
Im Zeitalter der KI werden Fehler menschlich
Das war bis vor kurzem ein Mangel der Menschen, die die Fehler ins Zusammenspiel mit den Maschinen brachten, der berühmte human error. Jetzt versuchen manche, durch grammatikalische oder Tippfehler ihre KI-erzeugten Texte zu vermenschlichen. Das kannman aber auch wieder die KI machen lassen.

Wer erzielt die Kriegsgewinne?
Wer sich in den Vereinigten Staaten am Ersten Weltkrieg bereichert hat, erklärt Smedley D. Butler. […]

Der Krieg aus dem Baumarkt: Wie billige Drohnen die Militärmacht verändern
Militärische Überlegenheit wird nicht mehr allein durch milliardenschwere Waffensysteme erreicht. Immer häufiger sind es kostengünstige, massenhaft verfügbare Technologien, die den Verlauf von Konflikten beeinflussen. […]

Vorauseilender Gehorsam – ein Kennzeichen deutscher Nahostpolitik
Deutschlands Nahostpolitik wirkt reaktiv statt strategisch. Zwei aktuelle Beispiele zeigen, wie schnell politische Festlegungen von der Realität überholt werden. […]

Klimalüge und Klimadiktatur?
Vom Denken zum Glauben. […]

Wenn Delhi Moskau wäre
In Indien schaffen junge, frustrierte Menschen den großen Schritt vom Netz auf die Straße und zeigen damit auch das wahre Gesicht der Regierung von Narendra […]

Jugend als Avantgarde einer pazifistischen Kulturrevolution
Gedanken zum kirchlichen und gesellschaftlichen Rückfall in die Kriegsbereitschaft. […]

Von der Ukraine bis zur Kunstfreiheit
Unsere meistgelesenen Artikel im Juli. […]

»Alle Blumen des Julis«
Ein Bericht vom »Slawischen Basar« in weißrussischen Witebsk. […]

Der Anschlag auf eine Lebenslüge
Die Bundesrepublik wird terrorisiert. Selten noch von Islamisten, häufig aber von deren ungleichen Freunden. […]

Masseninvasion von Ceuta: Ein organisierter Angriff
Hinter der Aktion steckt aller Wahrscheinlichkeit die marokkanische Regierung. Rechte Parteien verurteilen hingegen Spanien und nutzen die Aktion für ihre Zwecke, Regierungschef Sánchez macht wie […]

Die Bundesmarine im Umbruch: Ambition und Realität beim Wiederaufstieg
Die Bundesmarine durchläuft derzeit einen umfassenden Transformations- und Aufrüstungsprozess. Doch selbst bei vollständiger Umsetzung der ehrgeizigen Pläne bleibt die Frage, ob sie rechtzeitig bereit sein […]

Von der „Machtvergessenheit“ zur „Machtbesessenheit“?
Deutsche Außenpolitik im Wandel der Zeit. […]

Europas Zukunft in einer Welt, die nicht mehr auf Europa wartet
Der amerikanische National Intelligence Council beschreibt in seinen „Global Trends“ eine Welt, in der die westliche Dominanz schwindet und der Wettbewerb zwischen den USA und […]

Synthese und Konkurrenz
Zur Dialektik von Individuum und Kollektiv in der Kunstmusik. […]

Ukrainischer Regimentskommandeur: „Schießt auf die eigenen Leute, schießt auf alle, die unbefugt fliehen“
Schon seit einiger Zeit wurde von Misshandlungen, Todesfällen und Folter in ukrainischen Regimenten berichtet. An erster Stelle stand das 425. Sturmregiment „Skala“, das direkt Syrsky […]

Erneut setzt Marokko seine Bevölkerung in Ceuta zur Erpressung ein
Vor allem junge Marokkaner haben die zu Spanien gehörende Exklave Ceuta gestürmt, in der 80.000 Menschen leben. Man geht schon von 50.000 Menschen aus, die […]


Was für eine kranke Gesellschaft – mehr fällt mir dazu nicht mehr ein. Ach so – die 100 gehören auch dazu.
Ich lass manchmal Texte von KI prüfen. Da werd dann zuweilen ungefragt Passagen umgeschrieben, weil es so elegante, präziser oder ausdrucksstärker wären. Nicht selten ist es allerdings eine Verschlimmbesserung. Und meinen eigenen Stil erkenne ich meist nicht mehr wieder. Wenn da was rauskommt, bei dem ich sagen würde, dass ich es so ggfl. auch schreiben würde, nehme ich das als netten Tipp auf, übernehme es aber auch nicht 1 zu 1. Ich betrachte KI inzwischen nicht mehr als Wissensbasis oder Problemlöser, sondern als Anregung, andere Lösungswege zu suchen, insbesondere, wenn sich KI mal wider stur immer wieder wiederholt.
Demnächst wir eine KI alle Schreibarbeiten von Florian Rötzer übernehmen um seine Texte zu humanisieren.
Während sich Florians Texte bislang zu 90% darum drehten mühsam zu begreifen wie eine Maschine denkt, wird sich die Maschine dann den menschlichen Themen zuwenden können wie Zuneigung und Liebe.
Ja, Maschinen sind einfach die besseren Menschen.
An ein schönes Abendessen zu zweit beim Italiener und menschliche Streicheleinheiten ❤️ kommt bislang noch keine KI heran.
Aber auch das kann sich vielleicht noch ändern. Nicht alle, aber viele Sci-Fi-Filme wurden inzwischen von der Realität eingeholt und überholt. In dem Spielfilm „Westworld“ aus dem Jahr 1973 (das ist ein halbes Jahrhundert her) mit dem schon lange vestorbenen Schauspieler Yul Brynner gibt es auch androide Sexarbeiterinnen bzw. „Sex-Roboter“. Die Qualität kann meinereiner selbstverständlich nicht beurteilen. Vielen Menschen wäre das vermutlich auch egal. Da bin ich mir inzwischen ziemlich sicher. Der Homo sapiens als Spezies ist ein Irrläufer der Evolution: 😵🚧
Ich mach’s mal nett. Mit Vermenschlichung von Texten hatte Herr Rötzer noch nie Probleme. Seine Texte waren häufig extrem menschlich. Herr Rötzer war schon KI, da dachte niemand daran, dass es so etwas je geben würde. Oder so. Jedenfalls wissen wir jetzt warum das immer so war. Vermenschlichung seiner Texte.
Bei Telepolis sagte man seinerzeit, „das hat er wieder hingerötzert“. Insofern wäre das heute eine besondere Auszeichnung 🙂
(Mit Verlaub und nicht bös gemeint, eher im Gegenteil. Ich denke auch, das war damals tendenziell eher wohlwollend gemeint.)
Und bei manchen Captcha-Verfahren muss man vielleicht inzwischen, um als Mensch erkannt zu werden, ein paar Fehler einbauen (allerdings dann eher nicht so offensichtliche Fehler wie Tippfehler, Grammatikfehler, Fehler im Satzbau oder Interpunktionsfehler in Texten – schließlich ist es recht einfach, einfach Mal hier und da einen Tippfhler Interpunktionsfehler oder ähnlich einzubauen, dafür muss halt nach einer Textgenerierung einfach nur ein weiteres kleines Programm über die Textausgabe laufen gelassen werden).
ps. Wer was gesagt oder geschrieben hat, zählt in der Mathematik (und theoretischen Informatik) dann doch eher weniger, da es eben dort kein „Beweisprinzip durch Autorität“ gibt (Ausnahme: Mathematikwitze), in allen anderen Bereichen gibt es ein solches „Beweisprinzip durch Autorität“ dann aber anscheinend doch ;-), sonst wäre eben nur relevant, ob etwas korrekt oder wahr ist und nicht von wem diese oder jene Aussage verbrochen wurde ;-).
bald können sie auch den besseren vanGogh hinbekommen… bei den Architekturzeichnungen können sie verschiedene skizzierte „pseudo Freihandzeichnungen“ wählen… und mit den räumlichen Perspektiven haben sie kein Problem beim Bauherren Punkte zu sammeln
Selten so viele Irrtümer und Unwahrheiten gelesen wie in letzter Zeit in Texten von Chatbots. Inzwischen google ich allem hinterher, was die Google KI behauptet – sie liegt bei Mainstream-Sachen fast immer richtig, und bei schwierigeren oder seltenen Fragen fast immer falsch.
Auch spiele ich mit dem Bildgenerieren per KI herum. Die Anleitungen, die KIs geben, sind fast immer falsch. Nur einfache Sachen sagen sie richtig.
Nur brauche ich für Mainstream und Einfaches keine KI.
Das Zeug ist viel schlechter, als ich dachte.
