„Das neue imperiale Zeitalter“

Trumps Expansionspolitik und die Folgen.

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27 Kommentare

  1. Wird alles nix, für ein Imperium braucht es funktionierende Infrastruktur, motivierte und ausgebildete Menschen und einen technologischen Vorsprung. Ist alles nicht mehr gegeben. In wenigen Jahren zerfällt erst die EU und anschließend die USA. Die können nicht Mal mehr ihre Atomwaffen modernisieren, weil ihnen das ausgebildete Personal fehlt.

    1. Die Ammis haben fast 120 Jahre von den gut ausgebildeten und innovativen
      Europäern, hauptsächlich von Frankreich, England und Deutschland provitiert.
      Endwerder haben sie die Erfindungen geklaut, oder gleich die Erfinder ins Land
      geholt. Das Silicon Valley würde heute ohne die Spezialisten aus Indien, China
      und noch ein paar aus Deutschland nicht existieren. Indien und China stehen aber
      bald nicht mehr zur Verfügung und aus Deutschland kommt nichts mehr mit brauchbarer
      Ausbildung. Zudem werden jetzt auch noch Einwanderer verfolgt und ausgewiesen.
      Statt zu denen die ihnen helfen nett zu sein, schickt Trump jetzt z.B. nach Minnesota
      die Army. Die Europäer sind zu blöd, jetzt die Chance zu nutzen und sich von den
      Ammis abzukoppeln. Statt jetzt auf die Drohung wegen der Haltung zur Grönland-
      anektion Zölle zu erheben, mit der Faust auf den Tisch zu klopfen und den Ammis die
      Stirn zu bieten, kneift man schnell wieder den Schwanz ein. Aber das war mit den
      von Ammiland dressierten Politikern auch nicht anders zu erwarten.

  2. Nein, das einzige wozu das führt sind, dass erfolgreiche Machteliten kommen. Besser ist es den Mist komplett kaputt gehen zu lassen.

  3. Einerseits finde ich es spannend und befriedigend zu sehen, wie sich alle Macht-und Geldgeilheitsapologeten à la Dagobert Trump gegenwärtig zerfleischen bis aufs Kriegsblut. – Mögen sie alle verrecken!

    Andererseits finde ich zutiefst deprimierend zu sehen, wie uneins, infantil, hilflos und salonbolschewikiesk Antikapitalisten und sog. ‚Linke‘ … agieren à la Die Linke … – Dass die Pazifisten auf der Strecke bleiben …

    Menschen, macht kaputt, was Euch kaputt macht!

  4. Das mit dem Auswandern der „EU-Eliten“ bzw. europäischen Machteliten, queerbeet durch alle Gesellschaftsschichten und Parteien, in die USA halte ich für keine so schlechte Idee – ist nur die Frage ob die freiwillig in die USA auswandern oder ob die von den EU-Mehrheitsbevölkerungen revolutionär ausgewandert werden und ob die Amis die auch haben wollen *grins* 😉

    Sarkastische Grüße
    Bernie

  5. Trump hat wenigstens noch wirtschaftlichen Spürsinn, mit dem er versucht, die USA zu retten. Ob es gelingt, darf angezweifelt werden, Innovation, Technologie, Produktivität und Bildung finden in Asien statt, in den USA nur marginal und an den Deep State gebunden. Aber zumindest hat er eine größere Chance, am Ball zu bleiben, als die Europäer. Die sind in ihrem Russenhass und der Banderaliebe so gefangen, dass sie nichts anderes mehr sehen können. Und alle, die den Lichtkegel etwas weiter stellen wollen, werden totgemacht. Es ist ein großes Chaos in Europa vorhanden, welches sich nicht mehr in Ordnung bringen lässt. Es ist ein ein komplett vermülltes Zimmer, da macht es keinen Sinn, am Boden zu wühlen um irgendwas aufzuräumen, weil dann gleich der nächste Müll vom Regal stürzt. Nur ein Komplettausräumen hilft, und dann wieder mit einer Strategie und Ordnung neu einräumen. Solange sich die Tür zum versifften Zimmer noch einen Spalt aufdrücken lässt, wiegen sich die Verantwortlichen in Sicherheit, wie Betrunkene mit eingeschränktem Sichtfeld.
    Ich sehe für Europa nur eine Zukunft, wenn es sich komplett ändert und sich komplett von den derzeitigen Herrschern befreit, ansonsten wird die Unordnung in allen Bereichen jegliches Leben ersticken.

