Ulrich Siegmund

Magdeburg sehen … und schämen

Lange hat man auf diese Wahl gewartet. In Sachsen-Anhalt, einer Fläche von nicht mal 5,8 Prozent der gesamten BRD, sollte ich das Schicksal des ganzen Landes entscheiden. Das war unfair gegenüber den Sachsen-Anhaltern. Friedrich Merz‘ Mehrheit ist jedoch stabil.

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19 Kommentare

  1. @“Magdeburg sehen … und schämen“
    Schämen muss sich vor allem die Altparteienkoalition aus CDU/CSU, SPD, GRÜNE, Schein-Linke und FDP, die ständig gegen die Bedürfnisse der Bevölkerung regiert haben und auch so weiter regieren wollen.
    Hohe Mieten, Wohngeld, Gesundheitsversorgung, Renten, Bildung,Energiversorgung, Benznpreise, Geldverschwendung für den Ukrainekrieg und Aufrüstung, für all das haben sie keine Lösung und behaupte es sei alternativlos.

    Über das Wahlergebnis der AFD muss man sich daher nicht wundern wenn man ständig gegen das Volk regiert.
    Zwar wird der Soziialraub unter der AFD noch massiver weitergehen aber das war nicht ausschlaggebend!
    Ausschlaggebend war der Unmut über die Allparteienkoalition und deren als alternativlos bezeichneten Politik.
    Die Altparteien sind nicht der Teil der Lösung, sie sind das Problem! Trotzdem haben sie angekündigt so weitermachen zu wollen wie bisher.Die Allparteienkoalition ist in ihrer Arroganz nicht zu übertreffen, sie sprechen nicht die Sprache der Bevölkerung, im Grunde verachten sie die Bevölkerung!

    Ein kleiner Hoffnungsschimmer:
    BSW mit 5,3% im Landtag,totgesagte leben länger.:-)

    Da geht das schöne schuldenfinanziierte Geld in Rauch auf
    Kein Geld, keine Raketen: Selenskyjs Ausstiegsplan, Trump droht Ukraine-Niederlage (Anm.:aber nicht nur Trump, sondern auch Merz, von der Leyen und Pistorius)
    https://m.youtube.com/watch?v=a58sTU419QE&pp=ygVSS2VpbiBHZWxkLCBrZWluZSBSYWtldGVuIiBTZWtlbnNreWpzIEF1c3N0aWVnc29sYW4sIFRydW1wIGRyb2h0IFVrcmFpbmUtTmllZGVybGFnZQ%3D%3D

    1. @Otto0815

      Als ein Zeichen, dass die Tage von Friedrich Merz als Bundeskanzler gezählt sein könnten, kann die Tatsache, dass er
      bei der Wahl in Sachsen-Anhalt auf Tauchstation gegangen ist, gedeutet werden.

    2. Ein kleiner Hoffnungsschimmer:
      BSW mit 5,3% im Landtag,totgesagte leben länger.:-)

      Das BSW als Ableger, als gehäutete Schlange der Mauermörderpartei.
      Wenn das die Hoffnung ist, möchte ich die Hoffnungslosigkeit nicht kennenlernen.

      Oder anders gesagt: wenn das BSW die Lösung ist, ist es am Besten, sich das Problem zurückzuholen; damit lebt es sich besser.

      Jedenfalls stellt man fest: eine Mehrheit der SA-Wähler möchte ein „weiter so“, indem sie den alten Klüngel-Parteien, wozu auch das BSW zählt, trotz all dem Totalversagen weiter ihre Stimme gaben.

      Macht fassungslos.

        1. Stimmt doch. Es ist bestürzend, daß auch auf dem Gebiet der früheren DDR die SED noch so viele Ankreuzer hat… Die SED-Diktatur war kein Spaß.

    3. @Otto0815
      > Schämen muss sich vor allem die Altparteienkoalition aus CDU/CSU, SPD, GRÜNE, Schein-Linke und FDP, die ständig gegen die Bedürfnisse der Bevölkerung regiert haben und auch so weiter regieren wollen.

      „Schein-Linke“ passt leider sehr gut.
      Die Zustimmung zu Merzens Megaschulden, deren Zinsen uns die nächsten 20 Jahre weh tun *1 werden und natürlich auf den Sozialtopf angerechnet werden , war für mich deren der Totenschein. Dazu kommt die die Lockerung der Schuldenbremse *2 wo die Linken mit zugestimmt haben. Da unbegrenzt, quasi noch teurer werden kann und wohl auch wird.

