Wo bleibt die linkspopulistische Offensive?

Wo bleibt der linkspopulistische Vorstoß? Beobachtungen in Zeiten der aktuellen Wahlkämpfe.

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22 Kommentare

  1. Leider ist auch Wagenknecht der Marktreligion verhaftet, von den anderen zu schweigen. Vermutlich ist nichts anderes zu erwarten, hält sie sich doch für eine Ökonomin, obwohl sie lediglich Volkswirtin ist, also im Rahmen der Marktwirtschaft agiert und die nicht in Frage stellt.
    Bin gespannt, wann in irgendeiner Linken Personen auftauchen, die diese Frage anders stellt.
    Damit ist nicht die Notwendigkeit der jetzigen Taktik abgestritten, die muß vielleicht so sein. Aber es fehlt an langfristigen und theoretischen Überlegungen, welche Produktionsweise letztendlich angegangen werden muss, die die ursächlichen Widersprüche aufheben kann, die die Probleme, die sie abgehen will, erst schaffen.

  2. So lange nicht die herrschende Klasse enteignet und samt ihrer Funktionselite und allen kapitalistischen strukturen beseitigt ist, wird sich auch nichts ändern.

    1. „Wie soll denn die gesamtgesellschaftliche Alternative zur kapitalistischen Ökonomie aussehen?”

      @Adliger: Ich weiß dass Sie Mausfeld nicht brauchen, ich habe aber nichts „Besseres“ zu bieten. In seinem Buch „Hegemonie oder Untergang“ schreibt er im letzten Kapitel etwas zu der Frage.
      Er spricht von einer intellektuellen Höchstleistung der gesamten Gesellschaft ein neues Modell zu entwickeln. Nur weil etwas noch nicht existiert hat, heißt das nicht, dass es das nicht geben kann.
      Natürlich sind nicht nur die Linken mit der Frage überfordert. Keiner kann das zur Zeit beantworten.

      In der BRD sind die Mehrheit Geiseln des Kapitalismus mit ausgeprägtem Stockholmsyndrom.

      1. Mausfeld weigert sich beharrlich, über das Stöckchen der Klassengesellschaft zu springen. Jede Gesellschaftsformation wird durch die vorherrschende Eigentumsform determiniert. Diese bestimmt eine herrschende und eine oder mehrere unterdrückte Klassen. Was sollen denn da noch für intellektuelle Höchstleistungen vollbracht werden? Haben Marx, Engels und Lenin doch alles schon erledigt. Mit dem Antikommunismus im Hinterkopf kommt man allerdings nicht weiter.

  3. Es geht um Typen, nicht um Erzählungen
    aus Parteiprogrammen. Das ist alles zu abstrakt, was die BSWler zum Besten geben. Kein Mensch versteht das.

    Ein gutes Beispiel für „Linkspopulismus“ ( hä ? ) ist der Amerikaner Graham Platner. Viele sahen ihn bereits auf dem Weg in den Senat von Maine und ins Weiße Haus, doch dann kamen ihm, vermutlich konstruierte, Schmuddelgeschichten dazwischen.

    Die Autoübersetzung ist mies. Platner hat
    eine tiefe, dunkle Stimme. Eine Kurzvorstellung seiner Person.

    https://www.youtube.com/watch?v=53bZ_95nDjk

    Weitere Geschichten und Reden gegen die
    Oligarchie findet man problemlos.

  4. Die Auffassung Frau Wagenknechts und ihre Vorstellung einer gerechteren Wirtschaft sind ja schön und gut, aber zu glauben sie könnte das auch nur ansatzweise umsetzen ist reine Utopie.
    Sie hätte hunderte Think Thanks und Medienhäuser gegen sich.
    Die Banken und Konzerne sowieso.
    Man müsste unsere Gesellschaft quasi zurück bis in die Steinzeit resetten.

    Trotzdem ist es schön dass sie es Versucht (wenn sie es ernst meint).
    Erhobenen Hauptes zu scheitern ist ja auch was ehrenvolles.

  5. Frau Wagenknecht ist nicht allein das BSW. Es gibt weitere kluge Köpfe im BSW, wie z. B. den Co-Vorsitzenden Fabio de Masi, Michael Lüders oder Alexander King. Am vergangenen Freitag gab es auf dem Mehringplatz in Kreuzberg eine Wahlkundgebung, in der gerade der Co-Bundesvorsitzende die Richtung des BSW vorgestellt hat. Darüber gibt es ein Video: https://www.youtube.com/watch?v=KH3yvsYaPJY&t
    Aus meiner Sicht lohnt es sich, dieses Video anzuschauen. Danach kann gemeckert werden.

