
Telepolis: „Damnatio memoriae“
Notizen über die virtuelle „Bücherverbrennung“ von zigtausenden Texten beim Online-Magazin telepolis

Oreschnik und Huawei
Beide stehen in keinem direkten Zusammenhang. Aber sie offenbaren zwei unterschiedliche Entwicklungen, die die Vorherrschaft des politischen Westens in Frage stellen. Während Oreschnik seine militärische […]

Der anrüchige Spatenstich
Einst war Karl Lauterbach großer Kritiker von vertraulichen Arzneipreisen. Jetzt hat er sie dennoch ermöglicht. […]

Bundestagswahl: Wenn es keine Alternative gibt
Nach dem Politbarometer werden alle Spitzenkandidaten mehrheitlich als ungeeignet gesehen. Eine knappe Mehrheit ist für ein Ende des Kriegs in der Ukraine gegen Gebietsabtretungen. […]

Telepolis löscht alle früheren Texte
Mehr als 50.000 Artikel betroffen. Online-Magazin spricht von „Qualitätsoffensive“, will alte Texte nun „bewerten und überarbeiten“. Ex-Chefredakteur und Autoren äußern scharfe Kritik. […]














ich kann nur sagen ich finde das absolut grausam vor allem gegenüber den Autoren aber auch gegenüber den Lesern und Kommentatoren
Änderungen sind auch ohne explizites Verbot über das Urheberrecht schon geregelt und verboten, wenn es nicht vertraglich anders geregelt ist.. Das sollte auch ein Neuber wissen. Spätestens der Justiziar des Verlages.
Es ist wirklich ein ungeheuerlicher Vorgang, was sich Neuber und seine Konsorten da erlaubt. Und das alles wird noch damit begründet, dass man bei regierungsnahen US-Faktenchecker “Newsguard” eine gute Bewertung anstrebe. Wer so argumentiert, ist besser in der Reichsschrifttums-Kammer aufgehoben als in einer Gesellschaft mit freier Presse.
Die Zensur betrifft so übrigens auch Millionen von Foreneinträgen unter den Artikeln, die ich selber manchmal noch gewinnbringender fand, als die Artikel selbst. Schade, dass die Wayback-Machine keine Möglichkeit bietet, ganze Archive herunterzuladen. Das Tool waybackpack kann nur definierte URLs laden, ist aber kein echter Crawler.
Unter wayback lässt zwar sich noch einiges aus dem TP-Archiv finden.
https://web.archive.org/web/20040801000000*/heise.de/tp
Dass wir im März 2004 als wohl erstes Medium Lügen von “ETA-Anschlägen” in Madrid mit 162 Toten enttarnt haben, ist aber zum Beispiel weg.
https://web.archive.org/web/20040801000000*/heise.de/tp
Wayback liefert für erst ab Juni 2004 einigermaßen.
Telepolis wurde von Linken systematisch zerstört und wird wohl demnächst das politisch korrekte Niveau vom “Freitag” erreichen, bei dem der Meinungskorridor auch so breit ist, dass man nur noch seitwärts durchkommt, und auch nur, wenn man ein (geistiger) Hänfling ist…
Mag eigentlich nicht Herr Rötzer etwas dazu schreiben, der war doch von 1996-2020 Chefradakteur dort (und mit 2015 und der ersten großen Zuwanderungswelle, setzte auch unter ihm massive Zensur in den Kommentaren ein)? Herr Rötzer müsste doch da ein bisschen aus dem Nähkästchen plaudern können, wie konnte die Versagerclique, die gerade TP zerlegt, an ihre Posten kommen? Wie wird da in der Redaktion gedacht und argumentiert?
Ich kann mich auch noch an meine Zeit als Kommentator dort erinnern, da gab es schon einmal eine Bücherverbrennung, damals betraf es m.W. aber “nur” die Kommentare vor einem bestimmten Zeitpunkt. Warum, war nicht ganz klar, denn das war m.W. noch die Zeit, als heise mit Gerichtsprozessen für die Meinungsfreiheit kämpfte, lang, lang ist es her…
Deprimierend zuzusehen, von täglich mehrere Stunden, ist mein Aufenthalt dort auf Null gesunken, hin- und wieder stolpert man mal über einen Link zu einem guten Artikel, aber selten. Da man die schlechten Artikel nicht mehr disktuieren kann, weil rigoros zensiert und gesperrt wird, muss man dort nicht mehr sein…
Von “Linken” zerstört? Wen meinen Sie damit? Deutschen Sie das doch bitte aus.
Du mich auch!
Sie scheinen nicht nur dumm, sondern auch unverschämt zu sein….
Sie sind eindeutig dumm, denn nur Vollidioten haben nicht seit Langem erkannt, dass die, die sich heute links, oder grün nennen, keineswegs dies auch sind.
Sie sind nichts anderes als der übliche Klugscheisser der der Meinung zu sein scheint, der Menschheit enstünde ein grösserer Schaden, wenn sein Kommentare verschwinde…
Woher kommt Neuber? Aus der jungen Welt. Wie definieren Sie die? Wie definiert sich das Blatt selbst? Und inzwischen kommen einige in der TP-Redaktion von dort, womit auch der entsprechende Umgangston einzog.
Dort wurde ich schon viele Jahre zuvor wegen Kritik rausgekegelt. Das holte mich dann über Neuber auch bei #TelepolisOrwell ein.
Hier der offene Brief von früheren Autoren. Die paar Zeilen hielt auch die nicht aus, wir mussten sie anderweitig veröffentlichen, damit unsere Leserinnen nicht glauben, wir stünden hinter dem gefährlichen Quatsch, der da zum Teil publiziert wurde.
https://www.streifzuege.org/2006/offener-brief-an-die-junge-welt-und-ihre-leserschaft/
“Telepolis wurde von Linken systematisch zerstört..” Von Leuten, die links blinken. Und dann rechts abbiegen. Ich glaube, das ist ein wichtiger Unterschied. Trifft auch auf den “Freitag” zu, wie Sie weiterhin sehr richtig bemerken.
Neee, ” Sozialismus is wenn Kapitalismus” …,… (Socialism is when capitalism)
Spruch in amerikanischen Foren wenn alles auf den pösen Sozialismus geschoben wird, die Aufzählungen der Missstände aber 100% kapitalistischen Ursprungs sind (Sklavenlohn, Monopolpreise, keine Krankenversicherung, unbezahlbare Lebenserhaltungskosten etc)
Auch so eine linke Marotte, da es fast nur noch Kapitalismus gibt, ist er natürlich auch an allem schuld, egal ob die Akteure Linke sind und wie die Argumente gestrickt sind. Man kennt das vom Feminismus, da ist auch nie eine Frau schuld, sondern immer Männer und “das Patriarchat”. Eine Immunisierungsstrategie, mehr steckt nicht dahinter.