      Die SPD mit Pistorius natürlich nicht besser. Schein-Arbeiterpartei. Aber Die Linke will ja explizit als links der SPD wahrgenommen werden.

      *1) Laut Bund der Steuerzahler: Es wird mit Mehrbelastungen von jährlich 20 bis 25 Milliarden Euro gerechnet, je nach Entwicklung der Marktzinsen und der Kreditlaufzeiten

      *2) Lockerung der Schuldenbremse: Ausgaben für Verteidigung, Sicherheit und Ukraine-Hilfen können über die reguläre Schuldenbremse hinaus massiv und unbegrenzt erhöht werden.

  2. Nicht zu vergessen: In einer Woche sind Kommunalwahlen in Niedersachsen, wo die SPD-Behörden mehrere AfD-Kandidaten ausgeschlossen haben, weil sie als Beamte und Landtagsabgeordnete einer zugelassenen Partei offensichtlich zu verfassungsfeindlich gesinnt sind, um in Jever und Co. Bürgermeister zu spielen.

    Die Gerichte erkannten darin keine eilbedürftige Einschränkung der Demokratie. Die Kandidaten können ja ein Hauptverfahren durchlaufen – das wird dann vom BVerfG nicht zur Entscheidung angenommen, weil bis dahin die Legislaturperiode eh rum ist.

    Könnte interessant werden, selbst im Schröder-Land Niedersachsen. Womöglich bekommt die SPD da einen üblen Dämpfer, weil auf kommunaler Ebene die Leute deutlich weniger stabil „rot“ sind, als es die Landtagswahlen vermuten ließen.

    Mal sehen, ob es reicht, damit die Wahlkämpfer in MV und B sich gestärkt fühlen.

    1. @Heribert Wannsieder
      Im ehemaligen Ernst-Albrecht-Land (ehem. Ministerpräsident u. Vater von v. d. L.) wäre eine Wahlschlappe für die CDU nicht schlecht.
      Spannend dürften die Ergebnisse vor allem in den starken CDU – Kreisen wie Cloppenburg-Vechta und Verden werden.
      https://www.bundeswahlleiterin.de/bundestagswahlen/2025/ergebnisse/bund-99/land-3/wahlkreis-32.html
      https://www.bundeswahlleiterin.de/bundestagswahlen/2025/ergebnisse/bund-99/land-3/wahlkreis-34.html

      Leider ist das BSW in Nds nur schwach besetzt da zu wenig Personal.

    2. Gerichte sind Machtinstrumente des Staates, sie gehören genauso zur herrschenden Kleptokratie wie alle anderen Behörden.
      Ich weiß immer nicht, was mancher sich von den Taugenichtsen in Robe erhofft.

  3. Wenn man in einem Wahl-Programm nichts anderes anzubieten hat, als die rechtsextreme AfD zu verhindern, braucht man sich über das Wahlergebnis nicht zu wundern, zumal die CDU mit den viel rechtsextremeren Anhängern Banderas in der Ukraine, kein Problem zu haben scheint.

    Politiker von CDU/CSU, SPD, FDP haben nicht kapiert, dass die Mehrheit der Bürger sich mehr Sorgen darüber machen, wie sie mit ihrem Einkommen über die Runden kommen und ob sie ihren Arbeitsplatz und ihre Wohnung behalten werden, als um »westliche Werte« und ob die AfD die Wahl gewinnen wird.

    1. „Wenn man in einem Wahl-Programm nichts anderes anzubieten hat, als die rechtsextreme AfD zu verhindern, braucht man sich über das Wahlergebnis nicht zu wundern, zumal die CDU mit den viel rechtsextremeren Anhängern Banderas in der Ukraine, kein Problem zu haben scheint.“

      Wenn ein Bundeskanzler den Ruf der ukrainischen Faschisten und Judenmörder Slava Ukrajini ausruft und sagt man müsse die diese Ukraine bis zum Sieg unterstützen, das eigene Land aber verkommen läßt, seine eigenen Bürger vernachlässigt (um es diplomatisch zu sagen), dann muss man sich wirklich fragen wer hier Rechtsextremist ist.

      Thomas de Maizière (CDU) hat gestern bei Miosga inhaltlich gesagt:
      Die Regierung muss wieder führen und das Volk muss ihr folgen. Was sagt uns das?
      Das sagt uns, die Regierung muss als Dienstleister nicht dem Volk folgen, sondern das Volk der Regierung 🙁

      Was die AFD betrift so schwant mir, die AFD hat sich vermutlich bei Antoinio Gramsci für den Wahlkampf bedient.

