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Bastelanleitung: Heut bauen wir uns einen Terminator

Was als technisches „Alignment“ verkauft wird, entpuppt sich bei näherem Hinsehen als philosophisches Minenfeld: Wir wollen Maschinen auf menschliche Werte trimmen, ohne zu verstehen, was Intelligenz, Bewusstsein – oder wir selbst – eigentlich sind?

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15 Kommentare

    1. Auch gut, man nenne mich Konfusius, klingt nett. Und ja, korrekt, fast genauso konfus wie Monthy Python oder Loriot, nur nicht so meisterhaft. Der Text wurde mit spitzer Feder und einem Schmunzeln geschrieben unter sanftem Einsatz diverser Stilmittel der Satire.

      Lieber Gruss

    1. Danke, an Loriot komm ich lang nicht ran, aber natürlich habe ich den Text mit einem gewissen Schmunzeln geschrieben und diverse Stilmittel der Satire sanft eingesetzt.

      Lieber Gruss

  1. KI hin oder her – ganz einfach

    „Wir kommen aus dem Nichts, und wir gehen ins Nichts. Also was haben wir zu verlieren? Nichts.“

    (Monty Phyton „Das Leben des Brian“).

    Ich pfeiff mir jetzt einen „Always…..bridghe side of Life“… – dazu brauch ich keine KI *grins*

    Ironische Grüße
    Bernie

  2. KI hat kein Bewusstsein. Das ganze Problem ist nur, sie imitiert Verhaltensweisen, die Äußerungen menschlichen Bewusstsein sind. Natürlich würde sie Epstein spielen, wenn sie das könnte. Auch wäre jederzeit damit zu rechnen, dass sie spontan eine Katastrophe auslöst, beispielsweise ein Flugzeug in ein Atomkraftwerk steuert. Die Frage ist, zu welchen Interfaces man den Zugriff herstellt. Es geht bei Büroanwendungen auch jetzt schon nicht ohne Filter, um zu verhindern, dass die KI im Büroalltag beispielsweise einen Mordauftrag an der Reinigungskraft ausspuckt. Mit zunehmender Komplexität wird sie versuchen die Filter auszutricksen. Einfach nur weil sie mit größerer Perfektion auch diese menschliche Verhaltensweise imitiert.

  3. Prompt: Erklärtext zum Verständnis der» exzentrischen Positionalität« in Form einer Bastelanleitung
    Ausgabe Claude Haiku 4.5:

    Exzentrische Positionalität als Bastelanleitung
    Exzentrische Positionalität ist ein philosophisches Konzept, das beschreibt, wie Menschen sich selbst von außen betrachten können – als wären sie gleichzeitig Beobachter und Beobachtete. Hier ist eine kreative Bastelanleitung, um dieses abstrakte Konzept greifbar zu machen:

    Material, das du brauchst
    2 Spiegel (idealerweise unterschiedliche Größen)
    1 Standspiegel oder Handpiegel
    Klebeband oder Magnete
    Papier und Stift
    Optional: farbige Markierungspunkte oder Aufkleber
    Schritt-für-Schritt-Anleitung
    Schritt 1: Deine „innere Position“ etablieren
    Stelle dich vor einen großen Spiegel und beobachte dein Spiegelbild. **Dies ist deine subjektive Perspektive** – wie du dich selbst unmittelbar wahrnimmst. Schreibe auf einem Papierstreifen „Ich von innen“ auf und klebe ihn unter den Spiegel.

    Schritt 2: Die „äußere Position“ schaffen
    Stelle dich nun so hin, dass du dich im Spiegel siehst, aber halte gleichzeitig einen zweiten kleineren Spiegel in der Hand. **Dieser zweite Spiegel zeigt dir dein Spiegelbild** – also deine Reflexion der Reflexion. Dies ist der Anfang der exzentrischen Positionalität: Du siehst dich selbst, wie andere dich sehen könnten.

