Kinder auf Spielplatz

Viele verlieren schon beim Startschuss: Kitas und das neue Klassensystem

Mehr, länger, flexibler. Bei Kitas beziehen sich die politischen Forderungen eigentlich immer auf Quantität. Wie es um die Qualität bestellt ist, davon will niemand etwas wissen.

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5 Kommentare

  1. Die Instinktunsicherheit des Menschen erfordert Erziehung. Entsprechende Signale werden nicht mehr verstanden. Die Trotzphase ist ein einziger Appell zur Erziehung. Das Kind will nach Hause, aber nicht gehen, nicht in den Kinderwagen und nicht getragen werden, so dass die Eltern eingreifen müssen. In dieser Phase wird gelernt, oder nicht gelernt, sich an Regeln zu halten. Da es im Leben nicht immer möglich ist, sich regelkonform zu verhalten, ist die Pubertät als Sozialisationsphase dazu da zu lernen, Regeln auf akzeptable Weise zu brechen. Das war die Phase des Halbstarkerseins. Diese Stadium ist durch Rowdytum und Gewalttätigkeit abgelöst. Resultat, ungezogene und asoziale Jugendliche.
    Die instinktiven Grundlagen der Pädagogik wurden ignoriert uns systematisch kaputt reformiert. Im Kindergarten lernten die Kinder stillzusitzen und zu schweigen. Man konnte dann tatsächlich Klassen mit 40 Schülern unterrichten. (Trotzdem nicht empfehlenswert) Es war instinktiv klar, wer Autorität verdiente, und wer ungeeignet für den Lehrerberuf war. Die Autorität der Lehrer wurde systematisch untergraben. In manchen Schulen werden die Lehrer Piloten genannt. Usw. u.s.w.

    1. Man könnte meinen, dass unsere Gesellschaft in der egoistischen kindlichen Trotzphase steckengeblieben ist, die Reife des Erwachsensein noch nicht erreicht hat, noch nicht verstanden hat, dass sich die Welt nicht nur um die eigene Ideen-Welt dreht, zum wahren Mensch-Sein auch andere Menschen mit ihren Bedürfnissen und Ideen notwendig sind.

  2. Bin ich froh das meine Kinder groß sind und ich sie nicht in eine westdeutsche Kida schicken muß!
    Die oben geschilderten Probleme kannten wir in der DDR nicht.
    Gute Kidas und ein problemloses Scheidungsrecht ermöglichten uns Frauen Freiheiten, wie sie wohl Westfrauen nie hatten.
    Die Kidas waren in der Regel an die Betriebe angegliedert, waren also Betriebskindergärten, folglich konnte man seine Kinder problemlos vor der Arbeit abgeben und nach der Arbeit abholen. Die Betreuerinnen gaben sich viel Mühe. Sowas wie Sprachprobleme und fremde Kulturen in der Kindererziehung konnten wir uns in der DDR nicht vorstellen.

    Wir haben viel verloren, als wir uns entschieden den Westen anzuschließen. Das dies nicht gut gehen würde, befürchtete ich von Anfang an. Ich beneide die jungen Mütter mit diesen Schwierigkeiten nicht.

  3. Interessant. Da scheint ein wesentliches Problem mehrfach auf, offensichtlich ohne als solches erkannt zu werden. Der größte Witz dabei ist, daß es nicht neu ist, könnte Beispiele von vor 30, 40 und 50 Jahren nennen.

    Buben haben andere Bedürfnisse als Mädel. Die werden durch unsere Aufbewahrungsanstalten systematisch ignoriert. Und dann wundert man sich über das Resultat.

  4. Die kommende Generation ist doch nur noch gut dafür sich im Krieg für die herrschende Klasse zu opfern.
    Wer arm und ohne Chance ist wird sich als Kanonenfutter freiwillig bei der Bundeswehr melden, so vermutlich die Planung.
    Diese ganzen Armutsberichte interessieren doch seit Jahrzehnten keine Sau denn sonst hätte sich ja bereits etwas zum Guten gewendet.

    Vermutlich dienen sie nur zur Selbstbefriedigung der Eliten.

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