Spanien will internationale Front gegen die „reaktionäre Welle“ anführen

Der sozialdemokratische Ministerpräsident hatte linke Regierungschefs aus aller Welt zu einem Anti-Trump‑Gipfel ins katalanische Barcelona geladen. Pedro Sánchez verkündete dort sogar, die Zeit der rechtsextremen internationalen Bewegung sei vorbei“.

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6 Kommentare

  1. Als ich lesen durfte, dass aus Deutschland Vize-Kanzler und SPD-Chef Lars Klingbeil angereist ist und unmittelbar darunter „Zukunft mit „sozialer Gerechtigkeit, Gleichheit und Demokratie“ zu lesen war, wusste ich, dass ich mich mit dem Artikel und dieser „Global Progressive Mobilisation“ nicht weiter beschäftigen brauche. Gibt es doch durchaus Alternativen, seine Lebenszeit zu verschwenden…

    1. Ein echter Brüller, oder? Ausgerechnet derjenige, der gerade den deutschen Mann mit der Kettensäge auf dem Kanzlerthron eifrig unterstützt. Wenn die SPD einen Funken Anstand hätte, würde sie die Regierung sofort beenden und der CDU klar machen, daß man mit ihr keine Koalition mehr eingehen wird. Sollen die doch mit der AfD paktieren, sie werden sehen, was sie davon haben. Aber die SPD richtet sich lieber selber hin.

  2. Jep, man kann wieder kommentieren. Was gegen die Trolle zu tun, ist schon gut. Aber man sollte schon schauen, dass die Meinungsfreiheit nicht unter die Räder kommt.
    Ansonsten Danke für die Ausführungen über die neue Sanchez-Show. Es wird wieder links geblinkt und dann doch wieder rechts überholt.

  3. Zu dem was in Gaza und in der West-Bank passiert (Sonntag, 19.04.2026):
    Es gab einen Angriff von Siedlern auf Al-Mughayir, nordöstlich von Ramallah und evtl. verletzte Palästinenser. Es gab Erstickungsanfälle wegen dem Tränengas. Das Militär hat auf der Strasse einen Krankenwagen blockiert und auch sonst den Siedlern geholfen. Es wurden mehr als einhundertfünfzig Schafe von den Siedlern gestohlen. Das Militär hat einen Palästinenser (den Hirten) festgenommen und die Siedler haben die Schafen durch die Strasse gejagt. Ein Siedler fährt hupend auf den Feldern eines Palästinensers und vertreibt dessen Schafe (Khirbet Umm Nir, Masafer Yatta). Es wurde in der Huwara-Gegend in Masafer Yatta, südlich von Hebron von dem Getreide gestohlen (Siedler stiehlt Ernte). Das Militär entwurzelt in Al-Lubban Ash-Sharqiya, südlich von Nablus die Olivenbäume die einem Palästinenser gehören. Gestern haben die Siedler in Turmusaya einen Wagen verbrannt, ein Haus angezündet und rassistische Rede gesprüht.

    Es gibt keinen Waffenstillstand. Es wird schon über zweitausendvierhundert mal die Abmachung nicht eingehalten. Dass liest sich dann so: „Im Süden des Gazastreifens beschoss die israelische Artillerie Gebiete östlich der Stadt Khan Yunis, während gleichzeitig heftiger Beschuss aus Fahrzeugen und Hubschraubern erfolgte; gleichzeitig beschossen Kriegsschiffe die Küste der Stadt mit Granaten und Maschinengewehrfeuer.“ Es gibt vier oder fünf Tote und auch in Gaza-Nord wurde geschossen. Es wurden am Donnerstag vier Palästinenser getötet. Die neunjährige Saleh Badawi wurde im Zeitoun-Viertel in Gaza-Stadt bei einem Angriff umgebracht und es gab mehrere Verletzte. In den letzten sieben Tagen wurden 559 Lastwagen mit den Hilfslieferungen in den Gazastreifen gebracht und dann 463 Lastwagen weitergefahren. Die Bevölkerung steht stundenlang wegen Brot an. Die Bäckereien haben ihre Arbeitszeiten reduziert. Es haben einige schon Befürchtungen wegen einer neuen Hungersnot geäussert.

    In den gesamten okkupierten Gebieten bekommen 1.2 Millionen Palästinenser zusätzliche Unterstützung um Mangelernährung zu behandeln. Darunter sind 403.974 Kinder unter 5 Jahren in der West-Bank und 290.678 Kinder unter 5 Jahren in Gaza [1]. Es leiden 60.041 Kinder unter 5 Jahren an akuter Unterernährung (Gaza). Es gibt eine hohe Anzahl von Kinderheirat als eine schädliche Strategie um mit der Krise umzugehen [2].

    Zum Völkermord:
    Mitmachen bei der Einforderung der Menschenrechte für Palästina.
    https://eci.ec.europa.eu/055/public/?lg=de

    [1] Frühförderung und Unterstützung aufgrund von Unterernährung, West-Bank, Vereinte Nationen.
    [2] Angaben über die ca. 57.000 Haushalten denen eine weibliche Person vorsteht. Es gab in den ersten drei Monaten über 23.300 Fälle in denen Unterstützung wegen Missbrauch oder Misshandlung geleistet wurde.

  4. „Soziale Gerechtigkeit, Gleichheit und Demokratie“, das sind hehre bürgerliche Ziele. War das nicht mal die Losung der französischen Revolution von 1789, („Liberté, Égalité, Fraternité“)?

    Soweit sind wir im vereinigten Europa noch lange nicht. Vor allem der Deutsche „Untertan“, wie der Schriftsteller Heinrich Mann den typischen Deutschen vor über 100 Jahren treffend charakterisierte, fängt lieber wieder einen großen Krieg mit Russland an – selbstverständlich nur „prophylaktisch“ um den Bolschewisten, wie man die Russen seinerzeit nannte, zuvorzukommen.

    Mündige und aufgeklärte Bürger, die immer noch glauben, dass vor allem die Deutschen aus den vielen Toten, Leichenbergen und Zerstörungen des Ersten und vor allem des Zweiten Weltkrieges (inkl. Holocaust, Euthanasie usw.) gelernt hätten, dass man alles für den Frieden tun sollte, sollten schon mal beten. Ob das etwas hilft, das weiß ich nicht.

    Viele Bürger, Wähler und Politiker lernen offenkundig nur dann, dass Friedensverhandlungen und jeder schlechte Frieden besser sind als kapitale Aufrüstung und jeder Krieg, wenn eine Rakete das eigene Haus zerstört.

    Es heißt immer: Die Hoffnung stirbt zuletzt. Aber sie stirbt.

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