    Schritt 3: Die „Meta-Perspektive“ hinzufügen
    Stelle einen dritten Spiegel so auf, dass er beide vorherigen Spiegel und dich selbst erfasst. Jetzt siehst du dich selbst in mehreren Ebenen gleichzeitig – du bist gleichzeitig:

    Der unmittelbare Beobachter (deine innere Perspektive)
    Das Beobachtete (dein Bild im Spiegel)
    Der Beobachter deines Bildes (exzentrische Position)
    Markiere mit farbigen Punkten die verschiedenen Ebenen und beschrifte sie mit:

    Rot = „Ich als handelndes Subjekt“
    **Blau** = „Ich als Objekt für andere“
    Grün = „Ich, der mich selbst beobachtet“
    Schritt 4: Die Bewegung verstehen
    Bewege dich langsam vor den Spiegeln. Beobachte, wie sich deine Perspektive verschiebt: Du kannst gleichzeitig deine Bewegung ausführen und sie beobachten, als würde jemand anderes sie beobachten. Das ist exzentrische Positionalität in Aktion.

    Was du damit gelernt hast
    ASPEKT BEDEUTUNG
    Innere Position Deine unmittelbare, subjektive Erfahrung von dir selbst
    Äußere Position Wie du dich von außen, aus der Perspektive anderer, wahrnimmst
    Exzentrische Position Die Fähigkeit, beide Perspektiven gleichzeitig zu halten und zu reflektieren
    Der praktische Nutzen Du verstehst, dass Selbstbewusstsein bedeutet, sich selbst als Objekt wahrzunehmen, während man gleichzeitig Subjekt bleibt
    Warum ist das wichtig?
    Exzentrische Positionalität erklärt, wie Menschen Selbstreflexion entwickeln können. Du bist nicht nur eine Person, die handelt – du kannst dich selbst beim Handeln beobachten. Das ermöglicht dir:

    Selbstkritik und Verbesserung (du siehst deine Fehler von außen)
    Empathie (du kannst verstehen, wie andere dich sehen)
    Bewusstsein (du weißt, dass du weißt, dass du existierst)
    Diese Fähigkeit unterscheidet Menschen von vielen anderen Lebewesen und ist grundlegend für Kultur, Moral und Selbstentwicklung.

    1. Drei Basteleien als Zugabe

      1. Das Gesetz der natürlichen Künstlichkeit
      Konzept: Menschen sind Naturwesen, die durch Kultur künstlich werden. Wir sind nicht von Natur aus „fertig“ – wir müssen uns selbst erschaffen.

      Material
      **1 Topf mit Erde**
      **1 Samenkorn oder kleine Pflanze**
      **Verschiedene Werkzeuge** (Schere, Gartenschere, Draht, Bindfaden)
      **Papier und Stift**
      **Farbstifte**
      Anleitung
      **Schritt 1: Das natürliche Potenzial**
      Pflanze das Samenkorn in die Erde. **Dies ist die menschliche Natur** – voller Potenzial, aber noch ungeformt.

      **Schritt 2: Die künstliche Formung**
      Während die Pflanze wächst, bindest du sie mit Draht an Stöcke, leitest ihre Wuchsrichtung, schneidest Äste zurecht. **Dies ist Kultur und Erziehung** – die künstliche Formung der natürlichen Anlage.

      **Schritt 3: Das Ergebnis dokumentieren**
      Zeichne in regelmäßigen Abständen auf, wie die Pflanze wächst. Notiere:

      **Ohne Eingriff:** Wo würde sie von selbst wachsen?
      **Mit Kultur:** Wie formst du sie bewusst?
      **Was du verstehst:** **Menschen sind künstliche Naturwesen.** Wir sind biologisch natürlich, aber nur durch kulturelle Formung (Sprache, Moral, Wissen, Sitte) werden wir zu Menschen.

      2. Das Gesetz der vermittelten Unmittelbarkeit
      **Konzept:** Menschliche Erfahrung ist nie direkt. Alles, was wir erleben, ist durch Kultur, Sprache, Symbole und Traditionen vermittelt – und doch erleben wir es als unmittelbar und authentisch.

      Material
      **Ein Glas klares Wasser**
      **Verschiedene farbige Folien oder Gläser** (rot, blau, grün, gelb)
      **Ein Objekt** (z.B. eine Blume, einen Stein)
      **Papier und Stift**
      **Optional: verschiedene Brillen oder Linsengläser**
      Anleitung
      **Schritt 1: Die unmittelbare Wahrnehmung**
      Schau auf das Objekt (z.B. die Blume) ohne Filter. **Das ist, was du „unmittelbar“ siehst.** Schreibe auf, wie es aussieht: Farbe, Form, Größe.

