AfD-Kulturpolitik: „patriotische Wende auf allen Gebieten“, Bekämpfung der „Identitätsstörung“

Verwurzelung will die AfD. Gefördert werden sollen nur noch Beiträge "zu deutscher Identitätsfindung“. Man will sich wohlfühlen, Fremdes oder Irritierendes sollen der Idylle der Tradition fernbleiben. Die nach Trumps Vorbild kulturell verordnete Langeweile könnte der Vorlauf zum Krieg sein.

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5 Kommentare

  1. „Die nach Trumps Vorbild kulturell verordnete Langeweile könnte der Vorlauf zum Krieg sein.“

    Könnte … aber die ach so weltoffene und vor lauter Vielfalt nur so strotzende geistige Einfalt der jetzigen Regierung (inkl. weiter Teile der Opposition) IST der direkte Vorlauf zum Krieg. Die zahllosen Äußerungen von Baerbock bis Whatafool, von Fiesewetter bis Strack-Zimmerflak lassen daran keinen Zweifel aufkommen,

    Mir wäre eine Alternative ohne die AfD auch lieber, aber wenn es um die Frage „Krieg oder Frieden“ geht, dann könnte man in Anlehnung an Bertold Brecht sagen: „Erst kommt das Überleben, dann die Moral.“

  2. Ich glaube, das ist es was ich gestern in meinem Kommentar meinte und dass es zu fürchten sei. Der einzige Trost, wenn es den Trost gibt, ist, dass die durchschnittlich große Hässlichkeit der deutschen Städte, die wir vor allem dem letzten Krieg verdanken, nicht mehr wesentlich zu steigern sein wird.
    Ich überlege eben, wann zum letzten Mal „patriotische Kunst“ produziert wurde, die die Zeiten überdauerte. In der Antike bei Homer? Zwei Jahrtausende und mehr danach, wird es die AfD schon richten.
    Ach, das ist alles so bescheuert. Und man dachte, die wokeschistische Filmförderung, ohne die kein deutscher Film gedreht werden könnte, wäre der endgültige Tiefpunkt.

    Ungeachtet dessen grad die Frage an den Autoren, was das für ein Sachsen-Anhalt gewesen sein soll, das die erste Naziregierung hatte? Magdeburg, wenn ich jetzt nicht alles durcheinander bringe, war Sitz der Administration der preußischen Provinz „Sachsen“, die nicht das Land Sachsen war. Preußen hatte keine Naziregierung gewählt und wurde im Preußenschlag, der sich gegen die sozialdemokratische Regierung Braun richtete, entmachtet.

  3. Obwohl ich Herrn Rötzer als klugen Kopf, als Pazifisten und als Herausgeber dieses meinungsoffenen Magazins kenne und schätze, hat mich der Artikel enttäuscht. Er verrät, dass der Autor im Hinblick auf die nationalkonservativen Kräfte unseres Landes im Grunde überhaupt nicht anders und auch nicht differenzierter denkt als die Leute vom „Spiegel“, von der „Zeit“ oder der „Süddeutschen“.

    Das verwundert auch deshalb, weil sein Redaktionskollege Herr De Lapuente in dieser Hinsicht deutlich differenzierter argumentiert. Es scheint also so zu sein, dass die beiden wichtigsten Redakteure des Overton Magazins untereinander einen geringeren diskursiven Austausch pflegen als ich dachte bzw. dass sie ganz bewusst unterschiedliche Meinungslager berücksichtigen wollen.

    Am meisten fällt mir im Artikel der Umstand auf, dass Herr Rötzer JEGLICHES Verständnis für Menschen vermissen lässt, die die aktuelle Negierung von nationalen Traditionen und von Patriotismus sowie das undemokratische Überstülpen internationalistischer bzw. globalistischer Muster durch mächtige Netzwerke auch bloß für bedauerlich halten.

    Dass dafür sogar die Kritik an der sog. „Bauhaus“-Architektur als angeblich problematisches Beispiel für das Denken der AfD herhalten muss, das halte ich für wirklich äußerst unpassend. Der hässliche Bauhaus-Stil ist zurecht sehr umstritten, und kürzlich hat dazu übrigens Nicolas Riedl bei „Manova“ eine lesenswerte Reihe unter dem vielsagenden Titel „Die Würfel-Wüste“ veröffentlicht.
    https://www.manova.news/artikel/die-wurfel-wuste

    Doch auch im Hinblick auf die Identität des Landes – also einen absoluten Kernbereich des geistig-kulturellen Lebens von jedem Volk – fehlt Herrn Rötzer anscheinend leider das Gespür für das rechte Maß. Ansonsten würde er ja erkennen, dass wir es hier tatsächlich längst mit einem maßlosen Abbau, mit einer zutiefst destruktiven Dekonstruktion von Gemeinschaft ermöglichenden und Identität stiftenden Strukturen und Verhältnissen zu tun haben. Dieses Problem scheint für ihn schlichtweg nicht zu existieren. Damit sitzt er – ohne es zu wollen – mit Leuten wie Soros oder Habermas in einem Boot.
    Schon der von links kommende Rolf Peter Sieferle, der ja nun einer rechten Gesinnung vollkommen unverdächtig ist, hat dazu in „Finis Germania“ 2016 weitaus differenziertere und passendere Gedanken veröffentlicht.

    Nun wäre es ja möglich gewesen, dass Herr Rötzer lediglich im Hinblick auf die Stärke der Ausprägung und die Intensität der konservativen Kritik Bedenken vorgebracht hätte. So etwa im Sinne von: „Ja, das sind bedenkenswerte und nicht ganz grundlose Anliegen, aber die AfD schießt da vielleicht etwas über das Ziel hinaus …“

    Nein, eben das findet man im Artikel nicht, sondern stattdessen eine an die linksliberale „Brandmauer“-Ideologie erinnernde TOTALE Ablehnung.

  4. Mit der AFD an der Regierung werden wir das Gleiche erleben wie die MAGA-Idioten mit Trump.
    Statt Frieden, NATO, Aufrüstung bis hin zum Krieg, statt Sozialstaat Manchaster Kapitalismus.

    Die Forsa-Umfrage:
    AFD 28%, CDU/CSU 22%, GRÜNE 15%, LINKE 12%, SPD 12%
    Zieht man bei der CDU/CSU die ca. 6% der CSU ab kommt die CDU mit 16% der SPD immer näher.

    Umfrage zu Sozialstaat und Steuerpolitik: Endlich auf die große Mehrheit hören
    Quelle: https://www.blog-der-republik.de/umfrage-zu-sozialstaat-und-steuerpolitik-endlich-auf-die-grosse-mehrheit-hoeren/

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