„Tarifrevolution“ bei der IG Metall

Im Herbst startet die nächste Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie. Die Unternehmen haben wie stets „nichts zu verteilen“. Die Antwort der IG Metall: Verstehen wir, aber es gibt auch Firmen, die machen viel Gewinn. Also mehr Lohn dort und, klar, weniger bei dem großen Rest. Über eine fatale Logik.

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7 Kommentare

  1. Deutschland 🇩🇪 ist ein gar wundersames Land. In diesen Land wird immer nur von „Lohnzurückhaltung“ gesprochen, aber fast nie von „Gewinnzurückhaltung“. Ist das nicht ein seltsames Land?

    1. Wunderbarerweise hält man ökonomischen Reichtum auch nicht für ein Problem einer Wirtschaft, sondern für das Ziel des Wirtschaftens. Und darum gibt es viele nicht so reiche Menschen, die arbeiten nicht, um zu leben, sondern leben, um zu arbeiten – für den Reichtum der Reichen!

  2. Wer die Produktion von Waffen unterstützt handelt nicht im Interesse der Arbeiter!
    Mehr muss man zur IG-„Krawall“
    nicht sagen.
    Organisiert die IG -„Krawall“ – Führung Proteste gegen die Kriegsvorbereitung? NEIN, leider nicht!
    Dienstag am 1. September ist Antikriegstag!
    Wir sehen uns am 3. Oktober in Stuttgart oder Berlin auf der Friedens-Demo auch ohne die korrumpierte kriegstaugliche IG – Krawall-Führung!
    Alle Kolleginnen und Kollegen die gegen Aufrüstung und
    Säbelrasseln sind, sind herzlichst eingeladen

  3. Zu diesem Drecksladen IG Metall sage ich nix mehr. Das ist seit Jahrzehnten ein Arbeitnehmer-Verarschungsclub. Nicht mehr und nicht weniger.

  4. #1: Vor den Gewerkschaftsbonzen hat bereits Rosa Luxemburg auf dem SPD Parteitag 1913 in Jena gewarnt, denn es war schon damals klar, dass genau diese am Ende die Kriegspolitik der Rechtsradikalen mittragen würde.
    #2: Genauso das Appeasement der Gewerkschafter gegen die Rechtsradikalen in der Weimarer Republik. Die dachten, sie könnten mit dem Adolf eine „Sozialpartnerschaft“ abschließen, bei dem einen oder anderen war sicher auch die Überlegung da, den arbeitenden Volksgenossen ein paar Teile der erhofften Beute im Osten zukommen zu lassen.
    #3: Streich Nummer 3: die Zustimmung der Gewerkschafts-Chefs zur Adenauerschen Wiederaufrüstung. Mit Blank war ein Gewerkschaftsbonze gar führend beteiligt.
    #4: Warum also glaubt irgend jemand, die rechtsextremen Bonzen in der Gewerkschaft würden diesmal anders handeln.

  5. Hat die IG-Metall die Möglichkeit, es so zu machen, dass Herr Hendrig nur mäßige Kritik übt? Hat sie nicht. Stattdessen tut sie das, was ihre Mitglieder wollen. Eine Gewerkschaft im Kapitalismus hat es nicht leicht. Unter diesen Umständen macht sie ihre Sache ausgezeichnet.
    Ein verteilungsneutraler Abschluss ist einer, der Inflation und Produktivitätsfortschritt beinhaltet. Hat die IG-Metall das geschafft? Antwort von Grok:
    „Die IG Metall hat seit 2000 keine durchgehend verteilungsneutralen Abschlüsse „geschafft“. In der ersten Hälfte der 2000er Jahre lag sie darunter (Lohnquote sank), später zeitweise darüber. Die Verteilung zwischen Arbeit und Kapital hat sich über den gesamten Zeitraum nicht zugunsten der Beschäftigten verschoben; die makroökonomische Lohnquote liegt auch 2024/25 nicht dauerhaft über dem Niveau von 2000.“

    Aber immerhin halbwegs wurde Verteilungsneutralität geschafft, entgegen der Behauptung von Herrn Hendrig. Ich rate ihm, den Erdball in beliebiger Richtung zu umfahren und zu schauen, ob es irgendwo besser ist. Üblicherweise wird er keine Gewerkschaft finden, oder eine, die weit von ähnlichen Abschlüssen entfernt ist. Es scheint so, als ob Hendrik genau das will.
    Die INSM will ein gewerkschaftsfreies Deutschland nach britischem Vorbild. Wozu sie Schreiber beschäftigt, die die Gewerkschaft von beiden Seiten angreifen. Die einen sagen, das sei ja Sozialismus. Die anderen, das sei ja Kapitulation vor den Unternehmern.
    Ich komme nicht umhin, festzustellen, dass der Artikel schwer nach INSM klingt.

