US-Soldaten in Afghanistan

Wie 20 Jahre „War on Terror“ den Überfall auf Venezuela ermöglicht haben

Nicht jeder Vergleich ist passend, doch einige sind notwendig, um zu verstehen, wie Trump Caracas angreifen konnte. 

mehr lesen

11 Kommentare

  1. Mich wundern whataboutismus und die Unfähigkeit, mehr als einen Grund gelten zu lassen. Ja, mittelamerikanische Staaten produzieren auch Drogen. Schön, dass der Autor darauf hinweist. Bedeutet das nun, dass Trump auch Mexiko angreifen muss? Er hat übrigens schon angedeutet, dass er dort eingreifen wird. Zuerst war jedenfalls Venezuela dran, weil es da am leichtesten ist, weil die Regierung es wollte (mit Ausnahme von Maduro). Die legen den USA jetzt monatlich ihren Haushaltsplan vor, und lassen ihn genehmigen. Und klar, es geht ums Öl, aber es geht eben auch um Drogen. Ich finde, man kann doch Verständnis dafür haben, dass Trump nicht gleichzeitig überall eingreifen kann. Das war doch der Fehler, den die Demokraten gemacht haben, weshalb sie so kläglich gescheitert sind. 😂

    1. „Ich finde, man kann doch Verständnis dafür haben, dass Trump nicht gleichzeitig überall eingreifen kann.“
      In Venezuela geht es weder um Drogen noch um Kriminalität sondern einzig und allein um die Öl-Kontrolle des Landes, den Handel sowie die politische Ausrichtung.
      Der Handel Venezuelas ist lt Trump nur noch mit den USA möglich und das sagt alles.

  2. Wie der Motonome zu sagen pflegt der Krieg geht nicht gegen Terror, Drogen, (andere Moralische Rechtfertigung hier einfügen) sonder gegen uns

  3. @Emran Feroz
    Ich glaube das haben die meisten Menschen schon recht gut verstanden, dass die USA den angeblichen Kampf gegen Terror und Drogen lediglich als Vorwand nutzen um selbst Drogen und Terror zu verbreiten.

    Inhaltlich ist wenig an dem auszusetzen was sie schreiben, aber der Artikel hat kein richtiges Thema und keinen roter Faden.

    1. Die Ziele und Beweggründe der US-Außenpolitik sind kein leichtes Thema.
      Bei dem Einmarsch 2001 in Afghanistan ging es sicher auch um die Nähe zur chinesischen Grenze. Die Uiguren haben den Chinesen in den Folgejahren heftige Probleme mit einer ganzen Reihe Terrorakte gemacht, bis die Chinesen mit der gezielten Modernisierung ihres uigurischen Hinterlandes den dschihadistischen Anwerbern das Leben mittels breiter Bildung und Horizonterweiterung das Geschäft verdarben. Adrian Zenz hat die sehr erfolgreiche Bildungsinitiative im Westen unter dem um 180 Grad gedrehten Narrativ der uigurischen Inhaftierungslager bekannt gemacht.

      So halb ausgeführte Argumente, wie dass immer noch US-Geld nach Afghanistan fließen würde (Drohnenüberwachung etc.?) sollten für mein Empfinden besser ausformuliert werden. Oder will der Autor andeuten, dass auch Geld ins Land fließt? Wie auch Ende der 70er Jahre, als die CIA der linken Regierung das Leben schwer machte und damit der Endlos-Niedergang Afghanistans initiiert wurde? Heute vielleicht zu den IS-Gruppen, die auf exakt jene Roots der Bin-Laden und Vor-Bin-Laden-Zeit zurückgehen?

      Die durchgängige Linie der harten Sanktionen, die immer auf die Bevölkerung zielen, egal, ob in Kuba, Syrien, Russland, Iran oder Afghanistan – egal welche US-Regierung – müssten zusammen mit dem Umstand erwähnt werden, dass diese Sanktionen, auch wenn kein echter militärischer Krieg geführt wird, je nach Landgröße Jahr für Jahr 1000e, 10.000e oder auch 100.000de Todesopfer fordern.
      https://www.google.com/search?q=Studie+the+lancet+500.000+Todesopfer+durch+Sanktionen

      Aber beim Autor vermute ich eine Tiefenwirkung der US-Narrative, mit denen er politisch sozialisiert wurde, die die ursächliche Schuld immer nur bei den Feinden der USA suchen. Also bspw. der Sowjetunion oder den Taliban, die wie der Autor in einem früheren Artikel geschrieben hat, verhindern, dass bspw. die paschtunische Liedkunst in Afghanistan nicht angemessen gepflegt werden kann.

