Ukraine: US-Sicherheitsberaterin Susan Rice stellte im Februar 2014 eine verhängnisvolle Weiche

Trump hat gerade Susan Rice auf den Kicker, da sie im Vorstand von Netflix sitzt. Die Sicherheitsberaterin unter Obama hat mit der Anerkennung der Aufständischen, die Janukowitsch stürzten und das ausgehandelte Abkommen über einen friedlichen Übergang missachteten, den Konflikt und den Krieg mit zu verantworten. Ein Blick zurück.

mehr lesen

22 Kommentare

  1. äh, sorry, ich will ja jetzt nicht wie ein klugscheißender erbsenzähler erscheinen, aber man hat nicht wen „auf deN kiCker“, sondern jemanden „auf deM kiEker“.

    nix für ungut.

  2. Es gibt hinreichend Beweise dafür, dass die Schüsse aus Häusern der Maidan-Truppen kamen.
    Sie waren ein provokatives Attentat der Rechtsnationalen.
    Das ist sogar in der Ukraine klar.
    Der Westen hieß das gut und schwieg, weil er ein Interesse hatte, die Ukraine umzudrehen.
    Er schweigt bis heute, weil sonst seine Mitschuld am Desaster der Ukraine deutlich wird,

    1. Die haben es sogar selber zugegeben:

      11.4.2014:
      „Roman Koval, der Leiter der Rivne-Niederlassung des Rechten Sektors, räumte ein, dass die Methoden von Herrn Muzychko möglicherweise der russischen Propaganda in die Hände spielten, fügte jedoch hinzu, dass er die Überzeugung seines Kameraden verstehe und unterstütze, dass friedliche Proteste allein nicht immer echte Veränderungen bewirken könnten. Die „Februarrevolution“ in der Ukraine, so Herr Koval, hätte ohne den Rechten Sektor und andere militante Gruppen niemals stattgefunden.“
      https://www.nytimes.com/2014/04/12/world/europe/mystery-surrounds-death-of-fiery-ukrainian-activist.html?ref=world&_r=0

      Obwohl es jetzt genau 12 Jahre her ist, habe ich bis jetzt noch keinen einzigen Rückblick auf die „Revolution der Würde“ entdeckt.

    2. @ jjkoeln: gibt es da nicht umfangreiche Untersuchungen von einem kanadischen
      Uni – Professor und einer Ärztin, die die Schusswechsel untersucht haben ?

    3. @ jjkoeln und Mitleser

      Es gibt hinreichend Beweise dafür, dass die Schüsse aus Häusern der Maidan-Truppen kamen.

      Ja, die gibt es in der Tat. Einige der umfänglichsten und detailliertesten Analysen dazu liefert Ivan Katchanovski. Kein pöser Linker, sondern ein Politikwissenschaftler. Ursprünglich sogar selbst aus der Westukraine stammend und für seine akribische Suche dann vom Post-Maidan-Regime unter anderem mit der Enteignung des (groß)elterlichen Hauses ausgezeichnet sowie von westlichen „Akademikern“ mit Ehrentiteln wie „Verschwörungstheoretiker“ oder „abgerutscht“.

      Von Katchanovski gibt es (auf Englisch) beispielsweise den Aufsatz The Maidan Massacre Trial and Investigation Revelations: Implications for the Ukraine-Russia War and Relations hier und natürlich sein neues Buch The Russia-Ukraine War and its Origins dort. Falls jemand aus dem Rund tiefer einsteigen möchte…

      Moneyquote aus Katchanovskis Aufsatz:

      Careful analysis of publicly available evidence revealed during the Maidan mas¬sacre trials and investigations, shows beyond reasonable doubt that the four killed and several dozen wounded policemen, and nearly all of the 49 killed and 157 wounded Maidan protesters, were shot by snipers in Maidan-controlled buildings and areas. Even the Ukrainian Prosecutor General’s investigation determined that about half of Maidan protesters were wounded from locations other than the Berkut police positions and did not charge anyone with their attempted murder. The GPU investigation also initially found that the snipers in the Hotel Ukraina massacred the protesters. This hotel was controlled at the time by the far-right Svoboda party, which stated before the massacre that it took it under its control and guard.

      Ein Sager wie…

      zumindest einige Schüsse von Dächern besetzter Häuser von Mitgliedern der bewaffneten Maidan-Gruppen abgegeben wurden, um die Stimmung gegen die Regierung aufzuheizen. Es wurden aber auch russische Agenten dafür verantwortlich gemacht.

