Gedenktafel, Erster und Zweiter Weltkrieg

Streitfall Nationalerziehung: „Erinnerungskultur“

Dass Patriotismus und eine positive Einstellung zum Staat schulische Lernziele sind, versteht sich für die Bildungspolitik von selbst. Was sie beinhalten, ist zwischen Establishment und AfD in Teilen umstritten. 

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4 Kommentare

  1. Ein Artikel zu einem wichtigen Thema, der allerdings etwas an einer vagen Ausdrucksweise leidet.
    Ich lese, ich lese weiter … , dann merke ich, dass ich mich bereits dem Ende zu nähern beginne – aber ich habe immer noch nicht so recht gemerkt, worauf der Autor eigentlich hinaus will … ?

    Es scheint, dass er darauf hinaus will, dass das AfD-Bildungsprogramm eine große Schnittmenge mit den Vorstellungen anderer Leute und Gruppen habe und deswegen gar nicht so spektakulär sei.

    Es scheint, dass Herr Schuster auch meint, dass die Art der bundesdeutschen Vergangenheitsbewältigung inzwischen nur noch rein mechanisch und ritualhaft betrieben wird und gleichzeitig auch als Berechtigung verstanden wird, auf politischer Ebene als Super-Saubermann dazustehen. Als ein Super-Saubermann, der sich anmaßt, andere zu belehren usw.

    Dann ein Satz, der mich lachen lässt:
    „Der politische Mainstream, dem jede Vaterlandsvergessenheit fern liegt, …“
    Ist das ernst gemeint oder Satire?

    Auch zum Schluss hin wird der Text für mich nicht viel klarer. Ich weiß auch jetzt immer noch nicht genau, ob Herr Schuster die offizielle bundesdeutsche Art, sich Kraft, Stolz und Identität in erster Linie aus der Bewältigung der NS-Vergangenheit zu ziehen (und nicht mittels Rückblick auf gute deutsche Leistungen vor 1933 wie es alle anderen Länder tun), nun lediglich neutral referiert oder ob er sich diese Sicht ganz zu eigen macht. Okay, ich gebe zu, ich hätte langsamer und konzentrierter lesen können, dann würde es vermutlich deutlicher. Auch bei dem folgende Zitat wird das nicht klar:

    „Noch mehr Bewunderung der bundesrepublikanischen ‚Staatskunst‘ zeigt ein US-deutscher Professor (Thomas U. Berger), der den Ex-Präsidenten Weizsäcker so verstanden haben will, „dass die Deutschen nicht nur Schuld […] verspüren sollten, sondern dass diese Schuld ihrerseits eine Quelle für nationalen Stolz sein könnte“.

    Unwillkürlich muss ich bei diesem Thema an das schmale, aber inhaltsschwere Büchlein „Finis Germania“ (2017) von R. P. Sieferle, denken, der insbesondere im 3. Teil des Buches zur bundesdeutschen Art der Vergangenheitsbewältigung schreibt: https://de.wikipedia.org/wiki/Finis_Germania

    Was ebenfalls etwas unklar bleibt, das ist der Punkt, ob Herr Schuster das AfD-Bildungsprogramm nun eigentlich ablehnt oder befürwortet?
    Dass ich als Konservativer in diesem Programm viele vernünftige Gedanke erkenne, muss ich wohl nicht groß erwähnen. Dass die Haltung von Herrn Schuster, immerhin einem früheren Mitglied der linken Lehrergewerkschaft GEW hier so unscharf bleibt, überrascht mich positiv.

    1. Woher weißt du, dass der Autor Mitglied der GEW war oder ist? In der kurzbiographie steht nur, dass er für eine Zeitschrift der GEW geschrieben hat. Oder weißt du, wer hinter dem Pseudonym steckt?

    2. „Okay, ich gebe zu, ich hätte langsamer und konzentrierter lesen können,“ Ja, bitte nochmal langsamer und konzentrierter lesen. Es ist natürlich eine Kritik, sowohl der Vergangenheitsbewältigung nach Altparteien Art als auch nach AFD-Art. Es geht ja darum wie man dem Nachwuchs den für die künftigen Vorhaben der Nation (z.B.: Krieg gegen Russland) passenden Nationalismus in der Schule beibiegt, damit das Volk pariert. Du kannst sich sein, dass Schuster davon prinzipiell nichts hält.

