Rubik-Würfel

Aus einem Land vor unserer Zeit

Das Land, das ich kannte, in dem ich aufwuchs, dessen Werte mich oft ärgerten, die ich jedoch kannte und hin und wieder auch schätzte, gibt es nicht mehr. Nun weiß ich, wie sich Ostdeutsche fühlen.

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5 Kommentare

  1. Diese 75 Jahre Nachkriegszeit, in denen auch ich mein Leben verbracht habe, diese Epoche und ihre Werte hat sich 2020 über Nacht wegwischen lassen. Ohne nennenswerten Widerstand. Sie war also auch nur eine Illusion, so wie die Jetzige. Es ist nicht nur Heimatlosigkeit, die uns Älteren zusetzt, es ist diese völlige Entwurzelung aus der Zeit, aus den Epochen, die kommen und gehen und nie Bestand haben.

  2. Es ist unglaublich aber in diesbezüglich hatte Baerbock recht, aber nicht so wie Baerbock sich das dachte.
    „Vor vier Jahren sind wir in einer anderen Welt aufgewacht.“
    Ich bin auch in einem anderen Land aufgewacht, habe diese Entwicklung allerdings nicht für möglich gehalten und es wird immer schlimmer.

    Wer sich ans Grundgesetz hält bekommt Hausverbot an Schulen.

    „Es ist unglaublich!“ – Ex-Soldat enthüllt den Geheim-Plan an Schulen
    https://www.youtube.com/watch?v=-3e-AA8YkU0

  3. Mir geht es genau so, kann ich nicht bestreiten, aber ich habe Glück!
    Geldsorgen habe ich nicht, arbeiten muss ich nicht mehr, meine Familie, v.a. die Kernfamilie ist intakt, Riesengarten ist da, Bibliothek ist vorhanden, ich kann reisen und tue das auch und die Welt bleibt draußen, so weit wie möglich, ich bin nicht reich, aber Ausreichendes ist vorhanden, bis ich nicht mehr da bin.
    Ich kann mich mit Menschen umgeben, die mich bereichern, ich empfinde mich als privilegiert, kann Menschen helfen und tue das auch.
    So weit so gut.
    Es müsste aber allen Menschen so gehen wie mir, die nach 45 Berufsjahren eine gute Rente haben, ebenso wie meine Frau.
    Und es wäre auch kein Problem, das es allen Menschen im Alter so ginge, das dem nicht so ist, ist politisch gewollt.
    Die Parteien, die dafür gesorgt haben, das alte Menschen im Müll wühlen, sind ihrer Aufgabe nicht gerecht worden.
    Die neue Partei, die an die Tröge will, wird die Situation weiter verschlechtern.
    Denn auch das ist ein verlorenes Heimatgefühl, meine Großeltern und Eltern hatten ein auskömmliches Leben im Alter, man konnte in den Urlaub fahren und sogar etwas hinterlassen.
    Das sich die Menschen Sorgen um ihre Alten machen müssen, ist auch ein Stück Verlust..
    Mir hat der Artikel gefallen; er beschreibt sehr gut auch mein inneres Empfinden.

  4. Organisch ist die Veränderung der letzten Jahre aber nicht gewesen. Sie wurde choreographiert, orchestriert, handstreichartig gelotst – wie auch immer Sie es nennen wollen. Kampagnenarchitekten fielen über das Land her. Oder besser gesagt: Nichtregierungsorganisationen und PR-Agenturen, die das Land – auf Geheiß mächtiger Spieler – umformen sollten.

    Das klingt nach Verschwörungstheorie, die ich in dieser Form bezweifele, denn in der bürgerlichen Demokratie mit dem Liberalismus als Staatsideologie und dem liberalen Kapitalismus als Wirtschaftsform gibt es einen intrinsischen Faktor, der zwangsläufig zum Neoliberalismus mit all seinen unsozialen Zumutungen treibt.

    Ein „Geheiß mächtiger Spieler“ (als Subjekt) ist nicht notwendig, denn es ist das liberale Dogma der Freiheit des Kapitals sich ungestört vermehren zu dürfen, das dem Staat seine Bedürfnisse aufzwingt. Und in der Globalisierung stehen die Staaten sogar in Konkurrenz um die profitabelsten Bedingungen für das Kapital. Die Staaten werden so vom Kapital an der Nase geführt aufgrund von Bedingungen (den Freiheitsdogmen), die von der liberalen Demokratie selbst herbeiführt werden: Der Freiheit (des Kapitals).

  5. Es ist schon seltsam. Also ich (Anfang der 70er Jahre geboren), sage mir in der Rückschau immer wieder, daß ich mein Leben heute ganz anders gestalten würde, wenn ich die Phasen jetzt nochmal durchlaufen müßte (was ich Gottseidank nicht muß). Ich wundere mich immer wenn ich tatsächlich kitschiges sehe, wie Hochzeiten in weiß mit Rüschenkleid und dreistöckiger Torte. Würde ich im Leben nicht mehr machen. Ich sehe nämlich bei all dem Horror und den vielen paralysierten per App Lebenden auch große Chancen für etwas Neues. Diejenigen die sich verstehen, haben während der politischen Pandemie zb einen Radar entwickelt. Per Blick habe ich gelegentlich Trost und Zuspruch erfahren in dieser entsetzlichsten Erfahrung bisher in meinem Leben.
    Und das gilt auch für andere Themen. Die schönste und bereicherndste Erfahrung der letzten Jahre war für mich die Erkenntnis daß ich wahrhaftig denken kann, was ich will. Und wenn mir sonst nichts bleibt, das geht immer.

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