
Patriotismus oder Kommunismus?
Wie aber kommt die Ware Arbeitskraft dazu, sich politisch als Parteigänger seines nationalen Kapitals und seiner imperialistischen Staatsgewalt zu verstehen und seine Unterwerfung unter beide damit zu besiegeln?

Die NATO und der US-Präsident – Eine Beziehung ohne Vertrauen
Die Abschlusserklärung des NATO-Gipfels ändert nichts an den Drohungen und Beschimpfungen des US-Präsidenten. Europa muss den Wert der eigenen Macht und die damit verbundenen Möglichkeiten […]

Alle Pfade der Tora führen zum Frieden
Eine neue Sammlung der Schalom-Bibliothek erschließt Friedensbotschaften der Hebräischen Bibel – und eine Ahnung davon, was die vielbeschworene „jüdisch-christliche Wertebasis“ wirklich bedeuten würde. […]

Reise ins Herz der deutschen Finsternis
Szenen eines Wochenendes voller Verrückter, Unfähiger und Vernebelter. […]

Walerij Salužnyjs Kriegsanalyse
Der ehem. Oberbefehlshaber der ukrainischen Streitkräfte sagt, es sei „eine gefährliche Fehlinterpretation des Krieges, dass Russland den Krieg verloren hat“. […]

„Auf in den Gottesstaat“?
Trump regiert mit (direktem?) Beistand Gottes. Vize Vance, möglicherweise bald sein Nachfolger, hat den katholischen Glauben als unfehlbare Leitschnur. Und Kriegsminister Hegseth zeigt stolz sein […]

Zinsen, Schuldenfalle und versteckte Zinsen
Es gilt allgemein als selbstverständlich, dass Banken für ihre Kredite Zinsen verlangen, auch für Geld, das sie nie besessen haben. Dieses bisher unumstrittene Verfahren wirft […]

Der Anti-Intellektualismus als Ausweg aus der Perspektivlosigkeit?
Der Konservatismus der Rechtspopulisten setzt auf den technischen Fortschritt, aber will den sozialen Fortschritt ausradieren, um zum Normalen, man könnte sagen Spießbürgerlichen, gerne auch mit […]

„Niemand wird diktieren, welche Helden wir ehren“
Polen liegt im Streit mit Kiew über die Verklärung der "Helden" der Ukraine, die für das Wolhynien-Massaker verantwortlich sind. Kiew errichtet für diese einen Pantheon. […]

Wie frei darf Freiheit sein?
Freiheit gilt oft als höchstes Gut – doch gerade ihre lautesten Verteidiger ziehen Grenzen, sobald unbequeme Meinungen auf dem Spiel stehen. […]

Wer widerspricht, verliert?
Diskurs – Andersdenken – Dissidenz. Über „Mut zum Widerspruch. Dissidenten der Alternativlosigkeit berichten“. […]

Künstliche Intelligenz und Atomwaffen: Droht ein automatisiertes Wettrüsten?
Die Rüstungsspirale der Großmächte übersteigt Raketen, Panzern oder Kampfjets. Künstliche Intelligenz mutiert zum Machtfaktor. Brisant wird dies dort, wo sie auf atomare Abschreckung trifft. Verändert […]

Fürsorglicher Imperialismus
Amerikaner und europäische Geschichte. […]

Geht dem „Kriegsministerium“ wegen des Iran-Kriegs das Geld aus?
Trump fordert für das Pentagon ein Budget von 1,5 Billionen US-Dollar und zusätzlich 67 Milliarden, um die Kosten des Iran-Kriegs abzudecken. Doch damit stößt Trump […]

Hohler Protest – Wenn gegen eine bestimmte Partei demonstriert wird, aber Regierungstäter verschont bleiben
Anmerkungen zum Klimbim am ersten Juli-Wochenende in und um Erfurt, mit dem politische Zusammenhänge vernebelt werden. […]

Wie Faschisten die Vergangenheit umschreiben, um die Zukunft zu kontrollieren
Erinnerungskultur, Kritik und Freiheit sind in Gefahr. […]

Ein „Gesamtkunstwerk“ als Schuss in den Ofen
Schein-Kapitaldeckung im „Gesamtkunstwerk“ zur Rente – diese Regierung hat jeden Maßstab verloren. […]


