Putin und Trump in Alaska

»Es gibt ein starkes Gefühl, dass die Globalisierung zu weit gegangen ist«

Während die Welt auf den Konflikt zwischen Israel, den USA und dem Iran blickt, gerät der Ukrainekrieg zunehmend aus dem Fokus.

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8 Kommentare

  1. Fehler Nr.1: Die Annahme, Politik würde für das Land oder die Leute gemacht. Hallo: Epstein! Diese Leute werden weiterhin erpreßt. Schon vergessen? Vor diesem Hintergrund ein Konzept zu finden, das Epstein ausblendet ist zum scheitern verurteilt, die Situation zu erfassen und Schritte vorherzusagen.

  2. Nun, die Unterstützung der Ukraine in ihrer Form seit 2014 betrachte ich nicht als Unterstützung der „liberal-internationalistischen Philosophie“, sondern als das Gegenteil, nämlich der Förderung national-faschistischer Strukturen. Gleiches gilt für die Unterstützung Israels. Aber ich gebe zu, dass ich kein studierter Historiker bin, sondern nur ein Unterschichtler, der seit Jahrzehnten das Weltgeschehen beobachtet. Man kann sich, wie es ja auch geschieht, das Kindermorden philosophisch so zurechtbiegen, dass dabei etwas weiß Glitzerndes herauskommt und alle blendet.

  3. Endlich mal wieder ein interessanter Interviewpartner!
    Kapitalismuskritisch war das nun nicht, aber öffnete doch einen Spalt auf innere Sichtweisen in diesem Land.
    Ich hätte gerne eine Frage zu den evangelikalen Einflüssen und entsprechender Ideologisierung der US-
    „Eliten“ gehabt, das hätte mich interessiert.
    Bei der Sichtweise über Europa kann ich nicht mit gehen, die imperialistische und kolonialistische Geschichte Europas scheint mir völlig ausgeblendet, der Mann in einer geopolitisch-machtpolitischen Denkweise gefangen.
    Mein Einstellung zur USA als der Feind, unser aller Feind, der Feind der Menschheit und der Pest des Planeten, die mit ihrem Militärisch-Industriellen Komplex und ihrem Kapitalismus das menschliche Leben auf dem gesamten Planeten bedrohen, hat sich kein Deut geändert!
    Interessant fand ich es trotzdem!

  4. Man sollte auch verstehen, dass Russland an einer solchen rein machtpolitisch definierten Vorgehensweise kein Interesse hat. Nicht umsonst haben sie die SMO sehr sorgfältig entlang der Charta der UN gestaltet und begründet. Selbstverständlich könnte eine Einigung mit Russland erzielt werden, wenn man ihre Belange berücksichtigt, das hätte aber aus Sicht Russlands eine andere Grundlage als eine rein machtpolitische.

  5. „Um ehrlich zu sein, bin ich überrascht, dass dies noch nicht geschehen ist – dass Russland einer solchen Beilegung, wie sie Trump im Sinn hat, noch nicht zugestimmt hat, obwohl dies ganz offensichtlich in seinem Interesse liegt.“

    Fehler Nr 1: Die Zeitrechnung beginnt für diesen Herrm offenbar auch erst ab 2022. Wer den Krieg tatsächlich begonnen hat und wer sich hier in gewisser Weise nur verteidigt scheint keine Rolle zu spielen. Der Krieg gegen den Iran ist nicht mit dem Krieg um die Ukraine vergleichbar, weil beide Kriege vom Westen begonnen wurden.
    Nun zu der zitierten Aussage: Da bin ich wiederum perplex, dass die Zusammenhänge nichz verstanden werden. Russland hat immer wieder klargemacht, dass sie einen dauerhaften Frieden wollen und keinen, wie er vor 2022 ausgehandelt, von Kiew permanent torpediert und laut Macron und Merkel nur dazu genutzt wurden, um die Ukraine für einen Krieg gegen Russland aufzurüsten.

    Das finde ich immer wieder faszinierend am Westen wie einfach Fakten ignoriert werden, man auf Teufel komm raus seine Bubble nicht verlassen will.

    Die Informationen sind da. Sie stecken in keinen geheimen Dokumenten fest.

