Der Kampf um die Ukraine

Der Kriegsausbruch in der Ukraine 2022 hat gezeigt, dass das Anti-Russlandprojekt für den „Westen“ ein voller Erfolg war. Davon träumte man im Deutschen Kaiserreich und in der Habsburgermonarchie bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts.

mehr lesen

5 Kommentare

  1. „Hätte jemand zurzeit des „Kalten Krieges“ gesagt: die Ukraine sei ein untrennbarer Teil Europas und/oder Europas Sicherheit entscheide sich in der Ukraine, hätte man ihn für verrückt erklärt. Seit Jahrhunderten lebten Russen und Ukrainer bis zum Staatsstreich 2014 friedlich miteinander.

    Der westliche Versuch, einen Keil zwischen den beiden ostslawischen Völker zu treiben, war bis dahin immer zum Scheitern verurteilt. „

    Hm… Da steht viel Richtiges, aber dieser Denkansatz ist begrifflich grundfalsch.

    1. die Ukraine ist und war immer schon ein untrennbarer Teil Europas!

    Und zwar, weil Europa ein Kontinent ist. Und kein Staatenbund. Auch Russland gehört zu Europa. So wie die USA zu Amerika gehören, aber eben nicht „America“ sind!

    2. Russen und Ukrainer sind nicht „zwei ostslawische Völker“ sondern im Grunde EIN slawisches Volk! Die Kiewer Rus ist die Wiege aller Russen. Begrifflich geteilt in Großrussen (ethnische Russen in Russland), Kleinrussen (dazu gehören die Ukrainer) und Weißrussen. Aber eben vom Stamm her ein Volk. Da einen Keil hineinzutreiben, ist ein wahres Verbrechen.

  2. „„Hier war die Wut auf Präsident Donald Trump spürbar“, der nach Meinung der Europäer der Nato in dem Moment den Rücken kehre, in dem Europa die US-Hilfe am dringendsten benötige.“

    Ich glaube, hier geht es nicht um eine Auseinandersetzung zwischen Trump und Europa, sondern es um eine Spaltung in der us-amerikanischen Elite. Auf der einen Seite, diejenigen – US-Demokraten, Deep State etc – die Krieg mit den Russen machen wollen, auf der anderen Seite Trump und Co., der Krieg mit China machen will. Die Europäer spielen da keine große Rolle. Ignatius gehört nun zur ersten Gruppe, wozu auch die Washington Post gehört, die CIA-hörig sein soll und da braucht man sich nicht wundern über seinen Bericht.

    Ich denke übrigens, dass Trump, wäre der Ukrainekrieg gegen Russland erfolgreich verlaufen, keineswegs von der Fahne gegangen wäre. Man hat die russische Regierung unter Putin nicht stürzen können und mit dem Krieg eine enge Partnerschaft der Russen mit China erzeugt. Gleichzeitig wurden die Arsenale der Europäer und Amerikaner geleert. Man denke an die Hilfspakete, wo früher die genauen Stückzahlen der Waffen gemeldet wurden. Nichts davon hört man heute.
    Nun aber hat Trump durch den Irankrieg, die bereits geleerten Arsenale weiter geleert und ein Chinakrieg rückt in weite Ferne.

  3. Ich möchte die sehr guten Ausführungen des Artikels von Michael Silnizki noch um die „Orangentherorie“ ergänzen.

    Mit „Orangentheorie“ ist eine geopolitische Vorstellung aus dem deutschen Imperialismus gemeint, nach der das Russische Reich so leicht wie eine „Orange“ in Einflusszonen zerlegt werden könnte, wenn man ethnische, regionale und politische Gegensätze dafür nutzt.
    Paul Rohrbach war einer der bekanntesten deutschen Publizisten und Kolonialdenker dieser Epoche. Ihm wird die „Orangen-Theorie“ zugeschrieben.
    Während des ersten Weltkriegs kam es dann unter deutscher Besatzungsmacht zur ersten Gründung eines Ukrainischen Staates überhaupt. So betrachtet ist die Ukraine, als eigenständiger Staat und der russisch-ukrainische Gegensatz eine reine deutsche Erfindung.

  4. „Voller Erfolg“ würde ich in Anbetracht der fortschreitenden Deindustrialisierung Deutschlands und der damit einhergehenden Rekordablehnung der Mainstreamparteien – auch angesichts der sich immer weiter verschärfenden Situation- nun wirklich nicht sagen.

  5. Die Älteren unter uns kennen die Ukraine von früher nur aus Kriegserzählungen und aus der Sendung „XY ungelöst“: Autoklau, Wohnungseinbrüche, Prostitution, Waffenhandel, Mafia und so weiter. Woher diese neue Solidarität kommt, ist mir schleierhaft. Man könnte diese neue „Solidarität“ zu Lasten der deutschen Vevölkerung ohne Scham „Kadaversolidarität“ nennen.
    Ich hoffe, dass der ganze Irrsinn und das Blutvergießen bald ein Ende hat.

Schreibe einen Kommentar

Bitte beachten Sie unsere Kommentarregeln : Bleiben Sie sachlich, respektvoll und beim Thema. Wir behalten uns vor, insbesondere Kommentare zu entfernen, die Beleidigungen, Spam oder persönliche Angriffe enthalten.

Pro Beitrag sind maximal 3 Kommentare (inklusive Antworten auf andere Kommentare) zulässig.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Bitte schreiben Sie mindestens 100 und höchstens 10000 Zeichen.

0 / 10000 Zeichen