Immo-Clan gegen Remmo-Clan

Die ausufernde Diskussion um den LINKEN-Bundestagsabgeordneten Ferat Kocak zeigt einmal mehr, wie die Rechten aller Couleur die öffentliche Debatte bestimmen.

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6 Kommentare

  1. Statt vor der eigenen Tür zu fegen, fällt der Tageszeitung nur ein auf Andere zu zeigen und „der aber auch“ zu rufen. Nicht daß Merz sauber wäre. Ganz im Gegenteil. Aber bevor man auf Andere zeigt, sollte man erst einmal zu Hause für Ordnung sorgen. Und Remmos sind niemand mit dem man sich abgeben sollte. Außer als Gericht oder Polizei. Was kommt als nächstes? Kaffeekränzchen mit Hell’s Angels? Mexikanischen Kartellen? Der Mafia?

  2. Die rechte Blase ist in der Tat sofort angesprungen und hat Mauer, Stacheldraht und Schießbefehl vermutet, weil die Linke Wohnungen vergesellschaften will. Indes hätten wir dann eher einen Zustand wie in Wien, wo die Mietenpreisexplosion verhindert werden konnte, weil dort 90 Prozent der Wohnungen der Stadt oder einer Genossenschaft gehören. Die Mieten sind dort halb so hoch wie in Berlin, aber deswegen ist dort noch längst nicht die Statsi am Schnüffeln. Lächerlich.

    Indes ist das ein wenig Whatabout über Remmo. Das ist alles andere als harmlos. Hier der Experte Ralph Ghadbahan und gleich in der Überschrift sagt er:
    „Die Clans hier in Deutschland sind mit der Hisbollah im Libanon verbunden“
    https://www.welt.de/politik/deutschland/video248266314/Islamwissenschaftler-Ghadban-,Die-Clans-hier-in-Deutschland-sind-mit-der-Hisbollah-im-Libanon-verbunden.html

    Was denn sonst? Natürlich sind die Clans nichts anders als die Hisbollah in Deutschland, die ihren „Kampf gegen den Zionismus“ mit diesen Verbrechen finanziert. Details kann Ghadban natürlich nicht liefern, er ist ja kein Kommissar. Das wäre Aufgabe der Geheimdienste. Die aber tun nichts. Der Tiefe Deutsche Staat ist mit deren Zielsetzung äußerst einverstanden.

    Bevor nun Remmo schön- und kleingeredet wird, hier mal ihre Straftaten (Grok):

    Dem Remmo-Clan (auch Rammo-Clan), einer arabischstämmigen Großfamilie aus der Mhallami-Gruppe mit Wurzeln in Südostanatolien, werden von Behörden und Gerichten zahlreiche Straftaten im Bereich der Clan-Kriminalität zugerechnet. Nicht alle Familienmitglieder sind kriminell; der Name ist im arabischen Raum verbreitet. Der kriminelle Teil der Familie (Kern um Issa Remmo in Berlin-Neukölln) wird mit organisierter Kriminalität in Verbindung gebracht.

    de.wikipedia.org

    2017 rechnete ein Staatsanwalt dem Clan über 1000 Straftaten zu, vor allem Einbrüche und Diebstähle, mit einem Schaden von über 28 Millionen Euro. Typische Delikte laut Polizei und Staatsanwaltschaft umfassen schwere Gewalt- und Körperverletzungsdelikte, Schutzgelderpressung, Raub, Drogenhandel, Geldwäsche, Hehlerei, Diebstahl, illegalen Waffenbesitz und -handel sowie Mord.

    de.wikipedia.org

    Bekannte spektakuläre Fälle1992: Zwei Clan-Mitglieder erschossen in Berlin-Schöneberg einen Gastronomen aus dem ehemaligen Jugoslawien und verletzten einen weiteren Mann schwer. Bei einer Durchsuchung wurden Heroin und Blanko-Geburtsurkunden gefunden.

    de.wikipedia.org

    2014: Einbruch in eine Sparkasse in Berlin-Mariendorf mit anschließender Brandstiftung (Explosion). Beute ca. 9,16 Millionen Euro. Toufic Remmo wurde zu acht Jahren Haft verurteilt.

    de.wikipedia.org

    2017: Diebstahl der 100 kg schweren Goldmünze „Big Maple Leaf“ aus dem Bode-Museum in Berlin (Wert ca. 3,75–4,2 Millionen Euro). Wissam und Ahmed Remmo wurden 2020 zu je 4,5 Jahren Haft verurteilt. Die Münze blieb verschwunden.

    de.wikipedia.org

    2019: Einbruch ins Grüne Gewölbe in Dresden. Gestohlen wurden 21 Schmuckstücke mit 4300 Diamanten (Versicherungswert mindestens 113,8 Millionen Euro). Fünf Clan-Mitglieder (u. a. Wissam, Abdul Majed und Mohamed Remmo) wurden 2023 zu Haftstrafen zwischen 4 Jahren 4 Monaten und 6 Jahren 3 Monaten verurteilt (Diebstahl mit Waffen, besonders schwere Brandstiftung, schwere Körperverletzung). Ein Großteil der Beute wurde 2022 beschädigt zurückgegeben.

    de.wikipedia.org

    2021: Bewaffneter Überfall auf einen Geldtransporter am Kurfürstendamm in Berlin. Beute rund 650.000 Euro. Ein Clan-Mitglied (Neffe von Issa Remmo) gestand und erhielt sieben Jahre Haft.

    berliner-kurier.de

    Weitere zugerechnete DelikteDazu gehören Drogenhandel (Cannabis, Kokain; Fälle von Leitung aus dem Knast), Geldwäsche über Strohmänner und Immobilien, Waffenverstöße, Sachbeschädigung, Nötigung, versuchte Gefangenenbefreiung, Angriffe auf Polizisten sowie Konflikte mit anderen Gruppen (z. B. tschetschenische Banden mit Messerstechereien und Überfällen). Es gab mehrere große Razzien mit Beschlagnahmung von Immobilien im Wert von Millionen Euro.

    morgenpost.de

    Die Angaben stammen aus Polizei-, Gerichts- und Medienberichten. Viele Verfahren endeten mit Verurteilungen einzelner Mitglieder; der Patriarch Issa Remmo selbst gilt oft als nicht vorbestraft. Die Lage ändert sich durch laufende Ermittlungen.

