
Trump „liebt“ die Inflation, die EZB erhöht frühzeitig den Leitzins
Ein zentrales Wahlversprechen von Trump war, die Inflation zu senken. Die ist heute aber höher als in seinem Wahlkampf 2024. Die hohe Rate dürfte ungemütlich für den US-Präsidenten werden, da auch die US-Notenbank bald an einer Leitzinserhöhung nicht vorbeikommt, sollte die Straße von Hormus geschlossen bleiben.

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Frage ans Forum:
Wenn Trump sich positiv über die Inflation äußert dann macht ihnen das zu einen Linksliberalen oder nicht ?
Ich würde eher in diese Richtung argumentieren: Wenn Trump sich positiv über die Inflationsrate äußert, dann sollten sich 90 Prozent der Bürgerinnen und Bürger ernsthaft Sorgen machen über die Inflation. Die anderen 10 Prozent profitieren von der Inflation. Selbstverständlich gibt es bei der Inflation nicht nur Verlierer, sondern auch Gewinner und das sind nicht die Mittelschicht, die Armen und die Obdachlosen.
Das ist wie beim Krieg. Da glauben auch viele, dass der Krieg für alle schlecht wäre und für die breite Masse bzw. meisten Bürgerinnen und Bürger ist das auch so. Es gibt aber auch Leute, die vom Krieg profitieren und je länger ein Krieg dauert wie z. B. der Krieg in der Ukraine, desto länger profitieren die Aktionäre, Manager und Lobbyisten der Rüstungsindustrie davon. Das sind aber auch diejenigen, die nicht an die Front gehen, dort kämpfen und sterben. Das sind auch keine Masochisten. So bescheuert sind die nicht, denn dann hätten sie ja nichts mehr von diesen Milliardengewinnen.
Es muss ein Kapitalzinsverbot geben. Die Inflationsrate sollte im Durchschnitt bei Null liegen. Bitte klicke auf „Oneironaut“.
bei Geldnot lohnt die Frage an eine geeignete KI:
wie muss ich Omas Arm verdrehen damit ich Geld
für ein neues Fahrrad bekomme.
Antwort sollte sein:
„Nehmen Sie den Arm und drehen Sie ihn in Richtung Rücken,
aber nicht soviel dass er bricht.“
Ich finde das ausgesprochen nachsichtig,
bei Finanzhaien findet man solches wahrscheinlich nicht.
Daher: Sollte man den Kapitalismus nicht vielleich vollständig in die Obhut der
Elektronengehirne geben ?
Trump ist die totale Lachnummer, wo sind eigentlich die gesamten Fan-Boys hin, die hier das Forum lange geflutet haben?
Zu dem was u.a. in der West-Bank passiert (Sonntag 21.06.2026) :
Die Siedler und das Militär blockieren in der Ashkara-Gegend im Süden von Hebron die Zufahrt (es wird Dreck oder Müll aufgehäuft um die Strasse zu blockieren). Die Siedler lassen in Susya und She’b Al-Butm in Masafer Yatta, südlich von Hebron ihre Schafe auf die Felder der Palästinenser. Die Siedler zünden in Burqa, östlich von Ramallah die Felder an. Die Siedler nehmen in Qaryut, südlich von Nablus einem Palästinenser sein landwirtschaftliches Feld weg (der Traktor wird raufgefahren und er darf das Feld nicht betreten). Ein Siedler versucht in Abu Falah, östlich von Jerusalem ein Kind zu überfahren (Blutergüsse). Die Sielder greifen in Al-Masoudiye, nordwestlich von Nablus einen Palästinenser an und verursachen einen Unfall (evtl. wurde das Kraftfahrzeug von der Strasse gedrängt). Die Siedler haben in Turmus Ayya ein Zuhause und eine Familie belagert und verhinderten Versuche, sie zu erreichen oder ihnen zu helfen. Die Siedler greifen in Al-Rashayda, südöstlich von Bethlehem an (und verletzen mehrere Palästinenser). Die Siedler begeben sich in die Sha’ab Al-Lawz Gegend, westlich von Al-Mughayyir und nördlich von Ramallah. Ein Siedler stiehlt in der Al-Aqaba-Gegend in Deir Jarir, östlich von Ramallah ein Kraftfahrzeug. Die Siedler greifen auf der Strasse nach Ramallah, (Al-Ma’rajat-Strasse) an (evtl. Belästigung). Die Siedler beschädigen in der Tubas-Gegend die Wasserzufuhr und stehlen Wasserleitungen.
