aus? Gibt es eine Debatte zwischen dem offiziellen Sprecher und einem gegensätzlichen Kommentator? In den demokratischen Medien wäre das alltäglich. Hier ist es sehr, sehr selten.
Was kann getan werden, um einer solchen Gehirnwäsche entgegenzuwirken?
Nicht viel.
Zunächst einmal: Es besteht ein wesentlicher Bedarf an einer zweiten Stimme. Gehirnwäsche kann nur dann effizient sein, wenn die offizielle Stimme ein komplettes Monopol genießt. Das war eines der Ziele von Haolam Hazeh, der Wochenzeitung, die ich 40 Jahre lang herausgegeben habe. Es traf jede unwahre Regierungsversion mit einer gegenteiligen Version. Obwohl unsere Stimme im Vergleich zur mächtigen Regierungsmaschine (sogar damals) schwach war, verhindert die Tatsache, dass es zwei Stimmen gibt, wie ungleich sie auch sein mögen, eine totale Gehirnwäsche. Der Bürger hört zwei Versionen und fragt sich: „Wer hat Recht?“
Wenn alle Friedens- und Menschenrechtsgruppen in Israel ein gemeinsames Informationszentrum einrichten, das gehört wird, kann vielleicht das Monopol der offiziellen Propaganda gebrochen werden. Vielleicht.
Es gibt im Land eine winzige Gruppe von Kommentatoren, die keine Angst haben, die Wahrheit zu sagen, selbst wenn dies als Verrat gilt. Gideon Levy, Amira Hass und ein paar andere. Wir müssen sicherstellen, dass ihre Stimme gehört wird. Sie müssen ermutigt werden.
Alle Medien müssen unter Druck gesetzt werden, eine Variation der Ansichten zu Fragen von Krieg und Frieden zu präsentieren, um den „inneren Feind“ hören zu lassen, damit der Bürger in der Lage ist, sich eine eigene Meinung zu bilden.
Den ausländischen Medien muss freier Zugang zu den Informationsquellen gewährt werden, auch wenn die ausländischen Medien kritisch, „feindlich“ und „antisemitisch“ sind. Freunde des israelisch-palästinensischen Friedens im Ausland müssen ermutigt werden, die Medien in ihren Heimatländern unter Druck zu setzen, die Wahrheit über das, was hier geschieht, zu veröffentlichen.
Ich mag das Wort „muss“ nicht. Aber in diesem Zusammenhang wird kein anderer tun.
Die Macht der Wahrheit gegen eine Gehirnwäschemaschine ist immer begrenzt. Aber am Ende wird sich die Wahrheit durchsetzen, auch wenn es Zeit braucht. Es braucht Mut.
Der Film „The Manchurian Candidate“ hat ein überraschendes Ende: In der letzten Minute erschießt der gehirngewaschene Mann, anstatt den Präsidentschaftskandidaten zu töten, den kommunistischen Agenten, der Platz einnehmen sollte.
URL zum Artikel: https://www.counterpunch.org/2018/06/11/have-you-been-brainwashed-about-gaza/
Text 2
Oh, Gaza, stark wie der Tod
Gepostet von Uri Avnery am 4. Juni 2018 um 12:00 Uhr
Stark wie der Tod
Oh, Gaza. Stark wie der Tod Liebe ist.
Ich liebte Gaza. Das ist ein Wortspiel. Das biblische Lied der Lieder sagt, dass Liebe so stark ist wie der Tod. Stark auf Hebräisch ist Aza. Aza ist auch der hebräische Name von Gaza.
Ich habe viele glückliche Stunden in Gaza verbracht. Ich hatte dort viele Freunde. Von dem linken Dr. Haidar Abd al-Shafi an den Islamisten Mahmoud al-Zahar, der jetzt Außenminister der Hamas ist.
Ich war dabei, als Yasser Arafat, der Sohn einer Familie aus Gaza, nach Hause kam. Sie stellten mich in die erste Reihe der Rezeption an der Rafah-Grenze, und an diesem Abend empfing er mich im Hotel am Ufer des Gaza-Meeres und setzte mich während einer Pressekonferenz neben ihn auf der Bühne.
Ich traf mich mit einer freundlichen Haltung überall im Gazastreifen, in den Flüchtlingslagern und auf den Straßen von Gaza-Stadt. Überall sprachen wir über Frieden und über den Platz von Gaza im zukünftigen Staat Palästina.
Gut, aber was ist mit der Hamas, der schrecklichen Erz-Terroristen?
In den frühen 1990er Jahren verbannte Premierminister Yitzhak Rabin 415 prominente Islamisten aus Gaza in den Libanon. Die Libanesen liesen sie nicht herein, also übertraten die Verbannten ein Jahr lang im Freien an der Grenze.
Wir protestierten gegen die Vertreibung und errichteten ein Zeltlager gegenüber dem Büro des Premierministers in Jerusalem. Wir blieben dort 45 Tage und Nächte, darunter einige Tage im Schnee. Im Lager waren Juden und Araber, darunter israelische arabische Islamisten. Wir verbrachten die langen Tage und Nächte mit politischen Diskussionen. Wie wäre es? Natürlich über den Frieden.
Die Islamisten waren nette Leute und behandelten meine Frau Rachel mit größter Höflichkeit.
Als die Exilanten endlich nach Hause durften, fand ein Empfang für sie in der größten Halle in Gaza statt. Ich wurde zusammen mit einer Gruppe von Begleitern eingeladen. Ich wurde gebeten zu sprechen (natürlich auf Hebräisch) und danach wurde ich zu einem Bankett eingeladen.