Und an der linken Geschichte, möchte natürlich kein Linker gemessen werden, denn das damals waren ja keine ECHTEN Linken usw. heutzutage würde das viel besser laufen…
Ja klar! Ich habe schlechte Nachrichten für dich: es gibt zwischen großem Kapital und Linken gewisse Überschneidungen, ich nenne mal einige: freier Fluß von Menschen, Meinungskontrolle, Zerstörung der Nationen, Zersetzung des wehrhaften Bürgertums… klingelt es? Die Linken machen mittlerweile die Drecksarbeit für die Globalisten (so wie die Antifa gegen die Corona-Demos geprügelt hat, weil da angeblich alles Reichsbürger waren) und merken es nichtmal, die werden erst aufwachen, wenn man sie nicht mehr braucht und sie zurück ins Glied zwingt.
Bravo!
Besser hätte ich es nicht sagen können. Faszinierend zu sehen, wie die, die immer behaupten, sie hätten mit Marxens Blick den Durchblick, die Beobachtungsgabe, das Denken, ja den Verstand verloren haben.
Stimmt
https://overton-magazin.de/top-story/telepolis-damnatio-memoriae/#comment-185013
Aber ich bleibe ein Linker, aber ohne das Schablonendenken, dass dann solche Leute hervorbringt. Ich habe in meiner Geschichte schon so einige der Art erlebt, die dann die Seite wechseln und schlimmer sind als der Durchschnitts-Kapitalist.
Ich sicher auch und meine Überzeugungen sind mehr als sture Rechthaberei. Aber die Deutungen von “links” sind schon sehr klar Folge einer Politik, von Medien und einer Kulturlandschaft, die sich als ” links” phantasiert und diesen Begriff vollkommen ausgehöhlt hat. Daran ist auch nichts mehr zu ändern. Wir waren außerstande, uns hörbar gegen die Anmaßung eines übergeschnappten Bürgertums zu wehren, links sei, noch der letzten Transe die richtige Ansprache zu sichern, biologische Tatsachen zu leugnen und Widerspruch unter Strafe zu stellen. Und links sei es, ein beschissenes Idiotendeutsch zu sprechen und jede Woche eine neue Diskriminierung zu entdecken. Mittlerweile ist es wohl auch links, als Patriot zu den Waffen zu greifen und Deutschland im Osten zu “verteidigen”.
Und wer für den Frieden eintritt, Verhandlungen fordert, um das Schlachten zu beenden, ist “Lumpenpazifisten” und rechtsoffen sowieso.
Vor einiger Zeit wurde ich gefragt, wieso ich ein Linker wäre, ich sei doch eigentlich ganz ok. Ich schätze, das war nett gemeint.
Eigentlich.
Wenn man rechts=bösartig definiert vielleicht (wie das Linke bekanntlich tun). Nein, das waren Linksradikale, etwa ein sogenannter Crumar, ein bekennender Kommunist, die gemeldet haben, was das Zeug hielt. Letztendlich ist er selbst rausgeflogen (aber erst Jahre nach mir)… Paternalismus (“nur wir wissen was gut und schlecht ist”) ist DAS Kennzeichen von Linken, es reicht, die bewusst ausgelassenen Themen bei Nachdenkseiten anzuschauen oder das Gebahren von Linken auf Twitter, nachdem Musk die Zensur gelockert hat. Sprech- und Denkverbote sind heutzutage links (und grün) fundiert.
Alle Bösartigkeiten den Rechten zu unterstellen, ist so eine typische linke Art, immer aus der Schusslinie zu kommen, aber ich habe das selbst von Anfang an miterlebt: linke Narrative, linke Argumente, linkes Weltbild, gestützt von linken Soziologen, die was von “Wortergreifungsstrategien” schwafeln und von “rechten Ressentiments”. Ich (der sich selbst immer als links sah) fand das schon immer ziemlich dümmlich, aber diese Fraktion ist halt auch am fanatischsten und hat sich offenbar durchgesetzt… überall. Natürlich bekämpfen die keine Ursachen, dafür sind die viel zu blöde, sie bekämpfen aber jeden, bei dem sie glauben, er gehöre zum feindlichen Rudel. Am Ende lässt man sie machen, irgendwann werden sie merken, was sie angerichtet haben, aber dumm wie sie sind, geben sie natürlich dem feindlichen Rudel die Schuld…
Bei TP schrieb auch immer ein Peter Nowak, ein Linksradikaler wie er im Buche steht, verlogen bis zum Anschlag. Selbst als man noch frei kommentieren durfte, konnte ich dessen Artikel nie bis zum Ende durchhalten. Aber bitte: ich fand dessen Niveau zwar erbärmlich, aber ich habe nichts dagegen, wenn auch so jemand seine Meinung schreiben darf. Nur umgedreht funktionierte das nie, hat man jemals einen Höcke da schreiben lassen oder eine Weidel oder auch nur ein kritisches Interview mit denen geführt? Nein, soweit geht linker Journalismus i.d.R. natürlich nicht, “keine Bühne bieten” usw. dafür wird man zig Artikel finden, die diese Leute verleumden, beschimpfen und als Nazis verunglimpfen.
Ein Faschist/Rechtsextremist beschwert sich über angebliche oder tatsächliche Linke. Ist ja mal was ganz neues …
Die ganze Diskussion (in Ihrem Kommentar und in den Antworten) darüber, ob es nun “Linke” oder “Rechte” waren, ist aus meiner Sicht nicht zielführend. Das ganze hat eher was mit Konformitätsstreben und niederdrücken/ausmerzen von ungewollten Meinungen/Fakten/Argumenten (durch Zensur) zu tun, etwas, was unabhängig von der Definition von Links und Rechts, natürlich sowohl “Links” als auch “Rechts” durchaus vorkommt (und in der Vergangenheit vorgekommen ist).
Ansonsten Menschen können unterschiedliche Dinge unter Links und Rechts verstehen (so wie es auch unterschiedliche Definitionen dafür gibt). Da Sie durchaus etwas von Technik (und Mathematik) verstehen: Es gibt viele Möglichkeiten nun einen hochdimensionalen Raum auf eine Gerade zu projizieren, bei der irgendwo ein “Nullpunkt” eingezeichnet ist, und der Teil der Gerade links vom Nullpunkt nun mit “Links” und der andere Teil der Gerade nun mit “Rechts” beschriftet ist. Und Menschen können hier durchaus jeweils für den Merkmalsraum, welcher für jemanden für die Charakterisierung von “Links” und “Rechts” relevant ist, eine andere Projektion auf eine Gerade, welche mit “Links” und “Rechts” beschriftet ist, verwenden. Soll heißen, jemand der eine andere Definition von “Links” und “Rechts” hat, wird manchen Aussagen bei Nutzung der eigenen Definition nicht zustimmen, aber bei Kenntnis Ihrer Definition und Nutzung der selben Definition für Links und Rechts, könnte die Person dann durchaus Ihrer Aussage zustimmen (sofern die Aussage mit Ihrer Definition eben richtig ist und er/sie/es dieses auch dann erkennt).
Soll heißen, um solche Diskussionen zu vermeiden, vielleicht einfach nächste Mal anstelle von “[…] wurde von Linken systematisch zerstört[…]” durch “[…] wurden von Leuten, welche sich selbst als Links bezeichnen, systematisch zerstört[…]” ersetzen (unter der Annahme, dass die Personen es zerstört haben, sich wirklich selbst für “Links” halten). Es sei denn natürlich diese Diskussionen sind gewollt, in dem Falle ignorieren Sie doch einfach diesen Kommentar von mir.
>>Telepolis wurde von Linken systematisch zerstört <<
Sehe ich nicht so
Mittlerweile greifen die klassischen Links – Rechts Einordnungen nicht mehr. Diese Leute tun zwar so, als wären sie irgendwie "Links", sind in erster Linie aber Autoritär. Der ganze Grün gefärbte Wokismus birgt eine ausgeprägte Autorität und Sendungsbewusstsein in sich.
Was hier läuft, ist ein (Nato-) Krieg gegen unsere Hirne
“Verdammt sind sie alle …”
Als (sehr) gelegtlicher Autor und Lektor in den ‘alten Zeiten’ habe ich ja durchaus tiefe Einblicke in die Struktur dieses “Online-Magazin”s bekommen. Mein Fazit: A bisserl chaotisch, aber eben offen, ‘gebildet’ und immer bereit, das zu sagen bzw. schreiben zu lassen, was sich andere Medien längst nicht mehr trauten.
HEUTE ist nur noch mein vormaliger Freund Thomas Pany nach dem Umbruch übrig – er hat sich wohl angepasst und ich habe ihm darauf ‘die Freundschaft gekündigt’.
Als nur ‘Gelegenheitsautor’ war ich rund zwei Jahre als unbezahlter Lektor dort unterwegs und habe Jens Berger, Twister und Nick Abbe dort betreut/lanziert. Meine ‘Entlohnung’ war aber das regelmäßige Gespräch mit unabängig denkenden Menschen. Als ich zur 15-Jahr-Feier (zusammen mit Jens Berger) eingeladen war, fand auch Florian Rötzer warme Worte (wir waren vorher ‘überkreuz’, da ich etwas mehr Geld für die AutorInnen rausholen wollte) und es wurde einfach ein netter Abend voll guter Kommunikation.
SO läuft ein ‘Magazin’, nicht anders!
Liebe Grüße, vor allem an die enteigneten AutorInnen!
Frank Benedikt
Ich war auch in München zur Feier, schade, wir haben nicht gesprochen. Dort wurden auch noch warme Worte von Heise gesprochen. Jetzt sind das die, die als Avantgarde der modernen Bücherverbrennung. So tief kann man sinken.
Lieber Kollege Ralf,
damals ‘menschelte’ es noch in der Redaktion und Florian hatte sich eine recht frei Position erkämpft – wie Du wohl weißt. Deine Beiträge dort fehlen mir, wie die vieler anderer KollegInnen auch.
Gerne hätte ich DIch dort natürlich auch kennengelernt, aber als ‘Lektor’ für Peter, Thomas, Twister, Jens Berger und Nick Abbe habe ich vor allem mit diesen (so anwesend) das Gespräch gesucht.
Es war ein gemütlicher Abend im Baal – übrigens die passende Atmosphäre dort 🙂
Falls Du nach München kommst, melde Dich gerne mal! Bin leider nun auf einen Rollator angewiesen, aber das soll ein nettes Gespräch ja nicht verhindern.
Bei “tief sinken” fiel mir übrigens Kästner ein: https://gutezitate.com/zitat/218402
Liebe Grüße
Frank
Neuber & Co. schreiben nicht “Qualitätssicherung”. Sie legen – sehr kriegstüchtig schon und mehr als neoliberal (protofaschistisch..?) – noch einen drauf; sie schreiben: “Qualitätsoffensive”.
“portofaschistisch”?
Kratz einen Liberalen und ein Faschist blutet . . .
Schwamm drüber. Telepolis war gestern, da es sich von einem Instrument der freien Meinungsäußerung schleichend in eine weitere Duckmäuserdiktatur verwandelt hat. Heute ist aber erst mal wieder Overton angezeigt. Ich liebe dieses Magazin, weil ich hier nahezu jede Rücksichtslosigkeit ungefiltert zum Ausdruck bringen darf, die mir in den Sinn kommt. Sollte Overton aufgrund zu hoher Gerichtskosten ebenfalls einmal dicht machen müssen, wandere ich einfach nach Amerika aus, um dort als außertariflicher Hilfsarbeiter in der chemischen Industrie tätig zu werden.
bei der deutschen Fa. BASF etwa?
so eine “Qualitätsoffensive” braucht man doch eigentlich nur, wenn man der Meinung ist, alles vor seiner Zeit sei eigentlich nur Mist gewesen?
Dass der das glaubt, hat er schon mit dem Disclaimer deutlich gemacht. Die Löschung ist aus Stalinismus-Inquistionssicht nur konsequent.
Nun, es wird Zeit das langsam der Watschenbaum umfällt. All die verwöhnten Kinder die sich immer noch in einer Demokratie wähnen, nur weil sie noch nie das Gesetz beanspruchen mussten, dass ihnen angeblich zusteht. Jeder der das durchgemacht hat, weiss schon seit den 80ern, dass Demokratie und ihre Gesetze nur für jene anwendbar ist, die genug Geld und Macht haben. Selbst ein fefe, mit dem ich in den 2010er Jahren in Streit ob der Frage, ist das noch Demokratie in D-Land, geriet, der täglich veröffentlicht was falsch läuft (einer seiner Sprüche: Die beste Demokratie, die man sich für Geld kaufen kann) glaubt immer noch daran das wir in einer Demokratie leben. Bewusste Amnesie muss schon eine tolle Sache sein.
Bei tp hätte der Aufstand schon mit den abgewerteten Artikeln oder mit den VS-Trollen und den ihnen hörigen Admins im Forum beginnen müssen. Wir sehen ja wie es ausgegangen ist. Ihr seid alle zu spät dran, wehret den Anfängen war vorvorgestern. Und ihr habt alle mitzugesehen und gehofft, statt aufzustehen. Es ist immer der physische Akt der etwas verändert. Couch Potatoes sind grummelnde Zustimmer der bestehenden Verhältnisse.
Ich gönne euch die Rechnung die euch jetzt präsentiert wird. Ihr habt sie euch redlich verdient. Kein Mitleid.
“100.000 DM für einen Krieg” war der Artikel, der mich Ende der 90er zu einem regelmäßigen Leser gemacht hat. Eine für damalige Verhältnisse unglaublich detaillierte Schilderung mit Aussagen direkt beteiligter Akteure über den Jugoslawien Krieg, seine Entstehung, die Rolle von Hans Dietrich Genscher und BND bei der ganzen Sache etc.
Ich war überaus erfreut, eine solche Plattform gefunden zu haben.
Der Niedergang dauert ja nun schon sehr lange an, aber dieser Vorgang jetzt ist beispiellose Komplizenschaft bei einem Angriff auf die Realität selbst.
Ich finde das ungeheuerlich. TP wird umgehend aus den Favoriten gelöscht…
Wer jetzt überrascht ist von dieser “digitalen Bücherverbrennung”, hat wohl nicht mitbekommen, wieviele Youtubekanäle, WordPress-Konten und und und noch und nöcher in den letzten 10 Jahren gelöscht worden sind, idR gegen den Willen derer, die da ihre Gedanken und Sichtweisen zur Debatte stellten. Der Hauptteil dieser aufmüpfigen Gedanken und somit der Hauptteil unserer Debattenkultur von mindestens einem Jahrzehnt SIND SCHON WEG. Über das Ausmaß der Zensur scheinen sich die meisten nicht im Klaren zu sein. In ganz normalen Foren wird zensiert, gelöscht und gesperrt, daß die Schwarte knackt, und das schon seit mehr als 10 Jahren!
Wo die Zensur bisher nicht rangekommen ist, wie zB PI-News, decken die Suchmaschinen den Mantel des Schweigens (des Vergessens) drüber. Vor 5 bis 10 Jahren tauchten deren Seiten noch in den Ergebnissen bei Google auf. Und das ist nur EIN Beispiel.
Übrigens: Warum bekommt man keine alten Filme mehr zu sehen? Auch von “Einzel”personen weggekauft und verschwinden gelassen, wie jetzt bei Telepolis.
Ich bin bestimmt einer der größten Kritiker von Telepolis und das schon seit 2019 als die Löschzensur-Admin-U-Boote im Forum durchbrachen und kritisiere TP auch regelmäßig auf //wwwahnsinn//, aber das enthebt andere die TP auch kritisieren nicht von meiner Kritik:
1. Die TP-Links im Anhang sind jetzt ziemlich sinnbefreit. Nützen höchstens als Formulareingabe bei archive.org um eine Kopie zu finden. Und dabei schreibt der Autor selbst, dass die Links jetzt alle ins TP-Nirvana führen.
2. Was in allen kritischen Artikel zur TP-Bücherverbrennung (mutlipolar, RT DE, overton) 2.0 vergessen wird: auch alle zugehörigen Leserforen wurden gesperrt und von denen gibt es keine Kopien bei archive.org.
3. Leserverachtung gibt es auch bei Overton Magazin. Die Spendenaufrufseite ist regelmäßig nicht kommentierbar. Auf mein Angebot einen Artikel kostenfrei auf OM zu veröffentlichen habe ich gar keine Antwort bekommen. Von apolut bekam ich sofort eine Zusage und sogar Interesse an weiteren Artikel.
Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass viele sogen. alterna(t)ive Medien mit ihren festen Autorencliquen auch nur ihr eigenes Süppchen kochen, auch nur die Mainstreamagenda alternativ bedienen und die Leser nur als Spendenesel betrachten. Auf Kritik wird entweder gar nicht oder auf Habeck-Niveau der beleidigten Leberwurst reagiert, extrem selten konstruktiv-selbstkritisch.
„Die Spendenaufrufseite ist regelmäßig nicht kommentierbar.“
Stimmt definitiv nicht, wie ich einmal demonstrieren konnte.
Bitte beweisen!
Und eine Schwalbe macht noch keinen Sommer.
Hier
https://overton-magazin.de/allgemein/helfen-sie-den-alternativen-helfen-sie-uns/
sehe ich keine Kommentiermöglichkeit.
Alles andere was ich gesagt habe ist dann wohl unstrittig. Danke.
Seit Jahren wird einem erzählt das die eigenen Erinnerungen trügerisch sind und nicht’s mit der Wirklichkeit zu tun haben!
Wie
Wetter Empfindungen
Persönliches Leben
Individuelle Freiheit
Lebensqualität
Gemeinschaft
Soziale Sicherheit
Gerechtigkeit
Allgemein Bildung
Gesundheit
….
“Wer die Vergangenheit kontrolliert, kontrolliert die Zukunft. Wer die Gegenwart kontrolliert, kontrolliert die Vergangenheit, wiederholte Winston gehorsam. Wer die Gegenwart kontrolliert, kontrolliert die Vergangenheit, sagte O’Brien und nickte langsam zustimmend”
Auf jeden Fall ist der Freiheitsindex in Deutschland auf dem Weg in die ewige Knechtschaft und die Telepolis Säuberung ist erst der kleine Anfang des Abstiegs in diese Hölle
Guter Text. Die Cancel-Article-Aktion ist natürlich als hochpolitisch zu betrachten, darüber hinaus als Vergehen, eine 25-jährige Diskussion- und Faktenbasis zu manipulieren, somit unter historischen Gesichtspunkten unbrauchbar zu machen. Warum haben das die besten aller Demokraten nötig, wenn sie doch felsenfest von ihrem ach so lieberalen Weg überzeugt sind? Haben sie Angst, plötzlich nackt dazustehen, wenn sich herausstellt, dass das Fundament ihrer unerschütterlichen Überzeugungen eine Fata Morgana trägt? Oder ist es die Erkenntnis, dass der autoritäre Charakter im Worst Case einfacher zum Erfolg führt als der soziale liberale?
Es war allerdings nicht ´nur´ ein Knopfdruck eines ´Cäsars´, der die Aktion Cancel-Articles ausgelöst hat. Dafür bedurfte es quer Beet vieler Protagonisten, ob aus eigenem Antrieb oder dem äußeren Druck beugend, ich weiß nicht was erschreckender ist…die eigene Überheblichkeit, die meint sich an der ihr zur Verfügung gestellten Macht zu sonnen, oder der Mangel an Zivilcourage.
Natürlich ist Boykott, ob von der Autorenschaft oder Leserschaft, die naheliegende Reaktion auf die Kappung der Meinungsvielfalt, insbesondere der abweichenden vom Mainstream. Nur wird dadurch gar nichts erreicht, weder eine Korrektur der Maßnahmen noch ein schmerzlicher Verlust verursacht. Das Zurückziehen spielt den Blasenbewohnern in die Hände, denen alle Andersdenkenden und -schreibenden ein Dorn im Auge sind. Völlig unter sich fühlen die sich doch pudelwohl! Wer sich nicht frustriert in die Ecke zurückziehen möchte, hat nur die Möglichkeit diese Idylle zu stören, was zugegebenermaßen für Kommentatoren einfacher ist als für Autoren. Die glattgeschliffenen Beiträge mit oft verfälschten Darstellungen von Tatsachen sollten mit kritischen Kommentaren zugetextet werden. Dafür braucht es allerdings mehr als eine Handvoll Leute, die sich für einen ernsthaften Diskurs einsetzen und nicht bei jedem Donnerschlag zurückzucken. Es liegt an jedem zu prüfen, inwieweit er Zeit und Engagement investieren möchte, um nicht völlig untergebuttert zu werden. Die Gegenseite kann viele dafür motivieren, wir sind auch viele, aber haben wir ebenfalls die erforderliche Ausdauer und Entschlossenheit?
Bzgl. Republishing wäre es doch interessant gewesen zu erfahren, was die selbsternannten Qualitätssicherer darunter verstehen. Ggf. die Abänderung von Texten, um sie ins gewünschte narrative Gleis zurückzusetzen? Das wäre doch ein guter Stoff für eine brisante Story…Stolz ist nicht immer ein guter Ratgeber, verbunden mit Cleverness hingegen schon, um den Spies auch umdrehen zu können.
