
Ukraine: US-Sicherheitsberaterin Susan Rice stellte im Februar 2014 eine verhängnisvolle Weiche
Trump hat gerade Susan Rice auf dem Kieker, da sie im Vorstand von Netflix sitzt. Die Sicherheitsberaterin unter Obama hat mit der Anerkennung der Aufständischen, die Janukowitsch stürzten und das ausgehandelte Abkommen über einen friedlichen Übergang missachteten, den Konflikt und den Krieg mit zu verantworten. Ein Blick zurück.

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äh, sorry, ich will ja jetzt nicht wie ein klugscheißender erbsenzähler erscheinen, aber man hat nicht wen „auf deN kiCker“, sondern jemanden „auf deM kiEker“.
nix für ungut.
@paul: „äh, sorry, ich will ja jetzt nicht wie ein klugscheißender erbsenzähler erscheinen,“
Dann tu es doch einfach nicht………
@bohni: ig mamaak dwaz Kobfühberdydtastdatzuzrgerooohhlllle auhr nyaigt. Stdööhrd aaynvag dieehn Laälsssäfluhhs.
hat dich lauch jemand gefragt? wenn sich der kuchen unterhält, dann haben die krümel sendepause.
Es gibt hinreichend Beweise dafür, dass die Schüsse aus Häusern der Maidan-Truppen kamen.
Sie waren ein provokatives Attentat der Rechtsnationalen.
Das ist sogar in der Ukraine klar.
Der Westen hieß das gut und schwieg, weil er ein Interesse hatte, die Ukraine umzudrehen.
Er schweigt bis heute, weil sonst seine Mitschuld am Desaster der Ukraine deutlich wird,
Die haben es sogar selber zugegeben:
11.4.2014:
„Roman Koval, der Leiter der Rivne-Niederlassung des Rechten Sektors, räumte ein, dass die Methoden von Herrn Muzychko möglicherweise der russischen Propaganda in die Hände spielten, fügte jedoch hinzu, dass er die Überzeugung seines Kameraden verstehe und unterstütze, dass friedliche Proteste allein nicht immer echte Veränderungen bewirken könnten. Die „Februarrevolution“ in der Ukraine, so Herr Koval, hätte ohne den Rechten Sektor und andere militante Gruppen niemals stattgefunden.“
https://www.nytimes.com/2014/04/12/world/europe/mystery-surrounds-death-of-fiery-ukrainian-activist.html?ref=world&_r=0
Obwohl es jetzt genau 12 Jahre her ist, habe ich bis jetzt noch keinen einzigen Rückblick auf die „Revolution der Würde“ entdeckt.
@ jjkoeln: gibt es da nicht umfangreiche Untersuchungen von einem kanadischen
Uni – Professor und einer Ärztin, die die Schusswechsel untersucht haben ?
Lichtenberg hat Recht.
Wer will, kann das nachlesen, auch Herr Rötzer.
Es ist keine Vermutung, sondern von Prof. Katchanovski hier exakt belegt:
https://www.researchgate.net/publication/383610612_The_Maidan_Massacre_in_Ukraine_The_Mass_Killing_that_Changed_the_World
@ jjkoeln und Mitleser
Ja, die gibt es in der Tat. Einige der umfänglichsten und detailliertesten Analysen dazu liefert Ivan Katchanovski. Kein pöser Linker, sondern ein Politikwissenschaftler. Ursprünglich sogar selbst aus der Westukraine stammend und für seine akribische Suche dann vom Post-Maidan-Regime unter anderem mit der Enteignung des (groß)elterlichen Hauses ausgezeichnet sowie von westlichen „Akademikern“ mit Ehrentiteln wie „Verschwörungstheoretiker“ oder „abgerutscht“.