Ich erzähle all dies, um die Atmosphäre zu dieser Zeit zu beschreiben. In allem, was ich sagte, betonte ich, dass ich ein israelischer Patriot sei. Ich befürwortete den Frieden zwischen zwei Staaten. Vor der ersten Intifada (die am 9. Dezember 1987 begann) war Gaza kein Ort des dunklen Hasses. Weit davon entfernt.
Massen von Arbeitern überquerten jeden Morgen die Kontrollpunkte, um in Israel zu arbeiten, und das taten auch die Kaufleute, die ihre Waren in Israel verkauften oder Israel auf dem Weg nach Jordanien überquerten oder ihre Waren durch israelische Häfen beschafen.
Wie ist es uns also – wir, der Staat Israel – gelungen, Gaza zu dem zu machen, was es heute ist?
Im Sommer 2005 beschloss der damalige Premierminister Ariel Sharon, alle Verbindungen zum Gazastreifen abzubrechen. „Arik“, ein Soldat in seinem Herzen, entschied, dass die Kosten für die Besetzung des Strip höher waren als die Vorteile. Er zog die Armee und die Siedler heraus und drehte den Streifen um – wem? An niemanden.
Warum zu niemandem? Warum nicht zur PLO, die bereits die anerkannte palästinensische Autorität war? Warum nicht im Rahmen einer Vereinbarung? Weil Arik die Palästinenser, die PLO und Arafat hasste. Er wollte nichts mit ihnen zu tun haben. Also hat er einfach den Strip verlassen.
Aber die Natur verabscheut ein Vakuum. Eine palästinensische Autorität wurde in Gaza eins Leben. Es fanden demokratische Wahlen statt, und die Hamas gewann in ganz Palästina. Die Hamas ist eine religiös-nationalistische Partei, die ursprünglich vom israelischen Geheimdienst (Shin Bet) gefördert wurde, um die PLO zu untergraben. Als die PLO die Wahlergebnisse nicht akzeptierte, übernahm die Hamas in Gaza die Macht mit Gewalt. So kam die gegenwärtige Situation ins Geste.
Während dieser ganzen Zeit hatten wir noch eine positive Option.
Der Gazastreifen hätte sich in eine blühende Insel verwandeln können. Optimisten sprachen von einem „Zweiten Singapur“. Sie sprachen von einem Gaza-Hafen, mit einer ordnungssichtigen Kontrolle der ankommenden Waren entweder in Gaza oder in einem neutralen Hafen im Ausland. Ein Flughafen in Gaza, mit entsprechender Sicherheitsinspektion, wurde von Israel gebaut und genutzt und dann zerstört.
Und was hat die israelische Regierung getan? Das genaue Gegenteil, natürlich.
Die Regierung unterzog den Gazastreifen einer strengen Blockade. Alle Verbindungen zwischen dem Streifen und der Außenwelt wurden unterschnitten. Vorräte konnten nur über Israel kommen. Israel erhöhte oder verringerte die Einfuhr von Grundbedürfnissen aus seiner Laune heraus. Die Affäre des türkischen Schiffes Mavi Marmara, das in der Nähe der Gaza-Küste blutig gestürmt wurde, betonte die totale Isolation.
Die Bevölkerung von Gaza hat inzwischen etwa zwei Millionen erreicht. Die meisten von ihnen sind Flüchtlinge aus Israel, die während des Krieges von 1948 vertrieben wurden. Ich kann nicht sagen, dass ich unschuldig bin – meine Armeeeinheit kämpfte im Süden Palästinas. Ich habe gesehen, was passiert ist. Ich habe darüber geschrieben.
Die Blockade schuf einen magischen Kreis. Die Hamas und die kleineren (und extremeren) Organisationen führten Widerstandshandlungen (oder „Terror“) durch. Als Reaktion darauf verschärfte die israelische Regierung die Blockade. Die Gazaner antworteten mit mehr Gewalt. Die Blockade wurde schlimmer. Und so weiter, bis einschließlich dieser Woche.
Was ist mit der südlichen Grenze des Streifens? Ziemlich bizarrerweise kooperiert Ägypten mit der israelischen Blockade. Und das nicht nur wegen der gegenseitigen Sympathie zwischen dem ägyptischen Militärdiktator Abd al-Fatah al-Sisi und den israelischen Herrschern. Es gibt auch einen politischen Grund: Das Sisi-Regime hasst die Muslimbrüder, seine verbotene interne Opposition, die als Mutterorganisation der Hamas gilt.
Das PLO-Regime im Westjordanland kooperiert auch mit der israelischen Blockade gegen die Hamas, die ihr Hauptkonkurrent im palästinensischen politischen Rahmen ist.
Somit bleibt der Gazastreifen fast vollständig isoliert, ohne Freunde. Außer einigen Idealisten auf der ganzen Welt, die viel zu schwach sind, um etwas zu bewirken. Und natürlich die Hisbollah und der Iran.
***
Jetzt herrscht eine Art Gleichgewicht. Die Organisationen aus Gazastreifen führen Gewalttaten durch, die dem Staat Israel keinen wirklichen Schaden zufügen. Die israelische Armee hat nicht den Appetit, den Streifen wieder zu besetzen. Und dann entdeckten die Palästinenser eine neue Waffe: gewaltfreien Widerstand.