    1. Am Ende des Tages ist das BSW eine weitere bürgerliche Partei, die am Kapitalismus nichts ändern will. Damit ist alles, was die so treiben, politische ABM ohne jegliche Konsequenz.

  6. Liest man die Wahlprogramme des BSW, so erkennt man Ansätze, die in die von SW angedachten Richtung weisen. Aber wie will man im Wahlkampf ein so komplexes Thema darlegen wie ein anderes Wirtschaftssystem? Die meisten potenziellen Wähler wären wohl eher abgeschreckt. Empfehle Amaz.n, da gibt es wirklich gute Rezensionen zu den genannten Büchern („Freiheit statt Kapitalismus“ und „Reichtum ohne Gier“). Und hier eine Buchbesprechung mit der Autorin aus einer Zeit, in der der ÖRR noch so halbwegs brauchbar war. Dauert zwar eine Stunde, ist aber höchst aufschlussreich und auch kurzweilig.

    https://www.sr-mediathek.de/index.php?seite=7&id=924&pnr=&tbl=pf

    1. „6) Viele vergleichsweise radikale Linke erweisen sich als wenig kompetent, eine Frage zu beantworten, die ihnen dauernd gestellt wird: „Wie soll denn die gesamtgesellschaftliche Alternative zur kapitalistischen Ökonomie aussehen?”

      Eine Antwort dazu könnte die „Soziale Dreigliederung“ sein.

      Damit ginge es aber dem zentralistischen Einheitsstaat an den Kragen (wobei der sich ja gegenwärtig ordentlich vorbereitet, sich selber abzuschaffen).

      Die Idee ist:

      Man fordere vom „Geistesleben“, dazu zählen Bildung, Wissenschaft, Kunst, Medien, Kultur, Medizin, Religion etc. das Prinzip der Freiheit als Ideal für ihr Metier. Hier herrscht das Konkurenzprinzip – es geht um die besten Ideen, Ratschläge und Unabhängigkeit vom Staat.

      Im Bereich des Wirtschaftsleben ist Brüderlichkeit der Maßstab – in Kooperation zwischen Produzenen, Händler und Konsumenten wird nach realem Bedarf produziert. Die Arbeitsleistenden wie die Arbeitleitenden bestimmen gemeinsam über die Rahmenbedingungen im Betrieb. Diese dürfen nicht verkauft werden und gehören allen die dort arbeiten.

      Im Rechtsleben schließlich agiert die Politik und die Justiz. Hier werden nach dem Prinzip der Gleichheit Verträge geschlossen, Gesetze erarbeitet und Rechte verteitigt. Im Bereich der Außenpolitik geht es um Diplomatie.

      Die Politik wird also starkt entmachtet oder auch entlastet. Sie muss sich nicht länger um die rechte Bildung, Landwirtschaft oder Kulturpolitik bemühen. Das schaffen die jeweiligen Experten (aus dem freien Geistesleben kommend) schon selber. Die drei Bereiche agieren eigenverantwortlich, ihrem jeweiligen Ideal verpflichtet und blockieren sich nicht länger durch Übergriffigkeit, Lobbyismus oder Unfähigkeit.

      Freilich will kein herrschendes System ihre Macht freiwillig hergeben – da müssten wir uns schon selber am Riemen reißen und entsprechende Initiativen gründen / unterstützen.

      Die Dreigliederungsidee gibt es jedenfalls schon seit hundert Jahren und es gibt eine reiche Diskussion zu allen möglichen Fragen, Themen und Umsetzungsvarianten. Allerdings bislang leider kaum an staatlichen Universitäten.

      Es lohnt sich jedenfalls wirklich sich damit mal gründlich auseinanderzusetzen.

  7. Jedes kapitalistische Land hat ein Kartellamt, was Monopole verhindern soll. Das ist noch nicht links. Auch gegen das Finanzkapital werden Gesetze erlassen, speziell nach dem letzten Bankencrash. Auch das ist noch nicht rein links. Wobei ich allerdings sagen würde das was derzeit gemacht wird nicht ausreicht. Das müssten eigentlich aber alle Parteien interessieren die an einer guten Wirtschaft interessiert sind. Da kann man Wagenknecht auf jeden Fall zustimmen, das beides schädlich ist für eine gute Wirtschaft.

    Stellt sich die Frage was hindert die aktuellen Parteien mehr zu machen. Ich würde sagen die Gründe sind Unwissen, Faulheit und Korruption. (mit der Nennung ist nicht die Reihenfolge gemeint 😉 )

    Die BSW muss sich allerdings auch etwas handfesteres einfallen lassen um wieder über 5% zu kommen.

    > Wo bleibt die linkspopulistische Offensive?

    Um die Frage auch zu beantworten. Das füllt derzeit die Linkspartei aus. Die Partei die an der Verscherbelung der öffentlichen Wohnungen beteiligt war, fordert jetzt die Enteignung der Wohnungskonzerne. Was im Prinzip nichts bringt, da das keine wirkliche Enteignung ist sondern ein sehr teurer Rückkauf. Mit dem Ergebnis das keine einzige Wohnung mehr existiert. Das Geld stattdessen in den Neubau stecken würde die Nachfrage senken und damit auch allgmein die Mieten. Aber hey Enteignung klingt ja so „links“.

  8. Das BSW ist zu verwirrt und die Pd“L“ hat am 6.5.25 wahrhaft revolutionär gehandelt, als sie – natürlich aus, äh, staatspolitischer Verdingsda – die Wahl des zunächst durchgefallenen Millionärs doch noch am gleichen Tag ermöglicht hat. Merke: ERST ordnungsgemäß wählen lassen, DANN wieder vehementes Dagegensein in all seiner ritualisierten Wirkungslosigkeit. Aber hallo, „Die CDU wird mit uns reden müssen“ … worüber? Vielleicht so in etwa: ‚Schönes Wetter heute, finden Sie nicht?‘ Oder: ‚Guten Morgen (Sie furchtbarer Kommunist)!‘ Die ganze „Kritik“ an Merz war – das muss man erstmal fertigbringen – eine von der Art des Rechtsüberholens. Sinngemäß: ‚Wie soll so einer ein Land einen, wenn er nicht mal den eigenen Laden unter Kontrolle…‘ usw., ein autoritärer Müll sondergleichen, aber was tut man nicht alles für neue Koalitionsoptionen!? Allein, die Unionisten zieren sich trotz aller Ergebenheitsadressen von, äh, links, oder wie das heißt…

  9. „6) Viele vergleichsweise radikale Linke erweisen sich als wenig kompetent, eine Frage zu beantworten, die ihnen dauernd gestellt wird: „Wie soll denn die gesamtgesellschaftliche Alternative zur kapitalistischen Ökonomie aussehen?”

    Eine Antwort dazu könnte die „Soziale Dreigliederung“ sein.

    Damit ginge es aber dem zentralistischen Einheitsstaat an den Kragen (wobei der sich ja gegenwärtig ordentlich vorbereitet, sich selber abzuschaffen).

    Die Idee ist:

    Man fordere vom „Geistesleben“, dazu zählen Bildung, Wissenschaft, Kunst, Medien, Kultur, Medizin, Religion etc. das Prinzip der Freiheit als Ideal für ihr Metier. Hier herrscht das Konkurenzprinzip – es geht um die besten Ideen, Ratschläge und Unabhängigkeit vom Staat.

    Im Bereich des Wirtschaftsleben ist Brüderlichkeit der Maßstab – in Kooperation zwischen Produzenen, Händler und Konsumenten wird nach realem Bedarf produziert. Die Arbeitsleistenden wie die Arbeitleitenden bestimmen gemeinsam über die Rahmenbedingungen im Betrieb. Diese dürfen nicht verkauft werden und gehören allen die dort arbeiten.

    Im Rechtsleben schließlich agiert die Politik und die Justiz. Hier werden nach dem Prinzip der Gleichheit Verträge geschlossen, Gesetze erarbeitet und Rechte verteitigt. Im Bereich der Außenpolitik geht es um Diplomatie.

    Die Politik wird also stark entmachtet oder auch entlastet. Sie muss sich nicht länger um die rechte Bildung, Landwirtschaft oder Kulturpolitik bemühen. Das schaffen die jeweiligen Experten (aus dem freien Geistesleben kommend) schon selber. Die drei Bereiche agieren eigenverantwortlich, ihrem jeweiligen Ideal verpflichtet und blockieren sich nicht länger durch Übergriffigkeit, Lobbyismus oder Unfähigkeit.

