
Wahlen in Russland: „Einiges Russland“ erreichte Stimmenzuwachs, Kommunisten grollen
Am Sonntag ging in Russland die Wahl der Duma und von Gouverneuren sowie regionalen Parlamenten zu Ende. Die Partei "Einiges Russland" konnte ihren Stimmenanteil erheblich steigern.

Waffen – Das goldene Kalb der Bellizisten
Wenn Politiker vor Kampfjets strahlen, Raketen streicheln und Kriegstechnik zum Erlebnis wird. […]

Landtagswahlen: Das Phantom der Mitte
Das Koordinatensystem der Mitte, das mit Merkel begann, ist aus der Spur geraten, die Mitte wurde zum Phantom von zunehmend nur in Abwehrhaltung verkümmernden Volksparteien, […]

»Die Palästinenser sind sich der wachsenden Anzahl an Deutschen bewusst, die Palästina unterstützen«
Wie steht es um die Zukunft Palästinas? Der im Westjordanland lebende, palästinensische Anwalt und Menschenrechtsaktivist Raja Shehadeh ist weiterhin der Meinung, dass nur eine Zwei-Staaten-Lösung […]

Kampf der Giganten
Die alte Weltordnung zerfällt vor unseren Augen: Die USA und Israel greifen den Iran an. Russland und China verbünden sich und lehnen die globale Vorherrschaft […]

Ab jetzt ein Mann mit Rückgrat
Historisch schlechte Wahlergebnisse, eine Partei am Abgrund – und Friedrich Merz erklärt, er habe das nötige Rückgrat zum Weitermachen. An diesem Wahlabend gab es nur […]

PSSD: Post-SSRI sexuelle Dysfunktion
Was Betroffene nach Antidepressiva-Konsum berichten und wie die medizinische Fachwelt darauf reagiert. […]

Polnischer Regierungschef: Russland plane „hybride Drohnen- und Raketenangriffe auf Länder, die die Ukraine unterstützen“
Nach Tusk werde der Winter für die Ukraine kritisch, die monatlichen Verluste würden bei 27.000 liegen. Russland wolle provozieren, die Nato müsse geschlossen nach Artikel […]

Journalismus: Abschied von der Nobilitierung?
Wie entwickelte sich die neue Aristokratie der Medienvertreter und Zeitungsbesitzer? Teil 1. Es entstand eine Gesellschaft mit ihren eigenen Regeln, bei der auch das Eingeladenwerden […]

Tschüss, Kanzler!
502 Tage ist Friedrich Merz am heutigen Sonntag im Amt. Sollte man ihm heute kein Vertrauen aussprechen, ist die Geschichte eines programmierten Scheiterns geschrieben. Falls […]

Anthropic betreibt ein Biolabor und will es automatisieren
Gerade erst berichtete Anthropic, es sei versucht worden, sein LLM Claude zur Herstellung von Biowaffen zu verwenden. Jetzt steigt das Unternehmen in die biomedizinische Forschung […]

Niemand ist eine Agarplatte
Die öffentliche (Nicht-)Debatte wird von einem anti-aufklärerischen Menschenbild bestimmt. Wir brauchen eine neue Aufklärung. […]

Beste Freunde, starke Männer
Boris Pistorius besucht Pete Hegseth in Washington – und schon ist von neuer deutsch-amerikanischer Freundschaft die Rede. Ein fiktiver Blick in Pistorius’ Tagebuch zeigt, wie […]

Willkommen in Malchin, wo man noch miteinander redet
Malchin/Landkreis Mecklenburgische Seenplatte: Ein Mekka der demokratischen Debatten-Kultur. […]

Lehren aus der Vergangenheit
In Deutschland siegt die AfD. In Israel tobt der antipalästinensische Faschismus. Was ist aus den “Lehren aus Auschwitz” geworden? […]

Ukraine vor der Pleite?
Jetzt schon fehlen 23 Milliarden Euro. Die werden im völlig irrealen Haushaltsentwurf für 2027 mit einem Defizit von 32 Milliarden Euro erst gar nicht berücksichtigt. […]

Was hinter der Brandmauer brennt
Hinter der Brandmauer schwelen und brennen die gefährlichen Probleme unseres Landes, die in mehr als dreißig Jahren nicht gelöst worden sind. Diese Fehler der Politik […]


