Berliner Maier, 1990

Der Westen muss noch viel lernen

Deutschland wurde 1990 vereinigt. Aber es wurde nicht neu gegründet. Der Westen blieb, was er war – und der Osten sollte werden wie dieser Westen: Ein Geburtsfehler, der das Land bis heute spaltet.

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10 Kommentare

  1. 3. Oktober : Tag der Deutschen Einheit.
    4. Oktober: Der Deutsche Kanzler trifft
    zu einem Solidaritätsbesuch in Kiew ein.

    Kanzler, wie wäre es mit Solidarität mit Deutschland !?!?

    1. Das lässt sich vermutlich ganz einfach erklären: diese Art von Kanzler hat in der Ukraine ordentliche Umfragewerte. In Deutschland gibt es kaum noch Nachfrage nach dieser Art von Kanzler.
      In der „Stellenausschreibung“ wurde das Anforderungsprofil für den Bundeskanzler deutlich kommuniziert:
      „Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen, Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben.“
      In der „normalen Arbeitswelt“ (also dort, wo gearbeitet wird) gehen einer Kündigung in der Regel Abmahnungen voraus. In wie weit die aktuellsten Landtagswahl-Ergebnisse solche Abmahnungen darstellen, darüber lohnt sich nachzudenken…

      1. Es ist ermüdend, dass Phrasen allseits, stets und notorisch wiederholt werden, ohne sich je mit deren rechtsverbindlicher Bedeutung und Wirkmächtigkeit befasst zu haben.
        Ein prømissorischer Eid, wie in diesen Fällen,ist weder verbindlich noch wörtlich zu nehmen – es ist ein Art „Versprechen“; gleichgültig,ob nun „Gott dabei helfe“ oder auch nicht!
        Indiånêrehrenwort

    2. Das Lustige ist ja, dass Merz, um heute in Kiew zu sein, bereits gestern im Zug sitzen musste und laut Google angesichts der Reisezeiten bereits zwischen 16:30 und 17:00 aus Deutschland ausgereist ist.

    3. Auf Grund seiner exzellenten Umfragewerte dort, wo die (BlackRock-)werte verteidigt werden, ware es dem Fritze doch wärmstens zu empfehlen, gleich dort zu bleiben und das Ruder vom bisherigen, immer kriegsmüder werdenden Machthaber zu übernehmen.

    4. Vielleicht bringt er ein paar Geldkoffer mit. So knapp wie die Kohle dort gerade ist (30 Mrd Loch im Ver….Kriegshaushalt und für 2027 ein eingeplantes Defizit von 100 Mrd.) kann man wohl auch bald nicht mehr die Schmiergelder abzweigen, die das System Selenski am Leben halten….

  2. Vereinigung? Man sollte u.U. etwas präziser formulieren, da es sich nicht nur um ein Zusammenfügen von einzelnen Teilen handelte, sondern um das Wiederherstellen eines willkürlich getrennten Ganzen, bei dem u.a. unzählige Familien dauerhaft getrennt und je nach „Glück oder Pech“ die Vita anders geschrieben wurde/n.
    Der gebürtige Westdeutsche oder rechtzeitig hierher (Kriegs)Geflüchtete verstanden/verstehen sich als der bessere bzw. eigentliche Deutsche, obwohl lediglich die zufälligen Geburtskoordinaten darüber entschieden, in welchem Teil man lebte.

    Auch wenn es stets (für alles) die einfachste Erklärung ist, dass das System Schuld an gedanklichen Fehlleistungen sein muss, liegt die kognitive Verantwortung jedoch bei jedem Einzelnen.
    Würde D mittig und horizontal getrennt, welcher Teil wäre/fühlte sich wohl als der einzig/wahre/ erwählte? Tippe nicht auf Nord.

    Glücklicherweise haben sich beide Seiten im Wollen und Habitus angenähert. Würden Einkommen, Renten, Vermögen, Besitz etc. nicht noch nach Jahrzehnten hinterher hinken und der „Ossi“ weniger augenfällig abgewertet, wäre auch dieser längst zu vollster Zufriedenheit aśšmiliert.

  3. Zitat 💬: „Lafontaine sprach hingegen mit vernunftbasierten Argumenten …“ Wenn in Deutschland und Europa die „Vernunft“ regieren würde, warum ist dann Friedrich Merz seit 2025 Bundeskanzler, ein Mann wie Boris Pistorius Minister für „Kriegstüchtigkeit“ und eine ehemalige Lobbyistin eines privaten Energiekonzerns Bundesministerin für Wirtschaft und Energie? (Das gilt im Prinzip für alle Staaten, die sich als „demokratisch“ bezeichnen.)

    Dieser Friedrich Merz hat 2008 ein Buch veröffentlicht mit dem Titel: „Mehr Kapitalismus wagen. Wege zu einer gerechten Gesellschaft“. Seit wann ist der Kapitalismus gerecht? Der Kapitalismus ist so gerecht wie die ehemalige DDR bis 1989 demokratisch war und CDU/CSU „christliche“ Parteien sind. Das war vor 100 Jahren so, das war vor 200 Jahren so und das war schon immer so. Früher war beim Kapitalismus noch eine ordentliche Portion Kolonialismus und/oder Feudalismus dabei. Letzteres ist zwar etwas aus der Mode gekommen, der Trend geht aber zweifelsohne in Richtung (Techno-)Feudalismus.

    Der ungezügelte Kapitalismus macht die Reichen, vor allem die „Superreichen“, immer reicher 💰 und die Armen immer zahlreicher. Warum wohl heißt dieses „wertewestliche“ Wirtschaftssystem, das immer als „freie Marktwirtschaft“ geframt wird, Kapitalismus?

    Wie formulierte es der Kabarettist Volker Pispers aber schon vor langer Zeit: Die Mehrheit der Wähler will 🤥 angelogen werden, um sich nach der Wahl darüber zu beklagen, dass sie von den Politikern der Regierung 🤥 angelogen werden. Und viele Bürger lernen nichts daraus und machen es immer wieder.

  4. ergänzend zu diesem guten artikel ein markus meckel-interview zum tag der deutschen einheit:
    https://www.zdf.de/play/magazine/phoenix-collection-phoenix-149-466/phoenix-tag-der-deutschen-einheit-letzter-ddr-aussenminister-zur-historischer-bedeutung-100
    von einer bärbel bohley und den ernsthaften runden tischen, die damals oft live in unser westliches tal der ahnungslosen übertragen wurden, spricht kaum jemand mehr, auch meckel nicht, aber immerhin erwähnt er kohls anmaßung …
    und genau in dessen spuren latschen wir wessis (allen voran die mainmedien) gern weiterhin –
    damals und heute giert die generation thinktank unter den journalisten vor allem nach diffamierung von lafontaine, der gegen die BILD-macht keine chance hat(te)

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