Zu den Fragen:
o | Wer kontrolliert Überlieferung, Geschichtsquellen und demokratisches Kulturgedächtnis? Wer kontrolliert kulturell sich auswirkende Macht(ausübung)?
Bislang jene, die die Meinungs- wie Deutungshoheit innehaben. Das war im Prinzip schon immer so, dazwischen kurze Zeitfenster einer Meinungsvielfalt. Das Internetzeitalter bietet die Möglichkeit, die zeitgenössischen Quellen für Zeitgenossen als auch die Nachwelt zu archivieren. Solange die Mächtigen darauf Zugriff haben, können sie allerdings jederzeit gelöscht oder zensiert werden. In einer Demokratie _ nach meinem Verständnis_ sollte eine ´ kontrolliert kulturell sich auswirkende Macht(ausübung)´ nicht legitim sein. Wird aber gemacht, überall und nicht erst seit gestern!
o Wie ist die Löschung eines „Vierteljahrhundert-Segments“ experimenteller und nonkonformer Textproduktion in einem öffentlich zugänglichen Internetmedium (mit Pioniercharakter und von enormem Umfang!) im Licht gegenwärtiger gesellschaftlicher Entwicklungen einzuordnen und zu deuten?
Das ist REPRESSION.
o Wie kann präventiv verhindert werden, dass „virtuelle Bibliotheken“ durch technisches Versagen, Cyber-War, Regierungen oder selbstherrliche, gar größenwahnsinnige „Bibliotheksdirektoren“ ganz aus dem öffentlichen Kulturgedächtnis herausgeschnitten werden?
Das können nur unabhängige und technisch versierte Verfechter einer Meinungsvielfalt verhindern, die darüber hinaus ein alternatives, für alle zugängliches Archiv schaffen, das unangreifbar ist. Wird schwierig…
o Wie könnte speziell in diesen Zusammenhängen ein Widerstand gegen autoritäre Tendenzen und autoritäre Akteure der neuen Zeit aussehen?
Wir sind zwar nicht so wenige und könnten auch die Straße gehen und Plätze blockieren, nur wird es keine einzige NGO hierzulande geben, die dies unterstützen wird. Das hiesige als auch EU-Parlament würde uns sicherlich als Demokratiefeinde, Faschisten, Putinfreunde usw. diffamieren, die Lügen und nichts als Lügen verbreiten, die 1,3 Milliarden Europäer nicht beeindrucken werden :-)))
Also bleibt nur: Beharrlich sein, mutig bleiben und weiter gegen diese Tendenzen schreiben. Sich irgendwie zusammenschließen, ich weiß allerdinge nicht wie. Vielleicht eine NGO gründen und Zuschüsse von der Bundesregierung beantragen? Das hätte was….
Ja, da stehen wir und können nicht anders.
Kennt sich jemand mit den Verpflichtungen gegenüber der Nationalbibliothek aus?
https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Nationalbibliothek#Erweiterte_Ablieferungspflicht
“Erweiterte AblieferungspflichtWer im Geltungsbereich des deutschen Rechts publiziert, muss seine Werke in zwei Exemplaren bei der Deutschen Nationalbibliothek abliefern. Das galt bis zum 28. Juni 2006 nur für „körperliche Werke“ (Bücher, CD-ROMs usw.); seit dem 29. Juni 2006 gilt diese Verpflichtung auch für „Medienwerke in unkörperlicher Form“, das sind Publikationen im Internet. Einzelheiten zur Ablieferungspflicht regeln die §§ 14 und 16 des DNB-Gesetzes. “
Der Sachverhalt wurde als Kommentar unter dem Artikel ‚Telepolis löscht alle früheren Texte‘ eingestellt und wurde von Florian Rötzer mit Interesse zur Kenntnis genommen.
So wie ich das lese, gilt die Ablieferungspflicht für Autoren.
Weiter steht im Gesetz noch:
“Medienwerke in unkörperlicher Form können nach den Maßgaben der Bibliothek auch zur Abholung bereitgestellt werden”
Ich würde mal sagen, wenn Medienwerke im Internet veröffentlicht wurden, wurde zugleich auch der geforderten Bereitstellung zu Abholung genüge getan.
Macht keinen Sinn bei körperlichen Medien. und die Unkörperlicher werden im Gesetz den Körperlichen gleichgestellt
Ja, aber wie soll die Bibliothek dann erfahren, dass es neue Texte gibt? Dann müßte die Bibliothek das gesamte (deutsche) Internet ständig nach neuen Medien absuchen..
Es heißt “nach den Maßgaben der Bibliothek”. Ich kenne die aktuellen Maßgaben nicht, könnte mir aber vorstellen, dass der Verlag die Links auf die Texte liefern muss und die Bibliothek diese dann von dort runterlädt. Aber: Weihnachten, Spekulatius…
Ich kann mir gut vorstellen, dass wenn jemand bekannt gibt, dass unter einer bestimmten i-net-Adresse regelmäßig Medienwerke veröffentlicht werden, die Maßgaben erfüllt sind. Ansonsten ist die Suche im i-net automatisiert. Es wird auch nur ein relativ kleiner Teil archiviert.
Jeder, der es schon einmal mit der BRiD Verwaltung zu tun bekommen hat, wird wissen, wie schwer es ist diesem Druck zu widerstehen. Schauen wir uns die Million Menschen, die in Berlin gegen die Corona Maßnahmen auf die Straße gegangen sind an, wo sind all diese Streiter für die Wahrheit geblieben? Mit Ordnungswidrigkeits- und Strafverfahren hat man diese Menschen in die Enge getrieben und wenn es um den unmittelbaren Lebenserhalt geht, wird wohl manch einer sich dreimal überlegen, ob er die Wahrheit weitervertritt. Ich meine auch Herr Rötzer hat dies bei Overton schon erfahren müssen, so habe ich es zumindest empfunden als ich statt vom Verteidigungskampf des russischen Volkes im russischen Grenzland (Ukraine) vom Krieg der Russen gegen das Kiewer Regime mitbekommen habe. Es ist wahrhaftig nicht leicht und jeder sollte mit diesen Gedanken in sich selbst gehen um zu erfahren, ob er in der Lage wäre Widerstand zu zeigen.
Jetzt zu Herrn Neuber, ich glaube nicht, dass dieser einen gesteigerten Willen zum Widerstand hat, sondern eher den Willen seine eigene Glückseligkeit nicht in Gefahr zu bringen, eine Glückseligkeit aber, die auf dem Leid der anderen aufgebaut ist, ist gegen jeglichen gesunden Menschenverstand/Vernunft. Es bedarf dafür keine selbstbewusste Eigenverantwortung, sondern ein Duckmäusertum um den selbsternannten Herren der Welt gerecht zu werden. Diese Herren auch Herren des deutschen Volkes, weil dieses nicht in der Lage ist, sich eine wahrhafte und von ihm tatsächlich in Kraft gesetzte Verfassung zu schaffen. Dazu braucht es selbstbewusste Eigenverantwortung, die oberste Menschenpflicht um das oberste Menschenrecht, die Würde des Menschen schützen zu können. Mein Lernprozess dazu hat bei Tolstoi und seinem Buch „Anna Karenina“ weiter gereift ist, nicht nur ein einziger wichtiger Satz, aber einer der sich bei mir besonders eingebrannt hat. – „Sie verweigern ihre Pflichten, die ihnen ihre Rechte aufgeben.“
Olaf Thomas Opelt
Plauen, 7.12.24
Hab die TP App soeben gelöscht.Meine Kommentare wurden sowieso häufig gelöscht und ich mehrmals gesperrt.