„Die Mehrheit der Wähler in Russland scharren sich in Kriegszeiten um die bisherigen politischen Führer, als dass sie einer Oppositionskraft die Stimme für eine neue Politik geben.“
Ein Satz der aus der Feder des kleinen, hinkenden Chefpropagandisten eines anderen europäischen Diktators stammen könnte. „Bravo“ möchte ich dem ausführenden Organ der herrschenden Klasse der RF zurufen. Mission erfüllt.
Das keine zugelassene „wirkliche“ Opposition auf dem Stimmzettel zu finden war und das der Krieg, der die Russen zusammenschweißt, ein dreckiger Eroberungskrieg ist, ausgelöst vom russischen Ultranationalismus, geschenkt.
@ Ottono:
Nur der Form halber: Definieren Sie bitte einen beliebigen „sauberen Krieg“ und den von Ihnen genannten »russischen Ultranationalismus«.
Danke.
Der gegenwärtige Ultranationalismus in Russland zeigt sich in mehreren Strömungen, von intellektuellen Zirkeln bis hin zu militanten Gruppen.
🏛️ Intellektuelle und ideologische Zirkel
· Izborskii-Club: Eine einflussreiche rechtsextreme Denkfabrik, die Autoritarismus und Ethnonationalismus fördert. Sie verbindet fossile Brennstoffe in der Arktis mit einer „weißen männlichen“ nationalen Identität und einem messianischen Sendungsbewusstsein.
· Alexander Dugin: Ein radikal-rechter Vordenker, dessen Schriften bewusst wissenschaftliche Standards rhetorischen Effekten unterordnen. Er vertritt anti-universalistische, gewaltverherrlichende Positionen („homo necans“).
· Konstantin Malofejew & „Zarград“: Ein oligarchischer Ultranationalist und Gründer des TV-Senders „Zarград“. Er fordert öffentlich einen Kurs der Vernichtung in der Ukraine und stellte 2026 auf dem St. Petersburger Wirtschaftsforum Szenarien vor, die einen russischen Sieg bis Kiew und Odessa vorsehen.
⚔️ Pro-Kriegs-„Patrioten“ und Militärblogger
· Club der wütenden Patrioten (KRP): Gegründet von Igor Strelkov (Girkin). Diese Gruppe vertritt einen imperialen Nationalismus und positioniert sich als „wahre Patrioten“ gegen eine inkompetente Elite. Sie sieht Russland in einer existenziellen Krise (neue „Smuta“) und will das Land vor einem „neuen 1991“ (Zerfall) bewahren.
· Militärblogger (z.B. Juri Barantschik): Figuren wie der Influencer Barantschik (65.000 Follower) fordern nach ukrainischen Angriffen auf russisches Territorium eine drastische Eskalation. Sie argumentieren, der Westen habe den Krieg erklärt, und drängen auf einen direkten Konflikt mit den USA.
· Forderungen nach Atomwaffen: Sowohl Malofejew als auch andere Ultranationalisten fragen öffentlich, warum Russland taktische Nuklearwaffen nicht einsetzt, und bezeichnen die bisherige Zurückhaltung als „Verrat“ an den eigenen Interessen.
🥊 Militante und gewalttätige Gruppen
· Neonazis und „Skinheads“: Trotz Verbote operieren Gruppen wie Rusich weiterhin. Sie sind teilweise direkt in Kampfhandlungen in der Ukraine eingebunden. Ein Angriff im Februar 2026 auf ausländische Studenten in Baschkortostan, bei dem ein 15-Jähriger mit Hakenkreuz-Symbolen sechs Menschen verletzte, zeigt die anhaltende Gewaltbereitschaft.
· Russisches Freiwilligenkorps (RDK): Eine bewaffnete Einheit, geführt von dem rechtsextremen Nationalisten Denis Nikitin. Obwohl sie gegen Putin kämpft, ist ihre Ideologie extrem nationalistisch und neonazistisch. Sie führt Angriffe in russischen Grenzregionen durch.
Diese Akteure unterscheiden sich in ihrer Haltung zum Kreml (loyalistisch bis systemoppositionell), eint jedoch ein extrem nationalistisches, anti-westliches und oft gewaltverherrlichendes Weltbild, das auf die Schaffung eines imperiären oder ethnisch homogenen Russlands abzielt.