    24 web pages

    Ist da eine Verbindung zur Hisbollah, die Ralph Gadbahan als eng bezeichnet?

    Thoughts

    Ja, der Islamwissenschaftler und Clan-Experte Ralph Ghadban hat genau das gesagt. In einem WELT-Interview 2023 erklärte er: „Die Clans hier in Deutschland sind mit der Hisbollah im Libanon verbunden.“ Er sprach dabei allgemein über libanesisch-stämmige Großfamilien in Deutschland (viele davon Mhallami wie der Remmo-Clan) und kritisierte zugleich, dass Behörden solche Verbindungen oft zu wenig verfolgen.

    welt.de

    Was Behörden dazu sagenDas Landeskriminalamt NRW hat nach dem Hamas-Angriff auf Israel 2023 bestätigt, dass es „vereinzelte Erkenntnisse aus Ermittlungsverfahren“ gibt: Einzelne kriminelle Clan-Angehörige mit Bezügen zur Mhallami-Gruppe oder zum Libanon sollen die Hisbollah finanziell unterstützt haben. Ein Analyseprojekt des LKA sollte mögliche strukturelle Verbindungen zum islamistischen Terrorismus prüfen. Vergleichbare Hinweise auf Hamas lagen damals nicht vor.

    rp-online.de

    Beim Remmo-Clan selbst gibt es keine öffentlich bekannten Gerichtsverfahren, die eine direkte organisatorische oder operative Steuerung durch die Hisbollah belegen. Bekannt sind:Geldwäsche-Netzwerke mit Strohmännern in Beirut und Tripoli.
    Die Herkunft über den Libanon (Bürgerkriegsflucht in den 1980er Jahren).
    Politische Nähe zu Personen, die Hisbollah-Unterstützung öffentlich äußern (z. B. Begleitung von Issa Remmo durch einen PFLP-Aktivisten, der Hisbollah gelobt hat).

    de.wikipedia.org

    Ghadban hat schon 2006 gesagt, dass die meisten Deutsch-Libanesen Hisbollah-Anhänger seien – vor allem Schiiten aus dem Umfeld von Südbeirut. Die Mhallami sind jedoch ethnisch und konfessionell gemischt; nicht alle Clans sind schiitisch oder ideologisch fest an die Hisbollah gebunden. Die Verbindung, die Ghadban als eng beschreibt, bezieht sich vor allem auf Herkunft, Familiennetzwerke, finanzielle Transfers und ideologische Nähe in Teilen der libanesischen Diaspora, nicht auf eine nachgewiesene Kommandostruktur beim Remmo-Clan.

  3. Ach, Herr Nowak, sie begreifen es nicht. Der Remmo-Clan hält sich „die Linke“ als nützliche Idioten. Warum auch immer der Kocak den Remmos verpflichtet ist, er kommt da nicht mehr raus. Die Remmos werden selbstverständlich die „Eigentumsübertragung“ des Berliner Wohnungsbestandes unterstützen. Denn die Wohnungen müssen ja bewirtschaftet werden. Der Clan wird da seine Leute platzieren. Und da ist viel Geld zu verdienen. Und wer eine Wohnung will, braucht nur an den Clan-Chef eine dicken Briefumschlag überbringen. Dann hat er den Mietvertrag….Nicht wer im Grundbuch steht, hat die Macht. Sondern der, der das ganze kontrolliert.
    Sie haben das Grundprinzip des modernen Finanzkapitalismus nicht verstanden.Aber die Remmos…..

  4. Die Tendenz des Artikels finde ich hoch problematisch.
    Natürlich ist Blackrock-Merz jemand, bei dem ich wohl, wenn ich schreiben würde was ich von ihm denke mir einen neuen Morgenmantel kaufen müsste.
    Aber die Verharmlosung dessen, was an Clankriminalität in Berlin stattfindet und die Meldungen darüber den „bösen Rechten“ zuzuschieben, ist schon ein hartes Ding.
    Remo Junior unkommentiert zu Worte kommen lassen: „Wir sind eine ganz normale Familie“
    Ja klar: 2017 Wurden dem Clan allein 2017 von einem Staatsanwalt über 1000 Straftaten zugeordnet.
    Einige Hihglihts: Der Goldmünzenklau im Bodemuseum und der Einbruch im Grünen Gewölbe. Was dieser Artikel betreibt, ist eine Täter-Opfer-Umkehr. Damit steht der Autor allerdings nicht alleine.
    Das Issa Remo auf der Wahlparty der Linken auftauchte und den Wahlerfolg bejubelte, kommt nicht von ungefähr. Durch die von der Linken anvisierte Beschränkung der polizeilichen Möglichkeiten und dass bestimmt immer dann, wenn ein Remo mit einer Straftat in Verbindung gebracht wird, jemand sofort „Rassismus“ schreit und er damit der Unterstützung der Linken sicher sein kann, macht das Leben für Issa und Co. wesentlich leichter.
    Für den „normalen“ Berliner, auch den mit Migrationshintergrund in Neukölln wird dies nicht so nett werden. Aber das scheint dem Autor auch nicht zu interessieren.

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