ARD-Hauptstadtstudio

Die ARD im Griff der Emotionen

Der öffentlich-rechtliche Rundfunk verliert zunehmend an Sachlichkeit. Statt Einordnung und Fakten dominieren Emotionen und Betroffenheitsrhetorik.

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6 Kommentare

  1. Medien sind generell manipulatoren, es existiert keine Wahrheit, da die Wahrheit, schon immer manipuliert wurde.
    Wahrheiten, wie kann man diese heute definieren?
    Diese Wahrheit kann nicht erzeugt oder errungen werden, da wir heute +-8MRD Bürger besitzen.
    Politik ist ein Subjekt, Politik steht für bankrott, der Mensch muss diese Politik erkennen und seine für sich beste Entscheidung treffen.

  2. Wenn ich sehe wieviel Geld die Drecksäcke verheizen kommen mir auch immer die Tränen. Aber zum Glück bin ich nicht gezwungen das Abwasser zu konsumieren was da erstellt wird.

  3. „Kein Bericht über die Ukraine, bei der nicht eine weinende Mutter im Zentrum steht. Der Russe hat wieder mal die ukrainische Infrastruktur bombardiert (…) und schon regnet es Berichte nicht nur über das Faktum als solches. Sondern vor allem darüber, wie die Ukrainer das denn finden. (…) Ihre Wohnung wurde gerade von einer Drohne in die Luft gejagt, was macht das mit Ihnen?“ Krieg ist fürchterlich, aber nur für die „gute Seite“, die wir unterstützen.

    Weinende Mütter, brennde Häuser, wie soll Krieg sonst aussehen? Wo ist der Nachrichtenwert? Im russischen Staatsfernsehen ist es genau umgekehrt. Da werden von der Ukraine zerstörte Häuser im Donbass gezeigt. Oder Szenen von Drohnenopfern in Russland. – In NS-Deutschland wurden in der Wochenschau von anglo-amerikanischen Flugzeugen bombardierte Wohngegenden gezeigt.

    Strapazierte Sprachregelungen: Seit 4 Jahren heißt es bei ARD und ZDF nicht, dass ein „Krieg in der Ukraine“ stattfindet, sondern es geht die Rede vom „russischen ANGRIFFSkrieg“, in jeder Meldung, für die Super-Doofen, die das noch nicht mit bekommen haben. Es kann ja sein, dass die Russen angegriffen haben, aber AgitProp-mässig wird es den Zuschauern in täglicher Routine noch nach Jahren, per Textbaustein eingehämmert. (Bei anderen Kriegen wird das selbstverständlich nicht bis zum Erbrechen wiederholt.)

  4. Nicht das Wecken von Emotionen sind das Problem. Im Gegenteil. Emotionen zum Zwecke der Instrumentalisierung? Warum nicht? Das Bild des „Napalm Girls“ war ein höchst wirksames Instrument den Vietnam-Krieg zu beenden. Das Problem besteht zum einen darin, dass die Emotionen nur selektiv angesprochen werden. Die israelischen Opfer kommen in die Medien, die palästinensischen Opfer nicht. Ukrainische zivile Opfer werden gezeigt, die Opfer unter den ukrainischen Soldaen nicht – obwohl das Verhältnis 1:100 beträgt. Russische Opfer werden wenn überhaupt nur gehässig kommentiert. Und natürlich – da haben die Autoren völlig recht – fehlt jegliche Hintergrundinformation. Ich erinnere mich, wie mir ein guter Freund ein Buch über Wladimir Putin in die Hand gedrückt hat. „Das ist fundiert. Da steht alles drin. Wenn du das liest weißt du Bescheid.“ Autor war der ZEIT-Journalist Michael Thumann. Ich tat das, was ich in solchen Fällen immer tue. Ich warf einen Blick in das Literaturverzeichnis. Am liebsten zitierte der Autor sich selbst oder Kollegen von der Zeit. Originalquellen von Putin waren spärlich – obwohl der Mann für einen Staatschef außerordentlich viel geschrieben hat und viele Interviews gegeben hat. Aber das ja hätte ein völlig anderes Bild ergeben. Putins Interview mit der Financial Times aus dem Jahre 2019 gibt in 90 Minuten mehr Information, als der ganze Propaganda-Mül, den unserer Medien pausenlos verbreiten. Hier der Link:
    https://www.youtube.com/watch?v=FbY0VpyjtuI

    Der letzte Journalist des Mainstreams, der kritische Fragen gestellt hat, war der damalige Herausgeber der FAZ, Frank Schirrmacher. Sein Beitrag in der FAZ „Dr. Seltsam ist heute online“ ist eine gnadenlose Abrechnung mit Hetz-„Journalisten“ wie Claus Kleber.
    https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/echtzeitjournalismus-dr-seltsam-ist-heute-online-12867571.html

    Keine 3 Monate später war Schirrmacher tot – und niemand hat gefragt, ob es nicht ein politischer Mord gewesen sein könnte. Um im Stile des westlichen Mainstreams zu argumentieren: „Die CIA hatte die Mittel, das Motiv und die Möglichkeiten“ – und auch die Zeitschiene passt. Aber bei uns wird ja jede Hypothese, die nicht ins herrschende Narrativ passt, zur Verschwörungstheorie.

  5. Die beiden Autoren verstehen da etwas falsch, was unsere Medien betrifft. Nicht nur der ÖRR wird als minderwertige Propagandamachinerie wahrgenommen, sondern der gesamte Mainstream, incl. RTL, Sat1 & Co. Und was die Emotionen betrifft, erkennt jeder mit IQ über Zimmertemperatur, dass die Emotionen nur einem ausgewählten Klientel zukommen sollen und nicht etwa den Palästinensern oder dem zu Unrecht sanktioniertem Herrn Baud, der nur noch von Geldspenden leben kann und eingesperrt ist, obwohl er gegen keinerlei Recht verstoßen hat. Damit ist für jeden, der sich etwas kümmert oder auch ein Gedächtnis hat, was wenigstens auch etwas vor der Zeitenwende greift, klar, dass hier Krokodilstränen erzeugt werden. Und wenn so etwas dann auch noch per Zwangsabgabe geschieht und Gehälter der Verantwortlichen des ÖRR durchdringen (bei denen jeder Arzt oder Ingenieur vor Neid erblassen müsste), dann ist Kritik nicht nur berechtigt, sondern Bürgerpflicht, der allerdings nur leider sehr wenige Zahler nachkommen.

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