  6. „Wir erleben zurzeit wahrlich eine welthistorische Zäsur, die das Ende der Pax Americana eingeläutet hat.“ Wie viel Millionen Tote gab es in dieser Pax Americana, von der der Autor halluziniert. Ich erwarte, dass Trump ein paartausend GIs nach Grönland schickt und ein paar Basen errichtet, wenn die Zölle nichts nützen, und behauptet dass das nur dem Schutz der Grönländer diene und keine Besetzung sei usw., und dass Dänemark und die EU dagegen protestieren, aber viel mehr wird nicht passieren

      1. Die Financial Times hat dafür ein Akronym gefunden: TACO.

        Trump always chickens out. Treffer!

        Leider liest in der europäischen Machthaberclique keiner die FT, oder niemand von denen kapiert sie.

  7. Kann, nein muß mich nur noch mal wiederholen: was ich im vorigen Themenbäumchen verlautbart habe (siehe Bahn-thread). Wollte eigentlich denjenigen hier, die vermeinen, Trump wolle nur spielen oder irgendetwas zu retten versuchen, empfehlen, den von mir dort vermerkten und verlinkten Artikel zur Kenntnis zu nehmen. Wenn es ihn denn noch gäbe, kann ihn allerdings nicht mehr finden, schon gar nicht aufrufen. Tja, Pech gehabt! Sieht aus, als wären wir schon ein Schritt weiter als heute Nachmittag.

  8. Trump vollendet die US-amerikanische Geopolitik in seinem Sinne. Geopolitik war noch nie fair (Serbien, Libyen, Irak, Afghanistan, Libanon, Syrien, Ukraine, Venezuela, usw.) und dient in der Hauptsache der Absicherung der eigenen Machtansprüche samt Petro-Dollar.
    Nun steht halt Grönland auf dem Speiseplan der unerbittlichen Hegemon-Begierde und erst jetzt, da selbst betroffen, heult die EU auf, während sie bei früheren Überfällen willige Schützenhilfe geleistet hat.
    Wie war nochmal das Sprichwort des immerhin intelligenten Henry Kissinger: „Wer Amerikas Feind ist, kann gefährlich leben, aber Amerikas Freund zu sein, ist fatal“ -> Reale US-Geopolitik!

  9. Neu ist am „neuen imperialen Zeitalter“, das der Imperialismus sich gegen seine alten europäischen Erfinder richtet. Da gackern sie, allen voran die braven Dänen wie ein verdatterter Hühnerhaufen.

    Ja aber, die regelbasierte Ordnung … ! Die gab es doch nie. Und das es sich nun gegen uns richtet. Na ja, was können wir tun? In dienendem Gehorsam auch noch aufs amerikanische LNG-Frackinggas verzichten? Interessiert uns doch nicht, sagt Trump. Rückt gefälligst Grönland raus!

    Wir lernen gerade, Imperialismus, Geostrategie, Machtpolitik per Kanonenboote gibt es und gab es die ganze Zeit und unsere medialen Akteure machen gerade die schönsten mentalen Verrenkungen. Heute morgen wurde mir ein Zeitungskommentar vorgelesen, der behauptete, würde Trump jetzt Grönland akquirieren, dann wäre völkerrechtswidriges Handeln nicht mehr die Ausnahme, sondern die Regel. Da brach ich spontan in schallendes Gelächter aus. Ich hoffe, meine Nachbarn waren schon wach.

    Der DLF möchte die Fussball-WM boykottieren, ebenso Jürgen Hardt, andere wollen die amerikanischen Militär-Basen schliessen. Sieht so aus, als sässe der Feind nicht mehr nur im Osten. Und was machen jetzt alle unsere transatlantischen Einflussagenten?

  10. So neu ist das nicht. Die USA waren schon immer gegen fremde Kolonialmächte auf dem nordafrikanischen Kontinent. Vor 150 Jahren haben sie die Spanier vertrieben und das spanische Weltreich zerschlagen. Auch das nordamerikanische Grönland ist aus US-amerikanischer Sicht von einer Kolonialmacht, nämlich Dänemark, besetzt. Das sehen sie schon die ganze Zeit so. Wenn Trump dies ändert, wird er in die Geschichte eingehen.

  11. Xi und Putin können sich gelassen zurück lehnen und beobachten, wie Trump die NATO und EU zerstört!
    Sollte das nicht eigentlich, nach der Propaganda der Schleimspurmedien zu urteilen, die Absicht von Putin gewesen sein?