Von Katchanovski gibt es (auf Englisch) beispielsweise den Aufsatz The Maidan Massacre Trial and Investigation Revelations: Implications for the Ukraine-Russia War and Relations hier und natürlich sein neues Buch The Russia-Ukraine War and its Origins dort. Falls jemand aus dem Rund tiefer einsteigen möchte…
Moneyquote aus Katchanovskis Aufsatz:
Ein Sager wie…
… kann daher durchaus mit dem aus Pandemieregime-Zeiten so beliebten Ausdruck „false balance“ belegt werden oder bräuchte zumindest mehr „Kontextualisierung“ respektive eine Zurückweisung der westlichen „Verschwörungserzählung“ vom russischen Agenten. 🤷♂️
Das Buch „The Maidan Massacre in Ukraine, The Mass Killing that Changed the World“ lässt sich in der englischsprachigen Originalversion für lau herunterladen: Hier.
Die deutsche Übersetzung ist angekündigt und kann schon bestellt werden: Hier.
Sehr wichtiger Link, danke fürs Beisteuern! 💐👍🤝
Das ist natürlich im Grunde sein Opus magnum über die Scharfschützenmorde. Sehr interessant für die hiesige Erörterung sind die Passagen auf den Seiten 145 bis 172. Zum hier bereits erwähnten Hotel Ukraina heißt es dort unter anderem:
Kurzum: Es war Putin!!1!
„Monitor“ hatte dazu seinerzeit auch eine Sendung, ordentlich recherchiert.
Damals.
Ja, am 10.04.2014 um genau zu sein. In Farbe – und bunt!
Quelle: hier
Und ansonsten natürlich einfach Ivan Katchanovski hier.
1. Bild: M. E. ein Luftgewehr
2. Bild: Der Aktivist ist eine Frau
Das ZDF hatte einen Bericht aus dem Hotel „Ukraina“ in dem nicht nur Bewaffnete zu sehen waren, sondern hat auch die Reporterin davon gesprochen, das von dort geschossen wird. Das Hotel „Ukraina“ war zu dem Zeitpunkt von den Truppen Parubijs besetzt.
Genau, Monitor vom April 2014, soweit ich mich erinnere.
Beitrag: Todesschüsse in Kiew – Wer ist für das Blutbad vom Maidan verantwortlich?, 10.04.2014
Quelle: ARD-Sendung Monitor hier
https://www.facebook.com/ivan.katchanovski/videos/vb.100000596862745/989716864391533
Es braucht gar nicht GAFA-Medien…
— Ivan Katchanovski, The Maidan Massacre Trial and Investigation Revelations: Implications for the Ukraine-Russia War and Relations , Quelle: hier
Feel free to share… immer schön an Freunde, Bekannte und Verwandte verteilen und weiterleiten. Steter Tropfen höhlt den Stein…
Autoren, die über die Vorgänge auf dem Maidan berichten, scheinen sich davor zu fürchten, auf die entscheidende Rolle der ukrainischen Nazis hinzuweisen, welche diese beim Putsch spielten, ohne sie hätte es keinen Putsch 2014 gegeben.
Wikipedia, Beileibe kein Putinversteher, stellte fest, dass der Krieg in der Ukraine 2014 begann. (Wobei als Beginn aber nicht der Putsch sondern die »Annexion« der Krim angegeben wurde).
https://de.wikipedia.org/wiki/Russisch-Ukrainischer_Krieg
Ein stabiler Frieden zwischen der Ukraine und Russland ist nur möglich,
wenn 1. in einem Friedens-Abkommen festgelegt wird, dass den Bandera-Anhängern das Handwerk gelegt wird, und wenn 2. die Mitglieder der EU-Kommission sich eingestehen, dass sie mit ihrer russophoben Politik auf das falsche Pferd
gesetzt haben und damit gescheitert sind, (was aber von den gegenwärtigen europäischen Regierungs-Chefs nicht zu erwarten ist).