    Freilich will kein herrschendes System ihre Macht freiwillig hergeben – da müssten wir uns schon selber am Riemen reißen und entsprechende Initiativen gründen / unterstützen.

    Die Dreigliederungsidee gibt es jedenfalls schon seit hundert Jahren und es gibt eine reiche Diskussion zu allen möglichen Fragen, Themen und Umsetzungsvarianten. Allerdings bislang leider kaum an staatlichen Universitäten.

    Es lohnt sich jedenfalls wirklich sich damit mal gründlich auseinanderzusetzen.

    1. … und Sie glauben, dass z.B.. die Katholische Kirche als größter Grundbesitzer dieses Landes irgendetwas „brüderlich“ hergibt? Und der Klatten-Clan? Boehringer-Familei? ALDI wird zu Genosenschaft?

      Die Besitzfragen müssen geklärt werden.

      1. Also ich bin dafür das alles mir gegeben wird.

        Und alle in der BRD meine Leibeigenen werden.

        Viele in der BRD möchten ja so leben da sie die Freiheit hassen.

        Ich liebe die Freiheit deswegen ist es schlussendlich richtig mich als Alleinherrscher aufzufassen

  10. Dass ich kein Freund der Heino’s Enzian-Partei bin – muß man ja auch (noch) nicht – brauche ich nicht mehr zu wiederholen. Nachdem ich gerade eben in die letzten Minuten des letzten Sommer-Interviews von des Herrn Schmieses unerträgliche Wadenbeißerei reingezappt bin, kann ich nur sagen:

    WEITER SO Deutschland.!

    Auch wenn Alitsche vis-à-vis für mich auf ihre gekonnt zynische Art für mich auch nicht unbedingt das gelbe vom Ei in diesem unseren Lande darstellt, eigentlich bräuchte die gute Frau doch nur still hinzusitzen und ihre süffisante Grinse aufsetzen, immer wenn der Herr Schmiese das Wort Merz o.ä. zwischen den schaumbedeckten Lefzen durchpresst. Heute – gut gestylt im unschuldigst adretten weißen Dress – parbleu – sie könnte einem fast noch sympathisch werden. Madame Sahra sollte sich mal ein Beispiel nehmen.

    Ob ich ihrem vernichtenden Urteil von heute – Flachzangen – anschließen sollte?. Nein, schließlich wäre mir das fast noch zu viel der Schmeichel. Habe heute bei Volksrundsprecher ntv.de einen passenden Satz gelesen zu unserem Spezi aus dem Oval Offce, der passt auch ganz gut hierzulande: er eile derzeit von Misserfolg zu Misserfolg, bei seinen außenpolitischen ‚trial&errors‘. Nun bei unseren Großkoalitionären kann diese Einschränkung entfallen.

    Schaut man sich die Gemengelage derzeit so an, dann dürfte es nicht mehr allzu lange dauern und den Strategen in den Wahl-Wolfschanzen wird einleuchten, das es alles andere als besonders ‚helle‘ war, dem Bündnis von Frau Wagenknecht so mit diversen Blutgrätschem zuzusetzen. Deren Koalitionen mit den Parteien von vor der Brandmauer – um einer Frau Wolf u.a. den Traum von Pöstchen zu erfüllen und ansonsten die doch so Ungewünschten sich vom Leibe zu halten, war schon der erste Fehler. Und das gleich am Anfang, kaum dass sie auf der Bühne waren. Aber das hätte ja noch wenig Schaden anrichten können.

    Wenn nicht die Schweinerei von der Bundestagswahl – auch noch brutalstmöglich inkl. Nase lang machen – hätte stattfinden dürfen und das anschleßende Gewürge im Schulterschluss mit den Rotkäppchen zu Karlsruhe – ja dann, hätte es mit Versprechen des Blackrock-Abteilungsleiters vielleicht klappen können mit der Halbierung der blauen Zahlen. Wenn nämlich das BSW mit dem Drift der drei Landtagswahlen … aber anyway. Aber so, nein. Wie wir in den letzten Monaten weltweit gesehen haben, gegen verheerende Waldbrände helfen hie und da auch mal vorsorglich gelegte kleine Gegenfeuer. Je nun, man wollte es eben anders.

