
Silones „Schule der Diktatoren“
Es liest sich wie das vielleicht einzige Buch, das Trump je gelesen hat. Die europäischen Demokratien sind im Niedergang, der Faschismus marschiert allenthalben voran und ein US-amerikanischer Politiker schickt sich an, Diktator der USA zu werden.

Weiter im Gleichschritt: Eingehegte Diskurse
In den vergangenen Jahren nehmen die juristischen, philosophischen und sozialwissenschaftlichen Befunde zu, dass in Deutschland grundrechtlich verbriefte Äußerungsfreiheiten in Gefahr sind. […]

Ukrainische Drohnen in Lettland, Finnland und Griechenland
Gestern landete eine vermutlich ukrainische Drohne gezielt oder nicht in einem lettischen Öldepot, eine ukrainische Marinedrohne wurde an der Küste der griechischen Insel Lefkada gefunden. […]

Kontexte der Kunstgeschichte
Welche Bedeutung hat die neuerliche Ausstellung eines 1818 gemalten Gemäldes des spanischen Klassizisten José Aparicio? […]

Ökonom widerlegt Bezos’ jüngsten Angriff auf die Vermögenssteuer durch seine Washington Post
„Lokale Krankenhäuser und Notaufnahmen könnten für immer schließen, weil Milliardäre darauf bestehen, weniger zu zahlen als der Rest von uns“, sagte Emmanuel Saez, der französische […]

Haben wir 1989 alles richtig gemacht, Frau Gysi?
Wie blickt Gabriele Gysi heute auf die sogenannte Wiedervereinigung? War es ein Aufbruch oder eher ein „Anschluss“ der DDR? […]

Die Entweihung des 9. Mai
Was bleibt von der Erinnerung an den Krieg, wenn neue Kriege jede Sprache des Humanismus zerstören? Eine persönliche Reflexion über Familiengedächtnis, den 9. Mai, den […]

Kernfusion: Durchbruch oder Dauerprojekt?
Kernfusion gilt als Hoffnungsträger für saubere, nahezu unbegrenzte Energie, bleibt trotz Projekten wie ITER aber vorerst Zukunftsmusik. […]

Mensch bleiben!
Ist der blanke Hohn und die gelebte Schadenfreude gegen solche statthaft, die sich in den Corona-Jahren über Impfverweigerer ereiferten? Offenbar ist Unmenschlichkeit auf allen Seiten […]

Selenskij will Ukraine zum Standort von Militärunternehmen oder Söldnertruppen machen
Die Pläne gibt es schon länger. Jetzt aber hat es Selenskij eilig, weil es in diesem Jahr zu einem Ende des Krieges kommen könnte und […]

Im Gleichschritt: Behinderung und Einschränkung gesellschaftlicher Diskurse
Die juristischen, philosophischen und sozialwissenschaftlichen Befunde, dass in Deutschland grundrechtlich verbriefte Äußerungsfreiheiten in Gefahr sind, nehmen in den vergangenen Jahren zu. […]

Die USA sind die Enttäuschung des 20. Jahrhunderts
Die Amerikaner haben Sehnsucht nach der Zeit, als sie noch attraktiv für die Welt waren. […]

Dolchstoß der Sozis bringt Rumäniens proeuropäisches Kabinett Bolojan zu Fall
Kampf um die Macht zwischen Transatlantikern und Souveränisten geht in eine neue Runde. […]

Die Funktionslogik von Macht
Macht drängt nach mehr Macht und Reichtum nach mehr Reichtum, eine Dynamik, die den Zusammenhalt einer Gesellschaft gefährdet und sie zu zerstören droht. […]

Wo ist die soziale Frage hin, Herr Ernst?
Steigende Preise, sinkende Kaufkraft und wachsende Ungleichheit: Viele Menschen haben das Gefühl, dass soziale Gerechtigkeit in Deutschland immer mehr verloren geht. Und was geschah mit […]

Pivot to Asia – Schwenk nach Asien
Während in den Medien vor allem von einer persönlichen Strafaktion Trumps gegen Kanzler Merz die Rede ist, handelt es sich beim angekündigten Truppenabzug aus Deutschland […]