Am 14.April 2014 beschloss der Sicherheitsrat der Ukraine ,unter Beisein des CIA-Chefs Brennan, die „Antiterroristische Operation“. Die Bürger der Ukraine, die mit dem Putsch nicht einverstanden waren und dagegen protestierten, wurden pauschal zu „Terroristen“ erklärt und die Armee ( entgegen der ukr.Verfassung) zusammen mit rechtsradikalen und faschistischen Milizen und den Privatarmeen der Oligarchen Kolomoisky, Pintschuk, Firtasch…. In Marsch gesetzt. Ihr Auftrag , die „Watniki“, die „Moskals“ zu vernichten.
Hierzu erlaube ich mir mal ein wenig aus dem Geschichtsbuch einzustellen…
Quelle: Anna Matwejea, Through Times of Trouble, S. 106-108
Also – der 13.04. war’s. Und ansonsten natürlich Putin. Der hat ja immer persönlich die LKWs nach Donezk und Slawjansk gefahren:
Quelle: dies.: 109 f.
In dem Augenblick, wo Gewalt angewendet wird, um eine gewählte Regierung
abzusetzen, kann man nicht von einem Staatstreich sprechen, man muss es.
Was zeigt das Foto? – 3 Fahnen. Zwei ukr.
Fahnen und eine schwarz – rote. Ist das nicht die der oun? der Banderafaschisten?
@ Lichtenberg
So was hier liefert Shutterstock. Titel: „Ukrainische Nationalisten OUN UPA Flagge“
Es könnten natürlich auch einfach brave Jungs vom Rechten Sektor gewesen sein. Deren Flagge sieht recht ähnlich aus. Siehe hier. Machen aber mehr in Schrift. Die schwarz-roten UNA- / OUN-B-Flaggen wehten ja gefühlt über den halben Maidan.
Westipedia schreibt zum Thema:
Tja, „völkisch“ ist ja auch ein ganz harmloses Wort, das man einfach wieder mehr benutzen sollte…
Ich bitte Sie! Das waren sehr anständige Leute! Die haben mit Verwandten aus meiner Familie zusammengearbeitet, waren viel an der frischen Luft, haben Leute begleitet, sind rumgekommen und haben was getan für ihr Land. Man kann doch jetzt nicht einfach jeden SS-Mann einfach so als Faschisten bezeichnen! Was kämen „wir“ denn da hin?!
Am 20. 2. 2014 konferierte ein deutscher Außenminister mindestens 8 Stunden lang mit den Anführern des „bewaffneten Maidan“ in der bundesdeutschen Botschaft. Am 21.2. 2014 beriet besagter Außenminister zusammen mit dem Polen Sikorski, von dem bekannt ist, das er engste Kontakte zum britischen MI-6 hat, und dem französischen Außenminister im Präsidentenpalast von Kiew mit dem demokratisch gewählten Präsidenten der Ukraine, Ein Abkommen, das die Unruhen beenden sollte, wurde vereinbart. Die drei Staaten Frankreich, Polen, BRD traten darin als Garantiemächte auf. Am folgenden Tag erfolgte die verfassungswidrige Entmachtung des Präsidenten Janukowitsch und die Einsetzung eines Herrn Turtschinow als neuer Präsident. Dieser wurde umgehend von der BRD, Polen und den USA anerkannt. Frankreich gönnte sich eine Schamfrist von einem Tag…
Am 2.Mai 2014 erfolgte das Massaker/ der Völkermord von Odessa. Nur wenige Tage später reiste besagter deutscher Außenminister nach Odessa, um mit den Organisatoren/ Finanziers des Verbrechens zu konferieren. Pressefotos zeigen ihn, feist grinsend, Arm in Arm mit den Herren Kolomoisky, Parubij, Tjagnibok … Bis auf den Herrn Kolomoisky kannte er die anderen Herren nach vom 20.Februar in der deutschen Botschaft. Sollte es ein Nürnberg 2.0 geben, gehört der Typ unbedingt vor Gericht!
Und wenn man die Susan Rice erwähnt, dann sollte auch der Name Victoria Nuland-Kagan nicht unerwähnt bleiben. In ihrem berüchtigten Telefonat vom Januar 2014 (sic! ) mit dem US- Botschafter in Kiew, in dem sie „Fuck the EU“ sagte und die Namen derjenigen bekannt gab, die nach dem Putsch bestimmte Funktionen übernehmen sollten. Und natürlich hat auch „Jaz ist unser Mann“ Jazenjuk das Amt des Ministerpräsidenten der Ukraine am 22.2.2014 übernommen….
Der Putsch vom Februar 2014 in der Ukraine ist der bestdokumentierte und offensichtlichste Putsch des „Westens“ der letzten Jahrzehnte. Ob nun von den USA ausgehend mit tatkräftiger Unterstützung ihrer europäischen Laufburschen, oder ursprünglich von den Europäern geplant und nur im letzten Moment von den USA übernommen, ist nebensächlich. Schuldig haben sich sowohl der US-Präsident Obama mit seiner Regierung als auch EU- Politiker ( BRD, Polen, Frankreich) gemacht.
Letztlich haben Sie damit natürlich Recht.
Möchte aber trotzdem darauf hinweisen, dass die USA mit 5 Mrd USD „im Feuer standen“.
@Ronald
Huhu 😉
Wer war denn damals Außenminister und welcher Partei gehörte der an ?. 😉
Wer war denn damals die Genossin Bundeskanzler und wer beherrschte das Kanzleramt?😉
Na, der werte Frankensteinmeier von der Sammelbewegung zur ProletariarDemütigung. Mitarchitekt der Agenda 2010 und ohne Fehl und Tadel in Sachen Murat Kurnaz. Dafür – wie für seine Ukraine-Episoden – bis heute nicht ergriffen – außer von sich selbst, vermutlich.
Genossin? Also „genossen“ habe ich unter dieser Frau herzlich wenig. Um genau zu sein: nichts.
Bei ihr handelte es sich auf jeden Fall um die heilige Angela der Schlachthöfe von unser geliebten Union. Und als eine dieser in- wie ausländischen Metzelanstalten kann man den Donbass ja wohl ohne Weiteres identifzieren.
@ Florian Rötzer, ich hab vorsichtshalber noch mal nachgeschaut, Landshut liegt in Bayern. Kieker ist ein echt spezieler Begriff aus dem Norddeutschen/ Plattdeutschen und in Landshut nicht unbedingt Mundart. Aber schön das die Redewendung noch Verwendung findet.
>Weit verbreitet ist es hingegen in der Redewendung Jemanden auf dem Kieker haben. Ursprünglich bedeutet diese Redewendung, dass jemand durch ein Fernrohr oder Fernglas genau beobachtet wird. In der heutigen, übertragenen Bedeutung steckt dahinter, dass jemandem genau auf die Finger gesehen wird, in der Hoffnung, dass dieser etwas falsch macht und dann kritisiert werden kann.<
Heute mal ganz allgemein: schön das du weiter schreibst und uns immer wieder auf Gedanken bringst…. Danke dafür
Also waren da an diesem 21. Februar drei EU-Außenminister in Kiew und sie beschlossen, dass die Regierung Janukowitsch unter Auflagen weiter machen durfte. Warum sollte J. in dieser Situation einen Schießbefehl erlassen, den er drei Monate lang kategorisch abgelehnt hatte? Das ist absurd. Hingegen die Aufständischen hatten Grund zu schießen, denn ihr Versuch, die Regierung zu stürzen, war schon drei Monate lang gescheitert. Die Akzeptanz des Abkommens hätte bedeutet, dass ihnen die Felle fortschwimmen. So viel zur Motivlage.
Aber die Westpresse, vornweg natürlich die deutsche, sparte sich solche Überlegungen. Sie fielen wie Furien über Janukowitsch her. Wer ihn verteidigt hätte, wäre sofort als Massenmörder gebrandmarkt worden. J. konnte dann nicht nach Kiew zurück, denn der Rechte Sektor hatte im Großraum Kiew die militärische Oberhand. Woher hatten die den Waffen und Ausbildung? Wurde nie gefragt.