    Sachsen-Anhalt scheint gelaufen sein, ist ja auch schon nächste Woche. Frau Schwesyg in ihrem gefühlten Manuela-Land dürfte dann im Rausch hinweggefegt werden. Und dann Berlin? Lachhaft, da wird gerade die nächste Brandmauer aufgebaut, ausgerechnet die Linke, die SED-Nachfolgepartei, die jetzt von den einstigen ewigen Regierungsparteien mit Stoßgebeten gen Himmel herbeigeredet werden. Ob Frau Reichinnek noch irgendwo Platz findet für ein Tattoo für den imperialen ‚Daumen nach oben‘?

    Die vorigen Male war ich ja ziemlich skeptisch, wenn Prof. Wolf aus overseas – seines Zeichens Wirtschaftswissenschaftler, gebürtig aus Berlin. ? – beim Interview bei Professor Diesen von sowas wie von der nächsten Zeitenwende zu Großdeutschland schwadroniert. Aber heute? Sooo wirklichkeitsfremd ist der Gedanke gar nicht mehr. Jetzt wo scheinbar oder anscheinend auch die Alternative die Wahlgeschenksversprechen vom Bündnis übernommen haben dürfte: der Russe wird – so heißt es – mit Blau wieder unsere gute Stube warm machen, warm halten dürfen und das zu im Sommer Malle-wahrenden Preisen. Wer will da nicht zugreifen.

    Tja, einfach dumm gelaufen. Die Wähler – auch wenn vielleicht schweigend in der Schafherde verharrend – sie sind wie verprellte Kleinkinder, denen man während des ganzen Supermarktbesuches,‘ nein – mach die Finger weg‘ verlautbart hat und jetzt an der Kasse ganz unten im Regal etwas entdeckt, dass … Rache ist eben einfach nur süß! Verkopftes hülfe da wenig, die Zeiten sind da vorrüber. Einfach nur mal hingucken so wie heute irgendwo im baldigen Blau-Land, der Herr Siegmund! Manchmal könnte man zur Überzeugung kommen, die Tagesschau für die in der ersten und zweiten Reihe will genau das erreichen.

  11. Dass ich kein Freund der Enzian-Partei bin – muß man ja auch (noch) nicht – brauche ich nicht mehr zu wiederholen. Nachdem ich gerade eben in die letzten Minuten des letzten Sommer-Interviews von des Herrn Schmieses unerträgliche Wadenbeißerei reingezappt bin, kann ich nur sagen:

    WEITER SO Deutschland.!

    Auch wenn Alitsche vis-à-vis für mich auf ihre gekonnt zynische Art für mich auch nicht unbedingt das gelbe vom Ei in diesem unseren Lande darstellt, eigentlich bräuchte die gute Frau doch nur still hinzusitzen und ihre Grinse aufsetzen, immer wenn der Herr Schmiese das Wort Merz o.ä. zwischen seinen Lefzen durchpresst. Heute – gut gestylt im unschuldigst adretten weißen Dress – parbleu – sie könnte einem fast noch sympathisch werden.

    Ob ich ihrem vernichtenden Urteil von heute – Flachzangen – anschließen sollte?. Nein, schließlich wäre mir das fast noch zu viel der Schmeichelei. Habe heute bei Volksrundsprecher ntv.de einen passenden Satz gelesen zu unserem Spezi aus dem Oval Offce, der passt auch ganz gut hierzulande: er eile derzeit von Misserfolg zu Misserfolg, bei seinen außenpolitischen ‚trial&errors‘. Nun bei unseren Großkoalitionären kann diese Einschränkung bekanntlich entfallen.

    Schaut man sich die Gemengelage derzeit so an, dann dürfte es nicht mehr allzu lange dauern und den Strategen in den Wahl-Wolfschanzen wird einleuchten, das es alles andere als besonders ‚helle‘ war, dem Bündnis von Frau Wagenknecht so mit diversen Blutgrätschem zuzusetzen. Deren Koalitionen mit den Parteien von vor der Brandmauer – um einer Frau Wolf u.a. den Traum von Pöstchen zu erfüllen und ansonsten die doch so Unerwünschten sich vom Leibe zu halten, war schon der erste Fehler. Und das gleich am Anfang, nach dem tollen Start damals.