Deutschland ist niveaulos geworden.
Orwellopolis scheint der Aufschrei seiner ehemaligen Leser und der alternativ kritischen Presse komplett am A**** vorbei zu gehen.
Keinerlei Reaktion bisher…
Ich denke da nicht nur an die Autoren wie Mathias Bröckers, der eine sehr umfangreiche, kritische Analyse zu 9/11 auf tp veröffentlicht hatte, eine Serie, die nach Neubers/O’Briens “Qualitätsoffensive” verschwinden wird?!
Es sind auch die Foren-Rezensenten der Artikel, mit denen bis 2020 ein reger, durchaus kontroverser Austausch möglich war [auf tp, nicht auf heise.de], die aber seit Corona konsequent durch massive Zensur vertrieben wurden.
Nun, auch ich werde telepolis in Zukunft boykottieren!
Thomas Roeper (Anti-Spiegel) war bereit zu Interviews, vorausgesetzt,die Interviews würden ungekürzt gesendet werden.
Der gegenwärtige Telepolis-Chef geht einen Schritt weiter, er beabsichtigt nicht nur Beiträge zu zensieren sondern sogar zu verfälschen, so weit gehen, bisher, nicht einmal die Mains-Stream Medien.
Wenn man die Aussage, die ein Politiker in einem Interview gemacht hat, überprüfen will, kann man die Aussage im Archiv auffinden, das ist in Zukunft bei Telepolis nicht mehr möglich.
Mit solchen Methoden kann die Vergangenheit erfolgreich umgeschrieben werden, begonnen wurde es bereits in den TV-Sendungen, in denen unverschämt behauptet wurde, »mit der Landung der Alliierten in der Normandie begann die Niederlage der Wehrmacht«.
Doch, dieses Verfälschen machen auch MSM. Mir fällt zwar spontan kein Beispiel in D ein, aber in den Divided States gab es da eines im Herbst. Es war ein Kamala Harris Interview von CBS (Sendung: 60 Minutes), in dem es dann eine Nachbearbeitung von Seiten von CBS bzgl. der Antwort von Harris auf eine Frage gab (so als kleine Wahlkampfhilfe, um Sie besser aussehen zu lassen). Das Vorbild ist also wieder Mal über den etwas größeren Teich zu suchen (und nicht bei den einheimischen MSM).
„Mir fällt zwar spontan kein Beispiel in D ein,“
Also, Passanten interviewen, die sich dann zufällig (!) als Statisten herausstellen, würde ich unter totale Manipulation einstufen.
Ja, so etwas ist sicherlich Manipulation. Aber dann werden solche Interviews ja nicht im Nachgang verändert, sondern waren von vornherein gefakted (d.h. wenn nicht zufällig jemand Inverviewt wurde, der Mal Statist war, sondern eben als Statist für das Interview gekauft wurde). Dieses ist ein Unterschied und nach Lesen des Ausgangspost könnte auffallen, dass es im Ausgangspost eben nicht um diese Art der Manipulation ging, sondern um das nachträgliche Abändern von Interviews.
Der Beitrag ist sehr gut, aber die dämliche Genderei hätte sich Herr Bürger sparen können.
Unerträglich!
Danke, wollte ich auch gerade schreiben.
Hätte ich seine Artikel nicht schon öfter hier oder auf Orwellopolis(danke Trumpelstilzchen) mit Gewinn gelesen, hätte ich die Lektüre beim ersten Genderstern eingestellt.
Das war übrigens der Grund für eine meiner Sperrungen bei Orwellopolis: Ich hatte im Forum eines Artikels von David Goeßmann nach Gründen für seine Genderei gefragt und ob das vom Autor ausgehe oder von der Redaktion verlangt werde. Statt Antwort gab es Strafe.
“Statt Antwort gab es Strafe”.
Ich hab da genau dieselben Erfahrungen gemacht. Wenn ich nach dem Grund von Löschungen meiner Beiträge gefragt habe, wurde mein ganzer Account gesperrt und zwar kommentarlos..
Gestern habe ich einen Kommentar geschrieben, in dem es darum ging, das OpenAI (ChatGPT) jetzt 200 US-Dollar por MONAT kostet. Ich habe diese Geschäftspraktiken kritisiert und den Preis als zu hoch taxiert. Dann meldete ich mich ab.
Daraufhin versuchte ich eine Neuanmeldung und bekam eine Fehlermeldung zu sehen. Das wiederholte sich noch zweimal. So entschied ich mich, heise den Rücken zu kehren. Ich löschte die Anmeldedaten und das Lesezeichen.
heise und Telepolis sind für mich somit Geschichte. Danke, das ich bei Overton die Tatsachen erfahren habe.
Wer die Vergangenheit auslöscht, wird die Zukunft zerstören.
Offene Entscheidungsfindung mit GitHub: Wie digitale Versionierung Organisationen demokratischer macht
In Zeiten des digitalen Wandels sehen sich nicht nur Unternehmen, sondern auch Vereine, Bildungseinrichtungen oder globale Nichtregierungsorganisationen mit der Frage konfrontiert, wie sie ihre internen Prozesse transparenter, effizienter und demokratischer gestalten können. Eine neue Plattform, deren technische Prinzipien auf Git und GitHub basieren, könnte genau die Werkzeuge liefern, um Entscheidungsprozesse auf eine völlig neue Ebene zu heben. Statt lediglich Quellcode zu verwalten, erlaubt dieser Ansatz die gemeinsame Bearbeitung, Prüfung und Abstimmung über sämtliche Arten von Regelwerken, Dokumenten und Richtlinien – von der internen Geschäftsordnung eines Sportvereins bis hin zu komplexen Richtlinien internationaler NGOs.
Digitale Versionierung jenseits von Software-Quellcode
Ursprünglich für Softwareentwickler konzipiert, hat sich Git als leistungsfähiges, verteiltes Versionskontrollsystem längst etabliert. Mit Git können Programmierer gemeinsam an einem Code-Projekt arbeiten, ohne sich gegenseitig in die Quere zu kommen. Jede Änderung wird präzise dokumentiert, ältere Fassungen bleiben zugänglich. Fehler lassen sich dadurch schnell erkennen und im Zweifelsfall wieder rückgängig machen. GitHub, als webbasierte Plattform, erweitert dieses Prinzip um Werkzeuge zur Diskussion, zur gemeinsamen Prüfung von Änderungen (Pull Requests) und zur kollaborativen Entscheidungsfindung innerhalb von Entwicklerteams.
Doch wieso sollte man dieses System nicht auch für andere organisatorische Inhalte nutzen? Genau diese Frage scheint nun Organisationen verschiedenster Art zu beschäftigen. Die Idee: Anstatt nur Programmcode zu versionieren, werden auch interne Richtlinien, Arbeitsabläufe, Beschlüsse oder Vereinsordnungen in Repositories hinterlegt. Dort kann jedes Mitglied nicht nur die aktuelle Fassung einsehen, sondern auch Vorschläge für Veränderungen machen, die von allen Beteiligten diskutiert und schließlich per Abstimmung angenommen oder verworfen werden.
Flache Hierarchien durch geteilte Verantwortung
Ein zentrales Merkmal dieses Ansatzes ist der Wegfall einer einzelnen, alles entscheidenden Instanz. Statt dass ein Vorsitzender oder ein enges Gremium allein über Annahme oder Ablehnung von Änderungen bestimmt, bekommen alle Mitglieder einer Organisation eine Stimme. Ähnlich wie bei offenen Softwareprojekten kann jede Person einen Verbesserungsvorschlag einreichen. Dieser Vorschlag wird dann in Form eines sogenannten „Pull Requests“ sichtbar und kann von allen Interessierten kommentiert, angepasst und diskutiert werden.
Dieser Prozess macht nicht nur die Entstehung neuer Regeln oder Abläufe nachvollziehbar, sondern schafft eine Art direkter Demokratie: Entscheidungen reifen in einem offenen Dialog, in dem jede Stimme gleichberechtigt ist. Wer guten Input leistet, kann sich schnell einen Ruf als kompetenter Mitgestalter aufbauen – unabhängig von Hierarchien oder formalen Rollen. Das Ergebnis: ein Klima, in dem Mitarbeitende, Vereinsmitglieder oder ehrenamtliche Helfer stärker in die Verantwortung genommen werden und aktiv zur Verbesserung der gemeinsamen Strukturen beitragen.
Von Vereinen bis Unternehmen: Vielfältige Anwendungsbereiche
Die Vorteile eines solchen Systems zeigen sich in unterschiedlichsten Kontexten. Nehmen wir einen kleinen Sportverein als Beispiel. Statt langwieriger Mitgliederabstimmungen oder unübersichtlicher E-Mail-Ketten, lassen sich neue Vereinsregeln einfach als Änderungsvorschlag im Dokumentationsarchiv einstellen. Jedes Mitglied kann den Vorschlag prüfen, Fragen stellen oder Verbesserungsideen einbringen. Am Ende steht ein demokratisch legitimierter Beschluss, der von allen gut nachvollzogen werden kann.
Gleiches gilt für Unternehmen, die interne Arbeitsabläufe vereinheitlichen oder transparente Entscheidungswege etablieren möchten. Auch globale NGOs mit Mitgliedern auf verschiedenen Kontinenten könnten von dieser Vorgehensweise profitieren: Statt sich durch verschiedene Zeitzonen und Sprachbarrieren zu kämpfen, liegen alle Informationen, Diskussionen und Abstimmungen an einem zentralen Ort, zeitlich ungebunden abrufbar.
Sogar wissenschaftliche Einrichtungen und Bibliotheken, die ihre Richtlinien zur Publikation, Katalogisierung oder Datenverwaltung regelmäßig anpassen müssen, könnten von einer solchen Plattform profitieren. Jede Änderung bleibt auf Wunsch einsehbar, jede Neufassung lässt sich mit vorherigen Versionen vergleichen. Das vermeidet nicht nur Missverständnisse, sondern schafft eine vertrauenswürdige Grundlage für Entscheidungen, die oft auf sensiblem Fachwissen beruhen.
Transparenz als Schlüssel zur Akzeptanz
Ein häufiges Problem in komplexen Organisationen ist die fehlende Nachvollziehbarkeit von Entscheidungen: Wer hat eine bestimmte Änderung initiiert? Welche Argumente wurden ausgetauscht? Was hat schließlich den Ausschlag gegeben, einen Vorschlag anzunehmen oder abzulehnen?
Durch die vollständige Versionierung und Dokumentation jedes Vorschlags ist dieser Entscheidungsprozess fortan lückenlos nachvollziehbar. Es entsteht ein Archiv, aus dem hervorgeht, wie ein bestimmter Beschluss zustande kam, wer welche Argumente eingebracht hat und wie sich Meinungen über die Zeit entwickelt haben. Dadurch wird nicht nur Vertrauen geschaffen, sondern auch ein lernendes System etabliert: Organisationen können aus vergangenen Diskussionen Schlüsse ziehen, um zukünftige Debatten effizienter zu führen.
Herausforderungen: Technik, Kultur und Datenschutz
So attraktiv der Ansatz klingt, er ist nicht ohne Hürden. Zum einen bedarf es einer gewissen technischen Einarbeitung. Git und GitHub waren bislang Werkzeuge, die vor allem in der Softwareentwicklung zu Hause sind. Für viele mag die Handhabung anfangs ungewohnt sein. Hier sind Schulungen, klare Anleitungen und eventuell einfachere Benutzeroberflächen gefragt, um eine breite Beteiligung zu ermöglichen.
Zum anderen ist dieser offene Ansatz eine kulturelle Herausforderung. Wer gewohnt ist, dass Entscheidungen von oben kommen, muss lernen, eigene Ideen aktiv einzubringen und konstruktiv auf die Vorschläge anderer zu reagieren. Auch die Bereitschaft, sich auf technische Hilfsmittel einzulassen, ist nicht selbstverständlich. Gerade in Organisationen mit traditionellen Strukturen kann es zu Widerständen kommen, wenn plötzlich alle Mitglieder mitreden dürfen.
Zudem gilt es, Datenschutz und sensible Informationen angemessen zu schützen. Nicht alle Dokumente dürfen öffentlich einsehbar sein. Gerade Unternehmen oder wissenschaftliche Einrichtungen müssen darauf achten, interne Richtlinien oder geistiges Eigentum vor unbefugtem Zugriff zu schützen. Hier bieten Plattformen wie GitHub auch private Repositories und Zugriffskontrollen an, sodass interne Dokumente nur für berechtigte Mitglieder sichtbar sind.
Ein Blick in die Zukunft: Demokratisierung durch Technologie
Die beschriebenen Ansätze stehen noch am Anfang. Doch die Erfahrung aus der Softwarewelt zeigt, wie mächtig kollaborative Plattformen sein können, wenn sie richtig eingesetzt werden. Bereits jetzt experimentieren erste Organisationen mit Git-basierten Prozessen für Entscheidungsfindungen. Die steigende Digitalisierung in allen Lebensbereichen, verstärkt durch die jüngsten Entwicklungen im Homeoffice und im globalen Wissensaustausch, eröffnet neue Chancen für solche Modelle.
In Zukunft könnten sich branchenspezifische Plattformen etablieren, zugeschnitten auf die Bedürfnisse von NGOs, Vereinen oder Universitäten. Denkbar sind auch visuell ansprechendere Oberflächen, die weniger an Programmier-Tools erinnern und stattdessen eine benutzerfreundliche, intuitive Navigation bieten. Ergänzende Funktionen wie automatisierte Benachrichtigungen, KI-gestützte Vorschlag-Analyse oder integrierte Übersetzungen für internationale Teams könnten den Einsatz weiter vereinfachen.