  6. „Um ehrlich zu sein, bin ich überrascht, dass dies noch nicht geschehen ist – dass Russland einer solchen Beilegung, wie sie Trump im Sinn hat, noch nicht zugestimmt hat, obwohl dies ganz offensichtlich in seinem Interesse liegt.“
    (So so… der Experte ist also überrascht … lol –> Trachtenberg: Nein, ich bin völlig perplex. OMG)

    Trump ist Nr1.-Beteiligter im Ukraine Krieg
    UK macht was es will mit MI6 und Stormshadow
    Ukraine ist quasi NATO-Territorium seit 2008, ohne dass Russland das NATO-Hinterland angreifen kann.

    USA und UK können Kriege führen wie sie wollen und müssen diese nicht einmal gewinnen um davon zu profitieren.
    Das wird sich nie ändern.

    Oder hat einer eine Idee?

  7. Sehr gutes Interview, Danke!

    Dennoch haben die Europäer eine gewisse Tradition, in machtpolitischen Kategorien zu denken. Diese Tradition hat in Europa sicherlich tiefere Wurzeln als in den Vereinigten Staaten. Daher war ich etwas überrascht, als ich sah, dass sich die Europäer, insbesondere die Deutschen, so stark für diese liberal-internationalistische Politik entschieden. Ich glaube nicht, dass die Energiepreise dabei eine wichtige Rolle gespielt haben.

    Dass ein Koryphäe wie Herr Trachtenberg sowas äußert, zeigt mir (einmal mehr) wie wenig man die Mentalität in anderen Ländern verstehen kann, die Einprägungen historischer Ereignisse können schwere neurotische Störungen auslösen. Die Amerikaner glauben wahrscheinlich auch, dass die „Reeducation“ erfolgreich und nötig war und können nicht erkennen, dass sie erstens nicht zu einer ehrlichen Aufarbeitung geführt hat und zweitens bei den idealistischen Deutschen zu einer ausgeprägten Angst-/Zwangsstörung und zu einem starken Selbsthass, was längst vollkommen ins Irrationale abgedriftet ist. Die massive Unterwanderung unserer Medien und Entscheidungsorgane mit Transatlantikkunglern und überzeugten Internationalisten, tut ein Übriges und führt zur massiven Bekämpfung einer friedlichen und moderaten Korrektur der Globalisierung.

    Auch vernachlässigt er, dass Deutschland schon immer in jedes geostrategische Fettnäpfchen getreten ist, es gibt nicht „die Europäer“! Frankreich und GB waren perfide, gierige Geostrategen und sind es wahrscheinlich auch noch, die Deutschen sind dafür zu geradlinig und leichtgläubig, selbst der übergriffige Hitler war so, er eroberte direkt und mit Waffengewalt, verstand nicht, wie z.B. die Briten die Einheimischen gegeneinander ausspielten (teile und herrsche), das war ihm viel zu subtil und indirekt.

    Aber ich begrüße es ausdrücklich, dass dieser Schwachsinn von „Staaten haben nur Interessen“ endlich mal in Frage gestellt wird. Das war schon immer unterkomplexer Blödsinn. Sowohl die Völker, wie auch die Entscheidungseliten bestehen aus Menschen, mit Stolz, mit eigener Geschichte, mit eigenem Weltbild, mit Feinden und Freunden, Sicherheitsinteressen, Traumas etc. pp. Im Prinzip kann man Staaten ein bisschen wie eigenständige Entitäten sehen und müsste eigentlich nur das anwenden, was man im persönlichen Umfeld auch praktiziert, um friedlich zu leben: nicht betrügen, nicht übervorteilen, helfen wenn nötig und möglich, deutlich kommunizieren, wenn Grenzen überschritten werden, sich nicht in Dinge einmischen, die einen nichts angehen…

  8. Man hat inzwischen den Eindruck, an der Front wird nur noch halbtags gekämpft. Da geht gar nichts mehr. Getöse ist nur Propaganda.
    Kriegsentscheidend wird sein, wer das Hinterland besser zerstört. Und da sind die Ukrainer gerade im Vorteil.
    Auch im vierten Kriegsjahr hat es Putin nicht geschafft die Infrastruktur wie Transportwesen oder Energieversorgung der Ukraine zu zerstören.
    Die Infrastruktur um die es geht ist sowjetischen Ursprungs, mehr als solide und dezentral gebaut.
    Russisches Militär, welches kriegsentscheidende Schläge gefordert hat, wurde entfernt oder ermordet (Surowikin, Prigoschin).
    Das Bild oben gefällt mir gut. Sie sehen aus wie Pat & Patachon, sind aber zwei gefährliche Psychopathen.
    Diese finden sich, erkennen sich und kommen gut miteinander aus.

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