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Der Staat beansprucht erweiterte Kontroll-, Zugriffs- und Sanktionsrechte
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Offener Brief an Farah Diba
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Versöhnen statt spalten
Ein leidenschaftlicher Essay über protestantischen Widerstandsgeist, politische Verantwortung und die vergessene Tradition der Versöhnung. Und ein Aufruf, mehr Demutkratie zu wagen! […]

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Humor ist ein scharfes Schwert
Ein stiller Krieg tobt in unseren Köpfen und Gesprächen – und mit dem Verstummen von Zweifel, Satire und Poesie steht mehr auf dem Spiel als […]

Revision der Weltordnung für den US-Imperialismus
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Spinnen die in Brüssel?
Über das Mercosur-Abkommen und EU-Handelspolitik. […]

Konsequent inhuman
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Ukraine oder Grönland?
Selenskij fordert Aufmerksamkeit ein, der ukrainische Verteidigungsminister verspricht monatlich russische Verluste von 50.000 Soldaten. Die Unterstützerstaaten schauen beharrlich hinweg, wie Männer in der Ukraine von […]



Geld ist etwas völlig abstraktes.
Schulden sind dem System immanent.
Die werden sowieso nie zurückgezahlt.
Kapitalistisch geprägtes Wirtschaften ist ein Nullsummenspiel.
Das scheint einem Großteil von euch immer noch nicht so recht verstanden zu haben.
Was auch der wohl Verfasser nicht verstanden hat und demzufolge auch nicht erklärt, ist, das die Regierenden, aber vor allem die herrschende Klasse sich bei diesem Szenario der Verschuldung, Umverteilung von unten nach oben und dem entsprechenden Absturz der Mittelklasse sich genau die Güter einverleibt, die immer ihren Wert behalten, nämlich die Produktionsstätten und vor allem den Grund und Boden.
Um dann, durch die Digitalisierung CBDC´s einzuführen und wir damit unter totaler Kontrolle der Privatwirtschaft wären.
So abstrakt ist Geld gar nicht. Es ist verausgabte, vergegenständlichte oder auch geronnene menschliche Arbeit.
Nö.
Schon LAAAAANGE nicht mehr!
Wo ist denn bitte die „geronnene menschliche Arbeit“ im Handel mit Derivaten, also Pferdewetten am Finanzmarkt? Und da gehen Billionen durch!
@niemand
Aber auch nur, wenn Sie wollen, dass es so ist, bzw. wenn Sie das, was man Ihnen über die Bedeutung des Geldes sagt, glauben oder annehmen.
Die letzte behauptete »Vergegenständlichung« dieses Glaubens, die fetischisierten Profan-Reliquien in Form von Scheinen & Münzen, werden durch CBDCs ersetzt werden. Der Sturz einer Währung war und ist schon immer möglich, doch so wird er – vor allem zum Nachteil des Individuums – noch einfacher.
Wenn alles Geld der Welt morgen plötzlich fort wäre, wäre dennoch alles, was der Mensch geschaffen hat, weiterhin vorhanden. Leider auch die Besitzverhältnisse, denn das ist ein anderer Glaube.
Hyperinflation ist tatsächlich so etwas, wie ein „gesamtgesellschaftlicher Abfall vom Glauben“ und die irrationale Sehnsucht nach diesem Glauben ist so stark, dass jegliches Vakuum schnellstens ersetzt wird. Alleine die Vorstellung, einen Geldschein zu nehmen und ihn zu zerreißen oder zu verbrennen, löst bei vielen Menschen eine heftige Reaktion aus.
Versuchen Sie es einmal, es ist erstaunlich befreiend und die Welt geht nicht unter 😉
++++++++
„nur, wenn Sie wollen, dass es so ist, bzw. wenn Sie das, was man Ihnen über die Bedeutung des Geldes sagt, glauben oder annehmen“
Wertkritisch haben Sie recht, aber gehe ich morgen zum Bäcker, oder stehe ich beim Bäcker in der Backstube, bleibt erstmal Geld als „meine geronnene Arbeit“ als Lohn bzw. als Tauschwert für die Brötchen an der Theke.
Wollte ich übermorgen selbst eine Bäckerei eröffnen und gehe zur Bank, so wird dem Bankangestellten allein meine Geschäftsidee nicht ausreichen, mir einen großen Geldbetrag auf mein Konto gutzuschreiben.. 😉
Gegen die ursprüngliche Idee, Geld als Werkzeug (als messbare Vorstellung von gerechtfertigten und beiderseitigen Verbindlichkeiten) einzusetzen, ist auch gar nichts einzuwenden. Aber der Gebrauch des Geldes als neutrales Werkzeug ist wahrscheinlich schon kurz nach seiner Einführung korrodiert, wobei die Fetischisierung zu einem Machthebel jenseits von Vertrauen und Verbindlichkeit dieses Werkzeug inzwischen vollkommen korrumpiert hat. Es muss also aus »weltkritischer« Sicht irgendwann weg.
Das Bild von »geronnener Arbeit« ist sehr gelungen, besonders wenn der Arbeitende nur noch einen mikroskopischen Teil der Produktion kennt und bearbeitet sowie das finale Produkt womöglich gar nicht kennt. Deswegen finde ich die Metapher »gefrorene oder portionierte Zeit« auch nicht schlecht.
Wenn ich mal einen Bäcker finde, der keine dieser Ketten ist und ich den Inhaber vor mir habe, werde ich mal versuchen, mir zwei Brötchen zu ertanzen (ich könnte auch singen, doch das wäre eher ein Überfall, mindestens Nötigung 😉).
Pro-Tipp:
Wenn sie vorhaben sollten, für eine Bäckerei von einer Bank einen Kredit zu bekommen, sagen Sie, Sie wollen gleich 10 Bäckereien eröffnen (Berlin, Köln, Frankfurt, Leipzig, Freiburg und einen Flag-Store in einer verschlafenen mittelgroßen Stadt, „Heimat“ und so) und sehen sich in 10 Jahren auf vier Kontinenten. Dabei streichen Sie Ihre fingierten Kontakte nach Singapur, Kuala Lumpur, Katar und die Emirate heraus, behaupten, Sie hätten eine KI gesteuerte Bedarfsberechnung & eine Lieferkettenoptimierung, die lokale Produktion nachhaltig integriert, wobei die Produktpalette neben im Einkauf billigen Proteinen & Superfood-Elementen auch Spaß und Tradition beinhaltet, dazu vegan, koscher und halāl ist. Und natürlich ist Ihre App fast fertig und könnte nächste Woche gelauncht werden. Einen brauchbaren Businessplan entwirft Ihnen jedes dahergelaufene LLM.
Ich würde eine Bank mit schwächelnden Quartalszahlen wählen, die sind immer sehr panisch proaktiv und verzweifelt innovationsgeil am unteren Ende der Nahrungskette.
Viel Glück!
Leider werden Sie vermutlich mit Ihrer Tanzeinlage eher unnötig Kalorien verbrennen, statt welche in Form von Brötchen zu gewinnen… es sei denn Sie waren einst ein recht guter B-Boy und haben noch zwei, drei Moves drauf und ihr Körper ist noch einigermaßen in Form.
Was Businessplan und Bäckereikette anbelangt, so muß ich gestehen das ich subproletarischer Herkunft bin, daher stets nur durch Verausgabung von Nerv, Hirn und Muskel an Geld kam. Auch ein guter Anzug und hastig eingeübte Gesten und Auftreten hätten niemals genügt, glaubhaft bei der Bank zu erscheinen 😉
Mir gefällt Ihre Art zu schreiben!
Autor: „Bei der Geldschöpfung werden Geld und Schulden gleichzeitig in gleicher Höhe erzeugt und verbucht …“
Und nach vollständiger Rückzahlung „werden Geld und Schulden gleichzeitig in gleicher Höhe“ beerdigt und verbucht, sodass es vollständig verschwunden ist. Oder sehe ich das falsch? Lediglich die Zinsen verbleiben bei der Bank.
Bei Staatsschulden kommt es doch wohl darauf an wo der Staat sich verschuldet. Verschuldet er sich bei den eigenen Bürgern, dienen die dann auch gleichzeitig als Bürgen. Eine Schuldenfalle ist somit ausgeschlossen. Anders sieht es aus verschuldet sich der Staat beim globalen Kapitalmarkt, dann ist er diesem hilflos ausgeliefert und er kann von diesem an der Nase geführt werden (Beispiele sind viele Kapital-schwache Länder des globalen Südens, aber auch Griechenland und ehemals reiche Länder wie Argentinien).
Privat/Geschäftsbanken müssen bei Staatsbanken Sicherheiten hinterlegen. Natürlich weicht dieses immer weiter auf.
Witzig finde ich wie hier auf KI verwiesen wird, als Hort der alleswissenden (Müllhalde (Fraggles)).
Lieber nicht zu voreilig Tiefpunkte ausrufen da ist noch Luft nach unten.