  12. Ich halte ja schon länger die russische Elite für kultivierter als die westliche – dieser Artikel gibt mir Recht. Analysis pur.

    Wer mal C.v. Clausewitz gelesen hat, sollte mit diesem länglichen Artikel ja spielend klarkommen… 😉

    Zur Sache:

    Trumps Rückgriff auf die ökonomische Expansion hat einen simplen Fehler : er projiziert aus der Vergangenheit auf die Zukunft, nimmt aber die Geltungs-Bedingungen nicht mit. Typischer Fehler eine Eklektikers – und auch vielleicht jemand ist, der keine guten Berater (dafür Günstlinge…) hat oder auch sonst irgendwie zu Echokammern neigt…

    Irgendwie der späte Blair, der so verängstigt war, daß er keinem mehr vertraut hat.

    Der Unterschied damals war, daß Amerika schnell im wachsen war, weil es über ein nicht versiegendes Heer billigster Arbeitkräfte/Einwanderer zurückgreifen konnte. Trump schmückt sich also mit Federn, die ihm nicht zur Verfügung stehen.

    Wir sehen auf ein Amerika, das gerade von der Geschichte überdehnt wird. Gleichzeitig ist es hoch verschuldet – verliert aber zunehmend Märkte durch seine imperialistische Geopolitik. Wie unter einem anderen Feldherren: zu wenige SupaDupa-Waffen – in der Ukraine aber geht es gerade darum, wer am meisten Metall in die Luft wuppt…

    Amerika verliert damit seinen Exzeptionalismus hinsichtlich Kultur, Leitwährung, militärischer Stärke und globalen Ressourcen-Zugriff.

    Brezinski wäre dass nie passiert!

    Es gibt zur Zeit kaum eine brauchbare Rüstungsindustrie in Amerika. Man will sich seine Schiffe von Korea bauen lassen – und die müssen es noch bis zum Pazifik schaffen…
    Ansonsten klappt nichts: Hyperschall-Flugkörper – überschaubar; Begleitpanzer – gecancelt; Trump-Klasse – veraltet, wenn fertig gestellt; 12 Flugzeugträger – aber nur Personal für 4 davon. etc. pp.

    Kurz gesagt: viel heiße Luft.

    Man muß aber auch sagen: Europa hat nicht mal diese… 🙂

    Meine persönliche Theorie. Die Russen möchten nach wie vor lieber mit den Europäern – vorausgesetzt, die lernen irgendwann etwas dazu…

    Erst mal wird man derer leichter habhaft – und Die müssen handeln!

    Was soll denn Rußland bitte mit Dollars? Für die kriegen sie so viele EUV-Lithographen, wie die Chinesen – nämlich keinen…

    (btw.: ASML wäre z.B. ein schmerzhaftes Druckmittel gegen die Amerikaner… 😉

    Rußland ist ökonomisch das nächste Filet-Stück: die meisten Ressourcen, den größten Bedarf und einen großen Markt. Das Land ist so groß, daß es wie AU noch in Entwicklung ist…

    Die Russen wissen auch sehr genau, daß die Menschen in Europa keinen Hegemon & Wohlstandsverlust wollen – aber zur Zeit von ihren schwarzen Pädagogen dazu gezwungen werden…

    Ich lese – wie unser Ober-Redakteur hier – seit `22 auch in russischen Medien – und bin mir sicher, daß die Russen sehr differenziert auf das Geschehen blicken. Differenzierter als es unsere Wertemedien je sein könnten…

    Ich möchte schließlich auf einen feinen, aber sehr wichtigen kulturellen Unterschied hinweisen:

    Angeln und Russen sind Team-Player – Rest-Europäer sind polarisierte Einzelkämpfer.

    Angeln bzw. Briten & Amerikaner gehen als Kinder in Sportvereine oder zu sozialen Veranstaltungen – sie lernen dort das Teamplay, mit den sie später im Beruf die ganze Welt besiegen.

    Bei den Russen bin ich nicht sicher – aber die meisten werden Mangel noch erlebt haben.
    Man darf auch nicht vergessen, wer mit Abstand im letzten Weltkrieg die meisten Toten zu beklagen hatte. Beides verbindet…

    Das erklärt, warum Europa so schwach ist:

    Erzählt zwar viel von Wettbewerb – hat aber Team-Play nie kapiert…

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