Zeigen der sowjetischen Flagge bleibt an sowjetischen Ehrenmalen am 8. und 9. Mai verboten
Das Verwaltungsgericht erklärte, dass die Flaggen der UdSSR als "Sympathiebekundung" für die russische Kriegsführung verstanden werden können, was den öffentlichen Frieden gefährde. Ukrainische Symbole dürfen […]


Zitat: „Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er nicht sagen: ‚Ich bin der Faschismus‘. Nein, er wird sagen: ‚Ich bin der Antifaschismus‘.“
Dieser Spruch hat so einen Bart, dass es mir als Journalist peinlich wäre, ihn nochmal zu zitieren.
Und wir hatten es doch schon. Die Wiederkehr zum Faschismus. 2020.
Und alle Neu-Linken haben mitgemacht. Und werden alle für den Rest ihres Lebens damit beschäftigt sein, es abzustreiten. Weil ja Millionen gerettet wurden. Niemals werden diese Neu-Linken erkennen können wie sehr sie sich ihren Vorfahren ähneln.
Die definieren sich ja ohnehin nur als „links“; weil sie jeden, der ihnen inhaltlich widerspricht, zum „Nazi“ erklären.
Ich weiß nicht, wo das immer her kommt!
Bei dem britischen Historiker Overy habe ich auch gelesen, das Hitler „nur“ Melder war…..
Natürlich war Addolff an vorderster Front, ist auch verwundet worden; als Melder hatte er den
schwierigsten Job, weil er im feindlichen Feuer die Deckung verlassen und Nachrichten von a nach
b bringen musste.
Er bekam als Mannschaftsdienstgrad beide eisernen Kreuze, eine extrem seltene Sache, dazu da Verwundetenabzeichen.
Es gibt nur Photos von ihm ohne die Orden, wenn er zufällig mal nen Anzug trug, sonst waren diese Orden immer zu sehen, unten das Verwundetenabzeichen, darüber das EK und darüber das goldene Parteiabzeichen, was auch einen gewissen Symbolgehalt hat. Seine Vorgesetzten hielten große Stücke auf ihn, an seiner Tapferkeit und seinem Einsatz gab es keinen Zweifel, kann man alles nachlesen; allerdings hielt man ihn nicht für fähig, Menschen zu führen, darum ist er nie Unteroffizier geworden; kann man auch nachlesen.
Eben dieses Frontsoldatentum trug er wie eine Monstranz vor sich her, der war da stolz drauf!
Er benutzte das auch gerne, um Generale, vor allem Generalstäbler runter zu machen, im Gegensatz zu
ihm wüssten die Generale nicht, wie der Krieg sei, er wisse genau als Frontkämpfer was die Soldaten auszustehen
hätten etc. pp.!
Über Hitler gibt es eine Menge zu sagen, brauche ich hier nicht, wenig Positives.
Aber gerade dieses Frontsoldatentum machte ihn in gewissen rechten Kreisen anziehend und verschaffte ihm eine Form der Reputation, die in nationalistischen Kreisen eminent wichtig war.
Er konnte immer drauf verweisen, das er, obwohl Österreicher, für Deutschland tapfer gekämpft hat, s. Orden, für Deutschland sein Leben riskiert hat und mehr Beweise brauchte es kaum mehr, um seine Glaubwürdigkeit beim Eintreten für die deutsche Sache zu untermauern, also, was die für die deutsche Sache aus ihrer Sicht hielten.
Hitlers Frontsoldatentum klein reden zu wollen ist einmal historisch nicht richtig, zum anderen spielte genau das für seinen Aufstieg keine geringe Rolle!
