Angst vor neuem deutschem Militarismus in Europa

In Frankreich und Polen wächst die Sorge über die neue Militärmacht Deutschland. In Berlin findet die Kundgebung "Unbezwingbar - Kein Bock auf Krieg und Wehrpflicht!" am Samstag statt.

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8 Kommentare

  1. Sehr geehrter Herr Nowak

    Sie haben sich vertippt

    Falsch = „Aber den Lokführer stellt jetzt Berlin.“
    Richtig = „Aber den Führer stellt jetzt (wieder) Berlin.“

    Und sobald der Kriegszustand ausgerufen wird, werden sich alle nach Corona und dem Lockdown zurücksehnen während Rollkommandos flüchtige Wehrdienstleister (bis 70 Jahre ) von der Straße wegfangen und Bürgergeldempfänger mit dem Bus an die Front gebracht werden

  2. den neuen Militarismus ein, der in Deutschland spätestens mit der von Olaf Scholz propagierten Zeitenwende unverkennbar dominiert.

    Nö nö nö, Herr Novak, das hat viel früher begonnen. Wäre man kleinlich, würde man sagen, dass sich Ende der 1980er die Springerstiefel nicht nur bei den „Heimatverbundenden“ größerer Beliebtheit erfreuten, sondern auch bei Punks: Das waren Doc-Martens oder auch liebevoller „Würfelbecher“ genannt. Allerdings muss man hier einschränkend zugestehen, dass die einfach sehr praktisch sind, wenn man sich nicht nur auf gewartetem Parkett bewegt, sondern auch mal off-road geht, zudem halten die ziemlich lange.*¹ Aber es war schon zu bemerken, für den kämpferischen Menschen war das der kämpferische Schuh.

    Ende der 1990er kam dann Tarnfleck und Baggy Pants in Mode und sind es geblieben, auch in der alternativen Szene. Jene, die der AntiFa zugeneigt waren, blieben aber bei schwarz, dafür wurde das Black Cotten Army Cap immer öfter auf diesen Köpfen gesehen. Von sehr stilbewussten, die es sich leisten konnten, waren die natürlich von »Stetson®«*², aber Baader fuhr ja seinerzeit auch gerne Porsche. Als ich mal fragte, ob diese Uniformierung nicht zu indiskret sei, war die Antwort, „wir sind Stadtguerilla!“ Ah, gut, dachte ich. „Dann könnt ihr euch doch gleich ein Fadenkreuz aufmalen oder »Publick Enemy« Merch tragen?“*³ Das nahm dann eine unerfreulich Richtung und war ein weiteres kleines Steinchen im Mosaik, das mir sehr bildhaft verdeutlichte, dies sind nicht so meine Leute. Auf Shirts wird heute noch das »Publc Enemy«-Logo trotzdem gerne getragen.

    Wie auch immer, die Militarisierung in den Köpfen und in der gewählten Außenwirkung sowie Haltung ist schon lange in der Gesellschaft angekommen und wird nicht niemals nie in Frage gestellt. Man könnte den Eindruck gewinnen, es stört viele nur deshalb, weil es teuer ist.

    Diese hochgefährliche Situation kann durchaus mit der Zeit vor dem 1. Weltkrieg verglichen werden

    Nein, wirklich nicht. Auch wenn viele das Grauen des Gemetzels vornehmlich von Videospielen kennen, andererseits die Paralympics*⁴ sich beim Publikum zwar nur langsam wachsender Beliebtheit erfreuen (das wird schon noch), wird heute niemand in den Krieg ziehen und meinen, Weihnachten wieder zuhause zu sein, auch wenn der Marschbefehl im Januar kommt. Oder sich Blumen ins HK416 stecken lassen. Der Drive, zum Militär zu gehen, liegt doch eher in einem verzweifelten Wunsch nach irgendeiner Karriere, und nur seltenst im Bedürfnis nach Frontkämpfen und dort heldenhaft zu sterben.

    Denn hier geht es um interne Machtkämpfe im kapitalistischen Machtblock EU.

    Hoffentlich steht das oder so ähnlich auch auf genügend Plakaten. Ich bin am 2. Oktober mal wieder nicht in der Berliner Gegend, dann würde ich durchaus hingehen.

    Anmerkungen:

    *¹ Ich hatte mal welche in hellblauem Wildleder, allerdings hatten die auch Sicherheits-Schuh-Standard und wegen der Stahlkappe habe ich mir beim Holzspalten mit der Axt keinen Fußzeh entfernt (Danke!).
    *² Stetson® Army Cap
    *³ Logo »Public Enemy«
    *⁴ Paraolympics Finalistinen (weiß jetzt nicht, ob das Soldatinen sind/waren)

  3. Eben kam wieder Satire in den Nachrichten: den Aachener Friedenspreis hat dieses Jahr die NATO erhalten.
    Meine Vermutung:
    2027 – Wilhelm II.
    2028 – Adolf Hitler

    Es dürfen noch Wetten abgeschlossen werden 😉

  4. Dann sollten sich Frankreich und Polen verbuenden, diesmal rechtzeitig, und praeventiv Ex-Preussen in die Zange nehmen. Mal schauen, wer zuerst durch’s Brandenburger Tor reitet. Nehme an, die Gegenwehr duerfte gering ausfallen.

  5. „Der Westfälische Friedenspreis” für die NATO, der „Axel-Springer-Preis für Demokratie” geht an Peter Thiel.
    Bizarre Welt!
    Warum nicht einen „Sister-Ratched-Preis für Empathie an Alice Weidel, oder einen „Dr. No-Preis” für Humor an Friedrich Merz? Anything goes!

  6. erst habe ich gehofft dass die Franzosen den deutschen Militarismus stoppen… aber ich glaube eher die lassen es laufen bis Deutschland endgültig von der Karte getilgt wird. Wahnsinn… es ist mir ein Rätsel, warum die Politelite das deutsche Volk so hasst…

  7. Wir sind komplett in der Orwell-Welt angekommen, nicht nur dieser NATO-Jux, ein rassistischer ukrainischer Hetzer bekam den Friedenspreis des deutschen Buchhandels und eine Tusse, die die USA aufforderte, ihr Land Venezuela zu bombardieren den Friedensnobelpreis.

  8. Es geht nicht nur gegen Russland. Auch die Nachbarn Frankreich und Polen wittern den Jagdhund. Nun könnte ja Berlin durchaus etwas tun, um diesen Eindruck zu zerstreuen. Aber genau das tute es nicht.
    In Paris und Warschau fragt man sich, ob man es wieder mitr denen zu tun hat, die man anno ’45 für erledigt hielt. Meiner Meinung nach: ja.

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