      … kann daher durchaus mit dem aus Pandemieregime-Zeiten so beliebten Ausdruck „false balance“ belegt werden oder bräuchte zumindest mehr „Kontextualisierung“ respektive eine Zurückweisung der westlichen „Verschwörungserzählung“ vom russischen Agenten. 🤷‍♂️

    1. Das ZDF hatte einen Bericht aus dem Hotel „Ukraina“ in dem nicht nur Bewaffnete zu sehen waren, sondern hat auch die Reporterin davon gesprochen, das von dort geschossen wird. Das Hotel „Ukraina“ war zu dem Zeitpunkt von den Truppen Parubijs besetzt.

  3. Autoren, die über die Vorgänge auf dem Maidan berichten, scheinen sich davor zu fürchten, auf die entscheidende Rolle der ukrainischen Nazis hinzuweisen, welche diese beim Putsch spielten, ohne sie hätte es keinen Putsch 2014 gegeben.

    Wikipedia, Beileibe kein Putinversteher, stellte fest, dass der Krieg in der Ukraine 2014 begann. (Wobei als Beginn aber nicht der Putsch sondern die »Annexion« der Krim angegeben wurde).

    https://de.wikipedia.org/wiki/Russisch-Ukrainischer_Krieg

    Ein stabiler Frieden zwischen der Ukraine und Russland ist nur möglich,
    wenn 1. in einem Friedens-Abkommen festgelegt wird, dass den Bandera-Anhängern das Handwerk gelegt wird, und wenn 2. die Mitglieder der EU-Kommission sich eingestehen, dass sie mit ihrer russophoben Politik auf das falsche Pferd
    gesetzt haben und damit gescheitert sind, (was aber von den gegenwärtigen europäischen Regierungs-Chefs nicht zu erwarten ist).

    1. Am 14.April 2014 beschloss der Sicherheitsrat der Ukraine ,unter Beisein des CIA-Chefs Brennan, die „Antiterroristische Operation“. Die Bürger der Ukraine, die mit dem Putsch nicht einverstanden waren und dagegen protestierten, wurden pauschal zu „Terroristen“ erklärt und die Armee ( entgegen der ukr.Verfassung) zusammen mit rechtsradikalen und faschistischen Milizen und den Privatarmeen der Oligarchen Kolomoisky, Pintschuk, Firtasch…. In Marsch gesetzt. Ihr Auftrag , die „Watniki“, die „Moskals“ zu vernichten.

      1. Am 14.April 2014 beschloss

        Hierzu erlaube ich mir mal ein wenig aus dem Geschichtsbuch einzustellen…

        On April 12, 2014, fifty-two armed volunteers arrived into Sloviansk, led by Strelkov. Six or seven out of them had Russian citizenship and the rest were from Ukraine, including Crimea. They walked for 15 kilometers across the border area until they were met by a local activist who hired a Ukrainian postal service delivery vehicle to transport the group to Sloviansk. Importantly, they brought with them 250 military uniforms which gave the would-be rebels an image of an organized force with a hand behind it, although this was a bluff. Strelkov’s group included Motorola whom he met in Crimea and selected from among Russian volunteers who came to support the protesters there. Motorola (real name Arsenii Pavlov), a working class lad who acquired a legendary fame as a fighter, was a Russian citizen born in Komi who served in Chechnya as a contract trooper in communications, – hence the sign Motorola, – and worked as a security guard in IKEA store and at a car wash in Rostov. He was hardly an assuming character, short and plain.

        Joined by the local activists on arrival, Strelkov’s force raided the police station and then—an SBU office. City administration offered no resistance and let the insurgents occupy it. In a few hours the city was in their hands without any casualties. In Strelkov’s account, the dash to Sloviansk was a big Russian Springimprovisation and his own initiative.

        (…)

        [Matwejewa unterlässt es darauf hinzuweisen, dass siginfikante Teile des Kremls gegen Girkins Zug waren und versuchten ihn zu unterbinden. Dies schildert dafür Zhuchkovsky in 85 Days in Slavyansk, Anm. CR]

        However, the scarcely known town of Sloviansk (in Ukrainian, Slavyanskin Russian) was not an obvious choice, although the symbolic significance of the name contributed to its selection, as well as its proximity to Christian Orthodox holy sites.

        (…)

        One plausible explanation of the advance on Sloviansk was its strategic location on the highway to Kharkiv, but it made sense only if a Russian military intervention aimed at Ukraine’s second largest city was to follow. Much to Strelkov’s regret, this did not happen, although he argued that the course of history could have been changed: “if I had been given 500 machine guns and trained people, I could have taken Kharkov when there was still an element of surprise. By the time I got something, it was too late because the Ukrainian army came to their senses and started to fight.” This sentiment is echoed by Prince: “our loss was that we did not occupy Kharkov during the chaos when administrative buildings were changing hands back and forth. This could have been done, and Ukraine would have negotiated seriously in that case.”

