Trump: Die „Hauptstadt der größten Nation in der Weltgeschichte“ soll schön werden

Die kulturelle Moderne schätzt Trump bekanntlich nicht, sondern die Ausstrahlung von Macht in klassischer Manier: "Denkmäler, Museen und Gebäude sollten Ehrfurcht und Wertschätzung für die Stärke, Größe und das Erbe unserer Nation widerspiegeln und inspirieren.“

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20 Kommentare

  1. „Die Grundlage der Demokratie ist die Volkssouveränität und nicht die Herrschaftsgewalt des obrigkeitlichen Staates!“

    Nicht der Bürger steht im Gehorsamsverhältnis zur Regierung, sondern die Regierung ist dem Bürger im Rahmen der Gesetze verantwortlich für ihr Handeln!

    Der Bürger hat das Recht und die Pflicht, die Regierung zur Ordnung zu rufen, wenn er glaubt, dass sie demokratische Rechte missachtet.“

    Gustav Heinemann (Bundespräsident)

    Deshalb!!!
    European Peace Project – Unterstützung und Weiterleitung an alle Friedensfreunde
    https://europeanpeaceproject.eu/

  2. Freut mich, dass der Autor diesem Thema treu bleibt. Nur, woher rührt die Motivation des Autors? Interessiert er sich wirklich für die Frage „Was ist schön?“ oder geht es ihm nur um Ami- bzw. Trump-Bashing? Ich finde das Erstgenannte wesentlich interessanter – Trump wird schon bald wieder Geschichte sein, die Ästhetik-Frage jedoch besteht fort und wird hoffentlich von jeder Generation neu gestellt.

    Der Autor schreibt, dass aus den Museen mit Trump nun „antiamerikanische Propaganda“ verschwinden solle. Mein unwillkürlicher Gedanke: Wenn man aus dem deutschen Kultur- und insbesondere Popkulturleben „antideutsche“, oder auch „antiwestliche Propaganda“ verschwinden ließe, wären die Museen und Galerien wohl nahezu leer, oder?

    Naja, nicht ganz, wenn man etwa das neu-alte Berliner Schloß oder den Palast Barberini in Potsdam betrachtet.
    Dennoch – gönnt doch den amerikanischen Kulturbanausen auch mal was! Und: Wie sehr würde ich mich über ein „Make Germany beautiful again“-Programm freuen. Ich würde mich sofort bei dieser deutschen MGBA-NGO bewerben. In diesem Sinne: Es lebe die Diktatur der Schönheit, bzw. der Kunst! (Frei nach Meese, ich freue mich schon auf Teil 3 der Ästhetikvorlesung…)

  3. Da wird es jetzt etwas schwierig.
    Die Visualisierung der beliebten amerikanischen Eigenarten, andere Völker und Staaten, in die „Steinzeit zurückzubomben“, die Zerstörung relevanter Infrastruktur, wie Gaspipelines und „Regime Change“ in allen Facetten, stelle ich mir als eine große Aufgabe vor. Aber es gibt ja Musk und Zuckerberg.

  4. Als dieser Text gestern schon lesbar war, habe ich die Frage schon mal gestellt und gestatte mir, diese nochmal zu stellen : Welche “ Monumente und Denkmäler“ hinterließ Stalin der Menschheit? Mir fällt keines ein, wobei ich aber sagen möchte, dass mir auch keines fehlt. Ich weiß nicht, ob der geschätzte Autor das mal eben so hingeschrieben hat, oder auf Anhieb viele oder wenigstens einige nennen kann, die ich übersehe.

    Zur Sache selber wird mir immer unverständlicher, was den Mann antreibt. Meine ursprüngliche Hoffnung, dass er – und sei es auch nur aus Eitelkeit – wenigstens diesen Scheißkrieg beendet, schwindet immer mehr. Die woken Irren und sich als links phantasierende Minderbegabungen haben sowas wie Trump ermöglicht. Ich fürchte, dass Trump, wenn er das Chaos, das er inszeniert, nicht mehr beherscht, seinerseits den Weg für noch üblere Gestalten bereiten wird. Die werden sich als Retter von Freiheit, Demokratie und der geordneten internationalen Beziehungen bezeichnen und genau das Gegenteil durchsetzen.
    Dieses Jahrhundert hat das Potential, das blutigste in der an Brutalität nicht armen Geschichte der Menschheit zu werden. Und ich denke, dass es die Nachfolger Trumps sein werden, die es exekutieren.
    Soweit die schlechte Nachricht. Die gute ist, dass es wenigstens das Ende der menschlichen Geschichte sein kann.

