CSD, Berlin

Die neuen Torwächter der Vielfalt

Wie aus einer Bewegung gegen Ausgrenzung eine Kultur der politischen Aussortierung werden kann.

mehr lesen

12 Kommentare

  1. Wer so offensichtlich wie das BSW darum bettelt Steigbügelhalter der AFD-Nazis zu werden ist auf einem CSD wahrlich falsch am Platz.

    Und die oberste Stalinistin von dem dem Laden mockierte sich früher darüber wenn das Parteiprogramm der Linken ein paar Seiten über Non-Heten enthielt.

    1. ..ich hatte bislang den Eindruck, die Einheitspartei CSU-CDU-SPD-Grüne-Linke sind die besten Steigbügelhalter der AfD, mit ihrer Politik des alle-Probleme-ignorierens.. aber wenn das von Ihnen aus gesehen so ausschaut…

        1. Bild, dir deine Meinung. Glückwunsch zu ihrer Auswahl.
          BSW hat eine Koalition mit der AfD bis jetzt abgelehnt, und aus dem Brief geht auch nichts anderes hervor. Das macht sich als Schlagzeile natürlich noch nicht für die Bild, da muss man sich dann noch etwas zusammenfantasieren.

        2. Ich lese da in der Bild, dass das neue Traumduo von Frau Wagenknecht und Frau Weidel beliebter bei den Deutschen sind als unser Regierungsduo Kanzler Merz und Vizekanzler Klingbeil. Wollten Sie dies uns mitteilen?

  2. >Diese Ausschluss-Entscheidung verdiene Unterstützung, so die Linke. „Führende Vertreter des BSW haben sich wiederholt gegen die Selbstbestimmung von Transmenschen positioniert, Debatten über geschlechtliche Vielfalt diskreditiert und damit Narrative bedient, die zunehmend von rechten und rechtsextremen Kräften aufgegriffen werden. Wer die Existenz und die Rechte von Transmenschen zur politischen Verhandlungsmasse mache, stelle sich gegen zentrale Errungenschaften der queeren Emanzipationsbewegung.“

    Es sei „an Armseligkeit nicht zu überbieten“, dass das BSW zum Cologne Pride keine einzige queerpolitische Forderung aufstelle, so Goertz. „Das BSW hetzt und polemisiert laufend gegen queere Menschen und erwartet dafür dann von diesen auch noch Applaus. Dieser queerfeindliche Personenkultverein gehört nicht auf den CSD“<

  3. Was wir heute unter dem Deckmantel von „Toleranz“ und „Vielfalt“ erleben, ist kein Fortschritt, sondern eine perfide Ideologie, die systematisch zur Denk- und Verhaltenskontrolle missbraucht wird. Die Genderpolitik der Regierung hat sich längst von einem legitimen Anliegen zur gesellschaftlichen Manipulation entwickelt – das zeigen zahlreiche Beispiele aus Schule, Medien, Politik und Rechtsprechung – sowohl national als auch international.
    In vielen Bundesländern werden bereits Grundschulkinder mit Unterrichtsmaterialien konfrontiert, die ihnen geschlechtliche Vielfalt aufdrängen, ohne dass Eltern dies wirklich mitbestimmen können. So sorgte der sogenannte „Schwulen- und Lesbenunterricht“ an Berliner Grundschulen für massiven Widerstand von Eltern, die von einer ideologischen Umerziehung sprechen. Lehrer, die diese Inhalte kritisch hinterfragen oder ablehnen, berichten von Druck und Einschüchterungen bis hin zu dienstrechtlichen Konsequenzen. Ein prominenter Fall aus Nordrhein-Westfalen zeigt, wie eine Lehrerin wegen eines offenen Briefes an die Schulbehörde gemahnt wurde, in dem sie vor indoktrinierenden Unterrichtsmaterialien warnte.
    Auch im medizinischen Bereich gibt es heftige Kontroversen. Die Behandlung von Jugendlichen mit Geschlechtsdysphorie steht zunehmend in der Kritik. Die britische „Cass Review“ unter Leitung von Prof. Hilary Cass hat 2022 eine Neubewertung der Leitlinien angestoßen, nachdem zahlreiche Fälle von Überdiagnose und zu schnellen medizinischen Eingriffen publik wurden. Ähnliche Debatten gibt es in den USA, wo die renommierte Psychologin Dr. Lisa Littman mit ihrer Studie zu „Rapid Onset Gender Dysphoria“ starken Angriffen ausgesetzt war – eine klare Demonstration dafür, wie schmal der Grad zwischen wissenschaftlicher Kritik und öffentlicher Diffamierung geworden ist.
    Politisch werden staatlich geförderte NGOs mit Millionenbeträgen ausgestattet, die als moralische Wächter gegen vermeintliche „Queerfeindlichkeit“ fungieren. In Deutschland erhält etwa Amnesty International erhebliche Fördermittel, um Bildungs- und Sensibilisierungskampagnen zu führen, die nicht selten eine einseitige Sicht auf Geschlechterfragen propagieren. Diese Organisationen beeinflussen Schulcurricula, Ministerien und öffentliche Institutionen oft ohne demokratische Kontrolle. Sie agieren als Gesinnungspolizei, die abweichende Meinungen mit sozialer Ächtung und öffentlicher Diffamierung bestraft.
    Rechtlich gab es 2022 in Baden-Württemberg einen Fall, in dem eine Lehrerin wegen kritischer Äußerungen zu genderpolitischen Maßnahmen in sozialen Medien wegen „Volksverhetzung“ verurteilt wurde. Obwohl ihre Äußerungen nicht gegen eine Personengruppe gerichtet waren, wertete das Gericht sie als diskriminierend. Solche Urteile setzen ein gefährliches Signal: Kritische Stimmen werden juristisch sanktioniert und effektiv zum Schweigen gebracht.
    Auch Sprachregelungen werden zunehmend zum Machtinstrument. Wer sich weigert, „gendergerechte“ Formulierungen wie den Genderstern zu verwenden, wird als „intolerant“ gebrandmarkt. In mehreren deutschen Behörden und Unternehmen wurden Mitarbeitende abgemahnt oder benachteiligt, weil sie bewusst das generische Maskulinum verwendeten. Ein Beispiel ist ein Fall aus einer Behörde 2024, wo ein Angestellter wegen Verstoßes gegen die Gender-Sprachvorgaben eine Abmahnung erhielt.
    Diese Entwicklungen sind jedoch nicht nur auf Deutschland beschränkt. In den USA wird etwa die sogenannte „Cancel Culture“ oft eingesetzt, um abweichende Meinungen zur Geschlechterpolitik zu unterdrücken. Universitäten feuern Professoren, die Zweifel an transmedizinischen Behandlungen äußern, und soziale Medien sperren Nutzer wegen „Hassrede“. In Großbritannien hat die Regierung 2023 vorgeschlagen, die Meinungsfreiheit in Bezug auf Genderfragen einzuschränken, um „transfeindliche Äußerungen“ zu unterbinden, was von vielen als Einschränkung demokratischer Grundrechte kritisiert wurde.
    In Kanada hat der Fall eines Pastors, der öffentlich seine konservative Meinung zu Genderfragen äußerte, zu einer gerichtlichen Auseinandersetzung geführt, die die Spannung zwischen Meinungsfreiheit und Schutz vor Diskriminierung verdeutlicht. Das Gericht entschied zugunsten des Pastors, doch der Fall zeigt, wie umkämpft diese Themen sind.
    All diese Beispiele machen deutlich, dass es längst nicht mehr nur um Gleichstellung geht, sondern um eine ideologische Gleichschaltung, die demokratische Prinzipien wie Meinungsfreiheit, Pluralismus und Elternrechte aushöhlt. Die Genderpolitik wird zum Werkzeug einer neuen autoritären Kontrolle – mit staatlicher Unterstützung und ohne echten demokratischen Ausgleich.
    Wer diese Entwicklung kritisiert, wird nicht sachlich debattiert, sondern moralisch verurteilt, ausgegrenzt und juristisch verfolgt.
    Schlussfolgerung
    Ein Staat, der sich ideologisch festlegt, die Meinungsfreiheit selektiv einschränkt, seine Gerichte zum Vollstrecker gesellschaftspolitischer Programme macht und Bildung zur Umerziehung instrumentalisiert, hat die freiheitlich-demokratische Grundordnung verlassen. Was als Schutz von Minderheiten begann, wird nun zur totalitären Norm – moralisch überhöht, rechtlich durchgesetzt, politisch alternativlos gemacht.
    Die staatliche Genderpolitik ist daher nicht bloß eine politische Fehlentwicklung – sie ist ein systemischer Angriff auf das Grundgesetz, begangen durch den Staat selbst, unter Aushebelung seiner eigenen Schranken, allen voran der in Art. 20 Abs. 3 GG verankerten Neutralitätspflicht. Indem der Staat weltanschauliche Positionen aktiv propagiert und durchsetzt, verlässt er den Boden der „Verfassung“ und stellt sich in den Dienst einer ideologischen Umgestaltung der Gesellschaft.
    https://www.queer.de/detail.php?article_id=54481