Vor vielen Jahren kam ein arabisch-amerikanischer Aktivist, ein Schüler von Martin Luther King, nach Palästina, um diese Methode zu predigen. Er fand keine Einnehmer und kehrte in die USA zurück. Dann, zu Beginn der zweiten Intifada, versuchten die Palästinenser diese Methode. Die israelische Armee reagierte mit lebendem Feuer. Die Welt sah ein Bild von einem kleinen Jungen, der in den Armen seines Vaters aufgenommen wurde. Die Armee verleugnete die Verantwortung, wie sie es immer tut. Gewaltfreier Widerstand starb mit dem Jungen. Die Intifada forderte viele Opfer.
Die Wahrheit ist, dass die israelische Armee keine Antwort auf gewaltfreien Widerstand hat. In einer solchen Kampagne sind alle Karten in den Händen der Palästinenser. Die Weltöffentlichung verurteilt Israel und lobt die Palästinenser. Daher besteht die Reaktion der Armee darin, das Feuer zu eröffnen, um die Palästinenser zu gewalttätigen Aktionen zu bewegen. Damit weiß die Armee, wie man damit umgeht.
Gewaltfreier Widerstand ist eine sehr schwierige Methode. Es erfordert enorme Willenskraft, strenge Selbstbeherrschung und moralische Überlegenheit. Solche Eigenschaften sind in der indischen Kultur zu finden, die einen Gandhi hervorgebracht hat, und in der schwarz-amerikanischen Gemeinschaft von Martin Luther King. Es gibt keine solche Tradition in der muslimischen Welt.
Daher ist es doppelt erstaunlich, dass die Demonstranten an der Gaza-Grenze diese Kraft jetzt in ihren Herzen finden. Die Ereignisse des Schwarzen Montags, 14. Mai, überraschten die Welt. Massen unbewaffneter Menschen, Männer, Frauen und Kinder, trotzten den israelischen Scharfschützen. Sie haben keine Waffen gezogen. Sie haben nicht „den Zaun gestürmt“, eine Lüge, die von der riesigen israelischen Propagandaapparat verbreitet wurde. Sie waren den Scharfschützen ausgesetzt und wurden getötet.
Die israelische Armee ist davon überzeugt, dass die Bewohner von Gaza den Test nicht bestehen werden, dass sie zu nutzloser Gewalt zurückkehren werden. Letzten Dienstag schien diese Einschätzung richtig zu sein. Eine der Gaza-Organisationen führte eine „Racheaktion“ durch und warf mehr als hundert Mörsergranaten auf Israel, ohne wirklichen Schaden zu verursachen. Das war eine nutzlose Geste. Gewalttätige Aktionen haben keinerlei Chance, Israel zu schaden. Es liefert nur Munition für die israelische Propaganda.
Wenn man an gewaltfreien Kampf denkt, sollte man sich an Amritsar erinnern. Das ist der Name einer indischen Stadt, in der im April 1919 Soldaten unter britischem Kommando 10 aufeinanderfolgende Minuten lang mörderisches Feuer auf gewaltfreie indische Demonstranten schürten, wobei mindestens 379 Menschen getötet und etwa 1200 verletzt wurden. Der Name des Kommandanten, Oberst Reginald Dyer, ging aus ewiger Schande in die Geschichte ein. Die britische Öffentlichkeit war schockiert. Viele Historiker glauben, dass dies der Anfang vom Ende der britischen Herrschaft in Indien war.
„Schwarzer Montag“ an der Gaza-Grenze erinnert einen an diese Episode.
***
Wie wird das enden?
Die Hamas bietet seit 40 Jahren eine Hudna an. Ein Hudna ist ein heiliger Waffenstillstand, den kein Muslim brechen darf.
Ich habe bereits die Kreuzfahrer erwähnt, die fast 200 Jahre in Palästina blieben (mehr als wir, in diesem Moment). Sie stimmten mehreren Hudnas mit den feindlichen muslimischen Staaten um sie herum zu oder traten in sie ein. Die Araber hielten sie streng.
Die Frage ist: Ist die israelische Regierung in der Lage, einen Hudna zu akzeptieren? Würde es zustimmen, nachdem es die Massen ihrer Anhänger aufgestiftet und sie mit tödlichem Hass gegen die Menschen in Gaza im Allgemeinen und auf die Hamas im Besonderen erfüllt hat?
Wenn die Bewohner des Gazastreifens erstickt sind, keine Medikamente haben, es an Nahrung mangelt, an reinem Wasser, an Strom mangelt, wird unsere Regierung dann nicht in die Falle der Illusion tappen und glauben, dass die Hamas jetzt zusammenbrechen wird?
Das wird natürlich nicht passieren. Wie wir in unserer Jugend sangen: „Kein Mensch zieht sich aus den Schützengräben ihres Lebens zurück!“
Wie die Juden selbst jahrhundertelang bewiesen haben, gibt es keine Grenzen für das, was ein Volk ertragen kann, wenn seine Existenz auf dem Spiel steht.
Das sagt uns die Geschichte.
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Mein Herz ist bei den Menschen in Gaza.
Ich möchte sie um Vergebung bitten, in meinem Namen und im Namen Israels, meines Landes.
Ich sehne mich nach dem Tag, an dem sich alles ändern wird, dem Tag, an dem eine weisere Regierung einer Hudna zustimmt, die Grenze öffnet und die Menschen in Gaza in die Welt zurückkehren lässt.
Jetzt liebe ich auch Gaza, mit der Liebe, von der die Bibel sagt, dass sie so stark ist wie der Tod.
