
„Stuttgart 21 ist überall!“
Die Bundesmittel an die Deutsche Bahn zur Verbesserung der Schienen-Infrastruktur sind in der jüngsten Zeit deutlich erhöht worden. Diese fließen jedoch größtenteils in unsinnige Großprojekte, die Teil der Probleme statt Lösungsansatz in der Bahnpolitik sind.

Raues Erwachen in Transamerika
In den USA hat sich der Wind gedreht und die Translobby bekommt Gegenwehr – und das längst nicht mehr nur aus dem Trump-Lager. […]

Eine Weltmacht ohne Plan
Die US-Außenpolitik ohne Konzept und sicherheitspolitische Strategie. […]

Kriegsverbrechen: Bundesanwaltschaft erhebt Anklage gegen Verdächtigen wegen der Sprengung der Nord-Stream Pipelines
Nach der Anklageerhebung geht die Bundesanwaltschaft unter Ausschluss anderer Möglichkeiten davon aus, dass ein siebenköpfiges Team mit der Segelyacht Andromeda im Auftrag irgendwelcher "staatlicher Stellen" […]

»Die Linke wird immer irrelevanter«
Die politische Linke hat ihre wirtschaftspolitische Orientierung verloren – davon ist der Volkswirt Heiner Flassbeck überzeugt. […]

Mordanschlag auf ukrainischen Oligarchen in Monaco. Stecken ukrainische Geheimdienste dahinter?
Update: Spur nach Deutschland. Der wie viele andere in den wilden 90er Jahren reich gewordene Vadym Yermolayev sah sich schon 2019 als bedroht an und […]

Von der Notwendigkeit des Sparens und Verzichtens
Und wieder muss ein Ruck durch Deutschland gehen. Dass Reformen dem einfachen Volk nichts Gutes verheißen, ist dabei allen klar. Aber die Härten müssen einfach […]

Dämmerungsfieber
Zwischen Dostojewski und dem Marlboro-Mann liegt die Geschichte des Westens. Doch was kommt nach der Postmoderne? Ein Essay über Freiheit, Wurzeln und die Suche nach […]

Chinas nuklearer Aufstieg: Die unterschätzte Veränderung der globalen Ordnung
Während die Konzentration Europas auf Russland und die Ukraine gerichtet ist, vollzieht sich im Hintergrund eine historische Tragweite. China baut sein Atomwaffenarsenal rasant aus. Die […]

Projekt Kalb und Kuh
Wer keine Milchprodukte isst, kann diese Kolumne getrost abtun. Aber wer ist das eigentlich? Wer kann dafür garantieren, dass bei den vielen vorproduzierten Lebensmitteln, die […]

Was ist faul im deutschen Rechtsstaat, Herr Moser?
Thomas Moser ist Journalist – einer, der den Dingen bis ins Detail auf den Grund geht. Er recherchierte zum NSU-Komplex, zum Anschlag am Breitscheidplatz in […]

Ein Nazi-Pantheon in Kiew
Die Ukraine als Mittel des deutschen Revanchismus. […]

„Nächste WM-Schande. Diese DFB-Elf hat einfach alles zerstört“
Sooo schlimm? Arme Patrioten! Ein Kommentar. […]

Mavi Vatan vs. Agenda 2030 oder Türkei vs. Griechenland
Das Ringen um militärische und wirtschaftliche Einflusszonen in Ägäis und östlichem Mittelmeer könnte die Türkei und Griechenland in ernsthafte Konfrontation führen. […]

Eine würdige Elf
Deutschland ist bei der WM ausgeschieden. Der Kanzler dankt für begeisternde Spiele. Und das Team war so zuverlässig wie ein ICE im Sommer. Dieser Weltmeisterschaftsauftritt […]

Kann es Bewusstsein nur in biologischen Gehirnen geben?
Aktuell ist, ob Bewusstsein auch auf Chips entstehen kann oder gebunden ist an Neuronen biologischer Gehirne. Philosophen argumentieren, dass Bewusstsein im Universum auch auf ganz […]

Märchen über den „Sieg“ der Ukraine
Propaganda und Wirklichkeit […]