Mal eine grundsätzliche Frage: Diese 5 Kommentare Limitierung pro Beitrag ist ja schon durchaus etwas nervig und eigentlich auch recht schräg, aber wenn mir von den 5 Kommentaren 4 weggeblockt und gar nicht veröffentlich werden (warum auch immer, man erfährt ja keinen Grund), ich aber dennoch die Meldung bekomme, dass ich 5 Kommentare erreicht hätte, dann ist das doch schon ein wenig bekloppt oder?
„dann ist das doch schon ein wenig bekloppt oder?“
ja, „bekloppt“ verunsichernd ist vermutlich beabsichtigt.
Fördert Hab Acht Haltung und diszipliniert.
Wir sind möglicherweise Versuchsratten für irgendwas und wem.
Auf die Art kriegen die mich jedenfalls nicht dazu mal ein wenig Geld hier zu lassen. Eine Medienplattform ist für mich dann wertvoll, wenn die Community sich austoben darf und das scheint hier gerade rückläufig zu sein. Sehr schade!
Das wird noch sehr übel werden, weil vermutlich in ein paar Jahren, geschweige denn in 10 oder 20, kaum jemand noch selbstständig Texte schreiben wird. Es ist einfach zu bequem, das einer KI zu überlassen. Dann kann sich mangels Übung auch kein persönlicher Stil entwickeln, der einen aktuell noch etwas schützen kann gegen den Vorwurf, eine KI zu sein. Das wird zukünftig alles sehr generisch klingen. Der Link im Beitrag zu kiin.ai war aufschlussreich für mich, als Zeichen dafür, was schon so stattfindet, wie weit fortgeschritten der Prozess zur KI-Abhängigkeit bei der Texterzeugung offenbar schon ist.
Ich bin Mitte der 60er geboren, habe selbstständiges Schreiben noch gelernt und dann auch Jahrzehnte lang praktiziert, musste beruflich immer ohne große Hilfe, allenfalls Wörterbuch, Texte auf Deutsch und Englisch lesen und verfassen, es gab ja nicht mal das Internet, muss man sich mal vorstellen. Inzwischen schreibe ich nur noch Deutsch, Englisch lasse ich mir übersetzen, die entsprechenden KI-Modelle sind extrem gut geworden. Wenigstens kann ich noch beurteilen, dass die tatsächlich besseres Englisch schreiben als ich. Also auch ich bin hier schon faul geworden.
Wobei „faul“ das nicht wirklich trifft. Schließlich ist es für ein biologisches System durchaus normal, wenn es seine kognitive Last verringert. Das spart Energie, gerade das Hirn ist hier ein Großverbraucher. Der Leib spricht zu mir: Du sollst dir nicht den Kopf zerbrechen, Zucker und Zeit und Vitamine verbrauchen, wenn du dir das sparen kannst! Da hört man gerne zu. Das ist nicht faul, sondern schlau.
Und sollte man Menschen verurteilen, die erst durch die KI in die Lage versetzt werden, Texte zu schreiben, Forenbeiträge beispielsweise? Sie könnten ja viele Gründe haben, warum es ohne Hilfe nicht geht, mit Intelligenz hat das selten was zu tun. Vielleicht freuen sie sich nun an der Teilhabe?
Also ich sehe das recht düster. Irgendwann verfassen Nutzer nur noch vollständig KI-generierte Beiträge, moderieren diese etwas nach, und ab damit. Dann haben wir Benutzerforen, in denen KIs miteinander diskutieren – und die Nutzer das nicht einmal so richtig merken. Vielleicht halten sie ihre Beitrage auch für die eigenen. Schließlich haben sie den Prompt verfasst, als kognitive Rechtfertigung, und erst dieser Prompt hat schließlich das Resultat erscheinen lassen. Aufgrund dieser Kausalität kann schnell die Illusion auftreten, man hätte selbst sehr viel getan.
Vielleicht mal ein Beispiel, wie ich das meine. Unter der Annahme, dass textgenerierende LLMs so ähnlich arbeiten wie Bildgenerierungs-KIs: Am Prompt einer Bildgenerierungs-KI (beispielsweise einfach am google gemini-Prompt) eingeben: „Male mir ein schönes Bild im Stil von Van Gough von einem Schreiberling, der mühsam über den Tisch gebeugt, bei Kerzenlicht, mit Tinte ein Buch schreibt.“ – Da kommt ein wirklich sehr nettes Bild bei heraus. Vermutlich bekäme jeder von uns, stochastisch bedingt, ein anderes Bild, wohlgemerkt: zum gleichen Prompt. Ist das nun mein Bild? Kann ich stolz darauf sein? Und: Sollten wir nun statt textuell in Bildern kommunizieren und ich würde das Bild hochladen als Beitrag, wessen „Stimme“ würde man hören?
Jedoch: Kaum jemand müsste in der heutigen Zeit 42,2 km über den Asphalt latschen, völlig fertig danach. Man könnte auch einen E-Roller nehmen, super frisch noch im Ziel. Dennoch gibt es Marathonläufer, die absolvieren diese Strecke tatsächlich fußläufig, vielleicht sogar mit Spaß? Das als Argument und Hoffnung vielleicht, dass das autonome Schreiben bleibt. Als Spaß, als Hobby, als Gehirnakrobatik.
Ich bin Mitglied in einer Schreibgruppe, die sich regelmäßig persönlich trifft, um nach einer kurzen Schreibanregung spontan einen längeren Text zu verfassen und diesen anschließend vorzulesen. Macht Spaß, ist aber zuweilen anstrengend, wie ein 1000 m Lauf. Unnötig? Vielleicht wird sowas ja zunehmen, in dem Maße, wie Menschen von KI-Texten gelangweilt werden. Aber wenn sowas dann ohne kurze Seitenblicke auf das Handy gar nicht mehr beherrscht wird?
Herrjeh, bin vielleicht zu mies drauf heute. Ist und wird vielleicht alles nicht so schlimm. Mal das Fenster öffnen, kurz durchatmen. Oh! Puh! Herrjeh.
KI kann als Werkzeug genutzt werden, um die Produktivität zu erhöhen.
Die Ausstoßmenge von Meinungstexten und Artikeln, Belletristik etc ist dann zwar beliebig vermehrbar, aber menschliche Aufmerksamkeit nicht. Irgendjemand soll das ganze Zeug ja auch noch lesen (oder sich vorlesen lassen). Die ungebremste Erzeugung von Texten und Bildern führt durch das Überangebot zu einem Wertverlust.
Es wird enden wie bei allen Handwerkskünsten, die der Massenproduktion zum Opfer gefallen sind: Einige betreiben es als Hobby, wenige Spezialisten überleben in Nischen. Und dem Rest ist es egal, solange die Produkte der Unterhaltungsindustrie bezahlbar sind.
errare humanum est Eine Maschine irrt sich nicht,der Irrtum ist eime wunderbare menschliche Eigenschaft
Im Zempel von Delphi stand am Eingang
„Erkenne dich selbst“
will sagen daß du im Gegensatz zu den Göttern sterblich bist,also Mensch bist.
Lieber Herr Rötzer,
das ist aber doch schon fast Panik: »Angeblich sind schon mehr KI-erzeugte Texte als von Menschen verfasste im Internet unterwegs.« Wer sollte die denn alle lesen? Und wozu, es wären doch alles Wiederholungen? Was vorstellbar ist, dass ein Großteil der publizierten Texte von LLM gegengelesen wurden, und das ist schlimm genug.
Mal so als heitere Frage, ich verwende LLM eher selten und nie zur Texterstellung, habe also keine praktische Expertise; kann ich einem LLM heute schon sagen: „Bitte schreibe einen Text mit dem Thema XY so, wie ihn Florian Rötzer in den 2000ern formuliert hätte.“
Ihre Texte hatten Wiedererkennungswert, denn man musste sie sich erarbeiten, und ich hatte immer den Eindruck, „das ist mit heißer Feder geschrieben“, wodurch es bisweilen etwas zwingendes hatte. Viele Kommentatoren haben das damals anders gesehen und moniert, egal, für mich war das durchaus »authentisch«. (Und wie ich gerade sehe, sehen das weitere Kommentatoren ähnlich.)
Ansonsten sollen LLM (im geisteswissenschaftlichen Bereich) nicht »klüger werden«. Sie werden hier allerdings auch dafür gebaut, Grenzen zu ziehen und diese zu verengen sowie das Territorium des menschlichen Geistes zu kontrollieren und überschaubar zu halten. Für den durchschnittlichen User wird gerade common sense, was in der Sprachwissenschaft schon lange bekannt ist: Lesen bedeutet für die meisten Menschen, Buchstaben zu entziffern, sie zu Wörtern aneinanderreihen und einen semantisch und grammatikalisch wohlgeformten Satz zu erkennen. Doch das ist noch lange nicht Lesen. (Eine allgemeine Frage: Ob ein LLM einen Text jemals zweimal ließt? Oder noch öfter? Kann ein LLM anders betonen und dann anders weiter formulieren?)
Bei den Wörtern gilt folgendes: Der Mensch versteht mehr Wörter (Kompetenz) als er in Sprache und Schrift verwendet (Performanz). Die Kompetenz ist also größer als die Performanz. Natürlich gibt es Leute, deren Performanz größer ist als ihre Kompetenz, landläufig als »Schwätzer« bezeichnet. Bei LLM ist es jedoch so, dass es ausschließlich Performanz ist: Also nichts, wovor man sich fürchten müsste – doch man sollte bei jenen vorsichtig sein, die sich davon übermäßig beeindrucken lassen, denn die sitzen bereits »in der Falle«.