URL zum Artikel: https://www.counterpunch.org/2018/06/04/oh-gaza-strong-as-death/
Text 3
Der Tag der Schande
Gepostet von Uri Avnery am 21. Mai 2018 um 12:00 Uhr
Am Bloody Monday, als die Zahl der getöteten und verwundeten Palästinen stündlich stieg, fragte ich mich: Was hätte ich getan, wenn ich ein 15-jähriger Jugendlicher im Gazastreifen gewesen wäre?
Meine Antwort war ohne zu zögern: Ich hätte in der Nähe des Grenzzauns gestanden und demonstriert, wobei ich jede Minute mein Leben und meine Gliedmaßen riskiert hätte.
Wie kann ich mir so sicher sein?
Ganz einfach: Ich habe dasselbe getan, als ich 15 war.
Ich war Mitglied der Nationalen Militärorganisation (der „Irgun“), einer bewaffneten Untergrundgruppe, die als „Terrorist“ bezeichnet wurde.
Palästina stand damals unter britischer Besatzung (sogenanntes „Mandat“). Im Mai 1939 erließen die Briten ein Gesetz, das das Recht der Juden auf Landerwerb einschränkte. Ich erhielt den Befehl, zu einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Ort in der Nähe der Küste von Tel Aviv zu sein, um an einer Demonstration teilzunehmen. Ich musste auf ein Trompetensignal warten.
Die Trompete ertönte und wir begannen den Marsch die Allenby Road hinunter, damals die Hauptstraße der Stadt. In der Nähe der Hauptsynagoge stieg jemand die Treppe hinauf und hielt eine aufrührerische Rede. Dann marschierten wir weiter, bis zum Ende der Straße, wo sich die Büros der britischen Regierung befanden. Dort sangen wir die Nationalhymne „Hatikvah“, während einige erwachsene Mitglieder die Büros in Brand standen.
Plötzlich krieten mehrere Lastwagen mit britischen Soldaten zum Stillstand, und eine Salve von Schüssen ertonte. Die Briten feuerten über unsere Köpfe, und wir rannten weg.
Als ich mich 79 Jahre später an dieses Ereignis erinnerte, kam mir in den Sinn, dass die Jungen von Gaza größere Helden sind als wir damals. Sie sind nicht weggelaufen. Sie hielten stundenlang durch, während die Zahl der Todesopfer auf 61 und die Zahl der durch scharfe Munition verwundeten auf etwa 1500 stieg, zusätzlich zu 1000, die von Gas betroffen waren.
An diesem Tag teilten sich die meisten Fernsehsender in Israel und im Ausland ihren Bildschirm. Rechts die Ereignisse in Gaza. Links die Einweihung der US-Botschaft in Jerusalem.
Im 136. Jahr des zionistisch-palästinensischen Krieges ist dieser geteilte Bildschirm das Bild der Realität: die Feier in Jerusalem und das Blutbad in Gaza. Nicht auf zwei verschiedenen Planeten, nicht auf zwei verschiedenen Kontinenten, sondern kaum eine Stunde voneinander entfernt.
Die Feier in Jerusalem begann als albernes Ereignis. Ein Haufen angesehter Männer, aufgeblasen von Selbstbedeutung, feiern – was, genau? Die symbolische Bewegung eines Büros von einer Stadt zur anderen.
Jerusalem ist ein wichtiger Streitbein. Jeder weiß, dass es keinen Frieden geben wird, nicht jetzt, nicht jemals, ohne einen Kompromiss dort. Für jeden Palästinenser, jeden Araber, jeden Muslim auf der ganzen Welt ist es undenkbar, Jerusalem aufzugeben. Von dort aus stieg der Prophet Muhammad nach muslimischer Tradition in den Himmel auf, nachdem er sein Pferd an den Felsen gebunden hatte, der heute das Zentrum der heiligen Stätten ist. Nach Mekka und Medina ist Jerusalem der drittheilichste Ort des Islam.
Für die Juden bedeutet Jerusalem natürlich den Ort, an dem vor etwa 2000 Jahren der Tempel stand, der von König Herodes, einem grausamen Halbjuden, erbaut wurde. Ein Überrest einer Außenmauer steht immer noch dort und wird als „Westmauer“ verehrt. Früher wurde sie „Weilermauer“ genannt und ist der heiligste Ort der Juden.
Staatsmänner haben versucht, den Kreis zu quadrieren und eine Lösung zu finden. Das Komitee der Vereinten Nationen von 1947, das die Teilung Palästinas in einen arabischen und einen jüdischen Staat verfügte – eine Lösung, die von der jüdischen Führung begeistert unterstützt wurde – schlug vor, Jerusalem von beiden Staaten zu trennen und es als separate Einheit innerhalb dessen zu bilden, was in der Tat eine Art Konföderation sein sollte.
Der Krieg von 1948 führte zu einer geteilten Stadt, der östliche Teil wurde von der arabischen Seite (dem Königreich Jordanien) besetzt und der westliche Teil wurde zur Hauptstadt Israels. (Mein bescheidener Teil war es, im Kampf um die Straße zu kämpfen.)
Niemand mochte die Aufteilung der Stadt. Also haben meine Freunde und ich eine dritte Lösung entwickelt, die inzwischen zu einem weltweiten Konsens geworden ist: die Stadt auf kommunaler Ebene vereint zu halten und sie politisch zu spalten: der Westen als Hauptstadt des Staates Israel, der Osten als Hauptstadt des Staates Palästina. Der Führer der lokalen Palästinenser, Faisal al-Husseini, der Spross einer angesehensten lokalen palästinensischen Familie und der Sohn eines Nationalhelden, der nicht weit von meiner Position in derselben Schlacht getötet wurde, unterstützte diese Formel öffentlich. Yasser Arafat gab mir seine stillschweigende Zustimmung.