Gerade mal ein Jahr, bevor Silones Schrift erschien, nämlich 1937, hat Manes Sperber seine „Analyse der Tyrannis“ veröffentlicht: Auch beim Wiederlesen dieser rund 100 Seiten denkt man dauernd an die Entwicklungen der Jetzt-Zeit. Sperber hatte sich relativ kurz zuvor von der moskau-treuen KP abgewandt, voll Abscheu vor dem Verrat Stalins, er schreibt bewusst ohne direkten Bezug auf Hitler oder Stalin, aber beide haben ihn von Anfang an verstanden und die Schrift prompt unterdrückt, mit gutem Grund. Als Mitarbeiter Alfred Adlers, des Vaters der Individualpsychologie, und späterer Dozent in ebendieser Disziplin lehnt Sperber allerdings eine Analyse, die zu sehr auf den Tyrannen abzielt und von seinen Anhängern, ohne die der Tyrann keine Tyrannis errichten könnte, bloss als „Massenmenschen“ spricht (wie Ortega y Gasset), ab und gibt dem Leser Hinweise auf Lebens-Erfahrungen und -Elemente, die er bei sich selbst oder in seiner unmittelbaren Nachbarschaft ausmachen kann, und die ihn selbst zum Tyrannen oder einem seiner Anhänger – nicht machen müssen, aber könnten, freilich unter bestimmten, v.a. sozial einengenden gesellschaftlichen Bedingungen: „Defizit an Lesensfreude“, „keine Chance, sich im sozialen Rahmen durchzusetzen“, eine „Sehnsucht, aus diesem Alltag auszubrechen“, und „nicht in der Lage sein, die allg. gesellschaftlichen Vorgänge zu erkennen, geschweige denn, zu verstehen“; eine weitere Voraussetzung für die Errichtung einer Tyrannis wird ebenfalls genau benannt: Unterstützung aus dem Hintergrund von mächtigen Geldgebern, die, um ihre verborgene Macht vor einer Revolution zu bewahren, auch gerne mal eine offene Rebellion anzetteln (lassen) in der Gewissheit, sie dirigieren zu können. Bevor ich aber jetzt gross ins Zitieren komme – besser einfach selber lesen.
Gerade mal ein Jahr, bevor Silones Schrift erschien, nämlich 1937, hat Manes Sperber seine „Analyse der Tyrannis“ veröffentlicht: Auch beim Wiederlesen dieser rund 100 Seiten denkt man dauernd an die Entwicklungen der Jetzt-Zeit. Sperber hatte sich relativ kurz zuvor von der moskau-treuen KP abgewandt, voll Abscheu vor dem Verrat Stalins, er schreibt bewusst ohne direkten Bezug auf Hitler oder Stalin, aber beide haben ihn von Anfang an verstanden und die Schrift prompt unterdrückt, mit gutem Grund. Als Mitarbeiter Alfred Adlers, des Vaters der Individualpsychologie, und späterer Dozent in ebendieser Disziplin lehnt Sperber allerdings eine Analyse, die zu sehr auf den Tyrannen abzielt und von seinen Anhängern, ohne die der Tyrann keine Tyrannis errichten könnte, bloss als „Massenmenschen“ spricht (wie Ortega y Gasset), ab und gibt dem Leser Hinweise auf Lebens-Erfahrungen und -Elemente, die er bei sich selbst oder in seiner unmittelbaren Nachbarschaft ausmachen kann, und die ihn selbst zum Tyrannen oder einem seiner Anhänger – nicht machen müssen, aber könnten, freilich unter bestimmten, v.a. sozial einengenden gesellschaftlichen Bedingungen: „Defizit an Lesensfreude“, „keine Chance, sich im sozialen Rahmen durchzusetzen“, eine „Sehnsucht, aus diesem Alltag auszubrechen“, und „nicht in der Lage sein, die allg. gesellschaftlichen Vorgänge zu erkennen, geschweige denn, zu verstehen“; eine weitere Voraussetzung für die Errichtung einer Tyrannis wird ebenfalls genau benannt: Unterstützung aus dem Hintergrund von mächtigen Geldgebern, die, um ihre verborgene Macht vor einer Revolution zu bewahren, auch gerne mal eine offene Rebellion anzetteln (lassen) in der Gewissheit, sie dirigieren zu können. Bevor ich aber jetzt gross ins Zitieren komme – besser einfach selber lesen.