
Die Lehre vom Kollaps
Was passiert, wenn das, was wir für selbstverständlich halten, langsam zu bröckeln beginnt?

Angriff auf militärische Einrichtungen in Kiew. Shogui: „Es kann jeden Moment passieren“
Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas sieht Russland in der Defensive und will wohl deshalb weiter Verhandlungen blockieren, auch indem sie für die EU im Rahmen des […]

Auf den Spuren der deutschen Besatzer
Ein Besuch im Donbass (Donezk, Bachmut und Konstantinowka, Mai 2005). […]

Die umstrittenen Helden der Ukraine
Die Umbettung des ukrainischen Nationalistenführers Andrij Melnyk hat international heftige Reaktionen ausgelöst. Der Artikel beleuchtet die historischen Wurzeln der OUN, die Rolle von Bandera und […]

Die Superreichen als „Vogel in der Mine“
Ein Programmierer hat auf einer Website ein Apokalypse-Frühwarnsystem eingerichtet, um zu erkennen, wann plötzlich Privatflugzeuge der Superreichen unterwegs sind. Weil die gut informiert seien, würden […]

Argentinien: Ein Paradies für Geldwäscher
Javier Milei hat beste Chancen, in Sachen Geldwäsche einen neuen Rekord aufzustellen. Die offiziellen Institutionen wie der Internationale Währungsfond (IWF) und die Europäische Kommission schweigen, […]

Der Wehrmachtsoffizier, der seinem Land die Niederlage wünschte
Leo Ensels Großvater war im Zweiten Weltkrieg als Arzt auf den Ost-Feldzügen – und dadurch fürs Leben verstört worden. […]

Deutscher RT-Journalist fordert Bombardierung Deutschlands
Den Journalisten Gert Ewen Ungar gibt es nicht mehr – aus ihm ist ein Propagandist geworden, der sich um journalistische Mindeststandards wenig schert. […]

Die Rückkehr der Sippenhaft nach Deutschland
Zu den Strafmaßnahmen gegen die Mutter des Journalisten Hüseyin Dogru. […]

Empfinden KI-Modelle Freude oder Abscheu?
Papst Leo spricht KI Emotionen apodiktisch ab und warnt vor. KI-Tools sind sich nicht sicher, ob die Enzyklika nicht von einer KI, zumindest teilweise, verfasst […]

Auf den Spuren des Irrsinns
Kiesewetter und sein Feldzug gegen Russland. […]

Matt in einem Zug
Jeder Trainer der dritten Liga macht sich zehn Mal mehr Gedanken über den Gegner im nächsten Pokalspiel als unsere Politiker über die Möglichkeiten des russische […]

Hat die Demokratie noch eine Zukunft, Frau Guérot?
Krise der Demokratie, wachsender Autoritarismus, schwindendes Vertrauen in Institutionen: Steht unser politisches System vor einem grundlegenden Umbruch? […]

Hormuz, Helium und Halbleiter
Was als Energiekrise begann, trifft jetzt das Nervensystem der globalen Chipproduktion und KI-Entwicklung – und die USA profitieren. […]

Die Stadt im Luftkrieg: Terror und totale Zerstörung
Von Luftschutzräumen zur Entdichtung der Stadt als "luftangriffssichere Gliederung", die den Ideen der Urbanisten für die neue Stadt und dem sozialen Wohnungsbau in den Nachkriegsjahren […]

Die Nächte von Mukran
Ein tiefes Brummen raubt vielen Menschen rund um Mukran den Schlaf – und immer mehr Anwohner dokumentieren die Nächte selbst. Auf Rügen wächst das Gefühl, […]

Umfrage: Halten Sie einen Waffengang für unausweichlich?
Fürchten Sie, dass ein europäischer oder vielleicht sogar globaler Krieg unausweichlich wird? […]


