Gedanken über Krieg und Frieden

Auf den Spuren der geopolitischen „Grammatik“.

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Ein Kommentar

  1. Ein anregender Text, zu dem ich den Autor beglückwünschen möchte. Ein begrifflicher Vorschlag – ich möchte die Begriffe ‚kalt‘ und ‚warm‘ leicht konkretisieren, indem ich sie durch das Wort ‚kinetisch‘ ersetze. Gemeint ist in beiden Fällen, dass physische Gewalt angewendet wird, oder eben nicht. In einem gewissen – für eine diesbezügliche Präzisierung ist hier nicht der Ort – Sinn leben Menschen immer im Krieg. Wobei es hier nützlich erscheint, Krieg als politisch-gesellschaftliches Phänomen zu verstehen, nicht als mögliche Phase einer Auseinandersetzung unter einzelnen Individuen oder kleinen Gruppen. Also genauer – menschliche Gesellschaften, zumal staatlich verfasste, leben immer in einer Art Krieg. Nur dessen Intensität variiert. Dabei ist der Übergang von der nicht-kinetischen zur kinetischen Phase definierend für den eigentlichen Krieg, also das, was man darunter normalerweise versteht, obwohl ja z. B. auch sogenannte Sanktionen eine Kriegsform, eben eine wirtschaftszentrierte darstellen. Ein Minimalziel wäre es, die Form eines Konfliktgeschehens unter der Schwelle des kinetischen Krieges zu halten, denn dieser hat besonders nachhaltig negative und sichtbare Folgen, was die weitere Konfliktproliferation begünstigt. Dazu sollte man schon die Produktion von Waffen stark regulieren, ihre Anwendung unter eine Art Tabu stellen.

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