Unsere Strategie setzt auf ein Verheizen der Ukraine

Der Krieg in der Ukraine fiel nicht vom Himmel. Der Westen - wir! - haben eine große Schuld auf uns geladen, weil wir diesen Krieg provoziert haben. Ja, wir tragen daran mindestens so viel Schuld wie die Russen, die den Angriff auf die Ukraine verwirklichten.

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8 Kommentare

  1. Die Russen tragen gar keine Schuld an diesem Krieg!
    Wie oft muss ich das noch wiederholen?
    Dummes Gelaber…ich hab´s soo satt…. ▬|██████| ▬

    1. Die Russen tragen nicht die „alleinige Schuld“ an diesem Krieg und das muss so lange wiederholt werden, bis es der letzte geschnallt hat.
      Apropos, was genau bedeutet eigentlich diese abschließende, prächtige Zeichenkette?
      Für mich sieht es aus wie eine überdimensionierte Gürtelschnalle..?

    2. „Schuld“ ist nur ein subjektiver und relativer Begriff zur Einordnung der eigenen Position. In der Politik/Diplomatie sollte man lediglich über Ursachen und Wirkungen reden!

  2. „Frieden und Weltwohl neu denken
    J’ACCUSE!
    Über den Ukrainekrieg, Kriegsschuld und anderes

    von Roland Weinert ( Auszug Version 1, 04.05.2022 )

    Krieg in Europa – Deutschland wieder Kriegspartei – Friedensmahner verleumdet

    Im Namen des Weltwohles, des Weltfriedens wie auch im Namen aller Opfer von Krieg und Gewalt klage ich an:
    1. die Vereinigten Staaten von Amerika ( USA )
    2. die NATO-Mitgliedstaaten
    3. die G7-Staaten ( insoweit die G20-Staaten )
    4. die EU-Staaten
    5. insbesondere die deutschen Bundesregierungen seit 2005; hier die ehemalige Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel ( CDU ) qua Amt verantwortlich für die Richtlinien der Regierungspolitik nach Artikel 65 Grundgesetz
    6. die gegenwärtige Bundesministerin des Auswärtigen ( seit Dezember 2021 ) Annalena Baerbock ( Bündnis 90/Die Grünen )
    7. die meisten Abgeordneten der Deutschen Bundestage seit 2005 bzw. deren Parteien
    8. jene Abgeordnete des gegenwärtigen Deutschen Bundestages, welche am 28. April mit „Ja!“ zum „Antrag der Fraktionen SPD, CDU/CSU, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und FDP – Frieden und Freiheit in Europa verteidigen – Umfassende Unterstützung für die Ukraine (Drucksache  20/1550)“ stimmten
    9. stellvertretend diverse PolitikerInnen des Deutschen Bundestages sowie ein Mitglied des gegenwärtigen Diplomatischen Corps in Berlin.

    ***********************************************

    Die schnellstmögliche Herbeiführung eines größtmöglichen Weltwohles muss das oberste Ziel allen Denkens und Handelns in ziviler Bürgergesellschaft, Politik, Staat, Wirtschaft und Wissenschaft sein.

    I. Die Sonne der Vernunft steht in der Welt ( insbesondere in Deutschland ) wieder einmal sehr niedrig. Krieg in Europa tobt, Weltkrieg droht und der Deutsche Bundestag beschließt geschichtsvergessen, politikrevisionistisch und kriegsbluttrunken am 28. April 2022 „die Lieferung schwerer Waffen in die Ukraine“.

    1. Offener Brief an Bundeskanzler Scholz mit Folgen – Wieder einmal wird gehetzt und diffamiert in Bezug auf Menschen, die einfach anders ( und / oder kritisch ) über Tagespolitik in Europa denken, Fakten differenzierter einordnen und interpretieren. Mehr noch: BürgerInnen werden schäbig mit Unflat überzogen, die explizit Frieden wollen und sich für diesen einsetzen; freilich entgegen des verordneten Politik-Narrativs der etablierten Bundestagsparteien. Das ist in Deutschland sehr gefährlich. Aktuell betrifft das wieder einmal Intellektuelle und KünstlerInnen, die mit der Journalistin Alice Schwarzer einen offenen Brief an den Bundeskanzler schrieben und absichtlich falsch verstanden sowie hämisch bepöbelt werden. Denn sie sie treiben berechtigte Sorgen um, wenn sie ausführen: „Wir bitten Sie [ gemeint ist Bundeskanzler Scholz, RW ] im Gegenteil dringlich, alles dazu beizutragen, dass es so schnell wie möglich zu einem Waffenstillstand kommen kann; zu einem Kompromiss, den beide Seiten akzeptieren können.“ – Seit fast einer Woche, seit dem 29. April also, prasseln nach ‚bewährten‘ Schemata Hetze, Verleumdung und ‚Shitstorm‘ u. a. in den Sozialen Netzwerken von allen Seiten auf die UnterzeichnerInnen ein. Aus den meisten Kommentaren wird deutlich, dass sie den Brief nicht gelesen haben. Da wurde behauptet, die UnterzeichnerInnen träten dafür ein, sich gegen die Aggressionen der Russischen Föderation ohne Waffen bzw. gar nicht zu wehren. Das ist falsch, denn es heißt in dem offenen Brief: „Wir teilen auch die Überzeugung, dass es eine prinzipielle politisch-moralische Pflicht gibt, vor aggressiver Gewalt nicht ohne Gegenwehr zurückzuweichen.“

    Was lehrt uns dieses Fallbeispiel: Wenn Wahlkampf tobt ( und nicht nur dann ), wird jede Form von Stammtisch-Stimmungsmache genutzt, um den Souverän durch Täuschung und Verwirrung zu gewinnen. Derlei gehört zu den schäbigen Politikritualen unserer Zeit.

