Lassen sich Deepfakes von Gesichtern an den Augen erkennen?

Augen sollen die Fenster zur Seele sein. Astrophysiker wollen mit ihren Methoden anhand der Licht-Reflexionen erkennen können, ob es sich um echte oder simulierte Augen handelt.

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4 Kommentare

  1. Also eher wohl nicht. Damit kommt man der Fälschung nicht auf die Spur.

    Bei KI-generierten Bildern kann man beobachten, dass das Ray-Tracing fast perfekt beherrscht wird. Wenn eine Parkbank vor einem Auto steht, dann hat ein von dort kommender Lichtstrahl Priorität vor der vom Auto kommenden. Das ist normalerweise schwer zu programmieren, aber die KI scheint das mühelos zu beherrschen. Da staunt der Dino. So werden wir älteren Programmierer ja von diesen KI-Fritzen genannt. Und neuerdings Lieseln.

    Da die KI nun das Raytracing so gut beherrscht, wird sie wohl kaum Schwierigkeiten haben, die Spiegelungen in den Augen konsistent hin zu bekommen. Das ist vergleichweise eine einfache Übung.

  2. An den Augen lässt sich von Menschen ablesen, ob jemand lebt oder tot ist, sie sind, wie man sagt, die Spiegel oder das Fenster zur Seele

    Die meisten Insassen der kapitalistisch-imperialistischen Gegenwartsgesellschaft scheinen mir aber auch im vorgeblich „belebten“ Zustand alles andere als lebendig. Vielmehr kalt, entseelt, den Kopf gebeugt und die Augen beständig auf das blitzende und blinkende Stück Plastemetall gerichtet, das sie mit sich herumschleppen wie die Schnecke ihr Haus. Das Blitzdings, das wie ein Brot aussieht und mit dem die immer herumplappern – Sie wissen schon.

    Im Gegensatz zu einem Schneckenhaus erscheint mir dieses sog. „Smartphone“ gleichwohl weder lebensnotwendig noch sonderlich nützlich (außer für die Herrschenden als freiwillig von den Beherrschten getragene elektronische Fußfessel). Früher wurden die sog. „Irren“ ja kritisch beäugt und nicht wenige sind dezent auf Abstand gegangen, wenn solche Typen sabbernd, kauend und in Selbstgespräche oder Konversationen mit nicht anwesenden Dritten versunken am Bahnsteig neben ihnen standen. Heute wird man kritisch beäugt, wenn man still und einsam ein Buch auf einer Parkbank liest oder kein solches Blitzdings in Händen hält mit dem man seine Selbstgespräche führt, um freundlicherweise das ganze Abteil an seinem Leben teilhaben zu lassen. O tempora, o mores!

    Astrophysiker wollen mit ihren Methoden anhand der Licht-Reflexionen erkennen können, ob es sich um echte oder simulierte Augen handelt.

    Wie wäre es eigentlich mal all die scheinbar „natürlichen“, da institutionalisierten „Deepfakes“ unser ach so tollen Gegenwartsgesellschaft zu erkennen? Oder besser: zu enttarnen? Zu schauen, wer ein echtes Leben führt und wer bloß ein simuliertes? Ich würde sagen, die große Mehrheit gehört zu letzterer Gruppe.

    In diesem System wird doch seit Äonen gefälscht und getürkt was das Zeug hält, nur um anderen (und sich selbst) was vorzuspielen. Um den gesellschaftlichen „Erwartungen“ (was immer das ist) und Moden zu entsprechen. Um ganz groß rauszukommen. Um ein bestimmtes „Image“ (das schöne deutsche Wort „Bildnis“ ist „out“, wäre aber passender) von sich und seinem Status zu projizieren. Man will ja „wer“ sein – vorzugsweise dann, wenn man innerlich entseelt ist, nichts Eigenes hat und sein urtümliches Selbst längst hat abspalten müssen. Dann versucht man die entstandene Leere zwanghaft mit Konsum, Ideologie, Ablenkung und sonstigem Zeug zu füllen und über Fremdbewertungen zu sich selbst zu finden (funktioniert aber nicht, zumindest nicht auf Dauer). Und passt sich an, unterwirft, fälscht und verdreht sich bis zum geht nicht mehr.

