Friedrich Merz

Tschüss, Kanzler!

502 Tage ist Friedrich Merz am heutigen Sonntag im Amt. Sollte man ihm heute kein Vertrauen aussprechen, ist die Geschichte eines programmierten Scheiterns geschrieben. Falls doch – dann auch.

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9 Kommentare

  1. «Politik ohne Angst. Politik mit Mut – das ist heute erneut gefragt. Denn wir haben wahrlich keinen Rechtsanspruch auf Demokratie und soziale Marktwirtschaft auf alle Ewigkeit. Unsere Werte müssen sich auch im Zeitalter von Globalisierung und Wissensgesellschaft behaupten. Und wenn sie sich behaupten sollen, dann müssen wir bereit sein, die Weichen richtig zu stellen. Auch da sind wieder Widerstände zu überwinden. Es sind wieder Prioritäten zu setzen. Ist dem Wichtigen der Vorrang vor dem weniger Wichtigen zu geben.» Angela M., 2005

    Garnix mit Scheitern, der hat die Agenda entscheidend vorrangebracht:

    man lese obigen txt von Frau M. und vergleiche mit Merz seinen Worten (Link unten) – ich sehe NULL widerspruch in dem was er tut, und dem was sie damals ankündigte.

    https://t.me/auf1tv/21347

    ps: nachdem wir ihren hirnrissigen Plot der 2½ Drohen von LE nicht glauben wollen, Gerüchtet es: sie sind in purer Panik ihres davonschwimmenden Endsieges wegen – d.h. die werden eine richtig fette Nummer inszenieren, um uns in Schockstarre zum finalen Suizid zu verleiten –

  2. Das der Mann zurück treten wird, bei negativem Bescheid seiner Pseudo-„Vertrauensfrage“, will ich erst noch sehen.
    Ich halte den Mann auf seinem Stuhl für quasi festgeschweißt!
    Andererseits hat doch jeder, aber wirklich jeder halbwegs politisch gebildete Mensch vorher gewusst, was mit Herrn Merz als Kanzler zu erwarten steht, oder nicht?
    Und fehlende wirtschaftliche Kompetenz bei dem Mann festzustellen, ist kein Kunststück, das war doch von vornherein vollkommen klar!
    Jeder Apologet des Neo-Liberalismus zeigt mit seiner Haltung per se schon, das er von Wirtschaft keine Ahnung hat, da muss man doch nur Flassbeck, Stiglitz und Pickety lesen um das zu wissen!
    Und seit wann denn haben wir bei unserem politischen Juristenstadel Kompetenz gesehen? Aber doch wohl schon lange nicht mehr!
    Und den Herrn Merz werden wir so schnell nicht los, fürchte ich!

  3. Auch ich habe mich blenden lassen – von Merkel.

    Als sie damals Merz abgesägt hat, war ich überzeugt: Das hat sie nur zum Zwecke ihres eigenen Machterhalts getan, so wie sie Wulffs Bundespräsidentschaft orchestriert und Brüssel als Endlager für von der Leyen bestimmt hat.

    Davon bin ich weiterhin überzeugt, aber ich habe gedanklich zu kurz gegriffen: Merz „kann es“ tatsächlich nicht. Ich wurde geblendet – weniger von Merz als vielmehr von Merkels Kabale.

    Als Merz zurückkam, dachte ich mir dann: Endlich bekommt er seine Chance. Endlich wird die CDU wieder konservativ, so dass das unselige Amalgam von konservativ bis völkisch-national der AfD wieder aufgelöst wird, endlich gibt es wieder eine wählbare rechte Alternative als Gegengewicht zu all den „Linken“, die längst mehr links, sondern im real existierenden Sozialismus angekommen sind.

    Pustekuchen. Ich habe es noch vor der Bundestagswahl bemerkt, als Merz kurz rechts geblinkt und sich dann zur Brandmauer bekannt hat. Was sollte das anderes bedeuten als „weiter so“ unter SPD-Kontrolle?

    Viele andere blieben naiv und haben den Blender gewählt. Jetzt können wir dem Stromberg der Politik dabei zusehen, wie er an seiner vollkommenen Überforderung sehr öffentlich zerbricht.

    Merz wird nicht freiwillig gehen – er wird gestürzt werden von einem Nachfolger, der das Politik-Geschäft stabiler beherrscht als der Mann, den Blackrock sich eine zeitlang als Dauerunterhalter für die Vorstandsfirmenfeier gehalten hat. Parteipolitisch fähiger – keine bessere Politik.

    Merz ist eigentlich eine tragische Figur wie aus einem klassischen Theaterstück. Sie soll kein Mitleid, sondern Erkenntnis über die eigene Moral beim
    Publikum erzeugen.

