Taschen leer, Symbolbild: Preissteigerungen

Die große Entbehrungsoper

Als der Westen noch Kriege führte, versprach er seinen Bürgern Ordnung, Sicherheit und moralische Überlegenheit. Heute verlangt er Verzicht, höhere Spritkosten und neue Opfer – und bringt nicht einmal mehr den Mut auf, die Urheber der Eskalation beim Namen zu nennen.

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3 Kommentare

  1. Zum Thema „Verursacher“:

    Die iranische Führung nennt die Enterung und Festsetzung eines iranischen Frachters auf dem Rückweg von China durch die US-Navy offiziell „bewaffnete Piraterie“. Offenkundig hat sie kein Interesse, einen „Bruch der Waffenruhe“ zu deklarieren, obgleich es sich um einen handelt, denn eine marine Handelsblockade gilt nach UN-Richtlinien als „Kriegsakt“.

    Auf der anderen Seite braucht WH dringend einen „Deal“, der ihm geeignet scheint, die amerikanischen und israelischen Zionisten dazu zu nötigen, von einer Fortsetzung des Irankrieges Abstand zu nehmen. Das ist daran zu erkennen, daß WH gemäß diverser Leaks darauf beharrt, das angereicherte Uran, über das Iran verfügt, zu konfiszieren und die iranische Nuklearwirtschaft abseits des Betriebes des KKW Bushehr brach zu legen, aber andererseits damit rechnen muß, daß ihm mit Ablauf der 60-Tage Frist für Kriegführung ohne Kongressbeschluss eine Reihe von Senatoren und Abgeordneten „von der Fahne“ gehen.

    Jetzt kann ein Beobachter sich natürlich auf den Standpunkt stellen, der Bruch der Waffenruhe sei eine taktische Maßnahme, den Iran zur Beendigung der Waffenruhe zu reizen, bzw. mit Blick auf die Empfindsamkeit iranische Patrioten und Militaristen auch zu „nötigen“, doch das wäre eine reichlich gewaltsame Deutung angesichts des Umstandes, daß der Übergriff direkt vor Beginn der in Pakistan anberaumten Verhandlungsrunde geschah, nicht etwa nach einem „Scheitern“ dieser Runde.
    Folglich ist die sachgerechte Wahrnehmung der Angelegenheit, daß abermals das Pentagon, oder auch CENTCOM aus eigener Anmaßung, ein vorläufiges Kriegsende bedingungslos torpedieren will UND – das ist das Entscheidende! – diesen Willen und Beschluß aller Welt zur Kenntnis gibt, um WH an seine Verfügung zu fesseln.

  2. Sabiene Jahn fängt de Geschichte aber auch erst in der Mitte an. Da liefen vorher ein paar andere in dem Artikel unerwähnte Dinge. Hätten z.B. die USA bereits während Trumps erster Präsidentschaft den Iran angegriffen, würden wir damals davon gar nichts bemerkt haben. Wenn man also schon mit Kausalkette kommt, dann bitte vorne beginnen.

    1. Hier ist KI mal nützlich zu machen:

      „Zentrale Vorfälle und Entwicklungen (2019)

      Mai 2019: Vier Handelsschiffe, darunter zwei saudische Öltanker, wurden vor der Küste der Vereinigten Arabischen Emirate (nahe der Straße von Hormus) durch Sabotageakte beschädigt. Die USA machten den Iran dafür verantwortlich.
      Juni 2019: Zwei weitere Tanker, die Front Altair und die Kokuka Courageous, wurden im Golf von Oman angegriffen. Videoaufnahmen des US-Militärs sollten zeigen, wie iranische Kräfte eine nicht explodierte Haftmine von einem der Schiffe entfernten.
      Abschuss einer US-Drohne: Im selben Monat schoss der Iran eine US-Aufklärungsdrohne vom Typ Global Hawk ab. Trump blies einen bereits autorisierten Vergeltungsschlag kurz vor der Ausführung ab.“

      Wer sich die Details reintut, erkennt, daß die Sabotageakte unzweideutig False-Flag-Operationen des CENTCOM gewesen sind, zu denen sich CENTCOM mit der Entsendung der Drohne in iranischen Luftraum inmitten der zugespitzten Lage obendrein semioffiziell bekannt hat.

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