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Gelbe Klötze aus Beton
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Ich lese immer wieder, dass die europäische Pllitik von Moral bestimmt sei. Tut mir leid, aber das kann ich nicht erkennen. Der Ansatz, pragmatische Vernunft zu stärken, ist wohl richtig, aber das muss nicht gegen Moral passieen. Es ist ausdrücklich nicht moralisch, dem Banderaregime Gelder hinterherzuwerfen, die zur Hälfte in korrupten Kanälen landen und zur anderen Hälfte zum Töten verwendet werden, insbesondere dann nicht, wenn man Ursachen des Krieges ausblendet und Lösungen boykottiert, das hat mit Moral rein gar nichts zu tun. Gleiches gilt für den Nahen Osten, wo ist denn da bitte Moral in der europäischen Politik? Bliebe noch das Thema Flüchtlinge. Da wird eine angebliche Willkomenskultur vermarktet, die zumindest als solche streitbar ist, und mit der restlichen „moralischen“ Politik wird dafür gesorgt, dass Flüchtlingsströme zunehmen. Ich weiß nicht, ob es Absicht ist, die europäische Politik immer wieder mit Moral in Verbindung zu bringen und damit die Gehirne zu verwirren, aber ich weiß, dass das Viele anders sehen und genau aus diesem Grund angebliche Informationen, die so etwas rüberbringen, boykottieren. Overton sollte hier aufpassen, dass man sich nicht zu sehr an den ÖRR dahingehend angleicht, indem man versucht, „geschickt“ zu indoktrinieren.
Die Europäer glauben aber, moralisch zu handeln, obwohl, wie Sie richtig bemerken, deren Handeln vollkommen unmoralisch ist.
Das unterstütze ich.
Möglicherweise wäre „moralisierend“ eine treffendere Vokabel gewesen, der erhobene Zeigefinger ist ja kaum zu übersehen.
Ersetzen Sie „Moral“ mit „ideologische Werte“, dann passt es.
Moral nach Google-KI: „Gesamtheit der in einer Gesellschaft oder Gruppe allgemein anerkannten Werte, Normen und Regeln, die das menschliche Handeln als „gut“ oder „richtig“ bestimmen.“
Westliche liberale Gesellschaften setzen da bevorzugt auf den Egoismus des Individuums, den sie auch noch global durchsetzen wollen, wozu sie die Macht ihres Geldes einsetzen.
Hier könnte ich fast alles unterschreiben. Nur leider beschreibt der Text wie üblich nur das Ziel, aber nicht den Weg dahin.
Die Populisten sind zwar auf dem Weg, aber mit ungewissem Ziel.
Alles sehr richtig, was der Artikel rüber bringt, es ist in der Tat die einzig vernünftige Politik.
Deren Ziel sollte aber eben nicht das weltpolitische Agieren im Sinne einer globalen Machtpolitik sein, sondern eine gesamteuropäische Sicherheitsarchitektur zu installieren.
Die Amerikaner los zu werden, stelle ich mir allerdings sehr schwierig vor.
Zum Einen werden das einige Länder nicht wollen, Polen und die baltischen Staaten z..B..
Zum anderen unterliegen Deutschland und Italien immer noch der Feindstaatenklausel. An einfreiwilliges Abziehen des amerikanischen Militärs ist nicht zu denken. Die Amerikaner haben sogar den Niederlanden mit Einmarsch gedroht, falls der internationale Strafgerichtshof auf die Idee käme, Amerikaner vor Gericht zu stellen.
Es müsste also Gewalt angewendet werden. In einem bewaffneten Konflikt mit den USA stünde man vor dem gleichen Dilemma, wie in einem bewaffneten Konflikt mit Russland, der Unbesiegbarkeit der Supermacht auf Grund des nuklearen Potenzials.
Außerdem müsste der nichtstaatliche Akteur EU auch erst von der Bildfläche verschwinden.
Im übrigen sehe ich nirgendwo den Willen zum Politikwechsel, hier schon gar nicht.
Selbstverständlich ist die aktuelle Politik der helle Wahnsinn, die Parteienoligarchie hier und das Kapitel werden eine andere Politik nicht zulassen.
Ich bin der Letzte, der sich das nicht wünschen würde, der Auflösung der NATO rede ich schon seit 35 Jahren das Wort.
Aber die totalitaristischen Tendenzen hier, die veröffentlichte Meinung, die das Denken der Menschen verseucht und vergiftet haben, die Übergriffigkeit der EU
sprechen klar gegen eine Änderung.
Die Wahlergebnisse zeigen das überdeutlich!
Es wäre natürlich vernünftig, die Politik im Sinne des Artikels auszurichten.
Aber eine Chance sehe ich da nicht!
Die Feindstaatenklauseln wurden durch Resolution 49/58 der Generalversammlung vom 9. Dezember 1994 offiziell für „hinfällig“ (“obsolete”) erklärt.