    1. @Artur_C „Ich rate ihm, den Erdball in beliebiger Richtung zu umfahren und zu schauen, ob es irgendwo besser ist.“

      Das ist kein guter Rat und auch keine sachliche Argumentation, das ist Rabulistik. Was ist Rabulistik? Es gibt scheinheilige Journalisten und vor allem scheinheilige Politiker, die sich selbst als „christlich“ und „sozialdemokratisch“ bezeichnen und die Armut in Deutschland immer damit relativieren und beschönigen, dass es z. B. in einigen Staaten des afrikanischen Kontinents viel mehr Arme geben würde und die Armen dort gelegentlich auch verhungern würden.
      Frage: Wem hilft dieser Vergleich? Der Vergleich hilft keinem Obdachlosen in Deutschland und der Vergleich hilft auch keinem verhungerndem und verhungerten Menschen in Afrika oder? Es nützt nur den Scheinheiligen in diesem angeblich „christlichen“ Land, die daran nichts ändern wollen, weil sie davon profitieren oder es ihnen egal ist.

      1. Die Frage ist, wessen Interessen diese Gewerkschaftsfunktionäre vertreten: Die Interessen der Arbeiter/Angestellten oder die Interessen des Kapitals?
      2. Dann sehen wir uns die Entwicklung der letzten 40 Jahre an und man kommt
      3. zum Ergebnis: Die Interessen der Arbeiter/Angestellten sind es sicherlich nicht.

      Da könnte einer auch behaupten, die AfD würde die Interessen der Geringverdiener vertreten. Deshalb stimmt die AfD regelmäßig gegen jede Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohnes. Deshalb will die AfD auch die Erbschaftssteuer abschaffen und Multimilliardäre steuerlich entlasten, damit jeder Arbeiter/Angstellte irgendwann so reich wird wie Elon Musk. Viele Arbeiter/Angestellte glauben diesen Lügnern.

      Vielleicht wurden die Gewerkschaften von der INSM = „Inititative Neoliberale Sozialdarwinistische Marktwirtschaft“ unterwandert? Vielleicht leben viele Gewerkschaftsfunktionäre inzwischen auch in einer Villa mit einem Elfenbeinturm? Vielleicht glauben viele Gewerkschaftsfunktionäre an die neoliberale Trickle-Down-Theorie neoliberaler Wirtschaftswissenschaftler?

      An den deutschen Hochschulen und deutschen Universitäten gibt es schon lange keine kritischen und selbstkritischen Wirtschaftswissenschaftler mehr. Das sind Theologen der neoliberalen Marktwirtschaft. Ihr Gott ist der Billionär Elon Musk und ihre Religion der ungezügelte „freie“ Kapitalismus. Die Ironie dabei ist, diese neoliberalen Theologen werden auch noch von allen Steuerzahlern fürstlich dafür bezahlt. Der Busfahrer, die Zahnarzthelferin, die Kassierin bei aldi und lidl, der Dachdecker, die kleine Büro-Angestellte und der Facharbeiter zahlt mit seinen Steuern dafür, um von verbeamteten neoliberalen Wirtschaftschaftsprofessoren verkohlt zu werden.

      Wer die Interessen der Arbeitgeber und Reichen vertritt,
      geht als Vertreter der Gewerkschaft den falschen Schritt.
      Gewerkschaft heißt: auf der Seite der Arbeitnehmer und ökonomisch Schwachen zu stehen –
      nicht vor den Arbeitgebern, Reichen und Superreichen in die Knie zu gehen.
      (Rainer Reimer, Reimstadt am Rhein, Reimland 2026)

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