        Otherwise, Strelkov observes, “Slavyansk was a difficult location for our purpose, as it was a town located at the far northern end [of Donbas], easy to surround and hard to defend.” By going there, Strelkov was plunging into the unknown, because if the adventure found no local support, it would have made no sense, but:

        Slavyansk did not fail our expectations—200 people enlisted on the first day. The religiousness of the population and the Orthodox Church, which blessed our cause, played a role. Although Slavyansk isn’t an industrial town but a resort, the local support was greater there than in Kramatorsk, where it took longer to get going. At that moment, I was glad when anybody—even fancy-dressed Cossacks— turned up, because everything was needed here and now.

        When Sloviansk fell into the hands of the rebels and uprisings erupted in other cities, the next day—on April 13, 2014—the Anti-Terrorist Operation (ATO) was launched. It was announced by Rada’s speaker and acting president Oliksandr Turchynov who said that “we’re not going to allow Russia to repeat the Crimean scenario in Ukraine’s East.” Kyiv escalated the conflict by declaring the other side “terrorists,” with whom no talks could be held. The challenge to Strelkov did not take long to come, and the Ukrainian attack started immediately. First fighting casualties were sustained in Sloviansk on April 13 when Ukraine’s security service officer was killed and another five wounded. At least one pro-Russian activist –local rebel Ruben Avanesyan from Donetsk was also killed in the gunfire and two injured. Several young local rebels were killed in different episodes during April in the ATO attacks on their block posts outside Sloviansk. It is believed that one of the key combat roles in the armed action in Sloviansk was played by Romashka (call sign “Daisy,” real name Sergei Jurikov), a Ukrainian citizen born in Sevastopol who lived in Kyiv. Romashka was a church bell ringer and not a tough paratrooper as many who met him at the time thought. Romashka came with Strelkov from Crimea and was killed in the second serious bout of combat in May.33 On May 2–3, Kyiv attempted an offensive but lost in the first hours two Mi-24 helicopters which were firing at the rebel positions. One helicopter was shot down by Granddad, a 76-yer old Afghan war veteran from Russia and Strelkov’s mentor. When the ATO forces failed to take the city by storm as planned, they halted further direct infantry assaults.

        Quelle: Anna Matwejea, Through Times of Trouble, S. 106-108

        Also – der 13.04. war’s. Und ansonsten natürlich Putin. Der hat ja immer persönlich die LKWs nach Donezk und Slawjansk gefahren:

        At first, the rebel forces were small. A trickle of volunteer combatants from the Russian side was arriving in April-May, but many did not get as far as Sloviansk, and stayed in Luhanska oblast, closer to the border. Getting to the territories from the Russian side was not easy because the border was patrolled by Russian border troops and the Ukrainian side introduced checkpoints on the main roads. Prince describes his journey:

        We only managed to cross on the second attempt because we were turned back and fined by the Russian guards at the first try. Once we got through, there was no real plan. Locals explained how to get to Lugansk and get in touch with the rebels. There wasn’t much to do there, and we decided to proceed further. We took several locals with us who were not keen on simply protecting sandbags [manning the barricades] and wanted action. When we got to Donetsk city, we met the people we’d been in touch with before, and they then had advised us to go to Slavyansk. The Ukrainian side had already blocked the roads and we travelled through the green zone

        On arrival, they joined Strelkov’s forces. Strelkov’s role was more of a political leader of the uprising, in which he landed almost by default as he was prepared to face the cameras while most other rebels covered their faces with balaclavas.

        Quelle: dies.: 109 f.

  4. In dem Augenblick, wo Gewalt angewendet wird, um eine gewählte Regierung
    abzusetzen, kann man nicht von einem Staatstreich sprechen, man muss es.

    1. @ Lichtenberg

      Ist das nicht die der oun?

      So was hier liefert Shutterstock. Titel: „Ukrainische Nationalisten OUN UPA Flagge“

      Es könnten natürlich auch einfach brave Jungs vom Rechten Sektor gewesen sein. Deren Flagge sieht recht ähnlich aus. Siehe hier. Machen aber mehr in Schrift. Die schwarz-roten UNA- / OUN-B-Flaggen wehten ja gefühlt über den halben Maidan.