      Er sagt so groß ist der Unterschied zwischen AFD und Altparteien nicht. Beispiel Brandt – Fischer. Offensichtlich hängt der wirkliche imperialistische Macht einer Nation gar nicht davon ab, mit welchem historischen Gewissen sie ihre Interessen rechtfertigt. „Dass ein grüner Außenminister 30 Jahre später die kriegerische Einmischung in die Neuordnung Jugoslawiens mit den ‚Lehren aus Auschwitz‘ legitimierte, was seine Partei heute in einem eigenen Bellizismus fortsetzt, gehört ebenfalls zum Ertrag der deutschen Vergangenheitsbewältigung. Ihre Befürworter wollen sie deshalb auch keineswegs beenden, auch nicht mit der vollständig restaurierten Souveränität nach dem Mauerfall, weil ihr staatsmoralischer Gebrauchswert geblieben ist. “ Die Inszenierung der nationalen Schuld hat die BRD nicht an ihrem Wiederaufstieg gehindert, eher im Gegenteil.

  2. ➊ Der Artikel wirft die Frage auf: Warum braucht man 2026 in Deutschland eine „Erinnerungskultur“? 📖⚰️🪦 🕰️⏰⏳

    Sollte das nicht in einem demokratischen Staat Teil des (normalen) Geschichtsunterrichts an den allgemeinbildenden Schulen sein und damit meine ich nicht, irgendwelche Daten auswendig zu lernen: Wie lange dauerte der Zweite Weltkrieg und wie viele Menschen starben im Ersten Weltkrieg. Wer aus der Geschichte lernen will, um zu verhindern, dass sich dieser „Vogelschiss in über 1.000 Jahren erfolgreicher deutscher Geschichte“ (Alexander Gauland, AfD-Politiker) wiederholt, muss die Geschichte nicht nur kennen kennen, er muss sie vor allem verstehen. Es geht um Ursachen, Zusammenhänge und Folgen. Das Dritte Reich und der Zweite Weltkrieg sind nicht vom Himmel gefallen. Das gilt auch für den Ersten Weltkrieg und alle anderen Kriege.

    Offenkundig ist da in Deutschland in den letzten Jahren in der Schulbildung etwas gewaltig schiefgelaufen. Was sagen Angela Merkel, Olaf Scholz, Christian Lindner, Markus Lanz und der „König von Bayern“, Markus Söder, dazu?

    ➋ Zitat: „Aktuelle Verlautbarungen der Kultusministerkonferenz (KMK) machen aber deutlich, dass dort ein gewisses Unbehagen herrscht und Handlungsbedarf gesehen wird.“

    Um diesen Handlungsbedarf in die Tat umzusetzen benötigt man aber Ressourcen und finanzielle Mittel. Und da haben wir dann ein fiskalisches Dilemma 💰 ↔️ 💰. Es gibt viele Gründe gegen die AfD, aber derzeit ist es jedenfalls ist nicht die AfD, die in primiter Weise gegen Russland hetzt und noch mehr Waffenlieferungen fordert, um den Krieg in der Ukraine zu verlängern, damit noch mehr Menschen auf beiden Seiten der Front sterben. ⚰️🪦 Es sind auch nicht das BSW und Politiker wie Fabio De Masi und das für konservativ-liberale Journalisten und Bürger offenkundig personifizierte „Böse unter der Sonne“ mit dem bürgerlichen Namen Sarah Wagenknecht.

    Es sind die Bellizisten, Militaristen, Aufrüstungsbefürworter und Kriegsgewinnler der konservativ-bürgerlich-sozialdemokratisch-liberalen „Mitte“, die 🇩🇪 auf Kosten aller Steuerzahler und zu Lasten des Sozialstaates zur größten konventionellen Armee Europas aufrüsten wollen 🪖 ⚔️ 🛞 🧨💣 ☢️ 💥 🔥 💀 🩸 🚩und dann mit dem 👉 auf die 🟦 AfD zeigen. Es sind vor allem die veganen Bio-Gender-Grünen, die keine Friedensverhandlungen und keinen Frieden mit Putin/Russland wollen, weil man angeblich nicht mit Putin verhandeln könne. Wer ein Ende des Krieges und Frieden will, dann muss man auch mit Putin verhandeln.

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