Russische Duma

Russische Parlamentswahl 2026: Was sagen die Zahlen?

Fünf Monate vor der Parlamentswahl bestätigen Umfragen, was Experten seit langem prognostizieren: Die bislang dominante Partei Einiges Russland erhält voraussichtlich wieder die absolute Mehrheit.

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2 Kommentare

  1. „Denn die Ziele dieser neuen „Plattform für Dialog“ sind so offensichtlich antirussisch (v.a. gegen die Souveränität Russlands gerichtet), undemokratisch und direkt von kriegstüchtigen EU-Institutionen gesteuert, dass es dabei nur darum gehen kann etwas Relevanz und einige Finanzmittel zu erhalten.“

    Genau gegen solche „NGOs“ richtet sich das russische Gesetz für „ausländische Agenten“. Vorbild ist das us-amerikanische FARA, dass seinerzeit verabschiedet wurde, mit der Absicht die Einflussnahme der Nazis und ihrer NSDAP-AO – AO steht für Auslandsorganisation – in den USA zu kontrollieren. Genau so wie die USA sehen auch die Russen Organisationen, die vom Ausland finanziert werden, als mögliche Quelle unliebsamer Beeinflussung.

    Auch wir sollten uns ein derartiges Gesetz zulegen. Es würde uns über die Machenschaften der US-Geheimdienste und ihrer Tarn-NONGOs informieren.

  2. Nicht ganz aktuell, aber einschlägig, hier eine heitere Erinnerung: Bei einer früheren Parlamentswahl in Russland erläuterte die damalige Russland-Korrespondentin des Deutschlandfunks auf Nachrage des Moderators, ob nicht auch die westlich orientierte Opposition eine Chance hätte: Man solle sich nicht täuschen, das Wahlspektakel sei generell ein Akt der Affirmation, bei dem – abgesehen vom Personal vielleicht – inhaltlich nichts entschieden würde, es handele sich also um einen Akt organisierter Unterwerfung, der die Herrschaft ermächtigt, aber nichts ändern würde.
    Ein glänzender Beleg dafür, wie das vorab eingerichtete ‚framing‘ die Wahrnehmung strukturiert. Was sonst niemals auch nur gedacht werden darf bei den Hochfesten parlamentarisch-demokratischer Herrschaft, obwohl jede Wahl dafür die schönsten Belege liefert, spätestens bei den Koalitionsverhandlungen; was bei den Intellektuellen der Nation von links bis rechts als extremistischer Irrsinn noch nicht einmal ignoriert wird; was jedenfalls ganz und gar abwegig ist auch für Unzufriedene: Auf einmal plaudert eine öffentlich-rechtlich Bezahlte das ganz lässig als Selbstverständlichkeit daher, sie hat das natürlich schon längst durchschaut. Aber nur in diesem Fall freilich, denn ‚wir‘ haben hier ja schon damals auf das Reich des Bösen geblickt, wo ‚wir‘ sehr sensibel sind, was die ekligen Mechanismen der Macht anbelangt. Da ist man dann erstaunlich hellsichtig. Eine Transfer-Leistung im Denken, sonst im Pädagogen-Bla-Bla-Bla hoch geschätzt, ist in diesem Arrangement natürlich ganz ausgeschlossen…

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