Lewis Mumford

Sonne ohne Unterlass

Wie ein fast vergessener Denker der Moderne die Gegenwart erklärt – und wie seine Ideen in einer der Longo Mai Bewegung weiterlebt.

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5 Kommentare

  1. Einige linke Ideen sind positiv zu bewerten. Der Hauptfehler der Linken ist, dass sie Abtreibungen befürworten. Vorbildlich verhalten sich die Red-Letter-Evangelikalen.
    Bitte klicke auf „Lebensreformer“.

  2. „Der souveräne Staat der Gegenwart“, schrieb er, „ist nur das vergrößerte, abstrakte Gegenstück des Gottkönigtums; und die Institutionen des Menschenopfers und der Sklaverei sind immer noch vorhanden.“

    Das sehe ich genauso. Doch immer wenn ich das sage, wird mir erwidert, ich hätte nicht alle Tassen im Schrank.

  3. Ein lesenswerter Artikel und ein Denker, den ich mir notiere.

    Mumfords bedrückende Diagnose der gesellschaftspolitischen Gegenwart als „Megamaschine“ deckt sich mit meiner eigenen Sichtweise und auch mit der des von mir geschätzten von Friedrich Georg Jünger („Perfektion der Technik“).

    Mumfords trotzdem bestehender Optimismus liest sich schön, doch ist es mir (leider) nicht möglich, ihm und dem Autor bei utopischen Normativbehauptungen wie diesen zu folgen:

    “ … erinnert er an sein einfaches, revolutionäres Axiom: Der Mensch ist von Natur aus gut. Pathologien wie Krieg sind keine Folge dieser Natur, sondern einer kranken Gesellschaftsordnung.“

    Ach, das sind so romantisch und anheimelnd anmutende und inzwischen auch schon so richtig alt wirkende schöne Gedanken …

    Dass es in der Longo Mai Kooperative im Süden Frankreichs funktioniert, dürfte hauptsächlich damit zusammenhängen, dass dort ganz bestimmte(!) Menschen und Charaktere versammelt sind und eben kein repräsentativer Durchschnitt der Normalbevölkerung. Trotzdem gut und schön, dass sie dort dieses Wohnprojekt verwirklicht haben.

    Die hier verlinkte Wikipediaseite zu Mumfords wichtigstem Buch liefert durchaus interessante weitere Infos:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Der_Mythos_der_Maschine
    Hier der Volltext der Erstausgabe von 1967/70: https://archive.org/details/lewis-mumford-mythos-der-maschine/page/n1/mode/2up
    (gemäß der deutschen Übersetzung von 1974 beim Fischer-Vlg.)

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