
Eskalation – wohin man blickt
So wie die Dinge heute liegen, ist die Zuspitzung der Konfrontation jeder Art nicht mehr aufzuhalten. Die Eskalationsspirale dreht sich in der Ukraine genauso wie im und um den Iran oder in Jemen. An diesen drei Kriegsschauplätzen zeigt sich momentan, wie weit wir von der sog. „regelbasierten Ordnung“ entfernt sind.

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Das vergiftete Geschenk der Zivilisation. […]

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Wer die Sicherheitslage in Europa beurteilen will, sollte nicht nur fragen, von welchem Staat eine Bedrohung ausgeht. Die größte Gefahr für die europäische Sicherheit liegt […]

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Nach dem UBS-Reichenbericht ist die Zahl der Milliardäre letztes Jahr um 13,1 Prozent auf jetzt 3302 angestiegen. Allein in diesem Jahr ist ihr Vermögen bis […]

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„Es ist schon jetzt erkennbar, dass die Zahl der an Terroranschlägen auf zivile Ziele in Russland beteiligten Drohnen zurückgegangen ist“, bemerkte der russische Militärexperte Wladimir Jeranosjan.
Und es werden vermutlich noch weniger werden.
Russland testet Perun-Laser zur Drohnenabwehr
https://tass.com/defense/2161073
Anmerk. In der Regel kündigt Russland keine unbrauchbaren Gerätschaften per
Agenturmeldung an. Das sich die Lage zugunsten der Ukraine durch Drohnenangriffe im russischen Hinterland gewendet haben soll, wird man ohnehin als Fantasieprodukt west abheften dürfen.
Auch Eric Hobsbawm hat in seinem letzten „Stern“-interview 2009 auf die geostrategische, brandgefährliche Lage verwiesen. Die USA würden nicht so einfach das Feld räumen, sondern ihre letzte, vermeintliche Stärke ausspielen, das Militär. Es würde Blut fließen, viel Blut.
Das erleben wir hautnah.
Und wie ich im Deutschlandfunk mit fassungslosem Stauen hören musste hat die Chefin v d Leyen gesagt, ich zitiere das gehörte frei, wer es genauer hat bitte ergänzen. Die Ukraine (oder wir, hat sie wir gesagt ? ich weis es nicht mehr) haben ja den Vorteil, dass die Drohnenproduktion in aller Ruhe an ungestörten Standorten, die nicht Angriffen ausgesetzt sind erfolgen kann.
Dazu fällt mir nichts mehr ein.
Langsam drehen alle durch. Eskalation halt.
Es geht um irgendwas mit links, anarcho,
Antifaschismus, schwarz-grüner Stern, Mao und so
Über Leichen
https://www.jungewelt.de/artikel/526201.nato-fraktion-%C3%BCber-leichen.html
Ziemlich abgefahren. Wie kann man einen
politischen Kompass verlieren, den man nie besessen hat ?
Dazu habe ich heute Folgendes gefunden:
Vor kurzem gab Dmitri Peskow, der Pressesprecher des russischen Präsidenten, eine äußerst symbolträchtige und wichtige Erklärung ab: Er sagte, die „Sondermilitäroperation“ [SMO] habe sich zu einem echten Krieg entwickelt, weil „hinter Kiew eine Reihe europäischer Hauptstädte und leider auch Washington stehen“. Das ist ein direktes Zitat.
Das würde bedeuten, dass Russland nun verstanden hat und öffentlich kommuniziert, dass es sich im Krieg mit Teilen der EU und Amerika befindet.
Sollte das stimmen, dass in dem Land, in dem man bisher dafür bestraft wurde, zu behaupten, es wäre im Krieg, dies inzwischen auch der Präsident denkt und sagen lässt, dann dürfte sich das Geschehen bald grundsätzlich ändern.