    1. Wobei man das „linksliberal“ in Anführungszeichen setzen sollte. Das aktuelle „links“ tritt lediglich gegen diejenigen, die sich ihren Wohlstand noch erarbeiten konnten und dafür reichlich Steuern und Abgaben zahlen, nicht jedoch gegen die wirklich Reichen, die einen inzwischen recht eindrucksvollen Anteil des BIP beanspruchen, ohne irgendwas dafür zu leisten. Und das „liberal“ ist eher „libertär“, so nach dem Motto „mein Wohl geht über alles und Schäden bei anderen sind mir egal“! Einzig daß die AfD da jetzt der passende Gegenpart wäre, ist akut zweifelhaft.

  4. Ich glaube ja nicht daran, dass das Wahlergebnis zu irgend welchen Einsichten führt.

    Weder bei den Staats- und Oligarchenmedien noch bei den Politkaspern selbst.

    Und natürlich auch nicht bei den Wählern.

  5. Na ja, es gab und gibt ja noch mehr als nur die Landtagswahl in Sachsen- Anhalt. Im aus kleinen Fürstentümern zusammengewürfelten Thüringen hat sich das Trojanische Pferd des Bodo Ramelow und seines Geheimdienstkumpels Kramer eine eigene Partei gebastelt. Und der Genosse Ramelow will seine Besitztümer in Thüringen verlassen und zur „postfaschistischen“ Meloni nach Italien übersiedeln.
    Ob ihm die Ideologie der Frau Meloni dazu veranlasst hat, sagte er nicht. Vermutlich will er das zusammenintrigierte Steuergeld ( Politikerpension) in einem funktionierenden Staat verleben…
    Meiner Ansicht nach ist der Wahlsieg in S-A nur der Auftakt zur Ablösung der Parteien, die dem transatlantischen Imperium als Kompradoren gedient haben. Mit dem Niedergang dieses Imperiums und der zu erwartenden Integration der USA in die multipolare Welt werden die alten „Eliten“ schlicht überflüssig. Zumal die weder charakterlich noch intellektuell in der Lage sind, sich der sich verändernden Welt anzupassen. https://glenndiesen.substack.com/p/the-disorderly-transition-to-multipolarity

  6. Ich fands amüsant, wie die Brandmaurer sich gestern vor laufenden Kameras gefetzt haben. Nur gegen die AfD zu sein, ist eben kein Politikkonzept. Der zugeschaltete Tino Chrupalla grinste sich eis, vor allem wenn der „Alles Faschisten“-„Linke“ und der durchideologisierte SPDler sprachen.
    Da wird nie im Leben eine regierungsfähige Koalition entstehen.

    Ich freu mich, dass es trotz der Thüringer Abrissbirne für das BSW gereicht hat …

  7. Irgendwer wird in Magdeburg regieren und die ganze Veranstaltung wird immer mehr zur Farce. Immerhin hat das BSW den Achtungserfolg erzielt, den ich nicht erwartet hatte. Mal sehen, ob sich einige von den fünf Gewählten auch und wie schnell korumpieren lassen. Ich denke, sich jetzt wieder an die Seite der richtig und einzig Guten zu stellen, könnte lukrativ sein.
    Einen Auftritt zum Freundschämen darf ich grad noch ergänzen? Die Fraktionsvorsitzende der Partei, in der ich mal war, Frau Reichinek, wurde in Berlin vor die Kamera gelassen. In ihrem etwas wirren Vortrag erklärte sie voller Überzeugung, die Linke habe zwar an Zuspruch verloren, aber entschieden bei den Erstwählern gepunktet. Das war falsch und sie wurde im Interview mit der Realität konfrontiert und in der richtigen und wahren, also der unbestreitbaren Realität ist es die AfD, die alle andren übertraf. Kein Sorry, kein Bedauern, dass man falsche Informationen bekam oder falsch interpretierte, nichts. Stattdessen folgt ein Monolog von Phrasen ohne Bezug zum Thema und ich könnte vermutlich nicht mal wiedergeben, was sie vortrug, wenn ich es zum zweiten Mal hören würde.
    Reichinek kommt übrigens aus dem Land, dass jetzt über das Schicksal der Republik und der Welt entscheidet.
    Aus aller Verbundenheit, ich weiß, es ist nicht mehr als Sentimentalität, wünschte ich mir schon, dass die Partei Personal mit mehr Klasse an den Start bringen würde.

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