
Machen Sie weniger Sport – um die Demokratie zu retten!
Ein Riesenskandal in Thüringen: Dort hat die Linke zusammen mit der AfD abgestimmt. Mehr muss man nicht wissen – auch nicht, um was es inhaltlich […]

Wenn KI das Denken übernimmt und die Gehirne befreit
Künstliche Intelligenz scheint die Mühen des Denkens ebenso abzunehmen, wie wir bereits das Rechnen und die Orientierung im Raum an Geräte externalisiert haben. Die große […]

Der (ex) BlackRock-Angestellte kommt aus der Deckung…
Weil Kanzler Merz an der Macht bleiben will, verkündet er sein Regierungsprogramm zur Rente nicht vor dem Parlament. Nein, er präsentiert es zwei Monate später […]

Joana Cotar berichtet: Wie geht es im Bundestag zu?
Was passiert hinter den Kulissen des Bundestages? Wenn Kameras und Mikrofone ausgeschaltet sind? […]

Nun also auch Australien?
Obwohl bereits in den 1990er-Jahren gegründet, hat die radikal islam- und migrationsfeindliche „One Nation“-Partei bisher keine zentrale Rolle in der Politik auf dem Fünften Kontinent […]

Feinde der Freiheit?
Wie neue Medien mit einer Wendung des Bundesverfassungsgerichts unter Druck gesetzt werden. […]

Trumps 1,5 Billionen Dollar teures „Traummilitär“
Oder woraus nationale Albträume gemacht sind. […]

Wie könnte das Strafrecht regieren, wenn Täterinnen oder Täter in Deutschland jünger als 14 Jahre sind?
Und wieder tötet ein Kind. Und wieder tut das Strafrecht nichts. Teil 2 […]

Die Scheindebatte um europäische Nuklearwaffen
Brauchen Deutschland und Europa eigene nukleare Abschreckung, weil auf den „Nuklearschirm“ der USA kein Verlass mehr ist? […]

Den Krieg mit einem Verhandlungsfrieden beenden
Über einen deutschen Vorschlag zur Beendigung des Ukrainekrieges, der kaum Beachtung fand. […]

Der Rückzug der Verantwortung ins Private
Seit letzter Woche wissen wir nun also: Die Sendung »Lanz« wird zwar öffentlich-rechtlich finanziert, lädt sich aber offenbar Privatpersonen ein. Über die verantwortungslose Mentalität der […]

Ischinger: „Solange die Ukraine Europa verteidigt, ist die Gefahr nicht so groß“
Ischinger, Leiter der Münchner Sicherheitskonferenz, erklärt zum Auftakt, dass die Ukrainer für die Sicherheit Europas sterben und ein Waffenstillstand besser nicht so schnell kommen soll. […]

Der ukrainische Nationalismus
Der Frieden in der Ukraine hängt heute auch davon ab, wie die ukrainische Staatlichkeit kulturell, axiologisch und weltanschaulich aussehen wird. Und diese Frage ist untrennbar […]

Winter in Berlin
Naturschutzverbände wie der Nabu, aber auch Anschläge der dubiosen Vulkangruppen verprellen große Teile der Bevölkerung und erschweren progressiven Klimaaktivsimus. […]

Und wieder tötet ein Kind. Und wieder tut das Strafrecht nichts.
Die Tat in Dormagen (NRW) wirft erneut die Frage auf, ob die Untergrenze des Strafrechts von 14 Jahren noch zeitgemäß ist. […]

Spanien will „Tech-Oligarchen“ strafrechtlich für Inhalte und Algorithmen zur Verantwortung ziehen
Musk nennt Spaniens Regierungschef einen „Tyrannen” und „Faschisten”, da er für Inhalte auf seiner Plattform haftbar gemacht werden soll. In deutschen Medien wird so getan, […]