„Bewusstsein der Ware Arbeitskraft“: Eine Ware mit Bewusstsein, schon 1993, naja – KI ist auch so eine Ware, von welcher der Hype behauptet, sie habe Bewusstsein, obwohl bis heute niemand mit Bewusstsein sagen kann, was Bewusstsein ist und wo genau es steckt… Mit der Arbeit auch gleich die sog. lebenden Menschen, die sie verrichten, in eine Ware zu verwandeln – hmm, ich weiss nicht: Ist solche Sprache gut für einen Diskurs, der genau diese Menschen – letztlich jeden EINZELNEN – erreichen will, um sie zu unterstützen in ihrer Selbstermächtigung vor Mächtigeren, deren Schalten und Walten an längeren Hebeln sie in den realen Machtverhältnissen ausgeliefert sind und die auch Namen und Anschrift haben? In all den Jahren, die seit 1993 vergangen sind, hat dieser Diskurs für die realen Arbeiter nicht gerade viel erreicht, oder? Mit ihrer Macht geht es doch eher bergab, besonders seit das „kommunistische Experiment“ begraben wurde, in dem zwar auch nicht die real existierenden Arbeiter, aber immerhin die geopolitische, systemische Gegenmacht des Ostblocks unsere westlichen Arbeit“geber“ noch einigermassen in Schach zu halten vermochte. Seither triumphieren die nur noch, in West und Ost, und überall räumen Stück um Stück ab, was davor mit viel realem Blut erkämpft wurde, und so braucht inzwischen die Ware Kriegstüchtigkeit schon wieder die Ware Kanonenfutter, vorläufig noch Wehrdienst-Freiwillige genannt oder, wenn’s denn sein muss, auch Wehrpflichtige… Haltung zeigt sich vorab in der Sprache.
Einspruch, Euer Ehren, gegen die Aussage nach dem Doppelpunkt.
Die gesellschaftliche Verrechtung ist Bezugspunkt aller Berechnungen des „vereinzelten Einzelnen“ (Marx, das Zitat ist auch ein scherzhaft bemeinter Seitenhieb), der auf sie die Freiheit seines Erwerbs-, Geschlechts- und geistigen Lebens zu gründen hat. Kriminelle Übergänge – beispielsweise – zu machen, steht ihm frei, deshalb sind „Handlung“ und „Überlegung“ an diesem Punkt fehl am Platze.
Dafür scheint Henle auch ein Gespür zu haben, denn er wiederholt den Subsch anschließend auf leicht veränderte Weise:
Nein, nein und abermals nein. Abweichung ist kein Vorrecht und kein exklusiver Gewinn eines „theoretischen Bewußtseins“, wie immer Henle diese zwei angeblichen Bewußtseine weaselwordmäßig „definieren“ will. Das „daher“ und das „notwendig“ sind ein Etikettenschwindel und eine linksidealistische Prahlerei. Das berüchtigte „notwendig falsche Bewußtsein“ ist einer der typischen Dialektinger von Marx aus der Zeit der philosophischen Selbstverständigung, auch wenn er später noch damit hausieren gegangen sein sollte, handelt es sich doch um einen Widerspruch: Entweder ist es „notwendig“, dann kann es nicht falsch sein, oder es ist „falsch“, dann kann es nicht notwendig sein. Henle schreibt das indirekt und phrasenhaft sogar selbst hin, nämlich in der Wahl des Wortes „erscheinen“. Eine „Erscheinung“ ist nämlich kein Gespenst, sondern eine Form des Gegenstandes, der erscheint. In solcher Form geht der erscheinende Gegenstand nicht unter, ganz im Gegenteil, erscheint er doch in ihr.
Mein Gott Walter.
Rhetorisch haltbar finde ich die Wahl des Wortes „notwendigerweise“ in Formulierungen dieser Art, damit ist semantisch klar gestellt, daß diese „Weise“ halt Form ist, nicht Sache. Was sowieso klar wird, wenn man den Zusammenhang nicht auf der abstraktesten Ebene vorstellt, sondern auf der Ebene der Ideologien und Apologien der bürgerlichen Verkehrsverhältnisse.