EKD-Debatte: Nuklearismus ist Häresie

Statt ein endloses Dilemmas zu verwalten, sollte sich die Kirche zum Atomwaffensperrvertrag als einem Zeichen möglicher Umkehr bekennen.

mehr lesen

18 Kommentare

  1. „[…]Gleichzeitig ist die Benennung nach Gustav-Adolf, der als Kriegsherr und Militär wie als Defensor fidei auftrat, auch eine Herausforderung innerhalb der gegenwärtigen EKD. Über den Namenspatron des Gustav-Adolf-Werks ist auch intern viel gestritten worden. Kritisch erschien unter anderem, dass er sich an einem Krieg beteiligt hat.

    Der seinerzeitige Ratsvorsitzende Wolfgang Huber sah dies wie folgt:

    „Den Kriegsherrn und den Verteidiger seines Glaubens zusammen zu sehen: das ist – die keineswegs einfache – Aufgabe, vor die uns die Erinnerung an Gustav Adolf stellt.“

    – Wolfgang Huber: Predigt im Festgottesdienst 175 Jahre Gustav-Adolf-Werk in Lützen, 6. November 2007[23]

    Nach eigenen Angaben distanziert sich das Gustav-Adolf-Werk ausdrücklich von militärischer Gewalt als Mittel der Glaubensverbreitung ebenso wie von nationalistischem Missbrauch seines Namenspatrons. Die Vereine wie das Hilfswerk würden sich seit Anbeginn für bedrängte evangelische Minderheiten betont mit zivilen Mitteln einsetzen, mit Spenden, Bildungsmaßnahmen und moralischer Unterstützung. Gleichzeitig werde Gustav II. Adolfs persönlichem Glauben, Mut und Lebenseinsatz nach wie vor Respekt gezollt.[7] […]“

    Quelle und kompletter Text:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Gustav-Adolf-Werk

    Ach, waren das noch Zeiten 2007 – lange vor der militaristischen Zeitenwende des Ex-Kanzlers Olaf Scholz im Jahre des Herrn 2022 durch den Russland-Ukraine-Krieg…. 🙁

    Hier sieht Mensch wieder, dass Kritik an Religion eine wahre Sisyphosaufgabe ist, und der sprichwörtliche Stein immer wieder auf’s Neue auf den Berg gerollt werden muss. 🙂 😉

    Säkularer Gruß
    Bernie

  2. Dranbleiben Herr Paetzhold ! Mehr und härter beten, öfter in die Kirche gehen und intensiver die Bibel lesen. Dann werden schon Putin, Trump und Bibi einknicken. Glauben Sie MIR !

    1. Der Witz an Leuten wie Ihnen ist, dass Sie sich vermutlich noch einen Atomkrieg schönreden könnten, Hauptsache nicht an den christlichen Gott glauben und an die Feindesliebe.

      Die deutschen Amtskirchen? Geschenkt, aber das Evangelium ist eindeutig! Gewalt ist NIE EINE LÖSUNG und es gibt keine stärkere Kraft als die Liebe!

      Ihre angeblich so rationale Haltung hat die Menschheit an den Abgrund gebracht! Wie oft können wir uns und diesen ganzen Planeten mit den ganzen Atomwaffen in die Luft jagen? Nun oft genug jedenfalls.

      SIE sind der Meinung, christliche Pazifisten seien irrational? Wann sind dann bitte Sie?

      Und dann wüsste ich gerne noch, wieviele Konflikte SIE PERSÖNLICH zu Ihrer Zufriedenheit mit Gewalt gelöst haben. Also bei mir ist die Zahl Null. Man kann keine Konflikte mit Gewalt oder auch nur mit Zwang lösen, denn dann gibt es immer einen Unterlegenen und die Spirale fängt von vorne an.

  3. So lange es Religionen gibt, wird es auch Krieg geben.
    Religionen sind immer exkludierend und waren zu allen Zeiten, Wasserträger des wie auch immer gerade herrschenden Systems.
    Religionen haben mehr Leid über die Menschheit gebracht, als alle Kriege zusammen.

  4. Die evangelische Kirche ist halt keine Kirche, sondern der ideologische Ableger der westlichen neoliberalen Eliten. Wer da Mitglied ist, der weiß schon woran er ist.

  5. Da mit dem kommenden Atomkrieg sowieso alle irdische Trübsaal gelöst sein wird,
    sollte die Kirche auch nicht mehr so streng sein und nicht mehr auf die feierliche Einschiffung von ungewollten Nachwuchsschreihälsen in kleinen Körbchen in nahegelegenen Flußläufen bestehen.
    Ein einfaches runterspülen im häuslichen Klo sollte jedermann freistehen (und Frauen auch).

  6. „[…]Epstein-Skandal: Der gefährlichste Verschwörer ist Trump

    Donald Trump wollte die Epstein-Akten unter den Tisch kehren.

    Die vielen Schwärzungen nähren aber den Verdacht, dass er selbst Teil von Epsteins Netzwerk war.

    28.02.2026 – Artikel von Hugo Stamm.