Wer geschossen hat, steht inzwischen sehr eindeutig fest. Der kanadische Professor Katchanowksi hat alles akribisch untersucht und festgestellt, dass das Gros der Schüsse aus dem Hotel Ukraine kamen, wo Parubij, der „Kommandant des Maidan“ und seine Banderisten residierten. Hier im Interview:
https://www.youtube.com/watch?v=iPJcW48Vufs
Dann haben die Nazis das Parlament umstellt und sie ließen die Abgeordneten nicht heraus, bis diese die Absetzung J.s beschlossen hatten. Was sie Monate zuvor immer abgelehnt hatten.
Um die Ukraine zu verstehen, muss man wissen, dass diese Nazibanden nach wie vor das Gewaltmonopol inne haben. Das Land sieht aus wie eine normale bürgerliche Demokratie, aber die Rechtsorgane sind wirkungslos. Die Polizei verduftet, wenn das Azow-Regiment auftaucht. Jetzt allerdings haben sie ihren Mann an der Spitze. Kyrill Budanow ist der eigentliche Regierungschef.
Wenn Trump nun die damaligen Ereignisse nochmal aufrollt, ist das zu begrüßen. Die Urlüge des Ukrainekonflikts wird er zwar nicht widerlegen können. Aber ein klein wenig daran kratzen. Das wäre schon viel.
Die Nazi- Formationen in der Ukraine sind von den Oligarchen finanziert worden und waren Teil von deren Privatarmeen. Der Budanow „ gehört“ der CIA. Hat aber nur begrenzt Macht. Die „graue Eminenz“ ist immer noch Jermak .Obwohl formal zurückgetreten, ist sein Netzwerk noch intakt und „seine“ Leute gehorchen seinen Befehlen. Auch trifft er sich fast täglich mit dem Kokser und telefoniert mehrmals am Tag mit ihm….Jermak wird vom MI-6 gesteuert. Genauso wie der Inlandsgeheimdienst SBU. Dessen stellv. Chef ist Poklad „der Würger“ , ein psychopathischer Massenmörder, der seine Karriere als Auftragskiller für den Oligarchen Pintschuk begann. Poklad ist der faktische Chef des SBU…und in Zusammenarbeit mit dem MI-6 für den Terror gegen Russland zuständig.
Weder Kicker noch Kiecker. Bitte
Kieker
Geopolitik ist ein Zugriff auf Rohstoffe, jede politische Partei ist ein Lobbyist der kapitalen Vertreter.
Geopolitik ist demnach immer eine Auseinandersetzung zwischen Kapital und Rohstoffe.
Das ehemalige Monopol Kapital, ist mit der Ukraine und ihren Rohstoffen, gerade dabei ihr Monopol zu verlieren.
Da kann der sich demokratische gebende Westen mit dem monopolistischen „Putinsystem“, in keinster Weise konkurrieren.
tldr:
Merke I: Wenn ein Ami oder sonstiger Westler meint, „das Volk hat sich friedlich ausgedrückt“ – gerade wenn Schüsse fallen, Abgeordnete verprügelt und Läden oder Moscheen geplündert werden – dann ist das Friedliche offenbar genau dort, wo die eigenen Verbündeten am Abzug sitzen. 🤷♂️
Merke II: Wenn bewaffnete Neonazis Ultimaten stellen, nennt man das im westlichen Steingarten „Revolution“ oder „demokratische Transition“. Machen es echte Linke und / oder Unterdrückte in der Peripherie, nennt man es „Terrorismus“. Der Unterschied liegt einfach im Kaliber der Sympathie! Und die Guten sind immer die, die „wir“ ausgerüstet haben. 🤷♂️
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Man könnte diese Geschichte als mäßig-spannendes wie altbekanntes Beispiel für Infighting zwischen verschiedenen Vertretern rivalisierender Machtlager der herrschenden Klasse abtun. Es gibt in dem Beitrag dann aber wieder einige Sager beziehungsweise Passagen, die eine Kontrastierung notwendig machen. Aus Kapazitätsgründen nur ein kurzer Blick auf die wichtigsten. Zunächst diesen: 🪙
Das ist wieder das übliche: „Der Ami hat dies und jenes getan, die armen Europäer wurden ausgekontert / sind die armen Opfer.“ Das kann man dann als Steilvorlage für Antiamerikanismus benutzen, das gibt Nicken hier und Nicken da – aber der Sache näher kommt man damit meines Erachtens nun wirklich nicht.