      Dass Artikel wie der obige entstehen, rührt daher, dass Trump bei allen Transatlantikern verhasst ist und jede Gelegenheit für Kritik genutzt wird. Libyen und Syrien hat Obama ins Chaos gestürzt. Beide Länder fehlen bei den Aufzählungen im Artikel.
      Trump hat in seiner ersten Amtszeit zwar die Verhandlungen mit den Taliban begonnen und den Abzug damit vorbereitet, aber ausgeführt und zwar in für die Verbündeten problematischer Art und Weise hat ihn Biden. Den Einmarsch 2001 durch die Regierung Bush rechtfertigt er fast schon, weil: „Der Afghanistan-Krieg gilt bis heute als völkerrechtlich legimitiert, weil er von den Vereinten Nationen mitgetragen wurde“. Aber der Überfall und Einmarsch 2001 war natürlich nicht durch die UN legitimiert. Die angedeutete Resolution erlaubte zwar, dass die Verursacher/Planer von 9/11 gefunden und verfolgt werden sollten, aber ausdrücklich unter Beachtung der Regeln der UN-Charta also mit ausdrücklichem Verbot militärischer Gewalt in anderen Ländern. Erst spätere Resolutionen, wo es darum ging, noch irgendwelche Rettungsaktionen für die afghanische Bevölkerung mittels militärischer Besatzung zu versuchen, waren tatsächlich durch die UN legitimiert.

      Für mich ist auch das eher ein Anti-Trump-Artikel als einer, der sich mit den allgemeinen und andauernden US-Fehltritten bei ihrer Außenpolitik beschäftigt. Ich denke, der Autor will auch noch weiterhin Bücher veröffentlichen, die in der hiesigen und internationale Transatlantiker-Presse loben bzw. überhaupt besprochen werden.

      Der Umgang der EU-Transatlantiker, der „Retter der freien Welt“, mit Jacques Baud tut das Übrige.

  4. Trump will Geschäfte machen und Geld für sich und den USA scheffeln. Also zuerst Venezuelas Erdöl sichern, dann den Iran und den nahen Osten platt machen. Öl kann dann nur noch über den USA gekauft werden, Russland wollen wir ja freiwillig nicht, die EU hat dies so beschlossen. Wahrscheinlich in Abstimmung mit gewissen Kreisen in den USA. Wird ein weiterer Sargnagel für die EU.

  5. Wenn Trump was gegen die schweren Drogenprobleme seiner Landsleute tun will, braucht es keine Out of Area Einsätze.
    Fentanyl wird in New Jersey bei Johnsson hergestellt. Er hätte ja den CEO dieser Firma mit dem Hubschrauber abholen und einlochen können. Das ist auch weniger aufwändig und teuer. Und weniger verlogen.
    Hübsches Bild übrigens von unseren kaugummikauenden „Freunden.“ Wie ehrenhaft und tapfer sie Demokratie und Menschenrechte weltweit
    „verteidigen.“

    1. Sie verteilen Kaugummis und Bonbons an die einheimischen Kinder. Diese Herren sind überall auf der Welt herzlich willkommen.
      Bei uns sind sie auch schon. Gut so….!

  6. Die AFD verteidigt den Angriff auf Venzuela und jetzt will sie auch noch eine Kopie von Trumps ICE in Deutschland installieren. Liest man das Programm zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt kommt einem das nackte Grausen.

    Eine alte griechische Fabel besagt:
    ‚An einem Wintertag fand ein Landarbeiter eine vor Kälte steifgefrorene Schlange. Von Mitleid gerührt, hob er sie auf und legte sie an seine Brust. Die Schlange, durch die Wärme wiederbelebt, fand ihre natürlichen Instinkte wieder und versetzte ihrem Wohltäter einen tödlichen Biß. Der sterbende Landarbeiter sagte: ,Ich habe es nicht anders verdient, da ich mich eines bösen Wesens erbarmte.“

  7. „Machthaber“ geht gar nicht!
    Und ein Artikel über Rauschgifte ohne Erwähnung der CIA und ihren Opiumanbau in Afghanistan ist eigentlich auch unseriös.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert