
Die Gewalt, die Bahn, Corona und der Krieg
Wer Reisende in überfüllten Zügen stehen lässt; wer Menschen monatelang einsperrt und beleidigt, wenn sie widersprechen; wer Granaten auf Wohnhäuser feuert oder dazu schweigt, wenn Häuser beschossen werden, ist mitverantwortlich für die Aggressionen in der Gesellschaft.

Volksnähe ist etwas anderes
Zwischenbilanz der Regierungsarbeit von Friedrich Merz. […]

„Ihr mögt es nicht, wenn Israel sich verteidigt“
Israel führt die Todesstrafe für Palästinenser im Westjordanland ein, die „vorsätzlich den Tod einer Person herbeiführen, mit dem Ziel, die Existenz des Staates Israel zu […]

An die Ostermarschierer: Kündigt Euren Frieden mit Deutschland!
Zu den Osterfeiertagen werden wieder in vielen Städten Menschen auf die Straße gehen: Sie demonstrieren im Rahmen der traditionellen „Ostermärsche“ für Frieden und gegen Aufrüstung. […]

Prothesen für Deutschland
Günstige Drohnen revolutionieren die Kriegsführung – und Deutschland ist längst Teil dieser Entwicklung. Doch mit der Produktion wächst auch eine Gefahr, die bisher kaum Beachtung […]

Nutzen ukrainische Drohnen den Luftraum der baltischen Staaten für Angriffe?
In den baltischen Staaten und in Finnland sind ukrainische Drohnen bei Angriffen auf Ölanlagen in Nordwestrussland abgestürzt. Aus Russland heißt es, die Nato-Staaten würden die […]

Therapie mit Psychedelika
Forschung zwischen Hoffnungen, Depressionen und finanziellen Interessen […]

Kein Geschäft wie jedes andere
Warum Fußballvereine kein Geld verdienen müssen und weshalb Uli Hoeneß seit Jahren daneben liegt. […]

Ärgernis Bildung: Bildungsexpansion
Kaum einer ist mit dem staatlichen Bildungswesen zufrieden, weil fast alle darauf angewiesen sind. Bei den vielen Forderungen, wofür es da sein sollte, bleibt meist […]

»Wir sind nicht reißerisch – wir nehmen die Mächtigen in den Blick«
Ist NIUS einseitig – oder schließt es eine Lücke im Mediensystem? Pauline Voss verteidigt im Gespräch die Linie ihrer Redaktion und geht auf Kritik aus […]

War der iranische Angriff mit Interkontinentalraketen auf den Stützpunkt Diego Garcia Desinformation?
Vor allem Israel oder Großbritannien könnten die Story erfunden haben, um den Krieg gegen Iran zu rechtfertigen. Auffällig ist, dass keinerlei Beweise vorgelegt wurden, während […]

Psychedelika gegen Depressionen: Durchbruch oder teures Placebo?
Verschafft eine neue, mit Millionen geförderte deutsche Studie jetzt Klarheit? […]

Ölpreis, Kontosperrung und schäbige Staatschefs
Unsere meistgelesenen Artikel des Monats März. […]

Was ist eigentlich ein Hügel?
Was, wenn es in manchen Sprachen gar kein Wort für »Berg« gibt? Und was, wenn unsere Wahrnehmung von Raum nicht nur von der Welt, sondern […]

Eine ganz kurze Geschichte der Verrohung
Die Süddeutsche Zeitung (SZ) verlässt die Plattform X. Grund: Die dortige Verrohung sei nicht mehr erträglich. Die SZ ist daran so unschuldig, wie jede andere […]

Trumps „Big Stick“-Diplomatie
Auf dem Wege zum postmodernen Imperialismus? […]

Kampf der EU gegen russische Desinformation und Wahlmanipulation
Mit einem elaborierten Instrumentarium bekämpft die Europäische Kommission Desinformation und ausländische Wahlmanipulation (FIMI), dabei sieht sie sich selber dem Vorwurf der Wahlbeeinflussung in Europa und […]


Auch hier heißt das Problem einfach nur „Kapitalismus“!
Weil einfach alles dem kapitalistischen Verwertungsprozess unterworfen ist.
Wer´s nicht rafft, oder immer noch nicht geschnallt hat, ist mittlerweile selbst Schuld.
Danke, Herr Moser, für diesen Beitrag!!
Ich als Nicht-Autobesitzer und fast täglicher Bahnfahrer kann Ihre Beschreibung der Zustände (oder Zumutungen) bei diesem Müllhaufen namens Deutsche Bahn nur doppelt und dreifach unterstreichen.
Man braucht gar nicht Bahn zu fahren, weil man das auch so weiß.
Ich, zumindest.
Thomas Moser schreibt:
„[…]Nebenbei: Mit Corona, der verordneten Rechtlosigkeit, den uferlosen Maßregelungen und der radikalen Vernichtungsrhetorik unter Corona wurde ein ungeheures Maß an Gift und Gewalt in diese Gesellschaft hineingetragen. Das ist bis heute nicht vorbei und prägt das allgemeine Klima mit, in dem Gewalt geschieht. Auch die beleidigende Denunziationsrhetorik hält bis heute an. Die Ursachen von Gewalt wuchern ungestört weiter.[…]“
Nein, hier sehe ich es komplett anders, denn die ganze Sache fing nicht erst mit Corona an – man muss viel früher ansetzen.
Jedoch, wer nicht selber davon betroffen war, wie ich, der kann es natürlich nicht wissen: Agenda2010/Hartz I….IV….da fing alles an.
Ich schrieb früher einmal, dass jeder, der in die Fänge dieser Arbeitslosenunterdrückungsbehörden (Jobcenter, Arbeitsagenturen, Leiharbeitsagenturen etc. usf.) gerät in ein totalitäres System eintritt, dass stark an die beiden totalitären Systeme in Deutschland erinnert.
Wer nie davon betroffen war wie sich „Sachbearbeiter“ wie kleine Duodezfürsten gegenüber ihren „Kunden“ benahmen, kann froh sein diese Erfahrung nie gemacht zu haben.
Dabei bleibe ich.
Übrigens eigentlich kann Mensch obige Erkenntnis auf sämtliche Behörden anwenden, wo sich Behördenmitarbeiter/-innen wie kleine Stalins/Hitlers/Mussolinis/Francos/Trumps/Putins/Selenskijs gegenüber „Bittstellern“ verhalten – ein deutsches Problem, dass jeder selber sehen kann, der einmal mit solchen Behörden-Diktatoren zu kämpfen hatte.
Ansonsten sehe ich es ähnlich wie Herr Moser.
Gruß
Bernie
Sehr richtig!
Sie Guter !
Ja, es gab viele Episoden gewaltförmiger Steigerungen. Beim Hartz IV/AlG II Regime der Genossen der Bosse, unter schwarzer und grüner Mitwirkung, also mit der Zusammenarbeit von „Regierung“ und „Oppostion“, im Dienste des Kapitals, kann ich auch Persönliches mitteilen.
Die Steigerung hin zum offen praktizierten Faschismus fand allerdings statt mit dem totalitären Putsch von 2020. Eine qualitative und quantitative Steigerung. So breit in den Medien von vielen Protagonisten (durch alle „Lager“) ausgestreuter Hass und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit gab es in diesem Ausmaß zuvor nicht. Zwangsmaßnahmen gegen die Gesamtheit der Bevölkerung. Ebensowenig gab es zuvor eine körperliche Gewalt in Form eines global ausgetragenen pharmakologischen Massenmords. Und es gab keine totale Formatierung der Gesellschaft im Geist des Militärischen, wie von Anfang an geschehen unter Obhut der Militärs. Seither jagt ein Ausnahmezustand den Nächsten, nur um den Totalitarismus noch totalitärer zu gestalten.
Auch „Müll ist ein Gegenstand“!
Nein, da wurde nichts in die Gesellschaft getragen, diese bereits vorher vorhandene Gewalt, dieses bereits vorher absichtlich und planvoll applizierte Gift wurde nur offensichtlich.
Es gab mal einen erschöpften Träumer, der halluzinierte etwas von »Wir wollen mehr Demokratie wagen.« Etwa genau zu diesem Zeitpunkt, als wäre es das Signal gewesen, begann die 180° Wende schleichend in den US und in Europa und hat inzwischen volle Fahrt. Der Träumer wurde wach und hat sich selbst auf die Ausnüchterungsbank zurückgetreten. Komischerweise fragte nie jemand, wer dieses »Wir« genau war und ist sowie warum er es »wagen« nannte.
Wem es nicht aufgefallen ist: Der Vorschlag bzw. die Bitte wurde zurückgewiesen.
Die Zustände in und um der DB (auf allen Ebenen, in allen Bereichen, von allen Beteiligten des subalternen Transports) sind nicht nur das gierige Herunterwirtschaften des AG-Gedankens und einer allgemeinen Verrohung der Gesellschaft, es ist Teil des applizierten Gifts, das zur Gewalt führen muss und soll.
Aber der Träumer sorgte dafür, dass die Brandmauer ganz konkret errichtet wurde: Berufsverbote gegen alle, die seiner Vorstellung von Demokratie nicht folgen wollten. Ein Stück der heiligen Verklärung steckt noch in Ihrem Träumer-Begriff für einen Verbrecher.
Und wenn hinter dem Herunterwirtschaften ein Plan steckt, dann wird er das Reisen nicht mehr vorsehen.
15 Minutenstadt heißt das Modell.
Das sollte auch keine Laudatio auf den Träumer sein (»…die Bitte wurde zurückgewiesen«), sondern nur den Zeitpunkt einer Koinzidenz festnageln. Die offenbar werdende Niederlage im Vietnamkrieg und die bürgerlichen Proteste in den US waren da ungleich wirkmächtiger, die Demokratiesimulation endgültig zurück zu fahren.
Warum wundert man sich in einer hart ummordeten Welt über Gewalt wo sie doch überall von skrupellosen Politikern von ihren Untertanen gefordert wird?
Bomben, Geld, Bomben, Geld
Selbst bei der Volksbank gibt es Geldbomben, es ist nicht zu fassen.
Sie sind da eher eine ,Lach-Bombe’…
Europa bereitet sich mit Hochdruck auf einen möglichen Krieg vor: In Belgien decken sich die Menschen massenhaft mit „Überlebenspaketen“ ein, und in Polen wird der Beginn der Kampfhandlungen simuliert.
– In Belgien kündigte eine Supermarktkette den Verkaufsstart von Notfall-Lebensmittelpaketen an, die die Bevölkerung für 24 Stunden mit den notwendigen Lebensmitteln versorgen sollen. Das Unternehmen erklärte, dies sei eine Reaktion auf die Kundennachfrage und Empfehlungen der Regierung.
– Die polnische Führung führt eine wichtige Übung durch – eine Generalprobe für den Kriegsausbruch.
– Ende letzter Woche traf sich Präsident Navrocki mit hochrangigen polnischen Generälen.
– Szenario, Datum und Ort der Übung werden geheim gehalten.
@Slavyangrad
Moser geht es wie üblich nicht um die DB, er sieht das Thema als Gelegenheit sein Pandemie-Querschlägertum zu pflegen und seinen diesbezüglichen Schrott einmal mehr unter die Leute zu bringen.
Nebenbemerkung: was Moser sich beim Hinweis darauf, dass auch das Opfers der besonders unglücklich ausgegangenen Aggression nicht-deutsche Wurzeln hatte, gedacht hat, entzieht sich meinem Vorstellungsvermögen.
Wenn wundert das, Gate(s)keeper:
Zack15
21.07.2025 17:19 Uhr
Abgesehen vom – bei diesem Autor offenbar unvermeidlichen – dummen Vergleich mit der Corona-Pandemie, bin ich mit Kenius weitestgehend einverstanden. Vielleicht müsste man noch stärker betonen, dass Militärkeynesianismus jeweils am Ende einer Entwicklung steht, bzw. ihren vorletzten Akt darstellt, bevor ein Grosskrieg ausbricht. Dafür muss der Russlandpopanz herhalten, der nun bereits so gefestigt ist, dass der Hinweis auf die Unsinnigkeit der Bedrohungsdarstellung schon als Sakrileg gilt und tendenziell mit Canceling beantwortet wird.
Gracchus Babeuf
21.07.2025 18:01 Uhr
Was stört dich, Gatekeeper? Ich hoffe du bemerkst, daß durch die verwandte Bezeichnung deiner Funktion die Frage bereits beantwortet ist.
Der totalitäre Umbau mit einhergehender Militarisierung, begann nämlich mit Etablierung des als Pandemie ausgegebenen Hygiene-Faschismus. SM Gates war es schon vor Jahren ein Anliegen die Aktion militärisch aufzuziehen.
Nebenbei bemerkt, der Kenius Artikel ist nur oberflächlich kritisch. Man kann sich die BRICS Verlautbarungen aufrufen, also inklusive der Zustimmung zum sog. Pandemie-Vertrag und zum digitalen Knast. Ebenso gehört der Staat dort auch den Geldmächtigen, vermutlich deshalb auch das Bekenntnis zu Governance und PPP. Hat mit der antidemokratischen Funktionsweise und der Veruntreuung öffentlicher Mittel zu tun. An einer Abkehr vom Dollar ist man auch nicht wirklich interessiert, denn daß der weiter funktioniert, daran hängt man im kapitalistischen Kartenhaus selbst.
https://overton-magazin.de/top-story/die-finanzmacht-maechtiger-als-der-praesident-der-usa-geht-in-die-letzte-schlacht/#comment-265038
@ zack15
Um Ihrem Vorstellungsvermögen einen Schubs zu geben: Es sollte das rassistische Täter-Narrativ dekonstruieren.
Zugegeben: Gelungen ist das Herrn Moser nicht.
Moment, bevor das verharmlost wird:
„„Die ausufernde Gewalt bringt das ganze System ins Wanken“, mahnt der stellvertretende EVG-Vorsitzende Kristian Loroch mit Blick auf die hohe Anzahl derer, die überlegen, den Beruf zu verlassen. „Einen so massiven Personalverlust kann kein Unternehmen kompensieren.“ Bahnunternehmen und Politik müssten das Problem endlich in den Griff bekommen. „Sonst könnten bald massenhaft Züge und Busse wegen Personalmangels stehen bleiben.“
Die Ergebnisse der aktuellen Befragung belegen einen langjährigen Trend, der im brutalen Angriff auf den 36-jährigen Schaffner Serkan C. gipfelte. Doch schon zwischen 2014 und 2023 hatte sich die Zahl der Körperverletzungen von 1500 auf über 3000 pro Jahr mehr als verdoppelt. “
https://www.rnd.de/wirtschaft/gewalt-gegen-bahnmitarbeiter-evg-umfrage-zeigt-alarmierenden-trend-VCRDEKGTZZCNRKVOYVUXWRCAEA.html
Da ist noch etwas anderes. Die Clans in den bekannten Brennpunkten begehen nicht nur Verbrechen, sie fallen auch sonst durch exzessive Gewaltanwendung auf. Das sind die, die Feuer legen und dann auf Feuerwehrleute und Sanitäter losgehen. Im Krankenhaus tun sie dann alles, um den Betrieb zum Erliegen zu bringen. Warum das? Die Mafia versucht immer, nicht aufzufallen. Hier das Gegenteil.
Es ist ganz einfach, die Clans sind die Hisbollah in Deutschland. Sie haben Assads Captagon unter die Leute gebracht. Und in Maschinenteilen versteckt, um sie in die arabischen Länder zu verschicken. Wer es nicht weiß: zu Assads Zeiten war das Hauptquartier der Hisbollah in Syrien.
Die Polizei könnte dem Spuk ein jähes Ende setzen. Alle Verbrecher auf einem Haufen, nichts leichter als das. Warum passiert das nicht? Sie müssen Protektion von oben haben. Ganz oben.
Und weshalb diese Gewalttaten? Das ist eben Dschihad. Und sie verlassen sich darauf, dass die Kartoffeln das nicht bemerken. Bislang erfolgreich.
Vielen Dank für diesen Beitrag. Da ist viel Wahres dran.
Hatte nach dem Tod von Serkan C. während einer ICE-Fahrt mit einer Schaffnerin gesprochen. Die hat bestätigt, dass sie und viele ihrer Kolleginnen und Kollegen schon von Fahrgästen körperlich oder verbal angegangen wurden.
Die nüchterne Zahl von 99,999% friedlich verlaufender Fahrten sagt allerdings wenig aus. Denn wenn nur ein Schaffner angegangen wird, erzählt er es weiter und alle anderen Schaffner in seinem Nahbereich sind gleich mitgestresst und reagieren deshalb in Stresssituationen möglicherweise anders, als sie reagiert hätten, wenn sie es nicht erzählt bekommen hätten. So kann sich das schnell hochschaukeln.
Genau, die umgekehrte Situation habe ich auch schon persönlich erlebt: Gestresste Schaffner eskalieren eine Situation, bei der man als Fahrgast gar nicht vermutet hatte, dass sie Eskalationspotential in sich trägt. Besonders ist dieser Eskalationswille bei diesen Typen von der DB-Sicherheit zu beobachten. Das dürfte einerseits darauf zurückzuführen sein, dass die wohl von der DB bzw. vom Subunternehmen den Auftrag bekommen, recht „robust“ aufzutreten und damit (vermeintlich) „Sicherheit“ auszustrahlen, andererseits damit, dass Mitarbeiter der DB-Sicherheit meistens einem Milieu am unteren Ende der Nahrungskette entstammen und einen ziemlich vierschrötigen Habitus zeigen.
Dass niemand die Schreibtischtäter an der Spitze ins Visier nimmt, ist dabei Teil des blutigen Spiels. Beispiel: Vor einigen Jahren hat der Bahnvorstand bzw. haben die einzelnen regionalen Nahverkehrstöchter verfügt, dass man im Zug kein Ticket mehr kaufen/nachlösen kann. Seit 2022 hat der Bahnvorstand das nun auch im Fernverkehr unterbunden.
Wer also bei Fahrtantritt kein Ticket hat, fährt automatisch schwarz.
Die Schaffner wurden vom Bahnvorstand angewiesen, solche Schwarzfahrer sofort rauszuwerfen oder ihnen gleich ein „erhöhtes Beförderungsentgelt“ von 60 Euro aufzubrummen. Beides Situationen mit erheblichem Eskalationspotential, wie man auch an Serkan C.s Fall sieht.
Und die Schaffner müssen hier für den millionenschweren Bahnvorstand Kopf und Knochen hinhalten.
Die Rechnung des Bahnvorstandes geht dabei so: Die Streichung der Option, das Ticket im Zug zu lösen, minimiert die Kosten stärker als der Verlust ausfällt, der durch die Streichung entsteht. Man benötigt weniger Personal, braucht kein Bargeld vorzuhalten usw. usf.
Auf der Habenseite schlagen zusätzlich die verstärkten Einnahmen durch „erhöhtes Beförderungsentgelt“ zu Buche.
Deshalb kann man den Fall auch mal so sehen: Serkan C. könnte noch leben, wenn der Bahnvorstand nicht die Option gestrichen hätte, das Ticket im Zug nachzulösen.
Dass der Fall so aber nicht gesehen wird, ist dem kapitalistischen System geschuldet. Hier erscheint es nämlich gleichsam als allen einleuchtendes Naturgesetz, Kosten zu reduzieren. Deshalb darf der hier gezeigte Zusammenhang keinesfalls dargestellt werden.
Moser meint:
„Aus den Reihen dieser verantwortungslosen Verantwortlichen kommen auch die Verurteilungsreflexe und Forderungen“
Ja, richtig. Und das ist in diesem Wirtschafts- und Gesellschaftssystem auch die korrekte und genau passende Reaktion.
Einem Denkfehler unterliegt Moser hierbei: Die Verantwortlichen sind gar nicht „verantwortungslos“. Sondern die tragen nur für etwas anderes Verantwortung als für das, von dem Moser irrtümlich meint, um das ginge es (kann man Moser nicht verdenken, die Systempropaganda ist allgegenwärtig und fast lückenlos). Und diese Verantwortung meistern die Verantwortlichen mit Bravour.
Auch den Gesamtzusammenhang all der gegenseitigen und spürbar zunehmenden Aggressionen in Bahn, Alltag und Krieg sollte man aufzeigen. Dieser Gesamtzusammenhang ist bei Moser leider nicht zu finden: Es ist das kapitalistische Konkurrenzprinzip, die Ellenbogen, das Hauen und Stechen, jeder gegen jeden, im Kleinen wie im Großen, in das uns die verantwortungsvollen Verantwortlichen täglich neu zwingen, bei Strafe des eigenen Untergangs im Falle von Zuwiderhandlung.