Es gab (oder gibt) einen relativ hohen Zinsanteil in den Preisen und Steuern. Es muss ein Kapitalzinsverbot geben. Bei den anderen Zinsen (z. B. Mietzinsen) sollten die Gewinne sehr niedrig sein. Die Inflationsrate sollte im Durchschnitt bei Null liegen. Banken können u. a. durch Aktiengewinne finanziert werden. Der durchschnittliche Mietpreis war (oder ist) wegen der Spekulation höher als nötig.
Bitte klicke auf „Lebensreformer“.
Die Schuldenfalle schlägt spätestens dann zu, wenn das BIP in die Knie geht.
Dann wird bei jeder Umschuldung ein höherer Zins verlangt.
Die Schuldenfalle von Staaten erinnert an Krimiserien, in denen ein Mensch in eine Situation geraten ist, aus der er sich nur retten kann, wenn er sich bei einem Kredit-Hai Geld borgt. In diesem Fall werden Zinsen – und zwar Wucherzinsen – nicht nach einem Jahr fällig sondern nach einer Woche.
Der Schuldner ist dann ewig damit beschäftigt die Zinsen zu bezahlen ohne Aussicht je die ganze Schuld abzuzahlen, oder ihm wird vom Kredit-Hai gedroht beide Arme oder Beine zu brechen, wenn er nicht zahlt.
Aus so einer Situation glauben viele sich nur dadurch retten zu können, wenn sie sich das Geld durch ein Verbrechen beschaffen.
Staaten in der Schuldenfalle haben ähnliche Probleme.
Na, jetzt warte ich mal ab, ob der Herr Kenius nicht mal einen Artikel schreibt, in dem er behauptet, daß durch die Verschuldung die Inflation angeheizt wird.
Die Inflation wird durch die Vermehrung der Geldmenge „angeheizt“ und die Geldmenge wird durch Kredite gleichzeitig mit den Schulden vermehrt, bis die Schulden zurückgezahlt werden. Letzteres geschieht aber viel langsamer als die Aufnahme neuer Schulden. Alles hat mit allem zu tun, es kommt darauf an, dass man die mathematisch feststehenden Mechanismen erkennt. Viele wollen das nicht oder es ist ihnen zu abstrakt.
Mein Anliegen ist es, nicht Schuldige zu finden, sondern über die Axiome des Systems die funktionalen Zusammenhänge leicht verständlich und in begrenztem Umfang darzustellen.
Geliefert, wie bestellt.
Und das Tempo war atemberaubend.
Kenius schrieb erst:
„Für viele ist die Rückzahlung plus Zinsen unmöglich, weil das Geld, das im System insgesamt zur Verfügung steht, nicht für das Zinsaufkommen reicht. Jeder spürt das daran, dass sich eine allgemeine Geldknappheit ausbreitet.“
Und dann:
„Die Inflation wird durch die Vermehrung der Geldmenge „angeheizt“ und die Geldmenge wird durch Kredite gleichzeitig mit den Schulden vermehrt, bis die Schulden zurückgezahlt werden.“
Vielen Dank. Überlegte schon länger, ob ich mich mit ihren häufig etwas wirr erscheinenden ökonomischen Ausführungen näher beschäftigen soll.
Wenn das Bild eine Schuldenfalle symbolisieren soll, dann fehlt aber der Köder!
Was müßte in dem kleinen Loch in dem Auslösebrettchen symbolisch als Köder
für die deutschen Schulden stecken? Ich würde auf den Namen Blackrock tippen.
Immerhin ist es aber eine Totschlagfalle 😉
Nein, das Köder ist Geld, das man aber nicht sehen kann, weil es digital übermittelt wird. Insofern ist das Bild korrekt. Dank an Florian Rötzer.
Das stimmt. Staatsanleihen kaufen überwiegend vorsichtige Anleger und wenn die auch nur die geringste Gefahr sehen, dass die Papiere nicht mehr bedient werden, wollen sie mehr Zins. So ab 100 Prozent des BIP kommt dieser Gedanke auf.
Diese Marke hat als erster Staat Japan erreicht. Sie hatten in den 80-ern Unsummen in KI gesteckt, ohne nennenswerte Erfolge zu erzielen. Zurück blieb dieses Finanzloch. Aber im Gegensatz zu uns, handeln die Japaner das sehr elegant. Die Zentralbank BOJ kauft diese Papiere mit gedrucktem Geld. Da liegen sie nun und alle wissen, dass sie nie zurück gezahlt werden. Die Zinsen bekommt der Staat auf diese Weise wieder zurück. Keine Inflation, kein Außenwertverlust. Aber irgendwelche Eleganz ist von den Deutschen nicht zu erwarten, mit ihrer pathologischen Inflationsangst. Sie machen die EZB-Politik.
Werden nun die Kredite in Wohnungen investiert, dann werfen die über Jahrzehnte Mieten ab und sorgen für Konjunktur. Was die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass der Kredit bedient werden kann. Auch Bildung wirkt so, denn der gebildete Mensch wird mehr BIP erwirtschaften als der nicht gebildete. Aber jetzt investiert man in Panzer. Die bringen gar nichts.
Vielleicht, wenn sie in fremden Ländern Beute machen? Wird aber nichts. Blick auf die Ukraine: die machen garantiert keine Beute.
Herr Kenius nimmt sich ein zweifellos sehr wichtiges Thema vor, doch kommt es mir so vor, als ob er letztlich doch etwas zögerlich ist und gerade dort nicht den Blick in die Zukunft wagt, wo er angebracht wäre …
Es gibt so einige Worte, die nicht nur er meidet, obwohl sie als Elefant im Raum stehen … Währungsreform ist eines davon.
Was außerdem oft vergessen wird: Die Schulden des Einen sind das Guthaben des anderen … !
—
Erstaunlicherweise geht Kenius mit keinem Wort (oder habe ich etwas überlesen?) auf den spektakulären Höhenflug von Gold und Silber ein, obwohl dieser Anstieg unbedingt Beachtung verdient.
Gold steht kurz vor 5000 $ / Unze (nur noch 25 $ fehlen daran) und Silber steht bei 100 $.
https://www.goldpreis.de/goldpreisentwicklung/
Dazu ein Zitat von Claus Vogt:
„Glauben Sie nicht, dass der Goldpreis durch die Decke gehen wird und große politische und gesellschaftliche Umwälzungen ausbleiben. Beides geht vermutlich Hand in Hand.“
Die Leute trauen den Fiatwährungen nicht mehr … selbst die Notenbanken tun das nicht mehr (…)
Gewiss kommen noch andere Gründe hinzu.
Ernsthaft? Betriebswirtschaft, Volkswirtschaft, Konsum, Investition, Staatskredite … alles irgendwie das Gleiche? Und an Zinsen „denkt keiner“?
Das geht ja nicht mal als Kapitalismuskritik durch, das ist ja höchstens Kapitalismusignoranz.
Meinen Sie meinen Artikel oder von was reden Sie?
@Rob Kenius
Sehr geehrter Herr Kenius,
bei dem Publikum sollten Sie lieber Kochrezepte schreiben.
Ihnen empfehle ich mal das hier
https://www.youtube.com/watch?v=npqqyHRsLm8&list=WL&index=179
Dass sich der Staat auch stets versucht, über die Inflation zu entschulden, das dürfte hinlänglich bekannt sein. Und das war in der Historie auch niemals anders. Die Zentralbanken zwingen mit ihrer Geldpolitik die Anleger und Sparer dazu, sich mit negativen Realzinsen abfinden zu müssen. Daher auch der Begriff „Finanzielle Repression“.
Die EZB ist der Monopolist der Geldproduktion. Sie kann jede gewünschte Geldmenge schaffen und in Umlauf bringen. Wenn Inflation, auch höhere Inflation, politisch gewollt ist, so wird die Zentralbank versuchen, diesen Wunsch zu erfüllen. Der Begriff der Kerninflation ist nur eine Nebelbank, die den o.g. Sachverhalt ein Stück weit verschleiern soll.
So erklärte der ehemalige Chefvolkswirt der Europäischen Zentralbank (EZB), Peter Praet (2012 bis 2019), den geldpolitischen Kurs der EZB recht, recht trefflich:
„Wenn man nur genug Geld druckt, dann bekommt man immer Inflation. Immer!“
Damit dürfte wohl für jedermann klar erkennbar sein, welches Ziel die momentan die an den maßgeblichen Schaltstellen agierenden EZB-Fürsten verfolgen, denn die haben offenbar nur einen einzigen Plan: Die Politik des massiven Gelddruckens so lange wie möglich fortzusetzen.
Und dass der inflationäre Effekt, den wir besonders stark in den letzten Jahren hauptsächlich bei den Vermögenspreisen wie Anleihen, Aktien, Immobilien, Kunstgegenständen, usw., beobachten konnten, nun auch in andere Bereiche überschwappt, sprich steigende Lebensmittel- und Spritpreise, steigende Wohnungsmieten und Energiekosten, etc., das dürfte auf der Hand liegen. Man muss eben nur genug Geld drucken, sprich den geldpolitischen Wahn auf die Spitze treiben. Es mehren sich die Anzeichen, dass eben auch die im üblichen Sprachgebrauch gängige Inflation für Güterpreise mittlerweile nicht mehr nur virulent erscheint.
Ein Schuldner, der zwar Schulden machen darf, der aber anschließend nicht zur Leistung zu zwingen ist, der muß und wird das Preisniveau inflationieren. Daher kann es in einer freien Wirtschaft immer nur eine Inflationsquelle geben:
Mr. Staat!!
Scheinbar ist die Inflation wohl die einzige finanzpolitische Notwendigkeit in einer Welt, die förmlich in Schulden ertrinkt. Und die Inflation erscheint als die einzige Möglichkeit, die relative Last dieser immensen Schulden zu lindern, ohne Massenkreditausfälle zu verursachen. Aber die Schulden des einen sind eben nun auch die Ersparnisse des anderen.
Whatever it takes ;-))
@Cajus
Ergänzen möchte ich, dass die Vermögenspreisblase ein sehr starkes Indiz für die neoliberale Umverteilung von unten nach oben ist.
Dem „automatischen Überschwappen“ aber muss ich widersprechen: ich bin davon überzeugt, dass ein derartiger Automatismus nicht existiert!
Der Kaufkraftverlust in der Breite ist das Ergebnis von Preissteigerungen infolge von Knappheiten (Verzicht auf billiges russ. Öl & Gas), was sich zwingend als Verteuerung von praktisch ALLEM auswirkte.
Ohne dieses Ereignis hätte es schon sehr kräftiger und breiter Lohnerhöhungen bedurft, um die Preise zu inflationieren.
Hab´ne Idee wie man mühelos die Schuldenfalle knacken könnte. Das in USA gelagerte Gold wird an die ‚US versilbert, Hurra, 😉
Zwei Fliegen mit einer Klappe. Das Gold sehen wir sowieso nie wieder, das steht nur in der Bilanz, ist wahrscheinlich schon im Besitz der Mafia, 😉
Aber wir sind ein Teil der Schulden los. 😉
Nun müssen wir sobald als möglich die Dollars zu einem gutem Kurs wieder loswerden. Wir könnten mit den Dollars z.B. bestimmten Staaten eine Infrastruktur verpassen, die auch den Namen verdient, So machst z.B. China.
Alles kein Problem, Bei den vielen Nullen in Berlin holen wir jetzt Peter Zwegat und der räumt mal kräftig auf………
Das stimmt so nicht. Für das System hat es oberste Priorität, dass die Schuldner rückzahlungsfähig bleiben. Deshalb brauchen wir die Inflation. (Die durch ständige Erhöhung der Geldmenge gesichert ist.) Deflation würde die Rückzahlung erschweren, Kredite würden platzen und das System gefährden.
Hier herrscht eine Menge Unwissen über unser Geldsystem. Ich empfehle daher zum Einstieg „Helmut Creutz: Das Geldsyndrom“ und „Thomas Piketty: Das Kapital im 20-zigsten Jahrhundert“.
Folgende Grundsätze schon jetzt und hier:
1. Der Zins fliesst immer vom Schuldner zum Gläubiger.
2. Guthaben und Schulden wachsen gleichermassen exponentiell an.
3. Das Kapital neigt systemimmanent zur Konzentration und führt damit zu einer Umverteilung von arm nach reich.
4. Da der Grenznutzen des Kapitals mit zunehmenden Kapital sinkt (Gossen’sches Gesetz) muss Kapital vernichtet werden, damit die Rendite wieder steigen kann. Krieg ist dafür die effektivste Methode.
Zur konkreten Situation: Die USA sond mit 38 Billionen Dollar verschuldetnund konnten bishernihr ständiges Aussenhandelsdefizit und ihre 800 Militärbasen weltweit nur finanzieren, weil Öl in Dollar gehandelt wurde. Die Saidies haben den Vertrag nun nach 50 Jahren auslaufen lassen. Deswegen können die Amerikaner bald nicht mehr mit selbstgedruckten Dollars einkaufen. China hat seine Dollarreserven halbiert und sich damit überall in der Welt eingekauft.
China hat ein Abrechnungssystem geschaffen, das dem amerikanischen SWIFT-System Konkurrenz macht. Die Zahl der BRICSStaaten wächst.
Es ist abzusehen, dass der Dollar an Wert verliert. Das macht verständlich dass die Yankees versuchen, sich vor dem Rückzug auf die westliche Hemisphäre noch soviele Rohstoffquellen, wie möglich unter den Nagel zu reissen.
Der eirtschaftluche Niedergang wird vermutlich bon immensen inneren Spannungen begleitet werden. Die USA sind meiner Meinung nach angezählt und wir können nur hoffen, dass bis zur Etablierung einer multipolsren Weltornung der Ex-Hegemon nicht amok läuft.
Alles Rischtisch… 👍 💪