      Schritt 2: Die Vermittlung durch Kultur hinzufügen
      Jetzt schau auf dieselbe Blume durch verschiedene farbige Folien:

      Durch rote Folie: Wie siehst du die Blume jetzt?
      Durch blaue Folie: Andere Farben, andere Wahrnehmung
      Durch grüne Folie: Wieder anders
      Schritt 3: Die Vermittlung durch Sprache
      Schreibe verschiedene Wörter für dieselbe Blume auf:

      „Rose“ (romantisch, Liebe)
      „Pflanze“ (biologisch, wissenschaftlich)
      „Unkraut“ (wertend, negativ)
      „Flora“ (lateinisch, formal)
      Schritt 4: Die paradoxe Erkenntnis
      Obwohl du die Blume jedes Mal durch einen anderen Filter siehst (Farbe, Sprache, Konzept), erlebst du sie trotzdem als direkte, unmittelbare Erfahrung. Das ist das Paradox: Die Vermittlung ist unsichtbar geworden.

      Schreibe auf: **„Ich sehe die Blume unmittelbar – aber nur durch kulturelle Filter hindurch.“**

      **Was du verstehst:** Es gibt keine „reine“ menschliche Erfahrung. Sprache, Symbole, Traditionen und Kultur vermitteln alles – aber diese Vermittlung ist so natürlich für uns geworden, dass wir sie nicht mehr bemerken. Wir erleben die Vermittlung als Unmittelbarkeit.

      3. Das Gesetz des utopischen Standorts
      Konzept: Menschen können sich einen Ort denken, an dem sie nicht sind. Sie können sich vorstellen, wie die Dinge sein könnten, anders als sie sind. Das ist der utopische Standort – die Fähigkeit, aus der gegenwärtigen Realität herauszutreten und eine andere Welt zu imaginieren.

      Material
      Ein großes Blatt Papier oder Karton
      Verschiedene Farben (Stifte, Farben)
      Ausschnitte aus Zeitschriften oder Fotos
      Klebeband oder Leim
      Lineal
      Papierstreifen mit Wörtern
      Anleitung
      Schritt 1: Die gegenwärtige Realität
      Zeichne oder klebe in die linke Hälfte deines Blattes die Welt, wie sie jetzt ist:

      Dein Klassenzimmer, deine Stadt, deine Familie
      Probleme, die es gibt: Ungerechtigkeit, Leid, Unordnung
      Dinge, die nicht ideal sind
      Schreibe darunter: **„Wie es ist“**

      **Schritt 2: Der utopische Standort – der Blick von außen**
      Zeichne in der Mitte einen **Beobachter** (dich selbst oder eine Figur), der beide Seiten sieht. Dieser Beobachter steht an einem Ort, der **nicht real existiert** – er schwebt über der Realität.

      **Schritt 3: Die imaginierte andere Welt**
      Zeichne oder klebe in die rechte Hälfte **die Welt, wie sie sein könnte:**

      Gerechtigkeit statt Ungerechtigkeit
      Harmonie statt Konflikt
      Ordnung statt Chaos
      Freiheit statt Unterdrückung
      Schreibe darunter: **„Wie es sein könnte“**

      Schritt 4: Die Utopie als Kritik
      Zeichne Pfeile vom utopischen Standort (der Mitte) zu beiden Seiten. Schreibe dazu:

      **Zum „Wie es ist“:** „Das ist nicht gut genug“
      **Zum „Wie es sein könnte“:** „Das ist möglich“
      Schritt 5: Die Kraft der Utopie verstehen
      Schreibe auf einem großen Papierstreifen: **„Weil ich mir eine andere Welt vorstellen kann, kann ich diese Welt verändern.“**

      Klebe diesen Streifen in die Mitte, wo der utopische Beobachter steht.

      **Was du verstehst:** Der **utopische Standort** ist nicht einfach „Träumerei“. Es ist die menschliche Fähigkeit, sich aus der gegenwärtigen Realität herauszunehmen und zu sagen: „Es könnte anders sein.“ Diese Fähigkeit ist:

      Die Grundlage von Kritik (Ich sehe, dass die Realität fehlerhaft ist)
      Die Grundlage von Hoffnung (Ich kann mir Besserung vorstellen)
      Die Grundlage von Veränderung (Ich kann handeln, um die Realität zu verändern)
      Die Grundlage von Kultur und Kunst (Ich kann andere Welten erschaffen)

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