Wenn Präsident Donald Trump West-Jerusalem zur Hauptstadt Israels erklärt und seine Botschaft dorthin verlegt hätte, wäre fast niemand begeistert. Indem er das Wort „West“ wegließ, entzündete Trump ein Feuer. Vielleicht ohne zu merken, was er tat, und wahrscheinlich war es ihm scheißegal.
Für mich bedeutet der Umzug der US-Botschaft nichts. Es ist ein symbolischer Akt, der die Realität nicht verändert. Wenn und wenn der Frieden kommt, wird sich niemand um irgendeine dumme Tat eines halb vergessenen US-Präsidenten kümmern. Inshallah.
Da waren sie also, dieser Haufen selbstgefälliger Niemande, Israelis, Amerikaner und die dazwischen, die ihr kleines Fest feierten, während Blutströme in Gaza flossen. Menschen wurden im Dutzend getötet und zu Tausenden verwundet.
Die Zeremonie begann als zynisches Treffen, das schnell grotesk wurde und in einer finsteren wurde. Nero spielte, während Rom brannte.
Als die letzte Umarmung ausgetauscht und das letzte Kompliment gemacht wurde (insbesondere der anmutigen Ivanka), blieb Gaza bei dem, was es war – ein riesiges Konzentrationslager mit stark überfüllten Krankenhäusern, ohne Medikamente und Lebensmittel, Trinkwasser und Strom.
Eine lächerliche weltweite Propagandakampagne wurde losgelassen, um der weltweiten Verurteilung entgegenzuwirken. Zum Beispiel: die Geschichte, dass die terroristische Hamas die Gazaner gezwungen hatte, zu demonstrieren – als ob jeder gezwungen werden könnte, sein Leben bei einer Demonstration zu riskieren.
Oder: die Geschichte, dass die Hamas jedem Demonstranten 50 Dollar bezahlt hat. Würden Sie Ihr Leben für 50 Dollar riskieren? Würde jemand?
Oder: Die Soldaten hatten keine andere Wahl, als sie zu töten, weil sie den Grenzzaun stürmten. Tatsächlich hat das niemand getan – die große Konzentration der israelischen Armeebrigaden hätte es leicht verhindert, ohne zu schießen.
Fast vergessen war eine kleine Nachricht aus den Tagen zuvor: Die Hamas hatte zehn Jahre lang diskret einen Hudna angeboten. Ein Hudna ist ein heiliger Waffenstillstand, der niemals gebrochen werden soll. Die Kreuzfahrer, unsere entfernten Vorgänger, hatten während ihres 200-jährigen Aufenthalts hier viele Hudnas mit ihren arabischen Feinden.
Die israelische Führung lehnte das Angebot sofort ab.
Warum wurden die Soldaten also zum Töten befohlen? Es ist dieselbe Logik, die im Laufe der Geschichte unzählige Besatzungsregime belebt hat: die „Eingeborenen“ so ängstlich zu machen, dass sie aufgeben werden. Leider waren die Ergebnisse fast immer genau das Gegenteil: Die Unterdrückten sind härter, entschlossener geworden. Das passiert jetzt.
Der blutige Montag kann in Zukunft als der Tag angesehen werden, an dem die Palästinenser ihren Nationalstolz wiedererlangten, ihren Willen, aufzustehen und für ihre Unabhängigkeit zu kämpfen.
Seltsamerweise wurden am nächsten Tag – dem Haupttag des geplanten Protests, dem Naqba-Tag – nur zwei Demonstranten getötet. Israelische Diplomaten im Ausland, die mit weltweiter Empörung konfrontiert waren, hatten wahrscheinlich SOS-Nachrichten nach Hause geschickt. Offensichtlich hatte die israelische Armee ihre Befehle geändert. Nicht-tödliche Mittel wurden verwendet und reichten aus.
Mein Gewissen erlaubt es mir nicht, dies ohne etwas Selbstkritik zu dem Schluss zu kommen.
Ich hätte erwartet, dass alle renommierten Schriftsteller Israels eine donnernde gemeinsame Verurteilung veröffentlichen würden, während die Schießerei noch im Gange war. Es ist nicht passiert.
Die politische „Opposition“ war verachtenswert. Kein Wort von der Labour-Partei. Kein Wort von Ya’ir Lapid. Die neue Vorsitzende der Meretz-Partei, Esther Sandberg, hat zumindest die Jerusalemer Feier boykottiert. Labor und Lapid haben das nicht einmal getan.
Ich hätte erwartet, dass sich die Dutzende unserer tapferen Friedensorganisationen in einem dramatischen Akt der Verurteilung vereinen würden, einem Akt, der die Welt erregen würde. Es ist nicht passiert. Vielleicht waren sie in einem Schockzustand.
Am nächsten Tag demonstrierten die ausgezeichneten Jungen und Mädchen der Friedensgruppen gegenüber dem Likud-Büro in Tel Aviv. Etwa 500 nahmen teil. Weit, weit entfernt von den Hunderttausenden, die vor einigen Jahren gegen den Preis von Hüttenkäse demonstriert haben. Kurz gesagt: Wir haben unsere Pflicht nicht getan. Ich beschuldige mich selbst genauso wie alle anderen.Wir müssen uns sofort auf die nächste Gräueltat vorbereiten. Wir müssen uns jetzt für Massenaktionen organisieren!
Aber was alles übertraf, war die riesige Maschine der Gehirnwäsche, die in Gang gesetzt wurde. Seit vielen Jahren habe ich so etwas nicht mehr erlebt.
Fast alle sogenannten „Militärkorrespondenten“ fungierten wie Propagandaagenten der Armee. Tag für Tag halfen sie der Armee, Lügen und Fälschungen zu verbreiten. Die Öffentlichkeit hatte keine andere Wahl, als jedes Wort zu glauben. Niemand hat ihnen etwas anderes gesagt.
Dasselbe gilt für fast alle anderen Kommunikationsmittel, Programmmoderatoren, Ansager und Korrespondenten. Sie wurden bereitwillig zu Lügnern der Regierung. Wahrscheinlich wurden viele von ihnen von ihren Chefs dazu befohlen. Kein glorreiches Kapitel.
Nach dem Tag des Blutes, als die Armee mit Weltverurteilungen konfrontiert war und aufhören musste zu schießen („nur“ zwei unbewaffnete Demonstranten tötend), waren alle israelischen Medien vereint, um dies zu einem großen israelischen Sieg zu erklären.
Israel musste die Übergänge öffnen und Lebensmittel und Medikamente nach Gaza schicken. Ägypten musste seine Gaza-Überquerung öffnen und viele hundert Verwundete für Operationen und andere Behandlungen aufnehmen.
Der Tag der Schande ist vorbei. Bis zum nächsten Mal.
URL zum Artikel: https://www.counterpunch.org/2018/05/21/the-day-of-shame/
👍👍👍
(Wusste gar nicht das man Kommentare in dieser Länge bei Overton schreiben kann, vermerk ich)
Wie sie aufgezeigt haben hatte auch Uri Avneri einen Haufen Salat im Kopf.
Jeder Mensch hat seine Entwicklung.
Doch am Ende stand der Wunsch nach Frieden und Miteinander. Das ist wichtig.
und er war immer gegen das töten.
Der Autor versucht, beide Seiten zu verstehen, das sei ihm gegönnt. Jedoch schreibt er selbst, dass es den Israelis ausschließlich darum geht, israelisches Leben zu retten, und dafür dürfen dann zehntausende Paläsinenser gerne sterben, je mehr, umso besser, und es wird Platz für die „überlegene“ Ethnie. Das Drama wird erst enden, wenn der Wertewesten ganz am Boden ist und seine inneren Widersprüche dazu führen, dass er mit dem Rest der Welt nicht mehr mithalten kann. Er, der Wertewesten, legt täglich neue Fakten vor, damit er selbst uninteressant wird. Da nutzt es auch nichts mehr, China den Krieg zu erklären, China hat längst gewonnen. Bei einem Krieg gegen China und BRICS verschwindet der Wertewesten noch schneller. Die Indianer wurden weitgehend ausgerottet, andere Völker auch. Ich glaube nicht daran, dass das mit den Palästinensern auch so klappen wird, da kann sich Israel und die USA beeilen, wie sie wollen, es wird nicht klappen.
Das Drama wird vermutlich schnell enden, wenn die USA und Israel versuchen den
Iran zu bombadieren. Nach dem letzen Attentat auf den Iran durch israelische
Bomber hat der Iran, vermutlich auf anraten der Russen, sich noch zurück gehalten.
Seit dem dürfte er auch ein Arsenal von Hyperschall Waffen erhalten oder selbst
produziert haben.
man muss ja nicht den Teufel an die Wand malen.
In diesem Szenario ist Israel weg und die USA stehen mit heruntergelassener Unterhose da. Es gibt Millionen Tote und verseuchtes Gebiet, wo langsam gestorben wird.
Soweit darf es nicht kommen.
Nun ja wenn der Wertewesten am Boden ist, was kommt dann Scharia ? was weis ich.
Wirklich belastbare Werte und Einstellungen führen aber wahrscheinlich weltweit in allen Kulturen ein Nischendasein in irgendwelchen Randgruppen, Subkulturen.
Das Vakuum, sollte der Wertewesten zusammenbrechen, wird jedenfalls nicht automatisch zum Ausbruch paradiesischer Zustände führen vermute ich.
Israel ist eben ein klerikaler Kolonialstaat und verhält sich auch wie einer, da gibt es kein Einerseits und Andererseits. Einerseits: Man hört ja immer von dem vielbeschworenen Existenzrecht des Staates Israel. Andererseits: Für einen Palästinenser gibt es noch nicht einmal ein Existenzrecht auf ihr eigenes recht persönliches Leben. Es gibt ein schönes Sprichwort: Wer den Wind sät, wird den Sturm ernten und Israel wird wohl einen Orkan bekommen.
Vielleich erst einmal ein laues Lüftchen durch das Wedeln mit einem Haselnussbäumchen!
Ich nehme an:
Russische Soldaten sind Heinofans.
Als die erste und bisher einzige Oreschnik gezündet wurde, wurde gesungen:
🎼Schwarzbraun ist die Haselnuss…
Man kann ein Verbrechen nicht mit einen anderen Verbrechen rechtfertigen! In Deutschland nennt man das Whataboutism! Genau dies tut aber Moshe Zuckermann. Das muß und darf – im Namen der Menschenrechte -kritisiert werden.
Moshe Zuckermann nutzt die in Deutschland verpönte Methode des Whataboutism um die israelischen Kriegsverbrechen zu rechtfertigen! Das ist nicht OK!