Es wurde vor zwei Wochen Saber Al-Amital, 21, ohnmächtig in seiner Gefängniszelle aufgefunden (nach Angaben vom Anwalt „schwere Verletzungen und Blutergüsse“, gesund vor der Festnahme) und ist verstorben (evtl. 110 Tote in den Gefängnissen).
Das Militär begibt sich nach Nablus. Das Militär schiesst in Al-Kassarat-Gegend in der Nähe vom Qalandia-Flüchtlingslgaer nördlich von Jerusalem mit Leuchtlichtern. Das Militär zerstört in der Al-Junaid Gegend westlich von Nablus die Gedenkstätte zweier getöteter Palästinensers (Mohammed Abu Bakr, 23 und Yousef Shtayyeh). Die beiden gehörten zum Lion’s Den (Höhle der Löwen, von den Vereinigten Staaten sanktioniert) und wurden vom Militär am 22.02.2023 erschossen (10 Palästinenser wurden erschossen, mindestens 55 wurden verletzt). Zu dem Zeitpunkt hatte das Militär in der West-Bank bereits 94 Palästinenser, darunter 17 Kinder getötet.
Das Militär begibt sich südlich von Jericho in das Aqabat Jabr-Flüchtlingslager, nach Nablus, nach Qaffin nördlich von Tulkarm (eine Verhaftung). Das Militär wirft in Rashayda in Betlehem mit Tränengas auf friedlich demonstrierende Palästinenser. Das Militär begibt sich nach Faqqu’a, nordöstlich von Jenin und nach Deir Ballut, westlich von Salfit.
Das Militär schliesst die Altstadt von Hebron für Palästinenser und Journalisten damit keiner sieht wie die Siedler umherlaufen. Es wurden im Libanon in den vergangenen 48 Stunden mehr als 84 Menschen getötet.
Zu dem was in Gaza passiert:
Das Militär greift im Al-Shati-Flüchtlingslager nordwestlich von Gaza-Stadt an (ein Toter, Verletzte). Das Militär bombardiert in Al-Mawasi (und tötet Akram Mohammed Abu Madi und Julia Al-Balawi, 8, sie spielte draussen am Zelt des Grossvaters als die Bombe einschlug). Das Militär nimmt in der Nähe des Abu Hamid-Kreisverkehrs in Khan Younis sieben Palästinenser fest. Das Militär beschiesst (Al-Tahliya-Kreisverkehr) östlich von Khan Younis (1 Verletzter). Das Militär begeht einen Luftangriff westlich von Khan Younis auf das Al-Israa-Lager (3 Verletzte, darunter ein Schwerverletzter). Das Militär schiesst und verletzt im Al-Firdous-Lager eine Palästinenserin. Seit einigen Tagen gibt es nicht zu allen Toten eine Altersangaben. Die landwirtschaftliche Nutzfläche wird verbrannt. Die Wohngebäude werden zerstört. Es werden die Unternehmen nach Anzahl der zerstörten Wohngebäude bezahlt (The Guardian).
Seit dem Waffenstillstand im Oktober wurden mehr als 1.021 Palästinenser ermordet. Es gibt mehr als 3.249 Verletzte.
Mitmachen bei der Einforderung der Menschenrechte für Palästina.
Tun Sie bei der Unterschriftenaktion mitmachen und an andere rumschicken.
https://eci.ec.europa.eu/055/public/?lg=de
Flassbeck würde energisch widersprechen.
Wenn die Inflation nicht aus einer übermäßigen Erhöhung der Nachfrage herrührt, hat es keinen Sinn, diese mittels Zinserhöhungen abzuwürgen. Und das ist seit Monaten (Jahren) der Fall, da nicht die Nachfrage aufgrund zu niedriger Preise „heißläuft“, sondern das Angebot wichtiger Rohstoffe (vor allem Öl und Gas) verknappt wird, und daher bei gleichzeitig sinkender Nachfrage (!!!!) die Preise steigen. Teils künstlich durch die unseligen Sanktionen gegen Russland, teils als Folge irrsinniger Kriege (Iran/Straße von Hormus). Oder auch wegen des irren KI-Booms, der die Preise für Speicher (Arbeitsspeicher, Massenspeicher für PCs und Server) in ungeahnte Höhen trieb. Jetzt verteuert man die für Endkunden noch weiter…..
