Über Diener der Macht und Macht der Diener

Gesichter und Gestalter der Außenpolitik. Medwedew, Lawrow, Putin, Merz

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7 Kommentare

  1. In Russland kursiert folgender Witz:
    Zwei russische Soldaten sitzen vor ihrem Panzer in Biarritz am Strand, sagt der eine zum anderen: Weißt du Bruder, was mich immer noch unheimlich ärgert? Dass wir den Propagandakrieg nicht gewonnen haben!

    Das ist natürlich ein von der politisch/medialen Kaste lancierter Witz, denn selten wurde auf ein notwendiges politisches Übel mit soviel dümmlicher Herablassung und Ignoranz reagiert, wie von Putin und seiner Mannschaft auf die Erfordernisse des Propagandakrieges.

    Das fällt ihnen mittlerweile wohl schwer auf die Füße, denn gerade in der modernen Informationsgesellschaft wird die Lücke, die die eigene Propagandamaschinerie hinterlässt sofort massiv von der des Gegners gefüllt.
    Die jetzige Situation, in der die Krim unter Ausnahmezustand gestellt werden muß, während sich die russischen Autoritäten nach Sowjetmuster jede Aufklärung sparen, zeigt die Gefahren.
    Auch wenn es an der Front im Donbass vielleicht Erfolge gibt, spielt das nun keine Rolle mehr.

    Wir werden sehen, ob Putin, der geistig anscheinend in einem anderen Jahrhundert lebt, hier nicht seinen Kardinalfehler gemacht hat.

    1. Zu dem was u.a. auf der anderen Frontseite passiert (Freitag, 26.06.2026):

      Telegram-Account „Masno“:

      Due to Russia’s attacks on the frontline territories of Ukraine, there are problems with fuel supplies

      ▪️Ukrainian fuel expert Sergei Kuyun stated that fuel supply disruptions are beginning to occur in the frontline territories of Ukraine.

      ▪️According to him, fuel truck drivers are refusing to carry out deliveries due to the constant threat of drone strikes.

      ▪️To reduce risks, protective nets and mobile shelters for personnel are being used, but their effectiveness, according to Kuyun, remains limited.

      ▪️The current situation is complicating the provision of fuel to areas located near the line of contact in the conflict zone.

      Telegram-Account „AMK-Mapping“:

      Amid the endless posts by all these so-called „Pro-Ukrainian“ accounts about Ukrainian drone strikes and Russian logistical difficulties, I see hardly anyone talking about the deteriorating situation for Ukraine in Kostyantynivka and other parts of the frontline.

      I view it as an absolute betrayal of the Ukrainian soldiers fighting for this city, by those who claim to support them the most. The same has occurred in the past for other battles where Ukrainian soldiers found themselves in extremely difficult and costly situations, such as Pokrovsk, Myrnohrad, and Hulyaipole.

      But I guarantee you: if there was some sudden Ukrainian counteroffensive in Kostyantynivka, all of a sudden every single one of these „Pro-Ukrainian“ accounts would jump on it.

      Because selling lies and manipulating reality to push a narrative is where the money and engagement is. And that’s the exact opposite of supporting Ukraine and Ukrainians.

      Telegram-Account „Retarded Ramblings“:

      „The Russian army has destroyed more than 150 gas stations and 29 locomotives in Ukraine over the past two months,“ – former Ukrainian Minister of Infrastructure Andrey Pivovarsky…

      Before the war, there were about 1,200 significant „chain“ gas stations in Ukraine (not counting rural ones, which no one is interested in).

      Some of them came under our control in 2022, but they had at least 1,000. In 2 months, 150 were knocked out. Not bad, in principle. But it’s not enough. We need to reduce it to zero. And don’t forget about railway locomotives. By the way, 130 units of them were knocked out during the same period. Out of about 1,000 available.

      In principle, the elimination of the railway locomotive fleet and gas stations will largely disrupt the enemy’s logistics. And if we do this systematically, the enemy could face a collapse by the end of the year.

  2. * Sitzen zwei russische Panzerfahrer am Ufer der Elbe, sagt der eine zum anderen: „Bruder, alles ist gut. Der Krieg hat ein Ende.“. Sagt der andere: „Ja, Bruder, sag,
    aber, warum haben wir dann den Propa-gandakrieg verloren?“

  3. Ist die Chefin der russischen Zentralbank mittlerweile wieder aufgetaucht?
    Hat das was mit Macht zu tun wenn solche Menschen einfach so verschwinden?

    1. „Ist die Chefin der russischen Zentralbank mittlerweile wieder aufgetaucht?“

      Sie sind nicht auf dem Laufenden. Sie hatte vor ein paar Tagen eine Pressekonferenz gegeben -wegen dem Leitzins und so.. Davor war sie nach Eigenangaben „wegen Erkältung“. lange krankgeschrieben.

    2. „Sein Widersacher spielte das amerikanische ‚Chicken-Spiel‘ nicht mit und gab nach; diese ‚Blamage‘ trug später entscheidend zu seinem Machtverlust bei “
      Vermutlich ist dem Autor nur die westliche Version vom Ende der Kubakrise bekannt. Chruschtschow hat eben gerade nicht einfach nachgegeben, wie es in der westlichen Qualitätsmedien damals und jahrzehntelange danach noch verlautet wurde.
      Es gab eine Vereinbarung, dass im Gegenzug für den Rückzug der sowjetischen Raketen von Kuba die US-Raketen aus der Türkei entfernt werden. Um dem Heißsporn Kennedy einen gesichtswahrenden Rückzug zu ermöglich, stimmten die Sowjets zu, das der Rückzug der US Raketen erst einige Monate später erfolgte. Damit es für die westliche Propaganda leichter war, es als großen Sieg zu verkaufen.
      Damit war Chruschtschow der Erwachsene im Raum und nicht der Cowboy aus dem Weißen Haus, da er den Amis ihre Showeinlage zugestanden hatte, aber militärisch sein Ziel ebenfalls erreichte und gleichzeitig WW3 verhinderte.
      DAS ist verantwortungsvolle Politik.
      Problematisch an der Sache ist, dass die Amis inzwischen so selbstbesoffen von ihren zahlreichen Propagandasiegen sind, dass sie zusehens Schwierigkeiten haben die Show von der Realität zu unterscheiden.

  4. Viele kluge Worte. Um weiterer Verarmung, der Großmachtsucht der deutschen Regierung und der Zerstörung durch Krieg zu entgehen, müssten sich doch endlich diejenigen zur Wehr setzen, die den materiellen Reichtum für die Machtprojektionen der Möchtegern Russlandbezwinger schaffen. Fünf Millionen von ihnen sind in Gewerkschaften organisiert. Sie haben sich ihre Gewerkschaftsführer selbst gewählt. Sind sie dem nationalen Größenwahn ebenso verfallen, wie die Regierungspolitiker? Ist es keiner Aufregung wert, dass ihr erarbeiteter Reichtum an eine uns fremde faschistische Regierung verschenkt wird? Sehen sie, wie schon manche ihrer Opas und die aktuelle Regierung, das russische Volk als minderwertig an und frei zur Vernichtung?
    Ja, das wird wohl so sein, denn sonst würden sie sich nicht so arg für die nationale Aufgabe schädigen lassen!

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