Viel Vergnügen beim Träumen der Änderung bestehender Sachzwänge innerhalb des kapitalistischen Systems.
Die Deutsche Bahn hat aktuell etwa 800 Lokomotiven im Einsatz. Der Preis für eine neue Lokomotive beträgt ca. 4 Millionen €. Sollte die Bahn jedes Jahr 10% des Bestandes erneuern müssen, betrüge der Gesamtwert des Auftrages 320.000.000 €.
Dem gegenüber stehen 2025 2.611.152 Neuzulassungen an PKW mit einem durchschnittlichen Nominalwert von 44.560 €, also 116.352.933.120 €.
Das heißt , nennenswerte Umschichtung an öffentlichem Kapital (Steuern) in private Hände (Dividende, Rendite) ist nur zu erzielen, wenn Bauprojekte und andere Strukturmaßnahmen erstens permanent ihre Anforderungen wechseln und zweitens möglichst weit in die Länge gezogen werden.
Die für den aktuellen, fast schon katastrophale Zustand verantwortliche Grundsatzentscheidung wird nur am Rande erwähnt, aber im Artikel nicht tiefer diskutiert.
Mit der Privatisierung und dem ursprünglichen Ziel eines Börsenganges wurde das Ziel der DB völlig neu definiert. Das (staatliche) Unternehmensziel der infrastrukturellen Dienstleistung (Transportlogistik) wurde ersetzt durch ein (privates) Renditeziel.
Entsprechend wird abgewogen, wo sich mit dem vorhandenen Kapital mehr Geld verdienen lässt. Da verspricht gerade in den Ballungszentren die Immobilienverwertung die höhere Rendite als die Transportdienstleistung. Entsprechend gilt der Umbau in Einkaufsbahnhöfe wie in Leipzig oder die Verwertung oberirdischer Immobilien durch Untertagebahnhöfe als lukrativ. So sollen/werden Bahnhöfe neben Stuttgart auch in München oder Hamburg umgebaut. Rendite versprach auch, die mittlerweile gescheiterte, weltweite Einkaufstour in Logistikunternehmen, beileibe nicht nur von Schienengebundenen.
Allerdings fehlt das dadurch gebundene DB-Kapital beim Erhalt, Pflege, Sanierung und Ausbau des Schienennetzes. Kosten wurden gesenkt durch Ausdünnung von Strecken und Gleisen sowie dem Abbau teurer, angeblich redundanter, im Störungsfall aber dringend notwendiger (Überhol-)Weichen. DB-eigene Instandhaltungs- und Reparaturkapazitäten wurden als bloßer Kostenfaktor abgebaut und mussen jetzt teuer und weniger leistungsfähig von privat eingekauft werden. Als im letzten Jahr das Land Sachsen-Anhalt die Strecke Merseburg-Querfurt reaktivieren wollte, fand sich kein privater Anbieter, die DB aber hatte ihre Kapazität abgebaut.
Wenn ich auf als DB nur auf die Rendite schaue, dann verzichte ich bei der Riedbahn aus Kostengründen erstmal auf das ECTS und lege die Strecke halt später noch mal still. Oder ich lege erst die Strecke Hamburg-Berlin zwecks Sanierung still und ertüchtige erst hinterher die östliche potentielle Ausweichstrecke für den Fernverkehr.
Die Liste ließe sich fortsetzen, von der fehlenden Elektrifizierung, bis hin zu Kupplungen im Güterverkehr, die wie vor 150 Jahren (teuer) von Hand gekuppelt werden und so flexible Logistikangebiete konkurrenzunfähig verteuern.
Es gibt durch die Privatisierung grundlegende politische Weichenstellungen zu Lasten der Leistungsfähigkeit des Schienenverkehrs. Wer daran etwas ändern will, der muss die grundlegenden Zusammenhänge klar benennen und muss über das allgemeine Jammern hinausdenken.
Die große Verschwörung der Autolobby als Grund ist genauso unkonkret wie ein billiger Allgemeinplatz. Dass die Autolobby von den Zuständen ungemein profitiert, ist banal.