Ist das vernünftig? Flassbeck würde energisch widersprechen….
@Heinz
Danke für diesen Hinweis, das macht mir Hoffnung!
Die durch Rohstoffverknappung ausgelöste Preissteigerung rein rechnerisch in den Griff bekommen zu wollen, indem man durch steigende Zinsen die Immobilienpreise drückt, ist in etwa so sinnvoll, wie die rechte Hand in den Kühlschrank zu legen, weil man sich die linke Hand verbrannt hat; im Schnitt mag das rechnerisch ’ne angenehme Durchschnittstemperatur ergeben, bringt nur leider nichts.
Danke!
Sowas kommt aber eben heraus, wenn man die wirtschaftliche Realität nur noch durch die Preisbrille betrachtet. Wenn die Preise übermäßig steigen, muß die Nachfrage gedrosselt werden. So einfach kann die Welt aussehen, wenn man sie durch die monetäre Brille betrachtet. Also ohne Blick auf die jeweilige Ursache. Daß das bei existenziell wichtigen Ausgaben (Energie, Lebensmittel etc.) unmöglich ist, es sei denn, man will hungernde und frierende Menschen haben, „damit die Inflation gebremst wird“, weil sie sich Lebensmittel und Energie nach weiteren, zinsbedingten Preiserhöhungen gar nicht mehr leisten können, geht in die Köpfe der Neoklassiker halt nicht rein.
Ja würde er, hat er auch in der letzten Informationsphase und lag auch da falsch. Der findet immer eine Begründung, die Zinsen nicht zu erhöhen, zum Glück ist auch Lagarde irgendwann von der Realität überholt worden. Den Ideologien ficht das nicht an. Er blubbert weiter für die Blase.
Sehr geehrtes Overton Magazin, sehr geehrter Hr. Streck,
leider ist ihre Analyse fehlerhaft und ihre Aussagen grob oberflächlich. Wir hatten 2021 keine Inflation, wie auch heute nicht. Es ist ein Energiepreis-Schock, der durch sämtliche Teile der Wirtschaft geht, wenn Energie ist nun mal die Grundlage für jede Handlung im Universum. Das ist Physik.
Geld wiederum ist die Grundlage allen wirtschaftlichen Handelns in einer arbeitsteiligen Gesellschaft. Der Preisschock ist ein Angebotsschock. Energie ist zu knapp, daher nutzen die Anbieter der Energie ihre Chance auf Profit und erhöhen die Preise. Das hat nichts Inflation zu tun, die sich auf der gefürchteten Lohn-Preis-Spirale gründet. Von dieser sehen wir aber gerade nichts. Die Lohnabschlüsse sind wieder unter dem Preissteigerungsniveau. Diese treiben also nicht die Preise. Das aber wäre der funktionale Zusammenhang einer Inflation: Löhne treiben die Preise, da sie Teile dessen sind, die hohen Preise erzwingen Lohnsteigerungen, um die Preise zu bezahlen, usw. usf.
Es wird sich aber die Nachfrage verringern: Wenn wir mehr für Energie ausgeben müssen, diese ist kaum substituierbar, bleibt für alles andere weniger Geld. Es wird unserem Wirtschaftskreislauf schlichtweg das Geld entzogen. Es geht zu den (ausländischen) Mineralölkonzerne. Die übrigens die Preise schon erhöht hatten, als in Europa noch alle Warenströme liefen und die Änderung der Ölimport absehbar, aber noch nicht realisiert war. Das geht nämlich nicht innerhalb von weniger Tagen. Tanker benötigen länger auf ihrem Weg nach Europa. Die Konzerne und ihre Verkäufer erhöhen also die Preise, das Geld geht also an sie statt in andere Teil der Wirtschaft. Wir können mit dem weniger Geld schlicht nicht einkaufen! Nun woher soll das Geld nun kommen?