Hinfällig, aber nicht aufgehoben.
gemäss dem artikel und der kommentare soll eine „grossmacht europa“, die mit den anderen grossmächten um vermögen in sachen massenvernichtung und projektion von kreditmacht mithalten kann, „vernünftig“ sein. na dann, viel spass im schützengraben.
wer sich lieber über verluste von „investoren“ amüsieren will:
https://www.reddit.com/r/wallstreetbets/comments/1qx3m84/is_everyone_ok_lol/
Der Ansatz des Autors krankt grundsätzlich daran, dass er den penetranten Moralismus der EU-Imperialisten, den gesinnungsethischen Imperativ, mit dem sie von früh bis spät alle Welt kujonieren, für ihre politische Zielsetzung nimmt.
Dabei weiß er doch selbst, dass sie damit ihren „globalen Führungsanspruch“ vortragen. Eben! Der (Doppel-) Moralismus ist ein Instrument der Machtprojektion (was bis vor kurzem noch als Trittbrettfahrer der US-Hegemonie sehr gut funktioniert hat!), ein Mittel der Durchsetzung.
Es ist ziemlich verfehlt, diesem Politklüngel, der durchaus strategisch s e i n e Interessen verfolgt, mit Alternativvorschlägen zu kommen, denn die sehen die Perspektiven fast so wie der Autor: „Russland bietet geographische Nähe, Energie, Rohstoffe und kompatible Sicherheitsinteressen“. Na ja, das mit den Sicherheitsinteressen können wir streichen, aber den Rest haben die moraltriefenden Beutegreifer aus Brüssel fest im Blick. Es ist offensichtlich, dass sich ‚Europa‘ darauf verständigt hat, dass es eine Ausweitung von Macht und Geschäft nur in der Unterwerfung der riesigen russischen Landmassen mit ihren schier unerschöpflichen Reichtümern sieht: Brechung des Willens, Regimechance, Zerlegung in willfährige Kleinstaaten mit korrupten Lokalherrschern, Ausplünderung durch expandierende EU-Kapitale etc. Das ist das zentrale Projekt ‚Europas‘, für den gerade alle sozialen Standards und sonstigen Lebensumstände im Rahmen einer gigantischen Rüstungsoffensive neu justiert werden. Da ist dann die ‚Emanzipation‘ von den USA, die der Autor ebenfalls konstruktiv mit-wünscht, auch schon mitgedacht. Der penetrante Moralismus dient nunmehr der Überhöhung dieser Sendung und markiert schon einmal: die exklusiv von Brüssel definierten universellen, unverhandelbaren Werte der Menschheit verpflichten ‚uns‘ zum Sieg oder zum Tod! Für viele Untertanen wird das übrigens aufs Gleiche hinauslaufen, aber das ist eine andere Geschichte…
https://www.infosperber.ch/politik/wie-eine-brillante-rede-trumps-groenland-furor-stoppte/
Ja das ist eine KI Beitrag auf den das Portal hereingefallen ist. Aber ist das womöglich so passiert? Und wurde bewusst so transportiert? Auf jeden Fall wurde in Davos das Thema scheinbar abgeräumt.
Also könnte oder kann EU dagegen halten wenn sie wollten …jedenfalls hat Trump anschließend verärgert vom „Gouverneur“ Carney gesprochen.
„… der amerikanischen Hegemonie strukturell etwas entgegenzusetzen.“
Aber nicht mit der Idee eines eurasischen Machtblocks. Die scheitert am genuinen Russenhass der Balten und Polen, der Unvereinbarkeit der Ziele west- und osteuropäischer Interessen. Die einen pochen auf den Führungsanspruch, die anderen werden diesen nie akzeptieren. Westeuropa betreibt gegenüber Osteuropa eine Politik, wie die USA gegenüber Europa. Bevor sich Europa von den USA befreien könnte, müsste es sich von Westeuropa (Brüssel) befreien.
Wie in diesem widersprüchlichen Konstrukt ein eurasischer Machtblock zwischen West-, Osteuropa (inkl. Russland und wem noch?) funktionieren soll, entzieht sich meiner Vorstellung. An der ethnische Heterogenität scheiterte schon der COMECON und die EU macht es nicht besser. Worauf baut der Autor seinen Optimismus? Es ist Utopie, keine Strategie.
„Die globale Vormachtstellung der Vereinigten Staaten beruht weniger auf ökonomischer Produktivität als auf militärischer Infrastruktur.“
Und zusätzlich auf der Kumpanei der westeuropäischen – vornehmlich britischen – classe politique, deren Handen einen großen Einfluß auf amerikanische Politik haben. Bereits mit dem Ersten Weltkrieg verband sich europäisches Intrigantentum mit amerikanischer Brutalität.
„Die europäische Politik der letzten Jahre war moralisch konsistent und strategisch verlustreich.“
Moralisch konsistent? Der Autor meint wohl eher inkonsistent.
„Europa muss aufhören, sich als moralisches Gewissen der Welt zu verstehen, und anfangen, sich als Macht zu begreifen.“
Dem kontinentalen Europa magelte es nie, sich als Macht zu begreifen. Was nie begriffen wurde, es war letztlich eine impotente Macht, weil ausschließlich partikuläre Interessen verfolgt wurden.
Dies beschreibt sehr anschaulich Margret MacMillan in ihrem Buch „Die Friedensmacher“. (ISBN 978-3-548-37740-7)