    1. Welche “ Monumente und Denkmäler“ hinterließ Stalin der Menschheit?

      Bitte? Ist Russland nicht voll von stalinistischen Protz-Monumenten?
      Dieses hier zum Beispiel:
      https://de.wikipedia.org/wiki/Mamajew-H%C3%BCgel#/media/Datei:Mamayev_Kurgan_Volgograd.jpg

      Deine Ansichten über Trump teile ich aber.
      Den letzten Absatz jedoch wieder nicht. Nicht weil es nicht so sein könnte, sondern einfach weil mir solcher Pessimismus rein mentalitätsbedingt nicht möglich ist.

      1. Voll von Monumente, die den Sieg gegen die Deutschen verherrlichen, keines, das Stalin verherrlicht und ich wüsste auch nicht, dass davon eines auf Stalins Initiative errichtet wurde.
        Protzig? Mag sein. Aber es geht um das größte Verbrechen der Menschheitsgeschichte, den Vernichtungskrieg gegen die Völker der SU. Ich sehe mich nicht in der Lage, da Stilkritik zu üben.
        Ich bin vor einigen Jahren in Weißrussland unterwegs gewesen. Da gibt es auch viele Monumente. Allein in diesem Land gibt es 800 Orte, in denen „extralegale“ Hinrichtungen stattfanden. Das heißt, dass dort ohne aktive Kampfhandlungen Menschen zusammengetrieben und ermordet wurden. Kinder aus der Schule, ein jüdisches Altersheim, wahllos eingefangen Bewohner eines Dorfes – Partisanenbekämofung genannt – und, und, und.
        Manchmal groß und heroischen, die Denkmäler, manchmal nur ein Schild, das fast wie ein Verkehrswegweiser aussieht: in diesem Waldstück wurden zwanzig Kinder aus dem nahen Dorf von der SS erschossen.
        Die Denkmäler sind wie sie sind. Ich habe darüber nicht zu befinden. Steht mir nicht zu und wenn du da stehst, denkst du nicht an formale Fragen.

        In Gori, in Georgien, findest du ein Museum, das Stalin verherrlicht. Ein schwer zu ertragendes Denkmal. Im Park vor dem Museum kannst du dann wenigstens den üblen Geschmack, den das verursacht, mit Bier runterspülen.

        1. @ 1211:
          Die Frage war ja: „Welche “ Monumente und Denkmäler“ hinterließ Stalin der Menschheit?
          Nicht: „Welche Monumente und Denkmäler von sich selbst“ hinterließ Stalin der Menschheit.
          Und so hat es Rötzer auch nicht geschrieben.

          Was die Stilkritik an den Denkmälern angeht, bin ich auch neutral. Schön sind sie aber mit Sicherheit aus kaum einer Perspektive, protzig und monumental sicher auch.
          Weissrussland ist ja auch ganz besonders schwer getroffen worden, noch schwerer als alle anderen Regionen der Sowjetunion.

          1. Das hatte ich auch so verstanden, denke aber, dass es nicht stimmt. Zum Beispiel wurde das Siegerdenkmal in Stalingrad, das als Beispiel unter deinem Link zu finden ist, erst 1967 und nach acht Jahren Bauzeit errichtet.
            Hitler wollte tatsächlich Bauten hinterlassen, die für immer mit seinem Namen verbunden sein sollten. Da war die Architekturkritik englischer und amerikanischer Bomber sehr wirksam, das zu verhindern.
            Von Stalin weiß man, dass er sich alle Filme anschaute, in denen er dargestellt wurde. Das waren etliche und für die bei privaten Vorführungen anwesenden Darsteller und sonstige Filmemacher eine höllische Prozedur. Er soll während solcher Aufführungen keine Mine verzogen haben und wenn er am Ende des Films zufrieden war , klatschte er ein paar Mal in die Hände. Eine Frage von Leben und Tod.
            Sein Bild vor der Geschichte war ihm wohl auch ein Thema. in dem Museum, von dem ich schrieb, findet sich ein Zitat an hervorgehobener Stelle, wo er erklärt, dass erst spätere Generationen verstehen werden, wie richtig alles war, was er tat. Ich denke, dass für ihn die Sowjetunion selbst sein „Vermächtnis“ sein sollte. Aber von Monumenten, die von ihm initiiert wurden, weiß ich nichts. Dass ich es nicht weiß, begründet nicht, dass es nicht ist. Kann man ja durch konkrete Hinweise ändern.