Die Frage ist dann: Wird es sich mit einem Paukenschlag ändern oder hat es sich schon geändert und was die Ukraine gerade erlebt, ist der Beginn des russischen Krieges gegen seinen nun benannten Gegner?
@bonnie
„Vor kurzem gab Dmitri Peskow, der Pressesprecher des russischen Präsidenten, eine äußerst symbolträchtige und wichtige Erklärung ab: “
„Er sagte, die „Sondermilitäroperation“ [SMO] habe sich zu einem echten Krieg entwickelt, weil „hinter Kiew eine Reihe europäischer Hauptstädte und leider auch Washington stehen“. Das ist ein direktes Zitat.“
Ich finde es merkwürdig das Dimitri Peskow erst jetzt wahrnimmt das der gesammelte Westen den Krieg gegen Russland führt. Das war doch von Anfang an klar und vermutlich wußte er das auch.
Ja, es läuft uns weg. Allen. Und wohin man blickt, ist dieselbe Tendenz zu erkennen: Eskalation wird als Entschlossenheit verkauft, während jeder, der Mäßigung, Diplomatie oder wenigstens ein kurzes Innehalten fordert, verdächtig gemacht wird.
In Deutschland reicht es inzwischen häufig schon, vor einer direkten Konfrontation mit Russland zu warnen, um als „Putin-nah“ zu gelten. Gleichzeitig wird in Russland öffentlich wieder auf „Barbarossa“ Bezug genommen und Deutschland zum historischen Feindbild aufgebaut. Das eine rechtfertigt das andere nicht – aber beides treibt uns immer weiter in eine Situation hinein, aus der irgendwann niemand mehr herauskommt, ohne angeblich sein Gesicht zu verlieren.
Briten und Franzosen bringen inzwischen Schiffe der sogenannten russischen Schattenflotte auf. Juristisch wird das mit falscher oder ungültiger Beflaggung begründet. Militärisch bleibt es trotzdem ein Spiel mit dem Feuer: Westliche Kommandos gehen auf Schiffe, die Russland seinem Wirtschaftskreislauf zurechnet, während russische Kriegsschiffe bereits Tanker begleiten. Was passiert beim ersten Warnschuss? Beim ersten Missverständnis? Beim ersten Toten?
Und über den Iran-Krieg und seine möglichen Folgen braucht man beinahe gar nicht mehr zu sprechen. Die Türkei stellt sich politisch immer schärfer gegen Israel, versucht aber gleichzeitig verzweifelt, die Diplomatie am Leben zu halten. Sollte auch noch die Türkei unmittelbar hineingezogen werden, stünde plötzlich ein NATO-Mitglied mitten in diesem Flächenbrand.
Selbst bei den angeblich aus Iran kommenden Raketen in Richtung des türkischen Luftraums wird man inzwischen misstrauisch. Ganz ausdrücklich: Das ist reine Spekulation meinerseits, und es gibt dafür keine Belege. Aber angesichts der Geschichte verdeckter Operationen schießt mir sogar der Gedanke durch den Kopf, ob nicht auch Israel mit einer False-Flag-Aktion weitere Staaten hineinziehen könnte. Wahrscheinlicher sind wohl iranische Raketen mit einem anderen Ziel, technische Fehler oder eine Flugbahn über türkisches Gebiet. Doch allein, dass solche Gedanken nicht mehr vollkommen absurd erscheinen, zeigt, wie vergiftet und unübersichtlich die Lage geworden ist.
Vielleicht sind wir nicht buchstäblich eine Sekunde vor dem „Full Scale“-Dritten Weltkrieg. Aber wir befinden uns in einer Situation, in der womöglich niemand diesen Weltkrieg bewusst beschließen muss. Ein Zwischenfall, ein Irrtum oder eine falsch verstandene Reaktion könnten genügen.
Und ausgerechnet jetzt gelten Besonnenheit und Diplomatie als Schwäche. Das ist das eigentlich Verzweifelte daran.