Trump versus Putin: Machtspielfestival im Januar 2026

Neuerdings tritt Trump so auf, als wäre er ein „rücksichtsloser Risikospieler“, um damit Putin mit seinem „Chicken Game“ beeindrucken zu können und ihn gefügig zu machen. Das Problem ist nur, dass Trump an den Falschen geraten ist. Putin ist kein Spieler, sondern ein Staatsmann, der ums geo- und sicherheitspolitische Überleben Russlands besorgt ist.

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25 Kommentare

  1. Werden wir alle alles noch früh genug miterleben.
    Ich persönliche denke ja, dass es sich nur noch um Stunden, maximal Tage handeln kann, bis im Wertewesten die Nachricht die Runde macht, dass der Iran die A-Bombe einsatzbereit hat, was natürlich einen „Präventivschlag“ unausweichlich macht.
    Also mal wieder MIHOP, bzw LIHOP at its best.
    Und dann setzt sich logischerweise ein Dominoeffekt in Gang.
    Oder aber uns allen steht Friede, Freude und Eierkuchen bevor 😉

  2. Es ist Putin, der Trump keinen Spielraum für Kompromisse lässt, weil er in der Ukraine seine Ziele ohne Abstriche durchsetzen will. Darauf reagiert Trump, indem er nun ebenfalls seine Ansprüche ohne Rücksicht auf Russland durchsetzt. Putin lässt die Muskeln spielen und veranstaltet Theaterdonner, aber ernsthafte Maßnahmen ergreift er nicht, damit Trump ihm weitgehend freie Hand in der Ukraine lässt.

    1. Um Gottes Willen, wie können Sie hier sowas schreiben , das erzeugt bei den hier versammelten Sofastrategen Unwillen und Empörung.

    2. @Torwächter
      Wir schauen auf eine Landkarte und sehen dann ganz deutlich, dass die Ukraine zur USA gehören und von Russland erpresst wird. Und wenn wir das endlich mal kapiert haben, dann können wir auch ihren Kommentar verstehen.

    3. Es ist der Westen der seine Interessen, festgelegt 2000 in Bratislava, nicht aufgeben will. US-Präsident George W. Bush hat dann im Jahr 2005 ebenfalls in Bratislava Putin ausführlich erläutert, wer noch in die Nato muss und dass man Russland von der Krim und aus dem schwarzen Meer verbannen will. 2013 dann vom EU- Kommissionspräsidenten bestätigt und als Ausgangspunkt des III. Weltkrieges genannt.
      Im letztem Jahr fand in der EU unter Leitung Polens eine Konferenzen statt, wie man Russland dekolonisieren will. Also Ukraine, Weißrussland und Georgien müssen noch ins westliche Bündnis, damit man die Dekolonisierung Russlands starten kann.

  3. Ich frage mich, ob die jüngste russische Zerstörung eines zentralen Teils der ukrainischen Gasinfrastruktur mithilfe der Haselnuss, mit der Konsequenz des Heizungsausfalls in Kiew bei minus 20 Grad (für mich nebenbei auch ein guter Kandidat für ein Kriegsverbrechen), nicht auch als Madman-Strategie durchgehen könnte. Der Medwedew gibt ja im Übrigen von Anfang an den verbalen Madman. Also das können die auch.

    1. Du hast nicht verstanden wie die mad man Strategie funktioniert. Es muss schon der Präsident sein, der den „mad man“ spielt. Es geht um die Möglichkeit verrückter Entscheidungen und nicht darum, dass irgendjemand in der zweiten Reihe nicht auch mal sarkastische Kommentare abgeben kann.

      1. @Trux
        +++++
        Ralf darf aber noch seine Spendierhose anziehen und kräftig spenden.

        „Die Ukraine wird von Israel und der US-Israel-Lobby zum Teil unterstützt, weil die Wurzeln vieler Diaspora und israelischer Juden „kasarisch“ sind, d.h. sie stammen aus diesem Teil Osteuropas.

        Außerdem ist der amtierende Staatschef der Ukraine, Wolodymyr Selenskyj, ein Jude, dessen Mutter und Vater Berichten zufolge in Israel in einer noblen Residenz leben, die von dem Geld bezahlt wird, das ihr Sohn aus den USA und europäischen Spenden an Kiew gestohlen hat, um Russland zu bekämpfen.“
        https://ronpaulinstitute.org/what-does-venezuela-have-to-do-with-israel/

  4. @ Michael Silnizki
    Danke. Sehr gut beobachtet und analysiert.

    Nur so viel sei angemerkt:
    Wie schon bei der Monroe-Doktrin von 1823 ist bei den Donroe-Doktrin lediglich der Teil ernst zu nehmen, der beabsichtigt den USA den monopolisieren Zugriff auf den Doppelkontinent Amerika zu sichern.
    Der Teil wonach sich die USA infolge dessen dann überall raus halten wollen, war jedoch auch schon bei Monroe gelogen.

    1. Sie werden sich wohl kaum aus den Pazifikinseln, Japan, Südkorea, den Philippinen, Australien oder Neuseeland „heraushalten“. Liegt schließlich alles im Westen (der USA). Dasselbe gilt für Pakistan, Zentral- (C5+1) und Westasien sowie dem Südkaukasus. Um nichts in der Welt wird der dortige US-Einfluß zurückgehen; vielmehr wird man versuchen, ein Land nach dem anderen gegen Russland-China in Stellung zu bringen.
      Und Grönland? Das muß man nicht militärisch erobern, das wird man mit einem Angebot, das es bzw. Dänemark nicht ablehnen kann, einkaufen.
      Als nächstes ist wohl Iran im Visier. Und wo bleibt dann der Internationale Nord-Süd-Transportkorridor (INSTC)?

    1. Trump wird nicht ewig leben. In seinem Alter macht Putschen keinen Sinn. Und Vance steht ja auch schon als neuer Messias bereit das Erbe anzutreten. Sie brauchen sich also nicht unnötig Sorgen machen wie es weiter geht.

      1. @Trux
        Ob Vance tatsächlich das Erbe antreten wird und nicht Rubio dürfte noch fraglich sein.
        Trump umgibt sich ja gerade vermehrt mit Rubio und Lindsay.

        Vielleicht macht er ja auch seinen Sohn oder Kushner zum Thronerben. Trump traue ich alles zu.
        Außerdem kann Trump in den restlichechen 3 Jahren als Präsi noch genug Unheil anrichten.

  5. Sage da noch einer die AFD wäre nicht rechtsextremistisch.

    „Beliebt bei der AfD: Carl Schmitts Großraumtheorie und die „Donroe“-Doktrin“
    Besonders beliebt ist der Bezug auf Schmitts Theorien bei der AfD und ihrem Umfeld, die ihn schon lange für sich entdeckt haben.

    Man kann es sich einfach machen mit Schmitt, der auch gerne der „Kronjurist des Dritten Reiches“ genannt wird, und eine Beschäftigung mit seinem Denken aufgrund seiner Verstrickungen in das NS-Regime als zu unappetitlich ablehnen. Immerhin rechtfertigte Schmitt 1934 mit dem Aufsatz „Der Führer schützt das Recht“
    https://edo.freedert.online/international/266959-carl-schmitts-grossraumtheorie-und-die-donroe-doktrin-donroe-doktrin/

    …und was tut der von der AFD unterstützte Trump? Schützt der auch das Recht???

  6. „Putin ist kein Spieler, sondern ein Staatsmann, der ums geo- und sicherheitspolitische Überleben Russlands besorgt ist.“

    Und darauf reagiert man als 4D-Schachspieler am besten indem man seine Nachbarn überfällt und mehr Atomraketen in der Nähe seiner Nachbarn aufstellt.

  7. Russland ist bisher siegreich im Ukrainekrieg, weil es sich innerhalb seiner Möglichkeiten verhält und sich nicht dazu provozieren lässt, Ziele ins Auge zu fassen, denen man nicht gewachsen ist. Putin verhält sich wie ein asiatischer Kampfsportler, dem die eigene Ballance das Wichtigste ist.
    Trump erweitert nun das Schlachtfeld auf Venezuela und die internationalen Seewege. Es ist fraglich ob China und Russland darauf eine Antwort finden können, um ihre Handels-Interessen schützen zu können.

  8. Trump ist vorsichtiger und berechnender Staatsmann, der keine Risiken eingeht.
    Venezuela lechzte nach einem Eingreifen der USA, denn so wie unter Maduro konnte es nicht weiter gehen, und Trump hat seine Aktion nicht nur mit der innerparteilichen Opposition Maduros und dem venezolanischen Militär abgesprochen, sondern auch mit den Russen, und erlaubte ihnen, eine Oreschnik einzusetzen, und Machado wollte nach Trumps Handstreich den Nobelpreis mit ihm teilen (heiraten geht nicht, weil Trump schon vergeben ist), was ihr aber das Nobel Komitee verbot.
    Auch wichtige Teile der Ukraine lechzten nach einem Eingreifen Russlands, nachdem dort die Nazis die Macht ergriffen hatten. Zwar griff Putin ein, aber möglicherweise etwas zu zögerlich.