Nebenbei, beim Überfall der Hamas auf Israel gab es ca. 1100 Tode Israelis. Wie viele davon Opfer von friendly fire waren wissen wir nicht. Wir wissen aber, das die Israelis zehnmal mehr Palästinenser, die Hälfte davon Frauen und Kinder, getötet hat. Das rechtfertigt nicht die Verbrechen der Hamas. Es zeigt aber eindeutig das Israel der Haupttäter ist. Das sieht die Weltgemeinschaft – mit Ausnahme der Israelis, der deutschen Obrigkeit und Trump – genauso!
Bei den Ausnahmen haben sie die AfD vergessen.
Auch die Blauen sind nur die andere Seite der selben Münze..
Es waren wie von Zeugen durchgesicket ist wahrscheinlich fast alle Opfer vom 7.10.
Opfer vom frienly fire. Die Zahl der Palestinänsischen Opfern seit dem ist mindestens
auf das fünfzig Fache der Israelischen anzusetzen. In UN Kreisen wird schon von
500.000 Opfern gesprochen. Zählen wird man sie wohl nie genau. Die Zahl ist aber
auch egal. Jeder Palestinänser der wahllos von den Israelis ermordet wird, ist einer
zu viel!
tut er nicht.
Sie haben das mit Einerseits und Andererseits nicht verstanden.
Genau das kritisiert er
Deutschland lädt israelischen Philosophen Omri Boehm aus. Auf Druck der israelischen Regierung. Boehm sollte anläßlich der Gedenkfeier zur Selbstbefreiung des KZ Buchenwald eine Rede halten. Aber Boehm ist ein ganz gefährlicher – er glaubt an universelle Menschenrechte auch für Palästinenser. Und an einen gemeinsamen israelisch-palästinensischen Staat. Also ein ganz gefährlicher Gleichheitsterrorist …. Die Gedenkstättenleitung hat Boehm ausgeladen um Überlebende zu schützen wie sagt.
„Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel.
Das sind wir unseren gemordeten Kameraden, ihren Angehörigen schuldig.“
Aus dem „Schwur von Buchenwald“ gehalten von den Überlebenden des KZ Buchenwald am 19.April 1945
nach der Rede von Jeffrey Sachs vor dem EU-Parlament wundert mich gar nichts mehr
https://helmutkaess.de/wp-content/uploads/2025/03/Professor-Jeffrey-Sachs-Rede-Die-Geopolitik-des-Friedens-19.-Februar-2025uar-2025.pdf
Dieser Mann gefährdet natürlich auch das mit bewundernswerter Hingabe durch die deutsche Propaganda gepflegte Narrativ des guten Israelis und des bösen Palästinensers.
Einfach nur mal zuhören, wie berichtet wird. Machen die Palästinenser eine Schandtat, gibt es keine Vorgeschichte, immer platzt die Untat in eine friedliche Welt. Machen die dagegen die Israels eine Schandtat, gab es immer eine Vorgeschichte, die sie auch eine Untat der Palästinenser bezieht. Israelis regieren, antworten, verteidigen sich nur.
Die Realität ist eine andere.
PS. Die Berliner Politik hat jetzt drei EU-Bürgern und einem US-Amerikaner wegen Protesten die Aufenthaltserlaubnis entzogen.
7 Oktober einerseits, möchten die meisten nicht wahr haben, wie auch Herr Zuckermann, trotz z.B. der jahrelangen Vorbereitung und Manipulation der Pager im Libanon. Andererseits sehr wahrscheinlich ließ Israel den Angriff von Hamas u. anderen Gruppen wissentlich geschehen, wie schon lange berichtet, hier nochmal von Lee Camp bis ca Min.: 13:00, UNREDACTED: Israel Knew Before Oct 7th – The New Shocking Info [Ep 7] https://www.youtube.com/watch?v=HZrhTBQLLaw
Meinerseits halte ich den 7.Oktober für einen überschätzen Tag, denn Israel war offenbar gewarnt worden und hat einige Tage verstreichen lassen. Möglich ist, daß in dieser Zeit eine neue Strategie entwickelt wurde, nämlich die langsame Ausbreitung des Herrschsftsraumes und die körperliche und moralische Zerstörung der Palaestinenser.
Man mag mich verrückt nennen, aber ich glaube sogar, dass der 7. Oktober vom Mossad
inziniert wurde. An der Entstehung der Hamas war der Mossad führend beteiligt. Das
„Zurückhalten“ der Sicherheitskräfte an Durchbruchort und das Verlegen des Musik-
Festivals in genau den Grenzbereich, muß schon von oben bestimmt worden sein.
31. 08. 1939, 02.08. u. 04. 08 1964, 11.09. 2001, 09. 10. 2024….
letztes Datum: 07.10.2024
@ Wolfgang Koethe
„Möglich ist, daß in dieser Zeit eine neue Strategie entwickelt wurde, nämlich die langsame Ausbreitung des Herrschsftsraumes und die körperliche und moralische Zerstörung der Palaestinenser.“
wirklich neu ist: die Ausreden sind inzwischen so fadenscheinig, daß gaaaaanz laaaaaaaaaaaaaaaagsam die Denkverbote fallen
Zum Terrorismus: Der Terrorismus ist der Krieg der Armen und der Krieg ist der Terror der Reichen. (stammt nicht von mir)
Die Palästinenser in Gaza und im Westjordanland werden Israel erhalten bleiben, da sie niemand aufnehmen wird und sie werden Israel wie ein Klotz am Bein hängen bleiben.
