„Wir wollen bloß die Welt verändern“

Über deutsche Medien mit kritischem Anspruch, Debattenkultur und die Pressefreiheit.

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9 Kommentare

  1. Das ist so ähnlich, wie die Stimmung in der erweiterten Oberschule damals in der DDR. Nur die Meinung des Lehrkörpers, der entsprechend diktatorisch geschult war, durfte in verschiedenen Nuancen wiedergegeben werden. Andersdenkende hatten Angst und wurstelten sich, wie ich, durch, um nicht rauszufliegen. Und so ähnlich war das nach Berichten auch unter Hitler. Wie die DDR und Hitler endeten, ist bekannt. Und nun passiert es ab und zu, dass im Fernseher trotz Boykott seit der Zeitenwende etwas zu spät vor den Nachrichten um- oder abgeschaltet wird. Bereits die Schlagzeilen oder der Beginn der Nachrichten vergiften das Zimmer, wenn man die Wahrheiten kennt.

  2. Immer gut zu wissen, welche Medien von welchen Themen die Finger lassen um keinen Ärger zu bekommen oder um einfach die Vorherrschenden Verhältnisse zu stützen.
    Das ausgerechnet Tilo Jung Frau Kahn interviewt ist allerdings bemerkenswert. Setzt der sich doch immer gegen seiner Meinung nach „rechten Medien“ ein ist also eher Täter und glänzt mit historischer Ahnungslosigkeit. Ich werde mir das mal ansehen, könnte lustig sein.

  3. Ich schaue öfters in die ÖR-online Angebote rein. Reinste Realsatire, nur nicht als solche gekennzeichnet.
    Hilft auch zu verstehen warum der Deutsche Mensch im allgemeinen so kanalisiert denkt und spricht.
    Deutschland hat fertig, fix und fertig. Bin gespannt wann/ob das die breite Masse irgendwann merkt.
    Daß das nicht nur auf Deutschland beschränkt bleibt, dafür sorgt diese EU-Kommission und deren Rat.

  4. Ich habe ein gewisses Verständnis dafür, dass Medien wie Freitag und NachDenkSeiten den Text „Die spezifische Reaktion Deutschlands auf den Krieg zwischen Israel und der Hamas und der deutsche Antisemitismus“ damals nicht publizierten – einem Thema, mit dem man sich fast ausschließlich in die Nesseln setzen kann (um Missverständnissen vorzubeugen: gut, richtig oder gar klug finde ich es deshalb trotzdem noch lange nicht). Denn das Klima (oder: der herrschende Zeitgeist) dazu hierzulande war und ist so beschaffen, dass es tatsächlich und gerade für kleinere Medien schnell gefährlich werden kann. Die Beschaffenheit dieser damit oft einhergehenden, aufwallenden „Pogromstimmung“ kann man u.a. auch im Kommentarbereich der Zeit unter diesem Artikel in Augenschein nehmen: https://www.zeit.de/gesellschaft/2026-02/vereinte-nationen-sonderberichterstatterin-meinungsfreiheit-deutschland
    -Aber vielleicht sind das dort ja auch alles nur Bots, Kommentierende sowohl als auch Applaudierende. „Schöne Spaltung haben Sie da in Ihrer Gesellschaft, Respekt; wie ist Ihnen das gelungen?“ (Sagt der Bischoff zum König: „Halt‘ Du sie arm, ich halt‘ sie dumm.“)…

    1. Die meisten sogenannten alternativen Medien, den Freitag und explizit die Nachdenkseiten, zähle ich ebenfalls dazu, haben auch schon lange vor Corona immer nur mit gebremstem Schaum berichtet.
      Die Welt kann man nur verändern indem man die herrschende Klasse mit ihrer Funktionselite, mit allen kapitalistischen Strukturen beseitigt.

  5. Die medialen Berührungsängste, oder auch Denkverbote, betreffend offen faschistoide Komponenten in Israels Palästina-Politik, haben – weltweit – einen Nebeneffekt: Niemals in den letzten 80 Jahren – also seit dem Ende der NSDAP – gab es in „westlichen“ Ländern so viele offen antisemitische Äußerungen, wie es aktuell der Fall ist.

  6. „Wir wollen bloß die Welt verändern“
    Tatsächlich? Aber dazu wohl nicht Eric Hobsbawm „Wie man die Welt verändert“ gelesen. Wäre bestimmt lehrreich.

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