Es ist einfach extrem notwendig, sich vom Denken in reinen Staatsgebilden zu lösen und zur Netzwerkanalyse überzugehen. Wenn man versteht, dass die herrschende Klasse eines beliebigen Landes in verschiedene heterogene Interessenscluster zerfällt, deren Allianzen untereinander flüchtig und temporär sind, da auf konkrete Projekte begrenzt, dann kommt man dem Bild meiner Meinung nach näher. Wenn man versteht, dass Staaten keine fixen Monolithen sind, keine kohärenten, uniform agierenden respektive kontrollierten Akteure, keine „Agenten mit klaren Interessen“ – sondern Vehikel sein können, umkämpft sein können, es nicht einfach nur eine klar umrissene Gruppe („die da oben“) gibt, die auf seine Chancen und Hebel Zugriff hat, dann hat man bereits ein paar Erkenntnisse gewonnen. Wer dagegen nur mit der „Black Box“ Staat à la Mearsheimer operiert, muss zwangsläufig in den Bahnen eines „Berlin vs. Paris“ oder „Washington vs. Brüssel“ etc. verfahren. Das ist nicht hilfreich, das ist reichlich unterkomplex. Aber es bedient das nationalistische Ressentiment, ist einfach nachzuvollziehen und simpel anzuwenden. Und deshalb so verführerisch. Doch der Kreml hat verschiedene Türme, das White House verschiedene Flügel und selbst Berlaymont soll über mehrere Stockwerke verfügen.
Der Staat wie die herrschende Klasse eines beliebigen westlichen Steingärtners besteht einfach aus unterschiedlichen Lagern. Rekrutiert sich aus diversen Bereichen – Militär, Verwaltung, Banken, Trusts, Konzernen, Kultur, Medien, Religion, Politik, Adel, Geldadel… Die Liste potentiell identifizierungswürdiger Einflusskräfte und -kanäle ist verdammt lang. Die Liste ihrer zugehörigen Lobbyisten noch viel länger und umfasst beileibe nicht nur diejenigen, die im offiziösen Lobbyregister auftauchen. Die herrschende Klasse eines Landes – das ist nicht einfach ein Pudel. Das sind mehrere Kläffer. Und wenn man den Westen in toto betrachtet, dann ist das eine ganz schön große, ganz schön hässliche Kötermeute. Da gibt es American Staffordshire, deutsche Schäferhunde, französische Schoßdackel und südeuropäische Straßenkläffer. Und diverse baltische Teppichmopeds. Und all diese Köter haben bereits auf der ach so monolithischen nationalen Ebene mitunter extrem widersprüchliche Interessen. Und bilden bereits dort – wie gesagt – nur Allianzen auf Zeit. Und im Westen gesamt gerne auch welche über die ach so heiligen nationalen Grenzen hinweg. Denken Sie nur an „heimische“ Rüstungskonzerne, die gerne untereinander spinnefeind sind und sich rivalisierend gegenüberstehen, während sie mit dem Ausland Bakschisch machen.