    Wenn nicht die Schwei****i von der Bundestagswahl – auch noch brutalstmöglich inkl. Nase lang machen – hätte stattfinden müssen und das anschileßende Gewürge im Schulterschluss mit den ‚Roten Roben zu Karlsruhe‘ – ja dann, hätte es mit dem Versprechen des Blackrock-Abteilungsleiters ehem. vielleicht klappen können mit der Halbierung der blauen Zahlen. Wenn nämlich das BSW mit dem Drift der drei Landtagswahlen … aber anyway. Aber so, nein. Wie wir in den letzten Monaten weltweit gesehen haben, gegen verheerende Waldbrände helfen hie und da auch mal vorsorglich gelegte kleine Gegenfeuer. Je nun, man wollte es eben anders. Aber geholfen hätte das demächst ‚mutmaßlich‘ schon.

    Sachsen-Anhalt scheint gelaufen sein, ist ja auch schon nächste Woche. Frau Schwesig in ihrem gefühlten Manuela-Land dürfte dann im Rausch hinweggefegt werden. Und dann Berlin? Lachhaft, da wird gerade die nächste Brandmauer aufgebaut, ausgerechnet mit der Linken, die SED-Nachfolgepartei, die jetzt von den einstigen ewigen Regierungsparteien mit Stoßgebeten gen Himmel herbeigeredet werden. Ob Frau Reichinnek noch irgendwo Platz findet für ein Tattoo für den imperialen ‚Daumen nach oben‘? Aber gegen die Verstaatlichung von den Wohnhaien hetzt man trotzdem weiter. Ob das die Wähler von damals goutieren können, sollen ja fast zwei Drittel von 100% gewesen sein?

    Die vorigen Male war ich ja ziemlich skeptisch, wenn Prof. Wolf aus overseas – seines Zeichens Wirtschaftswissenschaftler, gebürtig aus Berlin. ? – beim Interview bei Professor Diesen von sowas wie von der nächsten Zeitenwende zu Großdeutschland schwadroniert. Aber heute? Sooo wirklichkeitsfremd ist der Gedanke gar nicht mehr. Jetzt wo scheinbar oder anscheinend auch die Alternative die Wahlgeschenksversprechen vom Bündnis übernommen haben dürfte: der Russe wird – so heißt es – mit Blau wieder unsere gute Stube warm machen, warm halten dürfen und das zu im Sommer Malle-wahrenden Preisen. Wer will da nicht zugreifen. Tja, dumm gelaufen.

    1. Was das jetzt wieder sollte? Nun, das erste Mal ist regelrecht erst einmal durchgeflutscht in den probaten Mülleimer, sogar ohne Quarantäne. Dann die zweite Version mit geringfügigen Retuschen hinterher und – ei gugge doh – plörtzli8ch beide wie von Wunderhand wieder da. Also, ich bin schon irgendwie froh, dass die erste Version wieder da istl Der letzte Absatz – vor allem der letzte Satz – war und ist mir schon von besonderer Wichtigkeit.

      Wenn jetzt noch der Herr Kramer – oder wie er auch immer heißen möge von den Alternativen – ab sofort auch nur noch mit der Käpt’n Blaubär-Mütze auftritt so wie einst der Smokey …

  12. Wie man sieht, hat das Kapital seine Hausaufgaben gemacht. Es wird immer brav im vorgegebenen Rahmen diskutiert. Dieser Fehler von 1917 hat sich bei den Herrschenden so eingebrannt, dass sie nichts mehr dem Zufall überlassen. Nur dieser österreichische Gefreite hat das alles nicht ganz verstanden.

  13. Berlin: AfD – konservativer Mittelwert 17,5%, Tendenz stabil; BSW seit November 2025 kein Wert über 4%, Tendenz stabil
    Meck.-Po: AfD – konservativer Mittelwert 35% , Tendenz leicht steigend; BSW 5%, Tendenz fallend
    Socksen-A: AfD – konservativer Mittelwert 41,5%, Tendenz leicht steigend; BSW ca. 4,5%,, Tendenz eher fallend

    Welchen Sinn hat es, über ungelegte Eier zu fabulieren. Ich denke, dass es für das BSW ein großer Erfolg wäre, in 2 der 3 BL ins Landesparlament einzuziehen. Das würde die Partei noch einmal davor bewahren, in der politischen Versenkung zu verschwinden. Auf mittlere Sicht wird dem BSW das aber nicht erspart bleiben, denn in den Westländern bekommen sie erst recht keinen Fuss in die Tür.

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