Nicht uninteressant, diese Betrachtungen. Derlei muss ich mir mal noch etwas länger durch den Kopf gehen lassen – jedenfalls kann ich hier wirklich mal sagen: Das Nachdenken hierüber will ich nicht den „Preppern“ überlassen (wobei die wohl eher wenig denken, zumindest im eigentlichen Sinne).
Jetzt noch was ganz Anderes: Hie und da ist zu lesen von „an die 30 Autoren, die dem Westend-Verlag den Rücken kehren“. Was auch immer dran sein mag: Beenden kann man natürlich nur eine Zusammenarbeit, die es auch gibt. Eine schon vor langer Zeit eingeschlafene Autorentätigkeit ist halt faktisch schon keine mehr, also bitte keine Wichtigtuereien, liebe 30!
Interessanter Artikel, mit einigen Ideen, Thesen und Theorien, die weiter verfolgt werden können. Was mich aber ein wenig irritiert: Wenn diese urbane und komplexe (schon aufgrund der Anzahl der Teilnehmer) Gesellschaft sich der (Er)Duldung und dem Glücksspiel hingibt, was sollen die Annahmen aus diesem Artikel bringen? Dass wir uns der Vorfreude auf den Kollaps mit einem anschließend ausgedehnten »The Purge«* heiter entgegenwerfen? Das wäre doch genau so ein Glücksspiel wie konsequenter Eskapismus? Oder doch lieber ein »Eat The Rich« inszenieren?
* Anm: »The Purge« ist ein Film, in dem eine alljährliche Säuberung stattfindet, bei der auch Mord erlaubt ist. Also eine Art Karneval ohne Kostüme, dafür mit Waffen…
Letzteres, propagiere ich seit über 50 Jahren, weil die uns nämlich loswerden wollen.
Die, oder wir!
Meine Rede, seit vielen Jahren.
Die Prepper sind die wahren Helden.
Die Russen sind eh allemal pragmatischer als der westliche Zeitgenosse.
Das ist ein Text, vor dem – und infolgedessen seinem Autor – ich Respekt habe, obgleich ich ihn in der vorgetragenen Form von Anfang bis Ende für eine spezifische Ausdrucksform einer spezifischen Gestalt von Kleinbürgerlichkeit erachte.
Erachtest Du das für genug des Respekts, Modmachine?
Warum „kleinbürgerlich“?
Das Mantra der Neo-Darwinisten, seit über 50 Jahren von Biologen widerlegt, aber unausrottbar auf den aktiven Marktplätzen der „Intelligentsia“, gespeist von nichts anderem, als dem nackten Willen zur Selbstbehauptung kleinbürgerlicher Akteure in einer der Gesetzlichkeit des Geldes unterworfenen Konkurrenz. Positiv wie negativ: Auch für das Scheitern dieser Modelle in der Konkurrenz bietet ein psychologistisch aufgepeppter Neo-Darwinismus einen Marktladen voller „weiß warums und wozus“ an, welcher der Selbstrechtfertigung und Selbstbeweihräucherung das passende Material liefert.
Und übrigens galt dasselbe, wenngleich in etwas modifizierten Gestaltungen, für die „realsozialistische Intelligentsia“, erstens, weil der Realsozialismus Mittel der privaten Bereicherung zum gesellschaftlichen Instrument ausgeformt hat, zweitens, weil am End (also mit der Konsolidierung des Stalinismus) die „gesellschaftliche Produktion“ genau zwei Aufgaben hatte: Das sozialistische Staatswesen zu bereichern PLUS die Privatleben sozialistischer Bürger aufzufüttern und auszustatten.
That said braucht ein Kleinbürger, der wie Orlov gestrickt ist, nur mit Aufmerksamkeit, Willen und Bewußtsein sage für ein Jahr als Prolet arbeiten, um von dem Bullshit abrücken zu können. In einer Markthalle, auf einer größeren Baustelle, in einer Werkhalle, und auch in den meisten Sweatshops mit sage mehr als 12 „Mitarbeitern“. Der Widerspruch und -streit zwischen „gesellschaftlicher Produktion“ und privatem Zurechtkommen in der Konkurrenz unter Geld- oder anderer Kommandowirtschaft führt ubiquitär zu Bruchstellen in der Seele der Betroffenen, die nahezu täglich virulent werden und drückt sich in der Hauptsache in den kognitiven Dissonanzen zwischen „gesellschaftlicher Moral“ und „Privatmoral“ aus.
Jede dieser Produktionsstätten bietet das Material und Potential für ein Zusammenwirken der Individuen – und keine Gesellschaft ist etwas anderes, als eben das, wenn institutioneller Widerspruch entfällt, der Kriege zwischen den Beteiligten entfacht – die in etwas mündet, was gemeinhin „kollektives Handeln“ geheißen wird, aber nichts weiter ist, als individuelles Handeln in einer Population, historisch in einem Stammeswesen.
So, hier schließe ich, den Rest des Textes kann der Leser selbst daran aufrippeln.
Erkenne nur ich in dem Orlovschen Text beißenden und bitterbösen Sarkasmus angesichts der Unfähigkeit des Homo sapiens den drohenden zivilisatorischen Untergang abzuwenden?
Hat mich animiert, beizeiten hier auch die vergangenen Beiträge von Juri Orlov zu lesen.
Klasse Artikel!
Die meisten Männer die ich kenne haben diesen prepper-Instinkt. Meist nicht ausgesprochen (das Power-level muss verborgen bleiben), da das Gespräch über prepping und Endzeit schnell Cringe wird. Dennoch bleibt es irgendwo im Unterbewusstsein ein Thema, sichtbar an Vorratskammern, Jagdschein, angesammelten Skillsets, Netzwerken.