      1. Danke für diese gewichtigen Argumente. typisch für die Einwände der Mainstreamer, deren Bauchgehirn (im Kopf haben sie keins) durch ZDF, Süddeutsche und Spiegel gefüttert wurde.

  9. Beim dritten Mal sei es Methode, wird manchmal gesagt, doch angesichts der engen, systemischen Verwandschaft dieses Stückes mit der „Panam-Vision“ von Ruben Schattevoy nehme ich das als redaktionelle Methode.

    Sicher, die Darreichungsformen stehen in einem Kontrast, der schwerlich größer sein könnte. Hier haben wir eine Filmerzählung, zu der mir einfiel, „Melville (Jean-Pierre) meets Hollywood“. Das ist abseits literarischer Konventionen nicht kommentierbar. Ich kann höchstens zitieren, was ich zur Panam-Vision geschrieben habe und werde den Link unten nachreichen.

    Doch einen Dialogsatz werde ich, stellvertretend, kommentieren:
    Über Krieg oder Frieden wird nunmehr allein an der Front entschieden.
    Ja, genau, solche Binsen sind die Substanz von Erzählungen über „Great Power Politics“. Aber wo ist eigentlich die Front? Schon solche Antwort bleibt die Erzählung schuldig:
    ABSICHTSVOLL
    Gleich Silnizki weiß hier jeder Leser, wo die Front nicht ist, und Silnizki weiß, daß der Leser weiß, sie ist nicht in der Ukraine, nicht in Venezuela, nicht in Grönland.
    Diese Unbestimmtheit ist der ganze schäbige Trick des Textes!

    Der Leser soll die Front in seinem Herzen ziehen, steht im Drehbuch, und die Regie setzt es mit Szenen um, die ein Gewebe metaleptischer Verknüpfungen bedrucken. Sie alle stehen in einem übertragenen Zusammenhang, der in eine weitere Binse mündet, die alle Bebilderungen rechtfertigen soll:

    Nur dort, wo Trump glaubt, das Sagen zu haben, will er ein unbeschränkter Herrscher über Land, Leute und Ozeane sein.

    Ich greife mal Silnizkis Methode auf und paraphrasiere:
    Trump ist kein Hitler, ES IST SCHLIMMER
    Den Rest der Botschaft hat die metalepsie da schon ausgeliefert: Der große Satan, das ist es, was die USA waren und bleiben.

    Da bleibt allerdings die Frage, funzt das?
    Wieso soll das funzen? Fürchtete der Autor nicht, der Leser merke die Absicht und sei verstimmt?
    Nein, weil er von sich erzählt.

    Er erzählt von seiner mehr oder minder behüteten Biographie, von seinen Erfolgen und Mißerfolgen unter einer „liberalen Weltordnung“, von der er jetzt wissen – oder auch immer schon gewußt haben – will, sie sei fake. Des GROSSEN SATANS halber. Wie einst die nationalsozialistischen Bauern sich von Hitler betrogen sahen, sollen und dürfen sich jetzt alle Bürger der westlichen Welt von Trump betrogen sehen, nachdem sie, je nach Lebensalter, seit 10 bis 50 Jahren imperialistischen Kriegsdienst auf persönlichen Erfolgswegen geleistet haben.
    Michael Silnizki inszeniert eine Kriegserklärung, zunftgemäß eine zum Krieg der Herzen, der die Kriegserklärungen aus der Führungsriege der in voller Formierung befindlichen Europäischen Nation hyperbolisch ergänzt.

    Bleibt noch die der Inszenierung unentbehrliche Requisite zu erwähnen, die nur metonymisch „auf Linie“ ist:
    „Putin ist nicht unser Feind, Trump ist es“.
    Aber Inszenierung und Wirklichkeit werden sich angleichen, das weiß eigentlich auch ein jeder, und es trägt dazu bei, daß der Text funzt: Sobald die Ukraine vollständig ausgeblutet ist, wird diese Front Geschichte werden, maßgeblich eine Geschichte des Verrates des Großen Satan.
    Ca y est.
    https://overton-magazin.de/top-story/panam-das-ende-der-europaeischen-illusion/#comment-338454

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