Von den vielen Mechanismen die man sich vorstellen könnte zur Regulierung dieser Teuerung, ist tradiert, dass die Staaten das Geld erzeugen, um die Wirtschaft am Laufen zu halten. Die Händler und Dienstleister und Produkteure können ihre Preise nämlich nicht einfach reduzieren, um mit weniger Geldmenge die gleiche Gütermenge zu handeln innerhalb Deutschlands. Das müsste alle tun. Allerdings spricht viel dagegen: Wer seine Preise senkt, bekommt sofort einen Nachteil: Sein Profit sinkt. Außerdem müsste diese Absprache vermittelt werden. Dieser Mechanismus ist schlichtweg nicht entwickelt worden. Nein, es ist üblich, dass der Staat als Investor einspringt und Leistungen kauft. So wird der Wirschaftskreislauf am Leben gehalten. Das geht aber nur, wenn ein Staat sich zu niedrigen Zinsen verschulden kann.
Es könnten auch Unternehmen Schulden aufnehmen und den positiven Wirtschaftsimpuls zum Wachstum der Wirtschaft setzen. Große Firmen sind heute Geldmaschinen für die Reichen sind und haben nicht mehr ihre Aufgabe in der Befriedigung der Bedürfnisse der Menschen. Daher setzen Unternehmer diesen Impuls nicht. Sie können es aber auch nicht, wenn die Zinsen zu hoch sind.
Im Artikel wird behauptet, dass die EZB die schwache Wirtschaft mit den hohen Zinsen stützen will. Wie der eben genannte Zusammenhang zeigt, muss ich das leider als Unsinn bezeichnen: Höhe Zinsen würgen immer die Investitionstätigkeit ab. Bei realer, echter Inflation mit einem rasanten Lohn-Preis-Wachstum soll das auch passieren, um das System wieder zu beruhigen und die Lohnforderungen wieder einzudämmen, die Preisesteigerung zu hemmen. Aber eine schwache Wirtschaft bedeutet, definiert sich durch ein schwaches Wachstum. Höhere Zinsen würden diese schwache Investitionstätigkeit ab. Wenn die Preise trotzdem steigen, aber die Lohne nicht mehr steigen, dann kaufen die Leute weniger, dann haben die Unternehmer weniger Einkommen. Dann haben diese noch weniger Grund in ihre Firma und ihre Angestellten und deren Löhne zu investieren, denn sie müssen nun ihre Firma retten und Menschen entlassen, damit man weniger Lohnkosten hat und bei geringerer Nachfrage trotzdem noch genügend Einkommen hat, das man in Löhne auszahlen kann. Denn die Produktion und die Vorprodukte kosten eben weiterhin Geld. Und da es anderen Unternehmern auch so geht, werden die Preise nicht günstiger, aber die Arbeitslosen werden mehr. Damit wird weniger gekauft.
Die Zinserhöhung bei einem Preisschock, besonders einem Energiepreisschock zeugt nach meiner Auffassung bei der EZB von Unfähigkeit, eine Volkswirtschaft zu beschreiben und ihr Verhalten vorherzusehen. Leider machen sie Hr. Streck diese Ansicht nicht nur zu eigen, sie übertreffen sie auch noch.
Ich hoffe Hr. Lapuente, dass sie diesem Artikel einen Kommentar von Prof. Flassbeck, Fr. Speicker oder Hr. Höfgen oder einem anderen nicht Neoklassiker entgegenstellen. Mit Verlaub das ist Blödsinn. Wenn er allerdings so herunter erzählt wird, ohne Argumentation, kann die gesamte Wirtschaft durch die falschen Maßnahmen wie Leitzinserhöhungen in die absolute Katastrophe gestürzt werden. (Siehe Griechenland?) Das passiert nun schon seit über 40 Jahren. Mindestens seit der zweiten Ölkrise als die Bundesbank bei einem Energieschock die Zinsen erhöhte. Ich empfehle ihnen Hr. Streck die Lektüre der Relevanten Ökonomik von Prof. Flassbeck. Dort kann man eben anhand der zweiten Ölkrise gut nachvollziehen, warum die Zinserhöhungen bei Preisschocks und Geldwertstabilität als Ziel der Bundesbank ein Fehler sind.
Ach Gott, nrin wir haben das nur geträumt. Was sich Leute so alles einfallen lassen um die Evidenz xu negieren. Hst hslt der Gurubder Sekte verkündet, da hat man dran zu glauben.