  4. > Wie aus einer Bewegung gegen Ausgrenzung eine Kultur der politischen Aussortierung werden kann.

    Geworden ist, passt besser.
    Der CSD war mal … der CSD.
    Jetzt wurde er von der Politik verreinnahmt unter der woken Ideologie (nein das ist nicht links). Die besagt alles was nicht unserer Meinung ist ist rechts. Ausgrenzeritis in höherem Stadium. Insofern nicht verwunderlich.
    BSW sollte stolz sein, damit bleibt sie eine Alternative zur Einheitsmeinung.

  5. Was diese Vielfaltsparaden aussagen wollen, begreife ich nicht. Wir leben nicht mehr in einer Gesellschaft in der Homosexualität ein Problem darstellt. Die können sogar heiraten, sich Kinder kaufen (siehe Coronaut Hendrik Streek) und sich für viel Geld wieder scheiden lassen wie Heteros auch. Ebenso kann man sich anziehen, wie man möchte und sich als Mann die Nägel lackieren und Ähnliches.
    Die sexuelle Orientierung ist Privatsache und gehört nicht in die Öffentlichkeit. Ich veranstalte auch keine Parade um andere auf distanzlose Art und Weise zu zwingen meinen persönlichen Lebensstil zur Kenntnis zu nehmen.
    Aber die größten Ausgrenzer aller Zeiten sind gerade diese Regenbogen und Diversitätsleute.
    Was alle gegen Sahra Wagenknecht haben verstehe ich nicht. Die Frau ist im Gegensatz zu anderen intelligent und gebildet.
    Naja die Antwort kann ich mir selbst geben. Genau das ist wohl das Problem.

  6. Das sind mitnichten „Torwächter der Vielfalt“. – Das sind die neuen ( bunten ) Faschisten / Nationalsozialisten.

    Deutschland erlebt eine neue Faschisierung. Beispiel BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Fanziska Brantners Rede beim IM/PULS-Forum für Zukunft ( 2026 ) unter der Überschrift „Frei sind wir nur als wir“ ( https://cms.gruene.de/uploads/assets/20260527_IMPULS_Programm_A4_3.pdf ).

    Die Parole der Nationalsozialisten lautete: „Du bist nichts, dein Volk ist alles“ ( https://www.dhm.de/lemo/kapitel/ns-regime/innenpolitik/reichsparteitag ).

    Hier Brantners schreckliche, faschistoide Rede: https://www.youtube.com/watch?v=mW-PbavvCx0 ( Frei sind wir nur als wir – IM/PULS Rede von Franziska Brantner am 29.05.2026 ).

    Noch irgendwelche Fragen zu ‚Den Grünen‘?

  7. Die auch hier benannten Motive des CSD waren mir von Anfang an suspekt und zu wohlfeil, auf dass sie glaubwürdig waren. Aus dem Respekterheischen als gesellschaftliche Randgruppe wurde ohne Halt eine Dominanzforderung, die selbst gesetzlich durchgedrückt wurde.
    Da ist der Verdacht, einen Einflussanker gegen unliebsame Zeitgenossen und Organisationen in die Gesellschaft zu schlagen nicht allzu realitätsfern.

Schreibe einen Kommentar

Bitte beachten Sie unsere Kommentarregeln : Bleiben Sie sachlich, respektvoll und beim Thema. Wir behalten uns vor, insbesondere Kommentare zu entfernen, die Beleidigungen, Spam oder persönliche Angriffe enthalten.

Pro Beitrag sind maximal 5 Kommentare (inklusive Antworten auf andere Kommentare) zulässig.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Bitte schreiben Sie mindestens 100 und höchstens 10000 Zeichen.

0 / 10000 Zeichen