Die tatsächlichen Macht- und Interessenverhältnisse gehen über das auch hier wieder evozierte wie vereinfachende „Staat X gegen Staat Y“-Denken hinaus. Weit hinaus! Wenn man ein Schema bilden will, dann wäre es eher etwas wie „DEU4 + FRZ 2 + USA 1“ vs. „GB 2 + FRZ 1 + DEU3 + DEU 1 + USA 2 + USA 3“ vs. „DEU 2 + GB 1 + FRZ 3…“. Man braucht nur auf EU- / NATO-Ebene zu schauen, um zu sehen und zu erkennen, wie Akteure aus ein- und demselben Land völlig entgegengesetzte Positionen zu ein und demselben Thema vertreten können – wobei sie ihre Verbündeten gern in den ach so „anderen“ anderen Ländern haben. Weil der Westen eben ein großer Steingarten ist. Mit unterschiedlichen – durchaus national rekrutierten, da bin ich ganz bei Michael Hartmann – Gärtnern, die ihre Steinbeete so und so zu anzulegen versuchen, je nach ihren spezifischen Partikularinteressen und je nach Projekt mit dem und dem Kollegen einen Pakt bildend.
Rechte und sonstige Staatsfixierte werden das nie begreifen wollen. Die werden immer fragen, wieso die Regierung von Land XY gegen die „Interessen des eigenen Volkes“ agiert habe. Weil die Völker scheißegal sind, Bruda. Okay – vielleicht nicht völlig scheißegal, aber in puncto Wichtigkeit an dritter, vierter Stelle und nur dort maßgebend, wo es zur Aufstandsverhütung notwendig ist. Zuerst und allzuvorderst geht es nämlich immer um die Interessen der jeweiligen Gruppe selbst. Was die umtreibt. Und die muss mit irgendwelchen vorgeblichen „nationalen Zielen“ nicht kongruent sein. Mit denen der Allianz, in der man wirkt, dagegen schon. Das selbstgestrickte Hemd ist einem immer näher als die nationale (C)Hose.
Und dementsprechend muss man beispielweise die Sprengung der Nord Streams oder das Geschehen auf dem Maidan keineswegs als „gegen deutsche Interesse“ oder „gegen Europa gerichtet“ erachten. Schon gar nicht als Ganzes. Sehr wohl aber waren es Akte gegen die Interessen bestimmter westlicher Akteure, darunter auch welche aus Deutschland. Begangen / unterstützt freilich durch andere westliche Akteure, darunter ebenfalls welche aus Deutschland.
Aber selbst, wenn man dieser Ansicht nicht folgen möchte, kann man zumindest die anti-US-amerikanische Stoßrichtung des Sagers kritisieren. Es war auch damals nämlich eine genuin westliche Koproduktion. Lesen „wir“ es bei Ivan Katchanovski nach, um genauer zu sein in seinem Aufsatz „The Separatist War in Donbas – A Violent Break-up of Ukraine?“, in: European Politics and Society, 17 (4), S. 473–489:
Quelle: hier, S. 479
Katchanovski ist ein verfemter (siehe unten) Wissenschaftler, aber immer noch ein im Westen angesiedelter. Natürlich muss er beispielsweise etwas wie „relatively pro-Russian government [of Yanukovych]“ einbauen, obwohl man dieses „relatively“ bereits durchaus stark in Zweifel ziehen kann. Aber, wie ich aus eigener Erfahrung weiß, muss man solche Schleifen einflechten, damit man seine Texte im Elfenbeinturm abgenommen bekommt beziehungsweise was als Verhandlungsmasse hat.
Der zweite große Groschen ist dann dieser hier: 🪙🪙
Aha. Gut zu wissen.
Wer klärt die denn eigentlich nicht auf? Schlagen wir’s in einem anderen Text Katchanovskis nach:
Quelle: hier
Und weiter im Text:
Die Scharfschützenmorde sind das Schlüsselereignis zum Verständnis der Ukrainekrise und des seit nun fast zwölf Jahren andauernden Krieges, bezüglich dessen der Forscher korrekt von „military interventions“ schreibt. Vor dem 24. Februar 2022 gab es da nämlich bereits welche, der einzige wirklich maßgebende Unterschied war ihre räumliche Begrenztheit.
Katchanovski hat zur Ukraine im Allgemeinen wie zu diesem Massaker eine immense Aufklärungs- und Kärrnerarbeit geleistet und sein Lohn war – ein fetter Mittelfinger. War Verleumdung und noch mehr Kärrnerarbeit seine Ergebnisse überhaupt veröffentlich zu bekommen. Und wer sich auf ihn in Universitätsseminaren bezog / bezieht, gilt gemeinhin – zumindest in westdeutschen Hallen – als irgendetwas zwischen „abgerutscht“, „Verschwörungserzähler“ und „Spinner“. (Natürlich hat er auch seine Schwächen, Punkte und Ansichten, die man nicht teilen muss – aber um wie viel mehr gilt das für andere Westler.)
Kurzum: Es eben eine Wirklichkeit und es gibt etwas, das die westlichen Steingärtner als „Wirklichkeit“ verstanden wissen und in ihre Schulbücher aufgenommen beziehungsweise von ihren heiligen Gerichten geklärt haben wollen. Man sollte deshalb die Arbeit von Menschen wie Herrn Katchanovski wertschätzen und sie darum so oft wie möglich zitieren und weiterverbreiten. Sie ist ein wichtiges Antidot.
Wenn man – nach dieser Vorgeschichte und eingedenk von Katchanovskis Befunden – dies so nebeneinanderstellt sieht, dann kommt man – wie vorhin weiter oben bereits angemerkt – einfach nicht umhin, es mit dem neumodischen Prädikat „False balance“ zu versehen.
Es gibt einfach jede Menge Ausarbeitungen, die zeigen, dass das Gewäsch von den „russischen Agenten“ – bloß Gewäsch ist. Demgemäß könnte man, wenn man solche westlichen „Verschwörungserzählungen“ schon erwähnt, sie eben kontextualisieren und mit den Argumenten kontrastieren, wonach sich bilanzieren ließe, dass das Gerede vom „russischen Agenten“ allenfalls etwas für Grimms Großes Märchenbuch ist.
Dann noch zu ein paar letzten Punkten: 🪙🪙🪙
Das mochte eine „Mehrheit“ der Anwesenden gewesen sein, aber keine die der Verfassung respektive den sonst für Westler und westliche Demokrat*innen wie *außen so heiligen „demokratischen Standards“ des Landes genüge tat. Die 328 repräsentierten nämlich zum einen nur rund 73 Prozent der verfassungsmäßigen Mitglieder der Rada. Die erforderliche Dreiviertelmehrheit war ergo nicht erreicht. Ferner fehlten die Untersuchungskommission mit Sonderstaatsanwalt und -ermittler sowie die Prüfung durch das Verfassungsgericht vor der Endabstimmung wie sie Art. 111 der ukrainischen Verfassung zwingend vorsah. (Weswegen dann geneigte Kreise eine sogenannte Resolution über die „Selbstentfernung“ Janukowitschs gemäß Art. 108/112 konstruierten, obgleich obwohl dieser keine formelle Rücktrittserklärung abgegeben hatte). Und drittens waren die Umstände (Anwesenheit bewaffneter Kräfte in / vor dem Parlament) natürlich alles andere als eine faire und gleiche Abstimmung fördernd, besorgten aber – sprichwörtlich mit der Waffe in der Hand – die notwendigen „Koalitionswechsel“. Nachlesbar unter anderem in: Sakwa, Richard (2015): Frontline Ukraine. Crisis in the Borderlands, London: I.B. Tauris, S. 94 f. Hinweise auch hier beim WiDi des Bundestags.
Ach, was ist schon legal? Ansonsten – ja, dieser Putsch war in der Tat nicht verfassungsgemäß.
Das war eben genauso konsistent wie es die Verhandlungen mit dem Iran im Vorfeld des 12-Tage-Kriegs beziehungsweise auch jetzt sind. 🤣
Araghtschi gestern:
Man fragt sich, ob Janukowitsch sich das damals auch gedacht hat. 🤔
Ich nehme auf jeden Fall noch Wetten an, wann der Rammbock wieder in Stellung gebracht wird. Mein Nachbar meinte morgen Nacht, aber der lag schon mal daneben. 🤷♂️
Mein Groschen zu deinem Kommentar, gerne aufgenommen.