Im Umgang mit ihnen wird Israel sämtliche gängige Vorstellungen über Menschenrechte außer Kraft setzen und mehrere Groß KZ einrichten. Den Unterhalt der Insassen wird man wie üblich von Europa erpressen.
Aus persönlichen Eindrücken in Israel ist mir bekannt, dass es in der Darstellung des Landes keinerlei Hinweise auf palästinensische Gebiete gibt. Keine Ausbeulung der geraden Linien, außer am Golan da geht es nach Osten.
„From the River to the Sea“ gilt exclusiv für Israel.
Sonst guter Artikel, doch, wie so oft, sind Männerleben für Zuckermann verzichtbar: „… zählt man über 50.000 Tote, unter ihnen unzählige Kinder, Frauen und alte Menschen …“
er sieht die Männer halt nur als Soldaten, nicht als Väter und Söhne, Brüder etc..
Ansonsten ist der Artikel gut. Aber nett das sie das aufzeigten.
https://www.manova.news/artikel/eine-region-in-der-sackgasse
Ein Gespräch mit Walter van Rossum, Moshe Zuckermann, Karin Leukefeld und Norman Paech.
👍
Eines der größten Probleme im Gaza- wie auch im Ukraine-Krieg ist die als Berichterstattung firmierende Propaganda aller Seiten. So zuletzt im Fall der 15 getöteten palästinensischen Sanitäter.
„Palästinensische Sanitäter und Zivilschutzmitarbeiter sollen sich gefährlich auf eine israelische Einheit zubewegt haben. So stellte es bislang das israelische Militär dar. Ein Video, das bei einem Opfer gefunden wurde, scheint dies zu widerlegen.“
https://www.gmx.net/magazine/politik/nahostkonflikt/video-saet-zweifel-israels-darstellung-tod-15-getoeteten-rettern-40847634
„Inzwischen fand der Rote Halbmond bei einem der getöteten Sanitäter ein Mobiltelefon, auf dem die letzten Minuten des Rettungstrupps per Video und Audio aufgezeichnet sind. (…) Die Bildaufzeichnung bricht nach weniger als einer Minute ab, als der Konvoi unter israelischen Beschuss gerät. Die Tonaufzeichnung gehe aber mehrere Minuten weiter, schrieb die „New York Times“. (…) Nach Einschätzung des Roten Halbmonds wurden die unbewaffneten Rettungskräfte aus nächster Nähe erschossen – und nicht, wie die israelische Darstellung behauptet, aus einer Situation heraus, in der Soldaten auf sich nähernde verdächtige Fahrzeuge feuern.“
Es will ja schon was heißen, wenn gmx (Werbekonzern Stroer, glaube ich) so etwas veröffentlicht.
ergänzend:
„Wie unter anderem die englische Tagesszeitung The Guardian berichtet, wurden „einige der Leichen von 15 palästinensischen Sanitätern und Rettungskräften, die von israelischen Streitkräften getötet und in Gaza in einem Massengrab verscharrt wurden, mit gefesselten Händen oder Beinen und Schussverletzungen an Kopf und Brust aufgefunden“.
Dr. Ahmed al-Farra, leitender Arzt am Nasser-Klinikkomplex in Khan Younis, war Zeuge der Ankunft einiger der Überreste und schilderte dies gegenüber The Guardian wie folgt:
„Ich konnte drei Leichen sehen, als sie ins Nasser-Krankenhaus gebracht wurden. Sie hatten Kugeln in Brust und Kopf. Sie wurden hingerichtet. Ihre Hände waren gefesselt. Sie wurden gefesselt, damit sie sich nicht bewegen konnten, und dann wurden sie getötet.“
Laut übereinstimmenden Medienberichten liegen auch Fotobeweise vor. Der Guardian zitiert zudem noch weitere Augenzeugen, die diese Angaben ebenfalls bestätigen.
https://www.nachdenkseiten.de/?p=131202
Der Tod der 15 Sanitäter war eine Hinrichtung durch den israelischen Staat. So kann man es auch auf SPON sehen und lesen. Die Opfer waren gefesselt, als sie regelrecht exekutiert wurden. Das war eine bewußte Mordtat um das palästinensische Volk mit Terror einzuschüchtern und so reif für die freiwillige und unfreiwillige Vertreibung zu machen. Israel will das ganze Land palästnenserfrei machen….
Aus demokratischer Sicht ist es zwingend notwendig sich von diesen Mordaktion klar und unmißverständlich zu distanzieren. Das gilt auch für den Autor dieses Artikels.
In Deutschland des 3. Reiches drohte Regimegegnern, Deutschen, die Juden versteckten, Verfolgung und Tod. In Israel ist es noch nicht soweit, Israelis können sich noch relativ frei äußern. Trotzdem empfindet die Mehrheit der Israelis kein Mitleid mit den geknechteten palästinensischen Volk, im Gegenteil, sie unterstützen die Mordtaten ihrer Regierung mehrheitlich. Und aus Berlin werden Menschen abgeschoben, die sich propalästinensisch äußern.
Das kann so nicht hingenommen werden, Widerstand ist Bürgerpflicht!
Sage niemand, er hätte es nicht gewußt!
ich will kein einerseits und andererseits mehr hören! Ich fordere von Moshe Zuckermann eine klare Verurteilung dieser Mordaktion und ein klares Bekenntnis zu den Menschenrechten! Diese sind unteilbar. Sie gelten auch und gerade für Sanitäter!