    Ich sage nur: Falsche Wimpern, falsche Bärte, falsche Brüste, falsche Nägel, falsche Lippen, falsche Zähne, falsche Muskeln, falsche Taille, falscher Geruch, falsche (Scham)Haare, falscher Schwanz, falsche Haut (erkennen Sie Ihre Frau eigentlich noch, wenn sie ungeschminkt das Haus verlässt? Ist ungeschminkt das Haus verlassen nicht ohnehin krank und gehört verboten?)… Und die Augen(farbe) fälscht man doch auch nicht erst seit dem Aufkommen der KI…

    Von den ganzen Accessoires und sonstigem Tand und Tricks, die die Leute verwenden, um Bildnisse von sich in die Welt zu setzen und das (scheinbar) perfekte Selbstbild zu kreieren, ganz zu schweigen:

    Gefälschte Uhren, gefälschte Hemden, gefälschte Handtaschen, gefälschte Stile, gefälschte Beziehungen („Ich liebe dich so sehr, Schatzi – auch wenn ich dich mit dem halben Dorf betrüge“), gefälschte Pässe, gefälschter Führerschein, gefälschte Zeugnisse, gefälschte Urkunden, gefälschte Lebensläufe (Keine Grüße an die Frau, die hierzulande Außenministerin spielen darf), gefälschte Erfolge, gefälschte Steuerbescheide, gefälschtes Geld, gefälschte Lasagne (*Wieher!*), gefälschter Wein, gefälschte Orgasmen, gefälschte Gemälde, gefälschte Anschuldigungen, gefälschte Traumata („Nur wegen dem angelsächsischen Zinsjuden-Schiedsrichter ist Deutschland nicht ins EM-Halbfinale gekommen!“), gefälschte Follower, gefälschte Reisen (woran erkennt man eigentlich Reisefoto-Deepfakes?), gefälschte Welt, gefälschte Familie, gefälschte Fälschungen… ich könnte stundenlang so weitermachen.

    [Aber apropos Familie: Während des Pandemieregimes haben so manche mit ihrer „Familie“ über Wochen Dauerkonfrontierte erst mal lernen und erkennen müssen, was ihnen da an „Verwandtschaft“ so gegenübersitzt – hat aber offenkundig nicht lange gewirkt, der Schock.]

    Nein, das ganze Land, die ganze Gesellschaft, kurz: das ganze System ist von hinten bis vorne FALSCH und verlogen. Das wissen vielleicht die meisten Foristen hier, aber nicht die Leute da draußen an den Geräten. Die haben sich nämlich entweder häuslich in ihrer Lebenslüge eingerichtet oder trotten mit, weil sie den Realitätsschock nicht aushielten. Gut, ich konzediere – es gibt auch draußen wohl viele, die es eigentlich wissen und trotzdem nichts machen. Das sind womöglich die schlimmsten.

    Und was machen wir nun, die wir wissen, dass es kein richtiges Leben im falschen gibt? Na, nüschte. So wie immer. Jagen wir einfach eine andere Sau durchs Dorf. Hat jemand mitbekommen, was Hoeneß unlängst über die Transferpolitik bei den Bayern gesagt hat…?

    PS: Für interessierte Kreise – neue Artikel meiner Kolumne sind bereits eingereicht. Ist aber Urlaubszeit, kann also noch etwas dauern.

    1. Wieder mal hübsch und (leider) treffend formuliert.
      Die Dinge, die Sie aufzählen, sind die, die auch mich schon seit Jahren wahnsinnig machen. Zunehmende Entfremdung, fehlende Natürlichkeit und Authentizität, schwindende (oder gar nicht erst vorhandene) Empathie, z.T. völlige Gleichgültigkeit, uvm., aber gleichzeitig den größten Schwachsinn mitmachen.
      So viele Wände gibt’s gar nicht, gegen die ich meine Stirn immer wieder knallen möchte.
      Und daß die Men in black einen Großteil der Erdbevölkerung (zumindest die mit einem entsprechenden Endgerät) geblitzdingst haben, halte ich für eine unumstößliche Tatsache.

  3. Florian Rötzer ist auf die KI gekommen.
    Er sollte mal seine Frau fragen ob das einen Sinn ergibt. Aber vielleicht hört die auf den Namen Schatz und ist schon längst durch eine wohl trainierte KI ersetzt. Schau mir in die Augen Kleines bevor das Licht ausgeht.

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