Anti-Corona-Protest in Wien, 2022

Grafiken verboten, Pantomime erlaubt

Ist die Enquete bereit, die visuelle Macht der Pandemie öffentlich zu überprüfen? Wie die Mehrheit den Medienwürfel stilllegte – und Lars Schaade die Corona-Kurven mit den Armen erklären musste, weil er sie nicht zeigen durfte.

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4 Kommentare

  1. Ich kann mich noch an den Seewetterbericht und offizielle Wasserstandsmeldungen in den Nachrichten erinnern, also kein Bullshit Bingo wie es Heutzutage, in nicht endenden Dauerschleifen üblich ist.

  2. Ist aber ein klein wenig mager. Die Verantwortlichen der Coronamaßnahmen „müssen auf Knien um Vergebung bitten“, wie Alice Weidel neulich unter tosendem Beifall in die Menge rief. Ja, wofür müssen denn die Knieenden Abbitte leisten? Da muss ja mal eine Anklageschrift kommen. Dieser dysfunktionale Medienwürfel wird ja nicht der sein, der dasVolk in Wallung bringt.
    Die Lausens sind zwar keine AfD-Mitglieder, ihre Vorträge werden aber fast nur von solchen besucht. Von da müsste die Anklage kommen. Und wenn dieser Medienwürfel erwähnt wird, muss gesagt werden, ob das Ganze vor oder nach der 180-Gradwende der AfD passiert ist. Denn im März hatte die Partei mit „Lockdown jetzt!“ plakatiert. Vielleicht hat der Medienwürfel ja einen vorgezogenen Lockdown verhindert. Erst später hat die Partei dann gemerkt, dass sie ganz weit rechts punkten kann, wenn sie die Maßnahmen verteufelt.
    Die Querdenker sind so etwas wie die Al Quaida des Debattenraums. Da wird irgendeine Geschichte von 2020 breitgetreten und die Gegenseite muss erst einmal recherchieren. Bis sie fertig ist, ist der Querdenker verschwunden. Hit and run, wie weiland Al Quaida.
    Wenn aber eine Partei wie die AfD eine Anklageschrift verfasst, dann ist Schluss mit hit and run. Das ist dann draußen und muss sich der öffentlichen Kritik stellen. Und, um es vorweg zu nehmen, auch dem Spott. Da gibt es welche, die nur darauf warten, das Geschwurbel auseinander zu nehmen.

    Ich schätze mal, sie kommt nicht, die Anklageschrift.

  3. Die Propagandisten machen sich nur noch lächerlich. Das Problem dabei ist nur: die große Mehrheit der Leute bekommt es nicht mit. weil die Medien, deren Aufgabe es wäre, das zu benennen und zu kritisieren, selber mitmachen.

    Und das bei mittlerweile jedem großen Thema. Auch beim Wetter, das kaum noch ohne das Framing „Klimawandel“ auskommt. Vor einiger Zeit bemühten sich die „Faktenfinder“ mal, die Kritik an den Farben der Wetterkarten ins Lächerliche zu ziehen. Jemandem war nämlich aufgefallen, daß plötzlich Temperaturen, die vor Jahren noch grün-gelb dargestellt wurden, auf einmal rot waren. Die „Erklärung“ dafür lautet dann, daß man das Farbsystem nur „besser den zu erwartenden Temperaturen angepaßt worden wäre.“ Sprich, in der kalten Jahreszeit tendierte man zu mehr gelb/rot bei niedrigeren Temperaturen als im Sommer.

    War natürlich Quatsch, denn in der diesjährigen Hitzewelle im Juni gingen der ARD-Wetterkarte dann doch tatsächlich die dramatischen Farben aus! An dem Wochenende, für das im Osten des Landes 40 und mehr Grad angekündigt wurden, gab es auf einmal nur noch ein blasses Rosa und beige mit Rosastich für die Wetterkarte. Im Westen, wo bereits die Abkühlung auf 28°C ankam, war es dagegen tiefrot und violett. Was sieht nun bedrohlicher aus?

    Und nein, an der „Temperaturerwartung“ konnte das nicht liegen, denn in der Meteorologie gilt der 1. Juni als Sommeranfang. Also was „erwartet“ man da? Minusgrade?
    😉

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