    Der Epstein-Skandal enthält fast alle unheilvollen Ingredienzien, die es braucht, um Verschwörungstheorien zu konstruieren und ins Kraut schiessen zu lassen. So weiss man vom jüdischen Investmentbanker Jeffrey Epstein nicht recht, wie er zu seinem Reichtum gekommen ist. Der reiche Jude ist ein klassischer verschwörungstheoretischer Stereotyp. Weiter riecht das Netzwerk von Epstein nach Verschwörung. Der Banker hatte einen riesigen «Club» von mächtigen Exponenten aus Politik, Wirtschaft, Adel und Kultur aufgebaut.

    Die klandestinen Verschwörungstreffen und die Rituale fanden ausserdem auf einer abgelegenen Privatinsel statt. Und nicht zuletzt: Die sexuellen Rituale und Missbräuche von Mädchen und jungen Frauen durch prominente Männer befeuerten die Fantasie von Verschwörungstheoretikern.

    Augiasstall ausmisten

    Diese waren überzeugt, dass Donald Trump nach seiner Wahl den Augiasstall ausmisten und die Verschwörer hinter Gitter bringen werde. Schliesslich hatte er im Wahlkampf versprochen, die Epstein-Akten zu veröffentlichen und die Täter zur Rechenschaft zu ziehen.

    Damit sicherte er sich die Stimmen der MAGA-Anhänger, der republikanischen Wählerinnen und Wähler und der Millionen von evangelikalen Christinnen und Christen. Und von den Schwurblerinnen und Schwurblern.

    Trump erinnerte sich nach der Wahl nicht gern an sein Versprechen und wollte die Epstein-Geschichte unter den Teppich kehren. Es gebe wichtigere Probleme, beruhigte er die Szene der Verschwörungstheoretiker und die MAGA-Leute. Diese waren verärgert und machten Druck.

    Dass der US-Präsident zögerte, weil er vermutlich selbst zum ominösen Netzwerk gehörte, konnten sich seine Anhänger nicht vorstellen. Klagen und gerichtliche Anordnungen zwangen Trump schliesslich, die Akten doch noch zu veröffentlichen.

    Es kam zu Verzögerungen und zur ratenweisen Publikation, was viele stutzig machte. Danach nährten grossflächige Schwärzungen den Verdacht, dass die Behörden heikle Informationen abgedeckt hatten.

    Juristen und Journalistinnen wiesen diese Woche ausserdem nach, dass Akten, in denen der Präsident erwähnt wurde, fehlen oder verschwunden sind. Trump wurde verdächtigt, seine Hände im Spiel gehabt zu haben.
    Die Dauerberieselung mit digitalem Dreck sickert unweigerlich in die Köpfe vieler Leute und wird allmählich zur Normalität.

    Es zeigte sich, dass sein Name in den Akten vielfach aufgeführt war. Fotos mit Epstein und jungen Frauen sowie Sprachnachrichten belegten seine Nähe zu Epstein. So kam erneut die Frage auf, ob Trump selbst Teil des Netzwerks war, das er zu bekämpfen versprochen hatte.

    Auffällig ist weiter, dass das Justizministerium kurz nach Veröffentlichung der Akten erklärte, es werde keine strafrechtlichen Untersuchungen geben. Es stellt sich die Frage, ob das FBI nicht von sich aus hätte aktiv werden müssen, geht es doch um Offizialdelikte. Oder ob Trump die Behörden unter Druck gesetzt hatte.

    Viele Beobachter fragen sich, ob Mitglieder des Netzwerkes Trump unter Druck setzen oder erpressen, weil sie Beweise von der Verbindung von Trump mit Epstein besitzen, mit denen sie den Präsidenten hochfliegen lassen könnten.[…]“

    Quelle und kompletter Text:

    https://www.watson.ch/blogs/sektenblog/559301376-sektenblog-der-epstein-skandal-zeigt-eine-verschwoerung-der-eliten

    Ohne weiteren Kommentar – Nur soviel ich wies bereits darauf bei Overton hier darauf hin 😉

    Gruß
    Bernie

  7. Guter Text
    mit gelungener und zutreffender Zuspitzung („Nuklearismus ist Häresie“).

    Im Grunde fängt das Problem bereits da an, wo eine Kirche ÜBERHAUPT Kommentare zu weltlichen und politischen Dingen abgibt.
    Der einzig geeignete Kommentar sollte hier das eigene Handeln und Vorbild sein – sowohl privat als auch öffentlich als Organisation.

  8. Die Vögel aus der „DDR-Opposition“ haben seit der Übernahme der Ostzone durch die westelbischen Kuponschneider ausgedient.
    Wie das mit nützlichen Idioten nunmal so ist.

  9. Rührend, wie sich mal wieder Einer abmüht, aus dem Christenglauben Honig zu saugen … Zusammen mit den anderen abrahamitischen Religionen schnell in den Ausguss damit und kräftig spülen!

  10. Die Herren Foristen hier nehmen das falsche Objekt, um mal wieder auf die Kirche zu schimpfen. Das kostet sie nix.

    Ich möchte dieselben Herren am Infostand einer (säkularen) Friedensinitiative auf der Straße sehen. Schimpfen die da ebenfalls nur? Oder haben sie etwas zu sagen??

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert