Iran lehnt Gesprächsangebot von Trump ab

Der US-Vorschlag sei "losgelöst von der Realität des Scheiterns der USA auf dem Schlachtfeld". Waffenstillstand gebe es nur unter der Annahme der iranischen Bedingungen. Angedroht wird bei weiterer Eskalation, insbesondere wenn Bodentruppen auf iranischen Inseln eingesetzt werden sollten, die Schließung der Bab al-Mandab-Straße.

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47 Kommentare

  1. Das passierte in der West-Bank (Dienstag den 24.03.2026):
    Es werden fünf freigelassene Gefangene vom Militär wieder mitgenommen (Sameh Shubaki, Saed Al-Fayed, Saeed Diab, Ibrahim Atiya, and Hadi Jaddoua). Und später wieder freigelassen. Das Militär hat in Dura, westlich von Hebron, einen freigelassenen Gefangenen geschlagen und dieser wurde danach mit Blutergüssen in das Krankenhaus gebracht (Osama Shaheen).
    Nachdem man sie verfolgt und ihre Kraftfahrzeuge zerstört hat, wurden mehrere Palästinenser mitgenommen (Siedler und/oder Militär, Masafer Yatta, südlich von Hebron). Die Siedler zünden das Haus eines Palästinensers an und sprühen rassistische Sprüche an die Wände.
    Die Siedler haben die Al-Maleh Schule im Jordan-Valley angegriffen und in der Schule erheblichen Schaden angerichtet und die Wasser- und Stromversorgung zerstört [1].
    Es wurde eine Familie aus Khirbet al-Marajem, südöstlich von Nablus vertrieben indem man ihr Zuhause zerstört hat. Das Militar hat in Kafr Haris, nördlich von Salfit dutzende von Olivenbäume zerstört. Das Militär zerstört in Beit Awwa, westlich von Hebron, u.a. hunderte von Olivenbäume und Ladengeschäfte. Das Militär verhaftet in Al-Mughayyir, östlich von Ramallah, den Bürgermeister und einige Arbeiter die mit Strassenarbeiten an der zuführenden Strasse beschäftigt sind. Das Militär zerstört eine Gedenkstätte der Palästinenser im Shuafat-Flüchtlingslager
    Das Militär begibt sich nördlich von Jerusalem nach: Al-Ram und Qalandiya und befindet sich noch in Kafr Aqab. Das Militär wirft in Jenin mit Tränengas auf die Palästinenser.
    Die Siedler verbrennen östlich von Beit Furik, östlich von Nablus eine landwirtschaftliche Hütte. In Nahalin, westlich von Betlehem werden fünf Palästinenser von Siedlern überfahren oder angefahren. Einer wurde in ein Krankenhaus gebracht.
    Aufgrund von Siedlerangriffen verlassen die Palästinenser ihr Zuhause in Khirbat Al-Miftah, in Samu’, südlich von Hebron. Das Militär begibt sich nach Al-Mughayir in Ramallah. Das Militär hat in Hebron einem Jungen an einem der Eid al-Fitr Feiertage sein Fahrrad gestohlen.

    Das passierte u.a. in Gaza:
    Es werden die östlichen Gegenden des Al-Bureij-Flüchtlingslagers beschossen. Der Müll häuft sich in improvisierten Müllbergen. Es sind nach Angaben aus dem Gesundheitsministerium 1.400 Patienten beim Warten auf die Ausreise gestorben.
    Das Militär schiesst in der Al-Falouja Gegend in Jabalia, Gaza-Nord, und es gibt drei Verletzte.
    Das Militär schiesst in Al-Mawasi (Flüchtlingslager mit Zelten), Gaza-Süd, und ein Kind stirbt an einer Kugel die in das Zelt gelangt [2]. Das Militär beschiesst das Al-Tuffah Viertel, östlich gelegen in Gaza-Stadt (evtl. Zerstörung von Wohngebäuden). Das Militär schiesst in Jabalia (Al-Falouja) und verletzt drei Palästinenser. Es wurden vierzig Tonnen abgelaufenes Huhn reingelassen. Das Fleisch stinkt. Die Menschen haben z.T. seit Monaten kein frisches Fleisch mehr gegessen.
    „Wir haben monatelang auf Tiefkühlkost gewartet und auf sichere Lebensmittel gehofft, doch heute ist all das vor unseren Augen zunichte gemacht worden. Krankheiten, Krebs, Infektionen […]. Das ist eine eklatante Missachtung unseres Lebens, ohne Rücksicht auf uns oder unsere Kinder, ohne jedes Gewissen.“ [3]