  5. Eine wichtige Nachricht, dass Trumpi, den man einst nachsagte, keinen Krieg begonnen zu haben, obwohl die Sparte Sanktionen ohne völkerrechtliche Bestätigung, sprich Vereinte Nationen, zum Wirtschaftskrieg gehört, nun Speers Hitlermanie an den Tag legt. Was aber ist mit des deutschen Michels Heimatland, wo die Parteiendiktatur des Bundestages, die im Reichstag hockt, der DEM DEUTSCHEN VOLKE gewidmet ist, sowjetische Ehrenmale nicht mehr schützt und sie sogar abreißen will? Die jetzige Parteiendiktatur, die sich einig darin ist, nichts gegen die SS Manie der drei baltischen Länder zu unternehmen, im Gegenteil, deutsche Jugend mit der Bundeswehr abstellt, um diese SS Nachfolger vor angeblich russischen Angriffen zu schützen? Die Parteiendiktatur, die tausend Milliarden Schulden aufnimmt um die Infrastruktur für den Aufmarsch gen Osten in Ordnung zu bringen und weiter aufzurüsten, vor allem weil man das faschistische Kiewer Regime gegen die Russen unterstützen muss. Eine Parteiendiktatur, die über Verhältniswahlen/Listenwahlen, also mittelbare Wahlen an den Futtertrog gelang. Mittelbare Wahlen, die nach Art. 38 GG Grundgesetz-widrig sind, umso mehr das GG seit 1990 rechtsungültig ist, da der verfassungsgebende Kraftakt des deutschen Volks , der in der Präambel prankt, erstunken und erlogen ist (http://www.bundvfd.de/wp-content/uploads/2016/09/opelt-recht-04-050601.pdf)
    Was ist nun wichtiger Trumpis Manien oder die Schlafmützigkeit des deutschen Michels zu beenden?

  6. muss ja,
    Berlin war ja 45 noch schöner.
    Eine Stadt muss wie ein Käsekuchen aussehen, dann ist sie lecker.
    Konfrontation macht Kriege, Kriege sind ja so schön.

  7. Besonders unter den selbsternannten „Erwachten“ (in Abgrenzung zu den sogenannten „Schlafschafen“) der alternativen Medienszene ist bis jetzt nur spärlich eine realistische Einschätzung zu der monströsen und radikalen“Machtergreifung“ des Orangen und seiner Schergen zu beobachten. Was da abgeht, wird noch völlig unterschätzt. Allerdings sind viele immer noch in Ekstase über „die Rückkehr der zwei Geschlechter“ und ein gerütteltes Mass an white supremacy, was eine objektive Beurteilung trübt (sofern man nicht ohnehin einfach ein tumber Trumpster ist).

    1. In der Tat. Zu Viele haben geglaubt, glauben wollen, dass Trump doch irgendwie besser sein müsste als die verhassten Demokraten und das woke Regiment in den USA. Das er den Krieg beendet usw. usw.
      Zu Viele sagen auch jetzt noch, das wäre doch alles nur Trump-Bashing.
      Aber sich von liebgewonnenen Vorstellungen zu lösen, einzusehen, dass man sich getäuscht hat, kann manchmal sehr schwierig und langwierig sein.

      1. Er hat den Kontakt mit Russland wieder aufgenommen. Dieser Artikel in der NYT hat ja gerade zugegeben, dass das praktisch von vornherein ein Krieg der NATO, vornehmlich also der USA gegen Russland war, und die Ukraine nur das Fußvolk stellen durfte. Und Biden hatte seit drei Jahren keinen Kontakt mehr aufgenommen, es gab nicht einmal funktionierende Botschaften auf beiden Seiten. Zwischen den zwei stärksten Atommächten, die sich in einem nur notdürftig getarnten Krieg miteinander befinden.

        Ohne im geringsten seine politischen Vorstellungen zu teilen, diese ‚vertrauensbildende Maßnahme‘ werte ich doch positiv und nehme sie erleichtert zur Kenntnis.

        Die Idee allerdings, erst nach einem ‚bedingungslosen‘ Waffenstillstand echte Verhandlungen aufnehmen zu wollen, ist eine – vermutlich gewollte – Totgeburt, die das Zeug hat, genau diese Verhandlungen zu verhindern. Das ist immer noch der alte Kellog-Plan, vermutlich gedeckt von Waltz und Rubio.

  8. „die Hauptstadt der größten Nation in der Weltgeschichte“
    Pfffft!! Hat der Kerl noch nie von Germania gehört?
    Existieren die Pläne und Modelle noch? Die könnte man ihm doch verkaufen und dafür eine Absenkung der Automobil-Steuern erwirken.
    Und die Museen und Buchhandlungen säubern? Das Entfernte am besten verbrennen. War ja schon einmal eine richtig tolle Idee.

    Ich spare mir mal den Herrn Liebermann zu zitieren.

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