Explodierende Spritpreise und irritierende Erklärungen

Ob Krieg, ob Frieden – der Markt regiert. Es sei denn, die Regierenden sehen das Wirtschaftswachstum in Gefahr.

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11 Kommentare

  1. Nun die meisten Menschen auf dieser Welt, agieren wie ihre ökonomische Situation ist, äußerst fragil…
    Man gibt sich weiterhin optimistisch, weil Kritik zum optimistischen Gedanken nicht gewünscht ist. Dieser ganze versprühte optimistischen Gedanken ist eine Camouflage für die Bewohner, aber nicht für Realisten.
    Der jetzige Konflikt geht nicht nur um Ressourcen, sondern auch um viele andere wirtschaftlichen Faktoren….
    Also diese Politik verfolgt nicht ihre angeblichen Probleme, sondern diese Politik ist bestrebt, die einstigen Monopole zu beenden.

  2. Die Lösung:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Einzelhandelsverkaufspreis

    Die Preisfestsetzung erfolgte unter staatlicher Aufsicht durch das Amt für Preise beim Ministerrat

    (Kraft)Fahrzeugprodukte
    1,40 M ein Liter Diesel („Dieselkraftstoff“) DK
    1,50 M ein Liter Benzin („Vergaserkraftstoff“) 88 Oktan (VK 88, „Normal“)
    1,54 M ein Liter Benzin-Gemisch 88 Oktan 1:50 („Gemisch“, Preis Zweitaktöl 3,00 M pro Liter)
    1,65 M ein Liter Benzin 92 Oktan (VK 92, „Extra“).

  3. Umweltminister Carsten Schneider (SPD):

    „Grundsätzlich ist es am besten, Sie fahren ein batterieelektrisches Auto. Dann sind Sie nicht davon abhängig, wie der Benzinpreis ist.“

    „… dann sollen sie halt Kuchen essen.“
    Marie Antoinette

    1. @Dan: Die beiden Nachbarjungs machen das schon längst. Die lassen ihre geländeängigen
      ferngesteuerten Spassboliden hier auf der Strasse durch mit Kreide aufgezeichnete Pakoure
      jagen, oder über aufgestellte Sprungschanzen auf dem Rasen. Na gut, mit 10 und 12 Jahren
      müssen die damit natürlich nicht zur Arbeit fahren und auch nicht zur Schule, aber die Jugend
      sollte doch rechtzeitig die Vorschläge unserer Politgrößen umsetzen, damit sie im Erwachsenen-
      alter darin auch gut geschult ist. Ab dem 15. Lebensjahr werden sie dann mit monatlichen
      Besuchen des Verfassungsschutzes, morgens um 5 Uhr, auch gleich darin geschult, dass sie
      nur das widergeben, was die Tagessau, heute und die Springerpresse ihnen als richtig verkauft
      hat. Ab dem 18. dürfen sie dann auch endlich die Uniformen der getöteten Ukrainer auftragen
      und sich an den Einschußlöchern erfreuen, die immer ein sanftes Lüftchen über den Körper säuseln
      lassen. Mit einem fröhlichen „slava ukraini“ können sie dann auch völlig unbehelligt den rechten
      Arm zum Gruße hochreißen. Nur die Omma sollte einen Gegengruß von der anderen Straßenseite
      vermeiden.

  4. In der Schweiz (Wohlen) kostet das Normalbenzin im Moment 1,59 CHF. In Österreich ist es noch billiger. Im Elsass 10 Cent/Liter billiger als im deutschen Grenzgebiet, Die Erklärungen der deutschen Politiker sind nicht nur irritierend, sondern nennen nur einen Teil der spezifischen deutschen Preisgestaltung. Auch der Autor erwähnt nur am Rande die hohen Steuern.

  5. Can′t you see?
    It all makes perfect sense
    Expressed in dollars and cents
    Pounds, shillings and pence
    Can’t you see?
    It all makes perfect sense

    Roger Waters
    Perfect Sense Part 1 +2 vom Album „Amused to Death“

  6. Wir leben im neoliberalen Kapitalismus und der Preisbildungsmechanismus für Öl, Gas lehnt sich daran an, ist lange bekannt:

    Für Öl hat sich ein Weltmarkt herausgebildet, der durch Angebot und Nachfrage bestimmt wird. Öl wird an den Börsen in London und NY börsentäglich gehandelt. Da z. b. Japan einen Großteil seines Öls aus der Golfregion bezieht, das Öl von dort aber knapp wird, müssen andere Öllieferanten aus Russland oder Südamerika liefern. Folglich steigt der Weltmarktpreis, den auch die Ölkonzerne bezahlen müssen. Die freigegebenen nationalen Ölreserven werden auf diesen Markt noch gar nicht angeboten. Das Öl, das irgendwo in Rotterdam lagert, ist im Weltmarktpreis schon eingepreist.

    Mit der Abkehr von Dollar als Welthandelswährung und den Krieg in Middle East spaltet sich zunehmend der Weltmarkt für Öl in mehrere Märkte mit unterschiedlichen Regeln. China und Russland handeln ihr Öl direkt ohne Dollar. China hat für das dort produzierte Öl (China deckt ca. 50% seines Ölbedarfs aus Eigenproduktion) ein Exportverbot verhängt. Das Öl des Westens wird noch weiter in London und NY gehandelt.

    Zudem ist zu beachten, der Iran läßt ab heute Öl für Indien durch die Straße von Hormus. Noch nie hat China soviel Öl aus den Iran bezogen wie seit Beginn des Irankrieges. Wahrscheinlich läßt der Iran auch Öl für China durch die Straße von Hormus durch. Der Iran hat allen Ländern der Welt angeboten ihre Schiffe durch die Straße von Hormus zu lassen, wenn sie die diplomatischen Beziehungen zu Israel abbrechen. Spanien hat daraufhin seinen Botschafter aus Israel angezogen, aber den israelischen Botschafter in Spanien noch nicht des Landes verwiesen.

    Die westlichen Länder haben es also selbst in der Hand niedrige Ölpreise zu erreichen, wenn sie den brutalen Angriffskrieg von Israel/USA auf den Iran mit Sanktionen bestrafen, wie sie es beim Angriff Russlands auf die Ukraine getan haben.

    So sollte man den Leuten die Kriegsinflation erklären. Da der Iran nicht kapitulieren wird, wird dieser Krieg solange dauern bis die USA ihre Truppen aus der Golfregion abzieht und den Iran Sicherheitsgarantien gibt, das ein Angriff nicht mehr erfolgt. Da aber Israel/USA schon zweimal während laufender Verhandlungen den Iran völkerrechtswidrig angegriffen haben, traut der Iran der USA und Israel nicht mehr.

  7. Je höher die Gas- und Benzinpreise, desto eher werden die Kriege in der Ukraine und dem Iran zu Ende gehen. Ich jedenfalls drehe die Heizung dieser Tage bewusst weit auf!

    1. @xblob: Ich glaube Sie haben das „marktwirtschaftliche Printip“ des Krieges nicht so ganz verstanden.
      Die Kriege werden für die deutsche Wirtschaft benötigt, um die hohen Preise und den damit verbundenen
      dumm und dämlichen Gewinn, zu rechtfertigen. Wie soll denn „Milka“ demnächst ohne Krieg das Verkleinern
      der Schokoladentafeln mit der dazu erfolgten 50 prozentigen Preiserhöhung rechtfertigen?

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