    Über den Völkermord sprechen. Jede Stimme zählt. [4]
    Mitmachen bei der Einforderung der Menschenrechte für Palästina.
    https://eci.ec.europa.eu/055/public/?lg=de

    [1] siehe Antwort.
    [2] Gestorben ist Khaled Sayf al-Din Sulayman Arad, 13.
    [3] (11/2025), (03/12/2024). Verpackt: 05.12.2024 Haltbar bis: 04.12.2025. Es warten viertausend Krebspatienten auf ihre Ausreise und auf ihre Behandlung.
    [4] Der Bericht „Folter und Völkermord“ ist verfügbar. https://www.ohchr.org/en/documents/country-reports/ahrc6171-torture-and-genocide-report-special-rapporteur-situation-human

    1. [1] Die Al-Maleh Schule besteht aus vier Klassenräumen. Es wurde versucht vor einigen Jahren ein weiteres Klassenzimmer und eine Schulklinik an die Schule anzubauen die 2019 errichtet wurde. Das Militär hat den Anbau zerstört bzw. Klinikausrüstung einbehalten. In den Gegenden sind Beduinen und das Militär zerstört die Schul- und Vorschuleinrichtungen. Anstatt fünfundzwanzig Kilometer zur nächsten Schule zu fahren findet der Unterricht momentan Remote statt. Es ist geplant die Schule mit Studenten aus der Gegend und dem Jordan-Valley zu betreiben. Es sind schon zweiundvierzig Schulen zerstört worden. Auf dem Bild sieht man die Schüler die für ihre Schule demonstrieren. Erst- bis Drittklässler evtl. mit Vätern im Jahr 2021.
      https://ibb.co/V0QDfSGj

  2. Der Iran reagiert so, wie jemand reagiert, der zu oft belogen wurde, dem Gegner kein Wort mehr glauben kann und die Schnauze gestrichen voll hat. Kann man verstehen.

    1. Vor allem reagiert der Iran wie jemand, über dessen Kopf hinweg gerade ein fauler „Deal“ eingefädelt werden soll. Trump behauptet ja, er würde „mit dem neuen Führer des Iran verhandeln“. Im Iran aber weiß niemand, wer das sein soll? Das offizielle Führungspersonal jedenfalls hat keinerlei „Verhandlungen“ am laufen. Man spricht deshalb von „Selbstgesprächen“ der USA. Vielleicht mit Pahlavi? Und Israel ist daran überhaupt nicht beteiligt, was aber zwingend nötig wäre, um den Krieg, den ja Israel initiiert und begonnen hat, zu beenden.

      https://anti-spiegel.ru/2026/mit-wem-verhandeln-die-usa-ueber-einen-waffenstillstand/

  3. Ich habe da mal eine Frage zu dem Punkt 12. Alle Sanktionen werden aufgehoben.

    M.W. gibt es da einerseits Sanktionen der USA, die diese nach ihrem Austritt aus dem JCPOA verhängt haben, und die aber nicht dasselbe sind wie die „Snapback-Sanktionen“ der europäischen Vertragspartner. Spricht er jetzt auch für die in seinem überaus großzügigen Kapitulationsangebot?
    Und was ist mit Israel? Wie sieht deren „Friedensangebot“ aus?

    Aber im Ernst: was für eine lächerliche Farce, die lediglich dazu dient, die Zeit bis zum Eintreffen der Spezialkräfte für die Boots on the Ground (oder welch großartigen anderen Plan das stabile Genie haben mag) zu überbrücken.

  4. Iran ist mit allen Forderungen im Recht, man sieht ja am Verhalten Israels was hinter Trumps Lügen steckt.
    Es würde mich freuen, wenn der Iran einen Weg finden würde, die Welt gegen die 2 übelsten Terrorstaaten der Moderne zusammenzubringen.

  5. Man sollte anfügen, dass Israel im Südlibanon die Gaza Strategie anwendet. Alle Brücken des Litanai gesprengt, alle Bewohner vertrieben. Alle Häuser werden dem Erdboden gleich gemacht. Die Flucht Aufforderung ist nördlich des Zahrani Flusses, der kommt als nächstes dran.

    Man hat allerdings vorher unmissverständlich dem Libanon gedroht, entweder hört der Beschuss durch die Hisbollah auf, oder der Libanon wird wie Gaza aussehen. Der Libanon hat eine Vorgeschichte seit 1948, mit mehreren Kriegen mit Israel. Die Hosbollah will halt bis zum letzten Märtyrer Jihad, es wird ihr zuteil werden.

    Es wird leider so enden wie in Gaza. Die Schiiten in Flüchtlingslager gepercht, wo sie am Rand oder unter dem Existenz Minimum dahin vegetieren, jeder Aufruhr hat Bombardierung mit vielen Toten zur Folge. Im Westjordanland eskaliert die Gewalt auch. Wenn die 400.000 Reservisten Beirut „gesäubert“ haben, kann man Richtung Teheran marschieren. Erez Israel reichte mal bis zum Euphrat.

    Derweil drohen die Iraner, Bahrain und die Emirate zu besetzen, während die Saudis die Amerikaner gegen den Iran drängen, um „der Schlange den Kopf abschlagen“. US Centcom hat wohl rund 50.000 Soldaten bereits in der Gegend, weitere folgen.

    Update: Die Iraner warnen vor Besetzung einer Insel. USA kündigen harte Schläge an.

    Die nächsten Wochen werden zeigen, was an allen dran ist.

    1. Nun meines Wissens, hält Israel seit Jahrzehnten Territorien seiner Nachbarstaaten besetzt. Damit ist jeglicher Widerstand gegen diesen Aggressor legitim. Wer nun die Besetzten auffordert, den Widerstand gegen den Aggressor einzustellen, lebt wohl in einer merkwürdigen Blase.

  6. Der Iran lehnt nicht ab, sondern weiß, daß das alles hohles Gerede ist, um von einer kommenden Bodeninvasion/Kriegseskalastion abzulenken und die Schuld für die dann „nötige“ Bodeninvasion o.ä. den Iranern zuzuschieben. Denn sie haben ja die deeskalierenden Verhandlungen abgelehnt. Die USA muss ja Bodentruppen reinschicken bzw. den Krieg eskalieren, weil die pösen, pösen Iraner nicht zu Friedensverhandlungen bereit sind. So jedenfalls läuft gerade das Framing in den (auch deutschen) Medien und US-Denkfabriken.
    Das ist eigtlich Kriegspropaganda für blutige Anfänger und leicht zu durchschauen, aber sie werden trotzdem damit durchkommen, weil sämtliche relevanten Medien dieses Spiel bereitwillig und wissentlich mitspielen.

    1. @andreas: Mal sehen was das US Amerikanische Volk sagt, wenn da bald ein paar tausend
      US Soldaten drauf gehen. Der Iran hat sich seit gut 40 Jahren auf diese Situation vorbereitet.
      Das Erscheinen der Hyperschallraketen hat doch eigentlich reichen müssen, um zu begreifen,
      dass der Iran noch Überraschungen parat hält.

  7. Mal eine alternative Interpretation zur momentan verbreiteten Ansicht „Trump hat sich verkalkuliert“:

    Folgende Ausgangsituation:
    – China im extremen wirtschaftlichen Aufstieg
    – die Vormacht des US$ wankt immer mehr und gleichzeigt riesiger Schuldenberg der USA
    – Industrieproduktion seit Jahrzehnten rückläufig
    – militärische Überlegenheit nicht mehr wie früher gegeben

    Was also an Optionen für die USA?
    In der Globalisierung gibt es für die USA als Volkswirtschaft im Wettkampf mit China nichts mehr zu holen.
    Der Petrodollar gerät immer mehr unter Druck weil neben Ländern wie Russland und Iran auch andere Länder gerade auch im Nahen Osten inzwischen Öl gegen andere Währungen verkaufen.
    Wenn also die „Partner“ im Nahen Osten stückweise die „Schutzgeldzahlungen“ – Verkauf nur gegen Dollar – einstellen, was wären die Alternativen für die USA?
    Wie würde sich ein totaler Flächenbrand im Nahen Osten auswirken? Wenn sich der Iran und der Rest der Golfstaaten gegenseitig die gesamten Forderanlagen zerstören und darauf ein großer Teile der weltweiten fossilen Energiekapazitäten nicht über Wochen, nicht Monate sondern viele Jahre ausfallen? Was wären die Folgen?
    Klar erstmal einen globale Wirtschaftskrise, aber danach?
    USA sind Exporteur von Öl und Gas. Ihr Anteil am Weltmarkt steigt drastisch. Damit wird der US$ wieder deutlich gestärkt (was übrigens jetzt schon der Fall ist). China verliert 2/3 seiner Energielieferungen, ob Russland das komplett kompensieren kann ist fraglich. Vor allem nicht so kurzfristig. China wird also geschwächt.
    Und Europa wir in die totalen Energieabhängigkeit gezwungen und kann damit als wirtschaftlicher Konkurrent ausgeschaltet und als Vasallen nun bis auf den letzten Tropfen ausgesaugt werden.
    Trump hat immer wieder klargemacht, dass er keine Globalist ist, sondern er wenn nötig auch durch Protektionsmus die US-Wirtschaft wieder industrialisieren will.
    Also, was wenn die katastrophale Weltwirtschaftskrise von der Trump-Administration bereits mit eingeplant und man sie als Katarsis sieht, aus der man hofft wieder gestärkt und vorallem stärker als China hervor zu gehen?
    Vielleicht gibt es noch ein gewaltige Inflation, dann wäre man auch noch den US-Schuldenberg los?
    Für Europa, wäre die Szenario natürlich der Megagau. Ein Morgentauplan auf Steroiden. Für ganz Europa.

    1. Das Problem in Europa ist selbst auferlegt. Pipelines Richtung Osten liegen still. Fossiles aus dem Osten wird nicht gekauft. Windkraft Merkels Atempause. Solarboom abgewürgt. Wasserkraft aus ökologischen Fundamentalismus verringert. Elektroautos verpennt. SUV Boom mit extremen Verbrauch. Öffentlicher Verkehr ruiniert. Bahn nicht elektrifiziert. Strassenbahnen abgebaut. Marktfetisch verhindert Notreserven. Die Türkei hat die Gasspeicher voll, Gas war im Winter billig, 25 statt nun 60. Die Türkei wird mehr in Russland kaufen. Man hört hier halt auf den Komiker, der befiehlt, keinen Cent für den Osten. Das kommt nicht von den USA. Die kaufen auch in Russland, wenn die Kasse stimmt.

      1. @Zyniker: Es ist die Komikerin in Brüssel die sich zur Kaiserin von Europa gekront
        hat. Ich würde doch endlich einmal wissen wollen, wer die bezahlt.

        1. Die CDU mit VonDerLayen, Merkel, Kohl als bezahlte Handlanger ? Vielleicht mit implantiertem Gehirnchip ? Gesteuert von der Reichsflugscheibe aus Neuschwabenland ? – Sorry, das ist Geschwurbel.

          Reinhard Mey, das Narrenschiff:
          „Am Horizont wetterleuchten die Zeichen der Zeit:
          Niedertracht und Raffsucht und Eitelkeit
          Auf der Brücke tummeln sich Tölpel und Einfaltspinsel“

          Der Mann hat Durchblick.

          Alter Spottvers: Hast Du einen unfähigen Opa, schick ihn nach Europa. Versorgungsposten für Unfähige.

          Wegen der Staatsanwaltschaft keine näheren Erläuterungen.

    2. Was Du übersiehst: China hat einen Nettoimportbedarf von 11mb/d, wovon bislang ca 5mb/d aus dem Golf kamen, davon 1,3mb/d aus Iran, die immer noch kommen (kann sein, dass auch Oman noch liefert, aber im 0,xmb/d-Bereich, ebenso vielleicht KSA aus dem Roten Meer in gleicher Grössenordnung). Ferner kommen ca 2,5mb/d aus Russland und etwas weniger aus Zentralasien. 1mb/d aus Venezuela waren bereits weggefallen, wurden aber durch Lieferungen v.a. aus Afrika ersetzt. Wir reden also von einer Lücke von 4, oder wenn Iran ausfällt, 5mb/d. Dabei reichen die chinesischen Reserven von 16Mrd Barrel für mind. 135 Tage, wenn der Gesamtimport substituiert werden müsste, also für ein knappes Jahr, bei Fortbestand der Lieferungen wie oben, und ohne weitere aus den übrigen Regionen. Der Preisanstieg ist natürlich problematisch. Aber China hat Erfahrung im Steuern wirtschaftlicher Klippen.

      Aber das Problem gilt noch mehr für die USA. Die sind zwar Nettoexporteur von Öl von ca. 2mb/d, haben aber den sportlichen Eigenverbrauch von über 20mb/d. Da hauen die Preiserhöhungen voll rein, die USA sind keine Planwirtschaft und können den Energiekonzernen keine Preise vorschreiben, wohingegen die chinesische Energiewirtschaft unter Regie der Makrokontrolle steht. Das trifft in den USA vor allem Landwirte, die auch mit Dünger Probleme kriegen, und Menschen im ländlichen Raum. Pendler usw., kurz, MAGA-Wähler. Sieht aus, als hätte sich der Donald ins Knie geschossen.

      Europa, klar. Hat es verdient.

      1. China dürfte den Bedarf durch Umstellung auf Elektrofahrzeuge zügig senken können. Die Produktion lässt sich binnen eines Jahres notfalls auf das dreifache hochfahren. Unter Umständen Exportverbot.

        Ein weiterer Anstieg der Treibstoff Preise dürfte für grosse Verbrenner Verkäufe fatal sein, sprich deutsche Hersteller. In vielen Ländern ist Strom billig, um 15 ct/kwh, da fährt ein Tesla3 mit 20 kwh/100 km für 3€/100 km. Wenn der Liter Diesel nun im Ausland auf 2€ geht, kostet der SUV bei 10 l/100 km dann 20€/100 km. Verbrennerverkäufe dürften in Kürze weitgehend tot sein. Nur irrationale Autofetischisten stört das nicht

        Die USA können notfalls Exportverbote verhängen und die Inlands Preise deckeln. Das kann ganz fix gehen.

      2. Die Frage wäre ob die USA besser eine extreme Weltwirstschaftskrise mit extrem gestiegenen Transportkosten als China?
        China sehr auf Export ausgericht und USA mit Außenhandelsdefizit?
        Was den Preis an den Zapfsäulen in den USA angeht, ist das ein valider Punkt. Die Frage ist nur, wie sehr sich Trump um die Wähler noch schert?
        Natürlich kann man den Angriff auf den Iran auch mit Dummheit und Selbstüberschätzung erklären, aber man sollte halt auch andere mögliche Option nicht perse ausschließen.

    1. Aber natürlich hat Trump einen Plan – der Plan ist sich selbst die Taschen weiter voll zu stopfen (und der geht bisher auf). Aus Sicht der MAGA-Fraktion wird alles was am Ende (bzw. hinten) rauskommt von vornherein der Plan des selbst-erklärten stabilen Genies gewesen sein, unabhängig davon, ob und was nun Donald geplant hatte (außer eben sich und seines gleichen weiter die Taschen vollzustopfen) und ob etwaige Pläne (vom Verkünder von „Person, Woman, Man, Camera, TV“) irgendetwas mit dem dann gewesenen (bzw. geschehenen) zu tun hatte oder nicht. Mit dem richtigen Framing (und genügend Selbst-Belügung) wird man das dann immer so drehen können, dass es ohne Donald viel schlimmer gewesen wäre, egal ob das nun irgendwas mit einer Realität zu tun haben würde (oder nur alternative Fakten wären).

      1. Der Plan wird wohl von Trumps Schwiegersohn Kushner sein. Der wird auch das Insiderwissen
        genutz haben, um sich vor und nach Trumps Angriffsverzögerung gegen die Kraftwerke,
        an der Börse die Taschen voll gestopft zu haben.

    1. Gut möglich, dass sogar eine totale Zerstörung des Nahen Osten als Lieferant fossiler Energie für das nächste Jahrzehnt mit eingeplant ist. Die Rechnung ist vielleicht: Bevor der Nahe Osten beginnt sein Öl in Yuan zu verkaufen, ist es besser, wenn sie gar nichts mehr verkaufen. Siehe meinem Kommentar von oben. Die dadurch folgende Weltwirtschaftskrise, wäre dann auch bereits eingeplant und sogar als Ziel, um danach als weitgehend energieautarkes Land am Ende besser dazustehen als China und Europa. Die Hauptkonkurrenten.

    2. Naja, ich finde, Craig ist da wieder mal übers Ziel hinausgeschossen. Er unterschätzt vermutlich die Resilienz des Iran, und überschätzt die Trumps und der US-Arsenale. Schon jetzt ist ein erheblicher Teil der Tomahawk und JASSM verschossen, von THAAD und Patriot PAC-2/3 gar nicht gesprochen.
      Über das iranische Potenzial kann man nur spekulieren, aber einiges spricht dafur, dass sie derzeit mehr Drohnen herstellen als verschiessen, und vermutlich auch etliche Raketen. Und eine Bodenoperation .. nunja.

      Vielleicht hat er ja auch Recht, und die grossmächtigen USA und Israel vernichten „das Mullahregime“. Man wird sehen.

      Aber Trump als genialer Stratege .. my ass

  8. „Klar ist, dass US-Präsident Trump möglichst schnell mit irgendeinem Deal den von ihm und Netanjahu begonnenen Krieg beenden will.“

    Woher kommt denn diese Annahme?
    Seit über einem Jahr wird behauptet, dass Trump beabsichtigen würde den Ukrainekrieg zu beenden.
    Wann lernt ihr einmal, dass es einen Unterschied gibt, bei allem was Trump sagt und was er tut?

    1. Eben. Der Krieg soll weiter gehen und die Annahme, dass Trump von den wirtschaftlichen Folgen überrascht wäre, ist auch eine Illusion, ebenso wie die Annahme Trump schere sich um die Weltwirtschaft.
      Wenn der Nahen Osten durch einen verherrenden Krieg mit gegenseitiger Zerstörung der Fördxerstätten weit über ein Jahrzehnt als Hauptlieferant von fossiler Energie ausfällt, könnte Trump darauf setzten, dass selbst nach ein paar Jahren Weltwirtschaftskrise die USA insgesamt im geopolitschen Wirtschaftsweltkrieg gestärkt daraus hervor gehen.

      1. Abwarten. Sollte es wirklich die Zerstörung geben, sind ja auch noch die Chinesen da.
        Wenn die es schaffen einen komplettwn Flughafen mit Autobahn- und Bahnanschluss
        in 3 Jahren durchzuziehen, dann bauen die auch die Öl- und Gasförderung schnell wieder
        auf. Die hätten sie einmal an Stuttgart 21 ran lassen sollen, dann würden da schon seit
        10 Jahren die Züge rollen und das Ganze hätte nur max. ein Drittel gekostet.

        1. „dann bauen die auch die Öl- und Gasförderung schnell wieder
          auf.“ – haben die Chinesen da Kompetenzen? Ist ja nicht gerade ein typisches chinesischen Business?

    2. @Trux
      Volle Zustimmung!
      Sowohl Gespräche als auch eine Übereinkunft hätte Trump beides haben können, aber Bibi will beides nicht, und Trump daher auch nicht!
      Bibi will einen „failed state“, Don Trampelone das Öl unter US-Kontrolle bringen, bevorzugt durch US-Konzerne, beauftragt durch eine Marionettenregierung.

  9. Natürlich kann Israel seine Reservisten aufbieten, die Meisten werdem dem Aufgebot wohl Folge leisten. Aber die israelische Wirtschaft wird erst recht zum Stillstand kommen. Diese leidet schon seit Jahren an der fortwährenden Kriegerei und das wird so noch weit schlimmer. Was die Reservisten erreichen werden, steht noch auf einem anderen Blatt.

  10. Ich wundere mich darüber, dass man sich bei den Begriffen Gewinner und Verlierer so wenig an den Realitäten orientiert. z. B. Landtagswahl in BW. Die Grünen haben über 2 % verloren, die CDU über 5 % gewonnen. Den winzigen Vorsprung hat Özdemir durch eine unglaubliche Schmutzkampagne erlangt. Trotzdem gilt er als Sieger. M. E. ist Hagel der Gewinner. Er kann jederzeit alles durchsetzen, was mit den Vorstellungen der AfD übereinstimmt, auch wenn es Özdemir nicht gefällt.
    Auf realistischer Basis sind die Gewinner des Irankriegs die USA und Russland. Russland exportierte 2025 rund 238 Millionen Tonnen Öl, USA exportiert 205 Millionen Tonnen pro Jahr. Russland und USA produzieren jeweils über 900 Milliarden Kubikmeter Gas. Ihre Konkurrenten aus Nahost sind nun ausgeschaltet. Insofern hat sich dieser Krieg als „Ölkrieg“ zumindest gelohnt. Trump wird das herausstellen können. Und wenn es den Huthis gelingt Bab al-Mandab zu sperren, dann knallen im Weißen Haus die Sektkorken. Aber dann greifen die Franzosen und Engländer ein und möglichrweise auch die Deutschen, und bombardieren den ganzen Jemen platt.
    Kurzum, alles was der Weltwirtschaft schadet, nützt den Amis und Russen, was unsere MSM einfach unter den Tisch fallen lassen oder als Niederlage von Trump hinstellen.

    1. Keine Ahnung, aus welchem Arsch Du Deine Daten ziehst.
      Ich nehme der Übersichtlichkeit halber https://www.worldometers.info
      Unter https://www.worldometers.info/oil/oil-production-by-country/ finde ich in der Tat (wie schon geschrieben) die USA mit 22,844,371 b/d an erster Stelle, und Russland mit 10,533,244 b/d an dritter.
      Nun liegt der US-Eigenverbrauch mit 20,463,721 b/d ungeschlagen an erster Stelle, da bleiben also nur 2,8mb/d für Nettoexporte.
      Da 32% des nationalen Verbrauchs importiert werden, ist das Exportpotenzial entsprechend höher. Und da Russland kein Öl importiert, erklärt das Deine Junkdaten mindestens ein wenig.

      Übrigens fördern die USA jedes Jahr 9,97% ihrer nachgewiesenen Reserven (2024), die grösstenteils aus Schieferöl bestehen. in ca. 8 Jahren ist die Party vorbei. Schon heute sind die Basiskosten bei 40-50$/brl, die meisten Fracker fördern am Kostenlimit. Die neuen Kleider des Kaisers haben ernste Löcher.

  11. Man muss sich doch nur mal überlegen, ob Stalin ein Verhandlungsangebot von Hitler hätte annehmen können. Stauffenberg wollte ja auch nur mit den Westalliierten Frieden schließen.
    Es kann mit faschistischen Regimen keine Verhandlungen und keinen Frieden geben. Das Problem dabei ist, dass der gesamte Westen schon sehr weit auf dem Weg in eine faschistische Diktatur ist.

  12. Wer sich wirklich dafür interesiert was der Iran von den Fake-Verhandlungen der Epstein-Klasse hält, kann sich das durchlesen:
    ‘The war ends when we say’: Iran rejects Trump’s ceasefire terms
    Tehran has laid out several conditions including the closure of US military bases, reparations, and the inclusion of its allies in any ceasefire deal
    https://thecradle.co/articles/the-war-ends-when-we-say-iran-rejects-trumps-ceasefire-terms

    Und vor allem das Video von dem Sprecher des Zentralhauptquartiers von Khatam al-Anbiya, dass hat es wirklich in sich:
    Spokesperson for the Central Headquarters of Khatam al-Anbiya:

    🔺 The strategic power you boasted about has turned into a strategic defeat.

    https://www.presstv.ir/Detail/2026/03/25/765835/iran-rejects-us-proposal-lays-out-five-conditions-ending-imposed-war-source

  13. Verhandlungen mit Leuten die einen 2 mal während laufender Verhandlungen Überfallen haben machen einfach keinen Sinn. Dazu gehen die Vorbereitung für eine Invasion unvermittelt weiter, was zeigt das die angebliche Verhandlunsbereitschaft der USA auch nur wiede eine Falle sein wird. Also weiter möglichst viele und möglichst große Raketen nach Israel und auf die US Stützpunkte, da kann der Iran nichts falsch machen. Die einzige Chance die der Iran hat, ist es den Krieg so teuer wie möglich für das US Imperium zu gestalten. Und dabei die EUropäer nicht vergessen die durch ihre logistische Hilfe solche Kriege überhaupt erst ermöglichen. Da macht es dann auch Sinn wenn die Huthis die Durchfahrt ins Rote Meer für alles was dem US Imerium angehört sperren und damit für hübsche Preissprünge sorgen wird.

  14. Das „Angebot“ ist in Wahrheit eine Aufforderung zur bedingungslosen Kapitulation des Iran. Es wird auch nicht ausgeschlossen, das das Völkermordregime nicht weiterhin seine Killer auf Iraner hetzt oder Politiker ermordet.
    Der Punkt 13 bedeutet, das der Iran sein KKW an einen US- Konzern übergibt und die benötigten Brennstäbe bei den USA kauft. Oder eben nicht, wenn die USA das nicht erlauben . Bisher sind im fertigen Block1 russische Technik verbaut. Der soll auf US- Technikk umgerüstet werden…Block 2 und drei, die noch im Bau sind, werden von den Israelis durch Raketen beschossen…
    Kein iranischer Politiker wird die Kapitulationsaufforderung akzeptieren. Das wisse auch Trumps Besitzer. Frieden wird es erst geben, wenn entweder die Israelis oder die Amis nicht mehr können…

  15. Irans geheimer Verbündeter gegen die US-israelische Luftmacht: die Zeit

    Der Krieg der Epstein-Koalition gegen den Iran nähert sich bald seinem ersten Monat, ist aber kein Stück näher am Sieg als zu Beginn. Iranische Raketen bombardieren jede Nacht israelische und US-amerikanische Militäranlagen und Wirtschaftseinrichtungen am Golf, und trotz all seiner Beteuerungen war Trump machtlos, die Straße von Hormus wieder zu öffnen.

    Warum ist es den USA und Israel in 25 Tagen so kläglich misslungen, Irans strategisches Reaktionspotenzial zu zerstören?

    Drei Worte: zu wenig Zeit zum Verweilen.

    Ohne Luftbetankung haben Kampfjets wie die F-16, F-15, F/A-18, F-22 und F-35 nur 30 bis 45 Minuten Zeit für Such- und Zerstörungsmissionen über dem Iran, bevor sie zurückkehren müssen – entweder zum Flugzeugträger USS Abraham Lincoln oder zu einem Stützpunkt in Westasien.

    Mit Luftbetankung können F-35 und F-15 bis zu vier bis fünf Stunden im Luftraum verweilen, doch das birgt Risiken (Tankflugzeuge sind ein großes, gut sichtbares Ziel für die iranische und verbündete Luftabwehr und Raketenangriffe).

    Dank Irans Arsenal an Langstreckenraketen ist allein das Eindringen in den iranischen Luftraum eine Herausforderung. Die Lincoln muss daher in einer Entfernung von etwa 1.100 km von der iranischen Küste operieren – was der Kampfreichweite ihrer F-35C und F/A-18 (ca. 1.100 km bzw. 720–830 km) entspricht bzw. diese sogar übersteigt.

    Die US-Basen in Kuwait und Bahrain liegen nur etwa 100–300 km vom Iran entfernt und wären ideal für Angriffsmissionen, wenn der Iran nicht in der Lage wäre, sich zu verteidigen. Stattdessen sahen sich die US-Streitkräfte gezwungen, den jordanischen Luftwaffenstützpunkt Muwaffaq Salti – über 850 km vom Iran entfernt – zu ihrem wichtigsten regionalen Drehkreuz auszubauen, wo F-15 und F-35A stationiert sind (Kampfradius 1.800 bzw. 1.200 km). Doch selbst dieser Standort wurde von iranischen Truppen angegriffen.

    Was die strategischen Bomber der US-Luftwaffe – B-2, B-1B und B-52 – betrifft, so war das Pentagon gezwungen, Einsätze von Stützpunkten in Großbritannien, Diego Garcia und sogar dem US-Festland aus zu fliegen, was die Wirkung und Intensität der Angriffe einschränkte.

    Entscheidend sind Kampfflugzeuge, unterstützt von Aufklärungs- und Kampfdrohnen (die reihenweise abgeschossen werden), die dringend benötigt werden, um Irans mobile und befestigte, bunkerbasierte Raketensysteme anzugreifen. Wenn diese nicht kontinuierlich eingesetzt werden können, können die USA und Israel nicht auf strategische Überlegenheit hoffen.

    Krieg zwischen den USA, Israel und dem Iran | @geopolitics_prime

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