    Diese Art des Politik-Bashings ist nicht neu: Ich verweise beispielhaft auf die Aktion #allesdichtmachen ( ab April 2021 ) im Zusammenhang mit der Kritik an der Corona-Politik der Bundesregierung Merkel, welche Konzerne massivst begünstigte und Kunstschaffende massivst benachteiligte. Und ich verweise einmal mehr auf die Kritik an Pazifisten und Ostermarschierern an Ostern d. J. Dazu später mehr.

    DIE ZEIT macht jetzt ebenfalls mit in Sachen Offener Brief an den Bundeskanzler. Hinter diesem ‚Event‘ steht das Zentrum Liberale Moderne. Deutsche Denkfabrik in Berlin. Auf die Reaktionen seitens Politik und sonstiger Öffentlichkeit bin ich sehr gespannt. […]“

    AUSBLICK
    https://upload.gscdn.nl/uploads/15614037a1_WEFlijst.pdf

  3. Bei dem Herrn stören mich die falschen Dichotomien.

    Stark für den Frieden – schon mal daran gedacht, dass das Einsehen eigener Schwäche einen doch friedensbereiter machen könnte? Stark oder schwach hat nichts damit zu tun, ob Menschen friedlich oder kriegerisch sind.

    Eine andere falsche Dichotomie ist, er wäre für Verteidigungsfähigkeit, aber nicht Kriegstüchtigkeit. Also 20-30 Mrd pro Jahr zu verprassen für Bundeswehr wären okay, aber nicht 70 Mrd. Plus pro Jahr? Warum nicht einfach so: Wenn was passiert an der Ostfront, schicken wir die Freiwilligen wie den Herrn Professor im gediegenen Alter da hin, um den kriegslüsternen Russen Paroli zu bieten. Nein, nicht im Bunker, sondern im Schützengraben. Es müssen ja nicht ukrainische – oder deutsche – Bauern-, Handwerkersöhne oder HartzIV-Kinder sein? Jeder weiß, dann wäre das mit dieser tollen Verteidigungsfähigkeit schnell erledigt.

    „Kriege in Afghanistan bis Irak, die möglicherweise mit guten Absichten passiert sind.“

    Also die Weltkriege, Korea oder Vietnamkrieg sind wohl schon zu lange her. In Afghanistan gab es gute Absichten, von denen man sogar in den wikileaks lesen konnte:

    https://wikileaks.org/wiki/CIA_report_into_shoring_up_Afghan_war_support_in_Western_Europe,_11_Mar_2010

    https://wikileaks.org/clinton-emails/emailid/3122

    Diese These von Herrn Varwick ist leider nicht haltbar. Das könnte man noch für den Irakkrieg oder jeden anderen Krieg ausführen. Irgendwie kriegt er das intellektuell nicht richtig verarbeitet, was „Kriege sind gemacht“ und dann „Chaos bricht aus“, dass die, die diese Kriege machen, das Chaos durchaus wollen, bzw. in Kauf nehmen. Bspw. Vor dem Irakkrieg gab es genug Warnungen, dass es nach der US-Invasion einen Krieg in dem ehemaligen Kolonialstaat geben würde, zwischen Sunniten, Schiiten und Kurden. Gerade auch da müsste er sich fragen, ob er jemals die Kriegspropaganda der USA, den Irak zum Leuchtturm der Demokratie zu machen und Nation Building zu betreiben, geglaubt hätte? Wenn das so gewesen wäre, wäre er untauglich als Intellektueller.

    Seine Idee, dass man das Massaker von Szrebreniza hätte verhindern können, greift auch zu kurz. Jugoslawien musste weg, wie sie ein Teil der Staaten waren, die den 3. Weg wollten. Die Massaker waren gewollt, um Jugoslawien zu balkanisieren. Den Genozid in Uganda hätte die UN auch verhindern können, aber es ist nicht passiert. Die von mir heute schon angesprochenen Genozide in Jemen, Sudan und Gaza wurden und werden auch nicht verhindert. Er kommt aber natürlich nicht zu dem Schluss, dass westliche imperiale Mächte, also nicht nur die bösen östlichen Mächte, auch im 21. JH, was auch 2026 mit einbezieht, Genozid an für den Kapitalismus nicht verwertbaren Menschen völlig akzeptabel finden.

    Ich habe mir das jetzt 11 min angehört – reicht. Wie geschrieben: Der Herr Varwick sollte sich mindestens als Reservist bei der Bundeswehr melden, falls er das noch nicht gemacht hat. Die brauchen gerade dringend Männer, die bereit sind andere ihnen fremde Menschen zu töten. Sie brauchen Freiwillige – sonst wird gezwungen.

    Was soll hier eigentlich verkauft werden bei Overton, immer wieder? Egal ob dieser Politologe, Ex-Soldaten, Ex-Militärattachees etc. ? An wen ist das adressiert? An mich kann das nicht adressiert sein.

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