    1. Für eine tragische Figur fehlt ihm die Voraussetzung. Er scheitert ja nicht an den Umständen, sondern an sich selbst. Dass er überhaupt in dieses Amt gekommen ist und sich dort festkrallen kann, liegt nur daran, dass es in diesem christlichen Kanzlerwahlverein einfach sonst niemanden gibt, der ernsthaft in Frage kommt.
      Dieses Problem ist allerdings ein parteiübergreifendes.

  4. Die CDU hatte noch nie viel mehr als Bossem Bonzen, BeamtInnen, ok noch katholische Kirche, Europa und NATO! Heute kommt noch extremer Hass auf Bedürftige und Ukraine dazu!

    Wer kann eigentlich Union wählen? Katholische Würdenträger, paar evangelische vielleicht auch, reiche ErbInnen, BeamtInnen, OffizierInnen, VertreterInnen der Waffenindustrie, dann war es das schon! Volk lernt es nicht!

    Merz liberal? Was möchte er privatisieren? Wo möchte er stellen für BeamtInnen einsparen? Nur blablablabla

    Fairerweise SPD thematisch natürlich immer stärker als Konservative, die neue Gängelung gegenüber Arbeitslosen obliegt aber ihrer Lieblingsbehörde!

  5. Naaja.
    Ein Kanzler (Geschäftsführer) wird selten geliebt. An erster Stelle muss man sich als solche(r) Respekt verdienen.
    Und Respekt für einen Lügner, der schon einen Tag nach der Wahl das genaue Gegenteil von dem verkündet, was er zuvor den Menschen erzählte? Never Ever.
    Das er anderen (Damen und) Herren dient, als dem Land ist nicht zu übersehen.
    Es wäre mit dem Billionen Euro dicken Portemonnaie und ein wenig Willen zu Frieden und Wohlstand für alle, für ihn einfach gewesen erfolgreich zu sein. Er hätte zunächst nur seine Reden von Gestern umsetzen und etwas Pragmatismus im Fall des großen Nachbarn im Osten an den Tag legen müssen.
    Man muss Russland ja nicht lieben, sollte aber die Realität anerkennen, das man sich mit dem Nachbarn irgendwie auch mal arrangieren und am besten auch mal mit ihm Sprechen muss.
    Er aber (so hat es den Anschein) frönt offenbar von Opa vermittelten Revanchegelüsten gegen den Erzfeind (Zitat Wadephul), und will dem Nachbarn am liebsten das Haus anzünden oder wenigstens zerstückeln.
    Das ihm dazu eigentlich die Mittel fehlen ist ihm offenbar Egal. Und so zieht er noch andere mit ins Unglück.
    Er ist ja nicht der einzige Deutschland-Saboteur in der CDU. Es scheint als wimmele es dort nur so davon. Die ganze Partei ist eigentlich unwählbar geworden. Und wer nicht völlig Blind ist, dem dürfte die Erkenntnis nicht allzu schwer fallen, die blaue Alternative ist nur eine recycelte CDU/CSU der 90er und frühen 2000er.

    Was ihm im Rückblick sicher nicht verziehen werden wird ist, die Rotgrüne Agenda nicht etwa wie angekündigt gestoppt und wenigstens teilweise rückabgewickelt, sondern gar intensiviert zu haben. Verbunden mit einer desaströsen Außenpolitik ohne Selbstachtung. Schlimmer gar, als unter der besten Außenministerin aller Zeiten & einem gewissen Hr Schulz.
    Er ging für die Kanzlerschaft den Weg des geringsten Widerstands und wird die Quittung erhalten. Wollen wir hoffen, das er nur allzu bald von eine(m/r) fähigen Kanzler/in abgelöst wird. In der Union sehe ich so jmd allerdings nicht

    Von Sympathie kann man bei einem Menschen wie ihm wohl nie mehr reden. Respekt aber, den hätte er sich wie auch andere zuvor, eigentlich verdienen können.

  6. Weiss jemand, weshalb der Anti-Spiegel nicht erreichbar ist? Die Frage hat zwar nichts mit dem Artikel zu tun, aber vielleicht weiss jemand mehr?

    1. die Redis Fehlermeldung deutet darauf hin dass die Server Software disfunktional ist.
      Sie Server hardware scheint doch zu laufen. Könnte natürlich gehakt worden sein.

  7. „die Redis Fehlermeldung deutet darauf hin dass die Server Software disfunktional ist.
    Sie Server hardware scheint doch zu laufen. Könnte natürlich gehakt worden sein.“

    Danke für die umgehende Rückmeldung!

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