„Die Klage der Gewerkschaften ist vollkommen angebracht, …“
Hä?! Da die Gewerkschaften das Altparteiensystem vollumfänglich unterstützen, unterstützen sie auch alle dadurch verursachten Verwerfungen und den Sozialabbau. Umvolkung ist nicht kostenlos.
Sozialleistungen bewirken keine Steigerung der Nachfrage, sondern führen nur dazu, dass nicht diejenigen über die Verwendung des Volkseinkommens entscheiden, die es erarbeiten, sondern eben die Sozialleistungsempfänger.
Nun werden einige sicher gleich die Gerechtigkeitsdebatte eröffnen und auf Superreiche hinweisen, bei denen sich das Volkseinkommen akkumuliert, aber das ist auch nur eine Verteilungsdebatte. Wenn man die Reichen enteignet und es den Armen gibt, dann erzeugt das ebenfalls keine höhere Nachfrage, sondern verschiebt sie nur.
So gesehen haben die Gewerkschaften recht, wenn sie sich nur auf Gerechtigkeit beziehen.
Der Fehler ist, „Gerechtigkeit“ wie ein objektives Kriterium zu behandeln. Der Reiche findet seinen Reichtum sicher gerecht und der Arbeiter findet es ungerecht, wenn er für sein Geld arbeitet und der Arbeitslose nicht.
In dieser Diskussion wird es nie einen Konsens geben, immer nur Kompromisse: Wieviel sind die Menschen bereit, für andere zu arbeiten? Ich fürchte, hier haben die (im weitesten Sinne) Sozialisten eine vollkommen falsche Vorstellung vom menschlichen Egoismus.
Na ja, so ganz stimmt das vermutlich nicht, es gibt definitiv Kreise, die Geld zurücklegen oder zum Spekulieren benutzen können, ein Bürgergeldempfänger wird es vermutlich direkt ausgeben.
Das hat mehrere Aspekte und ist z.B. abhängig davon, ob das Vermögen einer superreichen Person als Bargeld, Wertpapier oder als aktive Firma vorliegt. Angenommen es würde als Bargeld vorliegen, dann würde ein Enteignung und Umverteilung vermutlich vor allem die Inflation erhöhen, weil mehr Geld auf das selbe Angebot trifft. Aber auch das ist wieder nur eine Teilwahrheit, weil es wiederum davon abhängt, wie gut die Anbieter die Preise erhöhen können oder ob die eine erhöhte Nachfrage einfach wegskalieren.
Das ist tatsächlich der größte Elefant im Raum. Man könnte das aber leicht entschärfen, indem man ein „Recht auf Arbeit“ schafft und die Stütze für Leute, die arbeiten können, einstellt. Bisher sind da m.W. vor allem die Linken dagegen…
@Scheinregen
Guter Kommentar, danke.
„Gerechtigkeit“ und „Sozial“ sind die goldenen Kälber der Deutschen, darum herum tanzen sie und machen ihre Ringelreihen – interessanterweise wird die deutsche Welt deswegen aber weder sozialer noch gerechter.
Ihr Recht auf Arbeit ist ja auch bereits tief sozialistisch und planwirtschaftlich.
Ich würde da eher auf „Angemessene Entschädigung / Entlöhnung aller Arbeiten“ pochen – aber nicht via Mindestlohn, sondern indem die Gesellschaft wieder lernt, dass alle Rädchen, die Kleinen wie die Grossen, für den Betrieb des Ganzen notwendig sind.
Konkurenz liegt in den Genen der Menschen – also zumindest denen der Männer, bei den Frauen habe ich da so meine Zweifel, die nehmen lieber den Stuhlkreis – und deshalb wird es immer Menschen geben, welche mehr erreichen wollen als Andere, und darum auch mehr haben und mehr bekommen als Andere.
Wichtig ist, dass alle genug fürs Leben bekommen.
Nochmals: Konkurrenz ist wichtig, ohne Konkurrenz stagniert die Gesellschaft.
Konkurrenz liegt nicht in den Genen der Menschen, wohl aber Minderbegabung in denen der schweizer Heinis („Heini“ = deutsch für „Enrico“). Was für ein Schwachsinnspost!
Ich vermute mal, das Bäckerei X in pusemuckel die Verschiebung von Kaufkraft z.B. von Oetker oder Würth oder …zu Frührentner Bummelkopp( Aufstocker) begrüßen wird, um nicht demnächst den Gang zum Amtsgericht zu planen!
Ihr Verständnis von Volkswirtschaft bzw Makroökonomie ist nicht nur nicht vorhanden, sondern auch noch schlicht falsch.
Grosse Vermögen erscheinen nicht als Kaufkraft in einer realen produzierenden Wirtschaft, sondern als Verfügungsmasse politischer Machtpolitik.
Mit genug Geld und dem Angebot des höchstbezahlten Bullshitjobs für ausscheidende Politiker lässt man sich sämtliche passenden Gesetze und Geldauspressregelungen schreiben und so kommunizieren, daß dieses System den Reichen immer reicher, und damit explizit mächtiger macht.
Und wenn keiner mehr deinen Schrott kaufen will( z.B. Autos die so teuer, technisch unbeherrschbar und untauglich im Alltag, an den Bedürfnissen vorbeikonstruiert) lässt du eben Panzer und Raketen kaufen( die du dann alternativ produzierst) von dem Geld das du den Armen abpresst
Mit deinen Millionen und Milliarden an “ Kaufkraft“ kannst du bestimmen.
Der Sozialhilfeempfänger, der vielleicht nur aus Zufall in einer falschen Familie am falschen Ort geboren wurde, kann das nicht. Er oder Sie ( sorry, hier sollte man genau sein) darf sich von neoliberalen Psychopaten wie hier im Forum auch reichlich vorhanden sagen lassen , das du doch selbst schuld an deinem Schicksal bist. Hättest ja mit ein bißchen Einsatz als Schlosser oder Bauarbeiter ne Milliarde zusammenarbeiten können!
Das ist doch totaler Blödsinn.
Nehmen Sie einen Millionär oder Millionärin. Der oder Die Kauft sagen wir einen Schrank für 100€. Damit machen Sie keine Wirtschaft. Die Möbelproduzenten gehen pleite..
Wenn Sie dem Millionär aber mit Steuern eine Millionen Euro abnehmen und an 10000 Bedürftige verteilen dann können sich auf einmal 10000 Leute Schränke leisten. Es geht also 10000 Menschen sofort besser und die Möbelindustrie überlebt auch und kann Ihrerseits wieder Ihre Arbeiter und Arbeiterinnen bezahlen..
Mfg Makrovir
Guter Artikel.
Übrigens wieso die Neoliberalen, auch Marktradikale genannt, nicht mit ihren eigenen Mitteln schlagen?
Die behandeln doch ihre menschenverachtende, und sozialdarwinistische, Markttaliban-Ideologie als Religionsersatz.
Nun mein parodistischer Ideen-Vorschlag:
Gründen wir eine neoliberale Religion – als Parodie auf den gesellschaftlichen Mainstream des Neoliberalismus – mit den „Chicago Boys“ als Evangelisten, und Milton Friedman und Hayek als marktradikale Götter….und treten überall damit öffentlich als Parodie auf den Neoliberalismus auf….. 🙂
Auf die Idee kam ich als ich von „Der Kirche des fliegenden Spaghettimonsters“ (https://de.wikipedia.org/wiki/Fliegendes_Spaghettimonster) hörte – eine Religionsparodie die weltweit wie eine Bombe einschlug 🙂
Denn merke:
Lachen über seine Gegner ist immer noch die beste Medizin der Gegenwehr 🙂
Amüsierter Gruß
Bernie
PS: Man könnte natürlich auf die Durchseuchung aller gesellschaftlichen Bereiche durch den Neoliberalismus zum Thema machen, ebenso wie den neoliberalen, parteiübergreifenden, Parteienfilz querbeet durch alle gesellschaftlich relevanten Bereiche – angefangen vom kleinsten Dorf bis hoch in den Bundestag in Berlin, aber das ist ein anderes Thema, dass ich hier nicht weiter vertiefen will…. 😉
Ergänzung:
Die deutschen Neoliberalen merken übrigens selber nicht wie „ihre Argumente“ komplett klingen, und am Besten aus welcher neoliberalen Bibel die ursprünglich stammen – siehe Milton Friedmans und Hayeks Evangelium „Der Weg zur Knechtschaft“ – wie gesagt das sollte man denen mit viel Parodie um die neoliberalen Ohren hauen. 😁🤪🤣🤣🤣
Ebenso übrigens wie die Nähe zwischen rechtem Faschismus und Neoliberalismus…😁🤪😉
Höhere Löhne und Transferleistungen, höhere Steuern auf Kapital- und Spitzeneinkommen, Erbschafts- und Vermögenssteuern sind natürlich immer richtig. Eine Umverteilung kann gar nicht hoch genug ausfallen. Aber letztendlich hilft nur die Vergesellschaftung der Produktionsmittel, die vollständige und entschädigungslose Enteignung aller Kapitalisten.
Höhere Steuern Spitzeneinkommen? Die sollen erst mal die gegenwärtigen Steuern bezahlen. Momentan zahlen die Spitzenverdiener nicht mehr als 11 Prozent Steuern, nicht mal die 14 Prozent. Die können sich richtig arm beim Finanzamt rechnen.
Das Hauptproblem des aktuellen Sozialsystem ist ein anderes. Es hängen viel mehr dran als einzahlen. Das gilt sowohl fürs Bürgergeld, für die Rente und auch für die Krankenkasse.
Ich halte die Kürzungen für falsch, die für eine Unterschreitung des Existenzminimums sorgen, wie von der CDU geplant. Was bereits früher schon das Bundesverfassungsgericht abgelehnt hat, will man jetzt wieder durch die Hintertür einführen.
Man sollte das Geld aber auch nicht mit der Gieskanne verteilen. Da wollen die Leute (nicht nur die Parteien) nicht ran. So schiebt jeder den schwarzen Peter auf den anderen. Zudem muss man wieder anfangen Sachen zu reparieren. Wohngeld zb steigt und steigt, weil die Mieten steigen, weil zu wenig Wohnungen gebaut werden. Statt das Politker also ihre Arbeit machen, wird am Ende am Wohngeld gekürzt, was dazu führt das die Leute ihre Wohnung nicht mehr halten können. Die Steigerungen beim Wohngeld wandern derzeit 1:1 in die Taschen der Immobilienbesitzer. Was am Problem nochnichtmal irgendwas verbessert.
Was ich bei Flassbeck nicht gelesen hab wo das Geld herkommt, daher hier meine Vorschläge.
Woran man auf jeden Fall zuerst sparen kann, ist am Militärhaushalt, den auf 1% und wir haben genug Geld für alles.
Das zweite alle zahlen in die Sozialsysteme ein, incl der Selbstständigen und Beamten.
Das dritte Bürokratieabbau, das gilt auch für den Bundestag, Ministerien usw usf. Dieses Heer wächst aktuell immer weiter.
Ich teile das Ausgekeile Richtung Linke so nicht. Es ist ein Punkt, den man anmerken kann und muss, aber immerhin…. also ich bin überrascht von den Gewerkschaften überhaupt mal wieder so etwas zu hören. Für mich waren die schon völlig untergetaucht. Einige gehen ja sogar den Aufrüstungswahnsinn mit, was ich viel kritisierenswerter finde. Die sind nicht nur moralisch völlig falsch, sondern auch ökonomisch vollkommen daneben, es sei denn… ja es sei denn man spekuliert darauf, dass ein Krieg wieder alles zerstören wird und man dann daraus ein neues „Wirtschaftswunder“ generieren kann (sowie Blackrock erst an der Zerstörung der Ukraine mit Millionen Toten verdient und dann am Wiederaufbau). Aber auch das ist moralisch falsch. Und ich wage auch zu bezweifeln, dass so etwas noch einmal gelingen kann. Jedenfalls wird es kein „Wirtschaftswunder“ mehr geben, wie es Deutschland nach 1945 erlebt hat, weil…. die Ausgangslage eine völlig andere ist. Damals gab es faktisch keine Alternativen. Es gab nur wenige industrialisierte Länder, die die Welt mit allem Nötigen (und Unnötigen) versorgen konnten. Eines dieser Länder war Deutschland. Und Deutschland war auf den Export seiner Waren angewiesen, um die für die Produktion nötigen Rohstoffe aus dem Ausland kaufen zu können.
Vermutlich würden viele deutsche Fabriken im Ausland auch beschlagnahmt, sprich enteignet. Und nach einem Krieg hätte Deutschland gar keine Kapazität (finanziell) diese Fabriken wieder zu übernehmen.
Die Ausgangslage… Wenn Deutschland als Produzent ausfällt… stellen wir uns mal vor Deutschland verabschiedet sich wieder einmal für mehrere Jahre Kriegsbedingt vom regulären Wirtschaftsleben… Deutschland steht ja schon heute in verstärktem Wettbewerb mit anderen Ländern, z.B. China. Doch dann würden in der Zeit deutsche Waren komplett ersetzt werden. Niemand würde mehr deutsche Waren kaufen. Und wenn der Krieg irgendwann wieder vorüber wäre, würde niemand mehr zu deutschen Produkten zurück wollen, zumal ua mehrere Jahre Entwicklungsstillstand erst einmal aufgeholt werden müssten und manches auch gar nicht möglich wäre von Deutschland zu stemmen. Sie wären massiv auf ausländische Produkte bzw. Vorprodukte angewiesen, Chips zum Beispiel. Die kann man nur mit echten Devisen kaufen. Was bliebe wäre ein vermutlich sehr schwieriges rein inländisches „Wirtschaftswunder“. Ich denke eine deutsche Fernsehfirma a la Grundig (Radios, worauf Grundig seine Anfänge begründete, braucht heute niemand mehr) z.B. wäre nicht mehr denkbar, weil Deutschland nicht in der Lage wäre moderne Geräte, also Geräte die überhaupt auch nachgefragt würden, zu brauchbaren Preisen herzustellen. nicht einmal für den Binnenmarkt. Wenn sie dann versuchen würden den deutschen Markt durch Zölle und Co abzuschotten, würde vermutlich der Schmuggel explodieren. Jedenfalls… das deutsche Exportmodell wäre komplett tot. Eine starke Währung a la „D-Mark“ wäre vermutlich auch nicht mehr möglich.
Kurz: ich halte die Idee – so sie den von den Zynikern in Elitekreisen gedacht wird – alles kaputt zu machen, um dann am Wiederaufbau zu verdienen nicht nur für moralisch krank, sondern auch ökonomisch für eine äußerst fahrlässige Wette auf die Zukunft.
Wo ich Flassbeck zustimmen möchte: die Binnennachfrage ist tatsächlich ein sehr wesentliches Problem.
Wenn ich an die Anfang 2000er zurück denke… da sah es nicht gut aus in der deutschen Wirtschaft, wirklich nicht. Ich hab sogar einer Studentin mit türkischen Wurzeln geraten es mal in der Türkei zu versuchen, weil es sogar studierte Leute in Deutschland schwer hatten einen Job zu finden. Damals war die Türkei aufstrebend und dort hat sie m.W. mit ihrem deutschen Studium auch sehr schnell einen Job gefunden.
Erst als vor einigen Jahren die Unternehmen begriffen haben, dass sie investieren müssen, um innovatorisch wettbewerbsfähig am Weltmarkt zu bleiben, gab es für die Arbeitsrkräfte am Markt wieder einige Optionen. Es war immer noch nicht so wie früher, wo viel breitere Schichten in der Lage waren sich ein Eigenheim zu finanzieren. Die letzten durch die Politik verursachten Inflationsjahre haben auch wieder Vieles zunichte gemacht.
