Protest gegen Mercosur-Abkommen

Spinnen die in Brüssel?

Über das Mercosur-Abkommen und EU-Handelspolitik.

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9 Kommentare

  1. > Für die Mainstreammedien kein Thema

    Tagesschau schreibt „Heimische Bauern wegen Abkommen skeptisch“ 🙂

    Die EU Kommission tritt aufs Gas, so wurde extra der soziale Teil abgespalten damit man’s schonmal unterschreiben kann. Auf der einen Seite wird den Bauern ständig neue Verordnungen und Klimavorschriften aufgezwungen auf der anderen Seite öffnet man jetzt den Markt für Pestizid Produkte über den EU Normen, und für weitere Regenwaldabholzung, was man beides offiziell ja bekämpft.

    Bei so einer widersprüchlichen Politik fragt man sich wer die Profiteure sind, wer maßgeblich dahinterstand? Ich tippe mal auf Nahrungsmittelkonzerne. Zudem gibts auch das Gerücht das man die Anzahl der Bauern veringern möchte, deren Land kann dann billig von den Konzernen aufgekauft werden, könnte aber auch nur eine indirekte Folge dieser Politik sein, idk.

  2. „….“in den südamerikanischen Großmastanlagen im Schnitt 20.000 Tiere auf engstem Raum stehen, nie im Leben auch nur einen Grashalm sehen ….“
    Nun, in Brasilien habe ich sowas nirgends gesehen, dort wird halt dafür abgeholzt für Weideflächen, die Rindviecher fressen praktisch nur Gras. Zu reklamieren gibts sicher genug an dem Abkommen, aber ein bisschen mehr Wahrheitsgehalt darfs schon sein. Vorteile gibts nämlich auch. Für beide Seiten.
    Großmastanlagen gibts in Amiand und Europa.

    1. Ich bin kein Agrarexperte, aber Südamerika ist groß. Das habe ich hier auf die Schnelle gefunden:

      „Wo früher riesige Rinderherden frei in den Pampas, also den Gras- und Steppenlandschaften Argentiniens weideten, herrschen heute Massentierhaltung und Aufzucht mit genmanipuliertem Futter und künstlichen Wachstumshormonen vor – mit der Konsequenz, dass das Fleisch, welches auch in Europa in vielen Restaurants als Spezialität serviert wird, nicht mehr seinem einstigen Ruf gerecht wird.“

      https://www.weidewelt.de/weidelandschaften/weidewelt-weltweit/argentinien-s%C3%BCdamerika/

      .

  3. Finde die Kritik am Mercusor Abkommen etwas zu kurzsichtig. Ja, die Bedingungen für Tiere sind evtl. in Südamerika nicht die gleichen wie hier, aber würde ein nicht Abkommen daran irgendetwas ändern? Wandel durch Handel hat nicht immer funktioniert, aber ist immer noch eine Möglichkeit Dinge zu ändern und das Leben zu verbessern.
    Auf der anderen Seite ist es auch nicht wirklich einsehbar das zB. die Deutsche Fleischindustrie 30% des Fleisches exportiert. Wenn die Billigfleischproduktion in Deutschland zugrunde geht, weine ich dem keine Träne nach.

  4. Wer etwas länger zusieht, dem könnte auffallen daß die EU generell Bauern weghaben will und Konzerne begünstigt. Immer das gleiche, seit Jahrzehnten. Klar macht da die CDUCSUSPDetc. mit – das Interesse an Problemen hierzulande ist gering.

  5. Die afd mal wieder. Fleischimporte aus Südamerika sind im wesentliche Rindfleisch aus Argentinien und Brasilien. Südamerikanisches Rindfleisch deckt zurzeit etwa 3–4 % des EU-Bedarfs. Mit dem Ankommen könnten es 5 % werden. Das eine Prozent nimmt einem keiner als tragendes Argument gegen das Abkommen ab. Offensichtlich argumentiert die afd eher für Deregulierung hierzulande, als irgendwas mit Tierwohl oder Umweltschutz am Hut zu haben.

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