Fazit: Mehr Mut zur offenen Kollaboration
Die auf Git und GitHub basierte Plattform, die nicht nur Quellcode, sondern alle Arten von organisatorischen Dokumenten versioniert und gemeinschaftlich bearbeitet, eröffnet neue Perspektiven für interne Abläufe. Sie ermöglicht eine Art direkter Demokratie, in der jeder mitreden kann, jede Änderung nachvollziehbar bleibt und flache Hierarchien entstehen.
Natürlich wird es Zeit, Schulung und kulturellen Wandel brauchen, um diesen Ansatz in der Breite zu verankern. Doch wer den Mut aufbringt, bewährte Werkzeuge aus der Softwareentwicklung auf organisatorische Strukturen zu übertragen, könnte mit mehr Teilhabe, Transparenz und Effizienz belohnt werden. Und so könnte sich der Geist von Git und GitHub – Offenheit, Kollaboration, Nachvollziehbarkeit – bald in ganz anderen Bereichen wiederfinden, weit über die Welt des Programmierens hinaus.
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Das Projekt befindet sich noch in der Entwicklungsphase, und die übergeordnete Vision wird dabei kontinuierlich verfeinert. Funktionen, Ziele und strategische Ausrichtungen können sich daher noch ändern, bis eine stabile, klar definierte Endversion erreicht ist.
Technokratische Demokratie-Utopien wie diese(gibt es auch einen Link dazu?) zerschellen gern in mehrfacher Hinsicht an der Machtfrage:
Welche Macht sollte ein Interesse daran haben, so etwas einzuführen?
Wie wird mit dem Eigentum umgegangen. Wer entscheidet darüber?
Und nicht zuletzt: Wer ist der Administrator und wer hat die Kontrolle über die Infrastruktur?
“Demokratisierung durch Technologie” ist ein Widerspruch in sich, es liefert den Demos undurchschaubaren Strukturen aus.
Diese Programmierer-Utopie läßt mich frieren, denn sie erfasst Daten ohne Ende für ihre “transparente” Gesellschaft und schafft einen vollkommenen Überwachungsstaat. Oder um es mit Lem zu sagen: “Sollte die Hölle existieren, so wird sie computerisiert sein.“ (https://espressonisten.de/stanislaw-lem-intelligenz-ist-ein-rasiermesser/)
Git ist auch kein guter Name – Subversion gefiele mir besser, ist aber veraltet 😉
“Diese Programmierer-Utopie”
Was willst denn noch Leben, wenn keine Träume mehr hast ?
Die Technologie ist doch nicht die Ursache für Ihren Mißbrauch.
Sie zeigt skizzenhaft die Möglichkeiten auf die Technologie heute schon bietet, wenn man Sie denn dafür auch nutzten würde wollen. Hier geht es eben genau darum das man Gesellschaftliche Probleme angeht die Technologie Entwicklung mit sich bringt, und dafür ist Technologie durchaus auch zu gebrauchen.
Wenn auf dem Mars irgendwann Raum-Station, kannst schlecht mit Rauchzeichen Signale übermitteln.. o))
“Die Technologie ist doch nicht die Ursache für Ihren Mißbrauch.”
Stimmt, das sind Menschen. Meistens solche, die sie nicht erfunden haben. Und sie für Zwecke nutzen, für die sie nicht gedacht waren. Da gibt es tatsächlich nicht nur böse Anwendungen und manche funktionieren ja auch.
“Hier geht es eben…”
Man nutzt also Technologie, um Probleme zu lösen, die ich ohne die Technologie nicht hätte? Und behaupte einfach, dafür wäre sie gut zu gebrauchen. Sieht mir nicht nach Logik aus. Nur nach Arbeitsplatzsicherung für Technologen. 🙂
“Rauchzeichen auf dem Mars…”
Jaja, – Atomkraftgegner überwintern, bei Dunkelheit mit kaltem Hintern –
Ich habe doch nicht Technologie an sich kritisiert, sondern die spezielle Anwendung auf soziale und gesellschaftliche Strukturen im Post von Miri. Mir reicht schon Lidl plus, da brauche ich kein gesamtgesellschaftliches Modell von.
Übrigens muss man nicht leben, um Träume zu haben. Das kann Technologie auch:
https://www.goodreads.com/book/show/4772190 🙂
Heise ist doch heute gar kein Vergleich mehr mit früher ..
Ich glaube alleine 300 Werbepartner die eben auch Zugriff zum teil auf Daten der Leser haben, dann die ganzen Portale wie Preisvergleiche usw , alle das steht heute für Heise… 100% Kommerz .
CT hat ja bald auf Youtube mehr Besucher als auf den Heise Seiten.
Am Ende heute ist das doch egal wo man etwas lesen kann, die Unterschiede werden immer geringer bei den verschiedenen Angeboten. Besser wird Journalismus in diesem Land nicht mehr, eher gleichmäßig schlechter, zumindest Bereich Kommerz..
Und 2024 war bei Heise das Jahr der KI , und ich vermute , hier soll es weitergehen auf dieser Schiene , weil eben profitabel.
Aber für eine Sache taugt KI nicht, ältere Artikel . Die müßten alle neu bearbeitet werden, und bitte das kann Heise nicht leisten..
Politische Hintergründe sehe ich hier weniger, wenngleich dieses Geschehen durchaus diesen Eindruck vermitteln könnte.
Aber auf der einen Seite bittet TP um Spenden, auf der anderes Seite ist das aber ein Online Angebot von Heise .. Kritisieren kann man daher auf alle Fälle Heise und TP für die Irreführung Ihrer Leser , Transparenz sieht anders aus .
Aber der Fehler liegt auch bei den Journalisten, Sie hätten Rechte (Mitsprache bei Löschung zb) an Ihren Arbeiten mit sichern sollen, dann hätte Heise nicht so ” hantieren” können..
Wir leben nun mal im Kapitalismus, da geht es primär um Kosten … o(
Ein Aufruf an die (ehemaligen) Telepolis-AutorInnen:
Wehrt Euch gegen den Mißbrauch Eurer Texte! Sind sie verschwunden oder werden entstellt wieder eingestellt, verweist auf Euer Urheberrecht. Da schriftliche Verträge zur Publizierung in einem gewissen Rahmen nie die Regel waren, bestehen da imho durchaus gute Chancen, TP die Weiterverwendung zu untersagen. Durch die Annahme eines (eh geringen) Autorenhonorars allein besteht m.E. noch kein alleiniges Verwertungsrecht seitens Heise.
Mehr dazu können Euch bestimmt Markus Kompa oder Udo Vetter sagen, die ja beide Anwälte sind und auch für TP geschrieben haben. Auf beider Ansicht bin ich schon mal gespannt!
Beste Grüße
Frank Benedikt
Genau das .. Richtige Richtung..o)
Genau das. Richtige Richtung o)