Was ich sagen will: man hat den Menschen die ganze Zeit eingeredet es wäre kein Geld da. War es dann aber doch auf einmal. Auf einmal konnte man doch investieren. Anfang der 2000er hatte man sich eher auf das neoliberale Modell eingestellt, dass der Kuchen nur eine bestimmte Größe hat und es nun nur noch um Verteilungskämpfe ginge, sprich die Arbeiter bluten müssten, damit in den oberen Etagen noch ein „Wachstum“ erzielt werden kann. Dass das den Binnenmarkt komplett abwürgt und so den Kuchen unnötig und absichtlich verkleinert, das hat diese Leute – in all ihrer Verachtung dem arbeitenden Volk gegenüber – nicht gejuckt. Es ist so dieses feudale, aristokratische Denken, dass es dem einfachen Volk gar nicht gut gehen DARF, weil diese Psychopathen aus diesem Hierachieglauben – einfaches Volk defacto ohne Rechte (die CDU denkt ja auch heute sehr stark in diesen Mustern; sie verachtet das einfache, das arbeitende Volk) – ihr Lebenselixier ziehen, sich nämlich als etwas Besseres zu fühlen als der einfache Pöbel. Ich glaube diesen Leuten geht es auch nicht in erster Linie um wirtschaftliche Expertise, sondern um diesen Hierachieglauben. Erst, wenn ihnen das Ausland eins auf den Deckel zu geben droht (China z.B.) und sie daher abzusteigen drohen (nicht mehr Menschen unter sich haben werden, auf denen sie rumtrampeln können), erst dann fangen sie an mal ein klein wenig umzudenken. Die eine besonders unappetitliche Schiene können wir gerade massenweise beobachten: jetzt kommt all ihr rassistischer Hass zum Vorschein, sie werden immer aggressiver und schreien immer lauter nach Krieg und Gewalt, um diesen ihren Stand zu bewahren, den sie den Menschen als „regelbasierte Ordnung“ bzw. „westliche Werte“ unterzujuben versuchen, wo es in Wahrheit jedoch einzig und allein nur darum geht, sich an der Spitze der von ihnen erdachten und glorifzierten Hierarchie in der Welt zu sehen. Sie können nicht damit umgehen, mal niemanden mehr unter sich zu haben oder – noch schlimmer – nicht mehr an der Spitze der Hierarchie zu stehen.
Was wir also sehen, ist, dass wir ein massives Ideologie-Problem haben. Das ist auch ein sehr wesentlicher Faktor für den wirtschaftlichen Niedergang im Westen. Ich glaube es kann erst dann wirklich besser werden, wenn ihnen diese Ideologie unwiederbringlich genommen wird. Die neoliberale Thatcher muss ein weiteres Mal sterben.
Wobei man der SPD eins lassen muß: mit der Forderung nach Sozialbeiträgen auf leistungslose Einkommen scheinen sie immerhin realisiert zu haben, daß man das Geld dort holen muß, wo es ist und nicht dort, von wo man es gerne haben möchte. Daß diese Forderung mit ihrem Lieblings-Kopulationspartner nicht zu machen ist, wissen die vermutlich ebenso gut.
„immer noch hohen deutschen Leistungsbilanzüberschüssen“ – verstehe ich nicht.
Wenn ich jemanden auf der Straße treffe, dann ist der gerade auf dem Weg ins/vom Büro. Viele bleiben zu Haus und „arbeiten“ von dort aus. Was machen die alle? Was kommt da raus, das man an Südkorea verkaufen kann, damit wir unsere Samsung-Fernseher und -Handys bezahlen können? Dann haben wir sogar noch einen „Überschuß“ – wir könnten also noch mehr aus dem Ausland kaufen!
Wie wird sowas errechnet?
Wenn ich früher in den 80ern auf der Straße in meiner alten Heimat Magdeburg unterwegs war, fuhren die alle in die Fabrik, um Krananlagen, Verseilmaschinen, Schiffsdieselmotoren, Vakuumpumpen, Armaturen, Gasherde, … zu bauen.
Aber vermutlich hatte die DDR keine „Leistungsbilanzüberschüsse“.
Ich glaube, das mit den Überschüssen erledigt sich dieses Jahr noch von selbst.