Nicht zu vergessen der patriotischste Vergnügungspark aller Zeiten in dem die Kinder bereits der Krieg nähergebracht wird. „Patriot“.
Auch in der Regierung und im staatlichen System gibt es deutliche Hinweise auf eine Instrumentalisierung ultranationalistischer Kräfte. Die Strategie des Kremls scheint darauf abzuzielen, radikale Strömungen zu kontrollieren, statt sie zu verbieten. Die wichtigsten Hinweise sind:
🏛️ Instrumentalisierung der LDPR
Die Liberaldemokratische Partei Russlands (LDPR) fungiert als staatlich gelenkte ultranationalistische Kraft. Nach dem Tod von Wladimir Schirinowski wird sie nun von Leonid Sluzki geführt und verfolgt einen kriegsverherrlichenden, imperialistischen Kurs mit anti-migrantischen und rassistischen Positionen . Berichten zufolge diskutieren Kreml-Strategen, die LDPR als „Sammelpunkt“ für Veteranen und nationalistische Wähler neu zu positionieren, um diese Wählerschaft zu kontrollieren . Bei der Duma-Wahl 2026 erreichte sie rund 10,7 % und ist damit eine der „systemischen Oppositionsparteien“, die loyal mit der Regierung stimmt .
🎖️ Einbindung von Veteranen als neue Elite
Ein zentrales Instrument ist die gezielte Rekrutierung von Kriegsveteranen für politische Ämter. Die Regierungspartei Einiges Russland plant, Veteranen des Ukraine-Kriegs als Kandidaten für die Duma aufzustellen . Verteidigungsminister Andrei Beloussow griff jedoch korrigierend ein und lehnte eine Liste ab, da diese keine „echten“ Frontveteranen enthielt. Dies deutet darauf hin, dass das Militär und die Sicherheitsdienste eigene Vorstellungen von politischer Vertretung durchsetzen wollen .
📢 Rhetorik und Kontrolle des nationalistischen Spektrums
Die Regierung bedient sich einer extremen Rhetorik, um nationalistische Kreise zu binden. Duma-Sprecher Wjatscheslaw Wolodin verwendete für politische Emigranten Formulierungen, die an NS-Sprache erinnern („Extremisten, Verräter des Mutterlandes“) . Gleichzeitig versucht der Kreml, unabhängige nationalistische Kräfte, die Putin zunehmend kritisch gegenüberstehen, durch die Förderung der LDPR zu schwächen und zu kontrollieren .
Wo auch immer Sie das abgeschrieben haben mögen – es ist erstaunlicher Unsinn. Und es ist beängstigend, dass die heutigen Kremlastrologen nicht einmal mehr mit den grundlegenden Tatsachen vertraut sind.
Der Izborskij-Klub wurde 2012 mit dem ausdrücklichen Ziel gegründet, eine „Versöhnung der Roten und Weißen“ zu bewirken. (die russ. Wikipedia spricht von den Zielen einer „Versöhnung der verschiedenen Epochen der russ. Geschichte und einer Synthese des besten, was diese Epochen hervorbrachten“).
Dem voraus gingen zwei Jahrzehnte heftigster innenpolitischer Auseinandersetzungen entlang der Linie sowjetisch/anti-sowjetisch. Diese Kämpfe sind natürlich nicht völlig Geschichte -wie anders sollte’s im kapitalistischen Russland sein, das aus der Negation des Sowjetsystems entstand – aber die Schärfe der Auseinandersetzungen hat deutlich abgenommen.
Im Prinzip versuchen die konservativen Denker diese Klubs – Linke nahmen kaum teil – die Sowjetgeschichte „nationalstaatlich“ umzuinterpretieren und ihren sozialen und weltanschaulichen Gehalt zu minimieren.
Mit „Ethnonationalismus“ hat das Ganze nicht die Bohne zu tun. In Russland leben zig Ethnien, die in diesem Ansatz alle ihren Platz haben. Auch bei Dugin, der ja nicht umsonst Russland als eine eigenständige eurasische, also europäisch-asiatische Zivilisation interpretiert, wo also die eingeborenen finno-ugrischen, mongolischen und türkischen Völker, die Muslime und Buddhisten genauso dazu gehören. Gerade auch die letzteren Völkerschaften sollen ja Russlands „nicht-westlichen“ Charakter verbürgen.
Mir ist dieser Zivilisationenkram, den übrigens der Amerikaner Huntington („Kampf der Kulturen“) zeitgleich mit Dugin aufgebracht hat, ja auch fremd, aber man muss die Grundgedanken doch zumindest wahrheitsgemäß darstellen. Wenn man das Nationalismus nennen will: Bitte sehr. Aber dann ist’s ein „Großraum-Nationalismus“ bzw. „Zivilisationen-Nationalismus“, aber kein Ethno-Nationalismus (völkischer Nationalismus).
Dem völkischen Nationalismus hängen ja nun gerade die ukrainischen Nationalisten an, die behaupten, mit Russland nicht zu tun zu haben (obwohl die Rus in Kiew entstand) und zwar u.a. deshalb, weil die Russen im Unterschied zu den Ukrainern nicht zur arisch-westlichen Herrenrasse gehörten, sondern finno-ugrische und mongolische Anteile aufwiesen.
Aber natürlich gibt’s auch in Russland derartige völkische Nationalisten.
Und auf welche Weise genau und im welchem Maße sind diese ganzen „einflussreichen“ Hinterwäldler an der Gestaltung der Außenpolitik der Russischen Föderation beteiligt?
Langsam unerträglich. Blindheit und Russenhass meint, palavern zu können und dumme Vergleiche ziehen zu dürfen, und zwar so, dass alle hier erleuchtet werden.
Übrigens: dass ist niemals das und das ist niemals dass. Dass es ab heute für immer klar ist.
Ist schon klar, der ein oder andere wünscht sich eine Zensur, mit der man sich vor ungewollten Meinungsäußerung schützen kann.
Da hilft nur schnell in die Diktatur des Vertrauens auszuwandern. Dort herrscht die „Meinungsvielfalt“, die Sie sich wünschen.
Tschüss
„Die Mehrheit der Wähler in Russland scharen (ed.) sich in Kriegszeiten um die bisherigen politischen Führer, als dass sie einer Oppositionskraft die Stimme für eine neue Politik geben.“
Dieses Phänomen ist absolut normal und war auch im Westen zu beobachten.
„Rally ´round the flag“ nannte man das in den USA nach 9/11.
Da muss man keinen hinkenden Propagandisten eines Diktators bemühen.
Warum musste dann auch noch die letzte Partei, die klar gegen den Krieg Stellung bezogen hat, verboten werden müssen? Nach ihrer Argumentation ist das doch gar nicht notwendig.
Tja, jede Diktatur kommt an ihre ganz eigenen Widersprüche, die sich irgendwann nicht mehr auflösen lassen.
Der (Ukro-)Nazifreund holt die Nazikeule raus…..
Sehr überzeugend!
Btw. wie steht es eigentlich um die „zugelassene Opposition“ in der Ukraine? Gibts meines Wissens seit 2021 nicht mehr, oder?
@ Ottono: Kriegst du so eine Liste auch für die Ukraine hin? Oder gar für Deutschland? Ich gebe dir mal 2 Tipps für die Liste bei der Ukraine: Budanov beim Interview vor einer Karte, wo man Teile von Russland als Ukraine sieht – nein, nicht die neuen Teile. Oder Drapatyijiyij vor einer Flagge der OUN-M, dem flammenden Schwert, das auch das Wappen der Ukraine ist und darum herum am Schaft ein unauffälliges 44, was man auch als SS lesen kann. Zum Glück bekennt sich Deutschland zum Pazifismus und hat die Neutralität der Schweiz übernommen. Somit gibt es kein Problem mit einem neuen enthemmten Militarismus und damit einhergehenden Nationalismus. Gell, Ottono? Und es ist ja nicht so, dass es auch nur einen einzigen Krieg der USA und von Israel gegeben hätte, den du nicht auch gut fändest. Deshalb sind dir z.B. auch nicht die netten Tattoos von Mr. Pete Hegseth aufgefallen.
Den Text hat du übrigens von einer KI. Du selbst bist nicht dazu im Stande so etwas selbst zu schreiben. Dafür kenne wir dich zu lange. Ich hatte gestern einen lustigen, unfreiwilligen Test mit einer KI: Ich stellte ihr die Aufgabe mir jeweils 10 russische und chinesische Wissenschaftler und Kritiker des amerikanischen Systems zu nennen, die keine Exilanten sind. Statt mir die Liste zu geben, „diskutierte“ die KI mit mir, dass sie mir das nicht geben könnte, weil die nicht verifizierbar seien, nur wenn ich ihr zuerst Namen gebe, natürlich wie du aufgeschnappt aus westlichen Medien und schon entsprechend markiert, wie z.B. Dugin. Bei der gleichen Liste für amerikanische Wissenschaftler ging das ohne Probleme. Da kriege ich endlos Literaturtipps. Zum Glück für dich, Ottono, wirst du nie in die Verlegenheit kommen, so eine Erfahrung mal selbst zu machen. Du bist auch bestimmt nicht selbst ein Nationalist und natürlich gar kein Ultra-Nationalist. Du magst nur einfach nicht diese Barbaren, die sich nicht an die regelbasierte Ordnung halten wollen! Verständlich.
Außerdem ist mir aufgefallen an deiner versuchten Kritik, dass es gar nicht um irgendwelche lästigen Details in dem Artikel von Herrn Heyden ging, wovon der reichlich präsentierte. Dir gefiel nur nicht die von dir zitierte Aussage von ihm, weil nicht sein kann, was nicht sein darf.
@Ottono: Ihre Antwort auf El-G scheint zu zeigen, dass Sie bei Bedarf Ihre Gedanken weiter ausführen können. Erhellen Sie mich/uns, bitte:
1) Wenn es ein „dreckiger Eroberungskrieg“ ist, weshalb hat die RF dann…
a) …trotz der Bitte der Ostukraine acht Jahre damit gewartet, bis die Ukraine hochgerüstet war?
b) …Minsk 1 und 2 mitgemacht?
c) …2022 mit lediglich 150 000- 180 000 Mann angegriffen (Zahlen von Herrn Kujat)?
d) …im Frühjahr 2022 kurz vor Kiew abgedreht?
e) …die Verhandlungen von Istanbul 4/2026 geführt?
f) …die ukrainische Infrastruktur vor Selenskijs 40-Tage-Eskalation kaum beeinträchtigt?
2) Zu „Eroberungskrieg“: Herr Kujat (der so etwas wissen könnte) schätzt, dass die RF 2-3 Millionen Soldaten bräuchte, um die Ukraine zu besetzen. Können Sie kurz darstellen, woher die kommen sollen bzw warum die noch nicht mobilisiert wurden?
3) Welche anderen Eroberungskriege würden Sie als „sauber“ bzw „nicht dreckig“ bezeichnen?
4) Welche „wirkliche“ Oppositionspartei meinen Sie, die nicht zugelassen wurde? (Jabloko kann es ja wohl nicht sein? Chodorkowski? Nawalny? Jaschin? Kara-Mursa?). Ich meine eine, die tatsächlich über die 5%-Hürde käme.
Vielen Dank im Voraus.
Erklären Sie mir doch erstmal, was Ihnen an der Diktatur und diesen Pseudowahlen so sehr gefällt, dass Sie und die Mehrzahl der Foristen sich hier für einen Diktator stark machen der den Russen die Rechte vorenthält, auf die Sie selbst nie verzichten wollten.
Ich habe bereits geliefert, mehr als Fragen sehe ich von der Gegenseite bisher nicht. Und wenn mir dann noch ein Beitrag übrig bleibt antworte ich gerne.
Danke, Herr Heyden!
Dennoch heißt es u.a. ’scharen sich‘ und nicht „sie scharren sich“. So viel Zeit sollte schon sein! Falls Autor:in aufgrund des Zeitdrucks/monetärer Nöte versagen, sollte es in einem „Magazin“ mit Anspruch dann schon ein Korrektorat/Lektorat geben!
Das alles sind nur ‚Bestandsaufnahmen‘ aus IHREM Leben dort, während ‚eingeborene Russen doch wohl ein mannigfaltigeres Weltbild haben. Fahren Sie nicht auf die Dörfer und sprechen mit den dort ansässigen Menschen?
„Volkes Stimme“ kommt auch in der RF noch dort her …
MfG
Frank Benedikt
„Die von Russland vom 18. bis zum 20. September abgehaltenen Wahlen zur Staatsduma haben den anhaltenden und sich vertiefenden Abbau der Demokratie in Russland deutlich gemacht», erklärte die EU-Aussenbeauftragte Kaja Kallas im Namen der 27 Mitgliedstaaten. Die EU werde weder die abgehaltenen Wahlen noch deren Ergebnisse anerkennen. Gegen die Kandidaten und die Organisatoren der Wahl werden Strafmaßnahmen ( Sanktionen) vorbereitet.
Nur mal so als Hinweis, wie die in Hinterzimmerdeals ausgekungelten ,nicht gewählten Funktionäre in Brüssel so ticken. Funktionäre, die auch mal Wahlen für ungültig erklären, wenn nicht ihre Marionette gewinnt…
Besser sähe es aus, wenn internationale Wahlbeobachter zugegen gewesen wären. Zumindest was die Europäer betrifft, ist das nicht die Schuld der Russen. Patrick Baab wurde vorgeworfen, er habe sich als Wahlbeobachter bei der Wahl im Donbass 2022 zur Verfügung gestellt. Was natürlich nicht stimmt, er war im Donbass, aber woanders. Aber sofort wurde ihm die Lehrerlaubnis von zwei Universitäten entzogen. Wenn sich nun tatsächlich jmand als Wahlbeobachter zur Verfügung stellen würde, wäre das das sofortige Karriereende. Mindestens.
Wieder diese extrem hohen Zustimmungswerte in den neuen Gebieten im Donbass. Dort leben überwiegend ethnische Russen und die haben die Maträtierung durch die Azow-Nazis mitgemacht. Ich habe nicht den geringsten Grund, an dem Ergebnis zu zweifeln. Was macht Putin also, wenn er den Donbass eingenommen hat? Er lässt abstimmen und erzielt eine deutliche Mehrheit für den Anschluss an Russland.
Womit er schon mal eine deutliche UNO-Mehrheit hinter sich hat, die das befürwortet. Dann will er noch, dasss die Ukraine neutral und frei von NATO-Soldaten bleibt.
Auch da hat er die UNO hinter sich. Denn die Mehrheit weiß, dass er jede internationale Reputaion verspielt, wenn er dann doch die Ukraine angreift. Und dass er das nicht riskiert.
Die UNO-Mehrheit weiß das. In Berlin weiß man es eigentlich auch. Aber man kann doch nicht einfach mit dem Kriegspielen aufhören?
Ich hoffe wir müssen darauf nicht solange warten, bis die CDU auch im Bund bei 4.9 % angelangt ist.
Bei allen aktuellen medialen Debatten und Artikeln die ich so mitbekomme, sind die Ukraine- Miltär- und Waffenmilliarden nämlich sakrosankt und aussen vor.
Das ist auch so eine der Merkwürdigkeiten der letzten Jahrzehnte. Man erklärt, dass man Wahlen und daraus hervorgegangene Regierungen nicht anerkennt. Große Worte, gelassen ausgesprochen und der westliche Medien – Konsument fühlt sich gut : Die dürfen nicht regieren. Wir haben die Wahlen nicht anerkannt !
Das hat aber die gleiche Bedeutung wie der abendliche Wetterbericht für das Wetter. Dem Wetter ist das ziemlich egal.
Ich komme nun nicht wie Analena die Große vom Völkerrecht und mein völkerrechtliches Wissen mag begrenzt sein. Aber ich kenne keine einzige verbindliche Norm, die die Gültigkeit einer Wahl von einer „Anerkennung“ anderer Staaten abhängig macht. Faktisch sowieso nicht. Aber auch formal nicht. Das ist vollkommen leeres Propagandageheul. Aber ich gehe davon aus, dass die Masse der Rezipienten mittlerweile so verblödet ist, dass sie auch diesen Unfug als staatsmännische Weisheit frisst.
Ehrlich wäre es gewesen als Fazit zumindest zu schreiben, dass die Wahlen in Russland genauso sinnfrei wie die in Deutschland sind, aber dann müsste sich der Autor ja ganz schnell eine neue Heimat suchen.
Wenn die russischen Wahlen ja so toll sind wird man wohl konstatieren müssen das die russische Bevölkerung geil darauf ist mit ihrem Heim ins Reich Heini andere Ländern zu überfallen.