      Westipedia schreibt zum Thema:

      According to Serhy Yekelchyk, the image of Stepan Bandera acquired a new meaning in the course of the Revolution of Dignity as a symbol of resistance to the corrupt Russian-sponsored regime, set apart from the historical role of Bandera as a supporter of ethnonationalism— this symbolism as it relates to the red-and-black flag was further strengthened when Right Sector formed military units that fought in Eastern Ukraine. Andrii Portnov argues that this was facilitated by a rejection of Russia’s portrayal of Ukrainians as ‚fascists‘ and ‚Banderites‘ and a general lack of knowledge about the activity of the UPA.

      Tja, „völkisch“ ist ja auch ein ganz harmloses Wort, das man einfach wieder mehr benutzen sollte…

      der Banderafaschisten?

      Ich bitte Sie! Das waren sehr anständige Leute! Die haben mit Verwandten aus meiner Familie zusammengearbeitet, waren viel an der frischen Luft, haben Leute begleitet, sind rumgekommen und haben was getan für ihr Land. Man kann doch jetzt nicht einfach jeden SS-Mann einfach so als Faschisten bezeichnen! Was kämen „wir“ denn da hin?!

  5. Am 20. 2. 2014 konferierte ein deutscher Außenminister mindestens 8 Stunden lang mit den Anführern des „bewaffneten Maidan“ in der bundesdeutschen Botschaft. Am 21.2. 2014 beriet besagter Außenminister zusammen mit dem Polen Sikorski, von dem bekannt ist, das er engste Kontakte zum britischen MI-6 hat, und dem französischen Außenminister im Präsidentenpalast von Kiew mit dem demokratisch gewählten Präsidenten der Ukraine, Ein Abkommen, das die Unruhen beenden sollte, wurde vereinbart. Die drei Staaten Frankreich, Polen, BRD traten darin als Garantiemächte auf. Am folgenden Tag erfolgte die verfassungswidrige Entmachtung des Präsidenten Janukowitsch und die Einsetzung eines Herrn Turtschinow als neuer Präsident. Dieser wurde umgehend von der BRD, Polen und den USA anerkannt. Frankreich gönnte sich eine Schamfrist von einem Tag…
    Am 2.Mai 2014 erfolgte das Massaker/ der Völkermord von Odessa. Nur wenige Tage später reiste besagter deutscher Außenminister nach Odessa, um mit den Organisatoren/ Finanziers des Verbrechens zu konferieren. Pressefotos zeigen ihn, feist grinsend, Arm in Arm mit den Herren Kolomoisky, Parubij, Tjagnibok … Bis auf den Herrn Kolomoisky kannte er die anderen Herren nach vom 20.Februar in der deutschen Botschaft. Sollte es ein Nürnberg 2.0 geben, gehört der Typ unbedingt vor Gericht!
    Und wenn man die Susan Rice erwähnt, dann sollte auch der Name Victoria Nuland-Kagan nicht unerwähnt bleiben. In ihrem berüchtigten Telefonat vom Januar 2014 (sic! ) mit dem US- Botschafter in Kiew, in dem sie „Fuck the EU“ sagte und die Namen derjenigen bekannt gab, die nach dem Putsch bestimmte Funktionen übernehmen sollten. Und natürlich hat auch „Jaz ist unser Mann“ Jazenjuk das Amt des Ministerpräsidenten der Ukraine am 22.2.2014 übernommen….
    Der Putsch vom Februar 2014 in der Ukraine ist der bestdokumentierte und offensichtlichste Putsch des „Westens“ der letzten Jahrzehnte. Ob nun von den USA ausgehend mit tatkräftiger Unterstützung ihrer europäischen Laufburschen, oder ursprünglich von den Europäern geplant und nur im letzten Moment von den USA übernommen, ist nebensächlich. Schuldig haben sich sowohl der US-Präsident Obama mit seiner Regierung als auch EU- Politiker ( BRD, Polen, Frankreich) gemacht.

  6. @ Florian Rötzer, ich hab vorsichtshalber noch mal nachgeschaut, Landshut liegt in Bayern. Kieker ist ein echt spezieler Begriff aus dem Norddeutschen/ Plattdeutschen und in Landshut nicht unbedingt Mundart. Aber schön das die Redewendung noch Verwendung findet.
    >Weit verbreitet ist es hingegen in der Redewendung Jemanden auf dem Kieker haben. Ursprünglich bedeutet diese Redewendung, dass jemand durch ein Fernrohr oder Fernglas genau beobachtet wird. In der heutigen, übertragenen Bedeutung steckt dahinter, dass jemandem genau auf die Finger gesehen wird, in der Hoffnung, dass dieser etwas falsch macht und dann kritisiert werden kann.<
    Heute mal ganz allgemein: schön das du weiter schreibst und uns immer wieder auf Gedanken bringst…. Danke dafür

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert